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EP 2 003 753 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.05.2011 Patentblatt 2011/18 |
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Anmeldetag: 31.05.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Zündkerze und Verfahren zur Herstellung einer Zündkerze
Ignition plug and method for the manufacture of an ignition plug
Bougie d'allumage et procédé de fabrication d'une bougie d'allumage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
14.06.2007 DE 102007027319
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.12.2008 Patentblatt 2008/51 |
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Patentinhaber: BorgWarner BERU Systems GmbH |
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71636 Ludwigsburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Niessner, Werner
71711 Steinheim (DE)
- Frassek, Lutz
96472 Rödental (DE)
- Houben, Hans
52146 Würselen (DE)
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Vertreter: Twelmeier Mommer & Partner |
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Patent- und Rechtsanwälte
Westliche 56-68 75172 Pforzheim 75172 Pforzheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 333 957 GB-A- 714 810 US-A- 3 537 160
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GB-A- 505 085 JP-A- 1 319 282
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Zündkerze für Verbrennungsmotoren mit einer Außenelektrode,
einer Mittelelektrode, einem an die Mittelelektrode angeschlossenen Innenleiter und
einem den Innenleiter umgebenden, durch Extrusion hergestellten, Isolatorkörper sowie
ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Zündkerze. Eine solche Zündkerze und ein
Verfahren zu ihrer Herstellung sind in der
US-A- 3,537,160 offenbart.
[0002] Zündkerzen müssen im Betrieb Druck- und Temperaturbelastungen Stand halten, die hohe
Anforderungen an die mechanische Festigkeit des Isolatorkörpers und die Abdichtung
von Grenzflächen zwischen verschiedenen Kerzenteilen gegenüber dem Verbrennungsraum
eines Motors stellen. Bei hohen Spitzendrücken kann es trotz maßgenauer Fertigung
und sorgfältiger Abdichtung dazu kommen, dass Gase aus dem Verbrennungsraum über unzureichende
Dichtstellen der Zündkerze als Leckagegase austreten. Derartige Leckagegase, die beispielsweise
entlang von Grenzflächen zwischen der Mittelelektrode und dem Isolatorkörper bzw.
dem Innenleiter und dem umgebenden Isolatorkörper einsickern, können im Inneren der
Zündkerze zu Ablagerungen führen, welche die Gefahr von Nebenschlüssen erhöhen und
so die Lebensdauer einer Zündkerze begrenzen.
[0003] Diese Anforderungen an Zündkerzen werden durch einen Trend zur Miniaturisierung,
der beispielsweise bei Anwendungen für den Rennsport mit höchsten Anforderungen an
die Belastbarkeit einhergeht, noch verschärft.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, einen Weg aufzuzeigen, wie die hohen Anforderungen,
die an Zündkerzen gestellt werden, besser erfüllt werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Zündkerze mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 8 gelöst.
[0006] Indem der Innenleiter zusammen mit dem Isolatorkörper koextrudiert wird, lässt sich
der Aufwand, einen separat hergestellten Innenleiter in den Isolatorkörper einzubringen
einsparen. Ferner lassen sich durch Koextrusion Leckagestellen zwischen dem Innenleiter
und dem umgebenden Isolatorkörper praktisch vollständig vermeiden, so dass auf diese
Weise der Gefahr eines Einsickerns von Verbrennungsgasen aus dem Verbrennungsraum
eines Motors wirksam begegnet werden kann. Ein weiterer Vorteil der Koextrusion von
Isolatorkörper und Innenleiter besteht darin, dass sie zu einer erhöhten mechanischen
Festigkeit führt. Die verbesserten Materialeigenschaften ermöglichen eine verstärkte
Miniaturisierung, so dass erfindungsgemäße Zündkerzen mit kleineren Außengewinden,
insbesondere Gewindegrößen M12, M10 und sogar M8, geschaffen werden können. Dies ist
beispielsweise für Rennsportmotoren und ähnliche Anwendungen, bei denen der für Zündkerzen
benötigte Raum möglichst klein sein sollte und trotzdem höchste Drehzahlen benötigt
werden, ein wichtiger Vorteil.
[0007] Bevorzugt wird bei einer erfindungsgemäßen Zündkerze für den Innenleiter eine elektrisch
leitende Keramik verwendet. Während im Stand der Technik gebräuchliche Innenleiter
aus Glas, die beispielsweise durch eingelagerte Kohlenstoffpartikel einen Entstörwiderstand
bilden, nur mit sehr großem Aufwand gegen den umgebenden Isolatorkörper abgedichtet
werden können und in einem aufwendigen Fertigungsschritt in den Isolatorkörper eingebracht
werden müssen, kann ein Innenleiter aus einer elektrisch leitenden Keramik zusammen
mit dem Isolatorkörper durch Koextrusion gefertigt werden. Insbesondere kann durch
die Zusammensetzung der Keramik des Innenleiters der von ihm gebildete Entstörwiderstand
auf einfache Weise an die Anforderungen einer konkreten Produktserie innerhalb geringer
Toleranzen angepasst werden. Dies ist ein weiterer Vorteil erfindungsgemäßer Zündkerzen.
[0008] Den Keramikmaterialien für den Isolatorkörper und gegebenenfalls den Innenleiter
können für die Koextrusion Plastifizierungsmittel, beispielsweise Wasser, Paraffin
oder Polymere zugesetzt werden, damit die Keramikmaterialen eine für die Koextrusion
geeignete Plastizität und pastöse Konsistenz erhalten. Durch Koextrusion der Keramikmaterialen
wird zunächst ein Grünling hergestellt, der bevorzugt eine zylindrische Form hat.
Der Grünling kann wegen der Plastizität der extrudierten Materialen mit geringem Aufwand
Form gebend bearbeitet werden, beispielsweise auf die gewünschte Länge zugeschnitten
und durch Bearbeitung seiner Außenkontur mit einem für den Isolatorkörper einer Zündkerze
typischen Ringwulst versehen werden. Durch wässrige/thermische Entbinderung und Brennen
können eventuell vorhandene Plastifizierungsmittel aus dem Grünling ausgetrieben und
die zunächst plastischen Keramikmaterialien gesintert werden, um den Innenleiter und
den ihn umgebenden Isolatorkörper einer Zündkerze zu bilden.
[0009] Für den Innenleiter können beispielsweise Silicide, Karbide, Nitride und/oder Boride
verwendet werden. Als Metallbestandteil der Silizide, Karbide und/oder Boride, aus
denen die Keramik des Innenleiters bestehen kann, können beispielsweise Molybdän,
Wolfram, Titan und/oder Lanthan verwendet werden. Für die Koextrusion mit einer derartigen
Innenleiterkeramik ist als Material für den Isolatorkörper insbesondere eine Nichtoxidkeramik
auf Basis von Karbiden, Nitriden und/oder Boriden der Metalle Si, Al und/oder Ti geeignet.
Besonders günstig ist beispielsweise die Kombination einer Si
3N
4-Keramik für den Isolatorkörper und MoSi
2 als Material für den Innenleiter.
[0010] Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Isolatorkörper überwiegend oder sogar
vollständig aus Al
2O
3 zu fertigen und als Keramikmaterial für den Innenleiter einen Kompositwerkstoff aus
Al
2O
3 mit LaCrO
3 und/oder TiN zu verwenden.
[0011] Bevorzugt ist, dass die Mittelelektrode mit dem Innenleiter verlötet ist. Bevorzugt
ist ferner, dass der Innenleiter an seinem von der Mittelelektrode abgewandten Ende
mit einem Zündstift verlötet ist, insbesondere dass der Zündstift in den Isolator
hineinragt. Bevorzugt ist ferner, dass der Isolator von einem metallischen Zündkerzenkörper
umgeben ist, wobei der Isolatorkörper mittels einer Lötverbindung mit dem metallischen
Zündkerzenkörper verbunden ist. Bevorzugt ist ferner, dass die Zündkerze einen metallischen
Zündkerzenkörper hat, der zum Einschrauben in einen Motor ein Außengewinde trägt,
das eine Gewindegröße von M12 oder weniger, vorzugsweise M10 oder M8, aufweist.
[0012] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung einer Zündkerze ist bevorzugt,
dass durch Koextrusion zunächst ein Grünling hergestellt wird, der außen ein erstes
Material zur Ausbildung des Isolators und innen ein weiteres Material zur Ausbildung
des Innenleiters aufweist, und der Grünling später gebrannt wird. Bevorzugt wird der
Grünling vor dem Brennen formgebend zur Ausbildung eines Bundes des Isolators bearbeitet.
Dabei ist bevorzugt, dass die formgebende Bearbeitung mittels Drehen oder Schleifen
erfolgt.
[0013] Bevorzugt wird der der Innenleiter an seinem hinteren Ende aufgebohrt und in die
so geschaffene Bohrung ein Zündstift eingesetzt. Bevorzugt wird der Zündstift mit
dem Innenleiter verlötet wird. Bevorzugt wird der Isolator mit einem ihn umgebenden
Zündkerzenkörper verlötet.
[0014] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden anhand eines
Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert.
Die dabei beschriebenen Merkmale können einzeln oder in Kombination zum Gegenstand
von Ansprüchen gemacht werden.
[0015] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Innenleiter mit koextrudiertem Isolatorkörper als Halbzeug zur Herstellung einer
Zündkerze;
- Figur 2
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Zündkerze, die unter Verwendung des
in Figur 1 gezeigten Halbzeugs hergestellt wurde.
[0016] Figur 1 zeigt einen zylinderförmig koextrudierten Grünling 1, der ein elektrisch
leitendes Keramikmaterial 2 zur Ausbildung eines Innenleiters in seinem Zentrum und
ein elektrisch isolierendes Keramikmaterial 3, das den Innenleiter 2 umgibt, aufweist.
Der koextrudierte Grünling 1 ist ein Halbzeug zur Herstellung einer Zündkerze. Der
Grünling 1 wird auf die für eine Zündkerze gewünschte Länge gebracht und seine Außenkontur
formgebend bearbeitet, so dass die elektrisch isolierende Keramik 3 die für einen
Isolatorkörper einer Zündkerze übliche Kontur mit einem Bund 4 erhält. In Figur 1
sind die durch Formgebung, beispielsweise Drehen oder Schleifen, zu entfernenden Außenbereiche
3a des Grünlings 1 eng schraffiert dargestellt. Der Grünling 1 lässt sich wegen der
für die Koextrusion erforderlichen Plastizität verhältnismäßig leicht bearbeiten.
Erst durch Brennen des Grünlings 1 entsteht ein harter, mechanisch belastbarer Keramikkörper
mit einem kristallinen Innenleiter 2 und einem den Innenleiter umgebenden Isolator
3. Prinzipiell kann auch nach dem Brennen eine Form gebende Bearbeitung oder Nachbearbeitung
des Keramikkörpers erfolgen.
[0017] Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die elektrisch isolierende
Keramik 3 überwiegend, d. h. zu mehr als 50 Gew.-%, aus Si
3N
4, insbesondere zu mehr als 90 Gew.-%, bevorzugt zumindestens 95 Gew.-% aus Si
3N
4. Dabei kann selbstverständlich auch reines Si
3N
4 verwendet werden. Es hat sich aber gezeigt, dass die keramischen Werkstoffeigenschaften
durch Zusätze anderer Keramikmaterialien, insbesondere von Karbiden, Boriden und/oder
anderen Nitriden, verbessert werden können. Die elektrisch leitende Keramik des Innenleiters
besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel überwiegend aus MoSi
2. Bevorzugt besteht der Innenleiter zu mehr als 90 Gew.-% aus MoSi
2. Selbstverständlich kann auch reines MoSi
2 verwendet werden, jedoch lassen sich auch die Werkstoffeigenschaften des Innenleiters
durch Zusätze anderer Keramikmaterialen verbessern und/oder Kosten einsparen.
[0018] Für den Isolatorkörper 3 kann beispielsweise auch eine Keramik auf Basis von Al
2O
3 verwendet werden. In einem solchen Fall ist es für die Koextrusion günstig, für den
Innenleiter ebenfalls eine Oxid-Keramik, insbesondere ebenfalls auf Basis von Al
2O
3, zu verwenden. Gut geeignet sind hierfür Komposite auf Basis von Al
2O
3TiN und/oder Al
2O
3-LaCrO
3.
[0019] Der in Figur 1 dargestellte Grünling 1 wird in einem weiteren Arbeitsschritt, bevorzugt
vor dem Brennen, durch Aufbohren des Innenleiters 2 an seinem vorderen Ende weiterbearbeitet.
Die auf diese Weise geschaffene Bohrung 5 ist in Figur 1 kreuzweise schraffiert dargestellt.
In diese Bohrung 5 wird später, bevorzugt nach dem Brennen, die in Figur 2 eingezeichnete
Mittelelektrode 10 eingesetzt und an den Innenleiter 2 angeschlossen. Zum Anschließen
des Innenleiters 2 an die Mittelelektrode 10 ist insbesondere eine Lotverbindung geeignet.
[0020] In entsprechender Weise wird der Innenleiter 2 auch an seinem hinteren Ende aufgebohrt.
Die auf diese Weise erzeugte Bohrung 6 ist in Figur 1 ebenfalls kreuzweise schraffiert
dargestellt. In die Bohrung 6 wird ein in Figur 2 eingezeichneter Zündstift 11 eingesetzt
und an den Innenleiter 2 angeschlossen.
[0021] In Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel einer Zündkerze dargestellt, die unter Verwendung
des in Figur 1 dargestellten Halbzeugs hergestellt wurde. Die Zündkerze hat mindestens
eine Außenelektrode 12, eine mit der Außenelektrode 12 zum Erzeugen eines Zündfunkens
zusammenwirkende Mittelelektrode 10, einen an die Mittelelektrode 10 angeschlossenen
Innenleiter 2 und einen den Innenleiter 2 umgebenden Isolator 3. Der Isolator 3 hat
einen Bund 4, den ein metallischer Zündkerzenkörper 13 umgibt. Der Zündkerzenkörper
13 trägt ein Außengewinde 14 zum Einschrauben in eine passende Motoröffnung. Die guten
mechanischen Eigenschaften der dargestellten Zündkerze ermöglichen eine kleine und
kompakte Baugröße, so dass für das Außengewinde auch relativ kleine Gewindegrößen,
beispielsweise weniger als M12, gewählt werden können.
[0022] Die Mittelelektrode 10 ist mittels einer Lötverbindung 15 mit dem sie umschließenden
Isolator 3 verbunden. Auf diese Weise kann eine hervorragende Abdichtung zwischen
der Mittelelektrode 10 und dem Isolator 3 erreicht werden, die ein Einsickern von
Gasen aus dem Verbrennungsraum eines Motors entlang der Mittelelektrode 10 und dem
Innenleiter 2 erschwert. Die dargestellte Zündkerze wird über einen Zündstift 11,
der in die in Figur 1 dargestellte Bohrung 6 hineinragt und den Innenleiter 2 kontaktiert,
an eine Versorgungsleitung angeschlossen, welche die Zündspannung liefert. Der Zündstift
11 ist durch eine Lötverbindung 16 mit dem Keramikkörper 3 verbunden.
[0023] Um einem Austreten von Verbrennungsgasen aus dem Motorraum zusätzlich entgegen zu
wirken, ist bei dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der Isolator 3 durch
eine Lötverbindung 17 gasdicht mit der ihn umschließenden metallischen Zündkerzenkörper
13 verbunden. Diese Maßnahme zur verbesserten Abdichtung hat selbstständige Bedeutung
und kann insbesondere auch bei einer Zündkerze mit einem herkömmlichen, nicht keramischen
Innenleiter eingesetzt werden.
[0024] Eine verbesserte Abdichtung zwischen dem Isolator 3 und dem ihn umgebenden Zündkerzenkörper
13 kann im übrigen auch durch Warmschrumpfen erreicht werden. Hierfür wird der Isolator
3 in einen erhitzten Zündkerzenkörper 13 eingebracht. Beim Abkühlen des Zündkerzenkörpers
13 schrumpft dieser und legt sich gasdicht an den Isolator 3 an.
[0025] Eine verbesserte Abdichtung zwischen Isolator 3 und dem ihn umgebenden Zündkerzenkörper
(13) kann auch bei einem Aufbau der Zündkerze gemäß dem Stand der Technik über einen
Innendichtring vorgenommen werden, der durch Warmschrumpfen des Körpers in Längsrichtung
gasdicht vorgespannt wird.
Bezugszahlenliste:
[0026]
- 1.
- Grünling
- 2.
- Innenleiter / Keramikmaterial
- 3.
- Isolator / Keramikmaterial
- 4.
- Bund
- 5.
- Bohrung
- 6.
- Bohrung
- 7.
- ---
- 8.
- ---
- 9.
- ---
- 10.
- Mittelelektrode
- 11.
- Zündstift
- 12.
- Außenelektrode / Masseelektrode
- 13.
- Zündkerzenkörper
- 14.
- Außengewinde
- 15.
- Lotverbindung
- 16.
- Lotverbindung
- 17.
- Lotverbindung
1. Zündkerze mit einer Außenelektrode/Masseelektrode (12), einer Mittelelektrode (10),
einem an die Mittelelektrode (10) angeschlossenen Innenleiter (2) und Zündstift (11)
und einem den Innenleiter (2) umgebenden Isolator (3), dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (3) zusammen mit dem Innenleiter (2) durch Koextrusion gefertigt ist.
2. Zündkerze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenleiter (2) aus einer elektrisch leitenden Keramik gefertigt ist.
3. Zündkerze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Keramik des Innenleiters (2) aus einem oder mehreren Siliciden,
Karbiden, Nitriden und/oder Boriden besteht.
4. Zündkerze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Keramik des Innenleiters (2) überwiegend aus MoSi2 besteht.
5. Zündkerze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator aus einer Nichtoxidkeramik auf der Basis von einem oder mehreren Karbiden,
Nitriden und/oder Boriden der Metalle Si, Al, und/oder Ti besteht.
6. Zündkerze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (3) überwiegend aus Si3N4 besteht.
7. Zündkerze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Keramik des Innenleiters (3) überwiegend aus Kompositen auf
der Basis Al2O3/TiN und/oder Al2O3-LaCrO3 besteht.
8. Verfahren zur Herstellung einer Zündkerze mit einer Außenelektrode (12), einer Mittelelektrode
(10), einem an die Mittelelektrode (10) angeschlossenen Innenleiter (2) und einem
den Innenleiter (2) umgebenden Isolator (3), dadurch gekennzeichnet, dass der Innenleiter (2) und ein den Innenleiter (2) umgebende Isolator (3) durch Koextrusion
hergestellt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass durch Koextrusion zunächst ein Grünling (1) hergestellt wird, der außen ein erstes
Material zur Ausbildung des Isolators (3) und innen ein weiteres Material zur Ausbildung
des Innenleiters (2) aufweist, und der Grünling später gebrannt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Grünling (1) vor dem Brennen formgebend zur Ausbildung eines Bundes (4) des Isolators
(3) bearbeitet wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenleiter (2) an seinem vorderen Ende aufgebohrt und eine Mittelelektrode (10)
in die Bohrung (5) eingesetzt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenleiter vor dem Brennen aufgebohrt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (3) mittels Warmschrumpfen gasdicht mit einem ihn umgebenden Zündkerzenkörper
(13) verbunden wird.
1. Spark plug having an outer electrode/ground electrode (12), a central electrode (10),
an inner conductor (2) and igniter (11) connected to the central electrode (10) and
an insulator (3) enclosing the inner conductor (2), characterized in that the insulator (3) and the inner conductor (2) are produced jointly by co-extrusion.
2. The spark plug as defined in Claim 1, characterized in that the inner conductor (2) is made from an electrically conductive ceramic material.
3. The spark plug as defined in Claim 2, characterized in that the electrically conductive ceramic material of the inner conductor (2) consists
of one or more silicides, carbides, nitrides and/or borides.
4. The spark plug as defined in Claim 2, characterized in that the electrically conductive ceramic material of the inner conductor (2) consists
predominantly of MoSi2.
5. The spark plug as defined in any of the preceding Claims, characterized in that the insulator consists of a non-oxide ceramic material based on one or more carbides,
nitrides and/or borides of the metals Si, Al, and/or Ti.
6. The spark plug as defined in Claim 5, characterized in that the insulator (3) consists predominantly of Si3N4.
7. The spark plug as defined in Claim 1 or 2, characterized in that the electrically conductive ceramic material of the inner conductor (3) consists
predominantly of composite materials based on Al2O3/TiN and/or Al2O3-LaCrO3.
8. Method for the production of a spark plug having an outer electrode (12), a central
electrode (10), an inner conductor (2) connected to the central electrode (10) and
an insulator (3) enclosing the inner conductor (2), characterized in that the inner conductor (2) and an insulator (3) enclosing the inner conductor (2) are
produced by co-extrusion.
9. The method as defined in Claim 8, characterized in that first a green compact (1) is produced by co-extrusion, having a first outer material
intended to form the insulator (3) and a further inner material intended to form the
inner conductor (2), and that the green compact is subsequently fired.
10. The method as defined in Claim 9, characterized in that prior to being fired the green compact (1) is subjected to a shaping operation for
forming a collar (4) of the insulator (3).
11. The method as defined in any of Claims 8 to 10, characterized in that the inner conductor (2) is bored open at its forward end and a central electrode
(10) is fitted in the bore (5).
12. The method as defined in Claim 11, characterized in that the inner conductor is bored open prior to the firing operation.
13. The method as defined in any of Claims 8 to 12, characterized in that the insulator (3) is connected with the enclosing spark plug body (13) in gas-tight
relation by heat-shrinking.
1. Bougie d'allumage avec une électrode externe/électrode de masse (12), une électrode
centrale (10), un conducteur interne (2) raccordé à l'électrode centrale (10) et un
igniteur (11), ainsi qu'un isolateur (3) enveloppant le conducteur interne (2), caractérisée en ce que l'isolateur (3) est fabriqué conjointement avec le conducteur interne (2) par co-extrusion.
2. Bougie d'allumage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le conducteur interne (2) est fabriqué à partir d'une céramique électriquement conductrice.
3. Bougie d'allumage selon la revendication 2, caractérisée en ce que la céramique électriquement conductrice du conducteur interne (2) est constituée
d'un ou de plusieurs siliciures, carbures, nitrures et/ou borures.
4. Bougie d'allumage selon la revendication 2, caractérisée en ce que la céramique électriquement conductrice du conducteur interne (2) est constituée
majoritairement de MoSi2.
5. Bougie d'allumage selon l'une des revendications précédentes, car l'isolateur est
constitué d'une céramique non oxydante, à base d'un ou de plusieurs carbures, nitrures
et/ou borures des métaux Si, Al et/ou Ti.
6. Bougie d'allumage selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'isolateur (3) est constitué majoritairement de Si3N4.
7. Bougie d'allumage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la céramique électriquement conductrice du conducteur interne (3) est constitué majoritairement
de composants à base d'Al2O3/TiN et/ou Al2O3-LaCrO3.
8. Procédé pour la fabrication d'une bougie d'allumage avec une électrode externe (12),
une électrode centrale (10), d'un conducteur interne (2) raccordé à l'électrode centrale
(10), et un isolateur (3) enveloppant le conducteur interne (2), caractérisé en ce que le conducteur interne (2) et l'isolateur (3) enveloppant le conducteur interne (2)
sont fabriqués par co-extrusion.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'une brique crue (1) est tout d'abord fabriquée par co-extrusion, comportant un premier
matériau à l'extérieur, pour former l'isolateur (3), et un autre matériau à l'intérieur,
pour former le conducteur interne (2), et en ce que la brique crue est ensuite calcinée.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'avant la cuisson, la brique crue (1) est travaillée pour former un collet (4) de l'isolateur
(3).
11. Procédé selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que le conducteur interne (2) est percé à son extrémité avant, et en ce qu'une électrode centrale (10) est inséré dans l'alésage (5).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le conducteur interne est percé avant la cuisson.
13. Procédé selon l'une des revendications 8 à 12, caractérisé en ce que l'isolateur (3) est relié à un corps de bougie d'allumage (13), de façon étanche
au gaz, par rétrécissement à chaud.


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