[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 12 bzw. ein Möbel
nach Anspruch 13.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Vorrichtungen für die Beeinflussung der Bewegung von
mehreren gegenüber einem feststehenden Möbelteil bewegbaren Möbelteile bekannt. Die
bewegbaren Möbelteile sind mit Hilfe einer Antriebseinheit und einer Kontrolleinheit
zur Bewegungskontrolle der bewegbaren Möbelteile angetrieben bewegbar.
[0003] Beispielsweise können verfahrbar geführte oder an Beschlägen verschwenkbare Möbelteile,
z. B. Schubladen, Klappen, Türen, Falttüren bzw. -klappen, Tablarauszüge, Apothekenschränke
und dgl. gegenüber einem Möbelkorpus mechanisch bzw. elektrisch unterstützt z. B.
über einen Elektromotor angetrieben bewegt werden. Insbesondere bei modernen Anwendungen,
steigen die Anforderungen im Hinblick auf individuelle Wünsche des Endnutzers, beispielsweise
um einen relativ hohen Bedienkomfort zu ermöglichen. Dabei soll der diesbezügliche
Aufwand für die Herstellung, Installation bzw. Inbetriebnahme der Vorrichtung bzw.
des Möbels vergleichsweise gering gehalten werden.
[0004] Die
US 6 109 774 A betrifft ein Schubladenbetätigungssystem zur Ausgabe von Gütern aus einer abgeschlossenen
Aufbewahrung.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung für die Beeinflussung
der angetriebenen Bewegung von bewegbaren Möbelteilen bzw. ein mit einer solchen Vorrichtung
ausgestattetes Möbels bereitzustellen, wodurch Anforderungen im Hinblick auf individuelle
Wünsche des Endnutzers erfüllbar sind und ein dafür notwendiger Aufwand minimiert
ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Ansprüche 1 und 13 gelöst. In den abhängigen Ansprüchen
sind vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung aufgezeigt.
[0007] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung für die Bewegungsbeeinflussung eines
bewegbaren Möbelteils, das mittels einer Antriebseinheit über eine Kontrolleinheit
zur Bewegungskontrolle des bewegbaren Möbelteils relativ zu einem feststehenden Möbelteil
angetrieben bewegbar ist. Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung liegt darin, dass
die Kontrolleinheit in einem Arbeitsmodus und in einem Konfiguriermodus betreibbar
ist, wobei die Kontrolleinheit ausgebildet ist, mit Zusatzmittel in einen Konfiguriermodus
zu gelangen, in welchem eine Konfigurierung der Vorrichtung erfolgen kann. Damit lässt
sich neben einem Arbeitsmodus wahlweise bzw. vergleichsweise einfach ein Konfiguriermodus
bereitstellen. Dabei kann ohne Weiteres aus dem Arbeitsmodus in den Konfiguriermodus
und umgekehrt gelangt werden.
[0008] Die Aktivierungsmittel zum Aktivieren und/oder Deaktivieren des Konfiguriermodus
sind schaltbar. Auf diese Weise lässt sich über einen Schaltvorgang der Konfiguriermodus
definiert und deutlich erkennbar einstellen bzw. kann dieser wieder verlassen werden.
[0009] Die Kontrolleinheit ist ausgelegt, mit den Zusatzmitteln, die als eine separate Zusatzkomponente
ausgebildet sind, in den Konfiguriermodus zu gelangen. Eine Person kann damit einen
Konfiguriermodus besonders bequem nutzen. Beispielsweise lässt es sich mit einer kompakten
bzw. handlichen Zusatzkomponente gut arbeiten. Darüber hinaus kann insbesondere ein
versehentliches Umkonfigurieren nahezu ausgeschlossen werden. Die Zusatzkomponente
wird insbesondere lediglich für den Konfiguriermodus verwendet und kann dabei Einfluss
auf die Kontrolleinheit ausüben, z.B. ein vorhandenes passives Programm auf aktiv
setzen bzw. eine Programmierung vornehmen. Außerhalb des Konfiguriermodus bzw. in
dessen Deaktivierungszustand stellt die Zusatzkomponente insbesondere ein passives
Element dar, was die Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung angeht. Die entfernbare
Zusatzkomponente kann im passiven Zustand in ihrer Anbringposition verbleiben oder
kann von der Vorrichtung bzw. dem Anbringplatz z.B. am Möbel abgenommen werden.
[0010] Die separate Zusatzkomponente ist als Ansteckteil ausgestaltet. Damit kann die Zusatzkomponente
von einer Person mit einem Handgriff bzw. auf einfache Weise an der Vorrichtung angebracht
bzw. von dieser wieder entfernt werden. Mit dem Aufstecken können auch die notwendigen
Kontakte bzw. Verbindungen generiert werden. Falls nötig, z.B. wenn die Zusatzkomponente
eine eigene Energiequelle benötigt und keine eigene Energiezuleitung bzw. batterie-
oder akkugestützte Energieversorgung der Zusatzkomponente vorhanden ist, kann auch
eine Energieversorgung für das Ansteckteil bzw. die Zusatzkomponente über das Anstecken
erfolgen. In der Regel erfolgt die Energieversorgung über die Energieversorgung für
die Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung.
[0011] Bisher wurde mit der Fertigstellung der Vorrichtung bzw. des damit ausgestatteten
Möbels ab Werk eine insbesondere universelle Grundeinstellung zur Verfügung gestellt,
die vom Endnutzer bzw. Laien nicht praktikabel veränderbar ist.
[0012] Mit den vorgeschlagenen Zusatzmitteln kann der
[0013] Konfiguriermodus möglich gemacht bzw. darin jederzeit vom Nutzer gearbeitet werden.
Im Konfiguriermodus lassen sich insbesondere grundlegende Einstellungen für den Betrieb
der Vorrichtung für die Bewegungsbeeinflussung bzw. ein damit ausgestattetes Möbel
festlegen. Mit Hilfe der Zusatzmittel lassen sich im Konfiguriermodus individuelle
Anforderungen bzw. unterschiedlichste Einstellungen vornehmen bzw. auch wieder ändern
oder rückgängig machen. Mit den Zusatzmitteln ist es außerdem sichergestellt, dass
ein ungewolltes bzw. versehentliches Verstellen von Grundeinstellungen nahezu ausgeschlossen
ist. Die Zusatzmittel stellen sozusagen sowohl eine Sicherheitsbarriere als auch ein
Zugangsschlüssel zum Arbeiten im Konfiguriermodus dar.
[0014] Vorteilhafterweise sind die Zusatzmittel von einem herkömmlichen PC bzw. Computer
bzw. einer herkömmlichen Recheneinheit verschieden, wodurch die Zusatzmittel im Vergleich
dazu deutlich kostengünstiger bzw. weniger komplex bereitstellbar sind. Es ist aber
auch denkbar, dass die Zusatzmittel zum Beispiel einen tragbaren Kleinrechner, Laptop,
PDA, USB-Stick oder dergleichen umfassen.
[0015] Bevorzugt sind die Zusatzmittel in der Kontrolleinheit bereitgestellt. Auf diese
Weise lässt sich ohne dass eine weitere Einrichtung nötig ist bzw. mit wenig Aufwand
die Kontrolleinheit derart ausbilden, dass die Kontrolleinheit die Zusatzmittel ganz
oder teilweise umfasst.
[0016] Unter dem Begriff der Kontrolleinheit kann im Sinne der Erfindung z.B. eine Regel-
bzw. Steuereinheit verstanden werden, insbesondere eine Rechen- bzw. Computereinheit,
die insbesondere ein Bauelement für die Bewegungskontrolle einer Mehrzahl von bewegbaren
Möbelteilen umfasst und ggf. für alle betreffenden bewegbaren Möbelteile zuständig
ist bzw. diese jeweils kontrolliert. Alternativ oder zusätzlich kann die Kontrolleinheit
mehrere miteinander kommunizierende Teileinheiten aufweisen, die für die Bewegungskontrolle
der mehreren bewegbaren Möbelteile verantwortlich sind, wobei eine Teileinheit zumindest
eines der bewegbaren Möbelteile kontrolliert.
[0017] Die Zusatzmittel können beispielsweise ein in der Kontrolleinheit hinterlegtes Programm
umfassen oder als Baueinheit in der Kontrolleinheit bzw. der Bewegungsbeeinflussungs-Vorrichtung
vorhanden sein.
[0018] Weiter wird vorgeschlagen, dass fest an der Vorrichtung und/oder den betreffenden
Möbelteilen installierte Aktivierungsmittel für die Aktivierung und/oder Deaktivierung
des Konfiguriermodus vorhanden sind. Um insbesondere aus dem Arbeitsmodus, in welchem
sich die Vorrichtung in der Regel befindet, in einen Konfiguriermodus zu gelangen
bzw. diesen zu aktivieren, können entsprechende Auslösebefehle notwendig sein. Auslösebefehle
können insbesondere von außen durch eine Person ausgeführt werden. Dazu sind z.B.
schaltbare Bedien- bzw. Aktivierungsmittel vorgesehen, über welche eine Person bewusst
einen Konfiguriermodus aktivieren bzw. zum Verlassen des Konfiguriermodus diesen deaktivieren
kann. Als Aktivierungsmittel sind die unterschiedlichsten Ausgestaltungen denkbar,
beispielsweise als separate bzw. eigens dafür eingerichtete Bedienelemente oder als
weitere Funktion eines für andere Zwecke notwendigen Bedienelements.
[0019] In einer vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes werden die Aktivierungsmittel
durch das bewegbare Möbelteil bereitgestellt, mit dessen manueller Bewegung durch
eine Bedienperson der Konfiguriermodus aktivierbar und/oder deaktivierbar ist. Auf
diese Weise kann besonders elegant und nahezu ohne zusätzlichen Aufwand gegenüber
herkömmlichen Anordnungen der Konfiguriermodus aktiviert bzw. deaktiviert werden.
Dies ist zudem vorteilhaft, da ein Einwirken auf die bewegbaren Möbelteile zu deren
Bedienung ohnehin für einen Benutzer einen gewohnten Vorgang darstellt. Über eine
gezielte bzw. vorgebbare Bedienung bzw. ein Einwirken auf das bewegbare Möbelteil
kann die Aktivierung des Konfiguriermodus besonders einfach realisiert werden. Gegebenenfalls
kann auch das Arbeiten im aktivierten Konfiguriermodus, insbesondere zum Einstellen
von Zielgrößen, durch das Einwirken auf das betreffende bewegbare Möbelteil erfolgen.
[0020] Die Zusatzkomponente kann an der Kontrolleinheit, besonders wenn diese gut zugänglich
ist, direkt angebracht werden oder mit dieser über entsprechende Verbindungen, z.B.
mit Leitungen bzw. Verteilerelementen mit der Kontrolleinheit auch über einen merklichen
Abstand in Kontakt stehen. So ist es beispielsweise denkbar, wenn eine Kontrolleinheit,
die in der Regel für mehrere feststehende Möbelteile vorgesehen ist, mit diesen über
zumindest eine Verbindungsleitung verbunden ist, die Zusatzkomponente an der Verbindungsleitung
oder an einer mit dieser verbundenen Verbindungsleitung indirekt zu verbinden. In
den Verbindungsleitungen kann ggf. ein oder können mehrere Verteilerelement(en) integriert
sein, z.B. je ein Verteilerelement pro feststehendem Möbelteil.
[0021] Erfolgt die Anbringung an Möbelabschnitten zum Beispiel an Wandungen, Seiten-, Frontteilen
oder Bodenteilen, sind ebenfalls insbesondere geeignete Verbindungen zur Bewegungsbeeinflussungs-Vorrichtung
bzw. zur Kontrolleinheit vorzusehen. Mit der Abnehmbarkeit der Zusatzkomponente lässt
sich die Zusatzkomponente auch für andere Kontrolleinheiten nutzen bzw. ist eine Wartung,
Reparatur oder eine Veränderung der inneren Struktur bzw. eine Programmierung der
Zusatzkomponente vorteilhaft möglich.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes weist die separate
Zusatzkomponente zumindest ein Bedienelement auf. Damit lässt sich direkt an der Zusatzkomponente
ein Schaltvorgang ausführen. Insbesondere kann damit der Konfiguriermodus ein- bzw.
ausgeschaltet werden. Außerdem kann damit ggf. einer von mehreren zur Verfügung stehenden
unterschiedlichen Konfiguriermodi ausgewählt bzw. aktiviert werden. Dies kann über
genau ein Bedienelement oder über mehrere Bedienelemente erfolgen. Wenn mehrere Bedienelemente
an der separaten Zusatzkomponente vorhanden sind, können mit diesen im Konfiguriermodus
sonstige Bedienbefehle ausgeführt bzw. an die Kontrolleinheit übermittelt werden.
[0023] Es ist aber auch eine Ausgestaltung der Zusatzkomponente möglich, bei der diese keine
Schalt- bzw. Bedienelemente aufweist. Dann kann über andere Mittel der Konfiguriermodus
aktiviert, deaktiviert bzw. ausgewählt werden. Beispielsweise kann ein Bedienelement
an dem Möbel bzw. den Möbelteilen vorhanden sein, zum Beispiel als Schalter, Sensor
und dergleichen. Als Bedienelement im weiteren Sinne kommt wie bereits erläutert auch
ein bewegbares Möbelteil in Frage, z.B. indem dieses bewegt bzw. darauf eingewirkt
wird, insbesondere durch Druck und/oder Zug.
[0024] Vorteilhafterweise sind Ausgabemittel vorhanden, um einer Person Informationen über
den Konfiguriermodus anzuzeigen. Insbesondere im Konfiguriermodus kann es für eine
den Konfiguriermodus ausführende Person von Vorteil sein, wenn Informationen über
den Konfiguriermodus angezeigt werden bzw. eine Rückkopplung bezüglich getätigten
Konfigurierschritten erfolgt. Die Information kann derart sein, dass der Person angezeigt
wird, ob der Konfiguriermodus aktiv bzw. nicht aktiv ist, welcher Konfiguriermodus
von mehreren mögliche gerade aktiv ist und/oder welcher Zustand gerade im aktuellen
Konfiguriermodus herrscht bzw. erreicht ist. Dies kann vorteilhafterweise über Ausgabemittel
der Zusatzmittel bzw. der separaten Zusatzkomponente geschehen. Die Ausgabemittel
können derart ausgestaltet sein, dass insbesondere akustische, haptische und/oder
optische Informationen an eine Person übermittelt werden können.
[0025] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Kontrolleinheit ausgebildet ist, in einem Konfiguriermodus
von mehreren möglichen Konfiguriermodi zu arbeiten. Bei modernen Systemen bzw. wenn
unterschiedliche Ziele mit der Konfigurierung erreicht werden sollen, ist es häufig
vorteilhaft, wenn unterschiedliche Konfiguriermodi zur Verfügung stehen, aus denen
für eine gewünscht Konfigurierung ausgewählt werden kann. Denn eine Konfigurierung
eines Systems kann zwar häufig durch nur einen Konfiguriermodus erledigt werden, es
sind aber auch Fälle denkbar, in denen die Konfigurierung mehrere wählbare Konfiguriermodi
notwendig macht bzw. die gesamte Konfigurierung mehrere einzelne Konfigurierungen
in jeweils unterschiedlichen Konfiguriermodi umfasst.
[0026] Die unterschiedlichen Konfiguriermodi sind insbesondere über die Zusatzmittel aktivierbar
bzw. auswählbar, wofür diese ohne oder mit zumindest einem Bedienelement ausgestattet
sein können.
[0027] Vorteilhafterweise ist die Kontrolleinheit ausgestaltet, in einem Konfiguriermodus
zu arbeiten, der zum Einstellen eines Schließteils geeignet ist, der zwischen einer
Frontpartie des bewegbaren Möbelteils in Schließposition gegenüber dem feststehenden
Möbelteil ausgebildet ist. Häufig wird zwischen dem bewegbaren Möbelteil und dem dazugehörigen
Teil im Schließzustand des bewegbaren Möbelteils ein Front- bzw. Schließspalt ausgebildet,
der bevorzugt einstellbar bzw. veränderbar ist. Dies kann beispielsweise bei so genannten
Touch-Latch-Anordnungen vorteilhaft bzw. notwendig sein. Hierfür ist die Kontrolleinheit
entsprechend ausgestaltet, insbesondere um im Konfiguriermodus eine Verstellung bzw.
eine Einstellung des Schließspalts vornehmen zu können, was insbesondere von der Antriebseinheit
und/oder elektrisch unterstützt werden kann.
[0028] Vorteilhafterweise ist die Kontrolleinheit ausgestaltet, in einem Konfiguriermodus
zu arbeiten, um eine Zuordnung der betreffenden bewegbaren Möbelteile zu dem dazugehörigen
feststehenden Möbelteils zu ermöglichen.
[0029] Außerdem kann die Kontrolleinheit ausgestaltet sein, in einem Konfiguriermodus zu
arbeiten, um bei Vorhandensein von mehreren feststehenden Möbelteilen, eine Zuordnung
von benachbarten feststehenden Möbelteilen zu ermöglichen.
[0030] Insbesondere kann die Zusatzkomponente als so genanntes "Dongle" ausgebildet sein.
Das Dongle kann eine Kopier- bzw. Programmierschutzfunktion aufweisen bzw. die Funktion
eines elektrischen Schlüssels besitzen. An der Zusatzkomponente bzw. dem Dongle kann
insbesondere zumindest ein Schalt- bzw. Bedienelement vorgesehen sein, mit dem insbesondere
der Konfiguriermodus ein- bzw. ausgeschaltet werden kann.
[0031] Beispielsweise kann das Dongle über einen mehrstufigen, insbesondere z.B. 3-stufigen
Schalter bzw. ein Bedienelement verfügen. In einer ersten Stellung bzw. "Stufe 0"
kann beispielsweise eine Reset-Funktion hinterlegt sein, um z.B. für eine Küchen-Anwendung
eine Küchenkonfiguration zu löschen und in die Grundeinstellung zurück zu gelangen.
In einer zweiten Stellung bzw. "Stufe 1" wird die Küche bzw. die Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung
für den Küchenbereich in Konfigurationsbereitschaft gesetzt. In einer dritten Stellung
bzw. "Stufe 2" kann z.B. eine elektronische Einstellung eines Frontspalts eines bewegbaren
Möbelteils erfolgen. Gegebenenfalls können noch weitere Stufen im Schalter bzw. Bedienelement
integriert sein, insbesondere für zusätzliche bzw. später einfließende Funktionen
z.B. für eine Kindersicherung.
[0032] Eine Grundeinstellung kann einer Werkseinstellung entsprechen, die insbesondere einen
Notbetrieb gewährleistet. Zum Beispiel kann nur ein bewegbares Möbelteil bzw. Netzteil
offen sein und nur dieses Möbelteil kann in Bewegung sein.
[0033] Der Konfiguriervorgang kann von einer Person bzw. einem Monteur vorgenommen werden.
Das Dongle bzw. die Zusatzkomponente mit dem Schalter bzw. Bedienelement auf "Stufe
1" wird an einem Steckplatz aufgesteckt, wodurch die Küche bzw. die Vorrichtung zur
Bewegungsbeeinflussung für den Küchenbereich in den Konfiguriermodus versetzt wird.
Die Person bzw. der Monteur tippt von unten nach oben alle bewegbaren Möbelteile von
übereinander angeordneten Möbelteilen an. Damit werden die Möbelteile ausgefahren
und bleiben in geöffnetem Zustand stehen. Durch nochmaliges Antippen des ersten bzw.
untersten Möbelteils wird das feststehende Möbelteil abgeschlossen und die bewegbaren
Möbelteile schließen automatisch von oben nach unten. Dadurch weiß die Kontrolleinheit,
welches bewegbare Möbelteil zum selben feststehenden Möbelteil gehört. Danach wird
für jedes weitere feststehende Möbelteile z.B. für alle weiteren Korpusse einer Küche
entsprechend vorgegangen.
[0034] Werden einem bewegbaren Außen-Möbelteil zugehörige Innen-Möbelteile zugeordnet, kann
eine entsprechende Innenlogik konfiguriert bzw. können damit Frontkollisionen bei
Absenkung eines Innen-Möbelteils vermieden werden.
[0035] Wird ein bewegbares Möbelteil geöffnet, beispielsweise auf den maximalen Öffnungsweg
bzw. Endanschlag und soll im gleichen Korpus ein weiteres bewegbares Möbelteil geöffnet
werden, stoppt dieses bewegbare Möbelteil kurz vor dem Öffnungsweg des vorher geöffneten
bewegbaren Möbelteils, zum Beispiel ca. 3 cm davor. Damit stoppt innerhalb eines Korpus
jedes bewegbare Möbelteil kurz vor dem Öffnungsweg des bereits geöffneten bewegbaren
Möbelteils, z.B. ca. 3 cm davor. Wenn ein bewegbares Möbelteil geschlossen werden
soll, schließen vorher automatisch alle weniger weit geöffneten bewegbaren Möbelteile,
bevor das betätigte bewegbare Möbelteil selbst schließt. Durch dieses kaskadenartige
Bewegungsprofil innerhalb eines feststehenden Möbelteils wird keine Logik für bewegbare
Innen-Möbelteile notwendig und auch eine Kollisionsgefahr zwischen über- oder untereinander
liegenden bewegbare Möbelteile ist eliminiert.
[0036] Die Erfindung ist zudem auf eine Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung eines bewegbaren
Möbelteils gerichtet, das mittels einer Antriebseinheit über eine Kontrolleinheit
zur Bewegungskontrolle-des bewegbaren Möbelteils relativ zu einem feststehenden Möbelteil
angetrieben bewegbar ist. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei, dass die Kontrolleinheit
ausgestaltet ist, eine Bewegungsbeeinflussung zu ermöglichen, wonach die Bewegung
der bewegbaren Möbelteile innerhalb eines dazugehörigen feststehenden Möbelteils nach
einem vorgebbaren Ablauf unmittelbar nacheinander ausgeführt wird. Eine solche ggf.
kaskadenartig ablaufende Bewegung von z.B. mehreren offen stehenden bewegbaren Möbelteilen
in einem feststehenden Möbelteil kann zur Vermeidung von Kollisionen oder Verletzungen
einer Person vorteilhaft sein.
[0037] Für ein kaskadenartiges Öffnungsprofil innerhalb eines feststehenden Möbelteils kann
folgendermaßen vorgegangen werden: Nachdem alle feststehenden Möbelteile in der oben
genannten Weise konfiguriert wurden, erfolgt eine Konfiguration für benachbarte z.B.
übereck angeordnete Möbelteile durch gleichzeitiges Antippen der beiden untersten
bewegbaren Möbelteile der beiden übereck positionierten feststehenden Möbelteile.
Dadurch erkennt die Kontrolleinheit benachbarte z.B. übereck zueinander feststehende
Möbelteile und erlaubt kein gleichzeitiges Fahren bzw. offen stehen von bewegbaren
Möbelteilen aus diesen beiden feststehenden Möbelteilen.
[0038] Auch für nebeneinander stehende feststehende Möbelteile kann entsprechend vorgegangen
werden, um insbesondere eine Kollisions- bzw. Einklemmgefahr durch nebeneinander in
jeweils anderen feststehenden Möbelteilen sich gleichzeitig bewegenden Möbelteile
zu minimieren.
[0039] Wenn ein bewegbares Möbelteil von einem ersten der beiden feststehenden Möbelteile
geöffnet ist oder fährt, können gleichzeitig keine bewegbaren Möbelteile des zweiten
feststehenden Möbelteils geöffnet werden. Die Konfiguration für übereck bzw. nebeneinander
feststehende Möbelteile wird erst angenommen, wenn die Gesamt-Konfiguration an sich
abgeschlossen wird bzw. wenn für alle anderen bewegbaren Möbelteile, die nicht z.B.
übereck bzw. nebeneinander angeordnet sind, durch Antippen die Konfiguration abgeschlossen
wurde.
[0040] Falls die Konfiguration unvollständig ist bzw. beim Vorgehen durch Antippen die Betätigung
eines bewegbaren Möbelteils vergessen wurde, bleibt das nicht konfigurierte bewegbare
Möbelteil nach Abzug der Zusatzkomponente offen bzw. bei fehlerhafter Konfiguration
eines bewegbaren Innen-Möbelteils auch das zugehörige bewegbare Außen-Möbelteil geöffnet.
In diesem Falle wird beim Abziehen der Zusatzkomponente die unvollständige Konfiguration
wieder verworfen.
[0041] Für einen Betrieb nach der Konfiguration kann gelten:
Immer nur ein erstes bewegbares Möbelteil bzw. ein Netzteil kann sich angetrieben
bewegen. Ein weiteres bzw. zweites bewegbares Möbelteil darf ca. 10 bis 70, insbesondere
40 Millimeter vor Schließung des zufahrenden Möbelteils starten. Damit kann eine Quetschgefahr
gering gehalten werden.
[0042] Es können insbesondere mehrere bewegbare Möbelteile gleichzeitig offen sein.
[0043] Es wird ein kaskadenartiges Öffnungsprofil innerhalb eines feststehenden Möbelteils
zur Vermeidung von Frontkollisionen zwischen über- oder untereinander angeordneten
Laden vorgegeben.
[0044] Bewegbare Möbelteile zweier übereck bzw. nebeneinander angeordneten feststehenden
Möbelteilen können sich nicht gleichzeitig bewegen. Insbesondere darf nur bei einem
feststehenden Möbelteil ein bewegbares Möbelteil geöffnet sein bzw. sich bewegen.
[0045] Die Zusatzkomponente kann z.B. an einer Motoreinheit, z.B. einem Elektromotor, am
Netzteil oder an der Kontrolleinheit der Vorrichtung für die Bewegungsbeeinflussung
angebracht werden. Die Zusatzkomponente bzw. das Dongle kann auch an einem Korpusverteiler
am Möbel angebracht werden.
[0046] Über die Zusatzkomponente bzw. das Dongle ist eine z.B. akustische Information übermittelbar,
die einer Person im geeigneter Weise beispielsweise einen aktuell gültigen Konfiguriermodus
anzeigt. Dies kann beispielsweise durch einen Piepston geschehen, welcher z.B. alle
5 Sekunden ertönt.
[0047] Insbesondere in einem eigenen Konfiguriermodus kann eine "Reset-Einstellung" vorgenommen
werden. Dies kann beispielsweise über einen Schalter bzw. ein Bedienelement an der
Zusatzkomponente bzw. dem Dongle erfolgen.
[0048] Um in den Konfiguriermodus zu gelangen, kann auch eine in der Praxis nicht vorkommende
Bedienaktion vorgegeben werden, die dafür ausgeführt werden muss. Als Bedienelement
kann beispielsweise eine oder mehrere Fronten eines bewegbaren Möbelteils dienen.
Wird eine Front bzw. ein bewegbares Möbelteil z.B. zehnmal ohne Wartezeit hintereinander
geöffnet, kann dadurch der Konfiguriermodus aktivieret werden.
[0049] Des Weiteren kann eine Schließspalt- bzw. FrontspaltEinstellung mit den Zusatzmitteln
bzw. der separaten Zusatzkomponente beispielsweise auf elektronische Weise erfolgen.
[0050] Die Erfindung betrifft außerdem ein Möbel mit einem feststehenden Möbelteil und wenigstens
einem angetrieben bewegbaren Möbelteil, insbesondere mit einer Schublade. Vorteilhafterweise
ist bei dem Möbel eine der oben beschriebenen Vorrichtungen vorgesehen. Damit lassen
sich die daraus resultierenden Vorteile für ein entsprechendes Möbel realisieren.
[0051] Das Möbel mit der Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung ist insbesondere derart
ausgestaltet, dass die Zusatzmittel in Form einer separaten Zusatzkomponente am Möbel
anbringbar sind. Beispielsweise kann die Zusatzkomponente für die Konfigurierung am
Möbel an einer entsprechenden Anbringeinrichtung z.B. aufgesteckt bzw. verbunden und
nach der Konfigurierung wieder entfernt werden. Insbesondere ist die Zusatzkomponente
an einer günstigen bzw. für eine Person gut erreichbaren Stelle am Möbel anbringbar,
insbesondere über eine Schnittstelle der Kontrolleinheit.
Figurenbeschreibung
[0052] Ein stark schematisch dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
einzigen Figur dargestellt und unter Angabe weiterer Vorteile und Details näher beschrieben.
- Figur 1
- zeigt ein schematisiertes Möbel in perspektivischer Frontansicht schräg von oben.
[0053] In Figur 1 ist ein Möbel 1 mit einem feststehenden Möbelteil bzw. einem Möbelkorpus
2 und an diesem bewegbar geführte Möbelschübe 3 mit mehreren Schubladen 4 bis 14 gezeigt.
Eine Außenschublade 11 kann mit ihrer Frontpartie 11a die Frontpartie 9a einer Innenschublade
9 und die Frontpartie 10a einer Innenschublade 10 überdecken. Im geschlossenen Zustand
der Möbelschübe 3 zeigt das Möbel 1 eine quaderförmig Gestalt. Der Möbelkorpus 2 umfasst
zwei äußere Seitenwände 2a bzw. 2b, ein Oberteil 2c, ein Bodenteil 2d und außerdem
eine in Figur 1 nicht erkennbare Rückwand. Der Möbelkorpus 2 verfügt außerdem über
im Inneren des Möbelkorpus parallel zu den Seitenwänden 2a, 2b verlaufende Innenwände
2e und 2f.
[0054] Im Möbelkorpus 2 sind über nicht dargestellte Auszugsführungen die Möbelschübe 3
an den Seitenwänden 2a, 2b bzw. den Innenwänden 2e, 2f verfahrbar aufgenommen, zum
Beispiel über bekannte Vollauszüge. Die Möbelschübe 3 können gemäß dem Doppelpfeil
P relativ zum Möbelkorpus 2 eingeschoben bzw. ausgefahren werden. Die Schubladen 4
bis 9 und 12 bis 14 befinden sich jeweils in Schließposition, wohingegen die Innenschublade
10 in etwa halb bzw. die Außenschublade 11 ganz geöffnet gegenüber dem Möbelkorpus
2 ist.
[0055] Die Vorderseite des Möbels 1 mit Frontpartien der Möbelschübe 3 stellen eine Bedienseite
für die Bedienung der Schubladen 4 bis 14 durch eine Person dar. Die Anordnung der
Schubladen mit Blick vorne auf das Möbel 1 gemäß Figur 1 umfasst drei Spalten mit
jeweils mehreren übereinander positionierten Schubladen. Die von vorne gesehen linke
Spalte umfasst zwischen der Seitenwand 2b und der Innenwand 2f die gleichartigen Schubladen
4 bis 7 bzw. die mittlere Spalte zwischen den Innenwänden 2e und 2f die Schubladen
8 bis 11 und die rechte Spalte zwischen der Innenwand 2e und der Seitenwand 2a die
Schubladen 12 bis 14.
[0056] Zur angetriebenen Bewegung insbesondere jedes Möbelschubs 4 bis 14 relativ zum Möbelkorpus
2 ist eine nicht dargestellte Vorrichtung, z.B. entsprechend der in der
WO 2006/029 894 A1 beschriebenen Vorrichtung, zur Bewegungsbeeinflussung der Möbelschübe 3 vorgesehen,
wobei die angetriebenen Bewegung mit einer Antriebseinheit bzw. einer Kontrolleinheit
zur Bewegungskontrolle der Möbelschübe 3 erfolgt. Ebenfalls nicht dargestellt sind
Verbindungsleitungen oder dergleichen z.B. zur Versorgung der Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung.
[0057] Die Schubladen 4 bis 6 sind an ihren Schubladenfronten jeweils mit einem Griffelement
15 bis 17 bzw. die Schublade 7 mit einem nicht erkennbaren Griffelement versehen,
um die betreffende Schublade manuell zu greifen und insbesondere an der Schublade
zu ziehen. Daher ist es grundsätzlich möglich, dass die Schubladen 4 bis 7 nicht mit
der Antriebseinheit angetrieben sondern lediglich manuell betätigt bewegbar sind.
Es ist auch denkbar, dass die Schubladen 4 bis 7 angetrieben und manuell bewegbar
sind, um z.B. bei deren manuell von einer Person ausgeführten Bewegung diese mit der
Antriebseinheit zu unterstützen, insbesondere beim Öffnen.
[0058] Die anderen Schubladen sind insbesondere mit der Antriebseinheit bewegbar, wobei
es denkbar ist, dass eine angetrieben bewegbare Schublade auch manuell bewegt werden
kann. Die Antriebseinheit kann vielfältig ausgestaltet sein und mit elektrischen Mitteln
z.B. mit Hilfe eines Elektromotors oder nicht elektrisch mit mechanischen Mitteln
arbeiten bzw. mit einer Kombination aus diesen Mitteln funktionieren. Die Öffnungs-
und/oder Schließbewegung kann ganz oder teilweise angetrieben erfolgen, z.B. wenn
Ausstoßmittel zum Ausstoßen des bewegbaren Möbelteils aus einer Schließstellung in
eine zumindest teilweise geöffnete Stellung vorgesehen sind.
[0059] Die Schubladen 8 bis 14 sind an ihren Frontpartien 8a bis 14a ohne Kontur bzw. ohne
ein Griffelement oder eine sonstige Hilfe zum Ziehen an dem betreffenden Möbelteil
ausgestattet. Die Schubladen 4 bis 14 können mit oder ohne z.B. insbesondere Ausstoßer-
bzw. Touch-Latch-Funktionalität versehen sein. Die Schubladen 8 bis 14 lassen sich
zum Beispiel durch Antippen auf die Frontseite einer Schublade auslösen bzw. öffnen
oder schließen.
[0060] Als Zusatzkomponente sind unterschiedliche Ausgestaltungen denkbar. Die Zusatzkomponente
kann dauerhaft in der Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung integriert sein oder
auch nur zeitweise mit dieser in Verbindung stehen. Die Zusatzkomponente kann beispielsweise
mit einem einfachen Handgriff an der Vorrichtung angebracht und wieder entfernt werden,
z.B. durch Aufstecken bzw. Abziehen. Die Zusatzkomponente kann ein separates Bauteil
umfassen, bspw. einen Klein- oder Großrechner, ein Laptop, ein PDA, eine Netzwerkstruktur,
ein Chipelement oder ähnliches oder integriert in der Vorrichtung bzw. der Kontrolleinheit
vorhanden sein. Am Zusatzelement können Eingabe- und/oder Ausgabemittel vorhanden
sein, z.B. ein Tastenfeld oder zumindest ein Schalter.
[0061] Die Zusatzkomponente kann auch als elektronischer Schalter bzw. als so genanntes
Dongle ausgeführt sein, beispielsweise in der Art eines elektronischen Schlüssels.
Das Dongle kann z.B. einem Busmaster mitteilen, dass die Konfiguration durchgeführt
wird. Für jede Möbeleinheit bzw. für eine ausgelieferte Gruppe von Möbel z.B. für
eine Küche mit entsprechenden Küchenmöbel, kann ein Zusatzelement bzw. Dongle mit
ausgeliefert werden, um insbesondere die allgemeine und insbesondere auch die Schließspalt-Konfiguration
zu ermöglichen. Das Dongle kann beispielsweise an einem freien Abgang einer horizontalen
Verkabelung eingesteckt werden. Damit lässt sich die Konfiguration auch für Laien
problemlos durchführen.
[0062] Zur Vorbereitung der Konfiguration kann das Dongle insbesondere eine Schalterstellung
"Konfiguration" aufweisen, die von einer Person angewählt werden kann. Hierzu muss
das Dongle lediglich auf einen Steckplatz z.B. eines Schubladensystems aufgesteckt
werden. Nach Abwarten bis ein kurzer Freigabeton ertönt, ist die Bereitschaft des
Dongles erreicht. Dann läuft die Systemerkennung ab, welche beispielsweise ca. 1 Minute
dauern kann. Der Konfigurationsvorgang im Einstellmodus wird erst nach einem stetig
sich wiederholenden Signalton gestartet.
[0063] Eine Rückstellung auf Grundeinstellungen bzw. eine "Reset"-Funktion kann durch Zurücksetzen
des Dongles auf Notbetrieb erfolgen. Alternativ kann ein Schalter am Dongle auf Notbetrieb
gestellt werden. Hierzu wird das Dongle auf einen freien Abgang am Möbel bzw. der
Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung gesteckt und ein entsprechendes Signal zur
Bestätigung ertönt. Nun wartet man, bis ein stetig wiederholendes Signal ertönt und
danach kann das Dongle entfernt werden. Mit diesem Vorgehen wird eine Grundeinstellung
wieder hergestellt.
[0064] Zur optionalen Frontspalteinstellung mit dem Dongle kann eine Frontansicht eingerichtet
werden, bei der alle betreffenden Fronten der bewegbaren Möbelteile bzw. Schubladen
gleich bzw. fluchtend zueinander stehen. Zum Beispiel wird eine entsprechende Schublade
bei angestecktem Dongle angetippt und das System bzw. die Kontrolleinheit addiert
zur voreingestellten Grundeinstellung bzw. einer Touch-Latch-Position einen Impuls.
Die Schublade fährt eine neue Touch-Latch-Position an, die eine neue Frontspalt-Abmessung
aufweist. Der Konfiguriermodus wird bei erreichtem gewünschten Schließspalt beispielsweise
durch Ablauf einer Zeitvorgabe von selbst oder durch eine Betätigung des Schalters
an der Zusatzkomponente oder eines anderen Bedienelements beendet.
[0065] Das Ausführungsbeispiel gemäß. Figur 1 zeigt ein Möbel mit mehreren Schubladen. Die
Erfindung betrifft aber auch andere Möbel mit angetrieben bewegbaren Möbelteilen wie
beispielsweise Türen, Klappen, Tablarauszüge, Drahtkörbe, Apothekenschränke, Drehgestelle,
Karusselle oder dergleichen.
Bezugszeichenliste:
[0066]
- 1
- Möbel
- 2
- Möbelkorpus
- 2a
- Seitenwand
- 2b
- Seitenwand
- 2c
- Oberteil
- 2d
- Bodenteil
- 2e
- Innenwand
- 2f
- Innenwand
- 3
- Möbelschübe
- 4
- Schublade
- 5
- Schublade
- 6
- Schublade
- 7
- Schublade
- 8
- Schublade
- 8a
- Frontpartie
- 9
- Innenschublade
- 9a
- Frontpartie
- 10
- Innenschublade
- 10a
- Frontpartie
- 11
- Außenschublade
- 11a
- Frontpartie
- 12
- Schublade
- 12a
- Frontpartie
- 13
- Schublade
- 13a
- Frontpartie
- 14
- Schublade
- 14a
- Frontpartie
- 15
- Griffelement
- 16
- Griffelement
- 17
- Griffelement
1. Vorrichtung für die Bewegungsbeeinflussung eines bewegbaren Möbelteils (4 bis 14),
das mittels einer Antriebseinheit über eine Kontrolleinheit zur Bewegungskontrolle
des bewegbaren Möbelteils relativ zu einem feststehenden Möbelteil (2) angetrieben
bewegbar ist, die Vorrichtung umfassend eine Antriebseinheit, eine Kontrolleinheit
sowie Zusatzmittel, wobei die Kontrolleinheit in einem Arbeitsmodus und in einem Konfiguriermodus
betreibbar ist, wobei die Kontrolleinheit ausgebildet ist, mit Zusatzmittel in einen
Konfiguriermodus zu gelangen, in welchem eine Konfigurierung der Vorrichtung erfolgen
kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzmittel eine als Ansteckteil ausgestaltete separate Zusatzkomponente umfassen,
womit Aktivierungsmittel für die Aktivierung und/oder Deaktivierung des Konfiguriermodus
vorhanden sind,
die zum Aktivieren und/oder Deaktivieren des Konfiguriermodus schaltbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzmittel in der Kontrolleinheit bereitgestellt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass fest an der Vorrichtung und/oder den betreffenden Möbelteilen (2, 3) installierte
Aktivierungsmittel für die Aktivierung und/oder Deaktivierung des Konfiguriermodus
vorhanden sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierungsmittel durch das bewegbare Möbelteil (4 bis 14) bereitgestellt werden,
mit dessen manueller Bewegung durch eine Bedienperson der Konfiguriermodus aktivierbar
und/oder deaktivierbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die separate Zusatzkomponente zumindest ein Bedienelement aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Ausgabemittel vorhanden sind, um einer Person Informationen über den Konfiguriermodus
anzuzeigen.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrolleinheit ausgebildet ist, in einem Konfiguriermodus von mehreren möglichen
Konfiguriermodi zu arbeiten.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrolleinheit ausgestaltet ist, in einem Konfiguriermodus zu arbeiten, um in
eine voreingestellte Grundkonfiguration zu gelangen.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrolleinheit ausgestaltet ist, in einem Konfiguriermodus zu arbeiten, der
zum Einstellen eines Schließspalts geeignet ist, der zwischen einer Frontpartie des
bewegbaren Möbelteils (4 bis 14) in Schließposition gegenüber dem feststehenden Möbelteil
(2) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrolleinheit ausgestaltet ist, in einem Konfiguriermodus zu arbeiten, um eine
Zuordnung der betreffenden bewegbaren Möbelteile (4 bis 14) zu dem dazugehörigen feststehenden
Möbelteil (2) zu ermöglichen.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrolleinheit ausgestaltet ist, in einem Konfiguriermodus zu arbeiten, um bei
Vorhandensein von mehreren feststehenden Möbelteilen, eine Zuordnung von benachbarten
feststehenden Möbelteilen zu ermöglichen.
12. Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrolleinheit ausgestaltet ist, eine Bewegungsbeeinflussung zu ermöglichen,
wonach die Bewegung der bewegbaren Möbelteile innerhalb eines dazugehörigen feststehenden
Möbelteils nach einem vorgebbaren Ablauf unmittelbar nacheinander ausgeführt wird.
13. Möbel (1) mit einem feststehenden Möbelteil (2) und wenigstens einem angetrieben bewegbaren
Möbelteil, insbesondere mit einer Schublade (4 bis 14), mit einer Vorrichtung nach
einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Device for controlling the movement of a movable furniture part (4 to 14) which can
be moved in a driven manner relative to a stationary furniture part (2) by means of
a drive unit via a control unit for controlling the movement of the movable furniture
part, the device comprising a drive unit, a control unit and additional means, wherein
the control unit can be operated in an operating mode and in a configuration mode,
wherein the control unit is designed to enter into a configuration mode with additional
means in which the device can be configured, characterised in that the additional means comprise a separate additional component which is in the form
of a plug-on part, whereby activation means are provided for the activation and/or
deactivation of the configuration mode which can be switched in order to activate
and/or deactivate the configuration mode.
2. Device according to claim 1, characterised in that the additional means are provided in the control unit.
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that activation means installed securely on the device and/or the relevant furniture parts
(2, 3) are provided for the activation and/or deactivation of the configuration mode.
4. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the activation means are provided by the movable furniture part (4 to 14), so that
when the latter is moved manually by an operator the configuration mode can be activated
and/or deactivated.
5. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the separate additional component comprises at least one operating element.
6. Device according to any of the preceding claims, characterised in that output means are provided to display information about the configuration mode to
a person.
7. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the control unit is designed to operate in one configuration mode of a plurality
of possible configuration modes.
8. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the control unit is configured to operate in a configuration mode in order to arrive
at a predefined basic configuration.
9. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the control unit is configured to operate in a configuration mode which is suitable
for adjusting a closing gap which is formed between a front part of the movable furniture
part (4 to 14) in the closed position relative to the fixed furniture part (2).
10. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the control unit is configured to operate in a configuration mode in order to enable
the allocation of the relevant movable furniture parts (4 to 14) to the associated
stationary furniture part (2).
11. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the control unit is configured to operate in a configuration mode in order to enable
the allocation of adjacent stationary furniture parts, when there are a plurality
of stationary furniture parts.
12. Device according to the preamble of claim 1, in particular according to any of the
preceding claims, characterised in that the control unit is configured to make it possible to influence movement, whereby
the movement of the movable furniture parts within an associated stationary furniture
part is performed in succession according to a predefinable sequence.
13. Piece of furniture (1) comprising a stationary furniture part (2) and at least one
furniture part which can be moved in a driven manner, in particular with a drawer
(4 to 14), comprising a device according to any of the preceding claims.
1. Dispositif pour influencer le mouvement d'un élément de meuble mobile (4 à 14) qui
est mobile par entraînement par rapport à un élément de meuble fixe (2) au moyen d'une
unité d'entraînement par le biais d'une unité de commande pour commander le mouvement
de l'élément de meuble mobile, le dispositif comprenant une unité d'entraînement,
une unité de commande ainsi que des moyens supplémentaires, l'unité de commande pouvant
être exploitée dans un mode de fonctionnement et dans un mode de configuration, l'unité
de commande étant conçue pour passer avec des moyens supplémentaires dans un mode
de configuration dans lequel il est possible de réaliser une configuration du dispositif,
caractérisé en ce que les moyens supplémentaires comprennent un composant supplémentaire séparé, conçu
sous la forme d'une partie enfichable procurant des moyens d'activation pour l'activation
et/ou la désactivation du mode de configuration, et qui peuvent être commutés pour
activer et/ou désactiver le mode de configuration.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens supplémentaires sont prévus dans l'unité de commande.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que des moyens d'activation installés fixement sur le dispositif et/ou sur les éléments
de meuble (2, 3) concernés sont prévus pour l'activation et/ou la désactivation du
mode de configuration.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens d'activation sont fournis par l'élément de meuble mobile (4 à 14), le
mode de configuration pouvant être activé et/ou désactivé par le mouvement manuel
provoqué par un opérateur de l'élément de meuble.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le composant supplémentaire séparé présente au moins un élément de manoeuvre.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des moyens de sortie sont présents pour indiquer à une personne des informations
sur le mode de configuration.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de commande est conçue pour fonctionner dans un mode de configuration parmi
plusieurs modes de configuration possibles.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de commande est conçue pour fonctionner dans un mode de configuration en
vue d'entrer dans une configuration de base prédéfinie.
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de commande est conçue pour fonctionner dans un mode de configuration adapté
pour ajuster une fente de fermeture formée entre une partie frontale de l'élément
de meuble mobile (4 à 14) dans la position fermée par rapport à l'élément de meuble
fixe (2).
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de commande est conçue pour fonctionner dans un mode de configuration afin
de permettre d'associer l'élément de meuble mobile (4 à 14) concerné à l'élément de
meuble fixe (2) correspondant.
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de commande est conçue pour fonctionner dans un mode de configuration afin
de permettre une association d'éléments de meuble fixes adjacents en cas de pluralité
d'éléments de meuble fixes.
12. Dispositif selon le préambule de la revendication 1, en particulier selon l'une des
revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de commande est conçue pour permettre d'influencer un mouvement, sur la base
duquel le mouvement des éléments de meuble mobiles à l'intérieur d'un élément de meuble
fixe correspondante est effectué immédiatement les uns après les autres selon un déroulement
prédéterminé.
13. Meuble (1) avec un élément de meuble fixe (2) et au moins un élément de meuble mobile
par entraînement, en particulier avec un tiroir (4 à 14), comprenant un dispositif
selon l'une des revendications précédentes.