[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kombination aus einer Unterlegplatte und
einem doppelseitigen Wendeschneideinsatz, wobei der Wendeschneideinsatz in einem Sitz
eines Werkzeugges aufnehmbar und fixierbar ist und die Unterlegplatte dabei zwischen
dem Wendeschneideinsatz und einer Fläche des Sitzes liegt, wobei der Wendeschneideinsatz
auf der Unterlegplatte in dem Sitz zu fixieren ist und wobei die Unterlegplatte eine
plattenartige Grundform mit einem runden oder polygonalen Umriß und einer unteren,
auf einer Fläche des Sitzes auflegbaren, im allgemeinen ebenen Auflagefläche und einer
oberen, den Wendeschneideinsatz tragenden Stützfläche hat, wobei Auflagefläche und
Sitzfläche durch den Umfang der Unterlegplatte definierende Seitenwände miteinander
verbunden sind und wobei der Wendeschneideinsatz ein innerhalb der Schneidkanten und
im Abstand von diesen liegendes, durch eine oder mehrere Auflageflächen definiertes
Plateau aufweist und die Schneidkanten des Wendeschneideinsatzes von einer gedachten
Mittelebene, welche die beiden Seiten des doppelseitigen Wendeschneideinsatzes voneinander
trennt, einen variierenden Abstand haben.
[0002] Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung auch ein entsprechendes Werkzeug, welches
mit mindestens einem Sitz für die Aufnahme einer Unterlegplatte sowie einer Kombination
aus Unterlegplatte und Schneideinsatz der vorstehend genannten Art ausgestattet ist.
[0003] Eine entsprechende Unterlegplatte, ein entsprechender Schneideinsatz und auch ein
entsprechendes Werkzeug sind aus der
DE 196 53 921 bekannt.
[0004] Aus dem europäischen Patent Nr.
0 501 410 B1 sind ebenfalls Unterlagen für doppelseitige Schneideinsätze bekannt, wobei zwischen
einer Unterlegplatte und dem Schneideinsatz eine zusätzliche Schicht aus einem weicheren
Material angeordnet ist, die über die gesamte Stützfläche und die gesamte, entsprechend
zugewandte Auflagefläche des Schneideinsatzes hinweg mit Unterlegplatte und Schneideinsatz
in Kontakt steht.
[0005] Aus der deutschen Patentschrift Nr.
103 17 760 B4, deren Inhaberin gleichzeitig Anmelderin der vorliegenden Erfindung ist, ist ein
Schneideinsatz bekannt, der dort allerdings ohne Verwendung einer Unterlegplatte beschrieben
ist, ansonsten aber in bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ebenfalls
Verwendung findet.
[0006] Die aus der
DE 196 53 921 bekannte Unterlegplatte entspricht in ihrer Umrißform weitgehend den Umrissen eines
(eine Befestigungsbohrung umgebenden) zentralen Plateaus der Auflagefläche des Wendeschneideinsatzes;
insbesondere die oberen Kanten der Unterlegplatte haben einen relativ großen lichten
Abstand zu den ihnen nächstliegenden Schneidkanten auf der der Unterlegplatte zugewandten
Seite des Wendeschneideinsatzes. Die Umfangskontur des Wendeschneideinsatzes steht
deutlich über die Umfangskontur der zugehörigen Unterlegplatte hervor. Dies bedeutet,
daß bei einer spanenden Bearbeitung mit Hilfe entsprechender Schneideinsätze, die
auf der der Unterlegplatte zugewandten Seite liegenden Schneidkanten des Schneideinsatzes
relativ ungeschützt den durch die aktive Schneidkante erzeugten und mitunter unkontrolliert
umherfliegenden Spänen ausgesetzt sind. Derartige Späne, die relativ hart sein können,
können während der Bearbeitung heftig auf nicht aktive Schneidkantenbereiche einwirken
und zu Ausbrüchen der harten aber vergleichsweise spröden Schneidkanten führen.
[0007] Bei dem aus der
EP 0 501 410 bekannten System wird diese Gefahr dadurch etwas abgemildert, daß die nicht aktiven,
der Unterlegplatte zugewandten Schneidkantenbereiche mit einer zusätzlich eingefügten
Zwischenschicht aus einem weicheren Material in Kontakt stehen. Allerdings wird dieses
Material nicht unter dem Gesichtspunkt des Schutzes der zugewandten Kanten ausgewählt,
sondern wird zur Dämpfung von Stoßbelastungen bewußt weich gewählt und ist beispielsweise
Kupfer oder Aluminium. Dieses Material ist gegenüber dem Material des Schneideinsatzes
so weich, so daß es bei der Beaufschlagung durch die nicht aktiven Schneidkantenbereiche,
die an dem weichen Material anliegen, relativ leicht durch heftig aufschlagende Späne
verformt und weggedrückt wird und dabei dennoch die angrenzenden, nicht aktiven Schneidkantenbereiche
beschädigt werden können. Das weiche Material ist insbesondere auch nicht zum Schutz
der daran unmittelbar angrenzenden, nicht aktiven Schneidkantenbereiche vorgesehen,
sondern soll lediglich Stöße und Vibrationen, die sich auf den Verschleiß der aktiven
Schneidkante auswirken, stärker dämpfen. Darüber hinaus hat eine solche weiche Materialschicht
den großen Nachteil, daß dadurch der Sitz und die Position des Schneideinsatzes nicht
ausreichend exakt definiert wird und vor allem während des Betriebs unter Umständen
nicht erhalten bleibt, weil aufgrund der auf den Schneideinsatz wirkenden, einseitigen
Kräfte, auch das weiche Material darunter entsprechend nachgibt, so daß der Schneideinsatz
verkantet und sich die Position seiner aktiven Schneidkante verschiebt.
[0008] Die
DE 103 17 760 B4 offenbart zwar Schneideinsätze, die durch eine innerhalb der Schneideinsätze und
der Spanformungsstrukturen angeordnete ebene Auflagefläche getragen werden, die bezüglich
einer gedachten Mittelebene durch den Schneideinsatz auf einem tieferen Niveau liegt
als die Schneidkanten und insbesondere auf einem tieferen Niveau als die Eckbereiche
der Schneidkanten, jedoch ist bei dem entsprechenden Werkzeug wiederum nur eine Sitzfläche
ohne Unterlegplatte vorgesehen, deren Konturen lediglich den Bereich der zentralen
Auflageflächen erfassen und die nicht aktiven Schneidkanten, auf der der aktiven Seite
des Schneideinsatzes gegenüberliegenden Seite ungeschützt lassen.
[0009] Gegenüber diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabenstellung
zugrunde, Kombination aus Unterlegplatten und Wendeschneidplatten sowie entsprechende
Werkzeuge bereitzustellen, welche einen sehr präzisen Sitz der Wendeschneidplatte
gewährleisten und dennoch auch die Schneidkanten auf der der Unterlegplatte zugewandten
Seite des Schneideinsatzes vor einer nachteiligen Beaufschlagung und Beschädigung
durch auftreffende Späne besser schützen.
[0010] Hinsichtlich der eingangs genannten Kombination aus Unterlegplatte und Wendeschneideinsatz
wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe dadurch gelöst, daß die oberen Kanten
der Unterlegplatte und die Schneidkanten auf der der Unterlegplatte zugewandten Seite
des Wendeschneideinsatzes mindestens in dem Bereich unterhalb einer aktiven Schneidkante
und in den daran angrenzenden Bereichen einen Abstand von höchstens 0,5 mm voneinander
und einen variierenden Abstand zu der Ebene des Plateaus haben, wobei die oberen Kanten
der Unterlegplatte einem Negativ des Schneidkantenverlaufs des damit zu stützenden
Schneideinsatzes entsprechen.
[0011] Dieser enge Abstand zwischen den oberen Kanten einer Unterlegplatte und den diesen
oberen Kanten unmittelbar gegenüberliegenden, nicht aktiven Schneidkanten mindestens
unterhalb bzw. in der Nähe der darüber liegenden, aktiven Schneidkantenbereiche führt
dazu, daß etwaige Späne, die im Bereich der nicht aktiven, auf der der aktiven Seite
gegenüberliegenden Seite des Schneideinsatzes auftreffen, gleichzeitig auf den Seiten
der Unterlegplatte bzw. im Bereich der oberen Kante derselben auftreffen, die in der
Nähe der nicht aktiven Schneidkante liegt. Damit sind diese nicht aktiven Schneidkanten
relativ gut abgedeckt und werden durch erheblich geringe Kräfte beaufschlagt, die
auch nicht auf den gesamten, relativ empfindlichen Kantenbereich und vor allem nicht
punktuell auf den sehr kleinen Kantenradius auftreffen können, sondem im wesentlichen
nur auf die an die Schneidkanten angrenzende Seitenfläche des Schneideinsatzes und
gleichzeitig auf die Seitenfläche der darunterliegenden Unterlegplatte auftreffen.
Der Abstand zwischen den Schneidkanten und den oberen Kanten wird dabei vorzugsweise
unter 0,3 und besonders bevorzugt sogar unter 0,2 mm gehalten und in der Praxis läßt
sich ein Abstand ohne Gefahr eines Berührungskontaktes zwischen Schneidkanten und
oberen Kanten der Unterlegplatte von etwa 0,15 mm ohne weiteres realisieren.
[0012] Wenn dieser Abstand zwischen den oberen Kanten der Unterlegplatte und den Schneidkanten
des Wendeschneideinsatzes entsprechend gering gehalten werden soll, erreicht man dies
zweckmäßigerweise dadurch, daß Wendeschneideinsatz und Unterlegplatte im wesentlichen
dieselben Umfangsmaße haben, wobei allerdings die Eckenradien eine gewisse Ausnahme
bilden können. Vorzugsweise sind nämlich die Eckenradien der Unterlegplatte entweder
gleich wie die Eckenradien der zugehörigen Schneideinsätze, oder aber um bis zu 100
% größer als die Eckradien des zugehörigen Wendeschneideinsatzes. Beispielsweise können
die Eckenradien eines Wendeschneideinsatzes zwischen 0,1 mm und 2 mm betragen, wohingegen
die Eckenradien der zugehörigen Unterlegplatte zwischen 0,2 und 3 mm liegen sollten
und bei größeren Radien zwar identisch sein können mit den Eckenradien der Wendeschneideinsätze,
insbesondere aber bei besonders kleinen Eckenradien eines Wendeschneideinsatzss tendenziell
eher größer sind und unter Umständen auch mehr als 100 % größer sein können als die
Eckenradien des zugehörigen Wendeschneideinsatzes.
[0013] Weiterhin ist die Stützfläche der Unterlegplatte in der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung so an einen entsprechenden Wendeschneideinsatz angepaßt, daß die Auflagefläche
des Wendeschneideinsatzes und die Stützfläche der Unterlegplatte nur im Bereich der
erwähnten Plateaus miteinander in (tragendem) Kontakt stehen. Eine leichte Berührung
auch anderer Bereiche muß dabei nicht zwingend ausgeschlossen sein, sollte aber nach
Möglichkeit dennoch vermieden werden, indem die Maße der aneinander gegenüberliegenden
Flächen so gewählt werden, daß auch bei ungünstigster Addition von Toleranzen ein
Kontakt in Bereichen außerhalb der erwähnten Plateauflächen so gut wie ausgeschlossen
ist, auch wenn es bevorzugt ist, daß die Stützfläche und die entsprechend zugewandte
Seite des Wendeschneideinsatzes auch im Bereich außerhalb der Plateaus einen lichten
Abstand von höchstens 0,5 mm zueinander haben. Dieser maximale lichte Abstand kann
unter Umständen auch auf bis zu 0,3 mm reduziert werden.
[0014] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß im Eckbereich einer
polygonalen Unterlegplatte und dem entsprechenden Eckbereich des Wendeschneideinsatzes
die Schneidkante des Wendeschneideinsatzes gegenüber der darunterliegenden Ecke der
Unterlegplatte um maximal 0,5 mm, vorzugsweise maximal 0,3 mm und besonders bevorzugt
maximal 0,2 mm übersteht.
[0015] Was die sonstigen Außenmaße und Konturen von Unterlegplatte und Schneideinsatz angeht,
so wäre es ohne Nachteil in der Anwendung denkbar, auch die Seitenflächen der Unterlegplatte
gegenüber den Seitenflächen des Schneideinsatzes geringfügig überstehen zu lassen,
z. B. um bis zu 0,5 mm, vorzugsweise um maximal 0,2 mm. Dies schließt selbstverständlich
nicht aus, daß die Maße der Umrisse der Unterlegplatte statt dessen genau den Umrissen
des Schneideinsatzes angepaßt sind oder möglicherweise auch um bis zu 0,2 mm gegenüber
den Umrissen des Wendeschneideinsatzes zurückversetzt sind, auch wenn letzteres nicht
bevorzugt ist, liegt es dennoch aber im Rahmen der allgemeinen Definition der vorliegenden
Erfindung.
[0016] Ebenso wie bei der Unterlegplatte kann auch bei dem entsprechenden Wendeschneideinsatz
das Plateau der Auflagefläche definiert sein durch mindestens drei voneinander beabstandete,
ebene Flächenabschnitte, die zwischen dem Zentrum des Wendeschneideinsatzes und den
Schneidkanten des Wendeschneideinsatzes und im Abstand von diesen Schneidkanten angeordnet
sind und die durch tiefer liegende Bereiche der Auflagefläche voneinander getrennt
sind. Dies führt im Ergebnis zu denselben Vorteilen einer stabilen, wohl definierten
Auflageebene, wie es bereits im Zusammenhang mit der entsprechenden Unterlegplatte
erwähnt wurde.
[0017] Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn diese ebenen Flächenabschnitte jeweils dem
Eckbereich eines polygonalen Umrisses zugeordnet sind. Vorzugsweise sind diese Eckbereiche
dabei bezüglich einer Winkelhalbierenden der zugeordneten Ecke symmetrisch ausgebildet.
Die Fläche jedes dieser Abschnitte sollte vorzugsweise ein Zehntel der gesamten oberen
Fläche des Schneideinsatzes nicht überschreiten. Entsprechendes gilt für die Unterlegplatte,
wenn diese entsprechende Stützflächen aufweist.
[0018] Die Stützfläche der Unterlegplatte weist ein im Abstand von den Seitenflächen angeordnetes
Plateau auf, das parallel zu der unteren Auflagefläche verläuft, wobei die am Übergang
zwischen den Seitenwänden und der Stützfläche gebildeten oberen Kanten der Unterlegplatte
einen variierenden Abstand zu der Ebene der Auflagefläche haben, wobei die Unterlegplatte
(10) in der Draufsicht auf die Stützfläche (2) einen polygonalen Umriß hat und die
oberen Kanten (5) der Unterlegplatte (10) jeweils in den Eckbereichen (6) des polygonalen
Umrisses den geringsten Abstand zur Ebene der Auflagefläche (1) haben und in den von
den Ecken (6) des polygonalen Umrisses am weitesten entfernten Positionen der größten
Abstand zur Ebene der Auflagefläche (1) haben...
[0019] Ein solcher Kantenverlauf der jeweils oberen Kanten der Unterlegplatte entspricht
einem Negativ des Kantenverlaufs eines typischen Schneideinsatzes, bei welchem die
Schneidkanten in den Eckbereichen höher ausgebildet sind als entlang der Seitenflächen
zwischen je zwei Ecken.
[0020] Dies bedeutet, daß die oberen Kanten der Unterlegplatte parallel zu den zugewandten,
nicht aktiven Schneidkanten verlaufen und damit auch auf einen sehr engen Abstand
zu diesen Schneidkanten einstellbar sind, was die Schneidkanten vor der Beaufschlagung
mit Spänen schützt und was insbesondere verhindert, daß Späne zwischen Unterlegplatte
und Schneideinsatz eindringen und dadurch die Spanformungsstrukturen und nicht aktiven
Schneidkanten beschädigen. Es versteht sich, daß die der Unterlegplatte zugewandten
nicht aktiven Schneidkanten und Spanformungsstrukturen sich nicht etwa auf der Unterlegplatte
abstützen sollen, weil dies ebenfalls zu einer Beanspruchung und einem entsprechenden
Verschleiß dieser Schneidkanten und Spanformungsstrukturen führt.
[0021] Gemäß der Erfindung hat die Unterlegplatte obere Kanten, die ganz oder überwiegend
und zumindest in den Eckbereichen eines polygonalen Umrisses der Ebene der unteren
Auflagefläche näher liegen als das Plateau. Dies entspricht der Ausgestaltung eines
korrespondierenden Schneideinsatzes, bei welchem ein zentrales Auflageplateau überwiegend
tiefer liegt als die umlaufenden Schneidkanten.
[0022] Dabei hat die Unterlegplatte eine ebene Auflagefläche, die auf eine entsprechende
Sitzfläche im Sitz eines Werkzeuges auflegbar ist, während sie auf der gegenüberliegenden
Seite ein zur unteren Auflagefläche paralleles Plateau hat, welches als Stützfläche
für die entsprechenden Auflageflächen eines Schneideinsatzes dienen kann, wobei aber
der Abstand der Ebene dieses Plateaus zu den oberen Kanten, die am Übergang zwischen
Umfangsflächen und Stützfläche der Unterlegplatte gebildet werden, variiert.
[0023] Der Umriß einer solchen Unterlegplatte kann daher ohne weiteres den Konturen eines
Wendeschneideinsatzes angepaßt werden und die oberen Kanten können zu den gegenüberliegenden
Schneidkanten eines auf der Unterlegplatte aufliegenden Schneideinsatzes einen korrespondierenden
Verlauf haben. Eine insbesondere dadurch mögliche Anpassung der Außenkontur der Unterlegplatte
an die Außenkonturen des Schneideinsatzes führt zu einer weitgehenden Bedeckung der
Spanformungsstrukturen und auch der nicht aktiven Schneidkanten, die der Stützfläche
der Unterlegplatte unmittelbar gegenüberliegen.
[0024] Wie bereits erwähnt, ist es bevorzugt, wenn die Unterlegplatte in etwa die gleiche
Umfangskontur wie der damit zu stützende Schneideinsatz hat.
[0025] Besonders bevorzugt ist eine Unterlegplatte, welche entsprechend der Verwendung mit
einem ebenfalls bevorzugten Schneideinsatz in der Draufsicht auf die Stützfläche einen
polygonalen Umriß hat, wobei die oberen Kanten der Unterlegplatte jeweils in den Eckbereichen
des polygonalen Umrisses den geringsten Abstand zur Ebene der Auflagefläche haben
und in den von den Ecken des polygonalen Umrisses am weitesten entfernten Positionen
den größten Abstand zur Ebene der Auflagefläche haben.
[0026] In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß auf dem Gebiet der Wendeschneideinsätze polygonale
Formen in zahlreichen Varianten bekannt sind, wobei der Begriff polygonal nicht in
einem strengen mathematischen Sinne verstanden wird, sondern sich vielmehr auf eine
grundlegende polygonale Form bezieht, bei welcher die Eckbereiche abgerundet sein
können und bei welcher üblicherweise nur Ecken mit Eckenwinkeln bis zu 150° als polygonale
Eckbereiche angesehen werden, während Ecken mit größeren Eckenwinkeln als 150° üblicherweise
nicht als "Ecken" sondern lediglich als "gebrochene Schneidkanten" apostrophiert werden,
so daß die über einen solchen sehr stumpfwinkligen "Eckbereich" verlaufenden Schneidkanten
als durchgehende und lediglich "gebrochene" Schneidkanten, nicht aber als Schneidecken
oder Ecken der polygonalen Grundform betrachtet werden.
[0027] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Plateau der Stützfläche
der Unterlegplatte definiert durch mindestens drei voneinander beabstandete, ebene
Flächenabschnitte, die zwischen dem Zentrum der Unterlegplatte und den oberen Kanten
der Unterlegplatte und im Abstand von den oberen Kanten angeordnet sind und die durch
tieferliegende Bereiche der Stützfläche voneinander getrennt sind. Dabei reicht es
aber aus, wenn die zwischen den ebenen Flächenabschnitten liegenden Bereiche der Stützfläche
nur um ein sehr geringes Maß von 0,1 mm oder weniger tiefer liegen als die ebenen
Flächenabschnitte, welche das Auflageplateau definierten. Drei voneinander beabstandete,
ebene Flächenabschnitte garantieren eine sogenannte "Dreipunkt-Auflage", die eindeutig
und stabil eine ebene Auflagefläche definieren.
[0028] Weiterhin ist eine Ausführungsform der Erfindung bevorzugt, bei welcher die Unterlegplatte
eine zentrale Befestigungsbohrung aufweist, so daß die Unterlegplatte an einem eine
entsprechende Gewindebohrung aufweisenden Werkzeugsitz befestigbar ist.
[0029] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist dabei für die Befestigung
der Unterlegplatte eine Hohlschraube vorgesehen, die ein Innengewinde und ein Außengewinde
hat, wobei letzteres in ein hierzu passendes Innengewinde in einer Bohrung in der
Auflagefläche des Sitzes einschraubbar ist, um die Unterlegplatte in dem Sitz zu fixieren,
während das Innengewinde der Hohlschraube für die Aufnahme einer Befestigungsschraube
für den Wendeschneideinsatz vorgesehen ist, der dem entsprechend ebenfalls eine zentrale
Befestigungsbohrung aufweisen sollte.
[0030] Darüber hinaus ist eine Ausführungsform der Erfindung bevorzugt, bei weicher die
Unterlegplatte mindestens im Bereich der Stützflächen und der oberen Kanten und von
dort durchgehend bis zur Auflagefläche ausschließlich aus einem einzigen, homogenen
harten Material besteht, welches mindestens die Härte von Werkzeugstahl hat. Die Auflageplatte
soll sich also nicht durch auf die Wendeschneidplatte einwirkende, stoßartige Kraft
verformen oder nachgeben und es soll durch dieses Merkmal sichergestellt werden, daß
während des laufenden Betriebs die Position und der Sitz des Wendeschneideinsatzes
eindeutig und fest definiert bleibt und daß sich auch die relativen geometrischen
Beziehungen zwischen Unterlegplatte und Wendeschneideinsatz nicht verändern.
[0031] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die Unterlegplatte
vollständig aus einem Hartmetall besteht oder im wesentlichen vollständig zumindest
in den vorstehend genannten Bereichen aus einem Hartmetall besteht. Dabei kann man
jedoch auf Hartmetallqualitäten zurückgreifen, die nicht unbedingt den hohen Qualitäten
der Wendeschneideinsätze entsprechen, sondern kann vielmehr solche Hartmetalle verwenden,
bei denen die Formgebung und Einhaltung präziser Maße bei der Herstellung eventuell
einfacher zu erzielen sind. Insbesondere wird eine solche Unterlegplatte nicht denselben
Belastungen ausgesetzt wie eine Wendeschneidplatte, hat weniger empfindliche Geometrien,
insbesondere im Bereich der oberen Kanten, und hat dementsprechend eine wesentlich
längere Lebensdauer als entsprechende Wendeschneideinsätze.
[0032] Hinsichtlich eines Werkzeuges der eingangs genannten Art wird die der Erfindung zugrunde
liegende Aufgabe dadurch gelöst, daß das Werkzeug mindestens einen Sitz für die Aufnahme
einer Unterlegplatte und eines Wendeschneideinsatzes aufweist, wie sie vorstehend
allgemein und im Bezug auf bevorzugte Ausführungsformen erläutert wurden.
[0033] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft ein
als Drehmeißel ausgebildetes Werkzeug.
[0034] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
werden deutlich anhand der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
und der dazu gehörigen Figuren. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Unterlegplatte in einem Sitz eines Drehmeißels,
- Figur 2
- einen Wendeschneideinsatz auf einer erfindungsgemäßen Unterlegplatte, mon- tiert in
dem Werkzeugsitz eines Drehmeißels und nochmals vergrößert ohne Drehmeißel getrennt
dargestellt,
- Figur 3
- eine auseinandergezogene Zusammenbaudarstellung im Schnitt durch einen Drehmeißel,
eine Unterlegplatte, eine Wendeschneidplatte und zugehörigen Befestigungsschrauben,
- Figur 4
- eine Variante eines Wendeschneideinsatzes mit Doppelmulde auf einer ange- paßten Unterlegplatte
und zusätzlich in in einem Drehmeißel montierten Zustand,
- Figur 5
- eine perspektivische Explosionsdarstellung bzw. Zusammenbauzeichnung der Ausführungsform
nach Figur 4,
- Figur 6
- eine Draufsicht auf einen Drehmeißel von oben und die Lage entsprechender Schnittdarstellungen,
- Figur 7
- den Schnitt A-A aus Figur 6 in nochmals vergrößerter Darstellung,
- Figur 8
- den Schnitt B-B aus Figur 6 in nochmals vergrößerter Darstellung,
- Figur 9 a -c
- verschiedene Ansichten der Unterlegplatte allein, und
- Figur 10
- die Unterlegplatte gemäß Figur 9b in vergrößerter Darstellung.
[0035] Figur 1 zeigt eine in den Sitz 31 des Drehmeißels 30 eingesetzte Unterlegplatte 10,
welche durch eine zentrale Schraube 7 in dem Sitz 31 befestigbar ist. Man erkennt,
daß die Unterlegplatte 10 in der Draufsicht eine in etwa dreieckige Grundform mit
gebrochenen Seitenflächen 3 hat. Diese Form wird in der Fachwelt auch als Trigon-Form
bezeichnet, wobei die Eckbereiche 6 im wesentlichen die Ecken eines gleichseitigen
Dreiecks definieren, die Eckenwinkel jedoch, nicht wie bei einem gleichseitigen Dreieck
60°, sondern etwa 80° betragen und stattdessen die sich zwischen den Eckbereichen
6 erstreckenden Seitenflächen 3 um einen Winkel von 20° gebrochen sind, so daß sie
einen stumpfen Winkel von etwa 160° miteinander einschließen. Im strengen mathematischen
Sinne wäre dies ein Sechseck mit abwechselnden Eckenwinkeln von 80 und 160°, jedoch
wird eine solche Form auf dem Gebiet der Schneideinsätze und entsprechender Unterlegplatten
als dreieckige Grundform betrachtet.
[0036] Die untere Auflagefläche 1, die in Figur 1 nur durch einen halben Pfeil angedeutet
wird, da sie in dieser Perspektive nicht sichtbar ist, ist eine im wesentlichen ebene
Fläche, wobei die untere Kante am Übergang zu den Seitenflächen 3 auch etwas gebrochen
oder angefast sein kann. Entsprechend ist auch die untere, hier nicht sichtbare Fläche
des Sitzes 31 eben ausgebildet.
[0037] Die obere Fläche der Unterlegplatte 10 wird als Stützfläche 2 bezeichnet. Diese Stützfläche
besteht aus einem zentralen, ebenen Plateau 4 und angrenzenden Übergangsflächen 9,
die sich zwischen dem zentralen Plateau 4 und den oberen Kanten 5 erstrecken, die
am Übergang von den Seitenflächen 3 zur Stützfläche 2 ausgebildet sind. Bei der hier
dargestellten Ausführungsform liegt das Plateau 4 oberhalb der Übergangsflächen 9
und der oberen Kanten 5, bezogen auf den Abstand von der unteren Fläche 1. Konkret
liegen die oberen Kanten 5 in den Eckbereichen 6 am niedrigsten und erreichen in der
Mitte zwischen zwei Ecken, dort wo die Kanten 5 bzw. die Seitenflächen 3 gebrochen
sind, ihren höchsten Punkt. Auch dieser Punkt liegt aber noch immer knapp unterhalb
des Niveaus des Plateaus 4 oder höchstens gleich hoch.
[0038] Die Übergangsflächen 9 verlaufen beispielsweise geneigt und eben zwischen dem Rand
des zentralen Plateaus 4 und den Kanten 5 und sie können darüber hinaus auch weitere
Strukturen, Vertiefungen, Vorsprünge, Abschrägungen und Fasen aufweisen, wie sie teilweise
in Figur 1 erkennbar sind. Der äußere Umriß der Platte 10 entspricht genau der Umrißform
des Sitzes, d.h. die Seitenflächen 3 liegen, wenn die zentrale Schraube 7 fest angezogen
ist, fest an den Seitenflächen 34 des Plattensitzes 31 an, während die untere Fläche
1 auf einer ebenen Auflagefläche 32 (in Figur 3 und 5 erkennbar) aufliegt. Freistiche
35 sorgen dafür, daß die Eckbereiche 6 und die gebrochenen Kanten zwischen den Seitenflächen
3 keinen Kontakt mit den seitlichen Sitzflächen 35 haben, um auf diese Weise die seitliche
Anlage möglichst genau zu definieren.
[0039] Die vorstehend beschriebene Unterlegplatte 10 ist nochmals in den Figuren 9 und 10
und hier getrennt von der Wendeschneidplatte 20 und dem Plattenhalter bzw. Drehmeißel
30 dargestellt, wobei Figur 9a eine perspektivische Ansicht der Unterlegplatte 10
von der unteren Auflagefläche 1 her ist, Figur 9b eine Seitenansicht ist und Figur
9c eine Draufsicht auf die Unterlegplatte 10 von oben ist. Figur 10 zeigt vergrößert
die Seitenansicht gemäß Figur 9b, wobei hier die Fasenfläche 3a am Übergang der Seitenfläche
3 zu der unteren Auflagefläche 1 besser erkennbar ist. Die untere Auflagefläche 1
ist ansonsten eben, während die Oberseite 2 mit der Stützfläche 4 und den Übergangsflächen
9 in etwa komplementär zu der Oberseite eines Schneideinsatzes 20 ausgebildet ist,
wobei es für die Übergangsfläche 9 ausreicht, wenn sie lediglich ausreichend Platz
für die Aufnahme der komplementären Spanformungs- oder Brechungsstrukturen bietet,
ohne diese zu berühren. Im Bereich der gegenüberliegenden Schneidkanten 15 sollten
hingegen die oberen Kanten 5 der Unterlegplatte 10 dem in der Höhe variierenden Verlauf
dieser Schneidkanten 15 möglichst genau in kleinem Anstand folgen.
[0040] In Figur 2 ist die Unterlegplatte 10 zusammen mit einem Schneideinsatz 20 in einen
Drehmeißel 30 eingesetzt erkennbar, wobei die Platte 10 zusammen mit dem darauf aufliegenden
Schneideinsatz 20 in vergrößerter Darstellung und ohne den Meißelhalter nochmals getrennt
gezeigt ist.
[0041] Der Schneideinsatz 20 ist bezüglich einer Mittelebene, die horizontal und parallel
zu der unteren Auflagefläche 1 der Unterlegplatte 10 verläuft, symmetrisch ausgebildet,
d.h. der um 180° gewendete Schneideinsatz ist von dem hier dargestellten Schneideinsatz
nicht zu unterscheiden. Außerdem kann der Schneideinsatz noch jeweils um 60° um seine
Achse gedreht werden, um jeweils eine neue Schneidecke und angrenzende Bereiche als
aktive Schneidkanten einzusetzen. Üblicherweise werden beim Drehen mit Hilfe eines
solchen Schneideinsatzes nur die Schneidkanten im Eckbereich 16 und die unmittelbar
benachbarten geraden Schneidkanten 15 verwendet, d.h. maximal bis zu der mittleren
Bruchlinie 19, die über einen kleinen Krümmungsradius verläuft.
[0042] Der Schneideinsatz hat eine zentrale Bohrung 17, die mit der zentralen Bohrung 7
der Unterlegplatte fluchtet und eine Schraube 18 kann beispielsweise verwendet werden,
um gleichzeitig beide Bohrungen 7 und 17 zu durchgreifen und fest auf und in den Plattensitz
31 zu ziehen.
[0043] Man beachte, daß in dem vergrößerten Teilbild der Figur 2 die untere Auflagefläche
1 der Platte 10 eben ist und die vordere untere Kante nur aufgrund der perspektivischen
Ansicht einen Knick erkennen läßt, wobei die untere Kante dennoch durchgehend in der
horizontalen Ebene der Unterseite der Platte liegt. Die obere Kante 5 der Unterlegplatte
fällt hingegen von der Bruchlinie 19 in der Mitte zu den Eckbereichen 6 hin ab.
[0044] Auf der Oberseite des Schneideinsatzes 20 erkennt man in einem Bereich zwischen der
zentralen Bohrung 17 und den Spanförmungsstrukturen der Eckbereiche 16 ebene Auflageflächen
14a, 14b und 14c, die in einer gemeinsamen Ebene liegen und ein Auflageplateau bilden,
wenn der Schneideinsatz um 180 ° gewendet ist und mit den Flächen 14a, 14b und 14c
auf dem Plateau 4 der darunter liegenden Unterlegplatte 10 (siehe Figur 1) aufliegt.
Die Flächen 14a, 14b und 14c sind gegenüber den dazwischen liegenden Bereichen der
Oberseite des Schneideinsatzes nur geringfügig erhöht, z. B. um 0,1 mm oder weniger,
auch wenn diese Differenz durchaus größer ausfallen könnte. Die Flächen 14a, 14b und
14c nehmen jeweils weniger als ein Zehntel der gesamten oberen Fläche des Schneideinsatzes
in Anspruch und sie sind symmetrisch zu der Winkelhalbierenden der jeweils zugehörigen
Ecke ausgebildet.
[0045] Die Schneidkanten 15 an der Oberseite des Schneideinsatzes haben ihren tiefsten Punkt
im Bereich der Bruchlinien der Seitenflächen 13 und sind am höchsten in den Eckbereichen
16, wobei die Schneidkanten im vorliegenden Fall im wesentlichen kontinuierlich entlang
einer geraden Linie von der Bruchlinie 19 bis hin zu den Eckbereichen 16 ansteigen.
Zwischen dem zentralen Plateau, welches im vorliegenden Fall durch die Flächen 14a,
14b und 14c definiert wird, und den Schneidkanten 15 erkennt man noch Spanformungsstrukturen
23, die für die vorliegende Erfindung nur von untergeordneter Bedeutung sind.
[0046] In Figur 3 erkennt man eine Zusammenbauzeichnung bzw. Explosionsdarstellung, welche
einen Meißelhalter, eine Unterlegplatte und einen Schneideinsatz im Schnitt darstellt,
zusammen mit den zugehörigen Befestigungsschrauben. Der Drehmeißel bzw. Meißelhalter
30 weist einen Plattensitz 31 mit einer unteren Auflage 32 und einer Gewindebohrung
36 auf, die sich senkrecht zu der Auflagefläche 32 in den Meißelhalter 30 hinein erstreckt.
Eine Unterlegplatte 10 wird mit Hilfe einer Hohlschraube 8 in dem Plattensitz 31 befestigt,
wobei das Außengewinde der Hohlschraube 8 in die Gewindebohrung 36 eingeschraubt wird
und ein oberer Kopf oder Rand der Hohlschraube 8 sich auf einem entsprechenden Absatz
der zentralen Bohrung 7 der Unterlegplatte 10 abstützt. Der Kopf der Schraube und
der Absatz der Bohrung 7 sind so ausgebildet, daß der Kopf vollständig unterhalb des
Niveaus des Plateaus auf der Stützfläche 2 der Platte 10 abgesenkt ist. Auf diese
Unterlegplatte wird dann eine doppelseitige Wendeschneidplatte aufgelegt und mit Hilfe
einer Schraube 18, welche die Bohrung 17 der Wendeschneidplatte durchgreift, an der
Hohlschraube 8 der Unterlegplatte 10 befestigt, indem die Schraube 18 in das Innengewinde
der Hohlschraube 8 eingeschraubt wird.
[0047] In Figur 4 erkennt man nochmals einen Drehmeißel mit einer eingesetzten Unterlegplatte
und Wendeschneidplatte, die getrennt vergrößert dargestellt sind, wobei die hier dargestellte
Version der Wendeschneidplatte sich von der zuvor dargestellten lediglich durch die
Struktur der Spanformungsbereiche 21, 22 unterscheidet, die in dieser Ausführungsform
als Doppelmulde ausgebildet sind. Auch in dieser Ausführungsform erkennt man wieder
drei den Eckbereichen 16 zugeordnete, obere ebene Flächen 14a, 14b und 14c, die ein
gemeinsames Auflageplateau definieren, das nach dem Wende der Schneidplatte um 180
° mit dem darunter liegenden Plateau der Unterlegplatte 10 in Eingriff kommt.
[0048] Figur 5 zeigt nochmals eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Drehmeißels
bzw. Meißelhalters 30 mit der einzusetzenden Unterlegplatte, einer Wendeschneidplatte
20 und den entsprechenden Befestigungsschrauben 8 bzw. 18. Wie man in diesem Ausführungsbeispiel
erkennt, hat hier die Unterlegplatte 10 analog zu den Plateauflächen 14a, 14b und
14c des Wendeschneideinsatzes getrennte Auflageflächen 4a, 4b und 4c, welche das obere
zentrale Plateau der Unterlegplatte 10 definieren. Der Begriff "zentral" bezieht sich
dabei darauf, daß diese Auflageflächen 4a, 4b und 4c von den oberen Kanten 5 entfernt
und näher zum Zentrum der Unterlegplatte 10 angeordnet sind, ohne daß sie sich tatsächlich
im eigentlichen Zentrum der Platte 10 befinden, wo das Bohrloch 7 vorgesehen ist.
Die Auflageflächen 4a, 4b und 4c sind ebenso wie die entsprechenden Auflageflächen
14a, 14b und 14c des Schneideinsatzes den jeweiligen Ecken der in der Grundform dreieckigen
Platte bzw. dem in der Grundform dreieckigen Schneideinsatz zugeordnet, wobei die
Flächen 4a, 4b und 4c gegenüber der zugeordneten Ecke symmetrisch ausgebildet sind,
ebenso wie dies auch für die Flächen 14a, 14b und 14c gilt, die bezüglich der entsprechenden
Schneidecken 16, genauer gesagt einer Winkelhalbierenden der Schneidecken 18, symmetrisch
ausgebildet sind.
[0049] Bei der hier dargestellten Unterlegplatte 10 sind außerdem die verbleibenden Teile
der Stützflächen zwischen den zentralen Auflageflächen 7 und den oberen Kanten 5 komplementär
zu den entsprechenden Spanmulden des Schneideinsatzes ausgebildet Dies wird noch besser
verdeutlicht in den Schnittansichten gemäß Figur 6, die einen Schneideinsatz in der
Draufsicht und mit der Lage zweier zugehöriger Schnitte zeigt, wie man in den Teilbildern
der Figur 6 und in den Figuren 7 und 8 erkennen kann.
[0050] Die Oberseite der Platte 10 ist demnach über die gesamte Fläche hinweg komplementär
zu der unteren Seite bzw. einer beliebigen Seite des Schneideinsatzes 20 ausgebildet
und weist den Spanmulden entsprechend, wulstartige Erhebungen auf, die je nach Position
und Lage im Verhältnis zu einer Schneidecke unterschiedlich tief und unterschiedlich
breit ausgebildet sind. Im Ergebnis verbleibt zwischen der unteren Fläche eines Schneideinsatzes
20 und der oberen Fläche 2 einer Unterlegplatte 10 außerhalb des zentralen Auflageplateaus
4 nur ein geringfügiger lichter Abstand, der vorzugsweise an keiner Stelle einen Betrag
von 0,5 mm überschreitet oder auch noch geringer ist.
[0051] Wie man außerdem anhand der Figuren 2 und 4 deutlich erkennen kann, liegen die oberen
Kanten 5 der Unterlegplatte 10 und die unmittelbar gegenüberliegenden unteren Schneidkanten
15 der Wendeschneidplatten 20 unmittelbar dicht nebeneinander, so daß der dazwischen
verbleibende Spalt in den Figuren praktisch nicht erkennbar ist da er in der Tat in
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung nur zwischen 0,1 und 0,2 mm beträgt.
[0052] Außerdem entspricht die Umrißkontur des Schneideinsatzes exakt der Umrißkontur der
Unterlegplatte 10 oder umgekehrt, so daß die jeweils übereinanderliegenden Seitenflächen
3 und 13 in einer gemeinsamen Ebene liegen. Auch die in etwa zylindrisch abgerundeten
Eckbereichsflächen 6 bzw. 16 liegen vorzugsweise auf einer gemeinsamen Zylindermantelfläche,
wobei allerdings die den Eckbereich 18 definierende Zylindermantelfläche 16 gegenüber
der Zylindermantelfläche 6 etwas, d.h. um maximal 0,2 bis 0,3 mm, überstehen kann.
[0053] Für Zwecke der ursprünglichen Offenbarung wird darauf hingewiesen, daß sämtliche
Merkmale, wie sie sich aus der vorliegenden Beschreibung, den Zeichnungen und den
Ansprüchen für einen Fachmann erschließen, auch wenn sie konkret nur im Zusammenhang
mit bestimmten weiteren Merkmalen beschrieben wurden, sowohl einzeln als auch in beliebigen
Zusammenstellungen mit anderen der hier offenbarten Merkmale oder Merkmalsgruppen
kombinierbar sind, soweit dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurde oder technische
Gegebenheiten derartige Kombinationen unmöglich oder sinnlos machen. Auf die umfassende,
explizite Darstellung sämtlicher denkbarer Merkmalskombinationen wird hier nur der
Kürze und der Lesbarkeit der Beschreibung wegen verzichtet.
1. Kombination aus einer Unterlegplatte (10) und einem doppelseitigen Wendeschneideinsatz
(20), wobei der Wendeschneideinsatz (20) in einem Sitz (31) eines Werkzeuges (30)
aufnehmbar ist und fixierbar ist und die Unterlegplatte (10) dabei zwischen dem Wendeschneideinsatz
(20) und einer Fläche (32) des Sitzes (31) liegt, wobei der Wendeschneideinsatz (20)
auf der Unterlegplatte (10) in dem Sitz (31) zu fixieren ist, und wobei die Unterlegplatte
(10) eine plattenartige Grundform mit einem runden oder polygonalen Umriß und einer
unteren, auf eine Fläche (32) des Sitzes (31) auflegbaren, im allgemeinen ebenen Auflagefläche
(1) und einer oberen, den Wendeschneideinsatz (20) tragenden Stützfläche (2), wobei
Auflagefläche (1) und Stützfläche (2) durch den Umfang definierende Seitenwände (3)
miteinander verbunden sind, und wobei der Wendeschneideinsatz (20) ein innerhalb der
Schneidkanten (15) und im Abstand von diesen liegendes, durch eine oder mehrere ebene
Auflageflächen definiertes Plateau (14) aufweist dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Übergang von den Seitenwänden (3) zu der Stützfläche (2) gebildeten
oberen Kanten (5) der Unterlegplatte (10) und die Schneidkanten (15) auf der der Unterlegplatte
(10) zugewandten Seite des Wendeschneideinsatzes (20) mindestens in dem Bereich unterhalb
einer aktiven Schneidkante (15) und den daran angrenzenden Bereichen einen Abstand
von höchstens 0,5 mm voneinander und einen variierenden Abstand von der Ebene des
Plateaus (14) haben, wobei die oberen Kanten der Unterlegplatte einem Negativ des
Schneidkantenverlauf des damit zu stützenden Schneideinsatzes entsprechen.
2. Kombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberen Kanten (5) der Unterlegplatte (10) und die diesen benachbarten Schneidkanten
(15) gegenüber der Ebene der unteren Auflagefläche einen variierenden Abstand haben
wobei die oberen Kanten (5) und die Schneidkanten (15) vorzugsweise ganz oder überwiegend
und zumindest in den Eckbereichen eines polygonalen Umrisses von der Ebene der Auflagefläche
(1) einen kleineren Abstand haben als die aneinanderliegenden Plateaus (4, 14) der
Stützfläche (2) bzw. des Schneideinsatzes (20).
3. Kombination nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der Unterlegplatte zugewandten Schneidkante und die oberen Kanten der Unterlegplatte
in den unterhalb aktiver Scheidkantenbereiche liegenden und angrenzenden Bereichen
einen Abstand von weniger als 0,3 mm, vorzugsweise von weniger als 0,2 mm, und insbesondere
von etwa 0,15 mm haben.
4. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wendeschneideinsatz und die Unterlegplatte ggf. mit Ausnahme der Eckenradien
dieselben Umfangskonturen und in etwa dieselben Umfangsmaße haben, wobei die der Unterlegplatte
zugewandten Schneidkanten (15) und die oberen Kanten (5) der Unterlegplatte entlang
des gesamten Umfanges einen Abstand entsprechend Anspruch 3 voneinander haben.
5. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß neben den Schneidkanten (15) und unteren Kanten (5) der Unterlegplatte auch die Konturen
der Spanformungsbereiche auf der der Unterlegplatte zugewandten Seite des Wendeschneideinsatzes
und die Konturen der entsprechenden, gegenüberliegenden Stützfläche der Unterlegplatte
so aneinander angepaßt sind, daß sie einen maximalen lichten Abstand von 0,5 mm, vorzugsweise
von 0,3 mm oder weniger voneinander haben.
6. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen (3) der Unterlegplatte (10) gegenüber den Seitenflächen (13) des
Schneideinsatzes (20) um maximal 0,5 mm, vorzugsweise maximal 0,2 mm überstehen.
7. Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Plateau (14) der Auflagefläche des Wendeschneideinsatzes (20) definiert wird
durch mindestens drei voneinander beabstandete, ebene Flächenabschnitte (14a, 14b,
14c), die zwischen dem Zentrum des Wendeschneideinsatzes (20) und der Schneidkante
(15) des Wendeschneideinsatzes und dem Abstand von der Schneidkante (15) angeordnet
sind und die durch tieferliegende Bereiche der Auflagefläche voneinander getrennt
sind.
8. Kombination nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die ebenen Flächenabschnitte jeweils dem Eckbereich eines polygonalen Umrisses zugeordnet
sind, wobei jeder Flächenabschnitt vorzugsweise symmetrisch bezüglich einer Winkelhalbierenden
der betreffenden Ecke angeordnet ist.
9. Werkzeug zur Aufnahme mindestens eines doppelseitigen Wendeschneideinsatzes, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Sitz für die Aufnahme einer Unterlegplatte und eine Unterlegplatte in Kombination
mit einer Wendeschneidplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8 aufweist.
1. A combination comprising a support plate (10) and a double-sided indexable cutting
insert (20), wherein the indexable cutting insert (20) can be received and fixed in
a seat (31) of a tool (30) and in that case the support plate (10) is between the
indexable cutting insert (20) and a face (32) of the seat (31), wherein the indexable
cutting insert (20) is to be fixed on the support plate (10) in a seat (31) and wherein
the support plate (10) is of a plate-like basic shape of a round or polygonal outline
and with a lower generally flat contact face (1) which can be placed on a face (32)
of the seat (31) and an upper support face (2) carrying the indexable cutting insert
(20), wherein the contact face (1) and the support face (2) are connected together
by side walls (3) defining the periphery, and wherein the indexable cutting insert
(20) has a plateau (14) which is disposed within the cutting edges (15) and at a spacing
therefrom and which is defined by one or more flat contact faces, characterised in that the upper edges (15) of the support plate (10), that are formed by the transition
from the side walls (3) to the support face (2), and the cutting edges (15) on the
side of the indexable cutting insert (20), that is towards the support plate (10),
are at a spacing of at most 0.5 mm from each other at least in the region beneath
an active cutting edge (15) and the regions adjoining same and at a varying distance
from the plane of the plateau wherein the upper edges (5) of said support plate (10)
correspond to a negative of the cutting edge configuration of the cutting insert (20)
to be supported therewith.
2. A combination according to claim 1 characterised in that the upper edges (5) of the support plate (10) and the cutting edges (15) adjacent
thereto involve a varying spacing relative to the plane of the lower contact face,
wherein the upper edges (5) and the cutting edges (15) preferably entirely or predominantly
and at least in the corner regions of a polygonal outline are at a smaller spacing
from the plane of the contact face (1) than the plateaux (4, 14), which bear against
each other, of the support face (2) and the cutting insert (20) respectively.
3. A combination according to claim 1 or claim 2 characterised in that the cutting edge towards the support plate and the upper edges of the support plate,
in the adjoining regions beneath active cutting edge regions, are at a spacing of
less than 0.3 mm, preferably less than 0.2 mm and in particular about 0.15 mm.
4. A combination according to one of claims 1 to 3 characterised in that the indexable cutting insert and the support plate, possibly with the exception of
the corner radii, are of the same peripheral contours and approximately the same peripheral
dimensions, wherein the cutting edges (15) towards the support plate and the upper
edges (5) of the support plate are at a spacing from each other, along the entire
periphery, corresponding to claim 3.
5. A combination according to one of claims 1 to 4 characterised in that besides the cutting edges (15) and the lower edges (5) of the support plate the contours
of the chipforming regions on the side of the indexable cutting insert, that is towards
the support plate, and the contours of the corresponding opposite support face of
the support plate are so matched to each other that they are at a maximum internal
spacing from each other of 0.5 mm, preferably 0.3 mm or less.
6. A combination according to one of claims 1 to 5 characterised in that the side faces (3) of the support plate (10) project with respect to the side faces
(13) of the cutting insert (20) by a maximum of 0.5 mm, preferably a maximum of 0.2
mm.
7. A combination according to one of claims 1 to 6 characterised in that the plateau (14) of the contact face of the indexable cutting insert (20) is defined
by at least three mutually spaced flat face portions (14a, 14b, 14c) which are arranged
between the centre of the indexable cutting insert (20) and the cutting edge (15)
of the indexable cutting insert and the spacing from the cutting edge (15) and are
separated from each other by lower regions of the contact face.
8. A combination according to claim 7 characterised in that the flat face portions are respectively associated with the corner region of a polygonal
outline, wherein each face portion is preferably arranged symmetrically with respect
to an angle bisector of the corner in question.
9. A tool for receiving at least one double-sided indexable cutting insert, characterised in that it has a seat for receiving a support plate in combination with a support plate according
to one of claims 1 to 8.
1. Combinaison d'une plaquette de support (10) et d'un insert de coupe réversible (20),
l'insert de coupe réversible (20) pouvant être reçu et fixé dans un siège (31) d'un
outil (30) et la plaquette de support (10) se trouvant alors entre l'insert de coupe
réversible (20) et une face (32) du siège (31), l'insert de coupe réversible (20)
devant être fixé sur la plaquette de support (10) dans le siège (31), et la plaquette
de support (10) ayant une forme de base de type plaquette présentant un contour rond
ou polygonal et une face d'appui inférieure (1), de forme générale plane, qui peut
être placée sur une face (32) du siège (31), et une face de support supérieure (2)
portant l'insert de coupe réversible (20), la face d'appui (1) et la face de support
(2) étant reliées l'une à l'autre par des parois latérales (3) définissant la périphérie,
et l'insert de coupe réversible (20) possédant un plateau (14) défini par une ou plusieurs
faces d'appui planes et se trouvant à l'intérieur des arêtes de coupe (15) à distance
de celles-ci, caractérisée en ce que les arêtes supérieures de la plaquette de support (10), lesquelles sont formées par
la transition allant des parois latérales (3) à la face de support (2), et les arêtes
de coupe (15) du côté de l'insert de coupe réversible (20) dirigé vers la plaquette
de support (10) se trouvent, au moins dans la région au-dessous de l'arête de coupe
active (15) et des régions adjacentes à celle-ci, à une distance de 0,5 mm maximum
l'une de l'autre et à une distance variable du plan du plateau (14), les arêtes supérieures
de la plaquette de support correspondant à un négatif de l'allure des arêtes de coupe
de l'insert de coupe qui doit être supporté par ladite plaquette de support.
2. Combinaison selon la revendication 1, caractérisée en ce que des arêtes supérieures (5) de la plaquette de support (10) et les arêtes de coupe
(15) adjacentes à celles-ci se trouvent à une distance variable du plan de la face
d'appui inférieure, les arêtes supérieures (5) et les arêtes de coupe (15) se trouvent,
avantageusement entièrement ou en grande partie et au moins dans les régions en coin
d'un contour polygonal, à une distance du plan de la face d'appui (1) qui est inférieure
à la distance des plateaux adjacents (4, 14) de la face de support (2) resp. de l'insert
de coupe (20).
3. Combinaison selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'arête de coupe qui est dirigée vers la plaquette de support et les arêtes supérieures
de la plaquette de support sont espacées de moins de 0,3 mm, avantageusement de moins
de 0,2 mm, et notamment d'environ 0,15 mm, dans les régions au-dessous de régions
d'arête de coupe actives et les régions adjacentes.
4. Combinaison selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'insert de coupe réversible et la plaquette de support ont, le cas échéant à l'exception
des rayons en coin de celles-ci, les mêmes contours périphériques et à peu près les
mêmes dimensions périphériques, les arêtes de coupe (15) dirigées vers la plaquette
de support et les arêtes supérieures (5) de la plaquette de support étant espacées
l'une de l'autre sur toute la périphérie conformément au revendication 3.
5. Combinaison selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que, outre les arêtes de coupe 15) et les arêtes inférieures (5) de la plaquette de support,
les contours des régions de formation de copeaux du côté de l'insert de coupe réversible
dirigé vers la plaquette de support et les contours de la face de support correspondante
opposée de la plaquette de support sont adaptés l'un à l'autre de telle sorte qu'ils
sont espacés l'un de l'autre de 0,5 mm maximum, avantageusement de 0,3 mm ou moins.
6. Combinaison selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les faces latérales (3) de la plaquette de support (10) font saillie de 0,5 mm maximum,
avantageusement de 0,2 mm maximum, des faces latérales (13) de l'insert de coupe (20).
7. Combinaison selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le plateau (14) de la face d'appui de l'insert de coupe réversible (20) est défini
par au moins trois portions de face planes (14a, 14b, 14c), espacées l'une de l'autre,
qui sont disposées entre le centre de l'insert de coupe réversible (20) et l'arête
de coupe (15) de l'insert de coupe réversible et à distance de l'arête de coupe (15)
et qui sont séparées l'une de l'autre par des régions plus profondes de la face d'appui.
8. Combinaison selon la revendication 7, caractérisée en ce que les portions de face planes sont associées chacune à la région en coin d'un contour
polygonal, chaque portion de face étant disposée avantageusement symétriquement par
rapport à une bissectrice du coin concerné.
9. Outil destiné à recevoir au moins un insert de coupe réversible double face, caractérisé en ce qu'il possède un siège destiné à recevoir une plaquette de support et une plaquette de
support en combinaison avec une plaquette de coupe réversible selon les revendications
1 à 8.