[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben von Farbwerken in Druckmaschinen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Beim Drucken wird ein Bedruckstoff durch mehrere Druckwerke bewegt, wobei in jedem
Druckwerk ein Teildruckbild auf den Bedruckstoff aufgetragen wird. Im Falle des farbigen
Zusammendrucks wird der Bedruckstoff üblicherweise durch mindestens vier Druckwerke
bewegt, um Teildruckbilder in den Skalenfarben Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb auf
den Bedruckstoff aufzutragen. In weiteren Druckwerken können Teildruckbilder in Sonderfarben
auf den Bedruckstoff aufgetragen werden. Schließlich können auf dergestalt erzeugte
Druckbilder noch eine oder mehrere Beschichtungen zur Erzeugung von Schutzwirkungen,
zur Erzeugung von Strukturen oder zur Erzeugung von Glanz- oder Mattglanzeffekten
aufgebracht werden.
[0003] Zur Minimierung einer Lackrestschichtdicke auf einer Lackwalze sowie auf einer oder
jeder auf einem Formzylinder positionierten Lackform nach der Durchführung einer Druckabstellung
in Druckwerken, ist es aus der
DE 33 12 128 A1 bereits bekannt, über eine Steuerungseinrichtung eine Anzahl von Druckbogen festzulegen,
die vor Druckabstellung einem entsprechenden Lackierwerk noch zugeführt werden sollen.
Hierbei wird offen gelassen, wie die Lackwalze und der Formzylinder verstellt werden.
Daher kann bei dem offenbarten Lackierwerk die Situation auftreten, dass bei einem
so genannten Vorlackieren bei Umstellung des Lackierwerks von einer Druck-Ab-Stellung
in eine Druck-An-Stellung und beim so genannten Ablackieren bei Umstellung des Lackierwerks
von der Druck-An-Stellung in die Druck-Ab-Stellung Druckbogen nur teilweise mit einem
Lackbild gedruckt werden. Druckbogen, die lediglich teilweise mit einem Lackbild versehen
werden, sind unbrauchbar und müssen als Makulaturbogen ausgeschleust werden.
[0004] Das gleiche Problem ergibt sich auch für Druckwerke einer Druckmaschine und in diesen
vorgesehene Farbwerke.
[0005] Hierzu ist aus der
EP 0 983 852 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Regelung der Schichtdicke eines Farbfilms
für eine Mehrfarben-Druckmaschine bekannt. Diese Veröffentlichung berücksichtigt,
dass in Druckwerken Plattenzylinder vorgesehen sind, die eine das Druckbild tragende
Druckplatte halten, wobei derartige Druckplatten ausgewechselt werden müssen. Dabei
sind die Druckplatten in unterschiedlicher Weise mit Druckfarbe zu versorgen. In diesem
Zusammenhang wird vorgeschlagen, in den Druckwerken, wo eine Druckplatte ausgewechselt
werden soll, eine vorwählbare Anzahl von Druckbogen bei abgeschalteter Farbzufuhr
am Farbwerk zu verdrucken. Damit ergibt sich eine Reduzierung der Farbschichtdicke
auf den Farbwalzen des Farbwerkes, so dass die Umstellung auf ein neues Farbprofil
erleichtert wird. Die entsprechenden Druckplatten werden dabei aber nur bedingt gereinigt,
da diesen - wenn auch in abnehmender Menge - von den Farbwerken weiterhin Druckfarbe
zugeführt wird. Für den Plattenwechsel steht also in diesem Fall auch weiterhin lediglich
eine verschmutzte Druckplatte zur Verfügung, insbesondere auch deshalb weil in gebräuchlichen
Farbwerken beispielsweise von Offsetdruckmaschinen eine relative große Farbmenge auf
eine Vielzahl von Farbwalzen gespeichert ist.
[0006] Schließlich wird in der
EP 0 861 723 A2 eine Reinigung eines Farbwerks einer Druckmaschine beschrieben. Das hierbei näher
erläuterte Verfahren zeigt dabei ausgehend von dem Drucken von Makulaturbögen zur
Reinigung eines Farbwerks auch in Verbindung mit diesem Drucken von Makulaturbögen
eine darüber hinausgehend weitere Reinigung durch einen gezielten Rücktransport von
Restfarbe von den Farbwerkswalzen über eine Heberwalze in eine Farbkastenwalze in
einen Farbkasten, wobei dieser Vorgang mit geschlossenen Farbdosiereinrichtungen durchgeführt
wird. Weiterhin wird vorgeschlagen, das Farbwerk im Bereich von Zwischenwalzen aufzutrennen,
um nur Teilbereiche des Farbwerks über den Farbrücktransport in den Farbkasten zu
reinigen.
[0007] Weiterhin wird in der
GB 12 202 490 A ein Verfahren zum Einstellen von Farbverteilungsprofilen in Druckmaschinen beschrieben.
Dafür werden zwei Alternativen vorgeschlagen, bei denen durch Rücktransport der Druckfarbe
bei geschlossenen Farbdosiereinrichtung an der Farbkastenwalze von den Farbwerkswalzen
in den Farbvorratsbehälter ein Ausgangszustand für einen neuen Druckprozess hergestellt
wird. Dies kann durch Erzeugung einer Grundfarbschicht im Farbwerk erfolgen, wobei
diese unabhängig vom späteren Farbverbrauch ist. Alternativ kann ein Mittelwert einer
Farbverteilung zwischen einem Ausgangs- und einem Zielzustand erzeugt werden.
[0008] Grundsätzlich ist also nach jedem Auftragwechsel zu entscheiden, wie Druckplatten
für Wiederholaufträge deponiert werden sollen. Hierzu können Druckplatten vor der
Entnahme über das Farbwerk gereinigt oder aber farbbedeckt durch den Plattenwechsler
entfernt werden, um sie außerhalb manuell zu reinigen. Hierbei verschmutzen die Plattenwechselelemente
vorzeitig.
[0009] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein neuartiges
Verfahren zum Betreiben von Druck-, Lack- und Farbwerken in Druckmaschinen zu schaffen.
[0010] Diese Aufgabe wird Mittels eines Verfahrens zum Betreiben eines Farbwerkes in einer
Druckmaschine mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0011] Erfindungsgemäß ist das Anstellen und / oder Abstellen wenigstens der direkt mit
dem Formzylinder und damit auch der Druckplatte zusammenwirkenden Farbwalzen relativ
zum Formzylinder und/oder das Anstellen und/oder Abstellen des Formzylinders relativ
zum Gegendruckzylinder derart durchführbar, dass eine auf dem Formzylinder aufgespannte
Druckplatte bei Beendigung des Druckvorganges weitgehend gereinigt ist.
[0012] Hierzu wird die Farbzufuhr zur Druckplatte durch Abstellen der Farbauftragwalzen
des Farbwerkes unterbrochen, so dass in Druckanstellung nur noch Druckfarbe von der
Oberfläche der Druckplatte bzw. des Drucktuchzylinders auf die Druckbogen druckbar
ist.
[0013] Mit dem erfindungsgemäßen Druckwerk ist das Anstellen sowie Abstellen der Farbauftragwalzen
sowie des Drucktuchzylinders derart durchführbar, dass Druckbogen in einer Druckanstellung
mit einem aus Druckfarbresten am Form- und am Drucktuchzylinder gebildeten Farbbild
bedruckbar sind, wobei keinerlei Druckfarbe aus dem Farbwerk auf die Druckplatte aufgetragen
wird. So wird auf einer Anzahl von Druckbogen jeweils ein Farbbild mit einem ständig
sich vermindemden Farbauftrag, also mit verminderter Farbschichtdicke, gedruckt, so
dass diese Druckbogen kurz vor der Druckabstellung als Makulaturbogen erzeugt und
aus dem Produktionsprozess ausgeschlossen werden können.
[0014] Vorteilhaft an einem derartigen erfindungsgemäßen Verfahren ist, dass die noch vorhandene
Farbschicht auf der Oberfläche der Druckplatte durch das Zusammenwirken von Formzylinder
und Drucktuchzylinder quasi gleichzeitig sehr schnell durch Ableitung auf den am Drucktuchzylinder
bedruckten Bedruckstoff abgebaut werden kann. Die Farbschicht wird nämlich schon nach
wenigen Umdrehungen der beiden Zylinder durch die jeweils hälftige Spaltung der restlichen
Farbschicht auf eine sehr geringe Schichtdicke reduziert.
[0015] Mittels einer Entfärbesteuerung ist eine wählbare Bogenanzahl zum Farbabtransport
in einem Leitstand der entsprechenden Druckmaschine eingebbar, durch deren Druck noch
auf der Druckplatte vorhandene Farbreste entfernt werden. Hierzu kann bei Beendigung
eines Druckauftrages eine vorher in einem Anlegerstapel eingelegte Menge von Makulaturbogen
benutzt werden.
[0016] Viele zusätzliche Reinigungsarbeiten können so entfallen, wobei sich weitere besondere
Vorteile für die Handhabung der Druckmaschine ergeben.
- 1. Der Drucktuchzylinder ist schon weitgehend farbfrei und muss nicht mehr mit großem
Zeitaufwand mittels einer Waschvorrichtung gereinigt werden.
- 2. Die Druckplatten sind nun weitgehend farbfrei und können ohne Probleme auch mittels
so genannter Plattenwechselautomaten ausgetauscht werden, ohne deren komplizierte
Mechanik zu verschmutzen und dadurch deren Funktion zu gefährden.
- 3. Im Vergleich zur Reinigung der Druckplatten über das Farbwerk, bietet die Entfärbesteuerung
den Vorteil, dass sich Farb- und Waschmittelpartikel nicht in den Plattenkapillaren
festsetzen, die eine Weiterverwendung der Druckplatte erschweren.
[0017] In Verbindung mit einem so genannten fliegenden Plattenwechsel ist bei Druckmaschinen
mit Einzelantrieben auch der Austausch von Druckplatten an einzelnen ausgewählten
Plattenzylindern möglich. Auch in diesem Fall ist auch das Abfärben des Drucktuchzylinders
über ablaufende Druckbogen nach Beendigung eines Druckauftrages, in dem speziellen
Druckwerk, das zum Plattenwechsel aus dem Druckprozess genommen wird, möglich. Hierbei
wird der Drucktuchzylinder nicht über eine Waschanlage gewaschen und die spezielle
Druckplatte muss nicht gesondert gereinigt werden. Natürlich sind auch bei dieser
Funktion die Farbauftragwalzen vorher abgestellt.
[0018] Vorgesehen ist also ein zusätzlicher Farbabtrag von der Druckplatte bei Beendigung
eines Produktionsauftrages.
[0019] Um die Druckplatten ohne Einfügung eines Waschvorganges aus der Druckmaschine fördern
zu können und dabei die Transportrollen eines Plattenwechselautomaten nicht zu stark
zu verschmutzen, wird also die Möglichkeit geschaffen, über Makulaturbögen den größten
Teil der noch vorhandenen Restfarbmenge abzutragen. Dazu werden bei angestelltem Drucktuchzylinder
die Farb- und Feuchtauftragwalzen zum Zeitpunkt einer vorwählbaren Anzahl von Bögen
vor der endgültigen Druckabstellung vom Plattenzylinder abgestellt. Die Anzahl der
Bogen wird in einem Maschinenmenü an deren Steuerungseinrichtung, z.B. einem Leitstand
vorgegeben. Die diese Anzahl bestimmende Eingabe am Leitstand kann z.B. in einem Wertebereich
von 0 bis 100 erfolgen. In der praktischen Anwendung werden bis zu 65 Abfärbebogen
verwendet. Wird die Produktion durch einen abgelaufenen Auflagenzähler der Druckmaschinensteuerung
oder durch eine Steuertaste am Leitstand beendet, so werden Farb- und Feuchtauftragwalzen
automatisch früher abgestellt, während noch gedruckt wird und die entsprechende Anzahl
Druckbögen durch die Druckmaschine transportiert wird.
[0020] Vorzugsweise ist erfindungsgemäß ein gleichzeitiges Abstellen von Farb- und Feuchtauftragwalzen
vorgesehen, da beim Abstellen der Farbauftragwalzen allein, eine geringere Farbabnahme
und damit eine schlechtere Reinigungswirkung festgestellt wurde.
[0021] Die verzögerte oder separate Abstellung der Feuchtauftragwalzen kann als Verfahrensweise
für spezielle Sujets, Bedruckstoffe oder Druckfarben trotzdem sinnvoll sein.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren wird dadurch verbessert, dass an einer Druckmaschine,
die ein oder mehrere Lackierwerke zur zusätzlichen Beschichtung der Druckbogen aufweist,
die Abstellung der Lackierwerke wenigstens versetzt zur Abstellung der Farb- bzw.
Feuchtauftragwalzen im Rahmen des Abfärbens erfolgt. Hierbei ist vorgesehen, dass
auch ein Ablackieren vorgesehen sein kann, wobei eine restliche Lackmenge aus den
Lackierwerken entfernt werden kann. Erfindungsgemäß soll das aber erst erfolgen, wenn
die auf dem Plattenzylinder und dem Drucktuchzylinder noch vorhandene Farbmenge minimiert
ist, so dass in dem bzw. den Lackierwerken eine Rückspaltung von Druckfarbe von den
Druckbogen auf Lackformen oder Drucktücher in den Lackierwerken sicher vermieden wird.
[0023] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung.
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird, ohne hierauf beschränkt zu sein, näher
erläutert.
[0025] Eine Druckmaschine weist einen Bogenanleger und im Bereich von Druckwerken jeweils
wenigstens ein Farbwerk und den Druckwerken nachgeschaltet einen Bogenausleger auf.
Üblicherweise sind mehrere Druckwerke nacheinander geschaltet. Zu bedruckende Druckbogen
werden über mehrere Bogenführungszylinder durch die Druckmaschine bewegt, wobei einige
Bogenführungszylinder als Transferzylinder und andere als Gegendruckzylinder ausgebildet
sind. Im Bereich der Farbwerke rollt auf dem Gegendruckzylinder ein Übertragungszylinder
bzw. Drucktuchzylinder ab. Mit dem Drucktuchzylinder wirkt wiederum ein mindestens
eine Druckplatte tragender Formzylinder bzw. Plattenzylinder zusammen. Über ein Farbwerk
mit Farbauftragwalzen sowie gegebenenfalls ein Feuchtwerk mit Feuchtauftragwalzen
wird auf die oder jede auf dem Plattenzylinder positionierte Druckplatte Druckfarbe
sowie gegebenenfalls zuvor Feuchtmittel aufgetragen. Die Farbauftragwalzen und Feuchtauftragwalzen
sind hierfür gegenüber dem Plattenzylinder in eine die Druckplatte berührende Position
und eine die Druckplatten nicht berührende Position an- und abstellbar. Die Druckfarbe
wird dann als Teildruckbild über den Drucktuchzylinder auf die am Gegendruckzylinder
gehaltenen Druckbogen aufgetragen.
[0026] Die auf diese genannte Art in den Druckwerken mit einem Druckbild bedruckten und
gegebenenfalls in einem Lackierwerk mit einer weiteren Beschichtung in Form einer
farbigen oder klaren Oberflächenschicht veredelte Druckbogen werden über ein Fördersystem
aus der Druckmaschine ausgeschleust und unter Bildung eines Auslegerstapels im Bogenausleger
aufeinander abgelegt.
[0027] Die Plattenzylinder weisen jeweils wenigstens einen Spannkanal auf, in welchen Spanneinrichtungen
für die oder jede Druckplatte integriert sind, die an dem Plattenzylinder zu positionieren
ist. Den Plattenzylindern ist vorzugsweise jeweils ein Plattenwechselautomat zugeordnet,
mittels dessen die automatische Zuführung und Abführung von frischen oder benutzten
Druckplatten zum oder von dem Plattenzylinder ermöglicht wird.
[0028] Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung erfolgt das Anstellen und Abstellen der
Farbauftragwalzen nun derart, dass das Abstellen von dem Plattenzylinder stets vor
der Beendigung des Bogenlaufes bzw. Transportes von Druckbogen während eines Druckauftrages
erfolgt, wobei die Einstellung von Plattenzylinder, Drucktuchzylinder und Gegendruckzylinder
in ihrer Berührung zueinander aufrecht erhalten bleibt.
[0029] Damit wird erreicht, dass bei Beendigung eines Druckauftrages noch durch die Druckmaschine
laufende Druckbogen Druckfarbe über den Drucktuchzylinder von dem Plattenzylinder
abnehmen, ohne dass weiterhin Druckfarbe vom Farbwerk an die Druckplatte zugeführt
werden kann. Auf diese Weise wird die restliche Druckfarbe schnell vom Drucktuchzylinder
und Plattenzylinder respektive der dort aufgespannten Druckplatte entfernt.
[0030] Die dann weitgehend saubere Druckplatte kann dann also ohne Gefahr für den Plattenwechselautomaten
entnommen werden und eine neue Druckplatte kann zugeführt werden.
[0031] Das Anstellen und Abstellen von Farbauftragwalzen sowie der Plattenzylinder in der
beschriebenen Weise wird über die Stellglieder und durchgeführt, die von einer Steuerungseinrichtung
in Bezug auf die Arbeitsposition der Druckmaschine ansteuerbar sind. Die Ansteuerung
der Stellglieder und erfolgt in Echtzeitsteuerung durch die Maschinensteuerung der
Druckmaschine. Gegebenenfalls werden je nach Maschinengeschwindigkeit entsprechenden
Vorhaltezeiten bzw. Vorhaltewinkel vorgesehen, um ein rechtzeitiges Reagieren der
Stellglieder zur erreichen. Die Stellglieder und sind vorzugsweise als pneumatische
oder hydraulische Zylinder-Ventil-Einheiten ausgeführt. Sie können jedoch auch in
Form von elektrischen Stellgliedern oder Kurvensteuerungen ausgebildet sein.
[0032] Bei der Umstellung eines Druckwerkes von einer Druck-An-Stellung in eine Druck-Ab-Stellung
sind vorzugsweise zuerst die Farbauftragwalzen vom Plattenzylinder und anschließend
der Drucktuchzylinder vom Gegendruckzylinder und vom Plattenzylinder abstellbar.
[0033] Über die Steuerungseinrichtung ist des Weiteren eine Anzahl von Druckbogen festlegbar,
die nach Umstellung des Druckwerks bzw. der Farbauftragwalzen in die Druck-Ab-Stellung
jeweils noch mit einem unvollständigen Farbbild mittels der auf dem Drucktuchzylinder
und der Druckplatte noch vorhandenen Druckfarbe bedruckt werden. Die Anzahl dieser
Druckbogen ist dabei an einem Leitstand eingebbar und derart bestimmbar, dass nach
dem Einnehmen der Druck-Ab-Stellung jede auf dem Plattenzylinder positionierte Druckform
eine definierte Farbrestschichtdicke aufweist. Bei einem derartigen so genannten Abfärben
werden unvollständige Farbbilder mit einem verminderten Farbauftrag, also mit einer
bedingt durch die zur Druckplatte und zum Drucktuchzylinder hin abgeschnittenen Farbzufuhr
vom Farbwerk her abnehmenden Farbschichtdicke, auf die jeweiligen Druckbogen gedruckt.
Auf diese Weise werden die Oberflächen von Drucktuchzylinder und Druckplatte weitgehend
gereinigt. Darüber hinaus kann auch die Gefahr eines Eintrocknens größerer Farbmengen
auf dem Drucktuchzylinder oder der Druckplatte vermieden werden.
[0034] Es sind inzwischen auch Bogendruckmaschinen bekannt geworden, in denen die Plattenzylinder
mit separaten von den weiteren Antrieben der Druckmaschine mechanisch getrennten,
so genannten Einzelantrieben versehen sind.
[0035] In Verbindung mit einer solchen Druckmaschine ist ein so genannter fliegender Plattenwechsel
vorgesehen, bei dem mit Hilfe der Einzelantriebe auch der Austausch von Druckplatten
an einzelnen ausgewählten Plattenzylindern möglich ist. Hierbei verbleiben die weiteren
Druckplatten auf den entsprechenden Plattenzylindern, so dass nur ein Teilbild des
gesamten Druckbildes ausgetauscht wird. Eine solche Verfahrensweise kann sinnvoll
sein, wenn Teilbildinhalte, z.B. Erläuterungen in ständig wechselnden Sprachen in
ein ansonsten statisches Farbbild einzudrucken sind.
[0036] Der beim fliegenden Plattenwechsel ablaufende Plattenwechselvorgang an sich entspricht
hierbei einem üblichen Plattenwechsel. Der fliegende Plattenwechsel kann zum Austausch
der einen bestimmten Druckplatte mit der direkten weiteren Verwendung des gleichen
Druckwerkes mit der neuen Druckplatte für nachfolgendes Drucken genutzt werden.
[0037] Es ist aber auch möglich einen fliegenden Plattenwechsel in der Kombination mit einem
weiteren Druckwerk vorzusehen, so dass die Druckfunktion für das auszutauschende Teilbild
des ersten Druckwerkes, in dem der Plattenwechsel durchgeführt werden soll, von einem
zweiten Druckwerk übernommen wird, in dem bereits die Druckplatte mit dem neuen Teilbild
eingesetzt ist. Bei einem weiteren fliegenden Plattenwechsel kann dann wieder von
dem zweiten Druckwerk auf das ersten Druckwerk gewechselt werden.
[0038] Daher ist auch in diesem Fall das erfindungsgemäße Verfahren des Abfärbens des Drucktuchzylinders
bzw. der Druckplatte über ablaufende Druckbogen bzw. Makulaturdruckbogen nach Beendigung
eines Druckauftrages sinnvoll. Das Verfahren wird dann aber nur in dem speziellen
Druckwerk, das zum Plattenwechsel aus dem Druckprozess genommen wird, durchgeführt.
[0039] Die Verfahrensweise ist insofern etwas verändert, als für den Vorgang des fliegenden
Plattenwechsels eine Verzögerung des Druckvorganges sinnvoll oder sogar notwendig
ist, um das betreffende Druckwerk wieder in Betrieb nehmen zu können.
[0040] Zunächst muss nun der Drucktuchzylinder nicht über eine entsprechende Waschvorrichtung
gewaschen bzw. gereinigt und die spezielle Druckplatte muss nicht gesondert für die
Verwendung in einem Plattenwechselautomaten gereinigt werden. Natürlich sind auch
bei dieser Funktion die Farbauftragwalzen vorher abgestellt. Die auf dem Drucktuch-
und dem Plattenzylinder verbliebene überschüssige Druckfarbe wird dann beim Abbremsen
der Druckmaschine vor dem fliegenden Plattenwechsel ohne Eingabe von zusätzlichen
Makulaturdruckbogen aus dem angewählten Druckwerk entfernt. Da aber beim Abbremsen
der Druckmaschine normalerweise schon Makulatur entsteht kann diese direkt für das
Abfärben genutzt werden.
[0041] Um die Druckplatten ohne zusätzliche Reinigung aus dem Druckwerk fördern zu können
und dabei die Transportelemente der Plattenwechselautomaten nicht zu stark zu verschmutzen,
wird also die Möglichkeit geschaffen, über Makulaturbögen den größten Teil der noch
vorhandenen Restfarbmenge abzutragen. Dazu werden bei angestelltem Drucktuchzylinder
die Farb- und Feuchtauftragwalzen zum Zeitpunkt einer vorwählbaren Anzahl von Bögen
vor der endgültigen Druckabstellung vom Plattenzylinder abgestellt. Die Anzahl der
Bogen wird in einem Maschinenmenü an deren Steuerungseinrichtung, z.B. einem Leitstand
vorgegeben. Die diese Anzahl bestimmende Eingabe am Leitstand kann z.B. in einem Wertebereich
von 0 bis 100 erfolgen. In der praktischen Anwendung werden bis zu 65 Abfärbebogen
verwendet. Wird die Produktion durch einen abgelaufenen Auflagenzähler der Druckmaschinensteuerung
oder durch eine Steuertaste am Leitstand beendet, so werden Farb- und Feuchtauftragwalzen
automatisch früher abgestellt, während noch gedruckt wird und die entsprechende Anzahl
Druckbögen durch die Druckmaschine transportiert wird.
[0042] Vorzugsweise wird bei der erfindungsgemäßen Verfahrensweise ein gleichzeitiges Abstellen
von Farb- und Feuchtauftragwalzen umgesetzt. In der Praxis wurde festgestellt, dass
sich bei einem Abstellen der Farbauftragwalzen während die Feuchtauftragwalzen noch
angestellt sind, eine geringere Farbabnahme durch die Druckbogen vom Drucktuchzylinder
und auch zwischen dem Plattenzylinder und dem Drucktuchzylinder ergab. Damit war eine
schlechtere Reinigungswirkung für die Druckplatten feststellbar.
[0043] Die verzögerte oder separate Abstellung der Feuchtauftragwalzen kann als Verfahrensweise
für spezielle Sujets, Bedruckstoffe oder Druckfarben trotzdem sinnvoll sein. Die verlängerte
Einfeuchtung der Druckplatte kann vorteilhaft sein, wenn noch eine Reinigungswirkung
auf die Druckplatte gegenüber Verschmutzungen anderer Art als von Druckfarbe herrührend
erwünscht ist. Dies ist für Sujets mit geringer Deckung oder für staubende Bedruckstoffe
denkbar. Weiterhin können bestimmte Druckfarben zu Rückspaltungen neigen, die durch
ein verlängertes Einfeuchten der Druckplatte vermeidbar sein können.
[0044] Hierzu ist eine entsprechende Einstellmöglichkeit am Druckwerk bzw. an Farb-und Feuchtwerken
vorgesehen.
[0045] Das Verfahren des Abfärbens wird angepasst werden, wenn es an einer Druckmaschine
ausgeführt wird, die mit einem oder mehreren Lackierwerken z.B. zur Glanzbeschichtung
der Druckbogen ausgerüstet ist. Dann kann das Verfahren des Abfärbens allein ausgeführt
oder mit einem Verfahren des Ablackierens kombiniert werden.
[0046] Vorzugsweise wird die Abstellung der Lackierwerke wenigstens versetzt zur Abstellung
der Farb- bzw. Feuchtauftragwalzen erfolgen. Damit wird erreicht, dass die Makulaturbogen
während des Abfärbens noch ausreichend mit Lack oder Beschichtungsmedium abgedeckt
werden. So wird vermieden, dass auf den Makulaturbogen vorliegende feuchte Druckfarbe
sich auf eine an einem Lackformzylinder des Lackierwerkes montierte Lackplatte oder
ein entsprechend angebrachtes Drucktuch zurück spalten und dieses in unerwünschter
Weise verschmutzen kann.
[0047] In einer vereinfachten Ausführungsform kann in einem Lackierwerk eine Lackauftragwalze
vom Lackformzylinder und/oder der Lackformzylinder vom Gegendruckzylinder abgestellt
werden. Mit dieser Verfahrensweise wird eine deutlich schnellere Reaktion erreicht,
als wenn lediglich die Lackzufuhr im Lackierwerk abgestellt würde. Damit wird eine
Rückspaltung von Druckfarbe auf Elemente des Lackierwerks schnell und sicher vermieden
und gleichzeitig eine exakt steuerbare Entfernung des Restlacks von den Elementen
des Lackierwerks ermöglicht.
[0048] Weiterhin kann auch ein so genanntes Ablackieren vorgesehen sein. Dabei kann eine
restliche Lackmenge bzw. eine Restmenge an Beschichtungsmedium aus den Lackierwerken
entfernt werden. Dies soll gemäß dem vorgeschlagenen Verfahren aber erst dann erfolgen,
wenn die auf dem Plattenzylinder und dem Drucktuchzylinder noch vorhandene Farbmenge
minimiert worden ist. Daher laufen hier eine vorbestimmte Anzahl von Druckbogen zur
Entfernung von Druckfarbe bei abgestellten Farb- und ggf. Feuchtauftragwalzen bei
an den Platten- und den Gegendruckzylinder angestelltem Drucktuchzylinder durch die
Druckmaschine, während das bzw. die Lackierwerke noch in Funktion sind und eine Rückspaltung
von Druckfarbe von den Druckbogen auf Lackformen oder Drucktücher in den Lackierwerken
sicher vermieden wird. Erst danach wird eine ggf. vorbestimmte Anzahl weiterer Druckbogen
zur Entfernung des noch vorhandenen Restlackes bzw. restlichen Beschichtungsmediums
in den Lackierwerken durch die Druckmaschine und die Lackierwerke gefördert.
[0049] Die Verfahrensschritte in einem bekannten Druckwerk mit Farb- und Feuchtwerk sind
wie folgt zu definieren:
- Zufuhr einer bestimmten Anzahl von (Makulatur-) Druckbogen in den Bogenanleger
- Vorwahl einer bestimmten Anzahl von (Makulatur-) Druckbogen am Leitstand der Druckmaschine
- Ggf. auftragsbezogenes Speichern der Parameter
- Vorgewähltes oder automatisches Abstellen der Farb- und ggf. Feuchtauftragwalzen vom
Plattenzylinder entsprechend der vorgewählten bestimmten Anzahl von (Makulatur-) Druckbogen
- Entfernen von Druckfarbe vom Drucktuchzylinder über die durch die Druckmaschine vorgewählt
geförderte (Makulatur-) Druckbogen
- Entfernen von Druckfarbe vom Plattenzylinder und von der Druckplatte mittels des Drucktuchzylinders
über die durch die Druckmaschine geförderten (Makulatur-) Druckbogen
- Verzögertes Abstellen der Lackzufuhr in dem bzw. den Lackierwerken, um Rückspaltungen
von Druckfarbe von den (Makulatur-) Druckbogen in die Lackierwerke zu vermeiden, wobei
alternativ ggf. die Lackauftragwalze/-n im Lackwerk abgestellt wird / werden
- Ggf. Entfernen des Restlackes von der Lackplatte bzw. dem Drucktuch im Lackierwerk
über die durch die Druckmaschine geförderten (Makulatur-) Druckbogen
- Entfernen der zu wechselnden Druckplatten ohne weitere Reinigung aus den Druckwerken
- Ggf. entfernen der zu wechselnden Lackplatten ohne weitere Reinigung
[0050] Weiterhin ist über die Steuerungseinrichtung bzw. an dem Leitstand eine Anzahl von
Druckbogen festlegbar, die zwischen einer Druckabstellung des Farbwerks und einer
Druckanstellung desselben bzw. zwischen zwei Druckanstellungen mit dazwischen geschobener
Druckabstellung das Farbwerk ohne jeglichen Farbauftrag durchlaufen. Hierdurch wird
es möglich, aus einem Druckvorgang eine definierte Anzahl von Druckbogen auszuschleusen,
die ohne jegliche Farbzufuhr vom Farbwerk durch die Druckwerke hindurch bewegt werden.
Diese unvollständig eingefärbten Druckbogen können zum Beispiel zu Messzwecken verwendet
werden. Das Ausschleusen der unvollständig bedruckten Druckbogen kann automatisch
über eine Bogenweiche oder über einen Doppelausleger erfolgen.
1. Verfahren zum Betreiben von einem oder mehreren Farbwerken einer Druckmaschine, jeweils
mit einem wenigstens eine Farbauftragwalze umfassenden Farbzufuhrsystem und mit einem
mindestens eine Druckform tragenden Formzylinder, wobei die Farbauftragwalze Druckfarbe
auf die oder jede auf dem Formzylinder positionierte Druckform überträgt, wobei dem
Formzylinder ein Feuchtwalzen enthaltendes Feuchtwerk zugeordnet ist,
wobei die Druckfarbe von der jeweiligen Druckform auf zwischen dem Formzylinder und
einem Gegendruckzylinder hindurch bewegte Druckbogen direkt oder Ober einen Drucktuchzylinder
Übertragbar ist, und
wobei die Farbauftragwalze relativ zum Formzylinder verstellbar ist, und wobei Druckbogen
in einer Druckanstellung für eine vorwählbare Anzahl von Bogen mit einem Farbbild
bedruckbar sind, während eine Unterbrechung der Farbzufuhr der Farbzufuhrsysteme stattfindet,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Abstellen der Farbauftragwalzen und/oder Feuchtwalzen relativ zum Formzylinder
und das Abstellen des Drucktuchzylinders relativ zum Gegendruckzylinder durchgeführt
wird,
und dass Druckbogen in einer Druckanstellung des Formzylinders oder Drucktuchzylinders für
eine vorwählbare Anzahl von Bogen bei abgestellten Farbauftragwalzen ohne Farbzufuhr
mittels der Farbauftragwalzen mit einer Restmenge von auf dem Drucktuchzylinder und
der Druckform verbliebener Restdruckfarbe bedruckt werden..
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Abstellen der Farbauftragwalze und/oder Feuchtwalzen relativ zum Form- bzw. Lackformzylinder
und das Abstellen des Drucktuchzylinders oder des Lackformzylinders relativ zum Gegendruckzylinder
durchgeführt wird, und dass Druckbogen in einer Druckanstellung für eine vorwählbare
Anzahl von Bogen ohne Farbzufuhr mittels der Farbauftragwalzen mit einem Farbbild
bedruckbar sind, wobei ein Lackauftrag weiterhin erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbauftragwalzen und/oder die Feuchtwalzen bei Druckanstellung zwischen Formzylinder
und Drucktuchzylinder und Gegendruckzylinder vom Formzylinder abgestellt werden und
dass anschließend der Drucktuchzylinder vom Formzylinder und dem Gegendruckzylinder oder
zuerst vom Formzylinder und dann vom Gegendruckzylinder abgestellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbauftragwalzen und/oder die Feuchtwalzen bei Druckanstellung zwischen Formzylinder
und Drucktuchzylinder und Gegendruckzylinder vom Formzylinder abgestellt werden und
dass anschließend der Drucktuchzylinder vom Formzylinder und dem Gegendruckzylinder oder
zuerst vom Formzylinder und dann vom Gegendruckzylinder abgestellt wird und
dass anschließend der Lackformzylinder von seinem Gegendruckzylinder abgestellt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels einer Steuerungseinrichtung,
die vorgesehen ist, um eine Anzahl der vor Einnahme der Druckabstellung jeweils mit
einem Restfarbbild zu bedruckenden oder der das Druckwerk mit keinerlei Farbzufuhr
und stetig abnehmendem Farbauftrag durchlaufenden Druckbogen festzulegen,
die Anzahl der noch durchlaufenden Druckbogen derart bestimmbar ist, dass nach dem
Einnehmen der Druckabstellung die oder jede auf dem Formzylinder positionierte Druckform
eine definierte vorzugsweise minimale, vorzugsweise gegen Null tendierende Farbrestschichtdicke
aufweisen.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels der Steuerungseinrichtung vor einer Druckabstellung und/oder während einer
Druckabstellung eine Produktionsgeschwindigkeit automatisch reduziert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Anzahl von Druckbogen festgelegt wird, die zwischen zwei Druckanstellungen und
einer dazwischen geschobenen Druckabstellung das Farbwerk mit keinerlei Farbzufuhr
vom Farbwerk durchlaufen.
1. A method for operating one or a plurality of inking couples of a printing press, each
with an ink feeding system comprising at least one ink application roller and with
a form cylinder carrying at least on print form, wherein the ink application roller
transfers printing ink onto the or each of the print forms positioned on the form
cylinder, wherein the form cylinder is assigned a dampening unit containing damp rollers,
wherein the printing ink can be transmitted from the respective print form onto print
sheets moved through between the form cylinder and an impression cylinder directly
or via a blanket cylinder, and wherein the ink application roller is adjustable relative
to the form cylinder, and wherein print sheets can be printed with a colour image
in an impression throw-on for a preselectable number of sheets, while an interruption
of the ink feed of the ink feed systems takes place, characterized in that a throwing-off of the ink application rollers and/or damp rollers relative to the
form cylinder and the throwing-off of the blanket cylinder relative to the impression
cylinder is carried out, and in that print sheets in an impression throw-on of the form cylinder or blanket cylinder are
printed with a residual quantity of residual printing ink remaining on the blanket
cylinder and the print form for a preselectable number of sheets with ink application
rollers thrown-off without ink feed by means of the ink application rollers.
2. The method according to Claim 1, characterized in that the throwing-off of the ink application roller and/or damp rollers relative to the
form or varnish form cylinder and the throwing-off of the blanket cylinder or the
varnish form cylinder relative to the impression cylinder is carried out, and in that print sheets in an impression throw-on can be printed with a colour image for a preselectable
number of sheets without ink sheet by means of the ink application rollers, wherein
a varnish application additionally takes place.
3. The method according to Claim 1, characterized in that the ink application rollers and/or the damp rollers with impression throw-on are
thrown off from the form cylinder between form cylinder and blanket cylinder and impression
cylinder and in that following this the blanket cylinder is thrown off the form cylinder and the impression
cylinder or first from the form cylinder and then from the impression cylinder.
4. The method according to Claim 1 to 3, characterized in that the ink application rollers and/or the damp rollers upon impression throw-on are
thrown off between form cylinder and blanket cylinder and impression cylinder and
in that following this the blanket cylinder is thrown off the form cylinder and the impression
cylinder or first off the form cylinder and then off the impression cylinder and in that subsequently the varnish form cylinder is thrown off its impression cylinder.
5. The method according to Claim 1 to 4, characterized in that by means of a control device which is provided in order to determine a number of
print sheets to be printed with a residual ink image in each case before assuming
the print throw-off or running through the printing couple with no ink feed whatsoever
and steadily decreasing ink application, the number of the still passing-through print
sheets can be defined in such a manner that following the assumption of the impression
throw-off the or each print form positioned on the form cylinder have a defined residual
ink layer thickness that is preferentially minimal, preferentially tending towards
zero.
6. The method according to Claim 1 to 5, characterized in that by mean of the control device prior to an impression throw-off and/or during an impression
throw-off a production speed is automatically reduced.
7. The method according to Claim 5 or 6, characterized in that a number of print sheets is determined which between two print throw-ons and one
print throw-off pushed in between pass through the inking couple with no ink feed
from the inking couple whatsoever.
1. Procédé d'utilisation d'une ou plusieurs unités d'encrage d'une machine d'impression,
comportant respectivement un système d'acheminement d'encre comprenant au moins un
rouleau applicateur d'encre et un cylindre porte-cliché supportant au moins un cliché
d'impression, le rouleau applicateur d'encre transférant de l'encre d'impression sur
le ou chaque cliché d'impression positionné sur le cylindre porte-cliché, étant associée
au cylindre porte-cliché une unité d'humidification contenant des cylindres mouilleurs,
l'encre d'impression pouvant être transférée directement ou via un cylindre porte-blanchet
d'impression du cliché d'impression respectif sur des feuilles d'impression passant
entre le cylindre porte-cliché et un cylindre de contre-pression et
le rouleau applicateur d'encre étant réglable par rapport au cylindre porte-cliché,
des feuilles d'impression pouvant être imprimées d'une image colorée lors d'une approche
d'impression pour un nombre de feuilles sélectionnable, alors qu'il se produit une
interruption de l'acheminement d'encre par les systèmes d'acheminement d'encre,
caractérisé en ce
qu'un écartement des rouleaux applicateurs d'encre et/ou des rouleaux mouilleurs du cylindre
porte-cliché et l'écartement du cylindre porte-blanchet d'impression par rapport au
cylindre de contre-pression sont effectués et
que les feuilles d'impression, dans une approche d'impression du cylindre porte-cliché
ou du cylindre porte-blanchet d'impression, sont imprimées au moyen des rouleaux applicateurs
d'encre avec une quantité résiduelle d'encre d'impression restant sur le cylindre
porte-blanchet d'impression et le cliché d'impression pour un nombre de feuilles sélectionnable,
les rouleaux applicateurs d'encre étant écartés et sans acheminement d'encre.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'écartement du rouleau applicateur d'encre et/ou des rouleaux mouilleurs du cylindre
porte-cliché ou porte-cliché de vernissage et l'écartement du cylindre porte-blanchet
d'impression ou du cylindre porte-cliché de vernissage du cylindre de contre-pression
est effectué et que les feuilles d'impression peuvent être imprimées d'une image colorée
dans une approche d'impression pour un nombre de feuilles sélectionnable au moyen
des rouleaux applicateurs d'encre sans acheminement d'encre, une application de vernis
étant réalisée en plus.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les rouleaux applicateurs d'encre et/ou les rouleaux mouilleurs sont écartés du cylindre
porte-cliché en cas d'approche d'impression entre le cylindre porte-cliché et le cylindre
de contre-pression et que,
le cylindre porte-blanchet d'impression est ensuite écarté du cylindre porte-cliché
et du cylindre de contre-pression ou d'abord du cylindre porte-cliché puis du cylindre
de contre-pression.
4. Procédé selon les revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
les rouleaux applicateurs d'encre et/ou les rouleaux mouilleurs sont écartés du cylindre
porte-cliché en cas d'approche d'impression entre le cylindre porte-cliché et le cylindre
porte-blanchet d'impression et le cylindre de contre-pression et que
le cylindre porte-blanchet d'impression est ensuite écarté du cylindre porte-cliché
et du cylindre de contre-pression ou d'abord du cylindre porte-cliché puis du cylindre
de contre-pression et
que le cylindre porte-cliché de vernissage est ensuite écarté de son cylindre de contre-pression.
5. Procédé selon les revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que,
au moyen d'un dispositif de commande qui est prévu pour définir un certain nombre
de feuilles d'impression à imprimer avant l'intervention de l'écartement à l'impression
avec une image d'impression résiduelle avant l'écartement de l'impression ou de feuilles
d'impression passant dans l'unité d'impression
sans aucun acheminement d'encre et avec une application d'encre diminuant constamment,
le nombre de feuilles d'impression encore en transit peut être défini de manière à
ce que,
après intervention de l'écartement à l'impression, le ou chaque cliché d'impression
positionné sur le cylindre porte-cliché présente une épaisseur de couche d'encre résiduelle
définie de préférence minimale et tendant de préférence vers zéro.
6. Procédé selon les revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que,
au moyen du dispositif de commande, une vitesse de production est automatiquement
réduite avant un écartement à l'impression et/ou pendant un écartement à l'impression.
7. Procédé selon les revendications 5 ou 6,
caractérisé en ce
qu'il est défini un certain nombre de feuilles d'impression qui passent entre deux approches
d'impression et un écartement à l'impression interposé dans l'unité d'impression sans
aucun acheminement d'encre par l'unité d'encrage.