Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument mit einem maschinenlesbaren
Sicherheitselement, welches einen Lumineszenzstoff enthält, ein Verfahren zur Herstellung
eines solchen Dokumentes, ein Verfahren zur Auslesung des maschinenlesbaren Sicherheitselementes,
sowie ein Verfahren zur Prüfung der validität eines solchen Dokumentes.
Stand der Technik und Hintergrund der Erfindung.
[0002] Grundsätzlich sind verschiedene Methoden der Sicherung eines Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes
gegen Fälschungen bekannt. Hierzu gehören beispielsweise Sicherheitsmerkmale, die
ausschließlich maschinenlesbar sind.
[0003] Eine klassische Überprüfung eines Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes umfasst die
Auslesung von maschinenlesbaren Sicherheitsmerkmalen und Vergleich des ausgelesenen
Sicherheitsmerkmales mit einer personen- und/oder maschinenlesbaren Angabe auf dem
Dokument.
[0004] Beispielsweise ist es aus der Literaturstelle
WO 03/051643 A1 bekannt, einzelne Pixel im Rahmen eines Tintenstrahldruckes mit der Maßgabe anzusteuern,
dass ein geheimes und mit blossem Auge nicht erkennbares Muster aus Punkten entsteht.
Dieses Muster läßt sich unter Zuhilfenahme von geeigneten Geräten, beispielsweise
Vergrößerungsgeräten, erkennen. Dabei ist die Herstellung aufwändig, da eine besondere
Steuerung der einzelnen Düsen eines Tintenstrahldruckkopfes erforderlich ist. Vermutlich
sind andere Druckverfahren als Tintenstrahldruck nicht oder nur unter erheblichem
Aufwand einsetzbar.
[0005] Aus der Literaturstelle
WO 03/052025 A1 sind Tinten bekannt, die Nanopartikel mit verschiedenen Fluorophoren enthalten.
[0006] Grundsätzlich besteht ein ständiger Bedarf an verbesserten maschinenlesbaren Sicherheitsmerkmalen,
wobei jedoch die Herstellung der Sicherheitsmerkmale möglichst einfach in normale
Herstellungsprozesse integriert sein soll.
[0007] Die Literaturstellen
EP 1182048 A und
DE 19962790 A1 beschreiben Dokumente mit unterschiedlichen Lumineszenzstoffen an unterschiedlichen
Orten der Dokumente.
Technisches Problem der Erfindung.
[0008] Der Erfindung liegt daher das technische Problem zu Grunde, ein Sicherheitsmerkmal
anzugeben, welches einerseits mit hoher Sicherheit ausgestattet ist, insbesondere
nicht mit blossem Auge erkennbar ist, aber andererseits in der Herstellung einfach
und in herkömmliche Druckprozesse integrierbar ist. Insbesondere soll das Sicherheitsmerkmal
mit allen üblichen Drucktechniken herstellbar sein.
Grundzüge der Erfindung.
[0009] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung den Gegenstand des Anspruchs
1.
[0010] Mit der Erfindung wird ein Sicherheitsmerkmal geschaffen, welches einerseits nicht
ohne weiteres und mit blossem Auge erkennbar sein muss, da Lumineszenzstoffe im sichtbaren
Bereich, also bei Betrachtung mit blossem Auge die gleiche (Emissions-) Farbe haben
(können). Zudem wird eine Beimischung von Lumineszenzstoffen zu herkömmlichen Farbmitteln
und/oder Pigmenten eine Unterscheidbarkeit mit dem menschlichen Auge noch weiter reduzieren
können, falls erforderlich.
[0011] Unter Einsatz eines geeigneten Energieeintrages zur Anregung der Luminszenz wird
jedoch ein Muster mit verschiedenen Emissionswellenlängen verschiedener Lumineszenzstoffe
maschinell erkennbar, welches für eine Information codiert, welche nach Decodierung
mit anderen Informationen des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes zu Validierungszwecken
verglichen werden kann.
[0012] Von besonderem Vorteil ist, dass erfindungsgemäße Sicherheitsmerkmale praktisch ohne
Änderung des eigentlichen Druckprozesses angebracht werden können, wobei grundsätzlich
jeder beliebige und fachübliche Druckprozess einsetzbar ist.
[0013] Des weiteren lehrt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes gemäß Anspruch 7.
[0014] Die Erfindung lehrt des weiteren ein Verfahren zur Auslesung einer maschinenlesbaren
ersten Zeichenfolge aus einem erfindungsgemäßen Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrenstufen: a) die Lumineszenzstoffe werden
zur Emission angeregt, b) die emittierte Strahlung der Lumineszenzstoffe wird sowohl
wellenlängenselektiv als auch ortsaufgelöst, bezogen auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument,
gemessen, wobei Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort erzeugt werden, c) die in Stufe
b) erhaltenen Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort werden mit einer Codierungsmatrix
verglichen, in welcher verschiedenen Emissionswellenlängen verschiedenen Zeichen zugeordnet
sind und in welcher verschiedenen Orten verschiedene Zeichenpositionen zugeordnet
sind, wobei die erste Zeichenfolge erzeugt wird, für welche das Lumineszenzstoffmuster
codiert, d) die in Stufe c) erhaltene erste Zeichenfolge wird auf Anzeigemitteln zur
Anzeige gebracht.
[0015] Schließlich lehrt die Erfindung ein Verfahren zur Prüfung der Validität eines erfindungsgemäßen
Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrenstufen:
a) die Lumineszenzstoffe werden zur Emission angeregt, b) die emittierte Strahlung
der Lumineszenzstoffe wird sowohl wellenlängenselektiv als auch ortsaufgelöst, bezogen
auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument, gemessen, wobei Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort
erzeugt werden, c) die in Stufe b) erhaltenen Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort
werden mit einer Codierungsmatrix verglichen, in welcher verschiedenen Emissionswellenlängen
verschiedenen Zeichen zugeordnet sind und in welcher verschiedenen Orten verschiedene
Zeichenpositionen zugeordnet sind, wobei eine Zeichenfolge erzeugt wird, für welche
das Lumineszenzstoffmuster codiert, d1) die Zeichenfolge wird für sich auf Validität
geprüft, oder d2) die Zeichenfolge wird auf valide Korrelation mit anderen Zeichenfolgen
auf demselben Wert- und/oder Sicherheitsdokument geprüft, und e) das Wert- und/oder
Sicherheitsdokument wird nach Maßgabe des Vergleiches einer der Stufen d1) oder d2)
als valide oder nicht valide qualifiziert.
Definitionen
[0016] Der Begriff des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes umfasst inbesondere Personalausweise,
Reisepässe, ID-Karten, Zugangskontrollausweise, Visa, Steuerzeichen, Tickets, Führerscheine,
Kraftfahrzeugpapiere, Banknoten, Schecks, Postwertzeichen, Kreditkarten und Haftetiketten
(z.B. zur Produktsicherung).
[0017] Ein Substrat eines Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes ist eine Trägerstruktur,
auf welche Informationen, Bilder und dergleichen aufgebracht, insbesondere gedruckt,
werden. Hiernach kann die Oberfläche des Substrates mit einer in der Regel transparenten
Deckschicht versehen werden. Als Materialien für ein Substrat kommen alle fachüblichen
Werkstoffe auf Papier- und/oder Kunststoffbasis in Frage.
[0018] Der Begriff der Maschinenlesbarkeit meint im Rahmen der Erfindung, dass ein Sicherheitsmerkmal
mit bloßem Auge nicht oder nicht hinreichend deutlich wahrnehmbar ist, um eine durch
das Sicherheitsmerkmal dargestellte Information zu erkennen. Vielmehr sind für die
Erkennung apparative Hilfsmittel erforderlich. Für die Erkennung der durch das Sicherheitsmerkmal
dargestellten oder codierten Information können ebenfalls apparative Hilfsmittel notwendig
sein.
[0019] Der Begriff der Lumineszenz bezeichnet die Emission von elektromagnetischer Strahlung,
insbesondere im IR-, Sichtbaren oder UV-Bereich im Verlauf einer Relaxation eines
atomaren oder molekularen elektronischen Systems aus einem angeregten Zustand in einen
Grundzustand. Hierbei kann die vorherige Anregung durch elektrische Energie bzw. ein
elektrisches Potential (Elektrolumineszenz), Beschuss mit Elektronen (Kathodolumineszenz),
Beschuss mit Photonen (Photolumineszenz), Wärmeeinwirkung (Thermolumineszenz) oder
Reibung (Tribolumineszenz) erfolgen. Die Lumineszenz umfasst insbesondere die Phosphoreszenz
sowie die (Photo-) Fluoreszenz.
[0020] Die Fluoreszenz ist eine strahlende Deaktivierung von angeregten Zuständen, wobei
der Übergang vom angeregten Zustand in den Grundzustand spinerlaubt ist. Die Verweildauer
im angeregten Zustand beträgt typischerweise ca. 10^-8 s, i.e. die Emission, der Fluoreszenzstrahlung
endet unmittelbar nach dem Ende des Energieeintrages zur Anregung. Die Phosphoreszenz
ist dagegen eine spinverbotene Deaktivierung von angeregten Zuständen über Interkombinationsprozesse.
Daher ist die Relaxation schwach und langsam. Die Verweildauer in einem angeregten
Zustand beträgt einige Millisekunden bis zu Stunden und entsprechend lange ist die
Emission der Phosphoreszenzstrahlung zu beobachten.
[0021] Die Emissionswellenlänge eines Lumineszenzstoffes ist für den verwendeten Farbstoff
charakteristisch und bestimmt durch die Energiedifferenz zwischen angeregtem Zustand
und Grundzustand. Als Emissionswellenlänge wird dabei das Maximum der Emissionsintensität
in einem Emissionspektrum bezeichnet.
[0022] Ein Lumineszenzstoff enthält Atome, Moleküle oder Partikel, die zur Lumineszenz befähigt
sind. Mit einem Lumineszenzstoff kann eine Lumineszenzfarbe oder -tinte geschaffen
werden, welche die fachüblichen weiteren Komponenten von Farben oder Tinten enthält,
wie etwa Binder, Penetrationsmittel, Stellmittel, Biozide, Tenside, Puffersubstanzen,
Lösungsmittel (Wasser und/oder organische Lösungsmittel), Füllstoffe, Pigmente, Effektpigmente,
Antischaummittel, Antiabsetzmittel, UV-Stabilisatoren, etc. Geeignete Tintenformulierungen
für verschiedene Druckverfahren sind dem Durchschnittsfachmann aus dem Stand der Technik
wohl bekannt und erfindungsgemäß eingesetzte Lumineszenzstoffe werden insofern an
Stelle oder zusätzlich zu konventionellen Farbstoffen bzw. Pigmenten beigemischt.
[0023] Der Ausdruck der verschiedenen Orte auf einem Dokument bezeichnet verschiedene Flächenbereiche
auf der Oberfläche (eine der Hauptflächen) eines Dokumentes bzw. der Oberfläche eines
Substrats eines Dokumentes. Verschiedene Flächenbereiche überlappen sich nicht, sondern
grenzen allenfalls aneinander an. Damit ist eine laterale Auflösung gemeint.
[0024] Ein Muster bezeichnet die Gesamtheit aller Mustereinheiten auf einem Wert- und/oder
Sicherheitsdokument, und zwar in ihrer flächigen Verteilung auf der Oberfläche des
Dokumentes oder des Substrats. Mustereinheiten sind Flächenbereiche, die im wesentlichen
gleichmäßig mit ein und demselben Lumineszenzstoff belegt sind.
[0025] Eine Zeichenfolge ist eine räumliche und/oder zeitliche Aneinanderreihung von einzelnen
Zeichen mit vorgegebener Leserichtung, beispielsweise von alphanumerische Zeichen
aber auch Symbolen und/oder Bildern.
[0026] Eine Codierungsmatrix ist eine zweidimensionale Zuordnungstabelle, aus welcher Elemente
einer ersten Reihe den Elementen einer zweiten Reihe zugeordnet sind. Zeichenfolgen
sind identisch, wenn beide Zeichenfolgen sowohl am Anfang, in der Reihenfolge, sowie
am Ende übereinstimmen, insbesondere haben identische Zeichenfolgen die gleiche Anzahl
von Zeichen. Eine Zeichenfolge ist mit einer anderen Zeichenfolge teilidentisch, wenn
zumindest zwei aufeinander folgende Zeichen der einen Zeichenfolge mit einher Teilfolge
der anderen Zeichenfolge übereinstimmen. Ansonsten können die Zeichenfolgen unterschiedliche
Längen aufweisen.
[0027] Eine Strahlung ist zur Anregung der Lumineszenz typischerweise funktional, wenn die
Wellenlänge der Strahlung kleiner ist als die Wellenlänge der Lumineszenzstrahlung.
Jedoch kann eine Strahlung mit höherer Wellenlänge funktional sein, wenn der betreffende
Lumineszenzstoff zu sogenannten Up-Conversion Prozessen fähig ist.
[0028] Der Begriff der Ortsauflösung, bezogen auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument
bezeichnet, dass eine Information über die Anordnung eines Musterelementes auf dem
Dokument erhalten wird. Dies muss nicht notwendigerweise mit einem ortsauflösenden
Detektionssystem erfolgen. Vielmehr kann auch ein Dokument unter einem nicht ortsauflösenden
Detektionssystem in definierter Weise durchgeführt werden, wobei dann eine zeitliche
Folge der gemessenen Werte aufgrund der definierten Bewegung unschwer in eine Ortsinformätion
umgewandelt werden kann. Als Detektionssysteme sind folglich zweidimensional ortsauflösende
Detektoren oder eindimensional ortsauflösende Detektoren (beispielsweise Detektorzeilen)
einsetzbar, wobei in letzterem Falle eine definierte Translation des Dokumentes unter
dem Detektor zu erfolgen hat. Es versteht sich, dass das Dokument zur eindeutigen
Zuordnung gegenüber einem Detektor auf definierte, stets gleiche Weise ausgerichtet
wird, bzw. in definierter, stets gleicher Weise gegenüber dem Detektor bewegt wird.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
[0029] Eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wert- und/oder Sicherheitsdokument ist
dadurch gekennzeichnet, dass das Lumineszenzstoffmuster zumindest zwei Mustereinheiten
umfasst, wobei jede Mustereinheit gleichmäßig mit einem Lumineszenzstoff beschichtet
ist, und wobei eine Mustereinheit eine Fläche von zumindest 100 µm
2, vorzugsweise von zumindest 10.000 µm
2, aufweist. Eine Mustereinheit kann insbesondere auch ein personenlesbares Zeichen
eines Druckbildes sein. Durch die Ausführung der Mustereinheiten als gleichsam makroskopische
Bildelemente können alle üblichen Drucktechnologien ohne jegliche Anpassung eingesetzt
werden. Lediglich die jeweiligen Farben sind durch die Lumineszenzstoffe in geeigneter
Weise zu modifizieren. Es wird folglich eine besonders einfache und vor allem in einem
etablierten Herstellungsprozess ohne Umsteuerung von Druckprozessparameter einsetzbare
Herstellung erreicht.
[0030] Vorzugsweise sind die Lumineszenzstoffe Fluoreszenzfarbstoffe. Zu geeigneten Fluoreszenzfarbstoffen
wird lediglich beispielsweise auf die Literaturstellen
WO 03/052025 A,
WO 02/053677 A,
EP 0147252 A,
GB 2,258,659 und
F.M. Winnik et al., Xerox Discloser Journal Vol. 17, No. 3, 1992, Seiten 161-162, verwiesen. Geeignete organische Fluoreszenzfarbstoffe auf organischer Basis, beispielsweise
Naphthalimide, Coumarine, Xanthene, Thioxanthene, Naphtholactame, Azlactone, Methine,
Oxazine, oder Thiazine, sind zudem aus der Literatur bekannt, wozu lediglich beispielsweise
auf
Schwander et al., "Fluorescent Dyes" in Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry,
Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, 2002, verwiesen wird.
[0031] Bevorzugt ist es, wenn verschiedene Emissionswellenlängen verschiedener Lumineszenzstoffe
verschiedenen Buchstaben oder Zahlen zugeordnet sind. Erfindungsgemäß vorgesehen ist,
dass das Wert- und/oder Sicherheitsdokument zusätzlich eine maschinen- und/oder personenlesbare
zweite Zeichenfolge trägt, welche mit der ersten Zeichenfolge korreliert, vorzugsweise
identisch oder teilidentisch ist. Damit läßt sich beispielsweise über die Auswahl
der Lumineszenzstoffe eine personenlesbare Zeichenfolge direkt gleichsam einer Geheimschrift
unsichtbar wiederholen. Insbesondere kann die personenlesbare Zeichenfolge mit erfindungsgemäß
eingesetzten Lumineszenzstoffen gebildet sein. Jedes Zeichen der Folge ist dann einerseits
personenlesbar und andererseits über eine Bestimmung der Emissionwellenlänge und Zuordnung
des zur gemessenen Emissionswellenlänge gehörigen Zeichens maschinenlesbar und ein
unmittelbarer Vergleich kann durch eine Person (nach Darstellung der maschinengelesenen
Zeichenfolge auf einem Display) oder maschinell (nach Einscannen der personenlesbaren
Zeichenfolge) erfolgen.
[0032] Idealerweise haben die verschiedenen Lumineszenzstoffe im sichtbaren Wellenlängenbereich
im wesentlichen gleiche oder ähnliche Emissions- und/oder Absorptionseigenschaften.
Für das menschliche Auge erscheinen dann verschiedene Lumineszenzstoffe mit gleicher
Farbe und sind insofern nicht unterscheidbar. So können beispielsweise unterscheidlich
Europium-dotierte Fluoreszenzfarbstoffe eingesetzt werden, die alle einen roten Farbeindruck
erzeugen, jedoch sich in der Lage der Fluoreszenzmaxima im Emissionspektrum unterscheiden.
Es versteht sich, dass aber auch der Einsatz von Lumineszenzstoffen mit verschiedenen
Emissions- bzw-Absorptionseigenschaften einsetzbar sind, dann erscheinen diese dem
menschlichen Auge mit unterschiedlichen Farben.
[0033] Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens, ist es bevorzugt, dass das Lumineszenzstoffmuster
auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument oder auf ein Substrat des Wert- und/oder
Sicherheitsdokumentes aufgedruckt wird. Als Druckverfahren zur Applikation von Lumineszenzstoffen
auf beliebigen Substraten sind die dem Fachmann gut vertrauten Verfahren des Tief-,
Hoch-, Flach-, und Durchdrucks geeignet. Es kommen beispielsweise in Frage: Stichtiefdruck,
Rastertiefdruck, Letterset, Offset oder Siebdruck. Darüber hinaus sind, je nach Beschaffenheit
des Lumineszenzstoffes, Digitaldruckverfahren, wie Thermotransferdruck, Tintenstrahldruck
oder Thermosublimationsdruck geeignet.
[0034] Vor, nach, oder zugleich mit dem Anbringen des Lumineszenzstoffmusters kann zusätzlich
eine maschinen- und/oder personenlesbare zweite Zeichenfolge angebracht werden, welche
mit der ersten Zeichenfolge korreliert ist. Insbesondere kann die personenlesbare
Zeichenfolge mittels des Lumineszenzstoffmusters gebildet werden, wobei das Lumineszenzstoffmuster
im Sichtbaren dem menschlichen Auge mit homogener Farbverteilung erscheint.
[0035] Im Rahmen der Erfindung kann eine Vorrichtung verwendet werden, welche die folgenden
Komponenten aufweist: eine Auflagefläche für das Wert- und/oder Sicherheitsdokument,
eine Strahlungsquelle, deren Strahlung zur Anregung der Lumineszenz der Lumineszenzstoffe
funktional und in Richtung auf die Auflagefläche gerichtet ist, Mittel zur ortsaufgelösten,
bezogen auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument, und wellenlängenselektiven Messung
von Strahlung, wobei die Mittel den Bereich der Auflagefläche öder einen Teilbereich
derselben erfassen, Auswertemittel, welche an die Mittel zur orts- und wellenlängenselektiven
Messung von Strahlung angeschlossen sind und eine Prozessoreinheit sowie eine hiermit
verbunden Speichereinheit aufweisen, wobei in der Speichereinheit die Codierungsmatrix
gespeichert ist, und Anzeigemittel für die gemessene Zeichenfolge oder für die Validität/Invalidität
der gemessenen Zeichenfolge. Eine solche Vorrichtung stellt einen selbstständigen
Aspekt der Erfindung dar. Eine erfindungsgemäße Vorrichtung kann zusätzlich einen
Scanner zur Erfassung von Zeichenfolgen aufweisen.
[0036] Eine Variante der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Lumineszenzstoff
ein Phosphoreszenzstoff ist. Hierbei lassen sich verschiedene Phosphoreszenzstoffe
einsetzen, die nicht notwendigerweise, aber möglicherweise, in der Emissionswellenlänge
unterscheiden, sondern (auch) in der Emissionsdauer. Dann kann an Stelle oder zusätzlich
zur Messung der Emissionswellenlänge eine Messung des zeitlichen Verlaufes der Emissionsintensität
erfolgen, wobei grundsätzlich alle vorstehenden Ausführungen zu Ort und Wellenlänge
analog für Ort und Dauer gelten. Eine Bestimmung des zeitlichen Verlaufes der Emissionsintensität
erfolgt dabei durch Messung zeitaufgelöster Intensitätsprofile und Erfassung von Emissionsdauer
und/oder An-/Abklingzeitkonstanten. Eine Emissionsdauer kann beispielsweise durch
die Zeit definiert sein, die zwischen der Messung eines Emissionsmaximums und dem
Abklingen der Emission auf einen definierten Bruchteil, beispielsweise 10%, des Emissionsmaximums
verstreicht. An-/Abklingzeitkonstanten werden in fachüblicher Weise aus dem zeitlichen
Verlauf der Emissionsintensität berechnet.
[0037] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich Ausführungsformen darstellenden
Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- einen Reisepass mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitsmerkmal,
- Fig. 2:
- Emissionsspektren der beim Gegenstand der Figur 1 eingesetzten Fluoreszenzfarbstoffe,
- Fig. 3:
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Auslesung des Sicherheitsmerkmals, und
- Fig. 4:
- eine Variante des Gegenstandes der Figur 3.
[0038] In der Figur 1 erkennt man zunächst, dass auf der dargestellten Oberfläche 1 des
Reisepasses 2 eine im sichtbaren homogen erscheinende Fläche 3 mit einer Grundfarbe
angebracht ist. Durch diese Fläche 3 ist ein maschinenlesbares Sicherheitselement
gebildet. Durch die gestrichelten Linien ist angedeutet, dass das dem Auge homogen
erscheinende Sicherheitselement 3 aus drei verschiedenen Mustereinheiten 4a, 4b, 4c,
besteht, wobei jede Mustereinheit 4a, 4b, 4c im Ausführungsbeispiel mit einem unterschiedlichen
Fluoreszenzfarbstoff gebildet ist. Die Mustereinheiten 4a, 4b, 4c haben jeweils eine
Fläche, die deutlich oberhalb von 100 µm
2 liegt; ihre Größe bemisst sich eher im Bereich von 1 mm
2 und mehr.
[0039] Es ist aber auch möglich, dass die Mustereinheiten 4a, 4b, 4c durch Zeichen 6a, 6b,
6c selbst gebildet sind. Hierzu wird ergänzend auf die Figur 1 b verwiesen.
[0040] In der Figur 2 erkennt man Spektren der für die Mustereinheiten 4a, 4b, 4c verwendeten
Fluoreszenzfarbstoffe. Die x-Achse ist die Frequenz und die y-Achse die Intensität.
Der in Mustereinheit 4a verwendete Fluoreszenzfarbstoff hat die Emissionswellenlänge
5a, der in Mustereinheit 4b verwendete Fluoreszenzfarbstoff hat die Emissionswellenlänge
5b und der in Mustereinheit 4c verwendete Fluoreszenzfarbstoff hat die Emissionswellenlänge
5c. Grundsätzlich können benachbarte Mustereinheiten 4a, 4b, 4c jedoch auch die gleichen
Fluorezenzfarbstoffe enthalten, nämlich wenn gleiche Zeichen hiermit codiert werden
sollen, wie später erläutert werden wird. Dabei ist der Emissionswellenlänge 5a das
Zeichen "A", der Emissionswellenlänge 5b das Zeichen "B" und der Emissionswellenlänge
5c das Zeichen "C" zugeordnet. Hierdurch ist eine Codierungsmatrix gebildet. Es ergibt
sich folglich eine erste Zeichenfolge "ABC", die beispielsweise einen ICAO (International
Civil Aviation Organization) Ländercode darstellen kann. Diese erste Zeichenfolge
ist mit dem Auge nicht erkennbar, sondern beispielsweise vielmehr nur mit einer der
später beschriebenen Vorrichtungen auslesbar.
[0041] Wiederum der Figur 1 entnimmt man, dass auf dem Sicherheitselement 3 eine zweite
Zeichenfolge aus den Zeichen 6a, 6b, 6c, aufgedruckt ist. Diese zweite Zeichenfolge
stellt beispielsweise ebenfalls den ICAO Ländercode dar, nur hier mit dem Auge ohne
weiteres lesbar.
[0042] Eine Validierung kann dann dadurch erfolgen, dass beispielsweise mittels einer der
folgend beschriebenen Vorrichtungen die erste Zeichenfolge ausgelesen und auf einer
Anzeigeeinheit 9 dargestellt wird. Die Kontrollperson vergleicht dann die dargestellte
erste Zeichenfolge mit der unmittelbar abgelesenen zweiten Zeichenfolge. Bei Übereinstimmung
wird das Dokument als valide angenommen. Bei Nichtübereinstimmung wird das Dokument
zumindest vorläufig als nicht valide angenommen und dessen Träger einer gesonderten
Überprüfung unterzogen.
[0043] In der Figur 3 erkennt man eine erfindungsgemäße Vorrichtung. Man erkennt eine Optikgruppe
7, eine hieran angeschlossene Auswerteinheit 8, sowie eine Anzeigeeinheit 9. Die Optikeinheit
weist zunächst eine Auflagefläche 10 für den Reisepass 2 auf, wobei zumindest eine
nicht näher dargestellt Kante oder Anlagelinie vorgesehen ist, an welche eine vorgegebene
Kante des Reisepasses 2 anzulegen ist. Die Optikeinheit 7 weist des weiteren eine
Strahlungsquelle 11, beispielsweise eine UV-Lampe, LED oder ein Blitzlicht, auf. Deren
Licht wird über eine erste Optik 12, beispielsweise eine erste Linse 12, über einen
dichromatischen Spiegel 13, sowie über eine zweite Optik 14, beispielsweise eine zweite
Linse 14, auf den Reisepass 2 fokussiert. Auch der Einsatz von Faseroptiken ist möglich.
Als Faseroptiken sind Lichtleiter bezeichnet, die auch flexibel sein können. Hierdurch
wird das Sicherheitselement 3 zur Fluoreszenz angeregt, wobei die Fluorezenzfarbstoffe
der Mustereinheiten 4a, 4b, 4c ihre jeweiligen Emissionswellenlängen 5a, 5b, 5c emittieren.
Die Fluoreszenzstrahlung wird über die zweite Optik 14 und durch den dichromatischen
Spiegel 13 und eine dritte Optik 15 auf ein dispersives Element 16, beispielsweise
eine Gitter, Reflexionsgitter oder Prisma, auf einen Detektor 17 mit räumlicher Auflösung
geleitet. Als Detektor 17 kommt eine CCD Kamera oder eine CMOS Kamera in Frage. Im
Ausführungsbeispiel sind die Bauteile dabei so ausgeführt, dass eine Beleuchtung und
Lichterfassung in Form einer Linie erfolgt, wobei die Linie alle Mustereinheiten 4a,
4b, 4c überstreicht. Die Optiken werden dann vorzugsweise mit Zylinderlinsen ausgeführt.
An den Detektor 17 ist die Auswerteinheit 8 angeschlossen, welche die vom Detektor
17 gemessenen Emissionswellenlängen 5a, 5b, 5c mit der räumlichen Zuordnung als Messwertpaare
Emissionswellenlänge/Ort erfasst und mit einer gespeicherten Codierungsmatrix vergleicht,
in welcher eine Zuordnung gemäß der Figur 2 getroffen ist. Die so bestimmte erste
Zeichenfolge wird dann als "ABC" auf der Anzeigeeinheit 9 zur Anzeige gebracht. Eine
Bedienperson kann dann die angezeigte erste Zeichenfolge mit der personenlesbaren
zweiten Zeichenfolge vergleichen und Identität bzw. Teilidentität oder Nichtübereinstimmung
feststellen.
[0044] Eine Variante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der Figur 4 dargestellt.
Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die erste Optik 12 und die dritte
Optik 15 cofokussiert sind und ein Spiegel 13 und eine zweite Optik 14 entbehrlich
sind.
[0045] Die vorstehenden Varianten der erfindungsgemäßen Vorrichtung können auch dahingehend
modifziert sein, dass der Detektor 17 ohne Ortsauflösung arbeitet. Dann können die
Optiken 12, 15 anstatt auf eine Linie auf einen Punkt bzw. eine Kreisfläche fokussieren.
Die Ortsauflösung wird dann dadurch erhalten, dass Reisepass 2 und Optikgruppe 7 relativ
zueinander in definierter Weise bewegt werden (entweder Optikgruppe 7 statisch und
Translation des Reisepasses 2, oder Reisepass 2 statisch und Translation der Optikgruppe
7).
[0046] In den Figuren der Übersichtlichkeit nicht dargestellt ist, dass im Rahmen der Optikgruppe
7 und der Auswerteinheit 8 ein Scanner eingerichtet sein kann, welcher die zweite
Zeichenfolge in üblicher Weise ausliest und optional auf der Anzeigeeinheit 9 zur
Anzeige bringt.
[0047] Zusätzlich oder an Stelle der Bestimmung der Emissionswellenlängen 5a, 5b, 5c kann
eine Bestimmung des zeitlichen Verlaufes der Emissionsintensität bei Einsatz verschieden
lang emittierender Phosphoreszenzstoffe erfolgen, wobei dann das zu den Emissionwellenlängen
5a, 5b, 5c Gesagte analog hierauf übertragbar ist. Eine Bestimmung des zeitlichen
Verlaufes der Emissionsintensität erfolgt dabei durch Messung zeitaufgelöster Intensitätsprofile
und Erfassung von Emissionsdauer und/oder An-/Abklingzeitkonstanten. Eine Emissionsdauer
kann beispielsweise durch die Zeit definiert sein, die zwischen der Messung eines
Emissionsmaximums und dem Abklingen der Emission auf einen definierten Bruchteil,
beispielsweise 20%, des Emissionsmaximums verstreicht. Abklingzeitkonstanten werden
in fachüblicher Weise aus dem zeitlichen verlauf der Emissionsintensität berechnet.
Durch Einsatz von Lumineszenzstoffen mit sowohl unterschiedlichen Emissionwellenlängen
als auch unterschiedlichen Emissiondauern kann die Unterscheidbarkeit und/oder die
Variantionsbreite möglicher Zeichen der ersten Zeichenfolge erhöht werden. Auch kann
die unbefugte Nachstellbarkeit hierdurch erschwert werden.
1. Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) mit einem maschinenlesbaren Sicherheitselement
(3), welches einen Lumineszenzstoff enthält,
wobei zumindest zwei unterschiedliche und mit verschiedener Emissionwellenlänge (5a,5b,5c)
emittierende Lumineszenzstoffe an verschiedenen Orten der Oberfläche des Wert- und/oder
Sicherheitsdokumentes (2) angeordnet sind und ein Lumineszenzstoffmuster bilden,
wobei jede Emissionswellenlänge (5a,5b,5c) einem Zeichen (A,B,C) zugeordnet ist und
wobei jeder Ort einer Zeichenposition zugeordnet ist, wodurch durch Auswahl der verschiedenen
Lumineszenzfarbstoffe in Verbindung mit deren Ort eine maschinenlesbare erste Zeichenfolge
gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lumineszenzstoff aufdruckbar ist und dass das Wert- und/oder Sicherheitsdokument
(2) zusätzlich eine maschinen- und/oder personenlesbare zweite Zeichenfolge trägt,
welche mit der ersten Zeichenfolge korreliert.
2. Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lumineszenzstoffmuster zumindest zwei Mustereinheiten (4a,4b,4c) umfasst, wobei
jede Mustereinheit (4a,4b,4c), vorzugsweise gleichmäßig, mit einem Lumineszenzstoff
beschichtet ist oder den Lumineszenzstoff enthält, und wobei eine Mustereinheit (4a,4b,4c)
eine Fläche von zumindest 100 µm2, vorzugsweise von zumindest 10.000 µm2, aufweist.
3. Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lumineszenzstoffe Fluoreszenzstoffe oder Phosphoreszenzstoffe sind.
4. Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) nach einem der Ansprüch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene Emissionswellenlängen (5a,5b,5c) verschiedener Lumineszenzstoffe verschiedenen
Buchstaben oder zahlen zugeordnet sind.
5. Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Lumineszenzstoffe im sichtbaren Wellenlängenbereich im wesentlichen
gleiche oder ähnliche Emissions- und/oder Absorptionseigenschaften aufweisen.
6. Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Zeichenfolge identisch oder teilidentisch mit der ersten Zeichenfolge
ist.
7. Verfahren zur Herstellung eines Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes (2) nach einem
der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensstufen:
a1) es wird eine Codierungsmatrix erstellt, wobei verschiedenen Emissionswellenlängen
(5a,5b,5c) verschiedener Lumineszenzstoffe verschiedenen Zeichen (A,B,C) zugeordnet
werden und wobei verschiedenen Orten auf der Oberfläche des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes
(2) verschiedene Zeichenpositionen zugeordnet werden, oder
a2) es wird eine Codierungsmatrix verwendet, wobei verschiedenen Emissionswellenlängen
(5a,5b,5c) verschiedener Lumineszenzstoffe verschiedenen Zeichen (A,B,C) zugeordnet
sind und wobei verschiedenen Orten auf der Oberfläche des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes
(2) verschiedene Zeichenpositionen zugeordnet sind,
b) einem Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) wird eine erste Zeichenfolge zugeordnet,
c) die Zeichenfolge gemäß Stufe b) wird mit Hilfe der Matrix aus Stufe a) in ein Lumineszenzstoffmuster
transformiert,
d) Das Lumineszenzstoffmuster gemäß Stufe c) wird auf dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument
(2) gemäß Stufe b) aufgedruckt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Lumineszenzstoffmuster auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) oder auf
ein Substrat des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes (2) aufgedruckt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, wobei vor nach oder zugleich mit dem Anbringen des
Lumineszenzstoffmusters zusätzlich eine maschinen- und/oder personenlesbare zweite
zeichenfolge angebracht wird, welche mit der ersten Zeichenfolge korreliert.
10. Verfahren zur Auslesung einer maschinenlesbaren ersten Zeichenfolge aus einem Wert-
und/oder Sicherheitsdokument (2) nach einem der Ansprüche 1. bis 6,
gekennzeichnet durch die folgenden Varfahrenstufen:
a) die Lumineszenzstoffe werden zur Emission angeregt,
b) die emittierte Strahlung der Lumineszenzstoffe wird sowohl wellenlängenselektiv
als auch ortsaufgelöst, bezogen auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2), gemessen,
wobei Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort erzeugt werden,
c) die in Stufe b) erhaltenen Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort werden mit einer
Codierungsmatrix verglichen, in welcher verschiedenen Emissionswellenlängen (5a,5b,5c)
verschiedenen Zeichen (A,B,C) zugeordnet sind und in welcher verschiedenen Orten verschiedene
Zeichenpositionen zugeordnet sind, wobei die erste Zeichenfolge erzeugt wird, für
welche das Lumineszenzstoffmuster codiert,
d) die in Stufe c) erhaltene erste Zeichenfolge wird auf Anzeigemitteln (9) zur Anzeige
gebracht.
11. Verfahren zur Prüfung der Validität eines Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes (2)
nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensstufen:
a) die Lumineszenzstoffe werden zur Emission angeregt,
b) die emittierte Strahlung der Lumineszenzstoffe wird sowohl wellenlängenselektiv
als auch ortsaufgelöst, bezogen auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2), gemessen,
wobei Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort erzeugt werden,
c) die in Stufe b) erhaltenen Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort werden mit einer
Codierungsmatrix verglichen, in welcher verschiedenen Emissionswellenlängen (5a, 5b,
5c) verschiedenen Zeichen (A,B,C) zugeordnet sind und in welcher verschiedenen Orten
verschiedene Zeichenpositionen zugeordnet sind, wobei eine Zeichenfolge erzeugt wird,
für welche das Lumineszenzstoffmuster codiert,
d1) die Zeichenfolge wird für sich auf Validität geprüft, oder
d2) die Zeichenfolge wird auf valide Korrelation mit anderen Zeichenfolgen auf demselben
Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) geprüft, und
e) das Wert- und/oder Sicherheitsdokument wird nach Maßgabe des Vergleiches einer
der Stufen d1) oder d2) als valide oder invalide qualifiziert.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, wobei in der Stufe b) eine Vorrichtung verwendet
wird, welche die folgenden Komponenten aufweist:
eine Auflagefläche (10) für das Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2),
eine Strahlungsquelle (11), deren Strahlung zur Anregung der Lumineszenz der Lumineszenzstoffe
funktional und in Richtung auf die Auflagefläche (11) gerichtet ist,
Mittel (7) zur ortsaufgelösten, bezogen auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument
(2), und wellenlängenselektiven Messung von Strahlung, wobei die Mittel den Bereich
der Auflagefläche (11) oder einen Teilbereich derselben erfassen,
Auswertemittel (8), welche an die Mittel (7) zur orts- und wellenlängenselektiven
Messung von Strahlung angeschlossen sind und eine Auswerteeinheit (8) sowie eine hiermit
verbunden Speichereinheit aufweisen, wobei in der Speichereinheit die Codierungsmatrix
gespeichert ist, und
Anzeigemittel (9) für die gemessene Zeichenfolge oder für die Validität/Invalidität
der gemessenen Zeichenfolge.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Vorrichtung zusätzlich einen Scanner zur Erfassung
von Zeichenfolgen aufweist.
1. A value and/or security document (2) comprising a machine-readable security element
(3) containing a luminescent substance,
at least two different luminescent substances emitting at different emission wavelengths
(5a, 5b, 5c) being arranged at different locations on the surface of the value and/or
security document (2) and forming a luminescent substance pattern,
a character (A, B, C) being assigned to each emission wavelength (5a, 5b, 5c), and
a character position being assigned to each location, thus by selection of the different
luminescent dyes in combination with their locations, a machine-readable first character
sequence being formed,
characterized in
that the luminescent substance can be printed, and that the value and/or security document
(2) additionally carries a machine- and/or person-readable second character sequence,
which correlates with the first character sequence.
2. The value and/or security document (2) according to claim 1, characterized in that the luminescent substance pattern comprises at least two pattern units (4a, 4b, 4c),
each pattern unit (4a, 4b, 4c) preferably being uniformly coated with a luminescent
substance or containing the luminescent substance, and a pattern unit (4a, 4b, 4c)
having an area of at least 100 µm2 preferably of at least 10,000 µm2.
3. The value and/or security document (2) according to claim 1 or 2, characterized in that the luminescent substances are fluorescent or phosphorescent substances.
4. The value and/or security document (2) according to one of claims 1 to 3, characterized in that different letters or numbers are assigned to different emission wavelengths (5a,
5b, 5c) of different luminescent substances.
5. The value and/or security document (2) according to one of claims 1 to 4, characterized in that the different luminescent substances have substantially identical or similar emission
and/or absorption properties in the visible wavelength range.
6. The value and/or security document (2) according to claim 1, characterized in that the second character sequence is identical or partially identical to the first character
sequence.
7. A method for producing a value and/or security document (2) according to one of claims
1 to 6,
characterized by the following steps:
a1) an encoding matrix is created, with different characters (A, B, C) being assigned
to different emission wavelengths (5a, 5b, 5c) of different luminescent substances,
and different character positions being assigned to different locations on the surface
of the value and/or security document (2), or
a2) an encoding matrix is used, with different characters (A, B, C) having been assigned
to different emission wavelengths (5a, 5b, 5c) of different luminescent substances,
and different character positions having been assigned to different locations on the
surface of the value and/or security document (2),
b) a first character sequence is assigned to a value and/or security document (2),
c) the character sequence of step b) is transformed by means of the matrix of step
a) into a luminescent substance pattern,
d) the luminescent substance pattern of step c) is printed onto the value and/or security
document (2) of step b).
8. The method according to claim 7, characterized in that the luminescent substance pattern is printed onto the value and/or security document
(2) or a substrate of the value and/or security document (2).
9. The method according to claim 7 or 8, wherein before, after or simultaneously with
the application of the luminescent substance pattern, in addition a machine- and/or
person-readable second character sequence is applied, which correlates with the first
character sequence.
10. A method of reading a machine-readable first character sequence from a value and/or
security document (2) according to one of claims 1 to 6,
characterized by the following steps:
a) the luminescent substances are excited to emission,
b) the emitted radiation of the luminescent substances is measured in both a wavelength-selective
and spatially resolved manner, referred to the value and/or security document (2),
whereby measurement pairs emission wavelength/location are produced,
c) the measurement pairs emission wavelength/location obtained in step b) are compared
to an encoding matrix, in which different characters (A, B, C) are assigned to different
emission wavelengths (5a, 5b, 5c), and in which different character positions are
assigned to different locations, the first character sequence being generated, for
which the luminescent substance pattern encodes,
d) the first character sequence obtained in step c) is indicated on display means
(9).
11. A method for testing the validity of a value and/or security document (2) according
to one of claims 1 to 6,
characterized by the following steps:
a) the luminescent substances are excited to emission,
b) the emitted radiation of the luminescent substances is measured in both a wavelength-selective
and spatially resolved manner, referred to the value and/or security document (2),
whereby measurement pairs emission wavelength/location are produced,
c) the measurement pairs emission wavelength/location obtained in step b) are compared
to an encoding matrix, in which different characters (A, B, C) are assigned to different
emission wavelengths (5a, 5b, 5c), and in which different character positions are
assigned to different locations, a character sequence being generated, for which the
luminescent substance pattern encodes,
d1) the character sequence itself is checked for validity, or
d2) the character sequence is checked for valid correlation with other character sequences
on the same value and/or security document (2), and
e) the value and/or security document is qualified in accordance with the comparison
of one of steps d1) or d2) as being valid or invalid.
12. The method according to claim 10 or 11, wherein in step b) a device having the following
components is used:
a support surface (10) for the value and/or security document (2),
a radiation source (11), the radiation of which is capable of exciting the luminescence
of the luminescent substances and is directed in the direction toward the support
surface (11),
means (7) for the spatially resolved, referred to the value and/or security document
(2), and wavelength-selective measurement of radiation, the means monitoring the area
of the support surface (11) or a part thereof,
evaluating means (8) coupled to the means (7) for the spatially-resolved and wavelength-selective
measurement of radiation, and comprising an evaluating unit (8) and a memory unit
connected thereto, in the memory unit the encoding matrix being stored, and
display means (9) for the measured character sequence or for the validity/invalidity
of the measured character sequence.
13. The method according to claim 12, wherein the device additionally comprises a scanner
for detecting character sequences.
1. Document de valeur et/ou de sécurité (2) comprenant un élément de sécurité (3) contenant
une substance luminescente,
au moins deux différent substances luminescentes émettant à des longueurs d'ondes
d'émission (5a, 5b, 5c) différentes étant arrangées à des emplacements différents
de la surface du document de valeur et/ou de sécurité (2) et formant un motif de substance
luminescente,
un caractère (A, B, C) étant associé à chaque longueur d'ondes d'émission (5a, 5b,
5c), et une position de caractère étant associée à chaque emplacement, donc par sélection
des colorants luminescents différents en combinaison avec leurs emplacements, une
première séquence de caractères lisible par machine étant formée,
caractérisé en ce
que la substance luminescente peut être imprimée, et que le document de valeur et/ou
de sécurité (2) en addition porte une deuxième séquence de caractères lisible par
machine et/ou personne, qui est en corrélation avec la première séquence de caractères.
2. Document de valeur et/ou de sécurité (2) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le motif de substance luminescente comprend au moins deux unités de motif (4a, 4b,
4c), dans lequel chaque unité de motif (4a, 4b, 4c) de préférence est revêtue uniformément
d'une substance luminescente ou contient la substance luminescente, et dans lequel
une unité de motif (4a, 4b, 4c) a une superficie d'au moins 100 µm2, de préférence d'au moins 10.000 µm2.
3. Document de valeur et/ou de sécurité (2) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les substances luminescentes sont des substances fluorescentes ou phosphorescentes.
4. Document de valeur et/ou de sécurité (2) selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que des lettres ou nombres différents sont associés à des longueurs d'ondes d'émission
(5a, 5b, 5c) différentes de substances luminescentes différentes.
5. Document de valeur et/ou de sécurité (2) selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les substances luminescentes différentes ont des propriétés d'émission et/ou d'absorption
essentiellement identiques ou similaires dans la plage visible des longueurs d'onde.
6. Document de valeur et/ou de sécurité (2) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la deuxième séquence de caractères est identique ou partiellement identique à la
première séquence de caractères.
7. Procédé de production d'un document de valeur et/ou de sécurité (2) selon une des
revendications 1 à 6,
caractérisé par les étapes suivantes:
a1) une matrice de codage est créée, avec des caractères (A, B, C) différents étant
associés à des longueurs d'ondes d'émission (5a, 5b, 5c) différentes de substances
luminescentes différentes, et des positions de caractères différentes étant associées
à des emplacements différents sur la surface du document de valeur et/ou de sécurité
(2), ou
a2) une matrice de codage est utilisée, avec des caractères (A, B, C) différents ayant
été étant associés à des longueurs d'ondes d'émission (5a, 5b, 5c) différentes de
substances luminescentes différentes, et des positions de caractères différentes ayant
été associées à des emplacements différents sur la surface du document de valeur et/ou
de sécurité (2),
b) une première séquence de caractères est associée à un document de valeur et/ou
de sécurité (2),
c) la séquence de caractères de l'étape b) est transformée au moyen de la matrice
de l'étape a) en un motif de substance luminescente,
d) le motif de substance luminescente de l'étape c) est imprimé sur le document de
valeur et/ou de sécurité (2) de l'étape b).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le motif de substance luminescente est imprimé sur le document de valeur et/ou de
sécurité (2) ou sur un substrat du document de valeur et/ou de sécurité (2).
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, dans lequel avant, après ou en même temps avec
l'application du motif de substance luminescente, en addition une deuxième séquence
de caractères lisible par machine et/ou personne est appliquée, qui est en corrélation
avec la première séquence de caractères.
10. Procédé de lecture d'une première séquence de caractères lisible par machine à partir
d'un document de valeur et/ou de sécurité (2) selon une des revendications 1 à 6,
caractérisé par les étapes suivantes:
a) les substances luminescentes sont excitées à l'émission,
b) le rayonnement émis des substances luminescentes est mesuré d'une manière sélective
de la longueur d'ondes aussi bien que résolue spatialement, par rapport au document
de valeur et/ou de sécurité (2), par cela des paires de valeurs mesurées de longueur
d'ondes d'émission/emplacement sont générées,
c) les paires de valeurs mesurées de longueur d'ondes d'émission/emplacement obtenues
dans l'étape b) sont comparées à une matrice de codage, dans laquelle des caractères
(A, B, C) différents sont associés à des longueurs d'ondes d'émission (5a, 5b, 5c)
différentes, et dans laquelle des positions de caractères différentes sont associées
à des emplacements différents, la première séquence de caractères étant générée, pour
laquelle le motif de substance luminescente code,
d) la première séquence de caractères obtenue dans l'étape c) est indiquée sur des
moyens d'affichage (9).
11. Procédé d'examen de la validité d'un document de valeur et/ou de sécurité (2) selon
une des revendications 1 à 6,
caractérisé par les étapes suivantes:
a) les substances luminescentes sont excitées à l'émission,
b) le rayonnement émis des substances luminescentes est mesuré d'une manière sélective
de la longueur d'ondes aussi bien que résolue spatialement, par rapport au document
de valeur et/ou de sécurité (2), par cela des paires de valeurs mesurées de longueur
d'ondes d'émission/emplacement sont générées,
c) les paires de valeurs mesurées de longueur d'ondes d'émission/emplacement obtenues
dans l'étape b) sont comparées à une matrice de codage, dans laquelle des caractères
(A, B, C) différents sont associés à des longueurs d'ondes d'émission (5a, 5b, 5c)
différentes, et dans laquelle des positions de caractères différentes sont associées
à des emplacements différents, par cela une séquence de caractères étant générée,
pour laquelle le motif de substance luminescente code,
d1) la séquence de caractères elle-même est testée en ce qui concerne la validité,
ou
d2) la séquence de caractères est testée en ce qui concerne la corrélation valide
avec d'autres séquences de caractères sur le même document de valeur et/ou de sécurité
(2), et
e) le document de valeur et/ou de sécurité est qualifié conformément avec la comparaison
d'une des étapes d1) ou d2) comme valide ou invalide.
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, dans lequel dans l'étape b) un dispositif
comprenant les composants suivants est utilisé:
une surface d'appui (10) pour le document de valeur et/ou de sécurité (2),
une source de rayonnement (11), le rayonnement de laquelle est capable d'exciter la
luminescence des substances luminescentes et est dirigée dans la direction vers la
surface d'appui (11),
des moyens (7) pour le mesurage de rayonnement résolu spatialement, par rapport au
document de valeur et/ou de sécurité (2), et sélectif des longueurs d'ondes, les moyens
surveillant le domaine de la surface d'appui (11) ou d'une part de celle-ci,
des moyens d'évaluation (8) liés aux moyens (7) pour le mesurage de rayonnement résolu
spatialement et
sélectif des longueurs d'ondes, et comprenant une unité d'évaluation (8) et une unité
de mémoire liée à celle-ci, dans l'unité de mémoire la matrice de codage étant stockée,
et
des moyens d'affichage (9) pour la séquence de caractères mesurée ou pour la validité/invalidité
de la séquence de caractères mesurée.
13. Procédé selon la revendication 12, dans lequel le dispositif en addition comprend
un scanner pour détecter des séquences de caractères.