(19)
(11) EP 2 004 419 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.09.2014  Patentblatt  2014/37

(21) Anmeldenummer: 07721952.5

(22) Anmeldetag:  20.02.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B42D 25/00(2014.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2007/000338
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2007/115514 (18.10.2007 Gazette  2007/42)

(54)

SICHERHEITS- UND/ODER WERTDOKUMENT

SECURITY AND/OR VALUE DOCUMENT

DOCUMENT DE SÉCURITÉ ET/OU DE VALEUR


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 12.04.2006 DE 102006017764

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
24.12.2008  Patentblatt  2008/52

(73) Patentinhaber: Bundesdruckerei GmbH
10958 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • PFLUGHOEFFT, Malte
    13347 Berlin (DE)
  • MUTH, Oliver
    12277 Berlin (DE)
  • KUNATH, Christian
    12203 Berlin (DE)
  • MÜFFELMANN, Gunda
    15566 Schöneiche (DE)

(74) Vertreter: Jungblut, Bernhard Jakob et al
Jungblut & Seuss Patentanwälte Max-Dohrn-Strasse 10
10589 Berlin
10589 Berlin (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 182 048
WO-A-2005/114595
EP-A- 1 616 929
DE-A1- 19 962 790
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Gebiet der Erfindung



    [0001] Die Erfindung betrifft ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument mit einem maschinenlesbaren Sicherheitselement, welches einen Lumineszenzstoff enthält, ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Dokumentes, ein Verfahren zur Auslesung des maschinenlesbaren Sicherheitselementes, sowie ein Verfahren zur Prüfung der validität eines solchen Dokumentes.

    Stand der Technik und Hintergrund der Erfindung.



    [0002] Grundsätzlich sind verschiedene Methoden der Sicherung eines Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes gegen Fälschungen bekannt. Hierzu gehören beispielsweise Sicherheitsmerkmale, die ausschließlich maschinenlesbar sind.

    [0003] Eine klassische Überprüfung eines Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes umfasst die Auslesung von maschinenlesbaren Sicherheitsmerkmalen und Vergleich des ausgelesenen Sicherheitsmerkmales mit einer personen- und/oder maschinenlesbaren Angabe auf dem Dokument.

    [0004] Beispielsweise ist es aus der Literaturstelle WO 03/051643 A1 bekannt, einzelne Pixel im Rahmen eines Tintenstrahldruckes mit der Maßgabe anzusteuern, dass ein geheimes und mit blossem Auge nicht erkennbares Muster aus Punkten entsteht. Dieses Muster läßt sich unter Zuhilfenahme von geeigneten Geräten, beispielsweise Vergrößerungsgeräten, erkennen. Dabei ist die Herstellung aufwändig, da eine besondere Steuerung der einzelnen Düsen eines Tintenstrahldruckkopfes erforderlich ist. Vermutlich sind andere Druckverfahren als Tintenstrahldruck nicht oder nur unter erheblichem Aufwand einsetzbar.

    [0005] Aus der Literaturstelle WO 03/052025 A1 sind Tinten bekannt, die Nanopartikel mit verschiedenen Fluorophoren enthalten.

    [0006] Grundsätzlich besteht ein ständiger Bedarf an verbesserten maschinenlesbaren Sicherheitsmerkmalen, wobei jedoch die Herstellung der Sicherheitsmerkmale möglichst einfach in normale Herstellungsprozesse integriert sein soll.

    [0007] Die Literaturstellen EP 1182048 A und DE 19962790 A1 beschreiben Dokumente mit unterschiedlichen Lumineszenzstoffen an unterschiedlichen Orten der Dokumente.

    Technisches Problem der Erfindung.



    [0008] Der Erfindung liegt daher das technische Problem zu Grunde, ein Sicherheitsmerkmal anzugeben, welches einerseits mit hoher Sicherheit ausgestattet ist, insbesondere nicht mit blossem Auge erkennbar ist, aber andererseits in der Herstellung einfach und in herkömmliche Druckprozesse integrierbar ist. Insbesondere soll das Sicherheitsmerkmal mit allen üblichen Drucktechniken herstellbar sein.

    Grundzüge der Erfindung.



    [0009] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung den Gegenstand des Anspruchs 1.

    [0010] Mit der Erfindung wird ein Sicherheitsmerkmal geschaffen, welches einerseits nicht ohne weiteres und mit blossem Auge erkennbar sein muss, da Lumineszenzstoffe im sichtbaren Bereich, also bei Betrachtung mit blossem Auge die gleiche (Emissions-) Farbe haben (können). Zudem wird eine Beimischung von Lumineszenzstoffen zu herkömmlichen Farbmitteln und/oder Pigmenten eine Unterscheidbarkeit mit dem menschlichen Auge noch weiter reduzieren können, falls erforderlich.

    [0011] Unter Einsatz eines geeigneten Energieeintrages zur Anregung der Luminszenz wird jedoch ein Muster mit verschiedenen Emissionswellenlängen verschiedener Lumineszenzstoffe maschinell erkennbar, welches für eine Information codiert, welche nach Decodierung mit anderen Informationen des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes zu Validierungszwecken verglichen werden kann.

    [0012] Von besonderem Vorteil ist, dass erfindungsgemäße Sicherheitsmerkmale praktisch ohne Änderung des eigentlichen Druckprozesses angebracht werden können, wobei grundsätzlich jeder beliebige und fachübliche Druckprozess einsetzbar ist.

    [0013] Des weiteren lehrt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes gemäß Anspruch 7.

    [0014] Die Erfindung lehrt des weiteren ein Verfahren zur Auslesung einer maschinenlesbaren ersten Zeichenfolge aus einem erfindungsgemäßen Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrenstufen: a) die Lumineszenzstoffe werden zur Emission angeregt, b) die emittierte Strahlung der Lumineszenzstoffe wird sowohl wellenlängenselektiv als auch ortsaufgelöst, bezogen auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument, gemessen, wobei Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort erzeugt werden, c) die in Stufe b) erhaltenen Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort werden mit einer Codierungsmatrix verglichen, in welcher verschiedenen Emissionswellenlängen verschiedenen Zeichen zugeordnet sind und in welcher verschiedenen Orten verschiedene Zeichenpositionen zugeordnet sind, wobei die erste Zeichenfolge erzeugt wird, für welche das Lumineszenzstoffmuster codiert, d) die in Stufe c) erhaltene erste Zeichenfolge wird auf Anzeigemitteln zur Anzeige gebracht.

    [0015] Schließlich lehrt die Erfindung ein Verfahren zur Prüfung der Validität eines erfindungsgemäßen Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrenstufen: a) die Lumineszenzstoffe werden zur Emission angeregt, b) die emittierte Strahlung der Lumineszenzstoffe wird sowohl wellenlängenselektiv als auch ortsaufgelöst, bezogen auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument, gemessen, wobei Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort erzeugt werden, c) die in Stufe b) erhaltenen Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort werden mit einer Codierungsmatrix verglichen, in welcher verschiedenen Emissionswellenlängen verschiedenen Zeichen zugeordnet sind und in welcher verschiedenen Orten verschiedene Zeichenpositionen zugeordnet sind, wobei eine Zeichenfolge erzeugt wird, für welche das Lumineszenzstoffmuster codiert, d1) die Zeichenfolge wird für sich auf Validität geprüft, oder d2) die Zeichenfolge wird auf valide Korrelation mit anderen Zeichenfolgen auf demselben Wert- und/oder Sicherheitsdokument geprüft, und e) das Wert- und/oder Sicherheitsdokument wird nach Maßgabe des Vergleiches einer der Stufen d1) oder d2) als valide oder nicht valide qualifiziert.

    Definitionen



    [0016] Der Begriff des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes umfasst inbesondere Personalausweise, Reisepässe, ID-Karten, Zugangskontrollausweise, Visa, Steuerzeichen, Tickets, Führerscheine, Kraftfahrzeugpapiere, Banknoten, Schecks, Postwertzeichen, Kreditkarten und Haftetiketten (z.B. zur Produktsicherung).

    [0017] Ein Substrat eines Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes ist eine Trägerstruktur, auf welche Informationen, Bilder und dergleichen aufgebracht, insbesondere gedruckt, werden. Hiernach kann die Oberfläche des Substrates mit einer in der Regel transparenten Deckschicht versehen werden. Als Materialien für ein Substrat kommen alle fachüblichen Werkstoffe auf Papier- und/oder Kunststoffbasis in Frage.

    [0018] Der Begriff der Maschinenlesbarkeit meint im Rahmen der Erfindung, dass ein Sicherheitsmerkmal mit bloßem Auge nicht oder nicht hinreichend deutlich wahrnehmbar ist, um eine durch das Sicherheitsmerkmal dargestellte Information zu erkennen. Vielmehr sind für die Erkennung apparative Hilfsmittel erforderlich. Für die Erkennung der durch das Sicherheitsmerkmal dargestellten oder codierten Information können ebenfalls apparative Hilfsmittel notwendig sein.

    [0019] Der Begriff der Lumineszenz bezeichnet die Emission von elektromagnetischer Strahlung, insbesondere im IR-, Sichtbaren oder UV-Bereich im Verlauf einer Relaxation eines atomaren oder molekularen elektronischen Systems aus einem angeregten Zustand in einen Grundzustand. Hierbei kann die vorherige Anregung durch elektrische Energie bzw. ein elektrisches Potential (Elektrolumineszenz), Beschuss mit Elektronen (Kathodolumineszenz), Beschuss mit Photonen (Photolumineszenz), Wärmeeinwirkung (Thermolumineszenz) oder Reibung (Tribolumineszenz) erfolgen. Die Lumineszenz umfasst insbesondere die Phosphoreszenz sowie die (Photo-) Fluoreszenz.

    [0020] Die Fluoreszenz ist eine strahlende Deaktivierung von angeregten Zuständen, wobei der Übergang vom angeregten Zustand in den Grundzustand spinerlaubt ist. Die Verweildauer im angeregten Zustand beträgt typischerweise ca. 10^-8 s, i.e. die Emission, der Fluoreszenzstrahlung endet unmittelbar nach dem Ende des Energieeintrages zur Anregung. Die Phosphoreszenz ist dagegen eine spinverbotene Deaktivierung von angeregten Zuständen über Interkombinationsprozesse. Daher ist die Relaxation schwach und langsam. Die Verweildauer in einem angeregten Zustand beträgt einige Millisekunden bis zu Stunden und entsprechend lange ist die Emission der Phosphoreszenzstrahlung zu beobachten.

    [0021] Die Emissionswellenlänge eines Lumineszenzstoffes ist für den verwendeten Farbstoff charakteristisch und bestimmt durch die Energiedifferenz zwischen angeregtem Zustand und Grundzustand. Als Emissionswellenlänge wird dabei das Maximum der Emissionsintensität in einem Emissionspektrum bezeichnet.

    [0022] Ein Lumineszenzstoff enthält Atome, Moleküle oder Partikel, die zur Lumineszenz befähigt sind. Mit einem Lumineszenzstoff kann eine Lumineszenzfarbe oder -tinte geschaffen werden, welche die fachüblichen weiteren Komponenten von Farben oder Tinten enthält, wie etwa Binder, Penetrationsmittel, Stellmittel, Biozide, Tenside, Puffersubstanzen, Lösungsmittel (Wasser und/oder organische Lösungsmittel), Füllstoffe, Pigmente, Effektpigmente, Antischaummittel, Antiabsetzmittel, UV-Stabilisatoren, etc. Geeignete Tintenformulierungen für verschiedene Druckverfahren sind dem Durchschnittsfachmann aus dem Stand der Technik wohl bekannt und erfindungsgemäß eingesetzte Lumineszenzstoffe werden insofern an Stelle oder zusätzlich zu konventionellen Farbstoffen bzw. Pigmenten beigemischt.

    [0023] Der Ausdruck der verschiedenen Orte auf einem Dokument bezeichnet verschiedene Flächenbereiche auf der Oberfläche (eine der Hauptflächen) eines Dokumentes bzw. der Oberfläche eines Substrats eines Dokumentes. Verschiedene Flächenbereiche überlappen sich nicht, sondern grenzen allenfalls aneinander an. Damit ist eine laterale Auflösung gemeint.

    [0024] Ein Muster bezeichnet die Gesamtheit aller Mustereinheiten auf einem Wert- und/oder Sicherheitsdokument, und zwar in ihrer flächigen Verteilung auf der Oberfläche des Dokumentes oder des Substrats. Mustereinheiten sind Flächenbereiche, die im wesentlichen gleichmäßig mit ein und demselben Lumineszenzstoff belegt sind.

    [0025] Eine Zeichenfolge ist eine räumliche und/oder zeitliche Aneinanderreihung von einzelnen Zeichen mit vorgegebener Leserichtung, beispielsweise von alphanumerische Zeichen aber auch Symbolen und/oder Bildern.

    [0026] Eine Codierungsmatrix ist eine zweidimensionale Zuordnungstabelle, aus welcher Elemente einer ersten Reihe den Elementen einer zweiten Reihe zugeordnet sind. Zeichenfolgen sind identisch, wenn beide Zeichenfolgen sowohl am Anfang, in der Reihenfolge, sowie am Ende übereinstimmen, insbesondere haben identische Zeichenfolgen die gleiche Anzahl von Zeichen. Eine Zeichenfolge ist mit einer anderen Zeichenfolge teilidentisch, wenn zumindest zwei aufeinander folgende Zeichen der einen Zeichenfolge mit einher Teilfolge der anderen Zeichenfolge übereinstimmen. Ansonsten können die Zeichenfolgen unterschiedliche Längen aufweisen.

    [0027] Eine Strahlung ist zur Anregung der Lumineszenz typischerweise funktional, wenn die Wellenlänge der Strahlung kleiner ist als die Wellenlänge der Lumineszenzstrahlung. Jedoch kann eine Strahlung mit höherer Wellenlänge funktional sein, wenn der betreffende Lumineszenzstoff zu sogenannten Up-Conversion Prozessen fähig ist.

    [0028] Der Begriff der Ortsauflösung, bezogen auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument bezeichnet, dass eine Information über die Anordnung eines Musterelementes auf dem Dokument erhalten wird. Dies muss nicht notwendigerweise mit einem ortsauflösenden Detektionssystem erfolgen. Vielmehr kann auch ein Dokument unter einem nicht ortsauflösenden Detektionssystem in definierter Weise durchgeführt werden, wobei dann eine zeitliche Folge der gemessenen Werte aufgrund der definierten Bewegung unschwer in eine Ortsinformätion umgewandelt werden kann. Als Detektionssysteme sind folglich zweidimensional ortsauflösende Detektoren oder eindimensional ortsauflösende Detektoren (beispielsweise Detektorzeilen) einsetzbar, wobei in letzterem Falle eine definierte Translation des Dokumentes unter dem Detektor zu erfolgen hat. Es versteht sich, dass das Dokument zur eindeutigen Zuordnung gegenüber einem Detektor auf definierte, stets gleiche Weise ausgerichtet wird, bzw. in definierter, stets gleicher Weise gegenüber dem Detektor bewegt wird.

    Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung



    [0029] Eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wert- und/oder Sicherheitsdokument ist dadurch gekennzeichnet, dass das Lumineszenzstoffmuster zumindest zwei Mustereinheiten umfasst, wobei jede Mustereinheit gleichmäßig mit einem Lumineszenzstoff beschichtet ist, und wobei eine Mustereinheit eine Fläche von zumindest 100 µm2, vorzugsweise von zumindest 10.000 µm2, aufweist. Eine Mustereinheit kann insbesondere auch ein personenlesbares Zeichen eines Druckbildes sein. Durch die Ausführung der Mustereinheiten als gleichsam makroskopische Bildelemente können alle üblichen Drucktechnologien ohne jegliche Anpassung eingesetzt werden. Lediglich die jeweiligen Farben sind durch die Lumineszenzstoffe in geeigneter Weise zu modifizieren. Es wird folglich eine besonders einfache und vor allem in einem etablierten Herstellungsprozess ohne Umsteuerung von Druckprozessparameter einsetzbare Herstellung erreicht.

    [0030] Vorzugsweise sind die Lumineszenzstoffe Fluoreszenzfarbstoffe. Zu geeigneten Fluoreszenzfarbstoffen wird lediglich beispielsweise auf die Literaturstellen WO 03/052025 A, WO 02/053677 A, EP 0147252 A, GB 2,258,659 und F.M. Winnik et al., Xerox Discloser Journal Vol. 17, No. 3, 1992, Seiten 161-162, verwiesen. Geeignete organische Fluoreszenzfarbstoffe auf organischer Basis, beispielsweise Naphthalimide, Coumarine, Xanthene, Thioxanthene, Naphtholactame, Azlactone, Methine, Oxazine, oder Thiazine, sind zudem aus der Literatur bekannt, wozu lediglich beispielsweise auf Schwander et al., "Fluorescent Dyes" in Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, 2002, verwiesen wird.

    [0031] Bevorzugt ist es, wenn verschiedene Emissionswellenlängen verschiedener Lumineszenzstoffe verschiedenen Buchstaben oder Zahlen zugeordnet sind. Erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass das Wert- und/oder Sicherheitsdokument zusätzlich eine maschinen- und/oder personenlesbare zweite Zeichenfolge trägt, welche mit der ersten Zeichenfolge korreliert, vorzugsweise identisch oder teilidentisch ist. Damit läßt sich beispielsweise über die Auswahl der Lumineszenzstoffe eine personenlesbare Zeichenfolge direkt gleichsam einer Geheimschrift unsichtbar wiederholen. Insbesondere kann die personenlesbare Zeichenfolge mit erfindungsgemäß eingesetzten Lumineszenzstoffen gebildet sein. Jedes Zeichen der Folge ist dann einerseits personenlesbar und andererseits über eine Bestimmung der Emissionwellenlänge und Zuordnung des zur gemessenen Emissionswellenlänge gehörigen Zeichens maschinenlesbar und ein unmittelbarer Vergleich kann durch eine Person (nach Darstellung der maschinengelesenen Zeichenfolge auf einem Display) oder maschinell (nach Einscannen der personenlesbaren Zeichenfolge) erfolgen.

    [0032] Idealerweise haben die verschiedenen Lumineszenzstoffe im sichtbaren Wellenlängenbereich im wesentlichen gleiche oder ähnliche Emissions- und/oder Absorptionseigenschaften. Für das menschliche Auge erscheinen dann verschiedene Lumineszenzstoffe mit gleicher Farbe und sind insofern nicht unterscheidbar. So können beispielsweise unterscheidlich Europium-dotierte Fluoreszenzfarbstoffe eingesetzt werden, die alle einen roten Farbeindruck erzeugen, jedoch sich in der Lage der Fluoreszenzmaxima im Emissionspektrum unterscheiden. Es versteht sich, dass aber auch der Einsatz von Lumineszenzstoffen mit verschiedenen Emissions- bzw-Absorptionseigenschaften einsetzbar sind, dann erscheinen diese dem menschlichen Auge mit unterschiedlichen Farben.

    [0033] Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens, ist es bevorzugt, dass das Lumineszenzstoffmuster auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument oder auf ein Substrat des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes aufgedruckt wird. Als Druckverfahren zur Applikation von Lumineszenzstoffen auf beliebigen Substraten sind die dem Fachmann gut vertrauten Verfahren des Tief-, Hoch-, Flach-, und Durchdrucks geeignet. Es kommen beispielsweise in Frage: Stichtiefdruck, Rastertiefdruck, Letterset, Offset oder Siebdruck. Darüber hinaus sind, je nach Beschaffenheit des Lumineszenzstoffes, Digitaldruckverfahren, wie Thermotransferdruck, Tintenstrahldruck oder Thermosublimationsdruck geeignet.

    [0034] Vor, nach, oder zugleich mit dem Anbringen des Lumineszenzstoffmusters kann zusätzlich eine maschinen- und/oder personenlesbare zweite Zeichenfolge angebracht werden, welche mit der ersten Zeichenfolge korreliert ist. Insbesondere kann die personenlesbare Zeichenfolge mittels des Lumineszenzstoffmusters gebildet werden, wobei das Lumineszenzstoffmuster im Sichtbaren dem menschlichen Auge mit homogener Farbverteilung erscheint.

    [0035] Im Rahmen der Erfindung kann eine Vorrichtung verwendet werden, welche die folgenden Komponenten aufweist: eine Auflagefläche für das Wert- und/oder Sicherheitsdokument, eine Strahlungsquelle, deren Strahlung zur Anregung der Lumineszenz der Lumineszenzstoffe funktional und in Richtung auf die Auflagefläche gerichtet ist, Mittel zur ortsaufgelösten, bezogen auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument, und wellenlängenselektiven Messung von Strahlung, wobei die Mittel den Bereich der Auflagefläche öder einen Teilbereich derselben erfassen, Auswertemittel, welche an die Mittel zur orts- und wellenlängenselektiven Messung von Strahlung angeschlossen sind und eine Prozessoreinheit sowie eine hiermit verbunden Speichereinheit aufweisen, wobei in der Speichereinheit die Codierungsmatrix gespeichert ist, und Anzeigemittel für die gemessene Zeichenfolge oder für die Validität/Invalidität der gemessenen Zeichenfolge. Eine solche Vorrichtung stellt einen selbstständigen Aspekt der Erfindung dar. Eine erfindungsgemäße Vorrichtung kann zusätzlich einen Scanner zur Erfassung von Zeichenfolgen aufweisen.

    [0036] Eine Variante der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Lumineszenzstoff ein Phosphoreszenzstoff ist. Hierbei lassen sich verschiedene Phosphoreszenzstoffe einsetzen, die nicht notwendigerweise, aber möglicherweise, in der Emissionswellenlänge unterscheiden, sondern (auch) in der Emissionsdauer. Dann kann an Stelle oder zusätzlich zur Messung der Emissionswellenlänge eine Messung des zeitlichen Verlaufes der Emissionsintensität erfolgen, wobei grundsätzlich alle vorstehenden Ausführungen zu Ort und Wellenlänge analog für Ort und Dauer gelten. Eine Bestimmung des zeitlichen Verlaufes der Emissionsintensität erfolgt dabei durch Messung zeitaufgelöster Intensitätsprofile und Erfassung von Emissionsdauer und/oder An-/Abklingzeitkonstanten. Eine Emissionsdauer kann beispielsweise durch die Zeit definiert sein, die zwischen der Messung eines Emissionsmaximums und dem Abklingen der Emission auf einen definierten Bruchteil, beispielsweise 10%, des Emissionsmaximums verstreicht. An-/Abklingzeitkonstanten werden in fachüblicher Weise aus dem zeitlichen Verlauf der Emissionsintensität berechnet.

    [0037] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich Ausführungsformen darstellenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1:
    einen Reisepass mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitsmerkmal,
    Fig. 2:
    Emissionsspektren der beim Gegenstand der Figur 1 eingesetzten Fluoreszenzfarbstoffe,
    Fig. 3:
    eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Auslesung des Sicherheitsmerkmals, und
    Fig. 4:
    eine Variante des Gegenstandes der Figur 3.


    [0038] In der Figur 1 erkennt man zunächst, dass auf der dargestellten Oberfläche 1 des Reisepasses 2 eine im sichtbaren homogen erscheinende Fläche 3 mit einer Grundfarbe angebracht ist. Durch diese Fläche 3 ist ein maschinenlesbares Sicherheitselement gebildet. Durch die gestrichelten Linien ist angedeutet, dass das dem Auge homogen erscheinende Sicherheitselement 3 aus drei verschiedenen Mustereinheiten 4a, 4b, 4c, besteht, wobei jede Mustereinheit 4a, 4b, 4c im Ausführungsbeispiel mit einem unterschiedlichen Fluoreszenzfarbstoff gebildet ist. Die Mustereinheiten 4a, 4b, 4c haben jeweils eine Fläche, die deutlich oberhalb von 100 µm2 liegt; ihre Größe bemisst sich eher im Bereich von 1 mm2 und mehr.

    [0039] Es ist aber auch möglich, dass die Mustereinheiten 4a, 4b, 4c durch Zeichen 6a, 6b, 6c selbst gebildet sind. Hierzu wird ergänzend auf die Figur 1 b verwiesen.

    [0040] In der Figur 2 erkennt man Spektren der für die Mustereinheiten 4a, 4b, 4c verwendeten Fluoreszenzfarbstoffe. Die x-Achse ist die Frequenz und die y-Achse die Intensität. Der in Mustereinheit 4a verwendete Fluoreszenzfarbstoff hat die Emissionswellenlänge 5a, der in Mustereinheit 4b verwendete Fluoreszenzfarbstoff hat die Emissionswellenlänge 5b und der in Mustereinheit 4c verwendete Fluoreszenzfarbstoff hat die Emissionswellenlänge 5c. Grundsätzlich können benachbarte Mustereinheiten 4a, 4b, 4c jedoch auch die gleichen Fluorezenzfarbstoffe enthalten, nämlich wenn gleiche Zeichen hiermit codiert werden sollen, wie später erläutert werden wird. Dabei ist der Emissionswellenlänge 5a das Zeichen "A", der Emissionswellenlänge 5b das Zeichen "B" und der Emissionswellenlänge 5c das Zeichen "C" zugeordnet. Hierdurch ist eine Codierungsmatrix gebildet. Es ergibt sich folglich eine erste Zeichenfolge "ABC", die beispielsweise einen ICAO (International Civil Aviation Organization) Ländercode darstellen kann. Diese erste Zeichenfolge ist mit dem Auge nicht erkennbar, sondern beispielsweise vielmehr nur mit einer der später beschriebenen Vorrichtungen auslesbar.

    [0041] Wiederum der Figur 1 entnimmt man, dass auf dem Sicherheitselement 3 eine zweite Zeichenfolge aus den Zeichen 6a, 6b, 6c, aufgedruckt ist. Diese zweite Zeichenfolge stellt beispielsweise ebenfalls den ICAO Ländercode dar, nur hier mit dem Auge ohne weiteres lesbar.

    [0042] Eine Validierung kann dann dadurch erfolgen, dass beispielsweise mittels einer der folgend beschriebenen Vorrichtungen die erste Zeichenfolge ausgelesen und auf einer Anzeigeeinheit 9 dargestellt wird. Die Kontrollperson vergleicht dann die dargestellte erste Zeichenfolge mit der unmittelbar abgelesenen zweiten Zeichenfolge. Bei Übereinstimmung wird das Dokument als valide angenommen. Bei Nichtübereinstimmung wird das Dokument zumindest vorläufig als nicht valide angenommen und dessen Träger einer gesonderten Überprüfung unterzogen.

    [0043] In der Figur 3 erkennt man eine erfindungsgemäße Vorrichtung. Man erkennt eine Optikgruppe 7, eine hieran angeschlossene Auswerteinheit 8, sowie eine Anzeigeeinheit 9. Die Optikeinheit weist zunächst eine Auflagefläche 10 für den Reisepass 2 auf, wobei zumindest eine nicht näher dargestellt Kante oder Anlagelinie vorgesehen ist, an welche eine vorgegebene Kante des Reisepasses 2 anzulegen ist. Die Optikeinheit 7 weist des weiteren eine Strahlungsquelle 11, beispielsweise eine UV-Lampe, LED oder ein Blitzlicht, auf. Deren Licht wird über eine erste Optik 12, beispielsweise eine erste Linse 12, über einen dichromatischen Spiegel 13, sowie über eine zweite Optik 14, beispielsweise eine zweite Linse 14, auf den Reisepass 2 fokussiert. Auch der Einsatz von Faseroptiken ist möglich. Als Faseroptiken sind Lichtleiter bezeichnet, die auch flexibel sein können. Hierdurch wird das Sicherheitselement 3 zur Fluoreszenz angeregt, wobei die Fluorezenzfarbstoffe der Mustereinheiten 4a, 4b, 4c ihre jeweiligen Emissionswellenlängen 5a, 5b, 5c emittieren. Die Fluoreszenzstrahlung wird über die zweite Optik 14 und durch den dichromatischen Spiegel 13 und eine dritte Optik 15 auf ein dispersives Element 16, beispielsweise eine Gitter, Reflexionsgitter oder Prisma, auf einen Detektor 17 mit räumlicher Auflösung geleitet. Als Detektor 17 kommt eine CCD Kamera oder eine CMOS Kamera in Frage. Im Ausführungsbeispiel sind die Bauteile dabei so ausgeführt, dass eine Beleuchtung und Lichterfassung in Form einer Linie erfolgt, wobei die Linie alle Mustereinheiten 4a, 4b, 4c überstreicht. Die Optiken werden dann vorzugsweise mit Zylinderlinsen ausgeführt. An den Detektor 17 ist die Auswerteinheit 8 angeschlossen, welche die vom Detektor 17 gemessenen Emissionswellenlängen 5a, 5b, 5c mit der räumlichen Zuordnung als Messwertpaare Emissionswellenlänge/Ort erfasst und mit einer gespeicherten Codierungsmatrix vergleicht, in welcher eine Zuordnung gemäß der Figur 2 getroffen ist. Die so bestimmte erste Zeichenfolge wird dann als "ABC" auf der Anzeigeeinheit 9 zur Anzeige gebracht. Eine Bedienperson kann dann die angezeigte erste Zeichenfolge mit der personenlesbaren zweiten Zeichenfolge vergleichen und Identität bzw. Teilidentität oder Nichtübereinstimmung feststellen.

    [0044] Eine Variante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der Figur 4 dargestellt. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die erste Optik 12 und die dritte Optik 15 cofokussiert sind und ein Spiegel 13 und eine zweite Optik 14 entbehrlich sind.

    [0045] Die vorstehenden Varianten der erfindungsgemäßen Vorrichtung können auch dahingehend modifziert sein, dass der Detektor 17 ohne Ortsauflösung arbeitet. Dann können die Optiken 12, 15 anstatt auf eine Linie auf einen Punkt bzw. eine Kreisfläche fokussieren. Die Ortsauflösung wird dann dadurch erhalten, dass Reisepass 2 und Optikgruppe 7 relativ zueinander in definierter Weise bewegt werden (entweder Optikgruppe 7 statisch und Translation des Reisepasses 2, oder Reisepass 2 statisch und Translation der Optikgruppe 7).

    [0046] In den Figuren der Übersichtlichkeit nicht dargestellt ist, dass im Rahmen der Optikgruppe 7 und der Auswerteinheit 8 ein Scanner eingerichtet sein kann, welcher die zweite Zeichenfolge in üblicher Weise ausliest und optional auf der Anzeigeeinheit 9 zur Anzeige bringt.

    [0047] Zusätzlich oder an Stelle der Bestimmung der Emissionswellenlängen 5a, 5b, 5c kann eine Bestimmung des zeitlichen Verlaufes der Emissionsintensität bei Einsatz verschieden lang emittierender Phosphoreszenzstoffe erfolgen, wobei dann das zu den Emissionwellenlängen 5a, 5b, 5c Gesagte analog hierauf übertragbar ist. Eine Bestimmung des zeitlichen Verlaufes der Emissionsintensität erfolgt dabei durch Messung zeitaufgelöster Intensitätsprofile und Erfassung von Emissionsdauer und/oder An-/Abklingzeitkonstanten. Eine Emissionsdauer kann beispielsweise durch die Zeit definiert sein, die zwischen der Messung eines Emissionsmaximums und dem Abklingen der Emission auf einen definierten Bruchteil, beispielsweise 20%, des Emissionsmaximums verstreicht. Abklingzeitkonstanten werden in fachüblicher Weise aus dem zeitlichen verlauf der Emissionsintensität berechnet. Durch Einsatz von Lumineszenzstoffen mit sowohl unterschiedlichen Emissionwellenlängen als auch unterschiedlichen Emissiondauern kann die Unterscheidbarkeit und/oder die Variantionsbreite möglicher Zeichen der ersten Zeichenfolge erhöht werden. Auch kann die unbefugte Nachstellbarkeit hierdurch erschwert werden.


    Ansprüche

    1. Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) mit einem maschinenlesbaren Sicherheitselement (3), welches einen Lumineszenzstoff enthält,
    wobei zumindest zwei unterschiedliche und mit verschiedener Emissionwellenlänge (5a,5b,5c) emittierende Lumineszenzstoffe an verschiedenen Orten der Oberfläche des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes (2) angeordnet sind und ein Lumineszenzstoffmuster bilden,
    wobei jede Emissionswellenlänge (5a,5b,5c) einem Zeichen (A,B,C) zugeordnet ist und wobei jeder Ort einer Zeichenposition zugeordnet ist, wodurch durch Auswahl der verschiedenen Lumineszenzfarbstoffe in Verbindung mit deren Ort eine maschinenlesbare erste Zeichenfolge gebildet ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Lumineszenzstoff aufdruckbar ist und dass das Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) zusätzlich eine maschinen- und/oder personenlesbare zweite Zeichenfolge trägt, welche mit der ersten Zeichenfolge korreliert.
     
    2. Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lumineszenzstoffmuster zumindest zwei Mustereinheiten (4a,4b,4c) umfasst, wobei jede Mustereinheit (4a,4b,4c), vorzugsweise gleichmäßig, mit einem Lumineszenzstoff beschichtet ist oder den Lumineszenzstoff enthält, und wobei eine Mustereinheit (4a,4b,4c) eine Fläche von zumindest 100 µm2, vorzugsweise von zumindest 10.000 µm2, aufweist.
     
    3. Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lumineszenzstoffe Fluoreszenzstoffe oder Phosphoreszenzstoffe sind.
     
    4. Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) nach einem der Ansprüch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene Emissionswellenlängen (5a,5b,5c) verschiedener Lumineszenzstoffe verschiedenen Buchstaben oder zahlen zugeordnet sind.
     
    5. Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Lumineszenzstoffe im sichtbaren Wellenlängenbereich im wesentlichen gleiche oder ähnliche Emissions- und/oder Absorptionseigenschaften aufweisen.
     
    6. Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Zeichenfolge identisch oder teilidentisch mit der ersten Zeichenfolge ist.
     
    7. Verfahren zur Herstellung eines Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensstufen:

    a1) es wird eine Codierungsmatrix erstellt, wobei verschiedenen Emissionswellenlängen (5a,5b,5c) verschiedener Lumineszenzstoffe verschiedenen Zeichen (A,B,C) zugeordnet werden und wobei verschiedenen Orten auf der Oberfläche des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes (2) verschiedene Zeichenpositionen zugeordnet werden, oder

    a2) es wird eine Codierungsmatrix verwendet, wobei verschiedenen Emissionswellenlängen (5a,5b,5c) verschiedener Lumineszenzstoffe verschiedenen Zeichen (A,B,C) zugeordnet sind und wobei verschiedenen Orten auf der Oberfläche des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes (2) verschiedene Zeichenpositionen zugeordnet sind,

    b) einem Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) wird eine erste Zeichenfolge zugeordnet,

    c) die Zeichenfolge gemäß Stufe b) wird mit Hilfe der Matrix aus Stufe a) in ein Lumineszenzstoffmuster transformiert,

    d) Das Lumineszenzstoffmuster gemäß Stufe c) wird auf dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) gemäß Stufe b) aufgedruckt.


     
    8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Lumineszenzstoffmuster auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) oder auf ein Substrat des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes (2) aufgedruckt wird.
     
    9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, wobei vor nach oder zugleich mit dem Anbringen des Lumineszenzstoffmusters zusätzlich eine maschinen- und/oder personenlesbare zweite zeichenfolge angebracht wird, welche mit der ersten Zeichenfolge korreliert.
     
    10. Verfahren zur Auslesung einer maschinenlesbaren ersten Zeichenfolge aus einem Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) nach einem der Ansprüche 1. bis 6, gekennzeichnet durch die folgenden Varfahrenstufen:

    a) die Lumineszenzstoffe werden zur Emission angeregt,

    b) die emittierte Strahlung der Lumineszenzstoffe wird sowohl wellenlängenselektiv als auch ortsaufgelöst, bezogen auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2), gemessen, wobei Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort erzeugt werden,

    c) die in Stufe b) erhaltenen Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort werden mit einer Codierungsmatrix verglichen, in welcher verschiedenen Emissionswellenlängen (5a,5b,5c) verschiedenen Zeichen (A,B,C) zugeordnet sind und in welcher verschiedenen Orten verschiedene Zeichenpositionen zugeordnet sind, wobei die erste Zeichenfolge erzeugt wird, für welche das Lumineszenzstoffmuster codiert,

    d) die in Stufe c) erhaltene erste Zeichenfolge wird auf Anzeigemitteln (9) zur Anzeige gebracht.


     
    11. Verfahren zur Prüfung der Validität eines Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensstufen:

    a) die Lumineszenzstoffe werden zur Emission angeregt,

    b) die emittierte Strahlung der Lumineszenzstoffe wird sowohl wellenlängenselektiv als auch ortsaufgelöst, bezogen auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2), gemessen, wobei Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort erzeugt werden,

    c) die in Stufe b) erhaltenen Messwertpaare Emissionwellenlänge/Ort werden mit einer Codierungsmatrix verglichen, in welcher verschiedenen Emissionswellenlängen (5a, 5b, 5c) verschiedenen Zeichen (A,B,C) zugeordnet sind und in welcher verschiedenen Orten verschiedene Zeichenpositionen zugeordnet sind, wobei eine Zeichenfolge erzeugt wird, für welche das Lumineszenzstoffmuster codiert,

    d1) die Zeichenfolge wird für sich auf Validität geprüft, oder

    d2) die Zeichenfolge wird auf valide Korrelation mit anderen Zeichenfolgen auf demselben Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2) geprüft, und

    e) das Wert- und/oder Sicherheitsdokument wird nach Maßgabe des Vergleiches einer der Stufen d1) oder d2) als valide oder invalide qualifiziert.


     
    12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, wobei in der Stufe b) eine Vorrichtung verwendet wird, welche die folgenden Komponenten aufweist:

    eine Auflagefläche (10) für das Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2),

    eine Strahlungsquelle (11), deren Strahlung zur Anregung der Lumineszenz der Lumineszenzstoffe funktional und in Richtung auf die Auflagefläche (11) gerichtet ist,

    Mittel (7) zur ortsaufgelösten, bezogen auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument (2), und wellenlängenselektiven Messung von Strahlung, wobei die Mittel den Bereich der Auflagefläche (11) oder einen Teilbereich derselben erfassen,

    Auswertemittel (8), welche an die Mittel (7) zur orts- und wellenlängenselektiven Messung von Strahlung angeschlossen sind und eine Auswerteeinheit (8) sowie eine hiermit verbunden Speichereinheit aufweisen, wobei in der Speichereinheit die Codierungsmatrix gespeichert ist, und

    Anzeigemittel (9) für die gemessene Zeichenfolge oder für die Validität/Invalidität der gemessenen Zeichenfolge.


     
    13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Vorrichtung zusätzlich einen Scanner zur Erfassung von Zeichenfolgen aufweist.
     


    Claims

    1. A value and/or security document (2) comprising a machine-readable security element (3) containing a luminescent substance,
    at least two different luminescent substances emitting at different emission wavelengths (5a, 5b, 5c) being arranged at different locations on the surface of the value and/or security document (2) and forming a luminescent substance pattern,
    a character (A, B, C) being assigned to each emission wavelength (5a, 5b, 5c), and a character position being assigned to each location, thus by selection of the different luminescent dyes in combination with their locations, a machine-readable first character sequence being formed,
    characterized in
    that the luminescent substance can be printed, and that the value and/or security document (2) additionally carries a machine- and/or person-readable second character sequence, which correlates with the first character sequence.
     
    2. The value and/or security document (2) according to claim 1, characterized in that the luminescent substance pattern comprises at least two pattern units (4a, 4b, 4c), each pattern unit (4a, 4b, 4c) preferably being uniformly coated with a luminescent substance or containing the luminescent substance, and a pattern unit (4a, 4b, 4c) having an area of at least 100 µm2 preferably of at least 10,000 µm2.
     
    3. The value and/or security document (2) according to claim 1 or 2, characterized in that the luminescent substances are fluorescent or phosphorescent substances.
     
    4. The value and/or security document (2) according to one of claims 1 to 3, characterized in that different letters or numbers are assigned to different emission wavelengths (5a, 5b, 5c) of different luminescent substances.
     
    5. The value and/or security document (2) according to one of claims 1 to 4, characterized in that the different luminescent substances have substantially identical or similar emission and/or absorption properties in the visible wavelength range.
     
    6. The value and/or security document (2) according to claim 1, characterized in that the second character sequence is identical or partially identical to the first character sequence.
     
    7. A method for producing a value and/or security document (2) according to one of claims 1 to 6, characterized by the following steps:

    a1) an encoding matrix is created, with different characters (A, B, C) being assigned to different emission wavelengths (5a, 5b, 5c) of different luminescent substances, and different character positions being assigned to different locations on the surface of the value and/or security document (2), or

    a2) an encoding matrix is used, with different characters (A, B, C) having been assigned to different emission wavelengths (5a, 5b, 5c) of different luminescent substances, and different character positions having been assigned to different locations on the surface of the value and/or security document (2),

    b) a first character sequence is assigned to a value and/or security document (2),

    c) the character sequence of step b) is transformed by means of the matrix of step a) into a luminescent substance pattern,

    d) the luminescent substance pattern of step c) is printed onto the value and/or security document (2) of step b).


     
    8. The method according to claim 7, characterized in that the luminescent substance pattern is printed onto the value and/or security document (2) or a substrate of the value and/or security document (2).
     
    9. The method according to claim 7 or 8, wherein before, after or simultaneously with the application of the luminescent substance pattern, in addition a machine- and/or person-readable second character sequence is applied, which correlates with the first character sequence.
     
    10. A method of reading a machine-readable first character sequence from a value and/or security document (2) according to one of claims 1 to 6, characterized by the following steps:

    a) the luminescent substances are excited to emission,

    b) the emitted radiation of the luminescent substances is measured in both a wavelength-selective and spatially resolved manner, referred to the value and/or security document (2), whereby measurement pairs emission wavelength/location are produced,

    c) the measurement pairs emission wavelength/location obtained in step b) are compared to an encoding matrix, in which different characters (A, B, C) are assigned to different emission wavelengths (5a, 5b, 5c), and in which different character positions are assigned to different locations, the first character sequence being generated, for which the luminescent substance pattern encodes,

    d) the first character sequence obtained in step c) is indicated on display means (9).


     
    11. A method for testing the validity of a value and/or security document (2) according to one of claims 1 to 6, characterized by the following steps:

    a) the luminescent substances are excited to emission,

    b) the emitted radiation of the luminescent substances is measured in both a wavelength-selective and spatially resolved manner, referred to the value and/or security document (2), whereby measurement pairs emission wavelength/location are produced,

    c) the measurement pairs emission wavelength/location obtained in step b) are compared to an encoding matrix, in which different characters (A, B, C) are assigned to different emission wavelengths (5a, 5b, 5c), and in which different character positions are assigned to different locations, a character sequence being generated, for which the luminescent substance pattern encodes,

    d1) the character sequence itself is checked for validity, or

    d2) the character sequence is checked for valid correlation with other character sequences on the same value and/or security document (2), and

    e) the value and/or security document is qualified in accordance with the comparison of one of steps d1) or d2) as being valid or invalid.


     
    12. The method according to claim 10 or 11, wherein in step b) a device having the following components is used:

    a support surface (10) for the value and/or security document (2),

    a radiation source (11), the radiation of which is capable of exciting the luminescence of the luminescent substances and is directed in the direction toward the support surface (11),

    means (7) for the spatially resolved, referred to the value and/or security document (2), and wavelength-selective measurement of radiation, the means monitoring the area of the support surface (11) or a part thereof,

    evaluating means (8) coupled to the means (7) for the spatially-resolved and wavelength-selective measurement of radiation, and comprising an evaluating unit (8) and a memory unit connected thereto, in the memory unit the encoding matrix being stored, and

    display means (9) for the measured character sequence or for the validity/invalidity of the measured character sequence.


     
    13. The method according to claim 12, wherein the device additionally comprises a scanner for detecting character sequences.
     


    Revendications

    1. Document de valeur et/ou de sécurité (2) comprenant un élément de sécurité (3) contenant une substance luminescente,
    au moins deux différent substances luminescentes émettant à des longueurs d'ondes d'émission (5a, 5b, 5c) différentes étant arrangées à des emplacements différents de la surface du document de valeur et/ou de sécurité (2) et formant un motif de substance luminescente,
    un caractère (A, B, C) étant associé à chaque longueur d'ondes d'émission (5a, 5b, 5c), et une position de caractère étant associée à chaque emplacement, donc par sélection des colorants luminescents différents en combinaison avec leurs emplacements, une première séquence de caractères lisible par machine étant formée,
    caractérisé en ce
    que la substance luminescente peut être imprimée, et que le document de valeur et/ou de sécurité (2) en addition porte une deuxième séquence de caractères lisible par machine et/ou personne, qui est en corrélation avec la première séquence de caractères.
     
    2. Document de valeur et/ou de sécurité (2) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le motif de substance luminescente comprend au moins deux unités de motif (4a, 4b, 4c), dans lequel chaque unité de motif (4a, 4b, 4c) de préférence est revêtue uniformément d'une substance luminescente ou contient la substance luminescente, et dans lequel une unité de motif (4a, 4b, 4c) a une superficie d'au moins 100 µm2, de préférence d'au moins 10.000 µm2.
     
    3. Document de valeur et/ou de sécurité (2) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les substances luminescentes sont des substances fluorescentes ou phosphorescentes.
     
    4. Document de valeur et/ou de sécurité (2) selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que des lettres ou nombres différents sont associés à des longueurs d'ondes d'émission (5a, 5b, 5c) différentes de substances luminescentes différentes.
     
    5. Document de valeur et/ou de sécurité (2) selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les substances luminescentes différentes ont des propriétés d'émission et/ou d'absorption essentiellement identiques ou similaires dans la plage visible des longueurs d'onde.
     
    6. Document de valeur et/ou de sécurité (2) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la deuxième séquence de caractères est identique ou partiellement identique à la première séquence de caractères.
     
    7. Procédé de production d'un document de valeur et/ou de sécurité (2) selon une des revendications 1 à 6, caractérisé par les étapes suivantes:

    a1) une matrice de codage est créée, avec des caractères (A, B, C) différents étant associés à des longueurs d'ondes d'émission (5a, 5b, 5c) différentes de substances luminescentes différentes, et des positions de caractères différentes étant associées à des emplacements différents sur la surface du document de valeur et/ou de sécurité (2), ou

    a2) une matrice de codage est utilisée, avec des caractères (A, B, C) différents ayant été étant associés à des longueurs d'ondes d'émission (5a, 5b, 5c) différentes de substances luminescentes différentes, et des positions de caractères différentes ayant été associées à des emplacements différents sur la surface du document de valeur et/ou de sécurité (2),

    b) une première séquence de caractères est associée à un document de valeur et/ou de sécurité (2),

    c) la séquence de caractères de l'étape b) est transformée au moyen de la matrice de l'étape a) en un motif de substance luminescente,

    d) le motif de substance luminescente de l'étape c) est imprimé sur le document de valeur et/ou de sécurité (2) de l'étape b).


     
    8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le motif de substance luminescente est imprimé sur le document de valeur et/ou de sécurité (2) ou sur un substrat du document de valeur et/ou de sécurité (2).
     
    9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, dans lequel avant, après ou en même temps avec l'application du motif de substance luminescente, en addition une deuxième séquence de caractères lisible par machine et/ou personne est appliquée, qui est en corrélation avec la première séquence de caractères.
     
    10. Procédé de lecture d'une première séquence de caractères lisible par machine à partir d'un document de valeur et/ou de sécurité (2) selon une des revendications 1 à 6, caractérisé par les étapes suivantes:

    a) les substances luminescentes sont excitées à l'émission,

    b) le rayonnement émis des substances luminescentes est mesuré d'une manière sélective de la longueur d'ondes aussi bien que résolue spatialement, par rapport au document de valeur et/ou de sécurité (2), par cela des paires de valeurs mesurées de longueur d'ondes d'émission/emplacement sont générées,

    c) les paires de valeurs mesurées de longueur d'ondes d'émission/emplacement obtenues dans l'étape b) sont comparées à une matrice de codage, dans laquelle des caractères (A, B, C) différents sont associés à des longueurs d'ondes d'émission (5a, 5b, 5c) différentes, et dans laquelle des positions de caractères différentes sont associées à des emplacements différents, la première séquence de caractères étant générée, pour laquelle le motif de substance luminescente code,

    d) la première séquence de caractères obtenue dans l'étape c) est indiquée sur des moyens d'affichage (9).


     
    11. Procédé d'examen de la validité d'un document de valeur et/ou de sécurité (2) selon une des revendications 1 à 6, caractérisé par les étapes suivantes:

    a) les substances luminescentes sont excitées à l'émission,

    b) le rayonnement émis des substances luminescentes est mesuré d'une manière sélective de la longueur d'ondes aussi bien que résolue spatialement, par rapport au document de valeur et/ou de sécurité (2), par cela des paires de valeurs mesurées de longueur d'ondes d'émission/emplacement sont générées,

    c) les paires de valeurs mesurées de longueur d'ondes d'émission/emplacement obtenues dans l'étape b) sont comparées à une matrice de codage, dans laquelle des caractères (A, B, C) différents sont associés à des longueurs d'ondes d'émission (5a, 5b, 5c) différentes, et dans laquelle des positions de caractères différentes sont associées à des emplacements différents, par cela une séquence de caractères étant générée, pour laquelle le motif de substance luminescente code,

    d1) la séquence de caractères elle-même est testée en ce qui concerne la validité, ou

    d2) la séquence de caractères est testée en ce qui concerne la corrélation valide avec d'autres séquences de caractères sur le même document de valeur et/ou de sécurité (2), et

    e) le document de valeur et/ou de sécurité est qualifié conformément avec la comparaison d'une des étapes d1) ou d2) comme valide ou invalide.


     
    12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, dans lequel dans l'étape b) un dispositif comprenant les composants suivants est utilisé:

    une surface d'appui (10) pour le document de valeur et/ou de sécurité (2),

    une source de rayonnement (11), le rayonnement de laquelle est capable d'exciter la luminescence des substances luminescentes et est dirigée dans la direction vers la surface d'appui (11),

    des moyens (7) pour le mesurage de rayonnement résolu spatialement, par rapport au document de valeur et/ou de sécurité (2), et sélectif des longueurs d'ondes, les moyens surveillant le domaine de la surface d'appui (11) ou d'une part de celle-ci,

    des moyens d'évaluation (8) liés aux moyens (7) pour le mesurage de rayonnement résolu spatialement et

    sélectif des longueurs d'ondes, et comprenant une unité d'évaluation (8) et une unité de mémoire liée à celle-ci, dans l'unité de mémoire la matrice de codage étant stockée, et

    des moyens d'affichage (9) pour la séquence de caractères mesurée ou pour la validité/invalidité de la séquence de caractères mesurée.


     
    13. Procédé selon la revendication 12, dans lequel le dispositif en addition comprend un scanner pour détecter des séquences de caractères.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente




    In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur