| (19) |
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(11) |
EP 2 004 420 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.08.2014 Patentblatt 2014/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.03.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/002406 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/115648 (18.10.2007 Gazette 2007/42) |
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| (54) |
SICHERHEITSELEMENT UND VERFAHREN ZU SEINER HERSTELLUNG
SECURITY ELEMENT AND METHOD FOR ITS PRODUCTION
ÉLÉMENT DE SÉCURITÉ ET SON PROCÉDÉ DE FABRICATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
31.03.2006 DE 102006015023
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.12.2008 Patentblatt 2008/52 |
| (73) |
Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH |
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81677 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HOFFMÜLLER, Winfried
83646 Bad Tölz (DE)
- BURCHARD, Theodor
83703 Gmund (DE)
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| (74) |
Vertreter: Zeuner Summerer Stütz |
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Nußbaumstrasse 8 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 079 245 WO-A-2005/063495 WO-A-2006/007742 US-A- 5 781 316
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EP-A- 1 203 968 WO-A-2005/108108 DE-A- 10 318 157
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente
und dergleichen mit einer Beugungsstruktur, die eine geprägte Reliefstruktur und eine
die Sichtbarkeit des Beugungseffekts der geprägten Reliefstruktur erhöhende Deckschicht
aufweist. Die Erfindung betrifft auch ein Sicherheitspapier und ein Wertdokument mit
einem solchen Sicherheitselement sowie ein Verfahren zur Herstellung derartiger Sicherheitselemente.
[0002] Hologramme, holographische Gitterbilder und andere hologrammähnliche Beugungsstrukturen
werden vielfach zur Echtheitsabsicherung von Kreditkarten, Wertdokumenten, Produktverpackungen
und dergleichen eingesetzt. Solche beugungsoptische Strukturen für Sicherheitselemente
sind beispielsweise in der Druckschrift
EP 0 330 733 A1 beschrieben.
[0003] Seit einigen letzten Jahren werden Hologramme und hologrammartige Beugungsstrukturen
allerdings in zunehmendem Maße nicht nur als Sicherheitsmerkmale, sondern auch rein
dekorativ in sicherheitstechnisch unkritischen Anwendungen eingesetzt, so dass die
Aufmerksamkeit der Betrachter für als Sicherheitsmerkmale verwendete Hologramme nachlässt.
Der charakteristische visuelle Effekt wird von den Betrachtern vielfach nicht mehr
als Sicherheitsmerkmal, sondern lediglich als Designvariante wahrgenommen. Über den
holographischen Effekt hinaus weisen herkömmliche Prägehologramme keine besondere
Fälschungssicherheit auf.
[0004] Die Druckschrift
WO 2005/063495 A1 betrifft ein Unterscheidungsmedium, das frei bedruckbar und nicht einfach fälschbar
ist, dessen Authentizität durch eine spezifische Erscheinung leicht unterschieden
werden kann und das kostengünstig hergestellt werden kann. In dem Unterscheidungsmedium
sind eine cholesterische Flüssigkristallschicht, ein mehrschichtiger Film und eine
brechbare Druckaufzeichnungsschicht laminiert. Der mehrschichtige Film weist mehrere
lichtdurchlässige Filme auf, die laminiert sind und einen unterschiedlichen Brechungsindex
aufweisen. Das Unterscheidungsmedium zeigt eine spezifische Erscheinung wie einen
Buchstaben, ein Symbol, ein Muster oder eine Figur, die durch Drucken mit einem Thermodrucker
oder dergleichen gebildet ist und die abhängig vom Betrachtungswinkel die Farbe wechselt.
[0005] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Sicherheitselement
anzugeben, das die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und das insbesondere
eine hohe Fälschungssicherheit aufweist. Darüber hinaus soll ein Verfahren zum Herstellen
eines derartigen Sicherheitselements angegeben werden.
[0006] Diese Aufgabe wird durch das Sicherheitselement und das Herstellungsverfahren mit
den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Gemäß der Erfindung ist bei einem gattungsgemäßen Sicherheitselement vorgesehen,
dass die Reliefstruktur auf Basis eines cholesterischen flüssigkristallinen Materials
gebildet ist und dass die Deckschicht eine reflektierende und/oder eine hochbrechende
Schicht enthält. Durch diese Gestaltung wird ein deutlich hervortretender holographischer
Effekt mit einem auffälligen und gut sichtbaren Farbkippeffekt kombiniert.
[0008] In einer vorteilhaften Erfindungsvariante ist die Reliefstruktur aus einem cholesterischen
flüssigkristallinen Polymermaterial gebildet. Die Schichtdicke der geprägten Reliefstruktur
beträgt bei dieser Variante bevorzugt zwischen etwa 1,5 nm und etwa 4 µm.
[0009] Nach einer anderen, ebenfalls vorteilhaften Erfindungsvariante liegt das flüssigkristalline
Material der Reliefstruktur in Form von Pigmenten vor, die in eine Bindemittelmatrix
eingebettet sind. Das Bindemittel weist dabei zweckmäßig thermoplastische Eigenschaften
auf. Bei dieser Gestaltung kann die Abmessung der Pigmente, sofern sie ausreichend
transparent sind, die Modulationshöhe der Reliefstruktur deutlich übersteigen, da
der Beugungseffekt durch die Zusammenwirkung des geprägten Bindemittels mit der reflektierenden
oder hochbrechenden Deckschicht entsteht. In dieser Variante liegen die bevorzugten
Schichtdicken daher bei größeren Werten im Bereich von etwa 3 µm bis etwa 10 µm.
[0010] Aus Gründen der Strukturstabilität ist bevorzugt, dass das flüssigkristalline Material
in vernetzter Form vorliegt. Dies kann beispielsweise durch die Verwendung eines UV-vernetzenden
Flüssigkristallsystems erreicht werden, wie weiter unten genauer beschrieben. Solche
Flüssigkristallsysteme können mit Vorteil durch Kombination eines nematischen Flüssigkristallsystems
mit einem Verdriller ausgebildet sein. Beispiele für geeignete UV-vemetzende Flüssigkristallsysteme
sind radikalisch härtende Flüssigkristallsysteme, bei denen die UV-Vernetzbarkeit
über reaktive Doppelbindungen, wie etwa Acrylatgruppen, erreicht wird. Zweckmäßig
ist das Gesamtsystem dabei so formuliert, dass Anhaftungen am Prägewerkzeug vermieden
werden.
[0011] Im Fall, dass das flüssigkristalline Material in Form eingebetteter Pigmente in einer
Bindemittelmatrix vorliegt, ist vor allem die Wahl des Bindemittels entscheidend für
die Strukturstabilität einer Prägung. Wie erwähnt, ist das Bindemittel dazu vorzugsweise
thermoplastisch. Beispielsweise kommt als thermoplastisches Bindemittel PMMA in Betracht.
Dieses kann mit Vorteil in einem Lösungsmittel gelöst und nach Einbringen der Pigmente
aus flüssigkristallinem Material verdruckt, physikalisch getrocknet und anschließend
geprägt werden. Alternativ kann auch ein UV-vernetzendes System als Bindemittel eingesetzt
werden. Beispiele für geeignete UV-vernetzende Systeme sind Polyesteracrylate, Polyurethanacrylate,
Polyetheracrylate und Epoxidacrylate in Verbindung mit einem geeigneten Reaktivverdünner.
Auch bei dieser Variante sind die Flüssigkristallpigmente vorzugsweise durch vernetzte
Flüssigkristalle gebildet, die temperaturstabil sind.
[0012] In einer vorteilhaften Ausgestaltung enthält die Deckschicht eine zumindest bereichsweise
vorliegende, reflektierende Metallschicht, die Aussparungen in Form von Mustern, Zeichen
oder Codierungen aufweisen kann. In der Deckschicht ist mit Vorteil über der reflektierenden
Schicht eine hochbrechende Schicht angeordnet. Sowohl in Fällen, in denen die hochbrechende
Schicht mit einer reflektierenden Schicht kombiniert ist, als auch in Fällen, in denen
die Deckschicht nur eine hochbrechende Schicht enthält, kann diese beispielsweise
aus ZnS oder TiO
2 gebildet sein.
[0013] Das flüssigkristalline Material der Reliefstruktur ist bevorzugt auf einer für die
Ausrichtung von Flüssigkristallen ausgelegten Trägerfolie aufgebracht. Alternativ
kann die Trägerfolie auch mit einer Ausrichtungs- bzw. Alignmentschicht für die Ausrichtung
von Flüssigkristallen versehen sein. Beispielsweise kann mit Vorteil eine glatte PET-Folie
guter Oberflächenqualität als Trägerfolie eingesetzt werden. Die Trägerfolie kann
auch mehrere Teilschichten umfassen, beispielsweise eine oben genannte Alignmentschicht.
Als Alignmentschicht kommt beispielsweise eine Schicht aus einem linearen Photopolymer,
eine fein strukturierte Schicht oder eine durch Ausübung von Scherkräften ausgerichtete
Schicht infrage. Eine geeignete fein strukturierte Schicht kann beispielsweise durch
Prägen, Ätzen oder Einritzen hergestellt werden.
[0014] Zur weiteren Erhöhung der Brillanz der Farbeffekte kann das Sicherheitselement einen
absorbierenden Hintergrundbereich für die Betrachtung des Beugungseffekts und des
Farbkippeffekts enthalten. Der Hintergrundbereich ist insbesondere durch eine dunkle,
beispielsweise schwarze Druckschicht gebildet und kann auch weitere Sicherheitsmerkmale,
wie etwa magnetische oder elektrisch leitfähige Merkmalsstoffe, enthalten.
[0015] Zur Verstärkung des Farbkippeffekts oder zur Erzeugung weiterer Effekte, wie z. B.
Polarisationseffekte, kann das Sicherheitselement auch eine oder mehrere weitere Schichten
aus flüssigkristallinem Material enthalten.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung bilden die Beugungsstrukturen eine Mattstruktur
und damit ein mattes, vorzugsweise silbrig mattes Erscheinungsbild. Die Reliefstrukturen
der Beugungsstrukturen enthalten hierbei ein elektromagnetische Strahlung beeinflussendes
Gittermuster, das durch die Parameter Orientierung, Krümmung, Beabstandung und Profilierung
charakterisiert ist und für das zumindest einer dieser Parameter über der Fläche des
Gitterbereiches zufällig variiert, d.h. einer statistischen Verteilung unterliegt.
[0017] Das beschriebene Sicherheitselement kann insbesondere ein Sicherheitsstreifen, ein
Sicherheitsfaden, ein Etikett oder ein Transferelement zum Aufbringen auf ein Sicherheitspapier,
Wertdokument und dergleichen sein.
[0018] Die Erfindung umfasst auch ein Sicherheitspapier für die Herstellung von Sicherheitsdokumenten,
wie Banknoten, Ausweiskarten oder dergleichen, das mit einem oben beschriebenen Sicherheitselement
ausgestattet ist, sowie ein mit einem oben beschriebenen Sicherheitselement ausgestattetes
Wertdokument, wie etwa eine Banknote.
[0019] Die Erfindung enthält ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements
der beschriebenen Art, bei dem
- a) auf eine Trägerfolie eine Schicht auf Basis eines cholesterischen flüssigkristallinen
Materials aufgebracht wird,
- b) die aufgebrachte Schicht zu einer Reliefstruktur einer gewünschten Beugungsstruktur
geprägt wird, und
- c) die geprägte Schicht mit einer sichtbarkeitserhöhenden Deckschicht versehen wird,
die eine reflektierende und/ oder eine hochbrechende Schicht enthält.
[0020] Bei einer bevorzugten Verfahrensführung wird in Schritt a) die Schicht auf Basis
des cholesterischen flüssigkristallinen Materials aufgedruckt, wobei das Druckverfahren
nach den Anforderungen des verwendeten Lacksystems ausgewählt wird.
[0021] Vor der Prägung in Schritt b) kann die in Schritt a) aufgebrachte Schicht in der
weiter unten genauer beschriebenen Weise vorgehärtet werden.
[0022] Insbesondere, wenn keine Vorhärtung erfolgt, wird die aufgebrachte Schicht bei der
Prägung in Schritt b) zweckmäßig zumindest soweit strahlungsgehärtet, dass die geprägten
Strukturen bei den nachfolgenden Verfahrensschritten nicht verfließen. Die Härtung
während der Prägung erfolgt dabei insbesondere durch Beaufschlagen der aufgebrachten
Schicht mit UV-Strahlung oder Elektronenstrahlung. Diese Beaufschlagung kann durch
die Trägerfolie hindurch, oder auch durch das Prägewerkzeug hindurch erfolgen.
[0023] Vor dem Aufbringen der Deckschicht in Schritt c) wird die geprägte Schicht mit Vorteil
ausgehärtet, insbesondere durch Beaufschlagung mit UV-Strahlung oder Elektronenstrahlung.
Bei einer vorgehärteten Schicht bildet dieser Schritt die Haupthärtung, wie weiter
unten genauer beschrieben.
[0024] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung wird die geprägte Schicht in Schritt c) zunächst
zumindest bereichsweise mit einer reflektierenden Metallschicht versehen. Die Metallschicht
kann in diesem Schritt auch mit Aussparungen in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen
erzeugt werden, wozu beispielsweise das aus der Druckschrift
WO 99/23257 A1 bekannte Waschverfahren eingesetzt werden kann.
[0025] Alternativ oder zusätzlich zur reflektierenden Metallschicht wird in Schritt c) mit
Vorteil eine hochbrechende Schicht aufgebracht. Insbesondere wird die hochbrechende
Schicht durch ein Vakuumdampfverfahren aufgedampft.
[0026] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert. Zur besseren Anschaulichkeit wird in den Figuren auf eine maßstabs-
und proportionsgetreue Darstellung verzichtet.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem eingebetteten Sicherheitsfaden
und einem aufgeklebten Transferelement,
- Fig. 2
- schematisch den Schichtaufbau eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements im Querschnitt,
und
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Transferelement vor dem Aufbringen auf
ein Zielsubstrat, und
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch ein Transferelement nach einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung nach dem Aufbringen auf ein Zielsubstrat.
[0028] Die Erfindung wird nun am Beispiel einer Banknote erläutert. Fig.1 zeigt dazu eine
schematische Darstellung einer Banknote 10, die mit zwei Sicherheitselementen 12 und
16 nach Ausführungsbeispielen der Erfindung versehen ist. Das erste Sicherheitselement
stellt einen Sicherheitsfaden 12 dar, der an bestimmten Fensterbereichen 14 an der
Oberfläche der Banknote 10 hervortritt, während er in den dazwischen liegenden Bereichen
im Inneren der Banknote 10 eingebettet ist. Das zweite Sicherheitselement ist durch
ein aufgeklebtes Transferelement 16 beliebiger Form gebildet.
[0029] Bei beiden Sicherheitselernenten ist ein auffälliger Farbkippeffekt mit einem deutlich
sichtbaren Hologrammeffekt kombiniert. Um diese besonders fälschungssichere Effektkombination
zu verwirklichen, werden die Sicherheitselemente 12 bzw. 16 in der mit Bezug auf die
Fig. 2 bis 4 näher erläuterten Weise hergestellt.
[0030] Fig. 2 zeigt schematisch den Schichtaufbau eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements
20 im Querschnitt, wobei nur die für die Erläuterung des Funktionsprinzips erforderlichen
Elemente des Schichtaufbaus dargestellt sind.
[0031] Zur Herstellung des Sicherheitselements 20 wird zunächst eine Lackschicht 24 aus
einem cholesterischen Flüssigkristallmaterial, das den gewünschten Farbkippeffekt
zeigt, auf eine Kunststoff-Trägerfolie 22 aufgedruckt. Als Druckverfahren können alle
dem Fachmann bekannten und auf die Erfordernisse des verwendeten Lacksystems abgestimmten
Verfahren eingesetzt werden.
[0032] Die Ausrichtung des flüssigkristallinen Materials erfolgt vorzugsweise direkt über
die Trägerfolie. Es können jedoch auch Alignmentschichten auf der Trägerfolie vorgesehen
sein, die die Flüssigkristalle etwa durch die Ausübung von Scherkräften oder auf elektrostatischem
Weg ausrichten.
[0033] Wird ein UV-vernetzbares Lacksystem verwendet, kann die Flüssigkristall-Lackschicht
24 zunächst vorgehärtet werden. Dazu kann der Lack beispielsweise zwei Photoinitiatoren
enthalten, die bei unterschiedlichen UV-Wellenlängen aktivierbar sind. Auch kann der
erste Photoinitiator UVaktivierbar sein, während der zweite Photoinitiator durch Elektronenbestrahlung
aktiviert wird. Bei beiden Gestaltungen dient der erste Photoinitiator der Vorhärtung,
die beispielsweise bis zum Gelpunkt des Lacks durchgeführt werden kann.
[0034] Anschließend wird das gewünschte Reliefmuster 26 in die vorgehärtete oder nicht vorgehärtete
Lackschicht 24 geprägt. Ist die Lackschicht nicht vorgehärtet, wird sie während der
Prägung entweder durch die Trägerfolie 22 oder durch das Prägewerkzeug hindurch mit
Strahlung soweit gehärtet, dass ein Verfließen der Strukturen im Rahmen des Prozesses
ausgeschlossen ist. Die Härtung kann dabei durch UV-Strahlung oder mittels Elektronenstrahl
erfolgen.
[0035] Im Fall der UV-Härtung während der Prägung kann das Prägewerkzeug aus einem UV-transparentem
Material, wie etwa Quarz oder einem geeigneten Polymer, bestehen, um die Beaufschlagung
der Lackschicht durch das Prägewerkzeug hindurch zu ermöglichen. Wird eine transparente
Kunststofffolie als Trägerfolie verwendet, kann die UV-Härtung auch durch die Folie
hindurch erfolgen. Beispielsweise sind PET-Folien, vom sichtbaren Spektralbereich
ausgehend, bis herab zu etwa 310 nm transparent. Zur Härtung durch die Trägerfolie
hindurch können daher handelsübliche UV-Quellen eingesetzt werden.
[0036] Nach der Lösung aus dem Prägewerkzeug wird die Lackschicht 24 ausgehärtet, um Tackfreiheit
und mechanische Stabilität sicherzustellen. "Tack-frei" bedeutet dabei, dass die Lackschicht
im Wesentlichen klebefrei im Sinne einer im Wesentlichen nicht klebrigen Oberfläche
ist, so dass sich unter einer bestimmten Gewichtsbelastung aufeinander gestapelte,
beschichtete Folienstücke nachfolgend ohne Beschädigung wieder voneinander trennen
lassen. Bei vorgehärteten Lackschichten ist diese zweite Härtung die "Haupthärtung",
die durch Anregung des zweiten Photoinitiators ausgelöst wird. Wie erwähnt, kann die
Aktivierung von erstem und zweitem Photoinitiator durch verschiedene UV-Wellenlängen
erfolgen, oder auch durch UV-Strahlung (erster Photoinitiator) und Elektronenstrahlung
(zweiter Photoinitiator).
[0037] Als besonders vorteilhaft hat sich die Vernetzung der Flüssigkristallpolymere bei
der Härtung herausgestellt, die der Lackschicht 24 die nachfolgend erforderliche Strukturbeständigkeit
verleiht.
[0038] In einem weiteren Verfahrensschritt wird auf der ausgehärteten Flüssigkristall-Lackschicht
24 eine Metallschicht 28 mit Aussparungen 30 in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen
erzeugt. Beim Sicherheitsdruck sind diese Aussparungen 30 oft in Form einer Negativschrift
gestaltet. Eine derartige Metallschicht mit Negativschrift kann beispielsweise mithilfe
des in der Druckschrift
WO 99/23257 A1 beschriebenen Demetallisierungsverfahrens erzeugt werden. Dazu werden die gewünschten
Muster, Zeichen oder Codierungen auf die ausgehärtete Lackschicht 24 mit einer Druckfarbe
mit hohem Pigmentanteil gedruckt. Aufgrund des hohen Pigmentanteils bildet die Druckfarbe
nach dem Trocknen einen porigen, erhabenen Farbauftrag. Die bedruckte Lackschicht
wird dann mit einer dünnen Metallschicht versehen, die im Bereich des Farbauftrags
den Farbkörper wegen seiner großen Oberfläche und der porösen Struktur nur teilweise
abdeckt. Der Farbauftrag und die darüber liegende Metallschicht können dann durch
Auswaschen mit einem geeigneten Lösungsmittel entfernt werden, so dass in der Metallschicht
in den ursprünglich bedruckten Bereichen Aussparungen 30 erzeugt werden.
[0039] In diesem Herstellungsstadium ist das durch das Reliefmuster 26 gebildete Hologramm
nun deutlich zu erkennen und mit einem schwachen Farbkippeffekt kombiniert, der von
den Flüssigkristallen des cholesterischen Flüssigkristallmaterials herrührt. Um die
Brillanz der beiden optisch variablen Effekte zu erhöhen, wird in einem weiteren Verfahrensschritt
eine hochbrechende ZnS-Schicht 32 vollflächig auf die bisher erhaltene Schichtenfolge
aufgedampft. Durch den großen Unterschied Δn = (n
ZnS - n
LC) der Brechungsindizes von ZnS-Schicht 32, n
ZnS, und Flüssigkristallschicht 24, n
LC, wird sowohl der holographische Effekt in den demetallisierten Bereichen 30 als auch
die Farbwirkung des Farbkippeffekts verstärkt.
[0040] Insbesondere vor einem dunklen, absorbierenden Hintergrund erscheint das Farbwechselspiel
der Flüssigkristalle besonders brillant. Als absorbierender Hintergrund kann ein separater,
hinter das Sicherheitselement gehaltener Gegenstand dienen. Beispielsweise kann an
anderer Stelle der Banknote ein dunkler, insbesondere schwarzer Aufdruck vorgesehen
sein, über den ein in einem Fensterbereich der Banknote vorliegendes Sicherheitselement
durch Biegen der Banknote gelegt werden kann. Alternativ kann der absorbierende Hintergrund
durch einen in das Sicherheitselement selbst integrierten Hintergrundbereich gebildet
sein, wie nunmehr mit Bezug auf die Figuren 3 und 4 beschrieben.
[0041] Bei dem Transferelement 40 der Fig. 3 wurde eine Lackschicht 44 eines cholesterischen
Flüssigkristallmaterials mit einem gewünschten Farbkippeffekt auf eine Trägerfolie
42 aufgedruckt und ein gewünschtes Reliefmuster 46 in die Lackschicht 44 geprägt.
Auf die geprägte Lackschicht 44 wurde anschließend vollflächig eine hochbrechende
ZnS-Schicht 48 aufgedampft und die erhaltene Schichtenfolge mit einer schwarzen Druckfarbe
50 oder einer schwarzen Magnetfarbe beschichtet.
[0042] Beim Einsatz als Sicherheitselement wird die Schichtenfolge 40 über ein Heißsiegelsystem
(Primer/Heißsiegellack) oder einen Kaschierkleber z.B. auf Banknotenpapier oder einen
Sicherheitsfadenaufbau übertragen und die Trägerfolie 42 abgelöst. Auch bei dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 3, bei dem auf eine Metallschicht verzichtet wurde, treten sowohl das im
Reliefmuster 46 enthaltene Hologramm als auch der Farbkippeffekt der Flüssigkristalle
der Lackschicht 44 durch den Brechungsindexsprung zwischen ZnS-Schicht 48 und Flüssigkristall-Lackschicht
44 vor dem dunklen Hintergrund der schwarzen Druckfarbe 50 brillant in Erscheinung.
[0043] Die Prägung kann, muss jedoch nicht mit einer UV-Härtung verbunden sein. UV-härtbare
cholesterische Flüssigkristallmischungen können, wie oben erwähnt, auch geeignet vorgehärtet
werden, so dass eine Heißprägung zwar noch möglich, ein Verlaufen der gebildeten Struktur
jedoch ausgeschlossen ist. Die UV-härtbaren cholesterischen Flüssigkristallmischungen
können auch aus einem Lösungsmittel, insbesondere Ether, Ketone oder Aromaten, aufgedruckt
und nach einer thermischen Lösungsmitteltrocknung durch Strahlung (UV oder Elektronenstrahl)
vernetzt werden.
[0044] Mit Bezug auf Fig. 4 können anstelle von Lackschichten aus Flüssigkristallpolymeren
auch Effektlacke 62 verwendet werden, bei denen das cholesterische Flüssigkristallmaterial
in Form von in eine Bindemittelmatrix 64 eingebetteten Pigmenten 66 vorliegt. Bei
dieser Gestaltung verhält sich das Bindemittel 64 bei der Prägung vorzugsweise thermoplastisch.
[0045] Die Pigmente 66 können in ihren Abmessungen sogar wesentlich größer sein als die
Prägestruktur, solange sie nur transparent sind. Der holographische Effekt hängt nämlich
nicht von der Größe der Pigmente ab, sondern entsteht durch die Prägung des (thermoplastischen)
Bindemittels und die - vom Betrachter aus gesehen - dahinter angeordnete Deckschicht,
die eine hochbrechende und/oder eine metallische Schicht enthält. Im Ausführungsbeispiel
der Fig. 4 besteht die Deckschicht lediglich aus einer hochbrechenden ZnS-Schicht
68. Zur weiteren Erhöhung der Brillanz ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel eine
schwarze Druckschicht 70 als Hintergrundschicht vorgesehen.
[0046] Im Gegensatz zur Darstellung der Fig. 3 zeigt die Darstellung der Fig. 4 die Schichtenfolge
des Sicherheitselements 60 nach dem erfolgten Transfer auf ein Zielsubstrat, im Ausführungsbeispiel
ein Banknotenpapier 72. Die Schichtenfolge wurde dazu mittels eines Kaschierklebers
74 auf das Banknotenpapier 72 aufgebracht und die für die Herstellung des Sicherheitselements
benötigte Trägerfolie unter Verwendung einer Trenn- bzw. Releaseschicht, beispielsweise
einer Wachsschicht, abgelöst.
1. Sicherheitselement (20) für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und dergleichen mit
einer Beugungsstruktur, die eine geprägte Reliefstruktur (24, 26) und eine die Sichtbarkeit
des Beugungseffekts der geprägten Reliefstruktur (24, 26) erhöhende Deckschicht (28,
32) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Reliefstruktur (24, 26) auf Basis eines cholesterischen flüssigkristallinen Materials
gebildet ist und dass die Deckschicht (28, 32) eine reflektierende (28) und/ oder
eine hochbrechende Schicht (32) enthält.
2. Sicherheitselement (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reliefstruktur (24) aus einem cholesterischen flüssigkristallinen Polymermaterial
gebildet ist.
3. Sicherheitselement (20) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die geprägte Reliefstruktur (24, 26) eine Schichtdicke zwischen etwa 1,5 µm und etwa
4 µm aufweist.
4. Sicherheitselement (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssigkristalline Material der Reliefstruktur (62) in Form von in eine Bindemittelmatrix
(64) eingebetteten Pigmenten (66) vorliegt.
5. Sicherheitselement (20) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel (64) thermoplastische Eigenschaften aufweist.
6. Sicherheitselement (20) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die geprägte Reliefstruktur (62) eine Schichtdicke zwischen etwa 3 µm und etwa 10
µm aufweist.
7. Sicherheitselement (20) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssigkristalline Material in vernetzter Form vorliegt.
8. Sicherheitselement (20) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht eine zumindest bereichsweise vorliegende, reflektierende Metallschicht
(28) enthält.
9. Sicherheitselement (20) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der Deckschicht über der reflektierenden Schicht (28) eine hochbrechende Schicht
(32) angeordnet ist.
10. Sicherheitselement (20) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssigkristalline Material der Reliefstruktur auf einer für die Ausrichtung
von Flüssigkristallen ausgelegten Trägerfolie (22) oder auf einer mit einer Alignmentschicht
für die Ausrichtung von Flüssigkristallen versehenen Trägerfolie aufgebracht ist.
11. Sicherheitselement (20) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (20) einen absorbierenden Hintergrundbereich (50; 70) für
die Betrachtung des Beugungseffekts und des Farbkippeffekts enthält.
12. Sicherheitselement (20) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Hintergrundbereich durch eine dunkle, insbesondere schwarze Druckschicht (50;
70) gebildet ist.
13. Sicherheitselement (20) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Hintergrundbereich (50; 70) ein weiteres Sicherheitsmerkmal enthält, insbesondere
einen magnetischen oder elektrisch leitfähigen Merkmalsstoff.
14. Sicherheitselement (20) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (20) eine oder mehrere weitere Schichten aus flüssigkristallinem
Material enthält.
15. Sicherheitselement (20) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (20) ein Sicherheitsstreifen, ein Sicherheitsfaden, ein Etikett
oder ein Transferelement zum Aufbringen auf ein Sicherheitspapier, Wertdokument oder
dergleichen ist.
16. Sicherheitspapier für die Herstellung von Sicherheitsdokumenten, wie Banknoten, Ausweiskarten
oder dergleichen, das mit einem Sicherheitselement (20) nach wenigstens einem der
Ansprüche 1 bis 15 ausgestattet ist.
17. Wertdokument (10), wie Banknote, Scheck, Urkunde, Ausweiskarte oder dergleichen, das
mit einem Sicherheitselement (20) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15 ausgestattet
ist.
18. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements (20) nach wenigstens einem der
Ansprüche 1 bis 15, bei dem
a) auf eine Trägerfolie (22) eine Schicht auf Basis eines cholesterischen flüssigkristallinen
Materials aufgebracht wird,
b) die aufgebrachte Schicht zu einer Reliefstruktur (24, 26) einer gewünschten Beugungsstruktur
geprägt wird, und
c) die geprägte Schicht (24, 26) mit einer sichtbarkeitserhöhenden Deckschicht (28,
32) versehen wird, die eine reflektierende (28) und/ oder eine hochbrechende (32)
Schicht enthält.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht auf Basis des cholesterischen flüssigkristallinen Materials in Schritt
a) aufgedruckt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die in Schritt a) aufgebrachte Schicht vor der Prägung in Schritt b) vorgehärtet
wird.
21. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgebrachte Schicht bei der Prägung in Schritt b) zumindest soweit gehärtet
wird, insbesondere durch Beaufschlagung mit UV-Strahlung oder Elektronenstrahlung,
dass die geprägten Strukturen bei den nachfolgenden Verfahrensschritten nicht verfließen.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Beaufschlagung in Schritt b) durch die Trägerfolie (22) hindurch oder durch das
Prägewerkzeug hindurch erfolgt.
23. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die geprägte Schicht (24, 26) vor dem Aufbringen der Deckschicht (28, 32) in Schritt
c) ausgehärtet wird, insbesondere durch Beaufschlagung mit UV-Strahlung oder Elektronenstrahlung.
24. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die geprägte Schicht (24, 26) in Schritt c) zunächst zumindest bereichsweise mit
einer reflektierenden Metallschicht (28) versehen wird.
25. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 18 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt c) eine hochbrechende Schicht (32) aufgebracht wird, insbesondere durch
ein Vakuumdampfverfahren aufgedampft wird.
1. A security element (20), for security papers, value documents and the like, having
a diffraction pattern that comprises an embossed relief pattern (24, 26) and a cover
layer (28, 32) that increases the visibility of the diffraction effect of the embossed
relief pattern (24, 26), characterized in that the relief pattern (24, 26) is formed on the basis of a cholesteric liquid crystal
material, and in that the cover layer (28, 32) includes a reflective (28) and/ or a high-index layer (32).
2. The security element (20) according to claim 1, characterized in that the relief pattern (24) is formed from a cholesteric liquid crystal polymer material.
3. The security element (20) according to claim 2, characterized in that the embossed relief pattern (24, 26) comprises a layer thickness between about 1.5
µm and about 4 µm.
4. The security element (20) according to claim 1, characterized in that the liquid crystal material of the relief pattern (62) is present in the form of
pigments (66) embedded in a binder matrix (64).
5. The security element (20) according to claim 4, characterized in that the binder (64) comprises thermoplastic properties.
6. The security element (20) according to claim 4 or 5, characterized in that the embossed relief pattern (62) comprises a layer thickness between about 3 µm and
about 10 µm.
7. The security element (20) according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that the liquid crystal material is present in cross-linked form.
8. The security element (20) according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that the cover layer includes a reflective metal layer (28) that is present in at least
some regions.
9. The security element (20) according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that, in the cover layer, a high-index layer (32) is arranged over the reflective layer
(28).
10. The security element (20) according to at least one of claims 1 to 9, characterized in that the liquid crystal material of the relief pattern is applied on a substrate foil
(22) that is configured for the alignment of liquid crystals, or on a substrate foil
that is provided with an alignment layer for the alignment of liquid crystals.
11. The security element (20) according to at least one of claims 1 to 10, characterized in that the security element (20) includes an absorbing background region (50; 70) for viewing
the diffraction effect and the color-shift effect.
12. The security element (20) according to claim 11, characterized in that the background region is formed by a dark, especially black printing layer (50; 70).
13. The security element (20) according to claim 11 or 12, characterized in that the background region (50; 70) includes a further security feature, especially a
magnetic or electrically conductive feature substance.
14. The security element (20) according to at least one of claims 1 to 13, characterized in that the security element (20) includes one or more further layers composed of liquid
crystal material.
15. The security element (20) according to at least one of claims 1 to 14, characterized in that the security element (20) is a security strip, a security thread, a label or a transfer
element for application to a security paper, value document or the like.
16. A security paper for manufacturing security documents, such as banknotes, identification
cards or the like, that is furnished with a security element (20) according to at
least one of claims 1 to 15.
17. A value document (10), such as a banknote, check, certificate, identification card
or the like, that is furnished with a security element (20) according to at least
one of claims 1 to 15.
18. A method for manufacturing a security element (20) according to at least one of claims
1 to 15, in which
a) a layer on the basis of a cholesteric liquid crystal material is applied to a substrate
foil (22),
b) the applied layer is embossed to form a relief pattern (24, 26) of a desired diffraction
pattern, and
c) the embossed layer (24, 26) is provided with a visibility-increasing cover layer
(28, 32) that includes a reflective (28) and/or a high-index (32) layer.
19. The method according to claim 18, characterized in that the layer on the basis of the cholesteric liquid crystal material in step a) is imprinted.
20. The method according to claim 18 or 19, characterized in that, in step b), the layer applied in step a) is precured prior to the embossing.
21. The method according to at least one of claims 18 to 20, characterized in that, in the embossing in step b), the applied layer is cured, especially by impingement
with UV radiation or electron radiation, at least to the extent that the embossed
patterns do not become fluid in the subsequent method steps.
22. The method according to claim 21, characterized in that the impingement in step b) occurs through the substrate foil (22) or through the
embossing die.
23. The method according to at least one of claims 18 to 22, characterized in that, in step c), the embossed layer (24, 26) is cured prior to the application of the
cover layer (28, 32), especially by impingement with UV radiation or electron radiation.
24. The method according to at least one of claims 18 to 23, characterized in that, in step c), the embossed layer (24, 26) is first provided in at least some regions
with a reflective metal layer (28).
25. The method according to at least one of claims 18 to 24, characterized in that, in step c), a high-index layer (32) is applied, especially is vapor deposited through
a vacuum-vapor-deposition process.
1. Elément de sécurité (20) pour papiers de sécurité, documents de valeur et analogues
comprenant une structure à diffraction qui présente une structure en relief gaufrée
(24, 26) et une couche de couverture (28, 32) augmentant la visibilité de l'effet
de diffraction de la structure en relief (24, 26) gaufrée, caractérisé en ce que la structure en relief (24, 26) est formée à base d'un matériau cristal liquide cholestérique
et que la couche de couverture (28, 32) contient une couche réfléchissante (28) et/ou
une couche à indice de réfraction élevé (32).
2. Elément de sécurité (20) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la structure en relief (24) est formée dans un matériau polymère cristal liquide
cholestérique.
3. Elément de sécurité (20) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la structure en relief (24, 26) gaufrée présente une épaisseur de couche entre environ
1,5 µm et environ 4 µm.
4. Elément de sécurité (20) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau cristal liquide de la structure en relief (62) est sous forme de pigments
(66) enchâssés dans une matrice de liant (64).
5. Elément de sécurité (20) selon la revendication 4, caractérisé en ce que le liant (64) présente des propriétés thermoplastiques.
6. Elément de sécurité (20) selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que la structure en relief (62) gaufrée présente une épaisseur de couche entre environ
3 µm et environ 10 µm.
7. Elément de sécurité (20) selon au moins l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le matériau cristal liquide est sous forme réticulée.
8. Elément de sécurité (20) selon au moins l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la couche de couverture contient une couche de matériau (28) réfléchissante présente
au moins par zones.
9. Elément de sécurité (20) selon au moins l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'une couche (32) à indice de réfraction élevé est disposée dans la couche de couverture
au-dessus de la couche réfléchissante (28).
10. Elément de sécurité (20) selon au moins l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le matériau cristal liquide de la structure en relief est appliqué sur un film support
(22) conçu pour orienter les cristaux liquides ou sur un film support doté d'une couche
d'orientation pour orienter les cristaux liquides.
11. Élément de sécurité (20) selon au moins l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'élément de sécurité (20) contient une zone de fond (50 ; 70) absorbante pour observer
l'effet de diffraction et l'effet de changement de couleur.
12. Élément de sécurité (20) selon la revendication 11, caractérisé en ce que la zone de fond est formée par une couche d'impression (50 ; 70) foncée, en particulier
noire.
13. Élément de sécurité (20) selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que la zone de fond (50 ; 70) présente une caractéristique de sécurité supplémentaire,
en particulier une substance caractéristique magnétique ou conductrice électriquement.
14. Élément de sécurité (20) selon au moins l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'élément de sécurité (20) contient une ou plusieurs couche(s) supplémentaire(s)
de matériau cristal liquide.
15. Élément de sécurité (20) selon au moins l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que l'élément de sécurité (20) est une bande de sécurité, un fil de sécurité, une étiquette
ou un élément de transfert destiné à être appliqué sur un papier de sécurité, un document
de valeur ou analogues.
16. Papier de sécurité pour la fabrication documents de sécurité comme des billets de
banque, cartes d'identité ou analogues, doté d'un élément de sécurité (20) selon au
moins l'une des revendications 1 à 15.
17. Document de valeur (10) comme un billet de banque, un chèque, un document officiel,
une carte d'identité ou analogues, doté d'un élément de sécurité (20) selon au moins
l'une des revendications 1 à 15.
18. Procédé de fabrication d'un élément de sécurité (20) selon au moins l'une des revendications
1 à 15, dans lequel
a) une couche à base d'un matériau cristal liquide cholestérique est appliquée sur
un film support (22),
b) la couche appliquée est gaufrée en une structure en relief (24, 26) d'une structure
à diffraction souhaitée, et
c) la couche gaufrée (24, 26) est dotée d'une couche de couverture (28, 32) augmentant
la visibilité, laquelle contient une couche réfléchissante (28) et/ou une couche à
indice de réfraction élevé (32).
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que la couche à matériau cristal liquide cholestérique est imprimée à l'étape a).
20. Procédé selon la revendication 18 ou 19, caractérisé en ce que la couche appliquée à l'étape a) est prédurcie avant le gaufrage de l'étape b).
21. Procédé selon au moins l'une des revendications 18 à 20, caractérisé en ce que la couche appliquée lors du gaufrage de l'étape b) est au moins durcie au point que,
en particulier par application de rayonnement UV ou faisceau électronique, que les
structures gaufrées ne coulent pas lors des étapes de procédé suivantes.
22. Procédé selon la revendication 21, caractérisé en ce que l'application à l'étape b) s'effectue à travers le film support (22) ou à travers
l'outil de gaufrage.
23. Procédé selon au moins l'une des revendications 18 à 22, caractérisé en ce que la couche gaufrée (24, 26) est durcie avant l'application de la couche de couverture
(28, 32) à l'étape c), en particulier par application de rayonnement UV ou faisceau
électronique.
24. Procédé selon au moins l'une des revendications 18 à 23, caractérisé en ce que la couche gaufrée (24, 26) à l'étape c) est dotée d'une couche métallique (28) réfléchissante
au moins par zones.
25. Procédé selon au moins l'une des revendications 18 à 24, caractérisé en ce qu'à l'étape c), une couche à indice de réfraction élevé (32) est appliquée, en particulier
est vaporisée par un procédé de vapeur à vide.


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