[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein selbstschließendes Ventil zur Ausgabe eines
fließfähigen Produktes, gemäß Anspruch 1.
[0002] Eine typische Anwendung für selbstschließende Ventile sind Behältnisse, bei denen
die Ausgabe eines fließfähigen Inhaltes durch eine Quetschung des Behältnisses erfolgt.
Ein Beispiel hierfür sind so genannte Quetschflaschen für Körperpflegemittel. Durch
die vom Benutzer bewirkte Reduzierung des Innenvolumens der Quetschflasche erhöht
sich in dieser der Druck, sodass das enthaltene Produkt, beispielsweise eine Flüssigseife
über das Ventil ausgegeben wird. Aufgrund der selbstschließenden Wirkung des Ventils
ist verhindert, dass ohne diese Druckerhöhung Inhalt ungewollt austritt, auch wenn
das Behältnis nicht mit einer Verschlusskappe verschlossen ist und selbst wenn das
Produkt mit seiner Gewichtskraft auf dem Ausgabebereich des Ventils lastet.
[0003] Aus der
DE 102 18 363 A1 ist ein selbstverschließendes Ventil zur Ausgabe eines flüssigen oder pastösen Produktes
bekannt. Das Ventil umfasst eine Ventilmembran, die in Richtung des Produktes konvex
geformt ist. Die Ventilmembran ist randseitig mit einem durch Umspritzen geformten
Haltering gebildet. Für ein ordnungsgemäßes Ausgeben des Produktes wird die Ventilmembran
mit einem Plattenteil unterfangen. Das Plattenteil wird wiederum mit Federarmen gehalten,
woraus sich ein gesteigerter Bauaufwand für das Ventil ergibt. Ein weiterer Nachteil
dieser Lösung ist, dass der Luftausgleich insbesondere durch das Plattenteil gehemmt
ist, sodass das Behältnis eine große Rückstellkraft aufweisen muss.
[0004] Aus der
DE 196 13 130 A1 ist ein selbstschließender Verschluss mit einer Verschlussmembran zur Ausgabe eines
fluiden Füllgutes in einem komprimierbaren Behältnis bekannt. Die Verschlussmembran
weist im unbetätigten Einbauzustand einen unteren Halterungsrand und eine obere sich
im Wesentlichen in der Ausgaberichtung konkav erstreckende Verschlussdecke auf. Bei
einem üblichen Spendevorgang öffnen sich Öffnungsschlitze in der Verschlussmembran
ab einem bestimmten Druck zuverlässig und annähernd schlagartig. Bei der Beendigung
des Spendevorganges kommt es zu einer Rückstellung des Behältnisses, sodass die Verschlussmembran
in den konkaven Ausgangszustand zurückgezogen wird. Dabei erfolgt ein Durchbruch der
Öffnungsschlitze nach innen, sodass Luft zurückgesaugt wird. Um die Luftrücksaugung
zu verbessern, können Nuten zwischen der Verschlussmembran und deren Abstützung eingebracht
sein. Nachteilig an dieser Lösung sind die begrenzte Dichtheit und der große Unterdruck,
der zur Rücksaugung erforderlich ist. Um einen starken Rücksaugeffekt zu erzielen
müssen die Behältnisse mit entsprechender Federwirkung ausgebildet sein. Dies bedingt
einen hohen Materialeinsatz für das Behältnis, wodurch die Herstellungskosten steigen.
[0005] Aus der
EP 0 388 828 A1 ist ein selbstschließendes Ventil mit einer tellerförmigen Ventilmembran bekannt.
Die Ventilmembran weist eine mittige Spendeöffnung auf, die auf einen Stützteller
aufsetzt und dadurch abgedichtet wird. Diese Lösung weist keine Möglichkeit zur Luftrücksaugung
auf.
[0006] Aus der
DE 43 29 808 C2 ist ein selbstschließender Verschluss für einen Behälter oder eine Tube bekannt,
bei dem eine Austrittsöffnung in einer Verschlussdecke durch einen Verschlusszapfen
verschlossen ist. Bei einer Druckerhöhung soll sich der Verschlusszapfen nach innen
bewegen, sodass die Austrittsöffnung freigegeben wird und das Produkt durch die Austrittsöffnung
austreten kann. Jedoch muss hierzu die Luft in einem abgeschlossenen Hohlraum unter
dem Verschlusszapfen komprimiert werden, da diese nicht nach außen dringen kann. Folglich
ist ein sehr großer Druck erforderlich, damit der Verschlusszapfen die Austrittsöffnung
freigibt, sodass dieses Ventil kaum anwendbar ist. Außerdem weist diese Lösung keine
Möglichkeit zur Luftrücksaugung auf, sodass sie ohnehin nur für bestimmte Produkte
geeignet wäre.
[0007] Aus der
DE 195 80 254 B4 ist ein selbstschließendes Ventil mit einer nach innen gewölbten Ventilmembran bekannt.
Die Ventilmembran weist wiederum eine mittige Spendeöffnung auf, die auf einen Stützteller
aufsetzt und dadurch abgedichtet wird. Nach oben wird die Ventilmembran durch einen
Halterungsflansch gehalten, an dem die Ventilmembran in einem radial äußeren Anlagebereich
von unten anliegt. Auf dem Stützteller kann ein Zapfen ausgebildet sein, der in der
Verschlussstellung in die Spendeöffnung einfährt und so eine zuverlässige Abdichtung
ermöglicht. Der seitliche Anlagebereich der Ventilmembran kann so ausgeführt sein,
dass er sich bei Unterdruck nach innen verformt, wodurch ein Luftweg für die Rücksaugung
freigegeben wird. Eine solche Verformung setzt jedoch einen großen Unterdruck voraus,
sodass die Wandung des Behältnisses entsprechend große Rückstellkräfte aufbringen
muss.
[0008] Aus der
WO 03/012377 A1 ist ein selbstschließendes Ventil zur Ausgabe eines fließfähigen Mediums bekannt.
Bei diesem Ventil liegt in der Verschlussstellung eine dichte Verbindung zwischen
einem aufwärts gerichtetem Zapfen und einem Spendeöffnungsrand eines Spendeventilkörpers
vor.
[0009] In der
WO 2004/076308 A1 ist eine Verschlusskappe mit einem um 90° abgewinkelten Randbereich beschrieben.
Diese spezielle Formgebung bringt sowohl Herstellungs- als auch Abdichtungsprobleme
mit sich.
[0010] Als einschlägiger Stand der Technik wird außerdem noch auf folgende Druckschriften
verwiesen
US 6,250,503,
US 4,768,006,
US 5,005,737,
US 5,271,531,
US 5,169,035,
US 4,506,809,
US 4,785,978,
US 5,954,237,
US 5,390,805,
US 6,116,457,
US 6,062,436,
US 5,785,196,
US 4,442,947 und
US 5,842,618.
[0011] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, ein selbstschließendes
Ventil zur Ausgabe eines fließfähigen Produktes bereitzustellen, welches sehr einfach
und kostengünstig herzustellen ist und nur einen geringen Unterdruck zur Luftrücksaugung
erfordert. Außerdem ist eine gute Dicht wirkung des Ventils gewünscht, um das ungewollte
Entweichen auch von geringen Mengen des fließfähigen Produktes sicher zu vermeiden.
[0012] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein selbstschließendes Ventil gemäß dem beigefügten
Anspruch 1. Bei dem selbstschließenden Ventil wechselt eine Ventilmembran zur Ausgabe
des Produktes aus einer Verschlussstellung in eine Spendestellung. In der Verschlussstellung
ist eine Spendeöffnung der Ventilmembran durch einen Anschlag verschlossen. In der
Spendestellung ist die Spendeöffnung von dem Anschlag abgehoben und freigegeben. Der
äußere Umfang der Ventilmembran bildet eine umlaufende Kante, die in der Spendestellung
gegen einen Anschlagring abdichtet. Zwischen der umlaufenden Kante und einer seitlichen
Führung ist ein Spalt gegeben, durch den bei Entspannung des durch das Ventil verschlossenen
Behälters die Luft rückgesaugt werden kann.
[0013] Ein besonderer Vorteil dieser Erfindung besteht darin, dass gleichzeitig eine sehr
vereinfachte Bauform und eine deutlich verbesserte Luftrücksaugung erreichbar sind.
Die Ventilmembran kann durch eine einfache Kunststoffscheibe gebildet sein, die sehr
kostengünstig produziert werden kann. Ein Behältnis mit einem erfindungsgemäßen Ventil
muss keine großen Rückstellkräfte aufweisen. Die Wandung des Behältnisses kann demzufolge
dünn ausgeführt sein, sodass durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Ventils eine
materialsparende und kostengünstige Produktion des Behältnisses ermöglicht wird.
[0014] Weitere Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den nachfolgenden Beschreibungen mehrerer Ausführungsformen, unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- Querschnittsdarstellungen eines erfindungsgemäßen selbstschließenden Ventils in vier
Phasen während des Überganges in eine Spendestellung;
- Fig. 2
- Querschnittsdarstellungen des in Fig. 1 gezeigten Ventils in drei Phasen während einer
Luftrücksau- gung;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung eines Befestigungsrahmens mit keilförmigen Auflagestegen;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung eines abgewandelten Befestigungsrahmens mit Auflagestiften;
- Fig. 5
- eine perspektivische Detailansicht einer versteiften Ausführungsform einer Ventilmembran;
- Fig. 6
- eine perspektivische Detailansicht einer abgewandelten Ausführungsform der Ventilmembran.
[0015] Fig. 1 zeigt Querschnittsdarstellungen einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
selbstschließenden Ventils 01 in vier Phasen während des Überganges von einer Verschlussstellung
in eine Spendestellung. Abbildung a) der Fig. 1 zeigt das Ventil 01 in der Verschlussstellung.
Abbildungen b) und c) der Fig. 1 zeigen den Übergang in die Spendestellung und Abbildung
d) der Fig. 1 zeigt das Ventil 01 in der Spendestellung. Generell ist zum Verständnis
der Figuren anzumerken, dass das Ventil für die Montage auf einem Behälter (nicht
gezeigt) konfiguriert ist, beispielsweise durch Einsetzen in den Hals einer Quetschflasche.
[0016] Das Ventil 01 umfasst eine kreisrunde Ventilmembran 02 mit einer kreisrunden mittigen
Spendeöffnung 03. Die Ventilmembran 02 hat im Wesentlichen die Form einer Tellerfeder
und zeigt auch vergleichbare Federeigenschaften. In Abbildung a) der Fig. 1 ist die
Ventilmembran 02 in einer Stellung gezeigt, wenn das Ventil 01 verschlossen ist. In
dieser Verschlussstellüng liegt die Ventilmembran 02 mit ihrer Spendeöffnung 03 auf
einer Anschlagscheibe 04 auf. Eine dadurch gebildete runde Auflagefläche 06 auf der
Anschlagscheibe 04 verschließt die Spendeöffnung 03. Des Weiteren liegt eine Dichtlippe
07 der Ventilmembran 02 mit Spiel auf einem Zapfen 08 der Anschlagscheibe 04 auf,
da der Zapfen 08 in die Spendeöffnung 03 hineinragt. Der Mantel des Zapfens 08 weist
die Form eines Kegelstumpfes auf und entspricht in einem Führungsbereich 09 der Innenfläche
der Dichtlippe 07. Die Form der Ventilmembran 02 ist in der gezeigten Verschlussstellung
nach innen gewölbt und hat ausgenommen der Dichtlippe 07 die Form eines Kegelstumpfmantels.
[0017] Die Ventilmembran 02 ist elastisch verformbar, wobei durch die Kegelstumpfform und
die Dichtlippe 07 eine Vorspannung eingeprägt ist, welche die Verformbarkeit bestimmt.
Der äußere Umfang der Ventilmembran 02 ist durch eine umlaufende Kante 11 gebildet.
Die umlaufende Kante 11 liegt in der Verschlussstellung (Abbildung a) an einem Anschlagring
12 an. Die Ventilmembran 02 ist durch den Anschlagring 12 von oben gehalten. Eine
seitliche Bewegung der Ventilmembran 02 ist durch eine seitliche Führung 13 begrenzt.
In der gezeigten Ausführung gehen der Anschlagring 12 und die seitliche Führung 13
einstückig ineinander über, wodurch eine einfache Herstellung ermöglicht ist. Der
Anschlagring 12 und die seitliche Führung 13 können aber auch zweistückig ausgeführt
sein. In der gezeigten Ausführungsform sind die seitliche Führung 13 und die Anschlagscheibe
04 zweistückig ausgeführt. Die seitliche Führung 13 und die Anschlagscheibe 04 können
aber auch einstückig ineinander übergehen. Die seitliche Führung 13 ist in der gezeigten
Ausführungsform kreisrund ausgeführt. Die seitliche Führung kann aber auch so ausgeführt
sein, dass sie die Ventilmembran 02 nur an einigen umfänglichen Punkten oder Abschnitten
führt. In der gezeigten Ausführungsform weist der Anschlagring 12 eine geneigte Querschnittsfläche
auf. Der Anschlagring 12 kann aber auch senkrecht zur seitlichen Führung 13 ausgeführt
sein. Die umlaufende Kante 11 der Ventilmembran 02 liegt unter dem Anschlagring 12
an, sodass die Ventilmembran 02 gegenüber dem Anschlagring 12 abgedichtet ist. Durch
Öffnungen 14 in der Anschlagscheibe 04 kann das im Inneren des Behälters (nicht gezeigt)
bevorratete Produkt oder Luft in Richtung 16 in den Bereich unter der Ventilmembran
02 strömen.
[0018] Die umlaufende Kante 11 der Ventilmembran 02 weist vorzugsweise die gleiche Materialstärke
wie der Hauptteil der Ventilmembran 02 auf. Die umlaufende Kante 11 ist nicht verstärkt
und weist keine besondere Formung beispielsweise durch zusätzliche Dichtlippen auf.
Die umlaufende Kante 11 der Ventilmembran 02 dient gleichzeitig als oberer und seitlicher
Anschlag für die Ventilmembran 02. Zwischen der seitlichen Führung 13 und der umlaufende
Kante 11 der Ventilmembran 02 ist ein Spalt 15 gegeben. Der Spalt 15 verläuft in der
gezeigten Ausführungsform umlaufend. Der Spalt kann in anderen Ausführungsformen abschnittsweise
gestaltet sein, wenn die Ventilmembran 02 beispielsweise in nur einigen Punkten seitlich
geführt ist.
[0019] Das selbstschließende Ventil 01 ist insbesondere für so genannte Quetschflaschen
geeignet, bei denen durch eine manuelle Quetschung der Flasche das fließfähige Produkt
ausgegeben wird. Das Ventil 01 wird hierzu in der für die Ausgabe vorgesehenen Öffnung
der Flasche angeordnet. Die in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Ventils besitzt dazu einen kreisförmigen Befestigungsrahmen 21, der in die Öffnung
der Flasche eingesetzt werden kann. Das erfindungsgemäße Ventil kann aber auch als
integraler Bestandteil des Behältnisses ausgeführt sein.
[0020] In Abbildung b) der Fig. 1 ist das Ventil 01 in einem Zustand dargestellt, wenn der
Druck im Inneren des Behältnisses geringfügig erhöht ist. Dies ist beispielsweise
gegeben, wenn der manuelle Quetschvorgang zur Ausgabe eines Produktes aus einer Quetschflasche
eingeleitet wird. Ein geringfügig erhöhter Druck kann aber auch dann gegeben sein,
wenn durch den Umgang mit der Flasche eine Kraft auf diese einwirkt, ohne dass eine
Ausgabe des Produktes gewünscht ist. Durch den geringfügig erhöhten Innendruck wirkt
eine Kraft in der Richtung 16 auf die Ventilmembran 02. Dadurch wird die Ventilmembran
02 geringfügig verformt. Die Dichtlippe 07 ist aufgrund der Vorformung der Ventilmembran
02 mit dem kegelstumpfförmigen Zapfen 08 im Führungsbereich 09 verkeilt, sodass eine
sichere Abdichtung zwischen dem Zapfen 08 und der Dichtlippe 07 gewährleistet ist.
Durch die Verformung der Ventilmembran 02 ist gleichzeitig die Auflagekraft der Ventilmembran
02 auf dem Anschlagring 12 erhöht, wodurch die Abdichtwirkung der Ventilmembran 02
gegenüber dem Anschlagring 12 verstärkt wird. Das erfindungsgemäße Ventil 01 weist
somit den Vorteil auf, dass kleine Druckerhöhungen nicht zur Ausgabe des Produktes
führen. Beispielsweise ist während des Öffnens und während des Verschließens einer
Quetschflasche mit einer Verschlusskappe die Quetschflasche fest anzufassen. Dabei
wird der Innendruck in der Flasche leicht erhöht, jedoch ist keine Ausgabe des Produktes
gewünscht. Des Weiteren ist durch die anfängliche Verformung der Ventilmembran die
Abdichtung der Ventilmembran 02 gegenüber dem Zapfen 08 erhöht, da die Dichtlippe
07 stärker an den Zapfen 08 gepresst wird. Durch die Verformung der Ventilmembran
02 vergrößert sich deren Querschnittsausdehnung, sodass noch eine abdichtende Anlage
am Zapfen 08 erhalten bleibt. Im zentralen Bereich der Ventilmembran 02 bleibt die
Abdichtung daher bei nur geringer Druckerhöhung erhalten, selbst wenn sich die Membran
von der Auflagefläche 06 abheben sollte.
[0021] Abbildung c) der Fig. 1 zeigt das Ventil 01, bei einem nochmals gesteigerten Innendruck
im Behälter. Das Ventil 01 ist kurz davor, von der Verschlussstellung in die Spendestellung
zu wechseln. Der gesteigerte Innendruck bewirkt, dass die Ventilmembran 02 derart
verformt ist, dass die Kegelstumpfform deutlich abgeflacht ist. Dies ist insbesondere
dadurch bedingt, dass infolge des gesteigerten Innendruckes eine Kraft in Richtung
17 auf die Ventilmembran 02 unterhalb der Dichtlippe 07 wirkt, welche die Ventilmembran
02 in diesem Bereich deutlich anhebt. Der Zapfen 08 ist gegenüber der Dichtlippe 07
aber immer noch abgedichtet.
[0022] Abbildung d) der Fig. 1 zeigt das Ventil 01, wenn der Innendruck so groß geworden
ist, dass das Ventil 01 in die Spendestellung gewechselt ist. Die Ventilmembran 02
hat, ausgenommen der Dichtlippe 07, eine nahezu flache Form erreicht. In der gezeigten
Ausführungsform hat sie die Form eines sehr flachen Kegelstumpfes, wobei dieser Kegelstumpf
entgegengesetzt der Kegelstumpfform in der Verschlussstellung gerichtet ist. Das Ventil
01 kann auch in der Weise ausgeführt sein, dass die Ventilmembran 02 in der Spendestellung
eine Kegelstumpfform aufweist, welche der entgegengesetzten Kegelstumpfform der Verschlussstellung
entspricht, aber eine deutlich geringere Steigung aufweist. Beim Wechsel der Ventilmembran
02 von der Verschlussstellung in die Spendestellung erfolgt somit ein Umstülpen der
Ventilmembran 02. Die Gestaltung der Ventilmembran 02 bewirkt, dass bei diesem Umstülpvorgang
ein Maximum der auf die Ventilmembran 02 einwirkenden Kraft überwunden werden muss.
Das Überschreiten des Kraftmaximums beim Umstülpen ist vom Benutzer sowohl spürbar
als auch hörbar. Dies verbessert die Bedienungseigenschaften, insbesondere das taktile
Handling der mit dem erfindungsgemäßen Ventil 01 ausgerüsteten Quetschflasche. Sobald
die Ventilmembran 02 in die umgekehrte Kegelstumpfform gewechselt hat, verharrt sie
in dieser, auch wenn die einwirkende Kraft wieder kleiner wird. Sinkt die Kraft unter
einen bestimmten Schwellenwert, wechselt die Ventilmembran 02 schlagartig in die Kegelstumpfform
der Verschlussstellung zurück. Damit ist ein definierter Verschlussmoment gegeben,
der zu einem sauberen Abschneiden des ausgepressten Flüssigkeitsstrahls führt, sodass
ein Nachtropfen weitgehend vermieden wird.
[0023] In der in Abbildung d) gezeigten Spendestellung ist die Dichtlippe 07 deutlich gegenüber
dem Zapfen 08 abgehoben, sodass sich eine große Öffnung zwischen der Dichtlippe 07
und dem Zapfen 08 gebildet hat. Das Produkt wird durch die Öffnungen 14 in der Anschlagscheibe
04 und durch die Spendeöffnung 03 ausgegeben. Ein Richtungspfeil 18 verdeutlicht die
Fließrichtung des Produktes. Der Durchmesser des Zapfens 08 bestimmt den Durchmesser
der Spendeöffnung 03 und somit die Durchflussmenge und -geschwindigkeit des Produktes.
[0024] Der Wechsel von der Verschlussstellung in die Spendestellung erfolgt bei der gezeigten
Ausführungsform schlagartig. Dies hat zur Folge, dass sich eine Quetschflasche mit
einem solchen Ventil 01 während dieses Vorganges schlagartig entspannt, sobald der
durch die Quetschung eingeprägte Überdruck abgebaut ist. In diesem Moment wird eine
bestimmte Menge des Produktes ausgegeben. Das Ventil 01 und die Quetschflasche können
so dimensioniert werden, dass die schlagartig ausgegebene Produktmenge der typischen
Verbrauchsmenge des Produktes entspricht. So kann der Benutzer intuitiv die typische
Verbrauchsmenge des Produktes ausgeben. Ist eine größere Ausgabemenge gewünscht, so
ist nach dem schlagartigen Wechsel des Ventils 01 in die Spendestellung die Flasche
weiterhin zu quetschen. Da das Kraftmaximum zum Wechsel in die Spendestellung bereits
überwunden ist, bedarf es wenig Anstrengung, größere Mengen des Produktes auszugeben.
[0025] Fig. 2 zeigt Querschnittsdarstellungen des in Fig. 1 gezeigten selbstschließenden
Ventils 01 in drei Phasen während des Überganges von der Verschlussstellung in eine
Rücksaugstellung. Abbildung a) der Fig. 2 zeigt das Ventil 01 in der Verschlussstellung.
Abbildung b) der Fig. 2 zeigt den Übergang in die Rücksaugstellung und Abbildung c)
der Fig. 2 zeigt das Ventil 01 in der Rücksaugstellung.
[0026] Die in Abbildung a) der Fig. 2 gezeigte Verschlussstellung ist eingetreten, nachdem
die Ausgabe des Produktes beendet wurde. In diesem Zustand ist der erhöhte Innendruck
durch die Ausgabe des Produktes abgebaut. Die Ventilmembran 02 hat wieder ihre Ausgangsform
und -position eingenommen. Dies ist beispielsweise dann gegeben, wenn der Benutzer
die Kraft zur Quetschung der Flasche zurückgenommen hat, sodass das Produkt nicht
mehr ausgegeben wird, jedoch die Kraft immer noch so groß ist, dass die Verformung
der Flasche noch erhalten bleibt. In diesem Zustand ist das Volumen der Flasche kleiner
als das Volumen der unverformten Flasche. Wird die Kraft zur Verformung der Flasche
vollständig zurückgenommen, wirken die elastischen Rückverformungskräfte der Wandung.
Da das Volumen der Flasche während dieses Momentes verkleinert ist, entsteht ein Unterdruck
in der Flasche.
[0027] In Abbildung b) der Fig. 2 ist eine erste Auswirkung des Unterdruckes gezeigt. Da
die Ventilmembran 02 noch gegen die Auflagefläche 06 auf der Anschlagscheibe 04 und
gegen den Anschlagring 12 abgedichtet ist, kann der Unterdruck noch nicht durch einströmende
Luft ausgeglichen werden und es kommt zu einer geringfügigen Verformung der Ventilmembran
02. Die Ventilmembran 02 weist daher eine sehr leichte Wölbung nach innen auf. Diese
Wölbung wird bei einer Zunahme des Unterdruckes nicht größer werden, da der umfängliche
Randbereich der Ventilmembran 02 dem Innendruck nachgeben wird.
[0028] Abbildung c) der Fig. 2 zeigt das Ventil 01, nachdem der umfängliche Randbereich
der Ventilmembran 02 dem Unterdruck im Inneren nachgegeben hat. Da der umfängliche
Randbereich der Ventilmembran 02 nicht abgestützt und nicht durch eine Versteifung
oder eine ähnliche Gestaltung verstärkt ist, bedarf es nur einer sehr kleinen Kraft
hierfür. Folglich ist durch das erfindungsgemäße Ventil 01 eine Luftrücksaugung bereits
bei einem sehr kleinen Unterdruck möglich. In dieser Rücksaugstellung ist die Ventilmembran
02 vom Anschlagring 12 abgehoben, sodass diese nicht mehr gegen den Anschlagring 12
abgedichtet ist. Folglich kann Luft von außen durch die entstandene Öffnung nach innen
strömen. Dieser Luftstrom wird nicht behindert, da zwischen der Ventilmembran 02 und
der seitlichen Führung 13 der umlaufende Spalt 15 gegeben ist. Die Luft kann nahezu
ungehindert von außen nach innen strömen und den dort vorhandenen Unterdruck abbauen.
Ein Richtungspfeil 19 verdeutlicht die Luftströmung. Sobald der Unterdruck vollständig
abgebaut ist, liegt die Quetschflasche wieder in ihrer Ausgangsform vor. Durch den
umlaufenden Spalt 15 ist eine ausreichende Luftrücksaugung auch dann gewährleistet,
wenn Abschnitte des Spaltes 15 noch durch zurückgebliebene Anteile des auszugebenden
Produktes verschlossen sind. Durch die Rücksaugwirkung werden aber auch diese Anteile
des Produktes in das Innere der Flasche zurückgesaugt. Dies gilt ebenfalls für Anteile
des Produktes, die auf dem Äußeren der Ventilmembran 02 zurückgeblieben sind, da auch
dort eine Rücksaugwirkung gegeben ist.
[0029] Das erfindungsgemäße Ventil besteht in der zuvor näher dargestellten Ausführungsform
aus lediglich zwei Teilen. Dies ermöglicht eine einfache und schnelle Montage, da
lediglich die Ventilmembran mit einem Stempel in den Befestigungsrahmen eingedrückt
werden muss. Die Membran kann vorzugsweise aus Silikon oder einem vergleichbaren weichelastischen
Kunststoff bestehen, während der Befestigungsrahmen als Spritzgussteil aus einem steiferen
Kunststoff gefertigt sein kann.
[0030] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht einer abgewandelten Ausführungsform des
Befestigungsrahmens 21. Zur besseren Darstellung der Besonderheiten des Befestigungsrahmens
ist die Ventilmembran nicht eingezeichnet. An der Anschlagscheibe 04 sind mehrere
Auflagestege 22 befestigt, die sich bei der hier gezeigten Ausführungsform ausgehend
vom zentral angeordneten Zapfen 08 radial bis zur Innenseite des Befestigungsrahmens
21 erstrecken. Diese Auflagestege 22 dienen vorrangig der Lagestabilisierung der Ventilmembran,
die in der Verschlussstellung des Ventils abschnittsweise auf den Auflagestegen 22
aufliegt. Außerdem erhöhen die Auflagestege 22 die Stabilität der gesamten Ventilanordnung.
[0031] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer abgewandelten Ausführungsform des
Befestigungsrahmens 21. Der wesentliche Unterschied zu der in Fig. 3 dargestellten
Ausführungsform besteht darin, dass anstelle der Auflagestege mehrere Auflagestifte
23 verwendet werden, welche an der Anschlagscheibe 04 befestigt sind. Die Auflagestifte
23 erfüllen dieselbe Funktion, wie die zuvor genannten Auflagestege, nämlich die Lagestabilisierung
der Ventilmembran in der Verschlussstellung des Ventils. Natürlich können innerhalb
des Befestigungsrahmens auch andere Profilierungen vorgesehen sein, um die Lage der
Ventilmembran zu kontrollieren und während des Verschlusszustandes zu unterstützen.
Je nach Ausführung und Eigensteifigkeit der Ventilmembran werden dafür unterschiedlich
viele Unterstützungsstellen vorgesehen.
[0032] Der Befestigungsrahmen, einschließlich der seitlichen Führung und der Anschlagscheibe
können bei einer abgewandelten Ausführung auch einstückig mit der Quetschflasche oder
einem ähnlichen Behälter ausgebildet sein.
[0033] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Detailansicht einer abgewandelten Ausführungsform
der Ventilmembran 02. Für bestimmte Stoffe/Medien, die über das selbst schließende
Ventil aus einem Vorratsbehälter abgegeben werden sollen, ist es vorteilhaft, wenn
die Steifigkeit der Ventilmembran und/oder die Art der Verformung bei der Öffnung
des Ventils angepasst werden können. Dazu sind im Flächenbereich der Ventilmembran
02 Versteifungsmittel 24 vorgesehen, die sich beispielsweise radial erstrecken und
gleichmäßig am Umfang der Ventilmembran verteilt sind. Bei abgewandelten Ausführungsformen
können auch Materialschwächungen vorgesehen werden, um eine Verformung der Membran
an den entsprechenden Stellen zu begünstigen.
[0034] Fig. 6 zeigt in einer perspektivischen Detailansicht eine weitere Abwandlungsmöglichkeit
der Ventilmembran 02. Dabei sind im Bereich der Spendeöffnung 03 Konturformungsmittel
25 vorgesehen, die in den im Übrigen offenen Querschnitt der Spendeöffnung 03 hineinragen
oder in der Wandung im Bereich der Spendeöffnung 03 vorgesehen sind. Bei der Abgabe
eines Mediums durch das selbstschließende Ventil erfolgt eine Strangformung durch
die Konturformungsmittel 25. Es können unterschiedlich viele und angepasst geformte
Konturformungsmittel vorgesehen sein. Vorzugsweise befinden sich die Konturformungsmittel
25 an der in Strömungsrichtung äußeren Kante der Spendeöffnung 03. Bei abgewandelten
Ausführungsformen können die Konturformungsmittel aber auch in Strömungsrichtung weiter
nach innen verlagert werden, beispielsweise durch Profilierung oder abschnittsweise
Schlitzung der Wandung. Eine solche Schlitzung bietet außerdem den Vorteil, dass der
Übergang der Membran von der Verschlussstellung in die Spendestellung erleichtert
wird, da im Randbereich der Spendeöffnung 03 eine Querschnittserveränderung erfolgen
kann.
[0035] Zweckmäßigerweise wird das Ventil bei Nichtgebrauch noch von einer Verschlusskappe
abgedeckt, die in bekannter Weise an der Quetschflasche angebracht ist.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 01
- selbstschließendes Ventil
- 02
- Ventilmembran
- 03
- Spendeöffnung
- 04
- Anschlagscheibe
- 05
- -
- 06
- Auflagefläche auf dem Anschlag
- 07
- Dichtlippe
- 08
- Zapfen
- 09
- Führungsbereich des Zapfens
- 10
- -
- 11
- umlaufende Kante
- 12
- Anschlagring
- 13
- seitliche Führung
- 14
- Öffnung in der Anschlagscheibe
- 15
- Spalt
- 16
- Strömung in Richtung der Ventilmembran
- 17
- Strömung in Richtung der Dichtlippe
- 18
- Ausflussrichtung des Produktes
- 19
- Richtung des rückgesaugten Luftstromes
- 20
- -
- 21
- Befestigungsrahmen
- 22
- Auflagestege
- 23
- Auflagestifte
- 24
- Versteifungsmittel
- 25
- Konturformungsmittel
1. Selbstschließendes Ventil (01) zur Ausgabe eines fließfähigen Produktes, umfassend:
- eine Ventilmembran (02), welche die Form einer Tellerfeder aufweist, mit einer Spendeöffnung
(03) und einer umlaufenden Kante (11) am äußeren Umfang, wobei die Ventilmembran (02)
aufgrund erzeugter Druckunterschiede zwischen einer Verschlussstellung, einer Spendestellung
und einer Rücksaugstellung wechseln kann;
- eine quer zur Symmetrieachse des Ventils liegende Anschlagscheibe (04) mit einer
Auflagefläche (06), an welcher die Ventilmembran (02) in der Verschlussstellung und
in der Rücksaugstellung anliegt, sodass die Spendeöffnung (03) verschlossen ist, und
von welcher sie in der Spendestellung abgehoben ist;
- einen Anschlagring (12), an welchem die umlaufende Kante (11) der Ventilmembran
(02) in der Spendestellung und in der Verschlussstellung abdichtend anliegt und von
welchem sie in der Rücksaugstellung abgehoben ist;
- eine seitliche Führung (13), die sich in axialer Richtung parallel zur Symmetrieachse
des Ventils erstreckt und welcher zumindest Teile der umlaufenden Kante (11) der Ventilmembran
(02) umfänglich gegenüberstehen, wobei die umlaufende Kante (11) an der seitlichen
Führung (13) in axialer Richtung verschiebbar ist, um in die Rücksaugstellung zu wechseln,
in welcher ein Spalt (15) zwischen der umlaufenden Kante (11) und der seitlichen Führung
(13) freigegeben wird;
wobei die tellerfederförmige Ventilmembran (02) in der Verschlussstellung in Richtung
der Anschlagscheibe (04) gewölbt ist und in der Spendestellung eine gegenüber der
Verschlussstellung invertierte Wölbung aufweist.
2. Selbstschließendes Ventil (01) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilmembran (02) und die Spendeöffnung (03) kreisförmig und konzentrisch ausgeführt
sind.
3. Selbstschließendes Ventil (01) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagscheibe (04) einen Zapfen (08) mit einer Mantelfläche in der Form eines
Kegelstumpfes aufweist, wobei der Zapfen (08) in der Verschlussstellung in die Spendeöffnung
(03) hineinragt.
4. Selbstschließendes Ventil (01) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spendeöffnung (03) umlaufend eine Dichtlippe (07) aufweist, wobei zumindest Teile
der Innenfläche der Dichtlippe (07) der Kegelstumpfform des Zapfens (08) entsprechen.
5. Selbstschließendes Ventil (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilmembran (02) aus einem Silikonkunststoff oder einem thermoplastischen Elastomer
gefertigt ist.
6. Selbstschließendes Ventil (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagscheibe (04), der Anschlagring (12) und die seitliche Führung (13) einstückig
gefertigt sind.
7. Selbstschließendes Ventil (01) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagscheibe (04), der Anschlagring (12) und die seitliche Führung (13) einstückig
mit einem äußeren Befestigungsrahmen (21) ausgebildet sind, welcher in der Flaschenhalsöffnung
einer Quetschflasche befestigbar ist.
8. Selbstschließendes Ventil (01) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagscheibe (04), der Anschlagring (12), die seitliche Führung (13) und der
äußere Befestigungsrahmen (21) einstückig mit einem Behältnis ausgebildet sind, in
welchem das fließfähige Produkt bevorratet ist.
9. Selbstschließendes Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Anschlagscheibe (04) weiterhin Auflagemittel (22, 23) vorgesehen sind, auf
denen die Ventilmembran (02) in der Verschlussstellung abschnittsweise aufliegt.
10. Selbstschließendes Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Ventilmembran (02) Versteifungsmittel (24) vorgesehen sind.
11. Selbstschließendes Ventil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsmittel (24) zwischen der Auflagefläche (06) und der umlaufenden Kante
(11) angeordnet sind.
12. Selbstschließendes Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der Ventilmembran (02) Konturformungsmittel (25) vorgesehen sind, die in die Spendeöffnung
(03) hineinragen und/oder in der Wandung der Spendeöffnung (03) angeordnet sind.
1. Self-closing valve (01) for dispensing a free-flowing product, comprising:
- a valve membrane (02), which has the shape of a disk spring, with an opening for
dispensing (03) and an encircling edge (11) at the outer perimeter, wherein the valve
membrane (02) is able to switch between a closed mode, a dispensing mode, and a back
suction mode due to pressure differences produced;
- a stop disk (04) lying transversely to the axis of symmetry of the valve, with a
bearing surface (06), on which the valve membrane (02) lies in the closed mode and
in the back suction mode so that the dispensing opening (03) is closed, and from which
it is lifted in the dispensing mode;
- a stop ring (12), on which the encircling edge (11) of the valve membrane (02) lies
as a seal during the dispensing mode and the closed mode and from which it is lifted
in the back suction mode;
- a lateral guide (13) that extends in axial direction parallel to the symmetry axis
of the valve, and at least parts of the encircling edge (11) of the valve membrane
(02) are opposite it at the periphery, while the encircling edge (11) can move axially
on the lateral guide (13) to switch to the back suction mode, in which a gap (15)
is created between the encircling edge (11) and the lateral guide (13);
wherein the valve membrane (02) shaped as a disk spring is cambered in the closed
position in the direction of the stop disk (04) and in the dispensing position it
has a cambering inverted relative to the closed position.
2. Self-closing valve (01) per claim 1, characterized in that the valve membrane (02) and the dispensing opening (03) are circular and concentric
in configuration.
3. Self-closing valve (01) per claim 2, characterized in that the stop disk (04) has a pin (08) with an envelope surface in the shape of a truncated
cone, and the pin (08) projects into the dispensing opening (03) in the closed position.
4. Self-closing valve (01) per claim 3, characterized in that the dispensing opening (03) has a sealing lip (07) at its periphery, whereas at least
parts of the inner surface of the sealing lip (07) conform to the truncated cone shape
of the pin (08).
5. Self-closing valve (01) per one of claims 1 to 4, characterized in that the valve membrane (02) is made from a silicone plastic or a thermoplastic elastomer.
6. Self-closing valve (01) per one of claims 1 to 5, characterized in that the stop (04), the stop ring (12) and the lateral guide (13) are made as a single
piece.
7. Self-closing valve (01) per claim 6, characterized in that the stop disk (04), the stop ring (12) and the lateral guide (13) are made as a single
piece with an outer fastening frame (21), which can be fastened in the bottle neck
opening of a squeeze bottle.
8. Self-closing valve (01) per claim 6, characterized in that the stop disk (04), the stop ring (12), the lateral guide (13) and the outer fastening
frame (21) are made as a single piece with a container in which the free-flowing product
is kept.
9. Self-closing valve (01) per one of claims 1 to 8, characterized in that further support means (22, 23) are provided on the stop (04), on which the valve
membrane (02) rests by segments in the closed position.
10. Self-closing valve (01) per one of claims 1 to 9, characterized in that stiffening means (24) are provided on the valve membrane (02).
11. Self-closing valve (01) per claim 10, characterized in that the stiffening means (24) are arranged between the bearing surface (06) and the encircling
edge (11).
12. Self-closing valve (01) per one of claims 1 to 11, characterized in that contouring means (25) are provided on the valve membrane (02), which project into
the dispensing opening (03) and/or are arranged in the wall of the dispensing opening
(03).
1. Clapet auto-fermant (01) destiné à distribuer un produit pouvant s'écouler, comprenant
:
- une membrane de clapet (02) qui présente la forme d'une rondelle-ressort, comprenant
une ouverture de distribution (03) et une arête périphérique (11) sur le pourtour
extérieur, dans lequel la membrane de clapet (02), par des différences de pression
produites, peut passer d'une position de fermeture à une position de distribution
et à une position d'aspiration de retour,
- une rondelle de butée (04) reposant transversalement à l'axe de symétrie du clapet,
présentant une surface d'appui (06), sur laquelle la membrane de clapet (02) repose
en position de fermeture et en position d'aspiration de retour, de façon à ce que
l'ouverture de distribution (03) soit fermée et par laquelle elle est soulevée en
position de distribution ;
- un anneau de butée (12) sur lequel l'arête périphérique (11) de la membrane de clapet
(02) repose de manière étanche en position de distribution et en position de fermeture
et par lequel elle est soulevée en position d'aspiration de retour ;
- un guide latéral (13) qui s'étend dans le sens axial parallèlement à l'axe de symétrie
du clapet et auquel font face de manière périphérique au moins des parties de l'arête
périphérique (11) de la membrane de clapet (02),
- sachant que l'arête périphérique (11) peut être déplacée dans le sens axial sur
le guide latéral (13) pour passer à la position d'aspiration de retour dans laquelle
une fente (15) est libérée entre l'arête périphérique (11) et le guide latéral (13)
;
- dans lequel la membrane de clapet (02) en forme de rondelle-ressort est incurvée
en direction de la rondelle de butée (04) en position de fermeture et présente une
courbure inverse à la position de fermeture en position de distribution.
2. Clapet auto-fermant (01) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la membrane de clapet (02) et l'ouverture de distribution (03) sont circulaires et
concentriques.
3. Clapet auto-fermant (01) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la rondelle de butée (04) présente un tenon (08) avec une enveloppe sous la forme
d'un tronc de cône, sachant que le tenon (08) fait saillie dans l'ouverture de distribution
(03) en position de fermeture.
4. Clapet auto-fermant (01) selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'ouverture de distribution (03) présente sur son pourtour une lèvre d'étanchéité
(07), sachant qu'au moins des parties de la surface intérieure de la lèvre d'étanchéité
(07) correspondent à la forme tronconique du tenon (08).
5. Clapet auto-fermant (01) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la membrane de clapet (02) est fabriquée dans du plastique de silicone ou un élastomère
thermoplastique.
6. Clapet auto-fermant (01) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la rondelle de butée (04), l'anneau de butée (12) et le guide latéral (13) sont fabriqués
d'un seul tenant.
7. Clapet auto-fermant (01) selon la revendication 6, caractérisé en ce que la rondelle de butée (04), l'anneau de butée (12) et le guide latéral (13) sont formés
d'un seul tenant avec un cadre de fixation extérieur (21) qui peut être fixé dans
l'ouverture du goulot d'une bouteille à presser.
8. Clapet auto-fermant (01) selon la revendication 6, caractérisé en ce que la rondelle de butée (04), l'anneau de butée (12), le guide latéral (13) et le cadre
de fixation extérieur (21) sont formés d'un seul tenant avec un récipient dans lequel
le produit pouvant s'écouler est stocké.
9. Clapet auto-fermant (01) selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que des moyens d'appui (22, 23) sont en outre prévus sur la rondelle de butée (04), sur
lesquels la membrane de clapet (02) repose par tronçons en position de fermeture.
10. Clapet auto-fermant (01) selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que des moyens de renforcement (24) sont prévus sur la membrane de clapet (02).
11. Clapet auto-fermant (01) selon la revendication 10, caractérisé en ce que les moyens de renforcement (24) sont disposés entre la surface d'appui (06) et l'arête
périphérique (11).
12. Clapet auto-fermant (01) selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que des moyens pour former un contour (25) sont prévus sur la membrane de clapet (02)
qui font saillie dans l'ouverture de distribution (03) et/ou sont disposés dans la
paroi de l'ouverture de distribution (03).