[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Befüllen mindestens eines
Druckgasbehälters mit mindestens einem Gas Ein dazu geeignetes Zwischenstück zum Verbinden
mit einer Öffnung eines Druckgasbehälters und eine entsprechende Druckgasflaschenarmatur
werden beschrieben. Gemäß der Erfindung ist es insbesondere möglich, Mischungen von
Gasen herzustellen, deren Verhältnisse hochpräzise eingestellt werden können.
[0002] Aus dem Stand der Technik
EP 0 908 665 A2 ist ein Verfahren zum Mischen von Gasen bekannt, bei dem neben dem zu befüllenden
Druckgasbehälter ein Referenzgasbehälter befüllt wird. Der Referenzgasbehälter weist
eine oder mehrere zusätzliche Bohrungen in der Hülle des Druckgasbehälters auf, durch
die Messfühler in den Referenzdruckgasbehälter eingebracht werden können. Anhand der
Messwerte dieser Messfühler wird die Befüllung entsprechend gesteuert. Die zu füllenden
Druckgasbehälter und der Referenzdruckgasbehälter stehen dabei in strömungstechnischer
Verbindung und werden parallel zueinander befüllt, so dass im Referenzdruckgasbehälter
im wesentlichen die gleichen Bedingungen vorliegen wie im zu befüllenden Druckgasbehälter.
[0003] Dieses aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren hat den Nachteil, dass es sich
bei dem Referenzdruckgasbehälter um einen speziellen Referenzdruckgasbehälter handelt,
der hergestellt werden muss, indem zusätzliche Bohrungen in den Behälter eingebracht
werden und für den eine sicherheitstechnische Überprüfung stattfinden muss. Diese
Prüfung muss insbesondere für jeden einzelnen Referenzdruckgasbehälter erfolgen. Solche
speziellen Referenzdruckgasbehälter können unter Umständen auch nicht gemeinsam mit
den zu füllenden Behältern vorbehandelt werden.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein entsprechendes
Befüllungsverfahren bereitzustellen, bei dem als Referenzdruckgasbehälter ein üblicher
Druckgasbehälter Verwendung finden kann. Weiterhin soll ein entsprechendes Zwischenstück
angegeben werden, welches dies ermöglicht.
[0005] Diese Aufgaben werden gelöst mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1. Die
abhängigen Ansprüche sind auf vorteilhafte Weiterbildungen gerichtet.
[0006] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Befüllen mindestens eines Druckgasbehälters mit
mindestens einem Gas, wobei ein Referenzdruckgasbehälter ausgebildet ist, in dem eine
Messung mindestens einer für den Zustand in dem Referenzdruckgasbehälter relevanten
Messgröße erfolgen kann, wobei Druckgasbehälter und Referenzdruckgasbehälter zumindest
teilweise in strömungstechnischer Verbindung stehen, wobei jeder Druckgasbehälter
und der Referenzdruckgasbehälter jeweils eine Öffnung aufweisen, durch die ein Gas
einfüll- und entnehmbar ist, wobei in einem Befüllvorgang mindestens ein Gas durch
die Öffnung in den mindestens einen Druckgasbehälter und zumindest zeitweise in den
Referenzdruckgasbehälter gefüllt wird, zeichnet sich dadurch aus, dass ein Messfühler
durch die Öffnung in den Referenzdruckgasbehälter eingebracht wird und mit diesem
Messfühler zumindest während eines Teils des Befüllvorgangs mindestens eine Messgröße
gemessen wird.
[0007] Erfindungsgemäß zeichnet sich der Referenzdruckgasbehälter dadurch aus, dass es ein
üblicher Druckgasbehälter ohne zusätzliche Bohrungen als Referenzdruckgasbehälter
Verwendung finden kann und insbesondere genau wie die zu befüllenden Druckgasbehälter
lediglich eine Öffnung aufweist, durch die üblicherweise Gas eingefüllt und entnommen
wird. Insbesondere handelt es sich bei dem Referenzdruckgasbehälter und den zu befüllenden
Druckgasbehältern um Druckgasflaschen, die je nach Ausführung Drücken von z. B. bis
zu 200 bar oder sogar 300 bar oder mehr standhalten können und wie sie in verschiedenen
Volumina handelsüblich sind. Stehen zwei Elemente in einer strömungstechnischen Verbindung,
so bedeutet dies, dass ein Gas von dem einen Element zu dem anderen strömen kann,
ohne durch beispielsweise Wände oder ähnliches gehindert zu werden. Unter einem Messfühler
wird beispielsweise ein aktiver oder passiver Sensor verstanden. Der aktive Sensor
muss hierbei aktiv betrieben werden, beispielsweise mit Strom versorgt werden oder
umfasst elektronische Geräte zur Auswertung der Messungen, während der passive Sensor
lediglich eine Größe zur Verfügung stellt, die Rückschlüsse auf die zu messende Messgröße
zulässt. Ein passiver Sensor ist beispielsweise ein Thermowiderstand oder ein Fotowiderstand.
Ein aktiver Sensor ist beispielsweise ein so genanntes "Lab on a Chip", bei dem eine
vollständige analytische Ausrüstung im Miniaturmaßstab ausgebildet ist und an dem
die Messergebnisse abnehmbar sind.
[0008] Bevorzugt ist hierbei eine Ausgestaltung, bei der der Messfühler ein hochpräziser
Messfühler, insbesondere ein hochpräziser Drucksensor ist. Bevorzugt liegt hier ein
Drucksensor mit einer Genauigkeit von < 0,5 bis 0,1% vor, insbesondere ein Niederdrucksensor
mit Messbereichen von 0 bis 10 bar absolut, bevorzugt 0 bis 5 bar absolut, insbesondere
von 0 bis 2 bar absolut. Dieser kann besonders vorteilhaft für ein hochpräzises Zudosieren
von Gas, insbesondere im Rahmen des Erstellens einer Gasmischung eingesetzt werden.
[0009] Bevorzugt ist eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem zunächst
mindestens eine erste Komponente bis zu einem vorgebbaren ersten Druck, der über einen
entsprechend als Niederdrucksensor ausgebildeten Messfühler überwacht wird, eingefüllt
wird. Daran anschließend kann im Bedarfsfall mindestens eine weitere Komponente drucküberwacht
eingefüllt werden. Die letzte Komponente, bevorzugt die Gaskomponente mit dem größten
Anteil an der Gesamtmischung, wird bevorzugt gravimetrisch, dass heißt über eine Kontrolle
des eingefüllten Gewichtes, zugemischt. Dies kann bei Drücken bis zu 100 bar, bevorzugt
bis zu 200 bar, besonders bevorzugt bis zu 300 bar erfolgen. So lassen sich hochpräzise
Gasmischungen mit einer Genauigkeit von 1 bis 2% bis zu viermal schneller als bei
üblichen gravimetrischen Füllverfahren erfolgen.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere zum Befüllen mehrerer Druckgasbehälter
wie beispielsweise von zwei bis zwölf oder sogar mehr Druckgasbehältern. Insbesondere
kann hierbei nicht nur ein einziges Gas in die Druckgasbehälter gefüllt werden, sondern
auch zwei oder mehr Gase oder Gasmischungen nacheinander. So können beispielsweise
hochpräzise Mischungen mehrerer Gase hergestellt werden. Insbesondere eignet sich
das erfindungsgemäße Verfahren dazu, Mischungen von zweien oder mehreren Gasen herzustellen,
bei denen ein oder mehrere Gase nur einen sehr geringen Partialdruck in der endgültigen
Mischung aufweisen. So kann beispielsweise eine Komponente einen Partialdruck von
nur wenigen Millibar aufweisen, während die andere Komponente einen Druck von 100
bar oder mehr aufweisen kann. Insbesondere ist es bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
vorteilhaft, dass Referenzdruckbehälter und zu befüllende Druckgasbehälter die gleichen
strömungsmechanischen Leitwerte aufweisen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn
sich die Ventilquerschnitte inklusive der Rohrquerschnitte der Zuleitungen nicht oder
nur unwesentlich voneinander unterscheiden.
[0011] Erfindungsgemäß wird mit dem Messfühler zumindest während eines Teils des Befüllvorgangs
mindestens eine Messgröße gemessen. Dies bedeutet insbesondere beim Einfüllen von
mehreren Gasen, dass die Messgröße nicht notwendigerweise beim Füllen jeder einzelnen
Komponenten gemessen wird. So kann beispielsweise bei Herstellung eines Gemisches
aus zwei Gasarten nur bei der Befüllung einer der beiden Gasarten gemessen werden.
[0012] Durch die zumindest zeitweise vorliegende strömungstechnische Verbindung zwischen
zu befüllendem Druckgasbehälter und Referenzdruckgasbehälter ist beispielsweise dann,
wenn die Messgröße der Druck ist, neben dem Druck im Referenzgasbehälter gleichzeitig
auch der Druck in dem oder den zu befüllenden Druckgasbehältern bekannt. Mit hochpräzisen
Druckmessfühlern, insbesondere kapazitiven Drucksensoren, die insbesondere für Drücke
von weniger als einem bar, bevorzugt weniger als einem halben bar oder auch von 250
Millibar oder weniger kann folglich genau bestimmt werden, was für Drücke in den zu
befüllenden Druckgasbehältern anliegen. Durch die bekannten Drücke in den Druckgasbehältern
ist aber auch die Gasmenge in diesen Behältern bekannt. Insbesondere dann, wenn Gasgemische
hergestellt werden, in denen eine Gaskomponente nur einen sehr kleinen Anteil beispielsweise
im Bereich weniger Prozent, unter einem Prozent oder sogar im Bereich von einigen
ppm (Teilen pro Million, parts per million) oder sogar von einigen ppb (Teilen pro
Milliarde, parts per billion) aufweist, ist dies von Vorteil, da sich kleine Drücke
sehr genau bestimmen lassen. Beispielsweise kann dies über kapazitive Druckmesssysteme
erfolgen. Im Gegensatz dazu ist eine genaue Messung beispielsweise über gravimetrische
Methoden bei sehr kleinen Anteilen nur mit größeren Mengen möglich, so dass hier entweder
ein großer Fehler bei der Erstellung der Gasgemische in Kauf genommen wird oder eine
sehr große Gasmenge erstellt werden muss, die dann anschließend verdünnt werden muss.
Diese letztere Methode benötigt eine Vielzahl großvolumiger Zwischenbehälter in denen
diese einzelnen Gasgemische gespeichert werden. Dies bedingt einen hohen apparativen
Aufwand und ist mit hohen Kosten verbunden, wenn auf diese Art und Weise hochpräzise
Gasgemische hergestellt werden sollen, was durch die vorliegende Erfindung vermieden
werden kann.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst
die Messgröße mindestens eine der folgenden Größen:
- i) einen Druck in dem Referenzdruckgasbehälter;
- ii) eine Temperatur in dem Referenzdruckgasbehälter;
- iii) eine chemische Zusammensetzung eines Gases im Referenzdruckgasbehälter; und
- iv) einen Feuchtigkeitsgehalt in dem Referenzdruckgasbehälter.
[0014] Durch die Messung des Druckes in dem Referenzdruckgasbehälter ist gleichzeitig dann,
wenn alle zu befüllenden Druckgasbehälter in strömungstechnischer Verbindung mit dem
Referenzdruckgasbehälter stehen, der Druck in jedem Druckgasbehälter bekannt. Aufgrund
des Druckes lässt sich anhand der relevanten Gaszustandsgleichung auch auf die entsprechende
Menge des Gases schließen. Weisen der Referenzdruckgasbehälter und der zu befüllende
Druckgasbehälter identische Volumina auf, so liegt in beiden Behältern bei gleichem
Druck auch die identische Menge an Gas vor. Insbesondere bei kleinen Drücken kann
hier von einem idealen Gas ausgegangen werden, welches dem idealen Gasgesetz folgt.
[0015] Die Messung der Temperatur in dem Referenzdruckgasbehälter ermöglicht noch genauere
Bestimmungen der Gasmenge insbesondere in Verbindung mit einer Druckmessung, da aufgrund
der Temperatur die entsprechenden Gaszustandsgleichungen noch genauer ausgewertet
werden können. Die Messung der chemischen Zusammensetzung eines Gases im Referenzdruckgasbehälter
kann weiterhin zur Überprüfung des einzustellenden Gasgemisches eingesetzt werden
und kann andererseits auch dazu dienen, Verunreinigungen im Druckgasbehälter und/oder
im einströmenden Gas festzustellen. Die Analyse der chemischen Zusammensetzung kann
durch entsprechende analytische Messfühler erfolgen, beispielsweise durch so genannte
"Lab on a Chip"-Vorrichtungen. Der Feuchtigkeitsgehalt in dem Referenzdruckgasbehälter
kann beispielsweise dann relevant sein, wenn Gase oder Gasgemische eingefüllt werden,
die mit Wasser reagieren. So ist beispielsweise der Feuchtigkeitsgehalt relevant und
kritisch wenn ein Stickstoffmonoxid umfassendes Gas in den oder die Druckgasbehälter
eingefüllt wird. Alternativ oder zusätzlich ist auch eine Probenentnahme aus dem Referenzdruckgasbehälter
möglich, wobei eine kleine Menge an Gas entnommen und extern analysiert wird. Dies
kann beispielsweise eine massenspektrometrische, Spektralanalyse, FTIR, GC und eine
NMR-Analyse oder eine andere Analyse sein.
[0016] Besonders bevorzugt ist es in diesem Zusammenhang, wenn der Messfühler ein kapazitiver
Druckmessfühler ist.
[0017] Solche kapazitiven Druckmessfühler messen den lokal an diesem anliegenden Druck durch
eine Messung der elektrischen Kapazität eines Kondensators. Diese Messfühler, die
beispielsweise unter dem Namen Compact Capacitance Diaphragm Gauge von den Firmen
Pfeiffer oder Alcatel, unter dem Namen Capacitron von der Firma Leybold und unter
dem Namen Barocel 600-659 von der Firma BOC Edwards vertrieben werden, erlauben eine
hochpräzise Messung des Druckes gerade bei kleinen Drücken. Unter einem kleinen Druck
wird hier insbesondere ein Druck unterhalb des Atmosphärendrucks oder in der Nähe
des Atmosphärendrucks verstanden, beispielsweise im Bereich von 10
-3 mbar bis hin zu 10 bar. Kapazitive Druckmessfühler haben insbesondere auch den Vorteil,
dass sie den Druck verschiedenster Gasarten messen können, also unabhängig von der
Gasart arbeiten. Der Messwert eines solchen kapazitiven Druckmessfühlers ist also
unabhängig von der Gasart, so dass insbesondere ohne weitere Korrekturen die Messwerte
desselben Druckmessfühlers für die Befüllung mit unterschiedlichen Gasarten verwendet
werden können.
[0018] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfmdungsgemäßen Verfahrens
erfolgt der Befüllvorgang mehrstufig.
[0019] Unter einer mehrstufigen Befüllung wird beispielsweise eine Befüllung verstanden,
bei dem mindestens ein Druckplateau vorhanden ist. Unter einem Druckplateau wird hier
eine Situation verstanden, bei dem während des Befüllvorgangs der Druck für einen
gewissen Zeitraum im Wesentlichen konstant gehalten wird. Ein weiteres Beispiel eines
mehrstufigen Befüllungsvorgangs ist ein Befüllungsvorgang, bei dem zunächst ein gewisser
Partialdruck einer ersten Gaskomponente, beispielsweise Stickstoffmonoxid, und daran
anschließend ein Partialdruck einer zweiten Gaskomponente, beispielsweise Stickstoff,
in dem Druckgasbehälter erreicht wird. Insbesondere bei mehrstufigen Befüllungsvorgängen
kann es vorteilhaft sein, vor oder zwischen den Stufen eine zumindest teilweise Evakuierung
des oder der Druckgasbehälter und/oder von Zuleitungen zu den Druckgasbehältern vorzunehmen,
um Verunreinigungen zu verringern. Hierbei wird unter einer Evakuierung eine Druckverminderung
verstanden.
[0020] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird der Befüllvorgang zumindest zeitweise in Abhängigkeit von der Messgröße durchgeführt.
D. h. dass in besonders vorteilhafter Weise die Messgröße zur Steuerung oder Regelung
des Befüllvorgangs verwendet wird. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass ein Gasventil,
welches eine Verbindung zu einem Gasreservoir herstellt oder diese schließt, geöffnet
wird, bis ein Druckmessfühler einen entsprechenden Druck anzeigt und nach Erreichen
dieses Druckes das Ventil geschlossen wird. Dies kann beispielsweise auch bedeuten,
dass der Befüllvorgang so vorgenommen wird, dass eine Temperatur im Referenzdruckgasbehälter
und damit auch die Temperatur in dem oder den zu befüllenden Druckgasbehältern einen
vorgebbaren Wert nicht übersteigt, dass also ein entsprechendes Zulaufventil geschlossen
wird, wenn diese Temperatur erreicht wird und erst dann das Ventil wieder geöffnet
wird, wenn ein weiterer vorzugebender Druck unterschritten wird. Dies kann insbesondere
dann von Vorteil sein, wenn Gase oder Gasgemische hergestellt werden, die oberhalb
einer bestimmten Temperatur reaktiv sind. Die entsprechenden gemessenen Messgrößen
können auch zur Auslösung von Warnfunktionen verwendet werden. Beispielsweise kann
dann, wenn ein oberhalb eines Grenzwertes liegender Feuchtigkeitsgehalt festgestellt
wird und ein Gas befüllt wird, welches mit Wasser reagiert, ein entsprechender Warnhinweis
ausgegeben werden, z. B. ein Warnsignal abgegeben werden. Alternativ oder zusätzlich
ist es auch möglich den Befüllvorgang in diesem Fall abzubrechen.
[0021] Zur Durchführung der beschriebenen erfmdungsgemäßen Verfahren kann ein Zwischenstück
eingesetzt werden, welches zum Verbinden mit einer Öffnung eines Druckgasbehälters
dient. Das Zwischenstück umfasst einen ersten Anschluss zum Verbinden des Zwischenstücks
mit einem Druckgasbehälter, einen zweiten Anschluss zum Verbinden des Zwischenstücks
mit einem Ventilkopf und zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens ein Messfühler
ausgebildet ist, der zumindest mit dem ersten Anschluss in strömungstechnische Verbindung
bringbar ist.
[0022] Unter einem Anschluss wird hier ein mechanischer Anschluss verstanden, mit welchem
das Zwischenstück mit dem jeweiligen Element verbunden werden kann. Es kann sich hierbei
beispielsweise um ein Gewinde handeln, welches mit einem Bauteil mit insbesondere
einem ein korrespondierendes Gewinde aufweisenden Zapfen oder Konus verbindbar ist
oder auch um einen ein korrespondierendes Gewinde aufweisenden Druckgasbehälter, wie
dies bei Druckgasflaschen üblich ist. Unter einem Ventilkopf wird hier eine Einheit
verstanden, wie sie üblicherweise auf Druckgasflaschen Verwendung findet. Es handelt
sich hierbei um ein Ventilrad mittels dessen ein entsprechender Ventilkörper geöffnet
und geschlossen werden kann und eine Druckmesseinheit, die den Druck in der Gasflasche
anzeigt. Der Ventilkopf kann ferner einen Druckminderer umfassen, mittels dessen der
ggf. recht hohe im Druckgasbehälter vorliegende Druck auf niedrigere Drücke beispielsweise
im Bereich von einem oder wenigen bar herabgemindert wird. Weiterhin umfasst der Ventilkopf
einen Anschluss für eine Gasleitung, mittels derer Gas aus dem Druckgasbehälter entnommen
werden kann. Insbesondere kann es sich bei einem Ventilkopf um ein Druckgasbehälterventil
handeln.
[0023] Besonders bevorzugt ist mindestens ein Messfühler so ausgebildet, dass dieser durch
den ersten Anschluss hindurchtritt. So kann gewährleistet werden, dass der Messfühler
beim Verbinden des Zwischenstücks mit dem Druckgasbehälter in diesen hineinragt und
so die Messgröße im Inneren des Druckgasbehälters misst. Beispielsweise ist es so
möglich, dass ein entsprechender Temperaturmesskopf beispielsweise in Form eines Thermowiderstandes
oder eines Thermoelementes durch den ersten Anschluss hindurchtritt und so beim Montieren
des Zwischenstückes auf einen Druckgasbehälter die Temperatur im Inneren des Druckgasbehälters
bestimmt werden kann. Das Zwischenstück erlaubt es insbesondere in besonders vorteilhafter
Weise, dass die üblichen Ventilköpfe die zum Verbinden mit bzw. Entnehmen von Gas
aus dem Druckgasbehälter bekannt sind, weiterverwendet werden können. Das Zwischenstück
hat weiterhin den Vorteil, dass es nicht mehr notwendig ist, einen Referenzdruckgasbehälter
auszubilden, der sich von üblichen Druckgasbehältern unterscheidet sondern dass ein
üblicher Druckgasbehälter, beispielsweise eine Druckgasflasche, mit dem Zwischenstück
als Referenzdruckgasbehälter Verwendung finden kann. Dies hat einen Kostenvorteil
zur Folge. Weiterhin muss keine zusätzliche sicherheitstechnische Abnahme des Referenzdruckgasbehälters
erfolgen. Vielmehr ist hier die ohnehin erfolgende sicherheitstechnische Abnahme des
normalen Druckgasbehälters ausreichend. Weiterhin ist im Vergleich zu dem oben aus
dem Stand der Technik bekannten System somit die Ausbildung eines Referenzdruckgasbehälters
möglich, der auch hohen Drücken standhalten kann. Dies ist bei der aus dem Stand der
Technik bekannten Lösung mit Bohrungen in den Seiten des Druckgasbehälters üblicherweise
nicht der Fall. Somit können auch Messungen bei hohen Drücken im Inneren des Referenzdruckgasbehälters
in vorteilhafter Weise durchgeführt werden.
[0024] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Zwischenstücks ist eine Lanze ausgebildet,
die sich durch den ersten Anschluss hindurch erstreckt.
[0025] Unter einer Lanze wird hier ein sich länglich erstreckendes, bevorzugt metallisches
Bauteil verstanden. Im montierten Zustand ragt die Lanze zumindest teilweise in den
Druckgasbehälter hinein.
[0026] Bevorzugt ist in diesem Zusammenhang, dass mindestens einer der Messfühler an der
Lanze, insbesondere im Bereich des Lanzenendes, angeordnet ist.
[0027] Insbesondere kann ein die Temperatur messender Messfühler an der Lanze angeordnet
sein.
[0028] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des Zwischenstücks ist mindestens einer der
folgenden Messfühler ausgebildet:
- i) ein Messfühler zur Bestimmung des Drucks in dem Referenzdruckgasbehälter;
- ii) ein Messfühler zur Bestimmung der Temperatur in dem Referenzdruckgasbehälter;
- iii) ein Messfühler zur Bestimmung einer chemischen Zusammensetzung eines Gases im
Referenzdruckgasbehälter; und
- iv) ein Messfühler zur Bestimmung eines Feuchtigkeitsgehaltes in dem Referenzdruckgasbehälter.
[0029] Zur Druckmessung können insbesondere kapazitive Druckmessfühler eingesetzt werden
oder piezoelektrische Druckmessfühler. Ein Messfühler zur Bestimmung der Temperatur
umfasst insbesondere ein Thermoelement oder einen Thermowiderstand. Bei einem Thermowiderstand
wird lediglich der Ohmsche Widerstand des Thermowiderstandes gemessen, der sich in
Abhängigkeit von der am Thermowiderstand anliegenden Temperatur ändert. Bei einem
Thermoelement wird beispielsweise eine Spannung an einen Thermowiderstand angelegt
und ein fließender Strom gemessen und aus diesem der gerade anliegende Widerstand
bestimmt. Aus diesem lässt sich dann auf die anliegende Temperatur schließen.
[0030] Ein Messfühler zur Bestimmung einer chemischen Zusammensetzung kann beispielsweise
einen Messfühler zur Messung des Anteils einer bestimmten Komponente Gas umfassen.
Dies kann beispielsweise eine Nernst-Sonde sein, deren eine Elektrode auf einer entsprechenden
Referenz liegt. So kann der Feuchtigkeitsgehalt im Referenzdruckgasbehälter bestimmt
werden.
[0031] Besonders bevorzugt ist eine Ausbildung des Zwischenstücks, bei dem ein kapazitiver
Druckmessfühler ausgebildet ist.
[0032] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Zwischenstücks ist mindestens
ein Übertragungsmittel zur Übertragung zumindest eines Signals eines Messfühlers ausgebildet.
Unter einem Übertragungsmittel wird in diesem Zusammenhang ein Mittel verstanden,
mit dem man Daten hin zu einem entsprechenden Empfänger übertragen kann. Hierbei kann
die Übertragung sowohl drahtgebunden als auch drahtlos erfolgen. Entsprechend kann
das Übertragungsmittel als Stecker oder Kupplung ausgebildet sein, an den ein Draht
anschließbar ist, über welchen die entsprechende Messgröße oder durch den Messfühler
generierte Signale an eine entsprechende Auswerteeinheit wie beispielsweise ein Messgerät
oder ein Steuergerät übertragen werden. Gleichzeitig ist auch eine drahtlose Übertragung
möglich, bevorzugt basierend auf elektromagnetischen Wellen, besonders bevorzugt basierend
auf elektromagnetischen Wellen im Radiofrequenz- oder optischen Bereich. So kann in
besonders vorteilhafter Weise ein einziges Messgerät zur Überwachung einer Vielzahl
von Messfühlern in verschiedenen Zwischenstücken eingesetzt werden, bei dem ein zentrales
Messgerät mit einer Vielzahl von Messfühlern zusammenwirkt. Dies hat insbesondere
den Vorteil, dass bei Beschädigung eines Zwischenstückes nur ein recht preiswertes
Element auszutauschen ist, während die vergleichsweise teure Auswertungselektronik
nicht im Zwischenstück untergebracht ist und nicht ausgetauscht werden muss. Beispielsweise
kann so ein Thermoelement oder ein Thermowiderstand zur Messung der Temperatur über
ein entsprechendes Kabel mit einem entsprechenden Ohmmeter, Voltmeter oder einem entsprechenden
Auswerteelement verbunden werden.
[0033] Die im Rahmen dieser Erfindung für das erfindungsgemäße Verfahren offenbarten Details
und Vorteile lassen sich auf das Zwischenstück übertragen und anwenden. Gleiches gilt
für die im Rahmen der Beschreibung des er Zwischenstücks offenbarten Details und Vorteile,
die sich in gleicher Weise auf das erfindungsgemäße Verfahren übertragen und anwenden
lassen. Das beschriebene Zwischenstück lässt sich in vorteilhafter Weise im Rahmen
des erfindungsgemäßen Verfahrens einsetzen, in dem nämlich der Referenzdruckgasbehälter
ein solches Zwischenstück aufweist.
[0034] Im Folgenden soll die Erfindung anhand der beigefügten Figuren näher erläutert werden,
ohne dass die Erfindung auf die dort gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt wäre.
[0035] Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch ein Ausführungsbeispiel eines für das erfindungsgemäße Verfahren geeigneten
Zwischenstückes;
- Fig. 2
- einen mit einem solchen Zwischenstück ausgestatteten Druckgasbehälter in schematischer
Form beim Einsatz im erfindungsgemäßen Verfahren; und
- Fig. 3
- schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel von mit geeigneten Zwischenstücken ausgestatteten
Druckgasbehältem.
[0036] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Zwischenstückes 1 zum Verbinden mit einer
Öffnung eines Druckgasbehälters umfassend einen ersten Anschluss 2 zum Verbinden des
Zwischenstücks mit einem Druckgasbehälter, einen zweiten Anschluss 3 zum Verbinden
des Zwischenstücks mit einem (nicht gezeigten) Ventilkopf, wobei ein Messfühler 4
zur Bestimmung der Temperatur und ein Messfühler 5 zur Bestimmung des Drucks ausgebildet
sind. Der erste Anschluss 2 umfasst insbesondere einen mit einem Außengewinde versehenen
Zapfen, dessen Gewinde mit dem Innengewinde einer entsprechenden Druckgasflasche kommuniziert.
Der zweite Anschluss 3 weist insbesondere ein Innengewinde auf, welches im Wesentlichen
dem Innengewinde einer Druckgasflasche entspricht, so dass an den zweiten Anschluss
3 ein üblicher Ventilkopf anschließbar ist. Der erste Anschluss 2 ist mit einer üblichen
Druckgasflasche verbindbar so, dass der erste Anschluss 2 auf das entsprechende Innengewinde
geschraubt wird, so dass der Messfühler 4 zur Bestimmung der Temperatur, welcher sich
durch den ersten Anschluss 2 erstreckt, in das Innere des Druckgasbehälters ragt.
Andere Ausführungen der Anschlüsse 2, 3 sind möglich.
[0037] Weiterhin weist das Zwischenstück 1 ein Übertragungsmittel 6 auf. Das Übertragungsmittel
6 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Stecker, mittels welchem der Messfühler
4 zur Messung der Temperatur und/oder der Messfühler 5 zur Bestimmung des Druckes
mit einer entsprechenden Messeinrichtung (nicht gezeigt) verbunden werden kann. Das
Zwischenstück 1 kann in eine beliebige Druckgasflasche eingesetzt werden, welche bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren als Referenzdruckgasbehälter eingesetzt werden kann.
Insbesondere sei hier darauf verwiesen, dass in bevorzugter Weise das Zwischenstück
1 und insbesondere dessen Leitungen 7 so ausgebildet sind, dass diese ein möglichst
kleines Volumen aufweisen. Dadurch kann gewährleistet werden, dass sich das Volumen
des relevanten Referenzdruckgasbehälters nur geringfügig ändert, so dass hier höchstens
solche Messfehler entstehen, die vom Betrag her vernachlässigbar sind.
[0038] Das erfindungsgemäße Verfahren wird nun insbesondere unter Bezugnahme auf Fig. 2
detailliert beschrieben. Fig. 2 zeigt einen Druckgasbehälter 8, welcher gemäß dem
erfindungsgemäßen Verfahren befüllt wird. Parallel zum Druckgasbehälter 8 ist ein
Referenzdruckgasbehälter 9 ausgebildet. Druckgasbehälter 8 und Referenzdruckgasbehälter
9 sind parallel mit einer Befüllungszuleitung 10 verbunden. Der Referenzdruckgasbehälter
9 ist grundsätzlich identisch zum Druckgasbehälter 8 ausgebildet. Der Druckgasbehälter
8 ist mit einem üblichen Ventilkopf 11 versehen. Der Ventilkopf 11 weist zwei Anschlüsse
12 auf, mittels derer der Ventilkopf 11 mit dem Druckgasbehälter 8 einerseits und
der Befüllungsleitung 10 andererseits verbunden ist. Weiterhin umfasst der Ventilkopf
11 ein Ventil 13, mittels dem der Druckgasbehälter 8 in strömungstechnische Verbindung
zur Befüllungsleitung 10 oder einer hier nicht gezeigten Entnahmeleitung gebracht
werden kann. Im Gegensatz zum Druckgasbehälter 8 weist der Referenzdruckgasbehälter
9 ein Zwischenstück 1 auf, welches in Fig. 1 im Detail gezeigt und oben beschrieben
ist. Der zweite Anschluss 3 des Zwischenstücks 1 ist mit einem entsprechenden Ventilkopf
11 verbunden. Der Messfühler 4 zur Bestimmung der Temperatur ist hier an einer sich
in den Referenzdruckgasbehälter 9 erstreckenden Lanze 17 angebracht.
[0039] Mittels der Messfühler 4, 5 lassen sich Messgrößen bestimmen wie die Temperatur und
der Druck, die in dem Referenzdruckgasbehälter 9 vorliegen. Im Folgenden soll als
Beispiel ein mehrstufiger Füllvorgang, nämlich die Herstellung eines zweikomponentigen
Gasgemisches beschrieben werden, wobei das erfindungsgemäße Verfahren nicht auf die
Mischung zweikomponentiger Gasgemische beschränkt ist. Erfindungsgemäß können so Gemische
aus beliebigen Anzahlen von Gaskomponenten hergestellt werden. Zu Beginn des Vorgangs
werden der Druckgasbehälter 8 und der Referenzdruckgasbehälter 9 über die Befüllungsleitung
10 evakuiert, bis ein vorgebbarer Maximaldruck bzw. Minimaldruck erreicht ist. Danach
wird die erste Gaskomponente zugegeben. Dies ist bevorzugt die Gaskomponente, deren
Anteil im fertigen Gemisch geringer ist, d. h. deren Partialdruck im fertigen Gemisch
niedriger ist als der der anderen Komponente. Die Befüllung erfolgt bei geöffneten
Ventilen 13, so dass die Gaskomponente durch die Befüllungsleitung 10 sowohl in den
Druckgasbehälter 8 als auch in den Referenzdruckgasbehälter 9 strömen kann. Die Befüllungsleitung
10 wird geschlossen, wenn mittels des Messfühlers 5 zur Bestimmung des Druckes der
zu erreichende Druck angezeigt wird. Danach wird die Befüllungsleitung 10 mit der
anderen Gaskomponente bzw. mit einem diese enthaltenden Reservoir verbunden. Bei der
zweiten Stufe der Befüllung ist es insbesondere möglich, durch eine Betätigung des
entsprechenden Ventils 13 des mit dem zweiten Anschluss 3 verbundenen Ventilkopfes
11 den Referenzdruckgasbehälter 9 von der Befüllungsleitung 10 zu trennen. Hierauf
erfolgt die Befüllung des Druckgasbehälters 8 mit einer zweiten Gaskomponente. So
ist es beispielsweise möglich, die erste Gaskomponente bis zu einem Druck von 150
mbar zu füllen und daran anschließend die zweite Komponente bis zu einem Druck von
150 bar oder mehr zu füllen. Alternativ ist es auch möglich, dass während des gesamten
Befüllungsvorgangs auch die Referenzdruckgasbehälter 9 mit der Befüllungsleitung 10
verbunden ist.
[0040] Nach Beendigung der Befüllung des Druckgasbehälters 8 wird dieser verschlossen und
von der Befüllungsleitung 10 getrennt. Gleiches kann, mit dem Referenzdruckgasbehälter
9 geschehen. Der große Vorteil bei dem erfindungsgemäßen Verfahren liegt darin, dass
die Druckgasbehälter des Druckgasbehälters 8 und des Referenzdruckgasbehälters 9 identisch
sind. Somit muss einerseits zur Herstellung des Referenzdruckgasbehälter 9 keinerlei
bauliche Veränderung vorgenommen werden und andererseits kann jeder beliebige Druckgasbehälter
als Referenzdruckgasbehälter eingesetzt werden. Darüber hinaus ist eine Ausgestaltung
des Zwischenstücks 1 möglich, welche auf eine Vielzahl von Druckgasbehältern 9 passt.
Dies ist dadurch bedingt, dass es eine große Vielzahl von unterschiedlichen Druckgasbehältern
8 unterschiedlicher Volumina gibt, die jedoch alle ein identisches Gewinde zum Verbinden
mit einem entsprechenden Ventilkopf 11 aufweisen. Da der erste Anschluss 2 mit einem
solchen Innengewinde kommuniziert ist es somit möglich ein einziges Zwischenstück
für eine Vielzahl von unterschiedlichen Druckgasbehältern einzusetzen, um diese als
Referenzdruckgasbehälter 9 zu verwenden. Hierbei ist es besonders vorteilhaft, dass
Messfühler 4, 5 oder die Lanze 17, die sich durch den ersten Anschluss 2 hindurch
in das Innere des Referenzdruckgasbehälters 9 erstrecken, möglichst kurz auszuführen,
da dann ein Einsatz auch in kleinen Druckgasbehältern 8 möglich ist. Dies ist insbesondere
dann nicht nachteilig, wenn eine Druckmessung im Niederdruckbereich durchgeführt wird,
da sich im Niederdruckbereich die meisten Gase wie ideale Gase verhalten und keine
Schichtungseffekte oder ähnliches zu erwarten sind.
[0041] Die Lanze 17 kann insbesondere als Steigrohr ausgebildet sein. In diesem Fall ist
es vorteilhaft, dass die Messfühler 5 zur Bestimmung des Drucks über diese Lanze 17
mit dem Inneren des Referenzdruckgasbehälters 9 verbunden sind, während eine Evakuierung
des Referenzdruckgasbehälters 9 nicht über die Lanze 17, sondern neben der Lanze 17
her erfolgt. Dies beschleunigt den Evakuierungsvorgang des Referenzdruckgasbehälters
9.
[0042] Fig. 3 zeigt schematisch einen Abfüllstand, welcher zwei Referenzdruckgasbehälter
9 unterschiedlicher Größe zeigt. So ist es beispielsweise möglich einen der Referenzdruckgasbehälter
9 mit einer 10-Liter-Druckgasflasche zu verwirklichen, während der zweite Referenzdruckgasbehälter
9 ein Volumen von 40 Liter aufweist. Die Abfülleinrichtung weist weiterhin einen Anschluss
14 zum Anschluss einer üblichen Druckgasflasche zur Befüllung auf.
[0043] Weiterhin sind Ventile 15 ausgebildet, mittels derer jeder einzelne Referenzdruckgasbehälter
9 von der Befüllleitung 10 trennbar oder mit dieser strömungstechnisch verbindbar
ist. Weiterhin ist ein Einlassventil 16 ausgebildet, mit dem die Befüllleitung 10
mit einem entsprechenden Gasreservoir und/oder einer entsprechenden Evakuiereinheit
verbunden werden kann. Diese Ausgestaltung hat insbesondere den Vorteil, dass ohne
einen der Referenzgasdruckbehälter 9 auszutauschen Druckgasbehälter 8 unterschiedlicher
Größe befüllt werden können.
[0044] Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt in vorteilhafter Weise die Herstellung von
hochpräzisen Gasmischungen. Das Zwischenstück 1 kann dabei in besonders vorteilhafter
Weise zur Bildung eines Referenzdruckgasbehälters 9 aus einem üblichen Druckgasbehälter
8 wie beispielsweise einer Druckgasflasche eingesetzt werden. Als Messfühler haben
sich insbesondere Messfühler 4 zum Bestimmen der Temperatur und Messfühler 5 zum Bestimmen
des Drucks und hier insbesondere kapazitive Druckaufnehmer als vorteilhaft erwiesen.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Zwischenstück
- 2
- Erster Anschluss
- 3
- Zweiter Anschluss
- 4
- Messfühler zur Bestimmung der Temperatur
- 5
- Messfühler zur Bestimmung des Druckes
- 6
- Übertragungsmittel
- 7
- Leitung des Zwischenstücks
- 8
- Druckgasbehälter
- 9
- Referenzdruckgasbehälter
- 10
- Befüllungsleitung
- 11
- Ventilkopf
- 12
- Anschluss
- 13
- Ventil
- 14
- Anschluss
- 15
- Ventil
- 16
- Einlassventil
- 17
- Lanze