[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Anordnung nach den ausgangsseitigen Streckwerkswalzen
eines Streckwerks.
[0002] Es ist bekannt, bei Spinnereivorbereitungsmaschinen mit einem Streckwerk im Anschluss
an die Streckwerkswalzen eine Verdichtungseinrichtung vorzusehen, die das im Streckwerk
ausgebreitete Fasermaterial zusammenführt. Bei einer Strecke liegt das Fasermaterial
im Streckwerk als Vlies vor, das dann nach anschließender Verdichtung zu einem Faserband
von einem Kalanderwalzenpaar in einen sich drehenden Bandkanal befördert wird, der
das Faserband schlaufenförmig in eine Spinnkanne ablegt.
[0003] Es ist beispielsweise von der Strecke RSB-D 40 der Firma Rieter Ingolstadt Spinnereimaschinenbau
AG bekannt, für das Verdichten eine Vliesdüse mit einer Vliesführungsdüse zu verwenden,
denen ein Bandtrichter mit Injektorkanälen nachgeschaltet ist. Das aus dem Bandtrichter
austretende Band wird von den Kalanderwalzen zu einem separaten Injektor transportiert,
der das Band in den Bandkanal einfädelt.
[0004] Diese bekannte Anordnung hat sich sehr gut bewährt. Bei einer kompakteren Konstruktion
des Streckwerks hingegen liegen die Bauteile enger zusammen, was die Handhabung und
die Zugänglichkeit der einzelnen Bauteile in dem dem Streckwerk nachgeordneten Bereich
betrifft.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zwischen einem Streckwerk
und einem Bandkanal zur Verfügung zu stellen, bei der die Handhabung und Zugänglichkeit
erleichtert ist.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art durch die Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Die Vorteile der Erfindung sind insbesondere darin zu sehen, dass durch den erfindungsgemäßen
Träger eine kompakte Baueinheit erhalten wird, in dem die wichtigsten Vlies- und Bandführungselemente
integriert bzw. an dem sie vorgesehen sind. Es ergibt sich somit ein extrem einfaches
Handling. Der Träger weist außerdem den Vorteil auf, dass die Anzahl an Einzelbauteilen
deutlich reduziert werden kann. Der Benutzer muss demnach nicht zwangsläufig mit Einzelteilen
in dem kleinen Bauraum hantieren, sondern kann den Träger mit den daran angeordneten
Bauteilen, insbesondere der Verdichtungseinrichtung und der Einfädeleinrichtung, aus
seiner Betriebsposition entnehmen und als Ganzes wieder einsetzen. Hierzu muss lediglich
die dem Streckwerk abgewandte Kalanderwalze weggeschwenkt oder auf andere Weise entfernt
werden, um dann durch vorzugsweise einen einzigen Handgriff den Träger samt Verdichtungs-
und Einfädeleinrichtung aus der Betriebsposition zu lösen und zu entfernen.
[0008] Bevorzugt ist der Träger als umlaufender Rahmen ausgebildet. An einem oberen Rahmenteil
ist dann die Verdichtungseinrichtung und an einem unteren Rahmenteil die Einfädeleinrichtung
angeordnet. Die beiden Rahmenteile sind vorzugsweise durch seitliche Streben verbunden.
Gemäß einer Alternative ist nur an einer Seite eine Strebe vorhanden. Diese Ausgestaltungen
erleichtern die Handhabung und fördern die Kompaktheit der Konstruktion.
[0009] Eine geschlossene Ausbildung des Rahmens fördert dessen Steifigkeit und somit die
präzise Lagerung in seiner Betriebsposition.
[0010] Der Träger ist vorzugsweise durch eine im wesentlichen lineare Bewegung in seine
Betriebsposition zwischen Streckwerk und Bandkanal bringbar und aus dieser wieder
entfernbar. Der Träger wird hierbei bevorzugt an seinen beiden seitlichen Streben
angefasst und von vorne in seine Betriebsposition geführt.
[0011] Umständliche Bewegungen in mehreren Raumrichtungen erübrigen sich. Hierbei kann der
Träger z.B. mit beiden Händen links und rechts von den Kalanderwalzen ergriffen und
in Position gebracht werden. Alternativ kann der Träger auch mit nur einer Hand positioniert
werden, was einer vereinfachten Handhabung noch weiter entgegenkommt
[0012] Besonders bevorzugt sind die Verdichtungseinrichtung und/oder die Einfädeleinrichtung
oder Teile von den vorgenannten Elementen einstückig am Träger angeformt, da ansonsten
mechanische Verspannungen, nicht justierte Verbindungen oder Faseransammlungen an
den Verbindungsstellen resultieren könnten.
[0013] Die Verdichtungseinrichtung und die Einfädeleinrichtung sind besonders bevorzugt
derart ausgebildet und angeordnet, dass zwischen ihnen die Kalanderwalzen Platz finden.
Diese sorgen für den Transport des in der Verdichtungseinrichtung geformten Faserbandes
in den nachfolgenden Bandkanal, wobei direkt nach den Kalanderwalzen die Einfädeleinrichtung
vorgesehen ist.
[0014] Eine nahezu geschlossene Vlies- und Bandführung von der Verdichtungseinrichtung bzw.
sogar vom Ausgangszylinder des Streckwerks bis in den Bandkanal des Drehtellers resultiert,
wenn die Verdichtungseinrichtung von der einen Seite und die Einfädeleinrichtung von
der anderen Seite in den jeweils von den Kalanderwalzen gebildeten Spalt hineinragen.
Durch die von oben in den Kalanderwalzenspalt hineinreichende Verdichtungseinrichtung
wird das seitliche Ausweichen des Faserbandes beim Einführvorgang in Richtung der
Klemmlinie der beiden Kalanderwalzen verhindert. Außerdem verschafft der extrem kurze
Faserbandweg vom Streckwerk in den Bandkanal sowie die überall vorhandene Führung
des Faserbandes über den genannten Laufweg eine sehr kleine Störungsanfälligkeit,
da das Faserband keine Gelegenheit hat, an offenen Stellen auszutreten.
[0015] Vorzugsweise umfasst die Verdichtungseinrichtung eine Vliesdüse, die ähnlich bekannten
Vliesdüsen zur Sammlung des verstreckten, in Vliesform vorliegenden Fasermaterials
ausgebildet sein kann. Bei einer diesbezüglichen Ausführungsform umfasst die Vliesdüse
vorzugsweise eine verschwenkbare Wandplatte, die durch Magneten am Träger gehalten
ist, und bei Staubildung in der Vliesdüse gegen die Magnetkraft vom Träger wegschwenkt.
Die verschwenkte Wandplatte kann hierbei das gestaute aber zunächst noch weitergeförderte
Faservlies zielgerichtet aus dem Kalanderbereich ableiten. Zudem wird vorzugsweise
mittels eines elektrischen Kontakts ein Abstellsignal an die Maschine gegeben. Durch
ein Verschwenken vom Streckwerk weg und nach vorne hat eine Bedienperson dann leichten
Zugriff auf die Vliesdüse, falls es hier zu Verstopfungen mit Fasermaterial kommen
sollte.
[0016] Vorzugsweise ist der Träger an der verschwenkbaren Wandplatte mit den Händen bzw.
mit einer Hand greifbar, so dass - ggf. zusätzlich zu einem Ergreifen an den oben
genannten seitlichen Trägerstreben - auch hier die Handhabung insgesamt erleichtert
ist.
[0017] Es hat sich zudem als vorteilhaft erwiesen, dass der Träger durch Magnete an einem
Streckwerkshalterung gehalten ist. Einerseits ist der Träger dann durch entsprechende
Kraftausübung in einfacher Weise entfernbar, andererseits in seiner Betriebsposition
sicher gehalten. Sollten sich Wickel an der Ausgangsoberwalze oder am Kalander bilden
oder wäre eine Störung im Bereich der Vliesdüse gegeben, ist es mittels dieser Konstruktion
möglich, dass das unerwünschtermaßen angesammelte Fasermaterial den Träger aus seiner
Betriebsposition wegdrückt. Hierdurch kann dann ein elektrischer Kontakt (bzw. das
Unterbrechen eines elektrischen Kontaktes) ein automatisches Abstellen der Spinnereivorbereitungsmaschine
bewirken. Alternativ oder zusätzlich kann hierbei ein Sensor zum Einsatz kommen, der
die Betriebsposition des Trägers und vorteilhafterweise auch der daran befindlichen
verschwenkbaren Wandplatte überwacht.
[0018] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist der Träger in jeweils einem Zylinderlager
zu beiden Seiten des Trägers mit Hilfe von Magneten gehalten. Die Magneten auf der
einen Seite sind vorzugsweise justierbar ausgebildet, damit die andere Seite des Trägers
eng am dortigen Zylinderlager anliegen kann. Auf diese Weise kann eine dichtungslose
Luftzuführung gewährleistet werden (s. unten).
[0019] Eine weitere konstruktive Vereinfachung ergibt sich, wenn an der Verdichtungseinrichtung
ein Abstreifer für einer der Kalanderwalzen angeordnet ist.
[0020] Die Verdichtungseinrichtung weist vorteilhafterweise mindestens eine Injektorbohrung
auf, die mit einer ersten Luftzufuhrleitung für Druckluft verbunden ist. Vorteilhafterweise
sind mindestens zwei Injektorbohrungen vorhanden, um dem Faservlies genügenden Schub
zum Transport durch die Engstelle der Verdichtungseinrichtung zu verleihen.
[0021] Der oder die Injektorbohrungen sind vorzugsweise in einem Einsatz ausgebildet, der
in die Vliesdüse einsetzbar ist. Die Verdichtungseinrichtung ist bei dieser Ausgestaltung
im wesentlichen durch die Vliesdüse und den Vliesdüseneinsatz gebildet. Ein bei bekannten
Maschinen häufig vorhandener Bandtrichter zwischen dem Vliesdüseneinsatz und den Kalanderwalzen
kann bei dieser Ausführung entfallen.
[0022] Auch die Einfädeleinrichtung weist vorteilhafterweise mindestens eine Injektorbohrung
auf, die mit einer zweiten Luftzufuhrleitung für Druckluft verbunden ist. Auch hier
sind zwei Injektorbohrungen bevorzugt, um im Band vor Ablage in die Spinnkanne den
gewünschten Drall zu erzeugen.
[0023] Die erste Luftzufuhrleitung und/oder die zweite Luftzufuhrleitung verlaufen besonders
bevorzugt im Träger, da hierdurch keine platzintensiven und bei der Handhabung störenden
Schläuche im Bedienraum vonnöten sind. Bei ansonsten vorhandenen Schläuchen kann sich
des weiteren bei einem Bandstau an der Vliesdüse oder bei ähnlichen Störungen unerwünschtermaßen
Fasermaterial an den Schläuchen absetzen, was das Handling weiter erschwert. Auch
müsste beim Einsetzen von Teilen in die Betriebsposition auf die Schlauchverlegung
geachtet werden.
[0024] Die erste und die zweite Luftzufuhrleitung werden besonders bevorzugt von einer gemeinsamen,
am Träger vorgesehenen Zufuhrspeisung gespeist, da dann nur eine einzige externe Luftzuführung
zum Träger vorhanden sein muss. Vorteilhafterweise kommt hierbei an der Druckluftübertragungsstelle
der Zufuhrspeisung keine Dichtung zum Einsatz kommt. Bevorzugt liegt der Träger stattdessen
eng an der entsprechenden Druckluftübertragungsstelle an, beispielsweise mit Hilfe
der oben genannten Zylinderlager.
[0025] Vorzugsweise sind die erste und die zweite Luftzufuhrleitung durch Bohrungen im Träger
gebildet, wobei weiterhin bevorzugt eine Sammelleitung im Träger von der Zufuhrspeisung
zu einer Abzweigung führt, von der die erste und die zweite Luftzufuhrleitung abzweigen.
[0026] Vorzugsweise ist die Menge der zugeführten Druckluft in beiden Luftzufuhrleitungen
unabhängig voneinander einstellbar, ggf. sogar bis zum Schließen bzw. Unterbrechen
einer der beiden Luftzufuhrleitungen. Hierfür kann eine manuelle Einstellmöglichkeit
oder eine elektrisch gesteuerte oder geregelte Verstellung vorgesehen sein.
[0027] Die beschriebene Luftzuführung in einem massiven Bauteil - insbesondere ausgeführt
als Bohrungen, vorzugsweise in dem genannten Träger - zu den Injektorbohrungen der
Verdichtungs- und/oder der Einfädeleinrichtung kann auch als eigener Erfindungsaspekt
angesehen werden. Auf raumgreifende, anfällige Schlauchverbindungen zu den Injektorbohrungen
kann verzichtet werden. Die Platzverhältnisse und die Zugriffszugänglichkeit werden
hierbei optimiert und die Handhabbarkeit deutlich erhöht. Bei dieser Art von Luftzufuhrleitung(en)
ist eine Ausgestaltung eines Trägers mit Anordnung sowohl der Verdichtungs- als auch
die Einfädeleinrichtung nicht notwendig, aber selbstverständlich möglich. Auch die
übrigen beschriebenen Ausgestaltungsmöglichkeiten (Zufuhrspeisung, Sammelleitung,
von der Sammelleitung abgezweigte Luftzufuhrleitungen, Einstellbarkeit der Luftzufuhr,
etc.) sind in diesem separaten Erfindungsaspekt als vorteilhafte Weiterbildungen eingeschlossen
- unabhängig davon, ob überhaupt ein Träger vorhanden ist oder ob der Träger gemäß
dem ersten Erfindungsaspekt ausgebildet ist. Auch kann es möglich sein, dass sowohl
für die Verdichtungseinrichtung als auch für die Einfädeleinrichtung jeweils eine
separate Halterung bzw. ein separater Träger vorgehen ist. Hierbei laufen dann vorzugsweise
die Luftzufuhrleitungen in der jeweiligen Halterung.
[0028] Die Erfindung betrifft gleichfalls eine Spinnereivorbereitungsmaschine, insbesondere
eine Karde, Strecke oder Kämmmaschine, mit einem Streckwerk, wobei die Spinnereivorbereitungsmaschine
eine Vorrichtung der zuvor geschilderten Ausgestaltung aufweist.
[0029] Das Streckwerk der erfindungsgemäßen Spinnereivorbereitungsmaschine ist vorzugsweise
geneigt angeordnet, wobei das oder die zu einem Faservlies ausgebreiteten Faserbänder
in Laufrichtung gesehen schräg abwärts das Streckwerk durchlaufen. Das Streckwerk
wird hierbei vorzugsweise von vorne - ggf. mit Hilfe eines Podests als Standerhöhung
- bedient. Der Benutzer hat bei einer diesbezüglichen Ausführungsform mit beiden Händen,
die links und rechts an dem Belastungsarm vorbeigreifen, Zugriff auf den Träger. An
dem Belastungsarm sind üblicherweise die ihm zugewandte Kalanderwalze und die Oberwalzen
aufgehängt.
[0030] Das Streckwerk ist bei einer derartigen Anordnung vorzugsweise gegenüber der Horizontalen
geneigt, bevorzugt mit einer Neigung zwischen 40° und 75° gegenüber der Horizontalen.
[0031] Aufgrund der Neigung des Streckwerks kann auf eine Umlenkoberwalze verzichtet werden,
so dass das Streckwerk vorzugsweise als 3-über-3-Streckwerk ausgebildet ist, also
ein Vor- und ein Hauptverzugsfeld ohne nachgeordnete Umlenkoberwalze aufweist.
[0032] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche
gekennzeichnet. Im Rahmen der Ansprüche sind beliebige Kombinationen der in den Ansprüchen
sowie der in der Beschreibung einschließlich der anschließenden Figurenbeschreibung
aufgeführten Merkmale möglich.
[0033] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren näher
beschrieben, wobei für gleiche Funktionselemente gleiche Bezugszeichen verwendet werden.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines Streckwerks mit Bandablagevorrichtung;
- Figur 2
- das Streckwerk der Figur 1 mit Zugriff eines Bedieners;
- Figur 3
- eine Aufsicht auf das Streckwerk gemäß der Figur 2;
- Figur 4
- eine geschnittene Seitenansicht eines geneigten Streckwerk mit nachfolgender Verdichtungs-
und Einfädeleinrichtung;
- Figur 5
- eine Detailansicht der Anordnung gemäß der Figur 4;
- Figur 6
- eine Seitenansicht auf einen Träger mit integrierter Verdichtungs- und Einfädeleinrichtung;
- Figur 7
- der Träger gemäß der Figur 6 in Vorderansicht, geschnitten entlang B-B der Figur 8,
und
- Figur 8
- der Träger gemäß den Figuren 6 und 7 in Seitenansicht, geschnitten entlang A-A der
Figur 7.
[0034] In den Figuren 1 und 2 sind die wesentlichen Teile einer Strecke als Beispiel einer
Spinnereivorbereitungsmaschine in Seitenansicht schematisch dargestellt. Das Herzstück
der Strecke ist das Streckwerk 1, in welchem ein oder mehrere dem Streckwerk 1 vorgelegte
Faserbänder FB - ausgebreitet zu einem Vlies - in bekannter Weise verstreckt werden.
Das oder die Faserbänder FB durchlaufen hierbei das Streckwerk 1 in Richtung f3 (s.
Figur 1). Es resultiert am Ausgang des Streckwerks 1 ein vergleichmäßigtes Faservlies,
das in einer Verdichtungseinrichtung 20 zu einem Faserband FB verdichtet und von einem
Kalanderwalzenpaar 38, 48 in einen üblicherweise geschwungenen Bandkanal 71, der in
einem Drehteller 72 integriert ist, transportiert und in eine Kanne K abgelegt wird.
Der Drehteller 72 und damit der Bandkanal 71 drehen sich um eine vertikale, durch
eine gestrichelte Linie angedeutete Achse. Gleichfalls wird die Kanne K gedreht, indem
sie auf einem rotierenden Kannenteller 73 platziert wird. Die beiden vertikalen Drehachsen
des Kannentellers 73 und des Drehtellers 72 verlaufen bekanntermaßen gegeneinander
versetzt, so dass das Faserband FB in zykloidaler Form in die Kanne K abgelegt wird.
[0035] Die Kanne K steht in einer Öffnung eines Unterbaus 62, der auch das Streckwerk 1
trägt. Vor dem Unterbau 62 ist ein Podest 63 angeordnet, das von einem Bediener B
bestiegen werden kann.
[0036] Zur Verstreckung des oder der vorgelegten Faserbänder FB umfasst das Streckwerk 1
vorliegend drei Walzenpaare (s. Figur 2). Dies ist zum einen das Eingangswalzenpaar,
das aus der Eingangsunterwalze 35 und der Eingangsoberwalze 45 besteht. Es folgen
in Laufrichtung f3 des oder der Faserbänder FB die mittlere Unterwalze 36 und die
mittlere Oberwalze 46. Zusammen bilden die Walzen 35, 45, 36, 46 das sog. Vorverzugsfeld.
Das letzte Walzenpaar im Streckwerk 1 wird von der Ausgangsunterwalze 37 und der Ausgangsoberwalze
47 gebildet, das zusammen mit den mittleren Walzen 36, 46 das sog. Hauptverzugsfeld
darstellt. Die genannten Walzenpaare laufen mit unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten,
so dass das oder die Faserbänder FB, welche im Streckwerk 1 zu einem Vlies ausgebreitet
und entlang der Klemmlinien der jeweiligen Walzenpaare geklemmt werden, entsprechend
dem Verhältnis der Umfangsgeschwindigkeiten verzogen werden.
[0037] Die Unterwalzen 35, 36, 37 sind endseitig in Lagern 31 bzw. 32 bzw. 33 gelagert (s.
Figur 1), die ihrerseits auf einem Tragkörper 65 angeordnet sind. Die Oberwalzen 45,
46, 47 sind in einem Belastungsarm 50 mit zwei Seitenwangen 52a, 52b gelagert (s.
Figur 3), die an ihren freien Enden mittels einer Horizontalstange 54 verbunden sind
und an ihrem anderen Ende jeweils in einem Schwenklager 58 gelagert sind. Mittels
dieser Anlenkung ist der Belastungsarm 50 um die Schwenkachse 59 verschwenkbar, s.
Pfeil f2 in Figur 1. Um eine optimale Klemmwirkung des oder der Faserbänder FB im
Streckwerk 1 zu realisieren, wird der Belastungsarm 50 mit seinen eingehängten Oberwalzen
45, 46, 47 mittels zweier Schwenkhebel 75 in der in Figur 1 dargestellten Belastungsstellung
verriegelt. Die Schwenkhebel 75 greifen mit ihren endseitigen Klauen an der Horizontalstange
54 des Belastungsarms 50 an. Bei Hochschwenken der Schwenkhebel 75 um die Schwenkachse
76 (s. Pfeil f1) wird der Belastungsarm 50 frei und kann um die Schwenkachse 59 aufgeschwenkt
werden. Diese Situation ist in Figur 2 dargestellt.
[0038] Das in den Figuren 1-3 gezeigte Streckwerk 1 ist ein sog. 3-über-3-Streckwerk, das
vorliegend um ca. 45° gegenüber einer Horizontalebene zum Bediener B hin geneigt ist.
[0039] Angemerkt sei, dass in den Figuren 1 und 2 lediglich mechanische Komponenten der
Strecke dargestellt sind. Regulierungseinrichtungen, Zentralrechner, Antriebe u. dgl.
sind nicht gezeigt, da sie im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht wesentlich sind
und vorzugsweise den bekannten Ausführungen entsprechen. Es sind hierbei Antriebe
mit Riemenübertragung als auch Einzelantriebe sowie Mischformen möglich.
[0040] Wie den Figuren 1 und 2 zu entnehmen ist, tritt ein Bediener B des Streckwerks 1
von vorne an die Strecke heran, indem er zunächst auf das Podest 63 steigt, um in
optimaler Höhe zu arbeiten. Das Streckwerk 1 ist dann vor Bauch und Brust des Bedieners
B angeordnet. Um auf das oder die Faserbänder FB im Streckwerk 1 zugreifen zu können
- beispielsweise zum Einlegen von Bandenden der zur verstreckenden Bänder oder zum
Säubern des Streckwerks 1 - entriegelt er den Belastungsarm 50, um diesen anschließend
zu sich hin zu verschwenken. In der Aufsicht gemäß der Figur 3 ist das geöffnete Streckwerk
1 noch einmal der besseren Übersicht halber dargestellt.
[0041] Aus den Figuren 2 und 3 wird deutlich, dass der Bediener B um den Belastungsarm 50
beidseitig herum greift, um auf das Streckwerk 1 bzw. das oder die Faserbänder FB
zugreifen zu können. Da das freie Ende des Belastungsarms 50 vor seiner Brust seine
Ruhelage einnimmt, hat der Bediener B eine freie Sicht über den Belastungsarm 50 hinweg
auf das Streckwerk 1. Die günstige Bedienbarkeit wird unterstützt durch die geneigte
Anordnung des Streckwerks 1.
[0042] In den Figuren 4 und 5 ist ein Ausschnitt aus einem gegenüber dem Streckwerk 1 der
Figuren 1-3 noch weiter geneigten Streckwerks 1 (ca. 60° gegenüber ca. 45°) mit einer
Verdichtungseinrichtung 20 und einer Einfädelreinrichtung 10 dargestellt. Im Streckwerk
1 ist zusätzlich zu der in den Figuren 1-3 gezeigten Ausführung noch jeweils ein an
den Unterwalzen 35, 36, 37 anliegender Putzstab 39 vorgesehen; außerdem ist ein Druckstab
49 in bekannter Manier im Hauptverzugsfeld angeordnet.
[0043] Wie im Zusammenhang der Figuren 4-8 deutlich wird, ist die Verdichtungseinrichtung
20 und die Einfädelreinrichtung 10 in einem Träger 2 integriert, wobei wesentliche
Teile der beiden Einrichtungen 20, 10 einstückig mit dem Träger 2 ausgebildet sind.
Der Träger 2 ist als umlaufender, geschlossener Rahmen mit einem oberen Rahmenteil
3 und einem parallel dazu verlaufenden unteren Rahmenteil 4 sowie zwei, die beiden
Rahmenteile 3, 4 verbindenden seitlichen Streben 5, 6 ausgebildet. In der oberen Trägerhälfte
ist die Verdichtungseinrichtung 20 vorgesehen, in der unteren die Einfädeleinrichtung
10. Zwischen diesen beiden ist eine zentrale Öffnung 11 vorgehen, in die von beiden
Seiten die Kalanderwalzen 38, 48 eingreifen, angedeutet in Figur 6 durch die beiden
gestrichelten Kreise.
[0044] Die Verdichtungseinrichtung 20 umfasst eine im Träger 2 ausgebildete Vliesdüse 21,
die eine konkav geschwungene Kontur 23 aufweist (s. Figur 7), gegen die das verstreckte
Faservlies frontal anläuft. Auf diese Weise wird das Vlies zu einem mittig in die
Vliesdüse 20 eingesetzten Vliesdüseneinsatz 26 zwangsumgelenkt, so dass es die Vliesdüse
21 zu einem Faserband FB geformt verlässt. Die Vliesdüse 21 ist zu den Lagern 31-34
hin durch eine starre Wand 22 begrenzt, zum Bediener B hin durch eine Wandplatte 24,
die in einer Aufnahme 25 verschwenkbar ist. In der Figur 4 ist die Wandplatte 24 in
Arbeitsstellung, in der sie durch Magnete 29 am oberen Rahmenteil 3 gehalten ist,
und in Figur 5 in Störstellung dargestellt. Bei Bandstau in der Vliesdüse 21 drückt
das Vlies die Wandplatte 24 von der Arbeits- in die Störstellung, wobei ein elektrischer
Kontakt die Abstellung der Maschine bewirkt.
[0045] Auf der der Wandplatte 24 gegenüber liegenden Seite der Verdichtungseinrichtung 20
ist ein Abstreifer 28 montiert, dessen freies Ende an der Kalanderwalze 48 anliegt
und Fasermaterial abkratzt.
[0046] Die Vliesdüse 21 verjüngt sich in Richtung der Kalanderwalzen 38, 48 und ragt mit
einer stumpfen Spitze 8 in den von den Kalanderwalzen 38, 48 gebildeten oberen Spalt.
Dies bedeutet, dass das Faserband FB nach Austritt aus der Vliesdüse 21 bzw. dem Vliesdüseneinsatz
26 sofort von den Kalanderwalzen 38, 48 erfasst wird und keine freien Wege durchlaufen
muss, was ansonsten die Gefahr von Bandlaufstörungen erhöhen würde.
[0047] Im Vliesdüseneinsatz 26 sind zwei schräg gegenüber der Vertikalen verlaufende, von
außen bis ins Innere des Einsatzes 26 durchgehende Injektorbohrungen 27 vorgesehen,
die zum Transport eines anfangs losen Faserbandendes durch den Einsatz 26 dienen.
Die beiden Injektorbohrungen 27 werden mit Druckluft versorgt, die durch eine am Träger
2 vorgesehene Zufuhrspeisung 15 sichergestellt wird, wobei an der Druckluftübertragungsstelle
vorliegend keine Dichtung zum Einsatz kommt. Die Zufuhrspeisung 15 versorgt eine im
Träger 2 verlaufende Sammelleitung 17 mit Luft, die wiederum in eine erste Luftzufuhrleitung
18 mündet, die schließlich zu den Injektorbohrungen 27 führt. Die Leitungen 17, 18
sind als Bohrungen im Träger 2 ausgeführt.
[0048] Die Einfädeleinrichtung 10 ist unterhalb der Kalanderwalzen 38, 48 angeordnet und
dient zum Einfädeln des Faserbandes FB in den nachfolgenden Bandkanal 71. Eine stumpfe
Spitze 7 der Einfädeleinrichtung 10 ragt in den unteren von den Kalanderwalzen 38,
48 gebildeten Spalt. Die Einfädeleinrichtung 10 umfasst einen von unten eingesetzten
Einsatz 12, der zum Bandkanal 71 weist, und der mit einer Madenschraube 12a o.dgl.
(s. Figur 6) im Träger 2 gehalten ist.
[0049] Auch im Einsatz 12 sind zwei Injektorbohrungen 13 vorgesehen, die das Faserband FB
zum einen in den Bandkanal 71 transportieren helfen, zum anderen zur Drallerzeugung
im Band FB dienen. Die beiden Injektorbohrungen 13 werden über eine Luftzufuhrleitung
14 gespeist, in welche die Sammelleitung 17 mündet. Auch die Leitung 14 ist als Bohrung
im Träger 2 ausgebildet.
[0050] Während die Bohröffnung der senkrechten Bohrung für die Sammelleitung 17 durch einen
Blindstopfen 16 verschlossen und abgedichtet ist, ist in die Bohröffnungen der ersten
und zweiten Luftzufuhrleitung 18, 14 jeweils eine Madenschraube bzw. Drosselschraube
16b o.dgl. eingeschraubt, die den Übergang von der Sammelleitung 17 in die erste bzw.
zweite Luftzufuhrleitung 18 bzw. 14 unterschiedlich weit verschließen kann. Auf diese
Weise lässt sich die Luftzufuhr zu den Injektorbohrungen 18 bzw. 14 regulieren. Alternativ
ließe sich auch ein angesteuerter Ventilmechanismus realisieren.
[0051] Der Träger 2 lässt sich in einfacher Weise mit beiden Händen oder mit einer Hand
an den seitlichen Streben 5, 6 und/oder der Wandplatte 24 ergreifen und in nahezu
linearer Bewegung (entsprechend dem Doppelpfeil f4) in seine in den Figuren 4 und
5 gezeigte Arbeitsstellung bringen und wieder aus dieser entfernen. Hierzu dienen
auch zwei seitliche Führungsnuten 19 (s. Figur 7) an den Streben 5, 6, die bei Einsetzen
und Herausnehmen des Trägers 2 entlang zweier nicht dargestellter Stifte an der Maschine
gleiten. Der Träger 2 ist mittels nicht dargestellter Magneten in Zylinderlagern an
einer Streckwerkshalterung gehalten, so dass er gegen diese Kraft aus seiner Arbeitsstellung
entfernbar ist. Auch kann bei einem Bandstau bzw. einer Wickelbildung im Bereich der
Ausgangswalzen und/oder der Kalanderwalzen der Träger 2 durch das Fasermaterial aus
seiner Arbeitsstellung gedrückt werden, wobei die Maschine dann vorteilhafterweise
automatisch mittels eines elektrischen Kontaktes oder durch Sensorauslösung abgestellt
wird.
[0052] Die Erfindung wurde anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Innerhalb
der Ansprüche sind weitere Ausgestaltungsmöglichkeiten realisierbar. Beispielsweise
kann der Träger auch aus zwei oder mehreren Rahmenteilen bestehen, die miteinander
verschraubt oder anderweitig fest und ggf. lösbar miteinander verbunden sind. Auch
hierbei wird der Träger bevorzugt als Ganzes in seine Arbeitsstellung gebracht bzw.
aus dieser entfernt.
1. Vorrichtung zur Anordnung nach den ausgangsseitigen Streckwerkswalzen (37, 47) eines
Streckwerks (1), gekennzeichnet durch einen reversibel zwischen dem Streckwerk (1) und einem nachfolgenden Bandkanal (71)
einsetzbaren und wieder herausnehmbaren Träger (2), an dem einerseits eine Verdichtungseinrichtung
(20) zum Zusammenfassen von das Streckwerk verlassendem Fasermaterial (FM) zu einem
Faserband (FB) und andererseits stromabwärts der Verdichtungseinrichtung (20) eine
Einfädeleinrichtung (10) zum Einfädeln des Faserbandes (FB) in den Bandkanal (71)
zum Ablegen des Faserbandes (FB) in eine Spinnkanne (K) o. dgl. angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) als umlaufender Rahmen ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) umlaufend und geschlossen ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) durch eine im wesentlichen lineare Bewegung (f4) in eine Betriebsposition
zwischen Streckwerk (1) und Bandkanal (71) bringbar und aus dieser wieder entfernbar
ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) mit beiden Händen links und rechts von den Kalanderwalzen (38, 48)
greifbar und in seine Betriebsposition bringbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) einhändig positionierbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtungseinrichtung (20) und/oder die Einfädeleinrichtung (11) oder Teile
von den vorgenannten Elementen (20, 12) einstückig am Träger (2) angeformt sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtungseinrichtung (20) und die Einfädeleinrichtung (10) derart ausgebildet
und angeordnet sind, dass zwischen ihnen die Kalanderwalzen (38, 48) Platz finden.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtungseinrichtung (20) und die Einfädeleinrichtung (10) von sich gegenüberliegenden
Seiten in den von den Kalanderwalzen (38, 48) gebildeten Spalt hineinragen.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtungseinrichtung (20) eine Vliesdüse (21) umfasst.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vliesdüse (21) eine verschwenkbare Wandplatte (24) umfasst, die durch Magneten
(29) am Träger (2) gehalten ist, und bei Staubildung in der Vliesdüse (21) gegen die
Magnetkraft vom Träger (2) wegschwen kt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) an der verschwenkbaren Wandplatte (24) mit den Händen ergreifbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) durch Magnete an einem Streckwerksbauteil gehalten ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) an seinen beiden Seiten jeweils in einem Zylinderlager mit Hilfe der
Magneten gehalten ist.
15. Spinnereivorbereitungsmaschine nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsposition des Trägers (2) und der daran befindlichen verschwenkbaren Wandplatte
(24) mittels eines Sensors überwacht wird.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtungseinrichtung (20) mindestens eine Injektorbohrung (27) aufweist, die
mit einer ersten Luftzufuhrleitung (18) für Druckluft verbunden ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Injektorbohrung (27) in einem Vliesdüseneinsatz (26) vorgesehen
ist, der in die Vliesdüse (21) einsetzbar ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Luftzufuhrleitung (18) im Träger (2) verläuft.
19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfädeleinrichtung (10) mindestens eine Injektorbohrung (13) aufweist, die mit
einer zweiten Luftzufuhrleitung (14) für Druckluft verbunden ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Injektorbohrung (13) in einem Einsatz (12) vorgesehen ist, der
in eine Öffnung des Trägers (2) einsetzbar ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Luftzufuhrleitung (14) im Träger (2) verläuft.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Luftzufuhrleitung (18, 14) von einer gemeinsamen, am Träger
(2) vorgesehen Zufuhrspeisung (15) gespeist werden.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass an der Druckluftübertragungsstelle der Zufuhrspeisung (15) keine Dichtung zum Einsatz
kommt
24. Vorrichtung nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sammelleitung (17) im Träger (2) von der Zufuhrspeisung (15) zu einer Abzweigung
führt, von der die erste und die zweite Luftzufuhrleitung (18, 14) abzweigen.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Luftzufuhrleitung (18, 14) durch Bohrungen im Träger (2)
gebildet sind.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftzufuhr in den beiden Luftzufuhrleitungen (18, 14) unabhängig voneinander
einstellbar ist.
27. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Verdichtungseinrichtung (20) ein Abstreifer (28) für einer der Kalanderwalzen
(38) angeordnet ist.
28. Spinnereivorbereitungsmaschine, insbesondere Karde, Strecke oder Kämmmaschine, mit
einem Streckwerk (1), gekennzeichnet durch eine Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
29. Spinnereivorbereitungsmaschine nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckwerk (1) geneigt angeordnet ist, wobei das oder die Faserbänder (FB) in
Laufrichtung (f3) gesehen schräg abwärts das Streckwerk (1) durchlaufen.
30. Spinnereivorbereitungsmaschine nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckwerk (1) zwischen 40° und 75° gegenüber der Horizontalen geneigt ist.
31. Spinnereivorbereitungsmaschine nach einem der Ansprüche 28 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckwerk als 3-über-3-Streckwerk ausgebildet ist.