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(11) |
EP 2 007 935 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.2013 Patentblatt 2013/34 |
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Anmeldetag: 30.03.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/002871 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/115703 (18.10.2007 Gazette 2007/42) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM ABZIEHEN UND VERSTRECKEN EINES MULTIFILEN FADENS
METHOD AND APPARATUS FOR PULLING OFF AND DRAWING A MULTIFILAMENT THREAD
PROCEDE ET DISPOSITIF D'EXTRACTION ET D'ETIRAGE D'UN FIL MULTIFILAMENT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE IT LI |
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Priorität: |
05.04.2006 DE 102006015895
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.12.2008 Patentblatt 2009/01 |
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Patentinhaber: Oerlikon Textile GmbH & Co. KG |
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42897 Remscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- WEIGEND, Helmut
42477 Radevormwald (DE)
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| (74) |
Vertreter: Heine, Christian Klaus |
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KNH Patentanwälte
Kahlhöfer Neumann Rößler Heine
Postfach 10 33 63 40024 Düsseldorf 40024 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 540 062 DE-A1- 19 808 480
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DE-A1- 19 503 561
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abziehen und Verstrecken eines multifilen
Fadens beim Schmelzspinnen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
[0002] Bei der Herstellung von multifilen Fäden in einem Schmelzspinnprozess ist es bekannt,
die frisch gesponnenen multifilen Fäden aus der Spinneinrichtung zu ziehen und je
nach Fadentyp eine mehr oder weniger hohe Verstreckung sowie eventuelle weitere Behandlungen
durchzuführen, um den multifilen Faden am Ende der Behandlungen zu einer Spule aufwickeln
zu können. Zum Abziehen und Verstrecken der multifilen Fäden werden üblicherweise
Galetten verwendet, die einen angetriebenen Führungsmantel aufweisen, an dessen Umfang
zumindest einer der Fäden mit einer Teilumschlingung geführt wird. In Abhängigkeit
von der gewünschten Verstreckung bzw. der für die Verstreckung erforderlichen Streckkräfte
werden die Führungsmäntel der Galetten einfach oder mehrfach von dem Faden umschlungen.
[0003] Aus der
DE 103 43 460 A1 ist beispielsweise ein gattungsgemäßes Verfahren und eine gattungsgemäße Vorrichtung
bekannt, bei welcher ein multifiler Faden durch zwei im Fadenlauf hintereinander angeordnete
angetriebene Galetten abgezogen und verstreckt werden. Eine derartige Anordnung ist
insbesondere geeignet, um sogenannte Pre-Oriented-Yarns (POY) mit einer geringen bzw.
teilweisen Verstreckung herzustellen.
[0004] Um vollverstreckte Garne zu erzeugen werden demgegenüber höhere Streckkräfte benötigt,
so dass zur Vermeidung von Schlupferscheinungen an den Galetten der Faden mit mehreren
Umschlingungen an dem Führungsmantel der Galetten geführt werden muß. Hierzu ist der
Galette eine Beilaufrolle zugeordnet, wie beispielsweise aus der
DE 102 27 290 A1 bekannt ist. Je nach Anzahl der Fadenumschlingungen am Führungsmantel der Galetten
und in Abhängigkeit von der Anzahl der gleichzeitig am Führungsmantel geführten Fäden
sind somit lang auskragende Galettensysteme erforderlich.
[0005] Unabhängig von der Höhe der Verstreckkräfte ist eine Mindestlänge des in einer Streckzone
durch zwei Galetten gespannte Fadenstück des Fadens einzuhalten, um den Streckvorgang
in dem multifilen Faden zu vollziehen. Soweit wird bei dem bekannten Verfahren und
der bekannten Vorrichtung der zwischen den Galetten gebildete Abstand im wesentlichen
durch die erforderliche Länge des Fadenstückes bestimmt.
[0006] Es ist nun Aufgabe der Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abziehen
und Verstrecken eines multifilen Fadens der gattungsgemäßen Art derart auszubilden,
dass unabhängig von freien Strecklängen des Fadens sehr kompakte Anordnungen der Galetten
realisierbar sind.
[0007] Ein weiteres Ziel der Erfindung liegt darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung der
gattungsgemäßen Art bereitzustellen, bei welchen, bzw. welcher hohe Streckkräfte auch
mit einfach umschlungenen Galetten zur Herstellung von vollverstreckten Fäden realisierbar
sind.
[0008] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen nach Anspruch
1 und durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch 10 gelöst.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der jeweiligen Unteransprüche definiert.
[0010] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass ein zwischen den Galetten gespanntes
Fadenstück in seiner Länge unabhängig von der Anordnung der Galetten zueinander gewählt
werden kann. Hierzu wird das Fadenstück zwischen den Galetten als eine Fadenschlaufe
geführt, wobei der Faden am Schlaufenende über eine drehbare gelagerte Umlenkrolle
geführt wird. Somit lassen sich lange Streckzonen für das zwischen den Galetten gespannte
Fadenstück bei minimalem Abstand der Galetten zueinander realisieren. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung weist eine drehbar gelagerte Umlenkrolle im Fadenlauf zwischen den Galetten
auf, die mit ihrem Abstand zu den Galetten die Länge der Fadenschlaufe und damit die
Gesamtlänge des eingespannten Fadenstückes zwischen der Galetten bestimmt. Durch die
drehbar gehaltene Umlenkrolle treten keine Relativerscheinungen zwischen dem Fadenstück
und der Umlenkrolle auf, so dass allein die Umfangsgeschwindigkeiten der Galetten
für die Führung des Fadenstückes maßgeblich sind.
[0011] Für die Integration in einem Schmelzspinnprozess ist die Weiterbildung der Erfindung
bevorzugt verwendet, bei welcher der Faden mit einem Umschlingungswinkel von >120°
am Umfang zumindest einer der Führungsmäntel der Galetten geführt wird. Damit lassen
sich sowohl vertikal ausgerichtete oder aber auch horizontal ausgerichtete Spinnprozesse
zur Herstellung von synthetischen Fäden verwirklichen. Dabei wird zur Ausbildung einer
symmetrischen Fadenschlaufe die Umlenkrolle mit gleichem Abstand mittig zu den Galetten
gehalten.
[0012] Die Weiterbildung der Erfindung, bei welcher das Fadenstück zwischen den Galetten
durch eine Temperierung und / oder Verwirbelung behandelt wird, ist besonders vorteilhaft.
So lässt sich die zum Verstrecken übliche Temperierung des Fadens vorteilhaft in dem
Fadenstück zwischen den Galetten und der Umlenkrolle ausführen. Damit können die mit
großen Verlusten behaftete Temperiersysteme, bei welchem der Faden in Mehrfachumschlingung
an einem beheizten Führungsmantel einer Galette geführt wird, völlig entfallen. Die
freien Strecken der Fadenschlaufe zwischen den Galetten und der Umlenkrolle können
soweit vorteilhaft zur Behandlung des Fadens genutzt werden.
[0013] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist hierzu einer Behandlungseinrichtung im Fadenlauf
zwischen der Umlenkrolle und zumindest einer der Galetten auf, so dass entweder das
Fadenstück im zulaufenden Abschnitt der Fadenschlaufe oder im ablaufenden Abschnitt
der Fadenschlaufe behandelt werden kann. Es ist jedoch auch möglich, die Behandlungseinrichtung
derart auszubilden, dass sowohl der zulaufende Abschnitt der Fadenschlaufe vor der
Umlenkrolle und der ablaufende Abschnitt der Fadenschlaufe hinter der Umlenkrolle
gleichmäßig durch eine Behandlungseinrichtung behandelt werden. Somit führt die erfindungsgemäße
Fadenschlaufe zwischen den Galetten zu einer hohen Flexibilität in der Ausführung
und Anordnung der Behandlungseinrichtungen.
[0014] Zur Temperierung des Fadenstücks wird bevorzugt eine kontaktlose Erwärmung gewählt,
bei welcher das Fadenstück durch einen Infrarotstrahler aufgeheizt wird. Derartige
röhrenförmige Infrarotstrahler lassen sich insbesondere in ihrer Wellenlänge auf das
Fadenmaterial abstimmen, so dass die Temperierung mit hohem Wirkungsgrad ausführbar
ist.
[0015] Die Wärmebehandlung des Fadens durch einen Infrarotstrahler kann noch dadurch verbessert
werden, indem ein Strahlungswandler gegenüberliegend zu dem Infrarotstrahler angeordnet
wird, wobei der Faden in dem Freiraum zwischen dem Strahlungswandler und dem Infrarotstrahler
geführt ist. Durch den Strahlungswandler können die in ihrer Wellenlänge nicht geeigneten
Infrarotstahlen umgewandelt und zur Erwärmung des Fadens nutzbar gemacht werden. Damit
lässt sich die Ausbeute der Infrarotstrahlen zur Erwärmung des Fadens wesentlich erhöhen.
[0016] Eine besonders günstige Anordnung lässt sich dadurch erreichen, dass die Überlaufrolle
und die Galetten einen im wesentlichen gleich großen Manteldurchmesser aufweisen und
dass der Strahlungsheizer innerhalb der Fadenschlaufe angeordnet ist. So können beide
Fadenstücke der Fadenschlaufe gleichzeitig zur Erwärmung bestrahlt werden. Es ergibt
sich zudem eine sehr kompakte Bauweise.
[0017] In Abhängigkeit von den gewählt herzustellenden Fadentyp lassen sich die Galetten
sowohl unabhängig voneinander mit unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten der Führungsmäntel
oder gemeinsam mit wesentlichen gleichen Umfangsgeschwindigkeiten antreiben und steuern.
Dabei sind den Galetten vorzugsweise separate Galettenantriebe zugeordnet, die durch
ein gemeinsames Steuergerät oder durch separate Steuergeräte ansteuerbar sind.
[0018] Die Weiterbildung der Erfindung, bei welcher der Faden zum Verstrecken über mehrere
Galettenpaare geführt wird, wobei an jedem der Galettenpaare das zwischen den Galetten
gespannte Fadenstück als Fadenschlaufe geführt wird, ist besonders geeignet, um vollverstreckte
Fäden mit mehreren Behandlungsstufen herzustellen. So lässt sich beispielsweise einem
letzten Galettenpaar eine Heizeinrichtung zuordnen, die die Fadenschlaufe zwischen
den Galetten zu Ausführung einer Schrumpfbehandlung temperiert. Dementsprechend wird
die letzte Galette des Galettenpaares in einer etwas niedrigeren Umfangsgeschwindigkeit
betrieben als die der Fadenschlaufe vorgeordnete Galette.
[0019] Die Schmelzspinnprozesse werden üblicherweise derart betrieben, dass mehrere Fäden
parallel gleichzeitig hergestellt werden. Somit ist die Weiterbildung der Erfindung
bevorzugt verwendet, bei welcher mehrere Fäden gleichzeitig parallel nebeneinander
an den Galetten geführt sind, so dass die Führungsmäntel der Galetten entsprechend
lang ausgebildet sind. Hierbei werden die zwischen den Führungsmänteln gebildeten
Fadenschlaufen vorzugsweise mit einem geringem Abstand im Bereich von 3 mm bis 8 mm
am Umfang der Umlenkrolle geführt, so dass selbst bei hoher Anzahl von Fäden eine
sehr kompakte Führung und Anordnung einhaltbar ist.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung sind somit besonders
geeignet, um synthetische Fäden in einem Schmelzspinnprozess abzuziehen und zu verstrecken.
Hierbei ist es unabhängig davon, ob in dem Schmelzspinnprozess textile Fäden, technische
Fäden, gekräuselte Fäden oder Verbundfäden aus den zuvor genannten Einzelfäden oder
Effektfäden hergestellt werden.
[0021] Das erfindungsgemäße Verfahren ist nachfolgend anhand einiger Ausführungbeispiele
der erfindungsgemäßen Vorrichtung unter Bezug auf die beigefügten Figuren näher erläutert.
[0022] Es stellen dar:
- Fig. 1
- schematisch eine Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in einem POY-Schmelzspinnprozess
- Fig. 2
- schematisch eine Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in einem FDY-Schmelzspinnprozess
- Fig. 3 bis Fig. 6
- schematisch Ansichten weiterer Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
[0023] In der Figur 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in einem Schmelzspinnprozess zur Herstellung eines POY-Garnes schematisch gezeigt.
[0024] Zum Schmelzspinnen eines multifilen Fadens ist ein beheizbarer Spinnkopf 1 vorgesehen,
der an seiner Unterseite eine Spinndüse 3 mit einer Vielzahl von Düsenöffnungen und
an seiner Oberseite einen Schmelzezulauf 2 aufweist. Der Schmelzezulauf 2 ist mit
einer hier nicht dargestellten Schmelzequelle beispielsweise einem Extruder gekoppelt.
Innerhalb des Spinnkopfes 1 können weitere schmelzeführende und schmelzefördernde
Bauteile angeordnet sein, auf die an dieser Stelle nicht näher eingegangen wird.
[0025] Unterhalb der Spinndüse 3 ist ein Kühlschacht 5 ausgebildet, der seitlich an einer
Anblasvorrichtung 6 angeschlossen ist. Über die Anblasvorrichtung 6 läßt sich ein
Kühlluftstrom erzeugen, der in den Kühlschacht 5 eingeleitet wird, so dass ein durch
die Spinndüse 3 extrudiertes Filamentbündel 4 gleichmäßig abgekühlt wird.
[0026] Unterhalb des Kühlschachtes 5 ist ein Sammelfadenfuhrer 7 und eine Präparationsvorrichtung
8 vorgesehen, um das Filamentbündel 4 zu einem Faden 9 zusammenzuführen.
[0027] Um den Faden 9 bzw. das Filamentbündel 4 aus der Schmelzspinnzone abzuziehen und
zu verstrecken, ist unterhalb der Präparationsvorrichtung 8 die erfindungsgemäße Vorrichtung
angeordnet. Die Vorrichtung weist eine erste angetriebene Galetten 10.1 und eine zweite
angetriebene Galette 10.2 auf, die im kurzen Abstand untereinander angeordnet sind.
Seitlich neben den Galetten 10.1 und 10.2 ist eine Umlenkrolle 11 angeordnet. Die
Umlenkrolle 11 befindet sich dabei vorzugsweise in einer Mittelebene zu den Galetten
10.1 und 10.2. Die Umlenkrolle 11 ist drehbar gelagert und mit gleichem Abstand zu
den Galetten 10.1 und 10.2 gehalten.
[0028] Zum Abziehen und Verstrecken des Fadens 9 sind die Galetten 10.1 und 10.2 und die
Umlenkrolle 11 derart in dem Fadenlauf angeordnet, dass der Faden 9 über den Umfang
der Galette 10.1 zugeführt und über den Umfang der Galette 10.2 weitergeführt wird.
Das zwischen den Galetten 10.1 und 10.2 gespannte Fadenstück wird als Fadenschlaufe
12 zwischen den Galetten 10.1 und 10.2 geführt, wobei das Ende der Fadenschlaufe 12
durch die Position der Umlenkrolle 11 bestimmt ist und wobei der Faden 9 an dem Umfang
der Umlenkrolle 11 umgelenkt wird. Das Fadenstück zwischen den Galetten 10.1 und 10.2
wird dabei in dem ablaufenden Abschnitt der Fadenschlaufe 12 zwischen der Umlenkrolle
11 und der Galetten 10.2 durch eine Verwirbelungsvorrichtung 22 verwirbelt. Hierzu
wird der Faden 9 mit einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Galetten 10.1 und
10.2 geführt. Hierzu ist die Umfangsgeschwindigkeit der Galette 10.2 gleich oder etwas
niedriger eingestellt als die Umfangsgeschwindigkeit der Galette 10.1. Insoweit findet
eine Verstreckung des Fadens im wesentlichen in der vorgeordneten Schmelzspinnzone
statt.
[0029] Nach Ablauf von der Galette 10.2 wird der Faden 9 über eine Führungsrolle 13 zu einer
Aufwickelvorrichtung 14 geführt. In der Aufwickelvorrichtung 14 wird der Faden 9 zu
einer Spule 18 gewickelt, wobei die Verlegung des Fadens durch eine Changiereinrichtung
15, eine Andrückwalze 16 auf die Spule 18 erfolgt. Die Spule 18 ist über eine angetriebene
Spulspindel 17 gehalten.
[0030] Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt eine erste Anwendungsmöglichkeit
zum Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Durch die seitlich neben den Galetten 10.1 und 10.2 geführten Fadenschlaufe lassen
sich an dem Faden Behandlungsstrecken ausbilden, die vorteilhaft quer ausgerichtet
zu dem Fadenlauf ausgebildet sind, so dass eine sehr kompakte Galettenanordnung unterhalb
des Kühlschachtes 5 zu einer sehr kurzen und kompakten Gesamtvorrichtung führt. Hierbei
könnte beispielsweise zur Relaxation des Fadens 9 dem zulaufenden Abschnitt der Fadenschlaufe
eine weitere Behandlungseinrichtung zugeordnet sein, um beispielsweise das Fadenstück
zwischen der Galette 10.1 und der Umlenkrolle 11 zu erwärmen. Neben einer Relaxation
lassen sich die Verwirbelungsergebnisse zur Erzeugung eines Fadenschlusses verbessern.
[0031] In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in einem Schmelzspinnprozess zur
Herstellung eines vollverstreckten Fadens (FDY) schematisch gezeigt. Die in Fig. 2
dargestellte Gesamtvorrichtung unterscheidet sich im wesentlichen nur durch die Ausbildung
des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Die Einrichtungen
zum Schmelzspinnen des multifilen Fadens sowie die Einrichtungen zum Aufwickeln des
multifilen Fadens sind identisch zu dem vorgenannten Ausführungsbeispiel nach Fig.
1 so dass an dieser Stelle Bezug zu der vorgenannten Beschreibung genommen wird.
[0032] Zum Abziehen und Verstrecken des multifilen Fadens ist die erfindungsgemäße Vorrichtung
mit mehreren Galettenpaaren 32.1 und 32.2 ausgebildet. Das erste Galettenpaar 32.1
wird durch die Galetten 10.1 und 10.2 gebildet, die unmittelbar der Präparationsvorrichtung
8 nachgeordnet sind. Zwischen den Galetten 10.1 und 10.2 ist eine erste Umlenkrolle
11.1 mit jeweils gleichem Abstand zu der Galette 10.1 und 10.2 angeordnet. In dem
Abstand zwischen der Umlenkrolle 11.1 und den Galetten 10.1 und 10.2 ist eine Heizvorrichtung
20 angeordnet, die zwei sich gegenüber liegende Infrarotstrahler 21.1 und 21.2 aufweist.
Zwischen den Infrarotstrahlern 21.1 und 21.2 wird die Fadenschlaufe 12 geführt. Hierzu
wird der Faden 9 über den Umfang der Galette 10.1 zugeführt. Das zwischen den Galetten
10.1 und 10.2 gespannte Fadenstück wird durch die Umlenkrolle 11.1 am Ende der Fadenschlaufe
12 umgelenkt, wobei der zulaufende Abschnitt der Fadenschlaufe 12 durch den Infrarotstrahler
21.1 und der ablaufende Fadenabschnitt der Fadenschlaufe 12 durch den Infrarotstrahler
21.2 beheizt wird. Anschließend wird der Faden 9 über den Umfang der Galette 10.2
in eine zwischen den Galettenpaaren 32.1 und 32.2 gebildete Streckzone geführt.
[0033] Das Galettenpaar 32.2 wird durch die Galetten 10.3 und 10.4 gebildet, denen eine
im Abstand angeordnete Umlenkrolle 11.2 zugeordnet ist. Die Umlenkrolle 11.2 ist mit
im wesentlichen gleichem Abstand zu den Galetten 10.3 und 10.4 in einem mittleren
Bereich angeordnet. Das zwischen den Galetten 10.3 und 10.4 gespannte Fadenstück wird
somit ebenfalls als Fadenschlaufe 12 über den Umfang der Umlenkrolle 11.2 geführt.
In dem ablaufenden Abschnitt der Fadenschlaufe 12 zwischen der Umlenkrolle 11.2 und
der Galette 10.4 ist eine Verwirbelungsvorrichtung 22 vorgesehen.
[0034] Dem Galettenpaar 32.2 ist die Aufwickelvorrichtung 14 nachgeordnet, so dass der von
der letzten Galetten 10.4 ablaufende Faden 9 zu einer Spule 18 gewickelt wird.
[0035] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Schmelzspinnprozess wird der Faden 9 über die beiden
Galettenpaare 32.1 und 32.2 abgezogen und verstreckt. Hierzu sind die Galetten 10.1
und 10.2 des ersten Galettenpaares 32.1 im wesentlichen mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit
angetrieben, wobei der Faden 9 zwischen den Galetten 10.1 und 10.2 innerhalb der Fadenschlaufe
12 temperiert wird. Hierzu ist jedem Abschnitt der Fadenschlaufe ein separater Infrarotstrahler
21.1 und 21.2 zugeordnet. Zwischen den Galettenpaaren 32.1 und 32.2 ist eine Geschwindigkeitsdifferenz
derart eingestellt, dass die Galette 10.3 mit größerer Umfangsgeschwindigkeit umläuft
als die Galette 10.2. Der Faden 9 wird somit zwischen den Galettenpaaren 32.1 und
32.2 verstreckt. Vor dem Aufwickeln des Fadens 9 hält dieser eine Verwirbelung, die
unmittelbar vor Ablauf der letzten Galetten 10.4 ausgeführt wird. Die Galetten 10.3
und 10.4 werden mit leichter Geschwindigkeitsdifferenz betrieben.
[0036] Das in Fig. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt eine Anwendung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung und des erfindungsgemäßen Verfahrens bei der Herstellung von vollverstreckten
Fäden. Besonders vorteilhaft gegenüber den im Stand der Technik bekannten Vorrichtung
ergibt sich die Fadenführung mit einfacher Umschlingung an den Galetten 10.1 bis 10.4.
Insoweit sind lang auskragende Führungsmäntel zur Aufnahme mehrerer Umschlingungen
des Fadens nicht mehr erforderlich. Zudem lässt sich die Temperierung vorteilhaft
im Bereich der Fadenschlaufen zwischen den Galetten 10.1 und 10.2 realisieren.
[0037] In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
schematisch dargestellt. Die Vorrichtung unterscheidet sich im wesentlichen durch
das in Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel durch eine Parallelführung mehrerer Fäden
am Umfang der Galetten.
[0038] Die Galette 10.1 weist hierzu einen Führungsmantel 19.1 auf, der drehbar an einem
Galettenträger 24.1 gelagert ist und durch einen hier nicht dargestellten Antrieb
in Pfeilrichtung angetrieben wird. Die im kurzen Abstand daneben liegende zweite Galette
10.2 weist ebenfalls einen Führungsmantel 19.2 auf, der an dem Galettenträger 24.2
drehbar gehalten ist und durch einen hier nicht dargestellten Antrieb gleichsinnig
zu der ersten Galette angetrieben wird. In dem mittleren Bereich zwischen den Galetten
10.1 und 10.2 ist mit Abstand zu den Führungsmänteln 19.1 und 19.2 eine Umlenkrolle
11 angeordnet. Die Umlenkrolle 11 ist drehbar an einer Achse 23 gelagert, wobei die
Achse 23 an einem Träger 33 befestigt ist. Zwischen der Umlenkrolle 11 und der im
Fadenlauf nachgeordneten Galette 10.2 ist eine Behandlungseinrichtung 25 vorgesehen,
die beispielsweise als Heizvorrichtung oder als Verwirbelungsvorrichtung ausgebildet
sein könnte.
[0039] Die in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung ist zur Führung mehrerer parallel laufender
Fäden 9 vorgesehen. Hierzu werden in diesem Ausführungsbeispiel zwei parallel laufende
Fäden 9 mit jeweils einer Teilumschlingung an den Führungsmänteln 19.1 und 19.2 geführt.
Die zwischen den Führungsmänteln 19.1 und 19.2 sowie der Umlenkrolle 11 gebildeten
Fadenschlaufen 12 verlaufen ebenfalls parallel nebeneinander, wobei vorzugsweise ein
Fadenabstand a zwischen den Fadenschlaufen im Bereich von 3 bis 8 mm eingestellt ist.
Damit können auch bei einer großen Anzahl von Fäden kompakte und kurze Galetten und
Überlaufrollen verwendet werden. Die Fäden 9 laufen parallel in die Behandlungseinrichtung
25 ein, um gleichzeitig temperiert oder verwirbelt zu werden. An dieser Stelle sei
ausdrücklich erwähnt, dass die zuvor gezeigten Ausführungsbeispiele sowie die nachfolgend
gezeigten Ausführungsbeispiele nicht auf die Führung von einem Faden beschränkt sind,
sondern ebenfalls gleichzeitig mehrere parallel laufende Fäden abziehen und verstrecken
könnten.
[0040] In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
gezeigt, wie sie beispielsweise in einem in Fig. 2 dargestellten Schmelzspinnprozess
einsetzbar wäre.
[0041] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 weist insgesamt zwei Galettenpaare 32.1 und 32.2
auf. Die den Galetten 10.1 und 10.2 ist die Umlenkrolle 11.1 und den Galetten 10.3
und 10.4 des zweiten Galettenpaares 32.2 die Umlenkrolle 11.2 zugeordnet. An jedem
Galettenpaar 32.1 und 32.2 wird der Faden 9 zwischen den Galetten als Fadenschlaufe
12 geführt. Hierbei wird sowohl die Fadenschlaufe 12 des ersten Galettenpaares 32.1
als auch die Fadenschlaufe des zweiten Galettenpaares 32.2 durch jeweils eine Heizvorrichtung
20.1 und 20.2 temperiert. Die Heizvorrichtungen 20.1 und 20.2 sind identisch aufgebaut
und weisen mehrere Infrarotstrahler 21.1 und 21.2 auf. Für den Fall, dass mehrere
Fäden parallel am Umfang der Galetten 10.1 bis 10.4 geführt werden, könnten weitere
hier nicht dargestellte Infrarotstrahler innerhalb der Heizvorrichtung 20.1 und 20.2
integriert sein.
[0042] Die Galetten 10.1 und 10.2 des ersten Galettenpaares 32.1 werden über separate Galettenantriebe
26.1 und 26.2 angetrieben. Die Galettenantriebe 26.1 und 26.2 sind einem Steuergerät
27 zugeordnet, so dass die Galetten 10.1 und 10.2 vorzugsweise mit gleichen Umfangsgeschwindigkeiten
betrieben werden. Demgegenüber werden die Galetten 10.3 und 10.4 des zweiten Galettenpaares
32.2 durch separate Galettenantriebe 26.3 und 26.4 und separate Steuergeräte 28.1
und 28.2 angetrieben. Damit lassen sich die Galetten 10.3 und 10.4 vorzugsweise mit
unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten betreiben.
[0043] Um hohe Streckkräfte zwischen den Galettenpaaren und zum Abziehen des Fadens erzeugen
zu können, wird der Faden 9 an den Galetten mit einem Umschlingungswinkel im Bereich
>120°, vorzugsweise >160° geführt. Der Umschlingungswinkel ist dabei mit Bezugskennzeichen
a beispielhaft bei der Galette 10.1 eingezeichnet. Die Fadenschlaufe am Umfang der
Umlenkrolle 11.1 und 11.2 wird vorzugsweise mit einem Umschlingungswinkel im Bereich
von 180° erzeugt.
[0044] Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel ist insoweit besonders geeignet, um
eine hohe Verstreckung an einem synthetischen Faden auszuführen. So lassen sich weitere
Galettenpaare mit oder ohne Heizvorrichtung hinzufügen, so dass neben einer Verstreckung
auch gleichzeitig eine Schrumpfbehandlung beispielsweise bei der Herstellung von Technischgam
möglich ist. Um bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel an dem letzten
Galettenpaar 33.2 eine Schrumpfbehandlung ausführen zu können, werden die Galette
10.3 und 10.4 bevorzugt mit einer Geschwindigkeitsdifferenz derart angetrieben, dass
das Fadenstück zwischen den Galetten 10.3 und 10.4 innerhalb der Fadenschlaufe 12
eine Relaxation ausführen kann.
[0045] In Fig. 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
gezeigt, wie es beispielsweise in dem in Fig. 1 oder Fig. 2 dargestellten Schmelzspinnprozessen
einsetzbar wäre. Das Ausführungsbeispiel ist im wesentlichen identisch zu den in Fig.
1 und 3 dargestellten Ausführungsbeispielen ausgeführt, so dass an dieser Stelle nur
die Unterschiede erläutert werden.
[0046] Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Umlenkrolle 11.1 zwischen
den Galetten 10.1 und 10.2 an einer Führungsschiene 31 beweglich geführt. An der Führungsschiene
31 läßt sich die Umlenkrolle 11 zwischen einer Anlegposition und einer Betriebsposition
hin- und herverstellen. In Fig. 5 ist die Anlegposition gestrichelt eingezeichnet.
Die Führungsschiene 31 endet in der Betriebsposition innerhalb einer Heizkammer 29.
Die Umlenkrolle 11 wird in der Betriebsposition innerhalb der Heizkammer 29 gehalten,
so dass die zwischen den Galetten 10.1 und 10.2 gebildete Fadenschlaufe 12 im wesentlichen
innerhalb der Heizkammer 29 gehalten ist. Innerhalb der Heizkammer 29 sind den Abschnitten
der Fadenschlaufe Heizelemente 30 zugeordnet, die vorzugsweise kontaktlos oder aber
auch durch Kontakt eine Erwärmung des Fadens 9 ausführen.
[0047] Die beweglich gehaltene Umlenkrolle 11 im Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ermöglicht
ein einfaches Einfädeln des Fadens 9 bei Prozessbeginn. So lässt sich der Faden 9
mit einfacher Umschlingung um die beiden Galetten 10.1 und 10.2 führen. Die Situation
ist gestrichelt dargestellt. Nun wird die Umlenkrolle 11 aus der Anlegeposition in
die Betriebsposition geführt, wobei der Faden 9 zwischen den Galetten 10.1 und 10.2
erfaßt wird und zur gegenüber liegenden Seite der Galette in einer Fadenschlaufe 12
geführt wird. Sobald die Umlenkrolle 11 die Betriebsposition innerhalb der Heizkammer
29 erreicht ist, ist der Anlegevorgang beendet.
[0048] Das in Fig. 5 dargestellte Ausführungsbeispiel ist wahlweise mit den zuvor gezeigten
Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Vorrichtung kombinierbar, so dass auch
bei Verwendung mehrerer Galettenpaare das Anlegen des Fadens in einfacher Art und
Weise ausführbar ist.
[0049] In Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
gezeigt, wie es beispielsweise in dem in Fig. 1 oder Fig. 2 dargestellten Schmelzspinnprozessen
einsetzbar wäre. Das Ausführungsbeispiel ist im wesentlichen identisch zu den zuvor
beschriebenen Varianten, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen an dieser Stelle
nur die Unterschiede erläutert werden.
[0050] Bei dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Umlenkrolle 11 im mittleren
Bereich oberhalb der Galetten 10.1 und 10.2 angeordnet. Die Umlenkrolle 11 und die
Galetten 10.1 und 10.2 weisen jeweils einen in seiner Größe identischen Führungsmantel
auf, so dass der Faden 9 an der Überlaufrolle 11 und den Galetten 10.1 und 10.2 an
einem identischen Manteldurchmesser geführt wird.
[0051] In dem Bereich unterhalb der Überlaufrolle 11 und oberhalb der Galetten 10.1 und
10.2 ist als Behandlungseinrichtung ein Infrarotstrahler 21 angeordnet. Der Infrarotstrahler
21 ist derart ausgebildet, dass zu beiden Längsseiten jeweils eine Strahlung erzeugt
wird, die unmittelbar auf ein Fadenstück der Fadenschlaufe 12 gerichtet ist. Jeder
Längsseite des Infrarotstrahlers 21 ist ein Strahlungswandler 34.1 und 34.2 zugeordnet.
Hierbei bildet der Strahlungswandler 34.1 oberhalb der Galette 10.1 gemeinsam mit
dem Infrarotstrahler 21 einen Freiraum, durch welchen das von der Galette 10.1 zur
Überlaufrolle 11 zulaufende Fadenstück der Fadenschlaufe 12 geführt wird. Auf der
gegenüberliegenden Seite wird das ablaufende Fadenstück der Fadenschlaufe 12 von der
Überlaufrolle 11 zur zweiten Galette 10.2 durch einen zweiten Freiraum geführt, der
sich zwischen dem Infrarotstrahler 21 und dem zweiten Strahlungswandler 34.2 erstreckt.
[0052] Zur Führung und Verstreckung des Fadens 9 wird die Galette 10.1 durch den Galettenantrieb
26.1 und die Galette 10.2 durch den Galettenantrieb 26.2 angetrieben. Hierbei werden
die Galettenantriebe 26.1 und 26.2 unabhängig voneinander über die Steuergeräte 28.1
und 28.2 angesteuert.
[0053] Bei dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Umlenkrolle 11 drehbar
gelagert, so dass an dem Faden 9 eine durch die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen
den Galetten 10.1 und 10.2 erzeugte Fadenspannung wirkt. Die Umfangsgeschwindigkeit
der Galette 10.2 läßt sich vorteilhaft derart einstellen, dass eine für das Aufwickeln
des Fadens gewünschte Wickelspannung vorherrscht.
[0054] Zur Erwärmung des Fadens innerhalb der Fadenschlaufe 12 wird die Wirkung des Infrarotstrahlers
21 durch die zugeordneten Strahlungswandler 34.1 und 34.2 erheblich erhöht. So ist
es beispielsweise bekannt, dass zur Erwärmung von Polymerwerkstoffen insbesondere
Strahlungen im mittleren Wellenlängenbereich besonders effektiv sind. Polymermaterialien
absorbieren die Infrarotstrahlung vorwiegend im Wellenlängenbereich von 3 bis 5 µm.
Sehr kurzwellige und sehr langwellige Infrarotstrahlungen, die ebenfalls von einem
Infrarotstrahler erzeugt werden, bewirken keine wesentliche Erwärmung des Fadens aufgrund
der fehlenden Absorbtionswirkung des Fadenmaterials. Die ungenutzte Strahlung wird
nun durch den Strahlungswandler 34.1 und 34.2 zu einer mittelwellige Strahlung umgewandelt
und reflektiert. Damit lässt sich die elektrische Leistung des Strahlers mit höherem
Wirkungsgrad zur Erwärmung des Fadens ausnutzen. Zudem wird eine gleichmäßige Durchwärmung
des Fadens durch beidseitige Bestrahlung erreicht. Insoweit ist das in Fig. 6 dargestellte
Ausführungsbeispiel besonders geeignet, um beim Verstrecken des Fadens definierte
Streckpunkte zu erzeugen. Alternativ besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass in
dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel nur das Fadenstück zwischen der Galette
10.1 und der Überlaufrolle 11 beheizt wird.
[0055] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung sind nicht auf
die in Fig. 1 und 2 dargestellten Schmelzspinnprozesse beschränkt. Im Gegenteil lässt
sich das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung in jedem
Schmelzspinnprozess zur Herstellung eines multifilen Fadens integrieren, um einen
oder mehrere Fäden nach dem Schmelzspinnen abzuziehen und zu verstrecken. Vorteilhaft
können dabei unterschiedliche Behandlungsstufen und Behandlungen mit ausgeführt werden,
so dass neben textilen Anwendungen auch Fäden für technische Anwendungen damit herstellbar
sind. Es lassen sich somit auch Verbundfäden oder gekräuselte Fäden wie beispielsweise
Teppichgarne erzeugen.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 1
- Spinnkopf
- 2
- Schmelzezulauf
- 3
- Spinndüse
- 4
- Filamentbündel
- 5
- Kühlschlauch
- 6
- Anblasvorrichtung
- 7
- Sammelfadenführer
- 8
- Präparationsvorrichtung
- 9
- Faden
- 10.1, 10.2, 10.3, 10.4
- Galette
- 11, 11.1, 11.2
- Umlenkrolle
- 12
- Fadenschlaufe
- 13
- Führungsrolle
- 14
- Aufwickelvorrichtung
- 15
- Changiereinheit
- 16
- Andrückwalze
- 17
- Spulspindel
- 18
- Spule
- 19.1, 19.2
- Führungsmantel
- 20
- Heizvorrichtung
- 21, 21.1, 21.2
- Infrarotstrahler
- 22
- Verwirbelungsvorrichtung
- 23
- Achse
- 24.1, 24.2
- Galettenträger
- 25
- Behandlungseinrichtung
- 26.1, 26.2, 26.3, 26.4
- Galettenantrieb
- 27
- Steuergerät
- 28.1, 28.2
- Steuergerät
- 29
- Heizkammer
- 30
- Heizelemente
- 31
- Führungsschiene
- 32.1, 32.2
- Galettenpaar
- 33
- Träger
- 34.1, 34.2
- Strahlungswandler
1. Verfahren zum Abziehen und Verstrecken eines multifilen Fadens beim Schmelzspinnen,
bei welchem der Faden durch Führungsmäntel von zwei angetriebenen Galetten mit einer
Teilumschlingung geführt wird und bei welchem der Faden mit einem Fadenstück zwischen
den Galetten gespannt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenstück zwischen den Galetten als eine Fadenschlaufe geführt ist, wobei am
Schlaufenende der Faden über eine drehbar gelagerte Umlenkrolle geführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden mit einen Umschlingungswinkel von > 120° am Umfang zumindest einer der
Führungsmäntel der Galetten geführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenstück zwischen den Galetten durch eine Temperierung und/oder Verwirbelung
behandelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenstück im zulaufenden Abschnitt der Fadenschlaufe und im ablaufenden Abschnitt
der Fadenschlaufe gleich oder unterschiedlich behandelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperierung an dem Fadenstück kontaktlos durch einen Infrarotstrahler ausgeführt
wird.
6. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Galetten unabhängig voneinander angetrieben und in ihren Umfangsgeschwindigkeiten
der Führungsmäntel unabhängig voneinander gesteuert werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Galetten gemeinsam angetrieben und in ihren Umfangsgeschwindigkeiten gemeinsam
gesteuert werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden zum Verstrecken über mehrere Galettenpaare geführt wird, wobei an jedem
der Galettenpaare das zwischen den Galetten gespannte Fadenstück als Fadenschlaufe
geführt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Fäden gleichzeitig parallel nebeneinander an den Galetten geführt sind, wobei
die zwischen den Führungsmäntel gebildeten Fadenschlaufen mit einem Abstand im Bereich
von 3mm bis 8 mm am Umfang der Umlenkrolle geführt werden.
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9 mit zwei
einer Einrichtung zum Schmelzspinnen eines multifilen Fadens (9) nachgeordneten, im
Abstand zueinander angeordneten Galetten (10.1, 10.2) mit drehbar angetriebenen Führungsmänteln
(19.1, 19.2), wobei die Galetten so gestaltet und angeordnet sind, dass ein Fadenlauf
für zumindest einen Faden (9) nur mit einer Teilumschlingung an den Führungsmänteln
(19.1, 19.2) gebildet wird, und wobei der Faden (9) mit einem Fadenstück zwischen
den Galetten (10.1, 10.2) gespannt ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine drehbar gelagerte Umlenkrolle (11) im Fadenlauf zwischen den Galetten (10.1,
10.2) angeordnet ist, die derart im Abstand zu den Führungsmänteln (19.1, 19.2) der
Galetten (10.1, 10.2) gehalten ist, dass das Fadenstück als eine Fadenschlaufe (12)
zwischen den Galetten (10.1, 10.2) geführt ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Galetten (10.1, 10.2) derart in dem Fadenlauf angeordnet sind, dass der Faden
am Umfang zumindest eines der Führungsmäntel (19.1, 19.2) einen Umschlingungswinkel
von > 120° einschließt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Behandlungseinrichtung (25) im Fadenlauf zwischen der Umlenkrolle (11) und zumindest
einer der Galetten (10.1, 10.2) angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungseinrichtung (25) eine Verwirbelungsvorrichtung (22) zum Verwirbeln
des Fadenstücks aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungseinrichtung (25) eine Heizvorrichtung (20) zum Temperieren des Fadenstücks
aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung (20) zumindest einen röhrenförmigen Infrarotstrahler (21) aufweist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Infrarotstrahler (21) mit einem Strahlungswandler (34.1) zusammenwirkt, wobei
der Faden zur Erwärmung in einem zwischen dem Infrarotstrahler (21) und dem Strahlungswandler
(34.1) gebildeten Freiraum geführt ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlaufrolle (11) und die Galetten (10.1, 10.2) einen identischen Manteldurchmesser
zur Führung des Fadens aufweist und dass der Strahlungsheizer (21) innerhalb der Fadenschlaufe
angeordnet ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Galetten (10.1, 10.2) jeweils einen steuerbaren Galettenantrieb (26.1, 26.2)
aufweisen, durch welche die Führungsmäntel (19.1, 19.2) mit einer vorbestimmten Umfangsgeschwindigkeit
antreibbar sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass den Galettenantrieben (26.1, 26.2) der Galetten ein Steuergerät (27) oder zwei separate
Steuergeräte (28.1, 28.2) zugeordnet sind.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Galettenpaare (32.1, 32.2) im Fadenlauf angeordnet sind und dass jedem der
Galettenpaare (32.1, 32.2) eine separate Umlenkrolle (11.1, 11.2) zur Führung der
Fadenschlaufe (12) zugeordnet ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsmäntel (19.1, 19.2) der Galetten (10.1, 10.2) derart lang ausgebildet
sind, dass gleichzeitig mehrere Fäden (9) parallel nebeneinander führbar sind.
1. A method for pulling off and drawing a multifilament thread during melt spinning,
in which the thread is guided with partial looping by guide casings of two driven
godets, and in which the thread is tensioned by means of a thread piece between the
godets, characterized in that the thread piece is guided as a thread loop between the godets, the thread being
guided at the loop end via a rotatably mounted deflecting roller.
2. The method as claimed in claim 1, characterized in that the thread is guided with a looping angle of >120° on the circumference of at least
one of the guide casings of the godets.
3. The method as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the thread piece is treated between the godets by means of thermal action and/or
swirling.
4. The method as claimed in claim 3, characterized in that the thread piece is treated identically or differently in the incoming portion of
the thread loop and in the outgoing portion of the thread loop.
5. The method as claimed in claim 3 or 4, characterized in that thermal action upon the thread piece is carried out contactlessly by means of an
infrared radiator.
6. The method as claimed in one of the abovementioned claims, characterized in that the godets are driven independently of one another and are controlled independently
of one another in terms of the circumferential speeds of their guide casings.
7. The method as claimed in one of claims 1 to 6, characterized in that the godets are driven jointly and are controlled jointly in their circumferential
speeds.
8. The method as claimed in one of claims 1 to 7, characterized in that the thread is guided via a plurality of pairs of godets for drawing, the thread piece
tensioned between the godets being guided as a thread loop at each of the pairs of
godets.
9. The method as claimed in one of claims 1 to 8, characterized in that a plurality of threads are guided simultaneously in parallel next to one another
on the godets, the thread loops formed between the guide casings being guided on the
circumference of the deflecting roller with a spacing in the range of 3 mm to 8 mm.
10. An apparatus for carrying out the method as claimed in one of claims 1 to 9, with
two godets (10.1, 10.2) arranged following a device for melt spinning a multifilament
threat (9) and at a distance from one another and having rotatably driven guide casings
(19.2, 19.2), the godets being designed and arranged such that a yarn path for at
least one thread (9) is established with only a partial looping on the guide casings
(19.1, 19.2), and the thread (9) being tensioned by means of a thread piece between
the godets (10.1, 10.2), characterized in that a rotatably mounted deflecting roller (11) is arranged in the thread run between
the godets (10.1, 10.2) and is held with a spacing with respect to the guide casings
(19.1, 19.2) of the godets (10.1, 10.2) in such a way that the thread piece is guided
as a thread loop (12) between the godets (10.1, 10.2).
11. The apparatus as claimed in claim 10, characterized in that the godets (10.1, 10.2) are arranged in the thread run in such a way that the thread
forms a looping angle of > 120° on the circumference of at least one of the guide
casings (19.1, 19.2).
12. The apparatus as claimed in claim 10 or 11, characterized in that a treatment device (25) is arranged in the thread run between the deflecting roller
(11) and at least one of the godets (10.1, 10.2).
13. The apparatus as claimed in claim 12, characterized in that the treatment device (25) has a swirling device (22) for swirling the thread piece.
14. The apparatus as claimed in claim 12 or 13, characterized in that the treatment device (25) has a heating device (20) for thermal action upon the thread
piece.
15. The apparatus as claimed in claim 14, characterized in that the heating device (20) has at least one tubular infrared radiator (21).
16. The apparatus as claimed in claim 15, characterized in that the infrared radiator (21) co-operates with a radiation converter (34.1), the thread
being guided, for heating, in a free space formed between the infrared radiator (21)
and the radiation converter (34.1).
17. The apparatus as claimed in claim 14 or 15, characterized in that the run-over roller (11) and the godets (10.1, 10.2) have an identical casing diameter
for guiding the thread, and in that the radiant heater (21) is arranged within the thread loop.
18. The apparatus as claimed in one of claims 10 to 17, characterized in that the godets (10.1, 10.2) have in each case a controllable godet drive (26.1, 26.2),
by means of which the guide casings (19.1, 19.2) can be driven at a predetermined
circumferential speed.
19. The apparatus as claimed in claim 18, characterized in that the godet drives (26.1, 26.2) of the godets are assigned one control unit (27) or
two separate control units (28.1, 28.2).
20. The apparatus as claimed in one of claims 10 to 19, characterized in that a plurality of pairs of godets (32.1, 32.2) are arranged in the thread run, and in that each of the pairs of godets (32.1, 32.2) is assigned a separate deflecting roller
(11.1, 11.2) for guiding the thread loop (12).
21. The apparatus as claimed in one of claims 10 to 20, characterized in that the guide casings (19.1, 19.2) of the godets (10.1, 10.2) are designed with a length
such that a plurality of threads (9) can be guided next to one another in parallel
simultaneously.
1. Procédé d'extraction et d'étirage d'un fil multifilament lors du filage par fusion,
dans lequel le fil est guidé avec un enveloppement partiel à travers les enveloppes
de guidage de deux galettes entraînées et dans lequel le fil est tendu avec une section
de fil entre les galettes, caractérisé en ce que la section de fil entre les galettes est guidée sous forme de boucle de fil, le fil
à l'extrémité de la boucle étant guidé par le biais d'une poulie de renvoi montée
à rotation.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le fil est guidé avec un angle d'enveloppement > 120° sur la périphérie d'au moins
l'une des enveloppes de guidage des galettes.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la section de fil entre les galettes est traitée par mise en température et/ou tourbillonnement.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la section de fil dans la portion entrante de la boucle de fil et dans la portion
sortante de la boucle de fil est traitée de manière identique ou différente.
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la mise en température au niveau de la section de fil s'effectue sans contact par
un radiateur à infrarouge.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les galettes sont entraînées indépendamment l'une de l'autre et sont commandées indépendamment
l'une de l'autre en termes de vitesses périphériques des enveloppes de guidage.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les galettes sont entraînées en commun et sont commandées en commun en termes de
vitesses périphériques.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le fil est guidé en vue de son étirage sur plusieurs paires de galettes, la section
de fil tendue entre les galettes étant guidée sous forme de boucle de fil au niveau
de chacune des paires de galettes.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que plusieurs fils sont guidés simultanément parallèlement les uns à côté des autres
sur les galettes, les boucles de fil formées par les enveloppes de guidage étant guidées
à une distance de l'ordre de 3 mm à 8 mm sur la périphérie de la poulie de renvoi.
10. Dispositif pour mettre en oeuvre le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 9, comprenant deux galettes (10.1, 10.2) disposées suivantes un appareil du filage
par fusion d'un fil (9) multifilament et à distance l'une de l'autre avec des enveloppes
de guidage entraînées en rotation (19.1, 19.2), les galettes dessinées et arrangées
pour constituer un chemin du fil pour au moins un fil (9) étant guidé avec un enveloppement
partiel sur les enveloppes de guidage (19.1, 19.2) et le fil (9) étant tendu avec
une section de fil entre les galettes (10.1, 10.2), caractérisé en ce qu'une poulie de renvoi montée à rotation (11) est disposée dans le trajet du fil entre
les galettes (10.1, 10.2), laquelle poulie de renvoi est maintenue à distance des
enveloppes de guidage (19.1, 19.2) des galettes (10.1, 10.2), de telle sorte que la
section de fil soit guidée sous forme de boucle de fil (12) entre les galettes (10.1,
10.2).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que les galettes (10.1, 10.2) sont disposées dans le trajet du fil de telle sorte que
le fil forme au niveau de la périphérie d'au moins l'une des enveloppes de guidage
(19.1, 19.2) un angle d'enveloppement > 120°.
12. Dispositif selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce qu'un dispositif de traitement (25) est disposé dans le trajet du fil entre la poulie
de renvoi (11) et au moins l'une des galettes (10.1, 10.2).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif de traitement (25) présente un dispositif de tourbillonnement (22)
pour faire tourbillonner la section de fil.
14. Dispositif selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que le dispositif de traitement (25) présente un dispositif de chauffage (20) pour la
mise en température de la section de fil.
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que le dispositif de chauffage (20) présente au moins un radiateur à infrarouge (21)
de forme tubulaire.
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que le radiateur à infrarouge (21) coopère avec un convertisseur de rayonnement (34.1),
le fil étant guidé pour son chauffage dans un espace libre formé entre le radiateur
à infrarouge (21) et le convertisseur de rayonnement (34.1).
17. Dispositif selon la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que la poulie de renvoi (11) et les galettes (10.1, 10.2) présentent un diamètre d'enveloppe
identique pour le guidage du fil et en ce que le radiateur à rayonnement (21) est disposé à l'intérieur de la boucle de fil.
18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 10 à 17, caractérisé en ce que les galettes (10.1, 10.2) présentent chacune un entraînement de galettes commandable
(26.1, 26.2), permettant d'entraîner à une vitesse périphérique prédéfinie les enveloppes
de guidage (19.1, 19.2).
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce qu'un appareil de commande (27) ou deux appareils de commande séparés (28.1, 28.2) sont
associés aux entraînements de galettes (26.1, 26.2) des galettes.
20. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 10 à 19, caractérisé en ce que plusieurs paires de galettes (32.1, 32.2) sont disposées dans le trajet du fil et
en ce qu'une poulie de renvoi séparée (11.1, 11.2) pour le guidage de la boucle de fil (12)
est associée à chacune des paires de galettes (32.1, 32.2).
21. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 10 à 20, caractérisé en ce que les enveloppes de guidage (19.1, 19.2) des galettes (10.1, 10.2) sont réalisées avec
une longueur telle que plusieurs fils (9) puissent être guidés parallèlement les uns
à côté des autres simultanément.
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