[0001] Die Erfindung betrifft zunächst an Waggonübergängen anbringbare rohrartige geformte
elastische Wülste, die jeweils an einer Stirnseite eines Waggons vorgesehen sind und
die bei aneinander gekuppelten Waggons sich federnd berühren. Derartige Wülste werden
gerne eingesetzt, um so den Übergang zwischen zwei Waggons, insbesondere Reisezugwaggons
gegen Eindringen von Verunreinigungen, sei es Regen, Staub oder wegen Zug abzudichten.
[0002] Bei gekuppelten Waggons werden diese Wülste zusammengedrückt und bei der Zugfahrt
bei Bewegungen des Waggons entsprechend gewalkt. Es hat sich gezeigt, dass die erforderliche
Federkraft der Wülste nach einiger Zeit des Walkens nicht mehr ausreicht, um eine
federnde Abdichtung zu erzielen. Obwohl das Gummimaterial kein Anzeichen von Sprödigkeit
oder Materialermüdung aufweist, ersetzt man diese eingedrückten nicht mehr den ursprünglichen
Durchmesser aufweisenden Wülste durch neue.
[0003] Bekannt ist es, die gegenüberliegenden Wülste an ihrer Berührfläche mit einer Verzahnung
auszurichten, um so eine bessere Abdichtung zu erhalten. Darüber hinaus ist es bekannt,
bei Faltenbälgen im Übergangsbereich auf der Durchgangsseite elastische Tücher vorzusehen,
die an einem Waggon angeordnet sind und dann an einem anderen gegenüberliegenden Waggon
befestigt werden. Der Arbeitsaufwand und Materialaufwand ist jedoch sehr hoch. Bei
jeder Ankupplung von Waggons muss eine neue Befestigung der elastischen Tücher vorgenommen
werden.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, die Lebenszeit der eingangs erwähnten Wülste nachträglich
zu verlängern, insbesondere soll auch nach längerem Einsatz die Wulst eine genügende
Elastizität aufweisen und so ihre ursprüngliche Form nach einer Entlastung einnehmen
zu können, um die Abdichtung vorzunehmen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst, dass die Wülste im Inneren wenigstens ein radial zur Längsrichtung der Wulst
sich erstreckendes elastisches dehnbares Bauteil aufweisen, das nachträglich eingesetzt
wird und das mit seinem Ende gegenüberliegende Innenwandbereiche berührt und das Bauteil
an der Wulst festgelegt ist. Hierbei belastet die Federkraft des elastisch dehnbaren
Bauteils die Wülste derart, dass eine Wulststirnseite des einen Waggons die Wulststirnseite
an dem anderen Waggon federnd belastet. Durch den zusätzlich im Inneren der Wulst
angeordnete elastisch dehnbare Bauteil, beispielsweise, erhält die Federung der Wulst
eine Verstärkung, so dass selbst nach längerem Gebrauch eine ausreichende Elastizität
zur Bewegung der Wulst in Richtung der Wulst des anderen Waggons zur Verfügung steht.
Der elastisch dehnbare Bauteil wird gespannt, wenn zwei gegenüberliegende Wülste,
die an unterschiedlichen Waggons angeordnet sind, sich gegenseitig belasten, so dass
eine abdichtende Verformung des Durchmessers eintritt. Sobald eine gewisse Entlastung
der Wulst eintritt. Durch das elastisch dehnbare Bauteil erfolgt über einen größeren
Bereich eine federnde Berührung zweier Wülste benachbarter Waggons.
[0005] Vorteilhafterweise ist der elastische dehnbare Bauteil als Zugelement ausgebildet.
Es zieht zwei gegenüberliegende Wulstseiten einer Wulst federnd zueinander. Hierdurch
wird die freie Wulststirnseite, die zu dem anderen Waggon gerichtet ist, in Richtung
dieses Waggons bewegt. Der elastische dehnbare Bauteil liegt praktisch quer zur Fahrtrichtung
des Waggons. Die freie Wulstseite wird durch Zusammenziehen der Seite von der Befestigungsstirnwand
des Waggons wegbewegt.
[0006] Bei einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der dehnbare elastische Bauteil
als Druckelement vorgesehen. Durch dieses Druckelement wird die freie Wulstseite ebenfalls
in Richtung eines anderen Waggons bewegt. Der Bauteil liegt jedoch in Fahrtrichtung.
Es unterstützt unmittelbar die freie Wulststirnseite, damit diese möglichst weit von
der eigenen Befestigungsstelle am Waggon weggedrückt wird.
[0007] Es sei hier hervorzuheben, dadurch, dass der Bauteil im Inneren der Wulst angeordnet
ist, hat dieses Bauteil einen Schutz gegenüber Witterungseinflüsse, so dass die Elastizität
über lange Zeit erhalten bleibt.
[0008] Bei einem besonderen Ausführungsbeispiel ist der Bauteil mit einer elastischen Textilie,
insbesondere Schmaltextilie, versehen, die an ihren Enden Befestigungsteile aufweist,
die an der Wulstwand festgelegt werden, insbesondere durch die Wulstwand greifen und
an der Außenseite die Wulst angreifen. Die Textilie ist aus gummielastischen Fäden
oder aus sogenannten Elastanfäden aufgebaut. Derartige Schmaltextilien haben eine
hohe elastische Dehnbarkeit, darüber hinaus eine lange Haltbarkeit. Vorteilhafterweise
ist der Befestigungsteil als schirmprofilartiges Kunststoffteil ausgebildet. Nach
Durchführung durch eine Öffnung vom Wulstinneren her liegt die Schirmprofilfläche
durch die Zugkraft des Bauteiles an der Wulstaußenseite an, hierbei spreizen sich
Schirmprofilflächen auseinander zur Abdeckung der Durchstecköffnung. Der als Befestigungsteil
ausgebildete Kunststoffteil weist eine gewisse Eigensteifigkeit auf, so dass das Durchstecken
durch eine Öffnung ohne Weiteres möglich ist, doch die Elastizität dieses Kunststoffteiles
so groß ist, dass nach dem Durchstecken des Betätigungsgliedes sich die Schirmprofilflächen
spreizen können und an dem Wulstmantel anliegen. Der Mittelsteg des profilartigen
Kunststoffteiles dient zur Halterung der elastischen dehnbaren Textilie, der im Inneren
der Wulst vorgesehen ist. Die Befestigung kann beispielsweise an dem Mittelteil des
schirmartigen Kunststoffteiles erfolgen und zwar durch Nähen und/oder durch Schweißen,
so dass eine einfache sichere Herstellung des elastisch dehnbaren Bauteils gewährleistet
ist.
[0009] Empfehlenswerterweise ist die Öffnung in der Wulstwand ein in Längsrichtung der Wulst
verlaufender Schlitz. Der Schlitz gestattet ein leichtes Durchführen des Befestigungsteiles
des elastisch dehnbaren Bauteils. Der Schlitz kann nachträglich in die Wulstwand eingeschnitten
werden. Darüber hinaus sind die Schlitzränder so eng beieinander, dass eine weitestgehende
Abdichtung nach Einführen des Befestigungsteils gegen Eindringen von Verunreinigungen
od. dgl. gegeben ist. Vorteilhafterweise sind mehrere über einander liegende axial
zur Längsrichtung der Wulst verlaufende Schlitze vorgesehen. Durch diese Anordnung
erhält die Wulst mehrere Bauteile, so dass die Wulst insgesamt eine zusätzliche Federkraft
zur Bewegung der freien Wulststirnseite erhält. Es empfiehlt sich hierbei, dass ein
zum ersten Schlitz benachbarter in Längsrichtung sich erstreckende Schlitz in Queransicht
auf die Wulst im spitzen Winkelbereich radial versetzt liegt. Durch diese Maßnahme
wird gewährleistet, dass die Wulst an ihrem Mantel versetzt Öffnungen trägt und dass
im Einsatz bei der dauernden federnden Bewegung der Wulst kein Bruch in der Wulstwand
auftreten kann.
[0010] Bei einem anderen Bauteil mit Befestigungsteil, der einteilig aus wenigstens einem
Kunststoffmaterial aufgebaut ist, erfolgt ebenfalls eine leichte Herstellung. An dem
einteilig geformten Kunststoffteil ist an seinem freien Enden eine Befestigung an
der Wulstwand vorgesehen. Der mittlere Teil des Kunststoffteils ist elastisch dehnbar.
Die Dehnbarkeit kann durch die besondere Formgebung des Mittelteils des Bauteil erfolgen,
beispielsweise, dass der Mittelteil wellenförmig ausgebildet ist und somit als Druck-
oder Zugspeicher dienen kann. Andererseits kann der Mittelteil auch aus einem weicheren
elastischen Material hergestellt sein, so dass eine größere elastische Zugkraft entsteht.
Durch diese Maßnahme liegt praktisch im Wulstinneren eine Feder, durch die die Seitenwände
der Wulst auseinandergedrückt oder zusammengezogen werden können. Besonders günstig
ist es, wenn das elastisch dehnbare als Zugelement ausgebildete Bauteil durch eine
Öffnung der Wulst in das Wulstinnere bis zu einer zweiten gegenüberliegenden Öffnung
führbar ist und diese durchstößt, so dass das Befestigungsteil durch die Zugkraft
des Zugelementes sich an der Außenwand der Wulst anschmiegen kann. Durch die erforderliche
Zugspannung des elastisch dehnbaren Bauteils erfolgt dann ein Zusammenziehen der Wulstseiten,
so dass die freie Wulstseite, sich in Richtung des benachbarten Waggons bewegt. Bei
einem anderen Ausführungsbeispiel ist der Befestigungsteil des elastisch dehnbaren
Teiles als Knopf ausgebildet, der durch die Öffnung geführt werden kann und dann das
elastisch dehnbare Bauteil an der Wulst haltert.
[0011] Statt des schirmprofilartigen Befestigungsteiles des Bauteils ist es möglich, den
Befestigungsteil selbst als T-Profil auszubilden, wodurch wieder eine Anschmiegung
von Profilflächen an beiderseits der Öffnung liegende Wandbereiche möglich ist. Auch
kann ein sogenanntes L-Profil verwendet werden, beim dem wenigstens eine Profilseite
an Wandbereichen der Öffnung anliegt.
[0012] Das T-Profil wird dann verwendet, wenn beiderseits eine Öffnung an der Abdeckung
vorgesehen sein soll, das L-Profil hauptsächlich dann, wenn beispielsweise durch die
benachbarte Wulst eines anderen Waggons eine Teilabdeckung der Öffnung bereits stattfindet.
Ist der elastisch dehnbare Bauteil als Druckelement ausgebildet, so kann zur Festlegung
des Bauteils an dem freien Ende ein Zapfen vorgesehen sein, der in eine Wulstwandöffnung
eingreift und dann den als Druckelement ausgebildeten Bauteil im Inneren der Wulst
haltert, während besondere Flächenabschnitte die Innenseite der Wulstwand abdecken,
indem sie sich im Bereich der Umgebung der Öffnung abstützen.
[0013] Die Erfindung betrifft aber auch ein Verfahren zur Herstellung von an Waggonübergängen
anbringbaren rohrförmig geformten elastischen Wülsten, an denen die Wülste aus einer
Platte durch Rollung gefertigt werden. Hierbei werden die beiden in Wulstlängsrichtung
liegenden Plattenränder aneinander befestigt. Bei diesem Verfahren ist es nunmehr
möglich, das erfinderische Bauteil so einzusetzen, dass es entweder unmittelbar bei
Erstherstellung der Wulst eingesetzt wird oder aber, dass es nachträglich nach Fertigstellung
der Wulst eingesetzt wird.
[0014] Erfindungsgemäß werden Öffnungen in der Platte zunächst eingearbeitet. Hierbei liegen
zwei Öffnungen im gleichen Abstand von der oberen Plattenwand in einem Abstand, der
etwa die Hälfte des Umfanges der Wulst entspricht. Es wird dann zunächst das eine
Ende eines elastisch dehnbaren Bauteils an einer Öffnung befestigt und nach einem
ersten Rollung das zweite Ende des Bauteils an der anderen Öffnung festgelegt und
dann in einer Schlussrollung die beiden Längsplattenränder aneinander befestigt.
[0015] Unmittelbar bei der Herstellung der röhrenförmig ausgebildeten Wülste kann somit
das elastisch dehnbare Bauteil eingesetzt werden. Es sei hier bemerkt, dass keine
durchgehende Öffnung durch die Wand der Wulst erforderlich ist. Die Befestigungsteile
des dehnbaren Bauteils können auch an der Innenseite der späteren Wulst befestigt
bzw. festgelegt sein. Wichtig ist nur, dass nach Fertigstellung der Wulst an zwei
gegenüberliegenden Seiten eine Federkraft durch das elastisch dehnbare Bauteil erzeugt
wird. Diese kann als Druck- oder als Zugkraft ausgebildet sein.
[0016] Bei einem anderen Verfahren kann die Anbringung des elastisch dehnbaren Bauteils
auch nach Fertigstellung der Wulst erfolgen. In dem Wulstmantel werden zwei radial
gegenüberliegende Seiten Öffnungen eingearbeitet. Hierbei wird durch eine erste Öffnung
das eine Ende des Bauteils in das Wulstinnere eingeschoben und zur zweiten Öffnung
bewegt, dann wird der Befestigungteil durch die zweite Öffnung nach der Außenseite
der Wulst das Befestigungselement gesteckt. Hierbei liegen insbesondere schirmprofilartig
ausgebildete Befestigungsteile an der Außenseite der Wulst an, wobei durch die Zugkraft
des dehnbaren Bauteils die schirmprofilartig ausgebildeten Befestigungselemente unter
Spreizung der Schirmflächen an den Außenmantel der Wulst gezogen werden. Es sei hier
darauf hingewiesen, dass der Bauteil so ausgebildet ist, dass nach Festlegung an der
Wulst bereits auf Wandbereiche eine Federkraft erzeugt wird. Vorteilhafterweise verschließen
die gespreizten, insbesondere schirmprofilartigen Befestigungsteile des Bauteils die
Öffnungen in der Wulst, um so nach der Befestigung des Bauteils eine Abdichtung des
Inneren der Wulst zu erzielen. Diese Abdichtung wirkt umso stärker, je größer die
Zugkraft wird. Zur Erzeugung der Öffnungen der Wulst können in Längsrichtung Schlitze
verlaufen. Diese Schlitze können in die Wulstwände eingeschnitten werden, durch die
dann die Befestigungsteile des Bauteils eingeschoben werden.
[0017] Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in mehreren Ausführungsbeispielen
dargestellt und zwar zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung zwei aneinander angekuppelte Waggons,
- Fig. 2
- im Ausschnitt die Stirnseite eines Waggons,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch die elastische Wulst gemäß der Linie III - III der Fig. 2,
- Fig. 4
- eine im Querschnitt angeordnete Wulst, die bereits verformt ist,
- Fig. 5 und 6
- zwei elastisch dehnbare Bauteile mit jeweils einem Befestigungsteil und einem elastischen
Abschnitt.
[0018] Vorab sei erwähnt, dass die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele nur
schematisch abgebildet sind und nicht maßstabsgetreu. Sie dienen nur zur Verdeutlichung
der Erfindung.
[0019] Fig. 1 zeigt zwei aneinander gekuppelte Waggons 10 und 11. An diesen sind Wülste
14 und Wülste 15 vorgesehen. An der Stirnwand 12 des Waggons 10 sind die Wülste 14
festgelegt, während an der Stirnwand 13 des Waggons 11 die Wülste 15 vorgesehen sind.
Die Wülste 14 und 15 sind so angeordnet, dass sie einen Durchgang 16 umrahmen. Hierdurch
ist sichergestellt, dass eine Abdichtung des Durchganges erzielt wird.
[0020] Es sei weiter noch vorgetragen, dass die aus federndem Werkstoff hergestellten Wülste
14 und 15 nachgiebig federnd sich berühren. Bei einer Bewegung der beiden Waggons
werden die Wülste durchgewalkt, so dass hinsichtlich ihres Federungsverhaltens Ermüdungserscheinungen
auftreten.
[0021] Zur Abdichtung müssen sich die Stirnseiten 26 der Wülste 14 und 15 bei aneinandergekuppelten
Waggons 10 und 11 immer berühren.
[0022] Bei längerem Einsatz kann durch das Nachlassen der Federkraft der Wülste ein Spalt
zwischen den Wülsten 14 und 15 entstehen. Dieses ist nicht gewünscht. Aus diesem Grunde
weisen die Wülste 14 und 15 ein elastisch dehnbares Bauteil 17 auf, das im Wulstimienwandbereich
28 hauptsächlich liegt. Dieses Bauteil besteht einerseits aus einer elastischen Textilie
19 oder einem dehnbaren Kunststoffbereich 20. An den beiden Enden der Textilie bzw.
des Kunststoffbereichs sind Befestigungsteile 18 vorgesehen.
[0023] Die Befestigungsteile 18 liegen bei einem Ausführungsbeispiel an der Außenseite des
Wulstmantels 23 der Wulst an. Die freie Stirnseite 26 der Wulst wird durch Dehnung
der elastischen Textilie 19 oder des dehnbaren Kunststoffbereichs von der Befestigungswand
22 am Waggon wegbewegt, um gegen eine gegenüberliegende Wulst am anderen Waggon zu
stoßen.
[0024] Es sei hier darauf hingewiesen, dass üblicherweise die in Fig. 3 gezeigte Gestalt
bzw. der Durchmesser der Wulst, sofern die Wulst neu ist, sich selber so einstellt.
Bei Berührung mit einer gegenüberliegenden Wulst wird der Wulstmantel soweit verformt,
dass er die in Fig. 4 gezeigte Stellung einnimmt. Der Pfeil 25 zeigt die Belastung
der Wulst an. Bei Freigabe der Stirnseite nimmt die Wulst wieder die in Fig. 3 dargestellte
Lage ein, unter Ausnutzung der Federkraft des elastisch dehnbaren Bauteils.
[0025] Es bleibt hier nachzutragen, dass die Längsenden des Wulstmantel 23 unmittelbar gegenüberliegen.
Sie werden durch eine Leiste 24 aneinanderbefestigt. Mit dieser Leiste 24 wird die
Wulst an der Befestigungswand 22 der Waggonstirnwand 12 festgelegt.
[0026] In Fig. 5 und 6 sind elastisch drehbare Bauteile 17 dargestellt. Diese weisen ein
schirmprofilartiges Befestigungsteil 18 auf. Bei Fig. 5 ist am Mittelteil die elastische
Textilie, wie Schmaltextilie 19, befestigt, sei es durch Schweißen und/oder durch
Nähen, während sich die anderen schirmprofilartigen Flächen 27 an der Außenseite an
dem Wulstmantel 23 anlegen.
[0027] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist der Befestigungsteil 18 ebenfalls schirmprofilartig
dargestellt. Die Profilflächen liegen an dem Wulstmantel an. Auch hier erfolgt wiederum
ein Einschieben durch die Öffnung 21 und ein Durchschieben durch die zweite Öffnung
21. Bei Freigabe werden dann die Profilflächen 27, insbesondere die Schirmprofilflächen,
gespreizt, so dass sie sich am Außenmantel 23 der Wulst 14 anschmiegen können.
[0028] Zum Unterschied gegenüber dem Ausführungsbeispiel ist nach Fig. 5 bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 6 statt einer Textilie ein dehnbarer Kunststoffbereich 20 vorgesehen. Dieser
hat ebenfalls eine Federkraft. Der elastisch dehnbare Bauteil ist einteilig ausgebildet.
Der zwischen den Befestigungsteilen 18 liegende Kunststoffbereich 20 weist ein weicheres
elastisches dehnbares Material auf.
[0029] Es sei hier bemerkt, dass zur Festlegung des elastisch dehnbaren Bauteils 17 der
Wulstmantel 23, die an zwei gegenüberliegenden Seiten Öffnungen 21 trägt. Durch diese
Öffnungen wird die eine Seite des Bauteils mit dem Befestigungsteil 18 eingefügt und
dann durch die gegenüberliegende Öffnung 21 wieder herausführt. Hierbei erfolgt eine
Dehnung der Textilie 19 bzw. des Kunststoffbereichs 20.
[0030] Es sei noch nachgetragen, dass in Fig. 5 und 6 eine Bruchlinie in der elastischen
Textilie bzw. in dem dehnbaren Kunststoffbereich angedeutet ist, um so darzustellen,
dass die Textilie oder Kunststoffbereich auch länger gestaltet sein kann, um sie so
dem Innendurchmesser der Wulst anzupassen. Durch das elastische Bauteil 17 ist sichergestellt,
dass selbst nach längerem Gebrauch der Wulstdurchmesser seine ursprüngliche Größe
beibehält, so dass er mit dem gewünschten Durchmesser ausgestattet ist, um seine Funktion
zur Berührung und zur Abdichtung aufnehmen zu können.
[0031] Der in den Figuren gezeigte Bauteil 17 ist als Zugelement ausgebildet. Es könnte
aber auch als Druckelement ausgestaltet sein. Hierbei würde sich dann das Druckelement
einerseits an der freien Wulststirnseite 26 abstützen und andererseits an dem anderen
Ende im Bereich der Befestigungsleiste 24. Dieses Druckelement würde dann immer in
Richtung auf die genau gegenüberliegende Stirnseite 26 der zweiten Wulst weisen. Zur
Festlegung eines solchen Formteils könnten Öffnungen oder Rasten vorgesehen sein,
durch die das Ende des Bauteils dauerhaft im Wulstinnenbereich 28 befestigt werden
kann.
[0032] Zur Festlegung des Bauteils 17 an der Wulst könnte auch eine Klebeverbindung vorgesehen
sein. Diese Befestigung erfolgt bereits bei der Herstellung der Wulst an der Innenseite
des Mantels bzw. der Innenseite der späteren Wulst.
[0033] Wie Fig. 1 zeigt, sind zwei elastisch dehnbare Bauteile 17 an der Wulst angeordnet
und an einer Wulst 14 oder 15 vorgesehen. Es können jedoch auch weitere Bauteile verwendet
werden.
[0034] Die entsprechenden Öffnungen 21 beim Ausführungsbeispiel sind schlitzartig ausgebildet.
Hierbei liegen diese Schlitze genau übereinander.
[0035] Ggf. könnte der eine Schlitz - im Querschnitt durch die Wulst gesehen - in einem
spitzen Winkel zu dem darunter liegenden Bauteil radial an der Wulst versetzt sein.
[0036] Es sei hier weiter noch darauf hingewiesen, dass statt der flächenhaften Textilie
bzw. des Kunststoffbereiches auch eine Kordel oder eine Kunststofffeder, die rund
gestaltet ist, verwendet werden. Durch die Kordel würde dann die Öffnung anders ausgebildet
sei, da dann nicht mehr ein Längsschlitz in dem gezeigten Umfange erforderlich ist.
Das Befestigungsteil 18 könnte dann pfeilartig ausgebildet sein.
[0037] Zur Herstellung wird auf Folgendes hingewiesen. Die Wulst 14, 15 wird aus einem plattenförmigen
Teil hergestellt, der dann gerollt wird, wobei dann die beiden Längsseiten durch eine
Befestigungsleiste 24 miteinander verbunden werden und die Wulst selber dann an der
Befestigungswand eines Waggons angeordnet wird. Durch die Rollung erhält diese eine
rohrförmige Gestalt.
[0038] Bei dem bisher beschriebenen Ausführungsbeispiel wird das elastisch dehnbare Bauteil
immer erst dann an der Wulst angebracht, wenn nach einer gewissen Zeit Ermüdungserscheinungen
der Federkraft der Wulst auftreten. Durch das elastische dehnbare Bauteil erfolgt
eine nachträgliche Verstärkung der Federkraft der Wulst, umso die nachlassenden Federkräfte
der Wulst auszugleichen.
[0039] Selbstverständlich könnten auch bei der Fertigung aus einem plattenförmigen Körper
bereits in dem Wulstmantel Schlitze, Öffnungen oder Ausnehmungen vorgesehen sein,
in dem dann unmittelbar das eine Befestigungsteil eines elastisch dehnbaren Bauteils
festgelegt wird, wobei dann bei einer weiteren Rollung auch das zweite Befestigungsteil
des elastisch dehnbaren Bauteils in zweite Öffnung eingeführt wird. Es erfolgt dann
eine Schlussrollung und die Verbindung der beiden Längskanten durch die Befestigungsleiste.
Der elastisch dehnbare Bauteil wird dann gespannt.
[0040] Wie bereits erwähnt, sind die dargestellten Ausführungen beispielsweise Verwirklichungen
der Erfindung. Diese sind nicht darauf beschränkt, vielmehr sind noch mancherlei Abänderungen
und Ausbildungen möglich. Zur Festlegung des Überlappungsbereichs könnte noch eine
besondere Leiste vorgesehen sein, die dann an der Waggonstirnwand angebracht werden.
Statt des schirmprofilartigen Befestigungsteils könnte auch ein T-förmiges Profil
verwendet werden. Wichtig ist, dass durch den Befestigungsbereich eine Abdeckung der
Öffnung erfolgt, um so zu verhindern, dass Verunreinigungen oder Lichteinfall in das
Innere der Wulst gelangt. Um die Größe der Öffnungen zu verkleinern oder aber, um
auf diese zu verzichten, könnte das elastische Bauteil auch bei der Herstellung unmittelbar
in der Innenseite angeklebt oder angeschweißt werden. Es sei hier noch weiter darauf
hingewiesen, dass die Öffnungen in die Wulst erst dann angeordnet werden müssen, wenn
das elastisch dehnbare Bauteil zur Verstärkung der Federkraft erforderlich wird, um
die Lebenszeit der Wulst zu verlängern. Es sei darauf hingewiesen, dass die elastisch
dehnbare Textilie durch Weben, Flechten, Rascheln und/oder Wirken hergestellt werden
könnte. Die Befestigung der elastischen Textilie an den Befestigungsteilen kann nicht
nur durch Nähen oder Schweißen erfolgen. Auch könnte eine Klebeverbindung gewählt
werden oder aber eine formschlüssige mechanische Verbindung, beispielsweise, dass
an dem Mittelsteg des Befestigungsteiles Haken oder Nieten vorgesehen sind, die dann
in die Textilie oder in den Kunststoffbereich eingreifen würden.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Waggon
- 11
- Waggon
- 12
- Stirnwand von 10
- 13
- Stirnwand von 11
- 14
- Wülste an 10
- 15
- Wülste an 11
- 16
- Durchgang zwischen 14
- 17
- elastisch dehnbares Bauteil
- 18
- Befestigungsteil von 17
- 19
- elastische Textilie von 17
- 20
- dehnbarer Kunststoffbereich von 17
- 21
- Öffnung in 14
- 22
- Befestigungswand von 10
- 23
- Wulstmantel
- 24
- Befestigungsleiste
- 25
- Belastungskraft
- 26
- Wulststirnseite
- 27
- Schirmprofilfläche
- 28
- Innenwandbereich von 14, 15
1. An Waggonübergängen anbringbare rohrartig geformte elastische Wülste (14, 15), die
jeweils an einer Stirnwand (12, 13) eines Waggons (10, 11) vorgesehen sind und die
bei aneinander gekuppelten Waggons (10, 11) sich federnd berühren,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wülste (14, 15) im Inneren (28) wenigstens ein radial zur Längsrichtung der Wulst
(14, 15) sich erstreckendes elastisch dehnbares Bauteil (17) aufweisen, das mit seinen
Enden gegenüberliegenden Innenwandbereiche (28) der Wulst (14, 15) berührt und an
der Wulst (14, 15) festgelegt ist, hierbei belastet die Federkraft des elastischen
dehnbaren Bauteils (17) mindestens eine Stirnseite (26) der Wulst (14, 15) des einen
Waggons (10) in Richtung der Wulst (14, 15) an dem anderen Waggon (11).
2. Wulst (14, 15) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (17) als Zugelement ausgebildet ist, das zwei gegenüberliegende Wulstwandseiten
einer Wulst (14, 15) federnd zusammenzieht.
3. Wulst (14, 15) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (17) als Druckelement vorgesehen ist, dass zwei gegenüberliegende Wulstwandseiten
auseinander drückt.
4. Wulst (14, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (17) als elastische Textilie (19), insbesondere Schmaltextile, ausgebildet
ist, die an ihren Enden Befestigungsteile (18) aufweist, die durch die Wulstmantel
(23) greifen und an der Außenseite der Wulst (14, 15) angreifen.
5. Wulst (14, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsteil (18) als ein profilartiges, insbesondere schirmprofilartiges
Kunststoffteil ausgebildet ist und nach Durchführung vom Wulstinneren durch eine Wulstwandöffnung
(21) an der Wulstaußenseite liegt, hierbei spreizen sich die Profilflächen (27), insbesondere
die Schirmflächen auseinander und legen sich an der Außenseite unter Abdeckung der
Öffnung (21) an.
6. Wulst (14, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Mittelteil des profilartigen Kunststoffteils die elastische Textilie (19)
bzw. ein dehnbarer Kunststoffbereich (20) befestigt ist.
7. Wulst (14, 15) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung der elastischen Textilie (10) an dem Befestigungsteil (18) durch
Nähen und/oder Schweißen erfolgt.
8. Wulst (14, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (21) in dem Wulstmantel (23) ein in Längsrichtung der Wulst (14, 15)
verlaufender Schlitz ist.
9. Wulst (14, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere axial zur Längsrichtung der Wulst (14, 15) verlaufende Schlitze (21) vorgesehen
sind.
10. Wulst (14, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte in Längsrichtung der Wulst sich erstreckende Schlitze (21) im spitzen
Winkelbereich radial versetzt zueinander liegen.
11. Wulst (14, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Bauteil (17) mit dem Befestigungsteil (18) insgesamt einteilig aus wenigstens
einem Kunststoffmaterial aufgebaut ist.
12. Wulst (14, 15) nach einem Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Bauteil (17) aus mehreren Kunststoffbereichen (20), von denen wenigstens einer
einen elastischen dehnbaren Materialbereich aufweist, ausgebildet ist.
13. Wulst (14, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische dehnbare im Wulstinneren liegende Bereich des Bauteils (17) als Feder
ausgebildet ist.
14. Wulst (14, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das elastisch dehnbare als Zugelement ausgebildete Bauteil (17) durch eine Öffnung
(21) der Wulst (14, 15) in das Wulstinnere bis zu einer zweiten gegenüberliegenden
Öffnung (21) führbar ist und diese durchstößt, hierbei schmiegen sich Flächen (27)
der Befestigungsteile (18) durch die Zugkraft des Zugelementes an der Außenseite des
Wulstmantels (23) an.
15. Wulst (14, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsteil (18) als Knopf ausgebildet ist.
16. Wulst (14, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsteil als T-Profil ausgebildet ist.
17. Wulst (14, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsteil (18) als L-Profil gestaltet ist.
18. Wulst (14, 15) nach einem der Ansprüche bis 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der elastisch dehnbare als Druckelement ausgebildete Bauteil (17) mit einem Zapfen
in eine Wulstwandöffnung eingreift und mit einem Flächenabschnitt an der Innenseite
des Wulstmantels (23) sich abstützt, insbesondere festgelegt ist.
19. Verfahren zur Herstellung an Waggonübergängen anbringbaren rohrartige ausformten elastischen
Wülsten nach einem der Ansprüche 1 bis 18, bei denen die Wülste (14, 15) aus einer
Platte durch Rollung gefertigt werden und die beiden in Wulstlängsrichtung liegenden
Plattenräder aneinander befestigt werden, dadurch gekennzeichnet, dass Öffnungen (21) in die Platte zunächst eingearbeitet werden, dass zwei Öffnungen (21)
die im gleichen Abstand vom oberen Plattenrand liegen, in einem Abstand angeordnet
werden, der etwa der Hälfte des Umfanges der Wulst entspricht und dass zunächst das
Ende eines elastisch dehnbaren Bauteils (17) an einer Öffnung (21) befestigt wird
und dass nach einem ersten Rollabschnitt das zweite Ende des Bauteils (17) an der
weiteren Öffnung (21) festgelegt wird und dass dann in einer weiteren Rollung die
beiden Plattenrändern aneinander befestigt werden.
20. Verfahren zur Herstellung von an Waggonübergängen anbringbaren rohrförmig geformten
elastischen Wülsten nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass in den Wulstmantel (23) an zwei radial gegenüberliegenden Seiten Öffnungen eingearbeitet
werden, dass durch eine erste Öffnung (21) das eine Ende des elastisch dehnbaren Bauteils
in das Wulstinnere zur zweiten Öffnung (21) bewegt wird, dann durch die zweite Öffnung
(21) nach der Außenseite des Wulstmantels gelangt, hierbei liegen insbesondere die
profilartig ausgebildeten Flächen (21) Befestigungsteile (18) an dem Außenmantel (23)
der Wulst (14, 15), wobei durch die Zugkraft des elastisch dehnbaren Bauteils (17)
das profilartig ausgebildete Befestigungsteil (18) unter Spreizung der Profilflächen
(27) mit diesen an dem Außenmantel der Wülste (14, 15) gezogen wird.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die gespreizten insbesondere schirmprofilartigen Befestigungsteile die Öffnung (21)
in der Wulst abdichtend verschließen.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen als in Längsrichtung der Wulst (14, 15) verlaufende Schlitze in die
Wulst (14, 15) eingeschnitten werden.