(19)
(11) EP 2 009 183 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.01.2010  Patentblatt  2010/02

(21) Anmeldenummer: 08010205.6

(22) Anmeldetag:  04.06.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E02D 27/01(2006.01)
E04G 9/00(2006.01)

(54)

Schalungselement

Shuttering element

Elément de coffrage


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 27.06.2007 DE 202007008976 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
31.12.2008  Patentblatt  2009/01

(73) Patentinhaber: Obernolte, Sven
32278 Kirchlengern (DE)

(72) Erfinder:
  • Obernolte, Sven
    32278 Kirchlengern (DE)

(74) Vertreter: Wiebusch, Manfred 
Ter Meer Steinmeister & Partner GbR Artur-Ladebeck-Strasse 51
33617 Bielefeld
33617 Bielefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 568 799
DE-C1- 3 815 870
DE-A1- 3 436 690
JP-A- 59 122 628
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Schalungselemente dieser Art sind aus DE 38 15 870 C1 bekannt und werden beispielsweise für Fundamentschalungen eingesetzt. Bei der Gittermatte handelt es sich um eine aus gekreuzten Rundstäben gebildete Baustahlmatte, die entweder eben oder zu einem geeigneten Schalungsprofil gebogen oder gekantet ist. Diese Baustahlmatte gibt dem Schalungselement die notwendige mechanische Festigkeit. Bei der Folie handelt es sich um eine stabile Schrumpffolie, beispielsweise aus Polyethylen, mit der das Gitterwerk umschrumpft ist, so daß die Gitteröffnungen jeweils durch zwei Folienlagen verschlossen sind und man somit ein flächiges, für den Beton undurchlässiges Schalungselement erhält.

    [0002] Aufgabe der Erfindung ist es, ein kostengünstiges Schalungselement mit verbesserter Stabilität zu schaffen.

    [0003] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens einige der Querstäbe einen abgeflachten Querschnitt haben, dessen längere Achse rechtwinklig zu den Längsstäben orientiert ist.

    [0004] Durch die abgeflachte Querschnittsform der Querstäbe, die in üblicher Weise mit den Längsstäben verschweißt sind, wird eine erhöhte Biegesteifigkeit der Gittermatte insgesamt erreicht, so daß das Schalungselement dem Druck des anstehenden Betons besser standhält.

    [0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

    [0006] Die steiferen Querstäbe können wahlweise auf der vom Schalungshohlraum abgewandten Außenseite oder der dem Schalungshohlraum zugewandten Innenseite des Schalungselements angeordnet sein. Wenn die breiteren Querstäbe auf der Außenseite angeordnet sind, können sie sich auch in ihrer Breite unterscheiden, beispielsweise derart, daß die Breite der waagerecht verlaufenden Querstäbe von oben nach unten nach und nach zunimmt. Die Biegesteifigkeit der Gittermatte erhöht sich dann proportional zu dem von oben nach unten zunehmenden statischen Druck des eingefüllten Flüssigbetons.

    [0007] Wenn die breiteren Querstäbe auf der Innenseite des Schalungselements angeordnet sind, können sie zugleich als Abstandhalter für eine im Schalungshohlraum anzubringende Bewehrung dienen.

    [0008] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert.

    [0009] Es zeigen:
    Fig. 1
    einen Schnitt durch eine Fundamentschalung mit erfindungsgemäβen Schalungselementen; und
    Fig. 2
    eine Seitenansicht eines der Schalungselemente nach Fig. 1.


    [0010] In Fig. 1 ist ein Querschnitt einer Fundamentschalung gezeigt, die durch zwei parallel in Abstand zueinander angeordnete Schalungselemente 10 gebildet wird. Kernstück jedes Schalungselements ist eine Gittermatte 12 aus Baustahl, die durch vertikale Längsstäbe 14 und horizontale Querstäbe 16, 16a - egebildet wird. Diese Längs- und Querstäbe sind in üblicher Weise an den Kreuzungspunkten miteinander verschweißt. Die Besonderheit besteht hier jedoch darin, daß einige der Querstäbe, nämlich die Querstäbe 16a - e keine Rundstäbe sind, sondern statt dessen ein längliches, annähernd rechteckiges Profil haben, wobei die größere Achse des Profils rechtwinklig zu den Längsstäben 14 orientiert ist. Wahlweise kann der Querschnitt diese Querstäbe auch T- oder L-förmig oder dergleichen sein, wie beispielhaft für den Querstab 16c dargestellt ist.

    [0011] Jede der beiden Gittermatten 12 ist in eine geschlossene Schrumpffolie 18 eingehöhlt.

    [0012] Die oberen und unteren Ränder der beiden Schalungselemente 10 sind in bekannter Weise durch Bügel 20 zusammengehalten.

    [0013] Die Querstäbe 16a - d sind jeweils auf der Außenseite des betreffenden Schalungselements angeordnet, und ihre Breite - in der Richtung rechtwinklig zu den Längsstäben 14 - nimmt von oben nach unten, also vom Querstab 16a zum Querstab 16d zu. Durch die Querschnittsform der Querstäbe 16a - e wird eine Versteifung der Gittermatte und damit des Schalungselements erreicht, und durch die unterschiedlichen Querschnittsformen wird erreicht, daß die Biegesteifigkeit von oben nach unten zunimmt und damit etwa dem Verlauf des statischen Druckes im Inneren des Schalungshohlraums folgt, wenn dieser mit flüssigem Beton gefüllt ist.

    [0014] Die Querstäbe 16e sind auf der Innenseite des jeweiligen Schalungselements angeordnet und springen somit in den Schalungshohlraum vor. Dies erlaubt es, diese Querstäbe 16e als Abstandhalter für einen Bewehrungskorb 22 oder eine sonstige Stahlbewehrung zu verwenden, die in Abstand zu den Schalungswänden im Schalungshohlraum anzuordnen ist.


    Ansprüche

    1. Schalungselement mit einer von einer Folie (18) umhüllten Gittermatte (12) aus einander kreuzenden Längs- und Querstäben (14, 16, 16a-e), dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einige der Querstäbe (16a-e) einen abgeflachten Querschnitt haben, dessen längere Achse rechtwinklig zu den Längsstäben (14) orientiert ist.
     
    2. Schalungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (18) eine Schrumpffolie ist.
     
    3. Schalungselement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die auf einer Seite der Längsstäbe (14) angeordneten Querstäbe (16a - e) sich in ihrer Breite unterscheiden.
     
    4. Schalungselement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsstäbe (14) vertikal verlaufen und die Breite der Querstäbe (16a - e) von oben nach unten zunimmt.
     
    5. Schalungselement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einer der Querstäbe (16e) mit abgeflachtem Querschnitt auf der dem Schalungshohlraum zugewandten Innenseite des Schalungselements angeordnet ist und einen Abstandhalter für eine Bewehrung (22) bildet.
     
    6. Schalungselement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß daß mindestens einige der Querstäbe (16c) einen abgeflachten T- oder L-förmigen Querschnitt haben
     


    Claims

    1. Shuttering element comprising a grid (12) formed by longitudinal bars (14) and cross-bars (16, 18a-e) crossing the longitudinal bars, said grid being encased in a foil (18), characterised in that a least some of the cross-bars (16a-e) have a flattened cross-section the major axis of which is oriented at right angles to the longitudinal bars (14).
     
    2. Shuttering element according to claim 1, characterised in that the foil (18) is a shrink foil.
     
    3. Shuttering element according to any of the proceding claims, characterised in that the cross-bars (16a-e) arranged on one side of the longitudinal bars (14) differ in their width.
     
    4. Shuttering element according to claim 3, characterised in that the longitudinal bars (14) extend vertically and the width of the cross-bars (16a-e) increases from top to bottom.
     
    5. Shuttering element according to any of the preceding claims, characterised in that at least one of the cross-bars (16e) having a flattened cross-section is arranged on the internal side of the shuttering element facing towards the formwork cavity and forms a spacer for an armour (22).
     
    6. Shuttering element according to any of the preceding claims, characterised in that at least some of the cross-bars (16c) have a flattened T- or L-shaped cross-section.
     


    Revendications

    1. Elément de coffrage avec un treillis enveloppé d'un film (18), constitué de barres longitudinales et transversales (14, 16, 16a à 16e) se croisant les unes avec les autres, caractérisé en ce qu'au moins certaines des barres transversales (16a à 16e) ont une section transversale aplatie dont l'axe le plus long est orienté à angle droit par rapport aux barres longitudinales (14).
     
    2. Elément de coffrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le film (18) est un film rétractable.
     
    3. Elément de coffrage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les barres transversales (16a à 16e) agencées sur un côté des barres longitudinales (14) se différencient par leur largeur.
     
    4. Elément de coffrage selon la revendication 3, caractérisé en ce que les barres longitudinales (14) s'étendent verticalement et la largeur des barres transversales (16a à 16e) augmente de haut en bas.
     
    5. Elément de coffrage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une des barres transversales (16e) ayant une section transversale aplatie est agencée sur le côté intérieur dirigé vers l'espace vide de coffrage de l'élément de coffrage et forme une entretoise d'écartement pour une armature (22).
     
    6. Elément de coffrage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins certaines des barres transversales (16c) ont une section transversale aplatie en forme de T ou de L.
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente