[0001] Die Erfindung betrifft ein Rollo zum Schutz vor Sonnenlicht, welches eine Spannvorrichtung
aufweist. Derartige Beschattungssysteme dienen beispielsweise der Verbesserung des
Raumklimas, der Energieeinsparung durch Reduktion des Einsatzes von Klimageräten oder
auch der Beseitigung der Blendwirkung an Bildschirmarbeitsplätzen. Die Erfindung betrifft
außerdem ein Mehrscheiben-Isolierglaselement, welches mit einem derartigen Rollo ausgerüstet
ist.
[0002] Die
US 262,398 zeigt ein Rollo, dessen Rollotuch mit einem Zugseil permanent gespannt ist. Das Zugseil
ist über eine federbelastete Rolle geführt und wird auf eine konusförmige Aufwickelrolle
aufgewickelt. Bei dieser Lösung ergibt sich das Problem, dass ein Gleichlauf bei der
Aufwicklung des Rollotuches und der Abwicklung des Zugseiles von der konischen Aufwickelrolle
sowie beim umgekehrten Vorgang ohne besondere Vorkehrungen nicht dauerhaft zu gewährleisten
ist. Infolgedessen kommt es zu Fehlwicklungen oder nachlassender Spannung des Rollotuchs,
die zu einer völligen Blockade des Rollos führen kann.
[0003] Die
DE 196 10 268 C2 zeigt eine Rolloeinrichtung für ein Isolierglaselement, bei welcher das Rollotuch
permanent mithilfe eines Zugseiles gespannt ist. Das Zugseil ist durch eine Feder
belastet und wird über Rollen im freien Endbereich des Rollotuches umgelenkt und schließlich
zu einem konusförmigen Teilbereich der Aufnahmewelle geführt. Auch bei dieser Lösung
ergibt sich das Problem, dass ein Gleichlauf bei der Aufwicklung des Rollotuches und
der Abwicklung des Zugseiles vom konusförmigen Teilbereich sowie beim umgekehrten
Vorgang ohne besondere Vorkehrungen nicht dauerhaft zu gewährleisten ist. Ein weiterer
Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass auf der Aufnahmewelle ein Bereich zum Aufwickeln
des Zugseiles vorzusehen ist, was aufgrund des sehr begrenzten Raumes innerhalb eines
Isolierglaselementes problematisch ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass
der Motor zum Antrieb der Aufnahmewelle entsprechend belastbar auszulegen ist, um
sowohl das Rollotuch aufwickeln als auch die Reibung beim Abwickeln des Zugseiles
überwinden zu können. Die Aufnahmewelle ist entsprechend belastbar auszulegen, um
sowohl die Kraft zum Spannen des Rollotuches als auch die dadurch hervorgerufene Gegenkraft
aufnehmen zu können. Dies führt zu erhöhtem Raumbedarf für das Rollo, was einer Integration
in einer Doppelglasscheibe entgegensteht.
[0004] Die
DE 37 40 018 A1 betrifft eine Beschattungseinrichtung für lichtdurchlässige Wand- oder Deckenbereiche.
Diese Beschattungseinrichtung besitzt eine Wickelrolle für eine Beschattungsbahn,
die mit einem Zugelement über den abzuschattenden Bereich gezogen werden kann. Als
Zugelement ist ein Seilzug vorgesehen, der in einen Flaschenzug einläuft, dessen lose
Rolle unter Auslenkung einer Feder gegenüber einer festen Rolle bewegbar ist.
[0005] Die
EP 0 276 045 B1 betrifft einen Rollladen mit einer horizontalen Wickelrolle. Die Wickelrolle wird
durch einen Motor angetrieben. Das Gewicht des Rollladens wird mit einem Gegengewicht
ausgeglichen, welches an einer losen Rolle hängt, über die ein mit der Wickelrolle
verbundenes Zugseil geführt ist. Ein weiters Zugseil zum Spannen des Rollladens ist
über eine lose Rolle geführt, die von einer Feder gespannt wird.
[0006] Die
DE 32 45 009 A1 zeigt ein Rolltor mit einem auf einer Welle aufrollbaren Behang. Zum straffen Spannen
des Behanges ist ein Zugorgan am Querhaupt des Behanges befestigt, welches mit seinem
anderen Ende stationär befestigt ist. Das Zugorgan ist bevorzugt über ein loses Rollepaar
geführt, welches mit einer Zugfeder gespannt ist.
[0007] Die
EP 0 483 528 A1 zeigt eine Isolierglasanordnung mit einer Metallfolie als Rollotuch.
[0008] Die
US 2003/0089462 A1 zeigt ein Verfahren zur Fertigung eines Magnetsystems für Jalousien. Das Magnetsystem
dient dem Antrieb einer innerhalb eines Mehrscheibenfensters befindlichen Jalousie
von außerhalb des Mehrscheibenfensters.
[0009] Die
DE 102 32 536 A1 zeigt eine Rollovorrichtung mit einer antreibbaren Tuchwelle und einem aufwickelbaren
Tuch, an dessen freier Kante ein Zugstab angeordnet ist. Auf den Zugstab wirkt in
Abzugsrichtung des Tuches eine Kraft ein. Diese Kraft wird dadurch erzielt, dass koaxial
und in Verlängerung der Tuchwelle eine Seilspule drehfest mit der Tuchwelle verbunden
ist und das freie Ende eines darauf aufwickelbaren Seiles über mindestens eine Seilumlenkung
mit dem Zugstab verbunden ist. Weiterhin befindet sich im Verlauf des Seils mindestens
eine Federanordnung zur Anpassung der Länge des Seils an den variierenden Wickelzustand
von Tuchwelle und Seilspule. Bei einer Ausführungsform der aus der
DE 102 32 536 A1 bekannten Lösung werden zwei Seile verwendet, wobei jedes Seil zunächst über eine
feste Rolle im Endbereich des Rollos gelenkt wird und schließlich an einer Zugfeder
in der Zugstange des Rollotuches endet. Die Federn müssen entsprechend stark ausgeführt
sein, um eine ausreichende Zugkraft über den benötigten Federweg gewährleisten zu
können. Dadurch ist ein hohes Drehmoment der Tuchwelle erforderlich, um gleichzeitig
das Tuch und das federgespannte Seil aufwickeln bzw. abwickeln zu können. Die Federkräfte
wirken unvermindert auf die Tuchwelle, da diese lediglich über jeweils eine feste
Rolle geleitet werden. Bei einer weiteren Ausführungsform der aus der
DE 102 32 536 A1 bekannten Lösung werden zwei Zugfedern verwendet, welche aber nicht im Zugstab, sondern
im Rahmen der Rollovorrichtung angeordnet werden. Die Zugfedern sind mit dem Rahmen
fest verbunden und spannen jeweils eine Umlenkspule, über die das Seil gelenkt wird,
sodass das Seil gespannt wird. Ein Nachteil dieser Lösung besteht wiederum darin,
dass auf die Tuchwelle ein entsprechend hohes Drehmoment wirken muss, um gleichzeitig
das federgespannte Seil als auch das Tuch aufwickeln bzw. abwickeln zu können. Durch
die lösungsgemäße Anordnung der Seilspule auf der Tuchwelle ist es unumgänglich, die
Federanordnung mit den Umlenkspulen im Bereich des Rollotuches, insbesondere im Seitenbereich
des Rollotuches, anzuordnen. Dieser Bereich ist jedoch bei vielen Anwendungen, beispielsweise
bei Isolierglasfenstern, freizuhalten. Den aus der
DE 102 32 536 A1 bekannten Lösungen ist gemein, dass die Tuchwelle entsprechend belastbar auszulegen
ist, um sowohl die Kraft zum Spannen des Rollotuches als auch die dadurch hervorgerufene
Gegenkraft aufnehmen zu können.
[0010] Die Aufgabe der Erfindung besteht ausgehend von der
DE 102 32 536 A1 darin, ein Rollo mit einer Spannvorrichtung zum Spannen des Rollotuches bereitzustellen,
bei welchem sowohl die aufzubringende mechanische Leistung zum Auf- und Abwickeln
des Rollotuches als auch die mechanische Belastung der Rollokomponenten gemindert
sind und bei welchem die Spannvorrichtung derart angeordnet werden kann, dass sie
die Glasfläche nicht oder nur minimal bedeckt. Eine Teilaufgabe besteht außerdem darin,
weitere Komponenten des Rollos in ihrem Raumbedarf zu minimieren, wodurch die Eignung
des Rollos für raumbegrenzte Anwendungen, wie beispielsweise innerhalb eines Mehrscheiben-Isolierglaselementes,
erhöht ist.
[0011] Diese Aufgabe wird durch ein Rollo gemäß dem beigefügten Anspruch 1 gelöst.
[0012] Das erfindungsgemäße Rollo dient der Abdeckung einer Glasfläche, beispielsweise eines
Fensters oder eine Glastür. Das Rollo weist zunächst ein aufwickelbares Rollotuch
auf, mit welchem die Glasfläche wahlweise abgedeckt werden kann. Das Rollotuch kann
auf eine antreibbare Aufwickelwelle aufgewickelt und ebenso von dieser abgewickelt
werden. Soll eine Glasfläche, welche durch das Rollotuch bedeckt ist, vom Rollotuch
befreit werden, wird das Rollotuch durch die Aufwickelwelle in eine Aufwickelrichtung
aufgewickelt. Weiterhin weist das erfindungsgemäße Rollo eine Spannvorrichtung zum
Spannen des Rollotuches über die Glasfläche auf. Die Spannvorrichtung sorgt dafür,
dass das Rollotuch, unabhängig davon inwieweit es die Glasfläche bedeckt, permanent
gespannt und somit eben ist. Die Spannvorrichtung umfasst ein Zugseil zur Beaufschlagung
des Rollotuches mit einer entgegen der Aufwickelrichtung gerichteten Zugkraft. Die
Zugkraft wird über eine konstante Länge des Zugseiles aufgenommen, das heißt eine
konstante Länge des Zugseiles ist mit der Zugkraft beaufschlagt. Dies ist gleichbedeutend
damit, dass die wirksame Länge des Zugseiles nicht verändert wird, wie es beispielsweise
bei einem Abwickeln oder Aufwickeln des Zugseiles auf eine Aufwickelspule der Fall
wäre. Die Aufnahme der Zugkraft auf eine konstante Länge des Zugseiles ist beispielsweise
dann gegeben, wenn beide Enden des Zugseiles an einem Grundkörper des Rollos ortsunveränderlich
gegenüber der Glasfläche fixiert sind. Die Aufnahme der Zugkraft auf eine konstante
Länge des Zugseiles ist beispielsweise auch dann gegeben, wenn ein Ende des Zugseiles
am Grundkörper des Rollos ortsunveränderlich gegenüber der Glasfläche fixiert ist,
während das andere Ende am Rollotuch fixiert ist. Die Aufnahme der Zugkraft auf eine
konstante Länge des Zugseiles ist beispielsweise auch dann gegeben, wenn ein Ende
des Zugseiles am Grundkörper des Rollos ortsunveränderlich gegenüber der Glasfläche
fixiert ist, während das andere Ende an einem Rollenhalter einer losen Rolle fixiert
ist. Erfindungsgemäß ist das Zugseil zumindest über eine lose Rolle geführt, welche
durch eine Feder gespannt ist.
[0013] Das erfindungsgemäße Rollo weist den Vorteil auf, dass das Zugseil nicht über die
antreibbare Aufwickelwelle oder ein anderes Mittel aufgewickelt und gespannt wird.
Auf die Aufwickelwelle wirkt nur das Drehmoment zum Aufwickeln des Rollotuches, aber
nicht die Gegenkraft zum Spannen des Rollotuches ein. Reibungskräfte, wie sie in einer
Aufwickelrolle für das Zugseil gemäß dem Stand der Technik auftreten, sind durch die
erfinderische Lösung vermieden. Folglich können die Aufwickelwelle und deren Antrieb
entsprechend schwächer und kleiner ausgeführt werden, was insbesondere für integrierte
Rollos in Mehrscheiben-Isolierglaselementen von Vorteil ist. Die Funktion der Feder
und der losen Rolle ist nicht an die Aufwickelwelle gebunden, sodass die Feder und
die lose Rolle unabhängig von der Aufwickelwelle angeordnet werden können. Das Zugseil
kann mithilfe von weiteren Rollen derart umgelenkt werden, dass die Feder und die
lose Rolle an einem für die jeweilige Anwendung geeigneten Ort angeordnet werden können.
Die lose Rolle bewirkt, dass der Federweg gegenüber dem durch das Rollotuch zurückgelegten
Weg verdoppelt ist. Dieses Verhältnis kann vergrößert werden, indem mehrere lose Rollen
verwendet werden. Es liegt im Können und Wissen des Fachmannes die Rollenführung und
die Auslegung der Feder entsprechend der jeweiligen Rolloanwendung anzupassen.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rollos ist die lose Rolle
als Flaschenzug mit mindestens zwei Rollen ausgeführt. Mithilfe des Flaschenzuges
können große Verhältnisse zwischen dem Federweg und dem durch das Rollotuch zurückzulegenden
Weg erzielt werden. Folglich können Federn mit einem kurzen Federweg verwendet werden,
die entsprechend wenig Raumbedarf haben. Der Flaschenzug kann auch als Potenzflaschenzug
oder als Differenzialflaschenzug ausgeführt werden, wodurch sehr große Kraft-Wegverhältnisse
erzielt werden können.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rollos ist das Rollo
in einem Rahmen eingefasst, welcher das Einsetzen des Rollos in ein Mehrscheiben-Isolierglaselement
ermöglicht. Da das erfindungsgemäße Rollo eine raumsparende und flache Ausführung
ermöglicht, ist es besonders für den Einsatz in Mehrscheiben-Isolierglaselementen
geeignet. Das Rollo kann zwischen zwei Scheiben eines Mehrscheiben-Isolierglaselementes
angeordnet werden, welche einen Normabstand zueinander aufweisen. Folglich kann das
erfindungsgemäße Rollo beispielsweise in gewöhnliche Isolierglasfenster eingesetzt
werden. Die Vorteile einer solchen integrierten Lösung sind hinlänglich bekannt.
[0016] Die lose Rolle wird bevorzugt gemeinsam mit der Feder und der Aufwickelwelle in einem
abgedeckten Bereich innerhalb des Rahmens angeordnet. Hierfür muss das Zugseil über
zumindest eine feste Rolle in Richtung der Aufwickelwelle umgelenkt werden. Diese
Ausführungsform weist den Vorteil auf, dass nahezu alle Komponenten außer dem Rollotuch
gemeinsam in einem abgedeckten Bereich, beispielsweise in einem Gehäuse, angeordnet
sind. Dadurch kann das Rollo sehr kompakt und nach außen unscheinbar gestaltet werden.
[0017] Der Rahmen ist bevorzugt aus zusammengesteckten Profilstäben gebildet, welche zunächst
durch die von der Feder auf die mit dem Rahmen verbundene Aufwickelwelle und auf die
mit dem Rahmen verbundenen festen Rollen wirkenden Kräfte zusammengehalten sind. Sobald
der Rahmen in einen Halterrahmen des Mehrscheiben-Isolierglaselementes eingesetzt
wurde, ist der Rahmen ausreichend fixiert, um das Rollo in Betrieb nehmen zu können.
Diese Ausführungsform weist den Vorteil auf, dass Verbindungselemente und entsprechende
Fertigungsschritte eingespart werden können.
[0018] Das Rollotuch besteht vorzugsweise aus einer Kunststoff-, einer mehrschichtigen Verbundmaterial-
oder einer Metallfolie. Folien erfordern kleinere Kräfte zum Aufwickeln und führen
zu einem kleineren Durchmesser im aufgewickelten Zustand als dies beispielsweise bei
Textilien der Fall ist.
[0019] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rollos weist das Rollotuch
in seinem der Aufwickelwelle abgewandten freien Endbereich zumindest eine Umlenkrolle
auf, über die das Zugseil geführt ist. Durch die eine oder mehreren Umlenkrollen kann
das Rollotuch gezielt mit einer entgegen der Aufwickelrichtung gerichteten Zugkraft
beaufschlagt werden, wodurch das Rollotuch optimal gespannt werden kann. Alternativ
ist das Zugseil mit einem seiner beiden Enden am Rollotuch in dessen der Aufwickelwelle
abgewandtem freien Endbereich befestigt.
[0020] Bevorzugt weist das Rollotuch in seinem der Aufwickelwelle abgewandten freien Endbereich
zwei Umlenkrollen auf, über die das Zugseil geführt ist, wobei die Umlenkrollen jeweils
im Randbereich des Rollotuches angeordnet sind. Dadurch wirkt die Zugkraft gleich
verteilt auf die freien Ecken des Rollotuches ein.
[0021] Das Rollotuch weist in seinem der Aufwickelwelle abgewandten freien Endbereich bevorzugt
eine Endschiene auf, welche durch seitliche Führungseinrichtungen geführt ist und
an welcher die beiden Umlenkrollen angebracht sind. Die Endschiene ermöglicht eine
Fixierung der freien Kante des Rollotuches, wodurch Unebenheiten im Rollotuch vermieden
werden. Gleichzeitig ermöglicht die Endschiene eine sichere Anbringung der Umlenkrollen.
Die seitliche Führungseinrichtung für die Endschiene ermöglicht eine definierte Bewegung
des Rollotuches während des Abwickel- und Aufwickelvorganges. Die seitlichen Führungseinrichtungen
können jeweils durch eine U-förmige Schiene gebildet sein, in welchen jeweils ein
äußerer Führungsstift der Endschiene geführt ist.
[0022] Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rollos weist dieses weiterhin
ein Unterstützungselement auf, welches einem mittleren axialen Abschnitt der Aufwickelwelle
in Aufwickelrichtung gegenüberstehend angeordnet ist. Der mittlere axiale Abschnitt
der Aufwickelwelle ist magnetisiert, beispielsweise dadurch, dass dort ein Dauermagnet
angeordnet ist. Das Unterstützungselement ist magnetisch, beispielsweise ferromagnetisch,
ausgeführt. Folglich besteht eine magnetische Anziehungskraft vom Unterstützungselement
auf die Aufwickelwelle, welche in die Aufwickelrichtung wirkt. Diese Anziehungskraft
kompensiert einen Teil der Zugkraft des Rollotuches auf die Aufwickelwelle. Folglich
wird vermieden, dass sich die Aufwickelwelle aufgrund der durch das Rollotuch auf
die Aufwickelwelle wirkenden Kraft durchbiegt. Bei dieser Ausführungsform kann die
Aufwickelwelle entsprechend schwächer ausgeführt werden, beispielsweise dadurch, dass
sie einen kleineren Durchmesser aufweist. Somit kann eine noch flachere Ausführung
der gesamten Rolloanordnung ermöglicht werden. Alternativ kann der mittlere axiale
Bereich der Aufwickelwelle magnetisch ausgeführt werden, beispielsweise dadurch, dass
dieser oder die gesamte Aufwickelwelle aus einem ferromagnetischen Werkstoff besteht.
Entsprechend ist dann das Unterstützungselement magnetisch auszuführen, beispielsweise
in Form eines permanent magnetisierten Dauermagneten oder in Form eines temporär magnetisierten
Elektromagneten. Eine weitere Alternative besteht darin, sowohl den mittleren axialen
Abschnitt der Aufwickelwelle als auch das Unterstützungselement magnetisiert auszuführen,
beispielsweise als Dauermagneten. Die Magnetisierungen sind derart auszurichten, dass
die durch das Magnetfeld hervorgerufene Kraft auf die Aufwickelwelle in die Aufwickelrichtung
wirkt. Beispielsweise kann das Unterstützungselement auf der in Aufwickelrichtung
gerichteten Seite der Aufwickelwelle angeordnet werden, wobei sich gleiche Pole der
Magnetisierung gegenüberstehen, wodurch eine abstoßende Kraft auf die Aufwickelwelle
bewirkt wird. Alternativ kann das Unterstützungselement auf der entgegen der Aufwickelrichtung
gerichteten Seite der Aufwickelwelle angeordnet werden, wobei sich unterschiedliche
Pole der Magnetisierung gegenüberstehen, wodurch eine anziehende Kraft auf die Aufwickelwelle
in die Aufwickelrichtung wirkt. Durch das Unterstützungselement wird eine berührungslose
und nahezu verschleißfreie Abstützung der Aufwickelwelle ermöglicht.
[0023] Die antreibbare Aufwickelwelle wird bevorzugt durch einen Elektromotor über ein Getriebe
oder direkt angetrieben.
[0024] Dadurch ist ein automatisiertes Auf- und Abwickeln des Rollotuches ermöglicht. Das
Rollo umfasst weiterhin bevorzugt einen ersten und einen zweiten Endschalter, durch
welche die Positionen eines abgewickelten und eines aufgewickelten Rolltuches definiert
sind. In dem der Aufwickelrolle abgewandten freien Endbereich des Rollotuches weist
dieses einen Anschlag auf, der gegen den ersten Endschalter anschlägt, wenn das Rollotuch
vollständig abgewickelt ist, d. h., wenn die Glasfläche vollständig abgedeckt ist.
Der Anschlag ist gegen den zweiten Endschalter angeschlagen, wenn das Rollotuch vollständig
aufgewickelt ist, d. h., wenn die Glasfläche vollständig vom Rollotuch befreit ist.
Der Anschlag kann beispielsweise durch die Endschiene gebildet sein.
[0025] Das erfindungsgemäße Rollo weist bevorzugt weiterhin eine elektronische Steuerung
auf, mit welcher der Elektromotor gesteuert werden kann. Die Steuerung ist mit dem
ersten und dem zweiten Endschalter elektrisch verbunden. Schlägt der Anschlag beim
Abwickeln des Rollotuches an den ersten Endschalter an, so veranlasst die Steuerung
zunächst einen Stopp des sich drehenden Elektromotors. Unmittelbar danach wird der
Elektromotor für eine kurze Zeit entgegen der zuvor vorhandenen Drehrichtung betrieben.
Dadurch wird einem Nachlauf des Elektromotors entgegengewirkt, um somit die Spannung
des Rolltuches zu erhalten. Schlägt der Anschlag beim Aufwickeln des Rollotuches an
den zweiten Endschalter an, so veranlasst die Steuerung einen Stopp des sich drehenden
Elektromotors.
[0026] Weitere Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform, unter Bezugnahme
auf die Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rollos in einem Mehrscheiben-Isolierglasfenster;
- Fig. 2:
- eine Schnittdarstellung des in Fig. 1 gezeigten Rollos im Mehrscheiben-Isolierglasfenster;
und
- Fig. 3:
- eine Detailansicht des in Fig. 2 gezeigten Mehrscheiben-Isolierglasfensters mit einem
eingebauten Rahmen des Rollos.
[0027] Fig. 1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rollos, welches
in ein Mehrscheiben-Isolierglasfenster eingesetzt ist. Das Rollo weist zunächst einen
rechteckförmigen Rahmen 01 auf, der passgenau in einen Abstandshalterrahmen 02 des
Mehrscheiben-Isolierglasfensters eingesetzt ist. Das Rollo ist zwischen einem ersten
Fensterglas 03 und einem zweiten Fensterglas (in Fig. 3 gezeigt) des Mehrscheiben-Isolierglasfensters
angeordnet. Das erste Fensterglas 03 kann wahlweise mit einer Rollofolie 04 des Rollos
abgedeckt werden. Die Rollofolie 04 erlaubt eine Beschattung zur Reduzierung der Sonneneinstrahlung
von bis zu 90 % oder mehr. Die Rollofolie 04 kann auf eine Aufwickelwelle 06 aufgewickelt
und von dieser abgewickelt werden. Wenn das erste Fensterglas 03 vollständig durch
die Rollofolie 04 abgedeckt ist, ist die Rollofolie 04 nahezu vollständig von der
Aufwickelwelle 06 abgewickelt. Wenn das erste Fensterglas 03 nicht von der Rollofolie
04 bedeckt ist, d. h. wenn das erste Fensterglas 03 vollständig von der Rollofolie
04 befreit ist, ist die Rollofolie 04 nahezu vollständig auf die Aufwickelwelle 06
aufgewickelt. In dem gezeigten Zustand ist die Rollofolie 04 etwa zur Hälfte von der
Aufwickelwelle 06 abgewickelt, sodass das erste Fensterglas 03 etwa zur Hälfte von
der Rollofolie 04 bedeckt ist. Die Rollofolie 04 weist in ihrem der Aufwickelwelle
06 abgewandten freien Endbereich eine Endschiene 08 auf. Die Endschiene 08 ist fest
mit der freien Kante der Rollofolie 04 verbunden und steht der Aufwickelwelle 06 parallel
gegenüber. Die Rollofolie 04 ist eben zwischen der Endschiene 08 und der Aufwickelwelle
06 eingespannt.
[0028] Die Rollofolie 04 ist mithilfe eines Zugseiles 09 gespannt. Das Zugseil 09 ist an
einem ersten Ende 11 fest mit dem Rahmen 01 des Rollos verbunden. Das Zugseil 09 ist
ausgehend von dem ersten Ende 11 über eine erste Umlenkrolle 12 und eine zweite Umlenkrolle
13 geführt. Die Umlenkrollen 12, 13 sind an der Endschiene 08 der Rollofolie 04 angebracht.
Die erste Umlenkrolle 12 befindet sich an einem ersten Ende der Endschiene 08 und
die zweite Umlenkrolle 13 befindet sich an einem zweiten Ende der Endschiene 08. Somit
ist gewährleistet, dass sich eine Zugkraft des Zugseiles 09 gleichmäßig auf die Endschiene
08 und somit gleichmäßig auf die Rollofolie 04 verteilt. Das Zugseil 09 ist anschließend
über eine erste feste Rolle 14 geführt. Die erste feste Rolle 14 befindet sich in
dem der Aufwickelwelle 06 gegenüberliegenden Bereich des Rollos. Das Zugseil 09 wird
über die erste feste Rolle 14 in Richtung der Aufwickelwelle 06 umgelenkt. Nahe der
Aufwickelwelle 06 wird das Zugseil 09 nochmals über eine zweite feste Rolle 16 in
Richtung eines Flaschenzuges 17 umgelenkt. Der Flaschenzug 17 umfasst eine feste Rollengruppe
18 und eine lose Rollengruppe 19. Die lose Rollengruppe 19 wird am Rahmen 01 seitlich,
im Wesentlichen parallel zur Aufwickelwelle 06 geführt. Das Zugseil 09 wird mehrfach
über die Rollen der losen Rollengruppe 19 und die Rollen der festen Rollengruppe 18
umgelenkt bis es schließlich an der losen Rollengruppe 19 endet, wo es befestigt ist.
Auf die lose Rollengruppe 19 wirkt eine Federkraft entgegen des in Richtung der zweiten
festen Rolle 16 verlaufenden Zugseiles 09 ein, welche von einer Zugfeder 21 bereitgestellt
wird. Die Zugfeder 21 ist mit einem ihrer Enden an der losen Rollengruppe 19 und mit
ihrem anderen Ende am Rahmen 01 befestigt. Auf diese Weise sind der gesamte Flaschenzug
17 und die Zugfeder 21 parallel zur Aufwickelwelle 06 angeordnet, auf der dem Rolloauszugsbereich
gegenüberliegenden Seite.
[0029] Wenn die Rollofolie 04 vollständig auf die Aufwickelwelle 06 aufgewickelt ist, ist
ein großer Teil des Zugseiles 09 aus dem Flaschenzug 17 herausgezogen. In diesem Zustand
befindet sich die lose Rollengruppe 19 nahe der festen Rollengruppe 18. Die Zugfeder
21 bewirkt eine Kraft auf den Flaschenzug 17, welche auf das Zugseil 09 und die Umlenkrollen
12, 13 und schließlich auf die Rollofolie 04 übertragen wird. Wird die Rollofolie
04 von der Aufwickelwelle 06 abgewickelt, so wird das Zugseil 09 zurück in den Flaschenzug
17 gezogen, was durch die Zugfeder 21 bewirkt wird. Ist die Rollofolie 04 vollständig
von der Aufwickelwelle 06 abgewickelt und bedeckt das Fensterglas 03 vollständig,
so ist ein großer Teil des Zugseiles 09 zurück in den Flaschenzug 17 gezogen. In diesem
Zustand befindet sich die lose Rollengruppe 19 maximal entfernt von der festen Rollengruppe
18. Die Zugfeder hat sich in diesem Zustand deutlich verkürzt, jedoch bewirkt sie
weiterhin eine wenn auch verringerte Federkraft auf die lose Rollengruppe 19, wodurch
weiterhin eine ausreichende Zugkraft auf die Rollofolie 04 gewährleistet ist. Der
Weg der Endschiene 08 der Rollofolie 04 vom vollständig aufgewickelten Zustand zum
vollständig abgewickelten Zustand der Rollofolie 04 beträgt ein Mehrfaches des Weges,
welchen die lose Rollengruppe 19 währenddessen zurücklegt, da dieser Weg über den
Flaschenzug 17 mehrfach gekürzt wird. Dadurch ist es möglich, eine Zugfeder zu verwenden,
deren Federweg nur ein Bruchteil derjenigen Weglänge beträgt, über welche die Rollofolie
04 gezogen wird. Somit muss die Zugfeder 21 nicht parallel zum Weg der Rollofolie
04 angeordnet werden, sondern kann in einem geeigneten Bereich, welcher eine kürzere
Länge aufweist, angeordnet werden. Hierfür eignet sich insbesondere der Bereich oberhalb
der Aufwickelwelle 06, da dieser nicht das Fensterglas 03 überdeckt. Die Zugfeder
21 kann aber auch in einem anderen für die jeweilige Anwendung geeigneten Bereich
des Rollos angeordnet werden. Die Länge des Zugseiles 09, auf welche die Zugkraft
wirkt, ändert sich während des Betriebs des Rollos nicht, das heißt die aktive Länge
des Zugseiles 09 ist konstant, unabhängig davon inwieweit die Rollofolie 04 aufgewickelt
ist. Es kommt allenfalls zu geringfügigen Längenänderungen des Zugseiles aufgrund
der einwirkenden Zugkraft oder infolge thermischer Einflüsse oder infolge von Materialermüdungen.
[0030] Die Aufwickelwelle 06 wird mithilfe eines Elektromotors 22 über ein Getriebe 23 angetrieben.
Mithilfe des Motors 22 wird über das Getriebe 23 ein Drehmoment auf die Aufwickelwelle
06 übertragen, welches groß genug ist, die durch die Zugfeder 21 auf die Rollofolie
04 bewirkte Zugkraft zu überwinden. Es ist nicht erforderlich, ein Drehmoment aufzubringen,
welches gleichzeitig ein Aufwickeln oder Abwickeln des Zugseiles 09 ermöglicht.
[0031] Das Getriebe 23 treibt die Aufwickelwelle 06 über einen Riemenantrieb (nicht gezeigt)
an. Das Rollo weist weiterhin einen linken unteren Endschalter 24 und einen rechten
unteren Endschalter 26 sowie einen oberen Endschalter 27 auf. Wird die Rollofolie
04 von der Aufwickelwelle 06 abgewickelt, so schlägt die Endschiene 08 an die beiden
unteren Endschalter 24, 26 an, sobald die Rollofolie 04 das erste Fensterglas 03 vollständig
überdeckt. Wird die Rollofolie 04 auf die Aufwickelwelle 06 aufgewickelt, so schlägt
die Endschiene 08 am oberen Endschalter 27 an, sobald die Rollofolie 04 das Fensterglas
03 im Wesentlichen vollständig freigegeben hat. Die Endschalter 24, 26, 27 sind an
eine elektronische Steuerung 28 zur Steuerung des Elektromotors angeschlossen. Mithilfe
der Endschalter 24, 26, 27 kann der elektronischen Steuerung 28 signalisiert werden,
wenn die Rollofolie 04 eine Endposition erreicht hat. Diese Signalisierung ist unabhängig
davon, ob sich die Rollofolie 04, beispielsweise aufgrund von Wärmeeinwirkungen, ausgedehnt
oder verkürzt hat. Ebenso ist diese Signalisierung unabhängig davon, ob sich das Zugseil
09 infolge thermischer Einflüsse oder Materialermüdung ausgedehnt hat. Sobald die
Endschiene 08 an einen der unteren Endschalter 24, 26 anschlägt, stoppt die elektronische
Steuerung 28 den Betrieb des Elektromotors 22 und lässt diesen für eine kurze Zeitdauer
in die entgegen gesetzte Drehrichtung rotieren. Damit wird ein Nachlaufen, welches
durch eine nicht ausreichende Eigenbremsung des Elektromotors 22 bedingt ist, ausgeglichen.
Ein solcher Nachlauf könnte dazu führen, dass die Rollofolie 04 ihre Spannung verliert
und dadurch Unebenheiten zeigt. Sobald die Endschiene 08 an den oberen Endschalter
27 anschlägt, stoppt die elektronische Steuerung 28 den Betrieb des Elektromotors
22. Es kann zu einem geringfügigen Rücklauf kommen, der jedoch unerheblich ist. Die
Endschalter 24, 26, 27 sind als mechanische Endschalter ausgeführt, wodurch eine kostengünstige
Produktion ermöglicht ist. Die Endschalter 24, 26, 27 können aber auch als elektronische
Schalter, beispielsweise als Näherungsschalter ausgeführt werden. Der linke untere
Endschalter 24 und der rechter untere Endschalter 26 können zueinander redundant ausgeführt
werden, sodass einer der beiden unteren Endschalter 24, 26 ausfallen kann, ohne dass
die Funktion des Rollos beeinträchtigt ist.
[0032] Das Rollo weist weiterhin einen Dauermagneten 29 auf, der auf einer der Aufwickelrichtung
31 zugewandten Seite der Aufwickelwelle 06 angeordnet ist und der Aufwickelwelle 06
gegenübersteht. Der Dauermagnet 29 steht insbesondere einem mittleren axialen Abschnitt
32 der Aufwickelwelle 06 gegenüber, der einen Dauermagneteinsatz (nicht dargestellt)
aufweist. Der Dauermagnet 29 und der Dauermagneteinsatz im mittleren axialen Abschnitt
32 der Aufwickelwelle 06 sind derart ausgerichtet, dass sich diese aufgrund der durch
das Magnetfeld hervorgerufenen Kraft abstoßen. Folglich wirkt der gegenüber dem Rahmen
01 des Rollos fixierte Dauermagnet 29 als Unterstützung für die Aufwickelwelle 06.
Die durch die Zugfeder 21 bewirkte Zugkraft auf die Rollofolie 04 wirkt entgegen der
Aufwickelrichtung 31 auf die Aufwickelwelle 06 und bewirkt insbesondere im mittleren
axialen Abschnitt 32 ein Durchbiegen der Aufwickelwelle 06 entgegen der Aufwickelrichtung
31. Diese Durchbiegung wird durch den Dauermagneten 29 und den Dauermagneteneinsatz
weitgehend vermieden. Daher kann die Aufwickelwelle 06 weniger belastbar, insbesondere
mit einem kleineren Durchmesser, ausgeführt werden. Der verkleinerte Durchmesser der
Aufwickelwelle 06 führt dazu, dass das gesamte Rollo mit einer geringen Dicke ausgeführt
werden kann, wodurch es für Mehrscheiben-Isolierglasfenster geeignet ist, bei denen
der Abstand zwischen den Fenstergläsern nicht gegenüber Standardmaßen erhöht ist.
Der Durchmesser der Aufwickelwelle 06 einschließlich der vollständig aufgewickelten
Rollofolie 04 beträgt bei der gezeigten Ausführungsform nur 14 mm.
[0033] Fig. 2 zeigt eine Schnittansicht durch das erfindungsgemäße Rollo. Es sind insbesondere
der Rahmen 01, die Aufwickelwelle 06 und die Rollofolie 04 gezeigt. Die Rollofolie
04 ist zu einem Teil auf die Aufwickelwelle 06 aufgewickelt. Weiterhin ist der Dauermagnet
29 gezeigt, welcher die Aufwickelwelle 06 unterstützt. In der Schnittansicht ist weiterhin
die Endschiene 08 im freien Endbereich der Rollofolie 04 gezeigt. Das Zugseil 09 ist
längs durch den Innenbereich der Endschiene 08 geführt.
[0034] Fig. 3 zeigt ein vergrößertes Detail des Aufbaues des Mehrscheiben-Isolierglasfensters
mit dem eingebauten Rahmen 01 des Rollos. Der Rahmen 01 umfasst vier Profilstäbe 33
und zwei Blenden 34, welche die sechs Seiten des Rahmens 01 bilden. Fig. 3 zeigt einen
der Profilstäbe 33 und die beiden Blenden 34 mit zu den Blenden 34 gehörenden und
in den Profilstab 33 eingesteckten Laschen 36. Nach dem Einbau aller Komponenten in
den Rahmen 01 des Rollos wird dieser allein durch die Federspannung der Zugfeder 21,
welche auf den Flaschenzug 17 auf die festen Rollen 14, 16, auf die Aufwickelwelle
06 und auf das Ende 11 des Zugseiles 09 wirkt, zusammengehalten. Der Rahmen 01 wiederum
wird passgenau in den Abstandshalterrahmen 02 des Mehrscheiben-Isolierglasfensters
eingesetzt und bedarf keiner zusätzlichen Befestigung.
[0035] In Fig. 3 sind weiterhin das erste Fensterglas 03 und das zweite Fensterglas 37 sowie
eine zwischen den beiden Fenstergläsern 03, 37 befindliche Isolierglasabdichtung 38
gezeigt.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 01 -
- Rahmen
- 02 -
- Abstandshalterrahmen
- 03 -
- erstes Fensterglas
- 04 -
- Rollofolie
- 06 -
- Aufwickelwelle
- 08 -
- Endschiene
- 09 -
- Zugseil
- 10 -
- -
- 11 -
- erstes Ende des Zugseiles
- 12 -
- erste Umlenkrolle
- 13 -
- zweite Umlenkrolle
- 14 -
- erste feste Rolle
- 16 -
- zweite feste Rolle
- 17 -
- Flaschenzug
- 18 -
- feste Rollengruppe
- 19 -
- lose Rollengruppe
- 21 -
- Zugfeder
- 22 -
- Elektromotor
- 23 -
- Getriebe
- 24 -
- linker unterer Endschalter
- 26 -
- rechter unterer Endschalter
- 27 -
- oberer Endschalter
- 28 -
- elektronische Steuerung
- 29 -
- Dauermagnet
- 31 -
- Aufwickelrichtung
- 32 -
- mittlerer axialer Abschnitt der Aufwickelwelle
- 33 -
- Profilstäbe
- 34 -
- Blenden
- 36 -
- Laschen
- 37 -
- zweites Fensterglas
- 38 -
- Isolierglasabdichtung
1. Rollo zur Abdeckung einer Glasfläche (03), umfassend ein aufwickelbares Rollotuch
(04); eine antreibbare Aufwickelwelle (06) zum Aufwickeln des Rollotuches (04) in
eine Aufwickelrichtung (31); und eine Spannvorrichtung (08, 09, 12, 13, 14, 16, 17,
21) zum Spannen des Rollotuches (04) über die Glasfläche (03), die ein Zugseil (09)
zur Beaufschlagung des Rollotuches (04) mit einer entgegen der Aufwickelrichtung (31)
gerichteten Zugkraft umfasst, wobei die Zugkraft über eine konstante Länge des Zugseiles
(09) aufgenommen wird und über zumindest eine lose Rolle (19) geführt ist, welche
durch eine Feder (21) gespannt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die lose Rolle (19) im wesentlichen parallel zur Aufwickelwelle (06) geführt ist.
2. Rollo nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die lose Rolle als Flaschenzug (17) mit mindestens zwei Rollen (18, 19) ausgeführt
ist.
3. Rollo nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es in einen Rahmen (01) zum Einsetzen in ein Mehrscheiben-Isolierglaselement eingefasst
ist.
4. Rollo nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugseil (09) über zumindest eine feste Rolle (14; 16) in Richtung der Aufwickelwelle
(06) umgelenkt wird; und die lose Rolle (19) gemeinsam mit der Feder (21) und der
Aufwickelwelle (06) in einem abgedeckten Bereich innerhalb des Rahmens (01) angeordnet
sind.
5. Rollo nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (01) aus Profilstäben (33) und Blenden (34) gebildet ist, wobei die Profilstäbe
(33) und die Blenden (34) ineinander gesteckt sind und durch die von der Feder (21)
auf die mit dem Rahmen (01) verbundene Aufwickelwelle (06) und auf die mit dem Rahmen
(01) verbundenen festen Rollen (14; 16) wirkenden Kräfte zusammengehalten sind.
6. Rollo nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollotuch aus einer Kunststoff- oder Metallfolie (04) besteht.
7. Rollo nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollotuch (04) an seinem der Aufwickelwelle (06) abgewandten freien Endbereich
zumindest eine Umlenkrolle (12; 13) aufweist, über die das Zugseil (09) geführt ist.
8. Rollo nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollotuch (04) an seinem der Aufwickelwelle (06) abgewandten freien Endbereich
zwei Umlenkrollen (12; 13) aufweist, über die das Zugseil (09) geführt ist, wobei
die beiden Umlenkrollen (12; 13) jeweils im Randbereich des Rollotuches (04) angeordnet
sind.
9. Rollo nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollotuch (04) an seinem der Aufwickelwelle (06) abgewandten freien Endbereich
eine Endschiene (08) aufweist, welche durch seitliche Führungseinrichtungen geführt
ist und an welcher die beiden Umlenkrollen (12; 13) angebracht sind.
10. Rollo nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein mittlerer axialer Abschnitt (32) der Aufwickelwelle (06) einem Unterstützungselement
in Aufwickelrichtung (31) gegenüberstehend angeordnet ist, wobei der mittlere axiale
Abschnitt (32) der Aufwickelwelle (06) magnetisiert ist während das Unterstützungselement
magnetisch ausgeführt ist; oder der mittlere axiale Bereich (32) der Aufwickelwelle
(06) magnetisch ist, während das Unterstützungselement magnetisiert ist.
11. Rollo nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein mittlerer axialer magnetisierter Anschnitt (32) der Aufwickelwelle
(06) einem magnetisierten Unterstützungselement (29) gegenüberstehend angeordnet ist,
wobei die Magnetisierungen derart ausgerichtet sind, dass die durch das Magnetfeld
hervorgerufene Kraft in Aufwickelrichtung (31) auf die Aufwickelwelle (06) wirkt.
12. Rollo nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die antreibbare Aufwickelwelle (06) durch einen Elektromotor (22) über ein Getriebe
(23) oder getriebelos antreibbar ist.
13. Rollo nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollotuch (04) in seinem der Aufwickelwelle (06) abgewandtem freien Endbereich
einen Anschlag (08) aufweist, der gegen einen ersten Endschalter (24; 26) angeschlagen
ist, wenn das Rollotuch (04) abgewickelt ist, und der gegen einen zweiten Endschalter
(27) angeschlagen ist, wenn das Rollotuch (04) aufgewickelt ist.
14. Rollo nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (22) über eine Steuerung (28) mit dem ersten und dem zweiten Endschalter
(24; 26; 27) elektrisch verbunden ist, wobei die Steuerung (28) einen kurzzeitigen
Betrieb des Elektromotors (22) entgegen der zuvor vorhandenen Drehrichtung ermöglicht,
nachdem der Anschlag (08) an den ersten Endschalter (24; 26) angeschlagen ist.
15. Mehrscheiben-Isolierglaselement, bei welchem zwischen den Scheiben (03; 37) ein Rollo
nach einem der Ansprüche 1 bis 14 angeordnet ist.