[0001] Die Erfindung betrifft einen Regal-Fachboden mit einem Auflagebereich und einem parallel
dazu verlaufenden Unterstützungsbereich, der mit Unterstützungsprofilen versehen ist.
[0002] Es ist bekannt, Regalböden für Lager- oder Verkaufszwecke mit Unterstützungsprofilen
auszustatten, die die Stabilität der Böden gegen Durchbiegung unter Last erhöhen.
Dabei ist es aus Gründen der Stabilität und der kostengünstigen Herstellung zweckmäßig,
die Unterstützungsprofile einstückig mit dem Regalboden herzustellen.
[0003] Aus
DE-U-71 05 901 ist ein Regalboden bekannt, bei dem die Unterstützung durch dem Blechzuschnitt angeformte,
unterseitig vorragende Faltungen gebildet wird. Die Wände der Faltungen liegen dabei
zumindest im Bereich nahe des Fachboden-Auflagebereichs aneinander an.
[0004] Aus
DE-C-29 19 264 ist ein Modul zum Aufbau von Fachböden bekannt, das einstückig mit dem Auflagebereich
ausgebildete Unterstützungsprofile aufweist. Mehrere solcher Module werden zu einem
Fachboden zusammengesetzt. Die Unterstützungsprofile sind aus Abschnitten gebildet,
die durch mehrfaches Abkanten des Bodenmaterials hergestellt sind. Das Profil weist
im Querschnitt die Form eines Dreiecks auf, das oben offen ist und eine Fuge im Auflagebereich
bildet.
[0005] EP 0262110 A2 offenbart einen Fachboden mit den Merkmalen des Oberbegriffs des vorliegenden Anspruchs
1.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Regal-Fachboden so mit Unterstützungsprofilen
auszustatten, daß die Belastbarkeit und Biegefestigkeit des Fachbodens verbessert
wird. Gleichzeitig ist eine kostengünstigere Produktion und eine fugenfreie Auflagefläche
erwünscht. Außerdem soll die Biegefestigkeit in der Tiefenrichtung des Fachbodens
im wesentlichen unverändert bleiben.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit dem im Anspruch 1 angegebenen Regalboden. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Das Unterstützungsprofil ist aus zwei Schenkeln aufgebaut, die jeweils durch parallel
verlaufende Schenkelabschnitte gebildet sind. Dabei verläuft der erste Schenkel im
wesentlichen parallel zu dem Auflagebereich des Regalbodens. Die Schenkel erhöhen
die Belastbarkeit und Biegefestigkeit des Regalbodens, indem sie einen Teil der auf
den Auflagebereich des Regalbodens ausgeübten Gewichtskraft tragen. Gleichzeitig wird
eine gute Stapelbarkeit der Regalböden für deren Lagerung und Vertrieb erzielt, weil
der erste Schenkel eine relativ große Kontaktfläche zum darunter gestapelten Regalboden
bildet. Auch bei großen Stapelhöhen kann so eine gleichmäßige Verteilung der Stützlast
über die Tragfläche des Fachbodens erreicht sowie Beschädigungen der Auflageflächen
durch das Unterstützungsprofil eines darüber gestapelten Fachbodens vermieden werden.
[0009] Die Herstellung des T-förmigen Unterstützungsprofils mit zwei Schenkeln ist durch
wiederholte Rollformungs- und/oder Abkantvorgänge mit Winkeln von 90° oder 180° möglich
und daher besonders einfach.
[0010] Gemäß Anspruch 2 wird die Stabilität des Profils zusätzlich erhöht, indem die parallel
verlaufenden Abschnitte des Unterstützungsprofils flächig aneinander anliegen. Vorzugsweise
wird zusätzlich eine Verbindung aneinander anliegender Bereiche der Schenkelabschnitte
durch Verschweißen hergestellt. Ein brauchbares Ergebnis wird bereits durch einzelne
Schweißpunkte erzielt. Alternativ oder ergänzend ist auch eine kontinuierliche Schweißnaht
längs der Außenkanten des Unterstützungsprofils möglich, d.h. längs der durch die
Oberkanten der Abschnitte des zweiten Schenkels im Auflagebereich gebildeten Fuge
und/oder an den Seitenrändern des Unterstützungsprofils. Zur Verbindung wird vorzugsweise
ein Laserschweißverfahren verwendet.
[0011] Gemäß Anspruch 3 wird das Unterstützungsprofil einstückig mit dem Material des Auflagebereichs
ausgeführt. Ein einstückiger Fachboden ist grundsätzlich stabiler als ein mehrteiliger,
weil keine Verbindungsstellen der einzelnen Teile existieren, die sich unter Belastung
lösen könnten. Ferner muß nur ein Werkstück bearbeitet werden, was eine besonders
wirtschaftliche Herstellung des Regalbodens ermöglicht. Zudem erhöht die einstückige
Ausführung zusätzlich die Biegefestigkeit des Regalbodens.
[0012] Nach Anspruch 4 wird das Unterstützungsprofil durch Rollformen und/oder Abkanten
hergestellt. Der fertigungstechnische Aufwand beim Anprofilieren der Unterstützung
bleibt also begrenzt.
[0013] Gemäß Anspruch 5 erstreckt sich das Unterstützungsprofil über die gesamte Länge des
Regalbodens, d.h. von einem Seitenende zum anderen.
[0014] Nach dem Merkmal des Anspruchs 6 stehen der erste und der zweite Schenkel senkrecht
aufeinander, wodurch sich die Stützlast besonders gleichmäßig verteilt.
[0015] Anspruch 7 beschreibt eine bevorzugte Bauart der Erfindung, bei der der Regalboden
aus einem einzigen Stück Stahlblech hergestellt ist, beispielsweise durch Abkanten
und/oder Rollformen.
[0016] Gemäß Anspruch 8 werden trotz Verschweißen der Abschnitte des zweiten Schenkels an
deren Oberkante unvermeidbar verbleibende Fugen, in denen sich Schmutz verfangen kann
oder auf dem Fachboden liegende Gegenstände hängenbleiben können, geschlossen. Dadurch
lassen sich Unebenheiten des Regalboden-Auflagebereichs an den Stellen vermeiden,
an denen die Unterstützungsprofile angeformt sind.
[0017] Die Ausführungsform mit mehreren Unterstützungsprofilen gemäß Anspruch 9 bedeutet
einen zusätzlichen Stabilitätsgewinn über die gesamte Tiefe des Fachbodens.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen beschrieben. Darin zeigt:
Figur 1 eine Querschnittsansicht des Regalbodens gemäß einem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung; und
Figur 2 eine vergrößerte Darstellung des Unterstützungsprofils im Querschnitt.
[0019] Fig. 1 zeigt einen Regalboden
1 mit einem Auflagebereich
2 und einem parallel dazu verlaufenden Unterstützungsbereich
3, der zwei Unterstützungsprofile
4 aufweist. Die Unterstützungsprofile
4 verlaufen senkrecht zur Zeichenebene der Figur von einem Seitenende des Regalbodens
1 zum anderen.
[0020] In Längsrichtung des Regalbodens
1 befinden sich an den Seitenenden Seitenwände
11, die zu einer erhöhten Steifigkeit beitragen. Sie werden durch Stanzen bzw. Zuschneiden
und anschließendes Rollformen und/oder Abkanten der Außenränder des Bodens hergestellt.
Der Zuschnitt der Seitenwände
11 vor dem Abkanten erfolgt so, daß sie nach dem Herstellen der Unterstützungsprofile
4 auf der Höhe der Unterstützungsprofile einen möglichst schmalen Spalt (nicht gezeigt)
aufweisen. Durch die Seitenwände
11 läßt sich der Fachboden an den Seitenenden abrutschsicher auf Konsolen (nicht gezeigt)
auflegen, die in vertikale Regalsäulen (nicht gezeigt) eingehängt sind.
[0021] Vordere und hintere Nuten
12, 13 schließen den Auflagebereich
2 in Längsrichtung ab. Die Nuten dienen der weiteren Aussteifung des Fachbodens
1, dem Befestigen von Preisschienen oder Abtrennungen im Auflagebereich, sowie als
Auffänger für vom Regalboden herunterfallende Partikel oder Kleinteile.
[0022] Fig. 2 zeigt das Unterstützungsprofil
4 im Querschnitt. Es beinhaltet zwei Schenkel
5, 6, die jeweils aus zwei paarweise parallel verlaufenden Schenkelabschnitten
7, 8 und
9, 10 gebildet sind. In diesem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel stehen der erste
Schenkel
6 und der zweite Schenkel
5 senkrecht aufeinander und bilden die Form eines auf dem Kopf stehenden "T". Der zweite
Schenkel 5 ist in Gebrauch vertikal orientiert, während der erste Schenkel 6 horizontal
und damit parallel zum Auflagebereich des Fachbodens orientiert ist.
[0023] Die beiden Schenkel
5, 6 sind am Auflagebereich
2 des Regalbodens
1. angeformt, d.h. einstückig mit diesem ausgeführt. Dies verleiht dem Regalboden eine
hohe Stabilität und ermöglicht eine einfache und kostengünstige Herstellung durch
Rollformen und/oder Abkanten aus einem Stück Blech.
[0024] Der vertikale oder zweite Schenkel
5 verleiht dem Fachboden
1 eine verbesserte Biegefestigkeit in der Längsrichtung des Unterstützungsprofils
4. Der horizontale oder erste Schenkel
6 steigert insgesamt die Belastbarkeit und Biegefestigkeit des Regal-Fachbodens. Er
wirkt wie ein Gurt, der zusätzlich zum Material des Fachbodens im Auflagebereich
2 die Gewichtskraft eines auf dem Fachboden gelagerten Artikels trägt. Dabei teilt
sich die Gewichtskraft in einen auf den Auflagebereich
2 wirkenden Druckbelastungsanteil und einen auf die Schenkel
5,
6 des Unterstützungsbereichs
3 wirkenden Zugbelastungsanteil auf. Insgesamt führt dies zu einer Erhöhung der Belastbarkeit
des Fachbodens
1.
[0025] Zur Herstellung des Regalbodens
1 wird von einem abkantfähigen Stahlblech ausgegangen. Aus diesem Blech kann durch
mehrfache Rollformungs- und/oder Abkantvorgänge das in der Fig. 2 gezeigte T-förmige
Unterstützungsprofil mit den beiden Schenkeln
5, 6 hergestellt werden. Die zwei parallel aneinander anliegenden Abschnitte
7, 8 des vertikalen Schenkels
5 gewährleisten einen nahezu fugenlosen Verlauf des Auflagebereichs.
[0026] Ein bezogen auf die eingesetzte Materialmenge hoher Stabilitätsgewinn wird erreicht,
wenn die beiden Schenkel
5, 6 in etwa die gleiche Länge aufweisen-Werden die Abschnitte
7, 8 bzw.
9, 10 eines oder beider Schenkel
5, 6 jeweils paarweise durch das Anbringen mehrerer Schweißpunkte oder -nähte miteinander
verbunden, gewinnt der Regalboden zusätzlich an Stabilität.
[0027] Trotz Verschweißen der Abschnitte
7, 8 des zweiten Schenkels
5 an deren Oberkante verbleiben im Auflagebereich
2 an den Stellen der Unterstützungsprofile
4 Fugen
14, in denen sich Schmutz verfangen kann oder auf dem Fachboden liegende Gegenstände
hängenbleiben können. Diese Fugen
14 werden vorzugsweise durch einen geeigneten Materialauftrag geschlossen. Das Füllmaterial
kann geschweißt, geklebt oder auf andere Weise vor oder nach der Lackierung bzw. Pulverbeschichtung
des Fachbodens
1 aufgetragen werden. Auf diese Weise lassen sich Unebenheiten des Auflagebereichs
nahezu vollständig vermeiden.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Fachboden
- 2
- Auflagebereich
- 3
- Unterstützungsbereich
- 4
- Unterstützungsprofil
- 5
- zweiter (vertikaler) Schenkel
- 6
- erster (horizontaler) Schenkel
- 7-10
- Schenkelabschnitte
- 11
- Seitenwand
- 12
- vordere Nut
- 13
- hintere Nut
- 14
- Fuge
1. Regalboden mit einem Auflagebereich (2) und einem parallel dazu verlaufenden Unterstützungsbereich (3), der ein Unterstützungsprofil (4) mit zwei Schenkeln (5, 6) aufweist, wobei
der erste Schenkel (6) im wesentlichen parallel zu dem Auflagebereich (2) verläuft, und
die Schenkel (5, 6) jeweils durch im wesentlichen parallel verlaufende Abschnitte (7,8 und 9, 10) gebildet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Schenkel (6) und der zweite Schenkel (5) im Querschnitt zusammen die Form eines "T' bilden.
2. Regalboden nach Anspruch 1, wobei die parallel verlaufenden Abschnitte (7, 8 und 9, 10) eines Schenkels (5, 6) jeweils flächig aneinander anliegen und vorzugsweise miteinander verbunden sind.
3. Regalboden nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Unterstützungsprofil (4) an dem Auflagebereich (2) angeformt ist.
4. Regalboden nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Schenkelabschnitte (7 - 10) jeweils durch Rollformen und/oder Abkanten hergestellt sind.
5. Regalboden nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei sich das Unterstützungsprofil
(4) im wesentlichen über die gesamte Länge des Regalbodens (1) erstreckt.
6. Regalboden nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der zweite Schenkel (5) im wesentlichen senkrecht zu dem ersten Schenkel (6) steht.
7. Regalboden nach einem der vorstehenden Ansprüche, der aus einem Stück Blech hergestellt
ist.
8. Regalboden nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein Füllelement in eine Fuge
(14) eingebracht ist, die durch die Oberkanten der den zweiten Schenkel (5) bildenden Abschnitte (7, 8) im Auflagebereich (2) gebildet ist.
9. Regalboden nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Unterstützungsbereich
(3) mehrere Unterstützungsprofile (4) aufweist.
1. A shelf having a bearing region (2) and a supporting region (3), wherein the supporting
region extends in parallel to the bearing region and comprises a supporting profile
(4) including two legs (5, 6), wherein
the first leg (6) extends substantially in parallel to the bearing region (2), and
each of the legs (5, 6) is formed by portions (7, 8 and 9, 10) which extend substantially
in parallel to each other,
characterised in that the first leg (6) and the second leg (5) form in cross-section the shape of a "T".
2. The shelf of claim 1, wherein the in parallel extending portions (7, 8 and 9, 10)
of a leg (5, 6) are each in planar contact and preferably connected with each other.
3. The shelf of any preceding claim, wherein the supporting profile (4) is integrally
formed with the bearing region (2).
4. The shelf of any preceding claim, wherein the leg portions (7 to 10) are respectively
made by roll forming and/or bending.
5. The shelf of any preceding claim, wherein the supporting profile (4) substantially
extends across the complete length of the shelf (1).
6. The shelf of any preceding claim, wherein the second leg (5) extends substantially
perpendicular to the first leg (6).
7. The shelf of any preceding claim, which is made of a single piece of metal sheet.
8. The shelf of any preceding claim, wherein a filling element is inserted into a groove
(14) which is formed by the upper edges of the portions (7, 8) forming the second
leg (5) in the bearing region (2).
9. The shelf of any preceding claim, wherein the supporting region (3) comprises a plurality
of supporting profiles (4).
1. Tablette d'étagère avec une zone d'appui (2) et une zone de soutien (3) s'étendant
parallèlement à celle-ci, qui comporte un profilé de soutien (4) avec deux ailes (5,
6), dans laquelle la première aile (6) s'étend sensiblement parallèlement à la zone
d'appui (2) et les ailes (5, 6) sont formées chacune par des segments (7, 8 et 9,
10) sensiblement parallèles, caractérisée en ce que la première aile (6) et la seconde aile (5) présentent ensemble une section transversale
en forme de "T".
2. Tablette d'étagère selon la revendication 1, dans laquelle les segments (7, 8 et 9,
10) s'étendant parallèlement d'une aile (5, 6) s'appliquent respectivement à plat
l'un contre l'autre et sont de préférence reliés entre eux.
3. Tablette d'étagère selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, dans laquelle
le profilé de soutien (4) est formé sur la zone d'appui (2).
4. Tablette d'étagère selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans laquelle
les segments d'aile (7-10) sont réalisés chacun par roulage et/ou pliage.
5. Tablette d'étagère selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans laquelle
le profilé de soutien (4) s'étend sensiblement sur toute la longueur de la tablette
d'étagère (1).
6. Tablette d'étagère selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans laquelle
la seconde aile (5) est sensiblement perpendiculaire à la première aile (6).
7. Tablette d'étagère selon l'une quelconque des revendications 1 à 6 qui est fabriquée
dans une pièce de tôle.
8. Tablette d'étagère selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans laquelle
un élément de garnissage est introduit dans un joint (14) qui est formé par les bords
supérieurs des segments (7, 8), formant la seconde aile (5), dans la zone d'appui
(2).
9. Tablette d'étagère selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, dans laquelle
la zone d'appui (3) comporte plusieurs profilés de soutien (4).