| (19) |
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(11) |
EP 2 010 329 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.01.2010 Patentblatt 2010/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.10.2006 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/009627 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/124777 (08.11.2007 Gazette 2007/45) |
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| (54) |
KUGELMÜHLE MIT GEHÄUSE UND GEHÄUSEDECKEL
BALL MILL WITH A HOUSING AND A HOUSING COVER
BROYEUR A BOULETS AVEC UN BOITIER ET UN COUVERCLE DE BOITIER
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR |
| (30) |
Priorität: |
26.04.2006 DE 202006006901 U 10.05.2006 DE 202006007543 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.2009 Patentblatt 2009/02 |
| (73) |
Patentinhaber: Fritsch GmbH |
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55743 Idar-Oberstein (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BUND, Markus
66646 Marpingen (DE)
- MUTTER, Wolfgang
66892 Bruchmühlbach-Miesau (DE)
- BÄR, Gerhard
66557 Illingen (DE)
- HUWER, Egbert
55758 Oberreidenbach (DE)
- MICHEL, Hermann
67749 Offenbach-Hundheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Blumbach - Zinngrebe |
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Patentanwälte
Alexandrastrasse 5 65187 Wiesbaden 65187 Wiesbaden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 712 905
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JP-A- 5 146 698
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kugelmühle mit einem Gehäuse welches in einem Mahlraum
eine Trägervorrichtung mit Mahlstationen beherbergt und mit einem Gehäusedeckel verschließbar
ist, insbesondere eine Planeten- oder Fliehkraftkugelmühle im Labormaßstab, gemäß
dem gattungs bildenden Teil des Anspruchs 1.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Kugelmühlen im Labormaßstab werden für ein breites Anwendungsspektrum, insbesondere
zum Zerkleinern und Mischen von Proben und zum mechanischen Legieren eingesetzt. Ein
Überblick über gängige Labormühlen findet sich auf der Website der Anmelderin unter
www.fritsch.de.
[0003] Bei Planeten- und Fliehkraftkugelmühlen sind Mahlbecher exzentrisch zu einer Zentrumsachse
angeordnet und bewegen sich auf einer Kreisbahn um die Zentrumsachse. Durch den Umlauf
der Mahlbecher wird eine radial nach außen gerichtete Fliehkraft auf das Mahlgut ausgeübt.
[0004] Bei einer Fliehkraftkugelmühle wird die Drehung des Mahlbechers um seine eigene Achse
in Bezug auf das Laborsystem verhindert. Im Gegensatz dazu basieren Planetenkugelmühlen
darauf, durch zusätzliche Rotation um die Mahlbecherachse im Laborsystem eine kombinierte
Umlauf- und Drehbewegung für die Mahlbecher zu erzeugen.
[0005] Anders als bei einer Fliehkraftkugelmühle verursacht der Antrieb der Mahlbecher in
einer Planetenkugelmühle also eine absolute Rotationsbewegung des Mahlbechers um seine
eigene Achse, die Aufnahme- oder Planetenachse, so daß in einer Planetenkugelmühle
im Vergleich zu einer Fliehkraftkugelmühle eine deutlich größere, weitere Fliehkraftkomponente
erzeugt wird. Diese ist der Fliehkraftkomponente überlagert, welche durch den Umlauf
der Mahlbecher um die Zentrumsachse erzeugt wird. Schließlich ist auch noch die Corioliskraft
wirksam. Diese drei Kräfte ergeben bei der Planetenkugelmühle ein resultierendes Kraftfeld,
dem die Mahlkugeln und das Mahlgut ausgesetzt sind.
[0006] Bei bestimmten Abmessungen der umlaufenden Teile und bestimmten Drehgeschwindigkeiten
werden in einer Planetenkugelmühle Flugbahnen für die Mahlkugeln erzeugt. Die Mahlkugeln
bewegen sich dann quer durch den Mahlbecher hindurch, bis sie auf die Innenwand des
Mahlbechers auftreffen. Danach werden die Mahlkugeln am Innenumfang des Mahlbechers
mitgenommen, bis die resultierende Kraft erneut dafür sorgt, daß die oben beschriebene
Querbewegung stattfindet und Mahlkugeln eine Flugbewegung durch den Mahlbecher ausführen.
Dies wird auch als "Wurfregime" bezeichnet. Anders als eine Fliehkraftkugelmühle kann
dadurch eine Planetenkugelmühle bei höheren Drehzahlen eine erheblich bessere Mahlwirkung
erzielen.
[0007] Derartige Labor-Planetenkugelmühlen werden zumeist mit ein, zwei oder vier Mahlstationen
gebaut. Die Mahlstationen sind als Planeten an einer Sonnenscheibe, welche als Trägervorrichtung
für die Mahlstationen ausgebildet ist drehbar gelagert, wobei sich die Trägervorrichtung
relativ zum Gehäuse dreht. Die Mahlstationen umfassen jeweils eine Aufnahmevorrichtung
und zumindest ein Mahlgefäß das in der Aufnahmevorrichtung befestigt wird. Bei den
konventionellen Kugelmühlen sind die Aufnahmevorrichtungen vollständig oberhalb der
Trägervorrichtung angeordnet und fliegend an der Trägervorrichtung gelagert. Ein Beispiel
für eine derartige Planetenkugelmühle mit einer Mahlstation und einer Ausgleichsmasse
wird unter der Marke "pulverisette® 6" vertrieben (vgl. www.fritsch.de) und ist in
der
DE 197 12 905 C2 beschrieben. Ein anderes Beispiel zeigt das Japanische Dokument
JP-A-05146698.
[0008] Die bekannten Mühlen weisen ein Gehäuse auf, um die Trägervorrichtung mit den Mahlstationen,
den Antrieb und die Steuerung der Mühle zu beherbergen. Aufgrund der konstruktiven
Ausgestaltung mit den fliegend gelagerten Aufnahmevorrichtungen oberhalb der Trägervorrichtung
ist die vertikale Ausdehnung der beweglichen oder drehenden Teile bereits relativ
groß. Darüber hinaus sind die Mahlgefäße mit Schraubklemmen verspannt, welche abermals
nach oben Platz benötigen. Auf der anderen Seite sollen die drehenden Teile schon
aus Sicherheitsgründen vollständig innerhalb des Gehäuses eingeschlossen sein. Daher
muss bei diesen Kugelmühlen der Mahlraum, d.h. der Innenraum des Gehäuses, welcher
die drehenden Teile beherbergt, relativ voluminös sein. Um bei Stillstand der Mühle
an die Mahlgefäße zu gelangen, besitzt die Mühle einen großen im Wesentlichen schaufelförmigen
Schwenkdeckel, welcher ausladend nach oben aufgeschwenkt wird. Die Öffnung erfolgt
manuell und erlaubt Zugriff auf die gesamte Trägervorrichtung, insbesondere auf alle
Mahlstationen gleichzeitig, wobei diese für den Benutzer bei mehreren Mahlstationen
ggf. schwierig zu unterscheiden sind, insbesondere wenn gleiche Mahlgefäße verwendet
werden. Dadurch sind Fehlbedienungen, z.B. bei unterschiedlichem Mahlgut in den Mahlstationen
möglich.
[0009] Nachteilig bei diesem Gehäuse ist ferner der große Platzbedarf bereits des Gehäuses
im geschlossenen Zustand, noch mehr aber im geöffneten Zustand. Auch kann der geöffnete
Deckel beim Zugriff auf die Mahlgefäße störend sein.
[0010] Ferner wird das Aufschwenken des großen und schweren Gehäusedeckels entgegen der
Schwerkraft durch eine Gasdruckfeder unterstützt. Daher muss der Benutzer beim manuellen
Schließen des Deckels Kraft gegen die Gasdruckfeder aufwenden. Nachteilig ist auch,
dass derartige Gasdruckfedern altern können, was zu einem unerwünschten Nachlassen
der Federkraft führen kann.
[0011] Zwar haben sich diese Kugelmühlen bewährt, es ist aber die Handhabung insbesondere
hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit, Störungsanfälligkeit und Sicherheit grundsätzlich
weiter verbesserungswürdig.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
[0012] Daher ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Kugelmühle bereit zu stellen,
welche sehr komfortabel zu bedienen ist und eine hohe Betriebssicherheit bietet.
[0013] Noch eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kugelmühle bereit zu stellen, welche
dem Standardbenutzer möglichst nur die notwendigen Eingriffsmöglichkeiten bei der
Bedienung der Mühle gestattet, um Fehlbedienungen zu reduzieren und die ein besonders
hohes Maß an die Einfachheit der Bedienung gewährleistet, insbesondere hinsichtlich
des Zugriffes auf die Mahlgefäße.
[0014] Nicht zuletzt ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine derartige Kugelmühle zu konstruieren,
welche eine kompakte Bauform aufweist und auch ein gewisses Maß an Eleganz nicht vermissen
lässt.
[0015] Die Aufgabe wird durch eine Kugelmühle mit den im unabhängigen Ansprüche 1 angegebenen
Merkmalen gelost. Weiterentwicklungen sind in den Unteransprüchen definiert.
[0016] Die Erfindung stellt eine Kugelmühle, insbesondere Planeten- oder Fliehkraftkugelmühle
im Labormaßstab bereit, welche ein Gehäuse umfasst, das die Funktions-Bestandteile,
insbesondere die rotierenden Teile der Mühle beherbergt. Die Trägervorrichtung rotiert
im Betrieb innerhalb eines Innenraums in dem Gehäuse relativ zu diesem um eine Zentrumsachse,
an welcher die Trägervorrichtung drehbar gelagert ist. Die Trägervorrichtung weist
ferner zumindest eine Mahlstation mit einer Aufnahmevorrichtung für zumindest ein
Mahlgefäß auf, welches im Betrieb um eine Aufnahmeachse, vorzugsweise entgegengesetzt
zur Trägervorrichtung, rotiert und gleichzeitig von dieser als "Planet" auf einer
Umlaufbahn um die Zentrumsachse oder "Sonne" mitgeführt wird. Das absolute Drehzahlverhältnis,
d.h. bezogen auf das Laborsystem beträgt bei einer Planetenkugelmühlen vorzugsweise
zwischen K = -0,6 und K = -1,5 bzw. relativ zwischen k = -1,6 und k = -2,5. Zur Mahlung
wird das Mahlgut zusammen mit Mahlkugeln in das Mahlgefäß eingefüllt, wobei der Begriff
"Mahlkugeln", nicht auf sphärische Mahlkörper beschränkt ist, sondern Mahlkörper unterschiedlichster
Form umfasst. Dies ist dem Fachmann grundsätzlich vertraut.
[0017] Jedes Mahlgefäß umfasst einen Mahlbecher, welcher mit einem Mahlbecherdeckel verschließbar
ist und in der Aufnahmevorrichtung befestigt wird, um die Mühle in Betriebsbereitschaft
zu versetzen und das Mahlgut in dem Mahlgefäß zu mahlen.
[0018] Antriebe treiben die Rotation der Trägervorrichtung und die Rotation der Aufnahmevorrichtungen
bzw. Mahlstationen an, wobei vorzugsweise ein elektrischer Gesamtantriebsmotor über
ein entsprechend dem gewünschten Drehzahlverhältnis übersetzten Riemenantrieb beide
Rotationen antreibt, wie dies den Fachmann grundsätzlich bekannt ist und z.B. in der
DE 197 12 905 C2 beschrieben ist.
[0019] Das Gehäuse definiert und umschließt den Innenraum, in welchem die Trägervorrichtung
mit den Mahlstationen rotiert. Dieser Innenraum wird hier als "Mahlraum" bezeichnet
und ist nicht mit dem Inneren der Mahlgefäße zu verwechseln. Das Gehäuse weist einen
Gehäusedeckel auf, welcher im Ruhezustand der Mühle geöffnet werden kann, um dem Benutzer
Zugriff auf zumindest eine Mahlstation zu gestatten, um ein Mahlgefäß in die Aufnahmevorrichtung
einzusetzen oder aus dieser zu entnehmen. Mit anderen Worten ist der Gehäusedeckel
von einer geöffneten in einen geschlossenen Stellung und umgekehrt überführbar, wobei
in der geöffneten Stellung Zugriff für den Benutzer auf zumindest ein Mahlgefäß ermöglicht
ist und die Kugelmühle in der geschlossenen Stellung betrieben werden kann.
[0020] Anders als bei der in der
DE 197 12 905 C2 beschrieben Mühle wird jedoch nicht ein einteiliger nach oben aufschwenkbarer Gehäusedeckel
eingesetzt, sondern der Gehäusedeckel ist zumindest zweiteilig ausgebildet, wobei
die beiden Deckelteile ineinandergreifen und gegeneinander verschoben werden, um den
Gehäusedeckel zu Öffnen und zu Schließen. Dabei weist zumindest eines der beiden Deckelteile,
welches im Folgenden als auch Ausschnittsdeckelteil bezeichnet wird, einen Ausschnitt
auf, welcher in der geöffneten Stellung die Zugriffsöffnung für den Benutzer auf die
Mahlstation bzw. einen Abschnitt der Trägervorrichtung definiert und das andere Deckelteil,
welches im Folgenden auch als Verschlussdeckelteil bezeichnet wird, verschließt den
Ausschnitt durch relative Verschiebung zu dem Ausschnitt, vorzugsweise in der Ebene
der Rotation der Trägervorrichtung. In vorteilhafter Weise kann somit auf einen ausladenden
Schwenkdeckel wie bei den bekannten Mühlen verzichtet werden und der erfindungsgemäße
Deckel ist erheblich platzsparender und bedienerfreundlicher. Ferner läßt sich der
erfindungsgemäße zweiteilige Deckel unter geringem konstruktiven Aufwand automatisiert
motorisch antreiben, was den Bedienkomfort weiter verbessert.
[0021] Besonders einfach erfolgt die Verschiebung der beiden Deckelteile durch eine Drehung
der beiden Deckelteile relativ zueinander. Die beiden vorzugsweise einstückigen Deckelteile
werden also zum Öffnen und Schließen parallel zur Ebene der Rotation der Trägervorrichtung
oder koaxial zur Zentrumsachse relativ zueinander gedreht. Bei dieser Ausführungsform
sind die beiden Deckelteile vorzugsweise hutartig mit einer oberen Stirnfläche und
einem zumindest teilweise umlaufenden Rand ausgebildet, wobei die beiden ausgeschnittenen
zylindrischen Hutformen passend drehbar ineinandergreifen und somit zumindest abschnittsweise
flächig aneinander liegen. Der Ausschnitt erstreckt sich dabei zumindest in der Stirnfläche
und optional über die kreisringförmige Verbindungskante zwischen der Stirnfläche und
dem Rand hinaus, so dass optional auch ein Abschnitt des Randes ausgeschnitten ist.
[0022] Vorzugsweise sind die beiden Deckelteile jeweils sektorartig ausgeschnitten und die
Ausschnitte werden durch relative Drehung der beiden Deckelteile zueinander in Überlapp
gebracht, um die geöffnete Stellung zu definieren und durch die Zugriffsöffnung den
Zugriff auf die Mahlstation freizugeben. In der geschlossenen Stellung überdeckt der
nicht ausgeschnittene Abschnitt des Verschlussdeckelteils den Ausschnitt des Ausschnittsdeckelteils
und umgekehrt.
[0023] Vorzugsweise weist das Ausschnittsdeckelteil einen Sektorauschnitt von größer 45
Grad, bevorzugt größer als 90 Grad und kleiner als 180 Grad, bevorzugt um 150 Grad
±30 Grad auf. Um den Ausschnitt in der geschlossenen Stellung vollständig abdecken,
bzw. vollständig verschließen zu können, ist der nicht ausgeschnittene Abschnitt des
Verschlussdeckelteils größer als der Sektorausschnitt. An diesem Beispiel ist ersichtlich,
dass die beiden Sektor-Deckelteile gleichartig jeweils mit einem Sektorausschnitt
etwas kleiner als 180 Grad geformt sein können, um in der geöffneten Stellung eine
möglichst große Zugriffsöffnung bereit zu stellen und dennoch in der geschlossenen
Stellung die beiden Ausschnitte gegenseitig vollständig zu verschließen. Der Begriff
"Sektor" ist dabei nicht im mathematisch strengen Sinne zu verstehen. Z.B. reichen
die Ausschnitte bei einer bevorzugten Ausführungsform nicht bis zur Drehachse, um
auch dort genügend Überlapp der beiden Deckelteile zu gewährleisten.
[0024] Es ist ersichtlich das die Relativ-Verschiebung der beiden Deckelteile zueinander
dadurch erfolgen kann, dass eines der beiden Deckelteile, insbesondere das äußere,
feststeht und lediglich das andere, insbesondere das innere, verschoben bzw. in der
Rotationsebene der Trägervorrichtung gedreht wird, um den Gehäusedeckel zu Öffnen
und zu Schließen.
[0025] Weiter bevorzugt ist das feste Deckelteil mit einer mit einer horizontalen Deckelgrundplatte
des Gehäuses verbunden und das innere Deckelteil weist einen unteren Ringabschnitt
mit einem umlaufenden Führungsring auf. Der Führungsring wird unter der Deckelgrundplatte
in einer Mehrzahl von entlang einem Kreisumfang angeordneten Lagerrollen geführt und
drehbar gelagert.
[0026] Der Gehäusedeckel wird vorzugsweise durch einen vom Gesamtantriebsmotor der Trägervorrichtung
separaten Elektromotor angetrieben, welcher von der Steuereinrichtung der Mühle elektronisch
gesteuert wird. Das Öffnen und Schließen erfolgt dabei im Wesentlichen als Teil einer
Ablaufsteuerung des Mahlvorgangs. Es ist jedoch auch möglich, den Gehäusedeckel über
eine Menüführung, also in Ansprechen auf eine Benutzereingabe an der Steuereinrichtung
elektronisch gesteuert zu Öffnen oder zu schließen. Der Antriebsmotor ist vorzugsweise
als Gleichstrommotor ausgebildet und wird umgepolt, um das drehbare Gehäusedeckelteil
in beide Richtungen zum Öffnen bzw. Schließen zu drehen.
[0027] Der Antrieb erfolgt bevorzugt von dem Antriebsmotor über ein Schneckengetriebe, das
über ein Zahnriemenrad einen Zahnriemen antreibt, welcher mit dem drehbaren Deckelteil
verbunden ist. Der Zahnriemen ist an zwei Punkten an dem drehbaren Deckelteil befestigt
und steht ständig am Motor in Eingriff. Alternativ kann anstatt des Zahnriemenrads
ein Ritzel eingesetzt werden, das direkt mit Zähnen, die auf dem Zylindermantel des
drehbaren Deckelteils angebracht sind, kämmt. Ferner kann die Schnecke direkt mit
Zähnen oder "Kiemen" auf dem Zylindermantel kämmen, so dass das drehbare Deckelteil
praktisch das Schneckenrad darstellt. Diese Antriebe sind selbsthemmend ausgelegt
und verhinderen somit in vorteilhafter Weise, dass der Deckel von Hand geöffnet werden
kann, um die Verletzungsgefahr zu minimieren.
[0028] Weiter bevorzugt sind an dem Gehäusedeckel für die geschlossene und die geöffnete
Stellung jeweils ein Endschalter angebracht, welche mit der Steuereinrichtung verbunden
sind und das Erreichen der vollständig geschlossenen bzw. geöffneten Stellung des
Gehäusedeckels an die Steuereinrichtung melden, so dass die Steuereinrichtung in Ansprechen
auf die Meldung das Schließen bzw. Öffnen in der richtigen Drehstellung beenden kann.
Die Endschalter sind vorzugsweise als berührungslose Magnetschalter ausgebildet, welche
in vorteilhafter Weise robust und schmutzunempfindlich sind. Hierzu ist zumindest
ein Magnet an dem drehbaren Deckelteil befestigt, welcher jeweils einen festen Hallsensor
für die geöffnete bzw. geschlossene Stellung betätigt. Im Normalfall gibt also jeweils
einer der Endschalter das Stoppsignal für den Motor in der geöffneten bzw. geschlossenen
Stellung.
[0029] Um die Verletzungsgefahr insbesondere beim Schließen z.B. durch Einklemmen eines
Fingers in dem sich schließenden Spalt zwischen den beiden Deckelteilen zu verringern,
besitzt die Mühle eine Sicherheitsschaltung, welche zumindest das Schließen des Gehäusedeckels
kontinuierlich auf eine Blockierung des drehbaren Deckelteils überwacht und das Schließen
abbricht, wenn ein Hindernis z.B. anhand eines erhöhten Drehmoments, detektiert wird.
Besonders einfach wird hierzu der Strom am Antriebsmotor überwacht, welcher ein Maß
für das zum Schließen notwendige Drehmoment ist. In dem Fehlerfall "Blockade des Verschlusses"
z.B. durch die Hand des Benutzers oder andere Gegenstände detektiert die Steuereinrichtung
einen erhöhten Stromfluss. Bei Überschreiten eines vordefinierten Grenzwertes für
den Motorstrom wird der Schließvorgang sofort angehalten und der Gehäusedeckel zumindest
ein Stück weit wieder geöffnet.
[0030] Zusätzlich kann die Steuereinrichtung einen Zeitmesser umfassen, welcher die Zeitdauer
des Öffnens oder Schließens bis zur Meldung des zugehörigen Endschalters überwacht
und nach Überschreiten einer vordefinierten Maximalzeitdauer das Öffnen bzw. Schließen
des Gehäusedeckels ebenfalls abbricht. Dies ist vorteilhaft, wenn z.B. einer der Endschalter
defekt ist.
[0031] Die Zugriffsöffnung erlaubt dem Benutzer bei der erfindungsgemäßen Deckelform Zugriff
vorzugsweise lediglich auf einen Abschnitt der Trägervorrichtung, insbesondere lediglich
auf eine einzige der Mahlstationen, um das zugehörige Mahlgefäß einzusetzen oder zu
entnehmen. Hierzu erlaubt die Steuereinrichtung eine Benutzereingabe, welche das Anwählen
einer bestimmten Mahlstation umfasst. Ferner weist die Mühle vorzugsweise eine Winkeldetektionseinrichtung
zur Bestimmung der absoluten Winkelstellung der Trägervorrichtung relativ zu dem Gehäuse
auf und dreht die Trägervorrichtung in Ansprechen auf die Benutzereingabe und die
Bestimmung der Winkelstellung automatisch in eine Stellung, in der bei geöffnetem
Gehäusedeckel manueller Zugriff auf genau diese angewählte Mahlstation ermöglicht
ist. Bevorzugt nachfolgend öffnet die Steuereinrichtung automatisch den Gehäusedeckel.
Bei zwei vorhandenen Mahlstationen "#1" und "#2" gibt der Benutzer z.B. ein, dass
er die Mahlstation "#1" bestücken will, worauf die Steuereinrichtung die Mahlstation
"#1" an die Stelle dreht, wo sich in geöffnetem Zustand die Zugriffsöffnung befindet,
was vorzugsweise an der dem Benutzer zugewandten Gehäuseseite ist. Dies macht die
Bedienung der Mühle für den Benutzer besonders fehlersicher, da der Benutzer nun nur
die Mahlstation "#1" bestücken oder das Mahlgefäß aus der Mahlstation "#1" entnehmen
kann, da sich die andere Mahlstation unter dem noch immer geschlossenen Abschnitt
des Gehäusedeckels befindet. Mit anderen Worten ist die Steuereinrichtung derart ausgebildet,
dass sie die Trägervorrichtung automatisch, ggf. in Ansprechen auf eine entsprechende
Benutzereingabe in eine gewünschte Winkelstellung drehen bzw. dort anhalten kann.
[0032] Die Winkeldetektionseinrichtung umfasst vorzugsweise eine kodierte Anordnung von
Magneten an der Trägervorrichtung und zugeordnete Hallsensoren an dem Gehäuse. Je
nach Winkelstellung der Trägervorrichtung gelangen einer oder mehrere der Magnete
in den Empfindlichkeitsbereich von einem oder mehreren der Hallsensoren. Diese werden
von der Steuereinrichtung ausgelesen und die Steuereinrichtung bestimmt anhand der
räumlichen Kodierung der Magnete zumindest in einigen Drehstellungen die absolute
Winkelstellung der Trägervorrichtung.
[0033] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme
auf die Figuren näher erläutert, wobei gleiche und ähnliche Elemente teilweise mit
gleichen Bezugszeichen versehen sind und die Merkmale der verschiedenen Ausführungsbeispiele
miteinander kombiniert werden können.
Kurzbeschreibung der Figuren
Es zeigen:
[0034]
- Fig. 1
- eine dreidimensionale Darstellung eines Ausführungsbeispiels des Gehäuses für die
erfindungsgemäße Planetenkugelmühle mit geschlossenem Gehäusedeckel,
- Fig. 2
- eine dreidimensionale Darstellung wie Fig. 1 jedoch mit geöffnetem Gehäusedeckel,
- Fig. 3
- ein Längsschnitt durch die Planetenkugelmühle gemäß Fig. 1,
- Fig. 4
- ein Längsschnitt durch die Planetenkugelmühle gemäß Fig. 2,
- Fig. 5
- eine dreidimensionale leicht aus der Achse gedrehte Vorderansicht des Gehäusedeckels
in geschlossener Stellung,
- Fig. 6
- eine dreidimensionale Ansicht des Gehäusedeckels von schräg unten,
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung des Antriebsmechanismus des Gehäusedeckels,
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung des Gehäusedeckels mit Endschaltern,
- Fig. 9
- ein Blockschaltbild der Steuerung des Gehäusedeckels,
- Fig. 10
- eine dreidimensionale, teilweise geschnittene Ansicht der Trägervorrichtung von unten,
- Fig. 11
- eine dreidimensionale vergrößerte Ansicht des Gehäusedeckels mit einem Blockierriegel
im Freigabezustand,
- Fig. 12
- einen Querschnitt quer zu Fig. 3 durch einen Ausschnitt der Planetenkugelmühle mit
dem Blockieriegel im Freigabezustand,
- Fig. 13
- einen Querschnitt wie Fig. 12, aber mit dem Blockieriegel im Blockadezustand.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
[0035] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Planetenkugelmühle mit
einem im Querschnitt im Wesentlichen L-förmigen Gehäuse 1, welches einen senkrechten
Schenkel 12 und einen waagerechten Schenkel 14 aufweist. In dem senkrechten Schenkel
12 sind im Wesentlichen der Antriebsmotor für die Trägervorrichtung und die Steuerelektronik
untergebracht sowie an diesem ein schwenkbares Touch-Screen-Display 16 für Benutzereingaben
angeordnet.
[0036] In dem waagerechten Schenkel 14 sind die drehbaren Teile der Mahlanordnung, d. h.
unter anderem die Trägervorrichtung und die Mahlstationen eingebaut. Das Gehäuse 1,
genauer der waagerechte Schenkel 14, weist einen flachen im Großen und Ganzen zylindrisch
hutartigen Gehäusedeckel 18 auf, welcher in ein festes Ausschnittsdeckelteil 182 und
ein drehbares Verschlusssdeckelteil 184 unterteilt ist. Das drehbare Verschlussdeckelteil
184 verschließt in der gezeigten geschlossenen Stellung vollständig einen Ausschnitt
183 des Ausschnittsdeckelteils 182. Das Verschlussdeckelteil 184 ist in einer waagerechten
Ebene, welche der Ebene der Rotation der Trägervorrichtung entspricht, drehbar, um
den sektorartigen Ausschnitt 183 öffnen zu können, da auch das Verschlussdeckelteil
184 einen Ausschnitt 185 aufweist, welcher in der in Fig. 1 gezeigten Stellung unter
dem hinteren, nicht ausgeschnittenen Bereich 181 des Ausschnittdeckelteils 182 verdeckt
ist. Der Deckel 18 besitzt im Wesentlichen die Form eines flachen Kreiszylinders,
welcher sich aus einer horizontalen Deckelgrundplatte 19 des Gehäuses erhebt. Das
feste Ausschnittsdeckelteil 182 ist einstückig mit der Deckelgrundplatte 19 des Gehäuses
1 verbunden. Die beiden Deckelteile 182, 184 sind vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt.
Alternativ können sie auch aus Blech oder Aluguß bestehen.
[0037] Beide Deckelteile 182, 184 weisen jeweils eine im Wesentlichen horizontal verlaufende
Stirnfläche 182a bzw. 184a sowie einen sich daran anschließenden, vertikalen, teilweise
umlaufenden Rand 182b bzw. 184b auf, welcher an einer kreisringförmigen Kante 182c
bzw. 184c mit der jeweiligen Stirnfläche verbunden ist.
[0038] Fig. 2 zeigt die Planetenkugelmühle aus Fig. 1 mit dem Gehäusedeckel 18 in geöffneter
Stellung. Im Vergleich zu Fig. 1 ist das drehbare Verschlussdeckelteil 184 derart
gedreht, dass dessen sektorartiger Ausschnitt 185 mit dem sektorartigen Ausschnitt
183 des feststehenden Ausschnittsdeckelteils 182 überlappt, so dass eine Zugriffsöffnung
186 gebildet wird, durch die der Benutzer etwa auf die vordere Hälfte der Trägervorrichtung
2 zugreifen kann. Mit anderen Worten weisen die beiden Deckelteile 182 und 184 korrespondierende
Ausschnitte 183, 185 auf, welche in der geöffneten Stellung überlappen und in der
geschlossenen Stellung nicht überlappen. Die beiden Deckelteile 182 und 184 öffnen
und verschließen somit die Zugriffsöffnung 186 nach Art eines Drehschiebers. Insbesondere
kann der Benutzer auf die in der Darstellung vordere Mahlstation 3 zugreifen und das
Mahlgefäß 34 aus der Aufnahmevorrichtung 32 entnehmen. Die Aufnahmevorrichtung 32
und das Mahlgefäß 34 zeigen in dieser Darstellung einige Details, die hier nicht weiter
erläutert werden.
[0039] Fig. 3 (mit geschlossenem Gehäusedeckel 18) und Fig. 4 (mit geöffnetem Gehäusedeckel
18) zeigen Längsschnitte durch die Planetenkugelmühle, wobei einige Teile des Antriebs
der Trägervorrichtung 2, wie der Gesamtantriebsmotor nicht dargestellt sind. Die Trägervorrichtung
2 weist zwei Mahlstationen 3 und 3' mit jeweiliger Aufnahmevorrichtung 32 bzw. 32'
und eingesetzten Mahlbechern 34 bzw. 34' sowie eine obere und untere Trägerscheibe
21 bzw. 22 auf. Beim Mahlvorgang rotiert die Trägervorrichtung 2 in einer horizontalen
Ebene um eine Zentrumsachse 24, und die beiden Mahlstationen 3 bzw. 3' werden von
der Trägervorrichtung um die Zentrumsachse mitgenommen und rotieren gleichzeitig entgegengesetzt
um deren eigene Aufnahmeachsen 36 bzw. 36'. Der Antrieb der Trägervorrichtung 2 und
der Mahlstationen 3, 3' erfolgt über gekoppelte Riemenantriebe, welche dem Fachmann
grundsätzlich bekannt sind und z. B. in der
DE 197 12 905 C2 beschrieben sind, auf welche diesbezüglich Bezug genommen wird und die zum Gegenstand
der vorliegenden Offenbarung gemacht wird. Die
DE 197 12 905 C2 betrifft zwar eine andere Bauform der Trägervorrichtung, der Antrieb 4 ist jedoch
ähnlich.
[0040] Der waagerechte Schenkel 14 des Gerätegehäuses 1 definiert gemeinsam mit dem Gehäusedeckel
18 einen Innenraum, in welchem die beweglichen Teile der Mahlanordnung, insbesondere
die Trägervorrichtung 2 und die Mahlstationen 3 bzw. 3' angeordnet sind. Dieser Innenraum
wird im Folgenden als Mahlraum 40 bezeichnet. Demnach kann durch Drehung des drehbaren
Verschlussdeckelteils 184 der Mahlraum geöffnet und geschlossen werden. Die in Fig.
3 und 4 dargestellten rotierenden Teile der Mahlanordnung, umfassend die Trägervorrichtung
2 und die Mahlstationen 3, 3' werden von dem Mahlraum 40 des Gerätegehäuses 1 beherbergt.
Der Mahlraum 40 wird nach oben von dem Gehäusedeckel 18 begrenzt.
[0041] Der Gehäusedeckel ist weiter in Fig. 5 in geschlossener Stellung dargestellt. Das
drehbare Verschlussdeckelteil 184 wird von einer Deckel-Antriebseinrichtung 5, umfassend
einen Elektromotor 52, welcher über ein Schneckengetriebe 54 eine Zahnriemenscheibe
56 antreibt, angetrieben, genauer gedreht. Die Zahnriemenscheibe 56 steht mit einem
in Fig. 5 nicht dargestellten Zahnriemen 58 in Eingriff, wobei der Zahnriemen 58 an
einem unteren Ringabschnitt 184d des drehbaren Verschlussdeckelteils 184 befestigt
ist. In Fig. 5 ist zu sehen, dass der zumindest teilweise umlaufende Rand 184b sich
vertikal durch die Deckelgrundplatte 19 bis zu dem unteren Ringabschnitt 184d erstreckt.
[0042] Die Führung des drehbaren Verschlussdeckelteils 184 ist am besten in Fig. 6 zu erkennen.
Der untere Ringabschnitt 184d weist einen umlaufenden Führungsrand 184e auf, welcher
von einer Mehrzahl von auf einem Kreisring angeordneten Führungsrollen 62 geführt
wird. Die Führung gewährleistet das passgenaue, drehbare Ineinandergleiten der beiden
Deckelteile 182 und 184.
[0043] Das Schneckengetriebe 54 ist selbsthemmend ausgebildet, so dass ein Öffnen des Gehäusedeckels
18 durch Drehen des Verschlussdeckelteils 184 von Hand vermieden wird.
[0044] Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung von oben auf das drehbare Verschlussdeckelteil
184 bzw. wie dieses vom Deckel-Antrieb 5 angetrieben wird. Der Zahnriemen 58 ist an
Befestigungsstellen 57 an dem unteren Ringabschnitt 184d befestigt, wird über Umlenkrollen
59 umgelenkt und steht in permanentem Eingriff zu dem Zahnriemenrad 56. Je nach Drehrichtung
des Gleichstrommotors 52 wird das Verschlussdeckelteil 184 entweder links herum oder
rechts herum gedreht.
[0045] Fig. 8 zeigt ebenfalls schematisch das Verschlussdeckelteil 184 mit zwei Endschaltern
72 bzw. 74. Die beiden Endschalter umfassen je einen Hallsensor 76 bzw. 78 und gemeinsam
einen am äußeren Umfang des Verschlussdeckelteils 184 befestigten Magneten 79. Je
nach Drehstellung des Verschlussdeckelteils 184 gelangt der Magnet 79 entweder in
den Empfindlichkeitsbereich des einen oder anderen Hallsensors 76 bzw. 78. Bezug nehmend
auf Fig. 9 werden die beiden Endschalter 72 bzw. 74 kontinuierlich von einer Steuereinrichtung
82 in Form eines Controllers überwacht. Der Controller 82 empfängt ferner Signale
von einer Winkeldetektionseinrichtung 9, wobei die Signale eine absolute Winkelinformation
über die Stellung der Trägervorrichtung 2 beinhalten.
[0046] Der Controller 82 umfasst ferner eine Ansteuerlogik 84, welche wiederum einen Treiber
86 des Deckel-Antriebsmotors 52 ansteuert. Der Motor 52 wird von einer Spannungsversorgung
88 mit Strom versorgt, wobei eine Strommesseinrichtung 89 zwischen die Spannungsversorgung
88 und den Treiber 86 geschaltet ist. Die Strommesseinrichtung 89 wird von dem Controller
82 ausgelesen.
[0047] Der Controller 82 enthält ferner einen Zeitmesser 83 und steuert die Ansteuerlogik
84 in Ansprechen auf die Signale der beiden Endschalter 72, 74, der Winkeldetektionseinrichtung
9, des Zeitmessers 83 und der Strommessung 89. Soll z. B. Zugriff auf die Mahlstation
3 erlaubt werden, steuert der Controller 82 den Antrieb 4 der Trägervorrichtung 2
dahingehend, dass die Mahlstation 3 unter den Ausschnitt 183 gedreht wird. Wenn diese
Position erreicht ist, steuert der Controller 82 den Antriebsmotor 52 des Gehäusedeckels
18, welcher das Öffnen des drehbaren Verschlussdeckelteils 184 bewirkt. Wenn das drehbare
Verschlussdeckelteil 184 so weit gedreht ist, dass die vollständig geöffnete Stellung
des Gehäusedeckels 18 erreicht ist (vgl. Fig. 2), betätigt der Magnet 79 den Endschalter
"Auf" 72, dessen Signal vom. Controller detektiert wird, so dass dieser den Antrieb
des Motors 52 stoppt. Nach Zugriff des Benutzers auf die Mahlstation 3 soll möglicherweise
ein Mahlvorgang gestartet werden, was der Benutzer am über dem Gehäusedeckel 18 angeordneten
Touch-Screen-Display 16, welches ebenfalls mit dem Controller verbunden ist, eingibt.
In Ansprechen auf diese Benutzereingabe steuert der Controller 82 den Motor 52 in
entgegengesetzter Richtung, um den Gehäusedeckel zu schließen. Dabei wird das drehbare
Verschlussdeckelteil 184 so lange gedreht, bis der Magnet 79 den Endschalter "Zu"
74 betätigt, woraufhin der Motor 52 gestoppt wird. Falls vor Erreichen des Endschalters
74 ein Hindernis das vollständige Schließen des Gehäusedeckels 18 verhindert, z. B.
dadurch, dass ein Gegenstand in die Zugriffsöffnung 186 ragt und das drehbare Verschlussdeckelteil
184 blockiert, steigt der Treiberstrom des Motors 52 an, was mittels der Strommesseinrichtung
89 von dem Controller 82 detektiert wird, welcher aus Sicherheitsgründen dann das
Schließen des Gehäusedeckels 18 abbricht und diesen wieder ein Stück weit öffnet.
[0048] Es ist auch möglich, dass die Trägervorrichtung 2 in der geöffneten Deckelstellung,
von der Steuereinrichtung gesteuert, langsam, d.h. nichtmahlend, gedreht wird, um
z.B. auf eine entsprechende Benutzereingabe eine andere Mahlstation, in diesem Beispiel
die zweite Mahlstation 3', in den Bereich der Zugriffsöffnung 186 zu drehen, um auf
diese zugreifen zu können.
[0049] Bezug nehmend auf Fig. 10 ist die untere Trägerscheibe 22 der Trägervorrichtung 2
dargestellt. Auf einem inneren Kreisring 92 sind in gleichmäßiger Verteilung neun
Magnete 94 angeordnet, welche auch zur Drehzahlmessung verwendet werden. Zwei weitere
Magnete 94' befinden sich auf einem äußeren Kreisring 96. Die Anordnung der Magnete
94 und 94' ergibt eine einfache Codierung, anhand derer mittels der Winkeldetektionseinrichtung
9 eindeutig bestimmt werden kann, ob die erste Mahlstation 3 oder die zweite Mahlstation
3' (welche in Fig. 10 nicht dargestellt sind, sondern nur deren Ausschnitte in der
Trägervorrichtung 2) sich unter dem Ausschnitt 183 befindet. Die Winkeldetektionseinrichtung
9 umfasst hierzu in diesem Beispiel eine Anordnung aus drei Hallsensoren 98 an einem
Halter 99 (in Fig. 10 geschnitten darstellt), mit denen die Codierung aufgelöst werden
kann.
[0050] Bezug nehmend auf die Fig. 11 bis 13 ist eine Sicherheitseinrichtung 200 dargestellt,
welche eine vollständige Drehung der Trägervorrichtung 2 verhindert, wenn der Gehäusedeckel
18 geöffnet ist.
[0051] Die Sicherheitseinrichtung 200 umfasst eine mechanische Blockiereinrichtung 210 für
die Trägervorrichtung 2, welche sich in Fig. 11 und Fig. 12 im Freigabezustand und
in Fig. 13 im Blockadezustand befindet. Die Blockiereinrichtung 210 weist einen vertikal
verschieblichen Blockierriegel 212 auf, welcher mittels nicht dargestellter Federn
nach oben in Richtung der Trägervorrichtung 2 vorgespannt ist. Hierzu ist der Blockierriegel
212 auf zwei Haltebolzen 218, welche an der Gehäusegrundplatte (in Fig. 11 bis Fig.
13 nicht dargestellt) befestigt sind, linear verschieblich gelagert.
[0052] In dem Blockadezustand ragt ein Anschlagsende 220 des Blockierriegels in den Orbit
eines an der Unterseite der oberen Trägerscheibe 21 der Trägervorrichtung 2 befestigten
Blockierklotzes 214 hinein, so dass ein Anschlag für die Drehung der Trägervorrichtung
gebildet wird; um eine vollständige Drehung der Trägervorrichtung (≥ 360 Grad) mechanisch
zu blockieren. Der Blockierklotz 214 wird bei dieser Ausführungsform von dem Blockierriegel
gefangen, dahingehend dass die Trägervorrichtung 2 noch eine begrenzte Drehung ausführen
kann. Somit kann bei geöffnetem Gehäusedeckel 18 zwar jede beliebige Mahlstation,
in diesem Beispiel die beiden Mahlstationen 3, 3' unter die Zugriffsöffnung 186 gefahren
werden, aber selbst bei einer Fehlfunktion des Gesamtantriebs 4 der Trägervorrichtung
2 kann diese nicht in schnelle mahlende Rotation versetzt werden.
[0053] An dem Blockierriegel 212 ist eine Betätigungsrolle 222 befestigt, welche von dem
unteren Ringabschnitt 184d des drehbaren Verschlussdeckelteils 184 betätigt wird.
Hierzu besitzt das drehbare Verschlussdeckelteil 184, genauer dessen unterer Ringabschnitt
184d an geeigneter Stelle des Umfangs ein Betätigungselement in Form einer schrägen
Betätigungsrampe 216, welche beim Schließen des Gehäusedeckels 18, bzw. beim Drehen
des Verschlussdeckelteils 184 in die geschlossene Stellung, den Blockierriegel 212
nach unten gegen die Federvorspannung kraftbeaufschlagt und in den Freigabezustand
überführt. In dem Freigabezustand kann der Blockierklotz 214 nun frei an dem Blockierriegel
212 vorbei drehen, so dass bei geschlossenem Gehäusedeckel 18 die Rotation der Trägervorrichtung
2 zum Mahlen des Mahlguts angetrieben werden kann.
[0054] Es ist dem Fachmann ersichtlich, dass die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
beispielhaft zu verstehen sind, und die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist,
sondern in vielfältiger Weise variiert werden kann, ohne die Erfindung zu verlassen.
Ferner ist ersichtlich, dass die Merkmale unabhängig davon, ob sie in der Beschreibung,
den Ansprüchen, den Figuren oder anderweitig offenbart sind auch einzeln wesentliche
Bestandteile der Erfindung definieren, selbst wenn sie zusammen mit anderen Merkmalen
gemeinsam beschrieben sind.
1. Kugelmühle, insbesondere Planeten- oder Fliehkraftkugelmühle im Labormaßstab, umfassend
ein Gehäuse (1),
eine Trägervorrichtung (2), die relativ zum Gehäuse (1) um eine Zentrumsachse (24)
drehbar gelagert ist,
zumindest eine Mahlstation (3, 3') mit einer Aufnahmevorrichtung (32) für zumindest
ein Mahlgefäß, die um eine Aufnahmeachse (36) drehbar zur Trägervorrichtung (2) gelagert
ist und von dieser um die Zentrumsachse (24) mitgeführt wird und zumindest einem mit
Mahlgut und Mahlkugeln befüllbaren und in die Aufnahmevorrichtung einsetzbaren Mahlgefäß
(34),
einen Antrieb (4) für die Trägervorrichtung (2), einen Antrieb für die Aufnahmevorrichtung
(32),
wobei das Gehäuse einen Mahlraum (40) einschließt, in welchem die Trägervorrichtung
(2) mit der Mahlstation (3, 3') während des Mahlvorgangs rotiert,
wobei das Gehäuse (1) einen Gehäusedeckel (18) zum Verschließen des Mahlraumes (40)
aufweist, derart dass der Gehäusedeckel (18) von einer geöffneten in eine geschlossene
Stellung und umgekehrt überführbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusedeckel (18) zumindest zwei ineinandergreifende Deckelteile (182, 184)
aufweist,
wobei das erste Deckelteil ein Ausschnittsdeckelteil (182) mit einem Ausschnitt (183)
und das zweite Deckelteil ein Verschlussdeckelteil (184) zum Verschließen des Ausschnitts
(183) ist, und das Ausschnittsdeckelteil (182) und das
Verschlussdeckelteil (184) relativ zueinander in der Ebene der Rotation der Trägervorrichtung
zwischen der geöffneten und der geschlossenen Stellung verschiebbar sind.
wobei in der geöffneten Stellung der Ausscnnitt (183) eine Zugriffsöffnung (186) freigibt,
durch welche Zugriff auf Zumindest eine Mahlstation (3, 3') zum Einsetzen des Mahlgefäßes
(34) in die Aufnahmevorrichtung (32) oder zum Entnehmen des Mahlgefäßes (34) aus der
Aufnahmevorrichtung (32) ermöglicht ist und
wobei der Ausschnitt (183) in der geschlossenen Stellung mittels des Verschlussdeckelteils
(184) verschlossen ist, so dass der Mahlvorgang durchgeführt werden kann.
2. Kugelmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Verschiebung durch eine Drehung der beiden Deckelteile erfolgt, dergestalt dass
zumindest eines der beiden Deckelteile (182, 184) in der Ebene der Rotation der Trägervorrichtung
(2) drehbar ist, um zwischen einer ersten und zweiten Drehstellung der beiden Deckelteile
(182, 184) relativ zueinander hin und her gedreht zu werden, wobei die geöffnete Stellung
der ersten Drehstellung und die geschlossene Stellung der zweiten Drehstellung entspricht.
3. Kugelmühle nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Deckelteile (182, 184) hutartig ineinander greifen und beide Deckelteile
(182, 184) jeweils einen Ausschnitt (183, 185) aufweisen, und die geöffnete Stellung
dadurch erreicht wird, dass die beiden Ausschnitte (183, 185) durch Drehung zumindest eines
der beiden Deckelteile (182, 184) in der Rotationsebene der Trägervorrichtung (2)
in Überlappung gebracht werden.
4. Kugelmühle nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eines der beiden Deckelteile (182) fest an dem Gehäuse (1) angebracht ist und lediglich
das andere Deckelteil (184) in der Rotationsebene der Trägervorrichtung (2) gedreht
wird, um eine RelativDrehung zwischen den beiden Deckelteilen (182, 184) zu bewirken
und den Gehäusedeckel (18) zu Öffnen oder zu Schließen.
5. Kugelmühle nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, daß das feste Deckelteil (182) in eine mit dem Gehäuse (1) verbundene horizontale Deckelgrundplatte
(19) übergeht und das drehbare Deckelteil (184) einen unteren Führungsring (184e)
aufweist, welcher unter der Deckelgrundplatte (19) in einer Mehrzahl von entlang einem
Kreisumfang angeordneten Lagerrollen (62) geführt ist.
6. Kugelmühle nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Deckelteile (182, 184) als hutartige Ausschnittsdeckelteile ausgebildet
sind und das erste Ausschnittsdeckelteil einen Sektorausschnitt (183, 185) aufweist
und wobei der nicht ausgeschnittene Rest (181) der beiden Ausschnittsdeckelteile (182,
184) jeweils größer als der Sektorausschnitt (183, 185) des jeweils anderen Deckelteils
ist, um in der geschlossenen Stellung den Sektorausschnitt zu verschließen.
7. Kugelmühle nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugelmühle einen Antriebsmotor (52) zum Öffnen und Schließen des Gehäusedeckels
(18) umfasst.
8. Kugelmühle nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (52) als Gleichstrommotor ausgebildet ist, welcher umgepolt wird,
um den Gehäusedeckel in entgegengesetzten Drehrichtungen Öffnen und Schließen zu können.
9. Kugelmühle nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (52) das drehbare Deckelteil mittels eines Antriebsriemens (58)
antreibt, wenn der Gehäusedeckel (18) geöffnet oder geschlossen wird.
10. Kugelmühle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsriemen (58) als Zahnriemen ausgebildet ist und der Antriebsmotor (52)
über ein Getriebe (54) ein Zahnriemenrad (56) antreibt, über welches der Antriebsriemen
gelegt ist und der Antriebsriemen an dem drehbaren Deckelteil (184) befestigt ist,
um dieses anzutreiben.
11. Kugelmühle nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (5) selbsthemmend ausgebildet ist.
12. Kugelmühle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe (54) ein Schneckengetriebe umfasst.
13. Kugelmühle nach einem der Ansprüche 7-12, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung (82) zum Steuern des Schließens und Öffnens des Gehäusedeckels
(18), wobei der Gehäusedeckel Endschalter (72, 74) aufweist, welche mit der Steuereinrichtung
(82) verbunden sind und das Erreichen der vollständig geschlossenen bzw. geöffneten
Stellung detektieren und an die Steuereinrichtung (82) melden und die Steuereinrichtung
in Ansprechen auf die Meldung das Schließen bzw. Öffnen beendet.
14. Kugelmühle nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Endschalter (72, 74) als Magnetschalter (79, 76, 78) ausgebildet sind.
15. Kugelmühle nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (82) eine Sicherheitsschaltung (89) aufweist, welche zumindest
das Schließen des Gehäusedeckels (18) kontinuierlich überwacht und das Schließen abbricht,
wenn ein Hindernis detektiert wird.
16. Kugelmühle nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherheitsschaltung (89) den Strom des Antriebsmotors misst und bei Überschreiten
eines Grenzwertes für den Stromfluss das Schließen des Gehäusedeckels (18) abbricht.
17. Kugelmühle nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (82) einen Zeitmesser (83) umfasst, welcher die Zeitdauer des
Öffnens oder Schließens bis zur Meldung des zugehörigen Endschalters überwacht und
nach Überschreiten einer vordefinierten Maximalzeitdauer das Öffnen bzw. Schließen
des Gehäusedeckels (18) abbricht.
18. Kugelmühle nach einem der vorstehenden Ansprüche 13-17, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (82) eine Benutzereingabe erlaubt, welche das Anwählen einer
bestimmten Mahlstation (3, 3') umfasst, wobei die Kugelmühle eine Winkeldetektionseinrichtung
(9) zur Bestimmung der absoluten Winkelstellung der Trägervorrichtung (2) aufweist
und die Kugelmühle in Ansprechen auf die Benutzereingabe und die Bestimmung der Winkelstellung
die Trägervorrichtung (2) automatisch in eine Stellung dreht, in der bei geöffnetem
Gehäusedeckel (18) manueller Zugriff auf diese angewählte Mahlstation (3, 3') ermöglicht
ist.
19. Kugelmühle nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die nichtmahlende Drehung der Trägervorrichtung (2) zur Positionierung der bestimmten
Mahlstation (3, 3') bei geöffneter Stellung des Gehäusedeckels (18) erfolgt oder die
Steuereinrichtung (82) nach der nichtmahlenden Drehung der Trägervorrichtung (2) zur
Positionierung der bestimmten Mahlstation (3, 3') den Gehäusedeckel automatisch öffnet.
20. Kugelmühle nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkeldetektionseinrichtung (9) eine kodierte Anordnung von Magneten und zugeordneten
Hallsensoren (92, 92', 94) an der Trägervorrichtung (2) bzw. dem Gehäuse (1) umfasst,
derart dass je nach Winkelstellung der Trägervorrichtung (2) einer oder mehrere der
Magnete (92, 92') in den Empfindlichkeitsbereich von einem oder mehreren der Hallsensoren
(94) gelangen und die Hallsensoren von der Steuereinrichtung ausgelesen werden und
die Steuereinrichtung (82) anhand der Kodierung die absolute Winkelstellung der Trägervorrichtung
(2) bestimmt.
21. Kugelmühle nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Blockiereinrichtung (210) für die Trägervorrichtung (2) mit einem Freigabezustand
, in dem die Rotation der Trägervorrichtung (2) zum Durchführen des Mahlvorgangs angetrieben
werden kann und mit einem Blockadezustand, in dem die Drehung der Trägervorrichtung
(2) von der Blockiereinrichtung (210) vollständig verhindert oder zumindest begrenzt
wird.
22. Kugelmühle nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägervorrichtung (2) in dem Blockadezustand begrenzt drehbar ist und zwar lediglich
nichtmahlend um weniger als 360 Grad.
23. Kugelmühle nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Blockiereinrichtung (210) von dem Gehäusedeckel (18) betätigt wird, dahingehend
dass die Blockiereinrichtung von dem Freigabezustand in den Blockadezustand überführt
wird, wenn sich der Gehäusedeckel (18) öffnet und die Blockiereinrichtung (210) von
dem Blockadezustand in den Freigabezustand überführt wird, wenn sich der Gehäusedeckel
(18) schließt.
24. Kugelmühle nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Blockiereinrichtung (210) einen an dem Gehäuse (1) beweglich angebrachten Blockierriegel
(212) und einen an der Trägervorrichtung (2) befestigten Blockierklotz (214) umfasst,
welche in Zusammenwirken miteinander in dem Blockadezustand eine vollständige Rotation
der Trägervorrichtung (2) mechanisch blockieren.
25. Kugelmühle nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Blockierriegel (212) in Richtung der Trägervorrichtung (2) federnd vorgespannt
ist und in dem Blockadezustand in den Orbit des Blockierklotzes eingreift, und wobei
der Blockieriegel (212) aus dem Orbit des Blockierklotzes (214) entfernt wird, wenn
sich der Gehäusedeckel (18) öffnet, um eine Rotation des Blockierklotzes (214) an
dem Blockierriegel (212) vorbei zu ermöglichen, dahingehend dass der Blockierriegel
(212) von einer Betätigungsrampe (216) an dem beweglichen Deckelteil (184) entgegen
der Federvorspannung in den Freigabezustand bewegt wird.
1. A ball mill, particularly a planetary ball mill or a centrifugal force ball mill,
comprising
a housing (1),
a carrying device (2) rotatable mounted about a centre axis (24) with respect to the
housing (1),
at least one mill station (3, 3') with a receiving device (32) for at least one mill
vessel, which receiving device is rotatable mounted to the carrying device (2) about
a receiving axis (36), and which is carried along by the carrying device (2) about
the centre axis (24), and with at least one mill vessel (34), which can be filled
with material to be milled and milling balls, and which can be inserted into the mill
vessel (34),
a drive (4) for the carrying device (2),
a drive for the receiving device (32),
wherein the housing includes a mill space (40), in which the carrying device (2) rotates
with the mill station (3, 3') during the milling operation,
wherein the housing (1) has a housing cap (18) for closing the mill space (40) such
that the housing cap (18) can be transferred from an open position into a closed position
and vice versa,
characterized in that
the housing cap (18) has at least two cap parts (182, 184) engaging each other, wherein
the first cap part is a cut-out cap part (182) with a cut-out (183), and the second
cap part is a seal cap part (184) for sealing the cut-out (183), and the cut-out cap
part (182) and the seal cap part (184) can be shifted with respect to each other between
the open and the closed position in the plane of rotation of the carrying device,
wherein in the open position, the cut-out (182) releases an access opening (186),
through which access to at least one mill station (3, 3') is made possible for inserting
the mill vessel (34) into the receiving device (32), or for removing the mill vessel
(34) from the receiving device (32), and
wherein in the closed position, the cut-out (183) is closed by means of the seal cap
part (184) so that the milling operation can be performed.
2. The ball mill according to claim 1, characterized in that the shifting takes place by a rotation of the two cap parts in such a way that at
least one of the two cap parts (182, 184) is rotatable in the plane of rotation of
the carrying device (2), to be rotated with respect to each other back and forth between
a first and a second rotational position of the two cap parts (182, 184), wherein
the open position corresponds to the first rotational position, and the closed position
corresponds to the second rotational position.
3. The ball mill according to claim 2, characterized in that
the two cap parts (182, 184) hat-like engage each other, and both cap parts (182,
184) have a cut-out (183, 185) each, and the open position is achieved by placing
the two cut-outs (183, 185) into an overlapping position by rotating at least one
of the two cap parts (182, 184) in the plane of rotation of the carrying device (2).
4. The ball mill according to one of the preceding claims, characterized in that one of the cap parts (182) is fixedly attached at the housing (1), and only the other
cap part (184) is rotated in the plane of rotation of the carrying device (2) to effect
a rotation of the two cap parts (182,184) relatively to each other, and to open or
to close the housing cap (18).
5. The ball mill according to claim 4, characterized in that the fixed cap part (182) turns to a horizontal cap ground plate (19) connected with
the housing (1), and that the rotatable cap part (184) has a lower guide ring (184e)
being guided under the cap ground plate in a plurality of bearing rolls (62) arranged
along a circumference.
6. The ball mill according to claim 4 or 5, characterized in that the two cap parts (182, 184) are formed as hat-like cut-out cap parts, and that the
first cut-out cap part has a sector cut-out (183, 185), and that each of the non-cut-out
remainders (181) of the two cut-out cap parts (182, 184) is larger than the sector
cut-out (183, 185) of the corresponding other cap part to close the sector cut-out
in the closed position.
7. The ball mill according to one of the preceding claims, characterized in that the ball mill comprises a drive motor (52) to open and close the housing cap (18).
8. The ball mill according to claim 7, characterized in that the drive motor (52) is formed as a d.c. motor, whose polarity is reversed to be
able to open and close the housing cap in opposite directions of rotation.
9. The ball mill according to claim 7 or 8, characterized in that the drive motor (52) drives the rotatable cap part by means of a driving belt (58),
when the housing cap (18) is opened or closed.
10. The ball mill according to claim 9, characterized in that the driving belt (58) is formed as a toothed belt, and that the drive motor (52)
drives a toothed belt wheel (56) via a gear (54), over which wheel the driving belt
is put, and that the driving belt is fixed to the rotatable cover part (184) to drive
latter.
11. The ball mill according to one of claims 7 to 10, characterized in that the drive (5) is formed self-locking.
12. The ball mill according to claim 11, characterized in that the gear (54) comprises a worm gear pair.
13. The ball mill according to one of claims 7 to 12, characterized by a control device (82) for controlling the closing and the opening of the housing
cap (18),
wherein the housing cap has end switches (72, 74) connected with the control device
(82), and detecting and noticing the control device (82) that the totally closed or
opened position has been reached, and the control device terminates the closing or
the opening in response to the notice.
14. The ball mill according to claim 13, characterized in that the end switches (72, 74) are formed as solenoid switches (79, 76, 78).
15. The ball mill according to claim 13 or 14, characterized in that the control device (82) has a safety circuit (89) continuously monitoring at least
the closing of the housing cap (18), and terminating the closing, when an obstacle
is detected.
16. The ball mill according to claim 15, characterized in that the safety circuit (89) measures the current of the drive motor, and terminates closing
the housing cap (18) in case of exceeding a current flow limit.
17. The ball mill according to one of claims 13 to 16, characterized in that the control device (82) comprises a time-measuring instrument (83), which measures
the period of closing or opening till the notice by the associated end switch, and
terminates closing or opening the housing cap (18) after exceeding a predefined maximum
period.
18. The ball mill according to one of claims 13 to 17, characterized in that the control device (82) allows an user input comprising the selection of a certain
mill station (3, 3'), wherein the ball mill has an angle detection device (9) to identify
the absolute angle position of the carrying device (2), and in response to the user
input and the identification of the angle position, the ball mill automatically rotates
the carrying device (2) into a position, in which manual access to the selected mill
station (3, 3') is made
possible with the housing cap (18) being open.
19. The ball mill according to claim 18, characterized in that the non-milling rotation of the carrying device (2) for positioning the selected
mill station (3, 3') takes place with the housing cap (18) being in the open position,
or the control device (82) automatically opens the housing cap after the non-milling
rotation of the carrying device (2) for positioning the selected mill station (3,
3')
20. The ball mill according to claim 18 or 19, characterized in that the angle detection device (9) comprises an encoded arrangement of magnets and corresponding
Hall sensors (92, 92', 94) at the carrying device (2) or at the housing (1) respectively
such that depending on the angle position of the carrying device (2), one or more
of the magnets (92, 92') reach the sensitivity range of the Hall sensors (94), and
the Hall sensors are read out by the control device, and the control device (82) determines
the absolute angle position of the carrying device (2) on the basis of the coding.
21. The ball mill according to one of the preceding claims, characterized by a blocking device (210) for the carrying device (2) with a release state, in which
the rotation of the carrying device (2) for performing the milling operation can be
driven, and with a blocking state, in which the rotation of the carrying device (2)
is totally prevented or at least limited by the blocking device (210).
22. The ball mill according to claim 21, characterized in that the carrying device (2) is limitedly rotatable in the blocking state, namely only
about less than 360 degrees, when not milling.
23. The ball mill according to claim 21 or 22, characterized in that the blocking device (210) is actuated by the housing cap (18) to that effect that
the blocking device is transferred from the release state into the blocking state,
when the housing cap (18) opens up, and that the blocking device (210) is transferred
from the blocking state into the release state, when the housing cap (18) closes.
24. The ball mill according to one of claims 21 to 23, characterized in that the blocking device (210) comprises a blocking bar (212) movably attached at the
housing (1) and a blocking log (214) attached at the carrying device (2), which bar
and log acting together mechanically block a complete rotation of the carrying device
(2) in the blocking state.
25. The ball mill according to claim 24, characterized in that the blocking bar (212) is spring pretensioned in the direction of the carrying device
(2), and in the blocking state engages the orbit of the blocking log, and that the
blocking bar (212) is removed from the orbit of the blocking log (214), when the housing
cap (18) opens up, in order to enable a rotation of the blocking log (214) along the
blocking bar (212) to that effect that the blocking bar (212) is moved against the
spring pretension into the release state by an actuation ramp (216) at the movable
cap part (184).
1. Broyeur à boules, en particulier broyeur à boules planétaire ou broyeur à boules centrifuge
à l'échelle de laboratoire, comprenant
un carter (1),
un dispositif support (2), qui est monté de façon à pouvoir tourner autour d'un axe
central (24) par rapport au carter (1),
au moins une station de broyage (3, 3') avec un dispositif de réception (32) pour
au moins un récipient broyeur, qui est monté de façon à pouvoir tourner autour d'un
axe de réception (36) par rapport au dispositif support (2) et est entraîné par celui-ci
autour de l'axe central (24) et au moins un récipient de broyage (34) pouvant être
chargé avec du matériau à broyer et des boules de broyage et pouvant être inséré dans
le dispositif de logement,
un entraînement (4) pour le dispositif support (2),
un entraînement pour le dispositif de réception (32),
le carter incluant un espace de broyage (40),
dans lequel le dispositif support (2) tourne avec la station de broyage (3, 3') pendant
l'opération de broyage,
le carter (1) présentant un couvercle de carter (18) pour la fermeture de l'espace
de broyage (40), de telle sorte que le couvercle de carter (18) peut être transféré
d'une position ouverte dans une position fermée et inversement,
caractérisé en ce que le couvercle de carter (18) présente au moins deux parties de couvercle (182, 184)
s'engageant l'une dans l'autre, la première partie de couvercle étant une partie de
couvercle de découpe (182) avec une découpe (183) et la seconde partie de couvercle
étant une partie de couvercle de fermeture (184) pour la fermeture de la découpe (183),
et la partie de couvercle de découpe (182) et la partie de couvercle de fermeture
(184) pouvant être déplacées l'une par rapport à l'autre dans le plan de la rotation
du dispositif support entre la position ouverte et la position fermée,
la découpe (183) libérant dans la position ouverte une ouverture d'accès (186), par
laquelle un accès à au moins une station de broyage (3, 3') est rendu possible pour
l'insertion du récipient de broyage (34) dans le dispositif de réception (32) ou pour
l'enlèvement du récipient de broyage (34) du dispositif de réception (32) et
la découpe (183) étant fermée dans la position fermée au moyen de la partie de couvercle
de fermeture (184), de telle sorte que l'opération de broyage peut être effectuée.
2. Broyeur à boules selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le déplacement s'effectue par une rotation des deux parties de couvercle, de telle
sorte qu'au moins l'une des deux parties de couvercle (182, 184) peut tourner dans
le plan de la rotation du dispositif de support (2), afin d'être tournée entre une
première position et une seconde position de rotation des deux parties de couvercle
(182, 184) l'une par rapport à l'autre en faisant des allers et retours, la position
ouverte correspondant à la première position de rotation et la position fermée à la
seconde position de rotation.
3. Broyeur à boules selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
les deux parties de couvercle (182, 184) s'engagent l'une dans l'autre à la façon
d'un chapeau et les deux parties de couvercle (182, 184) présentent chacune une découpe
(183, 185), et la position ouverte est obtenue par le fait que les deux découpes (183,
185) sont amenées en chevauchement par rotation d'au moins l'une des deux parties
de couvercle (182, 184) dans le plan de rotation du dispositif support (2).
4. Broyeur à boules selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'une des deux parties de couvercle (182) est placée fixement sur le carter (1) et
seule l'autre partie de couvercle (184) est tournée dans le plan de rotation du dispositif
support (2), afin d'entraîner une rotation relative entre les deux parties de couvercle
(182, 184) et d'ouvrir ou de fermer le couvercle de carter (18).
5. Broyeur à boules selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
la partie de couvercle (182) fixe fait place à une plaque de base de couvercle (19)
horizontale reliée au carter (1) et la partie de couvercle (184) rotative présente
une bague de guidage (184e) inférieure, qui est guidée sous la plaque de base de couvercle
(19) dans une pluralité de rouleaux de palier (62) disposés le long d'un pourtour
circulaire.
6. Broyeur à boules selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que
les deux parties de couvercle (182, 184) sont conçues sous forme de parties de couvercle
de découpe en forme de chapeau et la première partie de couvercle de découpe présente
une découpe de secteur (183, 185) et le reste (181) non découpé des deux parties de
couvercle de découpe (182, 184) étant respectivement supérieur à la découpe de secteur
(183, 185) de l'autre partie de couvercle respective, afin de fermer la découpe de
secteur dans la position fermée.
7. Broyeur à boules selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le broyeur à boules comporte un moteur d'entraînement (52) pour l'ouverture et la
fermeture du couvercle de carter (18).
8. Broyeur à boules selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
le moteur d'entraînement (52) est conçu comme moteur à courant continu, qui est inversé
au niveau des pôles, afin de pouvoir ouvrir et fermer le couvercle de carter dans
des directions de rotation opposées.
9. Broyeur à boules selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
le moteur d'entraînement (52) entraîne la partie de couvercle rotative au moyen d'une
courroie d'entraînement (58) lorsque le couvercle de carter (18) est ouvert ou fermé.
10. Broyeur à boules selon la revendication 9,
caractérisé en ce que la courroie d'entraînement (58) est conçue comme courroie crantée et le moteur d'entraînement
(52) entraîne au moyen d'un engrenage (54) une roue de courroie crantée (56), sur
laquelle la courroie d'entraînement est placée et la courroie d'entraînement est fixée
sur la partie de couvercle (184) rotative afin d'entraîner celle-ci.
11. Broyeur à boules selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que
l'entraînement (5) est conçu autobloquant.
12. Broyeur à boules selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
l'engrenage (54) comporte un engrenage à vis sans fin.
13. Broyeur à boules selon l'une quelconque des revendications 7 à 12, caractérisé par un dispositif de commande (82) pour la commande de la fermeture et de l'ouverture
du couvercle de carter (18), le couvercle de carter présentant des fins de course
(72, 74), qui sont reliées au dispositif de commande (82) et détectent le moment où
la position complètement fermée ou complètement ouverte est atteinte et le signalent
au dispositif de commande (82) et le dispositif de commande achève la fermeture ou
l'ouverture en réaction au message.
14. Broyeur à boules selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
les fins de course (72, 74) sont conçues comme des interrupteurs à aimant (79, 76,
78).
15. Broyeur à boules selon la revendication 13 ou
14, caractérisé en ce que
le dispositif de commande (82) présente un circuit de sécurité (89) qui contrôle de
façon continue au moins la fermeture du couvercle de carter (18) et interrompt la
fermeture lorsqu'un obstacle est détecté.
16. Broyeur à boules selon la revendication 15,
caractérisé en ce que
le circuit de sécurité (89) mesure le courant du moteur d'entraînement et interrompt
la fermeture du couvercle de carter (18) en cas de dépassement d'une valeur limite
pour le flux de courant.
17. Broyeur à boules selon l'une quelconque des revendications 13 à 16, caractérisé en ce que
le dispositif de commande (82) comporte un chronomètre (83) qui contrôle la durée
de l'ouverture ou de la fermeture jusqu'au signalement de la fin de course spécifique
et interrompt l'ouverture ou la fermeture du couvercle de carter (18) après le dépassement
d'une durée maximale prédéfinie.
18. Broyeur à boules selon l'une quelconque des revendications précédentes 13 à 17, caractérisé en ce que
le dispositif de commande (82) présente une entrée d'utilisateur qui comporte la sélection
d'une station de broyage (3, 3') définie, le broyeur à boules présentant un dispositif
de détection d'angle (9) pour la détermination de la position d'angle absolue du dispositif
support (2) et le broyeur à boules faisant tourner le dispositif support (2) en réaction
à l'entrée d'utilisateur et à la détermination de la position d'angle automatiquement
dans une position dans laquelle un accès manuel à cette station de broyage (3, 3')
sélectionnée est rendu possible lorsque le couvercle de carter (18) est ouvert.
19. Broyeur à boules selon la revendication 18,
caractérisé en ce que
la rotation non broyante du dispositif support (2) s'effectue pour le positionnement
de la station de broyage (3, 3') définie lorsque le couvercle de carter (18) est dans
la position ouverte ou bien le dispositif de commande (82) ouvre automatiquement le
couvercle de carter après la rotation non broyante du dispositif support (2) pour
le positionnement de la station de broyage (3, 3') définie.
20. Broyeur à boules selon la revendication 18 ou
19, caractérisé en ce que
le dispositif de détection d'angle (9) comporte un agencement codé d'aimants et de
capteurs de Hall (92, 92', 94) attribués sur le dispositif support (2) ou le carter
(1), de telle sorte que, en fonction de la position d'angle du dispositif support
(2), un ou plusieurs des aimants (92, 92') parviennent dans la plage de sensibilité
d'un ou de plusieurs des capteurs de Hall (94) et les capteurs de Hall sont lus par
le dispositif de commande et le dispositif de commande (82) détermine à l'aide du
codage la position d'angle absolue du dispositif support (2).
21. Broyeur à boules selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par un dispositif de blocage (210) pour le dispositif support (2) avec un état de libération,
dans lequel la rotation du dispositif support (2) peut être entraînée pour la réalisation
de l'opération de broyage, et avec un état de blocage, dans lequel la rotation du
dispositif support (2) est complètement empêchée ou tout du moins limitée par le dispositif
de blocage (210).
22. Broyeur à boules selon la revendication 21,
caractérisé en ce que
le dispositif support (2) peut tourner de façon limitée dans l'état de blocage et
ce uniquement de façon non broyante de moins de 360 degrés.
23. Broyeur à boules selon la revendication 21 ou
22, caractérisé en ce que
le dispositif de blocage (210) est actionné par le couvercle de carter (18), en ce
sens que le dispositif de blocage est transféré de l'état de libération dans l'état
de blocage, lorsque le couvercle de carter (18) s'ouvre et le dispositif de blocage
(210) est transféré de l'état de blocage à l'état de libération lorsque le couvercle
de carter (18) ferme.
24. Broyeur à boules selon l'une quelconque des revendications 21 à 23, caractérisé en ce que
le dispositif de blocage (210) comporte un verrou de blocage (212) placé de façon
mobile sur le carter (1) et une cale de blocage (214) fixée sur le dispositif support
(2), qui, en action conjointe et dans l'état de blocage, bloque mécaniquement une
rotation complète du dispositif support (2).
25. Broyeur à boules selon la revendication 24,
caractérisé en ce que
le verrou de blocage (212) est précontraint de façon élastique en direction du dispositif
support (2) et s'engage dans l'état de blocage dans l'orbite de la cale de blocage,
et le verrou de blocage (212) étant enlevé de l'orbite de la cale de blocage (214)
lorsque le couvercle de carter (18) s'ouvre pour permettre une rotation de la cale
de blocage (214) en passant devant le verrou de blocage (212), en ce sens que le verrou
de blocage (212) est déplacé dans l'état de libération par une rampe d'actionnement
(216) sur la partie de couvercle (184) mobile dans le sens contraire à la précontrainte
du ressort.
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