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(11) |
EP 2 010 347 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.04.2010 Patentblatt 2010/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.02.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/001658 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/121804 (01.11.2007 Gazette 2007/44) |
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| (54) |
SPRITZDÜSEN-VERSTELLEINRICHTUNG
SPRAY-NOZZLE ADJUSTING DEVICE
DISPOSITIF DE REGLAGE DE BUSE D'INJECTION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
25.04.2006 AT 6992006
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.2009 Patentblatt 2009/02 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens VAI Metals Technologies GmbH & Co |
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4031 Linz (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- FELLINGER, Kurt
4053 Haid (AT)
- FUERHOFER, Horst
4490 St. Florian (AT)
- GUTTENBRUNNER, Josef
4522 Sierning (AT)
- HAMMERL, Joachim
8234 Rohrbach a.d.L. (AT)
- HÖCHTEL, Franz, Josef
4600 Wels (AT)
- KRIEGNER, Othmar
4300 St. Valentin (AT)
- POEPPL, Johann
4202 Kirchschlag (AT)
- STARRERMAIR, Thomas
4407 Dietach (AT)
- WAHL, Helmut
4222 Luftenberg (AT)
- ZIEGLER, Guenter
4470 Enns (AT)
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| (74) |
Vertreter: Maier, Daniel Oliver |
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Siemens AG
CT IP
Postfach 22 16 34 80506 München 80506 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Spritzdüsen-Verstelleinrichtung in einer Strangführung
einer Brammen-Stranggießanlage zur Herstellung von Metallsträngen unterschiedlicher
Strangbreite, wobei die Strangführung in einem Gerüstrahmen abgestützte Strangführungsrollen
umfasst, die eine Transportbahn für den Metallstrang bilden und dieser Transportbahn
in einer normal zur Strangförderrichtung liegenden Ebene zwischen benachbarten, in
Strangförderrichtung aufeinander folgenden, Strangführungsrollen mindestens zwei Spritzdüsen
zugeordnet sind, mit denen fächerförmige Kühlmittelstrahlen auf eine Breitseitenfläche
(1 a, 1 b) des Metallstranges aufgebracht werden und die jeweils mit einer Verstelleinrichtung
zur Änderung des Abstandes der Spritzdüsen zueinander und zur Änderung des Normalabstandes
der Spritzdüsen von der Transportbahn verbunden sind und jeder in einer normal zur
Strangförderrichtung liegenden Ebene angeordnete Spritzdüse ein Spritzdüsenhalter
zugeordnet ist.
[0002] In einer Stranggießanlage wird der die Stranggießkokille verlassende, zumindest teilerstarrte
Strang in der nachgeordneten Strangführung, die zumeist von aufeinander abfolgenden
Strangführungsabschnitten gebildet ist, einer intensiven Spritzkühlung unterworfen.
Das Kühlmittel, zumeist zerstäubtes Wasser oder ein Wasser-Luft-Gemisch, wird mittels
Sprühdüsen fächerförmig in einen Freiraum zwischen in Strangförderrichtung aufeinanderfolgende
Strangführungsrollen gespritzt. Da in einer Stranggießanlage üblicherweise Metallstränge
mit unterschiedlicher Strangbreite gegossen werden, ist es notwendig, die Spritzdüsen
so zu positionieren, dass eine gleichmäßige Kühlmittelbeaufschlagung der Strangoberfläche
in einer normal zur Strangtransportrichtung liegenden Ebene erreicht wird. Bei Strängen
mit Brammenquerschnitten beschränkt sich diese Kühlung hierbei vorwiegend auf die
Breitseitenflächen des gegossenen Stranges.
[0003] Bei Brammenquerschnitten sind mit zunehmender Brammenbreite zwei, gegebenenfalls
drei Spritzdüsen nebeneinander angeordnet, um eine annähernd gleichmäßige Kühlmittelbeaufschlagung
auf der Breitseitenfläche einer Bramme zu gewährleisten und eine möglichst gleichmäßige
Kühlung des Metallstranges sicherzustellen. Eine ungleichmäßige Kühlung führt zu Rissbildungen
an der Bramme speziell im Oberflächen- und Kantenbereich.
[0004] Zur Sicherstellung einer gleichmäßigen Kühlmittelaufbringung ist es daher bereits
bekannt, Verstelleinrichtungen zur Veränderung des Abstandes von in einer Normalebene
zur Strangtransportrichtung angeordneten Spritzdüsen zueinander und des Normalabstandes
der Spritzdüsen von der Oberfläche des Metallstranges anzuordnen. Damit soll eine
unerwünschte Überlappung der Spritzfächer benachbarter Sprühdüsen und ein Überspritzen
der Brammenkanten vermieden werden.
[0005] Aus der
DE 25 07 971 A1 ist bereits eine Düsenverstelleinrichtung bekannt, bei der mehrere Spritzdüsen an
einem Hebelsystem, z.B. nach Art eines Parallellenkersystems angelenkt sind. Eine
Verstellung dieses Hebelsystems bewirkt bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel
mit drei in einer Ebene angeordneten Spritzdüsen die Ausbildung von drei Sprühfächern,
die bei jeder gewählten Brammenbreite mit konstantem Überlappungsbereich und ohne
Überspritzen der Brammenkanten von einer Betriebsposition in eine weitere Betriebsposition
verstellbar sind. Hierzu wird ein Element des Hebelmechanismus mit einer Verstellspindel
in die gewünschte Richtung verschoben.
[0006] Aus der
DE 26 36 666 B1 ist ebenfalls eine Düsenverstelleinrichtung bekannt, die von mehreren gekoppelten
Parallellenkersystemen gebildet wird, wobei jedes dieser Parallellenkersysteme eine
Spritzdüse trägt und das Gesamtsystem mittels Handrad von einer Betriebsposition in
eine weitere Betriebsposition entsprechend der gewählten Brammenbreite verstellbar
ist.
[0008] Die Düsenverstelleinrichtungen arbeiten innerhalb der Strangführung im geringen Abstand
zum heißen Metallstrang in einem thermisch hoch belasteten Bereich und unterliegen
zusätzlich einer hohen Schmutzbelastung, sodass die Gelenkverbindungen dieser komplexen
kinematischen Ketten in ihrer Funktionalität störungsanfällig sind. Zusätzlich befinden
sich diese beweglichen Einbauten in den Strangführungselementen bzw. -segmenten in
schwer zugänglichen Bereichen, wodurch Reparaturarbeiten schwer durchzuführen sind.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die zuvor beschriebenen Nachteile
zu vermeiden und eine Spritzdüsenverstelleinrichtung vorzuschlagen, die sich durch
besondere Wartungsfreundlichkeit und gute Zugänglichkeit auszeichnet.
[0010] Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Spritzdüsen-Verstelleinrichtung der eingangs
beschriebenen Art dadurch gelöst, dass der Spritzdüsenhalter an einem Stellkolben
mindestens einer Verstelleinrichtung befestigt ist, wobei bei einer axialen Verstellbewegung
des Stellkolbens eine zu dieser axialen Verstellbewegung parallele Verstellbewegung
der Spritzdüsen erfolgt und die Verstelleinrichtung am Gerüstrahmen der Strangführung
in einem von der Transportbahn entfernt liegenden, frei zugänglich äußeren Bereich
der Strangführung befestigt ist. Damit sind alle Verstell- und Steuereinrichtungen
in einem von thermischer Beeinflussung abgelegenen Bereich positioniert. Eine bei
den gegebenen Betriebsbedingungen stabile Anordnung wird durch eine keine Relativbewegung
zwischen Stellkolben und Spritzdüsenhalter zufassende Verbindung dieser beiden Bauteile
sichergestellt.
[0011] Um bei allen möglichen Strangbreiten eine optimale Kühlmittelverteilung über die
jeweils eingestellte Strangbreite sicherzustellen, ist es zweckmäßig, dass der Neigungswinkel
des Stellkolbens der Verstelleinrichtung zur gedachten Oberfläche der Transportbahn
in einer normal zur Strangförderrichtung liegenden Ebene dem Öffnungswinkel des aus
der Spritzdüse austretenden Kühlmittelstrahles enspricht. Auch der Öffnungswinkel
des Kühlmittelstrahles liegt in dieser Ebene. Hierbei ist der Öffnungswinkel des aus
der Spritzdüse austretenden Kühlmittelstrahles und damit die Gestaltung der Spritzdüse
so festzulegen, dass der vom Abstand der Sprühdüse von der Metallstrangoberfläche
abhängige Sprühdruck des auf die Strangoberfläche auftreffenden Kühlmittelstrahles
nicht zu stark variiert. Durch den Öffnungswinkel und den Abstand der Düsenöffnung
von der Strangoberfläche wird die spezifische Kühlmittelaufbringung und damit die
Kühlleistung an der Strangoberfläche beeinflusst.
[0012] Als Kühlmittel wird aufbereitetes Kühlwasser (Wasserkühlung) oder mit einem Zerstäubermittel,
vorzugsweise Luft, zerstäubtes Kühlwasser (Air-Mist-Kühlung) verwendet.
[0013] Die Anzahl der notwendigen Verstelleinrichtungen entlang der Strangführung soll minimiert
werden. Dies kann erreicht werden, indem in mehreren in Strangförderrichtung hintereinander
liegenden Ebenen entlang der Transportbahn hintereinander angeordnete Spritzdüsen
einem sich in Strangförderrichtung erstreckenden Spritzdüsenhalter zugeordnet und
mit diesem synchron verstellbar sind.
[0014] Zur Vermeidung von Schwingungen am Spritzdüsenhalter und zu dessen generellen Stabilisierung
ist der Spritzdüsenhalter mit mindestens einem Führungselement an der Verstelleinrichtung
geführt. Zweckmäßig sind die Längsachse des Stellkolbens der Verstelleinrichtung und
die Längsachsen des mindestens einem Führungselementes in einer Ebene angeordnet und
der Stellkolben der Verstelleinrichtung ist vorzugsweise zwischen zwei Führungselementen
angeordnet.
[0015] Die Verstelleinrichtung umfasst vorzugsweise einen hydraulisch oder pneumatisch betätigbaren
Druckmittelzylinder.
[0016] Die Spritzdüse umfasst neben dem eigentlichen Düsenkörper, in dem die Zerstäubung
des Spritzmittel und an dessen Austrittsöffnung die Ausbildung des Sprühfächers erfolgt,
eine Kühlmittelleitung und eine Kühlmittel-Durchführung, wobei die Kühlmittel-Durchführung
an den Spritzdüsenhalter angeschlossen ist, und die Kühlmittelleitung in einem Führungselement
in einer normal zur Strangförderrichtung liegenden Ebene verschiebbar geführt ist
und das Führungselement in einem Strangführungsrollen-Traggerüst am Gerüstrahmen dieses
Strangführungsrollen-Traggerüstes befestigt ist. Die Kühlmittelleitung umfasst bei
einer Zweistoffkühlung sowohl eine Leitung für das Kühlwasser als auch eine Leitung
für das Zerstäubermittel.
[0017] Zur Gewährleistung einer leichten Montage und Demontage der Verstelleinrichtung und/oder
der Spritzdüse ist das Führungselement für die Aufnahme der Kühlmittelleitung als
Führungsgabel mit einem in einer normal zur Strangförderrichtung liegenden offenen
Führungsschlitz ausgebildet. Das Führungselement kann einstellbar ausgebildet sein,
um eine genaue Positionierung der Spritzdüsen zwischen aufeinanderfolgenden Strangführungsrollen
zu ermöglichen.
[0018] Um auch im Anlagenbereich mit gebogenen Strangführungsrollen-Traggerüst mehrere in
Strangförderrichtung hintereinander angeordnete Spritzdüsen an einem gemeinsamen Spritzdüsenhalter
befestigen zu können und gleichzeitig eine eindeutige Positionierung des Sprühfächers
zwischen den Strangführungsrollen sicher zu stellen, ist die Kühlmittel-Durchführung
als Drehdurchführung ausgebildet, die eine Schwenkbewegung in einer parallel zur Strangförderrichtung
liegenden Ebene zulässt.
[0019] Zur Vermeidung von Eigenschwingungen der langen Spritzdüsen und von Schwingungen,
die durch Rückstoßkräfte des aus den Düsenöffnungen austretenden Kühlmittelstrahles
hervorgerufen werden, ist die Kühlmittelleitung mit einem Stützblech in einer normal
zur Strangförderrichtung liegenden Ebene verstärkt.
[0020] Bei überbreiten Brammen ist es zweckmäßig mehr als zwei Spritzdüsen nebeneinander
anzuordnen. Bei der Anordnung von mindestens drei Spritzdüsen in einer normal zur
Strangförderrichtung liegenden Ebene sind die Spritzdüsenhalter der außen liegenden
Spritzdüsen mit einem Verbindungsgestänge verbunden und zwischen diesen außen liegenden
Spritzdüsen angeordnete weitere Spritzdüsen sind mit ihren Spritzdüsenhaltern an diesem
Verbindungsgestänge aufgehängt.
[0021] Eine konstruktiv einfache Ausführungsform besteht darin, dass bei Anordnung von mindestens
3 Spritzdüsen in einer normal zur Strangförderrichtung liegenden Ebene die innenliegenden
Spritzdüsen an einem unverstellbar festgelegten Spritzdüsenhalter befestigt sind.
[0022] Zur automatischen Anpassung der Düsenpositionen an die aktuelle Brammenbreiten sind
jeder Verstelleinrichtung Regel- und Steuereinrichtungen, insbesondere ein Weggeber
und ein vorzugsweise hydraulisches Stellglied zur Positionsfestlegung des Stellkolbens,
zugeordnet, die ihrerseits mit dem Anlagenleitsystem verbunden sind.
[0023] Vorzugsweise umfasst die Verstelleinrichtung zur Positionierung der Spritzdüsen ein
hydraulisches Stellglied mit Schaltventilen, die über einen Dreipunktregler oder über
einen pulsweitenmodulierten Regler angesteuert sind.
[0024] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung nicht einschränkender Ausführungsbeispiele, wobei auf die beiliegenden
Figuren Bezug genommen wird, die folgendes zeigen:
- Fig. 1
- das Grundprinzip der erfindungsgemäßen Spritzdüsen-Verstelleinrichtung für zwei unterschiedliche
Strangbreiten an einer Seite eines gegossenen Stahlstranges in einer schematischen
Darstellung in einer Schnittebene normal zur Strangtransportrichtung durch die Strangführung
einer Stranggießanlage,
- Fig. 2
- das Grundprinzip der erfindungsgemäßen Spritzdüsen-Verstelleinrichtung bei zwei unterschiedlichen
Strangbreiten an einer Seite eines gegossenen Stahlstranges in einer schematischen
Darstellung in einem Teillängsschnitt durch die Strangführung einer Stranggießanlage,
- Fig. 3
- Darstellung der geometrischen Lageveränderung einer Spritzdüse zwischen benachbarten
Strangführungsrollen in einer gebogenen Strangführung,
- Fig. 4
- die Befestigung einer Spritzdüse an einem Spritzdüsenhalter nach einer ersten möglichen
Ausführungsform,
- Fig. 5
- die Befestigung einer Spritzdüse an einem Spritzdüsenhalter nach einer zweiten möglichen
Ausführungsform,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf eine Verstelleinrichtung mit Spritzdüsenhalter,
- Fig. 7
- eine mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Spritzdüsen-Verstelleinrichtung
mit 3 Spritzdüsen in einer Schnittebene normal zur Strangtransportrichtung durch die
Strangführung einer Stranggießanlage.
[0025] In den Figuren 1 und 2 ist die Anordnung der erfindungsgemäßen Spritzdüsen-Verstelleinrichtung
in der Strangführung einer Brammen-Stranggießanlage schematisch dargestellt. Fig.
2 veranschaulicht in einem Teillängsschnitt durch die Stranggießanlage den Übergangsbereich
von einem gebogenen Abschnitt der Strangführung in einen geraden Abschnitt der Strangführung
im Auslaufbereich einer Stranggießanlage, an Hand dem die wesentliche Komponenten
der Spritzdüsen-Verstelleinrichtung und ihre Vorteile in diesen beiden geometrisch
unterschiedlichen Positionen offensichtlich werden.
[0026] Ein in einer nicht dargestellten Stranggießkokille gegossener Metallstrang 1 wird
nach dem Austritt aus der Stranggießkokille in einer Strangführung 2 von Strangführungsrollen
3 an den einander gegenüberliegenden Breitseitenflächen 1 a, 1 b gestützt und durch
die Strangführung in Strangförderrichtung R von einer im Wesentliche vertikalen Gießrichtung
in eine horizontale Transportrichtung umgelenkt. Zwischen in Strangförderrichtung
aufeinanderfolgenden Strangführungsrollen 3a, 3b, 3c, 3d, 3e sind jeweils Spritzdüsen
4, 5, 6, 7, 8 angeordnet, wobei in einer Ebene normal zur Strangtransportrichtung,
beispielsweise in einer Schnittebene im Bereich der Spritzdüse 5 zwei Spritzdüsen
5a, 5b angeordnet sind, mit denen fächerförmige Kühlmittelstrahlen 9a, 9b so auf eine
Breitseitenfläche 1a des Metallstranges 1 aufgebracht werden, dass ein weitgehend
gleichmäßiger Kühlmittelauftrag erfolgt. Wenn beispielsweise ein im Vergleich zum
Metallstrang 1 breiterer Metallstrang 1' gegossen wird, so erfolgt eine Anpassung
der Positionen der Spritzdüsen 5a, 5b entsprechend der durch die Bezugszeichen 5a'
und 5b' strichliert dargestellt Positionen. Damit werden automatisch fächerförmige
Kühlmittelstrahlen 9a'und 9b'eingestellt, mit denen wiederum die gesamte Strangbreite
gleichmäßig gekühlt werden kann. Die benötigte Kühlmittelmenge kann beispielsweise
durch einen erhöhten Spritzdruck an die nunmehr größere Strangbreite reguliert werden.
Die in der Strangführung 2 in zwei Reihen, von denen nur eine Reihe dargestellt ist,
angeordneten und im Gerüstrahmen 2a abgestützten Strangführungsrollen 3, 3a, 3b, 3c,
3d, 3e bilden eine Transportbahn 1c für den gegossenen Metallstrang.
[0027] Jeder Spritzdüse 5a, 5b ist an einem Spritzdüsenhalter 10 angeschlossen, der seinerseits
mit dem Stellkolben 11 einer Verstelleinrichtung 12, keine Relativbewegung zulassend,
fest verbunden ist. In Fig. 2 ist die Verstelleinrichtung 12 mit dem Stellkolben 11
lediglich schematisch durch einen die gemeinsame Bewegungsmöglichkeit des Stellkolbens
und des Spritzdüsenhaltes 10 veranschaulichenden Doppelpfeil angedeutet. Die Verstelleinrichtung
12 umfasst einen hydraulisch oder pneumatisch betätigbaren Druckmittelzylinder 40.
Der Spritzdüsenhalter 10 wird beispielsweise bei einem Formatwechsel von einem Metallstrang
1 mit einer ersten Breiten zu einem Metallstranges 1' mit einer zweiten, beispielsweise
größeren Breite durch Zurückziehen des Stellkolbens 11 der Verstelleinrichtung 12
in eine Position entsprechend dem Spritzdüsenhalter 10' gebracht, wodurch der für
diese Gießbreite optimale Kühlmittelstrahl eingestellt wird. Die Verstelleinrichtung
12 ist an der Rahmenkonstruktion der Strangführung 2 in einem Bereich befestigt, der
vom heißen Metallstrang möglichst weit entfernt ist, somit an einer Tragkonsole 13
an der vom heißen Metallstrang 1 abgelegenen Seite der Strangführungs-Rahmenkonstruktion.
[0028] Die Spritzdüsenhalter 10, 10' erstrecken sich im Wesentlichen in Strangförderrichtung
über einen Längsbereich, der mehrere hintereinander angeordnete Sttrangführungsrollen
3a, 3b, 3c oder 3c, 3d, 3e, ... umfasst. Mehrere in diesen jeweiligen Bereich in Strangförderrichtung
hintereinander angeordnete Spritzdüsen 4, 5, 6 oder 7, 8, sind an einem gemeinsamen
Spritzdüsenhalter 10, 10' befestigt und können bei einer auf den Spritzdüsenhalter
ausgeübten Verstellbewegung gemeinsam verstellt werden. Für den nicht näher dargestellten
bei Stahlstranggießanlagen übliche Fall, dass die Strangführung aus mehreren Strangführungssegmenten
aufgebaut ist, können alle in Strangförderrichtung hintereinander angeordnete und
an einem sich über die Längserstreckung des Strangführungssegmentes erstreckenden
Spritzdüsenhalter befestigten Spritzdüsen gemeinsam mit einer Verstellbewegung des
Spritzdüsenhalters positioniert werden. Damit wird der Verrohrungsaufwand der Spritzkühlung
für jedes Segment wesentlich vereinfacht und die Anzahl der notwendigen Verstelleinrichtungen
auf zumeist zwei minimiert.
[0029] Bei besonders breiten Metallsträngen, speziell bei einer Strangbreite über 2,0 m,
sind drei Verstelleinrichtungen für drei nebeneinander angeordnete Spritzdüsen notwendig,
um über die Strangbreite einen gleichmäßigen Kühlmittelauftrag zu gewährleisten.
[0030] Bei einem geraden Strangführungsabschnitt, wie er in der rechten Bildhälfte der Figur
2 dargestellt ist, werden die Spritzdüsen 7, 8 zwischen benachbarten Strangführungsrollen
3c, 3d, 3e in einer Parallelbewegung gemeinsam von der Strangoberfläche weg oder zu
ihr hin verschoben, wobei die mittige Ausrichtung der Spritzdüsen zwischen den Strangführungsrollen
erhalten bleibt. Bei einem bogenförmigen Strangführungsabschnitt, wie er in der linken
Bildhälfte der Figur 2 dargestellt ist, käme es durch die Parallelverlagerung der
Spritzdüsen 4, 5 zum Verlust der mittigen Position zwischen den Strangführungsrollen
in unterschiedlichem Ausmaß. Diese Verhältnisse sind in Figur 3 dargestellt. Durch
die Parallelverschiebung würde der Kühlmittelstrahl plötzlich direkt auf eine der
Strangführungsrollen auftreffen. Um die Spritzdüsen bei jeder beliebigen gießbreitenabhängigen
Position des Spritzdüsenhalters mittig auf den Spalt zwischen benachbarten Strangführungsrollen
einstellen zu können, ist jede Spritzdüse 4, 5, 6 innerhalb der bogenförmigen Strangführung
mit einer Kühlmittel-Durchführung 15 schwenkbeweglich am Spritzdüsenhalter 10 befestigt.
Gleichzeitig ist die lange Kühlmittelleitung 16, die sich zwischen der Kühlmittel-Durchführung
15 und dem Spritzdüsenkopf 17 quer durch die Rahmenkonstruktion der Strangführung
erstreckt, in einem Führungselement 18 geführt, die an der Rahmenkonstruktion der
Strangführung befestigt ist. Das Führungselement 18 ist als Führungsgabel 19 mit einer
in einer normal zur Strangförderrichtung liegenden Ebene offenen Führungsschlitz 19a
ausgebildet. In diesem Führungsschlitz 19a ist die Kühlmittelleitung 16 gleitend lagefixiert
und ermöglicht eine Ausrichtung des Spritzdüsenkopfes 17 und damit des Kühlmittelstrahles
9 auf die Mitte zwischen benachbarten Strangführungsrollen 3a, 3b, .... Durch die
schwenkbewegliche Befestigung der Kühlmittel-Durchführung 15 bzw. der Spritzdüse 4,
5, ... am Spritzdüsenhalter 10 wird ein Verbiegen der Spritzdüse im Bereich der Kühlmittelleitung
vermieden. Die Führungselemente 18 sind an der nicht näher dargestellten Rahmenkonstruktion
der Strangführung 2 befestigt.
[0031] Zur Vermeidung von Schwingbewegungen der Spritzdüsen sind im Bereich gekröpfter Kühlmittelleitungen
16 Stützbleche 20 angeordnet, die in einer normal zur Strangförderrichtung liegenden
Ebene die Biege- bzw. Schwingungsstabilität der Kühlmittelleitungen verstärken (Fig.
1). Bei einer Zweistoffkühlung (Air Mist Kühlung) umfasst die Kühlmittelleitung eine
Leitung für das eigentliche Kühlmittel und eine Leitung für das Zerstäubermittel.
Die Mischung der beiden Komponenten und die Ausbildung des Kühlmittelstrahles 9 erfolgt
im Spritzdüsenkopf 17.
[0032] Eine mögliche erste Ausführungsform für die konstruktive Gestaltung des Spritzdüsenhalters
10 und einer Befestigung der Spritzdüse 4 am Spritzdüsenhalter ist in Figur 4 dargestellt.
Der Spritzdüsenhalter 10 umfasst zwei Profilrohre 22, 23 für die Zuleitung, Durchleitung
und Verteilung eines Kühlmittels, wie aufbereitetes Kühlwasser, und eines Zerstäubermediums,
wie vorzugsweise Luft, zu einer beliebigen Anzahl von Spritzdüsen 4. Die Profilrohre
22, 23 sind mit Verbindungslaschen 24, 25 zum schwingungsstabilen Spritzdüsenhalter
verbunden. Den Profilrohren sind seitlich Montageleisten 26, 27 zugeordnet, die im
Bereich von Durchtrittsöffnungen 28, 29 Montageflächen 30 für die dichte Befestigung
der Kühlmittel-Durchführung 15 der Spritzdüse aufweisen. Die Durchtrittsöffnungen
28, 29 korrespondieren mit Medienleitungen in der Spritzdüse, die durch deren Mittellinien
angedeutet sind. Die Durchtrittsöffnungen 28, 29 in den Montageleisten 26, 27 sind
gegebenenfalls als Langlöcher 32 ausgebildet, um auch bei einer Schwenkbewegung der
Spritzdüse keine Querschnittsverengung entstehen zu lassen. Die Spritzdüse ist mit
einer Verbindungsschraube 31 am Spritzdüsenhalter 10 befestigt. Zur Gewährleistung
einer dichten Verbindung der Bauteile bei gleichzeitiger Sicherstellung einer Verschwenkmöglichkeit
der Spritzdüse können der Verbindungsschraube ein Federelement und den Durchgangsöffnungen
Dichtelemente zugeordnet werden.
[0033] Eine zweite bevorzugte Ausführungsform für die konstruktive Gestaltung des Spritzdüsenhalters
10 und einer Befestigung der Spritzdüse 4 am Spritzdüsenhalter ist in Figur 5 veranschaulicht.
Der Spritzdüsenhalter 10 umfasst wiederum zwei im Abstand zueinander fest verbundene
Profilrohre 22, 23 für die Zuführung von Kühlmittel und Zerstäubermittel zu den Spritzdüsen.
An und in die Profilrohre sind entsprechend der Anzahl der angeschlossenen Spritzdüsen
Gleitbüchsen 33 für die drehbewegliche Aufnahme von Drehdurchführungen 34 eingeschweißt,
durch die das Kühlmittel und das Zerstäubermittel durch Durchtrittsöffnungen 28, 29
in die Kühlmittel-Durchführung 15 der Spritzdüse 4 geleitet wird. Die Spritzdüse 4
ist mit ihrer Kühlmittel-Durchführung 15 an der Montagefläche 30 der Drehdurchführung
34 festgeschraubt und gemeinsam mit der Drehdurchführung schwenkbar und in Richtung
der Schwenkachse 36 durch einen Stellring 37 axial begrenzt in den Gleitbüchsen 33
des Spritzdüsenhalters 10 abgestützt. Die Durchtrittsöffnungen 28, 29 sind im Übergangsbereich
der Gleitbüchse zur Drehdurchführung durch mehrere Dichtringe 38 abgedichtet.
[0034] Der prinzipielle Aufbau der auf einer Tragkonsole 13 der Rahmenkonstruktion der Strangführung
2 befestigten Verstelleinrichtung 12 ist in Figur 6 näher veranschaulicht. Die Verstelleinrichtung
12 umfasst einen hydraulisch oder pneumatisch betätigbaren Druckmittelzylinder 40
mit einem Stellkolben 11, der mit dem Spritzdüsenhalter 10 starr verbunden ist. Der
Spritzdüsenhalter trägt zwei von Führungsstangen gebildete Führungselemente 41, die
beiderseits des Stellkolbens parallel zu diesem, in einer gemeinsamen Ebene mit dem
Stellkolben 11 liegend, angeordnet sind. Die Führungselemente 41 durchsetzen den Grundrahmen
42 der Verstelleinrichtung und sind in diesem in Axialrichtung der Führungselemente
gleitend verschiebbar und führen bei Betätigung des Druckmittelzylinders 40 eine mit
dem Stellkolben 11 synchrone Bewegung durch. Die Führungselemente 41 dienen der Stabilisierung
des Spritzdüsenhalters 10. Am Spritzdüsenhalter sind jeweils eine elastische Zuführleitungen
43, 44 für Kühlmittel und Zerstäubungsmittel zur Medienversorgung von sechs Spritzdüsen
4, 5, 6, 7 ... angeschlossen. Damit wird eine wesentliche Vereinfachung der Kühlmittelverrohrung
in der baulich beengten Strangführung sichergestellt.
[0035] Fig. 7 zeigt die Anordnung von 3 Spritzdüsen 5a, 5b, 5c in einer normal zur Strangförderrichtung
liegenden Ebene zwischen benachbarten Strangführungsrollen. Während die außenliegenden,
die Randbereiche einer Bramme kühlenden Spritzdüsen 5a, 5b in der bereits unter Bezug
auf Fig. 1 beschriebenen Art an unterschiedliche Strangbreiten anpassbar angeordnet
sind, ist die innenliegende, den Zentralbereich der Bramme kühlende Spritzdüse 5c
in ihrer Lage unveränderbar. Sie ist an einem fest montierten Spritzdüsenhalter 10
angeordnet. Es ist allerdings auch möglich, dass der Spritzdüsenhalter dieser mittig
angeordneten Spritzdüse mit dem Stellkolben einer strichliert dargestellten Verstelleinrichtung
12 verbunden ist und alle 3 Spritzdüsen mit aufeinander abgestimmten Verstellbewegungen
an unterschiedlichen Strangbreiten angepaßt werden.
[0036] Jeder Verstelleinrichtung 12 sind Regel- und Steuereinrichtungen 45 zugeordnet, die
mit dem Anlagenleitsystem 46 verbunden sind und die zumindest einen Weggeber und ein
vorzugsweise hydraulisches Stellglied zur Positionsfestlegung der Spritzdüsen umfassen
(Fig. 1). Im Anlagenleitsystem werden Grundeinstellungen der Stranggießanlage vorgenommen,
die beispielsweise durch die Vorgabe eines Gießformates und der Stahlqualität vorgegeben
sind und die die Position der Spritzdüsen in der Strangführung vorbestimmen. Diese
Vorgabewerte für die Positionierung der Spritzdüsen werden von den Regel- und Steuereinrichtungen
synchron angefahren.
1. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung in einer Strangführung (2) einer Brammen-Stranggießanlage
zur Herstellung von Metallsträngen unterschiedlicher Strangbreite, wobei die Strangführung
in einem Gerüstrahmen (2a) abgestützte Strangführungsrollen (3, 3a, 3b, 3c, ...) umfasst,
die eine Transportbahn (1c) für den Metallstrang bilden und dieser Transportbahn in
einer normal zur Strangförderrichtung (R) liegenden Ebene zwischen benachbarten, in
Strangförderrichtung aufeinander folgenden Strangführungsrollen mindestens zwei Spritzdüsen
(5a, 5b) zugeordnet sind, mit denen fächerförmige Kühlmittelstrahlen auf eine Breitseitenfläche
(1 a, 1 b) des Metallstranges aufgebracht werden und die jeweils mit einer Verstelleinrichtung
(12) zur Änderung des Abstandes der Spritzdüsen zueinander und zur Änderung des Normalabstandes
der Spritzdüsen von der Transportbahn verbunden sind und jeder in einer normal zur
Strangförderrichtung liegenden Ebene angeordneten Spritzdüse (5a, 5b) ein Spritzdüsenhalter
(10) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzdüsenhalter an einem Stellkolben (11) mindestens einer Verstelleinrichtung
(12) befestigt ist, wobei bei einer axialen Verstellbewegung des Stellkolbens eine
zu dieser axialen Verstellbewegung parallele Verstellbewegung der Spritzdüsen erfolgt
und die Verstelleinrichtung (12) am Gerüstrahmen (2a) der Strangführung (2) in einem
von der Transportbahn (1 c) entfernt liegenden, frei zugänglichen äußeren Bereich
der Strangführung befestigt ist.
2. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel (α) des Stellkolbens (11) der Verstelleinrichtung (12) zur Transportbahn
des Metallstranges in einer normal zur Strangförderrichtung liegenden Ebene dem Öffnungswinkel
(β) des aus der Spritzdüse (5a, 5b) austretenden Kühlmittelstrahles (9) entspricht.
3. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in mehreren in Strangförderrichtung hintereinander liegenden Ebenen entlang der Transportbahn
hintereinander angeordnete Spritzdüsen (4, 5, 6, 7, 8) einem sich in Strangförderrichtung
erstreckenden Spritzdüsenhalter (10) zugeordnet und mit diesem synchron verstellbar
sind.
4. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzdüsenhalter (10) mit mindestens einem Führungselement (41) an der Verstelleinrichtung
(12) geführt ist.
5. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachse des Stellkolbens (11) der Verstelleinrichtung (12) und die Längsachsen
des mindestens einem Führungselementes (41) in einer Ebene angeordnet sind und der
Stellkolben (11) der Verstelleinrichtung (12) zwischen zwei Führungselementen (41)
angeordnet ist.
6. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (12) einen hydraulisch oder pneumatisch betätigbaren Druckmittelzylinder
(40) umfasst.
7. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdüse eine Kühlmittelleitung (16) und eine Kühlmittel-Durchführung (15)
umfasst und die Kühlmittel-Durchführung an den Spritzdüsenhalter (10) angeschlossen
ist, dass die Kühlmittelleitung (16) in einem Führungselement (18) in einer normal
zur Strangförderrichtung liegenden Ebene verschiebbar geführt ist und dass das Führungselement
(18) in einem Gerüstrahmen der Strangführung (2) befestigt ist.
8. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (18) für die Aufnahme der Kühlmittelleitung (16) als Führungsgabel
(19) mit einem in einer normal zur Strangförderrichtung liegenden offenen Führungsschlitz
(19a) ausgebildet ist.
9. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach Anspruch 7 oder 8. dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlmittel-Durchführung (15) an eine Drehdurchführung (34) angeschlossen ist
und eine Schwenkbewegung in einer parallel zur Strangförderrichtung liegenden Ebene
zulässt.
10. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlmittelleitung (16) mit einem Stützblech (20) in einer normal zur Strangförderrichtung
liegenden Ebene verstärkt ist.
11. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Anordnung von mindestens drei Spritzdüsen (5a, 5b, 5c) in einer normal zur
Strangförderrichtung liegenden Ebene die Spritzdüsenhalter (10) der außen liegenden
Spritzdüsen (5a, 5b) mit einem Verbindungsgestänge verbunden sind und zwischen diesen
außen liegenden Spritzdüsen (5a, 5b) angeordnete weitere Spritzdüsen (5c) mit ihren
Spritzdüsenhaltern (10) an diesem Verbindungsgestänge aufgehängt sind.
12. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass bei Anordnung von mindestens drei Spritzdüsen (5a, 5b, 5c) in einer normal zur Strangförderrichtung
liegenden Ebene die innen liegenden Spritzdüsen (5c) an einem unverstellbar festgelegten
Spritzdüsenhalter (10) befestigt sind.
13. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Verstelleinrichtung (12) Regel- und Steuereinrichtungen (45) zugeordnet sind,
die mit dem Anlagenleitsystem (46) verbunden sind.
14. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (12) zur Positionierung der Spritzdüsen (4) ein hydraulisches
Stellglied mit Schaltventilen umfasst, die über einen Dreipunktregler oder über einen
pulsweitenmodulierten Regler angesteuert sind.
15. Spritzdüsen-Verstelleinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Regel- und Steuereinrichtungen (45) als ein Weggeber und ein vorzugsweise hydraulisches
Stellglied zur Positionsfestlegung des Stellkolbens ausgeführt sind.
1. Spray-nozzle adjusting device in a strand guide (2) of a slab continuous casting plant
for the production of metal strands of different strand width, the strand guide comprising
strand guide rollers (3, 3a, 3b, 3c, ...) which are supported in a scaffold frame
(2a) and which form a transport path (1c) for the metal strand, and at least two spray
nozzles (5a, 5b) being assigned to this transport path, in a plane lying perpendicularly
to the strand conveying direction (R), between adjacent strand guide rollers succeeding
one another in the strand conveying direction, by means of which spray nozzles fan-shaped
coolant jets are applied to a wide side face (1a, 1b) of the metal strand, and which
spray nozzles are connected in each case to an adjusting device (12) for changing
the distance between the spray nozzles and for changing the perpendicular distance
of the spray nozzles from the transport path, and a spray nozzle holder (10) being
assigned to each spray nozzle (5a, 5b) arranged in a plane lying perpendicularly to
the strand conveying direction, characterized in that the spray nozzle holder is fastened to an actuating piston (11) of at least one adjusting
device (12), during an axial adjusting movement of the actuating piston, an adjusting
movement of the spray nozzles, which is parallel to this axial adjusting movement,
taking place, and the adjusting device (12) being fastened to the scaffold frame (2a)
of the strand guide (2) in a freely accessible outer region of the strand guide, said
region being remote from the transport path (1c).
2. Spray-nozzle adjusting device according to Claim 1,
characterized in that the angle of inclination (α) of the actuating piston (11) of the adjusting device
(12) to the transport path of the metal strand in a plane lying perpendicularly to
the strand conveying direction corresponds to the opening angle (β) of the coolant
jet (9) emerging from the spray nozzle (5a, 5b).
3. Spray-nozzle adjusting device according to one of the preceding claims, characterized in that spray nozzles (4, 5, 6, 7, 8) arranged one behind the other along the transport path,
in a plurality of planes lying one behind the other in the strand conveying direction,
are assigned to a spray nozzle holder (10) extending in the strand conveying direction
and can be adjusted synchronously with said spray nozzle holder.
4. Spray-nozzle adjusting device according to one of the preceding claims, characterized in that the spray nozzle holder (10) is guided on the adjusting device (12) by means of at
least one guide element (41).
5. Spray-nozzle adjusting device according to Claim 4,
characterized in that the longitudinal axis of the actuating piston (11) of the adjusting device (12) and
the longitudinal axes of the at least one guide element (41) are arranged in one plane,
and the actuating piston (11) of the adjusting device (12) is arranged between two
guide elements (41).
6. Spray-nozzle adjusting device according to one of the preceding claims, characterized in that the adjusting device (12) comprises a hydraulically or pneumatically actuable pressure
medium cylinder (40).
7. Spray-nozzle adjusting device according to one of the preceding claims, characterized in that the spray nozzle comprises a coolant line (16) and a coolant lead through (15), and
the coolant lead through is connected to the spray nozzle holder (10), in that the coolant line (16) is guided in a guide element (18) displaceably in a plane lying
perpendicularly to the strand conveying direction, and in that the guide element (18) is fastened in a scaffold frame of the strand guide (2).
8. Spray-nozzle adjusting device according to Claim 7,
characterized in that the guide element (18) for receiving the coolant line (16) is designed as a guide
fork (19) having a guide slot (19a) open in a plane lying perpendicularly to the strand
conveying direction.
9. Spray-nozzle adjusting device according to Claim 7 or 8, characterized in that the coolant lead through (15) is connected to a rotary lead through (34) and allows
a pivoting movement in a plane lying parallel to the strand conveying direction.
10. Spray-nozzle adjusting device according to Claim 7,
characterized in that the coolant line (16) is reinforced by means of a supporting plate (20) in a plane
lying perpendicularly to the strand conveying direction.
11. Spray-nozzle adjusting device according to one of the preceding claims, characterized in that, when at least three spray nozzles (5a, 5b, 5c) are arranged in a plane lying perpendicularly
to the strand conveying direction, the spray nozzle holders (10) of the outer spray
nozzles (5a, 5b) are connected to a connecting linkage, and further spray nozzles
(5c) arranged between these outer spray nozzles (5a, 5b) are suspended with their
spray nozzle holders (10) on this connecting linkage.
12. Spray-nozzle adjusting device according to one of the preceding Claims 1 to 10, characterized in that, when at least three spray nozzles (5a, 5b, 5c) are arranged in a plane lying perpendicularly
to the strand conveying direction, the inner spray nozzles (5c) are fastened to an
unadjustably fixed spray nozzle holder (10).
13. Spray-nozzle adjusting device according to one of the preceding claims, characterized in that each adjusting device (12) is assigned regulating and control devices (45), which
are connected to the plant management system (46).
14. Spray-nozzle adjusting device according to Claim 13, characterized in that, for positioning the spray nozzles (4), the adjusting device (12) comprises a hydraulic
actuating member with switching valves which are activated via a three-position controller
or via a pulse-width modulated controller.
15. Spray-nozzle adjusting device according to Claim 13, characterized in that, the regulating and control devices (45) are designed as a displacement transducer
and a preferably hydraulic actuating member for fixing the position of the actuating
piston.
1. Dispositif de réglage de buse d'injection dans un guidage de barre (2) d'une installation
de coulée continue de brames pour la fabrication de barres métalliques de différentes
largeurs de barre, dans lequel le guidage de barre comprend des rouleaux de guidage
de barre (3, 3a, 3b, 3c, ...) supportés dans une cage (2a), qui forment un chemin
de transport (1c) pour la barre métallique et au moins deux buses d'injection (5a,
5b) sont associées à ce chemin de transport, dans un plan situé normalement à la direction
de transport de la barre (R), entre des rouleaux de guidage de barre se succédant
dans la direction de transport de la barre, avec lesquelles on applique des jets d'agent
de refroidissement étalés sur une face latérale large (1a, 1b) de la barre métallique
et qui sont respectivement reliées à un dispositif de réglage (12) pour modifier la
distance des buses d'injection l'une par rapport à l'autre et pour modifier la distance
normale des buses d'injection par rapport au chemin de transport, et un support de
buse d'injection (10) est associé à chaque buse d'injection (5a, 5b) disposée dans
un plan situé normalement à la direction de transport de la barre, caractérisé en ce que le support de buse d'injection est fixé sur un piston de réglage (11) d'au moins
un dispositif de réglage (12), dans lequel, lors d'un mouvement de réglage axial du
piston de réglage, il se produit un mouvement de réglage des buses d'injection parallèle
à ce mouvement de réglage axial et le dispositif de réglage (12) est fixé sur la cage
(2a) du guidage de barre (2) dans une région du guidage de barre éloignée du chemin
de transport (1c) et librement accessible de l'extérieur.
2. Dispositif de réglage de buse d'injection selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'angle d'inclinaison (α) du piston de réglage (11) du dispositif de réglage (12)
par rapport au chemin de transport de la barre métallique dans un plan situé normalement
à la direction de transport de la barre correspond à l'angle d'ouverture (β) du jet
d'agent de refroidissement (9) sortant de la buse d'injection (5a, 5b).
3. Dispositif de réglage de buse d'injection selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que des buses d'injection (4, 5, 6, 7, 8) disposées l'une derrière l'autre le long du
chemin de transport dans plusieurs plans situés l'un derrière l'autre dans la direction
de transport de la barre sont associées à un support de buses d'injection (10) s'étendant
dans la direction de transport de la barre et sont réglables en synchronisme avec
celui-ci.
4. Dispositif de réglage de buse d'injection selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le support de buses d'injection (10) est guidé sur le dispositif de réglage (12)
avec au moins un élément de guidage (41).
5. Dispositif de réglage de buse d'injection selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'axe longitudinal du piston de réglage (11) du dispositif de réglage (12) et les
axes longitudinaux dudit au moins un élément de guidage (41) sont disposés dans un
plan et le piston de réglage (11) du dispositif de réglage (12) est disposé entre
deux éléments de guidage (41).
6. Dispositif de réglage de buse d'injection selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de réglage (12) comprend un vérin (40) à commande hydraulique ou pneumatique.
7. Dispositif de réglage de buse d'injection selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la buse d'injection comprend une conduite d'agent de refroidissement (16) et un passage
d'agent de refroidissement (15), et le passage d'agent de refroidissement est raccordé
au support de buse d'injection (10), en ce que la conduite d'agent de refroidissement (16) est guidée de façon coulissante dans
un élément de guidage (18) dans un plan situé normalement à la direction de transport
de la barre et en ce que l'élément de guidage (18) est fixé dans une cage du guidage de barre (2).
8. Dispositif de réglage de buse d'injection selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément de guidage (18) destiné à recevoir la conduite d'agent de refroidissement
(16) se présente sous la forme d'une fourche de guidage (19) avec une fente de guidage
ouverte (19a) dans un plan situé normalement à la direction de transport de la barre.
9. Dispositif de réglage de buse d'injection selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que le passage d'agent de refroidissement (15) est raccordé à un passage tournant (34)
et permet un mouvement de pivotement dans un plan situé parallèlement à la direction
de transport de la barre.
10. Dispositif de réglage de buse d'injection selon la revendication 7, caractérisé en ce que la conduite d'agent de refroidissement (16) est renforcée par une tôle de soutien
(20) dans un plan situé normalement à la direction de transport de la barre.
11. Dispositif de réglage de buse d'injection selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que, pour la disposition d'au moins trois buses d'injection (5a, 5b, 5c) dans un plan
situé normalement à la direction de transport de la barre, les supports de buses d'injection
(10) des buses d'injection (5a, 5b) situées à l'extérieur sont reliés à une tringlerie
de liaison et d'autres buses d'injection (5c) disposées entre ces buses d'injection
(5a, 5b) situées à l'extérieur sont suspendues à cette tringlerie de liaison par leurs
supports de buses d'injection (10).
12. Dispositif de réglage de buse d'injection selon l'une quelconque des revendications
précédentes 1 à 10, caractérisé en ce que, pour la disposition d'au moins trois buses d'injection (5a, 5b, 5c) dans un plan
situé normalement à la direction de transport de la barre, les buses d'injection (5c)
situées à l'intérieur sont fixées sur un support de buses d'injection (10) fixe non
réglable.
13. Dispositif de réglage de buse d'injection selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que des dispositifs de régulation et de commande (45) sont associés à chaque dispositif
de réglage (12), lesquels sont reliés à un système de conduite de l'installation (46).
14. Dispositif de réglage de buse d'injection selon la revendication 13, caractérisé en ce que le dispositif de réglage (12) destiné à positionner les buses d'injection (4) comprend
un organe de réglage hydraulique avec des soupapes de commutation, qui sont commandées
par un régulateur à trois points ou par un régulateur modulé en largeur d'impulsion.
15. Dispositif de réglage de buse d'injection selon la revendication 13, caractérisé en ce que les dispositifs de régulation et de commande (45) sont réalisés sous la forme d'un
détecteur de course et d'un organe de commande de préférence hydraulique pour fixer
la position du piston de réglage.
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