Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Wert- und/oder Sicherheitsdokument mit einem Sicherheitselement,
welches als eine aus einer Mehrzahl von Linien gebildeten graphischen Darstellung
ausgeführt ist, sowie einem maschinenlesbaren Sicherheitselement, ein Verfahren zur
Herstellung eines solchen Dokumentes, sowie ein Verfahren zur Auslesung des maschinenlesbaren
Sicherheitselementes.
[0002] Stand der Technik und Hintergrund der Erfindung.
[0003] Grundsätzlich sind verschiedene Methoden der Sicherung eines Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes
gegen Fälschungen aus der Praxis bekannt. Hierzu gehören einerseits Sicherheitsmerkmale,
die nicht oder nur mit vergleichsweise hohem Aufwand reproduzierbar sind, wie graphische
Darstellungen, die aus einer Vielzahl feiner Linien gebildet sind. Hierzu gehören
insbesondere Guillochenmuster. Andererseits sind Sicherheitsmerkmale bekannt, die
ausschließlich maschinenlesbar sind. Beispielsweise ist es aus der Literaturstelle
WO 03/051643 A1 bekannt, einzelne Pixel im Rahmen eines Tintenstrahldruckes mit der Maßgabe anzusteuern,
dass ein geheimes und mit blossem Auge nicht erkennbares Muster aus Punkten entsteht.
Dieses Muster läßt sich unter Zuhilfenahme von geeigneten Geräten, beispielsweise
Vergrößerungsgeräten, erkennen. Dabei ist die maschinelle Auslesung eventuell mit
dem Muster codierter Informationen aufwändig und unsicher, da eine exakte Orientierung
des Musters gegenüber einer Ausleseeinheit erforderlich ist. Zudem ist eine besondere
Steuerung der einzelnen Düsen eines Tintenstrahldruckkopfes erforderlich und vermutlich
sind andere Druckverfahren als Tintenstrahldruck nicht oder nur unter erheblichem
Aufwand einsetzbar.
[0004] Aus der Praxis sind aus anderen technologischen Zusammenhängen maschinenlesbare Codes
bekannt, die aus einer Mehrzahl von benachbarten Linien bestehen, wobei die Anzahl
der benachbarten Linien, deren Breiten und/oder deren Abstände für definierte Zeichen
codieren. Eine weit verbreitete Variante eines solchen maschinenlesbaren Codes ist
der sogenannte Barcode. Bei einem Barcode handelt es sich um relativ breite Linien,
welche mit dem menschlichen Auge unschwer zu erkennen sind. Die Auslesung eines Barcodes
erfolgt, indem ein Scanner in Richtungen orthogonal zur Längserstreckung der Linien
die Folge benachbarter Linien abtastet und das ausgelesene optische Muster nach einem
vorgegebenen Algorithmus in eine Zeichenfolge umwandelt.
[0005] Grundsätzlich besteht ein ständiger Bedarf an verbesserten maschinenlesbaren Sicherheitsmerkmalen,
wobei die Sicherheitsmerkmale mit dem menschlichen Auge nicht oder nur sehr schwer
erkennbar sein sollen. Auch soll die Reproduktionsgenauigkeit herkömmlicher Reproduktionsgeräte,
insbesondere Fotokopierer, nicht hinreichend für eine hinreichende Reproduktion sein.
[0006] Aus der Literaturstelle
WO92/05521 A ist ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt.
Technisches Problem der Erfindung.
[0007] Der Erfindung liegt daher das technische Problem zu Grunde, ein Sicherheitsmerkmal
anzugeben, welches einerseits mit hoher Sicherheit ausgestattet ist, insbesondere
nicht mit blossem Auge erkennbar ist, und andererseits leicht maschinell auslesbar
ist. Auch soll das Sicherheitsmerkmal mit allen üblichen Drucktechniken herstellbar
sein.
Grundzüge der Erfindung.
[0008] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung das Verfahren des Anspruchs
1.
[0009] Mit der Erfindung wird ein Sicherheitsmerkmal geschaffen, welches einerseits so ausgebildet
sein kann, dass es nicht ohne weiteres und mit blossem Auge erkennbar ist, da das
graphische Element als Bild aufgefasst wird und nicht als eine Vielzahl von Linien.
Dabei erscheinen Modulationen von Breite und/oder Abstand der Linien als Helligkeitsunterschiede,
wodurch die Folge der Linien in dem Teilbereich in die graphische Gestaltung insgesamt
integriert und so dem menschlichen Auge verborgen werden kann.
[0010] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass mittels maschineller Auslesevorrichtungen
gegenüber dem menschlichen Auge kleinste Unterschiede in Breite und/oder Abstand einer
Folge von Linien detektiert werden und so eine Modulation dieser Größen zur Codierung
einer Information, insbesondere eines Zeichens oder einer Zeichenfolge, genutzt werden
kann.
[0011] Des weiteren lehrt die Erfindung ein Verfahren zur Auslesung einer maschinenlesbaren
ersten Zeichenfolge gemäß Anspruch 7.
Definitionen
[0012] Der Begriff des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes umfasst insbesondere Personalausweise,
Reisepässe, ID-Karten, Zugangskontrollausweise, Visa, Steuerzeichen, Tickets, Führerscheine,
Kraftfahrzeugpapiere, Banknoten, Schecks, sowie Postwertzeichen.
[0013] Ein Substrat eines Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes ist eine Trägerstruktur,
auf welche Informationen, Bilder und dergleichen aufgebracht, insbesondere gedruckt,
werden. Hiernach kann die Oberfläche des Substrates mit einer in der Regel transparenten
Deckschicht versehen werden. Als Materialien für ein Substrat kommen alle fachüblichen
Werkstoffe auf Papier- und/oder Kunststoffbasis in Frage.
[0014] Der Begriff der Maschinenlesbarkeit meint im Rahmen der Erfindung, dass ein Sicherheitsmerkmal
mit bloßem Auge nicht oder nicht hinreichend deutlich wahrnehmbar ist, um eine durch
das Sicherheitsmerkmal dargestellte Information zu erkennen. Vielmehr sind für die
Erkennung apparative Hilfsmittel erforderlich. Für die Erkennung der durch das Sicherheitsmerkmal
dargestellten oder codierten Information können ebenfalls apparative Hilfsmittel notwendig
sein.
[0015] Ein graphisches Element bezeichnet eine Fläche oder Teilfläche auf der Oberfläche
einer Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes welche mittels so bedruckt ist, dass der
Druck dem menschlichen Auge ein Muster oder Bild darstellt.
[0016] Linien verlaufen im wesentlichen parallel, wenn der Winkel zwischen zueinander benachbarten
Linien weniger als 20°, vorzugsweise weniger als 10°, höchstvorzugsweise weniger als
5°, beträgt. Parallele Linien müssen nicht notwendigerweise geradlinig sein, es ist
sogar bevorzugt, wenn die Linien Kurvenlinien sind. Dann ist es erforderlich, dass
Parallelität im vorstehenden Sinne jedenfalls im Teilbereich gewährleistet ist.
[0017] Ein Teilbereich bezeichnet eine Teilfläche des graphischen Elementes, innerhalb derer
die Linien im wesentlichen parallel verlaufen. Dabei fallen in den Teilbereich eine
Anzahl an Linien, die erforderlich ist, das Zeichen oder die erste Zeichenfolge zu
codieren.
[0018] Der Begriff der Codierung bezeichnet eine ein-eindeutige Korrelation zwischen den
Variablen Breite der Linien und Abstand der Linien mit einem Zeichen oder einer Zeichenfolge.
Eine typische Codierung ist der bekannte Barcode. Eine Umwandlung einer Linienfolge
in ein Zeichen oder eine Zeichenfolge erfolgt mittels eine Algorithmus, welches die
ein-eindeutige Korrelation umfasst.
[0019] Ein Zeichen kann insbesondere ein Buchstabe oder eine Zahl sein. Eine Zeichenfolge
kann sowohl Buchstaben als auch Zahlen enthalten.
[0020] Eine (erste und/oder zweite) Zeichenfolge ist individualisierend, wenn sie für ein
bestimmtes Wert- und/oder Sicherheitsdokument einzigartig ist, i.e. bei keinem anderen
Dokument angebracht ist.
[0021] Eine Zeichenfolge ist eine räumliche und/oder zeitliche Aneinanderreihung von einzelnen
Zeichen mit vorgegebener Leserichtung.
[0022] Zeichenfolgen sind identisch, wenn beide Zeichenfolgen sowohl am Anfang, in der Reihenfolge,
sowie am Ende übereinstimmen, insbesondere haben identische Zeichenfolgen die gleiche
Anzahl von Zeichen. Eine Zeichenfolge ist mit einer anderen Zeichenfolge teilidentisch,
wenn zumindest zwei aufeinander folgende Zeichen der einen Zeichenfolge mit einer
Teilfolge der anderen Zeichenfolge übereinstimmen. Ansonsten können die Zeichenfolgen
unterschiedliche Längen aufweisen.
[0023] Ein Guillochenmuster ist ein nach definierten geometrischen Regeln verschlungenes
Schutzlinienwerk. Die Linien können beispielsweise wellen-, bogen-, oder kreislinienförmig
verlaufen.
[0024] Der Begriff der Liniendichte bezeichnet die Anzahl von verschiedenen Linien, die
innerhalb einer Flächeneinheit zählbar ist.
[0025] Eine Mehrzahl von Linien umfasst die Anzahlen 2 bis 10. Eine Vielzahl von Linien
umfasst die Anzahlen von 11 bis 10000, insbesondere 50 oder 100 bis 10000, Linien.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
[0026] Ein Guillochenmuster wurde klassischerweise mittels einer Guillochiermaschine hergestellt,
beispielsweise durch Gravur einer Oberfläche. Dabei ist das Gravurwerkzeug in allen
drei Raumrichtungen beweg- und ansteuerbar. Das eigentliche Muster wird durch Bewegungen
parallel zur Oberfläche erzeugt. Die Linienbreite kann durch Bewegungen orthogonal
zur Oberfläche erzeugt werden, da das Gravurwerkzeug typischerweise mit einer konisch
verlaufenden Schneide versehen ist. Durch geeignete Steuerung der Guillochiermaschine,
typischerweise durch Computersteuerung, lassen sich so Linienbreite und/oder Abstand
in dem Teilbereich nach Maßgabe der zu codierenden Zeichen modulieren. Mit Erstellung
einer Film- oder Folienkopie kann eine Verkleinerung und Übertragung auf eine zum
Druck verwendete Glas- oder Metallplatte erfolgen.
[0027] Der Guillochendruck kann einfarbig oder mehrfarbig erfolgen, beispielsweise mittels
Intaglio Druck. Heutzutage wird das Guillochenmuster auf einem Computer generiert,
wobei Breite und/oder Abstand der Linien im Teilbereich nach Maßgabe der zu codierenden
Zeichen moduliert werden. Das Muster kann dann beispielsweise auf eine Folie ausgedruckt
bzw. belichtet werden, mittels welcher unter Einsatz phototechnischer Ätzverfahren
eine Übertragung des Musters auf die Oberfläche einer Druckplatte erfolgt. Weiterhin
alternativ kann das im Computer erzeugte Guillochenmuster zur Steuerung eines Lasers
verwendet werden, wobei Laser und Druckplatte relativ zueinander bewegt und so das
Muster in die Oberfläche einer Druckplatte eingebracht wird, z.B. mittels des Computer
to Plate Process, auch CTP Process genannt). Der Laser verdampft dabei das Material
der Platte, so dass eine linienförmige Vertiefung entsteht. Die Breite der Linien
kann dabei durch Modulation der Fokussierung und/oder der Intensität des Laserstrahles
moduliert werden.
[0028] Bevorzugt ist es, wenn die Breite der Linien in dem Teilbereich zwischen 0,01 und
1 mm, insbesondere zwischen 0,01 und 0,2 mm, liegt. Innerhalb dieser Grenzen kann
die Breite variieren bzw. im vorstehenden Sinne moduliert sein.
[0029] Weiterhin bevorzugt ist es, wenn die Liniendichte im Teilbereich zwischen 1 Linie
je mm
2 bis 100 Linien je mm
2, insbesondere zwischen 10 Linien je mm
2 und 100 Linien /mm
2 beträgt.
[0030] Der Teilbereich weist gegenüber einer Bezugskante des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes
eine definierte Position und/oder Ausrichtung auf. Dadurch kann eine Auslesung lediglich
durch Anschlag der Bezugskante an eine Anschlagkante der Auslesevorrichtung erfolgen,
da der Teilbereich dann ohne Weiteres in den Auslesebereich, der Auslesevorrichtung
positioniert wird. Es wird sich empfehlen, dass die Positionierung des Dokumentes
gegenüber der Auslesevorrichtung in zwei Dimensionen, bezogen auf die Oberfläche des
Dokumentes, erfolgt.
[0031] Das Wert- und/oder Sicherheitsdokument kann zusätzlich eine maschinen- und/oder personenlesbare
zweite Zeichenfolge tragen, welche mit dem Zeichen oder der ersten Zeichenfolge korreliert
ist. Als zweite Zeichenfolge kommt beispielsweise eine Seriennummer oder eine andere
individualisierende Zeichenfolge in Frage. In einer besonders einfachen Variante der
Erfindung ist das Zeichen oder die erste Zeichenfolge dann eine Prüfsumme einer auf
dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument angebrachten zweiten Zeichenfolge. Die erste
Zeichenfolge kann aber auch mit der ersten Zeichenfolge identisch oder teilidentisch
sein. Dann ist es weiterhin bevorzugt, wenn die erste Zeichenfolge für das Wert- und/oder
Sicherheitsdokument ebenfalls individualisierend ist. Durch Auslesung auch der zweiten
Zeichenfolge, beispielsweise mittels eines Scanners, kann dann eine Überprüfung auf
zutreffende Korrelation zwischen zweiter Zeichenfolge und Zeichen bzw. erster Zeichenfolge
erfolgen und so die Validität oder Invalidität des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes
überprüft werden, vorzugsweise automatisch mittels der Auslesevorrichtung.
[0032] Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens, ist es bevorzugt, dass das graphische
Element auf das Wert- und/oder Sicherheitsdokument oder auf ein Substrat des Wert-
und/oder Sicherheitsdokumentes aufgedruckt wird. Als Druckverfahren kommen beispielsweise
in Frage: Offsetdruck, Siebdruck, Tintenstrahldruck, Rastertiefdruck, (Stahl- oder
Kupfer-) Stichtiefdruck, Flexodruck, Gravurdruck und Buchdruck Im Folgenden wird die
Erfindung anhand von lediglich Ausführungsformen darstellenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1:
- einen Reisepass mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitsmerkmal,
- Fig. 2:
- einen Teilausschnitt aus dem Gegenstand der Figur 1.
[0033] In der Figur 1 erkennt man zunächst, dass der Reisepass 1 mit einem graphischen Element
2 versehen ist, wobei das graphische Element 2 aus einer Mehrzahl von zumindest in
einem Teilbereich 3 im wesentlichen parallel verlaufenden Linien 4 gebildet ist, wozu
auf eine vergleichende Betrachtung mit der Figur 2 verwiesen wird. Das graphische
Element 2 ist mit einen Guillochenmuster 2 gebildet. Das Guillochenmuster ist dabei
aus Gründen der besseren Darstellung übertrieben grob gezeichnet. Tatsächlich beträgt
die Breite der Linien weniger als maximal 0,1 mm und die Liniendichte ist höher als
10 Linien je mm
2.
[0034] Insbesondere in der Figur 2 erkennt man, dass in dem Teilbereich 3 angeordneten Linien
4 in Hinblick auf Breiten B1, B2, B3, B4 der Linien 4 mit der Maßgabe ausgebildet
sind, dass die Folge der Linien 4 in dem Teilbereich 3, betrachtet von unten nach
oben, für ein Zeichen codiert. Die Breiten B1, B2, B3, B4 der Linien 4 in dem Teilbereich
3 sind dabei zwischen 0,01 und 0,1 mm, nach Maßgabe des zu codierenden Zeichens moduliert.
[0035] Wiederum der Figur 1 ist zu entnehmen, dass der Teilbereich 3 gegenüber zwei Bezugskante
5a, 5b des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes 1 eine definierte Position und Ausrichtung
aufweist. Zusätzlich ist eine maschinen- und personenlesbare zweite Zeichenfolge 6,
eine Seriennummer 6, eingerichtet, welche mit dem Zeichen korreliert. Dabei handelt
es sich bei dem Zeichen um eine Prüfsumme der auf dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument
1 angebrachten Seriennummer 6.
[0036] Ein solches Wert- und/oder Sicherheitsdokument 1 läßt sich herstellen, indem aus
der Seriennummer 6 des Wert- und/oder Sicherheitsdokument 1 ein Zeichen als Prüfsumme
generiert und dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument 1 zugeordnet wird. Dann wird
das Zeichen oder die Zeichenfolge in die Folge von benachbarten Linien 4 umgewandelt,
deren Breite B (im Ausführungsbeispiel) und/oder Abstand für das Zeichen nach einem
vorgegebenen Code, beispielsweise analog einem Barcode, codiert. Dann wird ein graphisches
Element 2 aus einer Mehrzahl, insbesondere einer Vielzahl, von Linien 4 auf einem
Computer erstellt, wobei in einem Teilbereich 3 des graphischen Elementes 2 die Folge
von benachbarten Linien 4 gemäß' Stufe b) eingerichtet ist. Mittels des Computers
wird das graphische Element 2 auf eine Druckplatte übertragen. Das Wert- und/oder
Sicherheitsdokument 1 bzw. dessen Substrat wird dann mit dem graphischen Element 2
aus Stufe c) bedruckt, wobei das graphische Element 2 und somit der Teilbereich 3
desselben gegenüber einer Bezugskante 5 bzw. beiden Bezugskanten 5a, 5b des Wert-
und/oder Sicherheitsdokumentes 1 in Position und Ausrichtung definiert angeordnet
und ausgerichtet ist. Dies erfolgt unschwer durch Ausrichtung des Substrates gegenüber
der Druckplatte.
[0037] Eine Auslesung des Zeichens kann dadurch erfolgen; dass das Wert- und/oder Sicherheitsdokument
mit einer Bezugskante 5a an einen Anschlag einer Auslesevorrichtung angelegt und b)
mit einem Scanner die Folge von benachbarten Linien 4 in dem Teilbereich 3 abgetastet
wird. Die in Stufe b) abgetastete Folge von benachbarten Linien (4) wird in einer
Stufe c) in Hinblick auf Breite B der Linien 4 in einer Auswerteeinheit analysiert
und nach einem vorgegebenen Algorithmus, beispielsweise analog dem Barcode, in das
Zeichen umgewandelt. Das in Stufe c) erhaltene Zeichen wird in einer Stufe d) auf
einer mit der Auswerteeinheit verbundenen Anzeigeeinheit zur Anzeige gebracht und/oder
in einer mit der Auswerteeinheit verbundenen Speichereinheit abgespeichert. Zusätzlich
kann ein Scanner die Seriennummer 6 auslesen und hieraus die Prüfsumme berechnen.
Das Ergebnis eines Vergleiches der Prüfsumme mit dem abgespeicherten Zeichen kann
dann angezeigt werden (Übereinstimmung/Nicht-Übereinstimmung), wodurch die Validität
geprüft ist.
1. Verfahren zur Herstellung eines Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes (1) mit einem
graphischen Element (2), wobei das graphische Element (2) aus einer Mehrzahl von zumindest
in einem Teilbereich (3) im wesentlichen parallel verlaufenden Linien (4) gebildet
ist, wobei die in dem Teilbereich (3) angeordneten Linien (4) in Hinblick auf Breite
(B1,B2,B3,B4) und/oder Abstand (A) der Linien (4) mit der Maßgabe ausgebildet sind,
dass eine Folge der Linien (4) in dem Teilbereich für ein Zeichen oder eine erste
Zeichenfolge codiert, mit den folgenden Verfahrensstufen:
a) es wird dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument (1) ein Zeichen oder eine Zeichenfolge
zugeordnet,
b) das Zeichen oder die Zeichenfolge wird in eine Folge von benachbarten Linien (4)
umgewandelt, deren Breite (B) und/oder Abstand (A) für das Zeichen oder die Zeichenfolge
nach einem vorgegebenen Code codiert, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensstufen:
c) es wird ein Guillochenmuster (2) als graphisches Element (2) aus einer Mehrzahl,
insbesondere einer Vielzahl, von Linien (4) erstellt, wobei in einem Teilbereich (3)
des graphischen Elementes (2) die Folge von benachbarten Linien (4) gemäß Stufe b)
eingerichtet ist,
d) das Wert- und/oder Sicherheitsdokument wird mit dem graphischen Element (2) aus
Stufe c) bedruckt, wobei das graphische Element (2) und somit der Teilbereich (3)
desselben gegenüber einer Bezugskante (5a) oder zwei Bezugskanten (5a, 5b) des Wert-
und/oder Sicherheitsdokumentes (1) in Position und Ausrichtung definiert angeordnet
und ausgerichtet ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B1,B2,B3,B4) der Linien (4) in dem Teilbereich (3) zwischen 0,01 und
1 mm, insbesondere zwischen 0,01 und 0,2 mm, liegt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilbereich (3) gegenüber einer Bezugskante (5a) oder zwei Bezugskanten (5a,5b)
des Wert- und/oder Sicherheitsdokumentes (1) eine definierte Position und/oder Ausrichtung
aufweist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Wert- und/oder Sicherheitsdokument zusätzlich eine maschinen- und/oder personenlesbare
zweite Zeichenfolge trägt, welche mit dem Zeichen oder der ersten Zeichenfolge korreliert
ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeichen oder die erste Zeichenfolge eine Prüfsumme einer auf dem Wert- und/oder
Sicherheitsdokument angebrachten zweiten Zeichenfolge (6) ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Zeichenfolge für das Wert- und/oder Sicherheitsdokument individualisierend
ist.
7. Verfahren zur Auslesung eines Zeichens oder einer Zeichenfolge aus einem Wert- und/oder
Sicherheitsdokument (1) mit einem graphischen Element (2), wobei das graphische Element
(2) aus einer Mehrzahl von zumindest in einem Teilbereich (3) im wesentlichen parallel
verlaufenden Linien (4) gebildet ist, wobei die in dem Teilbereich (3) angeordneten
Linien (4) in Hinblick auf Breite (B1,B2,B3,B4) und/oder Abstand (A) der Linien (4)
mit der Maßgabe ausgebildet sind, dass eine Folge der Linien (4) in dem Teilbereich
für ein Zeichen oder eine erste Zeichenfolge codiert, wobei das graphische Element
(2) ein Guillochenmuster (2) ist,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrenstufen:
a) das Wert- und/oder Sicherheitsdokument wird mit einer Bezugskante (5a) an einen
Anschlag einer Auslesevorrichtung angelegt,
b) mit einem Scanner wird eine Folge von benachbarten Linien (4) in einem Teilbereich
(3) eines auf dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument (1) angebrachten und als Guillochenmuster
ausgebildeten graphischen Elementes (2) abgetastet,
c) die in Stufe b) abgetastete Folge von benachbarten Linien (4) wird in Hinblick
auf Breite (B) und/oder Abstand (A) der Linien (4) in einer Auswerteeinheit analysiert
und nach einem vorgegebenen Algorithmus in ein Zeichen oder eine Zeichenfolge umgewandelt,
d) das in Stufe c) erhaltene Zeichen bzw. die Zeichenfolge wird auf einer mit der
Auswerteeinheit verbundenen Anzeigeeinheit zur Anzeige gebracht und/oder in einer
mit der Auswerteeinheit verbundenen Speichereinheit abgespeichert.
1. A method for manufacturing a valuable and/or security document (1) comprising a graphic
element (2), the graphic element (2) being formed of a plurality of lines (4) extending
substantially in parallel at least in a partial section (3), the lines (4) arranged
in the partial section (3) being configured in view of width (B1, B2, B3, B4) and/or
distance (A) with the proviso that a sequence of the lines (4) in the partial section
encodes a character or a first sequence of characters, comprising the following steps:
a) a character or a sequence of characters is assigned to the valuable and/or security
document (1),
b) the character or the sequence of characters is transformed into a sequence of adjacent
lines (4), the width (B) and/or distance (A) of which encodes the character or the
sequence of characters according to a predetermined code,
characterized by the following steps:
c) a Guilloche pattern (2) is prepared as a graphic element (2) from a plurality,
in particular a multiplicity of lines (4), in a partial section (3) of the graphic
element (2) the sequence of adjacent lines (4) according to step b) being provided,
d) the valuable and/or security document is imprinted with the graphic element (2)
of step c), the graphic element (2) and thus the partial section (3) thereof being
arranged in a defined position and orientation with respect to a reference edge (5a)
or two reference edges (5a, 5b) of the valuable and/or security document (1).
2. The method according to claim 1, characterized in that the width (B1, B2, B3, B4) of the lines (4) in the partial section (3) is between
0.01 and 1 mm, in particular between 0.01 and 0.2 mm.
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that the partial section (3) has a defined position and orientation with respect to a
reference edge (5a) or two reference edges (5a, 5b) of the valuable and/or security
document (1).
4. The method according to one of claims 1 to 3, characterized in that the valuable and/or security document (1) in addition carries a machine- and/or person-readable
second sequence of characters, which is correlated with the character or the first
sequence of characters.
5. The method according to claim 4, characterized in that the character or the first sequence of characters is a checksum of a second sequence
of characters (6) provided on the valuable and/or security document.
6. The method according to one of claims 1 to 4, characterized in that the first sequence of characters is individualized for the valuable and/or security
document.
7. A method for reading a character or a sequence of characters from a valuable and/or
security document (1) comprising a graphic element (2), the graphic element (2) being
formed of a plurality of lines (4) extending substantially in parallel at least in
a partial section (3), the lines (4) arranged in the partial section (3) being configured
in view of width (B1, B2, B3, B4) and/or distance (A) with the proviso that a sequence
of the lines (4) in the partial section encodes a character or a first sequence of
characters, the graphic element (2) being a Guilloche pattern (2),
characterized by the following steps:
a) the valuable and/or security document (1) is placed with a reference edge (5a)
against a stop of a reading device,
b) by a scanner, a sequence of adjacent lines (4) in a partial section (3) of a graphic
element (2) arranged on the valuable and/or security document (1) and configured as
a Guilloche pattern is scanned,
c) the sequence of adjacent, lines (4) scanned in step b) is analyzed in view of width
(B) and/or distance (A) of the lines (4) in an evaluation unit and transformed according
to a predetermined algorithm into a character or a sequence of characters,
d) the character or the sequence of characters obtained in step c) is displayed on
a display unit connected to the evaluation unit and/or is stored in a storage unit
connected to the evaluation unit.
1. Procédé de fabrication d'un document de valeur et/ou de sécurité (1) comprenant un
élément graphique (2), l'élément graphique (2) étant formé d'une pluralité de lignes
(4) s'étendant essentiellement en parallèle au moins dans une zone partielle (3),
les lignes (4) arrangées dans la zone partielle (3) étant configurées en vue de largeur
(B1, B2, B3, B4) et/ou distance (A) à condition qu'une séquence des lignes (4) dans
la zone partielle code pour un caractère ou une première séquence de caractères, comprenant
les étapes suivantes:
a) un caractère ou une séquence de caractères est associé au document de valeur et/ou
de sécurité (1),
b) le caractère ou la séquence de caractères est transformé en une séquence de lignes
voisines (4), la largeur (B) et/ou la distance (A) desquelles code pour le caractère
ou la séquence de caractères selon un code prédéterminé,
caractérisé par les étapes suivantes:
c) un guillochis (2) est créé comme élément graphique (2) à partir d'une pluralité,
en particulier d'une multiplicité de lignes (4), dans une zone partielle (3) de l'élément
graphique (2) la séquence de lignes voisines (4) selon l'étape b) étant prévue,
d) le document de valeur et/ou de sécurité (1) est imprimé avec l'élément graphique
(2) de l'étape c), l'élément graphique (2) et donc la zone partielle (3) de celui-ci
étant arrangée dans une position et orientation définie par rapport à une arête de
référence (5a) ou à deux arêtes de référence (5a, 5b) du document de valeur et/ou
de sécurité (1).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la largeur (B1, B2, B3, B4) des lignes (4) dans la zone partielle (3) est entre 0,01
et 1 mm, en particulier entre 0,01 et 0,2 mm.
3. Procédé selon une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la zone partielle (3) a une position et orientation définie par rapport à une arête
de référence (5a) ou à deux arêtes de référence (5a, 5b) du document de valeur et/ou
de sécurité (1).
4. Procédé selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le document de valeur et/ou de sécurité en addition porte une deuxième séquence de
caractères lisible par machine et/ou personne, qui est en corrélation avec le caractère
ou la première séquence de caractères.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le caractère ou la première séquence de caractères est une somme de contrôle d'une
deuxième séquence de caractères (6) prévue sur le document de valeur et/ou de sécurité.
6. Procédé selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la première séquence de caractères est individualisée pour le document de valeur
et/ou de sécurité.
7. Procédé de lecture d'un caractère ou d'une séquence de caractères à partir d'un document
de valeur et/ou de sécurité (1) comprenant un élément graphique (2), l'élément graphique
(2) étant formé d'une pluralité de lignes (4) s'étendant essentiellement en parallèle
au moins dans une zone partielle (3), les lignes (4) arrangées dans la zone partielle
(3) étant configurées en vue de largeur (B1, B2, B3, B4) et/ou distance (A) à condition
qu'une séquence des lignes (4) dans la zone partielle code pour un caractère ou une
première séquence de caractères, l'élément graphique (2) étant un guillochis (2),
caractérisé par les étapes suivantes:
a) le document de valeur et/ou de sécurité est positionné avec une arête de référence
(5a) contre une butée d'un dispositif de lecture,
b) par un scanner, une séquence de lignes (4) voisines dans une zone partielle (3)
d'un élément graphique (2) arrangé sur le document de valeur et/ou de sécurité (1)
et configuré comme un guillochis est balayée,
c) la séquence de lignes (4) voisines balayée dans l'étape b) est analysée en vue
de largeur (B) et/ou distance (A) des lignes (4) dans une unité d'évaluation et transformée
selon un algorithme prédéterminé en un caractère ou une séquence de caractères,
d) le caractère ou la séquence de caractères obtenu dans l'étape c) est affiché sur
une unité d'affichage liée à l'unité d'évaluation et/ou est sauvegardé dans une unité
de mémoire liée à l'unité d'évaluation.