[0001] Die Erfindung betrifft einen Schichtträger für Aufzeichnungsmaterialien sowie dessen
Verwendung als fotografischer Schichtträger und als Schichtträger für digitale Aufzeichnungen
wie Tintenstrahl-Aufzeichnungsverfahren (Ink-Jet), thermische Farbstoffübertragungsverfahren
und Color-Laser-Verfahren.
[0002] Zur Herstellung von fotografischen Aufzeichnungsmaterialien werden harzbeschichtete
Basispapiere (Schichtträger) eingesetzt, die strengen Anforderungen hinsichtlich der
Oberflächenbeschaffenheit und fotochemischer Unbedenklichkeit standhalten müssen.
[0003] Diese harzbeschichteten Basispapiere bestehen üblicherweise aus einem geleimten Rohpapier,
das beidseitig vorzugsweise mit Polyolefin mittels Extrusion beschichtet ist. Bei
der Extrusionsbeschichtung von Papier entstehen an der Polymeroberfläche in Abhängigkeit
von der Beschichtungsgeschwindigkeit kraterförmige Störungen, sogenannte Pits. Bei
hohen Umdrehungsgeschwindigkeiten des Kühlzylinders können die in feinen Vertiefungen
an der Oberfläche des Kühlzylinders eingeschlossenen Luftbläschen vor dem Kontakt
mit dem heißen Harz nicht entweichen, so dass die eingeschlossene Luft erst nach dem
Beschichten des Papiers unter Bildung kraterförmiger Vertiefungen auf der Polymeroberfläche
entweicht. Diese Oberflächenfehler wirken sich negativ auf die von einem Trägermaterial
geforderten und für die Bildqualität entscheidenden Oberflächeneigenschaften wie Glanz
und Glätte aus. Eine Verbesserung der Oberfläche kann zwar durch die Steigerung der
Menge des aufgetragenen Harzes erreicht werden, diese Maßnahme ist jedoch nicht ausreichend
bei hohen Extrusionsgeschwindigkeiten und verursacht zudem höhere Materialkosten.
Für den Oberflächeneindruck sind jedoch nicht nur Pits, sondern auch Rohpapiereigenschaften
wie Oberflächenrauhigkeit/Glätte und die Papierformation (Faserverteilung) entscheidend.
[0004] Die
EP 0 952 483 B1 beschreibt einen fotografischen Schichtträger und schlägt vor, auf das Rohpapier
einen Kaolin enthaltenden Strich aufzubringen, wobei die Menge des Kaolins 3,3 g/m
2 nicht überschreiten darf. Darüber hinaus wird gefordert, dass die Oberseite des Pigmentstrichs
eine mittlere Rauhigkeit Ra von 1,0 µm oder weniger aufweist. Vermutlich entstehen
beim Unterschreiten dieses Werts Haftungsprobleme im Hinblick auf die auf den Pigmentstrich
aufzubringende Polyolefinschicht.
[0005] Eine gleichmäßige Oberfläche des Schichtträgers ist nicht nur für fotografische Aufzeichnungsmaterialien
von Bedeutung. Zum Erhalt eines fotoähnlichen Aussehens werden bei der Herstellung
nichtfotografischer Aufzeichnungsmaterialien, beispielsweise Ink-Jet-Papiere, mit
Polyolefin beschichtete Papiere eingesetzt. Eine ungleichmäßige oder mit Fehlern behaftete
Oberfläche des Schichtträgers mindert die Qualität des aufgezeichneten Bildes.
[0006] Die Papieroberfläche kann auch durch die Zugabe anorganischer Füllstoffe in die Zellstoffsuspension
verbessert werden, da die Hohlräume innerhalb des Faservlieses durch die Füllstoffpartikel
ausgefüllt werden, was zur Verbesserung der Papierglätte und Erhöhung der Opazität
führt. Gleichzeitig aber führt das Einbringen von Füllstoffen in die Papiermasse zur
Minderung der Festigkeit und der Steifigkeit des Papiers. Diese Eigenschaftsverschlechterungen
setzen dem Einsatz von Füllstoffen eine Grenze. Auch bei der Wahl des Füllstoffs sind
Grenzen gesetzt, da die Art des Füllstoffs einen Einfluss auf das fotografische Material
oder unerwünschte Auswirkungen beim Entwicklungsprozess haben kann. So neigt beispielsweise
Calciumcarbonat zum Auswaschen und in Form von Calciumsalzen in der Entwicklungsflüssigkeit
auszufällen.
[0007] In der
EP 1 146 390 A1 wird die Retention des Füllstoffs durch die Verdichtung des Papiers auf eine Dichte
von 1,05 bis 1,20 g/cm
3 verbessert.
[0008] In
JP 2004-149952 wird ein mit einem latexhaltigen Pigmentstrich versehenes gefülltes Papier als Trägermaterial
eingesetzt. Der im Strich verwendete Latex ist ein wasserdispergierbarer Acryllatex.
[0009] Die
EP 1 146 390 A2 beschreibt ein Fotobasispapier, dessen Rohpapier Calciumcarbonat in einem Anteil
von 2 bis 8 % enthält und mit einem Kunstharz beschichtet ist. Zur Verbesserung der
Festigkeitseigenschaften des Rohpapiers wurde auf Trockenfestigkeit und Nassfestigkeit
verleihende Harze verzichtet. Die Faserlänge der Cellulosefasern des Rohpapiers liegt
zwischen 0,4 und 0,6 mm.
[0010] Die
WO97/26140 A1 beschreibt ein Aufzeichnungsmaterial für das Tintenstrahldruckverfahren, wobei auf
mindestens einer Seite des Rohpapiers eine Oberflächenleimung mit einem kationischen
Leimungsmittel und einem kationischem Polymer und/oder einer ionischen Aluminiumverbindung
vorgenommen werden soll und Leimungsmittel und Polymer ein bestimmtes Ladungsäquivalentgewicht
aufweisen sollen. Der Mahlgrad der Fasern liegt zwischen 20 und 60°SR. Der Füllstoffgehalt
im Papier liegt vorzugsweise bei 10 bis 20%. Durch dieses Papier soll beim Tintenstrahldruck
eine erhöhte Farbstärke und Kantenschärfe erzielt werden.
[0011] Die
EP 1 126 081 A2 beschreibt einen Schichtträger mit einem Pigmentstrich, der auf der Rohpapieroberfläche
oder zwischen Rohpapier und einer Harzschicht angeordnet ist. Das Pigment dieses Strichs
weist eine bestimmte Korngrößenverteilung auf. Dadurch wird eine besonders glatte
Oberfläche erzielt die eine Verringerung der Harzmenge beim Aufbringen der Harzschicht
auf das gestrichene Rohpapier ermöglicht.
[0012] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Schichtträger für Aufzeichnungsmaterialien bereit
zu stellen, dessen Oberfläche eine ausreichende hohe Glätte hat, so dass nach der
Bildaufzeichnung die Bildqualität durch negative Oberflächeneigenschaften des Schichtträgers
nicht beeinträchtigt ist. Insbesondere sollten unter Materialeinsparung nicht nur
eine gute Oberfläche sondern auch eine ausreichende Steifigkeit und Festigkeit erzielt
werden. Schließlich ist es erwünscht, das Rohpapier derart herzustellen, dass Produktionsabfälle
ohne weiteres wieder in den Stoffauflauf der Papiermaschine rezyklisiert werden können,
ohne dass zuvor eine aufwendige Aufbereitung des Produktionsabfalls erfolgen muss.
[0013] Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Schichtträger für Aufzeichnungsschichten mit
einem Rohpapier, mindestens einer auf mindestens einer Seite des Rohpapiers angeordneten
Kunstharzschicht und mindestens einer ein hydrophiles Bindemittel enthaltenden Schicht
zwischen dem Rohpapier und der Kunstharzschicht, und wobei das Rohpapier einen Laubholzzellstoff
mit einem Faserstoffanteil kleiner 200 µm nach Mahlung von höchstens 45 Gew.% und
einer mittleren Faserlänge von 0,4 bis 0,8 mm enthält und einen Füllstoffanteil von
10 bis 35 Gew.%, insbesondere 10 bis 25 Gew.%, bezogen auf die Masse des Zellstoffs,
aufweist.
[0014] Für die Zwecke der Erfindung versteht man unter dem Begriff Rohpapier ein unbeschichtetes
oder oberflächengeleimtes Papier. Ein Rohpapier kann neben Zellstofffasern, Leimungsmittel
wie Alkylkentendimere, Fettsäuren und/oder Fettsäuresalze, epoxydierte Fettsäureamide,
Alkenyl- oder Alkylbernsteinsäureanhydrid, Nassfestmittel wie Polyamin-Polyamid-Epichlorhydrin,
Trockenfestmittel wie anionische, kationische oder amphotere Polyamide, optische Aufheller,
Pigmente, Farbstoffe, Entschäumer und weitere in der Papierindustrie bekannte Hilfsmittel
enthalten kann. Das Rohpapier kann oberflächengeleimt sein. Hierzu geeignete Leimmittel
sind beispielsweise Polyvinylalkohol oder oxydierte Stärke. Das Rohpapier kann auf
einer Fourdrinier- oder einer Yankee-Papiermaschine(Zylinder-Papiermaschine) hergestellt
werden. Das Flächengewicht des Rohpapiers kann 50 bis 250 g/m
2, insbesondere 80 bis 180 g/m
2, betragen. Das Rohpapier kann in unverdichteter oder verdichteter Form (geglättet)
eingesetzt werden. Besonders gut geeignet sind Rohpapiere mit einer Dichte von 0,8
bis 1,05 g/cm
3, insbesondere 0,95 bis 1,02 g/cm
3.
[0015] Der erfindungsgemäße Zellstoff weist vor Mahlung einen Feinstoffanteil (< 100 µm)
von höchstens 15 Gew.%, insbesondere 2 bis 10 Gew.%, bezogen auf die Masse des Zellstoffs.
Die mittlere Faserlänge des ungemahlenen Zellstoffs beträgt 0,6 bis 0,85 mm (Kajaani-Messung).
Ferner weist der Zellstoff einen Ligningehalt von weniger als 0,05 Gew.% auf, insbesondere
0,01 bis 0,03 Gew.%, bezogen auf die Masse des Zellstoffs.
[0016] Der erfindungsgemäße Zellstoff ist vorzugsweise ein Eukalyptus-Zellstoff mit einem
Faserstoffanteil kleiner 200 µm nach Mahlung von 10 bis 35 Gew.% und einer mittleren
Faserlänge von 0,5 bis 0,75 mm. Es hat sich gezeigt, dass die Verwendung eines Zellstoffs
mit einem limitierten Anteil von Fasern kleiner 200 µm den beim Einsatz von Füllstoff
auftretenden Steifigkeitsverlust verringert. Der üblicherweise verwendete Laubholzzellstoff
NBHK (Northern Bleached Hardwood Kraft Pulp) zeichnet sich durch einen mindestens
um 10 bis 20 Gew.% höheren Feinstoffanteil aus. Beispielsweise liegt der Faserstoffanteil
kleiner 200 µm nach Mahlung bei einem Ahornzellstoff bei etwa 60 Gew.%, bezogen auf
die Masse des Zellstoffs. Der Ligningehalt liegt bei diesem Zellstoff bei 0,18 Gew.%,
bezogen auf die Masse des Zellstoffs.
[0017] Als Füllstoff können beispielsweise Kaoline, Calciumcarbonat in seiner natürlichen
Form wie Kalkstein, Marmor oder Dolomitstein, gefälltes Calciumcarbonat, Calciumsulfat,
Bariumsulfat, Titaniumdioxid, Talkum, Silica, Aluminiumoxid und deren Gemische im
Rohpapier eingesetzt werden. Besonders geeignet ist Calciumcarbonat mit einer Korngrößenverteilung,
bei der mindestens 60 % der Teilchen kleiner sind als 2 µm und höchstens 40 % kleiner
sind als 1 µm. In einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung wird Calcit mit einer
Korngrößenverteilung eingesetzt, bei der etwa 25 % der Teilchen eine Teilchengröße
von weniger als 1 µm und etwa 85 % der Teilchen eine Teilchengröße von weniger als
2 µm aufweisen. Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann ein Calciumcarbonat
mit einer Korngrößenverteilung eingesetzt werden, bei der mindestens 70 %, vorzugsweise
mindestens 80 %, der Teilchen kleiner sind als 2 µm und höchstens 70 % der Teilchen
kleiner sind als 1 µm.
[0018] Die auf mindestens einer Seite des Rohpapiers angeordnete Kunstharzschicht kann vorzugsweise
ein thermoplastisches Polymer enthalten. Insbesondere geeignet hierfür sind Polyolefine,
beispielsweise Polyethylen niedriger Dichte (LDPE), Polyethylen hoher Dichte (HDPE),
Ethylen/α-Olefin-Copolymere (LLDPE), Polypropylen und deren Gemische.
[0019] Die Kunstharzschicht kann Weißpigmente wie Titandioxid sowie weitere Hilfsstoffe
wie optische Aufheller, Farbstoffe und Dispergierhilfsmittel enthalten.
[0020] Das Auftragsgewicht der Kunstharzschicht auf der Vorderseite kann 5 bis 50 g/m
2 betragen, insbesondere 10 bis 30 g/m
2 oder gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform 10 bis 20 g/m
2. Die Kunstharzschicht kann einschichtig extrudiert oder mehrschichtig coextrudiert
werden. Die Extrusionsbeschichtung kann mit Maschinengeschwindigkeiten bis 600 m/min
erfolgen.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Rückseite des Rohpapiers
mit einem klaren, d.h. pigmentfreien Polyolefin, insbesondere Polyethylen, beschichtet
werden. Das Auftragsgewicht der Kunstharzschicht kann 5 bis 50 g/m
2 betragen, insbesondere 10 bis 40 g/m
2 oder gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform 10 bis 20 g/m
2.
[0022] Die Rückseite des Schichtträgers kann auch weitere Funktionsschichten wie Antistatik-
oder Anticurl-Schichten aufweisen.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die Kunstharzschicht eine Polymerfolie
oder biaxial orientierte Polymerfolie sein. Besonders gut geeignet sind Polyethylen-
oder Polypropylenfolien mit einer porösen Kernschicht und mindestens einer auf mindestens
einer Seite der Kernschicht angeordneten unpigmentierten oder weißpigmentierten porenfreien
Oberflächenschicht. Die Polymerfolie kann in einem Extrusionsvorgang auf das Rohpapier
auflaminiert werden, wobei gleichzeitig ein Haftvermittler, beispielsweise Polyethylen,
eingesetzt werden kann.
[0024] In der Erfindung ist zwischen dem Rohpapier und der Kunstharzschicht eine weitere
Schicht angeordnet sein, die ein hydrophiles Bindemittel enthält. Besonders geeignet
sind hierzu filmbildende Stärken wie thermisch modifizierte Stärken, insbesondere
Maisstärken oder hydroxypropylierte Stärken. In einer bevorzugten Form der Erfindung
werden niedrigviskose Stärke-Lösungen eingesetzt, wobei die Brookfield-Viskositäten,
in einem Bereich von 50 bis 600 mPas (25%ige Lsg.50°C/100Upm), insbesondere 100 bis
400 mPas, vorzugsweise 200 bis 300 mPas, liegen. Die BrookfieldViskosität wird gemäß
ISO 2555 gemessen. Vorzugsweise enthält das Bindemittel keinen synthetischen Latex.
Durch das Fehlen eines synthetischen Bindemittels wird die Wiederverwertung von Stoffabfällen
ohne vorherige Aufbereitung ermöglicht.
[0025] Die ein hydrophiles Bindemittel enthaltende Schicht kann vorzugsweise weitere Polymere
enthalten wie Polyamidcopolymere und/oder Polyvinylamin-Copolymere. Das Polymer kann
in einer Menge von 0,4 bis 5 Gew.%, bezogen auf die Masse des Pigments, eingesetzt
werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform beträgt die Menge dieses Polymers
0,5 bis 1,5 Gew.%.
[0026] Die das hydrophile Bindemittel enthaltende Schicht kann direkt auf der Vorderseite
des Rohpapiers oder auf der Rückseite des Rohpapiers angeordnet sein. Sie kann als
Einzelschicht oder mehrschichtig auf das Rohpapier aufgetragen werden. Die Beschichtungsmasse
kann mit allen in der Papierherstellung üblichen Auftragsaggregaten inline oder offline
aufgebracht werden, wobei die Menge so gewählt wird, dass nach dem Trocknen das Auftragsgewicht
pro Schicht höchstens 20 g/m
2, insbesondere 8 bis 17 g/m
2, oder gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform 2 bis 6 g/m
2 beträgt.
[0027] Die Schicht kann vorzugsweise ein Pigment enthalten. Das Pigment kann aus einer Gruppe
der Metalloxide, Silikate, Carbonate, Sulfide und Sulfate ausgewählt werden. Besonders
gut geeignet sind Pigmente wie Kaoline, Talkum, Calciumcarbonat und/oder Bariumsulfat.
Besonders bevorzugt ist ein Pigment mit einer engen Korngrößenverteilung, bei der
mindestens 70 % der Pigmentpartikeln eine Größe von kleiner als 1µm aufweisen. Um
den erfindungsgemäßen Effekt zu erreichen, soll der Anteil des Pigments mit der engen
Korngrößenverteilung an der gesamten Pigmentmenge mindestens 5 Gew.% betragen, insbesondere
10 bis 90 Gew.%. Besonders gute Ergebnisse sind mit einem Anteil von 30 bis 80 Gew.%
des Gesamtpigments zu erreichen. Unter einem Pigment mit einer engen Korngrößenverteilung
werden erfindungsgemäß auch Pigmente mit einer Korngrößenverteilung verstanden, bei
der mindestens 70 Gew.% der Pigmentpartikel eine Größe von kleiner als 1 µm aufweist
und bei 40 bis 80 Gew.% dieser Pigmentpartikeln die Differenz zwischen dem Pigment
mit der größten Korngröße (Durchmesser) und dem Pigment der kleinsten Korngröße kleiner
als etwa 0,4 µm ist. Als besonders vorteilhaft erwies sich ein Calciumcarbonat mit
einem d
50%-Wert von etwa 0,7 µm.
[0028] In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wurde eine Pigmentmischung eingesetzt,
die aus dem oben genannten Calciumcarbonat und Kaolin besteht. Das Mengenverhältnis
Calciumcarbonat/Kaolin beträgt vorzugsweise 30:70 bis 70:30. Es wurde überraschenderweise
festgestellt, dass trotz hohen Anteils des zur Vergilbung neigenden Kaolins nur eine
unwesentliche negative Auswirkung auf den Weißgrad des beschichteten Materials zu
beobachten war.
[0029] Das Mengenverhältnis Bindemittel/Pigment in der Schicht kann 0,1 bis 2,5, vorzugsweise
0,2 bis 1,5, insbesondere jedoch 0,9 bis 1,3 betragen.
[0030] Der Feststoffgehalt der erfindungsgemäßen Beschichtungsmasse kann 15 bis 35 Gew.%,
bezogen auf das Gewicht der Beschichtungsmasse, betragen.
[0031] Es wird angenommen, dass diese Stärken auf der Oberfläche des Rohpapiers einen Film
ausbilden. Dieser Film hindert die Pigmentteilchen der Beschichtungsmasse daran, in
die Vertiefungen der Papieroberfläche hineinzusinken. Bindemittel und Pigment bleiben
somit an der Oberfläche des Rohpapiers. Dadurch ist weniger Pigment erforderlich,
um eine gewisse Glätte auf dem Papier herbeizuführen. Dieses Bindemittel trägt dazu
bei, dass die pigmentierten Papiere mit herkömmlichen Auflöseverfahren stippenfrei
rezykliert und als sortenreiner Ausschuss wieder in den Kreislauf der Papiermaschine
eingesetzt werden können.
[0032] Je nach gewünschter Verwendung können auf dem erfindungsgemäßen Schichtträger weitere
Funktionsschichten aufgetragen werden wie Silbersalzemulsionsschichten für fotografische
Aufzeichnungsmaterialien, Aufzeichnungsschichten für ein Tintenstrahl-Druckverfahren
oder Empfangsschichten für andere Bebilderungstechniken wie thermische Übertragungsverfahren
(Dye Diffusion Thermal Transfer) oder Color-Laser-Verfahren.
[0033] Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
Beispiele
Herstellung der Rohpapiere
[0034] Zur Herstellung der Rohpapiere wurde ein Eukalyptus-Zellstoff mit einem Faserstoffanteil
kleiner 200 µm (nach Mahlung, 35-38°SR) von 30 Gew.%, bezogen auf den Gesamtzellstoff,
eingesetzt. Zur Mahlung wurde der Zellstoff als etwa 5 %ige wässrige Suspension (Dickstoff)
mit Hilfe eines Refiners auf einen Mahlgrad von 35 bis 38 °SR gemahlen. Die Konzentration
der Zellstofffasern im Dünnstoff betrug 1 Gew.%, bezogen auf die Zellstoffsuspension.
Dem Dünnstoff werden Zusatzstoffe zugesetzt wie ein neutrales Leimungsmittel Alkylketendimner
(AKD), Nassfestmittel Polyamin-Polyamid-Epichlorhydrinharz (Kymene
®) und ein natürliches CaCO
3 (Hydrocarb
® 60-BG).
[0035] Weitere erfindungsgemäß einsetzbare Rohpapiere sind unter Verwendung der Füllstoffe
Hydrocarb
® 90 ME und Hydrocarb
® HO ME nach dem oben beschriebenen Verfahren erhältlich.
[0036] Der Dünnstoff, dessen pH-Wert auf etwa 7 bis 7,8 eingestellt wird, wird vom Stoffauflauf
auf das Sieb der Papiermaschine gebracht, worauf die Blattbildung unter Entwässerung
der Bahn in der Siebpartie der Papiermaschine erfolgt. In der Pressenpartie erfolgt
die weitere Entwässerung der Papierbahn auf einen Wassergehalt von 58 bis 72 Gew.%,
bezogen auf das Bahngewicht. Die weitere Trocknung erfolgt in der Trockenpartie der
Papiermaschine mit beheizten Trockenzylindern. Weitere Details sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
Herstellung der Beschichtungsmasse
[0037] Auf das ein Flächengewicht von etwa 160 g/m
2 und eine Feuchte von etwa 7 % aufweisende Rohpapier wurden folgende in Tabelle 2
näher spezifizierten Beschichtungsmassen aufgetragen. Die Beschichtung erfolgte mit
Hilfe einer Leimpresse.
[0038] In der Beschichtungsmasse wurden folgende Bindemittel eingesetzt:
Stärke I: C-Film 05731 (Fa. Cerestar): Hydroxypropylierte Maisstärke/Viskosität 600
mPas, gemessen bei 50°C/100 Upm/Spindel 2 an einer Lösung mit einem Feststoffgehalt
von 25 Gew.%.
Stärke II: C-Film 07302 (Fa. Cerestar): thermisch modifizierte Stärke/Viskosität 234
mPas, gemessen bei 50°C/100 upm/Spindel 2 an einer Lösung mit einem Feststoffgehalt
von 25 Gew.%.
[0039] Die in der Beschichtungsmasse eingesetzten Pigmente sind:
CaCO3 mit 85 % Pigmentpartikel < 1µm, (Covercarb® 85-ME, Fa. OMYA)
Kaolin mit 65 % Pigment < 1µm, (Lithoprint® EM, Fa. OMYA)
Vergleichsbeispiele
[0040] Zur Herstellung des Rohpapiers wurde anstelle des Eukalyptus Zellstoffs ein Kurzfaser-Sulfatzellstoff
eingesetzt, der ein Gemisch aus diversen Laubholzzellstoffarten wie Ahorn, Birke,
Pappel und Esche darstellt (NBHK). Der Faserstoffanteil kleiner 200 µm nach Mahlung
beträgt 60 Gew.%, bezogen auf die Masse des Zellstoffs. Das Rohpapier wurde mit und
ohne Füllstoff hergestellt und auch mit einem Pigmentstrich versehen.
[0041] Weitere Details sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
[0042] Die gemäß den Beispielen B1 bis B5 und Vergleichsbeispielen V1 bis V3 hergestellten
Papiere wurden auf der Vorderseite mit einem Kunstharzgemisch aus 71 Gew.% eines Polyethylens
niedriger Dichte (LDPE, 0,923 g/cm
3), 16 Gew.% eines TiO
2-Masterbatches (50 Gew.% LDPE und 50 Gew.% TiO
2) und 13 Gew.% weiterer Zusatzstoffe wie optische Aufheller, Ca-Stearat und Blaupigment
mit verschiedenen Auftragsgewichten (40 g/m
2, 30 g/m
2, 20 g/m
2) beschichtet. Die Rückseite der Papiere wurde mit einem pigmentfreien Kunstharzgemisch
aus 40 Gew. eines Polyethylens niedriger Dichte (LDPE, d=0,923 g/m
2) und 60 Gew.% eines Polyethylens hoher Dichte (HDPE, d=0,964 g/cm
3) beschichtet. Die Beschichtung erfolgte bei Extrusionsgeschwindigkeiten von 250 bis
350 m/min.
[0043] Prüfung der gemäß den Beispielen und den Vergleichsbeispielen hergestellten Schichtträger
Steifigkeit
[0044] Die Steifigkeitswerte wurden mit einem Biegesteifigkeitsprüfer SCAN-P 29.69 gemäß
DIN 53121 bei einer Streifenbreite von 38 mm, einer Einspannlänge von 10 mm und einem
Biegewinkel von 15°. Die Werte sind in mN/10 mm angegeben.
Opazität
[0045] Die Messungen wurden mit einem Zeiss-Elrepho-Messgerät gemäß DIN 53146 an Mustern
80x80 mm durchgeführt. Die Auswertung erfolgt über R
s/R
8 100 (%). R
s bedeutet Blattremission über Schwarz und R
8 bedeutet Stapelremission.
Spaltfestigkeit
[0046] Die Messungen erfolgten mit einem Spaltfestigkeitsprüfer Internal Bond Impact Tester
gemäß TAPPI RC 308. Die Werte sind in J/m
2 angegeben.
Oberfläche
[0047] Die Prüfung dient der objektiven Beurteilung von Papieroberflächen mit einem digitalen
Bildverarbeitungssystem und stellt ein internes Prüfmittel dar. Geprüft wird an etwa
20 cm breiten Streifen über die Rollenbreite, die mindestens 30 Minuten bei 23°C und
50 % relativer Luftfeuchte klimatisiert wurden. Die Auswertung erfolgt über die Werteskala
von 100 (exzellent) bis 1500 (schlecht).
Tabelle 1
| Eigenschaft / Beispiel |
Einheit |
B1 |
B2 |
B3 |
B4 |
B5 |
V1 |
V2 |
V3 |
V4 |
| Rohpapier |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Zellstoff |
|
Eukal. |
Eukal. |
Eukal. |
Eukal. |
Euka l. |
NBHK |
NBHK |
NBHK |
NBHK |
| Dickstoff |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Stärke |
Gew.% |
0,57 |
0,57 |
0,57 |
0,57 |
0,57 |
0,56 |
0,57 |
0,57 |
0,57 |
| Dünnstoff |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| AKD |
Gew.% |
0,48 |
0,24 |
0,40 |
0,24 |
0,24 |
0,24 |
0, 48 |
0, 48 |
0,48 |
| Kymene |
Gew.% |
0,36 |
0,36 |
0,36 |
0,36 |
0,36 |
0,36 |
0,36 |
0,36 |
0,36 |
| Aufheller |
Gew.% |
0,06 |
0,06 |
0,06 |
0,06 |
0.06 |
0,06 |
0,06 |
0,06 |
0,06 |
| Füllstoff |
Gew.% |
10,00 |
10,00 |
13,50 |
15,70 |
19,0 0 |
15,00 |
- |
15,00 |
- |
| pH Dünnstoff |
|
7,5 |
7,6 |
7,6 |
7,8 |
7,7 |
7,7 |
7.0 |
7,7 |
7,0 |
| Mahlgrad/Dick stoff |
°SR |
36 |
37 |
38 |
37 |
35 |
33 |
33 |
33 |
33 |
| Faserlänge |
mm |
0,64 |
0,64 |
0, 64 |
0,64 |
0,64 |
0,54 |
0,54 |
0,54 |
0,54 |
| Flächengewich t |
g/m2 |
160 |
160 |
160 |
160 |
160 |
160 |
160 |
160 |
160 |
| Dichte |
g/cm3 |
1,02 |
1,02 |
1.02 |
1.02 |
1,02 |
1.04 |
1.04 |
0,95 |
0,95 |
Tabelle 2
| Eigenschaft/ Beispiel |
|
B1 |
B2 |
B3 |
B4 |
B5 |
V1 |
V2 |
V3 |
V4 |
| Bindemittel: |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Stärke I |
% |
- |
90,5 |
|
|
|
- |
- |
|
|
| Stärke II |
% |
|
|
90,5 |
47,0 |
47,0 |
- |
- |
47,0 |
47,0 |
| Pigment: |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| CaCO3 |
% |
|
|
|
26,4 |
26,4 |
- |
- |
26,4 |
26,4 |
| Kaolin |
% |
|
|
|
26,4 |
26,4 |
- |
- |
26,4 |
26,4 |
| Polymer-Additiv: |
% |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Acroflex® VX 610 |
% |
- |
0,5 |
0,5 |
0,2 |
0,2 |
|
- |
0,2 |
0,2 |
| Streichmasse: |
|
|
|
|
|
|
- |
|
|
|
| Feststoffgehalt |
% |
|
22,0 |
21,0 |
21,0 |
21,0 |
- |
- |
21,0 |
21,5 |
| pH-Wert |
|
- |
8,0 |
8,0 |
8,0 |
8,1 |
- |
- |
8,1 |
8,0 |
| Viskositat |
mPas |
- |
50 |
50 |
50,0 |
50 |
- |
- |
50 |
50 |
| Auftragsgewicht |
g/m2 |
- |
6,0 |
6,0 |
6,5 |
6,0 |
- |
- |
10 |
6,0 |
Tabelle 3 Prüfergebnisse
| Eigenschaft/ Beispiel |
B1 |
B2 |
B3 |
B4 |
B5 |
V1 |
V2 |
V3 |
V4 |
| Steifigkeit längs |
232,7 |
253,17 |
242,20 |
235,9 |
190,78 |
215,20 |
262,14 |
222,30 |
282,64 |
| Steifigkeit quer |
106,7 |
123,40 |
108,99 |
106,12 |
99,91 |
103,30 |
115,29 |
106.70 |
115,29 |
| Spaltfestigkeit |
170 |
182 |
175 |
165 |
155 |
160 |
243 |
168 |
261 |
| Opazitat |
90,0 |
90,0 |
91,1 |
92,8 |
93,7 |
90,4 |
89,3 |
93,5 |
94 |
| Oberflache |
551 |
535 |
510 |
480 |
470 |
520 |
510 |
460 |
470 |
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1. Schichtträger für Aufzeichnungsschichten mit einem Rohpapier, mindestens einer auf
mindestens einer Seite des Rohpapiers angeordneten Kunstharzschicht und mindestens
einer ein hydrophiles Bindemittel enthaltenden Schicht zwischen dem Rohpapier und
der Kunstharzschicht, worin das Rohpapier einen Laubholzzellstoff und einen Füllstoffanteil
von 10 bis 35 Gew.-%, bezogen auf die Masse des Zellstoffs, enthält und der Faserstoffanteil
des Laubholzzellstoffs kleiner 200 µm nach Mahlung höchstens 45 Gew.% ist und die
mittlere Faserlänge 0,4 bis 0,8 mm beträgt.
2. Schichtträger nach Anspruche 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zellstoff ein Eukalyptus-Zellstoff ist.
3. Schichtträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Eukalyptus-Zellstoff einen Faserstoffanteil kleiner 200 µm, nach Mahlung, von
10 bis 35 Gew.-%, bezogen auf die Masse des Zellstoffs, enthält und eine Faserlänge
von 0,5 bis 0,75 mm aufweist.
4. Schichtträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohpapier einen Füllstoffanteil von 10 bis 25 Gew.-%, bezogen auf die Masse des
Zellstoffs, aufweist.
5. Schichtträger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff ein Calciumcarbonat, Titandioxid, Talkum und/oder Clay ist.
6. Schichtträger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunstharzschicht ein thermoplastisches Polymer enthält.
7. Schichtträger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das thermoplastische Polymer ein LDPE, HDPE, LLDPE und/oder Polypropylen ist.
8. Schichtträger nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunstharzschicht eine biaxial orientierte Polyolefinfolie ist.
9. Schichtträger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Auftragsgewicht der Kunstharzschicht auf der Vorderseite 5 bis 50 g/m2, insbesondere 10 bis 30 g/m2, beträgt.
10. Schichtträger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Auftragsgewicht der Kunstharzschicht der Rückseite 5 bis 50 g/m2, insbesondere 10 bis 40 g/m2, beträgt.
11. Schichtträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel ein hydrophiles filmbildendes Polymer ist.
12. Schichtträger nach Anspruch 1 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel eine hydroxypropylierte Stärke und/oder thermisch modifizierte Stärke
ist.
13. Schichtträger nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das hydrophile Bindemittel eine Stärke mit einer Brookfieldviskosität von 50 bis
600 mPas, insbesondere 100 bis 400 mPas, vorzugsweise 200 bis 300 mPas, gemessen an
einer 25%igen Lösung bei 50 °C und 100 UpM, aufweist.
14. Schichtträger nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht ein Pigment mit einer engen Korngrößenverteilung enthält, bei der mindestens
70 % der Pigmentpartikel einen Durchmesser kleiner als 1 µm aufweisen.
15. Schichtträger nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Pigment ein Calciumcarbonat, Kaolin, Talkum, Titandioxid und/oder Bariumsulfat
ist.
16. Schichtträger nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Mengenverhältnis Bindemittel/Pigment 0,1 bis 1,5, vorzugsweise 0,9 bis 1,3, beträgt.
17. Schichtträger nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Auftragsgewicht der Bindemittel enthaltenden Schicht höchstens 20 g/m2, vorzugsweise 2 bis 6 g/m2, beträgt.
18. Schichtträger nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindemittel enthaltende Schicht auf der Vorderseite und/oder Rückseite des Rohpapiers
angeordnet ist.
1. A support material for recording layers comprising a raw base paper, at least one
synthetic resin layer located on at least one side of the raw paper, at least one
binder containing layer between the raw paper and the synthetic resin layer, wherein
the raw paper contains a hardwood pulp and a filler fraction of 10 to 35 wt.%, relative
to the mass of the pulp and the fibre fraction of the hardwood pulp smaller than 200
µm after refining is at most 45 wt.% and an average fibre length is 0.4 to 0.8 mm.
2. The support material according to claim 1, characterised in that the pulp is an eucalyptus pulp.
3. The support material according to claim 2, characterised in that the eucalyptus pulp contains a fibre fraction smaller than 200 µm after refining
of 10 to 35 wt.% relative to the mass of the pulp and has a fibre length of 0.5 to
0.75 mm.
4. The support material according any one of claim 1 to 3, characterised in that the raw paper has a filler fraction of 10 to 25 wt.% based on the mass of the pulp.
5. The support material according any one of claim 1 to 4, characterised in that the filler is a calcium carbonate, titanium dioxide, talc and/or clay.
6. The support material according to any one of claim 1 to 5, characterised in that the synthetic resin layer contains a thermoplastic polymer.
7. The support material according to any one of claim 1 to 6, characterised in that the thermoplastic polymer is an LDPE, HDPE, LLDPE and/or polypropylene.
8. The support material according to any one of claim 1 to 7, characterised in that the synthetic resin layer is a biaxially oriented polyolefin film.
9. The support material according to any one of claim 1 to 8, characterised in that the coating weight of the synthetic resin layer on the front side is 5 to 50 g/m2, in particular 3 to 30 g/m2.
10. The support material according to any one of claim 1 to 8, characterised in that the coating weight of the synthetic resin layer on the back side is 5 to 50 g/m2, in particular 10 to 40 g/m2.
11. The support material according to claim 1, characterised in that the binder is a hydrophilic film-forming polymer.
12. The support according material to claim 1 or 11, characterised in that the binder is a hydroxypropylated starch and/or thermally modified starch.
13. The support material according to any one of claims 1 to 12, characterised in that the hydrophilic binder comprises a starch having a Brookfield viscosity of 50 to
600 mPas, in particular 100 to 400 mPas, preferably 200 to 300 mPas, measured for
a 25% solution at 50°C and 100 rpm.
14. The support material according to any one of claims 1 to 12, characterised in that the layer contains a pigment having a narrow grain size distribution in which at
least 70% of the pigment particles have a diameter of less than 1 µm.
15. The support material according to claim 14, characterised in that the pigment is a calcium carbonate, kaolin, talc, titanium dioxide and/or barium
sulphate.
16. The support material according to claim 14 or 15, characterised in that the binder/pigment quantitative ratio is 0.1 to 1.5, in particular 0.9 to 1.3.
17. The support material according to any one of claims 12 to 16, characterised in that the coating weight of the binder containing layer 20 g/m2 at most, in particular 2 to 6 g/m2.
18. The support material according to any one of claims 12 to 17, characterised in that the binder containing layer is arranged on the front side and/or back side of the
raw paper.
1. Support de couches pour feuilles d'enregistrement, comprenant un papier brut, au moins
une couche de résine synthétique, disposée sur au moins une face du papier brut, et,
entre le papier brut et la couche de résine synthétique, au moins une couche, qui
contient un liant hydrophile, sacrant que le papier brut contient de la lignocellulose
de feuillus et une matière de charge représentant une proportion pondérale de 10 à
35 % par rapport à la masse du matériau cellulosique, et sachant que la proportion
des matières fibreuses, inférieures à 200 µm après raffinage poussé, contenues dans
la cellulose de feuillus, est au maximum de 45 % en poids, et que la longueur moyenne
des fibres est de 0,4 à 0,8 mm.
2. Support de couches selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau cellulosique est de la cellulose d'eucalyptus.
3. Support de couches selon revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la cellulose d'eucalyptus contient une proportion de matières fibreuses, inférieures
à 200 µm après raffinage poussé, qui est de 10 à 35 % en poids par rapport à la masse
du matériau cellulosique, et présente une longueur de fibres de 0,5 à 0,75 mm.
4. Support de couches selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le papier brut présente une proportion de matière de charge de 10 à 25 % en poids
par rapport à la masse du matériau cellulosique.
5. Support de couches selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la matière de charge consiste en carbonate de calcium, dioxyde de titane, talc et
/ ou clay.
6. Support de couches selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la couche de résine synthétique contient un polymère thermoplastique.
7. Support de couches selon la revendication 6, caractérisé en ce que le polymère thermoplastique consiste en LDPE, HDPE, LLDPE et / ou en polypropylène.
8. Support de couches selon au moins l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la couche de résine synthétique consiste en une feuille de polyol orientée bi-axialement.
9. Support de couches selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le poids d'application de la couche de résine synthétique sur la face avant est de
5 à 50 g / m2, en particulier de 10 à 30 g /m2.
10. Support de couches selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le poids d'application de la couche de résine synthétique sur la face arrière est
de 5 à 50 g / m2, en particulier de 10 à 40 g /m2.
11. Support de couches selon la revendication 1, caractérisé en ce que le liant est un polymère hydrophile, filmogène.
12. Support de couches selon revendication 1 ou 11, caractérisé en ce que le liant est un amidon hydroxypropylique et / ou un amidon modifié thermiquement.
13. Support de couches selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le liant hydrophile présente un amidon, dont la viscosité de Brookfield est de 50
à 600 mPas, en particulier de 100 à 400 mPas, de préférence de 200 à 300 mPas, par
rapport à une solution de 25 %, à 50 ° C et 100 tours à la minute.
14. Support de couches selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la couche contient un pigment, qui présente une répartition granulométrique étroite,
dans laquelle au moins 70 % des particules de pigment présentent un diamètre inférieur
à 1 µm.
15. Support de couches selon la revendication 14, caractérisé en ce que le pigment est du carbonate de calcium, du kaolin, du talc, du dioxyde de titane
et / ou du sulfate de baryum.
16. Support de couches selon revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que le rapport quantitatif liants / pigment est de 0,1 à 1,5, de préférence de 0,9 à
1,3.
17. Support de couches selon l'une des revendications 12 à 16, caractérisé en ce que le poids d'application de la couche contenant des liants est au maximum de 20 g /
m2, de préférence de 2 à 6 g / m2.
18. Support de couches selon l'une des revendications 12 à 17, caractérisé en ce que la couche contenant des liants est disposée sur la face avant et / ou sur la face
arrière du papier brut.