Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren für den Grabenverbau, insbesondere den Verbau
tiefer Gräben.
[0002] Sie betrifft insbesondere ein Verfahren für den Grabenverbau, bei dem ein Graben
ausgehoben und in den Graben eine Verbauvorrichtung eingesetzt wird, wobei
◆ mindestens ein erstes Paar einander gegenüber angeordneter Verbauplatten in den
Graben eingesetzt wird,
◆ mindestens ein erster steifer Spreizrahmen zwischen den beiden Verbauplatten in
einem ersten Paar Linearführungen verschiebbar geführt wird,
◆ jeweils eine Linearführung des ersten Linearführungspaars mit jeweils einer der
Verbauplatten des ersten Verbauplattenpaars verbunden ist oder wird,
◆ mindestens ein zweites Paar einander gegenüber angeordneter Verbauplatten zwischen
dem ersten Verbauplattenpaar hindurchgeführt und in den Graben eingesetzt wird.
[0003] Bei einer ersten Ausführungsform derartig einzubauender Verbauvorrichtungen sind
die vertikal verlaufenden Linearführungen für den Spreizrahmen an paarweise einander
gegenüberstehende Stützen angeordnet, die in den Graben eingesetzt werden. Ein oder
mehrere Spreizrahmen laufen zwischen den zwei Stützen eines Stützenpaares. Auf jeder
Seite des Grabens werden Verbauplatten zwischen zwei aufeinander folgenden Stützen
befestigt. In der Praxis wird auf jeder Grabenseite der erste vertikale Rand einer
Verbauplatte von einer vorderen Stütze gehalten, und der zweite vertikale Rand der
Verbauplatte wird von einer hinteren Stütze gehalten.
Stand der Technik
[0004] Aus der Druckschrift
EP 0 475 382 A1 des Anmelders ist ein derartiges Verfahren unter Verwendung von Verbauvorrichtungen
mit Stützen bekannt. Hier wird ein Verfahren zum Verbau tiefer Gräben mittels Stützenrahmen
vorgeschlagen, die in Grabenlängsrichtung in gleichen Abständen aufstellbar sind.
Die Stützenrahmen setzen sich aus zwei parallelen Stützen und einem die Stützen auf
Abstand haltenden und verbindenden, längs den Stützen verschiebbaren biegesteifen
Spreizrahmen zusammen. Die Spreizrahmen werden in dieser Druckschrift "Steifenrahmen"
genannt. Jeder Stützenrahmen bildet eine Stützkonstruktion, die besonders vorteilhaft
beim Einbau und beim Ausbau zu handhaben ist. In zu beiden Seiten der Stützen befindlichen
Aufnahmekanälen sind mit ihren seitlichen Rändern einführbare großflächige Verbauplatten
verschiebbar geführt. Die Stützenrahmen und die Verbauplatten werden abwechselnd und
dem Grabenaushub folgend in den Graben gedrückt oder abgesenkt.
[0005] Dabei ist bevorzugt der Spreizrahmen zwischen einem unteren Anschlag und einem oberen
Anschlag verschiebbar an den Stützen geführt, wobei der untere Anschlag mindestens
in Höhe der notwendigen Baggerlöffel-Freiheit ca. 1 bis 1,50 m vom Stützenfuß und
der obere Anschlag im Abstand vom unteren Anschlag angeordnet ist, welcher der Höhe
des Spreizrahmens, z.B. 1,75m, und einem zulässigen Stützenvortrieb, z.B. 0,5m, entspricht.
Nach Aufstellen und Absenken des Stützenrahmens auf ein Niveau, bei dem sich die obere
Kante des Spreizrahmens in Höhe der Grabenkante befindet, können die oberen Anschläge
entfernt werden und ein zweiter Spreizrahmen in die Stützen des Stützenrahmens eingeführt
werden. Die oberen Anschläge können dann im Abstand über diesem zweiten Spreizrahmen
an den Stützen befestigt werden. Gegebenenfalls kann auch ein dritter biegesteifer
Spreizrahmen in die Stützen des Stützenrahmens eingeführt werden. Zum Rückbau des
Stützenrahmens können die Spreizrahmen miteinander verbunden werden.
[0006] Diese Verbauvorrichtungen haben sich insbesondere zum Verbau von Gräben mit einer
großen Tiefe von 8 m und mehr bewährt. Die Verwendung eines biegesteifen Spreizrahmen
hat gegenüber den früher zwischen den Stützen eines Stützenrahmens verschwenkbar angelenkten
Spreizstreben den entscheidenden Vorteil, dass die Punkte der Kraftübertragung von
den Stützen auf die Spreizrahmen bei einer Relativbewegung der zwei Stützen des Stützenpaares
zueinander innerhalb einer in Grabenlängsrichtung verlaufenden, senkrechten Ebene
verbleiben. Die Stützen sind folglich zueinander und zum Spreizrahmen in einer vertikalen
Ebene verschiebbar. Auch die Verbauplatten, deren Rand in vertikalen Aufnahmekanälen
der Stützen geführt wird, verweilen bei Relativbewegungen der Elemente der Verbauvorrichtung
zueinander in einer in Grabenlängsrichtung verlaufenden vertikalen Ebene. So erfolgt
bei Relativbewegungen keinerlei Verlagerung der Stützen oder der Verbauplatten quer
zur Grabenlängsrichtung. Solche Querbewegungen sind sehr nachteilig, da sie zu einem
erhöhten Kraftaufwand beim Bewegen dieser Elemente, zu Erschütterungen im angrenzenden
Erdreich und zu Setzungserscheinungen im angrenzenden Erdreich führen. Die hierdurch
in das angrenzende Erdreich eingeleiteten Erschütterungen und Setzungen können angrenzende
Baustrukturen erheblich beschädigen. Derartige Querbewegungen werden durch die beschriebene
Verbauvorrichtung wirksam und vollständig vermieden.
[0007] Die Vermeidung der Querbewegungen ermöglicht die Verwendung sehr langer Stützen,
die zur Aufnahme mehrerer Verbauplatten geeignet sind und den Verbau besonders tiefer
Gräben ermöglichen. So sind in den Aufnahmekanälen der Stützen gemäß der
EP 0 475 382 A1 äußere Verbauplatten und innere Verbauplatten geführt, so dass ein zweites Paar einander
gegenüberliegender Verbauplatten zwischen dem ersten Verbauplattenpaar hindurchgeführt
und in den Graben eingesetzt wird. Die inneren Verbauplatten sind an den äußeren Verbauplatten
vorbei verschiebbar geführt und liegen im eingebauten Zustand der Verbauvorrichtung
im unteren Abschnitt des Grabens, wogegen die äußeren Verbauplatten im oberen Abschnitt
des Grabens liegen. Der Graben erhält folglich einen gestuften Querschnitt. Ferner
können sowohl bei den äußeren Verbauplatten als auch bei den inneren Verbauplatten
auf so genannte Grundplatten mit einer ersten Höhe (z.B. 2,35 m) Aufsatzplatten mit
einer zweiten Höhe (z.B. 1,35 m) zwischen zwei aufeinander folgenden Stützen angeordnet
werden, wobei die Grundplatte und die Aufsatzplatte jeweils fest miteinander verbunden
werden. Die Gesamthöhe der Verbauplatten beträgt dann etwa 7,40 m.
[0008] Die Erfindung ist aber auch für eine Grabenverbauvorrichtung gedacht, bei der die
Stützen keine separaten Bauteile sind, an denen die Platten vertikal verschiebbar
befestigt sind, sondern bei denen die Stützen bzw. die Linearführungen an den Platten
starr befestigt oder in die Platten integriert sind. Die
DE 42 26 405 A1, in der der Anmelder als Erfinder angeführt ist, beschreibt und zeigt in Fig. 2 eine
solche Vorrichtung, bei der die die Linearführung aufweisenden Stützen an den vertikalen
Rändern der Verbauplatte angeschweißt sind. Derartige Verbauplatten mit an den zwei
vertikalen Rändern angeordneten Linearführungen für die Spreizrahmen bilden in der
Regel einzelne Verbaufelder oder Verbauboxen. Ein Verbaufeld besteht aus zwei einander
gegenüberliegenden Verbauplatten und aus zwei Spreizrahmen, die einerseits zwischen
den vorderen Rändern der beiden Verbauplatten und andererseits zwischen den hinteren
Rändern der beiden Verbauplatten geführt sind. Zusätzlich kann ein so genannter Kopfverbau
vorgesehen werden, d.h. eine sich quer zum Graben erstreckende Kopfplatte, die sich
gegen die vorderen Ränder, und eine Kopfplatte, die sich gegen die hinteren Ränder
der beiden Verbauplatten abstützt.
[0009] Im Stand der Technik wurde eine Vielzahl von Techniken vorgeschlagen, um große Grabentiefen
zu erreichen. So offenbaren die Druckschriften
DE 32 43 122 A1, die ein dem Anspruch 1 nächstliegendes Verfahren offenbart,
DE 26 54 229 A1,
DE 23 02 053 B2 und
FR 2 222 867 auf jeder Grabenseite zwei zueinander in ihrer Längsrichtung verschiebbare Stützen.
In jeder dieser Stützen ist eine einzige Verbauplatte gehalten. Die Stützen werden
durch Spreizstreben auf Abstand gehalten, welche entweder gelenkig an den Stützen
befestigt sind oder wie im Fall der
DE 23 02 053 B2 über Spreizenköpfe verschiebbar an den Stützen geführt sind. Wird eine Stütze eines
Stützenpaares beim Einbau oder Ausbau der Verbauvorrichtung vertikal gegenüber der
anderen Stütze bewegt, dann führen die Spreizstreben stets eine Kippbewegung um die
Grabenlängsachse aus. Hierdurch verringert sich der Abstand zwischen den Spreizenenden
und damit zwischen den Stützen des Stützenpaares. Auch wenn die Spreizenköpfe verschiebbar
an den Stützen geführt sind, machen die Spreizstreben unter Belastung wegen der Reibung
der Spreizenköpfe in den Führungen der Stütze eine Kippbewegung. Aus diesem Grunde
sind nur kleine Relativbewegungen zwischen den Stützen eines Paares zulässig und die
Neigung der Spreizung darf nicht mehr als 5° zur Horizontalen betragen. Abgesehen
davon, dass in der Praxis diese Grenzen nicht immer eingehalten werden, haben auch
geringe Änderungen des Abstandes zwischen den Stützen eines Paars zur Folge, dass
sich die Stützen und die Verbauplatten nur sehr schwer bewegen lassen und dass im
angrenzenden Erdreich Setzungserscheinungen auftreten, die angrenzende Bauwerke und
Strukturen (Rohre, Leitungen etc.) gefährden.
[0010] Ferner werden diese Verbauvorrichtungen in aller Regel mit beiden zueinander verschiebbaren
Einzelstützen auf jeder Seite gleichzeitig eingebaut. Das heißt, dass beide Einzelstützen
auf das Erdreich aufgesetzt und nach dem Ausheben einer gewissen Tiefe des Grabens
in das Erdreich eingedrückt werden. Der Graben kann nur innerhalb der Stützen und
der Verbauplatten ausgehoben werden, da der Baggerlöffel das Erdreich unterhalb der
Stützen und der Verbauplatten nicht erreicht. Die Erde unter den Stützen und den Verbauplatten
wird beim Eindrücken dieser Elemente von deren unterem Rand abgeschnitten und fällt
in das Innere des Grabens. Aus diesem Grund verlaufen die unteren Ränder der Stützen
und Verbauplatten schräg und bilden eine Schneide, die das Erdreich beim Absenken
nach innen drückt (siehe
DE 32 43 122 A1). Da die Stützen meist bei den bekannten Verbauvorrichtungen gleichzeitig angesetzt
werden, muss die äußere Stütze beim Eindrücken in das Erdreich nicht nur die unter
ihrem Querschnitt liegende Erde, sondern auch die unterhalb der inneren Stütze liegende
Erde zum Grabeninneren verdrängen. Dies führt dazu, dass sehr hohe Kräfte erforderlich
sind, um die Stützen in das Erdreich zu drücken. Durch das erforderliche Abschneiden
von Erdreich der doppelten Stützenbreite werden die Kräfte so hoch, dass sie entweder
das Stützenmaterial überlasten oder durch übliche Baugeräte nicht erbracht werden
können.
[0011] In der
DE 32 43 122 A1 ist eine Verbauvorrichtung beschrieben, die ein erstes Paar Stützen und ein zweites
Paar Stützen aufweist. Die Stützen des zweiten Paares liegen an den Innenseiten der
Stützen des ersten Paares an und sind an ihnen linear geführt. An den Stützen des
ersten Stützenpaares werden die Ränder von oberen und äußeren Verbauplatten verschiebbar
geführt. An den Stützen des zweiten Stützenpaares werden die Ränder von unteren und
inneren Verbauplatten verschiebbar geführt. Die oberen äußeren Stützen des ersten
Paares werden oberhalb der unteren inneren Stützen des zweiten Paares von einer Spreizstrebe
- in der
DE 32 43 122 A1 Querstrebe genannt - auf Abstand gehalten. Zwei Querstreben zwischen den unteren
inneren Stützen halten die inneren Stützen auf Abstand und drücken sie gegen die äußeren
Stützen. Bei fehlenden inneren Stützen ist der allein von den äußeren Stützen gebildete
Stützenrahmen instabil. Beim Verbau tiefer Gräben ist es also notwendig, dass die
oberen äußeren Stützen der ersten äußeren Verbauvorrichtung nur zusammen mit den unteren
inneren Stützen der zweiten inneren Verbauvorrichtung in den Graben eingesetzt werden.
Ferner muss dieses Einsetzen der äußeren und inneren Stützen paarweise erfolgen, so
dass sehr hohe Gewichte gehoben und bewegt werden müssen. Außerdem muss die untere
Stütze kürzer als die obere sein, um unterhalb der Spreizstrebe zwischen den Stützen
des oberen Stützenpaars eingesetzt werden zu können.
[0012] Aus diesen Gründen haben sich die Verbauvorrichtungen mit zwei vertikal zueinander
verschiebbaren Einzelstützen, welche die auf jeder Seite des Grabens liegenden Linearführungen
aufweisen, in der Vergangenheit nicht bewährt. Für den Verbau tiefer Gräben wurden
hauptsächlich die weiter oben beschriebenen Verbauvorrichtungen mit durch einen verschiebbaren
Spreizrahmen auf Abstand gehaltenen Stützen verwendet, in denen oben liegende äußere
und unten liegende innere Verbauplatten zur Bildung eines gestuften Querschnitts verschiebbar
geführt sind. Durch die oben beschriebene Vermeidung von Querbewegungen beim Einbau
und beim Rückbau werden durch diese Vorrichtungen, wie erwähnt, negative Auswirkungen
auf das angrenzende Erdreich vermieden.
Offenbarung der Erfindung
[0013] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren für den Grabenverbau derart weiterzubilden,
dass bei einfachem Ein- und Ausbau der hierbei verwendeten Verbauvorrichtung der Verbau
von Gräben mit großer Tiefe ermöglicht wird.
[0014] Diese Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Der Einbau eines weiteren Verbauplattenpaars erfolgt, indem
◆ ein zweites Paar Linearführungen zwischen dem ersten Linearführungspaar eingesetzt
wird und jeweils eine Linearführung des zweiten Linearführungspaars mit einer Verbauplatte
des zweiten Verbauplattenpaars verbunden ist oder wird,
◆ wobei die Linearführungen des zweiten Linearführungspaars durch eine Spreize auf
Abstand gehalten werden,
◆ der Spreizrahmen zwischen dem ersten Linearführungspaar anschließend entfernt wird,
◆ und dann beim weiteren Ausheben des Grabens das zweite Verbauplattenpaar und das
zweite Linearführungspaar abgesenkt werden und ein steifer Spreizrahmen zwischen das
erste Linearführungspaar eingesetzt wird.
[0015] Mit anderen Worten wird nach dem vollständigen Einbau der ersten Verbauvorrichtung
zwischen ein Linearführungspaar (im Fall von separaten Stützen zwischen ein Stützenpaar)
der ersten Verbauvorrichtung mindestens ein auf Abstand gehaltenes Linearführungspaar
einer zweiten Verbauvorrichtung eingesetzt, welches die Funktion des Spreizrahmens
für die Linearführungen der ersten Verbauvorrichtung übernimmt. Das Linearführungspaar
der zweiten Verbauvorrichtung ist seinerseits mit mindestens einer dazwischen befindlichen
Spreize auf Abstand gehalten. Diese Spreize ist vorzugsweise selbst ein biegesteifer
Spreizrahmen, der zwischen dem Linearführungspaar der zweiten Verbauvorrichtung verschiebbar
geführt ist. So ist sichergestellt, dass auch beim Einbau der zweiten Verbauvorrichtung
deren Teile sich ausschließlich in vertikaler Richtung zueinander bewegen und folglich
schädliche Querbewegungen vermieden werden.
[0016] Nachdem das Linearführungspaar der zweiten Verbauvorrichtung eingesetzt ist, kann
der Spreizrahmen der ersten Verbauvorrichtung entfernt werden, da das Linearführungspaar
der zweiten Verbauvorrichtung mit der dazwischen befindlichen Spreize die nach innen
auf die Verbauplatten wirkenden Druckkräfte der Grabenwände abfängt. Die Linearführungen
der zweiten Verbauvorrichtung sowie die innerhalb der Verbauplatten der ersten Verbauvorrichtung
befindlichen Verbauplatten der zweiten Verbauvorrichtung, die jeweils mit mindestens
einer der Linearführungen der zweiten Verbauvorrichtung verbunden sind, können nun
bei weiterem Aushub des Erdreichs abgesenkt werden. Sobald das Linearführungspaar
der zweiten Verbauvorrichtung um eine gewisse Tiefe in den Graben abgesenkt wurde,
wird zwischen die Linearführungen des Linearführungspaars der ersten Verbauvorrichtung
wieder ein Spreizrahmen eingesetzt, der das erste Linearführungspaar auf Abstand hält.
Der Spreizrahmen wird dabei vorzugsweise von oben zwischen das erste Linearführungspaar
eingeschoben. Bei einem weiteren Absenken der zweiten Verbauvorrichtung kann erforderlichenfalls
ein weiterer Spreizrahmen zwischen das erste Linearführungspaar eingefügt werden.
[0017] Die zweite Verbauvorrichtung kann in der gesamten Länge ihrer Linearführungen abgesenkt
werden, so dass das erfindungsgemäße Verfahren die maximale Verbautiefe, die durch
die beim Einbau und beim Rückbau auftretenden Kräfte begrenzt ist, im wesentlichen
verdoppelt.
[0018] Es wird, anders ausgedrückt, eine komplette Verbauvorrichtung mit Spreizrahmen durch
die bereits eingebaute Verbauvorrichtung hindurch geschoben und abgesenkt. Dies wird
dadurch ermöglicht, dass beim Einsetzen der zweiten Verbauvorrichtung deren Linearführungspaar
die Stützkräfte, die auf die erste Verbauvorrichtung wirken, übernimmt, während der
Spreizrahmen der ersten Verbauvorrichtung für den Durchtritt der zweiten Verbauvorrichtung
entfernt wird. Später, wenn das Linearführungspaar der zweiten Verbauvorrichtung weiter
nach unten aus dem Linearführungspaar der ersten Verbauvorrichtung heraustritt, wird
von oben wieder ein Spreizrahmen zwischen die Linearführungen der ersten Verbauvorrichtung
geschoben, der sicherstellt, dass das Linearführungspaar der ersten Verbauvorrichtung
zuverlässig auf Abstand gehalten wird, während die zweite Verbauvorrichtung zunehmend
nach unten abgesenkt wird.
[0019] Es handelt es sich also um ein Verfahren zur Abstützung von Grabenwänden mittels
gegenüberstehender Verbauplatten. Die Grabenwände können einfach oder gestuft verlaufen.
Die Verbauplatten können in vertikalen Führungsschienen oder ähnlichen Linearführungen
aufweisenden Mitteln formschlüssig geführt werden. Die Verbauvorrichtung wird zum
Erdreich mittels eines Baggers, dem Aushub folgend, abgesenkt. Zwischen den Vertikalschienen
wird der Spreizrahmen (oft auch biegesteifer Rahmenwagen oder Schlitten genannt) angeordnet,
der als Spreize wirkt und in den Vertikalschienen verschiebbar ist. Da die Länge der
Vertikalschienen bzw. die daraus entstehende Verbauwandhöhe auf Grund der mechanischen
Einwirkung des Erdreichs begrenzt ist, wird die Endtiefe dieses beschriebenen Systems
verdoppelt, indem ein komplettes neues Verbausystem ähnlich dem zuvor beschriebenen
in das bereits eingebaute System eingesetzt wird. Dabei werden neue Vertikalschienen
mit Linearführungen zwischen die bereits eingebauten Vertikalschienen eingefügt. In
diese neuen Vertikalschienen ist ein eigener Spreizrahmen eingesetzt. Diese innen
laufenden Schienen (zweites Linearführungspaar) weisen vorzugsweise und wie weiter
unten im Detail beschrieben auf dem Rücken ein Führungselement, z.B. eine Führungsfeder
oder -leiste auf, die in die äußere Linearführung (z.B. ein vertikaler Führungskanal)
auf der Innenseite der Vertikalschienen der äußeren Verbauvorrichtung eingreifen,
wobei in dieser äußeren Linearführung der Spreizrahmen (Rahmenwagen) geführt ist.
Nun muss die Spreize (Rahmenwagen) zwischen den inneren Linearführungen mittels einer
speziellen, weiter unten beschriebenen Spreizvorrichtung so verbreitert werden, dass
Kraftschluss zwischen der äußeren und inneren Linearführung (Außen- und Innenschiene)
erzeugt wird. Dann wird der komplette Innenrahmen, bestehend aus den beiden inneren
Linearführungen (Vertikal schienen) und der inneren Spreize (Rahmenwagen) abgesenkt,
so das der Rahmenwagen zwischen den bereits eingebauten äußeren Linearführungen bis
auf die Sohle des Grabens abgesenkt wird und mittels einer Sonderöffnung im unteren
Bereich der äußeren Linearführung (siehe weiter unten) ausgebaut werden kann. Der
gesamte Erddruck der zuerst eingebauten Verbauvorrichtung wird nun von dem Spreizrahmen
zwischen den inneren Linearführungen (Vertikalschienen) übernommen.
[0020] Anschließend werden die inneren Vertikalschienen mit den entsprechenden Verbauplatten
mittels eines Baggers weiter abgesenkt. Sobald die innere Verbauvorrichtung mit den
inneren Vertikalschienen und der inneren Spreize ausreichend weit abgesenkt wurde,
wird der äußere vorher demontierte Rahmenwagen über der inneren Verbauvorrichtung
wieder eingesetzt. Dieser Rahmenwagen übernimmt nach weiterem Absenken der inneren
Verbauvorrichtung die auf die äußeren Vertikalschienen wirkende Erdlast, wenn die
innere Verbauvorrichtung durch weiteres Absenken zwischen den inneren Vertikalschienen
aus den äußeren Vertikalschienen nach unten herausgetreten ist.
[0021] Die Grundidee ist es, in ein bereits eingebautes Verbaufeld, bestehend aus großflächigen
Verbauplatten, die mit vertikalen Führungsschienen verbunden sind, die ihrerseits
von einem biegesteifen Spreizrahmen (Rahmenwagen) gegen das Erdreich abgestützt werden,
ein zweites Verbaufeld gleicher Länge hindurchzubauen, wobei die neuen speziellen
Spreizrahmen des ersten und des zweiten Verbaufeldes wechselweise die Last, die auf
das bereits eingebaute Feld wirkt, übernehmen.
[0022] Dieses Verfahren ist auch für Verbaufelder geeignet, in denen die vertikalen Linearführungen
in die Verbauplatten integriert sind, also für so genannte randgestützte Verbauplatten
anwendbar, wenn diese mit biegesteifem Spreizrahmen ausgerüstet sind. Die biegesteifen
Spreizrahmen (auch Rahmenwagen oder Schlitten genannt) übernehmen dann, wenn ein gleich
langes randgestütztes Verbausystem durch ein bereits eingebautes hindurch geführt
wird, wechselweise die Last.
[0023] Bei einem einzelnen Verbaufeld ist durch das Hindurchbewegen eines Verbaufeldes durch
ein bereits eingebautes, gleich langes Verbaufeld sichergestellt, dass die gewünschte
Grabenlänge an der Sohle des Grabens sowie auch am oberen Grabenrand eingehalten wird.
Bei einem Verbaufeld mit zwei Stützenpaaren, an denen die zwei Linearführungspaare
angeordnet sind und zwischen denen die Ränder der Verbauplatten verschiebbar gehalten
sind, ist die Identität der Länge von äußerem und innerem Verbaufeld vorteilhaft,
weil sich über die gesamte Tiefe des verbauten Grabens ein Verbaufeld übergangslos
an das nächste anschließen kann.
[0024] Wie erwähnt, wird als Spreize zwischen dem zweiten Linearführungspaar oder Stützenpaar
der zweiten Verbauvorrichtung vorzugsweise ein steifer Spreizrahmen verwendet. Dieser
wird nach dem Einsetzen der zweiten Verbauvorrichtung in die erste Verbauvorrichtung
in der Praxis vorzugsweise mit hohem Druck aufgespreizt. Dadurch werden die Linearführungen
des zweiten Linearführungspaars mit großer Kraft gegen die Linearführungen des ersten
Linearführungspaars gedrückt. Ein während des Einsetzens der Linearführungen der zweiten
Verbauvorrichtung vorhandenes Spiel wird durch das Aufspreizen beseitigt. Bei einem
anschließenden Entfernen des Spreizrahmens der ersten Verbauvorrichtung besteht durch
diese Beseitigung des Spiels nicht mehr die Gefahr, dass sich die Linearführungen
der ersten Verbauvorrichtung nach innen verlagern und Setzungserscheinungen des durch
die Verbauplatten der ersten Verbauvorrichtung abgestützten Erdreichs auftreten.
[0025] Zum Aufspreizen des Spreizrahmens der zweiten Verbauvorrichtung kann in der Praxis
eine hydraulische Spreizvorrichtung mit Druck beaufschlagt werden. Hierdurch können
hohe Spreizkräfte erzeugt werden, welche die durch die Verbauplatten der ersten Verbauvorrichtung
erzeugten Druckkräfte vollständig auffangen.
[0026] Es sollte darauf geachtet werden, dass der mit der Spreizvorrichtung versehene Spreizrahmen
genau so biegesteif ist wie die Spreizrahmen ohne zusätzliche Aufspreizvorrichtung.
Hierzu kann in der Praxis nach dem Aufspreizen ein Sperrelement den Spreizrahmen der
zweiten Verbauvorrichtung in aufgespreizter Stellung arretieren. Um dies zu erreichen,
kann eine Sperrplatte zwischen zwei Anschlussflansche des genannten Spreizrahmens
der zweiten Verbauvorrichtung gefügt und hiermit verschraubt werden. Es entsteht dann
wieder eine starre Verbindung, bestehend aus hoch belastbaren Stahlelementen zwischen
den Führungselementen des zweiten Spreizrahmens. Die Spreizvorrichtung, vorzugsweise
ein Hydraulikzylinder, wird beim weiteren Einsatz nicht mehr mit Stützkräften beaufschlagt,
da diese vollständig über die zwischen die zwei Anschlussflansche gefügte Sperrplatte
übertragen werden.
[0027] Auf die gleiche Weise kann der nach dem Absenken der zweiten Verbauvorrichtung um
eine bestimmte Strecke wieder zwischen die Linearführungen der ersten Verbauvorrichtung
eingesetzte Spreizrahmen aufgespreizt werden. Hierdurch wird der Stützenrahmen der
zweiten Verbauvorrichtung von Druck entlastet, so dass zwischen den Verbauvorrichtungen
keine Reibungskräfte entstehen, die das Absenken der zweiten Verbauvorrichtung behindern.
[0028] Vorzugsweise wird der innere Rahmen, der von den inneren Linearführungen der zweiten
Verbauvorrichtung gebildet wird, von oben zwischen die Linearführungen des ersten
Linearführungspaars eingeschoben. Die zweite Verbauvorrichtung kann folglich vormontiert
mit dazwischen angeordnetem Spreizrahmen in die erste Verbauvorrichtung abgesenkt
werden.
[0029] Der Spreizrahmen der ersten Verbauvorrichtung kann in der Praxis vor dem Entfernen
in den unteren Bereich der ersten Linearführungen der ersten Verbauvorrichtung verschoben
werden. Hierdurch kann der Stützenrahmen der zweiten Verbauvorrichtung um den größeren
Teil seiner Länge zwischen die Linearführungen der ersten Verbauvorrichtung eingeschoben
werden, um dort die Last abzufangen, bevor der Spreizrahmen der ersten Verbauvorrichtung
entfernt wird.
[0030] Bei einer praktischen Ausführungsform sind die Linearführungen an den einander gegenüberliegenden
Innenseiten zweier Stützen eines Stützenpaares der ersten Verbauvorrichtung angeordnet.
Mit diesen Linearführungen wirken an den Außenseiten des Spreizrahmens angeordnete
Führungselemente formschlüssig zusammen. Nach dem Verschieben des Spreizrahmens in
den unteren Bereich des ersten Linearführungspaares kann der Formschluss mit den Führungselementen
aufgehoben werden. Auf diese Weise können die Führungselemente zum Grabeninneren hin
aus den Linearführungen entnommen und der Spreizrahmen ausgebaut werden.
[0031] Wenn z.B. die Linearführungen Führungskanäle sind, in denen an den Außenseiten des
Spreizrahmens angeordnete Führungselemente (z.B. Führungsschienen) formschlüssig und
verschiebbar aufgenommen sind, können im unteren Bereich der Führungskanäle Ausnehmungen
angeordnet werden, durch die die Führungselemente aus den Führungskanälen entfernt
werden. Es ist aber auch jedes andere Verfahren zum Aufheben des Formschlusses zwischen
den Führungselementen der Spreizrahmen und den Linearführungen des ersten Paars möglich.
Zum Beispiel können die Führungselemente zusammengeschraubt sein. Diese Führungselemente
können zerlegt und abgebaut werden, um den Formschluss aufzuheben.
[0032] Der Spreizrahmen der ersten Verbauvorrichtung kann zum Entfernen seiner Führungselemente
aus den Führungskanälen außerdem nach innen zusammengezogen werden. Da ein Spreizrahmen,
wie oben erwähnt, vorzugsweise teleskopierbar ist, um zur Übernahme der Stützlasten
aufgespreizt zu werden, kann er umgekehrt beim Ausbau zusammengezogen werden, um aus
den Linearführungen zum Grabeninneren hin ausgebaut zu werden. Ein Zusammenziehen
um wenige Zentimeter reicht aus, um die auf den Spreizrahmen wirkende Druckkraft aufzuheben
und diesen anschließend ohne äußere Last zu zerlegen, damit er aus dem Graben entfernt
werden kann.
[0033] Vorzugsweise ist der Spreizrahmen aus verschiedenen Stahlelementen zusammengeschraubt.
Bei einem derartigen Spreizrahmen kann vor dessen Entfernen mindestens eine Schraubverbindung
gelöst werden. Der Spreizrahmen kann dann zerlegt und zwischen den Linearführungen
eines Linearführungspaars der ersten Verbauvorrichtung entfernt werden.
[0034] Zum Beispiel kann beim Entfernen des Spreizrahmens der ersten Verbauvorrichtung ein
Spreizelement des Spreizrahmens gelöst und entfernt werden und anschließend die weiteren
Elemente des Spreizrahmens zum Grabeninneren hin entfernt werden. Wie in Verbindung
mit den Zeichnungen näher erläutert, besteht ein Spreizrahmen einer praktischen Ausführungsform
aus zwei an den Linearführungen verschiebbar geführten Laufwagen und aus zwischen
diesen Laufwagen angeordneten Spreizrohren. Nach dem Entfernen der genannten Spreizrohre
können die Laufwagen zum Grabeninneren hin entfernt werden. In der Praxis können als
Linearführungen, z.B. an den einander gegenüberliegenden Innenseiten zweier Stützen
eines Stützenpaares der ersten Verbauvorrichtung, Führungskanäle vorgesehen sein,
in denen an den Außenseiten des Spreizrahmens angeordnete Führungselemente formschlüssig
und verschiebbar aufgenommen werden. Die Linearführungen (z.B. Stützen) der zweiten
Verbauvorrichtung können dann an ihren Außenseiten ebenfalls Führungselemente aufweisen,
die in den Führungskanälen der ersten Verbauvorrichtung verschiebbar geführt werden.
Die Führungselemente an den Außenseiten der Linearführungen der zweiten Verbauvorrichtung
weisen in Grabenlängsrichtung einen Formschluss mit den äußeren Führungskanälen auf.
So können die inneren Linearführungen des in zwischen den äußeren Linearführungen
geführten Rahmens nicht nach vorne oder hinten umkippen. Zum Grabeninneren hin werden
die Linearführungen eines Linearführungspaares der zweiten, inneren Verbauvorrichtung
durch den dazwischen befindlichen Spreizrahmen abgestützt.
[0035] In der Praxis können die entlang einer Grabenwand aufeinander folgenden Stützen mit
den Linearführungen der ersten Verbauvorrichtung einander gegenüberliegende Aufnahmekanäle
aufweisen, in denen die Verbauplatten der ersten Verbauvorrichtung verschiebbar geführt
sind. Dies entspricht den aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungsformen für
Verbauvorrichtungen mit separaten Stützen zum Abstützen der Plattenränder. In den
einander gegenüberliegenden Aufnahmekanälen zweier aufeinander folgender Stützen der
ersten Verbauvorrichtung können eine äußere und obere Verbauplatte sowie eine innere
und untere Verbauplatte verschiebbar geführt sein, um eine möglichst große Verbautiefe
der ersten Verbauvorrichtung und einen Graben mit gestuftem Querschnitt zu erzielen.
[0036] Auch die entlang einer Grabenwand aufeinander folgenden Stützen der zweiten Verbauvorrichtung
können einander gegenüberliegende Aufnahmekanäle aufweisen, in denen die Verbauplatten
der zweiten Verbauvorrichtung verschiebbar geführt sind. In den einander gegenüberliegenden
Aufnahmekanälen zweier aufeinander folgender Stützen der zweiten Verbauvorrichtung
können ebenfalls eine äußere und obere Verbauplatte sowie eine innere und untere Verbauplatte
verschiebbar geführt sein.
[0037] Wie erwähnt, lässt sich auf diese Weise die erreichbare Verbautiefe einer einfachen
bekannten Verbauvorrichtung mit biegesteifem Spreizrahmen verdoppeln. Da sich die
äußere und die innere Verbauvorrichtung über die gleiche Höhe erstrecken, ist ein
problemloser Anschluss einer ersten Verbauvorrichtung an eine zweite über die gesamte
Grabenhöhe möglich. Es sei angemerkt, dass dieses Verfahren wiederholt werden kann
und zwischen die Stützen oder Linearführungen der zweiten Verbauvorrichtung von oben
eine dritte Verbauvorrichtung eingefügt und abgesenkt werden kann, wobei vor dem Absenken
dieser dritten Verbauvorrichtung der Spreizrahmen der zweiten Verbauvorrichtung im
Bereich der Sohle des Grabens entfernt wird. Auf diese Weise lässt sich die erreichbare
Verbautiefe noch weiter steigern. Mit größeren seitlich wirkenden Kräften auf die
Verbauplatten ist in größerer Tiefe nicht zu rechnen, da der von oben wirkende Druck
der aufliegenden Erdmassen aufgrund der inneren Reibung des Bodens (Gewölbeeffekt)
nur zu einem geringen Teil in Querkräfte umgewandelt wird.
[0038] Elemente der Verbauvorrichtung, welche durch ihre besondere Ausgestaltung die Steigerung
der Verbautiefe ermöglichen, sind nachfolgend beschrieben.
[0039] Bei einer Linearführung für den Spreizrahmen einer GrabenVerbauvorrichtung kann die
Linearführung mit mindestens einem Führungselement eines verschiebbaren Spreizrahmens
formschlüssig zusammenwirken.
[0040] Um das Entfernen des Spreizrahmens nach dessen Verschiebung in den unteren Bereich
der Linearführung zu ermöglichen, ist die Linearführung im unteren Bereich derart
ausgebildet, dass der Formschluss mit dem Führungselement aufgehoben ist.
[0041] Wiederum kann die Linearführung in die Verbauplatten integriert und an deren Rand
angeordnet sein. Alternativ kann sie als Teil einer von den Verbauplatten separaten
Stütze ausgebildet sein, wobei die zwei vertikalen Ränder einer Verbauplatte von jeweils
einer Stütze am Anfang und Ende eines Verbaufeldes gehalten werden.
[0042] Wenn die Linearführung ein Führungskanal ist, in den das Führungselement eines Spreizrahmens
formschlüssig einschiebbar ist, kann im unteren Bereich des Führungskanals mindestens
eine Ausnehmung angeordnet sein, durch die das Führungselement zum Grabeninneren hin
entnehmbar ist. Wie oben beschrieben, kann nach dem Einsetzen eines Stützenpaares
einer zweiten inneren Verbauvorrichtung der Spreizrahmen nahe der Sohle des Grabens
entfernt werden, indem seine Führungselemente durch die Ausnehmung im unteren Bereich
des Führungskanals nach innen entnommen werden.
[0043] Der Linearführung ist vorzugsweise mindestens ein Anschlag zugeordnet, der die Verschiebebewegung
des Spreizrahmens in der Linearführung begrenzt. Zum Beispiel kann die Linearführung
mindestens eine Öffnung aufweisen und der Anschlag ein in die Öffnung einsteckbarer
Bolzen sein. Wenn ein Bolzen kurz oberhalb und unterhalb des Spreizrahmens in dafür
vorgesehene Öffnungen gesteckt wird, wird der Verschiebeweg auf ein Minimum reduziert
und der Spreizrahmen ist im Wesentlichen ortsfest zwischen den Linearführungen gehalten.
Dies ist während des Einsetzens eines Stützenrahmens mit zwei Linearführungen oder
eines Verbaufeldes mit vier Stützenrahmen an den vertikalen Rändern zweier einander
gegenüberliegender Verbauplatten in den Graben hilfreich. Beim weiteren Absenken der
Linearführungen werden die Anschläge gelöst, so dass die einzelnen Bestandteile der
Verbauvorrichtung relativ zueinander beweglich sind. Allerdings sollte weiterhin ein
Anschlag zumindest die Verschiebung des Spreizrahmens nach unten begrenzen, um zu
vermeiden, dass der Spreizrahmen in den Bereich verschoben wird, in dem der Formschluss
mit der Linearführung aufgehoben wird.
[0044] Einer derartigen Linearführung kann ferner, wenn sie in einer inneren Verbauvorrichtung
verwendet wird, an der zum Grabenäußeren weisenden Außenseite mindestens ein Führungselement
zugeordnet sein, das mit einer außen liegenden Linearführung einer äußeren Verbauvorrichtung
formschlüssig derart zusammenwirkt, dass die beiden Linearführungen zueinander in
ihrer Längsrichtung verschiebbar sind. Dieses Führungselement stellt sicher, dass
die Linearführung, die als Bestandteil der inneren Verbauvorrichtung zwischen ein
äußeres Linearführungspaar geschoben wird, nicht nach vorne oder hinten kippen kann.
Dies ist insbesondere bedeutsam, wenn die Linearführungen an Stützen angeordnet sind
und zwei Stützen zusammen mit einem zwischen ihnen angeordneten Spreizrahmen einen
Stützenrahmen bilden. Nach innen werden die Stützen des inneren Stützenrahmens durch
den zwischen ihnen angeordneten Spreizrahmen auf Abstand gehalten und gegen die äußeren
Linearführungen gedrückt.
[0045] Zum Verbau tiefer Gräben eignet sich ein Stützensystem für eine GrabenVerbauvorrichtung,
◆ mit einem Paar innen liegender Stützen, die an der zum Grabeninneren weisenden Innenseite
mindestens eine Linearführung aufweisen, die mit mindestens einem Führungselement
eines entlang der Stütze verschiebbaren Spreizrahmens formschlüssig zusammenwirkt,
der das innen liegende Stützenpaar auf Abstand hält, und
◆ mit einem Paar außen liegender Stützen, welche an den innen liegenden Stützen in
Längsrichtung der Stützen verschiebbar geführt sind und
◆ mit an den Stützen angeordneten Befestigungsvorrichtungen zur Befestigung großflächiger
Verbauplatten zwischen zwei aufeinander folgenden Stützen auf einer Seite des Grabens.
[0046] Mindestens eine Rollenanordnung ist vorgesehen, die die Reibung zwischen den einander
zugewandten Flächen einer außen liegenden Stütze und einer innen liegenden Stütze
reduziert. Die Rollen sorgen für eine leichtgängige Verschiebbarkeit des inneren Stützenrahmens
in Bezug auf das äußere Stützenpaar.
[0047] In der Praxis können an der innen liegenden Stütze Rollen um horizontale Achsen drehbar
gelagert sein, deren Umfang über die Fläche der innen liegenden Stütze hinausragt,
die der außen liegenden Stütze zugewandt ist.
[0048] Ein biegesteifer Spreizrahmen weist Führungselemente an seinen Außenseiten auf, welche
dazu bestimmt sind, mit einem Paar einander zugewandter Linearführungen formschlüssig
zusammen zu wirken. Gemäß einem ersten Aspekt sind die Führungselemente lösbar an
dem Spreizrahmen befestigt, um die Entnahme des Spreizrahmens zwischen den zwei Stützen
eines Stützenpaares zu ermöglichen. Gemäß einem zweiten Aspekt weist der Spreizrahmen
eine Spreizvorrichtung auf, mit der der Abstand zwischen den Außenseiten des Spreizrahmens
veränderbar ist, um ein Aufspreizen eines Rahmens, bestehend aus den zwei Linearführungen
und dem Spreizrahmen, zu ermöglichen.
[0049] Die Spreizvorrichtung kann vorzugsweise einen hydraulischen Druckzylinder umfassen.
[0050] Ferner kann der Spreizrahmen zwei Anschlussflansche aufweisen, deren Abstand mittels
der Spreizvorrichtung veränderbar ist und zwischen denen eine Sperrplatte mit wählbarer
Dicke befestigbar ist. Auf diese Weise kann der Spreizrahmen nach dem Aufspreizen
mittels der Sperrplatte in der aufgespreizten Stellung arretiert werden, wobei er
nach der Arretierung wieder seine starre Struktur und seine große Biegesteifigkeit
aufweist. Der hydraulische Druckzylinder ist vorzugsweise im Bereich eines Holms des
Spreizrahmens angeordnet. Durch die Integration des Druckzylinders in den Holm sind
während des Einsetzens der zweiten Verbauvorrichtung in die erste Verbauvorrichtung
nur wenig Handhabungsschritte erforderlich, um durch Aufspreizen des inneren Spreizrahmens
zwischen zwei inneren Linearführungen die auf die äußeren Linearführungen wirkenden
Kräfte zu übernehmen. Es muss lediglich eine Verschraubung des Spreizrahmens geöffnet
und ein Hydraulikmedium unter Druck in den Druckzylinder geleitet werden, um den Stützenrahmen
aufzuspreizen. Anschließend kann die Sperrplatte eingesetzt werden, und die Arretierungsschrauben
können an den Anschlussflanschen festgezogen werden, um den Spreizrahmen in der aufgespreizten
Stellung biegesteif zu arretieren. Die Anschlussflansche können bei einer bevorzugten
Ausführungsform des Spreizrahmens im Bereich des genannten Holms mit dem Druckzylinder
angeordnet sein.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0051] Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen zeigen in:
- Fig. 1
- eine schaubildliche Darstellung eines Verbaufeldes einer bekannten Verbauvorrichtung
mit Spreizrahmen in eingebautem Zustand.
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung eines Stützenrahmens der Verbauvorrichtung aus Fig. 1 in
Vorderansicht,
- Fig. 3
- eine Vorderansicht des Stützenrahmens aus Fig. 2 bei der Montage,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des Stützenrahmens beim Einstellen in den Voraushub eines Grabens,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Stützenrahmens beim Einsetzen der äußeren Verbauplatten,
- Fig. 6
- drei Draufsichten auf eine Stütze mit dem Ende der äußeren Verbauplatten während des
Einsetzens in die Stütze,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht des Verbaufeldes beim Einstellen des zweiten Stützenrahmens in
den Graben,
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf das Verbaufeld beim Einsetzen der inneren Verbauplatten,
- Fig. 9
- eine Vorderansicht der vollständig eingebauten Verbauvorrichtung gemäß dem Stand der
Technik,
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf die linke Stütze eines Stützenrahmens der Verbauvorrichtung aus
den vorangehenden Figuren,
- Fig. 11- 13
- drei schematische Vorderansichten eines Stützenrahmens einer ersten Verbauvorrichtung
in drei verschiedenen Einbautiefen,
- Fig. 14 - 20
- eine schematische Vorderansicht der Stützenrahmen der ersten und einer zweiten Verbauvorrichtung
zum Verbau größerer Grabentiefen,
- Fig. 21
- die Ansicht x-x der linken Stützen der Verbauvorrichtung aus Fig. 20,
- Fig. 22
- eine schematische Vorderansicht eines Spreizrahmens mit hydraulischer Spreizvorrichtung,
- Fig. 23
- eine detaillierte Vorderansicht des Spreizrahmens mit hydraulischer Spreizvorrichtung
aus Fig. 22,
- Fig. 24
- eine vergrößerte Seitenansicht einer Spreizvorrichtung,
- Fig. 25
- eine vergrößerte Vorderansicht der Spreizvorrichtung,
- Fig. 26
- eine Draufsicht auf die Innenseite einer Stütze,
- Fig. 27
- eine Draufsicht der linken Stützen einer weiteren Ausführungsform der Verbauvorrichtung
in vollständig eingebautem Zustand,
- Fig. 28
- eine schaubildliche Darstellung der zur Linearführung gerichteten Außenseite eines
Laufwagens eines Spreizrahmens der Verbauvorrichtung,
- Fig. 29
- eine der Fig. 28 entsprechende Darstellung, bei der ein bewegliches Führungselement
in einer zweiten Position dargestellt ist,
- Fig. 30
- eine der Fig. 26 entsprechende Ansicht der Innenseite einer äußeren Stütze,
- Fig. 31
- eine vergrößerte schaubildliche Darstellung des unteren Endes der Stütze aus Fig.
30,
- Fig. 32
- eine Seitenansicht einer inneren Stütze,
- Fig. 33
- eine Querschnittsansicht der inneren Stütze aus Fig. 32,
- Fig. 34
- eine vergrößerte schaubildliche Darstellung des oberen Endes der Stütze aus den Figuren
32 und 33,
- Fig. 35
- eine schaubildliche Vorderansicht einer Pressvorrichtung,
- Fig. 36
- eine schaubildliche Rückansicht der Pressvorrichtung aus Fig. 35,
- Fig. 37
- eine schaubildliche Vorderansicht der Pressvorrichtung aus den Figuren 35 und 36 an
einem Stützenpaar,
- Fig. 38
- eine schaubildliche Rückansicht der Pressvorrichtung gemäß Fig. 37,
- Fig. 39
- eine schaubildliche Darstellung eines Verbaufeldes mit randgestützten Verbauplatten
in eingebautem Zustand,
- Fig. 40
- eine der Fig. 39 entsprechende Darstellung des Verbaufeldes mit einem aufgesetzten
zweiten, inneren Verbaufeld,
- Fig. 41
- eine der Fig. 40 entsprechende Darstellung des Verbaufeldes mit vollständig in das
erste äußere Verbaufeld eingesetztem, inneren Verbaufeld,
- Fig. 42
- eine den Fig. 39 - 41 entsprechende Darstellung mit vollständig unterhalb des ersten
Verbaufeldes eingebautem zweiten Verbaufeld.
Ausführungsformen der Erfindung
[0052] Die Fig. 1 bis 38 betreffen Ausführungsformen der Erfindung, bei denen ein Verbaufeld
einer Verbauvorrichtung aus vier Stützen, mindestens zwei Spreizrahmen und mindestens
zwei Verbauplatten besteht. Die vier Stützen weisen an ihren Innenseiten die Linearführungen
für die Spreizrahmen auf und sind zu zwei Stützenpaaren zusammengefasst, zwischen
denen jeweils ein Spreizrahmen verschiebbar geführt ist. An den Stützen sind die Ränder
der Verbauplatten verschiebbar befestigt. Die Fig. 39 bis 42 zeigen dagegen eine Ausführungsform
der Erfindung ohne separate Stützen. Hier sind die Linearführungen direkt an den Rändern
der Verbauplatten angeordnet.
[0053] Die Fig. 1 bis 9 zeigen den Einbau eines Verbaufeldes einer ersten Verbauvorrichtung
mit Stützen gemäß dem Stand der Technik. An diesen Einbau schließt sich das erfindungsgemäße
Verbauverfahren an.
[0054] Die Fig. 1 zeigt ein Verbaufeld der bekannten Verbauvorrichtung in einem Graben,
in den ein Rohrabschnitt 6 eingelegt ist. Das Verbaufeld der Verbauvorrichtung umfasst
zwei Stützenrahmen 1. Jeder Stützenrahmen 1 weist zwei einander paarweise gegenüberstehende
Stützen 2 auf. Zwischen diesen Stützen 2 ist ein biegesteifer Spreizrahmen 3 in Längsrichtung
der Stützen 2 verschiebbar angeordnet. Jede Stütze 2 weist an ihrer zum Grabeninneren
weisenden Innenseite einen Führungskanal 13 auf, der eine vertikale Linearführung
bildet und in dem der Spreizrahmen 3 vertikal verschiebbar geführt ist.
[0055] Der untere Bereich 20 des Führungskanals 13 ist aufgeweitet, wie weiter unten näher
beschrieben wird. Damit der Spreizrahmen 3 nicht in den aufgeweiteten Bereich 20 geschoben
wird, ist oberhalb des aufgeweiteten Bereichs 20 ein Anschlag 25 angebracht. Der Anschlag
25 ist in Fig. 1 als quer zum Führungskanal 13 angeordneter Riegel dargestellt. Es
kann aber jedes andere Mittel, wie z.B. in Öffnungen 50 (siehe Fig. 30) einsteckbare
Steckbolzen, als Anschlag verwendet werden. Auch kann ein in der Aufnahme 13 verschiebbarer
und festklemmbarer Anschlag verwendet werden, um den Verschiebeweg des Spreizrahmens
3 zu begrenzen.
[0056] Die Fig. 2 zeigt die Einzelteile eines Stützenrahmens 1 mit zerlegtem Spreizrahmen
3. Der Spreizrahmen 3 besteht aus zwei Laufwagen 7, die in der Linearführung je einer
Stütze 2 längsverschiebbar geführt sind. Zwischen den Laufwagen 7 werden Spreizrohre
8 mittels Schrauben (nicht dargestellt) befestigt. Zusätzlich werden Distanzplatten
9 im Bereich des unteren Spreizrohrs 8 angebracht. Die Distanzplatten 9 gleichen das
Spiel der Linearführung für die Laufwagen 7 aus. Im Bereich des unteren Spreizrohrs
8 wird der Spreizrahmen 3 auf Druck belastet, wogegen er im Bereich des oberen Spreizrohrs
8 auf Zug belastet wird. Die Distanzplatten 9 bewirken, dass trotz des Spiels zwischen
Spreizrahmen und den seitlichen Stützen 2 die seitlichen Stützen 2 zueinander parallel
ausgerichtet sind.
[0057] Wie in Fig. 3 zu erkennen, wird zunächst eine Stütze 2 mit einem Laufwagen 7 auf
möglichst ebenem Gelände abgelegt. Mittels eines geeigneten Hebezeugs, zum Beispiel
dem Ausleger 10 eines Löffelbaggers, wird die zweite Stütze 2 mit daran befestigtem
Laufwagen 7 und Spreizrohren 8 angehoben und über der ersten Stütze 2 positioniert.
Anschließend werden die unteren Verschraubungen angebracht, so dass der biegesteife
Spreizrahmen 3 geschlossen und der Stützenrahmen 1 vervollständigt ist. Anschließend
hebt der Ausleger 10 des Löffelbaggers 11 den Stützenrahmen 1 an, so dass die zwei
Stützen 2 vertikal und zueinander parallel verlaufen (siehe Fig. 4). Der Stützenrahmen
1 wird in dieser Ausrichtung in einen Voraushub für das Verbaufeld eingesetzt. Der
Voraushub wurde zuvor mit einem Löffelbagger 11 angebracht.
[0058] Je nach Standfestigkeit des Bodens ist der Voraushub bis zu einer Tiefe von 1 m bis
1,5 m vorzunehmen. In den Voraushub wird der erste Stützenrahmen 1 eingesetzt, wie
die Fig. 4 zeigt.
[0059] Danach werden die äußeren Verbauplatten 4 in das Trägerprofil der Stützen 2 eingesetzt.
Dieser Vorgang ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Eine großflächige Verbauplatte
4 aus Stahl wird mit einem Baggerausleger angehoben und mit einem Rand in die Nähe
des Profils einer der Stützen 2 bewegt. Wie insbesondere in Fig. 8 zu erkennen, weisen
die Stützen 2 auf den zwei Seiten, die in Grabenlängsrichtung vorne und hinten liegen,
Aufnahmekanäle 12 auf, in welche die Ränder der Verbauplatten 4,5 eingefügt werden
können. Der Rand der äußeren Verbauplatte 4 wird, wie in Fig. 6 dargestellt, in einen
Aufnahmekanal 12 der Stütze 2 eingeschwenkt.
[0060] Wie die Fig. 7 zeigt, wird anschließend ein zweiter Stützenrahmen 1 durch den Ausleger
10 eines Baggers angehoben und am anderen Ende der Verbauplatten 4 abgesenkt, so dass
in den den Verbauplatten 4 zugewandten Aufnahmekanälen 12 die Ränder der Verbauplatten
4 geführt werden. Die Aufnahmekanäle 12 bilden die Befestigungsvorrichtungen, welche
die äußeren Verbauplatten 4 zwischen zwei in Grabenlängsrichtung aufeinander folgenden
Stützen 2 an einer Seite des Grabens halten.
[0061] Anschließend hebt der Bagger das Erdreich zwischen den Verbauplatten 4 und den Stützen
2 aus und drückt diese Bauteile nacheinander in den ausgehobenen Graben ein. Dabei
werden jeweils 30 - 40 cm des Erdreichs unterhalb der Plattenkanten oder der Stützen
ausgehoben. Die Stützen 2, die Verbauplatten 4 und die Spreizrahmen 3 werden abwechselnd
nachgedrückt, wobei diese Bauteile in vertikaler Richtung verschoben werden.
[0062] Wenn die äußeren Verbauplatten 4 vollständig in das Erdreich abgesenkt sind, werden
innere Verbauplatten 5 eingesetzt. Wie in Fig. 8 dargestellt, werden die inneren Verbauplatten
5 in den Aufnahmekanal 12 der Stützen 2 oberhalb der äußeren Verbauplatten 4 eingeschwenkt
und anschließend parallel zu den äußeren Verbauplatten 4 in den Graben abgesenkt.
Bei einem weiteren Ausheben des Grabens werden die inneren Verbauplatten 5 abgesenkt,
wobei die äußeren Verbauplatten 4 die in Fig. 9 erkennbare Stellung im oberen Bereich
des Grabens bewahren.
[0063] Die äußeren Verbauplatten 4 und die inneren Verbauplatten 5 können zum Beispiel zweigeteilt
sein, um verschiedene Grabenhöhen realisieren zu können. Die Verbauplattenteile können
aufeinander gesetzt und durch Verbindungselemente fest miteinander verbunden werden.
[0064] Die Gesamthöhe der inneren Verbauplatte 5 bzw. der äußeren Verbauplatte 4 der dargestellten
Verbauvorrichtung liegt in der Regel nicht über 5 m, da andernfalls die auf die Bauelemente
wirkenden Druckkräfte, Reibungskräfte und Torsionskräfte zu groß werden. Meist liegt
die Höhe von aus zwei Plattenteilen bestehenden äußeren Verbauplatten 4 und inneren
Verbauplatten 5 in der Größenordnung von 4 m. Die Länge der Stütze 2 beträgt etwa
8 m. Dementsprechend liegt auch die größte Tiefe eines Grabens, der mit der dargestellten
Verbauvorrichtung abgestützt werden kann, meist bei 8 m bis höchstens 10 m.
[0065] Die Fig. 10 zeigt in detaillierter Schnittdarstellung noch einmal die zusammenwirkenden
Teile der Verbauvorrichtung an dem Beispiel einer linken Stütze 2 eines Stützenrahmens.
[0066] Es ist zu erkennen, dass die Stützen 2 aus einem zumindest teilweise geschlossenen
Kastenhohlprofil bestehen. Die beiden in Grabenlängsrichtung vorne und hinten liegenden
Seiten der Stütze 2 weisen jeweils einen Aufnahmekanal 12 auf, in dem die Ränder äußerer
Verbauplatten 4 und zum Grabeninneren hin versetzter, innerer Verbauplatten 5 geführt
sind. Anstelle eines großen offenen Aufnahmekanals 12 auf jeder Seite der Stütze 2
sind auch Stützen bekannt, die jeweils einen gestuften Aufnahmekanal auf jeder Seite
oder die zwei zueinander parallele Aufnahmekanäle auf jeder Seite aufweisen, um die
äußere und innere Verbauplatte am Rand zu führen.
[0067] Ferner ist an der dem Grabeninneren zugewandten Seite der Stütze 2 ein Führungskanal
13 zu erkennen, der zum Grabeninneren hin offen ist und eine vertikale Linearführung
bildet. Der Führungskanal 13 nimmt eine Führungsschiene 14 auf, die an der Außenseite
des Laufwagens 7 angeordnet ist. Die Führungsschiene 14 hintergreift formschlüssig
Randleisten 15, welche die Mündung des Führungskanals 13 seitlich einschnüren. Der
Formschluss verhindert, dass der Laufwagen 7 aus seiner Führung in dem Führungskanal
13 herausgezogen wird.
[0068] Zur leichten Verschiebbarkeit des Laufwagens 7 entlang der Stütze 2 sind an dem Laufwagen
7 Laufrollen 16 angeordnet, die um horizontale Achsen 17 drehbar sind und auf der
dem Grabeninneren zugewandten Fläche seitlicher Stützflansche 18 der Stütze 2 abrollen.
[0069] Es ist zu beachten, dass die leichtgängige Verschiebung eines Spreizwagens oder Spreizrahmens
an einer Stütze auch durch andere Linearführungen an der Stützeninnenseite und durch
andere, hiermit zusammenwirkende Führungselemente der Spreizrahmen erzielt werden
können, ohne den Umfang der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
[0070] Die Fig. 10 zeigt ferner einen Führungssteg 19 auf der Außenseite der Stütze 2. Dieser
Führungssteg 19 hat keine Funktion, wenn die Verbauvorrichtung alleine (wie in Fig.
9 zu erkennen) eingebaut wird. Sie erfüllt ihre Funktion erst, wenn gemäß der Erfindung
eine zweite Verbauvorrichtung in die zuvor beschriebene erste Verbauvorrichtung eingesetzt
und durch diese hindurch in eine größere Grabentiefe eingebaut wird. Dieser Vorgang
ist in den Fig. 11 bis 20 dargestellt.
[0071] Die ersten Figuren 11 bis 13 fassen noch einmal den zuvor beschriebenen Vorgang des
Einbaus einer Verbauvorrichtung gemäß dem Stand der Technik zusammen. Dabei sind in
den Fig. 11 bis 19 allein die Stützenrahmen 1 in Vorderansicht in einer Betrachtungsrichtung
parallel zur Längsrichtung des Grabens dargestellt. Die Verbauplatten, welche die
durch die Stützenrahmen definierten Verbaufelder seitlich begrenzen, sind lediglich
in Fig. 20 zu erkennen.
[0072] Fig. 11 zeigt, ähnlich der Fig. 5, wie der Stützenrahmen 1 in den Voraushub des Grabens
eingesetzt wird. Die Fig. 12 zeigt den Stützenrahmen 1 beim weiteren Absenken der
Verbauvorrichtung, wie oben beschrieben. Die Fig. 13 zeigt - ähnlich der Fig. 9 -
schematisch den Stützenrahmen 1 im vollständig eingebauten Zustand.
[0073] Fig. 14 zeigt die erfindungsgemäße Fortführung des Verbauverfahrens zur Erreichung
besonders großer Grabentiefen. In den in dieser Figur dargestellten, vollständig eingebauten
ersten Stützenrahmen 1 wird ein zweiter Stützenrahmen 1' einer zweiten Verbauvorrichtung
eingesetzt. Dazu wird der Stützenrahmen 1' ebenfalls an einen Ausleger 10 eines Baggers
gehängt und von oben zwischen die Stützen 2 des ersten Stützenrahmens 1 geschoben,
bis der zweite Stützenrahmen 1' sich kurz oberhalb des Spreizrahmens 3 der ersten
Verbauvorrichtung befindet.
[0074] Wenn sich der Spreizrahmen 3' der zweiten inneren Verbauvorrichtung im Wesentlichen
vollständig zwischen den Stützen 2 der äußeren Verbauvorrichtung befindet (unterhalb
der in Fig. 14 dargestellten Position), wird er aufgespreizt, bis die Stützen 2' der
inneren Verbauvorrichtung mit großem Druck gegen die Stützen 2 der äußeren Verbauvorrichtung
anliegen. Hierdurch wird der Spreizrahmen 3 zwischen den Stützen 2 der äußeren Verbauvorrichtung
entlastet. Die Spreizvorrichtung für die Spreizrahmen wird weiter unten detailliert
beschrieben.
[0075] Der Spreizrahmen 3 der ersten Verbauvorrichtung ist mit dem oben beschriebenen Anschlag
25 (Fig. 1) zunächst in einer bestimmten Höhe der Stützen 2 fixiert. Nach dem Einsetzen
und Aufspreizen des zweiten Stützenrahmens 1' wird der Anschlag entfernt, und der
Spreizrahmen 3 des ersten Stützenrahmens 1 vollständig bis zur Sohle des Grabens abgesenkt
(siehe Fig. 15). Hier wird der erste Spreizrahmen 3 zwischen den äußeren Stützen 2
der ersten Verbauvorrichtung entfernt. Der auf die äußeren Stützen 2 der ersten Verbauvorrichtung
wirkende Erddruck wird über die inneren Stützen 2' auf den aufgespreizten Spreizrahmen
3' der zweiten, inneren Verbauvorrichtung übertragen.
[0076] In den Figuren ist zu erkennen, dass der Spreizrahmen 3' eine andere Form aufweist
als der Spreizrahmen 3. Der Spreizrahmen 3 weist - wie bei der Ausführungsform aus
den Fig. 1 bis 9 - eine im Wesentlichen rechteckige Form mit einem oberen und einem
unteren Spreizrohr 8 zwischen den seitlichen Laufwagen 7 auf, wogegen der Spreizrahmen
3' zwischen den seitlichen Laufwagen 7' lediglich ein Spreizrohr 8' aufweist, das
aus einem rechteckigen Kastenhohlprofil besteht. Der Spreizrahmen 3' hat so im Wesentlichen
eine nach unten offene U-förmige Form. Auch andere Spreizrahmen sind bekannt, die
beispielsweise eine H-förmige Form mit einem einzigen Rohrabschnitt im mittleren Bereich
der Laufwagen aufweisen. Zur Durchführung der Erfindung können beliebige Formen der
Spreizrahmen 3,3' verwendet werden. Jede Art von Spreizrahmen 3,3' ist vorteilhafterweise
mit einer Spreizvorrichtung versehen, um beim Einsetzen zwischen den zwei Stützen
eines bereits im Graben eingebauten Verbaufelds aufgespreizt zu werden und die Last
zu übernehmen.
[0077] In der Fig. 1 ist an der vorderen linken Stütze 2 zu erkennen, dass der Führungskanal
13 für den linken Laufwagen 7 im unteren Abschnitt etwa über die Höhe des Laufwagens
7 aufgeweitet ist. Dieser aufgeweitete Bereich besteht aus erweiternden Ausnehmungen,
die durch Entfernen der Randleisten 15 im unteren Bereich erzeugt werden. Die Ausnehmung
bzw. der erweiterte Bereich ist mit dem Bezugszeichen 20 versehen und in Fig. 29,
die eine Ansicht der Innenseite der Stütze 2 zeigt, im Detail dargestellt. Die Fig.
21 zeigt ferner einen Schnitt durch den unteren Abschnitt der oberen und äußeren Stütze
2 sowie eine Draufsicht auf die untere und innere Stütze 2'. Hier ist zu erkennen,
dass die Randleisten 15' den Formschluss zwischen der schwalbenschwanzförmigen Führungsschiene
14' des Laufwagens 7' und der inneren Stütze 2' sicherstellen. Bei der äußeren Stütze
2 ist der Formschluss im dargestellten unteren erweiterten Bereich 20 des Führungskanals
13 wegen der fehlenden Randleisten 15 aufgehoben. Der Verlauf der Randleisten 15 oberhalb
der Schnittebene ist in Fig. 21 in gestrichelten Linien angedeutet. Eine in den Führungskanal
13 eingeschobene Führungsschiene 14 eines Laufwagens 7 (siehe Fig. 10) wird folglich
im oberen Bereich durch die Randleisten 15 geführt, kann aber im erweiterten Bereich
20 (Fig. 21) des Führungskanals 13 einfach zum Grabeninneren hin aus dem Führungskanal
13 entfernt werden. Nach dem Lösen der Verschraubung und dem Entfernen der Spreizrohre
8 zwischen den Laufwagen 7 des Spreizrahmens 3 können alle Bestandteile des Spreizrahmens
3 aus dem Graben entfernt werden. Während der Entnahme des Spreizrahmens 3 zwischen
den äußeren Stützen 2 wird der Stützenrahmen 1' durch einen Anschlag in einer bestimmten
Höhe gehalten und arretiert (siehe Fig. 16). Nachdem der untere Spreizrahmen 3 entfernt
ist, wird der Anschlag entfernt und der Stützenrahmen 1' weiter abgesenkt (siehe Fig.
17).
[0078] Nun kann ein Verbaufeld der zweiten Verbauvorrichtung, welche aus zwei Stützenrahmen
1' und dazwischen angeordneten äußeren und inneren Verbauplatten besteht, bei kontinuierlichem
weiteren Aushub des Grabens abgesenkt werden (siehe Fig. 18). Die seitlichen Drucklasten
des Erdreichs werden weiterhin durch den verschiebbaren Spreizrahmen 3' zwischen den
inneren Stützen 2' aufgenommen. Sobald die inneren Stützenrahmen 1' weit genug abgesenkt
sind, kann der Spreizrahmen 3, der zuvor unterhalb der Stützen 2' zwischen den Stützen
2 entfernt wurde, wieder von oben zwischen die Stützen 2 eingefügt werden (siehe Fig.
19). Bei einem weiteren Absenken der unteren Stützen 2' werden dann die auf die oberen
Stützen 2 wirkenden Erdlasten wieder von dem dazwischen befindlichen Spreizrahmen
3 aufgenommen. Der Spreizrahmen 3' nimmt die Erdlasten auf, die auf die unteren Stützen
2' wirken.
[0079] Auf diese Weise wird bei kontinuierlichem sicheren Abfangen der auf die äußeren Stützen
2 wirkenden seitlichen Erdlasten ein inneres Stützenpaar 2' zwischen die äußeren Stützen
2 gebracht und, ausgehend von der Sohle des Grabens, nach Einbau der äußeren Stützen
2 (siehe Fig. 17) die zweite Verbauvorrichtung, welche von den inneren Stützen 2'
abgestützt wird, auf eine sehr viel größere Grabentiefe abgesenkt.
[0080] Die Fig. 20 zeigt die Verbauvorrichtung in ihrem eingebauten Zustand. Hier sind die
äußeren Verbauplatten 4 zwischen den oberen Stützen 2 und 4' zwischen den unteren
Stützen 2' dargestellt. Ferner sind die inneren Verbauplatten 5 in den Aufnahmekanälen
der oberen Stützen 2 und die inneren Verbauplatten 5' in den Aufnahmekanälen der unteren
Stützen 2' zu erkennen. Die seitlich auf die Verbauplatten 4', 5' der unteren Verbauvorrichtung
wirkenden Kräfte sind nicht wesentlich höher als die auf die Verbauplatten 4,5 der
oberen Verbauvorrichtung wirkenden Kräfte. Die durch die größere Einbautiefe steigende
vertikale Last führt gleichzeitig zu einem Anstieg der in dem Erdreich wirkenden Reibungskräfte.
Die Reibungskräft wirken einer Verlagerung des Erdreichs in Richtung der Grabenmitte
entgegen. Folglich werden die in großer Tiefe wirkenden, hohen vertikalen Druckkräfte
nicht in erheblichem Umfang in seitlicher Richtung auf die Verbauplatten 4', 5' übertragen.
[0081] Die vorliegende Erfindung ist aber nicht auf den beschriebenen Einbau von Verbauvorrichtungen
mit in den Stützen laufenden inneren und äußeren Verbauplatten beschränkt, sondern
kann auch vorteilhaft bei Verbauvorrichtungen eingesetzt werden, bei denen nur eine
Verbauplatte zwischen zwei aufeinander folgenden Stützen geführt ist.
[0082] Das Verbaufeld der äußeren Verbauvorrichtung und das Verbaufeld der inneren Verbauvorrichtung
weisen die gleiche Länge auf. So können übergangsfrei mehrere äußere und innere Verbauvorrichtungen
in Grabenlängsrichtung hintereinander gefügt werden.
[0083] Die Fig. 21 zeigt die Stützen an der linken Seite des in Fig. 20 dargestellten Grabens
in der Ansicht x - x. Hier ist zu erkennen, dass die Stützenrahmen 1,1' von beiden
Seiten mit Verbauplatten 4,5 4',5' bestückt sind. Das heißt, dass die dargestellten
Stützen 2,2' zwei Verbaufelder, deren Länge durch die Länge der Verbauplatten 4,5,4',5'
definiert ist, miteinander verbinden.
[0084] In Fig. 21 ist zu erkennen, dass in dem Führungskanal 13' der inneren Stütze 2' die
Führungsschiene 14' des Laufwagens 3' aufgenommen ist. Dagegen greift in den Führungskanal
13 der äußeren Stütze 2 der an der Außenseite der inneren Stütze 2' angebrachte Führungssteg
19 ein und stellt sicher, dass die innere Stütze 2' während des Einbaus nicht in Grabenlängsrichtung
umkippen kann.
[0085] Wie in Fig. 20 zu erkennen, greift in den zum Grabeninneren offenen Führungskanal
oberhalb der inneren Stützen 2' die Führungsschiene des oberen Spreizrahmens 3 ein.
[0086] Wie weiter oben erwähnt, ist es vorteilhaft, wenn nach dem Einsetzen des inneren
Stützenrahmens 1' zwischen die Stützen 2 des äußeren Stützenrahmens 1 und vor dem
Entfernen des Spreizrahmens 3 zwischen den äußeren Stützen 2 der Spreizrahmen 3' zwischen
den inneren Stützen 2' aufgespreizt wird. Auf ähnliche Weise ist es sinnvoll, nach
dem Wiedereinsetzen des Spreizrahmens 3 während des Absenkens der unteren Stützen
2' diesen wieder eingesetzten Spreizrahmen 3 seitlich aufzuspreizen, damit er kraftschlüssig
gegen die äußeren Stützen 2 anliegt. Auf diese Weise wird jegliche Bewegung der äußeren
Stützen 2 zur Grabenmitte hin während des Einbaus und des Durchlaufens der inneren
Stützenrahmens 1' zwischen den äußeren Stützen 2 vermieden.
[0087] Die Fig. 22 zeigt schematisch eine Spreizvorrichtung, welche das Aufspreizen ermöglicht.
Es ist zu erkennen, dass der linke Laufwagen 7 des Spreizrahmens 3 eine hydraulische
Spreizvorrichtung aufweist. Die Spreizvorrichtung befindet sich im Bereich zweier
Anschlussflansche 21,22, die einerseits am Laufwagen 7 und andererseits an einem Ende
des Spreizrohrs 8 angeordnet sind. Jede hydraulische Spreizvorrichtung umfasst einen
Hydraulikzylinder 23. Bei dem dargestellten Spreizrahmen 3 sind Hydraulikzylinder
23 sowohl im Bereich des unteren Spreizrohrs 8 als auch im Bereich des oberen Spreizrohrs
8 vorgesehen. Zum Aufspreizen des Rahmens kann die Verschraubung des Anschlussflanschs
21 an dem Laufwagen 7 mit dem Anschlussflansch 22 an dem Spreizrohr 8 gelöst werden.
Anschließend wird der Hydraulikzylinder 23 mit Druck beaufschlagt. Vorzugsweise werden
der obere Hydraulikzylinder 23 und der untere Hydraulikzylinder 23 synchron mit dem
gleichen Druck beaufschlagt. Nach dem Aufspreizen des Spreizrahmens 3 auf die gewünschte
Breite wird eine Sperrplatte 24 zwischen die aufgespreizten Anschlussflansche 21,22
gefügt.
[0088] In Fig. 23 ist zu erkennen, daß mehrere Sperrplatten 24 zwischen zwei benachbarten
Anschlussflanschen 21' und 22 eingefügt sind. Alternativ zu der Mehrzahl der Sperrplatten
24 können auch Sperrplatten unterschiedlicher Dicke verwendet werden. Oberhalb der
unteren Anschlussflansche 21', 22 ist in Fig. 23 eine isolierte Sperrplatte 24 sowohl
in Seitenansicht ihrer Schmalseite als auch um 90° gedreht in Draufsicht auf ihre
Breitseite dargestellt. Außerdem ist hier - wie weiter unten beschrieben - der dem
Laufwagen 7 zugeordnete Anschlussflansch 21' Bestandteil eines Zusatzteils, welches
den Hydraulikzylinder 23 aufweist. Die Sperrplatten 24 sind so ausgebildet, dass sie
zwischen Schrauben hindurchschiebbar sind, durch welche die benachbarten Anschlussflansche
21' und 22 miteinander verschraubt werden. Ferner weist die Sperrplatte 24 in ihrer
Mitte eine längliche Aussparung 38 auf, die das Hindurchtreten der Kolbenstange 36
(siehe Fig. 25) ermöglicht.
[0089] Nach dem Aufspreizen und dem Einschieben der Sperrplatte wird die Verbindung bestehend
aus den Anschlussflanschen 21',22 und der Sperrplatte 24 wieder verschraubt, so dass
der Spreizrahmen 3 weiterhin eine hohe Biegesteifigkeit aufweist. Die Sperrplatten
24 stehen in verschiedenen Dicken zur Verfügung, so dass jeweils die Dicke gewählt
werden kann, deren Dicke der maximalen Aufspreizung durch die Spreizvorrichtung entspricht.
[0090] Zum Ausbau des Spreizrahmens 3 zwischen den Stützen 2 kann umgekehrt vorgegangen
werden. Es kann zunächst eine Verschraubung gelöst und anschließend ein gewisser Druck
auf die Hydraulikzylinder 23 gegeben werden. Hierdurch übernimmt der Hydraulikzylinder
23 den Druck von der Sperrplatte 24, die zwischen den Anschlussflanschen 21,22 eingefügt
ist. Anschließend wird eine Sperrplatte 24 entfernt. Wenn dann der hydraulische Druck
aus den Hydraulikzylindern 23 abgelassen wird, befinden sich die Spreizrohre 8 mit
großem Spiel zwischen den zwei seitlichen Laufwagen 7. Die Spreizrohre 8 können nach
dem Lösen der Verschraubung der Anschlussflansche auf der rechten Seite entfernt werden.
Anschließend können die Laufwagen 7 aus den Führungskanälen 13 der Stützen 2 durch
den aufgeweiteten Bereich 20 (siehe Fig. 1 und 26) im unteren Bereich der Stützen
2 entfernt werden.
[0091] Wie oben erwähnt, weist auch der Spreizwagen 3' der inneren Verbauvorrichtung eine
ähnliche Spreizvorrichtung auf.
[0092] Die in Fig. 22 schematisch dargestellte Spreizvorrichtung ist in den Figuren 23 -
25 detailliert dargestellt. Wie in Fig. 23 erkennbar, können die Spreizvorrichtungen
mit Hydraulikzylindern Zusatzteile 32 bilden, die zwischen den Anschlussflansch 21
eines Laufwagens 7 und den gegenüberliegenden Anschlussflansch 22 des Spreizrohrs
8 geschraubt werden und zwei entsprechende Anschlussflansche aufweisen. Der dem Anschlussflansch
22 des Spreizrohrs 8 zugewandte Anschlussflansch 21' des Zusatzteils 32 bildet dann
den dem Laufwagen 7 zugeordneten Anschlussflansch 21', der von dem Anschlussflansch
22 des Spreizrohrs 8 weg geschoben werden kann.
[0093] Die Figuren 24 und 25 zeigen eines der genannten Zusatzteile 32 in vergrößerter Ansicht.
Dabei ist bei der Ansicht des Zusatzteils 32 in Fig. 24 ein Teil des vorne liegenden
Anschlussflansches 21 weggeschnitten dargestellt, damit der Hydraulikzylinder 23 sichtbar
ist. Aus dem gleichen Grund ist ein Teil der in Fig. 25 sichtbaren Seitenwand des
Kastenhohlprofils 33 ausgeschnitten. In Fig. 25 ist zusätzlich das linke Ende eines
Spreizrohrs 8 mit Anschlussflansch 22 sowie eine Sperrplatte 24 dargestellt.
[0094] Das Zusatzteil 32 wird mit seinem linken Anschlussflansch 22' gegen einen Anschlussflansch
21 des Laufwagens 7 geschraubt. Mit dem zweiten Anschlussflansch 21' wird das Zusatzteil
32 an den entsprechenden Anschlussflansch 22 des Spreizrohrs 8 geschraubt. Zwischen
den zwei Anschlussflanschen 21' und 22' des Zusatzteils 32 befindet sich ein Kastenhohlprofil
33, in dem ein Hydraulikzylinder 23 aufgenommen ist. Der Hydraulikzylinder 23 ist
mit einer Grundplatte 34 an dem Anschlussflansch 22' angeschweißt. Der Hydraulikzylinder
23 weist einen hydraulisch verschiebbaren Kolben 35 und eine sich daran anschließende
Kolbenstange 36 auf, deren freies Ende gegen den Anschlussflansch 22 des Spreizrohrs
8 drückt. Das Aufspreizen der Spreizvorrichtung ist insbesondere in Fig. 25 zu erkennen.
Wenn der Hydraulikzylinder 23 mit Druck beaufschlagt wird, drückt der Kolben 35 die
Kolbenstange 36 gegen den Anschlussflansch 22 des Spreizrohrs 8, so dass zwischen
diesem und dem gegenüberliegenden Anschlussflansch 21' des Spreizrohrs 8 ein Spalt
entsteht. In diesen Spalt kann die Sperrplatte 24 eingeschoben werden, welche zwischen
Schrauben hindurchragt, die den Bohrungen in den Anschlussflanschen 21', 22 eingesteckt
sind. Danach wird der Druck aus dem Hydraulikzylinder 23 abgelassen und die zwei Anschlussflansche
21',22 mit der dazwischen liegenden Sperrplatte 24 verschraubt.
[0095] In den Figuren 24 und 25 ist zu erkennen, dass im unteren Bereich des Anschlussflansches
21' des Zusatzteils 32 ein Führungsprofil 37 angeschweißt ist. Es ist in der in Fig.
24 sichtbaren Ansicht U-förmig und umgreift den unteren Rand des Anschlussflansches
21' im Wesentlichen bündig. Das Führungsprofil 37 stellt sicher, dass beim Verschieben
mit gelöster Verschraubung der einander gegenüberliegende Anschlussflansche 22,21'
diese zueinander ausgerichtet bleiben und im Anschluss an die Verschiebung wieder
verschraubt werden können.
[0096] Die Fig. 27 zeigt eine Draufsicht auf weitere Ausführungsformen der zwei linken Stützen
einer eingebauten Verbauvorrichtung mit den darin aufgenommenen Verbauplatten 4,4',
5,5' an einer Stützenseite. An der anderen Stützenseite sind die Kanäle zur Aufnahme
der Ränder der Verbauplatten leer.
[0097] Bei dieser Ausführungsform sind abweichend von der Darstellung in Fig. 21 die äußere
Stütze 2 und die innere Stütze 2' zueinander unterschiedlich ausgebildet. Bei einer
derartigen Ausführungsform ist darauf zu achten, dass die Stützen 2,2' in der richtigen
Position außen bzw. innen eingebaut sind. Durch die unterschiedliche Ausführung der
Stützen 2,2' lässt sich jede der Stützen 2,2' optimal an ihre Funktion anpassen.
[0098] Die innere Stütze 2' weist in regelmäßigen Abständen horizontale Achsen 27 auf, die
nahe der Außenseite der Stütze 2' in dem die Stütze 2' bildenden Kastenhohlprofil
befestigt sind. Auf den horizontalen Achsen 27 sind drehbare Laufrollen 26 angeordnet,
welche auf den inneren Abschnitten der Stützflansche 18 der äußeren Stütze 2 abrollen.
Auf diese Weise wird das leichtgängige Verschieben der Stützen 2' des inneren Stützenrahmens
1' zwischen den äußeren Stützen 2 sichergestellt. Dabei durchragt der Umfang der Laufrollen
26 längliche Aussparungen in der Außenwand der inneren Stütze 2' und ragt über diese
Außenwand um einige Millimeter hervor. Allein die innere Stütze 2' weist ein Paar
Führungsstege 19' auf. Die zwei Führungsstege 19' sind sehr kurz und erzeugen keinen
Widerstand beim Absenken der Stütze in das Erdreich. Diese Führungsstege können an
der äußeren Stütze 2 bei der dargestellten Ausführungsform entfallen, weil die äußere
Stütze 2 meist nicht entlang einer weiter außen liegenden Stütze geführt werden muss.
[0099] Bei der Ausführungsform der Figur 27 weisen die Stützen und die Laufwagen 7' weitere
charakteristische Merkmale auf. Der Laufwagen 7' ist in den Figuren 28 und 29 dargestellt.
Dabei ist zu erkennen, dass sich die Führungsschiene 14' nur über einen kurzen Längenabschnitt
im unteren Bereich des Laufwagens 7' erstreckt, in dem die Laufrollen 16 angeordnet
sind. Im oberen Bereich, kurz unterhalb der oberen Laufrollen, ist ein Führungselement
39 zu erkennen, welches von einer ersten, in Figur 28 dargestellten Position in eine
zweite, in Figur 29 dargestellte Position bewegt werden kann.
[0100] In der ersten, in Figur 28 dargestellten Position befindet sich das bewegliche Führungselement
39 im Führungskanal 13', wenn die Laufrollen 26 gegen den Stützflansch 18 der Stütze
2' anliegen. Mittels eines Handhabungsmittels 40 kann das bewegliche Führungselement
39 manuelle in die zweite, in Figur 29 erkennbare Position bewegt werden. Dabei wird
das bewegliche Führungselement 39 zunächst gedreht, so dass es die Randleisten 15'
des Führungskanals 13' nicht mehr hintergreift. Anschließend wird das bewegliche Führungselement
39 aus dem Führungskanal 13' herausgezogen.
[0101] Dieses bewegliche Führungselement ermöglicht die Entnahme des Laufwagens aus dem
Führungskanal 13', wenn der Laufwagen ganz unten an der Stütze angelangt ist.
[0102] Die Figuren 30 und 31 zeigen eine äußere Stütze 2 in der Draufsicht auf ihre zum
inneren des Grabens gewandte Seite und in schaubildlicher Detailansicht, die das untere
Ende zeigt. Die Figuren 32 - 34 zeigen eine innere Stütze 2' in Seitenansicht, Querschnittsansicht
und in schaubildlicher Detailansicht, die das obere Ende zeigt.
[0103] Bei beiden Stützen 2,2' ist zu erkennen, dass die Stützflansche 18 in einem Abstand
von etwa 30 cm oberhalb dem unteren Ende der Stütze 2,2' enden. Wenn der Laufwagen
7' (siehe Figuren 28 und 29) nach ganz unten verschoben ist, befindet sich die kurze
Führungsschiene 14' des Laufwagens 7' in dem unteren Abschnitt der Stütze 2,2' ohne
Stützflansche 18. Dieser Abschnitt bildet den aufgeweiteten Bereich des Führungskanals
13, 13', aus dem die kurze Führungsschiene 14 nach innen und sogar in Längsrichtung
des Grabens heraus bewegt werden kann. Dies ist allerdings nicht ohne weiteres möglich,
solange das bewegliche Führungselement 39 die Randleisten 15,15' des Führungskanals
13,13' hintergreift. Um einen Laufwagen 7,7' vollständig vom Führungskanal 13,13'
zu lösen und zum Beispiel auf dem Grund des Grabens abzulegen, wird das bewegliche
Führungselement 39 in die eingezogene Position der Figur 29 bewegt. Wenn der Laufwagen
7' sich dann ganz unten am Grabengrund und am unteren Bereich der Stütze 2 oder 2'
befindet, kann er in die Horizontale auf den Grund des Grabens gelegt werden. Hier
kann der Laufwagen auseinander genommen und entfernt werden.
[0104] Die Figuren 28 und 29 zeigen weitere Details des Laufwagens 7'. So sind beispielsweise
oberhalb der oberen und unteren Rollen 16 Abstreifbürsten 41 zu erkennen, welche eine
übermäßige Verschmutzungen der Laufrollen 26 vermeiden.
[0105] In den Figuren 32 und 33 sind ferner die horizontalen Achsen 27 zu erkennen, welche
in regelmäßigen Abständen an der Außenseite der inneren Stützen 2' angeordnet sind
und welche die Laufrollen 26 tragen, die auf den Stützflanschen 18 der äußeren Stützen
2 abrollen (siehe Fig. 27). In den Ansichten der Figuren 30 und 31 ist zu erkennen,
dass die Stützflansche 18 der äußeren Stützen 2 die Laufflächen für die Laufrollen
26 der inneren Stützen 2' bilden.
[0106] Ferner ist zu erkennen, dass in dem Kastenhohlprofil, welches die äußeren Stützen
2 bildet, in regelmäßigen Abständen Öffnungen 50 angeordnet sind. Die Öffnungen 50
dienen einerseits einer Aufnahme eines Anschlags. Der Anschlag vermeidet, dass der
Laufwagen 7 zu weit nach unten verschoben wird und seine kurze Führungsschiene 14
unbeabsichtigt aus dem unteren Bereich austritt, in dem die Stützflansche 18 entfernt
sind.
[0107] Ferner dienen die Öffnungen 50 der Aufnahme einer nachfolgend beschriebenen Pressvorrichtung,
welche das Einpressen der inneren Stützen 2' in den Erdboden ermöglichen, wenn diese
sich bereits unterhalb eines zwischen den äußeren Stützen 2 angebrachten Spreizrahmens
befinden.
[0108] Wie in den Figuren 19 und 20 zu erkennen, entsteht beim Hindurchführen der inneren
Stützen 2' durch die äußeren Stützen 2 und beim weiteren Absenken nach dem Einsetzen
des Spreizrahmens 3 zwischen die äußeren Stützen eine Einbausituation, in der der
Kopfbereich der inneren Stützen 2' nicht mehr frei zugänglich ist. Oberhalb des Kopfbereichs
der Stützen 2' befindet sich der Spreizrahmen 3. Aus diesem Grund wird es schwierig,
mit einem Baggerlöffel ausreichende Druckkräfte auf die inneren Stützen 2' auszuüben,
um diese beim weiteren Aushub des Grabens abzusenken.
[0109] Die Figuren 35 bis 38 zeigen eine Pressvorrichtung 42, die in Verbindung mit der
in Figur 30 dargestellten äußeren Stütze 2 das weitere Absenken der inneren Stütze
2' erleichtert. Die Pressvorrichtung 42 hat ein kastenförmiges Stahlgehäuse 43. An
den zwei schmalen Seiten des Stahlgehäuses 43 sind jeweils zwei zueinander parallele
Zapfen 44 angeordnet. An einer Seite ist das Gehäuse 43 mit einem Kupplungsteil 45
einer Schnellwechselkupplung versehen. Das komplementäre Kupplungsteil 46 ist an dem
Ausleger 47 eines Baggers angebracht (siehe Fig. 38). Mit den Kupplungsteilen 45,
46 der Schnellwechselkupplung ist es möglich, die Pressvorrichtung 42 innerhalb weniger
Sekunden an dem Ausleger 47 zu befestigen.
[0110] Wie die Figuren 35 und 36 ferner zeigen, befinden sich innerhalb des Gehäuses 43
der Pressvorrichtung 42 zwei hydraulische Presszylinder 48, mit denen zwei Presskolben
49 eine Presskraft nach unten erzeugen können. Die Schnellwechselkupplung umfasst
auch Kupplungsorgane (nicht dargestellt), welche den Hydraulikkreislauf des Baggers
mit den hydraulischen Presszylindern 48 der Pressvorrichtung 42 verbinden.
[0111] Die Zapfen 44 wirken mit Öffnungen 50 zusammen, welche im Abstand der Zapfen 44 im
Führungskanal 13 der Stütze 2 (siehe Figur 28) angebracht sind. Dabei bilden die regelmäßig
über die erste, äußere Linearführung verteilten Öffnungen 50 erste Halteelemente und
die darein einsteckbaren Zapfen 44 der Preßvorrichtung 42 hiermit zusammen wirkende,
zweite Halteelemente.
[0112] Die Verwendung der Pressvorrichtung 42 ist insbesondere in den Figuren 37 und 38
dargestellt.
[0113] In beiden Figuren ist eine äußere Stütze 2 und eine innere Stütze 2' zu erkennen.
Oberhalb des Kopfendes der inneren Stütze 2' befindet sich der zwischen dem Paar äußerer
Stützen 2 angeordnete Spreizrahmen 3. In den Figuren 37 und 38 sind insbesondere die
unteren Enden der Laufwagen 7 zu erkennen, die durch einen Anschlag (nicht dargestellt)
an den äußeren Stützen 2 mit einem gewissen Abstand vom Kopfende der inneren Stützen
2' gehalten sind.
[0114] Die Pressvorrichtung 42 ist über die zwei Kupplungsteile 45, 46 mit dem Ausleger
47 eines Baggers verbunden. Der Ausleger 47 hält die Pressvorrichtung 42 derart, dass
die zwei Zapfen 44 an einer Seite des Gehäuses 43 in zwei Öffnungen 50 innerhalb des
Führungskanals 13 der äußeren Schiene 2 (siehe Figur 28) eingesteckt sind. Über die
zwei Zapfen 44 ist das Gehäuse 43 der Pressvorrichtung 42 formschlüssig mit der äußeren
Stütze 2 verbunden.
[0115] Über die Hydraulikleitungen des Baggers wird zumindest ein Presszylinder 48 derart
aktiviert, dass der Presskolben 49 auf eine Kopfplatte 51 der inneren Stütze 2' drückt.
Die Presskraft des Presskolbens 49 treibt das untere Ende der innere Stütze 2' tiefer
in den ausgeschachteten Graben hinein.
[0116] Während bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung die Stützen
1,1',2,2' mit den Linearführungen 13,13', 14,14' von den Verbauplatten 4,4',5,5' trennbar
sind, sind bei der in den Figuren 28 - 31 dargestellten Ausführungsform die Stützen
fest mit den Verbauplatten verbunden bzw. in diese integriert. Die Stützen sind an
den seitlichen Rändern der Verbauplatten angeordnet und werden bei dieser Ausführungsform
als Vertikalschiene bezeichnet, welche die Linearführungen für die Spreizrahmen bilden.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist nicht nur mit randgestützten Verbauvorrichtungen
funktionsfähig sondern auch mit mittengestützten Verbauplatten, die zum Verbau von
Gräben mit geringer Tiefe geeignet sind.
[0117] In Fig. 39 ist in schaubildlicher Darstellung ein einzelnes Verbaufeld, auch Verbaubox
genannt, bestehend aus zwei randgestützten Verbauplatten 28 dargestellt. Jede der
Verbauplatten 28 weist im Bereich ihrer zwei vertikalen Ränder Führungskanäle 29 auf.
Die Führungskanäle 29 sind in Randprofilen der Verbauplatten 28 ausgebildet und nehmen
Führungselemente zweier biegesteifer Spreizrahmen 30 auf, die in vertikaler Richtung
verschiebbar geführt sind.
[0118] Eine derartige Verbauvorrichtung wird auf dem Erdreich an dem Ort, an dem der Graben
auszuheben ist, aufgestellt und anschließend während des kontinuierlichen Ausbaggerns
in den ausgehobenen Graben abgesenkt. Fig. 39 zeigt die Verbaubox am Ende dieses Einbauvorgangs.
[0119] Fig. 40 zeigt das Einfügen einer zweiten Verbaubox in die erste Verbaubox. Zwei Verbauplatten
28,28' werden in die äußeren Verbauplatten 28,28' eingesetzt, wobei Führungsstege
31 an den Außenseiten der inneren Verbauplatten 28' in den Führungskanälen 29 an den
Innenseiten der äußeren Verbauplatten 28 geführt sind.
[0120] Durch Anschläge (nicht dargestellt) werden die Verbauplatten 28' der inneren Verbauvorrichtung
in der in Fig. 40 ersichtlichen Position gehalten. Anschließend werden die Spreizrahmen
30' zwischen den inneren Verbauplatten 28', wie oben beschrieben, aufgespreizt, damit
sie die von außen auf die äußeren Verbauplatten 28 wirkenden Lasten abfangen. Hierdurch
werden die Spreizrahmen 30 zwischen den äußeren Verbauplatten 28 entlastet und können,
wie oben beschrieben, ausgebaut werden. Aus diesem Grund muss der Spreizrahmen 30
zwischen den äußeren Verbauplatten 28 aus den Führungkanälen 29 der äußeren Verbauplatten
28 entfernbar sein.
[0121] Wie in Fig. 41 dargestellt, kann bei ausgebautem Spreizrahmen zwischen den äußeren
Verbauplatten 28 das Verbaufeld, bestehend aus den inneren Verbauplatten 28', vollständig
in den Graben abgesenkt werden. Beim weiteren Ausheben des Grabens wird die innere
Verbauvorrichtung, bestehend aus den Verbauplatten 28' mit den dazwischen befindlichen
Spreizrahmen 30' weiter abgesenkt werden. Um die auf die oberen und äußeren Verbauplatten
28 wirkenden Erdlasten wirksam abzufangen, werden beim weiteren Absenken der inneren
Verbauvorrichtung mit den Verbauplatten 28' wieder die Spreizrahmen 30 zwischen die
äußeren Verbauplatten 28 eingefügt und - wie weiter oben beschrieben - aufgespreizt,
um die Spreizrahmen 30' von der auf die äußeren Verbauplatten 28 wirkenden Last zu
entlasten.
[0122] Aufgrund der vorliegenden Erfindung ist es folglich möglich, mit einfachen Verbauanordnungen
wie Verbauboxen mit randgestützten Verbauplatten sehr große Grabentiefen zu verbauen.
Wie in Fig. 42 dargestellt, können mehrere derartige Verbaufelder aneinandergefügt
werden, um einen längeren Graben unterbrechungsfrei zu verbauen.
[0123] Selbstverständlich ist auch bei den Verbauboxen mit randgestützten Verbauplatten
die Pressvorrichtung 42 zum Absenken der inneren Verbauplatte 28' zwischen den äußeren
Verbauplatten 28 verwendbar, wenn in den Führungskanälen 29 Öffnungen 50 angeordnet
sind, wie sie in Fig. 41 für die äußere Stütze 2 dargestellt sind.
Bezugszeichenliste:
[0124]
- 1,1'
- Stützenrahmen
- 2,2'
- Stütze
- 3,3'
- Spreizrahmen
- 4,4'
- obere äußere Verbauplatte
- 5,5'
- untere innere Verbauplatte
- 6
- Rohrabschnitt
- 7
- Laufwagen
- 8,8'
- Spreizrohr
- 9
- Distanzplatte
- 10
- Ausleger
- 11
- Löffelbagger
- 12
- Aufnahmekanal, Befestigungsvorrichtung
- 13,13'
- Führungskanal, Linearführung
- 14,14'
- Führungsschiene, Führungselement
- 15,15'
- Randleiste
- 16
- Laufrolle
- 17
- Achse
- 18
- Stützflansch
- 19
- Führungssteg
- 20
- aufgeweiteter Bereich
- 21,21'
- Anschlussflansch
- 22,22'
- Anschlussflansch
- 23
- Hydraulikzylinder
- 24
- Sperrplatte
- 25
- Anschlag
- 26
- Laufrolle
- 27
- Achse
- 28,28'
- Verbauplatte
- 29,29'
- Führungskanal, Linearführung
- 30,30'
- Spreizrahmen
- 31
- Führungssteg
- 32
- Zusatzteil
- 33
- Kastenhohlprofil
- 34
- Grundplatte
- 35
- Kolben
- 36
- Kolbenstange
- 37
- Führurigsprofil
- 38
- längliche Aussparung
- 39
- bewegliches Führungselement
- 40
- Handhabungsmittel
- 41
- Abstreifbürste
- 42
- Pressvorrichtung
- 43
- Gehäuse
- 44
- Zapfen, zweites Halteelement
- 45
- Kupplungsteil
- 46
- Kupplungsteil
- 47
- Ausleger
- 48
- Presszylinder
- 49
- Presskolben
- 50
- Öffnung, erstes Halteelement
- 51
- Kopfplatte
1. Verfahren für den Grabenverbau, bei dem ein Graben ausgehoben und in den Graben eine
Verbauvorrichtung eingesetzt wird, wobei
◆ mindestens ein erstes Paar einander gegenüber angeordneter Verbauplatten (4,5,28)
in den Graben eingesetzt wird,
◆ mindestens ein erster steifer Spreizrahmen (3,30) zwischen den beiden Verbauplatten
(4,5,28) in einem ersten Paar Linearführungen (13,29) verschiebbar geführt wird,
◆ jeweils eine Linearführung (13,29) des ersten Linearführungspaars mit jeweils einer
der Verbauplatten (4,5,28) des ersten Verbauplattenpaars verbunden ist oder wird,
◆ mindestens ein zweites Paar einander gegenüber angeordneter Verbauplatten (4',5',28')
zwischen dem ersten Verbauplattenpaar (4,5,28) hindurchgeführt und in den Graben eingesetzt
wird,
indem
◆ ein zweites Paar Linearführungen (13',29') zwischen dem ersten Linearführungspaar
(13,29) eingesetzt wird und jeweils eine Linearführung (13',29') des zweiten Linearführungspaars
mit mindestens einer Verbauplatte (4',5',28') des zweiten Verbauplattenpaars verbunden
ist oder wird,
◆ wobei die Linearführungen (13',29') des zweiten Linearführungspaars durch eine Spreize
(3',30') auf Abstand gehalten werden,
◆ der Spreizrahmen (3,30) zwischen dem ersten Linearführungspaar (13,29) anschließend
entfernt wird,
◆ und dann beim weiteren Ausheben des Grabens das zweite Verbauplattenpaar und das
zweite Linearführungspaar abgesenkt werden und ein Spreizrahmen (3,30) zwischen das
erste Linearführungspaar (13,29) eingesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen der folgenden Schritte aufweist:
◆ die Linearführungen (29,29') werden an den Rändern der Verbauplatten (28,28') befestigt;
◆ die Linearführungen (13,13') sind an Stützen (2,2') angebracht, wobei eine Verbauplatte
(4,5,4',5') auf jeder Seite des Grabens zwischen zwei aufeinander folgenden Stützen
(2,2') befestigt wird, wobei vorzugsweise ein zweites Stützenpaar (2'), an dem das
zweite Paar Linearführungen (13') angebracht ist, zwischen ein erstes Stützenpaar
(2), an dem ein erstes Paar Linearführungen (13) angeordnet ist, eingesetzt wird.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Spreize zwischen dem zweiten Linearführungspaar (13',29') ein steifer Spreizrahmen
(3',30') verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen der folgenden Schritte aufweist:
◆ die Spreize (3',30') zwischen dem zweiten Linearführungspaar (13',29') wird nach
dem Einsetzen der zweiten Verbauvorrichtung in die erste Verbauvorrichtung mit hohem
Druck aufgespreizt;
◆ zum Aufspreizen der Spreize (3') der zweiten Verbauvorrichtung wird eine hydraulische
Spreizvorrichtung (23) mit Druck beaufschlagt;
◆ nach dem Aufspreizen arretiert ein Sperrelement die Spreize (3') zwischen dem zweiten
Linearführungspaar (13',29') in aufgespreizter Stellung;
◆ eine Sperrplatte (24) wird zwischen zwei Anschlussflansche (21,22) der Spreize (3)
gefügt und hiermit verschraubt.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Linearführungspaar (13',29') von oben zwischen das erste Linearführungspaar
(13,29) eingeschoben wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spreizrahmen (3,30) zwischen dem ersten Linearführungspaar (13,29) vor dem Entfernen
in den unteren Bereich des ersten Linearführungspaars (13,29) verschoben wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen der folgenden Schritte aufweist:
◆ die Linearführungen (13) des ersten Paars wirken mit an den Außenseiten des Spreizrahmens
(3) angeordneten Führungselementen (14) formschlüssig zusammen, wobei nach dem Verschieben
des Spreizrahmens (3) in den unteren Bereich der Linearführung (13) der Formschluss
mit den Führungselementen (14) aufgehoben wird;
◆ die Linearführungen sind Führungskanäle (13), in denen an den Außenseiten des Spreizrahmens
(3) angeordnete Führungselemente (14) formschlüssig und verschiebbar aufgenommen werden,
und die Führungselemente (14) werden aus den Führungskanälen (13) durch mindestens
eine Ausnehmung (20) im unteren Bereich der Führungskanäle (13) entfernt;
◆ der Spreizrahmen (3) zwischen dem ersten Linearführungspaar (13) wird zum Entfernen
seiner Führungselemente (14) aus den Führungskanälen (13) nach innen zusammengezogen;
◆ an mindestens einer Außenseite des Spreizrahmens (3,3') wird mindestens ein bewegliches
Führungselement (39) angeordnet, das vor dem Entfernen des Spreizrahmens (3,3') von
einer ersten Position innerhalb der Linearführung (13) in eine zweite Position außerhalb
der Linearführung (13) bewegt wird;
◆ das bewegliche Führungselement (39) wird in der ersten Position innerhalb der Linearführung
(13) von einer ersten Stellung, in der es zur Bildung des Formschlusses Abschnitte
der Linearführung (13) hintergreift, in eine zweite Stellung bewegt, in der kein Formschluss
besteht.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen der folgenden Schritte aufweist:
◆ vor dem Entfernen des Spreizrahmens (3) wird zwischen dem ersten Linearführungspaar
(13) mindestens eine Schraubverbindung gelöst;
◆ beim Entfernen des Spreizrahmens (3) zwischen dem ersten Linearführungspaar (13)
wird ein Spreizelement (8) des Spreizrahmens (3) gelöst und entfernt und anschließend
werden die weiteren Elemente (7) des Spreizrahmens (3) zum Grabeninneren hin entfernt;
◆ die Stützen (2) mit dem ersten Linearführungspaar weisen an den einander gegenüberliegenden
Innenseiten Führungskanäle (13) auf, in denen an den Außenseiten des Spreizrahmens
(3) angeordnete Führungselemente (14) formschlüssig und verschiebbar aufgenommen werden,
und die Stützen (2') mit dem zweiten Linearführungspaar weisen an ihren Außenseiten
Führungselemente (19') auf, die in den Führungskanälen (13), welche das erste Linearführungspaar
bilden, verschiebbar geführt werden;
◆ die entlang einer Grabenwand aufeinander folgenden Stützen (2) mit den ersten Linearführungen
(13) weisen einander gegenüberliegende Aufnahmekanäle (12) auf, in denen die Ränder
der Verbauplatten (4,5) verschiebbar geführt sind, wobei vorzugsweise in den einander
gegenüberliegenden Aufnahmekanälen (12) zweier aufeinander folgender Stützen (2) mit
den ersten Linearführungen (13) eine äußere und obere Verbauplatte (4) und eine innere
und untere Verbauplatte (5) verschiebbar geführt sind;
◆ die entlang einer Grabenwand aufeinander folgenden Stützen (2') mit den zweiten
Linearführungen (13') weisen einander gegenüberliegende Aufnahmekanäle (12') auf,
in denen die Verbauplatten (4,5) verschiebbar geführt sind, wobei vorzugsweise in
den einander gegenüberliegenden Aufnahmekanälen (12') zweier aufeinander folgender
Stützen (2') mit den zweiten Linearführungen (13') eine äußere und obere Verbauplatte
(4') und eine innere und untere Verbauplatte (5') verschiebbar geführt sind.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Absenken einer Linearführung (13') des zweiten Linearführungspaars eine Pressvorrichtung
(42) an der angrenzenden Linearführung (13) des ersten Linearführungspaares befestigt
wird und auf das obere Ende der Linearführung (13') des zweiten Linearführungspaars
drückt.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen der folgenden Schritte aufweist:
◆ die Pressvorrichtung (42) wird von dem Ausleger (47) eines Baggers in den Bereich
am oberen Ende der Linearführung (13') des zweiten Linearführungspaars bewegt;
◆ die Pressvorrichtung (42) weist ein Kupplungsteil (45) einer Schnellwechselkupplung
auf, das mit einem komplementären Kupplungsteil (46) der Schnellwechselkupplung am
Ausleger (47) des Baggers zusammenwirkt, wobei durch Verkuppeln der zwei Kupplungsteile
(45,46) die Pressvorrichtung (42) an dem Ausleger (47) befestigt wi rd;
◆ an der Linearführung (13) des ersten Linearführungspaars werden in regelmäßigen
Abständen erste Halteelemente (50) angeordnet, die zum Befestigen der Pressvorrichtung
(42) an der angrenzenden Linearführung (13) des ersten Linearführungspaares mit zweiten
Halteelementen (44) an der Pressvorrichtung (42) zusammenwirken, wobei vorzugsweise
die ersten Halteelemente Öffnungen (50) und die zweiten Halteelemente Zapfen (44)
sind, die in die Öffnungen (50) eingesteckt werden;
◆ die Pressvorrichtung (42) weist an zwei gegenüberliegenden Seiten jeweils mindestens
ein Halteelement (44) und einen Presskolben (48) auf, wobei der Presskolben (48) an
der ersten Seite gegen das obere Ende der zweiten Linearführung (13') auf der linken
Grabenseite und der Presskolben (48) an der zweiten Seite gegen das obere Ende der
zweiten Linearführung (13') des zweiten Linearführungspaars auf der rechten Grabenseite
drücken.
1. Method of trench shoring in which a trench is dug and a shoring device is inserted
into the trench, wherein
◆ at least a first pair of mutually oppositely arranged shoring panels (4, 5, 28)
is inserted into the trench,
◆ at least a first stiff spreading frame (3, 30) is guided displaceably between the
two shoring panels (4, 5, 28) in a first pair of linear guides (13, 29),
◆ a respective linear guide (13, 29) of the first pair of linear guides is connected
to a respective one of the shoring panels (4, 5, 28) of the first pair of shoring
panels, and
◆ at least a second pair of mutually oppositely arranged shoring panels (4', 5', 28')
is guided through between the first pair of shoring panels (4, 5, 28) and inserted
into the trench,
wherein
◆ a second pair of linear guides (13', 29') is inserted between the first pair of
linear guides (13, 29), and a respective linear guide (13', 29') of the second pair
of linear guides is connected to at least one shoring panel (4', 5', 28') of the second
pair of shoring panels,
◆ wherein the linear guides (13', 29') of the second pair of linear guides are held
at a spacing by a spreading means (3', 30'),
◆ subsequently, the spreading frame (3, 30) between the first pair of linear guides
(13, 29) is removed,
◆ and when the trench is further dug out the second pair of shoring panels and the
second pair of linear guides are lowered and a spreading frame (3, 30) is inserted
between the first pair of linear guides (13, 29).
2. Method according to claim 1,
characterized in that it comprises at least one of the following steps:
◆ the linear guides (29, 29') are fixed at the edges of the shoring panels (28, 28');
◆ the linear guides (13, 13') are mounted to supports (2, 2'), wherein a shoring panel
(4, 5, 4', 5') is fixed on each side of the trench between two successive supports
(2, 2'), wherein preferably a second pair of supports (2') to which the second pair
of linear guides (13') is mounted is inserted between a first pair of supports (2)
at which a first pair of linear guides (13) is arranged.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a stiff spreading frame (3', 30') is used as the spreading means between the second
pair of linear guides (13', 29').
4. Method according to claim 3,
characterized in that it comprises at least one of the following steps:
◆ the spreading means (3', 30') between the second pair of linear guides (13', 29')
is spread after insertion of the second shoring device into the first shoring device,
under high pressure;
◆ a hydraulic spreading device (23) is pressurized for spreading the spreading means
(3') of the second shoring device;
◆ after the spreading operation a locking element arrests the spreading means (3')
between the second pair of linear guides (13', 29') in the spread position;
◆ a locking plate (24) is inserted between and screwed to two connecting flanges (21,
22) of the spreading means (3).
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the second pair of linear guides (13', 29') is inserted from above between the first
pair of linear guides (13, 29).
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the spreading frame (3, 30) between the first pair of linear guides (13, 29) is displaced
prior to removal into the lower region of the first pair of linear guides (13, 29).
7. Method according to claim 6,
characterized in that it comprises at least one of the following steps:
◆ the linear guides (13) of the first pair co-operate in positively locking relationship
with guide elements (14) at the outer faces of the spreading frame (3), wherein after
displacement of the spreading frame (3) into the lower region of the linear guide
(13) the positively locking engagement with the guide elements (14) is released;
◆ the linear guides are guide passages (13) in which guide elements (14) arranged
at the outer faces of the spreading frame (3) are displaceably accommodated in positively
locking relationship, and the guide elements (14) are removed from the guide passages
(13) through at least one opening (20) in the lower region of the guide passages (13);
◆ the spreading frame (3) between the first pair of linear guides (13) is contracted
inwardly for removal of its guide elements (14) from the guide passages (13);
◆ at at least one outer face of the spreading frame (3, 3'), at least one movable
guide element (39) is arranged, which prior to removal of the spreading frame (3,
3') is moved from a first position within the linear guide (13) into a second position
outside the linear guide (13);
◆ the movable guide element (39) is moved in the first position within the linear
guide (13) from a first configuration in which it engages behind portions of the linear
guide (13) to form the positively locking engagement into a second configuration in
which there is no positively locking engagement.
8. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that it comprises at least one of the following steps:
◆ prior to removal of the spreading frame (3), at least one screw connection is released
between the first pair of linear guides (13);
◆ upon removal of the spreading frame (3) between the first pair of linear guides
(13), a spreading element (8) of the spreading frame (3) is released and removed and
then the further elements (7) of the spreading frame (3) are removed inwardly of the
trench;
◆ the supports (2) with the first pair of linear guides, at the mutually opposite
inner faces have guide passages (13) in which guide elements (14) arranged at the
outer faces of the spreading frame (3) are displaceably accommodated in positively
locking relationship, the supports (2') with the second pair of linear guides, at
their outer faces having guide elements (19') guided displaceably in the guide passages
(13) forming the first pair of linear guides;
◆ the supports (2), in succession along a trench wall, with the first linear guides
(13) have mutually opposite receiving passages (12) in which the edges of the shoring
panels (4, 5) are displaceably guided, wherein preferably in the mutually opposite
receiving passages (12) of two successive supports (2) with the first linear guides
(13), an outer and upper shoring panel (4) and an inner and lower shoring panel (5)
are displaceably guided;
◆ the supports (2'), in succession along a trench wall, with the second linear guides
(13') have mutually opposite receiving passages (12') in which the shoring panels
(4, 5) are displaceably guided, wherein preferably an outer and upper shoring panel
(4') and an inner and lower shoring panel (5') are displaceably guided in the mutually
opposite receiving passages (12') of two successive supports (2') with the second
linear guides (13').
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that during the lowering movement of a linear guide (13') of the second pair of linear
guides, a pressing device (42) is fixed to the adjoining linear guide (13) of the
first pair of linear guides and presses against the upper end of the linear guide
(13') of the second pair of linear guides.
10. Method according to claim 9,
characterized in that it comprises at least one of the following steps:
◆ the pressing device (42) is moved by the boom (47) of an excavator into the region
at the upper end of the linear guide (13') of the second pair of linear guides;
◆ the pressing device (42) has a coupling portion (45) of a quick-change coupling,
for co-operating with a complementary coupling portion (46) of the quick-change coupling
on the boom (47) of the excavator, wherein the pressing device (42) is fixed to the
boom (47) by coupling of the two coupling portions (45, 46);
◆ first holding elements (50) are arranged at regular spacings at the linear guide
(13) of the first pair of linear guides, the first holding elements co-operating with
second holding elements (44) on the pressing device (42) for fixing the pressing device
(42) to the adjoining linear guide (13) of the first pair of linear guides, wherein
preferably the first holding elements are apertures (50) and the second holding elements
are projections (44) inserted into the apertures (50);
◆ at each of two opposite sides, the pressing device (42) has at least one holding
element (44) and a pressing piston (48), wherein the pressing piston (48) at the first
side presses against the upper end of the second linear guide (13') on the left-hand
side of the trench and the pressing piston (48) at the second side presses against
the upper end of the second linear guide (13') of the second pair of linear guides
on the righthand side of the trench.
1. Procédé servant au coffrage d'une tranchée, par l'intermédiaire duquel une tranchée
va être creusée et un dispositif de coffrage va être installé dans la tranchée, de
sorte que
◆ au moins une première paire de plaques de coffrage agencées opposées l'une à l'autre
(4, 5, 28) va être installée dans la tranchée,
◆ au moins un premier cadre extensible rigide (3, 30) va être guidé de manière déplaçable
entre les deux plaques de coffrage (4, 5, 28) dans une première paire de guides linéaires
(13, 29),
◆ chaque guide linéaire respectif (13, 29) de la première paire de guides linéaires
est lié ou va être lié avec une plaque de coffrage respective (4, 5, 28) de la première
paire de plaques de coffrage,
◆ au moins une deuxième paire de plaques de coffrage agencées opposées l'une à l'autre
(4', 5', 28') va être guidée entre la première paire de plaques de coffrage (4, 5,
28) et installée dans la tranchée,
dans lequel
◆ une deuxième paire de guides linéaires (13', 29') va être insérée entre la première
paire de guides linéaires (13, 29), et chaque guide linéaire respectif (13', 29')
de la deuxième paire de guides linéaires est lié ou va être lié avec au moins une
plaque de coffrage (4', 5', 28') de la deuxième paire de plaques de coffrage,
◆ de sorte que les guides linéaires (13', 29') de la deuxième paire de guides linéaires
vont être maintenus à distance par une jambe de force (3', 30'),
◆ le cadre extensible (3, 30) entre la première paire de guides linéaires (13, 29),
et relié à celle-ci, va être retiré,
◆ et lorsque la tranchée va ensuite être creusée plus profondément, la deuxième paire
de plaques de coffrage et la deuxième paire de guides linéaires vont être descendues,
et un cadre extensible (3, 30) va être inséré entre la première paire de guides linéaires
(13, 29).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'il comporte au moins une des étapes suivantes :
◆ les guides linéaires (29, 29') vont être fixés aux lèvres des plaques de coffrage
(28, 28') ;
◆ les guides linéaires (13, 13') sont installés sur des supports (2, 2'), de sorte
qu'une plaque de coffrage (4, 5, 4', 5') de chaque côté de la tranchée va être fixée
entre deux supports consécutifs (2, 2'), de sorte que de préférence une deuxième paire
de supports (2'), sur laquelle est installée la deuxième paire de guides linéaires
(13'), va être insérée entre la première paire de supports (2), sur laquelle est agencée
une première paire de guides linéaires (13).
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'en tant que jambe de force entre la deuxième paire de guides linéaires (13', 29'),
un cadre extensible rigide (3', 30') va être utilisé.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce qu'il comporte au moins une des étapes suivantes :
◆ la jambe de force (3', 30') entre la deuxième paire de guides linéaires (13', 29')
va être déployée après l'introduction du deuxième dispositif de coffrage dans le premier
dispositif de coffrage avec une pression supérieure ;
◆ pour déployer la jambe de force (3') du deuxième dispositif de coffrage, une dispositif
de déploiement hydraulique (23) va être soumis à une pression ;
◆ après le déploiement, un élément de verrouillage arrête la jambe de force (3') entre
la deuxième paire de guides linéaires (13', 29') dans une position déployée ;
◆ une plaque de verrouillage (24) va être agencée entre deux rebords de montage (21,
22) de la jambe de force (3), et vissée sur ceux-ci.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième paire de guides linéaires (13', 29') va être insérée depuis le dessus
entre la première paire de guides linéaires (13, 29).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le cadre extensible (3, 30) va être déplacé entre la première paire de guides linéaires
(13, 29) avant enlèvement dans la partie inférieure de la première paire de guides
linéaires (13, 29).
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce qu'il comporte au moins une des étapes suivantes :
◆ les guides linéaires (13) de la première paire vont agir conjointement avec des
éléments de guidage (14) agencés sur le côté extérieur du cadre extensible (3) par
agencement serré, de sorte qu'après l'enlèvement du cadre extensible (3) dans la partie
inférieure du guide linéaire (13), l'agencement serré avec les éléments de guidage
(14) va être supprimé
◆ les guides linéaires sont des canaux de guidage (13), dans lesquels des éléments
de guidage (14) agencés sur le côté extérieur du cadre extensible (3) vont être accueillis
avec agencement serré et de manière mobile, et l'élément de guidage (14) va être enlevé
du canal de guidage (13) à travers au moins un évidement (20) dans la partie inférieure
du canal de guidage (13) ;
◆ le cadre extensible (3) entre la première paire de guides linéaires (13) va, pour
enlever son élément de guidage (14) du canal de guidage (13), être resserré vers l'intérieur
;
◆ au moins sur le côté extérieur du cadre extensible (3, 3') va être agencé au moins
un élément de guidage mobile (39), qui va se déplacer pour l'enlèvement du cadre extensible
(3, 3') depuis une première position à l'intérieur du guide linéaire (13) jusque dans
une deuxième position à l'extérieur du guide linéaire (13) ;
◆ l'élément de guidage mobile (39) va, dans la première position à l'intérieur du
guide linéaire (13), se déplacer depuis une première position, dans laquelle il vient
en prise avec le guide linéaire(13) pour réaliser l'étape d'agencement serré, jusque
dans une deuxième position, dans laquelle aucun agencement serré n'intervient.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il comporte au moins une des étapes suivantes :
◆ avant l'enlèvement du cadre extensible (3), au moins une connexion à vis entre la
première paire de guides linéaires (13) va être desserrée ;
◆ pendant l'enlèvement du cadre extensible (3) d'entre la première paire de guides
linéaires (13), un élément extensible (8) du cadre extensible (3) va être desserré
et enlevé, et ensuite les autres éléments (7) du cadre extensible (3) jusqu'au coffrage
intérieur ;
◆ les supports (2) de la première paire de guides linéaires comportent des canaux
de guidage (13) sur les côtés intérieurs opposés entre eux, dans lesquels des éléments
de guidage(14) agencés sur les côtés extérieurs du cadre extensible (3) vont être
accueillis en agencement serré et de manière mobile, et les supports (2') de la deuxième
paire de guides linéaires comportent des éléments de guidage(19') sur leurs côtés
extérieurs, qui vont être guidés de manière déplaçable dans les canaux de guidage
(13), qui constituent la première paire de guides linéaires ;
◆ le long d'une paroi de coffrage, les supports (2) qui se suivent mutuellement des
premiers guides linéaires (13) comportent des canaux de réception opposés entre eux
(12), dans lesquels des lèvres des plaques de coffrage (4, 5) sont guidées de manière
mobile, de sorte que de préférence dans les canaux de réception opposés entre eux
(12) de deux supports qui se suivent (2), une plaque de coffrage extérieure et supérieure
(4) et une plaque de coffrage intérieure et inférieure (5) sont guidées de manière
mobile avec les premiers guides linéaires (13) ;
◆ le long d'une paroi de coffrage, les supports (2') qui se suivent mutuellement des
premiers guides linéaires (13') comportent des canaux de réception opposés entre eux
(12'), dans lesquels les plaques de coffrage (4, 5) sont guidées de manière mobile,
de sorte que de préférence dans les canaux de réception opposés entre eux (12') de
deux supports qui se suivent (2'), une plaque de coffrage extérieure et supérieure
(4') et une plaque de coffrage intérieure et inférieure (5') sont guidées de manière
mobile avec les seconds guides linéaires (13).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'en abaissant un guide linéaire (13') de la deuxième paire de guides linéaires, un
dispositif de compression (42) va être fixé sur le guide linéaire voisin (13) de la
première paire de guides linéaires, et appuyé contre l'extrémité supérieure du guide
linéaire (13') de la deuxième paire de guides linéaires.
10. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce qu'il comporte au moins une des étapes suivantes :
◆ le dispositif de compression (42) va être déplacé depuis la flèche (47) d'une excavatrice
aux environs d'une extrémité supérieure du guide linéaire (13') de la deuxième paire
de guides linéaires ;
◆ le dispositif de compression (42) comporte une partie d'accouplement (45) d'un accouplement
à changement rapide, qui coopère avec une partie d'accouplement complémentaire (46)
de l'accouplement à changement rapide situé sur la flèche (47) de l'excavatrice, de
sorte que par la rencontre des deux parties d'accouplement (45, 46), le dispositif
de compression (42) va être fixé sur la flèche (47) ;
◆ des premiers éléments d'arrêt (50) vont être agencés à des intervalles réguliers
sur le guide linéaire (13) de la première paire de guides linéaires, qui coopèrent
avec des seconds éléments d'arrêt (44) situés sur le dispositif de compression (42)
pour fixer le dispositif de compression (42) sur le guide linéaire voisin (13) de
la première paire de guides linéaires, de sorte que de préférence les premiers éléments
d'arrêt sont des ouvertures (50), et les seconds élément d'arrêt sont des tenons (44),
qui vont être insérés dans les ouvertures (50) ;
◆ le dispositif de compression (42) comporte, sur deux côtés opposés entre eux, respectivement
au moins un élément d'arrêt (44) et un piston de compression (48), de sorte que le
piston de compression (48) situé sur le premier côté appuie contre l'extrémité supérieure
du second guide linéaire (13') sur le côté du coffrage de gauche, et le piston de
compression (48) situé sur le second côté appuie contre l'extrémité supérieure du
second guide linéaire (13') de la seconde paire de guides linéaires sur le côté de
coffrage de droite.