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EP 2 011 131 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.10.2009 Patentblatt 2009/42 |
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Anmeldetag: 24.04.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2007/000189 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/121502 (01.11.2007 Gazette 2007/44) |
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VORRICHTUNG ZUM BEWICKELN EINES SPULENKERNS
DEVICE FOR WINDING A COIL CORE
DISPOSITIF DESTINÉ À ENROULER UN NOYAU DE BOBINE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
24.04.2006 AT 3322006 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.2009 Patentblatt 2009/02 |
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Patentinhaber: NHKM Consulting GmbH |
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3002 Purkersdorf (AT) |
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Erfinder: |
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- PASCHER, Gerald
3002 Purkersdorf (AT)
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Vertreter: Sonn & Partner Patentanwälte |
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Riemergasse 14 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-20/05093767 US-A- 3 332 633
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US-A- 2 514 970
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bewickeln eines Spulenkerns mit einem
Draht zur Herstellung von Elektrospulen mit zumindest einem Rotationsteller, der zur
Aufnahme des Spulenkerns vorgesehen ist, wobei benachbart des Spulenkerns eine Haltevorrichtung
zur verstellbaren Halterung eines-Lagerelements vorgesehen ist, das an einem im Wesentlichen
senkrecht zur Achse des Spulenkerns angeordneten Haltearm befestigt ist, so dass zur
spindelfreien Lagerung des Spulenkerns während des Bewickelns der Spulenkern endseitig
mittels des Rotationstellers und des Lagerelements drehbar gelagert ist.
[0002] Aus der
US 2,514,970 A ist eine Vorrichtung zum Bewickeln von Spulenkernen bekannt, wobei zwei Lagerteile
Verwendung finden, zwischen denen der Spulenkern ohne einer diesen durchsetzenden
Spindel aufgenommen wird. Über ein Lagerteil erfolgt der Antrieb, während der zweite
zur Halterung dient. Diese Vorrichtung eignet sich für das Bewickeln von kleinen Spulen,
bei großen bzw. schweren Spulen ist beim Öffnen der Lagerteile zum Spulenwechsel eine
einfache und vor allem sichere Handhabung nicht möglich.
[0003] Auch in der
US 3,332,633 A ist eine Vorrichtung zum Bewickeln von Spulenkernen gezeigt, wobei ein Spulenkern
zwischen einem frei drehbaren und einem angetriebenen Lagerteil aufgenommen wird.
Der freie Lagerteil kann in axialer Richtung bewegt und somit der Spulenkern aus der
Wickelposition entnommen werden. Auch bei dieser Vorrichtung ist ein einfaches und
sicheres Entnehmen der fertig gewickelten Spulen nur bei geringen Spulengrößen durchführbar.
[0004] Aus der
WO2005/093767 A1 ist eine Vorrichtung zum Bewickeln eines Spulenkerns mit einem Draht bekannt, wobei
der Spulenkern hierbei im Wesentlichen von einer Umhausung umschlossen ist; eine spindelfreie
Lagerung ist jedoch nicht geoffenbart.
[0005] Andererseits sind Wickelvorrichtungen bekannt, bei denen die Spulenkerne mit Hilfe
einer zentrisch am Rotationsteller angeordneten Spindel gelagert sind. Die Spindel
erstreckt sich durch eine zentrale Durchgangsöffnung im Spulenkern hindurch und ist
in ihrem oberen, aus dem Spulenkern hinausragenden Endbereich in einem teilbaren Lager
aufgenommen. Um auf der Spindel verschiedene Spulenkerne aufnehmen zu können, insbesondere
Spulenkerne unterschiedlicher Höhe, ist auf der Spindel ein Schieber vorgesehen, welcher
zwischen die Durchgangsöffnung im Spulenkern und die Spindel geschoben wird, so dass
der Spulenkern im oberen Endbereich mit der Spindel verspreizt wird.
[0006] Um den Spulenkern aus der Wickelvorrichtung entnehmen zu können, muss somit das obere
Spindellager zunächst geteilt werden und zur Seite verschwenkt werden; anschließend
muss die Spreizbefestigung entfernt werden, so dass der Spulenkern von der Spindel
nach oben gezogen werden kann. Nachteilig ist hierbei insbesondere, dass beim Abheben
von derartig gelagerten Spulen der Spulenkern über die Spindel abgezogen werden muss,
so dass der Spulenkern relativ hoch angehoben werden muss, um aus der Wickelvorrichtung
entnommen werden zu können. Aufgrund der beträchtlichen Hubhöhe der schweren Spule
besteht somit eine erhöhte Verletzungsgefahr für den Bediener der Vorrichtung bzw.
für andere sich in der Nähe der Vorrichtung befindende Personen, insbesondere bei
einem Riss des Tragseils oder dergleichen. Zudem bedarf es zum Entfernen von der fertig
gewickelten Spule aus derartigen Wickelvorrichtungen mit einer Spindel zur Lagerung
des Spulenkerns spezieller Spulenabhebevorrichtungen. Derartige Wickelvorrichtungen
sind somit konstruktiv aufwendig und zudem kostenintensiv.
[0007] Ziel der vorliegenden Erfindung ist es demzufolge, eine Vorrichtung der eingangs
angeführten Art zu schaffen, bei welcher der Spulenkern während des Bewickelns zuverlässig
gelagert ist, die Entnahme aus der Wickelvorrichtung gegenüber bekannten Vorrichtungen
jedoch vergleichsweise einfach ausgestaltet ist; hiebei soll insbesondere bei der
Entnahme der fertig gewickelten Spule mit einer Hebevorrichtung die Verletzungsgefahr
für einen Bediener der Vorrichtung bzw. andere sich in der Nähe der Vorrichtung befindende
Personen verringert werden.
[0008] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, dass der Haltearm der Haltevorrichtung
zwischen einer Wickelstellung und einer Ruhe- bzw. Wechselstellung verschwenkbar ist.
[0009] Durch die spindelfreie Lagerung mit Hilfe eines an einem Haltearm angeordneten Lagerelements,
welches als Gegenlager zum Rotationsteller den Spulenkern an dem vom Rotationsteller
abgewandten Ende des Spulenkerns aufnimmt, wobei der Haltearm verschwenkbar ist, kann
das Lagerelement nach Fertigstellung einer Spule auf einfache Weise in eine Ruhe-
bzw. Wechselstellung verschwenkt werden, so dass die fertig gewickelte Spule auf einfache
Weise vom Rotationsteller abgehoben werden kann. Vorteilhafterweise ist hierbei kein
Heben über die Höhe einer sich über die Gesamthöhe der Spule hinaus erstreckenden
Spulenspindel erförderlich. Hierdurch kann somit das Risiko einer Verletzung des Bedieners
der Vorrichtung bzw. für andere sich in der Nähe der Vorrichtung befindende Personen
durch die fertig gewickelte Spule verringert werden. Zudem können auch herkömmliche
Hebevorrichtungen eingesetzt werden und es können Spulenkerne mit verschiedenen Dimensionen
mit Hilfe des selben Lagerelements auf einfache Weise gelagert werden, so dass die
Fertigungskosten insgesamt reduziert werden. Zudem kann in der Ruhe- bzw. Wechselstellung
des Haltearms auf einfache Weise ein neuer Spulenkern mit Hilfe einer Hebevorrichtung
von oben auf den Rotationsteller aufgesetzt werden.
[0010] Um auf einfache Weise mit einer Hebevorrichtung auf die Spule Zugriff zu erlangen,
ist es günstig, wenn der Haltearm um eine parallel zur Achse des Spulenkerns angeordnete
Achse verschwenkbar ist.
[0011] Um mit der Vorrichtung Spulenkerne unterschiedlicher Höhe auf einfache Weise aufnehmen
zu können, ist es vorteilhaft, wenn der Haltearm höhenverstellbar angeordnet ist.
[0012] Um die Position des Haltearms in der Wickelstellung bzw. einer Ruhe- bzw. Wechselstellung
fixieren zu können, ist es -günstig, wenn der Haltearm mit Hilfe einer Feststellvorrichtung
wahlweise verdrehbar bzw. drehfest angeordnet ist.
[0013] Eine höhenverstellbare bzw. verschwenkbare Lagerung des Arms ist auf einfache Weise
gegeben, wenn der Haltearm an einem im Wesentlichen vertikalen Steher angeordnet ist.
[0014] Hinsichtlich einer konstruktiv einfachen Schwenklagerung des Haltearms ist es günstig,
wenn der Steher einen inneren Basisteil aufweist, über welchen ein den Haltearm tragender
Hülsenteil gestülpt ist.
[0015] Um den Haltearm auf einfache Weise an unterschiedlich hohe Spulenkerne anpassen zu
können, ist es vorteilhaft, wenn der Haltearm auf dem Hülsenteil höhenverstellbar
und drehfest gelagert ist.
[0016] Um auf einfache Weise zwischen einer drehfesten Verbindung zwischen Basis- und Hülsenteil
und einer verdrehbaren Stellung wählen zu können, ist es vorteilhaft, wenn der Hülsenteil
über eine Schraubvorrichtung höhenverstellbar gegenüber dem Basisteil ist.
[0017] Wenn der Hülsenteil in seiner untersten eingeschraubten Stellung, vorzugsweise über
eine Spreizbefestigung, drehfest angeordnet ist, kann auf einfache Weise eine drehfeste
Anordnung des Hülsenteils und somit auch des auf dem Hülsenteil drehfest angeordneten
Haltearms erzielt werden.
[0018] Wenn ein konischer Vorsprung des Lagerelements während des Bewickelns des Spulenkerns
in einer mittigen Ausnehmung des Spulenkerns aufgenommen ist, ergibt sich bei der
Verbindung zwischen dem Lagerelement und einem Spulenkern automatisch eine Selbstzentrierung.
[0019] Um den Spulenkern mit einer gewissen Vorspannung zwischen dem Rotationsteller und
dem als Gegenlager vorgesehenen Lagerelement aufzunehmen, ist es vorteilhaft, wenn
das Lagerelement ein drehfest am Haltearm angeordnetes Gehäuse aufweist, in dem ein
gegen eine Federkraft vertikal verschiebbarer Zwischenteil drehfest angeordnet ist.
[0020] Hinsichtlich einer zuverlässigen Drehlagerung ist es günstig, wenn in dem Zwischenteil
ein Lager, inbesondere ein Kugellager, aufgenommen ist, an dem ein Befestigungsteil
drehbar gelagert ist.
[0021] Sofern am Befestigungsteil ein Flansch zur Aufnahme eines den konischen Vorsprung
aufweisenden Verbindungsteils vorgesehen ist, können am Befestigungsteil auf einfache
Weise unterschiedliche Verbindungsteile befestigt werden, so dass mit einem geringen
konstruktiven Aufwand eine jeweilige Anpassung an den Spulenkern, insbesondere an
die Dimension der mittigen Ausnehmung bzw. Durchgangsöffnung des Spulenkerns, erzielt
werden kann.
[0022] Um den Spulenkern auf dem Rotationsteller zuverlässig zu zentrieren, ist es vorteilhaft,
wenn der Rotationsteller mittig eine Pinole aufweist, die in der aufgesetzten Stellung
des Spulenkerns in einer mittigen Ausnehmung des Spulenkerns aufgenommen ist.
[0023] Die Erfindung wird nachstehend anhand von einem in den Zeichnungen dargestellten,
bevorzugten Ausführungsbeispiel, auf welches sie jedoch nicht beschränkt sein soll,
noch näher erläutert. Im Einzelnen zeigen in der Zeichnung:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Drahtwickelvorrichtung mit zwei jeweils
auf einem Rotationsteller angeordneten Spulenkernen;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1, wobei der Haltearm
eines Spulenkerns verschwenkt ist;
Fig. 3a im Detail eine Schnittansicht eines einen Haltearm tragenden Stehers in der
verriegelten Stellung;
Fig. 3b eine Schnittansicht gemäß Fig. 3a, jedoch in der entriegelten Stellung;
Fig. 4 eine Schnittansicht der Vorrichtung zur Lagerung eines Spulenkerns in der Wickelstellung;
Fig. 5a bis 5d eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung, wobei die einzelnen Schritte
der Aufnahme eines Spulenkerns in der Vorrichtung zwecks Drehlagerung gezeigt sind;
Fig. 6 im Detail eine Schnittansicht eines am Haltearm befestigten Lagerelements;
und
Fig. 7 im Schnitt eine Detailansicht ähnlich Fig. 6, jedoch mit einem anderen Verbindungselement.
[0024] In Fig. 1 ist eine Wickelvorrichtung 1 gezeigt, bei welcher zwei Rotations- bzw.
Spulenteller 2 vorgesehen sind, auf denen jeweils ein Spulenkern 3 aufgenommen ist,
wobei in Fig. 1 der in der Ansicht links angeordnete Spulenkern 3 gerade mit einem
Draht bewickelt wird.
[0025] Zur Drehlagerung der Spulenkerne 3 ist jeweils als Gegenlager zu dem Rotationsteller
2 eine Haltevorrichtung 4 mit einem Haltearm 5 vorgesehen, an dessen frei auskragenden
Ende jeweils ein Lagerelement 6 angeordnet ist.
[0026] Wie in Fig. 2 ersichtlich, kann der Haltearm 5 mit dem Lagerelement 6 über einen
Steher 8, an welchem der Haltearm 5 befestigt ist, zwischen der in Fig. 1 gezeigten
Wickelstellung und der in Fig. 2 gezeigten Ruhe- bzw. Wechselstellung verschwenkt
werden. In der in Fig. 2 gezeigten Stellung kann somit auf einfache Weise ein noch
leerer Spulenkern 3 auf den Rotationsteller 2 aufgesetzt werden bzw. kann eine fertig
gestellte Spule nach Bewickeln des Spulenkerns 3 mit dem Draht 4 mit einer herkömmlichen
Hebeeinrichtung entnommen werden. In Fig. 2 ist hierbei ersichtlich, dass der Steher
8 in einer Basis 9 der Vorrichtung schwenkbar gelagert ist, wobei der Steher 8 über
eine Feststellvorrichtung 10 drehfest in der Basis 9 angeordnet werden kann.
[0027] In den Fig. 3a und 3b ist der den Haltearm 5 tragende Steher 8 im Detail gezeigt.
Hierbei ist ersichtlich, dass der Steher 8 einen inneren Basisteil 11 aufweist, über
welchen ein Hülsenteil 12 gestülpt ist, an welchem der Haltearm 5 mit Hilfe einer
Befestigungshülse 13 sowie Schrauben 13' befestigbar ist. Hierbei ist eine Linearführung
14 vorgesehen, so dass der Haltearm 5 höhenverstellbar, jedoch drehfest auf dem Hülsenteil
12 angeordnet ist.
[0028] Der Hülsenteil 12 ist in der in Fig. 3a gezeigten untersten Stellung in seinem unteren
Endbereich 15 mit einem Eingriffsteil 9' der Basis 9 verspreizt (vgl. Fig. 4), so
dass der Hülsenteil 12 gegenüber dem inneren Basisteil 11 drehfest angeordnet ist.
[0029] Um den Hülsenteil 12 zwischen der in Fig. 3a gezeigten drehfesten Wickelstellung
und der in Fig. 3b gezeigten entriegelten Ruhe- bzw. Wechselstellung verschwenken
zu können, wird der Hülsenteil 12 mit Hilfe der Feststellvorrichtung 10, welche einen
Hebelarm 16 aufweist, aus seiner drehfest angeordneten, verspreizten Stellung gelöst.
Mit dem Hebelarm 16 ist ein in einer Aufnahme 11' des inneren Basisteils 11 eingeschraubter
Gewindeteil 16' verbunden, über welchen mit Hilfe einer Mutter 17 der Hülsenteil 12
aus seiner unteren Stellung gehoben werden kann und in die aus der verspreizten Stellung
gelöste obere Position überführt werden kann (vgl. Fig. 3b). Das Überführen in die
gehobene Stellung wird mit Hilfe einer Feder 18, welche zwischen dem inneren Basisteil
11 und dem Hülsenteil 12 angeordnet ist, erleichtert.
[0030] In Fig. 4 ist der Spulenkern 3 in seiner Wickelstellung gezeigt, wobei ersichtlich
ist, dass der Spulenkern 3 auf dem Rotationsteller 2 und dem am Haltearm 5 angeordneten
Lagerelement 6 als Gegenlager zu dem Rotationsteller 2 drehbar gelagert ist.
[0031] Hinsichtlich einer zuverlässigen Drehlagerung ist zentrisch auf dem Rotationsteller
2 eine Pinole 19 vorgesehen, welche in einer mittigen Ausnehmung 3' des Spulenkerns
3 aufgenommen ist. Die Pinole 19 erstreckt sich hierbei - anders als bekannte Spindeln
- über einen sehr geringen Abschnitt der Bauhöhe des Spulenkerns 3, jedenfalls weniger
als die halbe Höhe des Spulenkerns 3. Auch das Lagerelement 6 weist einen konisch
zulaufenden Verbindungsteil 20 auf, welcher in der mittigen Ausnehmung 3' des Spulenkerns
3 in der in Fig. 4 gezeigten Wickelstellung aufgenommen ist.
[0032] Zur Aufnahme des Spulenkerns 3 in der in Fig. 4 gezeigten Wickelstellung wird zunächst,
wie in Fig. 5a ersichtlich, der Hebelarm 5 auf dem Hülsenteil 12 nach oben geschoben,
wo er mit Hilfe von Schrauben 13' (vgl. Fig. 3a, 3b) befestigt werden kann. Somit
kann, wie in Fig. 5b ersichtlich, ein Spulenkern 3 auf einfache Weise auf die Pinole
19 am Rotationsteller 2 aufgesetzt werden.
[0033] Anschließend wird, wie in Fig. 5c ersichtlich, der Hülsenteil 12 des Stehers 8 zunächst.durch
Drehen des Hebelarms 16 der Feststellvorrichtung 10 in Pfeilrichtung 21 fixiert, danach
die Schrauben 13' der Hülse 13 des Haltearms 5 gelöst, so dass der Haltearm 5 in Pfeilrichtung
22 nach unten geschoben werden kann, bis der konische Verbindungsteil 20 in der mittigen
Ausnehmung 3' des Spulenkerns 3 eingreift. Anschließend wird, wie in Fig. 5d ersichtlich,
der Hülsenteil 13 durch Drehen des Hebelarms 16 der Feststellvorrichtung 10 in Pfeilrichtung
21' gelöst. Hierauf wird der Haltearm 5 nochmals in Pfeilrichtung 22 nach unten verschoben
und sodann die Schrauben 13' der Befestigungshülse 13 festgezogen. Abschließend wird
der Haltearm 5 zur drehfesten Fixierung des Hülsenteils 12 und zum Verspannen des
Spulenkerns 3 zwischen dem Rotationsteller 2 und dem als Gegenlager vorgesehenen Lagerelement
6 wiederum in Pfeilrichtung 21 (vgl. Fig. 5c) verdreht.
[0034] In den Fig. 6 und 7 ist das Lagerlement 6 im Detail gezeigt, wobei ersichtlich ist,
dass am Haltearm 5 über eine Schraubverbindung ein Gehäuse 23 befestigt ist. Im Gehäuse
23 ist drehfest ein vertikal verschiebbarer Zwischenteil 24 aufgenommen, der entgegen
der Kraft von Tellerfedern 25, die zwischem dem Zwischenteil 24 und dem Basisteil
23 angeordnet sind, verschoben werden kann. Im Zwischenteil 23 ist ein Kugellager
26 aufgenommen, über welches ein Befestigungsteil 27 mit einem endseitigen Flansch
27' drehbar gelagert ist. Der Befestigungsteil 27 weist hier eine mittige Ausnehmung
zur Aufnahme eines Zentrierbolzens 20' des Verbindungsteils 20 auf, welcher einen
konischen Vorsprung 20" aufweist, welcher in der Wickelstellung in die mittige Ausnehmung
3' des Spulenkerns 3 eingreift. Aus einem Vergleich von Fig. 6 und Fig. 7 ist ersichtlich,
dass der Verbindungsteil 20 ausgetauscht werden kann, so dass auf einfache Weise eine
Anpassung an unterschiedliche Spulenkerne 3, inbesondere an Spulenkerne 3 mit unterschiedlich
großen, mittigen Ausnehmungen 3' erzielt werden kann.
[0035] Wesentlich ist jedoch lediglich, dass durch das Vorsehen eines als Gegenlager vorgesehenen
Lagerelements 6 zu dem Rotationsteller 2 keine durch die mittige Ausnehmung 3' des
Spulenkerns hindurch geführte Spindel vorgesehen werden muss, so dass das Einsetzen
und insbesondere die Entnahme des Spulenkerns 3 in bzw. aus der Vorrichtung 1 wesentlich
vereinfacht wird und somit das Verletzungsrisiko für den Bediener der Vorrichtung
bzw. für andere sich in der Nähe der Vorrichtung befindende Personen reduziert wird.
1. Vorrichtung (1) zum Bewickeln eines Spulenkerns (3) mit einem Draht (4) zur Herstellung
von Elektrospulen mit zumindest einem Rotationsteller (2), der zur Aufnahme des Spulenkerns
(3) vorgesehen ist, wobei benachbart des Spulenkerns (3) eine Haltevorrichtung (5')
zur verstellbaren Halterung eines Lagerelements (6) vorgesehen ist, das an einem im
Wesentlichen senkrecht zur Achse des Spulenkerns (3) angeordneten Haltearm (5) befestigt
ist, so dass zur spindelfreien Lagerung des Spulenkerns (3) während des Bewickelns
der Spulenkern (3) endseitig mittels des Rotationstellers (2) und des Lagerelements
(6) drehbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltearm (5) zwischen einer Wickelstellung und einer Ruhe- bzw. Wechselstellung
verschwenkbar ist.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltearm (5) um eine parallel zur Achse des Spulenkerns (3) angeordnete Achse
verschwenkbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltearm (5) höhenverstellbar angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltearm (5) mit Hilfe einer Feststellvorrichtung (10) wahlweise verschwenkbar
bzw. drehfest angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltearm (5) an einem im Wesentlichen vertikalen Steher (8) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Steher (8) einen inneren Basisteil (11) aufweist, über welchen ein den Haltearm
(5) tragender Hülsenteil (12) gestülpt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltearm (5) auf dem Hülsenteil (12) höhenverstellbar und drehfest gelagert ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Hülsenteil (12) über eine Schraubvorrichtung (11', 16') höhenverstellbar gegenüber
dem Basisteil (11) ist.
9. Vorrichtung nach nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Hülsenteil (12) in seiner untersten eingeschraubten Stellung, vorzugsweise über
eine Spreizbefestigung, drehfest angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein konischer Vorsprung (20") des Lagerelements (6) während des Bewickelns des Spulenkerns
(3) in einer mittigen Ausnehmung (3') des Spulenkerns (3) aufgenommen ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerelement (6) ein drehfest am Haltearm (5) angeordnetes Gehäuse (23) aufweist,
in dem ein gegen eine Federkraft vertikal verschiebbarer Zwischenteil (24) drehfest
angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Zwischenteil (24) ein Lager (26), inbesondere ein Kugellager, aufgenommen
ist, an dem ein Befestigungsteil (27) drehbar gelagert ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass am Befestigungsteil (27) ein Flansch (27') zur Aufnahme eines den konischen Vorsprung
(20") aufweisenden Verbindungsteils (20) vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotationsteller (2) mittig eine Pinole (19) aufweist, die in der aufgesetzten
Stellung des Spulenkerns (3) in einer mittigen Ausnehmung (3') des Spulenkerns (3)
aufgenommen ist.
1. A device (1) for winding a coil core (3) with a wire (4) for the production of electric
coils having at least one rotary disk (2) for receiving the coil core (3), with a
retention means (5') being provided adjacent to the coil core (3) for adjustable retention
of a mounting element (6), the latter being attached to a retention arm (5) arranged
substantially perpendicularly to the axis of the coil core (3), so that at its ends,
the coil core (3) is rotatably mounted via the rotary disk (2) and the mounting element
(6) so as to provide for a non-spindle mounting of the coil core (3) during coiling,
characterized in that the retention arm (5) is pivotable between a coiling position and a resting and exchange
position.
2. The device (1) according to claim 1, characterized in that the retention arm (5) is pivotable about an axis arranged in parallel to the axis
of the coil core (3).
3. The device according to claim 1 or 2, characterized in that the retention arm (5) is arranged to be height-adjustable.
4. The device according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the retention arm (5) is arranged to be optionally pivotable, or secured against
rotation, by the aid of a fixing means (10).
5. The device according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the retention arm (5) is arranged on a substantially vertical post (8).
6. The device according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the post (8) has an inner base member (11), with a sleeve element (12) being put
over said inner base member (11) and supporting the retention arm (5).
7. The device according to claim 6, characterized in that the retention arm (5) is mounted on the sleeve element (12) to be height-adjustable
and secured against rotation.
8. The device according to claim 7, characterized in that via a screwing device (11', 16'), the sleeve element (12) is height-adjustable relative
to the base member (11).
9. The device according to claim 8, characterized in that the sleeve element (12) is arranged to be secured against rotation in its lowermost
screwed-in position, preferably via an expansion fixing means.
10. The device according to any one of claims 1 to 9, characterized in that a conical projection (20'') of the mounting element (6) is received in a central
recess (3') of the coil core (3) during coiling of the same.
11. The device according to any one of claims 1 to 10, characterized in that the mounting element (6) has a housing (23) provided on the retention arm (5) to
be secured against rotation, in which housing (23) an intermediate piece (24) is arranged
to be secured against rotation and vertically displaceable against a spring force.
12. The device according to claim 11, characterized in that a bearing, in particular a ball bearing, is received in the intermediate piece (24),
with a fixing member (27) being rotatably mounted on the bearing (27).
13. The device according to claim 12, characterized in that a flange (27') is provided on the fixing member (27) for receiving a connecting element
(20) that comprises the conical projection (20").
14. The device according to any one of claims 1 to 13, characterized in that in its center, the rotary disk (2) comprises a spindle sleeve (19) received in a
central recess (3') of the coil core (3) when the latter is in its attached position.
1. Dispositif (1) destiné à enrouler un fil métallique (4) sur un noyau de bobine (3)
pour la fabrication de bobines électriques avec au moins une assiette de rotation
(2), qui est prévue pour recevoir le noyau de bobine (3), un dispositif de retenue
(5') étant prévu à proximité du noyau de bobine (3) pour la fixation réglable d'un
élément palier (6), qui est fixé au niveau d'un bras de retenue (5) disposé de manière
essentiellement perpendiculaire par rapport à l'axe du noyau de bobine (3) si bien
que pour le logement sans broche du noyau de bobine (3) pendant le bobinage, le noyau
de bobine (3) est logé de manière à pouvoir tourner côté extrémités au moyen de l'assiette
de rotation (2) et de l'élément palier (6), caractérisé en ce que le bras de retenue (5) peut pivoter entre une position de bobinage et une position
de repos et/ou de changement.
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bras de retenue (5) peut pivoter autour d'un axe disposé de manière parallèle
par rapport à l'axe du noyau de bobine (3).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le bras de retenue (5) est disposé de manière réglable en hauteur.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le bras de retenue (5) est disposé au choix de manière pivotante ou solidaire en
rotation à l'aide d'un dispositif d'immobilisation (10).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le bras de retenue (5) est disposé au niveau d'un montant (8) essentiellement vertical.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le montant (8) présente un élément de base intérieur (11) recouvert par un élément
de douille (12) portant le bras de retenue (5).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que le bras de retenue (5) est logé de manière réglable en hauteur et solidaire en rotation
sur l'élément de douille (12).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément de douille (12) est réglable en hauteur par rapport à l'élément de base
(11) par le biais d'un dispositif de vissage (11', 16').
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'élément de douille (12) est disposé de manière solidaire en rotation dans sa position
vissée la plus basse, de préférence par le biais d'une fixation à expansion.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'une saillie conique (20") de l'élément palier (6) est reçue pendant le bobinage du
noyau de bobine (3) dans un évidement médian (3') du noyau de bobine (3).
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'élément palier (6) présente un boîtier (23) disposé de manière solidaire en rotation
sur le bras de retenue (5), dans lequel un élément intermédiaire (24) verticalement
mobile contre une force de ressort est disposé de manière solidaire en rotation.
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'un roulement (26), en particulier un roulement à billes, au niveau duquel un élément
de fixation (27) est logé de manière rotative, est reçu dans l'élément intermédiaire
(24).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'une bride (27') est prévue au niveau de l'élément de fixation (27) pour recevoir un
élément de liaison (20) présentant la saillie conique (20").
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'assiette de rotation (2) présente en son milieu un axe (19), qui est reçu dans
un évidement médian (3') du noyau de bobine (3) lorsque le noyau de bobine (3) est
en position rapportée.
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