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(11) |
EP 2 011 732 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.10.2010 Patentblatt 2010/42 |
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Anmeldetag: 27.06.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur Regelung von Schiffsantriebsanlagen mit Oberflächenpropellern
Method for regulating ship transmission systems with surface propellers
Procédé de réglage d'installations de propulsions navales dotées d'hélices de surface
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
04.07.2007 DE 102007031056
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.2009 Patentblatt 2009/02 |
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Patentinhaber: MTU FRIEDRICHSHAFEN GMBH |
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88045 Friedrichshafen (DE) |
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Erfinder: |
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- Müller, Markus
88097 Eriskirch (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 037 690 WO-A-2004/020281
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WO-A-96/40550 US-A- 6 030 261
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung mindestens einer Backbord-Schiffsantriebsanlage
mit Oberflächenpropeller sowie mindestens einer Steuerbord-Schiffsantriebsanlage mit
Oberflächenpropeller, bei dem für die jeweilige Schiffsantriebsanlage ein Leistungswunsch
als Soll-Drehzahl interpretiert wird und aus der Soll-Drehzahl sowie einer Ist-Drehzahl
eine Drehzahl-Regelabweichung berechnet wird, anhand derer über einen Drehzahlregler
eine Einspitzmenge zur Drehzahl-Regelung der Brennkraftmaschine festgelegt wird. Ferner
besteht das Verfahren darin, dass ein Stellsignal zur Einstellung einer Trimmposition
des Oberflächenpropellers über einen Anlagenregler zumindest in Abhängigkeit der Soll-Drehzahl
sowie einer Ist-Trimmposition bestimmt wird und das Stellsignal über einen Vorsteuerwert
korrigiert wird.
[0002] Bei schnellen Schiffen werden häufig Oberflächenpropeller verwendet. Dieser kann
sowohl in der Eintauchtiefe als auch nach Backbord oder Steuerbord zur Steuerung des
Schiffs verändert werden. Im weiteren Text wird die Eintauchtiefe des Oberflächenpropellers
als Trimmposition bezeichnet. Hierbei entspricht eine Trimmposition von +100% einer
maximalen Austauchposition und eine Trimmposition von -100% einer maximalen Eintauchtiefe
des Propellers. In der Praxis stellt ein Schiffsführer über ein Betätigungselement
die subjektiv beste Trimmposition ein. Dies führt jedoch zu einer zusätzlichen Belastung
des Schiffsführers neben seinen nautischen Aufgaben. Bei dynamischen Vorgängen fehlen
ihm oft die Beurteilungskriterien für die beste Trimmposition. Eine weitere Belastung
ergibt sich für den Schiffsführer bei symmetrisch angeordneten Schiffsantriebsanlagen
mit mindestens einer Backbord-Schiffsantriebsanlage und mindestens einer Steuerbordantriebsanlage.
So taucht beispielsweise bei einer Kurve nach Backbord der Backbord-Oberflächenpropeller
tiefer ein, während der Steuerbord-Oberflächenpropeller weniger eintaucht. Auch in
diesem Fall muss der Schiffsführer die Trimmposition manuell nachregeln um eine unnötige
Belastung der Brennkraftmaschinen und einen erhöhten Kraftstoffverbrauch zu vermeiden.
[0003] Aus der
WO 2004/020281 A1 ist ein Verfahren zum automatischen Einstellen eines Oberflächenpropellers in Abhängigkeit
des aktuellen Betriebszustands des Schiffs bekannt. Der aktuelle Betriebszustand wiederum
wird aus der Schiffsgeschwindigkeit, einem Lenkwinkel, der Stellung eines Gashebels
und Kenngrößen der Brennkraftmaschine abgeleitet. Bei Kurvenfahrt werden die Eintauchtiefe
des Backbord-Oberflächenpropellers und Steuerbord-Oberflächenpropellers unterschiedlich
eingestellt. Ergänzend kann auch die Leistung und/oder die Drehzahl der Brennkraftmaschinen
unterschiedlich geregelt werden.
[0004] Aus der nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung mit dem amtlichen Aktenzeichen
DE 10 2006 045 685.8 ist ein Verfahren zur Regelung einer Schiffsantriebsanlage mit Oberflächenpropeller
bekannt, bei dem ein Leistungswunsch als Soll-Drehzahl interpretiert wird und aus
der Soll-Drehzahl und einer Ist-Drehzahl der Brennkraftmaschine eine Drehzahl-Regelabweichung
berechnet wird. In Abhängigkeit der Drehzahl-Regelabweichung bestimmt dann ein Drehzahlregler
eine Soll-Einspitzmenge zur Beaufschlagung der Regelstrecke. Ebenfalls in Abhängigkeit
der Drehzahl-Regelabweichung wird eine effektive Drehzahl berechnet, anhand derer
ein Anlagenregler in Verbindung mit einer Leistungsreserve der Brennkraftmaschine
und einer Ist-Trimmposition des Oberflächenpropellers ein Stellsignal zur Einstellung
der Trimmposition festlegt. Als weitere Eingangsgröße erhält der Anlagenregler von
einer Getriebesteuerung ein Signal, welches die Anzahl der gekuppelten Antriebswellen
und die Schubrichtung des Getriebes charakterisiert. In der Praxis hat es sich jedoch
gezeigt, dass das Verfahren bei einem Schiff mit symmetrisch angeordneten Antriebsanlagen
mit mindestens einer Backbord- und mindestens einer Steuerbord-Antriebsanlage bei
Kurvenfahrt noch nicht optimal ist.
[0005] Ausgehend vom zuletzt genannten Stand der Technik liegt daher der Erfindung die Aufgabe
zu Grunde, bei symmetrisch angeordneten Schiffsantriebsanlagen das Verfahren in Bezug
auf Kurvenfahrt zu verbessern.
[0006] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die Ausgestaltungen sind
in den Unteransprüchen dargestellt.
[0007] Die Verbesserung besteht darin, dass das vom Anlagenregler festgelegte Stellsignal
zur Einstellung einer Trimmposition des Oberflächenpropellers über einen Vorsteuerwert
korrigiert wird. Hierbei wird ein backbordbezogener Vorsteuerwert für die Backbord-Schiffsantriebsanlage
und ein steuerbordbezogener Vorsteuerwert für die Steuerbord-Schiffsantriebsanlage
berechnet. Bestimmt werden die Vorsteuerwerte in Abhängigkeit des Lenkwinkels eines
Steuerrads jeweils über eine zugeordnete Kennlinie. Die Kennlinien sind in der Art
ausgeführt, dass beispielsweise bei einer Kurvenfahrt nach Backbord die Trimmposition
des Backbord-Oberflächenpropellers in Richtung Austauchen verändert wird, während
die Trimmposition des Steuerbord-Oberflächenpropellers unverändert bleibt. Weitere
Eingriffe, zum Beispiel in den Drehzahl-Regelkreis, wie dies im Stand der Technik
vorgeschlagen wird, sind nicht vorgesehen.
[0008] Um die Manövrierbarkeit des Schiffs im Hafen nicht zu beeinträchtigen, ist in einer
Ausgestaltung vorgesehen, dass die Korrektur des Stellsignals deaktiviert wird, sobald
eine Ist-Drehzahl unter einen Grenzwert fällt.
[0009] Neben dem bekannten systembedingten Vorteil einer Vorsteuerung, hier: schnelle Reaktion
auf eine sich veränderte Eingangsgröße, besteht ein Vorteil der Erfindung in der Prävention.
Beispielsweise bei einer Kurvenfahrt nach Backbord taucht der Backbord-Oberflächenpropeller
tiefer ein, worauf der Anlagenregler auf Grund der vom elektronischen Motorsteuergerät
angezeigten Leistungsreserve-Abnahme die Trimmposition des Backbord-Oberflächenpropellers
in Richtung Austauchen verringert. Hier greift das erfindungsgemäße Verfahren präventiv
über die Vorsteuerung und die Korrektur des Stellsignals ein. Mit anderen Worten:
bei Kurvenfahrt wird die Trimmposition nicht über die Interaktion elektronisches Motorsteuergerät
und Anlagenregler bestimmt sondern unmittelbar über den Steuerrad-Lenkwinkel.
[0010] Von Vorteil ist ebenfalls die Möglichkeit engere Kurvenradien zu durchfahren. Zudem
gestattet die Erfindung die Darstellung einer Schiffsantriebsanlage im so genannten
Fly-by-wire-Betrieb, der gegenüber einem hydraulischen System durch eine reduzierte
Bauteileanzahl, geringeres Systemgewicht und letzten Endes auch geringere Kosten charakterisiert
ist. Insgesamt ergibt sich auf Grund der besseren Anpassung eine Kraftstoff-Ersparnis.
[0011] In den Zeichnungen ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Systemschaubild symmetrisch angeordneter Schiffsantriebsanlagen und
- Fig. 2
- die Schiffsantriebsanlage als Blockschaltbild.
[0012] Die Figur 1 zeigt ein Systemschaubild symmetrisch angeordneter Schiffsantriebsanlagen,
welche zumindest eine Backbord-Schiffsantriebsanlage 1 mit Oberflächenpropeller 2
und zumindest eine Steuerbord-Schiffsantriebsanlage 3 mit Oberflächenpropeller 4 umfasst.
Über einen Fahrhebel 13 definiert ein Schiffsführer einen Leistungswunsch für die
Backbord-Schiffsantriebsanlage 1. Dieser Leistungswunsch wird als erste Soll-Drehzahl
nSL1 interpretiert, welche die Führungsgröße für einen Drehzahl-Regelkreis zur Drehzahlregelung
der Brennkraftmaschine der Backbord-Schiffsantriebsanlage 1 darstellt. Den Leistungswunsch
für die Steuerbord-Schiffsantriebsanlage 3 definiert der Schiffsführer über einen
Fahrhebel 14. Der Leistungswunsch wird als zweite Soll-Drehzahl nSL2 interpretiert
und ist die Führungsgröße für einen Drehzahl-Regelkreis zur Drehzahlregelung der Brennkraftmaschine
der Steuerbord-Schiffsantriebsanlage 3. Über ein Steuerrad 12 stellt der Schiffsführer
die Fahrtrichtung und einen Lenkwinkel L ein. Der Lenkwinkel L ist die Eingangsgröße
einer backbordbezogenen Kennlinie 8, über welche ein backbordbezogener Vorsteuerwert
VSBB bestimmt wird, und ist die Eingangsgröße einer steuerbordbezogenen Kennlinie
9, über welche ein steuerbordbezogener Vorsteuerwert VSSB berechnet wird. Der über
die backbordbezogene Kennlinie 8 berechnete backbordbezogenen Vorsteuerwert VSBB ist
eine der Eingangsgrößen für die Backbord-Antriebsanlage 1. Der über die steuerbordbezogene
Kennlinie 9 berechnete steuerbordbezogene Vorsteuerwert VSSB ist eine der Eingangsgrößen
für Steuerbord-Antriebsanlage 3.
[0013] Die backbordbezogene Kennlinie 8 zeigt als Abszisse den Bereich von maximalem Lenkwinkel
Backbord LBB(MAX) bis zum maximalen Lenkwinkel Steuerbord LSB(MAX). Der Wert M auf
der Abszisse entspricht der Mittenstellung des Steuerrads 12, einem Lenkwinkel L von
0° entsprechend. Auf der Ordinate der backbordbezogenen Kennlinie 8 ist die Ausgangsgröße,
also der backbordbezogene Vorsteuerwert VSBB, aufgetragen. Die backbordbezogene Kennlinie
8 ist in einen ersten Bereich 10 und einen zweiten Bereich 11 aufgeteilt. Die eigentliche
Kennlinie setzt sich aus einem Geradenabschnitt mit positiver Steigung im ersten Bereich
10 und einem abszissenparallelen Geradenabschnitt im zweiten Bereich 11 zusammen.
Der Geradenabschnitt im ersten Bereich 10 ist durch das Wertepaar (LBB(MAX) / 0.8)
und das Wertepaar (M /1) definiert. Der Geradenabschitt im zweiten Bereich 11 hat
den Festwert 1.
[0014] Bei der steuerbordbezogenen Kennlinie 9 sind die Abszisse und die Ordinate identisch
zur backbordbezogenen Kennlinie 8. Die eigentliche Kennlinie setzt aus einem abszissenparallelen
Geradenabschnitt im ersten Bereich 10 und einem Geradenabschnitt mit negativer Steigung
im zweiten Bereich 11 zusammen. Der Geradenabschnitt im ersten Bereich 10 besitzt
den Festwert 1. Der Geradenabschnitt im zweiten Bereich 11 wird durch das Wertepaar
(M / 1) und das Wertepaar (LSB(MAX) / 0.8) definiert.
[0015] In der Figur 1 ist in der backbordbezogenen Kennlinie 8 als gestrichelte Linie eine
alternative Ausführungsform im zweiten Bereich 11 eingezeichnet. Bei dieser Ausführungsform
hat im zweiten Bereich 11 der Geradenabschnitt eine positive Steigung. In der steuerbordbezogenen
Kennlinie 9 ist im ersten Bereich 10 ebenfalls als gestrichelte Linie eine alternative
Ausführungsform eingezeichnet. Bei dieser Ausführungsform hat im ersten Bereich 10
der Geradenabschnitt eine negative Steigung. Die Auswirkung dieser alternativen Ausführungsform
auf die Funktionalität wird in Verbindung mit der Figur 2 beschrieben.
[0016] In der Figur 2 sind die Backbord-Schiffsantriebsanlage 1 und die Steuerbord-Schiffsantriebsanlage
3 als Blockschaltbild dargestellt. Die Eingangsgrößen der Backbord-Schiffsantriebsanlage
1 sind die erste Soll-Drehzahl nSL1 und der backbordbezogene Vorsteuerwert VSBB. Die
Ausgangsgröße der Backbord-Schiffsantriebsanlage 1 ist die Trimmposition des Oberflächenpropellers
2. Hierbei entspricht eine Trimmposition von +100% einer maximalen Austauchposition
und eine Trimmposition von -100% einer maximalen Eintauchtiefe des Oberflächenpropellers
2. Die Eingangsgrößen der Steuerbord-Schiffsantriebsanlage 3 sind die zweite Soll-Drehzahl
nSL2 und der steuerbordbezogene Vorsteuerwert VSSB. Die Ausgangsgröße der Steuerbord-Schiffsantriebsanlage
3 ist die Trimmposition des Oberflächenpropellers 4. Die innere Struktur und die Funktionalität
der beiden Schiffsantriebsanlagen sind identisch.
[0017] Die Backbord-Schiffsantriebsanlage 1 umfasst als mechanische Baugruppen eine Brennkraftmaschine
5 mit Common-Railsystem 15 zur Kraftstoffeinspritzung, ein Getriebe 17, ein Stellglied
19 zur Einstellung der Trimmposition und den Oberflächenpropeller 2. Als elektronische
Baugruppen umfasst die Backbord-Schiffsantriebsanlage 1 ein elektronisches Motorsteuergerät
(ADEC) 16, ein elektronisches Getriebesteuergerät (GS) 18 und einen Anlagenregler
6. Die Brennkraftmaschine 5 treibt über eine Welle 20 das Getriebe 17 an. Das Getriebe
17 beinhaltet üblicherweise eine Eingangs- sowie eine Ausgangswelle und eine Einrichtung
zur Drehrichtungsumkehr für die Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt. Die Aktivierung und
der Schaltzustand des Getriebes 17 werden durch das elektronische Getriebesteuergerät
18 vorgegeben. Über eine Welle 21 und eine Welle 22 treibt das Getriebe 17 den Oberflächenpropeller
2 an.
[0018] Die Betriebsweise der Brennkraftmaschine 5 wird durch das elektronische Motorsteuergerät
(ADEC) 16 bestimmt. Dieses beinhaltet die üblichen Bestandteile eines Mikrocomputersystems,
beispielsweise einen Mikroprozessor, I/O-Bausteine, Puffer und Speicherbausteine (EEPROM,
RAM). In den Speicherbausteinen sind die für den Betrieb der Brennkraftmaschine 5
relevanten Betriebsdaten in Kennfeldern/Kennlinien appliziert. Über diese berechnet
das elektronische Motorsteuergerät 16 aus den Eingangsgrößen die Ausgangsgrößen. Als
Eingangsgrößen sind in der Figur 2 die erste Soll-Drehzahl nSL1, welche durch einen
Fahrhebel 13 vorgebbar ist, eine Ist-Drehzahl nIST, welche beispielsweise an der Welle
20 erfasst wird, und ein Signal EIN dargestellt. Das Signal EIN steht stellvertretend
für die weiteren Eingangssignale, beispielsweise einem Raildruck des Common-Railsystems
15 mit Einzelspeichern, einem Ladeluftdruck der Abgasturbolader und den Temperaturen
der Kühl- und Schmiermittel oder des Kraftstoffs.
[0019] In Figur 2 sind als Ausgangsgrößen des elektronischen Motorsteuergeräts 16 eine Soll-Einspritzmenge
qV, eine effektive Drehzahl nEFF, ein Signal Leistungsreserve PRES und ein Signal
AUS dargestellt. Die Leistungsreserve PRES entspricht derjenigen Motorleistung, welche
sich aus der Differenz der Leistung am aktuellen Betriebspunkt zur maximal möglichen
Leistung für diesen Betriebspunkt ergibt. Das Signal AUS steht stellvertretend für
die weiteren Stellsignale zur Steuerung und Regelung der Brennkraftmaschine 5, beispielsweise
ein Ansteuersignal für die Saugdrossel des Common-Railsystems 15 und ein Stellsignal
zur Aktivierung eines zweiten Abgasturboladers bei einer Registeraufladung.
[0020] Die Eingangssignale des Anlagenreglers 6 sind die effektive Drehzahl nEFF, die Leistungsreserve
PRES, eine Schubrichtung SRI und die Ist-Trimmposition POS(IST) des Oberflächenpropellers
2. Das Ausgangssignal des Anlagenreglers 6 ist das Stellsignal STS1 zur Ansteuerung
des Stellglieds 19, über welches dann die Trimmposition eingestellt wird. Der Anlagenregler
6 gibt das Stellsignal STS1 entweder als absoluter Winkelwert in Grad, oder als Prozent
der Eintauchtiefe, beispielsweise +20%, oder als Verstellrate in Grad/Sekunde bzw.
Prozent/Sekunde vor. Im Anlagenregler 6 sind folgende Funktionalitäten integriert:
Kennfelder zur Trimmvorgabe in Abhängigkeit der effektiven Drehzahl nEFF und der Schubrichtung
SRI, eine Laststeuerung in Abhängigkeit der Trimmvorgabe sowie Leistungsreserve PRES
sowie der Ist-Trimmposition POS(IST) und eine Trimmregelung (Stellsignal STS1). Eine
detaillierte Beschreibung der inneren Struktur des Anlagenreglers 6 ist aus der nicht
vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung mit dem amtlichen Aktenzeichen
DE 10 2006 045 685.8 bekannt.
[0021] Die Anordnung besitzt folgende Funktionalität:
Aus der ersten Soll-Drehzahl nSL1 und der Ist-Drehzahl nIST berechnet das elektronische
Motorsteuergerät 16 eine Drehzahl-Regelabweichung. Ein Drehzahlregler, üblicherweise
ein PIDT1-Regler, setzt die Drehzahl-Regelabweichung in ein Stellsignal, hier: eine
Soll-Einspritzmenge qV, um. Mit dem Stellsignal werden dann die Injektoren des Common-Railsystems
15 mit Einzelspeichern beaufschlagt. Ebenfalls aus der Drehzahl-Regelabweichung wird
über ein Kennfeld die effektive Drehzahl nEFF berechnet. Aus der effektiven Drehzahl
nEFF, dem Signal SRI, der Leistungsreserve PRES und der Ist-Trimmposition POS(IST)
berechnet der Anlagenregler 6 das Stellsignal STS1. An einer Multiplikationsstelle
A wird das Stellsignal STS1 über den backbordbezogenen Vorsteuerwert VSBB korrigiert,
Ausgangssignal SKORR. Anhand des Signals SKORR stellt das Stellglied 19 dann die Trimmposition
ein. Für die Steuerbord-Antriebsanlage 3 gilt dieselbe Funktionalität, d. h. der Anlagenregler
7 bestimmt ein Stellsignal STS2, welches über den steuerbordbezogenen Vorsteuerwert
VSSB, Multiplikationsstelle B, korrigiert wird und über das Stellglied in die Trimmposition
für den Oberflächenpropeller 4 umgesetzt wird.
[0022] Bei Geradeausfahrt befindet sich das Steuerrad in der Mittenstellung M. In der Mittenstellung
M berechnet sich der backbordbezogene Vorsteuerwert VSBB über die backbordbezogene
Kennlinie 8 zu Eins, d. h. die Stellgröße STS1 der Backbord-Schiffsantriebsanlage
1 wird nicht korrigiert. Der steuerbordbezogene Vorsteuerwert VSSB wird über die steuerbordbezogene
Kennlinie 9 ebenfalls zu Eins berechnet, so dass auch die Stellgröße STS2 der Steuerbord-Schiffsantriebsanlage
3 nicht korrigiert wird. Mit anderen Worten: Bei Geradeausfahrt erfolgt keine Korrektur
der Stellgrößen STS1 und STS2.
[0023] Bei einer Kurvenfahrt nach Backbord wird an Hand des Lenkwinkels L über die backbordbezogene
Kennlinie 8 (erster Bereich 10) beispielsweise ein backbordbezogener Vorsteuerwert
VSBB mit 0.9 berechnet. Das Signal SKORR berechnet sich daher aus dem aktuellen Wert
des Stellsignals STS1 mal dem Wert VSBB, hier 0.9. Als Ergebnis wird die Trimmposition
des Oberflächenpropellers 2 in Richtung +100%, also in Richtung Austauchen, verändert.
Über die steuerbordbezogene Kennlinie 9 wird in Abhängigkeit des Lenkwinkels L ein
Wert von Eins (erster Bereich 10) berechnet, so dass die Trimmposition des Steuerbord-Oberflächenpropellers
4 unverändert bleibt.
[0024] Bei einer Kurvenfahrt nach Steuerbord wird entsprechend der Steuerbord- Oberflächenpropeller
4 über den steuerbordbezogenen Vorsteuerwert VSSB in Richtung Austauchen verändert,
während der Backbord-Oberflächenpropeller 2 seine Trimmposition beibehält.
[0025] Wird an Stelle der Kennlinien 8 und 9 deren alternative Ausführungsform verwendet,
so bewirkt dies, dass bei einer Kurvenfahrt nach Backbord die Trimmposition des Steuerbord-Oberflächenpropeller
4 auf Grund des steuerbordbezogenen Vorsteuerwerts VSSB (VSSB > 1) in Richtung -100%,
also in Richtung Eintauchen, verändert wird. Bei einer Kurvenfahrt nach Steuerbord
wird die Trimmposition des Backbord-Oberflächenpropellers 2 auf Grund des backbordbezogenen
Vorsteuerwerts VSBB (VSBB > 1) in Richtung -100%, also in Richtung Eintauchen, verändert.
[0026] Um die Manövrierbarkeit des Schiffs im Hafen nicht zu beeinträchtigen ist es vorgesehen,
dass die Funktion deaktiviert wird, wenn die Ist-Drehzahl nlST der Backbord-Schiffsantriebsanlage
1 oder die Ist-Drehzahl der Steuerbord-Schiffsantriebsanlage 3 unter einen vorgebbaren
Grenzwert fällt.
[0027] In der Beschreibung wurde eine symmetrische Anordnung von einer Backbord-Schiffsantriebsanlage
und einer Steuerbord-Schiffsantriebsanlage beschrieben. Eine symmetrische Anordnung
liege auch dann vor, wenn in der Rumpfmitte eine Antriebsanlage mit Fest- oder Verstellpropeller
angeordnet ist und mindestens eine Schiffsantriebsanlage mit Oberflächenpropeller
auf der Backbordseite sowie mindestens eine Schiffsantriebsanlage mit Oberflächenpropeller
auf der Steuerbordseite angeordnet sind. Bei dieser Ausführungsform wird dann die
rumpfmittige Antriebsanlage nicht angesteuert.
[0028] Aus der Beschreibung ergeben sich für die Erfindung folgende Vorteile:
- Die Reaktionszeit auf eine Lenkwinkeländerung wird verkürzt, da der Lenkwinkel über
den Vorsteuerwertwert unmittelbar auf das Stellsignal zur Einstellung der Trimmposition
einwirkt;
- Eine präventive Steuerung wird ermöglicht, ohne dass zuerst die Leistungsreserve der
Brennkraftmaschine ausgeschöpft werden muss, woraus eine entsprechende Kraftstoff-Ersparnis
resultiert;
- Engere Kurvenradien sind möglich;
- Ein so genanntes Fly-by-wire-Konzept ist darstellbar, woraus eine geringere Teilevielfalt
an mechanischen und hydraulischen Komponenten und letztlich ein geringeres Gewicht
und geringere Kosten resultieren .
Bezugszeichen
[0029]
- 1
- Backbord-Schiffsantriebsanlage
- 2
- Oberflächenpropeller (Backbord)
- 3
- Steuerbord-Schiffsantriebsanlage
- 4
- Oberflächenpropeller (Steuerbord)
- 5
- Brennkraftmaschine
- 6
- Anlagenregler (Backbord)
- 7
- Anlagenregler (Steuerbord)
- 8
- backbordbezogene Kennlinie
- 9
- steuerbordbezogene Kennlinie
- 10
- erster Bereich
- 11
- zweiter Bereich
- 12
- Steuerrad
- 13
- Fahrhebel (Backbord)
- 14
- Fahrhebel (Steuerbord)
- 15
- Common-Railsystem
- 16
- elektronisches Motorsteuergerät (ADEC)
- 17
- Getriebe
- 18
- Getriebesteuerung (GS)
- 19
- Stellglied
- 20
- Welle
- 21
- Welle
- 22
- Welle
1. Verfahren zur Regelung mindestens einer Backbord-Schiffsantriebsanlage (1) mit Oberflächenpropeller
(2) sowie mindestens einer Steuerbord-Schiffsantriebsanlage (3) mit Oberflächenpropeller
(4), bei dem für die jeweilige Schiffsantriebsanlage ein Leistungswunsch als Soll-Drehzahl
(nSL1, nSL2) interpretiert wird, aus der Soll-Drehzahl (nSL1, nSL2) sowie einer IstDrehzahl
(nIST) eine Drehzahl-Regelabweichung berechnet wird, anhand derer über einen Drehzahlregler
eine Einspitzmenge (qV) zur Drehzahl-Regelung der Brennkraftmaschine (5) festgelegt
wird, bei dem ein Stellsignal (STS1, STS2) zur Einstellung einer Trimmposition des
Oberflächenpropellers (2, 4) über einen Anlagenregler (6, 7) zumindest in Abhängigkeit
der Soll-Drehzahl (nSL1, nSL2) sowie einer Ist-Trimmposition (POS(IST)) bestimmt wird
und bei dem das Stellsignal (STS1, STS2) über einen Vorsteuerwert (VSBB, VSSB) korrigiert
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein backbordbezogener Vorsteuerwert (VSBB) für die Backbord-Schiffsantriebsanlage
(1) und steuerbordbezogener Vorsteuerwert (VSSB) für die Steuerbord-Schiffsantriebsanlage
(3) berechnet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der backbordbezogene Vorsteuerwert (VSBB) über eine backbordbezogene Kennlinie (8)
und der steuerbordbezogene Vorsteuerwert (VSSB) über eine steuerbordbezogene Kennlinie
(9) jeweils in Abhängigkeit des Lenkwinkels (L) eines Steuerrads (12) berechnet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die backbordbezogene Kennlinie (8) in einem ersten Bereich (10) als Geradenabschnitt
mit positiver Steigung und in einem zweiten Bereich (11) als abszissenparalleler Geradenabschnitt
ausgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die backbordbezogenen Kennlinie (8) im zweiten Bereich (11) alternativ als Geradenabschnitt
mit positiver Steigung ausgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die steuerbordbezogene Kennlinie (9) im ersten Bereich (10) als abszissenparallelen
Geradenabschnitt und im zweiten Bereich (11) als Geradenabschnitt mit negativer Steigung
ausgeführt wird,
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die steuerbordbezogene Kennlinie (9) im ersten Bereich (10) alternativ als Geradenabschnitt
mit negativer Steigung ausgeführt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Bereich (10) über einen maximalen Lenkwinkel (LBB(MAX)) nach Backbord und
Mittenstellung (M) definiert wird und der zweite Abschnitt (11) über die Mittenstellung
(M) und einen maximalen Lenkwinkel (LSB(MAX)) nach Steuerbord definiert wird.
9. Verfahren nach einem der vorausgegangen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Korrektur des Stellsignals (STS1, STS2) unterhalb einer Ist-Drehzahlgrenze deaktiviert
wird.
1. Method for controlling at least one port marine vessel propulsion installation (1)
having a surface propeller (2), and at least one starboard marine vessel propulsion
installation (3) having a surface propeller (4), in which a power demand for the respective
marine vessel propulsion installation is interpreted as a nominal rotation speed (nSL1,
nSL2), a rotation speed control error is calculated from the nominal rotation speed
(nSL1, nSL2) and an actual rotation speed (nACT), on the basis of which rotation speed
control error an injection amount (qV) for rotation speed control of the internal
combustion engine (5) is defined via a rotation speed regulator, in which an actuating
signal (STS1, STS2) for setting a trim position of the surface propeller (2, 4) is
determined via an installation regulator (6, 7) at least as a function of the nominal
rotation speed (nSL1, nSL2) and an actual trim position (POS(ACT)), and in which the
actuating signal (STS1, STS2) is corrected via a pilot control value (VSBB, VSSB).
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
a port-related pilot control value (VSBB) is calculated for the port marine vessel
propulsion installation (1), and a starboard-related pilot control value (VSBB) is
calculated for the starboard marine vessel propulsion installation (3).
3. Method according to Claim 2,
characterized in that
the port-related pilot control value (VSBB) is calculated via a port-related characteristic
(8) and the starboard-related pilot control value (VSSB) is calculated via a starboard-related
characteristic (9), in each case as a function of the steering angle (L) of a steering
wheel (12).
4. Method according to Claim 3,
characterized in that the
port-related characteristic (8) is in the form of a linear section with a positive
gradient in a first range (10), and is in the form of a linear section parallel to
the abscissa in a second range (11).
5. Method according to Claim 4,
characterized in that
the port-related characteristic (8) is alternatively in the form of a linear section
with a positive gradient in the second range (11).
6. Method according to Claim 3,
characterized in that
the starboard-related characteristic (9) is in the form of a linear section parallel
to the abscissa in the first range (10), and is in the form of a linear section with
a negative gradient in the second range (11).
7. Method according to Claim 6,
characterized in that
the starboard-related characteristic (9) is alternatively in the form of a linear
section with a negative gradient in the first range (10).
8. Method according to one of Claims 4 to 7
characterized in that
the first range (10) is defined via a maximum steering angle (LBB(MAX)) to port and
the mid-position (M), and the second section (11) is defined via the mid-position
(M) and a maximum steering angle (LSB(MAX)) to starboard.
9. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the correction of the actuating signal (STS1, STS2) is deactivated below an actual
rotation speed limit.
1. Procédé de régulation d'au moins un équipement propulseur de navire à bâbord (1) comprenant
une hélice de surface (2) et d'au moins un équipement propulseur de navire à tribord
(3) comprenant une hélice de surface (4), selon lequel une puissance souhaitée est
interprétée en tant que vitesse de rotation de consigne (nSL1, nSL2) pour l'équipement
propulseur de navire correspondant, un écart de régulation de la vitesse de rotation
est calculé à partir de la vitesse de rotation de consigne (nSL1, nSL2) et d'une vitesse
de rotation réelle (nIST), au moyen duquel une quantité d'injection (qV) est fixée
par le biais d'un régulateur de vitesse de rotation en vue de réguler la vitesse de
rotation du moteur à combustion interne (5), selon lequel un signal de commande (STS1,
STS2) est déterminé pour régler une position d'assiette de l'hélice de surface (2,
4) par le biais d'un régulateur d'équipement (6, 7) au moins en fonction de la vitesse
de rotation de consigne (nSL1, nSL2) ainsi que d'une position d'assiette réelle (POS(IST))
et selon lequel le signal de commande (STS1, STS2) est corrigé par le biais d'une
valeur pilote (VSBB, VSSB).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une valeur pilote rapportée au bâbord (VSBB) est calculée pour l'équipement propulseur
de navire à bâbord (1) et une valeur pilote rapportée au tribord (VSSB) est calculée
pour l'équipement propulseur de navire à tribord (3).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la valeur pilote rapportée au bâbord (VSBB) est calculée par le biais d'une courbe
caractéristique en rapport avec le bâbord (8) et la valeur pilote rapportée au tribord
(VSSB) est calculée par le biais d'une courbe caractéristique en rapport avec le tribord
(9), respectivement en fonction de l'angle de direction (L) d'une roue de gouvernail
(12).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la courbe caractéristique en rapport avec le bâbord (8) est réalisée dans une première
zone (10) sous la forme d'une section droite à pente positive et dans une deuxième
zone (11) sous la forme d'une section droite parallèle à l'axe des abscisses.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la courbe caractéristique en rapport avec le bâbord (8), en variante, est réalisée
dans la deuxième zone (11) sous la forme d'une section droite à pente positive.
6. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la courbe caractéristique en rapport avec le tribord (9) est réalisée dans la première
zone (10) sous la forme d'une section droite parallèle à l'axe des abscisses et dans
la deuxième zone (11) sous la forme d'une section droite à pente négative.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la courbe caractéristique en rapport avec le tribord (9), en variante, est réalisée
dans la première zone (10) sous la forme d'une section droite à pente négative.
8. Procédé selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que la première zone (10) est définie par un angle de direction maximum (LBB(MAX)) vers
le bâbord et une position centrale (M) et la deuxième section (11) par la position
centrale (M) et un angle de direction maximum (LSB(MAX)) vers le tribord.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la correction du signal de commande (STS1, STS2) est désactivée au-dessous d'une
limite de la vitesse de rotation réelle.


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