(19)
(11) EP 2 012 970 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
12.01.2011  Patentblatt  2011/02

(21) Anmeldenummer: 07728451.1

(22) Anmeldetag:  24.04.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B24C 3/04(2006.01)
B24C 3/12(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2007/053995
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2007/122236 (01.11.2007 Gazette  2007/44)

(54)

VORRICHTUNG ZUM ERZEUGEN EINES HOCHDRUCKSTRAHLS

DEVICE FOR PRODUCING A HIGH-PRESSURE JET

DISPOSITIF DE PRODUCTION D'UN JET À HAUTE PRESSION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 25.04.2006 DE 202006006572 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.01.2009  Patentblatt  2009/03

(73) Patentinhaber: AIRMATIC GESELLSCHAFT FÜR UMWELT UND TECHNIK MBH
58675 Hemer (DE)

(72) Erfinder:
  • SCHULTE, Hubert
    58710 Menden (DE)
  • KRUMM, Wolfgang
    57482 Wenden (DE)

(74) Vertreter: Haverkamp, Jens 
Patentanwalt Stefanstraße 2 Kirchhoffgebäude
58638 Iserlohn
58638 Iserlohn (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-97/27955
GB-A- 633 496
US-A- 3 092 329
DE-A1- 2 950 805
US-A- 1 755 575
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Entzunderungsanlage, umfassend einen motorisch angetriebenen Rotor mit wenigstens einer eine radiale Erstreckung aufweisenden Druckleitung mit einer Austrittsöffnung zum Erzeugen eines der Drehgeschwindigkeit des Rotors entsprechend fliehkraftbedingt aus der Austrittsöffnung austretenden Hochdruckstrahls und umfassend eine zentrisch zur Drehachse des Rotors angeordnete Zuführleitung

    [0002] Im Zusammenhang mit einer Abreinigungsvorrichtung dient der erzeugte Hochdruckstrahl zum Lösen von auf der Oberfläche eines zu reinigenden Körpers anhaftenden Stoffes oder von daran anhaftenden Gegenständen. Die Abreinigung erfolgt infolge des auf die zu reinigende Oberfläche gerichteten Hochdruckstrahls auf mechanischem Wege. Eine solche Abreinigungsvorrichtung ist aus WO 2005/095057 A1 bekannt. Die in diesem Dokument beschriebene und in Bezug genommene Reinigungsanlage verfügt über einen als Düsenbalken bezeichneten Rotor mit mindestens zwei aneinander bezüglich seiner Drehachse gegenüberliegenden Druckleitungen, die sich von der Drehachse des Düsenbalkens in radialer Richtung nach außen erstrecken. An den Düsenbalken angeformt ist eine Hohlwelle. Die Hohlwelle ist drehbar gelagert und an eine Drehdurchführung angeschlossen. Die Drehdurchführung ist mit ihrer anderen Seite an eine von einer Hochdruckpumpe beaufschlagte Zuführleitung angeschlossen. In Rotation wird der Rotor dieser vorbekannten Anlage entweder durch den durch die Hochdruckpumpe erzeugten Druck und durch eine geneigte Ausrichtung der Längsachse der Austrittsöffnungen der Druckleitungen und sodann aufgrund der Rückstoßkraft oder durch einen zusätzlichen motorischen Antrieb. Löscheinrichtungen zum Erzeugen eines rotierenden Hochdruckstrahls sind prinzipiell gleichermaßen aufgebaut wie die vorbeschriebene Abreinigungsanlage.

    [0003] Der Druck des erzeugten Strahls einer solchen Vorrichtung, wie vorbeschrieben, ist abhängig von dem durch die Hochdruckpumpe zum Zuführen der Flüssigkeit bereitgestellten Druckes. Um den notwendigen Druck herbeizustellen, werden sehr leistungsfähige Hochdruckpumpen benötigt.

    [0004] Die im Zusammenhang mit den vorbeschriebenen Vorrichtungen benötigten Drehdurchführungen müssen ausgelegt sein, um dem durch die Hochdruckpumpe bereitgestellten Druck standzuhalten, was wiederum besonders hohe Anforderungen an die Dichtigkeit der Drehdurchführungen stellt. Zur Gewährung einer ausreichenden Dichtigkeit ist es notwendig, dass die eingesetzten Dichtungen mit entsprechender Vorspannung an dem jeweils bewegten Element anliegen. Diese Drehdurchführungen sind daher verschleißträchtig. Des Weiteren bedingt eine solche Konzeption der Drehdurchführung, dass eine bestimmte Kraft benötigt wird, damit die beiden drehbar gegeneinander gelagerten Elemente einer solchen Drehdurchführung gegeneinander bewegt werden können. Dieses bedingt Reibungsverluste bei der gewünschten Rotation des Rotors.

    [0005] Darüber hinaus ist es bei einem Einsatz von Höchstleistungspumpen zum Erzeugen des gewünschten Hochdruckstrahls notwendig, dass die der Pumpe zugeführte Flüssigkeit frei von Schwebstoffen jeder Art ist. Daher befinden sich an der Eingangsseite einer solchen Pumpe Filtereinrichtungen, die zum Gewährleisten eines bestimmungsgemäßen Betriebes der Pumpe regelmäßig gereinigt werden müssen.

    [0006] In WO 2005/095057 A1 ist neben der vorbeschriebenen Reinigungsanlage eine weitere Reinigungsanlage beschrieben, bei der eine Druckerzeugung ausschließlich durch die Rotationsbewegung des Rotors fliehkraftbedingt erfolgt. Diese Anlage kann mit einer drucklosen Flüssigkeitszufuhr betrieben werden, so dass die Anforderungen an eine Drehdurchführung deutlich geringer sind. Nachteilig ist bei dieser Anlage jedoch, dass mit dieser Anlage in Folge der sich drehenden Zuführleitung kein Hochdruckstrahl erzeugt werden kann, da die Flüssigkeit bereits in der Zuführleitung fliehkraftbedingt nach außen beschleunigt und daher nicht zu der Druckleitung in dem Rotor gelangen kann. Dieses gelingt nur, wenn anstelle der vorgesehenen drucklosen Flüssigkeitszufuhr eine Hochdruckflüssigkeitszufuhr eingerichtet wird.

    [0007] Eine Entzunderungsanlage gemäß den Oberbegriff der Anspruchs 1 ist im Dokument WO97-27955 beschrieben.

    [0008] Ausgehend von dem eingangs diskutierten Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Erzeugen eines rotierenden Hochdruckstrahls vorzuschlagen, mit der die zu der Drehdurchführung beschriebenen Nachteile vorbekannter Hochdruckstrahlerzeugungsvorrichtungen vermieden sind und bei der der Hochdruckstrahl ohne der Notwendigkeit des Einsatzes einer konventionellen Hochdruckpumpe bereitgestellt werden kann.

    [0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Entzunderungsanlage gemäß Anspruch 1.

    [0010] Bei dieser Vorrichtung zum Erzeugen eines rotierenden Hochdruckstrahls ist die Zuführleitung zum Zuführen der Flüssigkeit an den Rotor bzw. die dem Rotor zugeordnete zumindest eine Druckleitung drehentkoppelt bezüglich des Rotors angeordnet. Die drehentkoppelte Zuführleitung ist bis zu dem Rotor geführt und ragt mit ihrer Austrittsöffnung in eine Eingangskammer des Rotors. Damit befindet sich die Drehdurchführung bei dieser Vorrichtung letztendlich innerhalb des Rotors. Die zugeführte Flüssigkeit, beispielsweise das zugeführte Wasser kann quasi drucklos dem Rotor zugeführt werden, was aufgrund der Drehentkopplung der Zuführleitung gegenüber dem Rotor ohne weiteres möglich ist. In die Eingangskammer des Rotors mündet die zumindest eine Druckleitung des Rotors mit ihrer Eintrittsöffnung. Üblicherweise wird man den Rotor mit mehreren, mit jeweils gleichem Winkelabstand zueinander angeordneten Druckleitungen ausstatten.

    [0011] Der Rotor selbst ist motorisch angetrieben. Aufgrund der radialen Erstreckung der Druckleitungen wird in diesen fliehkraftbedingt entsprechend der Drehgeschwindigkeit des Rotors ein Druck aufgebaut, mit der Folge, dass an der Austrittsöffnung der Druckleitungen die Flüssigkeit mit dementsprechendem Druck austreten kann. In Folge der Drehentkopplung der Zuführleitung rotiert diese bei einem Antrieb des Rotors grundsätzlich nicht. Bei dieser Vorrichtung erfolgt eine Druckbeaufschlagung der Flüssigkeit erst innerhalb jeder einzelnen Druckleitung. Da die Druckerzeugung eine Folge der Rotation des Rotors ist, braucht zur Druckerzeugung lediglich der Rotor mit den Druckleitungen angetrieben zu werden. Die zum Antreiben des Rotors benötigte Leistung zum Erzeugen eines Hochdruckstrahls ist verglichen mit derjenigen Leistung, die benötigt wird, um mit einer Hochdruckpumpe denselben Druck aufzubauen, deutlich geringer. Die dem Rotor zugeführte Flüssigkeit braucht nicht schwebstofffrei zu sein. Vielmehr kann dieser in Abhängigkeit von dem Einsatzzweck der Hochdruckerzeugungsvorrichtung der Flüssigkeit ein Abrasivstoff beigemengt sein, wenn die Vorrichtung als Abreinigungsvorrichtung, beispielsweise im Rahmen einer Entzunderungsanlage eingesetzt wird.

    [0012] Nicht unwesentlich ist bei dieser Vorrichtung auch, dass eine Erhöhung der Anzahl der Druckleitungen in dem Rotor letztendlich keine allenfalls nur eine geringe Erhöhung der für die Druckerzeugung benötigten Leistung zur Folge hat. Die fliehkraftbedingte Druckbeaufschlagung der Flüssigkeit in den Druckleitungen ist abhängig von der Rotationsgeschwindigkeit des Rotors und damit der Druckleitungen und der Länge der Druckleitungen in radialer Richtung bezogen auf die Drehachse des Rotors. Damit ist der Druck, mit dem der Flüssigkeitsstrahl aus jeder Druckleitung austritt abhängig von der Umdrehungsgeschwindigkeit des Austritts der Druckleitung.

    [0013] Die Rotation der wenigstens einen Austrittsöffnung des Rotors erfolgt in einem gleich bleibenden oder zumindest annähernd gleich bleibenden Abstand zu der abzureinigenden Oberfläche. Dadurch ist gewährleistet, dass der auf die abzureinigende Oberfläche auftreffende Reinigungsstrahl unabhängig von der Lage der zumindest einen Austrittsöffnung innerhalb einer Umdrehung der Rotors gleich ist. Dadurch ist die wirksame Fläche des Abreinigungsstrahles erhöht.

    [0014] Anstelle eines Vorsehens von einer oder mehreren diskreten Druckleitungen, die sich in radialer Richtung bezogen auf die Rotationsachse des Rotors nach außen erstrecken, kann die Druckleitung auch aus einem durch ein Oberteil und ein Unterteil begrenzten Raum gebildet sein. Erzeugt wird bei einem solchen Rotor ein flächiger Strahl. Sind die diesen Raum begrenzenden Flächen des Oberteils und des Unterteils rechtwinklig zur Rotationsachse des Rotors angeordnet, bildet sich ein scheibenförmiger Flächenstrahl aus. Sind die die Druckleitung bildenden Flächen des Rotors zur Rotationsachse geneigt, entsteht ein kegel- bzw. kegelstumpfförmiger Hochdruckstrahl. Somit ist unter dem im Rahmen dieser Ausführungen benutzten Begriff "Druckleitung" auch eine solche zu verstehen, die durch einen konzentrisch zur Drehachse des Rotors sich erstreckenden Raum gebildet ist.

    [0015] Die zweckmäßigerweise als Rohr ausgebildete Zuführleitung, die mit ihrer Austrittsöffnung in die Eingangskammer des Rotors hineinragt, ist zentrisch zur Drehachse des Rotors angeordnet. Die Zuführleitung mündet somit in den Rotor an derjenigen Stelle, an der die Drehgeschwindigkeit am kleinsten ist. Folglich herrscht im Bereich der Drehachse des Rotors und insbesondere in seiner Eingangskammer kein bzw. nur ein sehr geringer Druck. Eine Abdichtung des Rotors gegenüber der drehentkoppelten Zuführleitung ist daher mit einfachen Mitteln möglich. In der Eingangskammer steht die zugeführte Flüssigkeit nur mit geringem Druck an, beispielsweise nur mit der durch die Zuführleitung bedingten Flüssigkeitssäule. Dieser Druck braucht letztendlich nur so groß zu sein, dass die über die Zuführleitung zugeführte Flüssigkeit in die Druckleitungen des Rotors einfließen kann.

    [0016] Die Druckverhältnisse innerhalb der Eingangskammer des Rotors und damit der auf eine Drehabdichtung wirkende Druck ändert sich auch bei einem Betrieb des Rotors mit sehr hohen Drehzahlen, beispielsweise 10.000 U/min. oder mehr nicht nennenswert. Eine Druckerzeugung erfolgt somit bei dieser Vorrichtung erst nachdem die Flüssigkeit die Drehdurchführung passiert hat. Ein Betrieb des Rotors mit hohen Drehzahlen gestattet die Ausbildung eines rotierenden Hochdruckstrahls auch mit Drücken, die mit Hochdruckpumpen nicht oder nur mit Höchstleistungspumpen bereitgestellt werden könnten. Aus diesem Grunde eignet sich diese Vorrichtung besonders als Abreinigungsvorrichtung zum Abreinigen einer Oberfläche mittels eines auf die Oberfläche gestrahlten flüssigen oder flüssigkeitsbasierten Reinigungsmittels.

    [0017] In einer Weiterbildung einer solchen Hochdruckstrahlerzeugungsvorrichtung ist vorgesehen, dass der austretende Hochdruckstrahl eine Beimengung eines Stoffes oder Stoffgemisches aufweist. Bei derartigen Stoffbeimengungen kann es sich beispielsweise um Feststoffpartikel handeln, durch die die abrasive Tätigkeit des Hochdruckstrahls gesteigert werden kann. Eine Zuführung eines solchen Stoffes kann beispielsweise durch Anordnen eines Zuführkanals innerhalb der gegenüber dem Rotor drehentkoppelten Zuführleitung erfolgen, wenn durch diesen Zuführkanal der beizumengende Stoff oder das beizumengende Stoffgemisch zugeführt werden soll. Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass ein oder mehrere Zuführkanäle im Bereich des Ausganges einer den durch die Druckleitung gebildeten Hochdruckstrahl umlenkenden Ringkörpers angeordnet sind. Der Umlenkkörper dient zum Umlenken des aus der Druckleitung austretenden Hochdruckstrahls in Richtung zu der zu reinigenden Oberfläche. Eine Zuführung von dem Hochdruckstrahl beizumengenden Stoffen im Bereich des Ausgangs des Umlenkkörpers hat vor allem bei einem Einsatz von abrasiven Stoffen zum Vorteil, dass der Verschleiß der Oberfläche des Umlenkkörpers reduziert ist.

    [0018] Bei einer mit einem solchen Umlenkkörper ausgerüsteten Hochdruckstrahlerzeugungsvorrichtung, auch wenn dem Umlenkkörper keine Zufuhrkanäle zugeordnet sind, kann der Umlenkkörper gegenüber dem Rotor drehentkoppelt sein. Dies ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn der Ringkörper Zuführkanäle zum Zuführen von Zuschlagstoffen aufweist.

    [0019] Nachfolgend ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:
    Fig. 1:
    eine zum Teil geschnittene Seitenansicht einer Vorrichtung zum Erzeugen eines rotierenden Hochdruckstrahls und
    Fig. 2:
    eine Unteransicht des Rotors der Vorrichtung der Figur 1.
    Fig. 3:
    eine schematisierte Schnittdarstellung einer weiteren Vorrich- tung zum Erzeugen eines rotierenden Hochdruckstrahls,
    Fig. 4:
    eine Teilansicht der inneren Oberfläche eines der Vorrichtung der Figur 4 zugeordneten Umlenkkörpers,
    Fig. 5:
    eine Vorrichtung gemäß Figur 3 gemäß einer weiteren Aus- gestaltung und
    Fig. 6:
    eine Teilansicht der inneren Oberfläche eines der Vorrichtung der Figur 5 zugeordneten Umlenkkörpers.


    [0020] Eine Vorrichtung 1 zum Erzeugen eines rotierenden Hochdruckflüssigkeitsstrahls ist konzipiert als Abreinigungsanlage, um geglühte und/oder warmumgeformte Metallbänder von der daran anhaftenden Zunderschicht zu befreien. Mithin handelt es sich bei der Anlage, in die die Vorrichtung 1 integriert ist, um eine Entzunderungsanlage. Der Übersicht halber sind in der Figur 1 eine Haube und eine Absaugeinrichtung nicht dargestellt.

    [0021] Die Vorrichtung 1 zum Erzeugen des gewünschten flüssigen Hochdruckstrahls zum Entzundern eines an der Vorrichtung 1 vorbeibewegten Metallbandes umfasst einen Rotor 2 zum Erzeugen mehrerer einzelner, unter einem hohen Druck austretender Flüssigkeitsstrahlen. Als Flüssigkeit zum Entzundern wird Wasser eingesetzt, dem bei Bedarf ein Abrasivstoff, beispielsweise eine abrasive Suspension beigemischt sein kann. Der Rotor 2 ist tellerartig konzipiert und verfügt über mehrere, in gleichem Winkelabstand zueinander angeordnete Druckleitungen. Eine solche Druckleitung ist in Figur 1 im Schnitt dargestellt und mit dem Bezugszeichen 3 bezeichnet. Die Druckleitung 3 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch ein als Einsatz ausgebildetes Rohrstück 4 gebildet, das in seinem radial äußeren Bereich um 90° gebogen ist und an seinem freien Ende eine Austrittsöffnung 5 aufweist. Die Umbiegung am Ende des Rohrstücks 14 dient zum Umlenken es Hochdruckstrahls, damit die erzeugten Hochdruckstrahle auf eine zu reinigende Fläche gerichtet sind. Anstelle einer Krümmung um 90°, wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel vorgesehen, können auch Abwinklungen mit anderen Biegebeträgen vorgesehen sein. Eine solche Abwinklung im radialen äußeren Bereich der Druckleitungen bzw. der Rohrstücke 4 wird man in Abhängigkeit von dem zu reinigenden Gegenstand vorsehen. Ist beispielsweise keine Abwinklung vorgesehen oder auch nur eine geringe, eignet sich die Vorrichtung 1 zum Reinigen der inneren Mantelflächen von Hohlkörpern, beispielsweise Rohren oder dergleichen.

    [0022] Die Austrittsöffnung 5 ist mit einem Innengewinde ausgestattet, so dass in die Austrittsöffnung 5 ein in den Figuren nicht dargestellter Düseneinsatz eingeschraubt werden kann. Die einzelnen Druckleitungen 3 des Rotors 2 sind sternförmig zur rechtwinklig zu der abzureinigenden Oberfläche verlaufenden Drehachse 6 des Rotors 2 angeordnet. Die Druckleitungen 3 münden eingangsseitig in eine Eingangskammer 7 des Rotors 2. Die Eingangskammer 7 ist unmittelbar im Bereich der Drehachse 6 angeordnet. In der Eingangskammer 7 befindet sich ein zentrisch zur Drehachse 6 des Rotors 2 angeordneter Leitkonus 8, dessen Achse in der Drehachse 6 des Rotors 2 angeordnet ist. Der Rotor 2 ist drehmomentschlüssig an eine Hohlwelle 9 angeschlossen, die an einem insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichneten Gestell gelagert ist. Die aus dem Rotor 2 und der Hohlwelle 9 gebildete Einheit ist durch einen Elektromotor 11 über einen Antriebsriemen 12 angetrieben. Die Antriebseinrichtung ist ausgelegt, damit der Rotor 2 mit hohen Umdrehungsgeschwindigkeiten rotieren kann, beispielsweise mit Umdrehungsgeschwindigkeiten von 10.000 - 12.000 U/min.

    [0023] Zum Zuführen der für die Strahlerzeugung benötigten Flüssigkeit, beispielsweise Wasser dient ein Zuführrohr 13, das innerhalb der Hohlwelle 9 drehentkoppelt gegenüber der Hohlwelle 9 angeordnet ist. Das Zuführrohr 13 ist mit einem Flüssigkeitsbehälter 14 an dem Gestell 10 befestigt. Der Ausgang des Flüssigkeitsbehälters 14 beaufschlagt den Eingang des Zuführrohrs 13. Der Flüssigkeitsbehälter 14 dient zum Bevorraten derjenigen Flüssigkeit, mit der der aus den Austrittsöffnungen 5 austretende Hochdruckstrahl erzeugt werden soll. Über eine nicht dargestellte Flüssigkeitsversorgungseinrichtung ist sichergestellt, dass innerhalb des Flüssigkeitsbehälters 14 bei einem Betrieb der Vorrichtung 1 der Flüssigkeitsspiegel konstant bleibt. Anstelle des Vorsehens eines Flüssigkeitsbehälters 14 kann selbstverständlich auch ein anderer Flüssigkeitsanschluss, beispielsweise eine Leitung vorgehen sein. Das Zuführrohr 13 durchgreift die Hohlwelle 9 und ragt mit seiner Austrittsöffnung 15 in die Eingangskammer 7 des Rotors 2 hinein. Die Austrittsöffnung 15 des Zuführrohrs 13 befindet sich mit kurzem Abstand oberhalb der Spitze des Leitkonus 8. Zwischen der Mantelfläche des Zuführrohrs 13 und der Innenwandung der Hohlwelle 9 oder der zur Mantelfläche des Zuführrohrs 13 weisenden Mantelfläche der Eintrittskammer 7 ist eine in der Figur nicht dargestellte Drehdichtung angeordnet. Diese braucht nur einem sehr geringen Druck standzuhalten, nämlich lediglich dem durch den in dem Zuführrohr 13 und dem Flüssigkeitstank 14 gebildeten Wassersäule entsprechenden. Die vertikale Erstreckung der Hohlwelle 9 nach oben in Richtung zu dem Flüssigkeitsbehälter 14 gestattet es, die Dichtung auch im oberen Endbereich zwischen der Hohlwelle 9 und dem Zuführrohr 13 anzuordnen, mithin an einer Stelle, in der der Druck noch geringer ist als im Bereich der Eingangskammer 7. Die in den Figuren nicht dargestellte Dichtungsanordnung verhindert ebenfalls, dass bei einem Betrieb der Vorrichtung Umgebungsluft durch den zwischen der inneren Mantelfläche der Hohlwelle 9 und der äußeren Mantelfläche des Zuführrohrs 13 befindlichen Spalt in die Eingangskammer 7 des Rotors 2 eintritt.

    [0024] Aus der Darstellung der Figur 1 ist erkennbar, dass sich die Austrittsöffnung 15 der Zuführleitung 13 in einer Höhe befindet, damit die daraus austretende Flüssigkeit zum Erreichen der Eintrittsöffnungen der Druckleitungen 3 keinen ausschließlich parallel zur Drehachse 6 der Hohlwelle 13 gerichteten Weg durchströmen muss. Vielmehr begünstigt eine Rotation des Rotors 2 das Einströmen der zugeführten Flüssigkeit in die Druckleitungen 3.

    [0025] Der Rotor 2 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mehrteilig aufgebaut und umfasst ein Oberteil 16 und ein Unterteil 17. Das Oberteil 16 ist über einen Anschlussflansch 18 an die Hohlwelle 9 angeschlossen. Das Unterteil 17 ist mit dem Oberteil 16 verschraubt, so dass dieses von dem Oberteil 16 abgenommen werden kann. Die zueinander weisenden Oberflächen des Oberteils 16 und des Unterteils 17 weisen zur Aufnahme der Rohrstücke 4 nutförmige Ausnehmungen auf. Die Rohrstücke 4 sind spielfrei in den sich ergänzenden Nuten des Oberteils 16 und des Unterteils 17 fixiert. Die die Druckleitungen ausbildenden Rohrstücke 4 können bei abgenommenem Unterteil 17 ausgewechselt werden. Bei einem Betrieb der Vorrichtung 1 mit einer mit einem abrasiven Zuschlagstoff, beispielsweise Zunder in einer vorbestimmten Fraktion enthaltenden Flüssigkeit sind die Rohrstücke 4 vor allem im Bereich ihrer Krümmung einem bestimmten Verschleiß ausgesetzt. Daher ist es zweckmäßig, dass die Rohrstücke 4 als Verschleißteile bei einem derartigen Betrieb der Vorrichtung 1 auswechselbar sind.

    [0026] Die in Figur 2 dargestellte Unteransicht des Rotors 2 zeigt, dass der Rotor 2 bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel drei Druckleitungen 3, 3', 3" und dementsprechend drei Austrittsöffnungen 5, 5', 5" aufweist. Die Eintrittskammer 7 und der darin angeordnete Leitkonus 8 dienen zum Einleiten der durch das Zuführrohr 13 zugeführten Flüssigkeit in die in die Eingangskammer 7 mündenden Eintrittsöffnungen der Druckleitungen 3, 3', 3" bzw. der Rohrstücke 4.

    [0027] Bei einem Betrieb der Vorrichtung 1 wird über den vorbeschriebenen Antrieb die Hohlwelle 9 und damit der an die Hohlwelle 9 angeschlossene Rotor 2 in eine Rotationsbewegung um die Drehachse 6 versetzt. Die in dem Zuführrohr 13 anstehende Flüssigkeit bewegt sich im Zuge der Rotation in die Druckleitungen 3, 3', 3", wird in diesen entsprechend der Drehgeschwindigkeit des Rotors 2 mit zunehmender Entfernung von der Drehachse 6 des Rotors 2 beschleunigt und damit unter Druck gesetzt, so dass aus den Austrittsöffnungen, 5, 5', 5", in die typischerweise Beschleunigungsdüsen eingesetzt sind, drei rotierende Hochdruckstrahle austreten. Innerhalb der Druckleitungen 3, 3', 3" herrscht der größte Druck an den von der Drehachse 6 am weitesten beabstandeten Abschnitten, mithin in den Austrittsöffnungen 5, 5', 5", deren Längsachse bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel parallel zur Drehachse 6 des Rotors 2 angeordnet sind. Die Achse der Austrittsöffnungen 5, 5', 5" können zu der Drehachse 6 des Rotors 2 auch geneigt sein. Die Neigung kann in der in Figur 1 gezeigten Ebene oder auch in oder entgegen der Rotationsrichtung des Rotors 2 vorgesehen sein. Typischerweise wird man bei Vorsehen einer geneigten Achse der Austrittsöffnungen 5, 5', 5" diese nur mit einem kleinen Winkel neigen. Die Austrittsöffnungen 5, 5', 5" rotieren mit gleich bleibenden Abstand zu der abzureinigenden Oberfläche.

    [0028] Bei einem Betrieb der Vorrichtung 1 herrscht auch bei hohen Drehzahlen des Rotors 2 in seiner Eingangskammer 7 nur ein geringer Druck, und zwar ein solcher, der durch die Wassersäule der in dem Zuführrohr 13 und dem Flüssigkeitsbehälter 14 entsprechend seinem Wasserspiegel herrschenden Wassersäule. Innerhalb der Eingangskammer 7 ist die Drehgeschwindigkeit nur gering, auf der Spitze des Leitkonus 8 sogar Null, so dass eine kontinuierliche Flüssigkeitsversorgung für die Druckleitungen 3, 3', 3" auch bei hohen oder sehr hohen Drehzahlen des Rotors 2 gewährleistet ist.

    [0029] In Figur 3 ist schematisiert eine weitere Vorrichtung 19 zum Erzeugen eines Hochdruckstrahls gezeigt. Die Vorrichtung 19 ist prinzipiell aufgebaut wie die Vorrichtung 1. Somit verfügt die Vorrichtung 19 über einen Rotor 20 und ein drehentkoppelt gegenüber dem Rotor innerhalb einer Hohlwelle 21 desselben angeordnetes Zuführrohr 22. Das Zuführrohr 22 dient zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit, beispielsweise Wasser. Das Zuführrohr 22 ist in nicht näher dargestellter Art und Weise an eine Flüssigkeitsquelle, beispielsweise einen Flüssigkeitsbehälter angeschlossen. Innerhalb des Zuführrohrs 22 ist ein Zuführkanal 23 angeordnet. Somit ist die freie Wegsamkeit zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit auf den zwischen dem Zuführkanal 23 und der Innenwand des Zuführrohrs 23 gebildeten Ringspalt 24 begrenzt. Der Zuführkanal 23 dient zum bedarfsweisen Zuführen von Feststoffpartikeln, die in der Eingangskammer 25 des Rotors 20 der zugeführten Flüssigkeit, beispielsweise dem zugeführten Wasser beigemengt werden. Durch die Feststoffzufuhr wird die abrasive Tätigkeit des erzeugten Hochdruckstrahls erhöht. Handelt es sich bei der Vorrichtung 19 um eine solche einer Entzunderungsanlage, wird als Feststoff Zunder zugeführt.

    [0030] Der Rotor 20 dieses Ausführungsbeispiels ist durch ein Oberteil 26 und ein Unterteil 27 gebildet. Zwischen dem Oberteil 26 und dem Unterteil 27 befindet sich ein scheibenförmiger Raum, der die Druckleitung 28 dieses Ausführungsbeispiels darstellt. Das Oberteil 26 ist mit dem Unterteil 27 durch einzelne Stege radialer Erstreckung verbunden. Diese sind in Figur 3 nicht dargestellt. Bei einer Rotation des Rotors 20 wird somit in der Druckleitung 28 ein flächiger Hochdruckstrahl generiert, der aufgrund der Rotationsgeschwindigkeit des Rotors 20 das zugeführte Wasser, über den Umfang der Druckleitung 28 gleichmäßig verteilt, in radialer Richtung nach außen transportiert. Somit kann der erzeugte Hochdruckstrahl als Flächenstrahl angesprochen werden. Dieses Ausführungsbeispiel macht deutlich, dass die Eingangskammer auch Teil der Druckleitung 28 sein kann und ein Leitkonus, wie zu dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 beschrieben, nicht unbedingt notwendig ist. Die Eingangsöffnung der Druckleitung 28 ist in Figur 3 mit dem Bezugszeichen E gekennzeichnet.

    [0031] Die Ausgangsöffnung A der Druckleitung 28 ist bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 3 in radialer Richtung nach außen weisend angeordnet. Auch die Ausgangsöffnung A dieses Ausführungsbeispiels rotiert in einem gleich bleibenden Abstand zur abzureinigenden Oberfläche. Letztendlich handelt es sich bei der Ausgangsöffnung A ebenso wie bei der Eingangsöffnung E der Druckleitung 28 um umlaufende Öffnungen.

    [0032] Für den Fall, dass eine weitere Beschleunigung des durch die Rotation des Rotors 20 erzeugten Hochdruckstrahls gewünscht ist, kann vorgesehen sein, dass die Druckleitung 28 im Bereich der Ausgangsöffnung A oder in einem Abschnitt kurz davor eine düsenartige Querschnittsverengung aufweist. Bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 3 ist dieses durch ringförmig um die Rotationsachse umlaufende Wülste, angeformt an die Unterseite des Oberteils 26 bzw. die Oberseite des Unterteils 27 realisierbar. Zum Erzeugen des gewünschten düsenartigen Querschnitts im Bereich der Ausgangsöffnung A der Druckleitung 28 liegen die beiden Wülste einander unmittelbar gegenüber.

    [0033] Zum Umlenken dieses durch die Druckleitung 28 erzeugten Hochdruckstrahls dient bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 3 ein Umlenkkörper 29. Der Umlenkkörper 29 ist als Ringkörper konzipiert und dient zum Umlenken des in der Druckleitung 28 erzeugten Hochdruckstrahls in Richtung zu der abzureinigenden Oberfläche hin. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt eine Umlenkung um etwa 90°. Der Umlenkkörper 29 ist bezüglich der Drehbewegung des Rotors 20 drehentkoppelt. Der Umlenkkörper 29 verfügt über ein Außenteil 30, an dessen innerer Oberfläche 31 der aus der Druckleitung 28 austretende Hochdruckstrahl in Richtung zur abzureinigenden Oberfläche hin umgelenkt wird. Bei dem in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel verfügt der Umlenkkörper 29 zudem über ein Innenteil 32, welches jedoch grundsätzlich nicht unbedingt benötigt wird.

    [0034] Der Umlenkkörper 29 ist von der Rotationsbewegung des Rotors 20 drehentkoppelt, da durch diesen bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel nicht nur eine Umlenkung des austretenden Hochdruckstrahls zur abzureinigenden Oberfläche hin erfolgen soll, sondern gleichfalls soll durch den Umlenkkörper 29 die Rotationsgeschwindigkeit des Hochdruckstrahls selbst abgebremst bzw. auch in Richtung zur abzureinigenden Oberfläche hin gelenkt werden, damit der aus dem Umlenkkörper 29 austretende Hochdruckstrahl bezüglich seines Energiemomentes möglichst rechtwinklig auf die abzureinigende Oberfläche trifft. Um diesen Vorgang zu unterstützen, kann der Umlenkkörper 29 auch aktiv angetrieben sein, insbesondere mit einer langsameren Drehgeschwindigkeit als der Rotor 20 oder mit einer gegenläufigen Drehrichtung. Durch den drehentkoppelten Umlenkkörper 29 gegenüber dem mit hoher Geschwindigkeit rotierenden Rotor 20 bei einem Betrieb der Vorrichtung 19 kommt dem Umlenkkörper 29 zudem eine Schutzfunktion zu.

    [0035] Zum Unterstützen des Umlenkprozesses verfügt die innere Oberfläche 31 des Außenteils 30 der Umlenkvorrichtung 29 über eine Vielzahl eingefräster Nuten 33, die jeweils durch einen schmalen Trennsteg 34 bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel voneinander getrennt sind. Der Verlauf der Nuten 33 ist geneigt, kann jedoch auch gekrümmt sein. Die Nuten 33 haben nicht nur den Zweck, den aus der Druckleitung 28 austretenden Flächenstrahl hinsichtlich seiner Rotationsgeschwindigkeit zu bremsen bzw. umzulenken, sondern auch den Flächenstrahl in eine Vielzahl einzelner diskreter Strahlen zu teilen, wodurch die Reinigungseffektivität erhöht ist.

    [0036] Figur 4 zeigt in einer vergrößerten Darstellung die innere Oberfläche 31 des Außenteils 30 des Umlenkkörpers 29 mit den darin eingebrachten Nuten 33 und den die Nuten 33 trennenden Stegen 34. In dieser Darstellung ist erkennbar, dass die entgegen der Strömungsrichtung weisenden Abschlüsse der Stege 34 zur Teilung des herangeführten Hochdruckflüssigkeitsstrahls geeignet sind.

    [0037] Figur 5 zeigt eine weitere Vorrichtung 35 zum Erzeugen eines Hochdruckstrahls. Die Vorrichtung 35 ist prinzipiell aufgebaut wie die Vorrichtung 19 und unterscheidet sich von dieser dadurch, dass in den Umlenkkörper 36 Zuführkanäle 37 zum Zuführen von Feststoffpartikeln eingebracht sind. Die Zuführkanäle 37 durchgreifen das Außenteil 38 des Umlenkkörpers 36 und münden im Bereich des Ausgangs der Nuten 39 in die Nuten 39. Bei einer Zufuhr von Feststoffpartikeln, insbesondere solcher mit abrasiver Eigenschaft, wie beispielsweise Zunder werden diese bei diesem Ausführungsbeispiel dem erzeugten Hochdruckstrahl erst dann beigemengt, wenn dieser nicht mehr oder so gut wie nicht mehr umgelenkt werden muss und somit bereits seine auf die abzureinigende Oberfläche gerichtete Richtung aufweist. Hierdurch wird der Verschleiß der inneren Oberfläche des Umlenkkörpers 36 minimiert. Figur 6 zeigt eine vergrößerte Darstellung der inneren Oberfläche des Außenteils 38 des Umlenkkörpers 36. Aus dieser ist die Anordnung der Zuführkanale 37 und deren Mündung in den Nuten 39 erkennbar. Bei einem Betrieb der Vorrichtung 35 wird aufgrund der Anordnung der Zuführkanäle 37 in diesen ein Unterdruck erzeugt, so dass darin anstehende Feststoffpartikel selbsttätig in den umgelenkten Hochdruckflüssigkeitsstrahl nach Art einer Saugstrahlpumpe eingezogen werden. Auch bei der Vorrichtung 35, kann wenn gewünscht im Bereich des Ausgangs der Druckleitung des Rotors eine düsenartige Verjüngung angeordnet sein.

    [0038] Die Beschreibung der vorbeschriebenen Vorrichtungen verdeutlicht, dass zum Erzeugen der aus dem Rotor austretenden Hochdruckstrahlen nur eine solche Leistung benötigt wird, die den Rotor nebst seiner Hohlwelle und die darin enthaltene bzw. durchströmende Flüssigkeit in die entsprechende Drehzahl versetzt. Durch die beschriebene Flüssigkeitszuführung mit der Drehdurchführung in der Eingangskammer des Rotors befindet sich diese in einem drucklosen bzw. quasi drucklosen Bereich, so dass zur gewünschten Abdichtung reibungsarme kostengünstige Dichtungen eingesetzt werden können.

    [0039] Die Ausbildung des rotierenden Strahls kann in Abhängigkeit von der Ausdehnung und Orientierung der Druckleitungen, dem Winkel ihrer Austrittsöffnungen und/oder den eingesetzten Düsen dem jeweils gewünschten Anwendungszweck angepasst sein.

    Bezugszeichenliste



    [0040] 
    1
    Hochdruckstrahlerzeugungs- Vorrichtung
    2
    Rotor
    3, 3', 3"
    Druckleitung
    4
    Rohrstück
    5, 5', 5"
    Austrittsöffnung
    6
    Drehachse
    7
    Eingangskammer
    8
    Leitkonus
    9
    Hohlwelle
    10
    Gestell
    11
    Elektromotor
    12
    Antriebsriemen
    13
    Zuführrohr
    14
    Flüssigkeitsbehälter
    15
    Austrittsöffnung
    16
    Oberteil
    17
    Unterteil
    18
    Anschlussflansch
    19
    Hochdruckstrahlerzeugungs- Vorrichtung
    20
    Rotor
    21
    Hohlwelle
    22
    Zuführrohr
    23
    Zuführkanal
    24
    Ringspalt
    25
    Eingangskammer
    26
    Oberteil
    27
    Unterteil
    28
    Druckleitung
    29
    Umlenkkörper
    30
    Außenteil
    31
    Innere Oberfläche des Au- ßenteils
    32
    Innenteil
    33
    Nut
    34
    Steg
    35
    Hochdruckstrahlerzeugungs- vorrichtung
    36
    Umlenkkörper
    37
    Zuführkanal
    38
    Außenteil
    39
    Nut
    A
    Ausgangsöffnung
    E
    Eintrittsöffnung



    Ansprüche

    1. Entzunderungsanlage, umfassend einen motorisch angetriebenen Rotor (2, 20) mit wenigstens einer eine radiale Erstreckung aufweisenden Druckleitung (3, 3', 3"; 28) mit einer Austrittsöffnung (5, 5', 5"; A) zum Erzeugen eines
    aus der Austrittsöffnung (5, 5', 5", A) austretenden Hochdruckstrahls und umfassend eine zentrisch zur Drehachse (6) des Rotors (2, 20) angeordnete Zuführleitung (13, 22), wobei die Zuführleitung (13, 22) gegenüber dem Rotor (2, 20) drehentkoppelt angeordnet ist und mit ihrer Austrittsöffnung (15) in eine Eingangskammer (7, 25) des Rotors (2, 20) hineinragt, in die die zumindest eine Druckleitung (3, 3', 3"; 28) des Rotors (2, 20) mit ihrer Eintrittsöffnung (E) mündet und die wenigstens eine Ausrittsöffnung (5, 5', 5", A) in einem bezogen auf die Rotationsbewegung des Rotors (2, 20) gleich bleibenden oder annähernd gleichbleibenden Abstand zur abzureinigenden Oberfläche rotiert, dadurch gekennzeichnet, dass das Erzegen des aus der Austrittsöffnung (5,5',5";A) austretenden Hochdruckstrahls der Drehgeschwindigkeit des Rotors entsprechend fliehkraflbedingt erfolgt.
     
    2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (2, 20) über eine Hohlwelle (9, 21) angetrieben ist, in der, gegenüber dieser drehentkoppelt, ein die Zuführleitung darstellendes Rohr (13, 22), das seinerseits an eine Flüssigkeitsquelle (14) angeschlossen ist, angeordnet ist.
     
    3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse der Austrittsöffnung (5, 5', 5") der zumindest einen Druckleitung parallel oder annähernd parallel zur Drehachse (6) des Rotors (2) verläuft.
     
    4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (5, 5', 5") der Druckleitung (3, 3', 3") mit einem Innengewinde zum Einschrauben eines Düseneinsatzes ausgestattet ist.
     
    5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (2) mehrere, im gleichen Winkelabschnitt angeordnete Druckleitungen (3, 3', 3") aufweist.
     
    6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (2) teller- oder scheibenförmig ausgestaltet ist und die zumindest eine Druckleitung (3, 3', 3") innerhalb des Rotors (2) verlaufend angeordnet ist.
     
    7. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (2) ein mit seinem Antrieb verbundenes Oberteil (16) und ein von dem Oberteil (16) lösbares Unterteil (17) aufweist und die zumindest eine Druckleitung (3, 3', 3") als auswechselbares Rohrstück (4) zwischen dem Oberteil (16) und dem Unterteil (17) gehalten ist.
     
    8. Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterteil (17) und/oder das Oberteil (16) des Rotors (2) entsprechend der Formgebung des zumindest einen Rohrstücks (4) Nuten zur Aufnahme eines jeden, eine Druckleitung (3, 3', 3") darstellenden Rohrstücks (4) aufweisen.
     
    9. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die sich von der Eingangskammer (25) des Rotors (20) in radialer Richtung nach außen erstreckende Druckleitung (28) durch einen zwischen einem Oberteil (26) und einem Unterteil (27) des Rotors (20) begrenzten Raum gebildet ist.
     
    10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in Strömungsrichtung des Strahls dem Ausgang (A) der Druckleitung (28) ein ringförmiger Umlenkkörper (29, 36) zum Umlenken des Hochdruckstrahls nachgeschaltet ist.
     
    11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Umlenkkörper (29, 36) gegenüber der Rotationsbewegung des Rotors (20) drehentkoppelt ist.
     
    12. Anlage nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Umlenkkörper mit einer gegenüber dem Rotor unterschiedlichen Drehgeschwindigkeit und/oder Drehrichtung angetrieben ist.
     
    13. Anlage nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die den Hochdruckstrahl umlenkende Ringfläche (31) des Umlenkkörpers (29, 36) durch eine Vielzahl von in Strömungsrichtung weisenden Nuten (33, 39) strukturiert ist.
     
    14. Anlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Nuten (33, 39) durch einen eine Spitze ausbildenden Trennsteg (34) voneinander getrennt sind.
     
    15. Anlage nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (33, 39) gekrümmt oder geneigt sind.
     
    16. Anlage nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einigen Nuten (39) ein Zuführkanal (37) zum Zuführen eines dem Hochdruckstrahl beizumengenden Stoffes oder Stoffgemisches mündet, welcher Zuführkanal (37) an einer Stelle in die jeweilige Nut (39) mündet, an der der Hochdruckstrahl bereits umgelenkt, zumindest weitgehend umgelenkt ist.
     
    17. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Zuführleitung (22) ein Zuführkanal (23) zum Zuführen eines Stoffes oder Stoffgemisches angeordnet ist.
     


    Claims

    1. Descaling system, comprising a motor-driven rotor (2, 20), with at least one pressure line (3, 3', 3"; 28) having a radial extension, with an outlet opening (5, 5', 5"; A) for generating a high-pressure jet emitted from the outlet opening (5, 5', 5"; A) and comprising a supply line (13, 22) arranged centrally to the axis of rotation (6) of the rotor (2, 20), whereby the supply line (13, 22) is arranged rotationally decoupled with respect to the rotor (2, 20) and projects with its outlet opening (15) into an entrance chamber (7, 25) of the rotor (2, 20), into which the at least one pressure line (3, 3', 3"; 28) of the rotor (2, 20) opens with its inlet opening (E) and the at least one outlet opening (5, 5', 5"; A) rotates at a distance to the surface to be cleaned which is constant or approximately constant in relation to the rotational movement of the rotor (2, 20), characterised in that the excitation of the high-pressure jet emitted from the outlet opening (5, 5', 5"; A) results from centrifugal force corresponding to the speed of rotation of the rotor.
     
    2. System according to claim 1, characterised in that the rotor (2, 20) is driven by means of a hollow shaft (9, 21), in which is arranged a pipe (13, 22) which is rotationally decoupled with respect to said shaft, and acting as supply line, which is in turn attached to a source of fluid (14).
     
    3. System according to claim 1 or 2, characterised in that the axis of the outlet opening (5, 5', 5") of the at least one pressure line runs parallel or approximately parallel to the axis of rotation (6) of the rotor (2).
     
    4. System according to one of claims 1 to 3, characterised in that the outlet opening (5, 5', 5") of the pressure line (3, 3', 3") is equipped with an internal thread for screwing in a nozzle insert.
     
    5. System according to one of claims 1 to 4, characterised in that the rotor (2) has several pressure lines (3, 3', 3") arranged in the same angular section.
     
    6. System according to claim 5, characterised in that the rotor (2) is designed in the form of a plate or disc, and the at least one pressure line (3, 3', 3") is arranged to run inside the rotor (2).
     
    7. System according to claim 6, characterised in that the rotor (2) has an upper part (16) connected with its drive and a lower part (17) detachable from the upper part (16) and the at least one pressure line (3, 3', 3") is held between the upper part (16) and the lower part (17) as a replaceable pipe section (4).
     
    8. System according to claim 7, characterised in that the lower part (17) and/or the upper part (16) of the rotor (2) contain grooves corresponding to the shape of the at least one pipe section (4), for accepting each pipe section (4) representing a pressure line (3, 3', 3").
     
    9. System according to one of claims 1 to 3, characterised in that the pressure line (28) extending outwards from the entrance chamber (25) of the rotor (20) in the radial direction is formed by a space delimited between an upper part (26) and a lower part (27) of the rotor (20).
     
    10. System according to claim 9, characterised in that in the direction of flow of the jet, an annular deflection body (29, 36) to deflect the high-pressure jet is connected downstream of the outlet (A) of the pressure line (28).
     
    11. System according to claim 10, characterised in that the deflection body (29, 36) is rotationally decoupled with respect to the rotational movement of the rotor (20).
     
    12. System according to claim 9 or 10, characterised in that the deflection body is driven at a speed of rotation and/or in a direction of rotation different from the rotor.
     
    13. System according to one of claims 10 to 12, characterised in that the annular surface (31) of the deflection body (29, 36) which deflects the high-pressure jet is structured by a plurality of grooves (33, 39) pointing in the direction of flow.
     
    14. System according to claim 13, characterised in that adjacent grooves (33, 39) are separated from each other by a partition (34) forming an apex.
     
    15. System according to claim 13 or 14, characterised in that the grooves (33, 39) are curved or slanted.
     
    16. System according to one of claims 13 to 15, characterised in that a supply channel (37) for supplying a substance or mixture of substances to be mixed with the high-pressure jet opens into at least some of the grooves (39), said supply channel (37) opening at one point into the respective groove (39) at which the high-pressure jet has already been deflected, at least largely deflected.
     
    17. System according to claim 1 or 2, characterised in that a supply channel (23) for supplying a substance or mixture of substances is arranged inside the supply line (22).
     


    Revendications

    1. Installation de décalaminage comprenant un rotor (2, 20) entraîné par un moteur, comprenant au moins une conduite sous pression (3, 3', 3" ; 28) présentant une étendue radiale, munie d'un orifice de décharge (5, 5', 5" ; A) destinée à produire un jet à haute pression sortant de l'orifice de décharge (5, 5', 5" ; A) et comprenant une conduite d'alimentation (13, 22) disposée centrée par rapport à l'axe de rotation (6) du rotor (2, 20), laquelle conduite d'alimentation (13, 22) étant disposée découplée en rotation par rapport au rotor (2, 20) et pénétrant par son orifice de décharge (15) dans un sas d'entrée (7, 25) du rotor (2, 20), dans laquelle débouche au moins une conduite sous pression (3, 3', 3" ; 28) du rotor (2, 20) par son orifice d'admission (E) et au moins un orifice de décharge (5, 5', 5" ; A) effectuant par rapport au mouvement de rotation du rotor (2, 20) une rotation à un intervalle identique ou sensiblement identique par rapport à la surface à nettoyer, caractérisée en ce que le jet à haute pression sortant de l'orifice de décharge (5, 5', 5" ; A) est généré par force centrifuge laquelle correspond à la vitesse de rotation du rotor.
     
    2. Installation selon la revendication 1 caractérisée en ce que le rotor (2, 20) est entraîné par un arbre creux (9, 21) dans lequel est disposé, découplé en rotation par rapport à ce dernier, un conduit (13, 22) constituant la conduite d'alimentation, lui-même raccordé à une source de liquide (14).
     
    3. Installation selon l'une des revendications 1 ou 2 caractérisée en ce que l'axe de l'orifice de décharge (5, 5', 5") de l'au moins une conduite sous pression s'étend parallèlement ou sensiblement parallèlement à l'axe de rotation (6) du rotor (2).
     
    4. Installation selon l'une des revendications 1 à 3 caractérisée en ce que l'orifice de décharge (5, 5', 5") de la conduite sous pression (3, 3', 3") est muni d'un filetage intérieur afin d'y visser un embout de buse.
     
    5. Installation selon l'une des revendications 1 à 4 caractérisée en ce que le rotor (2) présente plusieurs conduites (3, 3', 3") sous pression disposées selon le même écart angulaire.
     
    6. Installation selon la revendication 5 caractérisée en ce que le rotor (2) est conformé en plateau ou en disque et que l'au moins une conduite sous pression (3, 3', 3") est disposée en s'étendant à l'intérieur du rotor (2).
     
    7. Installation selon la revendication 6 caractérisée en ce que le rotor (2) présente une partie supérieure (16) raccordée à son entraînement et une partie inférieure (17) détachable de la partie supérieure (16) et l'au moins une conduite sous pression (3, 3', 3") est maintenue en tant que morceau de tuyau (4) interchangeable entre la partie supérieure (16) et la partie inférieure (17).
     
    8. Installation selon la revendication 7 caractérisée en ce que la partie inférieure (17) et/ou la partie supérieure (16) du rotor (2) présente selon la forme donnée à l'au moins un morceau de tuyau (4), des rainures afin d'y loger chaque morceau de tuyau (4) constituant une conduite sous pression (3, 3', 3").
     
    9. Installation selon l'une des revendications 1 à 3 caractérisée en ce que la conduite sous pression (28) s'étendant depuis le sas d'entrée (25) du rotor (20) dans le sens radial vers l'extérieur, est formée par un espace délimité entre la partie supérieure (26) et la partie inférieure (27) du rotor (20).
     
    10. Installation selon la revendication 9 caractérisée en ce que, dans le sens de l'écoulement du jet, un déflecteur (29, 36) de forme circulaire est placé à l'aval de la sortie (A) de la conduite sous pression (28) afin de dévier le jet haute pression.
     
    11. Installation selon la revendication 10 caractérisée en ce que le déflecteur (29, 36) est découplé en rotation par rapport au mouvement de rotation du rotor (20).
     
    12. Installation selon la revendication 9 ou 10 caractérisée en ce que le déflecteur est entraîné à une vitesse de rotation et/ou dans un sens de rotation différents par rapport au rotor.
     
    13. Installation selon l'une des revendications 10 à 12 caractérisée en ce que la surface circulaire (31) déviant le jet haute pression du déflecteur (29, 36) est structurée par une multitude de rainures (33, 39) orientées dans le sens de l'écoulement.
     
    14. Installation selon la revendication 13 caractérisée en ce que les rainures voisines (33, 39) sont séparées les unes des autres par un montant (34) formant une crête.
     
    15. Installation selon la revendication 13 ou 14 caractérisée en ce que les rainures (33, 39) sont courbées ou inclinées.
     
    16. Installation selon l'une des revendications 13 à 15 caractérisée en ce que débouche dans au moins quelques rainures (39) un canal d'alimentation (37) destiné à acheminer une substance ou un mélange de substances à mélanger au jet haute pression, lequel canal d'alimentation (37) débouche en un endroit dans la rainure (39) en question sur laquelle le jet à haute pression a déjà été dévié ou au moins largement dévié.
     
    17. Installation selon la revendication 1 ou 2 caractérisée en ce qu'un canal d'alimentation (23) destiné à acheminer une substance ou un mélange de substances est disposé à l'intérieur de la conduite d'alimentation- (22).
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente