Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Druckbehälter, insbesondere Aerosolbehälter, bei
denen das Treibmittel und das unter Druck stehende Gut in voneinander getrennten Kammern
vorliegen.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Die oben erwähnten Druckbehälter mit getrennten Kammern weisen gegenüber gewöhnlichen,
einkammerigen Druck- oder Aerosolbehältern den Vorteil auf, dass sie in jeder räumlichen
Orientierung zur Abgabe des Gutes befähigt sind, ohne dass der Behälter zunächst geschüttelt
werden muss. Ein weiterer Vorteil dieser zweikammerigen Behälter ist, dass keine Rücksicht
genommen werden muss auf allfällige chemische Unverträglichkeiten zwischen Treibmittel
und dem Gut.
[0003] Beispiele für solche Behälter sind einerseits die Sprühbehälter, die im Inneren einen
flexiblen Beutel mit dem zu versprühenden Gut enthalten, und wobei das Treibmittel
den Zwischenraum zwischen diesem Beutel und dem eigentlichen Behälter ausfüllt. Mit
zunehmender Leerung des Behälters von zu versprühendem Gut wird der Beutel durch die
Einwirkung des Treibmittels zusammengedrückt und sorgt so dafür, dass der noch vorhandene
Rest des zu versprühenden Gutes weiterhin unter Druck steht. Für solche Behälter wird
in der Technik oft der Begriff "bag in a can" verwendet. Beispiele für am Anmeldetag
der vorliegenden Anmeldung auf dem Markt erhältliche Zweikammerbehälter dieses ersten
Typs sind die von der Anmelderin der vorliegenden Anmeldung unter den Handelsbezeichnungen
LamiPACK, COMPACK, MicroCOMPACK, und AluCOMPACK vertriebenen Behälter. Weitere Beispiele
sind die Behälter der Marke BiCan
® von der Crown Aerosols (England), die von der Firma EP Spray Systems SA (Schweiz)
unter der Handelsbezeichnung "EP Spray" vertriebenen Behälter, sowie die von der United
States Can Company unter der Marke Sepro
® erhältlichen Behälter.
[0004] Ein weitere Kategorie solcher Behälter sind diejenigen, die in der Technik unter
dem Begriff "can-in-a-can" bekannt sind. Hier ist anstelle des flexiblen Beutels eine
zweite, innere Dose vorgesehen, die sich unter der Einwirkung des Treibmittels und
mit zunehmender Entleerung allmählich zusammenfaltet.
[0005] Eine weitere Kategorie von Zweikammerbehältern sind die Behälter, bei denen das Treibmittel
von unten auf einen sich im Behälter befindenden, beweglichen Kolben drückt. Dieser
Kolben ist typischerweise zunächst in der Nähe des Behälterbodens angebracht; das
Treibmittel befindet sich im Hohlraum zwischen Behälterboden und Kolben. Das zu versprühende
Gut befindet sich oberhalb des Kolbens im restlichen Hohlraum des Behälters. Mit zunehmender
Leerung des Behälters vom zu versprühenden Gut gleitet der Kolben durch die Einwirkung
des Treibmittels innerhalb des Behälters nach oben und sorgt so dafür, dass der noch
verbleibende Anteil des zu versprühenden Guts weiterhin unter Druck steht. Solche
kolbenhaltigen Druckbehälter werden etwa von der United States Can Company vertrieben.
[0006] Die in den vorstehend beschriebenen Zweikammerbehältern eingesetzten Treibmittel
sind typisch gasförmiges Kohlendioxid, Luft, Stickstoff, Flüssiggase wie etwa Propan
und Butan, Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe oder Fluorkohlenwasserstoffe.
[0007] In einem Artikel ("
ACS Symposium Series, 2002, Seiten 166-180) wurde im Hinblick auf die Bereitstellung von Lösungsmitteln für die katalytische
Reduktion von Kohlendioxid (im Hinblick auf die Verringerung von Treibhausgasen) die
Löslichkeit von Kohlendioxid in PEG 400 bestimmt.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines verbesserten Druckbehälters
der eingangs erwähnten Art.
Zusammenfassung der Erfindung
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch einen Druckbehälter zur Aufnahme eines
unter Druck stehenden gasförmigen, flüssigen oder feinteiligen Gutes, umfassend eine
Wand mit einer Wandinnenseite, die einen Innenraum des Druckbehälters definiert; ein
sich in dem Innenraum befindendes Trennteil, das den Innenraum in eine Vorratskammer
und in eine Treibmittelkammer unterteilt, wobei die Vorratskammer das Gut umfasst
und die Treibmittelkammer ein Treibmittel umfasst, wobei das Trennteil zur flüssigkeitsdichten
Unterteilung in Vorratskammer und Treibmittelkammer und, unter Einwirkung des Treibmittels,
zur Variierung des Volumenverhältnisses zwischen Vorratskammer und Treibmittelkammer
zugunsten der Treibmittelkammer befähigt ist;
wobei der Druckbehälter dadurch gekennzeichnet ist, dass das Treibmittel besteht aus:
- a) einer Gasphase, die Kohlendioxid umfasst, und
- b) einer flüssigen Phase, die eine aus den Polyethylenglykolen und ihren ihren (C1-C4) Monoethern und (C1-C4) Diethern ausgewählte Verbindung und darin gelöstes Kohlendioxid umfasst.
[0011] Bevorzugte Ausführungsformen des Druckbehälters und weitere Gegenstände der Erfindung
ergeben sich aus den Ansprüchen.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0012]
- Fig. 1
- zeigt einen erfindungsgemässen Druckbehälter mit beweglichem Kolben in zwei unterschiedlichen
Füllzuständen.
- Fig. 2,3
- zeigen zwei weitere erfindungsgemässe Druckbehälter mit Innenbeutel in jeweils zwei
unterschiedlichen Füllzuständen.
- Fig. 4,5,6
- zeigen bei erfindungsgemässen Druckbehältern die Abhängigkeit des Drucks in der Treibmittelkammer
von der Temperatur, wenn von drei verschiedene Ausgangsdrücken bei 25°C ausgegangen
wird.
- Fig. 7,8
- zeigen bei erfindungsgemässen Druckbehältern die Abhängigkeit des Drucks in der Treibmittelkammer
vom versprühten Volumen des zu versprühenden Gutes.
Beschreibung der Erfindung
[0013] Die erfindungsgemässen Druckbehälter umfassen ein Treibmittel mit einer flüssigen
Phase, die ein Polyethylenglykol und/oder einen (C
1-C
4)Monoether und/oder einen C
1-C
4)Diether eines Polyethylenglykols umfasst. Die Polyethylenglykole oder ihre Ether
können als Reinsubstanzen vorliegen; in der Regel sind die Polyethylenglykole oder
ihre Ether jedoch, herstellungsbedingt, Gemische von Verbindungen mit unterschiedlichen,
etwa normalverteilten Molekulargewichten.
[0014] Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung werden die Molekulargewichte von Gemischen von
Polyethylenglykolen oder ihren Ethern als Massen-Mittelgewichte M
w:

verstanden, wobei i ein über alle Molekülarten des Polyethylenglykols und/oder Polyethylenglykolmonoethers
und/oder Polyethylenglykoldiethers laufender Index ist, und N
i bzw. M
i die Anzahl der Moleküle in der i-ten Molekülspezies bzw. das Molekulargewicht der
i-ten Molekülspezies sind. Dieses mittlere Molekulargewicht M
w kann, wie in der Technik üblich, über Lichtstreuungsmessungen nach dem Prinzip des
"Multi Angle Light Scattering" (MALS) mit Laserlicht an verdünnten Lösungen des Polyethylenglykols
oder Polyethylenglykolethers bestimmt werden. Die hierzu erforderlichen Messgeräte
sind bekannt und im Handel erhältlich. Die Bestimmung des M
w aus den erhaltenen Streuungsmessungen kann über die Zimm-Gleichung und das zugehörige
Zimm-Diagramm erfolgen.
[0015] Das M
w des Polyethylenglykols und/oder des Ethers davon kann in Abhängigkeit von den Umgebungstemperaturen,
bei denen der erfindungsgemässe Druckbehälter eingesetzt werden soll, gewählt werden:
Bei höheren Umgebungstemperaturen kann ein höhermolekulares Polyethylenglykol und/oder
ein höhermolekularer Polyethylenglykolether eingesetzt werden; wobei das Polyethylenglykol
bei der gewünschten Umgebungstemperatur flüssig sein sollte. In der folgenden Tabelle
sind die typischen Schmelzintervalle einiger repräsentativen, erfindungsgemäss einsetzbaren
Polyethylenglykole in Abhängigkeit von ihrem Molekulargewicht aufgeführt:
| Mw des Polyethylenglykols |
Schmelzintervall (°C) |
| 200 |
-65 bis -50 |
| 300 |
-15 bis -10 |
| 400 |
-6 bis 8 |
| 600 |
17 bis 22 |
[0016] Wenn die Umgebungstemperatur, bei denen der erfindungsgemässe Druckbehälter eingesetzt
werden soll, im Bereich etwa der Raumtemperatur ist, also von etwa 0°C bis etwa 40°C,
kann das M
w des Polyethylenglycols und/oder Polyethylenglycolmonoethers und/oder Polyethylenglycoldiethers
bevorzugt im Bereich von 200 bis 600 Dalton, eher bevorzugt im Bereich von etwa 250
bis etwa 390 Dalton liegen; besonders bevorzugt ist es etwa 300 Dalton.
[0017] Beispiele für Polyethylenglycolmonoether und Polyethylenglycoldiether sind etwa die
in der eingangs erwähnten Referenz von "Canadian Journal of Chemical Engineering"
in Tabelle 1 aufgeführten Verbindungen. Bevorzugt werden Diether verwendet.
[0018] Die flüssige Phase des Treibmittels kann gewünschtenfalls ein Cosolvens enthalten.
Solche Cosolventien können etwa Frostschutzmittel wie etwa Dipropylenglycol oder Ethylenglycol
sein; es können auch viskositätsverändernde Zusätze wie etwa Wasser sein; es können
auch Schaumhemmer wie etwa N-Octanol sein. Diese Cosolventien werden, wenn sie vorhanden
sein sollen, bevorzugt in Mengen von 0,1 bis 5 Gewichtsprozenten, bezogen auf die
flüssige, noch kohlendioxidfreie Phase, zugegeben.
[0019] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform enthält die flüssige Phase nur gerade
ein Polyethylenglycol mit M
w in den oben angegebenen Bereichen, gewünschtenfalls in Kombination mit einem der
oben erwähnten Cosolventien.
[0020] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die flüssige Phase
nur gerade ein Polyethylenglycoldiether mit M
w in den oben angegebenen Bereichen, gewünschtenfalls in Kombination mit einem der
oben erwähnten Cosolventien. Der Polyethylenglycoldiether ist besonders bevorzugt
ein Polyethylenglykol-1,4-dibutylether, etwa das von der Clariant vertriebene "Polyglycol
BB 300".
[0021] Der summierte Gehalt an Polyethylenglykol und Polyethylenglykolmono- und -diethern
und darin gelöstem Kohlendioxid beträgt in der flüssigen Phase des Treibmittels bevorzugt
mindestens 90 Gewichtsprozente, bezogen auf die flüssige Phase, eher bevorzugt mindestens
95 Gewichtsprozente.
[0022] In der Gasphase des erfindungsgemässen Treibmittels beträgt das Verhältnis von Partialdruck
des Kohlendioxids zum Gesamtdruck bevorzugt mindestens 0,9, eher bevorzugt mindestens
0,95 und besonders bevorzugt mindestens 0,98.
[0023] Das Treibmittel wird bevorzugt vorgängig, vor dem Einfüllen in den erfindungsgemässen
Druckbehälter hergestellt. Dabei kann in einem Druckreaktor mit Manometer eine flüssige
Phase, die eine aus den Polyethylenglykolen und ihren (C
1-C
4)Monoethern ihren (C
1-C
4) Diethern ausgewählte Verbindung umfasst, mit Kohlendioxid beaufschlagt werden (gewünschtenfalls
kann der Druckreaktor vor dem Beaufschlagen mit Kohlendioxid evakuiert werden, um
Luftreste zu entfernen). Vorzugsweise unter Rühren oder Schütteln lässt man das Treibmittel
äquilibrieren, was anhand des Einstellens der Druckkonstanz überprüft werden kann.
[0024] Für den Anfangsdruck im erfindungsgemässen Druckbehälter spielt es keine Rolle, in
welchem Verhältnis flüssige Phase zu Gasphase das Treibmittel in die Treibmittelkammer
eingefüllt wird; der Anfangsdruck in der Kammer ist gleich dem Druck, mit dem das
Treibmittel in die Kammer eingefüllt wird. Der Druckabfall in der Treibmittelkammer
mit zunehmendem versprühten Volumen ΔV ist aber vom Anfangsvolumen der flüssigen Phase
und vom gesamten Treibmittel (d.h. vom Anfangsvolumen der Treibmittelkammer), von
den Molzahlen aller Bestandteile des Treibmittels (diese bestimmen auch das Verhältnis
flüssige Phase zu Gasphase) und von der Temperatur abhängig:

worin
- VTO das Anfangsvolumen des gesamten Treibmittels, d.h. das Anfangsvolumen der Treibmittelkammer
ist;
- Ng die gesamte, über die flüssige Phase und die Gasphase des Treibmittels summierte
Molzahl des Kohlendioxids ist (bleibt konstant, da bei den erfindungsgemässen Druckbehältern
kein Kohlendioxid abgegeben wird);
- N1 die Summe der Molzahlen aller flüssigen Bestandteile (Polyethylenglycol, Polyethylenglycolmonoether,
Polyethylenglycoldiether und Cosolventien) der flüssigen Phase des Treibmittels ist
(bleibt konstant, da bei den erfindungsgemässen Druckbehältern keine flüssige Phase
abgegeben wird); und
- T die absolute Temperatur ist.
[0025] Die Funktion (1a) lässt sich anhand einer einfachen Messapparatur für jeden erfindungsgemässen
Druckbehälter und jedes Treibmittel experimentell bestimmen (siehe unten bei der Beschreibung
der Figuren 7 und 8).
[0026] Wenn das im Treibmittel vorhandene Gas als reines Kohlendioxid angenommen wird und
die flüssigen Bestandteile des Treibmittels als nichtflüchtig angenommen werden, lässt
sich die Umkehrfunktion (1b):

berechnen, woraus dann wiederum (1a) erhalten werden kann. Hierzu werden zunächst
einige Formeln benötigt, die im Folgenden erläutert werden:
- a) Bei den in den erfindungsgemässen Druckbehältern typischerweise vorkommenden Drücken
und Temperaturen lässt sich die Gleichgewichtsverteilung des Kohlendioxides zwischen
Gasphase und flüssiger Phase anhand der folgenden Formel abschätzen:

worin
- PCO2 der Partialdruck des Kohlendioxids in der Gasphase des Treibmittels ist,
- xCO2 der Molenbruch des Kohlendioxids in der flüssigen Phase des Treibmittels ist, und
- H und H0 für die jeweilige flüssige Phase und Temperatur charakteristische Konstanten sind.
Die Konstanten H und H0 lassen sich nach dem Verfahren der eingangs erwähnten Publikation von "ACS Symposium
Series", (Seite 168, Abschnitte "Batch Unit" und "Solubility Studies") bestimmen.
In dieser Arbeit wurde für PEG mit Mw 400 bei 25°C H = 9,4 MPa gefunden (H0 ist gemäss der dortigen Figur 3 etwa -0,5 MPa). In den zur vorliegenden Anmeldung
führenden Arbeiten wurde bei 25°C für PEG mit Mw 300 für H = 32,8 MPa und für H0 = -0,39 MPa gefunden.
- b) Der in (2) verwendete Molenbruch xCO2 ist definiert als:


worin
- lng die Molzahl des Kohlendioxids in der flüssigen Phase des Treibmittels ist;
- gng die Molzahl Kohlendioxid in der Gasphase des Treibmittels ist; und
- Ng und N1 die oben angegebene Bedeutung haben.
- c) Wenn man (2) und (3b) kombiniert und nach gng auflöst erhält man:

- d) Die Van-der-Waals-Gleichung lautet:

worin
- P und gng wie oben definiert sind;
- gV das Volumen der Gasphase ist;
- R die universelle Gaskonstante ist; und
- a und b die Van-der-Waals-Koeffizienten des Kohlendioxids sind; d.h. 3,96 × 10-1 Pa m3 und 42,69 × 10-6 m3/mol.
- e) Das Volumen 1V der flüssigen Phase des Treibmittels wird approximiert als:


worin
- 1V0 das Volumen der noch kohlendioxidfreien flüssigen Phase des Treibmittels ist (dieser
Wert ist eine Konstante); und
- Ng, gng, 1ng und b die oben angegebene Bedeutung halben.
Bei Formeln (6a) und (6b) ist angenommen, dass die flüssige Phase inkompressibel ist,
d.h. dass die Volumenänderung der flüssigen Phase nur durch Aufnahme oder Abgabe von
Kohlendioxid erfolgt. Des Weiteren ist angenommen, dass zwischen gelöstem Kohlendioxid
und den Molekülen der flüssigen Phase keine Interaktionen stattfinden, die zu einer
zusätzlichen Volumenänderung führen würden.
- f) Das gesamte versprühte Volumen ΔV, das in (1a) und (1b) vorkommt, ist:

worin lV, gV und VT0 die oben angegebene Bedeutung haben.
- g) Die in den Formeln (1a) , (1b) ,(3a), (3b) und (4) vorkommende Gesamtzahl der Mole
N1 in der flüssigen Phase (noch ohne Kohlendioxid, konstant) lässt sich nach der folgenden
Formel (8):

berechnen, worin
- m (PEG) , m (PEGMonoether) bzw. m (PEGDiether) die frei wählbaren Massen des Polyethylenglykols bzw. Polyethylenglykolmonoethers
bzw. Polyethylenglykoldiethers sind;
- Mw(PEG), Mw(PEGMonoether) bzw. Mw(PEGDiether) die Massen-Mittelgewichte des Polyethylenglykols, Polyethylenglykolmonoethers bzw.
Polyethylenglykoldiethers sind (die sich wie vorstehend beschrieben bestimmen lassen);
und
- n1 die Molzahl der optionalen weiteren Cosolventien sind.
- h) Die in den Formeln (1a), (1b), (3b), (4) und (6b) vorkommende gesamte, über die
flüssige Phase und die Gasphase des Treibmittels summierte Molzahl Ng des Kohlendioxids (konstant) lässt sich dabei gemäss der folgenden Formel (9):

berechnen, worin
- r die einzige reelle und positive Lösung der kubischen Gleichung

ist, wobei in Formel (9) und der besagten kubischen Gleichung P0 der frei wählbare Anfangsdruck in der Treibmittelkammer ist; und
- VT0, 1V0, a, b, H und H0 die oben angegebene Bedeutung haben.
[0027] Zur Bestimmung einer Kurve gemäss Formel (1b) werden vorgängig mittels der Formeln
(8) bzw. (9) das
N1 bzw. das
Ng bestimmt. Dann wird für jedes zu bestimmende Wertepaar P, ΔV dieser Kurve wie folgt
vorgegangen:
- a) Es wird ein Druck P gewählt, der in einem für den erfindungsgemässen Druckbehälter
typischen Bereich liegt; dieser Druck sollte nicht grösser sein als der für Formel
(9) gewählte Anfangsdruck P0;
- b) mit diesem P wird mittels Formel (4) gng berechnet;
- c) mit P und gng wird mittels Formel (5) gV bestimmt, indem Formel (5) zu einer kubischen Gleichung in gV umgewandelt und gV als die einzige reelle und positive Lösung dieser ungewandelten Gleichung bestimmt
wird;
- d) mit gng wird mittels Formel (6b) 1V bestimmt;
- e) mit gV und 1V wird mittels Formel (7) das zu P gehörige ΔV bestimmt.
[0028] Die so erhaltenen Wertepaare P, ΔV können als P (y-Achse) gegen ΔV (x-Achse) aufgetragen
werden, was eine Kurve gemäss Formel (1b) ergibt; sie können auch als ΔV (y-Achse)
gegen P (x-Achse) aufgetragen werden, was eine Kurve gemäss Formel (1a) ergibt.
[0029] Die Temperaturabhängigkeit des Druckes in der Treibmittelkammer des erfindungsgemässen
Druckbehälters ist überraschenderweise relativ gering. Dies wird darauf zurückgeführt,
dass der mit steigender Temperatur zunehmende Druck in der Gasphase durch die ebenfalls
mit der Temperatur ansteigende Absorption des Kohlendioxids in der flüssigen Phase,
die zu einer Verringerung der Kohlendioxidmenge in der Gasphase führt, teilweise kompensiert
wird. Figuren 4 bis 6 zeigen dies beispielhaft für PEG 300 (Fig. 4 und 5) und PEG-Dibutylether
(Fig. 6). Bei T~25°C gibt es eine Druckänderung von ~ 2bar. Unterhalb und oberhalb
dieses Temperatursprungs ist der Druck als Funktion der Temperatur relativ konstant.
Der Sprung des Druckes bei T~25°C findet unabhängig von der Menge des gelösten Kohlendioxids
und demzufolge unabhängig vom absoluten Wert des Drucks bei T~25°C statt.
[0030] Die erfindungsgemässen Druckbehälter weisen ein Trennteil auf, das zur variablen
Unterteilung des Innenraums des Druckbehälters in eine Treibmittelkammer und eine
Vorratskammer befähigt ist. Als solches Trennteil eignen sich sämtliche Mittel, die
in vorbekannten Druckbehältern mit unterteiltem Innenraum, etwa in Druckbehältern
des eingangs erwähnten Typs "bag-in-α-can", "can-in-α-can" oder des Typs mit beweglichem
Kolben eingesetzt werden. Die Materialien für das Trennteil sind unkritisch, soweit
sie sich nicht in dem jeweiligen Polyethylenglykol und/oder Mono- oder Diether des
Polyethylenglykols lösen. Materialien für membranartige Trennteile sind etwa flexible,
durch Vernetzung unlöslich gemachte Kunststoffe, etwa vulkanisierte Gummis oder Latex,
oder quervernetzte Polyester oder Polyetherpolyester. Geeignet sind auch Laminatfolien
oder reine Metallfolien, etwa aus Aluminium. Das Trennteil sollte, wegen der Verwendung
der flüssigen Phase beim Treibmittel, zur flüssigkeitdichten Unterteilung zwischen
Vorratskammer und Treibmittelkammer befähigt sein. Bevorzugt bildet das Trennteil
auch eine gasdichte Barriere zwischen Vorratskammer und Treibmittelkammer. Bevorzugt
ist bei den erfindungsgemässen Druckbehältern das Trennteil als ein beweglicher Kolben
oder als ein dehnbarer und/oder faltbarer Innenbeutel ausgebildet.
[0031] Der erfindungsgemässe Druckbehälter kann auch ein Ventil und einen Sprühkopf aufweisen,
so dass das Gut durch Betätigen des Sprühkopfs und des Ventils kontrolliert an die
Umgebung abgegeben werden kann. Der erfindungsgemässe Druckbehälter ist dann bevorzugt
ein Aerosolbehälter oder eine Sprühdose. Als Alternative kann er auch eine Kartusche
sein, die noch kein Auslassventil aufweist und bei der erst durch Einspannen in eine
Entnahmevorrichtung ein Loch in die Behälterwand gestochen und dieses gleichzeitig
mit einem Entnahmeventil verschlossen wird.
[0032] Der Begriff "mindestens ein Teil der Länge der Mittelachse", wie er in den Ansprüchen
verwendet wird, bedeutet bevorzugt mindestens 50 Längenprozent, bezogen auf die Gesamtlänge
der Mittelachse des Innenraums. Als "Mittelachse" wird im Fall eines nicht rotationssymmetrischen
Innenraums die längstmögliche gerade Linie verstanden, die innerhalb des Innenraums
gelegt werden kann und die durch die beiden geometrischen Durchstosspunkte dieser
Linie durch die Innenseite der Wand des Innenraums definiert ist; bei rotationsymmetrischen
Innenräumen ist die Mittelachse die Rotationsachse. Die Gesamtlänge der Mittelachse
ist in allen Fällen durch die beiden geometrischen Durchstosspunkte der Mittelachse
durch die Innenseite der Wand des Innenraums definiert. Der Begriff "mindestens ein
Teil des Innenraums", wie er in den Ansprüchen verwendet wird, bedeutet bevorzugt
mindestens 70 Volumenprozent, bezogen auf das Gesamtvolumen des Innenraums.
[0033] Der Innenraum weist bei allen Ausführungsformen des erfindungsgemässen Druckbehälters
bevorzugt über mindestens einen Teil der Länge der Mittelachse des Innenraums rotationssymmetrische,
insbesondere zylindrische Form auf.
[0034] Das Gut, das in die erfindungsgemässen Druckbehälter eingefüllt werden kann, ist
ein bei der Temperatur, bei dem der erfindungsgemässe Druckbehälter eingesetzt wird,
gasförmiges, flüssiges Gut oder ein feinteiliges trockenes oder in einer Flüssigkeit
suspendiertes Gut, wie es auch in den vorbekannten Druckbehältern, insbesondere vorbekannten
Aerosolbehältern, verwendet wird. Als "feinteilig" wird im Rahmen der vorliegenden
Anmeldung verstanden, dass das feinteilige Gut über eine übliche Sprühdüse versprüht
werden kann. Bevorzugt wird unter "feinteilig" eine Partikelgrösse verstanden, die
von etwa 0.1 µm bis etwa 100 µm Teilchendurchmesser (gemessen als "Mass Median Aerodynamic
Diameter" MMAD) verstanden. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird unter
"feinteilig" auch eine Partikelgrösse in einem inhalierbaren Grössenbereich von etwa
1 bis etwa 6 µm verstanden.
[0035] Die erfindungsgemässen Druckbehälter können in Analogie zu vorbekannten Druckbehältern
hergestellt und befüllt werden. Insbesondere können die Ausgestaltungen für Ventile
und Sprühköpfe, die für die erfindungsgemässen Druckbehälter verwendet werden, analog
zu den vorbekannten Druckbehältern, etwa des eingangs erwähnten Typs "bag-in-a-can",
sein.
[0036] In der Regel geht man von einem aus einem geeigneten Material vorgeformten Behälterrohling
aus. Der Rohling kann aus einem druckfesten thermoplastischen Kunststoff, etwa aus
Acrylnitril/Butadien/Styrol-Copolymer, Polycarbonat oder einem Polyester wie Polyethylenterephthalat,
oder bevorzugt aus einem Metallblech wie etwa rostfreiem Stahlblech oder Aluminiumblech
bestehen. Der Rohling weist bevorzugt die Form eines Zylinders auf, der in Richtung
zu seiner oberen Deckfläche hin unter Verrundung verjüngt sein kann. Die Herstellung
dieses Rohlings kann in an sich bekannter Weise durch Spritzguss (bei Kunststoffbehältern)
oder durch Kalt- oder wahlweise Warmfliesspressen (bei Metallbehältern) erfolgen.
[0037] Im Folgenden werden einige beispielhafte Abfüllverfahren beschrieben:
- 1) Ein Druckbehälter, bei dem die Unterteilung zwischen Vorratskammer und Treibmittelkammer
durch einen Kolben, eine Membran oder einen Beutel erfolgt, kann befüllt werden, indem
ein Behälterrohling, der an seinem oberen Ende noch offen ist und der eine vorzugsweise
nach innen gewölbte Bodenfläche mit einer verschliessbaren Öffnung aufweist, verwendet
wird (dieses Verfahren ist analog zu dem in der EP-A-0 017 147 beschriebenen Verfahren). Der Kolben wird durch das noch offene obere Ende des Rohlings
bis zu einer gewünschten Tiefe im Behälterrohling, die weitgehend das Volumenverhältnis
zwi-, schen Vorratskammer (oberhalb des Kolbens) und Treibmittelkammer (unterhalb
des Kolbens) bestimmen wird, eingeführt. Bei dieser Ausführungsform wird der Behälterrohling
erst nach dem Einführen des Kolbens verjüngend verrundet, sofern dies erwünscht ist.
Anschliessend wird das Gut von oben eingefüllt, so dass es auf den Kolben zu liegen
kommt, und die obere Öffnung mit einem Teller, der gewünschtenfalls ein Auslassventil
aufwiesen kann, unter Umbördelung mit dem Rand der Öffnung verschlossen. Als letzter
Schritt wird durch die Öffnung im Boden des Rohlings das Treibmittel bis zum gewünschten
Druck eingefüllt und die Öffnung mit einem geeigneten Stopfen verschlossen.
- 2) Ein Druckbehälter, der zur Unterteilung ein Innenbeutel oder eine Membran aufweist,
kann wie folgt befüllt werden: Der Innenbeutel oder die Membran wird durch die obere
Öffnung eines Behälterrohlings wie bei 1) beschrieben (der aber hier oben bereits
verjüngt sein kann) eingeführt und auf dem Rand der Öffnung ringsum dicht festgehalten.
Anschliessend wird das Gut von oben durch die obere Öffnung eingefüllt. Dabei wird
im Rohling der Innenbeutel durch die Füllung entfaltet oder die Membran gedehnt und
so im oberen Teil des Rohlings eine mit dem Gut ausgefüllte Vorratskammer ausgebildet.
Anschliessend wird die Öffnung mit dem auf ihrem Rand dicht aufliegenden Teil des
Beutels oder der Membran mittels eines Tellers, der wahlweise ein Ventil aufweisen
kann, unter Umbördelung gasdicht verschlossen. Zum Schluss wird wiederum durch die
Öffnung im Boden des Rohlings das Treibmittel bis zum gewünschten Druck eingefüllt
und die Öffnung mit einem geeigneten Stopfen verschlossen.
- 3) Ein Druckbehälter mit Innenbeutel als Trennteil und mit Ventil kann auch ausgehend
von einem Behälterrohling hergestellt werden, der einen Boden ohne Öffnung aufweist.
Als erster Schritt wird in den Rohling von oben eine vorbestimmte Menge Treibmittel
eingefüllt. Dann wird ein Teller, der ein Ventil aufweist und an dem der Innenbeutel
oder die Membran bereits gasdicht befestigt ist, auf den Rand des vorgängig mit Treibmittel
befüllten Rohlings aufgeflanscht oder aufgebördelt. Der Innenbeutel oder die Membran
sind hier noch frei von dem zu versprühenden Gut. Vorzugsweise weist hier der Teller
ein mit dem Ventil verbundenes hohles und mit Löchern versehenes Steigrohr auf, auf
das der Innenbeutel oder die Membran zunächst aufgelegt oder aufgewickelt ist. Dieses
Steigrohr kommt beim Anflanschen oder Anbördeln des Deckels in den Innenraum des Behälterrohlings
hinein. Nach dem Anflanschen oder Anbördeln des Tellers wird das Gut durch den Ventilstem
mit einem Druck, der grösser ist als der in dem Behälterrohling herrschende Innendruck
des Treibmittels, in den Innenbeutel oder die Membran eingefüllt. Wenn das besagte
Steigrohr verwendet wird, fliesst das Gut durch den Ventilstem in das Steigrohr und
bläht über die in dem Steigrohr vorhandenen Löcher den Innenbeutel auf.
- 4) Ein Druckbehälter mit Innenbeutel oder des Typs "can-in-α-can", mit Ventil, kann
wie folgt befüllt werden: Zunächst wird der Innnenbeutel oder die Innendose, die noch
unbefüllt oder schon befüllt sein können, in den Innenraum des Behälterrohlings eingebracht.
Ein Ventil wird mit seinem Ventilteller allenfalls nur lose, jedenfalls aber nicht
flüssigkeitsdicht, auf den Rand des Behälterrohlings aufgesetzt, oder wird in sehr
geringem Abstand über dem Rand des Behälterrohlings gehalten. Über den Behälterrohling
und den allenfalls lose aufsitzenden Ventilteller wird von oben her eine Füllvorrichtung
nach dem Prinzip einer Glocke gestülpt, welche von aussen her fluiddicht an der Aussenwand
des Behälterrohlings anliegt, was durch eine entsprechende Dichtung erreicht werden
kann. Da der Ventilteller nicht dicht auf dem Rand des Behälterrohlings aufliegt,
kann dann mit Hilfe der Füllvorrichtung durch den nicht fluiddichten Spalt zwischen
Ventilteller und Rand des Behälterrohlings das unter Druck stehende Treibmittel in
den Innenraum des Behälterrohlings eingebracht werden. Nach dem Befüllen des Innenraums
mit dem Treibmittel muss der Ventilteller mit dem Rand des Behälterrohlings gasdicht
verbunden werden, was typischerweise mit Hilfe einer im Ventilteller angeordneten
Dichtung und wiederum durch Umbördeln des Rands des Ventiltellers erfolgt. Ist dies
erfolgt, kann, wenn der Innenbeutel oder die Innendose nicht bereits mit dem zu versprühenden
Gut befüllt war, das Befüllen mit dem Gut durch den Ventilstem hindurch erfolgen.
- 5) Wenn ein Behälter mit Kolben als Trennteil verwendet wird, kann auch ein zylindrischer
Behälterrohling, der oben zu ist und wahlweise bereits ein Ventil aufweist, dessen
Boden aber noch offen ist, verwendet werden. Hier wird zunächst in den umgekehrten
Behälterrohling eine vorbestimmte Menge des Gutes eingefüllt, dann wird der Kolben
bis zu einer gewünschten Tiefe in den Rohling heruntergestossen. Dann wird eine geeignete
Menge des Treibmittels eingefüllt und auf das untere Ende des Behälterrohlings unter
Druck ein Behälterboden aufgeflanscht.
[0038] Einige der in den erfindungsgemässen Druckbehältern einsetzbaren Treibmittel sind
selber neu und sind daher auch Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Es handelt sich
um Treibmittel, die bestehen aus: a) einer Gasphase, die Kohlendioxid umfasst, und
b) einer flüssigen Phase, die mehr als 90 Gewichtsprozente, bezogen auf die flüssige
Phase, eines Polyethylenglykols und gelöstes Kohlendioxid umfasst, mit der Massgabe,
dass die Verbindung nicht Polyethylenglykol 400 ist.
[0039] Die oben gemachten Aussagen betreffend bevorzugte Molekulargewichtsbereiche und die
Gehalte an Polyethylenglykol in der flüssigen Phase sind auch für die erfindungsgemässen
Treibmittel anwendbar.
[0040] Unter Bezugnahme auf die Figuren werden nun konkrete Ausgestaltungsformen des erfindungsgemässen
Druckbehälters beschrieben.
Figur 1 zeigt einen zylindrischen Aerosolbehälter mit einer Aussenwand 1 aus Aluminiumblech,
der in seinem Innenraum einen Innenbeutel 2 aufweist, der den Innenraum in eine Vorratskammer
3 und eine Treibmittelkammer 4 unterteilt. Die Treibmittelkammer 4 enthält ein erfindungsgemässes
Treibmittel. Dieses besteht aus einer gasförmigen Phase 5 mit einem Gesamtdruck in
der Gasphase von typisch etwa 5 bar, wobei das Verhältnis Partialdruck Kohlendioxid
zu Gesamtdruck etwa 0,98 betragen kann, und aus einer flüssigen Phase 6, die im Wesentlichen
aus Polyethylenglykol mit Mw 300 und darin gelöstem Kohlendioxid besteht. Die Vorratskammer 3 ist mit einem flüssigen
Gut 7 gefüllt, das mittels eines üblichen Ventils (in der Figur nicht gezeigt) und
mittels eines üblichen Sprühkopfs 8 aus dem Aerosolbehälter versprüht werden kann.
Links ist der gefüllte Aerosolbehälter gezeigt, rechts der Aerosolbehälter nach weitgehender
Entleerung, wobei sich die Membran 2 nach oben zusammengezogen hat.
Figur 2 zeigt einen erfindungsgemässen Aerosolbehälter mit einer Aussenwand 1 aus
nichtrostendem Stahlblech. Sein Innenraum ist mittels eines Innenbeutels 2 in eine
Vorratskammer 3 und eine Treibmittelkammer 4 unterteilt. Die Vorratskammer 3 ist mit
einem feinteiligen Gut 9 gefüllt (etwa einem Trockenpulver von inhalierbarer Teilchengrösse).
Die Treibmittelkammer 4 enthält ein Treibmittel, das aus einer Gasphase 5 und einer
flüssigen Phase 6 besteht. Die Gasphase weist einen Gesamtdruck von typisch etwa 4
bar auf, wobei das Verhältnis Partialdruck Kohlendioxid zu Gesamtdruck etwa 0,99 betragen
kann. Die flüssige Phase 6 besteht im Wesentlichen aus PEG mit Mw 250 und darin gelöstem Kohlendioxid. Bei dieser Ausführungsform weist der Innenbeutel
2 in seinem Inneren ein hohles Steigrohr 10 mit Durchtrittsöffnungen 11 auf. Beim
Komprimieren und/oder Zusammenfalten des Innenbeutels 2 (rechte Seite der Figur 2)
wird das zu versprühende Gut 9 durch die Öffnungen 11 in das Steigrohr 10 gedrückt;
das Steigrohr 10 führt zu dem im Inneren des Sprühkopfs 8 angeordneten nicht sichtbaren
Ventil.
Figur 3 zeigt einen erfindungsgemässen Aerosolbehälter mit einer Aussenwand 1 aus
nichtrostendem Stahlblech. Der Innenraum des Aerosolbehälters ist mittels eines Kolbens
12, der etwa aus PVC bestehen kann, in eine Vorratskammer 3 und eine Treibmittelkammer 4 unterteilt. Diese
Ausführungsform des Aerosolbehälters weist über mindestens einen Teil der Länge der
Mittelachse einen konstant geformten, vorzugsweise zylindrischen Querschnitt auf.
In der Figur ist die Mittelachse als gestrichelte Linie gezeigt. Der Kolben 12 ist
passgenau zum Querschnitt des Innenraums. Die Vorratskammer enthält ein flüssiges
zu versprühendes Gut 7. Die Treibmittelkammer 4 enthält ein Treibmittel, das aus einer
Gasphase 5 und einer flüssigen Phase 6 besteht. Die Gasphase weist einen Gesamtdruck
von typisch etwa 4 bar auf, wobei das Verhältnis Partialdruck Kohlendioxid zu Gesamtdruck
etwa 0,95 betragen kann. Die flüssige Phase 6 besteht im Wesentlichen aus dem Dibutylether
eines Polyethylenglykols, der ein Mw von etwa 350 aufweist, und darin gelöstem Kohlendioxid. Auf dem Kopf des Aerosolbehälters
ist ein Sprühkopf 8 angebracht, der in seinem Inneren ein Auslassventil aufweist (in
der Figur nicht gezeigt). Rechts ist in Figur 3 gezeigt, wie das Volumen der Vorratskammer
3 sich durch Heraufschieben des Kolbens 12 sich verringert hat.
Figuren 4 bis 6 zeigen die Abhängigkeit des Drucks in der Treibmittelkammer von der
Temperatur, wenn die flüssige Phase PEG mit Mw 300 oder PEG-Dibutylether enthält. Für diese Messungen wurden als simulierte Treibmittelkammer
plastifizierte Glasflaschen von 100 ml Volumen verwendet. Diese wurden zunächst geclincht
und evakuiert, in die evakuierten Glasflaschen wurde die flüssige, noch kohlendioxidfreie
Phase des Treibmittels (etwa 10 g) mit einer Spritze injiziert. Anschliessend wurde
unter Schütteln die gewünschte Menge CO2 von der Gasflasche in die Glasflaschen gegeben, bis nach Äquilibrierung bei 25°C
der gewünschte Ausgangsdruck erzielt war. Es wurden drei verschiedene Ausgangsdrücke
gewählt (Figur 4: 2,5 bar; Figur 5: ca. 5 bar; Figur 6: 7 bar). Der Druck wurde bei
verschiedenen Temperaturen gemessen. -15°C wurde in einer Salzlösung, die zuvor im
Tiefkühler gekühlt wurde, erreicht. 8°C wurden durch Äquilibrierenlassen im Kühlschrank
erzielt. Auf die Temperaturen von 20°C, 25°C, 30°C, 40°C und 50°C wurden die Glasflaschen
jeweils in einem Wasserbad temperiert. Der nach Äquilibrierung vorhandene Druck wurde
mittels eines Handmanometers gemessen.
[0041] Derselbe experimentelle Versuchsaufbau wie für die Figuren 4 bis 6 verwendet erlaubt
es auch, bei gegebener, konstanter Temperatur die Abhängigkeit des Drucks in der Gasphase
von der Gesamtmenge des zugeführten Kohlendioxids zu bestimmen. So wurde etwa für
PEG 300 bei 25°C gefunden:
| P (T=25°C) [bar] |
3 |
4,75 |
7 |
| wt % ( CO2) |
1,6 |
2,8 |
4,0 |
| xCO2 |
0,0998 |
0,1641 |
0,2212 |
[0042] Mit den P / x
CO2- Werten aus der obigen Tabelle lässt sich für PEG 300 mittels linearer Regression
das H und H
0 für die oben erwähnte Formel (2) bestimmen.
[0043] Figuren 7 und 8 zeigen die gemessene Abhängigkeit des Drucks P in der Treibmittelkammer
von erfindungsgemässen Aerosolbehältern (Sprühdosen) in Abhängigkeit von versprühten
Volumen ΔV. Die jeweilige noch kohlendioxidfreie flüssige Phase wurde in einem Mischzylinder,
der einem Maximaldruck von 10 bar standhält, vorgelegt und verschlossen. Über ein
Steckventil mit integriertem Hahn wurde die flüssige Phase mit CO
2 versetzt. Um die flüssige Phase vollständig mit CO
2 zu sättigen, wurde CO
2 eingelassen, bis ein Druck von 10 bar im Mischzylinder war. Das Ventil wurde verschlossen
und der Messzylinder kräftig geschüttelt bis der Druck auch unter Schütteln konstant
blieb. Anschliessend wurde wieder CO
2 eingelassen. Dieser Vorgang wurde wiederholt, bis der gewünschte Druck im Mischzylinder
auch nach dem Schütteln nicht unterschritten wurde. Anschliessend wurde das so vorgängig
hergestellte Treibmittel, das etwa 5 Gewichtsprozent Kohlendioxid enthielt, ohne Gasphase
mit einer Pumpe in die Abfüllmaschine ("Pamasol" Produktfüller) gepumpt und in handelsübliche
Dosen mit Innenbeutel abgefüllt. Das Nennvolumen der Dosen betrug je 118 ml, das Volumen
ihres Innenbeutels betrug 60 ml, und die abgefüllte Menge Treibmittel war 12 g pro
Dose. Zur Simulierung eines zu versprühenden Doseninhalts wurde mit dem Produktfüller
Wasser in den Innenbeutel gefüllt. Der schlussendliche Anfangsdruck in den Dosen ist
in den Figuren 7 und 8 als y-Achsenabschnitt sichtbar. Anschliessend wurde das Wasser
aus der Dose versprüht und der Druck als Funktion des Massenverlusts der Spraydose
gemessen (1 g Massenverlust = 1 ml versprühtes Volumen) und grafisch aufgetragen.
1. Druckbehälter zur Aufnahme eines unter Druck stehenden gasförmigen, flüssigen oder
feinteiligen Gutes (7, 9), umfassend eine Wand (1) mit einer Wandinnenseite, die einen
Innenraum des Druckbehälters definiert; ein sich in dem Innenraum befindendes Trennteil
(2, 12), das den Innenraum in eine Vorratskammer (3) und in eine Treibmittelkammer
(4) unterteilt, wobei die Vorratskammer das Gut (7, 9) umfasst und die Treibmittelkammer
(4) ein Treibmittel umfasst, wobei das Trennteil (2, 12) zur flüssigkeitsdichten Unterteilung
in Vorratskammer (3) und Treibmittelkammer (4) und, unter Einwirkung des Treibmittels,
zur Variierung des Volumenverhältnisses zwischen Vorratskammer (3) und Treibmittelkammer
(4) zugunsten der Treibmittelkammer (4) befähigt ist;
wobei der Druckbehälter
dadurch gekennzeichnet ist, dass das Treibmittel besteht aus:
a) einer Gasphase (5), die Kohlendioxid umfasst, und
b) einer flüssigen Phase (6), die eine aus den Polyethylenglykolen und ihren (C1-C4)Monoethern und (C1-C4)Diethern ausgewählte Verbindung und darin gelöstes Kohlendioxid umfasst.
2. Druckbehälter nach Anspruch 1, wobei das Trennteil ein dehnbarer und/oder faltbarer
Innenbeutel (2) ist, der durch Kontraktion und/oder Zusammenfalten zur Variierung
des Volumenverhältnisses zwischen Vorratskammer (3) und Treibmittelkammer (4) befähigt
ist.
3. Druckbehälter nach Anspruch 1, wobei der Innenraum eine Mittelachse und über mindestens
einen Teil der Länge dieser Mittelachse, der zusammenhängend ist, einen hinsichtlich
Form und Fläche konstanten, zur Mittelachse senkrecht stehenden Querschnitt aufweist,
und wobei das Trennteil ein beweglicher Kolben (12) ist, der passgenau an die Wandinnenseite
anliegt und mittels Bewegung entlang des besagten Teils der Mittelachse zur Variierung
des Volumenverhältnisses zwischen Vorratskammer (3) und Treibmittelkammer (4) befähigt
ist.
4. Druckbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens ein Teil des
Innenraums eine zylindrische Form aufweist.
5. Druckbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der summierte Anteil von Polyethylenglykol und Polyethylenglykolmonoether und Polyethylenglykoldiether
und gelöstem Kohlendioxid in der flüssigen Phase (6) mehr als 90 Gewichtsprozente,
eher bevorzugt mindestens 95 Gewichtsprozente und besonders bevorzugt mindestens 98
Gewichtsprozente, bezogen auf die flüssige Phase (6), beträgt.
6. Druckbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyethylenglykol oder der Polyethylenglykolmonoether oder der Polyethylenglykoldiether
ein Mw im Bereich von 200 bis 600, eher bevorzugt 200 bis 390 und besonders bevorzugt von
etwa 300 aufweist.
7. Druckbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die flüssige Phase ein Polyethylenglykol oder ein Polyethylenglykol-1,4-dibutylether
umfasst.
8. Druckbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Gasphase (5) des Treibmittels das Verhältnis von Partialdruck des Kohlendioxids
zum Gesamtdruck mindestens 0,90, eher bevorzugt mindestens 0,95 und besonders bevorzugt
mindestens 0,98 ist.
9. Druckbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass er mittels eines Ventils zur kontrollierten Abgabe des Gutes aus der Vorratskammer
(3) befähigt ist.
10. Druckbehälter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass er mittels eines Sprühkopfs (8) zum Versprühen des Gutes befähigt ist.
11. Druckbehälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Aerosolbehälter ist.
12. Druckbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Kartusche ist.
13. Treibmittel, bestehend aus
a) einer Gasphase (5), die Kohlendioxid umfasst, und
b) einer flüssige Phase (6), die mehr als 90 Gewichtsprozente, eher bevorzugt mindestens
95 Gewichtsprozente und besonders bevorzugt mindestens 98 Gewichtsprozente, bezogen
auf die flüssige Phase (6), eines Polyethylenglykols und darin gelöstem Kohlendioxid
umfasst;
mit der Massgabe, dass das Polyethylenglykol nicht Polyethylenglykol 400 ist.
14. Treibmittel nach Anspruch 13, wobei das Polyethylenglykol ein Polyethylenglykol mit
Mw im Bereich von 200 bis 600, eher bevorzugt 200 bis 390 und besonders bevorzugt 300
ist.
15. Treibmittel nach Anspruch 13 oder 14, wobei der Anteil Polyethylenglykol und gelöstem
Kohlendioxid in der flüssigen Phase (6) mehr als 90 Gewichtsprozente, eher bevorzugt
mindestens 95 Gewichtsprozente und besonders bevorzugt mindestens 98 Gewichtsprozente,
bezogen auf die flüssige Phase (6), beträgt.
16. Treibmittel nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
wobei das Polyethylenglykol ein Polyethylenglykol mit Mw im Bereich von 200 bis 600, eher bevorzugt 200 bis 390 und besonders bevorzugt etwa
300 ist.
17. Treibmittel nach einem der Ansprüche 13 bis 16,
wobei in der Gasphase (5) das Verhältnis von Partialdruck des Kohlendioxids zum Gesamtdruck
mindestens 0,90, eher bevorzugt mindestens 0,95 und besonders bevorzugt mindestens
0,98 ist.
18. Verfahren zur kontrollierten Abgabe eines gasförmigen, flüssigen oder feinteiligen
Gutes, dadurch gekennzeichnet, dass das Gut in der Vorratskammer (3) eines Druckbehälters nach einem der Ansprüche 1
bis 10 bereitgestellt wird, und das Gut mittels eines Ventils aus der Vorratskammer
(3) des Druckbehälters kontrolliert abgegeben wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei das Gut mittels eines Sprühkopfs versprüht wird.
1. Pressure vessel for receiving a pressurized substance (7, 9) in gaseous, liquid or
finely particulate form, said pressure vessel comprising a wall (1) with an inner
wall face that defines an interior space of the pressure vessel; a separating part
(2, 12) located in the interior space and dividing the interior space into a storage
chamber (3) and into a propellant chamber (4), wherein the storage chamber contains
the substance (7, 9) and the propellant chamber (4) contains a propellant, wherein
the separating part (2, 12) is able to permit liquid-tight division into storage chamber
(3) and propellant chamber (4) and, under the action of the propellant, is able to
vary the volume ratio between storage chamber (3) and propellant chamber (4) in favour
of the propellant chamber (4); and wherein the pressure vessel is
characterized in that the propellant consists of:
a) a gas phase (5) comprising carbon dioxide, and
b) a liquid phase (6) comprising a compound chosen from the polyethylene glycols and
their (C1-C4) monoethers and (C1-C4) diethers, and comprising carbon dioxide dissolved therein.
2. Pressure vessel according to claim 1, wherein the separating part is an extensible
and/or foldable inner bag (2) which, by contraction and/or folding, is able to vary
the volume ratio between storage chamber (3) and propellant chamber (4).
3. Pressure vessel according to claim 1, wherein the interior has a central axis and,
extending along at least a part of the length of this central axis, which part is
continuous, has a cross section that is constant in terms of its shape and surface
area and that is perpendicular to the central axis, and wherein the separating part
is a movable piston (12) which bears with an exact fit on the inner wall face and,
by means of movement along said part of the central axis, is able to vary the volume
ratio between storage chamber (3) and propellant chamber (4).
4. Pressure vessel according to one of the preceding claims, wherein at least a part
of the interior has a cylindrical shape.
5. Pressure vessel according to one of claims 1 to 4, characterized in that the total amount of polyethylene glycol and polyethylene glycol monoether and polyethylene
glycol diether and dissolved carbon dioxide in the liquid phase (6) amounts to more
than 90 percent by weight, more preferably at least 95 percent by weight, and particularly
preferably at least 98 percent by weight, relative to the liquid phase (6).
6. Pressure vessel according to one of claims 1 to 5, characterized in that the polyethylene glycol or the polyethylene glycol monoether or the polyethylene
glycol diether has a Mw in the range of 200 to 600, more preferably of 200 to 390, and particularly preferably
of approximately 300.
7. Pressure vessel according to one of claims 1 to 6, characterized in that the liquid phase comprises a polyethylene glycol or a polyethylene glycol 1,4-dibutyl
ether.
8. Pressure vessel according to one of claims 1 to 7, characterized in that in the gas phase (5) of the propellant the ratio of the partial pressure of carbon
dioxide to the total pressure is at least 0.90, more preferably at least 0.95, and
particularly preferably at least 0.98.
9. Pressure vessel according to one of claims 1 to 8, characterized in that it is able to dispense the substance from the storage chamber (3) in a controlled
manner by means of a valve.
10. Pressure vessel according to claim 9,
characterized in that it is able to spray the substance by means of a spray head (8).
11. Pressure vessel according to claim 10,
characterized in that it is an aerosol container.
12. Pressure vessel according to one of claims 1 to 8, characterized in that it is a cartridge.
13. Propellant, consisting of
a) a gas phase (5) comprising carbon dioxide, and
b) a liquid phase (6) comprising more than 90 percent by weight, more preferably at
least 95 percent by weight, and particularly preferably at least 98 percent by weight,
relative to the liquid phase (6), of a polyethylene glycol, and carbon dioxide dissolved
therein;
with the proviso that the polyethylene glycol is not polyethylene glycol 400.
14. Propellant according to claim 13, wherein the polyethylene glycol is a polyethylene
glycol with a Mw in the range of 200 to 600, more preferably of 200 to 390, and particularly preferably
of 300.
15. Propellant according to claim 13 or 14, wherein the proportion of polyethylene glycol
and dissolved carbon dioxide in the liquid phase (6) amounts to more than 90 percent
by weight, more preferably at least 95 percent by weight, and particularly preferably
at least 98 percent by weight, relative to the liquid phase (6).
16. Propellant according to one of claims 13 to 15, wherein the polyethylene glycol is
a polyethylene glycol with a Mw in the range of 200 to 600, more preferably of 200 to 390, and particularly preferably
of approximately 300.
17. Propellant according to one of claims 13 to 16, wherein in the gas phase (5) the ratio
of the partial pressure of carbon dioxide to the total pressure is at least 0.90,
more preferably at least 0.95, and particularly preferably at least 0.98.
18. Method for controlled dispensing of a substance in gaseous, liquid or finely particulate
form, characterized in that the substance is provided in the storage chamber (3) of a pressure vessel according
to one of claims 1 to 10, and the substance is dispensed from the storage chamber
(3) of the pressure vessel in a controlled manner by means of a valve.
19. Method according to claim 18, wherein the substance is sprayed by means of a spray
head.
1. Récipient à pression pour la réception d'un produit pressurisé (7, 9) sous forme gazeuse,
liquide ou particulaire fine, comprenant une paroi (1) dotée d'un côté de paroi intérieur
qui définit un espace intérieur du récipient à pression; une pièce de séparation (2,
12) se trouvant dans l'espace intérieur qui divise l'espace intérieur en une chambre
de stockage (3) et en une chambre d'agent propulseur (4), la chambre de stockage comprenant
le produit (7, 9) et la chambre d'agent propulseur (4) comprenant un agent propulseur,
la pièce de séparation (2, 12) étant capable de divisier de façon étanche aux fluides
en chambre de stockage (3) et en chambre d'agent propulseur (4), et étant capable
de varier, sous l'effet de l'agent propulseur, le rapport volumique entre chambre
de stockage (3) et chambre d'agent propulseur (4) en faveur de la chambre d'agent
propulseur (4),
le récipient à pression étant
caractérisé en ce que l'agent propulseur consiste en
a) une phase gazeuse (5) qui comprend du gaz carbonique, et
b) une phase liquide (6) qui comprend un composé choisi parmi les polyéthylènes glycols
et leurs mono-éthers en C1 à C4 et leurs diéthers en C1 à C4, et du gaz carbonique dissous dans celui-ci.
2. Récipient à pression selon la revendication 1, dans lequel la pièce de séparation
est une poche interne (2) pouvant être étirée et/ou plissée, qui est capable de varier,
par contraction et/ou repliement, le rapport volumique entre chambre de stockage (3)
et chambre d'agent propulseur (4).
3. Récipient à pression selon la revendication 1, dans lequel l'espace interne présente
un axe médian et, sur au moins une partie de la longueur de cet axe médian, ladite
partie étant continue, une section perpendiculaire à l'axe médian qui est constante
pour ce qui est de la forme et de la surface, et la pièce de séparation est un piston
mobile (12) qui se situe de façon à s'ajuster exactement du côté de paroi intérieur
et qui est capable de varier, par un mouvement le long de ladite partie de l'axe médian,
le rapport volumique entre chambre de stockage (3) et chambre d'agent propulseur (4).
4. Récipient à pression selon l'une des revendications précédentes, dans lequel au moins
une partie de l'espace intérieur présente une forme cylindrique.
5. Récipient à pression selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que dans la phase liquide (6) la proportion totale de polyéthylène glycol et de mono-éther
de polyéthylène glycol et de diéther de polyéthylène glycol et de gaz carbonique dissous
est supérieure à 90 % en poids, de manière davantage préférée est d'au moins 95 %
en poids, et de manière particulièrement préférée est d'au moins 98 % en poids par
rapport à la phase liquide (6).
6. Récipient à pression selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le polyéthylène glycol ou le mono-éther de polyéthylène glycol ou le diéther de polyéthylène
glycol présente un Mw dans la gamme de 200 à 600, de manière davantage préférée de 200 à 390 et de manière
particulièrement préférée d'environ 300.
7. Récipient à pression selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la phase liquide comprend un polyéthylène glycol ou un polyéthylène glycol-1,4-dibutyléther.
8. Récipient à pression selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que dans la phase gazeuse (5) de l'agent propulseur le rapport de pression partielle
du gaz carbonique à la pression totale est d'au moins 0,90, de manière davantage préférée
d'au moins 0,95, et de manière particulièrement préférée d'au moins 0,98.
9. Récipient à pression selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'il est capable, à l'aide d'une soupape, à la distribution contrôlée du produit de
la chambre de stockage (3).
10. Récipient à pression selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'il est capable, à l'aide d'une tête de vaporisation (8), de vaporiser le produit.
11. Récipient à pression selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'il est un récipient d'aérosol.
12. Récipient à pression selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'il est une cartouche.
13. Agent propulseur, consistant de
a) une phase gazeuse (5) qui comprend du gaz carbonique, et
b) une phase liquide (6) qui comprend plus de 90 % en poids, de manière davantage
préférée au moins 95 % en poids et de manière particulièrement préférée au moins 98
% en poids, par rapport à la phase liquide (6), d'un polyéthylène glycol et du gaz
carbonique dissous dans celui-ci ;
sous réserve que le polyéthylène glycol ne soit pas du polyéthylène glycol 400.
14. Agent propulseur selon la revendication 13, dans lequel le polyéthylène glycol est
un polyéthylène glycol avec un Mw dans la gamme de 200 à 600, de manière davantage préférée de 200 à 390, et de manière
particulièrement préférée de 300.
15. Agent propulseur selon la revendication 13 ou 14, dans lequel dans la phase liquide
(6) la proportion de polyéthylène glycol et de gaz carbonique dissous est supérieur
à 90 % en poids, de manière davantage préférée d'au moins 95 % en poids, et de manière
particulièrement préférée d'au moins 98 % en poids par rapport à la phase liquide
(6).
16. Agent propulseur selon l'une des revendications 13 à 15, dans lequel le polyéthylène
glycol est un polyéthylène glycol avec Mw dans la gamme de 200 à 600, de manière davantage préférée de 200 à 390, et de manière
particulièrement préférée d'environ 300.
17. Agent propulseur selon l'une des revendications 13 à 16, dans lequel dans la phase
gazeuse (5) le rapport de pression partielle du gaz carbonique à la pression totale
est d'au moins 0,90, de manière davantage préférée d'au moins 0,95, et de manière
particulièrement préférée d'au moins 0,98.
18. Procédé de distribution contrôlée d'un produit sous forme gazeuse, liquide ou particulaire
fine, caractérisé en ce que le produit est mis à disposition dans la chambre de stockage (3) d'un récipient à
pression selon l'une des revendications 1 à 10, et que le produit est distribué d'une
manière contrôlée au moyen d'une soupape de la chambre de stockage (3) du récipient
sous pression.
19. Procédé selon la revendication 18, dans lequel le produit est vaporisé au moyen d'une
tête de vaporisation.