[0001] Die Erfindung betrifft einen Hubtisch insbesondere für kleine Hubhöhen nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Mit derartigen Hubtischen werden Nutzlasten, welche auf dem Hubrahmen angeordnet
werden, präzise angehoben. Beispielsweise werden in der Automobilproduktion mit solchen
Hubtischen schwere Kraftfahrzeugkarosserien auf kleine Höhen von vorzugsweise 5 bis
10 cm gebracht, um diese von einer Auflagefläche, insbesondere von einer Transportvorrichtung,
frei zu bekommen.
[0003] Ein Hubtisch der eingangs genannten Art ist aus der
FR 2 314 133 bekannt geworden. Dort ist ein Hubrahmen mittels Kraftübertragungsmitteln gegen eine
horizontale Unterlage in der Höhe verstellbar, indem die Kraftübertragungsmittel am
oberen Ende schwenkbar mit dem Hubtisch verbunden sind und an ihrem unteren Ende auf
gegenüber der Horizontalen geneigten Kurvenflächen abrollen. Antriebsmittel bewegen
über ein Hebelgestänge die unteren Rollen; die gesamte Anordnung ist symmetrisch zu
einer vertikalen Mittelebene. Als Antriebsmittel sind Hydraulikzylinder vorgesehen.
[0004] Ein Hubtisch ähnlich dem der genannten Art ist in der
JP 2001 262992 beschrieben. Als Antrieb dient dort ebenfalls ein Hydraulikzylinder, mit dessen Hilfe
zwei Keile gegenläufig auf einer Grundplatte verschoben werden, derart, dass die Schrägen
der Keile gegen Gleitelemente bewegt werden, an welchen über Gelenke der Hubtisch
aufliegt. Die Anordnung ist ebenfalls symmetrisch zu einer vertikalen Mittelebene;
seitliche Führungen sorgen für rein vertikale Bewegung des Hubtisches.
[0005] Aus der
US 5 294 379 ist ein Hebestuhl bekannt, dessen Hubrahmen zugleich mit dem Anheben auch geneigt
wird. Der Antrieb erfolgt über eine in beiden Richtungen drehbare Spindel, welche
eine Querstange bewegt, an deren Enden Heberollen in schrägen Kulissenführungen abrollen,
wodurch die Hebe- und Senkbewegung zustande kommt.
[0006] Vom Markt her bekannte weitere Hubtische weisen Exzenterscheiben auf, die um eine
Achse drehbar angetrieben werden und deren Ränder von unten an die Unterseite des
Hubrahmens drücken. Durch Drehung der Exzenterscheiben wird der Hubtisch vertikal
angehoben beziehungsweise abgesenkt. Allerdings ist der Verlauf eines Antriebsmomentes
der Exzenterscheibe stark von der Hubhöhe abhängig und nicht linear, so dass das Antriebsmittel,
beispielsweise ein Elektromotor, für ein maximal erforderliches Antriebsmoment, insbesondere
eine maximal erforderliche Antriebskraft, dimensioniert sein muss und ansonsten deutlich
überdimensioniert ist.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Hubtisch der eingangs genannten
Art zu gestalten, bei dem ein möglichst konstanter Verlauf einer erforderlichen Antriebskraft
über den gesamten Hubvorgang realisierbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Hubtisch mit den im Patentanspruch
1 angegebenen Merkmalen gelöst.
[0009] Wie aus dem Stand der Technik an sich bekannt, hat der Hubrahmen an seiner Unterseite
und/oder der Grundrahmen an seiner Oberseite jeweils zwei gegenüber der Horizontalen
geneigte Flächen. Dabei sind wenigstens zwei mit dem Antriebsmittel angetriebenen
Heberollen wenigstens in horizontaler Richtung bewegbar geführt, derart, dass sie
beim Bewegen in horizontaler Richtung von unten beziehungsweise von oben auf der geneigten
Fläche in deren Neigungsrichtung abrollen und dabei den Hubrahmen vertikal anhebt
beziehungsweise absenken.
[0010] Somit schieben sich zum Anheben des Hubrahmens die Heberollen in Folge der Antriebskraft
bei ihrer horizontalen Bewegung keilartig unter beziehungsweise über die geneigten
Flächen und drücken diese mit einer entsprechenden Hubkraft vertikal nach oben, da
sie selbst horizontal geführt sind, beziehungsweise werden selbst nach oben gedrückt.
Die Heberollen rollen hierbei mit minimalen Reibungsverlusten von unten beziehungsweise
von oben auf den geneigten Fläche ab. Die geneigte Fläche hat den Vorteil, dass das
Antriebsmittel optimal dimensioniert sein kann. Abhängig von einer Übersetzung muss
sie gerade so groß sein, dass mit ihr eine vertikale Hubkraft bewirkt wird, die ausreicht,
um die Nutzlast zu heben. Über den Neigungsgrad der Fläche kann die Übersetzung zwischen
der Hubkraft und der Antriebskraft vorgegeben werden. Dadurch, dass die maximale Antriebskraft
deutlich geringer ist als dies bei Hubtischen mit Exzenterscheiben erforderlich ist,
können auch die Kraftübertragungsmittel optimiert werden. Beispielsweise können Antriebsstangen
deutlich kleiner dimensioniert werden.
[0011] Die wenigstens zwei Flächen sind dabei mit zueinander spiegelbildlichen Neigungen
jeweils gegenüber der Horizontalen symmetrisch zu einer vertikalen Mittelebene angeordnet
und zwei entsprechende Heberollen zum vertikalen Bewegen des Hubrahmens sind aufeinander
zu und voneinander weg bewegbar. Auf diese Weise kann der Hubrahmen durch die sich
gegenüberliegenden Heberollen gleichmäßig angehoben werden. Darüber hinaus wird so
verhindert, dass der Hubtisch beim Einschieben der Heberollen in horizontaler Richtung
ausweicht, da immer die gegenüberliegende Heberolle dagegen hält. Die Flächen können
hierbei aufeinander zu oder voneinander weg geneigt sein.
[0012] Erfindungsgemäß treibt das Antriebsmittel eine Spindel mit zwei gegenläufigen Gewinden
an, über die die beiden Heberollen in horizontaler Richtung aufeinander zu und voneinander
weg bewegt werden können. Dadurch können sich zwei sich gegenüberliegenden Heberollen
synchron und gleichmäßig horizontal aufeinander zu beziehungsweise voneinander weg
bewegen.
[0013] Dabei sind Führungsrollen an beiden Seiten von Achsen drehbar befestigt, welche in
Führungsschienen des Grundrahmens geführt sind. Auf jeder Achse ist außerdem mindestens
eine Heberolle unabhängig von den Führungsrollen drehbar befestigt. Auf diese Weise
ist eine sichere und stabile Führung für die Heberollen realisierbar und die Kraftübertragung
zwischen Grundrahmen und Heberahmen kann mit besonders wenigen mechanischen Elementen
erfolgen, die außerdem kaum Reibungskraftverluste aufweisen.
[0014] Vorteilhafterweise können wenigstens zwei Heberollen auf einer Achse angeordnet sein,
welche über zwei Führungsrollen in zwei horizontalen Führungsschienen geführt sein
können. Auf diese Weise ist eine sichere und stabile Horizontalführung für die Heberollen
realisierbar.
[0015] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform können zwei Heberollen auf einer
gemeinsamen Achse angeordnet und mit dieser wenigstens horizontal verschiebbar sein
und können an zwei entsprechenden, in derselben zur Horizontalen geneigten Ebene liegenden
Flächen oder einer einzigen zusammenhängenden zur Horizontalen geneigten Fläche abrollen.
Zwei derartige parallele Heberollen-Flächen-Anordnungen haben den großen Vorteil,
dass die Hubkraft über die Breite des Hubrahmens verteilt angreift.
[0016] Vorteilhafterweise kann die Fläche am Hubrahmen wenigstens in dem dem Grundrahmen
zugewandten Bereich beziehungsweise die Fläche am Grundrahmen wenigstens in dem dem
Hubrahmen zugewandten Bereich eben sein. Die Antriebskraft ist dann über den gesamten
Hubvorgang konstant. Sie kann/können insbesondere um einen Winkel von 30° gegenüber
der Horizontalen geneigt sein, wodurch eine besonders günstige Übersetzung der Antriebskraft
zu der Hubkraft erreicht wird.
[0017] Ferner kann die Neigung der Fläche am Hubrahmen gegenüber der Horizontalen in Richtung
des Grundrahmens beziehungsweise die Neigung der Fläche am Grundrahmen gegenüber der
Horizontalen in Richtung des Hubrahmens zunehmen. Dies hat den großen Vorteil, dass
am Anfang eines Hubvorgangs eine deutlich kleinere Antriebskraft zum Heben des Hubrahmens
aufzuwenden ist, da die Steigung der Fläche(n) am Anfang kleiner sind, als am Ende
des Hubvorgangs. Die Kraftdifferenz wird am Anfang zur Beschleunigung der zu bewegenden
Massen auf die gewünschte Hubgeschwindigkeit verwendet.
[0018] Um einen Lateralversatz des Hubrahmens gegenüber dem Grundrahmen beim Hubvorgang
deutlich zu verringern, können der Hubrahmen und der Grundrahmen über wenigstens eine
Stabilisierungseinrichtung zur lateralen Stabilisierung des Hubrahmens beim Anheben
verbunden sein.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert; es zeigen
- Figur 1
- schematisch eine isometrische Darstellung des erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels
eines Hubtisches für kleine Hubhöhen in abgesenkter Position;
- Figur 2
- schematisch den Hubtisch aus Figur 1 in angehobener Position.
[0020] In Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 versehenen
Hubtisches für kleine Hubhöhen zwischen 5 cm und 10 cm in abgesenkter Position dargestellt.
In der Figur 2 ist der Hubtisch 10 in angehobener Position gezeigt. Mit dem Hubtisch
10 können nicht gezeigte schwere Nutzlasten, insbesondere Kraftfahrzeugkarosserien
mit Massen von etwa 1000 kg, gleichmäßig angehoben werden.
[0021] Der Hubtisch 10 umfasst einen horizontal ausgerichteten Grundrahmen 12, in den Figuren
1 und 2 unten, mit dem er auf einem nicht gezeigten Untergrund steht. Der Grundrahmen
12 ist in der Draufsicht rechteckig. Seine Längsseiten werden von zwei geraden parallelen
Führungsschienen 14 mit U-förmigem Querschnitt gebildet, deren offene Längsseiten
einander zugewandt sind. An ihren Querseiten sind die Führungsschienen 14 ebenfalls
offen.
[0022] Die Führungsschienen 14 sind über zwei parallele Querstreben 16 miteinander verbunden;
in den Figuren 1 und 2 ist nur eine der Querstreben 16 links unten sichtbar. Die Querstreben
16 sind jeweils an den Enden der Führungsschienen 14 an deren unteren Längsseiten
befestigt.
[0023] Oben verfügt der Hubtisch 10 über einen parallel zum Grundrahmen 12 ausgerichteten
länglichen Hubrahmen 18 zur Aufnahme der Nutzlast. Der Hubrahmen 18 ist relativ zum
Grundrahmen 12 vertikal anhebbar beziehungsweise absenkbar.
[0024] Der Hubrahmen 18 ist von oben betrachtet U-förmig, wobei seine Schenkel seine Längsrichtung
definieren. Er ist zu der in Figuren 1 und 2 im Hintergrund liegenden Querseite des
Grundrahmens 12 hin offen. Die beiden Schenkel 62 des Hubrahmen 18 verlaufen parallel
zu den Führungsschienen 14 und werden jeweils durch einen hohlen Längsrahmenteil 20
mit rechteckigem Querschnitt gebildet. Die Längsrahmenteile 20 sind an ihren Enden
auf der geschlossenen Seite des Hubrahmens 18 über ein Querleiste 22 verbunden. Die
Querleiste 22 ist auf den dem Grundrahmen 12 abgewandten Oberseiten der Längsrahmenteile
20 befestigt und verläuft parallel zu den Querstreben 16 des Grundrahmens 12. Die
Außenbreite des Hubrahmens 18 in Querrichtung und seine Außenlänge in Längsrichtung
sind kleiner als die entsprechende Innenbreite beziehungsweise Innenlänge des Grundrahmens
12, so dass der Hubrahmen 18 in abgesenkter Position von oben in den Grundrahmen 12
eintaucht, wie dies in Figur 1 gezeigt ist.
[0025] Die beiden querseitigen Stirnflächen 24 eines jeden Längsrahmenteils 20 sind gegenüber
seiner oberen Längsseite, welche horizontal verläuft, um etwa 30° in Richtung der
jeweils anderen Stirnfläche 24 geneigt, und so mit ihren Oberflächen dem Grundrahmen
12 zugewandt. Die beiden Stirnflächen 24 eines Längsrahmenteils 20 sind auf diese
Weise mit entgegengesetzter Neigung gegenüber der Horizontalen symmetrisch zu einer
nicht gezeigten vertikalen Mittelebene angeordnet und voneinander weg geneigt, das
heißt ihre Oberflächen zeigen voneinander weg nach außen, in Längsrichtung betrachtet
vom Hubtisch 10 weg.
[0026] Jeweils die beiden auf derselben Querseite des Hubtisches 10 liegenden Stirnflächen
24 der Längsrahmenteile 20 befinden sich in einer gemeinsamen Ebene, welche um 30°
gegenüber der Horizontalen geneigt ist.
[0027] Unterhalb jeder geneigten Stirnfläche 24 ist eine Heberolle 26 so angeordnet, dass
sie in Neigungsrichtung der Stirnfläche 24, von oben betrachtet in Längsrichtung des
Hubrahmens 18, auf dieser abrollen kann. Jeweils die beiden auf derselben Querseite
des Hubrahmens 18 befindlichen Heberollen 26 sind auf einer gemeinsamen Achse 28 drehbar
befestigt. Die Achsen 28 erstrecken sich parallel zueinander horizontal in Querrichtung
des Hubtisches 10. Der Abstand der Heberollen 26 einer Achse 28 entspricht dem Abstand
der diesen entsprechenden geneigten Stirnflächen 24. Beim Verschieben der Achsen 28
in Längsrichtung des Hubrahmens 18 rollen deren Heberollen 26 synchron an den beiden
zugehörigen geneigten Stirnflächen 24 ab. Um den Rollwiderstand und den Verschleiß
zu minimieren, sind die Stirnflächen 24 mit gehärteten Leisten 30 versehen.
[0028] An beiden Enden der Achsen 28 ist jeweils eine Führungsrolle 32 unabhängig von den
Heberollen 26 relativ zu diesen drehbar befestigt. In den Figuren 1 und 2 ist lediglich
links eine der Führungsrollen 32 zu sehen. Jede Führungsrolle 32 ist in der jeweils
entsprechenden horizontalen Führungsschiene 14 geführt. Der Durchmesser der Führungsrollen
32 ist kleiner als die vertikale Innenhöhe der Führungsschienen 14. Die Achsen 28
und mit ihr die Heberollen 26 werden mit den Führungsschienen 14 immer in der gleichen
horizontalen Ebene gehalten.
[0029] Werden die beiden Achse 28 mit einer Antriebskraft horizontal in Längsrichtung synchron
aufeinander zu bewegt, so rollen die Heberollen 26 von unten jeweils auf der ihr zugehörigen
geneigten ebenen Stirnfläche 24 in deren Neigungsrichtung ab. Hierbei schieben die
Heberollen 26 sich keilartig unter die geneigten Stirnflächen 24 und heben auf diese
Weise mit einer entsprechenden vertikal gerichteten Hubkraft den Hubrahmen 18 gleichmäßig
an allen vier Ecken vertikal an. Die Heberollen 26 rollen auf den geneigten Stirnflächen
24 in entgegengesetztem Drehsinn zu den Führungsrollen 32 in den Führungsschienen
14 ab.
[0030] Die Übersetzung der Antriebskraft zur Hubkraft ist während des gesamten Hubvorgangs
konstant. Die horizontale Führung in den Führungsschiene 14 verhindert, dass die Heberollen
26 beim Abrollen an den geneigten Stirnflächen 24 vertikal nach unten ausweichen statt
die geneigten Stirnflächen 24 mit der Hubkraft vertikal nach oben zu drücken. Zum
Absenken des Hubrahmens 18 werden die beiden Achsen 28 entsprechend voneinander weg
bewegt.
[0031] Der Antrieb der Achsen 28 erfolgt über jeweils eine U-förmige Zugeinrichtung 34.
Die beiden Zugeinrichtungen 34 sind im Wesentlichen identisch. Sie liegen in einer
horizontalen Ebene zwischen den Führungsschienen 14 des Grundrahmens 12. Ihre geschlossenen
Seiten sind einander und ihre offenen Seiten der jeweiligen Achse 28 zugewandt.
[0032] Die Schenkel der Zugeinrichtungen 34 sind jeweils durch zwei Zugstangen 36 gebildet,
von denen in Figur 1 jeweils nur die im Hintergrund liegende sichtbar ist. Sie verlaufen
parallel zueinander und zu den Führungsschienen 14.
[0033] Die freien Enden der Zugstangen 36 weisen jeweils eine Öse 38 auf. Zwischen den Ösen
38 derselben Zugeinrichtung 34 erstreckt sich senkrecht zu den Zugstangen 36 eine
Hülse 40, welche jeweils mit einem Ende in einer der Ösen 38 steckt. In jeder Hülse
40 läuft eine der Achsen 28 relativ zu der Hülse 40 frei drehbar. Die Zugstangen 36
und die Hülse 40 befinden sich zwischen den Heberollen 26 der entsprechenden Achse
28. Die Heberollen 26 sind relativ zur Hülse 40 frei drehbar.
[0034] Die Ausdehnung über beide Zugeinrichtungen 34 in Längsrichtung des Grundrahmens 12
ist deutlich kleiner als die Länge der unteren Längsseiten der Längsrahmenteile 20
des Hubrahmens 18, also dem Abstand der Ränder der beiden geneigten Stirnflächen 24
dort. Die Heberollen 26 können so bis zu den Rändern der Stirnflächen 24 abrollen,
ohne dass die beiden Zugeinrichtungen 34 aneinander stoßen und sich gegenseitig behindern.
[0035] Die geschlossenen Seiten der Zugeinrichtungen 34 sind jeweils durch einen geraden
langgestreckten Spindelmutterträger 42 mit einer mittigen Spindelmutter 44 gebildet.
Die Spindelmutterträger 42 verlaufen senkrecht zu den Zugstangen 36 in einer gemeinsamen
horizontalen Ebene mit diesen. Sie sind einander zugewandt, wobei ihre Spindelmuttern
44 koaxial verlaufen.
[0036] Durch die Spindelmuttern 44 führt eine Spindel 46 mit einem etwa in der Mitte wechselnden
gegenläufigen Gewinde, welches in den Figuren 1 und 2 nicht gezeigt ist. Durch axiales
Drehen der Spindel 46 sind so die Spindelmutterträger 42 synchron aufeinander zu oder
voneinander weg bewegbar. Hierbei üben sie eine entsprechende Antriebskraft in horizontaler
Richtung auf ihre Zugstangen 36 und über diese auf die Achsen 28 und die Heberollen
26 aus.
[0037] Die Spindel 46 ist an einem Ende, in Figuren 1 und 2 im Hintergrund, mit einem Elektromotor
48 verbunden und mit diesem antreibbar. Der Elektromotor 48 ist auf einem Querträger
50 am Grundrahmen 12 befestigt. Er ist über nicht gezeigte Leitungen mit einer ebenfalls
nicht gezeigten Steuereinrichtung verbunden.
[0038] Zwischen den Führungsschienen 14 befindet sich darüber hinaus eine Führungseinrichtung
52 für die Zugeinrichtungen 34. Die Führungseinrichtung 52 umfasst zwei parallel zu
den Querstreben 16 verlaufende Querträger 50 - auf dem in den Figuren 1 und 2 im Hintergrund
liegenden, bereits erwähnten Querträger 50 ist der Elektromotor 50 befestigt -, die
mit ihren Enden an den Unterseiten der Führungsschienen 14 befestigt sind.
[0039] Auf den Querträgern 50 liegen zwei Längsträger 54 auf und sind an ersteren fixiert.
Die Längsträger 54 erstrecken sich parallel in Längsrichtung des Grundrahmens 12 in
einem Bereich zwischen den Zugstangen 36 der Zugeinrichtungen 34.
[0040] Die Spindelmutterträger 42 liegen auf den Längsträgern 54 auf. Sie sind in Längsrichtung
des Grundrahmens 12 relativ zu den Längsträgern 54 verschiebbar. Dort wo sie auf den
Längsträgern 54 aufliegen, weisen die Spindelmutterträger 42 an ihren Unterseiten
Führungsnuten 56 auf, die sich in Längsrichtung der Längsträger 54 erstrecken. In
den Führungsnuten 56 tauchen die Längsträger 54 ein und führen so die Spindelmutterträger
42 in horizontaler Längsrichtung.
[0041] Der Hubrahmen 18 und der Grundrahmen 12 sind außerdem über zwei parallele, im Wesentlichen
identische Stabilisierungsscheren 58 zur lateralen Stabilisierung des Hubrahmens 18
beim Anheben und Absenken verbunden.
[0042] Die Stabilisierungsscheren 58 befinden sich von der Seite betrachtet etwa in der
Mitte des Hubtisches 10. Sie sind jeweils oben an der äußeren, nämlich der dem jeweils
anderen Längsrahmenteil 20 abgewandten, vertikalen Längsseite des entsprechenden Längsrahmenteils
20 des Hubrahmen 18 befestigt. Unten sind sie an der dem Hubrahmen 18 zugewandten
Innenseite, also der jeweils anderen Führungsschiene 14 zugewandten Seite, der entsprechenden
Führungsschiene 14 angeordnet. Der Abstand zwischen den Längsrahmenteilen 20 und den
entsprechenden Führungsschienen 14 ist so groß, dass die entsprechende Stabilisierungsschere
58 in abgesenktem Zustand des Hubtisches 10 zwischen beiden Platz finden.
[0043] Die Längsrahmenteile 20 weisen jeweils an ihren äußeren vertikalen Längsseiten etwa
mittig eine rechteckige Öffnung 60 für die zugehörige Stabilisierungsschere 58 auf.
Die Abmessungen der Öffnungen 60 sind wenigstens so groß, dass die Stabilisierungsscheren
58 beim Anheben und Absenken des Hubtisches 10 ungehindert ausfahren beziehungsweise
einfahren können.
[0044] Jede Stabilisierungsschere 58 verfügt über zwei gleichlange Schenkel 62, die mittig
relativ zueinander schwenkbar verbunden sind.
[0045] Einer der Schenkel 62 ist mit seinem oberen Ende über einen langen oberen Gelenkzapfen
64 an dem Längsrahmenteil 20 des Hubtisches 10 schwenkbar befestigt. Der obere Gelenkzapfen
64 führt dort von der äußeren vertikalen Längsseite durch die Öffnung 60 hindurch
bis zur gegenüberliegenden inneren vertikalen Längsseite, wo er befestigt ist.
[0046] Mit seinem unteren Ende ist der Schenkel 62 über eine nicht gezeigte untere Schenkel-Rolle
in der Führungsschiene 14 schwenkbar und in Längsrichtung verschiebbar geführt. Der
Durchmesser der unteren Schenkel-Rolle ist kleiner als die vertikale Innenhöhe der
Längsführungsschiene 14, so dass sie in vertikaler Richtung etwas Spiel hat.
[0047] Der andere Schenkel 62 ist über eine obere Schenkel-Rolle 66 im Inneren des hohlen
Längsträgers 54 schwenkbar und in Längsrichtung verschiebbar geführt. Die Achse der
oberen Schenkel-Rolle 66 erstreckt sich durch die Öffnung 60 hindurch. Der Durchmesser
der oberen Schenkel-Rolle 66 ist kleiner als die vertikale Innenhöhe des Längsrahmenteils
20, so dass sie in vertikaler Richtung etwas Spiel hat.
[0048] Mit seinem unteren Ende ist der andere Schenkel 62 über einen langen unteren Gelenkzapfen
68 an der äußeren vertikalen Längsseite der Führungsschiene 14 schwenkbar befestigt.
[0049] Der untere Gelenkzapfen 68 befindet sich in der Seitenansicht lotrecht unter dem
oberen Gelenkzapfen 64.
[0050] Beim Anheben des Hubrahmens 18 rollen die oberen Schenkel-Rollen 66 jeweils im Inneren
der Längsträger 54 an deren unteren Innenraumfläche und die unteren Schenkel-Rollen
in den Führungsschiene 14 an deren oberen Innenraumflächen ab. Beim Absenken rollen
die oberen Schenkel-Rollen 66 oben und die unteren Schenkel-Rollen 66 unten ab.
[0051] Die Stabilisierungsscheren 58 verhindern, dass der Hubrahmen 18 beim Verschieben
der Heberollen 26 diesen horizontal in Längsrichtung statt ausschließlich in vertikaler
Richtung ausweicht.
[0052] Zum Anheben des Hubrahmens 18 wird der Elektromotor 48 so angesteuert, dass er die
Spindel 46 mit einer konstanten Drehzahl antreibt. Die Spindel 46 schraubt sich in
die beiden Spindelmuttern 44 ein. Hierdurch werden die beiden Zugeinrichtungen 34
aufeinander zu gezogen. Die zum Anheben des Hubrahmens 18 erforderliche Motorleistung
ist über den gesamten Hubvorgang konstant. Sie ist etwa halb so groß wie die erforderliche
maximale Motorleistung bei vergleichbaren aus dem Stand der Technik bekannten Hubtischen
mit Exzenterscheiben.
[0053] Die Erfindung ist nicht beschränkt auf Hubtische 10 für kleine Hubhöhen zwischen
5 cm und 10 cm, vielmehr können auch solche für Hubhöhen mit mehr als 10 cm und/oder
bei entsprechend kleinerem Rollendurchmesser weniger als 5 cm realisiert werden.
[0054] Der Hubtisch 10 kann auch für Nutzlasten von mehr oder weniger als 1000 kg ausgelegt
sein.
[0055] Der Grundrahmen 12 kann zusätzlich an seiner Unterseite über Räder verfügen, so dass
der Hubtisch 10 fahrbar ist.
[0056] Statt des Elektromotors 48 kann auch ein andersartiges Antriebsmittel, beispielsweise
ein Verbrennungsmotor, ein hydraulischer Antrieb oder ein Druckluft-Antrieb, vorgesehen
sein.
[0057] Das Antriebsmittel kann anstelle der Spindeln 46 mit Spindelmuttern 44 auch wenigstens
ein flexibles Zugmittel, beispielsweise ein Seil, und wenigstens eine Aufwickeltrommel
aufweist.
[0058] Statt der vier beziehungsweise acht Heberollen 26 und den entsprechenden geneigten
Stirnflächen 24 können auch mehr oder weniger Heberollen 26 an entsprechenden geneigten
Flächen vorgesehen sein.
[0059] Statt der paarweise voneinander weg geneigten Stirnflächen 24 können auch einander
zugewandte geneigte Flächen vorgesehen sein. In diesem Fall werden die Heberollen
26 voneinander weg geschoben, um den Hubrahmen 18 anzuheben.
[0060] Die Stirnflächen 24 können in ihren ebenen Bereichen auch um mehr oder weniger als
30° gegenüber der Horizontalen geneigt sein. Über den Neigungswinkel kann die Übersetzung
der Antriebskraft zur Hubkraft vorgegeben werden.
[0061] Die Heberollen 26 können auch separat, insbesondere jeweils über eine Spindel 46,
angetrieben werden. Es kann auch jede Heberolle 26 auf einer separaten Achse 28 angeordnet
sein.
[0062] Anstelle der Führungsrollen 32 beim ersten Ausführungsbeispiel können auch andersartige
Führungsmittel, beispielsweise Gleitblöcke, verwendet werden.
[0063] Die beiden geneigten Stirnflächen 24 auf derselben Querseite des Hubtisches 10 können
auch zusammenhängend sein.
[0064] Statt zwei Stabilisierungsscheren 58 kann auch nur eine oder es können auch mehr
als zwei Stabilisierungsscheren 58 vorgesehen sein.
[0065] Anstelle der Stabilisierungsscheren 58 kann auch ein andersartiges Stabilisierungsmittel
zur lateralen Stabilisierung des Hubrahmens 18 beim Anheben, beispielsweise eine Linearführung,
ein Gelenkviereck oder ein Hebel, vorgesehen sein.
1. Hubtisch insbesondere für kleine Hubhöhen mit einem
Grundrahmen (12), einem Hubrahmen (18) zur Aufnahme einer Nutzlast und mit wenigstens
einem Antriebsmittel (48) zum vertikalen Heben und Senken des Hubrahmens (18) relativ
zum Grundrahmen (12),
wobei
a) der Hubrahmen (18) an seiner Unterseite und/oder der Grundrahmen (12) an seiner
Oberseite jeweils wenigstens zwei gegenüber der Horizontalen geneigte Flächen (24)
haben,
b) wenigstens zwei mit dem Antriebsmittel (48) angetriebene Heberollen (26) wenigstens
in horizontaler Richtung bewegbar geführt sind, derart, dass sie beim Bewegen in horizontaler
Richtung von unten beziehungsweise von oben auf der geneigten Fläche (24) in deren
Neigungsrichtung abrollen und dabei den Hubrahmen (18) vertikal anheben beziehungsweise
absenken,
c) die wenigstens zwei Flächen (24) mit zueinander spiegelbildlichen Neigungen jeweils
gegenüber der Horizontalen symmetrisch zu einer vertikalen Mittelebene angeordnet
sind und wenigstens zwei entsprechende Heberollen (26) zum vertikalen Bewegen des
Hubrahmens (18) aufeinander zu und voneinander weg bewegbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
d) das Antriebsmittel (48) eine Spindel (46) mit zwei gegenläufigen Gewinden antreibt,
über die die wenigstens zwei Heberollen (26) in horizontaler Richtung aufeinander
zu und voneinander weg bewegt werden können;
e) Führungsrollen (32) an beiden Enden von Achsen (28) drehbar befestigt sind, welche
in Führungsschienen (14) des Grundrahmens (12) geführt sind,
f) auf jeder Achse (28) mindestens eine Heberolle (26) unabhängig von den Führungsrollen
(32) drehbar befestigt ist.
2. Hubtisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungsrollen (32) in zwei horizontalen Führungsschienen (14) geführt sind.
3. Hubtisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Heberollen (26) auf einer gemeinsamen Achse (28) angeordnet und mit
dieser wenigstens horizontal verschiebbar sind und an zwei entsprechenden, in derselben
zur Horizontalen geneigten Ebene liegenden Flächen (24) oder einer einzigen zusammenhängenden
zur Horizontalen geneigten Fläche abrollen.
4. Hubtisch nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche (24) am Hubrahmen (18) wenigstens in dem dem Grundrahmen (12) zugewandten
Bereich eben ist, insbesondere um einen Winkel von 30° gegenüber der Horizontalen
geneigt ist.
5. Hubtisch nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubrahmen (18) und der Grundrahmen (12) über wenigstens eine Stabilisierungseinrichtung
(58) zur lateralen Stabilisierung des Hubrahmens (18) beim Anheben verbunden sind.
1. Elevating platform in particular for small lifting heights having a basic frame (12),
a lifting frame (18) for accommodating a useful load and having at least one driving
means (48) for vertically lifting and lowering the lifting frame (18) relative to
the basic frame (12),
wherein
a) the lifting frame (18) at its underside and/or the basic frame (12) at its upper
side has at least two faces (24) inclined relative to the horizontal,
b) at least two lifting rollers (26) driven by the driving means (48) are guided so
as to be movable at least in horizontal direction in such a way that in the course
of moving in horizontal direction they roll from below respectively from above along
the inclined face (24) in the direction of inclination thereof and in so doing vertically
lift respectively lower the lifting frame (18)
c) the at least two faces (24) having mutually mirror-inverted inclinations in each
case relative to the horizontal are disposed symmetrically to a vertical centre plane
and two corresponding lifting rollers (26) for vertically moving the lifting frame
(18) are movable towards and away from one another,
characterised in that
d) the driving means (48) drives a spindle (46) having two oppositely directed threads,
by means of which the at least two lifting rollers (26) may be moved in horizontal
direction towards and away from one another;
e) guide rollers (32) are disposed rotatably at both ends of axles (28) which are
guided in guide rails (14) of the basic frame (12),
f) on each axle (28) at least one lifting roller (26) is disposed rotatably independent
from the guide rollers (32).
2. Elevating platform according to claim 1, characterized in that the guide rollers (32) are guided in two horizontal guide rails (14).
3. Elevating platform according to one of the preceding claims, characterized in that each two lifting rollers (26) are disposed on, and are at least horizontally displaceable
by, a common axle (28) and roll on two corresponding faces (24) lying in the same
plane inclined relative to the horizontal or on a single coherent face inclined relative
to the horizontal.
4. Elevating platform according to one of the preceding claims, characterized in that the face (24) on the lifting frame (18) at least in the region facing the basic frame
(12) is planar, in particular is inclined by an angle of 30° relative to the horizontal.
5. Elevating platform according to one of the preceding claims, characterized in that the lifting frame (18) and the basic frame (12) are connected by at least one stabilizing
device (58) for laterally stabilizing the lifting frame (18) during lifting.
1. Plateforme élévatrice, en particulier pour de petites hauteurs de levage, avec un
cadre de base (12), avec un cadre de levage (18) pour recevoir une charge utile, et
avec au moins un moyen d'entraînement (48) pour lever et abaisser verticalement le
cadre de levage (18) par rapport au cadre de base (12),
sachant que
a) le cadre de levage (18), sur son côté inférieur, et/ou le cadre de base (12), sur
son côté supérieur, possèdent chacun au moins deux surfaces (24) inclinées par rapport
à l'horizontale,
b) au moins deux rouleaux de levage (26) entraînés par le moyen d'entraînement (48)
sont guidés en déplacement au moins en direction horizontale de telle sorte que, lors
de leur déplacement en direction horizontale depuis le bas ou respectivement depuis
le haut sur la surface inclinée (24), ils roulent dans la direction d'inclinaison
de celle-ci et, ce faisant, lèvent ou respectivement abaissent verticalement le cadre
de levage (18),
c) les au moins deux surfaces (24) sont disposées symétriquement par rapport à un
plan médian vertical avec des inclinaisons respectives par rapport à l'horizontale
mutuellement symétriques, et au moins deux rouleaux de levage correspondants (26)
peuvent être rapprochés et éloignés les uns des autres pour le déplacement vertical
du cadre de levage (18),
caractérisée en ce que
d) le moyen d'entraînement (48) entraîne une broche (46) dotée de deux filetages à
pas contraires, au moyen desquels les au moins deux rouleaux de levage (26) peuvent
être rapprochés et éloignés les uns des autres en direction horizontale,
e) des rouleaux de guidage (32) sont fixés à rotation aux deux extrémités d'axes (28)
et sont guidés dans des rails de guidage (14) du cadre de base (12),
f) au moins un rouleau de levage (26) est fixé à rotation indépendamment des rouleaux
de guidage (32) sur chaque axe (28).
2. Plateforme élévatrice selon la revendication 1, caractérisée en ce que les rouleaux de guidage (32) sont guidés dans deux rails de guidage horizontaux (14).
3. Plateforme élévatrice selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que deux rouleaux de levage (26) sont chaque fois disposés sur un axe commun (28) et
sont mobiles en translation au moins horizontalement avec celui-ci, et ils roulent
sur deux surfaces correspondantes (24), situées dans le même plan incliné par rapport
à l'horizontale, ou sur une seule surface continue inclinée par rapport à l'horizontale.
4. Plateforme élévatrice selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la surface (24) prévue sur le cadre de levage (18) est plane au moins dans la région
tournée vers le cadre de base (12), en particulier est inclinée d'un angle de 30°
par rapport à l'horizontale.
5. Plateforme élévatrice selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le cadre de levage (18) et le cadre de base (12) sont reliés par au moins un mécanisme
de stabilisation (58) pour la stabilisation latérale du cadre de levage (18) lors
du levage.