[0001] Die Erfindung betrifft ein Führungssystem mit zwei relativ zueinander linear bewegten
Führungsteilen, mit einer Beschleunigungsvorrichtung und mit einer Verzögerungsvorrichtung,
wobei die Beschleunigungs- und die Verzögerungsvorrichtung hubrichtungsabhängig sind
in einem an eine Endlage angrenzenden Teilhub des Führungssystems in Richtung dieser
Endlage, wobei eines der Führungsteile die Beschleunigungs- und die Verzögerungsvorrichtung
als gemeinsame Baugruppe umfasst, wobei das andere Führungsteil ein Betätigungselement
umfasst, das beim Beginn des Teilhubes mit der Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung
verrastet, wobei das Betätigungselement die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung
aus einer kraft- und/oder formschlüssig gesicherten Parkposition auslöst und in die
Endlage führt, wobei die Verzögerungsvorrichtung eine pneumatische Verzögerungsvorrichtung
mit einer Zylinder-Kolben-Einheit ist, wobei die Beschleunigungsvorrichtung eine zu
Beginn des Teilhubes geladene Druckfeder als Energiespeicher umfasst und wobei der
Kolben der Zylinder-Kolben-Einheit mindestens ein Kolbendichtelement umfasst, das
einen Verdrängungsraum gegen einen Ausgleichsraum abgrenzt.
[0002] Aus der
DE 102 14 596 A1 und der
DE 103 01 121 A1, welche die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 offenbart, sind Führungssysteme
bekannt, bei dem eine Druckfeder im Zylinder zwischen dem Kopfteil und dem Kolben
angeordnet ist. Der Verdrängungsraum wird durch den Kolben und den Zylinderboden begrenzt.
Die Baulänge der Zylinder wird durch den Hub und die Federlänge bestimmt. In der
DE 102 14 596 A1 sind die Beschleunigungseinrichtung und die Verzögerungseinrichtung an getrennten
Führungsteilen angeordnet.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Problemstellung zugrunde, ein kompaktes
und funktionssicheres Führungssystem sowie eine Schiebetüranordnung mit einem kompakten
und funktionssicherem Führungssystem zu entwickeln.
[0004] Diese Problemstellung wird mit den Merkmalen des Hauptanspruches gelöst. Dazu ist
der Verdrängungsraum zwischen dem Kolben und dem Zylinderkopf angeordnet. Die Druckfeder
ist zwischen dem Zylinderkopf und einem Kolbenstangenkopfteil auf der Kolbenstange
angeordnet.
[0005] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden
Beschreibung schematisch dargestellter Ausführungsformen.
- Figur 1:
- Schiebetüranordnung bei geöffneter Schiebetür;
- Figur 2:
- Schiebetüranordnung bei geschlossener Schiebetür;
- Figur 3:
- Stirnansicht der Schiebetüranordnung nach Ansicht 1;
- Figur 4:
- Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung;
- Figur 5:
- Längsschnitt von Figur 4 in der Parkposition;
- Figur 6:
- Längsschnitt von Figur 4 in der Endlage;
- Figur 7:
- Detail der Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung;
- Figur 8:
- Mitnahmeelement;
- Figur 9:
- oberes Rahmenteil;
- Figur 10:
- Mitnahmeelement in Parkposition;
- Figur 11:
- Mitnahmeelement im geraden Abschnitt der Führungsnut;
- Figur 12:
- Figur 1 mit obenliegender Brems- und Verzögerungsvorrichtung;
- Figur 13:
- Figur 2 mit obenliegender Brems- und Verzögerungsvorrichtung.
[0006] Die Figuren 1 - 3 zeigen eine Schiebetüranordnung mit einem Schiebetürblatt (2),
das mittels eines Führungssystems (20) in einer Türumrahmung (10) geführt ist. Hierbei
zeigt die Figur 1 das Schiebetürblatt (2) in einer geöffneten Position und die Figur
2 dieses Schiebetürblatt (2) in einer geschlossenen Position. In der Figur 3 ist eine
Stirnansicht des geöffneten Schiebetürblattes (2) dargestellt.
[0007] Anstatt in einer Türumrahmung (10) kann das Schiebetürblatt (2) in anders gestalteten
Teilen mit Führungs- und Tragfunktionen geführt sein. Das Führungssystem (20) kann
auch an Schiebefenstern, Schubladen, etc. eingesetzt werden.
[0008] Das Schiebetürblatt (2) ist beispielsweise ein Schranktürblatt, ein Türblatt zur
Trennung von Räumen in Wohnungen, Industriegebäuden, etc. Es kann z.B. aus Kunststoff,
Metall oder aus Holz mit oder ohne Glaseinsatz gefertigt sein. Das Schiebetürblatt
(2) hat in diesem Ausführungsbeispiel im unteren Bereich Führungsrollen (3), die auf
einer Bodenschiene (15) abrollen. Außerdem ist der hier nicht dargestellte obere Bereich
des Schiebetürblattes (2) z.B. in der Türumrahmung (10) geführt, die beispielsweise
an einer Gebäudewand befestigt ist.
[0009] In der geöffneten Position, vgl. Figur 1, ragt das Schiebetürblatt (2) beispielsweise
mit dem Griffbereich aus der Türumrahmung (10) heraus. In der geschlossenen Position,
vgl. Figur 2, verschließt das Schiebetürblatt (2) die Türöffnung (6) der Türumrahmung
(10). Eine wandseitige Türblattaufnahme (13) und ein vertikales Rahmenteil (14) begrenzen
die Türöffnung (6) sowie den Türblatthub zwischen der offenen und der geschlossenen
Position des Schiebetürblattes (2). Die Gesamtlänge der Türumrahmung (10) wird somit
bestimmt durch die Länge des Schiebetürblattes (2) und den Türblatthub. In der wandseitigen
Türblattaufnahme (13) ist ein in Türblattlängsrichtung orientierter Graben (16) angeordnet.
[0010] Das Führungssystem (20) umfasst ein feststehendes (21) und ein bewegtes Führungsteil
(22). Das feststehende Führungsteil (21) ist in diesem Ausführungsbeispiel eine z.B.
am Grabenboden (17) befestigte Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) mit
einem Mitnahmeelement (91) und einer Führungsvorrichtung (111). Das bewegte Führungsteil
(22) ist hier ein an der Unterseite (4) des Schiebetürblattes (2) angeordnetes Betätigungselement
(25).
[0011] Das Betätigungselement (25) ist beispielsweise ein Bolzen (25), der mittels Befestigungselementen
(26) am hinteren Ende der Unterseite (4) des Schiebetürblattes (2) befestigt ist.
Er hat z.B. einen quadratischen Querschnitt mit einer Kantenlänge von 12 Millimetern.
[0012] Bei einem geöffneten Schiebetürblatt (2), vgl. Figur 1, liegt dieses beispielsweise
an einem Anschlag (18) in der Türumrahmung (10) an. Das Betätigungselement (25) ist
außer Eingriff. Die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) ist in einer
Parkposition (35).
[0013] Wird das Schiebetürblatt (2) geschlossen, wird es entlang des Türblatthubes von der
in der Figur 1 dargestellten geöffneten Endlage in die in der Figur 2 dargestellte
geschlossene Endlage verschoben. Die Betätigung des Schiebetürblattes (2) kann durch
eine externe Kraft, z.B. mittels eines Bedieners, eines Motors, etc. erfolgen. Beim
Verschieben des Schiebetürblattes (2) passiert das Betätigungselement (25) die Beschleunigungs-
und Verzögerungsvorrichtung (30). Sobald das Betätigungselement (25) das Mitnahmeelement
(91) erreicht, löst es die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) aus der
Parkposition (35) und verrastet mit dem Mitnahmeelement (91). Entlang des Hubes (36)
der Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) - dieser Hub (36) ist ein Teilhub
(36) des Türblatthubes - bleiben das Betätigungselement (25) und das Mitnahmeelement
(91) miteinander im Eingriff. Das Mitnahmeelement (91) wird mittels des Betätigungselements
(25) und mittels der Führungsvorrichtung (111) in Richtung der Endlage geführt. Die
Endlage des Teilhubes in dieser Hubrichtung ist identisch mit der Endlage des Türblatthubes
bei geschlossener Tür.
[0014] Sobald die Parkposition (35) der Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30)
gelöst wird, wirken auf das Führungssystem als interne Kräfte gleichzeitig eine Beschleunigungskraft
und eine Verzögerungskraft. Die Beschleunigungskraft wird mittels der Beschleunigungsvorrichtung
(31) erzeugt. Die Verzögerungskraft ist der Richtung der Beschleunigungskraft entgegengesetzt.
Diese Verzögerungskraft wird während des Teilhubs (36) mittels der z.B. pneumatischen
Verzögerungsvorrichtung (41) erzeugt. Hierbei ist zu Beginn des Teilhubes die auf
das bewegte Schiebetürblatt (2) wirkende Verzögerungskraft größer als die Beschleunigungskraft.
Das Schiebetürblatt (2) wird abgebremst. Die Beschleunigungsrate und/oder die Verzögerungsrate
ändern sich entlang des Teilhubes. Gegen Ende des Teilhubes (36) sind beide Kräfte
gering, so dass das Schiebetürblatt (2) mit geringer Verzögerung und mit geringer
Geschwindigkeit in die Endlage gefördert wird.
[0015] Gegebenenfalls ist gegen Ende des Teilhubes die auf das Schiebetürblatt (2) wirkende
Beschleunigungskraft geringfügig größer als die Summe der Verzögerungskraft und der
Rollreibung der Führungsrollen (3). Damit kann ein unbeabsichtigter Stillstand des
Schiebetürblattes (2), z.B. verursacht durch Verschmutzung der Laufbahnen, verhindert
werden.
[0016] Beim Öffnen der Schiebetür wird das Schiebetürblatt (2) - von Hand oder motorisch
angetrieben - von der in der Figur 2 dargestellten geschlossenen Position in die in
der Figur 1 gezeigte offene Position verschoben. Das Betätigungselement (25) verschiebt
das Mitnahmeelement (91), bis die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30)
die Parkposition (35) erreicht hat. Beim weiteren Verschieben des Schiebetürblattes
(2) löst sich das Betätigungselement (25) vom Mitnahmeelement (91). Die Beschleunigungs-
und Verzögerungsvorrichtung (30) verbleibt in der Parkposition (35), während das Schiebetürblatt
(2) weiter bis zur Anlage am Anschlag (18) aufgeschoben werden kann.
[0017] In der Figur 4 ist die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) in einer
dimetrischen Ansicht dargestellt. Die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung
(30) ist hier in der Parkposition (35) dargestellt. Die Figur 5 zeigt einen Längsschnitt
dieser Vorrichtung in der Parkposition (35).
[0018] In der Parkposition (35) sitzt das Mitnahmeelement (91) in einer geschwenkten Position
beispielsweise am hinteren Ende der Führungsvorrichtung (111). Die Beschleunigungsvorrichtung
(31) umfasst einen geladenen Energiespeicher (32), z.B. eine komprimierte Druckfeder.
Die im Ausführungsbeispiel pneumatische Verzögerungsvorrichtung (41) umfasst eine
Zylinder-Kolben-Einheit (42). Der Kolben (51) dieser Zylinder-Kolben-Einheit (42)
liegt mit geringem Abstand zum Zylinderboden (45), die Kolbenstange (67) ist eingefahren.
[0019] In der Figur 6 ist die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) in der der
Parkposition (35) abgewandten Endlage dargestellt. In dieser Position liegt das Mitnahmeelement
(91) in einer vorderen Endlage waagerecht in der Führungsvorrichtung (111). Der Energiespeicher
(32) ist entladen. Der Kolben (51) liegt nahe des Zylinderkopfes (71).
[0020] Die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) ist im Ausführungsbeispiel
350 Millimeter lang und 32 Millimeter breit. Ihre Höhe normal zur Schnittebene der
Figuren 5 und 6 beträgt 16 Millimeter.
[0021] Der Kolben (51) der Zylinder-Kolben-Einheit (41) trennt im Zylinder (43) einen Verdrängungs-
(78) von einem Ausgleichsraum (79). Der Verdrängungsraum (78) ist in diesem Ausführungsbeispiel
der Abschnitt des Zylinderinnenraumes (44), der durch den Kolben (51) und ein den
Zylinderkopf (71) verschließendes Adapterbauteil (81) begrenzt ist. Der Ausgleichsraum
(79) wird durch den Kolben (51) und den Zylinderboden (45) begrenzt. Der Zylinderinnenraum
(44) ist beispielsweise gegen die Umgebung (1) isoliert. Die Zylinder-Kolben-Einheit
(42) kann aber auch so ausgeführt sein, dass der Ausgleichsraum (79) mit der Umgebung
kommuniziert.
[0022] Der Zylindermantel (48) ist z.B. auf seiner Außenseite zylindrisch. Seine Länge beträgt
beispielsweise das neunfache seines Durchmessers und das 1,3-fache des Kolbenhubs.
Die nichtzylindrische Zylinderinnenwandung (49) ist z.B. in Form eines Kegelstumpfmantels
ausgebildet. Die kleinere Querschnittsfläche dieses Kegelstumpfmantels befindet sich
am Zylinderboden (45), die größere Querschnittsfläche am Zylinderkopf (71). Die letztgenannte
Querschnittsfläche beträgt z.B. etwa 130 Quadratmillimeter. Die Steigung dieses Kegels
beträgt beispielsweise 1:250.
[0023] In der Zylinderinnenwandung (49) können eine oder mehrere Längsnuten angeordnet sein.
Ihre Länge beträgt beispielsweise 70% der Zylinderlänge. Sie enden z.B. am Kopfende
des Zylindermantels (48). Diese Längsnuten können gerade oder schraubenlinienförmig
gestaltet sein. Außerdem kann am Kopfende der Zylinderinnenwandung (49) eine weitere
Längsnut angeordnet sein, deren Länge z.B. 15 % der Zylinderlänge beträgt. Jede dieser
Nuten vergrößert den Querschnitt des Zylinderinnenraumes (44).
[0024] Das Bodenteil (45) hat eine zentrale Durchgangsbohrung (46), die mit einem Verschlussstopfen
(47) verschlossen ist.
[0025] Der Zylinder (43) ist beispielsweise ein Spritzgussteil aus einem thermoplastischen
Kunststoff, z.B. Polyoxymethylen. Bei der Herstellung wird beispielsweise ein Kern
in eine Spritzgussform eingesetzt. Dieser Kern wird vor dem Schließen der Spritzgussform
z.B. beidseitig abgestützt. Beim Spritzgießen werden diese Abstützungen in der Öffnung
des Zylinderkopfs (71) und in der Durchgangsbohrung (46) abgebildet.
[0026] Der Kolben (51) ist beispielsweise zweiteilig aus einem Kolbenbodenteil (52) und
einem Kolbenkopfteil (57) aufgebaut. Das Kolbenbodenteil (52) zeigt in diesem Ausführungsbeispiel
zum Zylinderkopf (71). Auf seiner zum Zylinderkopf (71) orientierten Stirnseite hat
es ein z.B. eine Gewindebohrung (55) zur Aufnahme der Kolbenstange (67). Auf der entgegengesetzten
Stirnseite hat das Kolbenbodenteil (52) eine weitere Einsenkung (56) zur Aufnahme
des Kolbenkopfteils (57).
[0027] Das Kolbenbodenteil (52) hat beispielsweise gestufte Durchmesserbereiche (53, 54).
Der Durchmesser des zum Zylinderkopf (71) orientierten Anlageflanschs (53) beträgt
beispielsweise 95 % des kleineren Innendurchmessers des Zylinders (43). Der Durchmesser
des nachfolgenden Aufnahmebereichs (54) beträgt hier 60 % des kleineren Innendurchmessers
des Zylinders (43). Die Länge dieses Aufnahmebereichs (54) beträgt beispielsweise
40 % des kleineren Innendurchmessers.
[0028] Auch das Kolbenkopfteil (57) hat gestufte Durchmesserbereiche (58, 59). Der Durchmesser
des zum Kolbenbodenteil (52) orientierten Aufnahmebereichs (58) entspricht hier 47
% des kleineren Innendurchmessers des Zylinders (43), der Durchmesser des Flansches
(59) beträgt 95 % dieses Zylinderinnendurchmessers.
[0029] Im Aufnahmebereich (54) des Kolbenbodenteils (52) sitzt angrenzend an den Anlageflansch
(53) ein Dichtelement (61). Dies ist z.B. ein Dichtring (61), dessen Innendurchmesser
größer ist als der Durchmesser des Aufnahmebereichs (54) und dessen Außendurchmesser
mindestens so groß ist wie der kleinste Innendurchmesser des Zylinders. Die hier dargestellte
Ringnut (62) des Dichtrings (61) zeigt in Richtung des Zylinderkopfes (71).
[0030] Zwischen den beiden z.B. miteinander verklebten Kolbenteilen (52, 57) sitzt mit einem
Einspannbereich (65) formschlüssig in zwei Ringnuten der Kolbenteile (52, 57) ein
weiteres Dichtelement (64). Dieses ist beispielsweise topfförmig aufgebaut. Seine
Länge ist z.B. um 30% größer als sein Durchmesser. Der Durchmesser beträgt in diesem
Ausführungsbeispiel 99% des kleineren Innendurchmessers des Zylinders (43). Die Wandstärke
des Dichtelements (64) beträgt beispielsweise 6% seines Durchmessers. Das dem Einspannbereich
(65) des Dichtelements (64) gegenüberliegende Ende des Dichtelements (64) hat einen
Innenbund (66). Dieser Innenbund (66) ragt in den Aufnahmebereich (54). Auf der Außenfläche
des Dichtelements (64) können beispielsweise Längsnuten angeordnet sein. Das Dichtelement
(64) besteht beispielsweise aus Nitril-Butadien-Kautschuk und hat z.B. eine halogenisierte
Oberfläche. Es ist auch denkbar, dass der Kolben (51) beispielsweise mit nur einem
Dichtelement (61) ausgeführt ist.
[0031] Die Kolbenstange (67) ist beispielsweise 165 Millimeter lang und hat einen Außendurchmesser
von z.B. 3 Millimetern. Sie hat an beiden Enden Gewinde (68, 69). Mittels eines der
Gewinde (68) ist die Kolbenstange (67) im Kolben (51) befestigt. Das andere Gewinde
(69) trägt das Kolbenstangenkopfteil (72).
[0032] Die Kolbenstange (67) trägt zwischen dem Zylinderkopf (71) und dem Kolbenstangenkopfteil
(72) die Druckfeder (32). Die Druckfeder (32) ist bereichsweise verjüngt. Der Innendurchmesser
der Druckfeder (32) beträgt im Bereich der Verjüngung (33) beispielsweise 3,5 Millimeter
und ist damit z.B. um 0,5 Millimeter größer als der Durchmesser der Kolbenstange (67).
[0033] Das Kolbenstangenkopfteil (72) hat eine in Richtung des Zylinders (43) orientierte
Federanlagefläche (73) und zwei normal zur Richtung der Kolbenstange (67) orientierte
Schwenkbolzen (74), vgl. Figur 10. Letztere haben z.B. einen Durchmesser von 4 Millimetern.
Das der Kolbenstange (67) abgewandte Ende des Kolbenstangenkopfteils (72) ist beispielsweise
abgerundet ausgebildet.
[0034] Auf dem Kolbenstangenkopfteil (72) sitzt das Mitnahmeelement (91). Dieses Mitnahmeelement
(91) ist in der Figur 8 in einer dimetrischen Ansicht dargestellt. Es ist im Ausführungsbeispiel
aus Polyoxymethylen hergestellt und hat z.B. eine Länge von 36 Millimetern, eine hier
in vertikaler Richtung dargestellte Breite von 22 Millimetern und eine hier in Querrichtung
dargestellte Höhe von 13 Millimetern. Es umfasst einen zentralen Körper (92) mit zwei
in gabelartigen Auskragungen (93) angeordneten kongruenten Langlöchern (94) und einer
Aufnahmeeinsenkung (95). Aus jeder Längsseite des Körpers (92) ragen zwei z.B. zylindrische
Führungsbolzen (96, 97) heraus. Die Höhe des Körpers (92) beträgt beispielsweise 7,5
Millimeter.
[0035] Die Führungsbolzen (96, 97) haben beispielsweise einen Durchmesser von 4 Millimetern.
Der Abstand ihrer Mittellinien beträgt hier 20 Millimeter. Die Mittellinien der Führungsbolzen
(96, 97) spannen eine Ebene auf, die beispielsweise parallel ist zu einer Körperfläche.
[0036] Die Langlöcher (94) sind gekrümmt ausgebildet und haben beispielsweise eine Breite
von 4,6 Millimetern. Der Krümmungsmittelpunkt liegt in der Achse der vorderen Führungsbolzen
(96). Der Radius der Mittellinien der Langlöcher (94) beträgt beispielsweise 26,5
Millimeter. Die Mittelpunkte der unteren Halbkreise, die die Langlöcher (94) begrenzen,
liegen z.B. einen Millimeter unterhalb der durch die Mittellinien der Führungsbolzen
(96, 97) aufgespannten Ebene. Die Radialen durch die Mittelpunkte der oberen Halbkreise,
die die Langlöcher (94) begrenzen, schließen mit den Radialen der unteren Mittelpunkte
beispielsweise einen Winkel von 24 Grad ein. Die beiden gabelartigen Auskragungen
(93) haben hier im oberen Bereich der Langlöcher (94) gegeneinander zeigende Aufnahmeschrägen
(98). Diese grenzen an die Außenfläche des Mitnahmeelements (91) an.
[0037] Die Aufnahmeeinsenkung (95) wird beispielsweise durch eine vordere (99) und eine
hintere Mitnahmefläche (101) sowie durch eine Freifläche (102) begrenzt. Die beiden
Mitnahmeflächen (99, 101) haben z.B. einen Abstand von 13 Millimetern zueinander.
Sie sind parallel zu den Mittelachsen der Führungsbolzen (96, 97) und normal zu der
Ebene, die durch die Mittelachsen der beiden Führungsbolzen (96, 97) aufgespannt wird.
Die Freifläche (102) ist beispielsweise parallel zu dieser Ebene und hat zu dieser
einen Abstand von z.B. 8 Millimetern. Die Übergänge zwischen den Flächen (99, 102;
101, 102) sind abgerundet. Die vordere Mitnahmefläche (99) hat eine Höhe von 9 Millimetern,
die hintere Mitnahmefläche (101) eine Höhe von 7,5 Millimetern. Die äußeren Kanten
(103, 104) beider Mitnahmeflächen (99, 101) sind abgeschrägt. Hierbei beträgt die
Abschrägung der vorderen Mitnahmefläche (99) beispielsweise ein Millimeter, die Abschrägung
der hinteren Mitnahmefläche (101) z.B. 1,5 Millimeter.
[0038] Die seitlichen Flanken (105) des Körpers (92) haben Ausnehmungen (106), beispielsweise
um eine belastungsgerechte Materialstärke zu erzielen.
[0039] Das Adapterbauteil (81) hat eine Durchgangsbohrung (82), in der die Kolbenstange
(67) abgedichtet geführt ist. An der der Zylinder-Kolben-Einheit (42) abgewandten
Seite des Adapterbauteils (81) ist an diesem die Führungsvorrichtung (111) befestigt.
[0040] Die Führungsvorrichtung (111) umfasst einen Trag- und Führungsrahmen (112), der während
des Hubes (36) der Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) das Mitnahmeelement
(91) führt, das schwenkbar am Kolbenstangenkopfteil (72) gelagert ist. Der Hub (36)
der Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) beträgt beispielsweise 110 Millimeter.
[0041] Der Trag- und Führungsrahmen (112) umfasst ein oberes (113) und ein unteres Rahmenteil
(114). Beide Teile (113, 114) sind weitgehend spiegelsymmetrisch zueinander aufgebaut
und mittels zweier Zapfenverbindungen gegeneinander positioniert und beispielsweise
verklebt. Die Länge des Trag- und Führungsrahmens (112) beträgt im Ausführungsbeispiel
209 Millimeter, seine Höhe 16 Millimeter und seine Tiefe 23 Millimeter. Auf der der
Zylinder-Kolben-Einheit (42) zugewandten Seite hat es einen Adapteranschluss (116)
mit Rastnasen (117), die in Rastdurchbrüche (83) des Adapterteils (81) eingreifen.
In diesem Abschnitt umschließt der Trag- und Führungsrahmen (112) eine Durchgangsbohrung
(118) für die Kolbenstange (67) und die Feder (32). Der Trag- und Führungsrahmen (112)
hat einen durchgehenden Längsschlitz (119). Dieser ist im Ausführungsbeispiel 178
Millimeter lang und 8 Millimeter breit. An seiner Außenseite (121) hat der Trag- und
Führungsrahmen (112) Ausnehmungen (122). Außerdem hat er Durchgangsbohrungen (123),
um die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) z.B. auf einer Auflagefläche
direkt oder unter Unterlage von Ausgleichsscheiben zu befestigen.
[0042] In der Figur 9 ist die Innenseite beispielsweise des oberen Rahmenteils (113) in
einer dimetrischen Ansicht dargestellt. Dieser Teil (113) umfasst z.B. die Zapfenaufnahmen
(115) der Zapfenverbindung. Im Bereich des Längsschlitzes (119) hat das Rahmenteil
(113) auf seiner Innenseite (124) eine Führungsnut (125) mit einer Breite von 4,2
Millimetern und einer Tiefe von 2,7 Millimetern. Diese Führungsnut (125) besteht aus
einem geraden Abschnitt (126) von beispielsweise 120 Millimetern Länge und einem in
Richtung des Adapteranschlusses (116) tangential anschließenden gebogenen Abschnitt
(127). Die Mittellinien der geraden Abschnitte (126) der einander gegenüberliegenden
Führungsnuten (125) beider Rahmenteile (113, 114) liegen in diesem Ausführungsbeispiel
mit der Mittellinie der Durchgangsbohrung (118) in einer gemeinsamen Ebene und sind
parallel zueinander.
[0043] Der gebogene Abschnitt (127) der Führungsnut (125) hat beispielsweise einen Innenradius
von 4 Millimetern und beschreibt einen Bogen entlang eines Segmentes von 80 Winkelgraden.
Am Ende dieses Bogens geht er tangential in ein gerades Endstück (128) über. Dieses
gerade Endstück (128) ist beispielsweise 4 Millimeter lang. Das Endstück (128) schließt
somit mit dem geraden Abschnitt (126) der Führungsnut (125) den Komplementärwinkel
des Segmentwinkels zu 180 Grad ein.
[0044] Bei der Montage der Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) wird beispielsweise
zunächst der Kolben (51) mit den Dichtelementen (61, 64) und der Kolbenstange (67)
in den Zylinder (43) eingesetzt. Anschließend wird der Zylinder (43) mittels des Adapterteils
(81) mit den Kolbenstangendichtungen (84) verschlossen. Auf die Kolbenstange (67)
wird hiernach die Druckfeder (32) bis zur Anlage an das Adapterbauteil (81) aufgeschoben
und mittels des Kolbenstangenkopfteils (72) gesichert. Danach wird auf das Kolbenstangenkopfteil
(72) das Mitnehmerteil (91) aufgesetzt. Hierzu werden die Aufnahmeschrägen (98) an
die Schwenkbolzen (74) angesetzt. Die Schwenkbolzen (74) drücken die Auskragungen
(93) auseinander und verrasten in den Langlöchern (94). Auf die Führungsbolzen (96,
97) des Mitnahmeteils (91) werden dann die beiden Hälften (113, 114) des Trag- und
Führungsrahmens (112) so aufgesetzt, dass die Führungsbolzen (96, 97) in den Führungsnuten
(125) sitzen. Die Endstücke (128) der Führungsnuten (125) zeigen hierbei weg von den
Mitnahmeflächen (99, 101) des Mitnehmerteils (91). Nachdem der Trag- und Führungsrahmen
(112) zusammengesetzt und gegebenenfalls gesichert ist, wird dieser in das Adapterstück
(81) eingesetzt und mit diesem verrastet. Das Mitnahmeelement (91) wird beispielsweise
von Hand in Richtung der Zylinder-Kolben-Einheit (42) verschoben, bis die hinteren
Führungsbolzen (97) z.B. im Endstück (128) liegen. Das Mitnahmeelement (91) ist dann
beispielsweise um 22 Grad geschwenkt. Die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung
(30) steht nun in ihrer Parkposition (35), vgl. Figur 6. Diese Parkposition (35) ist
auch die Ausgangsposition der Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) z.B.
nach der Montage in einer Schiebetüranordnung.
[0045] In der Figur 10 ist stark vereinfacht die Lage einer Führungsnut (125) und des Mitnahmeelements
(91) in der Parkposition (35) dargestellt. Der vordere Führungsbolzen (96) sitzt in
dem geraden Abschnitt (126) der Führungsnut (125), der hintere Führungsbolzen (97)
sitzt im Endstück (128). Die Druckfeder (32) wirkt auf das Mitnahmeelement (91). Die
Richtung (34) der Federkraft zeigt auf die vorderen Führungsbolzen (96). Die Reibungs-
und Normalkräfte der hinteren Führungsbolzen (97) im Endstück (128) verhindern eine
Bewegung des Mitnehmerelements (91). Die Parkposition (35) der Beschleunigungs- und
Verzögerungsvorrichtung (30) ist somit kraftschlüssig gesichert.
[0046] Beispielsweise beim Schließen der Schiebetür (2) kontaktiert das Betätigungselement
(25) das Mitnahmeelement (91), vgl. Figur 10. Das Betätigungselement (25) legt sich
hierbei an die vordere Mitnahmefläche (99) an. Hierbei wirkt auf das Mitnahmeelement
(91) sowohl eine Vorschubskraft in Richtung der Führungsnut (125) als auch ein Moment
um den vorderen Führungsbolzen (96). Das Mitnahmeelement (91) wird aus der Parkposition
(35) herausgezogen und dabei geschwenkt. Hierbei wandern die hinteren Führungsbolzen
(97) entlang der Führungsnut (125) in den geraden Abschnitt (126). Das Betätigungselement
(25) verrastet mit dem Mitnahmeelement (91), vgl. Figur 11.
[0047] Die Führungsnuten (125) können versetzt zur Wirkungslinie der Druckfeder (32) angeordnet
sein. Ist der gerade Abschnitt (126) der Führungsnut (125) beispielsweise in der Darstellung
der Figur 9 in Richtung der nächsten Körperkante versetzt, kann die Parkposition (35)
auch bei einer höheren Druckkraft der Feder (32) gesichert werden. Um ein Verkanten
des Mitnahmeelements (91) in den Führungsnuten (125) zu vermeiden, kann z.B. der Abstand
der Führungsbolzen (96, 97) erhöht werden.
[0048] Es ist auch denkbar, den hinteren Führungsbolzen (97) mit einer Planfläche auszuführen.
Diese Planfläche ist dann beispielsweise in der Parkposition, (35) parallel zu den
Führungsflächen des Endstücks (128). Die Reibkraft, die das Lösen aus der Parkposition
(35) verhindert, wird damit erhöht.
[0049] Anstatt des gebogenen Abschnitts (127) können die Führungsnuten (125) an ihren der
Zylinder-Kolben-Einheit (42) zugewandten Enden je eine versetzt angeordnete Tasche
aufweisen. Diese nehmen dann in der Parkposition (35) die hinteren Führungsbolzen
(97) formschlüssig auf. Bei einer Belastung durch die Druckfeder (32) verhindern die
Taschen ein Bewegen des Mitnahmeelements (91). Bei einem Kontakt des Betätigungselements
(25) mit dem Mitnahmeelement (91) hingegen wird das Mitnahmeelement (91) um die vorderen
Führungsbolzen (96) geschwenkt. Bei dieser Schwenkbewegung werden die hinteren Führungsbolzen
(97) aus den Taschen herausgehoben und in die geraden Abschnitte (126) der Führungsnuten
(125) eingeführt. Auch andere Ausführungsformen kraft- und/oder formschlüssiger Sicherungen
der Parkposition sind denkbar.
[0050] Beim Schwenken des Mitnahmeteils (91) wandern die Langlöcher (94) entlang der Schwenkbolzen
(74) in der Darstellung der Figuren 5 und 6 nach oben.
[0051] In der Zylinder-Kolben-Einheit (42) ist in der Parkposition (35) die Kolbenstange
(67) eingefahren. Das Dichtelement (64) ist z.B. unverformt und liegt nicht an der
Zylinderinnenwandung (49) an. Außerhalb des Einspannbereiches (65) hat es radiales
Spiel zum Kolben (51). Der Dichtring (61) liegt beispielsweise axial beweglich zwischen
der Anlagefläche (53) und dem Dichtelement (64) bereichsweise an der Zylinderinnenwandung
(49) an.
[0052] Sobald die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) die Parkposition (35)
verlassen hat, wird die Kolbenstange (67) mittels des Mitnahmeelements (91) herausgezogen.
Das Kolbendichtelement (61) legt sich an die Zylinderinnenwandung (49) und an das
Dichtelement (64) an. Die Luft im Verdrängungsraum (78) wird komprimiert und drückt
nach dem Prinzip der Selbsthilfe das Kolbendichtelement (61) und das Dichtelement
(64) radial nach außen. Diese pressen sich an die Zylinderinnenwandung (49) an und
verzögern durch ihre Reibung an der Zylinderinnenwandung (49) zusätzlich die Hubbewegung
der Kolbenstange (67).
[0053] Mit zunehmendem Hub der Kolbenstange (67) und dem sich z.B. stetig vergrößernden
Zylinderquerschnitt verringert sich die Anlagefläche des Dichtelementes (64) an der
Zylinderinnenwandung (49). Die durch den Luftdruck verursachte Normalkraft auf die
Zylinderinnenwandung (49) nimmt ab und damit die durch die Reibung bedingte Verzögerung
der Hubbewegung. Sobald sich die Dichtelemente (61, 64) vollständig von der Innenwandung
(49) gelöst haben, strömt zusätzlich Luft aus dem Verdrängungsraum (78) in den Ausgleichsraum
(79). Der Druck im Verdrängungsraum (78) fällt z.B. schlagartig ab. Das Kolbendichtelement
(61) und das Dichtelement (64) nehmen wieder ihre Ausgangslage vor dem Beginn der
Hubbewegung an. Die Schiebetür (2) hat jetzt eine geringe Restgeschwindigkeit.
[0054] Während der Hubbewegung der Kolbenstange (67) entspannt sich die Druckfeder (32).
Beim Beginn der Hubbewegung, also beim Verlassen der Parkposition (35), ist der Betrag
der in die Hubrichtung gerichteten, durch die Feder verursachten Beschleunigungskraft
geringer als der Betrag der der Hubbewegung entgegengesetzten Verzögerungskraft der
Verzögerungsvorrichtung (41). Die Beschleunigungskraft der Druckfeder (32) nimmt z.B.
linear entlang des Hubes ab. Beispielsweise beträgt die Federkraft der in der Parkposition
(35) auf eine Länge von 41 Millimetern komprimierten Druckfeder (32) 18 Newton, vgl.
Figur 5, die Federkraft der z.B. auf 151 Millimeter expandierten Druckfeder (32) beträgt
in diesem Ausführungsbeispiel 7 Newton, vgl. Figur 6.
[0055] Die Schiebetür (2) fährt nun langsam und mit nur noch geringer Geschwindigkeit und
geringer Verzögerung in ihre Endlage. Dort bleibt sie ohne Rückprall stehen. Aufgrund
der niedrigen Kraft der Beschleunigungsvorrichtung (31) ist beim Schließen der Tür
auch ein sicherer Einklemmschutz gegeben.
[0056] Wird die Schiebetür (2) wieder geöffnet, legt sich das Betätigungselement (25) an
die hintere Mitnahmefläche (101) des Mitnahmeelements (91) an. Das Mitnahmeelement
(91) wird in Richtung der Zylinder-Kolben-Einheit (42) gezogen. Die Druckfeder (32)
wird komprimiert. In der Zylinder-Kolben-Einheit (42) strömt Luft aus dem Ausgleichsraum
(79) über die Dichtelemente (61, 64) in den Verdrängungsraum (78). Das Dichtelement
(64) bleibt unverformt und hat keinen Kontakt mit der Zylinderinnenwandung (49). Das
Kolbendichtelement (61) legt sich bei der Einfahrbewegung an den Anlageflansch (53)
an. Während der Einfahrbewegung strömt nun die Luft ungehindert aus dem Ausgleichsraum
(79) in den Verdrängungsraum (78). Die Einfahrbewegung verläuft zumindest annähernd
widerstandsfrei
[0057] Sobald das Mitnahmeelement (91) den gebogenen Abschnitt (127) der Führungsnut (125)
erreicht, gleitet die hintere Mitnahmefläche (101) vom Betätigungselement (25) ab.
Die Verrastung des Betätigungselements (25) wird gelöst. Das Betätigungselement (25)
kommt außer Eingriff. Gleichzeitig wird das Mitnahmeelement (91) in die Parkposition
(35) geschoben. Die Schiebetür (2) kann nun weiter geöffnet werden. Die Beschleunigungs-
und Verzögerungsvorrichtung (30) verbleibt in der Parkposition (35).
[0058] Der Zylinder (43) der Verzögerungseinrichtung (41) kann statt eines konischen Raumes
in Quer- und Längsrichtung auch andere, zumindest bereichsweise stetige Formen aufweisen.
So kann z.B. ein konischer Raum mit großer Kegelsteigung in einen Raum mit kleiner
Kegelsteigung übergehen. Auch kann sich an den konischen Raum ein polygonförmiger
Raum anschließen. So können verschiedene Funktionen der Verzögerung über den Hub des
Kolbens (51) erzeugt werden.
[0059] In den Figuren 12 und 13 ist eine Schiebetüranordnung dargestellt, bei der die Beschleunigungs-
und Verzögerungsvorrichtung (30) auf der Oberseite (5) der Schiebetür (2) angeordnet
ist. Das Betätigungselement (25) ist dann beispielsweise im oberen Teil (11) der Türumrahmung
(10) befestigt. Auch eine seitliche Anordnung des Führungssystems (20) ist denkbar.
[0060] Das hier beschriebene Führungssystem kann auch beim Öffnen der Schiebetür eingesetzt
werden.
[0061] Die Beschleunigungsvorrichtung (31) kann auch in der Zylinder-Kolben-Einheit (42)
angeordnet sein. So kann beispielsweise eine Druckfeder (32) zwischen dem Kolben (51)
und dem Zylinderboden (45) oder eine Zugfeder zwischen dem Kolben (51) und dem Zylinderkopf
(71) angeordnet sein. Dies erfordert aber eine größere Baulänge des Zylinders (43).
[0062] Die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) kann auch so aufgebaut sein,
dass die Beschleunigung und die Verzögerung beim Einfahren der Kolbenstange (67) wirken.
Bezugszeichenliste:
[0063]
- 1
- Umgebung
- 2
- Schiebetürblatt
- 3
- Führungsrollen
- 4
- Unterseite von (2)
- 5
- Oberseite von (2)
- 6
- Türöffnung
- 10
- Türumrahmung
- 11
- oberer Teil von (10)
- 13
- wandseitige Türblattaufnahme
- 14
- vertikales Rahmenteil
- 15
- Bodenschiene
- 16
- Graben
- 17
- Bodenfläche von (16); Grabenboden
- 18
- Anschlag
- 20
- Führungssystem
- 21
- Führungsteil, feststehend
- 22
- Führungsteil, bewegt
- 25
- Betätigungselement, Betätigungsbolzen
- 26
- Befestigungselemente
- 30
- Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung
- 31
- Beschleunigungsvorrichtung
- 32
- Energiespeicher, Druckfeder
- 33
- Verjüngung von (32)
- 34
- Richtung der Federkraft
- 35
- Parkposition
- 36
- Teilhub
- 41
- Verzögerungsvorrichtung
- 42
- Zylinder-Kolben-Einheit
- 43
- Zylinder
- 44
- Zylinderinnenraum
- 45
- Bodenteil, Zylinderboden
- 46
- Durchgangsbohrung in (45)
- 47
- Verschlussstopfen
- 48
- Zylindermantel
- 49
- Zylinderinnenwandung
- 51
- Kolben
- 52
- Kolbenbodenteil
- 53
- Anlageflansch
- 54
- Aufnahmebereich von (52)
- 55
- Gewindebohrung in (52)
- 56
- Einsenkung
- 57
- Kolbenkopfteil
- 58
- Aufnahmebereich von (58)
- 59
- Flansch
- 61
- Dichtelement, Dichtring, Kolbendichtelement
- 62
- Ringnut von (61)
- 64
- Dichtelement
- 65
- Einspannbereich
- 66
- Innenbund
- 67
- Kolbenstange
- 68
- Gewinde
- 69
- Gewinde
- 71
- Zylinderkopf
- 72
- Kolbenstangenkopfteil
- 73
- Federanlagefläche
- 74
- Schwenkbolzen
- 78
- Verdrängungsraum
- 79
- Ausgleichsraum
- 81
- Adapterbauteil
- 82
- Durchgangsbohrung in (81)
- 83
- Rastdurchbrüche
- 84
- Kolbenstangendichtungen
- 91
- Mitnahmeelement
- 92
- Körper von (91)
- 93
- Auskragungen
- 94
- Langlöcher
- 95
- Aufnahmeeinsenkung
- 96
- vordere Führungsbolzen
- 97
- hintere Führungsbolzen
- 98
- Aufnahmeschrägen
- 99
- vordere Mitnahmefläche
- 101
- hintere Mitnahmefläche
- 102
- Freifläche
- 103
- äußere Kante von (99)
- 104
- äußere Kante von (101)
- 105
- Flanken von (92)
- 106
- Ausnehmungen
- 111
- Führungsvorrichtung
- 112
- Trag- und Führungsrahmen
- 113
- oberes Rahmenteil
- 114
- unteres Rahmenteil
- 115
- Zapfenaufnahmen
- 116
- Adapteranschluss
- 117
- Rastnasen
- 118
- Durchgangsbohrung
- 119
- Längsschlitz
- 121
- Außenseite
- 122
- Ausnehmungen
- 123
- Durchgangsbohrungen
- 124
- Innenseite
- 125
- Führungsnuten
- 126
- gerader Abschnitt von (125)
- 127
- gebogener Abschnitt
- 128
- Endstück
1. Führungssystem (20) mit zwei relativ zueinander linear bewegten Führungsteilen (21,
22), mit einer Beschleunigungsvorrichtung (31) und mit einer Verzögerungsvorrichtung
(41), wobei die Beschleunigungs- (31) und die Verzögerungsvorrichtung (41) hubrichtungsabhängig
sind in einem an eine Endlage angrenzenden Teilhub des Führungssystems (20) in Richtung
dieser Endlage,
- wobei eines der Führungsteile (21; 22) die Beschleunigungs- (31) und die Verzögerungsvorrichtung
(41) als gemeinsame Baugruppe (30) umfasst,
- wobei das andere Führungsteil (22; 21) ein Betätigungselement (25) umfasst, das
beim Beginn des Teilhubes mit einem Mitnahmeelement (91) der Beschleunigungs- und
Verzögerungsvorrichtung (30) verrastet,
- wobei das Betätigungselement (25) die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung
(30) aus einer kraft- und/oder formschlüssig gesicherten Parkposition (35) auslöst
und in die Endlage führt,
- wobei die Verzögerungsvorrichtung (41) eine pneumatische Verzögerungsvorrichtung
(41) mit einer Zylinder-Kolben-Einheit (42) ist,
- wobei die Beschleunigungsvorrichtung (31) eine auf einer Kolbenstange (67) der Zylinder-Kolben-Einheit
(42) angeordnete und zu Beginn des Teilhubes geladene Druckfeder (32) als Energiespeicher
(32) umfasst und
- wobei der Kolben (51) der Zylinder-Kolben-Einheit (42) mindestens ein Kolbendichtelement
(61) umfasst, das einen Verdrängungsraum (78) gegen einen Ausgleichsraum (79) abgrenzt
und wobei das Mitnahmeelement (91) an einem Kolbenstangenkopfteil (72) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet,
- dass der Verdrängungsraum (78) zwischen dem Kolben (51) und einem dem Kolbenstangenkopfteil
(72) zugewandten Zylinderkopf (71) angeordnet ist und
- dass die Druckfeder (32) zwischen dem Zylinderkopf (71) und einem Kolbenstangenkopfteil
(72) auf der Kolbenstange (67) angeordnet ist.
2. Führungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum (44) des Zylinders (43) der Zylinder-Kolben-Einheit (42) gegenüber
der Umgebung (1) isoliert ist.
3. Führungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kolbendichtelement (61) die Zylinderinnenwandung (49) zumindest bei Lage des
Kolbens (51) in der dem Verdrängungsraum (78) abgewandten Endlage im drucklosen Zustand
kontaktiert, wobei sich der Querschnitt des Zylinderinnenraumes (44) entlang des Kolbenhubes
zumindest bereichsweise stetig aufweitet, wobei der größte Querschnitt am Ende des
Verdrängungsraumes (78) liegt, wobei das Kolbendichtelement (61) zumindest in der
verdrängungsraumseitigen Endlage des Kolbens (51) nicht an der Zylinderinnenwandung
(49) abdichtend anliegt, wobei der momentane Gasstrom zwischen dem Verdrängungsraum
(78) und dem Ausgleichsraum (79) zumindest hubrichtungsabhängig ist und wobei die
pneumatische Verzögerungsvorrichtung (41) eine der in Richtung des Verdrängungsraums
(78) gerichteten Hubbewegung entgegengesetzte Kraft aufbaut.
4. Führungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfeder (32) eine Querschnittsverjüngung (33) aufweist, wobei der Innendurchmesser
der Druckfeder (32) im Bereich der Querschnittsverjüngung (33) maximal ein Millimeter
größer ist als der Durchmesser der Kolbenstange (67).
5. Führungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (25) in das schwenkbar am Kolbenstangenkopfteil (72) angeordnete
Mitnahmeelement (91) eingreift, wobei das Mitnahmeelement (91) mittels des Betätigungselements
(25) aus der Parkposition (35) in eine Verfahrposition gezogen und geschwenkt wird.
6. Führungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnahmeelement (91) entlang des Teilhubs in einer Führungsvorrichtung (111)
der Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) geführt ist.
7. Schiebetüranordnung mit einem in einer Türumrahmung (10) geführten Schiebetürblatt
(2), dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebetürblatt (2) und die Türumrahmung (10) mittels eines Führungssystems (20)
nach Anspruch 1 gekoppelt ist.
8. Schiebetüranordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschleunigungs- und Verzögerungsvorrichtung (30) auf der Oberseite (5) des Schiebetürblattes
(2) und das Betätigungselement (25) an der zum Schiebetürblatt (2) orientierten Seite
des oberen Rahmenteils (11) angeordnet ist.
1. A guide system (20) comprising two guiding members (21, 22) adapted to move linearly
relative to each other, as well as accelerating means (31) and decelerating means
(41), said accelerating and decelerating means (31, 41) acting in dependence on stroke
direction in a portion adjacent an end position of the stroke of guide system (20)
in a direction towards said end position,
- one of guiding members (21; 22) comprising said accelerating means (31) and decelerating
means (41) joined to form a combined unit (30),
- the other one of guiding members (22; 21) comprising an actuating element (25) adapted
to move into engagement with an entrainment element (91) associated with accelerating
and decelerating unit (30),
- said actuating element (25) releasing said accelerating and decelerating unit (30)
from a parking position (35), where it is secured by a friction- and/or shape-lock,
and moving it to the end position,
- said decelerating means (41) being a pneumatic decelerating means (41) comprising
a cylinder-piston unit (42),
- said accelerating means (31) comprising a compression spring (32) adapted to act
as an energy storage member (32), said spring mounted on a piston rod (67) of cylinder-piston
unit (42) and adapted to be loaded at the beginning of said stroke portion, and
- with piston (51) of cylinder-piston unit (42) comprising at least one piston sealing
element (61) delimiting a displacement space (78) from a compensation space (79),
with entrainment element (91) being mounted on a piston rod head portion (72), characterized in that
- said displacement space (78) is located between piston (51) and a cylinder head
(71) facing piston rod head portion (72), and
- compression spring (32) is mounted on piston rod (67) between cylinder head (71)
and piston rod head portion (72).
2. Guide system as in claim 1, characterized in that the interior (44) of cylinder (43) of cylinder-piston unit (42) is insulated from
the environment (1).
3. Guide system as in claim 1, characterized in that piston sealing element (61) contacts the inner wall (49) of said cylinder at least
when piston (51) assumes its end position facing displacement space (78) in the non-pressurized
condition, in that the cross section of the interior (44) of said cylinder expands steadily at least
in portions thereof along the piston stroke, in that the maximum cross sectional area is located at the end of displacement space (78),
in that piston seal (61) does not engage the inner wall (49) of said cylinder in a sealing
relationship at least in the end position of piston (51) adjacent said displacement
space, in that the instantaneous gas flowing stream between displacement space (78) and compensation
space (79) is at least dependent on stroke direction, and in that pneumatic decelerating means (41) builds up a force acting in a direction opposite
to the stroke motion towards displacement space (78).
4. Guide system as in claim 1, characterized in that compression spring (32) comprises a portion (33) of reduced cross-section, with the
inner diameter of compression spring (32) being at most one millimeter larger in the
area of reduced cross section (33) than the diameter of piston rod (67).
5. Guide system as in claim 1, characterized in that actuating element (25) is adapted to engage entrainment element (91), which itself
is pivotally mounted on piston rod head portion (72), with actuating element (25)
acting to withdraw and pivot entrainment element (91) from parking position (35) into
a displaced position.
6. Guide system as in claim 5, characterized by entrainment element (91) being guided along said partial stroke in guide means (111)
associated with accelerating and decelerating unit (30).
7. A sliding door assembly comprising a sliding door leaf (2) guided for movement inside
a door frame (10), characterized by sliding door leaf (2) being coupled to door frame (10) by means of a guide system
(20) in accordance with claim 1.
8. Sliding door assembly as in claim 7, characterized in that accelerating and decelerating unit (30) is located at the top (5) of sliding door
leaf (2) and in that actuating element (25) is located on the side oriented towards sliding door leaf
(2) of top frame member (11).
1. Système de guidage (20) composé de deux éléments de guidage (21, 22) se déplaçant
de manière relativement linéaire, l'un par rapport à l'autre, ainsi que d'un dispositif
accélérateur (31) et d'un dispositif décélérateur (41), le dispositif accélérateur
(31) et le dispositif décélérateur (41) agissant en fonction de la direction de la
course, dans une course partielle adjacente à une position finale du système de guidage
(20), dans la direction de cette position finale,
- avec un des éléments de guidage (21; 22) comprenant le dispositif accélérateur (31)
et le dispositif décélérateur (41) intégrés dans un module commun (30),
- l'autre élément de guidage (22; 21) comprenant un élément actionneur (25) qui s'enclenche,
au début de la course partielle, dans un élément d'entraînement (91) du dispositif
accélérateur-décélérateur (30),
- l'élément actionneur (25) déclenchant le dispositif accélérateur-décélérateur (30),
immobilisé par friction et/ou mécaniquement dans une position de stationnement (35),
et le menant dans la position finale,
- le dispositif décélérateur (41) étant un dispositif décélérateur (41) pneumatique
avec une unité cylindre-piston (42),
- le dispositif accélérateur (31) comprenant un ressort de pression (32), monté sur
une tige de piston (67) de l'unité cylindre- piston (42) et chargé comme réservoir
d'énergie (32) au début de la course partielle et
- le piston (51) de l'unité cylindre-piston (42) comprenant au moins un élément d'étanchéité
(61) qui sépare une chambre de refoulement (78) d'une chambre de compensation (79)
et l'élément d'entraînement (91) étant placé sur la tête d'une tige de piston (72),
caractérisé en ce
- que la chambre de refoulement (78) se trouve entre le piston (51) et une tête de cylindre
(71) orientée vers la tête de la tige de piston (72) et
- que le ressort de pression (32) est monté sur la tige de piston (67), entre la tête de
cylindre (71) et une tête de la tige de piston (72).
2. Système de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'intérieur (44) du cylindre (43) de l'unité cylindre-piston (42) est isolé de son
entourage (1).
3. Système de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'étanchéité du piston (61) entre en contact avec la paroi intérieure du
cylindre (49), tout au moins lorsque le piston (51), sans pression, se trouve en position
de fin de course opposé à la chambre de refoulement (78), la section de l'intérieur
du cylindre (44) s'élargissant continuellement, tout au moins par endroits, le long
de la course de piston, la plus grande section se trouvant au bout de la chambre de
refoulement (78), l'élément d'étanchéité du piston (61) ne collant pas à la paroi
intérieure du cylindre (49) en assurant l'étanchéité, tout au moins lorsque le piston
(51) se trouve en position de fin de course dans la chambre de refoulement, le flux
de gaz momentané entre la chambre de refoulement (78) et la chambre de compensation
(79) étant au moins dépendant de la direction de la course et le dispositif décélérateur
pneumatique (41) créant une force opposée au mouvement de la course dirigée dans la
direction de la chambre de refoulement (78).
4. Système de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ressort de pression (32) présente une réduction de la section (33), le diamètre
intérieur du ressort de pression (32) dans la zone de la réduction de la section (33)
étant plus grand au maximum d'un millimètre que la section de la tige de piston (67).
5. Système de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément actionneur (25) s'enclenche dans l'élément d'entraînement (91) qui est
placé de manière pivotante sur la tête de la tige de piston (72), l'élément d'entraînement
(91) étant tiré et tourné, au moyen de l'élément actionneur (25), de la position de
stationnement (35) dans une position de déplacement.
6. Système de guidage selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement (91) est guidé le long de la course partielle dans un dispositif
de guidage (111) du dispositif accélérateur-décélérateur (30).
7. Agencement d'une porte coulissante avec un vantail de porte (2) guidé dans un cadre
de porte (10), caractérisé en ce que le vantail de porte (2) et le cadre de porte (10) sont accouplés au moyen d'un système
de guidage (20) selon la revendication 1.
8. Agencement d'une porte coulissante selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif accélérateur-décélérateur (30) est placé sur la partie supérieure (5)
du vantail de porte (2) et que l'élément actionneur (25) est placé sur le côté orienté
vers le vantail de porte (2) de la partie supérieure du cadre (11).