[0001] Die Erfindung betrifft eine hydraulische Steueranordnung, die insbesondere zur Steuerung
von hydraulischen Verbrauchern an mobilen Arbeitsmaschinen verwendet wird und die
die Merkmale aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 aufweist.
[0002] Eine solche hydraulische Steueranordnung ist z.B. aus der
EP 0 566 449 A1 bekannt. Es handelt sich dabei um eine hydraulische Steueranordnung nach dem lastfühlenden
(load-sensing) Prinzip, bei dem eine Verstellpumpe in Abhängigkeit vom höchsten Lastdruck
der betätigten hydraulischen Verbraucher jeweils so eingestellt wird, dass der Pumpendruck
um eine bestimmte Druckdifferenz über dem höchsten Lastdruck liegt. Den hydraulischen
Verbrauchern fließt das Druckmittel über verstellbare Zumessblenden zu, die zwischen
einer von der Verstellpumpe abgehenden Zulaufleitung und den hydraulischen Verbrauchern
angeordnet und üblicherweise in ein auch der Richtungssteuerung eines hydraulischen
Verbrauchers dienendes Hauptsteuerventil integriert sind. Durch den Zumessblenden
nachgeschaltete Druckwaagen wird erreicht, dass bei von der Verstellpumpe ausreichend
gelieferter Druckmittelmenge unabhängig von den Lastdrücken der hydraulischen Verbraucher
eine bestimmte Druckdifferenz über die Zumessblenden besteht, so dass die einem hydraulischen
Verbraucher zufließende Druckmittelmenge nur noch vom Öffnungsquerschnitt der jeweiligen
Zumessblende abhängt. Wird eine Zumessblende weiter geöffnet, so muss mehr Druckmittelmenge
über sie fließen, um die bestimmte Druckdifferenz zu erzeugen. Die Verstellpumpe wird
jeweils so verstellt, dass sie die benötigte Druckmittelmenge liefert. Man spricht
deshalb auch von einer Bedarfsstromregelung. Die Verstellpumpe weist dazu einen Pumpenregler
auf, der über eine Lastmeldeleitung mit dem höchsten Lastdruck der gleichzeitig angesteuerten
hydraulischen Verbraucher beaufschlagbar ist. Zur Begrenzung des Pumpendruckes ist
an den an den Pumpenregler angeschlossenen Endabschnitt der Lastmeldeleitung ein fest
eingestelltes Druckbegrenzungsventil angeschlossen, das im Zusammenwirken mit einer
den Endabschnitt von der übrigen Lastmeldeleitung entkoppelnden Drossel den an den
Pumpenregler gemeldeten Druck und damit auch den Pumpendruck begrenzt.
[0003] Die den Zumessblenden nachgeschalteten Druckwaagen werden in Öffnungsrichtung von
dem Druck nach der jeweiligen Zumessblende und in Schließrichtung von einem in einem
rückwärtigen Steuerraum anstehenden Steuerdruck beaufschlagt, der üblicherweise dem
höchsten Lastdruck aller von derselben Hydropumpe versorgten hydraulischen Verbraucher
entspricht. Wenn bei einer gleichzeitigen Betätigung mehrerer hydraulischer Verbraucher
die Zumessblenden so weit aufgemacht werden, dass die von der bis zum Anschlag verstellten
Hydropumpe gelieferte Druckmittelmenge kleiner ist als die insgesamt geforderte Druckmittelmenge,
werden die den einzelnen hydraulischen Verbrauchern zufließenden Druckmittelmengen
unabhängig vom jeweiligen Lastdruck der hydraulischen Verbraucher verhältnisgleich
reduziert. Man spricht deshalb von einer Steuerung mit lastunabhängiger Durchflussverteilung
(LUDV-Steuerung). Weil bei einer LUDV-Steuerung auch der höchste Lastdruck abgefühlt
und von der Hydropumpe durch die Variation der geförderten Druckmittelmenge ein um
eine bestimmte Druckdifferenz über dem höchsten Lastdruck liegender Zulaufdruck erzeugt
wird, ist eine LUDV-Steuerung ein Sonderfall einer lastfühlenden oder load-sensing
Steuerung (LS-Steuerung).
[0004] Für mehrere hydraulische Verbraucher, denen Druckmittel jeweils über eine Zumessblende
mit vorgeschalteter Druckwaage zufließt, die in Schließrichtung nur vom Druck vor
der Zumessblende und in Öffnungsrichtung über eine individuelle Lastmeldeleitung nur
vom Lastdruck des jeweiligen hydraulischen Verbrauchers und von einer Druckfeder beaufschlagt
ist, erhält man keine lastunabhängige Durchflussverteilung. Man hat eine bloße LS-Steuerung
und LS-Verbraucher. Eine solche Steuerung ist z.B. durch die
DE 37 09 504 C2 bekannt. Bei einer gleichzeitigen Betätigung mehrerer hydraulischer Verbraucher und
nicht ausreichend von der Verstellpumpe gelieferter Druckmittelmenge wird hier zunächst
nur die dem lastdruckhöchsten hydraulischen Verbraucher zufließende Druckmittelmenge
reduziert. Bei dessen Stillstand reduziert sich dann die dem Verbraucher mit dem zweithöchsten
Lastdruck zufließende Druckmittelmenge, usw.
[0005] Bei der hydraulischen Steueranordnung nach der
DE 37 09 504 C2 ist ein an die Druckwaage führenden Endabschnitt über eine Drossel mit der übrigen
individuellen Lastmeldeleitung eines hydraulischen Verbrauchers verbunden und an ein
Druckbegrenzungsventil angeschlossen. Dieses ist in Abhängigkeit von der Höhe eines
der Ansteuerung des dem hydraulischen Verbraucher zugeordneten Hauptsteuerventils
dienenden Vorsteuersignals verstellbar. Die Druckwaage wirkt nun wie ein vorgesteuertes
Druckreduzierventil, dessen Einstellung durch das Vorsteuersignal veränderbar ist
und das schließt, wenn an seinem Ausgang ein bestimmter Druck erreicht wird. Der Druck,
bei dem die Druckwaage schließt und der an einem hydraulischen Verbraucher ansteht,
dessen Druckwaage auf der Schließseite entsprechend angesteuert wird, lässt sich somit
individuell für den Verbraucher begrenzen und über das Vorsteuersignal verändern.
[0006] In der
DE 198 31 595 A1 ist eine LUDV-Steuerung gezeigt, bei der ebenfalls individuell für einen hydraulischen
Verbraucher der Druck begrenzt ist. Es ist dazu notwendig, dass der rückwärtige Steuerraum
einer LUDV-Druckwaage konstruktiv von der Lastmeldeleitung getrennt ist. Und es ist
ein Wegeventil notwendig, in Abhängigkeit von dessen Schaltstellung der rückwärtige
Steuerraum mit der Lastmeldeleitung verbunden ist oder mit Pumpendruck beaufschlagt
wird. Das Wegeventil wird in Abhängigkeit vom Lastdruck geschaltet. Eine Veränderung
des schaltenden Druckes während des Betriebs ist nicht vorgesehen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydraulische Steueranordnung mit den
Merkmalen aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 so weiter zu entwickeln, dass
mit Vorsteuersignalen für die Hauptsteuerventile auf einfache und kostengünstige Weise
eine Drucksteuerung auch für mehrere hydraulische Verbraucher möglich ist.
[0008] Das angestrebte Ziel wird bei einer hydraulischen Steueranordnung mit den Merkmalen
aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass gemäß
dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 das Druckbegrenzungsventil in Abhängigkeit
von der Höhe eines der Ansteuerung eines Hauptsteuerventils dienenden Vorsteuersignals
verstellbar ist. Gemäß der Erfindung ist also das Druckbegrenzungsventil verstellbar,
mit dem der an den Pumpenregler gemeldete Druck begrenzbar ist. Der Erfindung liegt
dabei der Gedanke zugrunde, dass es mobile Arbeitsmaschinen gibt, an denen bei einer
Drucksteuerung eines hydraulischen Verbrauchers nur selten noch ein weiterer hydraulischer
Verbraucher zu betätigen ist. Insbesondere ist gemäß der Erfindung auch bei einer
LUDV-Steueranordnung mit sehr einfachen Mitteln und ohne Veränderungen an den den
Zumessblenden zugeordneten Individualdruckwaagen eine Drucksteuerung eines hydraulischen
Verbrauchers möglich.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen einer erfindungsgemäßen hydraulischen Steueranordnung
kann man den Unteransprüchen entnehmen.
[0010] Wenn das Druckbegrenzungsventil in Abhängigkeit von der Höhe mehrerer Vorsteuersignale
verstellbar ist, so wird es beim Anstehen mehrerer Vorsteuersignale vorteilhafterweise
in Abhängigkeit vom größten Vorsteuersignal verstellt. Dabei wird davon ausgegangen,
dass der am Druckbegrenzungsventil eingestellte Druck umso höher ist je größer das
Vorsteuersignal ist.
[0011] Bei einer Ausbildung gemäß Patentanspruch 3, nach der das Druckbegrenzungsventil
in Abhängigkeit von einem Vorsteuersignal nur bis auf einen Einstellwert verstellbar
ist, der unterhalb des maximalen Einstellwerts liegt, ist es für den Maschinenbetreiber
möglich, den mit einem Vorsteuersignal einstellbaren maximalen Verbraucherdruck je
nach Art der Maschine oder nach Art der zu bewältigenden Arbeit individuell vorzugeben.
[0012] Vorteilhafterweise kann durch eine Ausbildung nach Patentanspruch 4 die Drucksteuerung
ausgeschaltet werden. Man hat dann eine Bedarfsstromregelung mit einer Begrenzung
des Lastdrucks auf einen hohen Wert.
[0013] Gemäß Patentanspruch 5 ist das Druckbegrenzungsventil hydraulisch verstellbar und
weist einen an eine mit der Steuerleitung verbundene Druckkammer angrenzenden Stellkolben
auf. Grundsätzlich kann das Druckbegrenzungsventil auch ein solches sein, das elektrisch
oder elektrohydraulisch verstellbar ist. Insbesondere wenn das Hauptsteuerventil elektrisch
betätigt wird, kann eine solche Verstellbarkeit des Druckbegrenzungsventils günstig
sein. Bei einer hydraulischen Betätigung des Hauptsteuerventils dagegen erscheint
die Verwendung eines rein hydraulisch verstellbaren Druckbegrenzungsventils vorteilhafter.
[0014] Ist das Hauptsteuerventil hydraulisch betätigbar, so wird ein Vorsteuerdruck üblicherweise
mit Hilfe eines verstellbaren Druckreduzierventils erzeugt, das einen Druckanschluss,
an dem ein weitgehend konstanter Versorgungsdruck vorzugsweise in einer Höhe von 30
bis 35 bar ansteht, einen Tankanschluss und einen Regelanschluss besitzt, an dem der
Vorsteuerdruck eingeregelt wird. Das Druckbegrenzungsventil kann nun auf einfache
Weise auf seinen maximalen Einstellwert verstellt werden, wenn gemäß Patentanspruch
6 ein willkürlich betätigbares Wegeventil vorhanden ist, in Abhängigkeit von dessen
Schaltstellung die Druckkammer des Druckbegrenzungsventil mit dem Vorsteuerdruck oder
mit dem Versorgungsdruck beaufschlagbar ist.
[0015] Es ist möglich, mit dem Wegeventil wechselweise entweder eine Leitung, in der der
Versorgungsdruck ansteht, oder eine Leitung, in der der Vorsteuerdruck ansteht mit
der Druckkammer des Druckbegrenzungsventils zu verbinden. Das Wegeventil kann jedoch
einfacher aufgebaut sein, wenn sich gemäß Patentanspruch 7 zwischen der Vorsteuerleitung
und der Druckkammer am Druckbegrenzungsventil ein zur Druckkammer hin öffnendes Rückschlagventil
befindet. Dieses verhindert, dass der hohe Versorgungsdruck auch in die Vorsteuerleitung
gelangt und die Ansteuerung des Hauptsteuerventils beeinflusst.
[0016] Mit Rückschlagventilen, die gemäß Patentanspruch 8 angeordnet sind, lässt sich auf
einfache Weise das höchste hydraulische Vorsteuersignal auswählen und in die Druckkammer
des Druckbegrenzungsventils einsteuern.
[0017] Um eine Drucksteuerung über ein Vorsteuersignal auf einen unterhalb des maximalen
Einstellwerts des Druckbegrenzungsventils liegenden Druckwert zu beschränken, ist
gemäß Patentanspruch ein zweites Druckbegrenzungsventil vorhanden. Dieses soll natürlich
auf jeden Fall dann nicht wirksam sein, wenn eine Verstellung des ersten Druckbegrenzungsventils
auf den maximalen Einstellwert durch Beaufschlagung der Druckkammer mit dem Versorgungsdruck
gewünscht ist. Für diese Funktionsweise wird gemäß Patentanspruch 11 vorteilhafterweise
das Wegeventil herangezogen, über das der Versorgungsdruck in die Druckkammer durchgeschaltet
wird.
[0018] Die Druckentlastung der Druckkammer am Druckbegrenzungsventil geschieht zweckmäßigerweise
über ein Stromventil, das durch eine einfache Düse realisiert sein kann, bevorzugt
jedoch ein Stromregelventil ist.
[0019] Mehrere Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen hydraulischen Steueranordnung
sind in der Zeichnung dargestellt. Anhand dieser Ausführungsbeispiele wird die Erfindung
nun näher erläutert.
[0020] Es zeigen
Figur 1 ein erstes, nach dem LUDV-Prinzip arbeitendes Ausführungsbeispiel mit dem
an einen Endabschnitt der Lastmeldeleitung angeschlossenen, in Abhängigkeit von einem
hydraulischen Vorsteuersignal hydraulisch verstellbaren Druckbegrenzungsventil,
Figur 2 ein zweites, nach dem LS-Prinzip arbeitendes Ausführungsbeispiel mit dem an
einen Endabschnitt der Lastmeldeleitung angeschlossenen, in Abhängigkeit von einem
hydraulischen Vorsteuersignal hydraulisch verstellbaren Druckbegrenzungsventil und
Figur 3 die für beide Ausführungsbeispiele verwendbare Anordnung von Vorsteuerventilen
zur Betätigung der Hauptsteuerventile und zur Verstellung des Druckbegrenzungsventils.
[0021] In den beiden gezeigten hydraulischen Steueranordnungen wird als Druckmittelquelle
eine Verstellpumpe 10, zum Beispiel eine Axialkolbenpumpe nach dem Schrägscheibenprinzip,
verwendet, die Druckmittel aus einem Tank 11 ansaugt und in eine Zulaufleitung 12
abgibt und deren durch einen Doppelpfeil angedeutete Schrägscheibe 13 im Zusammenspiel
zweier Stellzylinder 14 und 15 verschwenkt werden kann. Beide Stellzylinder sind Differentialzylinder,
die einen Kolben 16 bzw. 17 und jeweils eine Kolbenstange 18 haben, mit der sie an
der Schrägscheibe 13 angreifen. Von Druck beaufschlagt wird jeweils nur der kolbenstangenabseitige
Druckraum der Stellzylinder. Die Kolbenfläche des Kolbens 17 des Stellzylinders 15
ist kleiner als die Kolbenfläche des Kolbens 16 des anderen Stellzylinders 14. Ein
Ausfahren der Kolbenstange 18 des Stellzylinders 14 bewirkt eine Verkleinerung und
ein Ausfahren der Kolbenstange 18 des Stellzylinders 15 eine Vergrößerung des Schwenkwinkels
der Schrägscheibe und damit des Hubvolumens der Verstellpumpe 10. Zusätzlich zu dem
Druck im Stellzylinder 15 übt eine Druckfeder 19 auf die Schrägscheibe eine Kraft
in Richtung Vergrößerung des Schwenkwinkels aus.
[0022] Der Druckraum des Stellzylinders 15 ist dauernd mit der Zulaufleitung 12 verbunden.
In diesem Druckraum herrscht also jeweils derselbe Druck wie in der Zulaufleitung.
Der Zufluss und Abfluss von Druckmittel zum und vom Druckraum des Stellzylinders 14
wird von einer Pumpenregeleinheit 25 gesteuert, die auf die Verstellpumpe 10 aufgebaut
ist, die einen Außenanschluss LS aufweist, an den ein Endabschnitt 26a einer Lastmeldeleitung
26 angeschlossen ist, und die im wesentlichen zwei 3/2-Proportional-Wegeventile umfasst,
von denen das eine ein LS-Pumpenregelventil 27 und das andere ein Druckregelventil
28 darstellt, das auf einen über den üblicherweise auftretenden Lastdrücken liegenden
Druck eingestellt ist. Das Druckregelventil 28 besitzt einen ersten Anschluss, der
über eine Entlastungsleitung 29 mit dem Tank 11 verbindbar ist. Ein zweiter Anschluss
des Druckregelventils 28 liegt an der Zulaufleitung 12. Der dritte Anschluss, der
mit dem ersten oder dem zweiten Anschluss verbindbar ist, ist mit dem Druckraum des
Stellzylinders 14 verbunden. Ein erster Anschluss des LS-Pumpenregelventils 27 liegt
an der Entlastungsleitung 29, ein zweiter Anschluss an der Zulaufleitung 12. Der dritte
Anschluss des Ventils 27 ist mit dessen ersten oder zweiten Anschluss verbindbar und
dauernd mit dem ersten Anschluss des Ventils 28 verbunden. Ein nicht näher dargestellter
Schieber des Ventils 28 wird von einer Druckfeder 30 im Sinne einer Vergrößerung des
Schwenkwinkels und vom Zulaufdruck im Sinne einer Verkleinerung des Schwenkwinkels
der Pumpe 10 beaufschlagt. Ein nicht näher dargestellter Schieber des LS-Pumpenregelventils
27 schließlich wird in Sinne einer Vergrößerung des Schwenkwinkels der Pumpe 10 von
einer Druckfeder 31 und vom im Endabschnitt 26a der Lastmeldeleitung 26 herrschenden
Druck und im Sinne einer Verkleinerung des Schwenkwinkels vom Zulaufdruck beaufschlagt.
Am Schieber des Ventils 27 herrscht ein Kräftegleichgewicht, wenn zwischen dem Zulaufdruck
und dem Druck im Endabschnitt 26a der Lastmeldeleitung 26 eine Differenz besteht,
die der Kraft der Feder 31 entspricht. Üblicherweise liegt die Differenz zwischen
10 bar und 20 bar. Gleichgewicht am Schieber des Ventils 28 herrscht, wenn der Zulaufdruck
eine Kraft erzeugt, die der Kraft der Feder 30 entspricht. Üblicherweise liegt bei
einem Gleichgewicht der Zulaufdruck im Bereich von 350 bar.
[0023] Die Charakteristik als LUDV-Steueranordnung erhält das Ausführungsbeispiel nach Figur
1 durch die Art des vorhandenen Steuerblocks 35, der LUDV-Wegeventilsektionen enthält.
In Figur 1 sind beispielhaft zwei Sektionen gezeigt, die völlig gleich aufgebaut sind.
Selbstverständlich können weitere Sektionen vorhanden sein.
[0024] Der Steuerblock 35 weist einen Zulaufanschluss P, einen Tankanschluss T, einen Lastmeldeanschluss
LS und verschiedenen Verbraucheranschlüsse A und B auf. Am Zulaufanschluss P beginnt
als Teil der Zulaufleitung 12 ein Zulaufkanal 36 und am Tankanschluss T ein Tankkanal
37 des Steuerblocks. Im Steuerblock sind zwei LUDV-Wegeventile 38 mit geschlossener
Mitte ausgebildet, mit denen zwei hydraulische Verbraucher, zum Beispiel zwei Differentialzylinder
steuerbar sind. Die Wegeventile 38 sind hydraulisch betätigbar. In ihnen sind ein
Geschwindigkeitssteuerteil und ein Richtungssteuerteil voneinander getrennt am selben
Steuerschieber ausgebildet. Wenn ein Wegeventil 38 aus seiner Mittelstellung in eine
seiner beiden seitlichen Arbeitsstellungen gebracht worden ist, strömt vom Zulaufkanal
36 kommendes Druckmittel von einer Zulaufkammer 39 über eine Zumessblende 40 in eine
erste Zwischenkammer 41, von dort über den Öffnungsquerschnitt einer Druckwaage 42
in eine zweite Zwischenkammer 43 und dann über den Richtungsteil des Wegeventils in
eine Verbraucherkammer 44 oder 45. Von dort gelangt Druckmittel zum Verbraucheranschluss
A oder B. Der Regelkolben der Druckwaagen 42 wird in Öffnungsrichtung vom Druck in
der Zwischenkammer 41, also vom Druck nach der Zumessblende 40 und in Schließrichtung
vom Druck in einem als Teil der Lastmeldeleitung im Steuerblock verlaufenden Lastmeidekanal
beaufschlagt. Der Regelkolben der Druckwaagen 42 ist so ausgebildet, dass er, wenn
die Druckwaage ganz offen ist, eine fluidische Verbindung zwischen der Zwischenkammer
41 und dem Lastmeldekanal herstellt. Dies ist der Fall, wenn der jeweilige hydraulische
Verbraucher allein betätigt wird oder wenn bei einer gleichzeitigen Betätigung mehrerer
hydraulischer Verbraucher derjenige Verbraucher, dem die Druckwaage zugeordnet ist,
den höchsten Lastdruck hat.
[0025] Die Außenanschlüsse P, T und LS des Steuerblocks 35 befinden sich an einer Eingangssektion
48, durch die hindurch die Kanäle 36, 37 und die Lastmeldeleitung 26 zu den Wegeventilsektionen
führen. Innerhalb der Eingangssektion ist der Endabschnitt 26a der Lastmeldeleitung
26 von deren übrigen Teilen durch eine Düse 54 hydraulisch entkoppelt. Bei einem Druckmittelfluss
durch die Düse 54 hindurch tritt an dieser eine Druckdifferenz auf, so dass der Druck
im Endabschnitt 26a der Lastmeldeleitung 26 niedriger wird als in deren anderen Teilen.
Innerhalb der Eingangssektion ist außerdem ein Druckbegrenzungsventil 50 mit seinem
Eingangsanschluss 51 an den Endabschnitt 26a der Lastmeldeleitung 26 und mit seinem
Ausgangsanschluss 52 an den Tankkanal 37 angeschlossen. Durch das Ventil 50 und die
Düse 54 ist der im Endabschnitt 26a der Lastmeldeleitung aufbaubare Druck begrenzbar.
Stromauf der Düse 54 verbindet ein in der Eingangssektion 48 befindliches kleines
Stromregelventil 53 den Lastmeldekanal 26 und den Tankkanal 37.
[0026] Die Charakteristik als LS-Steueranordnung erhält das Ausführungsbeispiel nach Figur
2 durch die Art des vorhandenen Steuerblocks 55, der aus LS-Wegeventilscheiben zusammengesetzt
ist und wie der Steuerblock aus der Figur 1 einen Zulaufanschluss P, einen Ablaufanschluss
T und einen Lastmeldeanschluss LS aufweist. In Figur 2 sind beispielhaft zwei Wegeventilscheiben
56 gezeigt. Selbstverständlich können weitere Scheiben vorhanden sein.
[0027] Jede Wegeventilscheibe 56 dient als Gehäuse für ein Wegeventil 57, das hydraulisch
betätigbar ist. Beide Wegeventilscheiben 56 sind völlig identisch zueinander und enthalten
dieselben Komponenten und Kanäle. Zu jedem Wegeventil 57 gehört ein Steuerschieber
58, der in einer nicht näher bezeichneten Ventilbohrung axial verschiebbar ist und
unter der bloßen Wirkung zweier Zentrierfedern 59 eine mittlere Neutrallage einnimmt.
In dieser Lage sind ein Verbraucherkanal 60, der zu einem Verbraucheranschluss B führt,
ein Verbraucherkanal 61, der zu einem Verbraucheranschluss A führt, der Zulaufkanal
36 sowie der Ablaufkanal 37 voneinander getrennt.
[0028] Durch Druckbeaufschlagung eines Steuerdruckraums 62 wird der Steuerschieber 58 eines
Wegeventils aus der Neutrallage heraus in die eine Richtung und durch Druckbeaufschlagung
eines Steuerdruckraums 63 in die andere Richtung verschoben. Je nach Verschieberichtung
wird entweder der Verbraucherkanal 60 oder der Verbraucherkanal 61 mit dem Zulaufkanal
36 und der jeweils andere Verbraucherkanal mit dem Ablaufkanal 37 verbunden. Bei einer
Verschiebung aus der Neutrallage öffnet der Steuerschieber eine Zumessblende zwischen
einem Zulaufeingang am Wegeventil und einem Verbraucherkanal, deren Öffnungsquerschnitt
die Druckmittelmenge bestimmt, die zum hydraulischen Verbraucher fließt.
[0029] Es wird nämlich die Druckdifferenz über die Zumessblende konstant gehalten, so dass
die über die Zumessblende strömende Druckmittelmenge allein vom Öffnungsquerschnitt
abhängt. Dazu ist in dem zum Zulaufeingang des Wegeventils führenden Teil des Zulaufkanals
36 eine Druckwaage 65 angeordnet, die in Schließrichtung vom Druck vor der Zumessblende
und in Öffnungsrichtung vom Druck nach der Zumessblende und von einer Druckfeder 66
beaufschlagt wird. Der Druckabfall über die Zumessblende ist der Kraft der Druckfeder
66 äquivalent und auf einen Wert zwischen 10 bar und 20 bar eingestellt.
[0030] Der Druck nach der Zumessblende entspricht dem Lastdruck des jeweiligen hydraulischen
Verbrauchers. Dieser Druck steht außerdem auch an einem Eingang eines Wechselventils
67 an, wobei der andere Eingang des Wechselventils 67 der einen Wegeventilscheibe
mit dem Ausgang des Wechselventils 67 der anderen Wegeventilscheibe verbunden ist.
Der andere Eingang des Wechselventils 67 von letzterer Wegeventilscheibe ist über
eine Endplatte 68 mit dem Ablaufkanal 37 verbunden. Vom Ausgang des Wechselventils
67 der ersteren Wegeventilscheibe führt ein Kanal zum Lastmeldeanschluss LS dieser
Scheibe. An diesem Anschluss LS steht der höchste Lastdruck der mit den beiden Wegeventilen
betätigbaren hydraulischen Verbraucher an. Der Druck im Zulaufkanal 36 liegt um eine
vorgegebene Druckdifferenz von z. B. 15 bar über dem höchsten Lastdruck. Das Druckäquivalent
zur Kraft der Druckfeder 66 einer Druckwaage 65 kann ebenfalls 15 bar betragen, so
dass unabhängig davon, ob nun ein hydraulischer Verbraucher den höchsten Lastdruck
erzeugt oder nicht, der Druckabfall über die Zumessblende des jeweiligen Wegeventils
derselbe ist.
[0031] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 ist genauso wie bei dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 1 der Endabschnitt 26a der Lastmeldeleitung 26 von den deren übrigen Teilen
durch eine Düse 54 hydraulisch entkoppelt. An den Endabschnitt 26a, also stromab der
Düse 54, ist ein Druckbegrenzungsventil 50 mit seinem Eingangsanschluss 51 an die
Lastmeldeleitung 26 und mit seinem Ausgangsanschluss 52 an den Tankkanal 37 angeschlossen.
Stromauf der Düse 54 verbindet wiederum ein kleines Stromregelventil 53 den Lastmeldekanal
46 und den Tankkanal 37.
[0032] Das Druckbegrenzungsventil 50 nach beiden Ausführungsbeispielen ist hydraulisch verstellbar
und besitzt dazu einen Stellkolben 73, der an eine Druckkammer 74 angrenzt und eine
durch den Abstand zweier Anschläge voneinander und seine Länge vorgegebene Wegstrecke
bewegbar ist. Eine Regelfeder 75 des Druckbegrenzungsventils 50 ist minimal vorgespannt,
wenn der Stellkolben am einen Anschlag anliegt, und maximal vorgespannt, wenn der
Stellkolben am anderen Anschlag anliegt. Der Druck, bei dem das Druckbegrenzungsventil
50 anspricht, kann also zwischen einem minimalen und einem maximalen Wert eingestellt
werden. Auf welche Weise das Druckbegrenzungsventil 50 verstellbar ist, geht näher
aus Figur 3 hervor.
[0033] Dort sind zwei hydraulische Vorsteuergeräte 78 erkennbar, die beide in allgemein
bekannter Weise auf der Basis von direktgesteuerten Druckreduzierventilen 79 arbeiten,
von denen eines symbolhaft in jedes Vorsteuergerät eingezeichnet ist. Jedes Vorsteuergerät
besitzt insgesamt vier Vorsteuerventile 79 und entsprechend vier Steuerausgänge 80.
Außerdem besitzt jedes Vorsteuergerät einen Tankanschluss T und einen Druckanschluss
P, an dem ein weitgehend konstanter Versorgungsdruck in einer Höhe zwischen 30 und
35 bar ansteht. Über einen Vorsteuerhebel 81, der aus einer Mittelstellung heraus,
in der an allen Steuerausgängen 80 Tankdruck ansteht, nach vier Richtungen ausgelenkt
werden kann, können die Vorsteuerventile 79 verstellt werden. Je nach Hebelauslenkung
regeln sie am entsprechenden Steuerausgang 80 einen bestimmten Vorsteuerdruck ein.
Von den Steuerausgängen 80 führen Vorsteuerleitungen 82 zu den Steuerdruckräumen 62
und 63 der Wegeventile 38 (Figur 1) bzw. 57 (Figur 2). Dabei springt der Vorsteuerdruck
nach einem kleinen Schwenkwinkel eines Hebels 81 auf einen Anfangswert und steigt
dann kontinuierlich mit dem Schwenkwinkel an. Bei einem bestimmten Schwenkwinkel springt
der Vorsteuerdruck dann auf den Versorgungsdruck.
[0034] Von jeder Vorsteuerleitung 82 geht eine Zweigleitung 83 ab, in der sich hintereinander
eine Düse 84 und ein zu der Vorsteuerleitung hin sperrendes Rückschlagventil 85 befinden.
Stromab der Rückschlagventile 85 münden alle Zweigleitungen 83 in eine gemeinsame
Steuerleitung 86, die zu der Druckkammer 74 des Druckbegrenzungsventils 50 führt.
Alle Vorsteuerleitungen 82 sind also parallel zueinander über jeweils eine Düse 84
und ein Rückschlagventil 85 mit der Druckkammer 74 des Druckbegrenzungsventils 50
verbunden.
[0035] Die Steuerleitung 86 ist außerdem noch an einen ersten Anschluss eines 3/2 Wegeventil
87 angeschlossen, von dem ein zweiter Anschluss mit der den Versorgungsdruck führenden
Leitung und von dem ein dritter Anschluss mit dem Eingang eines zweiten Druckbegrenzungsventils
88 verbunden ist. In einer Ruhestellung, die das Wegeventil 87 unter der Wirkung einer
Druckfeder 89 einnimmt, ist die Steuerleitung 86 mit dem Druckbegrenzungsventil 88
verbunden. Der zweite Anschluss ist abgesperrt. Das Wegeventil 87 kann mit Hilfe eines
Elektromagneten 90 in eine Schaltstellung gebracht werden, in der die Steuerleitung
86 mit dem zweiten Anschluss verbunden und der dritte Anschluss abgesperrt ist. Der
Elektromagnet 90 ist über eine elektrische Leitung mit einem in dem einen Vorsteuerhebel
81 untergebrachten elektrischen Schalter verbunden, der über einen Druckknopf 91 betätigt
werden kann. Über den Druckknopf 91 kann also der Elektromagnet 90 angesteuert und
abgeschaltet werden. Das Druckbegrenzungsventil 88 ist manuell verstellbar. Es dient
zusammen mit den Düsen 84 dazu, in der Ruhestellung des Wegeventils 87 den Druck in
der Steuerleitung 86 auf einen Wert begrenzen zu können, der niedriger ist als der
maximale durch ein Druckreduzierventil 79 einregelbare Vorsteuerdruck. Über ein Stromregelventil
92 kann die Steuerleitung 86 zum Tank 11 entlastet werden.
[0036] Für die Betrachtung der Funktionsweise der Steueranordnung seien folgende Annahmen
gemacht:
Der Versorgungsdruck für die Vorsteuergeräte beträgt 30 bar. Mit den Druckreduzierventilen
79 können Vorsteuerdrücke bis zu 25 bar proportional eingeregelt werden, wobei die
Verstellung der Hauptsteuerventile 38 bzw. 57 bei 5 bar beginnt und deren voller Hub
bei 25 bar erreicht wird. Das Druckbegrenzungsventil 50 begrenzt bei einem in der
Steuerleitung anstehenden Druck bis zu 5 bar wegen einer Anfangsvorspannung der Feder
75 den Druck in dem Endabschnitt 26a der Lastmeldeleitung auf 50 bar. Der Einstellwert
des Druckbegrenzungsventils 50 steigt linear mit dem Druck in der Steuerleitung 86
an und erreicht bei einem Druck von 25 bar in der Steuerleitung einen Maximalwert
von 250 bar. Das Druckbegrenzungsventil 88 ist auf 20 bar eingestellt. Das Pumpen-Apalso
die Differenz zwischen dem Druck im Endabschnitt 26a der Lastmeldeleitung und dem
Druck in der Zulaufleitung 12 beträgt 20 bar.
[0037] Damit ergibt sich in der gezeigten Ruhestellung des Wegeventils 87 folgende Funktionsweise:
Wenn ein Vorsteuerhebel ausgelenkt und ein Druckreduzierventil 79 verstellt wird,
baut sich in einer Vorsteuerleitung 82 ein Vorsteuerdruck auf. Bis zu einem Vorsteuerdruck
von 5 bar tut sich zunächst nichts. Danach beginnt die Bewegung des des Steuerschiebers
des angesteuerten Hauptsteuerventils. Nach einem geringen Anfangshub wird die entsprechende
Zumessblende immer weiter geöffnet. Der Druck in der Steuerleitung 86 und damit der
in der Druckkammer 74 des Druckbegrenzungsventils 50 anstehende Druck ist geringfügig
kleiner als der Vorsteuerdruck, nämlich um die Druckdifferenz, die die über den Stromregler
92 fließende Druckmittelmenge an einer Düse 84 erzeugt. Die Druckdifferenz mag zum
Beispiel bei 0,5 bar liegen. Somit ist der Druck im Endabschnitt 26a der Lastmeldeleitung
bis zu einem Vorsteuerdruck von 5,5 bar auf 50 bar begrenzt und steigt mit zunehmendem
Vorsteuerdruck an. Ist der Vorsteuerdruck zum Beispiel 15 bar, so ist der Druck in
der Steuerleitung 86 14,5 bar und der Druck in dem Endabschnitt 26a der Lastmeldeleitung
ist auf 145 bar begrenzt.
[0038] Ist der Lastdruck des angesteuerten hydraulischen Verbrauchers kleiner als oder gleich
145 bar, so ist die Druckbegrenzung im Endabschnitt 26a ohne Belang. Es steht dort
der Lastdruck an. Die Verstellpumpe 10 fördert soviel Druckmittelmenge, dass der Druck
in der Zulaufleitung 12 um 20 bar über dem gemeldeten Lastdruck liegt. Der hydraulische
Verbraucher wird mit einer Geschwindigkeit bewegt, die durch den Öffnungsquerschnitt
der Zumessblende bestimmt ist.
[0039] Ist der Lastdruck größer als 145 bar, so wird an die Verstellpumpe 10 ein Druck von
145 bar gemeldet, weil nun das Druckbegrenzungsventil 50 den Druck im Endabschnitt
26a nicht höher werden lässt. Der Druck in der Zulaufleitung ist dann 165 bar. Ist
der Lastdruck kleiner als 165 bar, so fließt bei offener Druckwaage dem hydraulischen
Verbraucher über die Zumessblende weitgehend ungedrosselt eine Druckmittelmenge zu,
die sich durch den Öffnungsquerschnitt der Zumessblende und durch die Differenz zwischen
dem Zulaufdruck in Höhe von 165 bar und dem Lastdruck ergibt. Es ist damit sowohl
bei einer LUDV- Steuerung nach Figur 1 als auch bei einer LS-Steuerung nach Figur
2 eine feinfühlige Betätigung des hydraulischen Verbrauchers ohne Drosselverluste
an einer Druckwaage möglich.
[0040] Ist der Lastdruck höher als 165 bar, so ist nur nach weiterer Auslenkung des Vorsteuerhebels
noch eine Druckmittelzufuhr zum hydraulischen Verbraucher möglisch. Ist allerdings
der Lastdruck größer als 220 bar, dann muss der Vorsteuerhebel soweit ausgelenkt werden,
dass der Druck in der Steuerleitung 86 20 bar wird. Dann spricht das Druckbegrenzungsventil
88 an. Trotz weitere Hebelauslenkung verbleibt der Druck in der Steuerleitung 86 bei
20 bar, damit der Druck im Endabschnitt 26a bei 200 bar und damit der Zulaufdruck
bei 220 bar. Dieser Druck von 220 bar steht im Verbraucher an, so dass eine entsprechende
Kraft ausgeübt werden kann.
[0041] Wenn ein hydraulischer Verbraucher mit einem Lastdruck bis zu 250 bar allein durch
den Grad der Öffnung der Zumessblende und über den vollen Hub eines Hauptsteuerventils
gesteuert werden soll, so wird der Knopf 91 am einen Vorsteuerhebel gedrückt und damit
das Wegeventil umgeschaltet. Nun steht der Versorgungsdruck von 30 bar in der Steuerleitung
86 an. Die Rückschlagventile 85 gewährleisten, dass in der jeweiligen Vorsteuerleitung
der durch das Vorsteuergerät vorgegebene Vorsteuerdruck herrscht. Das Druckbegrenzungsventil
50 ist auf seinen höchsten Wert von 250 bar eingestellt. Der Druck im Endabschnitt
26a der Lastmeldeleitung ist nun bis zu einem Lastdruck von 250 bar gleich dem Lastdruck.
Der Druck in der Zulaufleitung 12 ist 20 bar höher als der Lastdruck. Somit lässt
sich eine Last bis zu 250 bar mit einer allein durch den Öffnungsquerschnitt der zugehörigen
Zumessblende bestimmten Geschwindigkeit bewegen. Bis zu einem Lastdruck von 270 bar
ist wegen der verringerten Druckdifferenz über die Zumessblende eine verlangsamte
Bewegung möglich. Bei einem Lastdruck über 270 bar kann die Last nicht mehr bewegt
werden.
[0042] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3 ist jede Vorsteuerleitung 82 über eine Düse
84 und ein Rückschlagventil 85 an die Steuerleitung 86 angeschlossen. Es ist also
für jeden der über die beiden Vorsteuergeräte 78 steuerbaren hydraulischen Verbraucher
und für jede Bewegungsrichtung eine Drucksteuerung möglich. Bei einer gleichzeitigen
Betätigung mehrerer hydraulischer Verbraucher sorgen die Rückschlagventile 85 dafür,
dass der höchste Vorsteuerdruck in der Steuerleitung 86 ansteht und dass sich die
Vorsteuerdrücke in den Vorsteuerleitungen 82 nicht gegenseitig beeinflussen.
[0043] Natürlich kann für einzelne Verbraucher oder für eine Bewegungsrichtung auch von
der Möglichkeit einer Drucksteuerung abgesehen sein. Dann ist zwischen der entsprechenden
Vorsteuerleitung 82 und der Steuerleitung 86 keine Zweigleitung 83 vorhanden. Letztendlich
kann eine Zweigleitung auch nur zwischen einer einzigen Vorsteuerleitung 82 und der
Steuerleitung 86 vorhanden sein
1. Hydraulisches Steueranordnung, insbesondere zur Steuerung von hydraulischen Verbrauchern
einer mobilen Arbeitsmaschine, mit einer Lastmeldeleitung (26), die mit dem höchsten
Lastdruck mehrerer gleichzeitig über jeweils ein Hauptsteuerventil (38, 57) angesteuerter
hydraulischer Verbraucher beaufschlagbar und mit einem Endabschnitt (26a) an einen
Pumpenregler (25) anschließbar ist, und
mit einem Druckbegrenzungsventil (50), mit dem der Steuerdruck im Endabschnitt (26a)
der Lastmeldeleitung (26) begrenzbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Druckbegrenzungsventil (50) in Abhängigkeit von der Höhe eines der Ansteuerung
eines Hauptsteuerventils (38, 57) dienenden Vorsteuersignals verstellbar ist.
2. Hydraulische Steueranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckbegrenzungsventil (50) in Abhängigkeit von der Höhe mehrerer Vorsteuersignale
verstellbar ist und dass beim Anstehen mehrerer Vorsteuersignale das Druckbegrenzungsventil
(50) in Abhängigkeit vom größten Vorsteuersignal verstellbar ist.
3. Hydraulische Steueranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckbegrenzungsventil (50) in Abhängigkeit von einem Vorsteuersignal nur bis
auf einen Einstellwert verstellbar ist, der unterhalb des maximalen Einstellwerts
liegt.
4. Hydraulische Steueranordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckbegrenzungsventil (50) unabhängig vom gerade anstehenden Vorsteuersignal
für das Hauptsteuerventil (38, 57) auf seinen maximalen Einstellwert verstellbar ist.
5. Hydraulische Steueranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckbegrenzungsventil (50) hydraulisch verstellbar ist und einen an eine mit
einer Steuerleitung (86) verbundene Druckkammer (74) angrenzenden Stellkolben (73)
aufweist.
6. Hydraulische Steueranordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorsteuersignal ein Vorsteuerdruck ist, der durch ein verstellbares Vorsteuerventil
(79) aus einem Versorgungsdruck erzeugt wird und in einer Vorsteuerleitung (82) eines
Hauptsteuerventils (38, 57) ansteht und dass in Abhängigkeit von der Schaltstellung
eines willkürlich betätigbaren Wegeventils (87) die Druckkammer (74) des Druckbegrenzungsventil
(50) mit dem Vorsteuerdruck oder mit dem Versorgungsdruck beaufschlagbar ist.
7. Hydraulische Steueranordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsteuerleitung (82) über ein zu ihr hin sperrendes Rückschlagventil (85) mit
der Druckkammer (74) am Druckbegrenzungsventil (50) verbunden ist.
8. Hydraulische Steueranordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere mit einem Vorsteuerdruck beaufschlagbare Vorsteuerleitungen (82) zu einem
oder mehreren Hauptsteuerventilen (38, 57) führen und dass mehrere Vorsteuerleitungen
(82) parallel zueinander jeweils über ein Rückschlagventil (85) mit der Druckkammer
(74) am Druckbegrenzungsventil (50) verbunden sind.
9. Hydraulische Steueranordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Druckbegrenzungsventil (88) vorhanden, mit dem der Druck in der Druckkammer
(74) des ersten Druckbegrenzungsventils (50) begrenzbar ist, das auf einen Grenzdruck
eingestellt ist, der unterhalb des maximalen Vorsteuerdrucks liegt, und das wirksam
schaltbar ist, wenn die Druckkammer (74) des ersten Druckbegrenzungsventils (50) mit
einem Vorsteuerdruck beaufschlagbar ist.
10. Hydraulische Steueranordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Druckbegrenzungsventil (88) manuell einstellbar ist.
11. Hydraulische Steueranordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Wegeventil (87) eine erste Schaltstellung, in der das zweite Druckbegrenzungsventil
(88) an die Druckkammer (74) des ersten Druckbegrenzungsventil (50) angeschlossen
ist und die Druckkammer (74) vom Versorgungsdruck getrennt ist, und eine zweite Schaltstellung
hat, in der das zweite Druckbegrenzungsventil (88) von der Druckkammer (74) des ersten
Druckbegrenzungsventil (50) getrennt ist und die Druckkammer (74) mit Versorgungsdruck
beaufschlagbar ist.
12. Hydraulische Steueranordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schaltstellung die Ruhestellung des Wegeventils (87) ist.
13. Hydraulische Steueranordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an die Steuerleitung (86) ein Stromventil (92) angeschlossen ist, über das zur Druckerniedrigung
Druckfluid aus der Steuerleitung (86) zu einem Vorratsbehälter (T) ablassbar ist.
14. Hydraulische Steueranordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Stromventil (92) ein Stromregelventil ist.
1. Hydraulic control arrangement, in particular for controlling hydraulic consumers of
a mobile work machine, with a load message line (26) which can be acted upon by the
highest load pressure of a plurality of hydraulic consumers activated simultaneously
in each case via a main control valve (38, 57) and which can be connected with an
end portion (26a) to a pump controller (25), and with a pressure-limiting valve (50),
by means of which the control pressure in the end portion (26a) of the load message
line (26) can be limited, characterized in that the pressure-limiting valve (50) can be adjusted as a function of the height of a
pilot control signal serving for activating a main control valve (38, 57).
2. Hydraulic control arrangement according to Claim 1, characterized in that the pressure-limiting valve (50) can be adjusted as a function of the height of a
plurality of pilot control signals, and in that, when a plurality of pilot control signals are present, the pressure-limiting valve
(50) can be adjusted as a function of the highest pilot control signal.
3. Hydraulic control arrangement according to Claim 1 or 2, characterized in that the pressure-limiting valve (50) can be adjusted as a function of a pilot control
signal to only a set value which lies below the maximum set value.
4. Hydraulic control arrangement according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the pressure-limiting valve (50) can be adjusted to its maximum set value independently
of the pilot control signal just present for the main control valve (38, 57).
5. Hydraulic control arrangement according to one of the preceding claims, characterized in that the pressure-limiting valve (50) can be adjusted hydraulically and has an actuating
piston (73) adjacent to a pressure chamber (74) connected to a control line (86).
6. Hydraulic control arrangement according to Claim 5, characterized in that the pilot control signal is a pilot control pressure which is generated by an adjustable
pilot control valve (79) from a supply pressure and is present in a pilot control
line (82) of a main control valve (38, 57), and in that the pressure chamber (74) of the pressure-limiting valve (50) can be acted upon with
the pilot control pressure or with the supply pressure as a function of the switching
position of an arbitrarily actuable directional valve (87).
7. Hydraulic control arrangement according to Claim 6, characterized in that the pilot control line (82) is connected, via a non-return valve (85) shutting off
towards it, to the pressure chamber (74) on the pressure-limiting valve (50).
8. Hydraulic control arrangement according to one of Claims 5 to 7, characterized in that a plurality of pilot control lines (82) capable of being acted upon by a pilot control
pressure lead to one or more main control valves (38, 57), and in that a plurality of pilot control lines (82) are connected parallel to one another, in
each case via a non-return valve (85), to the pressure chamber (74) on the pressure-limiting
valve (50).
9. Hydraulic control arrangement according to one of Claims 6 to 8, characterized in that a second pressure-limiting valve (88) is present, by means of which the pressure
in the pressure chamber (74) of the first pressure-limiting valve (50) can be limited,
which pressure-limiting valve is set at a limit pressure lying below the maximum pilot
control pressure and can be actively switched when the pressure chamber (74) of the
first pressure-limiting valve (50) can be acted upon by a pilot control pressure.
10. Hydraulic control arrangement according to Claim 9, characterized in that the second pressure-limiting valve (88) can be set manually.
11. Hydraulic control arrangement according to one of Claims 6 to 10, characterized in that the directional valve (87) has a first switching position, in which the second pressure-limiting
valve (88) is connected to the pressure chamber (74) of the first pressure-limiting
valve (50) and the pressure chamber (74) is separated from the supply pressure, and
a second switching position, in which the second pressure-limiting valve (88) is separated
from the pressure chamber (74) of the first pressure-limiting valve (50) and the pressure
chamber (74) can be acted upon by supply pressure.
12. Hydraulic control arrangement according to Claim 11, characterized in that the first switching position is the position of rest of the directional valve (87).
13. Hydraulic control arrangement according to one of Claims 5 to 12, characterized in that a flow control valve (92), via which pressure fluid can be drained out of the control
line (86) to a reservoir (T) in order to lower the pressure, is connected to the control
line (86).
14. Hydraulic control arrangement according to Claim 13, characterized in that the flow control valve (92) is a flow-regulating valve.
1. Agencement de commande hydraulique, en particulier pour la commande de consommateurs
hydrauliques d'une machine de travail mobile, comprenant une ligne d'indication de
charge (26) qui peut être sollicitée avec la pression de charge la plus élevée de
plusieurs consommateurs hydrauliques commandés simultanément par le biais d'une soupape
de commande principale respective (38, 57), et qui peut être raccordée par une portion
d'extrémité (26a) à un régulateur de pompe (25), et
comprenant une soupape de limitation de pression (50) avec laquelle la pression de
commande peut être limitée dans la portion d'extrémité (26a) de la ligne d'indication
de charge (26),
caractérisé en ce que
la soupape de limitation de pression (50) peut être réglée en fonction de l'amplitude
d'un signal pilote servant à la commande d'une soupape de commande principale (38,
57).
2. Agencement de commande hydraulique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la soupape de limitation de pression (50) peut être réglée en fonction de l'amplitude
de plusieurs signaux pilotes et en ce qu'en présence de plusieurs signaux pilotes, la soupape de limitation de pression (50)
peut être réglée en fonction du plus grand signal pilote.
3. Agencement de commande hydraulique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la soupape de limitation de pression (50) peut être réglée en fonction d'un signal
pilote seulement jusqu'à une valeur d'ajustement qui se situe en dessous d'une valeur
d'ajustement maximale.
4. Agencement de commande hydraulique selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que la soupape de limitation de pression (50) peut être réglée à sa valeur d'ajustement
maximale indépendamment du signal pilote qui est justement présent pour la soupape
de commande principale (38, 57).
5. Agencement de commande hydraulique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la soupape de limitation de pression (50) peut être réglée hydrauliquement et présente
un piston de réglage (73) adjacent à une chambre de pression (74) connectée à une
ligne de commande (86).
6. Agencement de commande hydraulique selon la revendication 5, caractérisé en ce que le signal pilote est une pression pilote, qui est produite par une soupape pilote
réglable (79) à partir d'une pression d'alimentation et qui est présente dans une
ligne pilote (82) d'une soupape de commande principale (38, 57), et en ce qu'en fonction de la position de commutation d'une soupape de distribution (87) à commande
arbitraire, la chambre de pression (74) de la soupape de limitation de pression (50)
peut être sollicitée avec la pression pilote ou avec la pression d'alimentation.
7. Agencement de commande hydraulique selon la revendication 6, caractérisé en ce que la ligne pilote (82) est connectée à la chambre de pression (74) au niveau de la
soupape de limitation de pression (50) par le biais d'une soupape anti-retour (85)
la bloquant.
8. Agencement de commande hydraulique selon l'une quelconque des revendications 5 à 7,
caractérisé en ce que plusieurs lignes pilotes (82) pouvant être sollicitées avec une pression pilote conduisent
à une ou plusieurs soupapes de commande principales (38, 57) et en ce que plusieurs lignes pilotes (82) sont connectées en parallèle les unes aux autres à
chaque fois par le biais d'une soupape anti-retour (85) à la chambre de pression (74)
au niveau de la soupape de limitation de pression (50).
9. Agencement de commande hydraulique selon l'une quelconque des revendications 6 à 8,
caractérisé en ce qu'une deuxième soupape de limitation de pression (88) est prévue, avec laquelle la pression
dans la chambre de pression (74) de la première soupape de limitation de pression
(50) peut être limitée, laquelle est ajustée à une pression limite qui se situe en
dessous de la pression pilote maximale, et laquelle peut être commutée lorsque la
chambre de pression (74) de la première soupape de limitation de pression (50) peut
être sollicitée avec une pression pilote.
10. Agencement de commande hydraulique selon la revendication 9, caractérisé en ce que la deuxième soupape de limitation de pression (88) peut être ajustée manuellement.
11. Agencement de commande hydraulique selon l'une quelconque des revendications 6 à 10,
caractérisé en ce que la soupape de distribution (87) présente une première position de commutation dans
laquelle la deuxième soupape de limitation de pression (88) est raccordée à la chambre
de pression (74) de la première soupape de limitation de pression (50) et la chambre
de pression (74) est séparée de la pression d'alimentation, et une deuxième position
de commutation dans laquelle la deuxième soupape de limitation de pression (88) est
séparée de la chambre de pression (74) de la première soupape de limitation de pression
(50) et la chambre de pression (74) peut être sollicitée avec une pression d'alimentation.
12. Agencement de commande hydraulique selon la revendication 11, caractérisé en ce que la première position de commutation est la position de repos de la soupape de distribution
(87).
13. Agencement de commande hydraulique selon l'une quelconque des revendications 5 à 12,
caractérisé en ce qu'une soupape de courant (92) est raccordée à la ligne de commande (86), par le biais
de laquelle du fluide sous pression peut être évacué, pour réduire la pression, hors
de la ligne de commande (86) jusqu'à un réservoir (T).
14. Agencement de commande hydraulique selon la revendication 13, caractérisé en ce que la soupape de courant (92) est une soupape de régulation de courant.