| (19) |
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(11) |
EP 2 013 892 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.06.2014 Patentblatt 2014/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.04.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/004047 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/124775 (08.11.2007 Gazette 2007/45) |
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ELEKTRISCHER SCHUTZSCHALTER
ELECTRICAL CIRCUIT BREAKER
COMMUTATEUR DE SÉCURITÉ ÉLECTRIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.01.2009 Patentblatt 2009/03 |
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Patentinhaber: Ellenberger & Poensgen GmbH |
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D-90518 Altdorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MECKLER, Peter
D-91224 Hohenstadt/Pommelsbrunn (DE)
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| (74) |
Vertreter: FDST Patentanwälte |
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Nordostpark 16 90411 Nürnberg 90411 Nürnberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 973 239 WO-A-2005/073992 DE-A1- 10 120 189 US-A- 4 331 997 US-A- 5 534 833 US-B1- 6 292 717
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WO-A-99/63636 DE-A1- 3 049 365 DE-T2- 60 003 575 US-A- 4 870 531 US-A1- 2003 178 893
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- "DIN EN 60715; German -- Abmessungen von Niederspannungsschaltgeraeten Genormte Tragschienen
fuer die mechanische Befestigung von elektrischen Geraeten in Schaltanlagen (IEC 60715:1981
+ A1:1995); Deutsche Fassung EN 60715:2001", DIN EN. EUROPEAN STANDARD. EUROPAEISCHE
NORM. VDE,, no. 60715:2001, 1 January 2001 (2001-01-01), pages 1-21, XP008137006,
- "Built-in equipment for electrical installations; overall dimensions and related mounting
dimensions", DEUTSCHE NORMEN. DIN NORM,, no. 43880, 1 December 1988 (1988-12-01),
pages 252-256, XP008136768,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Schutzschaltermit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiger Schutzschalter ist beispielsweise aus der
EP 0 973 239 A2 zu entnehmen. Derartige Schutzschalter dienen allgemein zum Schutz der Leitungen
eines Laststromkreises sowie eines in diesem schaltbar angeordneten Verbrauchers gegen
Kurzschluss oder Überlast. Hierzu wird der Laststromkreis an die Außenleiter einer
Versorgungs- oder Betriebsspannung über den Schutzschalter angeschlossen, der den
Lastoder Steuerstromkreis im Fehlerfall abschaltet. Über das von außen bedienbare
Bedienelement ist nach einem Auslösen des Schutzschalters im Fehlerfall ein manuelles
Zurücksetzen des Schutzschalters ermöglicht, so dass der Laststromkreis wieder an
die Außenleiter der Versorgungs- oder Betriebsspannung angeschlossen ist. Das manuell
betätigbare Bedienelement ist üblicherweise eine Schaltwippe oder auch ein Taster.
[0003] Ein einpoliger Schutzschalter ist zum Beispiel aus der
DE 101 20 189 A1 bekannt, der auf eine Hutschiene aufrastbar ist und einen manuell betätigbaren Betätigungshebel
aufweist.
[0004] In der
US 6,292,717 B1 ist ein Energieinformationssystem mit einer berührungssensitiven Tastatur zur Nutzung
mit einem Schutzschalter offenbart.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schutzschalter mit verbessertem Bedienkomfort
anzugeben.
[0006] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch einen elektrischen Schutzschalter
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Danach ist vorgesehen, dass das Bedienelement
als ein berührungssensitives Bedientableau ausgebildet ist, welches in das Gehäuse
des Schutzschalters integriert ist. Das auch als "Touchpanel" oder "Touchscreen" bezeichnete
Bedientableau ist somit Bestandteil des Schutzschalters. Unter berührungssensitives
Bedientableau wird eine Bedieneinheit verstanden, bei der auf einem Tastschirm oder
Sensorbildschirm ein Schaltelement elektronisch angezeigt wird, wobei bei einem Berühren
des Schirms im Bereich des dargestellten Schaltelements ein Bedienbefehl generiert
wird. Das Bedientableau weist hierbei keine beweglichen Schaltelement-Teile auf.
[0007] Durch die Verwendung eines derartigen Touchpanels ist zum einen der Bedienkomfort
erhöht, da beispielsweise zum Zurücksetzen des Schutzschalters nach einem Auslösen
bei einem Fehlerfall lediglich ein Berühren des Touchpanels erforderlich ist. Zugleich
ist durch die Integration des Bedientableaus in den Schutzschalter die Möglichkeit
eines erhöhten Funktionsumfangs eröffnet. Insbesondere besteht die Möglichkeit, über
das Bedientableau ein mehrfunktionales Bedienmenü bereit zu stellen, so dass insgesamt
das als Bedientableau ausgebildete Bedienelement multifunktional ausgebildet sein
kann. Schließlich ist im Vergleich zu einem mechanischen Kippschalter oder Taster
die mechanische Konstruktion einfacher und die mechanische Störanfälligkeit geringer.
[0008] Gemäß einer zweckdienlichen Weiterbildung ist das Bedientableau zugleich auch als
Anzeigeelement zur Anzeige einer aktuellen Statusinformation des Schutzschalters ausgebildet.
Insbesondere wird über das Bedientableau daher angezeigt, ob der Schutzschalter im
Nachgang zu einem Fehlerfall ausgelöst hat und sich in der "Aus"Position befindet
oder ob er sich in der normalen Betriebsposition "Ein" befindet. Durch die Multifunktionalität
des auch als Anzeigeelement fungierenden Bedientableaus können auch hier die unterschiedlichsten
Informationen angezeigt oder über ein Menü abrufbar angezeigt werden.
[0009] Um eine einfache Zugänglichkeit zu erreichen, ist das Bedientableau gemäß einer zweckdienlichen
Ausgestaltung in die Frontseite des Gehäuses integriert und bildet insbesondere einen
Großteil der Frontseite, um eine möglichst große Fläche für das Bedientableau zur
Verfügung zu haben.
[0010] Bevorzugt ist das Bedientableau mit einer Steuereinrichtung verbunden, welche zur
Abgabe eines Steuersignals ausgebildet ist, wobei das Steuersignal eine Betätigung
des Schaltelements in Abhängigkeit der Bedienung des Bedientableaus nach sich zieht.
Die Steuereinrichtung setzt daher die über das Touchpanel eingegebenen Bedienbefehle
in entsprechende Steuerbefehle oder Steuersignale um. Gleichzeitig steuert die Steuereinrichtung
auch die am Bedientableau angezeigten Informationen, wie beispielsweise Statusinformationen
über den Zustand des Schutzschalters. Bevorzugt ist dabei die Steuereinrichtung auch
mit einem Speicher versehen, welcher informationen enthält, beispielsweise über bestehende
Konfigurationszustände des Schutzschalters oder auch über die Historie, beispielsweise
Informationen, zu welchem Zeitpunkt der Schutzschalter ausgelöst hat, etc. Diese Informationen
sind bevorzugt auslesbar oder am Bedientableau anzeigbar und können somit auch im
Nachgang zu einem Fehlerfall für eine Fehlerdiagnose herangezogen werden, beispielsweise
zur Auswertung, wann der Fehler aufgetreten ist.
[0011] Gemäß einer zweckdienlichen Weiterbildung ist der Schutzschalter weiterhin über das
Bedientableau konfigurierbar. Es werden beispielsweise über das Bedientableau Auslöseschwellwerte
eingestellt.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Schaltelement ein elektronisches Schaltelement,
wie intelligente Leistungshalbleiter oder Halbleiter-Schaltelemente wie FET- oder
MOS-Bauelemente. Das Bedientableau ist hierbei über die Steuereinrichtung mit dem
Schaltelement zu dessen Betätigung verbunden. Die Integration des Touchpanels in einen
elektronischen Schutzschalter mit einem derartigen elektronischen Schaltelement ist
von besonderem Vorteil, da für die Betätigung des Schaltelements elektrische Steuersignale
ausreichen, die in einfacher Weise von der Steuereinrichtung direkt erzeugt werden.
[0013] Alternativ zu dieser Ausbildung mit dem elektronischen Schaltelement weist das Schaltelement
ein mechanisch betätigbares Schaltglied auf, wobei zur Betätigung des Schaltglieds
ein Aktuator vorgesehen ist, der mit Hilfe des Steuersignals aktiviert wird. Ein derartiger
Aktuator ist beispielsweise ein elektromotorischer Antrieb, mit dem das mechanische
Schaltglied in die normale Betriebsposition "Ein" bringbar ist. Alternativ zu einem
elektromotorischen Antrieb kann auch ein magnetisch wirkender Aktuator vorgesehen
sein.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen jeweils in schematischen und stark vereinfachten Darstellungen:
- Fig. 1
- ein stark vereinfachtes Blockschaltbild eines elektronischen Schutzschalters mit einem
berührungssensitiven Bedientableau und
- Fig. 2
- eine stark vereinfachte Blockbilddarstellung eines mechanischen Schutzschalters mit
einem berührungssensitiven Bedientableau.
[0015] In den Figuren sind gleich wirkende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0016] Der in den Figuren lediglich stark vereinfachte skizzierte Schutzschalter 2 ist in
einem Laststromkreis 4 geschalten. Im Laststromkreis 4 sind eine Spannungsquelle 6
zur Bereitstellung einer Betriebsspannung U sowie eine Last 8, beispielsweise eine
Maschine in einer Produktionsstraße, ein Motor oder ein sonstiger elektrischer Verbraucher,
angeordnet. Die Last 8 ist über eine Leitung 10 mit der Betriebsspannung verbunden.
Im Ausführungsbeispiel ist lediglich eine einpolige Verbindung der Last 8 mit der
Spannungsquelle 6 dargestellt. Prinzipiell kann die Last 8 auch mehrpolig mit der
Spannungsquelle 6 verbunden sein. Bei einer mehrpoligen Versorgung wird üblicherweise
jeder Strang der Leitung 10 über jeweils einen Schutzschalter 2 oder eine Schutzschaltereinrichtung
überwacht.
[0017] Der Schutzschalter 2 schützt die Leitung 10 sowie die Last 8 gegen einen Überlaststrom
oder gegen einen Kurzschlussstrom.
[0018] Zur Ausübung des Überstromschutzes weist der Schutzschalter eine hier im Einzelnen
nicht näher dargestellte Überstromschutzschaltung auf.
[0019] Wird der vorgegebene Nennstrom überschritten, so trennt ein Schaltelement 12 des
Schutzschalters die Last 8 vom Laststromkreis 4. Im Falle des in Fig. 1 dargestellten
Schutzschalters 2 ist das Schaltelement als ein elektronisches Schaltelement ausgebildet,
beispielsweise als ein Leistungshalbleiter, ein FET- oder MOS-Halbleiterbauteil oder
dergleichen. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 umfasst das Schaltelement 12 ein mechanisch
betätigbares Schaltglied 14. Das Schaltglied 14 ist als ein thermisch, thermisch-magnetischer
oder ähnlicher Schutzschalter ausgebildet. Auch ein reiner Schaltkontakt ist möglich,
wenn der Strom erfasst wird und über die Steuereinrichtung 22 ein Auslösesignal zum
Betätigen des Schaltglieds 14 erzeugt wird
[0020] Der Schutzschalter 2 weist ein in den Figuren gestrichelt dargestelltes Gehäuse 16
auf. In dessen Frontseite 18 ist ein berührungssensitives Bedientableau 20, allgemein
auch als Touchpanel bezeichnet, integriert. Das Bedientableau 20 ist mit einer Steuereinrichtung
22 verbunden. Diese ist wiederum im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 mit dem elektronischen
Schaltelement 12 und im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 mit einem Aktuator 24 verbunden.
Der Aktuator 24 wirkt über ein Stellglied 26 auf das Schaltglied 14 ein.
[0021] Im Betrieb werden von der Steuereinrichtung 22 an das Bedientableau 20 Statussignale
S1 übermittelt. In der Gegenrichtung werden von dem Bedientableau 20 an die Steuereinrichtung
22 Kontroll- oder Steuersignale C1 übermittelt. In Abhängigkeit der Kontrollsignal
C1 gibt die Steuereinrichtung 22 Kontrollsignale C2 an das elektronische Schaltelement
12 bzw. an den Aktuator 24 weiter. Diese übermitteln wiederum Statussignale S2 an
die Steuereinrichtung 22.
[0022] Im Betrieb überwacht der Schutzschalter 2 den Laststromkreis 8 auf Überstrom. Der
aktuelle Status des Schaltelements 12 wird als Statussignal S2 an die Steuereinrichtung
22 und von dieser als Statussignal S1 weiter an das Bedientableau 20 übermittelt,
welches zugleich auch als Anzeigeelement ausgebildet ist, und den aktuellen Status
anzeigt.
[0023] Wird ein Überstrom erfasst, so löst der Schutzschalter 2 aus und das Schaltelement
12 trennt die Last 8 vom Laststromkreis 4, wie dies beispielsweise in Fig. 2 dargestellt
ist. Der veränderte Status wird auf dem Bedientableau 20 dargestellt. Sobald der den
Überstrom verursachende Fehler wieder behoben ist, muss das Schaltelement 12 wieder
in die übliche Betriebsposition gebracht werden. Dies geschieht durch ein manuelles
Betätigen, indem eine berührungssensitive Fläche des Bedientableaus 20 durch ein Berühren
betätigt und das Kontrollsignal C1 veranlasst wird. Dieses wird in der Steuereinrichtung
22 zum Kontrollsignal C2 umgesetzt, so dass das Schalten des Schaltelements 12 in
die Ausgangsposition veranlasst wird. Im Falle des elektronischen Schalteiements 12
wird das Schalten unmittelbar durch das Kontrollsignal C2 hervorgerufen, welches also
ein Steuersignal zur direkten Ansteuerung des elektronischen Bauelements ist. Im Ausführungsbeispiel
der Fig. 2 wird durch das Kontrollsignal C2 der Aktuator 24 und über diesen mittelbar
das Stellglied 26 angesteuert.
[0024] Das Bedientableau 20 überdeckt bevorzugt die gesamte oder nahezu die gesamte Fläche
der Frontseite 18, um eine möglichst große Bedien- und Anzeigefläche bereit zu stellen.
Bei einer mechanischen oder auch elektronischen Kopplung mehrerer Schutzschalter 2,
die beispielsweise auf einer Hutschiene nebeneinander angeordnet sind und die jeweils
zum Schalten einer Ader einer mehrpoligen Leitung vorgesehen sind, ist bevorzugt lediglich
ein Bedientableau für die mehreren Schutzschalter 2 vorgesehen. Die jeweiligen Schaltelemente
12 der mehreren Schutzschalter 2 werden gemeinsam über das Bedientableau 20 betätigt.
Auch werden die Statusinformationen auf dem Bedientableau 20 gemeinsam angezeigt.
[0025] Durch die Integration des Bedientableaus 20 in das Gehäuse 16 in Verbindung mit der
Steuereinrichtung 22 ist ein deutlicher Mehrwert für den Nutzer geschaffen. Neben
den herkömmlichen mechanischen Bedienelementen wie z. B. Schaltwippen bietet nämlich
die Verwendung des Bedientableaus 20 die Möglichkeit der Integration mehrerer Funktionen.
Hervorzuheben ist hierbei insbesondere die Anzeigefunktionalität, die den Nutzer insbesondere
über den aktuellen Status des Schutzschalters 2 informiert. Von besonderem Vorteil
ist die Variabilität des Bedientableaus 20. Prinzipiell ist über die Steuereinrichtung
20 nämlich eine weitgehend freie Steuerbarkeit des Bedientableaus 22 gegeben. Es besteht
somit die Möglichkeit, sowohl vielschichtige Informationen anzuzeigen als auch vielschichtige
Bedieneingaben zu ermöglichen. So wird beispielsweise bei dem elektronischen Schutzschalter
2 gemäß Fig. 2 über das Bedientableau 20 eine Konfiguration und Einstellmöglichkeit
des Schutzschalters 2 vorgesehen. Über das Bedientableau 20 lassen sich daher vorzugsweise
die Nennströme auswählen, ab denen der Schutzschalter 2 auslösen soll. In bevorzugten
weiteren Varianten werden zudem Informationen über den Zustand des Schutzschalters
2 zumindest temporär abgespeichert, um somit beispielsweise zu Diagnosezwecken abgerufen
werden zu können. Beispielsweise umfasst die Steuereinrichtung 22 einen Speicher,
in dem Informationen über den Zeitpunkt des Auslösens des Schutzschalters 2 hinterlegt
sind.
[0026] Insgesamt ist daher mit der Integration des Bedientableaus 20 in das Gehäuse 16 ein
hoher Bedienkomfort mit hohem Nutzwert erreicht.
[0027] Die Integration des Bedientableaus 20 wurde zu Fig. 1 und 2 beispielhaft anhand eines
Überstromschutzschalters erläutert. In gleicher Weise lässt sich das Bedientableau
20 auch in andere Arten von Schutzschaltern, beispielsweise Fehlerstromschutzschalter,
integrieren.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 2
- Schutzschalter
- 4
- Lastkreis
- 6
- Spannungsquelle
- 8
- Last
- 10
- Leitung
- 12
- Schaltelement
- 14
- Schaltglied
- 16
- Gehäuse
- 18
- Frontseite
- 20
- Bedientableau
- 22
- Steuereinrichtung
- 24
- Aktuator
- 26
- Stellglied
- C1,C2
- Kontrollsignal
- S1,S2
- Statussignal
- U
- Betriebsspannung
1. Elektrischer Schutzschalter (2), insbesondere Überstromschutzschalter, zum Unterbrechen
eines Stromkreises (4), mit einem Gehäuse (16), in dessen Innenraum ein Auslösemechanismus
mit einem Schaltelement (12) zum Trennen einer Versorgungsleitung (10) angeordnet
ist, wobei zum manuellen Schalten des Schaltelements (12), nämlich zum Zurücksetzen
des Schaltelements (12) nach einem Auslösen, ein Bedienelement vorgesehen ist, wobei
der Schutzschalter (2) zur Anordnung auf einer Hutschiene und als einpoliger Schutzschalter
(2) ausgebildet ist und bei dem im Betrieb lediglich eine Leitungsader am Gehäuse
(16) angeschlossen ist, welche über das Schaltelement (12) trennbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in das Gehäuse (16), in dem auch das Schaltelement (12) angeordnet ist, ein berührungssensitives
Bedientableau (20) als das Bedienelement integriert ist, über das das Schaltelement
manuell schaltbar ist.
2. Schutzschalter (2) nach Anspruch 1, bei dem das Bedientableau (20) in einer Frontseite
(18) des Gehäuses (16) integriert ist und weiterhin die Versorgungsleitung (10) am
Gehäuse (16) angeschlossen ist.
3. Schutzschalter (2) nach Anspruch 2, bei dem das Bedientableau (20) einen Größteil
der Frontseite (18) bildet.
4. Schutzschalter (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Bedientableau
(20) zugleich als Anzeigeelement zur Anzeige einer aktuellen Statusinformation ausgebildet
ist.
5. Schutzschalter (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Bedientableau
(20) mit einer Steuereinrichtung (22) verbunden ist, die zur Abgabe eines Steuersignals
(C2) zur Betätigung des Schaltelements (12) in Abhängigkeit der Bedienung des Bedientableaus
(20) ausgebildet ist.
6. Schutzschalter (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, der über das Bedientableau
(20) konfigurierbar ist.
7. Schutzschalter (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Schaltelement
(12) ein elektronisches Schaltelement ist und mit dem Bedientableau (20) zur Übermittlung
eines Steuersignal (C1,C2) verbunden ist.
8. Schutzschalter (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem das Schaltelement (2)
ein mechanisch betätigbares Schaltglied (14) aufweist und zur Betätigung des Schaltglieds
(14) ein Aktuator (24) vorgesehen ist, der über das Bedientableau (10) ansteuerbar
ist.
1. Electrical circuit breaker (2), in particular overcurrent circuit breaker, for interrupting
an electrical circuit (4), having a housing (16) in the interior of which a tripping
mechanism with a switching element (12) is arranged in order to disconnect a supply
line (10), an operator control element being provided in order to manually switch
the switching element (12), specifically in order to reset the switching element (12)
after it has been tripped, the circuit breaker (2) being designed to be arranged on
a top-hat rail and as a single-pole circuit breaker (2), and in which circuit breaker
only one line core, which can be disconnected by means of the switching element (12),
is connected to the housing (16) during operation, characterized in that a touch-sensitive operator control panel (20) is integrated in the housing (16),
in which the switching element (12) is also arranged, as the operator control element
by means of which the switching element can be manually switched.
2. Circuit breaker (2) according to Claim 1, in which the operator control panel (20)
is integrated in a front face (18) of the housing (16), and furthermore the supply
line (10) is connected to the housing (16).
3. Circuit breaker (2) according to Claim 2, in which the operator control panel (20)
forms a large part of the front face (18).
4. Circuit breaker (2) according to one of the preceding claims, in which the operator
control panel (20) is simultaneously in the form of a display element for displaying
up-to-date status information.
5. Circuit breaker (2) according to one of the preceding claims, in which the operator
control panel (20) is connected to a control device (22) which is designed to emit
a control signal (C2) in order to operate the switching element (12) as a function
of operation of the operator control panel (20).
6. Circuit breaker (2) according to one of the preceding claims, which circuit breaker
can be configured by means of the operator control panel (20).
7. Circuit breaker (2) according to one of the preceding claims, in which the switching
element (12) is an electronic switching element and is connected to the operator control
panel (20) in order to transmit a control signal (C1, C2).
8. Circuit breaker (2) according to one of Claims 1 to 6, in which the switching element
(12) has a mechanically operated switching member (14) and an actuator (24), which
can be activated by means of the operator control panel (20), is provided in order
to operate the switching member (14).
1. Disjoncteur électrique (2), notamment disjoncteur de protection contre les surintensités,
pour interrompre un circuit électrique (4), comprenant un boîtier (16) dans l'espace
intérieur duquel est disposé un mécanisme de déclenchement avec un élément de commutation
(12) pour déconnecter une ligne d'alimentation (10), un élément de commande étant
prévu pour la commutation manuelle de l'élément de commutation (12), à savoir pour
le réarmement de l'élément de commutation (12) après un déclenchement, le disjoncteur
(2) étant configuré pour être monté sur un rail DIN et en tant que disjoncteur (2)
unipolaire et avec lequel, en fonctionnement, un seul fil de ligne est raccordé au
boîtier (16), lequel peut être déconnecté par le biais de l'élément de commutation
(12), caractérisé en ce que dans le boîtier (16) dans lequel est également disposé l'élément de commutation (12)
est intégré un tableau de commande (20) sensible au toucher en tant qu'élément de
commande par le biais duquel l'élément de commutation peut être commuté manuellement.
2. Disjoncteur (2) selon la revendication 1, avec lequel le tableau de commande (20)
est intégré dans une face avant (18) du boîtier (16) et la ligne d'alimentation (10)
est en outre raccordée au boîtier (16).
3. Disjoncteur (2) selon la revendication 2, avec lequel le tableau de commande (20)
forme une grande partie de la face avant (18).
4. Disjoncteur (2) selon l'une des revendications précédentes, avec lequel le tableau
de commande (20) est en même temps configuré sous la forme d'un élément indicateur
pour indiquer une information d'état actuelle.
5. Disjoncteur (2) selon l'une des revendications précédentes, avec lequel le tableau
de commande (20) est relié avec un dispositif de contrôle (22) qui est configuré pour
délivrer un signal de contrôle (C2) pour actionner l'élément de commutation (12) en
fonction de la commande du tableau de commande (20).
6. Disjoncteur (2) selon l'une des revendications précédentes, lequel peut être configuré
par le biais du tableau de commande (20).
7. Disjoncteur (2) selon l'une des revendications précédentes, avec lequel l'élément
de commutation (12) est un élément de commutation électronique et est relié avec le
tableau de commande (20) pour la communication d'un signal de contrôle (C1, C2).
8. Disjoncteur (2) selon l'une des revendications 1 à 6, avec lequel l'élément de commutation
(12) présente un organe de commutation (14) qui peut être actionné mécaniquement et
il est prévu un actionneur (24) pour l'actionnement de l'organe de commutation (14),
lequel peut être commandé par le biais du tableau de commande (20).

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