[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Brandverhütung
und/oder Brandlöschung in geschlossenen Räumen, deren Raumluftatmosphäre einen vorgebbaren
Temperaturwert nicht überschreiten darf.
[0002] Ein umschlossener Raum, dessen Raumluftatmosphäre einen vorgebbaren Temperaturwert
nicht überschreiten darf, wie beispielsweise ein Kühllager, ein Archiv oder ein EDV-Raum,
ist in der Regel mit einer Klimaanlage ausgerüstet, um den Raum entsprechend klimatisieren
zu können. Die Klimaanlage ist ausgelegt und entsprechend dimensioniert, dass eine
hinreichende Wärmemenge bzw. thermische Energie aus der Raumluftatmosphäre des umschlossenen
Raumes abgeführt werden kann, um die Temperatur im Inneren des Raumes in einem vorgebbaren
Bereich zu halten. Bei einem Kühllager beispielsweise liegt die einzuhaltende Temperatur
in der Regel bei einem Wert, der eine nahezu permanente Kühlung und somit den kontinuierlichen
Betrieb einer Klimaanlage erfordert, da hier möglichst auch Temperaturschwankungen
zu vermeiden sind. Dies gilt insbesondere für Tiefkühllager, die bei bis zu -20°C
betrieben werden.
[0003] Eine Klimaanlage ist aber auch bei beispielsweise EDV-Räumen oder Schaltschränken
einzusetzen, um zu vermeiden, dass - insbesondere aufgrund der im Inneren des Raumes
von elektronischen Komponenten etc. erzeugten Abwärme - die Temperatur der Raumluftatmosphäre
einen kritischen Wert annimmt.
[0004] Die Dimensionierung der Klimaanlage ist dabei so zu wählen, dass zu jeder Zeit aus
der Raumluftatmosphäre eine hinreichende Wärmemenge abgeführt werden kann, so dass
die Temperatur im Inneren des Raumes den je nach Bedarf und Anwendungsfall vorgegebenen
Temperaturwert nicht überschreitet.
[0005] Die von der Klimaanlage aus der Raumluftatmosphäre abzuführende Wärmemenge hängt
von dem Wärmestrom ab, der durch die Raumhülle in das Innere des Raumes diffundiert
(Wärme-Konduktion). Wenn in dem umschlossenen Raum auch wärmeabstrahlende Objekte
vorhanden sind, liefert ferner die im Inneren des Raumes erzeugte Abwärme einen nicht
zu vernachlässigen Beitrag zu der nach Außen abzuführenden Wärmemenge. Insbesondere
bei Serverräumen aber auch Schaltschränken, in denen Computerbauteile untergebracht
sind, spielt die hinreichende Abführung der entstehenden Abwärme eine entscheidende
Rolle, damit eine Überhitzung und Fehlfunktion oder gar Zerstörung der elektronischen
Bauelemente wirksam verhindert werden kann.
[0006] Andererseits ist es als präventiver Brandschutz bekannt, in umschlossenen Räumen,
die beispielsweise nur gelegentlich von Personen betreten werden und deren Einrichtungen
sensibel auf Wassereinwirkung reagieren, einer Brandgefahr dadurch zu begegnen, dass
die Sauerstoffkonzentration in der Raumluftatmosphäre auf ein bestimmtes Inertisierungsniveau
von beispielsweise 15 Vol.-% Sauerstoffgehalt oder niedriger dauerhaft abgesenkt wird.
Bei einer reduzierten Sauerstoffkonzentration ist die Entflammbarkeit der meisten
brennbaren Materialien - im Vergleich zu dem Sauerstoffanteil von fast 21 Vol.-% der
natürlichen Umgebungsluft - deutlich reduziert.
[0007] Eine solche Inertisierungsanlage für geschlossene Räume wird beispielsweise in
DE 198 11 851 A1 beschrieben.
[0008] Haupteinsatzgebiet einer derartigen "Inertisierungstechnik", wie das Fluten eines
brandgefährdeten Raumes durch sauerstoffverdrängende Gase, wie Kohlendioxid, Stickstoff,
Edelgase und Gemische daraus, genannt wird, sind EDV-Bereiche, elektrische Schalt-
und Verteilerräume, umschlossene Einrichtungen sowie Lagerbereiche mit hochwertigen
Wirtschaftsgütern.
[0009] Der Einsatz der Inertisierungstechnik bei Räumen, deren Raumluftatmosphäre einen
vorgebbaren Temperaturwert nicht überschreiten darf, bringt jedoch gewisse Probleme
mit sich. Dies liegt daran, dass der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes regelmäßig
oder kontinuierlich Inertgas nachgeführt werden muss, damit ein in der Raumluftatmosphäre
eingestelltes Inertisierungsniveau gehalten werden kann. Ansonsten würde sich das
bewusst eingestellte Sauerstoffkonzentrationsgefälle zwischen der Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes einerseits und der Außenatmosphäre andererseits je nach Raumdichtigkeit
und Luftwechselrate früher oder später aufheben.
[0010] Demnach sind herkömmliche Systeme, bei denen die Inertisierungstechnik als präventiver
Brandschutz verwendet wird, in der Regel mit einer Anlage zum Bereitstellen eines
sauerstoffverdrängenden Gases (Inertgas) ausgerüstet. Diese Anlage ist dabei ausgelegt,
in Abhängigkeit von dem Sauerstoffgehalt in der Raumluftatmosphäre dem Raum eine zur
Aufrechterhaltung des Inertisierungsniveaus hinreichende Inertgasmenge zuzuführen.
Als Anlage zum Bereitstellen eines Inertgases bietet sich hierbei insbesondere ein
mit einem Druckluftkompressor verbundener Stickstoffgenerator an, der bei Bedarf das
Inertgas (hier also die mit Stickstoff angereicherte Luft) direkt vor Ort erzeugt.
Bei einem derartigen Stickstoffgenerator wird die normale Außenluft in einem Verdichter
komprimiert und mit Hohlfasermembranen in mit Stickstoff angereicherte Luft und Restgase
getrennt. Während die Restgase ins Freie abgeleitet werden, ersetzt die mit Stickstoff
angereicherte Luft im umschlossenen Raum einen Teil der Raumluft und reduziert damit
den erforderlichen Sauerstoffanteil.
[0011] Die Zufuhr der mit Stickstoff angereicherten Luft wird üblicherweise aktiviert, sobald
die Sauerstoffkonzentration in der Raumluftatmosphäre einen vorgegebenen Schwellenwert
überschreitet. Der vorgegebene Schwellenwert ist in Abhängigkeit des einzuhaltenden
Inertisierungsniveaus gewählt.
[0012] Der Einsatz eines derartigen Systems zur Brandverhütung bei Räumen, deren Raumluftatmosphäre
einen vorgebbaren Temperaturwert nicht überschreiten darf, ist mit gewissen Nachteilen
verbunden, da es sich nicht vermeiden lässt, dass in die Raumluftatmosphäre des umschlossenen
Raumes aufgrund des regelmäßigen oder kontinuierlichen Nachführens von Inertgas auch
thermische Energie (Wärme) eingebracht wird. Diese zusätzlich eingebrachte Wärmemenge
muss anschließend wieder mit der Klimaanlage abgeführt werden. Demnach ist die zur
Klimatisierung zum Einsatz kommende Klimaanlage entsprechend größer zu dimensionieren.
Insbesondere ist sicherzustellen, dass auch die zusätzliche Wärmemenge, die infolge
des Nachführens von Inertgas kontinuierlich oder regelmäßig in das Innere des Raumes
gelangt, wirksam abgeführt werden kann.
[0013] Dabei ist zusätzlich zu berücksichtigen, dass die mit Stickstoff angereicherte Luft,
die in einem Stickstoffgenerator erzeugt und in das Innere des Raumes eingeleitet
wird, in der Regel eine gegenüber der Temperatur der Außenluft erhöhte Temperatur
aufweist.
[0014] Selbst wenn zum Bereitstellen von Inertgas kein Stickstoffgenerator, sondern Stahlflaschen
etc. verwendet werden, in denen das Inertgas komprimiert gelagert wird, ist zu berücksichtigen,
dass auch hier in die Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes oftmals eine zusätzliche
Wärmemenge eingeführt wird. Demnach besteht ebenfalls die Gefahr, dass zusätzliche
Kälteverluste auftreten, die von der Klimaanlage entsprechend kompensiert werden müssen.
[0015] Demnach bleibt festzuhalten, dass der Einsatz einer herkömmlichen Inertisierungstechnik
bei umschlossenen Räumen, deren Raumluftatmosphäre einen vorgebbaren Temperaturwert
nicht überschreiten darf, mit erhöhten Betriebskosten verbunden ist, da die zur Klimatisierung
des Raumes erforderliche Klimaanlage entsprechend größer dimensioniert sein muss.
[0016] Ausgehend von dieser Problemstellung liegt somit der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, für umschlossene Räumen, deren Raumluftatmosphäre mit Hilfe einer Klimaanlage
etc. in einem vorgegeben Temperaturbereich gehalten wird, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Brandverhütung anzugeben, wobei die von der Klimaanlage bereitzustellende Kühlkapazität
selbst dann nicht erhöht werden muss, wenn in die Raumluftatmosphäre kontinuierlich
oder regelmäßig Inertgas nachgeführt wird, um im Inneren des umschlossenen Raumes
ein bestimmtes Inertisierungsniveau einzustellen bzw. zu halten.
[0017] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass zunächst ein verflüssigtes Inertgas (wie beispielsweise Stickstoff) in einem
Behälter bereitgestellt wird, dass anschließend ein Teil des bereitgestellten Inertgases
einem Verdampfer zugeführt und in diesem verdampft wird, und dass schließlich das
in dem Verdampfer verdampfte Inertgas der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes
in geregelter Weise zugeführt wird, so dass der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre
des umschlossenen Raumes entweder auf ein bestimmtes Inertisierungsniveau abgesenkt
und/oder auf einem bestimmten (bereits eingestellten) Inertisierungsniveau gehalten
wird. Insbesondere ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Wärmeenergie, die zum
Verdampfen des flüssigen Inertgases erforderlich ist, direkt oder indirekt der Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes entnommen wird.
[0018] Im Hinblick auf die Vorrichtung wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass die Vorrichtung der eingangs genannten Art einerseits eine Sauerstoffmesseinrichtung
zum Messen des Sauerstoffgehaltes in der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes
und andererseits eine Anlage zum geregelten Einleiten von Inertgas in die Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes aufweist. Im einzelnen ist vorgesehen, dass die Anlage einen
Behälter zum Bereitstellen und Lagern des Inertgases in verflüssigter Form und einen
mit dem Behälter verbundenen Verdampfer aufweist. Der Verdampfer dient einerseits
zum Verdampfen von zumindest einem Teil des in dem Behälter bereitgestellten Inertgases
und andererseits zum Einleiten des verdampften Inertgases in die Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes. Ferner umfasst die Vorrichtung gemäß der hier vorgeschlagenen
Lösung eine Steuerung, die ausgelegt ist, in Abhängigkeit von dem gemessenen Sauerstoffgehalt
die Anlage zum geregelten Einleiten von Inertgas derart anzusteuern, dass der Sauerstoffgehalt
in der Atmosphäre des umschlossenen Raumes auf ein bestimmtes Inertisierungsniveau
abgesenkt und/oder auf einem bestimmten (bereits eingestellten) Inertisierungsniveau
gehalten wird. Insbesondere ist dabei der Verdampfer ausgelegt, die zum Verdampfen
des flüssigen Inertgases erforderliche Wärmeenergie der Raumluftatmosphäre des umschlossenen
Raumes direkt oder indirekt zu entnehmen.
[0019] Unter dem hierin verwendeten Begriff "Inertisierungsniveau" ist ein im Vergleich
zum Sauerstoffgehalt der normalen Umgebungsluft reduzierter Sauerstoffgehalt zu verstehen.
Dabei wird auch von einem "Grundinertisierungsniveau" gesprochen, wenn der in der
Raumluftatmosphäre eingestellte reduzierte Sauerstoffgehalt noch keinerlei Gefährdung
von Personen oder Tieren bedeutet, so dass diese den umschlossenen Raum weiterhin
problemlos betreten können. Das Grundinertisierungsniveau entspricht einem Sauerstoffgehalt
in der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes von beispielsweise 13 Vol.-% bis
17 Vol.-%.
[0020] Hingegen ist unter dem Begriff "Vollinertisierungsniveau" ein im Vergleich zum Sauerstoffgehalt
des Grundinertisierungsniveaus weiter reduzierter Sauerstoffgehalt zu verstehen, bei
welchem die Entflammbarkeit der meisten Materialien bereits soweit herabgesetzt ist,
dass sich diese nicht mehr entzünden können. Abhängig von der in dem umschlossenen
Raum vorhandenen Brandlast liegt das Vollinertisierungsniveau in der Regel etwa bei
11 Vol.-% oder 12 Vol.-% Sauerstoffgehalt. Selbstverständlich sind hier aber auch
andere Werte denkbar.
[0021] Die mit der erfindungsgemäßen Lösung erzielbaren Vorteile liegen auf der Hand. Dadurch,
dass die in dem Verdampfer zum Verdampfen des flüssigen Inertgases erforderliche Wärmeenergie
der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes entnommen wird, kann erreicht werden,
dass im Inneren des Raumes - gleichzeitig mit dem Nachführen bzw. Einleiten von Inertgas
in die Raumluftatmosphäre - ein Kühleffekt auftritt. Dieser Kühleffekt kann dazu verwendet
werden, dass die Raumluftatmosphäre den vorgegebenen Temperaturwert nicht überschreitet.
Durch das Ausnutzen dieses synergistischen Effektes kann - trotz des Einsatzes der
Inertisierungstechnik - die von einer Klimaanlage bereitzustellende Kühlleistung beibehalten
oder sogar reduziert werden.
[0022] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung handelt es sich um eine anlagentechnische Verwirklichung
des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Bereitstellen eines präventiven Brandschutzes
bei Räumen, deren Raumluftatmosphäre einen vorgebbaren Temperaturwert nicht überschreiten
darf.
[0023] Vorteilhafte Weiterbildungen zu dem erfindungsgemäßen Verfahren sind in den Unteransprüchen
2 bis 12 und zu der erfindungsgemäßen Vorrichtung in den Unteransprüchen 14 bis 22
angegeben.
[0024] In einer besonders bevorzugten Realisierung der erfindungsgemäßen Lösung wird das
Verdampfen des bereitgestellten Inertgases innerhalb des umschlossenen Raumes durchgeführt.
Dabei ist vorgesehen, dass vor dem Verdampfen des Inertgases dieses in flüssiger Form
einem im Inneren des Raumes angeordneten Verdampfer zugeführt wird. Hierbei handelt
es sich um eine besonders leicht zu realisierende aber dennoch effektive Art und Weise,
um der Raumluftatmosphäre durch Verdampfen des flüssigen Inertgases im Inneren des
Raumes eine bestimmte Wärmemenge (Verdampfungswärme) zu entnehmen und den Raum ohne
den Einsatz einer Klimaanlage abzukühlen.
[0025] Alternativ hierzu ist es allerdings auch denkbar, dass das bereitgestellte Inertgas
nicht innerhalb, sondern außerhalb des umschlossenen Raumes verdampft wird. Hierbei
sollte in vorteilhafter Weise die zum Verdampfen des Inertgases erforderliche Wärmeenergie
zumindest teilweise über Wärmeleitung der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes
entnommen werden. So ist es beispielsweise denkbar, dass bei dieser Ausführungsform
ein außerhalb des umschlossenen Raumes angeordneter Verdampfer verwendet wird. Dem
Verdampfer ist vorzugsweise ein Wärmetauscher zugeordnet, welcher so ausgelegt ist,
dass er eine Wärmeübertragung von der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes
zu dem in dem Verdampfer zu verdampfenden Inertgas ermöglicht.
[0026] Bei der zuletzt genannten Ausführungsform, bei welcher das Inertgas außerhalb des
umschlossenen Raumes verdampft wird, ist es von Vorteil, wenn der Betrag der Wärmeenergie,
die zum Verdampfen des Inertgases durch Wärmeleitung aus der Raumluftatmosphäre entnommen
wird, in geregelter Weise einstellbar ist. Dies lässt sich beispielsweise dadurch
realisieren, dass die Wärmeleitfähigkeit eines zur Entnahme der erforderlichen Wärmemenge
verwendeten Wärmeleiters einstellbar ist. Vorzugsweise wird dabei die Wärmeleitfähigkeit
des Wärmeleiters in Abhängigkeit von der Ist-Temperatur, d.h. der gegenwärtig in dem
umschlossenen Raum vorliegenden und gemessenen Temperatur, und/oder einer vorgebbaren
Soll-Temperatur eingestellt.
[0027] Zur Realisierung dieser Weiterentwicklung ist es bevorzugt, dass die Vorrichtung
ferner eine Temperaturmesseinrichtung zum Messen der Temperatur der Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes aufweist, um kontinuierlich oder zu vorgegebenen Zeiten und/oder
Ereignissen die in dem umschlossenen Raum herrschende Ist-Temperatur bestimmen zu
können. Die Wärmeleitfähigkeit des Wärmeleiters, der zur Entnahme der zum Verdampfen
erforderlichen Wärmemenge verwendet wird, kann dann in Abhängigkeit der gemessenen
Ist-Temperatur eingestellt werden. Im einzelnen ist es denkbar, dass zum Übertragen
der Wärmemenge von der Raumluftatmosphäre zu dem in dem Verdampfer zu verdampfenden
Inertgas ein Wärmetauscher mit einem Wärmeübertrager verwendet wird. Über die Steuerung
sollte dabei der Wirkungsgrad des Wärmeübertragers in Abhängigkeit von der gemessenen
Ist-Temperatur und/oder einer vorgebbaren Soll-Temperatur einstellbar sein.
[0028] Damit die zum Verdampfen des Inertgases erforderliche Wärmeenergie zumindest teilweise
über Wärmeleitung der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes entnommen und dem
Verdampfer zugeführt werden kann, ist es andererseits auch denkbar, dass bei der erfindungsgemäßen
Lösung ein sogenannter "Luftverdampfer" verwendet wird. Ein Luftverdampfer im Sinne
der vorliegenden Erfindung ist ein Verdampfer, der mit Hilfe der Raumluft des umschlossenen
Raumes auf einer "moderaten" Temperatur gehalten wird, bei welcher es möglich ist,
das Inertgas von seinem flüssigen Aggregatzustand in seinen gasförmigen Aggregatzustand
umzuwandeln.
[0029] Das einem Luftverdampfer zugrundeliegende technische Prinzip ist besonders einfach
und fehlersicher zu realisieren. So ist es denkbar, dass der Luftverdampfer beispielsweise
aus Aluminiumrohren mit Längsrippen besteht. Ein derartiger Luftverdampfer arbeitet
insbesondere ohne zusätzliche Fremdenergie, d.h. allein durch Wärmetausch mit einer
Luftmenge, die der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes entnommen wird. Auf
diese Weise lässt sich das verflüssigte Inertgas verdampfen und auf nahezu die Temperatur
der Raumluftatmosphäre anwärmen. Gleichzeitig wird vorzugsweise über Wärmeleitung
die zum Verdampfen des Inertgases erforderliche Wärmeenergie der Luft entnommen, die
dem Verdampfer bzw. dem Wärmetauscher des Verdampfers als Warmluft zugeführt wird,
so dass sich diese Luftmenge entsprechend abkühlt. Indem diese abgekühlte Luft anschließend
wieder dem Raum zugeführt wird, kann der beim Verdampfen des Inertgases auftretende
Kühleffekt unmittelbar zum Kühlen des Raumes verwendet werden. Insbesondere kann somit
eine zur Klimatisierung des Raumes verwendete Klimaanlage kleiner dimensioniert werden.
[0030] Dieser Kühleffekt ist insbesondere abgekoppelt von der Kühlleistung einer zum Klimatisieren
des umschlossenen Raumes verwendeten Klimaanlage. Insbesondere wird bei dieser Ausführungsform
ein Luftverdampfer mit einem Wärmetauscher eingesetzt, wobei in dem Wärmetauscher
einerseits (als zu erwärmendes Medium) das in den umschlossenen Raum einzuleitende
Inertgas und andererseits (als abzukühlendes Medium) eine Teilmenge der Luft aus der
Raumluftatmosphäre verwendet wird.
[0031] Vorzugsweise ist bei dieser Ausführungsform der Wärmetauscher des Luftverdampfers
über ein Luftkanalsystem mit dem umschlossenen Raum verbunden, damit zum einen dem
Wärmetauscher (als abzukühlendes Medium) Warmluft aus der Raumluftatmosphäre zugeführt
werden kann. Zum anderen wird das Luftkanalsystem dazu verwendet, dass nach dem Verdampfen
des verflüssigten Inertgases die dem Wärmetauscher des Luftverdampfers zugeführte
Luft wieder als abgekühlte Luft (Kaltluft) in den umschlossenen Raum eingeleitet werden
kann. Besonders bevorzugt wird bei diesem Luftkanalsystem zum Abführen der Luft aus
der Raumluftatmosphäre zumindest ein Warmluftkanal verwendet, der gleichzeitig auch
dazu dient, bei Bedarf einer zur Klimatisierung des umschlossenen Raumes verwendeten
Klimaanlage Warmluft aus der Raumluftatmosphäre zuzuführen.
[0032] Andererseits ist es ferner bevorzugt, dass die dem Wärmetauscher des Luftverdampfers
zugeführte (Warm-)Luft nach dem Verdampfen des Inertgases über einen Kaltluftkanal
wieder als abgekühlte (Kalt-)Luft in den umschlossenen Raum eingeleitet wird, wobei
dieser Kaltluftkanal gleichzeitig auch dazu dienen kann, die bei Bedarf von der zur
Klimatisierung des umschlossenen Raumes verwendeten Klimaanlage heruntergekühlte Luft
wieder der Raumluftatmosphäre zuzuführen.
[0033] Durch die gemeinsame Nutzung des Warmluftkanals und des Kaltluftkanals durch die
Klimaanlage einerseits und den Wärmetauscher des Luftverdampfers andererseits ist
es möglich, die erfindungsgemäße Lösung bei einem umschlossenen Raum einzusetzen,
ohne dass größere Baumaßnahmen anfallen, da insbesondere keine zusätzlichen Luftkanäle
bereitgestellt werden müssen.
[0034] Schließlich ist im Hinblick auf die Vorrichtung noch als weiterer Vorteil zu nennen,
dass auch der Wärmetauscher als eine Komponente einer zur Klimatisierung des umschlossenen
Raumes verwendeten Klimaanlage ausgeführt sein kann. Beispielsweise ist es denkbar,
dass die Klimaanlage selber einen Wärmetauscher aufweist, durch den eine Teilmenge
der Luft aus der Raumluftatmosphäre geleitet wird, um thermische Energie von der Luft
auf ein Kühlmedium zu übertragen. Vorzugsweise ist dabei der Wärmetauscher der Klimaanlage
dem Wärmetauscher des Verdampfers vor- oder nachgeschaltet.
[0035] Bei der zuletzt genannten Ausführungsform, bei welcher ein Luftverdampfer mit einem
Wärmetauscher verwendet wird, ist bevorzugt vorgesehen, dass die Menge der dem Wärmetauscher
als Warmluft zugeführten Luft in Abhängigkeit von der Ist-Temperatur und/oder einer
vorgebbaren Soll-Temperatur einstellbar ist. Hierzu ist es vorteilhaft, wenn ferner
eine Temperaturmesseinrichtung zum Messen der Ist-Temperatur in der Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes vorgesehen ist.
[0036] Im Hinblick auf das bei der erfindungsgemäßen Lösung verwendete Inertgas ist bevorzugt
vorgesehen, dass dieses in gesättigtem Zustand in dem Behälter gelagert ist. Insbesondere
sollte dabei das Inertgas bei einer Temperatur gelagert werden, die einige Grad unterhalb
des für das Inertgas kritischen Punktes liegt.
[0037] Wenn beispielsweise als Inertgas Stickstoff verwendet wird, dessen kritische Temperatur
-147 °C beträgt, und dessen kritischer Druck bei 34 bar liegt, ist es bevorzugt, dass
die Lagerung des Stickstoffes bei einem Druck im Bereich zwischen 25 und 33 bar, vorzugsweise
bei 30 bar, und der entsprechenden Sättigungstemperatur erfolgt. Dabei ist zu berücksichtigen,
dass der Behälterdruck hinreichend hoch sein sollte, damit der Vorratsdruck das Inertgas
möglichst schnell zu dem Verdampfer pressen kann. Vorzugsweise wird dabei ein Vorratsdruck
von 20 bis 30 bar angenommen, damit die Leitungen, welche den Behälter zur Lagerung
des verflüssigten Inertgases mit dem Verdampfer verbinden, möglichst kleine Leitungsdurchmesser
aufweisen können. Bei einem Vorratsdruck von beispielsweise 30 bar würde die Sättigungstemperatur
bei -150 °C liegen, womit ein genügend großer Abstand von der kritischen Temperatur
von -147 °C eingehalten werden kann.
[0038] Die erfindungsgemäße Lösung ist allerdings nicht nur als präventiver Brandschutz
geeignet, bei welchem durch eine vorzugsweise dauerhafte Reduzierung des Sauerstoffgehaltes
in der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes die Entflammbarkeit der in diesem
Raum gelagerten Waren herabgesetzt wird. Vielmehr ist es auch denkbar, dass im Falle
eines Brandes oder bei Bedarf der Sauerstoffgehalt der Raumluftatmosphäre auf ein
bestimmtes Vollinertisierungsniveau weiter abgesenkt wird, und zwar indem der Raumluftatmosphäre
in geregelter Weise Inertgas zugeführt wird.
[0039] Das Einstellen (und Halten) des Vollinertisierungsniveaus kann beispielsweise zum
Zwecke der Brandlöschung erfolgen. In diesem Fall ist es bevorzugt, dass die Vorrichtung
ferner eine Branderkennungsvorrichtung zum Messen einer Brandkenngröße in der Atmosphäre
des umschlossenen Raumes aufweist.
[0040] Unter dem hierin verwendeten Begriff "Brandkenngröße" werden physikalische Größen
verstanden, die in der Umgebung eines Entstehungsbrandes messbaren Veränderungen unterliegen,
z.B. die Umgebungstemperatur, der Feststoff- oder Flüssigkeits- oder Gasanteil in
der Umgebungsluft (Bildung von Rauch in Form von Partikeln oder Aerosolen oder Dampf)
oder die Umgebungsstrahlung.
[0041] Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Lösung zur Löschung von Bränden ist es somit
denkbar, dass die Absenkung auf das Vollinertisierungsniveau in Abhängigkeit von einem
Messwert des Detektors für eine Brandkenngröße erfolgt.
[0042] Andererseits ist es allerdings auch denkbar, dass die Absenkung auf das Vollinertisierungsniveau
in Abhängigkeit von den im umschlossenen Raum gelagerten Waren, und insbesondere deren
Entzündungsverhalten, erfolgt. Demnach ist es möglich, in einem Raum, in welchem beispielsweise
besonders leicht entzündliche Güter gelagert sind, auch als präventiver Brandschutz
ein Vollinertisierungsniveau einzustellen.
[0043] Zur Absenkung des Sauerstoffgehaltes in der Raumluftatmosphäre des umschlossenen
Raumes auf das Vollinertisierungsniveau ist es denkbar, dass das Vollinertisierungsniveau
durch maschinelle Produktion und nachfolgende Einleitung eines sauerstoffverdrängenden
Gases eingestellt wird. Ebenso ist es jedoch auch möglich, dass das zum Einstellen
und Halten des Vollinertisierungsniveaus zuzuführende bzw. nachzuführende Inertgas
in dem vorzugsweise als Kältetank ausgeführten Behälter bereitgestellt und mit dem
Verdampfer verdampft wird.
[0044] Es ist ersichtlich, dass die erfindungsgemäße Lösung als präventiver Brandschutz
in einem umschlossenen Kühllager, einem EDV-Raum oder in einem dergleichen Raum verwendet
werden kann, wobei die Raumluftatmosphäre dieses Raumes einen Temperaturwert nicht
überschreiten darf. Darüber hinaus eignet sich die erfindungsgemäße Lösung auch besonders
bevorzugt als präventiver Brandschutz in einem umschlossenen Schaltschrank oder in
einer dergleichen Einrichtung, bei der ebenfalls die Raumluftatmosphäre einen Temperaturwert
nicht überschreiten darf.
[0045] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
anhand der Zeichnungen beschrieben.
[0046] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung; und
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht einer dritten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0047] In Fig. 1 ist eine erste bevorzugte Realisierung der erfindungsgemäßen Lösung schematisch
dargestellt. Hierbei kommt eine präventive Brandschutzmaßnahme bei einem klimatisierten
Raum 10 zum Einsatz. Der Raum 10 ist beispielsweise ein Kühllager oder ein EDV-Raum,
also ein Raum, dessen Raumluftatmosphäre einen vorgebbaren Temperaturwert nicht überschreiten
darf.
[0048] Zur Klimatisierung des Raumes 10 kann eine in den Zeichnungen nicht explizit dargestellte
Klimaanlage verwendet sein, auf deren Funktionsweise hier nicht im einzelnen eingegangen
werden soll. Kurz zusammengefasst sollte die Klimaanlage so ausgelegt sein, dass mit
Hilfe der Klimaanlage der Raumluftatmosphäre des Raumes 10 eine hinreichende Wärmemenge
entnommen werden kann, damit im Inneren des Raumes 10 die Temperatur in einem vorgebbaren
Temperaturbereich gehalten werden kann.
[0049] Mit der Erfindung wird eine präventive Brandschutzmaßnahme für klimatisierte Räume,
wie beispielsweise Kühllager oder EDV-Räume, angegeben. Die erfindungsgemäße Lösung
zeichnet sich dadurch aus, dass bei Bedarf die Kühlwirkung, die beim Verdampfen eines
in die Raumluftatmosphäre einzuleitenden Inertgases auftritt, entweder direkt oder
indirekt zur Kühlung des Raumes 10 ausgenutzt wird. Demnach kann mit der erfindungsgemäßen
Lösung erreicht werden, dass die von der Klimaanlage bereitzustellende Kühlleistung
entsprechend reduziert wird. Dies verringert nicht nur die Betriebskosten der gesamten
Anlage, vielmehr kann auch bereits bei der Planung des Raumes 10 die Klimaanlage entsprechend
kleiner dimensioniert werden.
[0050] Bei der ersten bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist vorgesehen, dass ein
Inertgas, wie beispielsweise Stickstoff, in verflüssigter Form in einem hier als Kältetank
ausgeführten Behälter 1 gelagert wird. Damit als präventiver Brandschutz in der Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes 10 ein bestimmtes Inertisierungsniveau eingestellt und gehalten
werden kann, wird einem in Fig. 1 nur schematisch dargestellten Verdampfer 16 über
eine Flüssiggaszuleitung 8 ein Teil des in dem Behälter 1 gelagerten Inertgases 37
in flüssiger Form zugeführt.
[0051] Bei der in Fig. 1 schematisch dargestellten Anlage ist der Verdampfer 16 im Inneren
des umschlossenen Raumes 10 angeordnet. Bei dem Verdampfer 16 kann es sich beispielsweise
um einen Luftverdampfer handeln, der zumindest teilweise von der Raumluft des umschlossenen
Raumes umgeben wird. Auf diese Weise ist es möglich, dass einerseits der Verdampfer
16 nahezu immer auf der Temperatur der Raumluftatmosphäre gehalten wird, und dass
andererseits im Verdampfer 16 das in flüssiger Form zugeführte Inertgas in seinen
gasförmigen Aggregatzustand umgewandelt und somit verdampft werden kann. Der Verdampfer
16 selber kann sich zwar während des Verdampfens von dem Inertgas kurzzeitig abkühlen,
allerdings wird er anschließend wieder von der Raumluft aufgewärmt.
[0052] Damit in dem Verdampfer 16 das in flüssiger Form zugeführte Inertgas 37 in seinen
gasförmigen Aggregatzustand übergehen kann, ist es erforderlich, dass dem Verdampfer
die sogenannte "Verdampfungswärme" bereitgestellt wird. Hierbei handelt es sich um
eine für das zu verdampfende Inertgas spezifische Wärmemenge (thermische Energie),
welche dem Inertgas zugeführt werden muss, damit die im flüssigen Aggregatzustand
wirkenden zwischenmolekülaren Kräfte überwunden werden können.
[0053] Bei der in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsform entnimmt der Verdampfer die
zum Verdampfen des Inertgases 37 erforderliche Wärmemenge unmittelbar der Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes 10, da der Verdampfer 16 im Inneren des Raumes 10 angeordnet
ist. Demnach wird der Raumluftatmosphäre des Raumes 10 beim Verdampfen des flüssigen
Inertgases 37 thermische Energie entzogen, infolgedessen sich die Raumluftatmosphäre
des Raumes 10 entsprechend abkühlt. Dieser Kühleffekt, der dazu verwendet wird, die
Raumluftatmosphäre des Raumes 10 herunterzukühlen, tritt insbesondere dann auf, wenn
Inertgas in die Raumluftatmosphäre des Raumes 10 eingeführt wird.
[0054] Wie dargestellt, ist dem Verdampfer 16 eine Inertgasleitung 3 nachgeschaltet, über
welche das im Verdampfer 16 verdampfte Inertgas im gasförmigen Zustand zu den Auslassdüsen
2 geleitet wird.
[0055] Im einzelnen erfolgt die Zufuhr des flüssigen Inertgases 37 von dem Behälter 1 zu
dem Verdampfer 16 in einer über eine Steuerung 11 regelbaren Weise. Hierzu ist der
Flüssiggasleitung 8 ein über die Steuerung 11 entsprechend ansteuerbares Ventil 9
zugeordnet.
[0056] Die Menge des in dem Verdampfer 16 zu verdampfenden und anschließend in den Raum
10 einzuleitenden Inertgases wird vorzugsweise über eine entsprechende von der Steuerung
11 initiierte Ansteuerung des Ventils 9 geregelt. Die Steuerung 11 gibt hierzu über
eine Steuerleitung 40 ein Ansteuersignal an das der Flüssiggaszuleitung 8 zugeordnete
Ventil 9 ab. Das Ventil 9 lässt sich auf diese Weise öffnen und schließen, so dass
bei Bedarf eine bestimmte Teilmenge des im Behälter 1 gelagerten Inertgases 37 - nachdem
es dem Verdampfer 16 zugeführt und dort verdampft wurde - in die Raumluftatmosphäre
des Raumes 10 eingeleitet werden kann.
[0057] Die Steuerung 11 sollte insbesondere dahingehend ausgelegt sein, dass sie selbständig
ein entsprechendes Ansteuersignal an das Ventil 9 abgibt, wenn Inertgas in die Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes 10 nachgeführt werden muss, um den Sauerstoffgehalt der Raumluftatmosphäre
auf ein bestimmtes Inertisierungsniveau einzustellen oder auf einem bestimmten Inertisierungsniveau
zu halten. Indem der Sauerstoffgehalt der Raumluftatmosphäre über die geregelte Zufuhr
von Inertgas auf einem bestimmten Inertisierungsniveau gehalten wird, liegt in dem
Raum 10 eine Dauerinertisierung, welche einen präventiver Brandschutz ermöglicht.
[0058] Das in dem Raum 10 durch geregeltes Zuführen oder Nachführen von Inertgas einzustellende
oder zu haltende Inertisierungsniveau wird vorzugsweise in Abhängigkeit der Brandlast
des umschlossenen Raumes 10 gewählt. So ist es beispielsweise denkbar, dass in der
Raumluftatmosphäre ein relativ niedriger Sauerstoffgehalt von beispielsweise etwa
12 Vol.-%, 11 Vol.-% oder niedriger eingestellt wird, wenn leichtentzündliche Stoffe
oder Waren in dem Raum 10gelagert werden.
[0059] Andererseits ist es selbstverständlich auch denkbar, dass die Steuerung 11 das Ventil
9 derart ansteuert, dass - ausgehend von einem Sauerstoffgehalt von etwa 21 Vol.-%
- im Inneren des Raumes 10 zunächst ein bestimmtes Inertisierungsniveau aufgebaut
und dann gehalten wird.
[0060] Damit im Raum 10, beispielsweise in Abhängigkeit von der Brandlast des Raumes 10
oder zu bestimmten Zeiten oder Ereignissen, ein vorab festgelegtes Inertisierungsniveau
eingestellt werden kann, ist die Steuerung 11 mit einer Steuerschnittstelle 38 versehen,
über welche von einem Benutzer Sollwerte für das einzustellende und/oder zu haltende
Inertisierungsniveau eingegeben werden können.
[0061] Vorzugsweise ist im Inneren des Raumes 10 zumindest ein Sauerstoffsensor 4 angeordnet,
über den kontinuierlich oder zu vorgebbaren Zeiten bzw. Ereignissen der Sauerstoffgehalt
in der Raumluftatmosphäre des Raumes 10 gemessen wird. Der von diesem Sensor 4 erfasste
Sauerstoffmesswert kann der Steuerung 11 über eine Signalleitung 39 zugeführt werden.
Es ist denkbar, dass ein aspirativ arbeitendes System zum Einsatz kommt, bei welchem
über ein (nicht explizit dargestelltes) Rohrleitungs- oder Kanalsystem ständig repräsentative
Teilmengen der Raumluft angesaugt und diese Teilemengen dem Sauerstoffsensor 4 zugeführt
werden. Allerdings ist es auch denkbar, zumindest einen Sauerstoffsensor 4 direkt
im Inneren des Raumes 10 anzuordnen.
[0062] Wie bereits angedeutet, wird bei der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung das Inertgas in verflüssigter Form in dem Behälter 1 gelagert. Der Behälter
1 ist zur dauerhaften Wärmeisolierung vorzugsweise als doppelwandiger Kältetank ausgeführt.
Hierzu kann der Behälter 1 einen Innenbehälter 36 und einen tragenden Außenbehälter
24 aufweisen. Der Innenbehälter 36 ist beispielsweise aus kältezähem Cr-Ni-Stahl gefertigt,
während Baustahl etc. als Material für den Außenbehälter 24 in Frage kommt. Der Raum
zwischen dem Innenbehälter 36 und dem Außenbehälter 32 kann mit Perlit ausgekleidet
und zusätzlich durch ein Vakuum isoliert sein. Dies ermöglicht eine besonders gute
Wärmeisolierung.
[0063] Damit bei Bedarf das Vakuum im Zwischenraum zwischen dem Innenbehälter 36 und dem
Außenbehälter 24 erneuert oder neu eingestellt werden kann, weist der Behälter 1 einen
Vakuumanschluss 18 auf, an welchem beispielsweise entsprechende Vakuumpumpen anschließbar
sind.
[0064] Der bei der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung zum Einsatz
kommende Kältetank ist so ausgeführt, dass selbst beim Auffüllen des Behälters 1 mit
flüssigem Inertgas der Druck im Innenbehälters 36 konstant bleibt, so dass auch während
des Betankens über die Flüssiggasleitung 8 problemlos Inertgas in flüssiger Form entnommen
werden kann. Zum Befüllen des Behälters 1 selber wird, beispielsweise von einem Tankfahrzeug,
tiefkaltes Inertgas über einen Füllanschluss 28 in eine Füllleitung 34 gepumpt. Die
Füllleitung 34 ist über Ventile 29 bis 32 mit dem Innenbehälter 36 des Inertgasbehälters
1 verbunden. Während des Befüllens des Behälters 1 ist über den optionalen Flüssiggasentnahmeanschluss
bzw. Inertgasentnahmeanschluss 33 auch eine Flüssiggasentnahme möglich.
[0065] Da in der Ausführungsform gemäß Fig. 1 der Verdampfer 16 im Inneren des umschlossenen
Raumes 10 angeordnet ist, entnimmt der Verdampfer 16 die gesamte Wärmemenge, die zum
Verdampfen des dem Verdampfer 16 in flüssiger Form zugeführten Inertgases 37 erforderlich
ist, unmittelbar der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes 10. Wie bereits angedeutet,
kann der damit verbundene Kühleffekt ausgenutzt werden, um die Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes 10 entsprechend abzukühlen. Dieser Kühleffekt kann - insbesondere
wenn der Raum 10 dauerhaft zu kühlen ist (Kühllager), oder wenn aus dem Raum 10, insbesondere
über eine längere Zeitperiode, die von elektronischen Geräten etc. erzeugte Abwärme
abzuführen ist - verwendet werden, um die Kühlleistung, welche die zur Klimatisierung
(Kühlung) des Raumes 10 verwendete Klimaanlage aufbringen muss, entsprechend zu verringern
und insbesondere die laufenden Betriebskosten der gesamten Anlage zu reduzieren.
[0066] Der zum Herunterkühlen der Raumluftatmosphäre des Raumes 10 verwendbare Kühleffekt
tritt insbesondere dann auf, wenn Inertgas in die Raumluftatmosphäre des Raumes 10
eingeführt wird, um dort ein bestimmtes Inertisierungsniveau einzustellen und/oder
zu halten. Insbesondere dann nämlich wird der Raumluftatmosphäre des Raumes 10 thermische
Energie entzogen, infolgedessen sich die Raumluftatmosphäre des Raumes 10 entsprechend
abkühlt.
[0067] Als eine weitere Option, die auch bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform umgesetzt
wurde, kann zusätzlich zu dem im Inneren des Raumes 10 angeordneten Verdampfer 16
ein weiterer Verdampfer 20 vorgesehen sein, der jedoch außerhalb des Raumes 10 angeordnet
ist. Dieser weitere Verdampfer 20 ist in bevorzugter Weise über eine Zuleitung 46
mit dem als Kältetank ausgeführten Behälter 1 verbunden. Der weitere Verdampfer 20
dient in bevorzugter Weise dazu, bei Bedarf das über die Zuleitung 46 aus dem Behälter
1 entnommene Inertgas zu verdampfen. Die Menge des dem weiteren Verdampfer 20 zugeführten
Inertgases kann über ein der Zuleitung 46 zugeordnetes Ventil 19 geregelt werden,
und zwar indem dieses Ventil 19 vorzugsweise von der Steuerung 11 entsprechend angesteuert
wird.
[0068] Das in dem weiteren Verdampfer 20 verdampfte Inertgas kann zumindest teilweise ebenfalls
beispielsweise über die Auslassdüsen 2 in den umschlossenen Raum 10 eingeführt werden,
um etwa ein bestimmtes Inertisierungsniveau in der Raumluftatmosphäre des umschlossenen
Raumes 10 einzustellen bzw. aufrechtzuerhalten. Wie dargestellt, ist der Ausgang des
weiteren Verdampfers 20 über ein hier als Dreiwegeventil ausgeführtes Ventil 21 mit
der Zuleitung 3 und den im Inneren des Raumes 10 angeordneten Auslassdüsen 2 verbindbar.
Zusätzlich hierzu kann der Ausgang des weiteren Verdampfers 20 auch noch mit einem
Inertgasentnahmeanschluss 44 verbunden werden, um zu ermöglichen, dass der Benutzer
der Anlage dem Behälter 1 auch außerhalb des Raumes 10 gasförmiges Inertgas entnehmen
kann.
[0069] Durch das Vorsehen des zusätzlichen Verdampfers 20, der außerhalb des Raumes 10 angeordnet
ist und somit im Betrieb (d.h. beim Verdampfen von Inertgas) der Raumluftatmosphäre
keine Wärmemenge entzieht, ist es möglich, dass in dem Raum 10 auch dann eine Dauerinertisierung
eingestellt bzw. gehalten werden kann, wenn eine durch Entzug von Verdampfungswärme
erzielbare Kühlung des Raumes 10 nicht oder nicht mehr erwünscht ist. Indem mit Hilfe
der Steuerung 11 die entsprechenden Ventile 9 und 19 angesteuert werden, über welche
der im Inneren des Raumes 10 angeordnete Verdampfer 16 einerseits und der weitere,
außerhalb des Raumes angeordnete Verdampfer 20 andererseits mit dem Inertgasbehälter
10 verbunden sind, ist es möglich, in dem umschlossenen Raum 10 durch Zufuhren oder
Nachführen von Inertgas ein bestimmtes Inertisierungsniveau entweder einzustellen
oder zu halten, wobei die zum Verdampfen des Inertgases erforderliche Wärmemenge in
geregelter Weise entweder der Raumluftatmosphäre oder der Außenluft entnommen wird.
[0070] In Fig. 2 ist ein einer schematischen Darstellung eine zweite bevorzugte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Lösung gezeigt. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von
der in Fig. 1 gezeigten Anlage dadurch, dass nunmehr kein Verdampfer im Inneren des
Raumes 10 vorgesehen ist. Vielmehr kommt hier ein über die Flüssiggaszuleitung 8 mit
dem Inertgasbehälter 1 verbundener Verdampfer 16 zum Einsatz, der - wie auch der weitere
Verdampfer 20 - außerhalb des Raumes 10 angeordnet ist. In der Flüssiggaszuleitung
8 zu dem Verdampfer 16 ist das Ventil 9 vorgesehen, welches über die Steuerung 11
angesteuert werden kann, um in geregelter Weise dem Verdampfer 16 das in dem Inertgasbehälter
1 gelagerte verflüssigte Inertgas 37 zuzuführen.
[0071] Das dem Verdampfer 16 über die Flüssiggaszuleitung 8 zugeführte (flüssige) Inertgas
wird in dem Verdampfer 16 verdampft und anschließend über die Zuleitung 3 den im Inneren
des Raumes 10 angeordneten Auslassdüsen 2 zugeführt. Hierzu sind vorzugsweise eine
Vielzahl von Auslassdüsen 2 vorgesehen, die im Inneren des Raumes 10 verteilt angeordnet
sind, um bei Einleitung von Inertgas dieses möglichst gleichmäßig im Raum 10 verteilen
zu können.
[0072] Der bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform zum Einsatz kommende Verdampfer 16
ist vorzugsweise als ein Verdampfer ausgeführt, der ohne Zuführung von Fremdenergie
nur mit Hilfe der Raumluft des umschlossenen Raumes 10 auf einer "moderaten" Temperatur
gehalten wird. Bei dieser moderaten Temperatur ist im Verdampfer 16 ein Verdampfen
des zugeführten flüssigen Inertgases 37 möglich. Hierzu ist der Luftverdampfer 16
als Wärmetauschersystem ausgeführt, durch welches einerseits das zu verdampfende Inertgas
37 und andererseits eine aus der Raumluftatmosphäre des Raumes 10 entnommene Luftmenge
geleitet wird.
[0073] Damit die zum Erwärmen des Verdampfers 16 erforderliche Luftmenge aus der Raumluftatmosphäre
entnommen werden kann, weist das Wärmetauschersystem des Verdampfers 16 ein Luftkanalsystem
22, 23 auf. Das Luftkanalsystem umfasst eine Warmluftleitung 22, über welche mit Hilfe
beispielsweise einer Pumpeinrichtung 12 bei Bedarf eine Teilmenge der Raumluft angesaugt
und dem Verdampfer 16 bzw. dem zum Verdampfer 16 gehörenden Wärmetauscher zugeführt
wird.
[0074] Die Menge der Raumluft, die dem zum Verdampfer 16 gehörenden Wärmetauscher zugeführt
wird, lässt sich in geregelter Weise über die Steuerung 11 einstellen. Hierzu gibt
die Steuerung 11 über eine Steuerleitung 41 entsprechende Steuersignale an die Pumpeinrichtung
12 ab, so dass die Förderrate und ggf. auch die Förderrichtung der Pumpeinrichtung
12 einstellbar sind. Hierbei ist es denkbar, dass die Steuerung 11 die Förderrate
der Pumpeinrichtung 12 beispielsweise in Abhängigkeit von einer Soll-Betriebstemperatur
des Verdampfers 16 und der Ist-Temperatur des Verdampfers 16 bzw. des zum Verdampfer
16 gehörenden Wärmetauschers einstellt. In diesem Fall sollte an dem Verdampfer 16
oder an dem zum Verdampfer 16 gehörenden Wärmetauscher ein (in den Zeichnungen nicht
explizit dargestellter) Temperatursensor vorgesehen sein, über den die Betriebstemperatur
des Verdampfers 16 kontinuierlich oder zu vorgebbaren Zeiten oder Ereignissen erfasst
wird. Dieser Betriebstemperatur-Istwert wird anschließend zu der Steuerung 11 übermittelt,
welche den Betriebstemperatur-Istwert mit einem vorgegebenen Sollwert vergleicht und
die Förderrate der Pumpeinrichtung 12 entsprechend einstellt. Der Sollwert der Temperatur
kann von dem Benutzer der Anlage über die Schnittstelle 38 in die Steuerung 11 eingegeben
werden.
[0075] Nachdem in dem Wärmetauscher des Verdampfers 16 ein Wärmeübertrag von der Luftmenge
der Raumluft auf das dem Verdampfer 16 zugeführte (und zu verflüssigende) Inertgas
37 stattgefunden hat, wird die somit abgekühlte Luftmenge über eine zum Luftkanalsystem
gehörende Kaltluftleitung 23 wieder der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes
10 zugeführt. Wie bereits erwähnt, wird die der Luftmenge entnommene Wärme verwendet,
um in dem Verdampfer 16 das verflüssigte Inertgas 37 zu verdampfen.
[0076] Mit der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung lässt
sich der beim Verdampfen des Inertgases 37 auftretende Kühleffekt dazu verwenden,
in geregelter Weise die Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes 10 herunterzukühlen.
Insbesondere ist es möglich, über die Steuerung 11 die Förderrate bzw. Förderleistung
der Pumpeinrichtung 12 einzustellen, indem über die Steuerleitung 41 ein entsprechendes
Signal übertragen wird. Durch das Regeln der Förderrate bzw. Förderleistung der Pumpeinrichtung
12 ist die Luftmenge einstellbar, die pro Zeiteinheit durch den Wärmetauscher des
Verdampfers 16 strömt und zum Erwärmen des zu verdampfenden und dem Raum 10 zuzuführenden
Inertgases verwendet wird. Es ist ersichtlich, dass bei einer geringen Förderleistung
der Pumpeinrichtung 12 der Verdampfer 16 nur in gedrosselter Weise betriebsfähig ist,
so dass über das Ventil 9 die von dem Verdampfer 16 pro Zeiteinheit zu verdampfende
Flüssiggasmenge entsprechend reduziert werden muss.
[0077] Wie bereits im Zusammenhang mit der ersten Ausführungsform unter Bezugnahme auf Fig.
1 beschrieben, ist auch bei der zweiten Ausführungsform ein weiterer Verdampfer 20
vorgesehen, der getrennt von dem Verdampfer 16 arbeitet und über die Leitung 46 mit
dem Inertgasbehälter 1 verbunden ist. Der weitere Verdampfer 20 ist ausgelegt, das
über die Zuleitung 46 zugeführte Inertgas 37 zu verdampfen, ohne dass der Raumluftatmosphäre
des Raumes 10 hierzu Verdampfungswärme entnommen wird.
[0078] In Fig. 3 ist eine dritte bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung
dargestellt. Diese dritte bevorzugte Ausführungsform entspricht im wesentlichen der
in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform, allerdings mit der Ausnahme das hier der dem
Verdampfer 16 zugeordnete Wärmetauscher nur indirekt mit der Raumluft des umschlossenen
Raumes 10 beheizt wird.
[0079] Hierzu ist bei der dritten bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass der Wärmetauscher
des Verdampfers 16 (als abzukühlendes Medium) mit einem flüssigen Wärmetauschermedium
45 betrieben wird. Das Wärmetauschermedium 45 ist in einem Wärmetauschertank 15 gelagert.
Damit in dem Verdampfer 16 ein Wärmeübertrag von dem Wärmetauschermedium 45 auf das
zu verdampfende und in den Raum 10 einzuleitende Inertgas stattfinden kann, sind zwei
Anschlüsse des zum Verdampfer 16 gehörenden Wärmetauschers über eine Zuleitung und
eine Ableitung mit dem Wärmetauschertank 15 verbunden.
[0080] Mit Hilfe einer von der Steuerung 11 über eine Steuerleitung 42 ansteuerbaren Pumpeinrichtung
13 kann somit zumindest ein Teil des in dem Wärmetauschertank 15 gelagerten Wärmetauschermediums
45 dem Wärmetauscher des Verdampfers 16 als abzukühlendes Medium zugeführt werden.
Der dem Wärmetauscher des Verdampfers 16 zugeführte Teil des Wärmetauschermediums
45 läuft durch den Wärmetauscher des Verdampfers 16 hindurch und gibt dabei thermische
Energie an das in dem Verdampfer 16 zu verdampfende und aufzuwärmende Inertgas ab.
Das in dem Wärmetauscher des Verdampfers 16 abkühlte Wärmetauschermedium 45 wird anschließend
wieder dem Wärmetauschertank 15 zugeführt.
[0081] Bei der Anlage gemäß Fig. 3 ist zusätzlich ein weiterer Wärmetauscher 17 vorgesehen,
durch welchen einerseits eine Teilmenge der Raumluft und andererseits das in dem Wärmetauschertank
15 gelagerte Wärmetauschermedium 45 geleitet wird. Im einzelnen ist der weitere Wärmetauscher
17 über ein Luftkanalsystem 22, 23 mit dem Raum 10 verbunden. Wie auch bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 2 weist bei der in Fig. 3 dargestellten Anlage das Luftkanalsystem eine
Warmluftleitung 22 auf, über welche mit Hilfe beispielsweise der Pumpeinrichtung 12
bei Bedarf eine Teilmenge der Raumluft angesaugt und dem weiteren Wärmetauscher 17
zugeführt werden kann.
[0082] Die Menge der dem weiteren Wärmetauscher 17 zugeführten Raumluft lässt sich in geregelter
Weise über die Steuerung 11 einstellen. Hierzu gibt die Steuerung 11 über die Steuerleitung
41 entsprechende Steuersignale an die Pumpeinrichtung 12 ab, so dass die Förderrate
und ggf. auch die Förderrichtung der Pumpeinrichtung 12 einstellbar sind. Hierbei
ist es denkbar, dass die Steuerung 11 die Förderrate der Pumpeinrichtung 12 beispielsweise
in Abhängigkeit von einer Soll-Temperatur des Raumes 10 und der Ist-Temperatur des
Raumes 10 einstellt.
[0083] In diesem Fall sollte im Inneren des Raumes 10 zumindest ein Temperatursensor 5 vorgesehen
sein, über den kontinuierlich oder zu vorgegebenen Zeiten oder Ereignissen die Ist-Temperatur
des Raumes 10 gemessen wird. Der Temperaturmesswert kann anschließend der Steuerung
11 übermittelt werden, welche den Temperatur-Istwert mit einem vorgegebenen Sollwert
vergleicht und die Förderrate der Pumpeinrichtung 12 entsprechend einstellt.
[0084] Um zu erreichen, dass in dem weiteren Wärmetauscher 17 ein Wärmeübertrag von der
aus der Raumluftatmosphäre über die Pumpeinrichtung 12 angesaugten Luft stattfinden
kann, sind zwei Anschlüsse des weiteren Wärmetauschers 17 über eine Zuleitung und
eine Ableitung mit dem Wärmetauschertank 15 verbunden. Mit Hilfe einer von der Steuerung
11 über eine Steuerleitung 43 ansteuerbaren Pumpeinrichtung 14 kann dann zumindest
ein Teil des in dem Wärmetauschertank 15 gelagerten Wärmetauschermediums 45, welches
bei Betrieb des Verdampfers 16 entsprechend abgekühlt wird, dem weiteren Wärmetauscher
17 als zu erwärmendes Medium zugeführt werden. Der dem weiteren Wärmetauscher 17 zugeführte
Teil des Wärmetauschermediums 45 läuft durch den weiteren Wärmetauscher 17 hindurch
und nimmt dabei thermische Energie von der in dem weiteren Wärmetauscher 17 abzukühlenden
Raumluft auf. Das in dem weiteren Wärmetauscher 17 erwärmte Wärmetauschermedium 45
wird anschließend wieder dem Wärmetauschertank 15 zugeführt.
[0085] Nachdem in dem weiteren Wärmetauscher 17 ein Wärmeübertrag von der zugeführten Luftmenge
auf das zugeführte Wärmetauschermedium 45 stattgefunden hat, wird die somit abgekühlte
Luftmenge über die zum Luftkanalsystem gehörende Kaltluftleitung 23 wieder in die
Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes 10 eingeleitet.
[0086] Mit der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung lässt
sich der beim Verdampfen des Inertgases 37 auftretende Kühleffekt indirekt dazu verwenden,
in geregelter Weise die Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes 10 herunterzukühlen.
Insbesondere ist es möglich, über die Steuerung 11 die Förderrate bzw. Förderleistung
der Pumpeinrichtung 12 einzustellen, indem über die Steuerleitung 41 ein entsprechendes
Signal übertragen wird. Durch das Regeln der Förderrate bzw. Förderleistung der Pumpeinrichtung
12 ist die Luftmenge einstellbar, die pro Zeiteinheit durch den weiteren Wärmetauscher
17 strömt und zum Herunterkühlen der Raumluftatmosphäre des Raumes 10 verwendet wird.
[0087] Andererseits lässt sich auch bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform die Förderrate
bzw. Förderleistung der Pumpeinrichtungen 13 und 14 über die Steuerung 11 einstellen,
indem über die Steuerleitungen 42 und 43 entsprechende Signale übertragen werden.
Durch das Regeln der Förderrate bzw. Förderleistung der jeweiligen Pumpeinrichtungen
13, 14 ist die Menge des Wärmetauschermediums 45 einstellbar, die pro Zeiteinheit
durch den Wärmetauscher 16 oder den weiteren Wärmetauscher 17 strömt und zum Erwärmen
des dem Raum 10 zuzuführenden Inertgases bzw. zum Herunterkühlen der Raumluftatmosphäre
des Raumes 10 verwendet wird.
[0088] Indem ein Wärmetauschermedium 45 mit einer hinreichend hohen Wärmekapazität verwendet
wird, kann das in dem Wärmetauschertank 15 gelagerte Wärmetauschermedium als Kälte-
bzw. Wärmereservoir verwendet werden, um bei Bedarf unabhängig voneinander thermische
Energie dem Verdampfer 16 zuzuführen oder thermische Energie von der Raumluft abzuführen.
[0089] Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform kann - wie auch bei der Anlage gemäß
Fig. 1 oder Fig. 2 - zusätzlich zu dem Verdampfer 16 ein weiterer Verdampfer 20 vorgesehen
sein, der außerhalb des Raumes 10 angeordnet ist. Dieser weitere Verdampfer 20 ist
in bevorzugter Weise über eine Zuleitung 46 mit dem als Kältetank ausgeführten Behälter
1 verbunden. Der weitere Verdampfer 20 dient in bevorzugter Weise dazu, bei Bedarf
eine über die Zuleitung 46 aus dem Behälter 1 entnommene Inertgasmenge zu verdampfen.
Die Menge des dem weiteren Verdampfer 20 zugeführten Inertgases kann über das der
Zuleitung 46 zugeordnete Ventil 19 geregelt werden, und zwar indem dieses Ventil 19
von der Steuerung 11 entsprechend angesteuert wird.
[0090] Auch bei der in Fig. 3 dargestellten Anlage kann das in dem weiteren Verdampfer 20
verdampfte Inertgas zumindest teilweise beispielsweise über die Auslassdüsen 2 in
den umschlossenen Raum 10 eingeführt werden, um in der Raumluftatmosphäre des umschlossenen
Raumes 10 ein bestimmtes Inertisierungsniveau einzustellen bzw. aufrechtzuerhalten.
Dabei ist es grundsätzlich denkbar, dass der Ausgang des weiteren Verdampfers 20 über
ein beispielsweise als Dreiwegeventil ausgeführtes Ventil mit der Zuleitung 3 und
den im Inneren des Raumes 10 angeordneten Auslassdüsen 2 verbunden ist.
[0091] Bei den in den Zeichnungen dargestellten bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Lösung ist ferner eine Temperaturmesseinrichtung 5 zum Messen der Temperatur der Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes 10 und eine Sauerstoffmesseinrichtung 4 zum Messen des Sauerstoffgehaltes
in der Raumluftatmosphäre des Raumes 10 vorgesehen. Mit Hilfe dieser Temperaturmesseinrichtung
5 kann kontinuierlich oder zu vorgegebenen Zeiten und/oder Ereignissen die in dem
umschlossenen Raum 10 herrschende Ist-Temperatur bestimmen werden.
[0092] Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist dabei die Steuerung 11 vorzugsweise
ausgelegt, einerseits in Abhängigkeit von der gemessenen Ist-Temperatur sowie einer
vorgegebenen Soll-Temperatur und andererseits in Abhängigkeit von dem gemessenen Sauerstoffgehalt
und einem vorgegebenen Inertisierungsniveau sowohl die beiden Ventile 9 und 21 als
auch eine (nicht dargestellte) Klimaanlage anzusteuern. Über die Ventile 9 und 21
werden sowohl die Menge des dem Raum 10 zuzuführenden Inertgases als auch die Wärmemenge
eingestellt, die beim Verdampfen des zuzuführenden Inertgases der Raumluftatmosphäre
entnommen wird. Sollte der beim Verdampfen des Inertgases auftretende Kühleffekt nicht
hinreichend sein, um im Inneren des Raumes 10 eine bestimmte Temperatur einzustellen
oder zu halten, wird über die Steuerung 11 die (nicht dargestellte) Klimaanlage entsprechend
angesteuert.
[0093] Andererseits ist es bevorzugt, wenn bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform
die Steuerung 11 dahingehend ausgelegt ist, zum einen in Abhängigkeit von der gemessenen
Ist-Temperatur sowie einer vorgegebenen Soll-Temperatur und zum anderen in Abhängigkeit
von dem gemessenen Sauerstoffgehalt sowie einem vorgegebenen Inertisierungsniveau
sowohl die beiden Ventile 9, 21 und die Pumpeinrichtung 12 als auch eine (nicht dargestellte)
Klimaanlage anzusteuern. Über die Ventile 9, 21 wird einerseits die Menge des dem
Raum 10 zuzuführenden Inertgases eingestellt. Andererseits wird über die Förderrate
der Pumpeinrichtung 12 die Wärmemenge eingestellt, welche mit dem Verdampfer 16 der
Raumluftatmosphäre entnommen wird. Sollte der mit dem Verdampfer 16 bereitstellbare
Kühleffekt nicht hinreichend sein, um im Inneren des Raumes 10 eine bestimmte Temperatur
einzustellen oder zu halten, wird über die Steuerung 11 die (nicht dargestellte) Klimaanlage
entsprechend angesteuert.
[0094] Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist die Steuerung 11 vorzugsweise
ausgelegt, einerseits in Abhängigkeit von der gemessenen Ist-Temperatur und einer
vorgegebenen Soll-Temperatur und andererseits in Abhängigkeit von dem gemessenen Sauerstoffgehalt
und einem vorgegebenen Inertisierungsniveau sowohl das Ventil 9 und die Pumpeinrichtungen
12 bis 14 als auch eine (nicht dargestellte) Klimaanlage anzusteuern. Über das Ventil
9 wird die Menge des dem Raum 10 zuzuführenden Inertgases eingestellt. Über die Förderrate
der Pumpeinrichtung 13 wird die dem Verdampfer 16 zuzuführende Wärmemenge eingestellt,
während über die Pumpeinrichtungen 12 und 14 die der Raumluftatmosphäre abzuführende
Wärmemenge geregelt wird. Sollte die mit dem weiteren Wärmetauscher 17 erzielbare
Kühlleistung nicht hinreichend sein, um im Inneren des Raumes 10 eine bestimmte Temperatur
einzustellen oder zu halten, wird über die Steuerung 11 die (nicht dargestellte) Klimaanlage
entsprechend angesteuert.
[0095] Die in den Zeichnungen dargestellten Anlagen sind nicht nur für einen präventiven
Brandschutz geeignet, bei welchem durch eine vorzugsweise dauerhafte Reduzierung des
Sauerstoffgehaltes in der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes 10 die Entflammbarkeit
der in diesem Raum gelagerten Waren herabgesetzt wird. Vielmehr ist es auch denkbar,
dass im Falle eines Brandes oder bei Bedarf der Sauerstoffgehalt der Raumluftatmosphäre
auf ein bestimmtes Vollinertisierungsniveau weiter abgesenkt wird, und zwar indem
der Raumluftatmosphäre in geregelter Weise Inertgas zugeführt wird.
[0096] Das Einstellen (und Halten) des Vollinertisierungsniveaus kann beispielsweise zum
Zwecke einer Brandlöschung erfolgen. In diesem Fall ist es bevorzugt, dass die Anlage
ferner eine Branderkennungsvorrichtung 6 zum Messen einer Brandkenngröße in der Atmosphäre
des umschlossenen Raumes 10 aufweist. Andererseits ist es allerdings auch denkbar,
dass die Absenkung auf das Vollinertisierungsniveau in Abhängigkeit von den im umschlossenen
Raum 10 gelagerten Waren, und insbesondere deren Entzündungsverhalten, erfolgt. Demnach
ist es möglich, in dem Raum 10, in welchem beispielsweise besonders leicht entzündliche
Güter gelagert sind, als präventiver Brandschutz ein Vollinertisierungsniveau einzustellen.
[0097] Die Erfindung ist nicht auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen
beschränkt.
Bezugszeichenliste
[0098]
- 1
- Behälter zur Lagerung des verflüssigten Inertgases
- 2
- Auslassdüsen
- 3
- Zuleitung
- 4
- Sauerstoffsensor
- 5
- Temperatursensor
- 6
- Sensor für Brandkenngrößen
- 8
- Flüssiggaszuleitung
- 9
- Entnahmeventil
- 10
- umschlossener Raum
- 11
- Steuerung
- 12
- Pumpe
- 13
- Pumpe
- 14
- Pumpe
- 15
- Wärmetauschertank
- 16
- Wärmetauscher/Verdampfer
- 17
- zusätzlicher Wärmetauscher
- 18
- Vakuumpumpenanschluss
- 19
- Entnahmeventil
- 20
- zusätzlicher Verdampfer
- 21
- Dreiwegeventil/Entnahmeventil
- 22
- Luftkanalsystem/Warmluftleitung
- 23
- Luftkanalsvstem/Kaltluftleitung
- 24
- Außenbehälter des Behälters
- 28
- Füllanschluss
- 29
- Sicherheitsabsperrventil
- 30
- Ventil zum Befüllen des Behälters
- 31
- Ventil zum Befüllen des Behälters
- 32
- Ventil für Druckaufbau
- 33
- optionale Inertgasentnahme (flüssig)
- 34
- Füllleitung zum Behälter
- 36
- Innenbehälter des Behälters
- 37
- flüssiges Inertgas
- 38
- Steuerschnittstelle
- 39
- Signalleitung
- 40
- Steuerleitung
- 41
- Steuerleitung
- 42
- Steuerleitung
- 43
- Steuerleitung
- 44
- optionale Inertgasentnahme (gasförmig)
- 45
- Wärmetauschermedium
- 46
- Inertgasleitung
1. Verfahren zur Brandverhütung und Brandlöschung in umschlossenen Räumen (10), deren
Raumluftatmosphäre einen vorgebbaren Temperaturwert nicht überschreiten darf, wobei
das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte aufweist:
a) es wird ein verflüssigtes Inertgas, insbesondere Stickstoff, in einem Behälter
(1) bereitgestellt;
b) es wird zumindest ein Teil des bereitgestellten Inertgases einem Verdampfer (16)
zugeführt und in diesem verdampft; und
c) das in dem Verdampfer (16) verdampfte Inertgas wird in geregelter Weise der Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes (10) zugeführt, so dass der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre
des umschlossenen Raumes (10) entweder auf ein bestimmtes Inertisierungsniveau abgesenkt
und dort gehalten wird, oder auf einem bestimmten, bereits eingestellten Inertisierungsniveau
gehalten wird,
wobei die zum Verdampfen des flüssigen Inertgases in dem Verdampfer (16) erforderliche
Wärmeenergie der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes (10) entnommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei
das Verdampfen des bereitgestellten Inertgases innerhalb des umschlossenen Raumes
(10) durchgeführt wird, und wobei vor dem Verfahrensschritt des Verdampfens das Inertgas
in flüssiger Form einem im Inneren des Raumes (10) angeordneten Verdampfer (16) zugeführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei
das Verdampfen des bereitgestellten Inertgases außerhalb des umschlossenen Raumes
(10) durchgeführt wird, und wobei die zum Verdampfen des Inertgases erforderliche
Wärmeenergie zumindest teilweise über Wärmeleitung der Raumluftatmosphäre des umschlossenen
Raumes (10) entnommen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei
der Betrag der zum Verdampfen des Inertgases erforderlichen Wärmeenergie, welche der
Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes (10) entnommen wird, in geregelter Weise
einstellbar ist, und zwar indem die Wärmeleitfähigkeit eines zur Entnahme der erforderlichen
Energiemenge verwendeten Wärmeleiters (45) in Abhängigkeit von der Ist-Temperatur,
die in dem umschlossenen Raum (10) gegenwärtig vorliegt, und/oder einer vorgebbaren
Soll-Temperatur eingestellt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, wobei
zum Verdampfen des zumindest einen Teils des bereitgestellten Inertgases ein Luftverdampfer
(16) verwendet wird, und wobei das Verfahren ferner die folgenden Verfahrensschritte
aufweist:
b1) zumindest während des Verdampfens des Inertgases wird dem Verdampfer (16) oder
einem dem Verdampfer (16) zugeordneten Wärmetauscher, vorzugsweise in geregelter Weise,
Luft aus der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes (10) als Warmluft zugeführt;
b2) die zum Verdampfen des Inertgases erforderliche Wärmeenergie wird zumindest teilweise
über Wärmeleitung der dem Verdampfer (16) oder dem Wärmetauscher als Warmluft zugeführten
Luft entnommen, wodurch sich die als Warmluft zugeführte Luft abkühlt; und
b3) die abgekühlte Luft wird wieder dem Raum (10) zugeführt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei
die Menge der dem Verdampfer (16) oder dem Wärmetauscher als Warmluft zugeführten
Luft in Abhängigkeit von der Ist-Temperatur, die in dem umschlossenen Raum (10) gegenwärtig
vorliegt, und/oder einer vorgebbaren Soll-Temperatur einstellbar ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
der Verfahrensschritt c) ferner die folgenden Verfahrensschritte aufweist:
c1) der Sauerstoffgehalt in dem umschlossenen Raum (10) wird gemessen; und
c2) das in dem Verdampfer (16) verdampfte Inertgas wird in Abhängigkeit vom Sauerstoffmesswert
der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes (10) zugeführt, um den Sauerstoffgehalt
in der Atmosphäre des umschlossenen Raumes (10) auf dem bestimmten Inertisierungsniveau
zu halten.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das bestimmte Inertisierungsniveau ein Grundinertisierungsniveau ist, und wobei das
Verfahren ferner den folgenden Verfahrensschritt nach dem Verfahrensschritt c) aufweist:
d) im Falle eines Brandes oder bei Bedarf wird der Sauerstoffgehalt der Raumluftatmosphäre
auf ein bestimmtes Vollinertisierungsniveau weiter abgesenkt, indem der Raumluftatmosphäre
Inertgas in geregelter Weise zugeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei
mit einem Detektor (6) für Brandkenngrößen erfasst wird, ob in dem umschlossenen Raum
(10) ein Brand ausgebrochen ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei
im Verfahrensschritt d) die Absenkung auf das Vollinertisierungsniveau in Abhängigkeit
von dem Messwert des Detektors (6) für eine Brandkenngröße erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei
im Verfahrensschritt d) die Absenkung auf das Vollinertisierungsniveau in Abhängigkeit
von den in dem umschlossenen Raum (10) gelagerten Waren, und insbesondere deren Entzündungsverhalten
erfolgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei
das im Verfahrensschritt d) zugeführte Inertgas in dem vorzugsweise als Kältetank
ausgeführten Behälter (1) bereitgestellt und mit dem Verdampfer (16) verdampft wird.
13. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei
die Vorrichtung folgendes aufweist:
- eine Sauerstoffmesseinrichtung (4) zum Messen des Sauerstoffgehaltes in der Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes (10);
- eine Anlage zum geregelten Einleiten von Inertgas in die Raumluftatmosphäre des
umschlossenen Raumes (10), wobei die Anlage einen vorzugsweise als Kältetank ausgebildeten
Behälter (1) zum Bereitstellen und Lagern des Inertgases in verflüssigter Form und
einen mit dem Behälter (1) verbundenen Verdampfer (16) zum Verdampfen von zumindest
einem Teil des in dem Behälter (1) bereitgestellten Inertgases und zum Einleiten des
verdampften Inertgases in die Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes (10) aufweist;
und
- eine Steuerung (11), welche ausgelegt ist, in Abhängigkeit von dem gemessenen Sauerstoffgehalt
die Anlage zum geregelten Einleiten von Inertgas derart anzusteuern, dass der Sauerstoffgehalt
in der Atmosphäre des umschlossenen Raumes (10) entweder auf ein bestimmtes Inertisierungsniveau
abgesenkt und dort gehalten wird, oder auf einem bestimmten, bereits eingestellten
Inertisierungsniveau gehalten wird,
wobei der Verdampfer (16) ausgelegt ist, die zum Verdampfen des flüssigen Inertgases
erforderliche Wärmeenergie der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes (10) zu
entnehmen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei
der Verdampfer (16) ein innerhalb des umschlossenen Raumes (10) angeordneter Luftverdampfer
(16) ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei
der Verdampfer (16) ein außerhalb des umschlossenen Raumes (10) angeordneter Verdampfer
(16) ist, und wobei die Anlage zum geregelten Einleiten von Inertgas in die Raumluftatmosphäre
des umschlossenen Raumes (10) ferner eine Wärmetauschereinrichtung (16, 17) aufweist,
die eine Wärmeübertragung von der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes (10)
zu dem in dem Verdampfer (16) zu verdampfenden Inertgas bereitstellt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, welche ferner eine Temperaturmesseinrichtung (5) zum
Messen der Temperatur der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes (10) aufweist,
und wobei die Wärmetauschereinrichtung (16, 17) zum Übertragen von Wärmeenergie von
der Raumluftatmosphäre zu dem in dem Verdampfer (16) zu verdampfenden Inertgas einen
Wärmeübertrager (45) aufweist, dessen Wirkungsgrad im Sinne des ersten Hauptsatzes
der Thermodynamik in Abhängigkeit von der gemessenen Temperatur und/oder einer vorgebbaren
Solltemperatur über die Steuerung (11) einstellbar ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15, wobei
der Verdampfer (16) ein Luftverdampfer (16) ist, und wobei in der Wärmetauschereinrichtung
(16, 17) als zu erwärmendes Medium das in den umschlossenen Raum (10) einzuleitende
Inertgas und als abzukühlendes Medium eine Teilmenge der Luft aus der Raumluftatmosphäre
verwendet wird.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, wobei
zum Zu- und Abführen von Luft aus der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes
(10) die Wärmetauschereinrichtung (16, 17) über ein Luftkanalsystem (22, 23) mit dem
umschlossenen Raum (10) verbunden ist, und wobei das Luftkanalsystem (22, 23) zumindest
einen Warmluftkanal (22) und zumindest einen Kaltluftkanal (23) einer zur Klimatisierung
des umschlossenen Raumes (10) verwendeten Klimaanlage aufweist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, welche ferner eine Temperaturmesseinrichtung
(5) zum Messen der Temperatur der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes (10)
aufweist, und wobei die Steuerung (11) ausgelegt ist, in Abhängigkeit von der gemessenen
Temperatur und/oder einer vorgebbaren Solltemperatur die dem Verdampfer (16) als abzukühlendes
Medium zugeführte Luftmenge einzustellen.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 19, wobei
die Wärmetauschereinrichtung (16, 17) eine Komponente einer zur Klimatisierung des
umschlossenen Raumes (10) verwendeten Klimaanlage ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, wobei
die Klimaanlage einen Wärmetauscher aufweist, durch den eine Teilmenge der Luft aus
der Raumluftatmosphäre geleitet wird, um thermische Energie von der Luft auf ein Kühlmedium
zu übertragen, und wobei der Wärmetauscher der Klimaanlage der dem Verdampfer (16)
zugeordneten Wärmetauschereinrichtung vor- oder nachgeschaltet ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 21, welche ferner eine Branderkennungsvorrichtung
(5) zum Messen einer Brandkenngröße in der Raumluftatmosphäre des umschlossenen Raumes
(10) aufweist.
23. Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 22 als präventiver Brandschutz
in einem umschlossenen Kühllager, einem EDV-Raum oder in einem dergleichen Raum (10),
dessen Raumluftatmosphäre einen Temperaturwert nicht überschreiten darf.
24. Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 22 als präventiver Brandschutz
in einem umschlossenen Schaltschrank oder in einer dergleichen Einrichtung, deren
Raumluftatmosphäre einen Temperaturwert nicht überschreiten darf.
1. A method for preventing fires and extinguishing fires in enclosed spaces (10) in which
the internal air atmosphere is not permitted to exceed a predefined temperature value,
wherein the method comprises the following method steps:
a) providing a liquefied inert gas, in particular nitrogen, in a container (1);
b) supplying at least a portion of the provided inert gas to a vaporizer (16) and
being vaporized in same; and
c) the regulated supplying of the inert gas vaporized in the vaporizer (16) to the
internal air atmosphere of the enclosed space (10) such that the oxygen content in
the atmosphere of the enclosed space (10) either drops to a specific inertization
level and is maintained at same or is maintained at a specific, preset inertization
level,
wherein the heat energy needed to vaporize the liquid inert gas in the vaporizer (16)
is extracted from the internal air atmosphere of the enclosed space (10).
2. The method according to claim 1, wherein
the inert gas provided is vaporized within the enclosed space (10), and wherein the
inert gas is supplied in liquid form to a vaporizer (16) disposed within said space
(10) prior to the method step of vaporizing.
3. The method according to claim 1, wherein
the inert gas provided is vaporized external the enclosed space (10), and wherein
at least a portion of the heat energy needed to vaporize the inert gas is extracted
from the internal air atmosphere of the enclosed space (10) by heat conduction.
4. The method according to claim 3, wherein
the adjustable amount of heat energy extracted from the internal air atmosphere of
the enclosed space (10) needed to vaporize the inert gas can be regulated by being
able to set the heat conductivity of a heat conductor (45) used to extract the required
amount of energy as a function of the actual current temperature within the enclosed
space (10) and/or a predefinable target temperature.
5. The method according to claim 3, wherein
a unit cooler (16) is used to vaporize the at least portion of the inert gas provided,
and wherein the method further comprises the following method steps:
b1) the vaporizer (16) or a heat exchanger allocated to said vaporizer (16) supplies
air from the internal air atmosphere of the enclosed space (10) as heated air, preferably
in regulated manner, at least during the vaporization of the inert gas;
b2) the heat energy needed to vaporize the inert gas is at least partly extracted
by heat conduction from the air supplied the vaporizer (16) or the heat exchanger
as heated air, whereby the air supplied as heated air cools; and
b3) the cooled air is fed back again into space (10).
6. The method according to claim 5, wherein
the amount of the air supplied as heated air to the vaporizer (16) or the heat exchanger
is adjustable as a function of the actual current temperature within the enclosed
space (10) and/or a predefinable target temperature.
7. The method according to any one of the preceding claims, wherein
the method step c) further comprises the following method steps:
c1) measuring the oxygen content in the enclosed space (10); and
c2) supplying the inert gas vaporized in the vaporizer (16) as a function of the measured
oxygen value of the internal air atmosphere of the enclosed space (10) in order to
maintain the oxygen content in the atmosphere of the enclosed space (10) at a specific
inertization level.
8. The method according to any one of the preceding claims, wherein
the specific inertization level is a basic inertization level, and wherein the method
further comprises the following method step subsequent method step c):
d) in the event of a fire or when otherwise needed, the oxygen content in the internal
air atmosphere is further lowered to a specific full inertization level by the regulated
supplying of inert gas into the internal air atmosphere.
9. The method according to claim 8, wherein
a detector (6) for fire characteristics identifies whether a fire has broken out in
the enclosed space (10).
10. The method according to claim 9, wherein
the lowering to the full inertization level in method step c) is subject to a fire
characteristic value measured by the detector (6).
11. The method according to claim 8 or 9, wherein
the lowering to the full inertization level in method step d) is subject to the merchandise
stored in enclosed space (10), and in particular its ignition behavior.
12. The method according to any one of claims 8 to 11, wherein
the inert gas supplied in method step d) is provided in the container (1) preferably
configured as a cooling tank and vaporized with the vaporizer (16).
13. A device for realizing the method according to any one of claims 1 to 12,
wherein the device comprises the following:
- an oxygen-measuring mechanism (4) for measuring the oxygen content in the internal
air atmosphere of the enclosed space (10);
- a system for the regulated discharging of inert gas into the internal air atmosphere
of the enclosed space (10), wherein the system comprises a container (1) preferably
configured as a cooling tank for the provision and storage of the inert gas in liquefied
form and a vaporizer (16) connected to said container (1) for vaporizing at least
a portion of the inert gas provided in the container (1) and discharging the vaporized
inert gas into the internal air atmosphere of the enclosed space (10); and
- a controller (11) designed to control the system providing the regulated discharging
of the inert gas subject to the measured oxygen content such that the oxygen content
in the atmosphere of the enclosed space (10) either drops to a specific inertization
level and is maintained at same or is maintained at a specific preset inertization
level,
wherein the vaporizer (16) is configured to extract the heat energy needed to vaporize
the fluid inert gas from the internal air atmosphere of the enclosed space (10).
14. The device according to claim 13, wherein
the vaporizer (16) is a unit cooler (16) disposed within the enclosed space (10).
15. The device according to claim 13, wherein
the vaporizer (16) is a unit cooler (16) disposed external the enclosed space (10),
and wherein the system for the regulated discharging of inert gas into the internal
air atmosphere of the enclosed space (10) further comprises a heat exchange device
(16, 17) which provides the heat transfer from the internal air atmosphere of the
enclosed space (10) to the inert gas to be vaporized in the vaporizer (16).
16. The device according to claim 15, further comprising a temperature-measuring mechanism
(5) for measuring the temperature of the internal air atmosphere of the enclosed space
(10), and wherein the heat exchange device (16, 17) comprises a heat exchanger (45)
to transfer heat energy from the internal air atmosphere to the inert gas to be vaporized
in the vaporizer (16), the efficiency ratio of same being adjustable in terms of the
first law of thermodynamics by controller (11) as a function of the measured temperature
and/or a predefinable target temperature.
17. The device according to claim 15, wherein
the vaporizer (16) is a unit cooler (16), and wherein inert gas to be supplied the
enclosed space (10) is used as the medium to be heated and a portion of the air from
the internal air atmosphere is used as the medium to be cooled in the heat exchange
device (16, 17).
18. The device according to claim 17, wherein
the heat exchange device (16, 17) is connected to the enclosed space (10) by means
of an air duct system (22, 23) for the supplying and draining of air from the internal
air atmosphere of the enclosed space (10), and wherein the air duct system (22, 23)
comprises at least one hot air duct (22) and at least one cold air duct (23) of an
air conditioning system used to air condition the enclosed space (10).
19. The device according to claim 17 or 18, further comprising a temperature-measuring
mechanism (5) to measure the temperature of the internal air atmosphere within the
enclosed space (10), and wherein the controller (11) is designed to set the amount
of air supplied to the vaporizer (16) as the medium to be cooled as a function of
the measured temperature and/or a predefinable target temperature.
20. The device according to any one of claims 15 to 19, wherein
the heat exchange device (16, 17) is a component of an air conditioning system used
to air condition the enclosed space (10).
21. The device according to claim 20, wherein
the air conditioning system comprises a heat exchanger through which a portion of
the air from the internal air atmosphere is routed in order to transfer thermal energy
from the air to a cooling medium, and wherein the heat exchanger of the air conditioning
system is connected upstream or downstream of the heat exchanger associated with the
vaporizer (16).
22. The device according to any one of claims 13 to 21, further comprising a fire detection
device (5) to measure a fire characteristic in the internal air atmosphere of the
enclosed space (10).
23. Use of the device according to any one of claims 13 to 22 as fire prevention for an
enclosed cold storage area, an IT room or other such similar space (10) in which the
internal air atmosphere of same is not permitted to exceed a specific temperature
value.
24. Use of the device according to any one of claims 13 to 22 as fire prevention for an
enclosed switchgear cabinet or other such similar construction in which the internal
air atmosphere of same is not permitted to exceed a specific temperature value.
1. Procédé pour la prévention anti-incendie et pour l'extinction d'incendies dans des
espaces clos (10), où l'atmosphère de l'espace clos ne doit pas dépasser une valeur
de température prédéterminée, ledit procédé comprenant les étapes suivantes :
a) on prépare un gaz inerte liquéfié, en particulier de l'azote, dans un récipient
(1) ;
b) on admet au moins une partie du gaz inerte préparé dans un évaporateur (16) et
on l'amène à évaporation dans celui-ci ; et
c) le gaz inerte évaporé dans l'évaporateur (16) est admis d'une manière régulée dans
l'atmosphère de l'espace clos (10), de telle manière que la teneur en oxygène dans
l'atmosphère de l'espace clos (10) est abaissée à un niveau d'inactivation déterminé
et maintenue à celui-ci, ou bien est maintenue à un niveau d'inactivation déterminé
déjà établi, et
l'énergie thermique nécessaire pour l'évaporation du gaz inerte liquide dans l'évaporateur
(16) est prélevée de l'atmosphère de l'espace clos (10).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel
l'évaporation du gaz inerte préparé est exécutée à l'intérieur de l'espace clos (10)
et, avant l'étape de procédé consistant à l'évaporation, le gaz inerte est amené sous
forme liquide à un évaporateur (16) agencé à l'intérieur de l'espace (10).
3. Procédé selon la revendication 1, dans lequel
l'évaporation du gaz inerte préparé est exécutée à l'extérieur de l'espace clos (10),
et l'énergie thermique nécessaire pour l'évaporation du gaz inerte est prélevée de
l'atmosphère de l'espace clos (10) au moins partiellement par conduction thermique.
4. Procédé selon la revendication 3, dans lequel
le montant de l'énergie thermique nécessaire pour l'évaporation du gazinière qui est
prélevée de l'atmosphère de l'espace clos (10) est susceptible d'être établi de manière
régulée, et cela en établissant la conductibilité thermique d'un caloporteur (45)
utilisé pour le prélèvement de la quantité d'énergie nécessaire en fonction de la
température réelle qui se présente actuellement dans l'espace clos (10) et/ou d'une
température de consigne prédéterminée.
5. Procédé selon la revendication 3, dans lequel
pour évaporer ladite au moins une partie du gaz inerte préparé, on utilise un évaporateur
à air (16), et le procédé comprend en outre les opérations suivantes :
b1) au moins pendant l'évaporation du gaz inerte, on admet à l'évaporateur (16) ou
à un échangeur de chaleur associé à l'évaporateur (16), de l'air provenant de l'atmosphère
de l'espace clos (10) à titre d'air chaud, de préférence de manière régulée ;
b2) l'énergie thermique nécessaire pour l'évaporation du gaz inerte est prélevée au
moins partiellement par conduction thermique de l'air admis à titre d'air chaud dans
l'évaporateur (16) ou dans l'échangeur de chaleur, grâce à quoi l'air admis à titre
d'air chaud se refroidit ; et
b3) l'air refroidi est ramené dans l'espace (10).
6. Procédé selon la revendication 5, dans lequel
la quantité d'air admise à titre d'air chaud dans l'évaporateur (16) ou dans l'échangeur
de chaleur est susceptible d'être réglée en fonction de la température réelle qui
se présente actuellement dans l'espace clos (10) et/ou d'une température de consigne
prédéterminée.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'étape c) comprend en outre les opérations suivantes :
c1) on mesure la teneur en oxygène dans l'espace clos (10) ; et
c2) le gaz inerte évaporé dans l'évaporateur (16) est admis en fonction de la valeur
de mesure d'oxygène dans l'atmosphère de l'espace clos (10), afin de maintenir la
teneur en oxygène dans l'atmosphère de l'espace clos (10) au niveau d'inertisation
déterminé.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
le niveau d'inertisation déterminé est un niveau d'inactivation de base, et dans lequel
le procédé comprend, après l'étape c), l'étape de procédé suivante :
d) dans le cas d'un incendie ou en cas de besoin, la teneur en oxygène de l'atmosphère
de l'espace est abaissée plus loin à un niveau d'inertisation complète déterminait,
en admettant le gaz inerte de manière régulée dans l'atmosphère de l'espace.
9. Procédé selon la revendication 8, dans lequel
on détecte au moyen d'un détecteur (6) pour des valeurs caractéristiques d'un incendie,
si un incendie s'est déclaré dans l'espace clos (10).
10. Procédé selon la revendication 9, dans lequel
dans l'étape d), l'abaissement au niveau d'inactivation complète à lieux en fonction
de la valeur de mesure du détecteur (6) pour une valeur caractéristique d'un incendie.
11. Procédé selon la revendication 8 ou 9, dans lequel
dans l'étape d), l'abaissement au niveau d'activation complète à lieux en fonction
des produits stockés dans l'espace clos (10), et en particulier de leur comportement
vis-à-vis de l'inflammation.
12. Procédé selon l'une des revendications 8 à 11, dans lequel
le gaz inerte admis à l'étape d) est préparé dans le récipient (1), réalisé de préférence
sous forme de réservoir cryogénique, et est évaporé au moyen de l'évaporateur (16).
13. Appareil pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à 12,
ledit appareil comprenant les éléments suivants :
- un système de mesure d'oxygène (4) pour mesurer la teneur en oxygène dans l'atmosphère
de l'espace clos (10) ;
- une installation pour l'amenée régulée de gaz inerte dans l'atmosphère de l'espace
clos (10), ladite installation comprenant un récipient (1), réalisé de préférence
sous forme de réservoir cryogénique, pour préparer et stocker le gaz inerte sous forme
liquéfiée, et un évaporateur (16) relié au récipient pour évaporer au moins une partie
du gaz inerte préparé dans le récipient (1) et amener le gaz inerte évaporé dans l'atmosphère
de l'espace clos (10) ; et
- une commande (11) qui est conçue pour piloter l'installation en fonction de la teneur
en oxygène mesurée en vue de l'amenée régulée de gaz inerte, de telle façon que la
teneur en oxygène dans l'atmosphère de l'espace clos (10) est abaissée à un niveau
d'inertisation déterminé et est maintenue à ce niveau, ou bien est maintenue à un
niveau d'inertisation déterminé déjà établi, et
l'évaporateur (16) est conçu pour prélever l'énergie thermique nécessaire pour l'évaporation
du gaz inerte liquéfié depuis l'atmosphère de l'espace clos (10).
14. Appareil selon la revendication 13, dans lequel
l'évaporateur (16) est un évaporateur à air (16) agencé à l'intérieur de l'espace
clos (10).
15. Appareil selon la revendication 13, dans lequel
l'évaporateur (16) est un évaporateur (16) agencé à l'extérieur de l'espace clos (10),
et l'installation destinée à l'amenée régulée de gaz inerte dans l'atmosphère de l'espace
clos (10) comprend en outre un dispositif à échangeur de chaleur (16, 17) qui assure
une transmission de chaleur depuis l'atmosphère de l'espace clos (10) vers le gaz
inerte à évaporer dans l'évaporateur (16).
16. Appareil selon la revendication 15, qui comprend en outre un système de mesure de
température (5) pour mesurer la température de l'air de l'espace clos (10), et dans
lequel le dispositif à échangeur de chaleur (16, 17) destiné au transfert de l'énergie
thermique depuis l'atmosphère de l'espace vers le gaz inerte à évaporer dans l'évaporateur
(16) comprend un dispositif de transfert thermique (45) dont le degré d'efficacité,
au sens du premier principe de la thermodynamique, est réglable en fonction de la
température mesurée et/ou d'une température de consigne prédéterminée, au moyen de
la commande (11).
17. Appareil selon la revendication 15, dans lequel
l'évaporateur (16) est un évaporateur à air (16), et dans le dispositif à échangeur
de chaleur (16, 17) le gaz inerte à amener dans l'espace clos (10) est utilisé à titre
de fluide à réchauffer, et une quantité partielle de l'air provenant de l'atmosphère
de l'espace est utilisée à titre de fluide à refroidir.
18. Appareil selon la revendication 17, dans lequel
pour l'amenée et l'évacuation d'air hors de l'atmosphère de l'espace clos (10), le
dispositif à échangeur de chaleur (16, 17) est relié à l'espace clos (10) via un système
de canaux à air (22, 23), et le système de canaux à air (22, 23) comprend au moins
un canal à air chaud (22) et au moins un canal à air froid (23) d'une installation
de climatisation utilisée pour la climatisation de l'espace clos (10).
19. Appareil selon la revendication 17 ou 18, qui comprend en outre un système de mesure
de température (5) pour mesurer la température de l'atmosphère de l'espace clos (10),
et dans lequel la commande (11) est conçue pour régler la quantité d'air admis à titre
de fluide à refroidir dans l'évaporateur (16) en fonction de la température mesurée
et/ou d'une température de consigne prédéterminée.
20. Appareil selon l'une des revendications 15 à 19, dans lequel
le dispositif à échangeur de chaleur (16, 17) est une composante d'une installation
de climatisation utilisée pour la climatisation de l'espace clos (10).
21. Appareil selon la revendication 20, dans lequel
l'installation de climatisation comprend un échangeur de chaleur à travers lequel
est menée une quantité partielle de l'air provenant de l'atmosphère de l'espace, afin
de transmettre de l'énergie thermique depuis l'air vers un fluide de refroidissement,
et dans lequel l'échangeur de chaleur de l'installation de climatisation est branché
en amont ou en aval du système à échangeur de chaleur associé à l'évaporateur (16).
22. Appareil selon l'une des revendications 13 à 21, qui comprend en outre un dispositif
de reconnaissance d'incendie (5) pour mesurer une grandeur caractéristique d'incendie
dans l'atmosphère de l'espace clos (10).
23. Utilisation de l'appareil selon l'une des revendications 13 à 22 à titre de prévention
anti-incendie dans un stockage réfrigéré fermé, dans une salle informatique, ou dans
un espace similaire (10), dont l'atmosphère de doit pas dépasser une certaine valeur
de température.
24. Utilisation de l'appareil selon l'une des revendications 13 à 22 à titre de prévention
anti-incendie dans une armoire de commutation fermée ou dans un système similaire,
dont l'atmosphère ne doit pas dépasser une certaine valeur de température.