| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 015 927 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
16.04.2014 Patentblatt 2014/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.05.2007 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2007/003853 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2007/131632 (22.11.2007 Gazette 2007/47) |
|
| (54) |
ROTATIONSTABLETTENPRESSE MIT WASCHEINRICHTUNG UND ROTOR HIERFÜR
ROTARY TABLET PRESS WITH WASHING DEVICE AND ROTOR FOR IT
PRESSE À COMPRIMÉS ROTATIVE AVEC DISPOSITIF DE LAVAGE ET ROTOR ASSOCIÉ
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
11.05.2006 DE 202006007629 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
21.01.2009 Patentblatt 2009/04 |
| (73) |
Patentinhaber: KILIAN Tableting GmbH |
|
50735 Köln (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- KRÄMER, Hans
51143 Köln (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Althaus, Arndt et al |
|
Patentanwälte,
Buschhoff Hennicke Althaus
Postfach 19 04 08 50501 Köln 50501 Köln (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-02/064356 WO-A-03/084738 DE-U1- 20 304 981 GB-A- 2 046 169 JP-A- 62 097 799
|
WO-A-02/074528 WO-A1-03/020499 FR-A1- 2 558 901 JP-A- 10 060 502 US-A1- 2003 015 840
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Rotor für eine Rotationstablettenpresse mit wascheinrichtung,
mit einem Oberstempelführungsring mit Führungen.für Oberstempel, mit einem Unterstempelführungsring
mit Führungen für Unterstempel und mit einer zwischen den Stempelführungsringen angeordneten
Matrizenscheibe, wobei in oder an den Führungen für die Ober- und Unterstempel wenigstens
ein mit dem zugehörigen Stempel zusammenwirkendes Abdichtelement befestigbar oder
befestigt ist. Die Erfindung betrifft ferner auch eine Rotationstablettenpresse mit
einem Gehäuse, mit einem im Gehäuse antreibbar angeordneten Rotor, der einen Oberstempelführungsring
mit Führungen für Oberstempel, einen Unterstempelführungsring mit Führungen für Unterstempel
und eine zwischen den Stempelführungsringen angeordnete Matrizenscheibe aufweist sowie
mit den Ober- und Unterstempeln zugeordneten Abdichtelementen versehen ist, und mit
einer Wascheinrichtung, mit welcher der Rotor mittels Waschflüssigkeit waschbar bzw.
reinigbar ist.
[0002] Rotationstablettenpressen mit Ober- und Unterstempeln, die in zugehörigen Stempelführungsringen
geführt sind und mit denen in den Matrizen einer Matrizenscheibe insbesondere aus
Pulver Tabletten wie Arzneimitteltabletten, Waschmitteltabletten od. dgl. hergestellt
werden können, sind seit langem bekannt. Der mittels eines geeigneten Motors angetriebene
Rotor kann in Abhängigkeit von Größe und Durchmesser von Stempelführungsringen und
Matrizenscheibe beispielsweise bis zu 60 Pressstationen aufweisen und mit Geschwindigkeiten
von z.B. bis zu 150 U/min umlaufen. Die Ober- und Unterstempel werden hierbei mittels
geeigneter Rollen oder Kulissenbahnen auf- und ab bewegt, um das Herstellen der Tabletten
in den Matrizen vorzunehmen. Um die Führungen für die Stempel, die meist als Gleitführungen
ausgeführt sind, vor eintretendem Tablettenstaub zu schützen, werden den Ober- und
Unterstempeln Abdichtelemente zugeordnet, die als Faltenbälge, wie beispielsweise
in der
WO 02/064 356 A1 offenbart, oder als Dichtmanschetten mit Abstreiflippen, wie in der
WO 03/084 738 A1 offenbart, ausgeführt sein können.
[0003] Bei neueren Generationen von Rotationstablettenpressen kommen in diese integrierte
Wascheinrichtungen zum Einsatz, mit denen der Rotor sowie der gesamte Arbeitsinnenraum,
in welchem sich der Rotor im Betriebseinsatz befindet, mit Waschflüssigkeit gereinigt
werden kann (
JP 62097799). Die Integration automatischer Wascheinrichtungen ermöglicht kurze Umrüstzeiten
auf eine andere Tablettengeometrie bei hoher Betriebssicherheit. Die Waschflüssigkeit
wird über Düsen mit Druck von z.B. bis zu 6 bar in den Arbeitsraum eingesprüht und
die Oberflächen der Stempel sowie die Matrizen bzw. Aufnahmen für die Matrizen werden
mit der Waschflüssigkeit unter Druck gereinigt. Da mit der Waschflüssigkeit sämtliche
in Kontakt mit dem herzustellenden Produkt kommenden Teile gereinigt werden, kann
eine Kontamination einer nachfolgenden Charge verhindert werden und gleichzeitig bei
gesundheitsschädlichen Tablettenstäuben eine Gefährdung des Personals vermieden werden.
Bei Rotationstablettenpressen mit Wascheinrichtung besteht jedoch die Gefahr, dass
die Waschflüssigkeit auch in die Gleitführungen für die Stempel eindringt, wodurch
unter Umständen aufwendige Nachreinigungsarbeiten an der Rotationstabletten-presse
nötig werden können.
[0004] Aus der
DE 203 04 981 U1, die einen Rotor gemäß den Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie eine Rotationtablettenpresse
gemäß den Oberbegriff des Anspruchs 14 offenbart, ist für einen gattungsgemäßen Rotor
ein Unterstempelführungsring bekannt, der mit Kanälen versehen ist, von der Unterseite
des Unterstempelführungsrings schräg nach oben verlaufen und innen jeweils in die
Führungen für die Pressstempel münden . Die Kanäle dienen, ähnlich wie bei der
GB 2046 169 A als Luftversorgungskanäle, um Luft in die Führungen für die Stempel einzublasen.
Zu demselben Zweck sind jeweils auch im Oberstempelführungsring entsprechende Kanäle
vorhanden.
[0005] Aus der
JP-A-10060502 ist eine Pressvorrichtung mit einem oberen und einem unteren Pressstempel bekannt.
Dem oberen Pressstempel ist ein Auffangring zugeordnet, damit Schmieröl vom oberen
Pressstempel das Pressgut nicht kontaminieren kann.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Rotationstablettenpresse sowie den zugehörigen
Rotor konstruktiv für die Verwendung einer automatischen Wascheinrichtung zu verbessern.
[0007] Diese sowie weitere Aufgaben werden erfindungsgemäß beim Rotor druch die in Anspruch
1 und bei der Rotationstablettenpresse durch die in Anspruch 14 angegebene Erfindung
gelöst. Erfindungsgemäß ist im Unterstempelführungsring für jede Unterstempelführung
ein Leckagekanal zum Ableiten der Waschflüssigkeit ausgebildet, wobei sich die Leckagekanäle
bis zu einer Umfangswand am Außenumfang des Unterstempelführungsrings erstrecken.
Die Leckagekanäle sollen vorzugsweise nur dann ihre Ableitfunktion erfüllen, wenn
an einzelnen Abdichtelementen der Unterstempelführungen unbemerkt Undichtigkeiten
auftreten. Aufgrund der erfindungsgemäß vorgesehenen Leckagekanäle können dann selbst
Undichtigkeiten einzelner Abdichtelemente nicht zu einer Beschädigung der Führungen
im Unterstempelführungsring und/oder zu Verunreinigungen eines Öl- oder Maschinensumpfes
mit Waschflüssigkeit wie insbesondere Wasser führen.
[0008] Bei der bevorzugten Ausgestaltung bestehen die Leckagekanäle aus Bohrungen, die jeweils
schräg zur Mittelachse der zugehörigen Führung im Unterstempelführungsring verlaufen.
Der Neigungswinkel der Leckagekanäle kann beispielsweise 30° bis 60° und vorzugsweise
im Bereich von 45° liegen, um eine gute und zügige Ableitung gegebenenfalls eintretender
Waschflüssigkeit bei Undichtigkeiten des zugehörigen Abdichtelementes zu erreichen.
[0009] Bei einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung können die jeweiligen Leckagekanäle in
eine am Außenumfang des Unterstempelführungsrings ausgebildete Umfangsnut münden,
so dass die Waschflüssigkeit durch die Fliehkräfte bei Rotation des Rotors nach außen
in die Umfangsnut überführt und von dort weiter abgeführt werden können. Die Umfangsnut
kann vorzugsweise mit konstantem Querschnitt rundumlaufend ausgebildet sein, um Unwuchten
im Unterstempelführungsring zu vermeiden und zugleich eine gezielte Abführung einer
sich eventuell in der Umfangsnut ansammelnden Waschflüssigkeit zu erreichen. Besonders
vorteilhaft ist, wenn die Umfangsnut einen Querschnitt erhält, der die Umfangsnut
als Tropfnase ausbildet und der dafür sorgt, dass Waschflüssigkeit nach unten und
außen zur Unterseite des Unterstempelführungsrings abgeleitet werden kann. Hierzu
kann die Umfangsnut insbesondere eine gewölbte Nutunterseite aufweisen und/oder die
Mündungsstellen der Leckagekanäle in die Umfangsnut liegen radial relativ zur Drehachse
des Rotors weiter außen als die Nutinnenseite. Die Wölbung erstreckt sich hierbei
vorzugsweise auch über die Nutinnenseite bis in eine gradlinige, die Mündungsöffnung
der Leckagekanäle umfassende obere Nutflanke hinein. Alternativ können sich sämtliche
Leckagekanäle auch bis zu einer konzentrisch umlaufenden, vorzugsweise senkrecht ausgerichteten
Außen- oder Umfangswand des Unterstempelführungsrings erstrecken. Hierzu kann vorteilhafterweise
jeder Leckagekanal eine eigene Mündungsöffnung an der Außenwand aufweisen. Besonders
zweckmäßig ist, wenn der Unterstempelführungsring am Übergang der Umfangswand oder
Außenwand zu seiner Unterseite eine konzentrisch umlaufende und vorzugsweise über
die Unterseite partiell vorspringende Abtropfkante od.dgl. aufweist, mit der verhindert
wird, dass sich ein aus den Leckagekanälen austretender Flüssigkeitsfilm trotz der
Rotation des Rotors in Richtung auf die Drehachse zu bewegen kann.
[0010] Bei der insbesondere bevorzugten Ausgestaltung ist im Unterstempelführungsring in
jeder Führung ein Dichtringsitz für einen vorzugsweise zusätzlichen Dichtring ausgebildet,
auf dessen Höhe oder oberhalb dessen der zugehörige Leckagekanal mit seiner oberen
Mündungsöffnung in die zugehörige Führung mündet. Dieser zusätzliche Dichtungsring,
der beispielsweise aus einem O-Ring oder dgl. bestehen kann und am Schaft der Unterstempel
abdichtend anliegt, verhindert bei gegebenenfalls auftretenden Undichtigkeiten der
den Stempelführungen zugeordneten Abdichtelemente, dass eine durch ein undichtes Abdichtelement
eintretende Waschflüssigkeit über eine größere Tiefe in die Führungen eintreten und
dort befindliches Gleitmittel verunreinigen oder dessen Gleitwirkung herabsetzen kann.
Gleichzeitig sorgt das Zusammenspiel des zusätzlichen Dichtrings mit dem Leckagekanal
dafür, dass sich die Waschflüssigkeit nicht oberhalb des Dichtungsrings staut sondern
über den Leckagekanal abgeführt wird. Zweckmäßigerweise ist hierzu der Dichtringsitz
unterhalb eines Befestigungsmittels für das Abdichtelement ausgebildet und/oder das
Abdichtelement kann insbesondere aus einer Faltenbalgdichtung bestehen. Sämtliche
auswechselbaren Abdichtelemente können jedoch auch aus Dichtungen mit an den Stempelschäften
anliegenden Abstreiflippen bestehen.
[0011] Weiter vorzugsweise kann am Außenumfang des Unterstempelführungsringes eine Dichtmanschette
befestigt sein. Die Dichtungsmanschette kann insbesondere eine Dichtlippe aufweisen,
die im Montage- bzw. Betriebszustand des Rotors am Gehäuse oder einer Bodenwanne der
Rotationstablettenpresse dichtend anliegt und eine dynamische Dichtung während der
Rotation des Rotors bildet. Besonders vorteilhaft ist, wenn sich die Dichtungsmanschette
und/oder die Dichtungslippe axial nach unten über die Mündungsstellen der Leckagekanäle
hinaus erstrecken.
[0012] Die obige Aufgabe wird auch bei einer Rotationstablettenpresse durch die in Anspruch
14 angegebene Erfindung mittels der im Unterstempelführungsring für jede Unterstempelführung
ausgebildeten Leckagekanäle gelöst. Um eine erfindungsgemäße Rotationstablettenpresse
mit Wascheinrichtung hinsichtlich ihrer Betriebssicherheit zu verbessern, kann weiter
vorzugsweise im Gehäuse eine Sammelleitung ausgebildet sein, über welche die von den
Leckagekanälen abgeleitete waschflüssigkeit einem Sammelbehälter oder einem Abfluss
zuführbar ist. Besonders vorteilhaft ist dann, wenn der Sammelleitung und/oder dem
Sammelbehälter ein Sensor zum Detektieren von Waschflüssigkeitseintritt zugeordnet
ist. Mit dem entsprechenden Sensor kann mithin während der Wasch- bzw. Reinigungsphase
innerhalb kürzester Zeit ermittelt werden, ob sämtliche Abdichtelemente für die Unterstempelführungen
im Unterstempelführungsring und/oder die die dynamische Dichtung bildende Dichtungsmanschette
Undichtigkeiten aufweisen. Außerdem kann die Waschphase bei einer Detektion von Waschflüssigkeitseintritt
kurzfristig und automatisch abgeschaltet werden. Eine Rotationstablettenpresse mit
Wascheinrichtung sowie einem Sensor, der einen Waschflüssigkeitseintritt in eine der
Leckagekanäle bzw. die Sammelleitung detektiert, ermöglicht eine äußerst betriebssichere
Verfahrensweise beim Reinigen einer Rotationstablettenpresse, indem der Waschvorgang
abgeschaltet wird, falls Waschflüssigkeitseintritt vom Sensor detektiert wird. Das
Vorsehen eines einzigen Sensors reicht aus, wenn die Sammelleitung am Boden eines
Ringkanals ausgebildet ist, der unterhalb des Unterstempelführungsrings sowie der
dynamischen Dichtung im Gehäuse angeordnet ist. Besonders günstig ist dann, wenn der
Ringkanal zur Sammelleitung hin abfallend verläuft bzw. ausgebildet ist.
[0013] Besonders vorteilhaft ist ferner, wenn im Gehäuse ein flüssigkeitsdicht abgedichteter
Arbeitsraum ausgebildet ist, der mit Waschflüssigkeit zum Eintauchen des Rotors in
ein Waschbad füllbar.ist. Das Fluten des Arbeitsraums mit der Waschflüssigkeit wie
z.B. Wasser hat den vorteil, dass die Abdichtelemente, die die Stempelschäfte umgeben,
allseitig mit der waschflüssigkeit benetzt und von dieser umspült werden. Durch das
Eintauchen werden insbesondere auch diejenigen Abschnitte der Abdichtelemente, die
der Drehachse des Rotors zugewandt sind, mit Waschflüssigkeit benetzt und umspült.
Beim Fluten des Arbeitsraumes ist insbesondere eine Verfahrensweise vorteilhaft, bei
der der gesamte Rotor einschließlich Matrizenscheibe, Oberstempel und Abdichtelementen
an den Oberstempeln sowie ggf. die dem Arbeitsraum zugewandte Unterseite des Oberstempelführungsrings
vom Waschbad umspült wird, wobei gleichzeitig der Rotor in Arbeitsstellung mit ggf.
hoher Rotationsgeschwindigkeit in Rotation versetzt wird, um durch die Rotationsbewegung
eine Spülströmung im Waschbad zu erzeugen, die sämtliche Teile des Rotors bzw. Arbeitsraums,
die mit dem zu pressenden Material in Berührung kommen, abreinigt. Das Eintauchen
des Rotors in Arbeitsstellung ggf. mit Rotation des Rotors ist von eigenständiger
Bedeutung.
[0014] Weitere Vorteile einer Rotationstablettenpresse mit erfindungsgemäßem Rotor ergeben
sich aus den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung eines schematisch
in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiels. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- schematisch stark vereinfacht eine Rotationstablettenpresse mit erfindungsgemäßem
Rotor und Wascheinrichtung; und
- Fig. 2
- schematisch einen Teilausschnitt einer Rotationstablettenpresse mit Unterstempelführungsring
und Matrizenscheibe in Schnittansicht.
[0015] In Fig. 1 ist insgesamt mit Bezugszeichen 1 eine schematisch stark vereinfacht dargestellte
Rotationstablettenpresse bezeichnet. Die Rotationstablettenpresse 1 zum Herstellen
von beispielsweise Arzneimitteltabletten weist ein Gehäuse 2, eine Sockelkonstruktion
3, eine oberen Abdeckung 4 und eine Bodenwanne 9 auf, mit denen ein Arbeitsraum 5,
in dem ein insgesamt mit 10 bezeichneter Rotor angeordnet ist, flüssigkeitsdicht und/oder
staubdicht umschlossen wird. Das Gehäuse 2 hat für den Zugang zum Arbeitsbereich wenigstens
eine öffenund schließbare Türöffnung, durch die hindurch der Rotor 10 umgerüstet oder
gegebenenfalls ausgebaut werden kann. Mit der Sockelkonstruktion 3 wird zugleich eine
Bodenwanne 7 abgestützt, an oder auf der u.a. ein im Einzelnen nicht dargestellter
Motor 8 zum Antreiben des Rotors 10 der Rotationstablettenpresse 1 angeordnet ist.
[0016] Der Rotor 10 umfasst in an sich bekannter Weise einen Unterstempelführungsring 11
mit zahlreichen, vorzugsweise aus Führungsbohrungen bestehenden Gleitführungen 12
für konzentrisch um die Drehachse D des Rotors 10 angeordnete und vertikal bewegbare
Unterstempel 13, einen Oberstempelführungsring 14 mit wiederum aus Bohrungen bestehenden
Gleitführungen 15 für vertikal bewegbare und konzentrisch um die Drehachse D angeordnete
Oberstempel 16 sowie eine zwischen dem Oberstempelführungsring 14 und dem Unterstempelführungsring
11 angeordnete Matrizenscheibe 17 mit entsprechend der Anzahl an Oberstempeln 16 und
Unterstempeln 13 angeordneten und auf diese bzw. deren Führungen 13, 15 ausgerichteten
Matrizen 18. In den Matrizen können durch Zusammenpressen von auf geeignete Weise
zugeführtem Pulver die gewünschten Tabletten (nicht dargestellt) hergestellt werden.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind der Oberstempelführungsring 14, der Unterstempelführungsring
11 und die Matrizenscheibe 17 als separate Bauteile ausgeführt. Einzelne oder mehrere
dieser Einzelelemente könnten auch einstückig ausgebildet sein. Die Matrizenscheibe
oder die Matrizen könnten auch aus mehreren Segmenten bestehen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
werden die Einzelelemente des Rotors 10 mittels einer nur angedeuteten Befestigungsschraube
19, die vorzugsweise auf der Drehachse D angeordnet ist, zusammengehalten.
[0017] Für die vertikalbewegung der mit ihren Schäften in den Führungen 12 geführten Unterstempel
13 ist unterhalb des Unterstempelführungsrings 11 eine Kulissenbahn 59 ausgebildet,
mit der die Kopfenden der Unterstempel 13 in an sich bekannter Weise gleitend geführt
und auf und ab bewegt werden. Die oberen Kopfenden der Oberstempel 16 werden im gezeigten
Ausführungsbeispiel mittels Rollen 20 in den zugehörigen Führungen 15 auf und ab bewegt,
um im Betriebseinsatz die Tabletten in den Matrizen 18 zu pressen und am Ende des
Pressvorgangs nach oben oder unten aus den Matrizen 18 auszustoßen.
[0018] Die Rotationstablettenpresse 1 ist ferner mit einer Wascheinrichtung versehen, von
der in Fig. 1 nur die in den Arbeitsraum 5 hineinragenden Waschdüsen 21 sowie 22 nebst
zugehöriger Zuführleitungen 23, 24 dargestellt sind. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
erfolgt die Zuführung von einer geeigneten Waschflüssigkeit wie insbesondere Wasser
zu den Düsen 21 über die obere Abdeckung 4 und zu den Düsen 22 über die Vertikalstreben
des Gehäuses 2 und der Arbeitsraum 5 ist nach unten mittels der Wanne 9 abgedichtet
ausgeführt, um in einem Waschzyklus die im Arbeitsraum 5 im Betriebseinsatz und in
Betriebsposition angeordneten Elemente des Rotors 10 sowie die Gehäusewände mit der
Waschflüssigkeit zu reinigen, die hierzu mit einem Druck von z.B. 6 bar und einem
Maximaldurchsatz von beispielsweise 300 Litern/min aus den Düsen 21, 22 austritt,
während sich der Rotor 10 bei geschlossenem Gehäuse dreht. Hierbei verhindern die
den Unterstempelführungen 12 zugeordneten Faltenbalgdichtungen 26, die in den Führungen
12 oder rings um die Führungen 12 im Unterstempelführungsring 11 befestigt sind, sowie
die den Führungen 15 der Oberstempel 16 zugeordneten Faltenbälge 27 im Waschbetrieb,
dass die Waschmittelflüssigkeit in die Gleitführungen 12 bzw. 15 eintreten kann. Faltenbalgdichtungen
26, 27 sind auch bei konventionellen Rotationstablettenpressen den Stempelführungen
12 bzw. 15 zugeordnet, um im Normalbetrieb des Rotors 10, wenn mit den Ober- und Unterstempeln
16, 13 in den Matrizen 18 Tabletten gepresst werden, zu verhindern, dass Staub oder
Pulver in die Gleitführungen eintritt. Ein Austausch der Faltenbalgdichtungen 26,
27 erfolgt entweder nach vorgegebenen Wartungsintervallen oder bei sichtbaren Beschädigungen
der Abdichtelemente(Faltenbälge (26, 27)).
[0019] Erfindungsgemäß ist nun im Unterstempelführungsring 11 jeder Führung 12 für die Unterstempel
13 ein Leckagekanal 30 zugeordnet, wie aus der vergrößerten Detailansicht eines Teilausschnitts
der Rotationstablettenpresse 1 in Fig. 2 ersichtlich ist. In Fig. 2 ist hierbei in
Schnittdarstellung nur ein Teilabschnitt des Unterstempelführungsrings 11 sowie ein
Teilabschnitt der Matrizenscheibe 17 zusammen mit einem Abschnitt der Wanne 9 dargestellt,
wobei über den Umfang der Rotationstablettenpresse 1 bzw. von Unterstempelführungsring
11 und Matrizenscheibe 17 verteilt eine Vielzahl identischer Anordnungen von Stempelführungen
12, Unterstempeln 13, Matrizen 18 sowie Leckagekanäle 30 und zugehöriger Oberstempel
angeordnet sind. Jeder Leckagekanal 30 verläuft schräg, im gezeigten Ausführungsbeispiel
um einen Winkel von 45° relativ zur Mittelachse M der Führungen 12 für die Unterstempel
13 geneigt, nach außen und mündet in eine Umfangsnut 36 am Außenumfang 28 des Unterstempelführungsrings
11. Die Umfangsnut 36 ist vorzugsweise rundumlaufend mit konstantem Querschnitt ausgebildet
und weist eine gewölbte Nutunterseite 37, eine ebenfalls gewölbte Nutinnenseite 38
sowie eine schräg nach oben ansteigende Nutoberflanke 39 auf, welche die Mündungsstelle
31 des Leckagekanals 30 in die Umfangsnut 36 umfasst. Die Mündungsstelle 31 liegt
radial deutlich weiter außen als die Nutinnenseite 38 der Umfangsnut 36. Die obere
Mündungsstelle 32 des Leckagekanals 30 mündet im Wesentlichen auf der Höhe eines Dichtringsitzes
29 für einen Dichtring 40, der am Boden eines sich von der Oberseite 11' des Unterstempelführungsrings
11 erstreckenden und konzentrisch zur Führung 12 ausgeführten Sacklochs (abgesetzte
Stufe) der Führungsbohrung 12 angeordnet ist, in die zugehörige Führungsbohrung 12
für die Unterstempel 13. Der Dichtring 40, der dichtend an der Umfangsfläche des Schaftes
der Unterstempel 13 anliegt, sitzt hierbei unterhalb eines Befestigungsringes 45,
auf den die Faltenbalgdichtungen 26 für die Unterstempel 13 bzw. Unterstempelführungen
12 lösbar aufklippbar sind.
[0020] Die Leckagekanäle 30 kommen ausschließlich im Waschbetrieb und nur dann in Funktion,
wenn die zugehörige Faltenbalgdichtung 26 eine Undichtigkeitsstelle im Faltenbalg
und/oder zum unteren Befestigungsring 45 aufweist. Nur in diesem Fall tritt nämlich
eine geringe oder größere Menge von Waschmittelflüssigkeit in den oberen Bereich des
Sackloches der Führung 12 ein und kann im Sackloch bis zu dem zusätzlichen Dichtungsring
40 ablaufen. Aufgrund des oberhalb des Dichtungsrings 40 mündenden Leckagekanals 30
wird dann allerdings die dort eintretende Waschmittelflüssigkeit, unterstützt durch
die Rotationskräfte bei der Rotation des Rotors 10 über den zugehörigen Leckagekanal
30 in die Umfangsnut 36 abgeleitet, die aufgrund der Nutgeometrie eine Tropfnase bildet,
so dass eine sich in der Umfangsnut 36 ansammelnde Flüssigkeitsmenge nach unten in
einen umlaufend unterhalb des Unterstempelführungsrings 11 ausgebildeten Ringkanal
50 überführt wird. Vorzugsweise an der tiefsten Stelle des Ringkanals schließt eine
Sammelleitung 51 an, um die über die Leckagekanäle 30 abgeführte Waschmittelflüssigkeit
einem schematisch in Fig. 1 gezeigten Sammelbehälter 52 zuzuführen.
[0021] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Sammelleitung 51 ein
Sensor 55 zugeordnet, mit dem jeglicher Flüssigkeitseintritt in die Sammelleitung
51 detektiert wird, um z.B. über das Signal des Sensors 55 dem Bedienpersonal anzuzeigen,
dass an wenigstens einer Faltenbalgdichtung 26 für die Unterstempel 13 eine Undichtigkeit
vorliegen muss. Bei größerem Flüssigkeitseintritt kann der Waschzyklus auch sogleich
automatisch unterbrochen werden. Alternativ kann, wie im Ausführungsbeispiel in Fig.
1 angedeutet, auch dem Sammelbehälter 52 ein Sensor 56 zugeordnet werden, um mit diesem
einen Flüssigkeitseintritt in den Sammelbehälter 52 zu detektieren.
[0022] Wie insbesondere Fig. 2 gut erkennen lässt, ist die Sammelleitung 51 vorzugsweise
fluchtend mit und unterhalb der Außenseite des Unterstempelführungsrings 11 angeordnet,
wobei der Ringkanal 50 sich bis an einen senkrechten Wandabschnitt 9A der Wanne 9
erstreckt. Zugleich ist am Unterstempelführungsring 11 oberhalb der Umfangsnut 36
eine Dichtungsmanschette 60 umlaufend befestigt, die sich nach unten über die untere
Mündungsstelle 31 des Leckagekanals 30 erstreckt und eine Dichtlippe 61 umfasst, die
bei der Rotation des Rotors 10 als dynamische Dichtung an der Wanne 9 abdichtend aufliegt,
um zu verhindern, dass aus dem Arbeitsraum 5 Flüssigkeit in den Maschinensumpf 7 bzw.
den Motor 8 eintreten kann. Da sich der Ringkanal 50 sowie die Sammelleitung 51 unmittelbar
unterhalb der Abdichtstelle zwischen der Dichtlippe 61 und der Wanne 9 befindet, kann
mit den Sensoren 55 bzw. 56 zugleich auch eine Undichtigkeit dieser Dichtungsmanschette
60 detektiert werden, so dass auch das Gefahrenpotential einer Undichtigkeit dieser
dynamischen Dichtungsmanschette 60 miniert wird. Die Detektionsmöglichkeit für Undichtigkeiten
der dynamischen Dichtung ist von eigenständiger erfinderischer Bedeutung, selbst wenn
z.B. keine Leckagekanäle im Unterstempelführungsring vorhanden wären.
[0023] Um das Abtropfen bzw. Ablaufen der aus den Leckagekanälen 30 bei Undichtigkeiten
der Abdichtelemente 26 austretenden Waschflüssigkeit von der senkrecht ausgerichteten,
parallel zur Drehachse liegenden Umfangswand zu verbessern, ist am Übergang der Umfangswand
in die Unterseite 11'' des Ünterstempelführungsrings 11 eine konzentrisch umlaufende
Abtropfkante 34 ausgebildet, die vorzugsweise spitzkantig über die Unterseite einer
umlaufenden Stufe 35 um Unterstempelführungsring vorspringt. Mit der Abtropfkante
wird verhindert, dass sich Flüssigkeit zur Unterseite 11'' des Unterstempelführungsrings
11 bewegen kann und damit ggf. von unten in die ggf. mit einem Ölfilm geschmierten
Gleitführungen 12 für die Unterstempel eintreten kann.
1. Rotor für eine Rotationstablettenpresse mit Wascheinrichtung, mit einem Oberstempelführungsring
(14) mit Führungen (15) für Oberstempel, mit einem eine Oberseite (11'), eine Unterseite
(11'') und einen Außenumfang (28) aufweisenden Unterstempelführungsring (11) mit Führungen
(12) für Unterstempel, und mit einer zwischen den Stempelführungsringen (11, 14) angeordneten
Matrizenscheibe (17), wobei in oder an den Führungen (12, 15) für die Ober- und Unterstempel
wenigstens ein mit dem zugehörigen Stempel zusammenwirkendes Abdichtelement (26; 27)
befestigbar oder befestigt ist und wobei im Unterstempelführungsring (11) Kanäle ausgebildet
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle im Unterstempelführungsring (11) für jede Unterstempelführung (12) einen
Leckagekanal (30) zum Ableiten von Waschflüssigkeit bilden, wobei sich die Leckagekanäle
bis zum Außenumfang (28) des Unterstempelführungsrings (11) erstrecken.
2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leckagekanäle (30) aus Bohrungen bestehen, die schräg zur Mittelachse (M) der
Führungen (12) verlaufen.
3. Rotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leckagekanäle (30) in eine am Außenumfang (28) des Unterstempelführungsrings
(11) ausgebildete Umfangsnut (36) münden,
4. Rotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsnut als Tropfnase ausgebildet ist.
5. Rotor nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsnut (36) eine gewölbte Nutunterseite (37) aufweist.
6. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Mündungsstellen (31) der Leckagekanäle (30) in die Umfangsnut (36) radial
weiter außen liegen als die Nutinnenseite (38) und/oder die Nutinnenseite (38) gewölbt
verläuft.
7. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die konzentrisch umlaufende Außenwand am Außenumfang (28) des Unterstempelführungsrings
am Übergang zur Unterseite (11'') mit einer konzentrisch umlaufenden Abtropfkante
versehen ist.
8. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Unterstempelführungsring (11) in jeder Führung (12) ein Dichtringsitz (29) für
einen vorzugsweise zusätzlichen Dichtring (40) ausgebildet ist, auf dessen Höhe oder
oberhalb dessen der zugehörige Leckagekanal (30) in die Führung (12) mündet.
9. Rotor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtringsitz (29) unterhalb eines Befestigungsmittels (45) für das Abdichtelement
(26) ausgebildet ist.
10. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdichtelement (26) aus einer Faltenbalgdichtung oder einer Dichtlippendichtung
besteht.
11. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass am Außenumfang (28) des Unterstempelführungsrings (11) eine Dichtungsmanschette (60)
befestigt ist.
12. Rotor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsmanschette (60) eine Dichtlippe (61) aufweist, die im Montagezustand
des Rotors am Gehäuse oder an der Wanne (9) der Rotationstablettenpresse dichtend
anliegt.
13. Rotor nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Dichtungsmanschette (60) und/oder die Dichtungslippe (61) axial nach unten
über die Mündungsstellen (31) der Leckagekanäle (30) in die Umfangsnut (36) hinaus
erstrecken.
14. Rotationstablettenpresse mit einem Gehäuse (2), mit einem im Gehäuse (2) antreibbar
angeordneten Rotor (10), der einen Oberstempelführungsring (14) mit Führungen (15)
für Oberstempel (16), einen eine Oberseite (11'), eine Unterseite (11'') und einen
Außenumfang (28) aufweisenden Unterstempelführungsring (11) mit Führungen (12) für
Unterstempel (13) und eine zwischen den Stempelführungsringen (11, 14) angeordnete
Matrizenscheibe (17) aufweist sowie mit den Ober- und Unterstempeln (13, 16) zugeordneten
Abdichtelementen (26, 27) versehen ist, und mit einer Wascheinrichtung (21, 22), mit
welcher der Rotor (10) mittels Waschflüssigkeit waschbar ist und wobei im Unterstempelführungsring
(11) Kanäle ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die kanäle im Unterstempelführungsring (11) für jede Unterstempelführung (12) einen
Leckagekanal (30) zum Ableiten der Waschflüssigkeit bei Undichtigkeiten der Abdichtelemente
(26) der Unterstempelführungen (12) bilden, wobei sich die Leckagekanäle bis zum Außenumfang
(28) des Unterstempelführungsrings (11) erstrecken.
15. Rotationstablettenpresse nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist.
16. Rotationstablettenpresse nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (2) eine Sammelleitung (51) ausgebildet ist, über welche die von den Leckagekanälen
(30) abgeleitete Waschflüssigkeit einem Sammelbehälter (51) oder Abfluss zuführbar
ist.
17. Rotationstablettenpresse nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelleitung (51) und/oder dem Sammelbehälter (52) ein Sensor (55; 56) zum Detektieren
von Waschflüssigkeitseintritt zugeordnet ist.
18. Rotationstablettenpresse nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelleitung (51) am Boden eines Ringkanals (50) ausgebildet ist, der unterhalb
des Unterstempelführungsrings (11) und/oder einer an dieser befestigten Dichtungsmanschette
(60) im Gehäuse (2) ausgebildet ist.
19. Rotationstablettenpresse nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkanal zur Sammelleitung hin abfallend ausgebildet ist.
20. Rotationstablettenpresse nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse ein flüssigkeitsdicht abgedichteter Arbeitsraum (5) ausgebildet ist, der
mit Waschflüssigkeit zum Fluten und Eintauchen des Rotors in ein Waschbad füllbar
ist.
1. A rotor for a rotary tablet press with a washing device, with an upper-punch guide
ring (14) having guides (15) for upper punches, with a lower-punch guide ring (11),
comprising an upper side (11'), a lower side (11'') and an outer circumference (28)
and having guides (12) for lower punches, and with a die plate (17) arranged between
the punch guide rings (11, 14), wherein at least one sealing element (26; 27) which
interacts with the associated punch can be fastened or is fastened in or to the guides
(12, 15) for the upper and lower punches, and wherein passages are formed in the lower-punch
guide ring (11), characterized in that the passages in the lower-punch guide ring (11) are forming for each lower-punch
guide (12) a leakage passage (30) for discharging washing liquid, wherein the leakage
passages extend as far as the outer circumference (28) of the lower-punch guide ring
(11).
2. The rotor as claimed in claim 1, characterized in that the leakage passages (30) comprise bores which run obliquely with respect to the
center axis (M) of the guides (12).
3. The rotor as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the leakage passages (30) open into a circumferential groove (36) which is formed
on the outer circumference (28) of the lower-punch guide ring (11).
4. The rotor as claimed in claim 3, characterized in that the circumferential groove (36) is designed as a water drip.
5. The rotor as claimed in claim 3 or 4, characterized in that the circumferential groove (36) has a curved lower side (37).
6. The rotor as claimed in one of claims 1 to 5, characterized in that the lower opening points (31) of the leakage passages (30) into the circumferential
groove (36) are located further outward radially than the inside (38) of the groove,
and/or the inside (38) of the groove has a curved profile.
7. The rotor as claimed in one of claims 1 to 6, characterized in that, at the transition to the lower side (11''), the concentrically encircling circumferential
wall at the outer circumference (28) of the lower-punch guide ring is provided with
a concentrically encircling drip edge.
8. The rotor as claimed in one of claims 1 to 7, characterized in that a sealing ring seat (29) for a preferably additional sealing ring (40), at the height
of which or above which the associated leakage passage (30) opens into the guide (12),
is formed in each guide (12) in the lower-punch guide ring (11).
9. The rotor as claimed in claim 8, characterized in that the sealing ring seat (29) is formed below a fastening means (45) for the sealing
element (26).
10. The rotor as claimed in one of claims 1 to 9, characterized in that the sealing element (26) comprises an expansion bellows seal or a sealing lip seal.
11. The rotor as claimed in one of claims 1 to 10, characterized in that a sealing collar (60) is fastened to the outer circumference (28) of the lower-punch
guide ring (11).
12. The rotor as claimed in claim 11, characterized in that the sealing collar (60) has a sealing lip (61) which, in the installed state of the
rotor, bears in a sealing manner against the housing or against the trough (9) of
the rotary tablet press.
13. The rotor as claimed in claim 11 or 12, characterized in that the sealing collar (60) and/or the sealing lip (61) extend/extends axially downward
beyond the opening points (31) of the leakage passages (30) into the circumferential
groove (36).
14. A rotary tablet press with a housing (2), with a rotor (10) which is arranged in a
drivable manner in the housing (2) and has an upper-punch guide ring (14) with guides
(15) for upper punches (16), a lower-punch guide ring (11) with an upper side (11'),
a lower side (11''), an outer circumference (28) and guides (12) for lower punches
(13) and a die plate (17) arranged between the punch guide rings (11, 14), and is
provided with sealing elements (26, 27) assigned to the upper and lower punches (13,
16), and with a washing device (21, 22) with which the rotor (10) can be washed by
means of washing liquid and with passages in the lower-punch guide ring (11), characterized in that the passages in the lower-punch guide ring (11) are forming for each lower-punch
guide (12) a leakage passage (30) for discharging the washing liquid in the event
of leakages of the sealing elements (26) of the lower-punch guides (12), wherein the
leakage passages extend as far as the outer circumference (28) of the lower-punch
guide ring (11) .
15. The rotary tablet press as claimed in claim 14, characterized in that the rotor (10) is designed in accordance with one of claims 1 to 13.
16. The rotary tablet press as claimed in claim 14 or 15, characterized in that a collecting line (51) is formed in the housing (2) via which the washing liquid
discharged from the leakage passages (30) can be supplied to a collecting container
(52) or outflow is formed in the housing (2).
17. The rotary tablet press as claimed in claim 16, characterized in that the collecting line (51) and/or the collecting container (52) are/is assigned a sensor
(55; 56) for detecting entry of washing liquid.
18. The rotary tablet press as claimed in claim 16 or 17, characterized in that the collecting line (51) is formed at the bottom of an annular passage (50) which
is formed in the housing (2) below the lower-punch guide ring (11) and/or below a
sealing collar (60) fastened to said collecting line.
19. The rotary tablet press as claimed in claim 18, characterized in that the annular passage is designed such that it drops toward the collecting line.
20. The rotary tablet press as claimed in one of claims 14 to 19, characterized in that a working space (5) which is sealed in a liquid-tight manner and is fillable with
washing liquid for flooding and submerging the rotor in a washing bath is formed in
the housing.
1. Rotor pour une presse à comprimés rotative pourvue d'un dispositif de lavage, comprenant
une bague de guidage de poinçons supérieurs (14) pourvue de guides (15) pour des poinçons
supérieurs, comprenant une bague de guidage de poinçons inférieurs (11) comportant
un côté supérieur (11'), un côté inférieur (11'') et une périphérie extérieure (28),
laquelle bague de guidage de poinçons inférieurs est pourvue de guides (12) pour des
poinçons inférieurs, et comprenant une plaque à matrices (17) disposée entre les bagues
de guidage de poinçons (11, 14), au moins un élément d'étanchéité (26 ; 27) coopérant
avec le poinçon associé pouvant être fixé ou étant fixé dans ou sur les guides (12,
15) pour les poinçons supérieurs et inférieurs et des canaux étant réalisés dans la
bague de guidage de poinçons inférieurs (11), caractérisé en ce que les canaux dans la bague de guidage de poinçons inférieurs (11) forment pour chaque
guide de poinçons inférieurs (12) un canal de fuite (30) pour évacuer le liquide de
lavage, les canaux de fuite s'étendant jusqu'à la périphérie extérieure (28) de la
bague de guidage de poinçons inférieurs (11).
2. Rotor selon la revendication 1, caractérisé en ce que les canaux de fuite (30) consistent en des alésages qui s'étendent de manière oblique
par rapport à l'axe médian (M) des guides (12).
3. Rotor selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les canaux de fuite (30) débouchent dans une rainure périphérique (36) réalisée sur
la périphérie extérieure (28) de la bague de guidage de poinçons inférieurs (11).
4. Rotor selon la revendication 3, caractérisé en ce que la rainure périphérique est réalisée sous forme de rejetteau.
5. Rotor selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la rainure périphérique (36) présente un côté inférieur de rainure bombé (37).
6. Rotor selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les points d'embouchure inférieurs (31) des canaux de fuite (30) dans la rainure
périphérique (36) sont situés radialement plus à l'extérieur que le côté intérieur
de rainure (38) et/ou le côté intérieur de rainure (38) s'étend de manière bombée.
7. Rotor selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la paroi extérieure s'étendant de manière concentrique sur la périphérie extérieure
(28) de la bague de guidage de poinçons inférieurs est pourvue d'un bord d'égouttage
s'étendant de manière concentrique au niveau de la transition vers le côté inférieur
(11'').
8. Rotor selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'un siège de bague d'étanchéité (29) pour une bague d'étanchéité (40) de préférence
supplémentaire est réalisé dans chaque guide (12) dans la bague de guidage de poinçons
inférieurs (11), à hauteur ou au-dessus duquel siège de bague d'étanchéité le canal
de fuite associé (30) débouche dans le guide (12).
9. Rotor selon la revendication 8, caractérisé en ce que le siège de bague d'étanchéité (29) est réalisé en dessous d'un moyen de fixation
(45) pour l'élément d'étanchéité (26).
10. Rotor selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément d'étanchéité (26) est constitué d'un joint d'étanchéité à soufflet ou d'un
joint d'étanchéité à lèvre.
11. Rotor selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'une garniture d'étanchéité (60) est fixée sur la périphérie extérieure (28) de la
bague de guidage de poinçons inférieurs (11).
12. Rotor selon la revendication 11, caractérisé en ce que la garniture d'étanchéité (60) comprend une lèvre d'étanchéité (61) qui, dans l'état
de montage du rotor, s'applique de manière étanche contre le boîtier ou contre le
bac (9) de la presse à comprimés rotative.
13. Rotor selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que la garniture d'étanchéité (60) et/ou la lèvre d'étanchéité (61) s'étend(ent) axialement
vers le bas au-delà des points d'embouchure (31) des canaux de fuite (30) dans la
rainure périphérique (36).
14. Presse à comprimés rotative comprenant un boîtier (2), comprenant un rotor (10) disposé
de manière à pouvoir être entraîné dans le boîtier (2), lequel rotor comprend une
bague de guidage de poinçons supérieurs (14) pourvue de guides (15) pour des poinçons
supérieurs (16), une bague de guidage de poinçons inférieurs (11) comportant un côté
supérieur (11'), un côté inférieur (11'') et une périphérie extérieure (28), laquelle
bague de guidage de poinçons inférieurs est pourvue de guides (12) pour des poinçons
inférieurs (13), et une plaque à matrices (17) disposée entre les bagues de guidage
de poinçons (11, 14), et est pourvu d'éléments d'étanchéité (26, 27) associés aux
poinçons supérieurs et inférieurs (13, 16), et comprenant un dispositif de lavage
(21, 22) à l'aide duquel le rotor (10) peut être lavé au moyen d'un liquide de lavage,
et des canaux étant réalisés dans la bague de guidage de poinçons inférieurs (11),
caractérisée en ce que les canaux dans la bague de guidage de poinçons inférieurs (11) forment pour chaque
guide de poinçons inférieurs (12) un canal de fuite (30) pour évacuer le liquide de
lavage en cas d'inétanchéités des éléments d'étanchéité (26) des guides de poinçons
inférieurs (12), les canaux de fuite s'étendant jusqu'à la périphérie extérieure (28)
de la bague de guidage de poinçons inférieurs (11).
15. Presse à comprimés rotative selon la revendication 14, caractérisée en ce que le rotor (10) est réalisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13.
16. Presse à comprimés rotative selon la revendication 14 ou 15, caractérisée en ce qu'un conduit collecteur (51) est réalisé dans le boîtier (2), par le biais duquel conduit
collecteur le liquide de lavage évacué par les conduits de fuite (30) peut être acheminé
jusqu'à un récipient collecteur (52) ou une sortie.
17. Presse à comprimés rotative selon la revendication 16, caractérisée en ce qu'un capteur (55; 56) pour détecter une entrée de liquide de lavage est associé au conduit
collecteur (51) et/ou au récipient collecteur (52).
18. Presse à comprimés rotative selon la revendication 16 ou 17, caractérisée en ce que le conduit collecteur (51) est réalisé au fond d'un canal annulaire (50) qui est
réalisé dans le boîtier (2) en dessous de la bague de guidage de poinçons inférieurs
(11) et/ou d'une garniture d'étanchéité (60) fixée au conduit collecteur.
19. Presse à comprimés rotative selon la revendication 18, caractérisée en ce que le canal annulaire est réalisé de manière descendante en direction du conduit collecteur.
20. Presse à comprimés rotative selon l'une quelconque des revendications 14 à 19, caractérisée en ce qu'un espace de travail (5) fermé hermétiquement de manière étanche aux liquides est
réalisé dans le boîtier, lequel espace de travail peut être rempli de liquide de lavage
pour noyer et immerger le rotor dans un bain de lavage.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente