[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Klappschachteln gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 1. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens.
[0002] Klappschachteln für einen Zigarettenblock als Packungsinhalt bestehen üblicherweise
aus einem einstückigen Zuschnitt zur Bildung eines Schachtelteils und eines Deckels.
Ein innerhalb des Schachtelteils angeordneter, aus diesem teilweise herausragender
Kragen besteht aus einem gesonderten Zuschnitt.
[0003] Bei der üblichen Herstellung derartiger Klappschachteln wird der Zuschnitt für Schachtelteil
und Deckel in eine Tasche eines Faltrevolvers eingeführt und dabei teilweise gefaltet.
In den so vorbereiteten Zuschnitt in der Tasche des Faltrevolvers wird der Zigarettenblock
eingeführt, und zwar zusammen mit dem Kragen, der auf dem Zigarettenblock positioniert
ist. Die Packung kann Stützanschläge im Bereich von Seitenwänden enthalten, auf denen
sich untere Kanten des Kragens zur Ausrichtung abstützen (
DE 199 38 167 A1,
DE 199 45 514 A1).
[0004] Bei der Herstellung von Klappschachteln für Zigaretten in einer besonderen Gestaltung,
nämlich mit insgesamt gerundeten, annähernd halbkreisförmigen Seitenwänden besteht
die Packung aus zwei Zuschnitten, die aneinander liegend gemeinsam um einen die Querschnittsform
der Packung aufweisenden Faltdorn in einem Wickelverfahren gefaltet werden. Ein Innenzuschnitt,
der sich über die volle Höhe der Packung erstreckt, ist im Bereich einer Vorderwand
mit einer einem Kragen entsprechenden Ausnehmung versehen (
WO 03/070576 A1). Dieses Dokument offenbart die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0006] Die Erfindung befasst sich mit der Herstellung von Klappschachteln, die einen üblichen
Kragen bzw. einen Kragen mit Vorderwand und Seitenwänden aufweisen, der mit einem
Teilbereich im Schachtelteil der Packung verankert ist, jedoch ohne Abstützung auf
einer Bodenwand.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellung derartiger Klappschachteln
für Zigaretten hinsichtlich einer korrekten, zuverlässigen Positionierung des Kragens
innerhalb der Packung zu verbessern.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe dient ein Verfahren mit den Merkmalen des Kennzeichens
des Anspruchs 1.
[0009] Erfindungsgemäß wird demnach der positionsgenau durch Klebung mit dem Zuschnitt für
Schachtelteil und Deckel zu einer Einheit verbundene Kragen als Einheit unter Teilfaltung
in die Tasche eines Revolvers eingeführt. Der Zigarettenblock wird ohne Kragen geliefert.
[0010] Die Vorrichtung ist mit den Merkmalen des Anspruchs 6 ausgebildet. Es geht um die
Zuführung der separaten Packungsteile, nämlich Zuschnitt und Kragen, und die Zusammenführung
vor Übergabe an den Faltrevolver.
[0011] Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 5 für das
Verfahren sowie der Ansprüche 7 bis 13 für die Vorrichtung.
[0012] Weitere Besonderheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen ausgebreiteten Zuschnitt, nämlich Packungs-Zuschnitt,
- Fig. 2
- einen ausgebreiteten Kragen-Zuschnitt,
- Fig. 3
- die in packungsgemäßer Relativstellung aneinander liegenden Zuschnitte gemäß Fig.
1 und Fig. 2,
- Fig. 4
- eine mit dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbare Klappschachtel des Typs Side-Lid
in perspektivischer Darstellung, bei geschlossenem Deckel,
- Fig. 5
- die Packung gemäß Fig. 4 bei offenem Deckel, ebenfalls in Perspektive,
- Fig. 6
- die Vorrichtung zum Herstellen von Packungen gemäß Fig. 4, Fig. 5 in ver- einfachter
Draufsicht,
- Fig. 7
- eine Einzelheit der Vorrichtung gemäß Fig. 6 in einem Quer- bzw. Radial- schnitt entsprechend
Schnittebene VII-VII der Fig. 6, bei vergrößertem Maßstab,
- Fig. 8
- einen gegenüber der Darstellung gemäß der Fig. 7 versetzten Querschnitt in der Schnittebene
VIII-VIII der Fig. 6, bei nochmals vergrößertem Maß- stab,
- Fig. 9
- eine Einzelheit im Bereich einer Beschickungsstation eines Faltrevolvers in Queransicht
bzw. im Querschnitt,
- Fig. 10
- Detail der Fig. 9 in quer gerichteter Schnittebene X-X der Fig. 9 bei vergrö- ßertem
Maßstab,
- Fig. 11
- eine Einzelheit XI der Fig. 8 in vergrößertem Maßstab, bei veränderter Stel- lung
von Organen,
- Fig. 12
- den Faltrevolver der Vorrichtung gemäß Fig. 6 in Draufsicht, bei vergrößer- tem Maßstab,
- Fig. 13
- eine Tasche des Faltrevolvers gemäß Fig. 12 im Querschnitt in der Schnitt- ebene XIII-XIII
der Fig. 12 bei vergrößertem Maßstab,
- Fig. 14
- eine Einzelheit der Fig. 6, nämlich eine Seitenansicht bzw. ein Längsschnitt in der
Ebene XIV-XIV der Fig. 6, bei vergrößertem Maßstab,
- Fig. 15
- eine Einzelheit XV der Fig. 14 bei nochmals vergrößertem Maßstab.
[0013] Es geht bei der Erfindung vor allem um die Fertigung von Zigarettenpackungen des
Typs Klappschachtel in der Ausführung "Side-Lid-Pack". Die Packung besteht aus einem
(unteren) Schachtelteil 1 0, einem Deckel 11 und einem Kragen 12. Schachtelteil 10
und Deckel 11 sind aus einem einheitlichen bzw. einstückigen Zuschnitt 13 aus dünnem
Karton oder ähnlichem Verpackungsmaterial gebildet. Der Kragen 12 besteht aus einem
eigenständigen Zuschnitt (Fig. 2).
[0014] Der langgestreckte Zuschnitt 13 ist durch Stanzlinien und vorzugsweise geprägte Faltlinien
in Felder aufgeteilt zur Bildung einer Schachtel-Vorderwand 14, einer Bodenwand 15,
einer Schachtel-Rückwand 16. An der Schachtel-Vorderwand 14 sind Schachtel-Seitenlappen
17, 18 seitlich angebracht. Diese sind entsprechenden, innen liegenden Schachtel-Seitenlappen
19, 20 im Bereich der Schachtel-Rückwand 16 zugeordnet.
[0015] In entsprechender Weise ist ein an die Schachtel-Rückwand 16 anschließender Zuschnittbereich
für den Deckel 11 ausgebildet, nämlich mit Deckel-Rückwand 21, Stirnwand 22 und Deckel-Vorderwand
23. Auch im Bereich dieser dem Deckel 11 zugeordneten Zuschnittbereiche sind Seitenlappen
angeordnet, nämlich Deckel-Seitenlappen 24, 25 im Bereich der Deckel-Rückwand 21 sowie
Deckel-Seitenlappen 26, 27 an den Seiten der Deckel-Vorderwand 23. Der Zuschnitt 13
ist demnach zur Anwendung des Längsfaltprinzips ausgebildet.
[0016] Bei der fertigen Packung bzw. Klappschachteln liegen die Schachtel-Seitenlappen 17
und 19 sowie 18 und 20 unter vollständiger Überdeckung aneinander unter Bildung einer
Schachtel-Seitenwand 28. Entsprechend sind die Schachtel-Seitenlappen 18 und 20 zur
Überdeckung gefaltet und miteinander durch Leim verbunden zur Bildung einer gegenüberliegenden
Schachtel-Seitenwand. Aus den Deckel-Seitenlappen 24..27 werden Deckel-Seitenwände
30 und 31 gebildet.
[0017] Eine Besonderheit besteht darin, dass der Deckel 11 im Bereich einer Seitenwand über
ein Gelenk, nämlich über ein Liniengelenk 32, klappbar mit dem Schachtelteil 10 verbunden
ist. Zu diesem Zweck sind die innen liegenden Seitenlappen, nämlich Schachtel-Seitenlappen
20 der Schachtel-Rückwand 16 und Deckel-Seitenlappen 25 an der Deckel-Rückwand 21
miteinander verbunden und durch ein durch Prägung oder auf andere Weise gebildetes
Liniengelenk 32 voneinander abgegrenzt. Außerhalb dieses Liniengelenks 32 sind Deckel
11 und Schachtelteil 10 durch Schließkanten voneinander abgegrenzt, die - ausgehend
von den Enden des Liniengelenks 32 - zur gegenüberliegenden Seite, nämlich zur Schachtel-Seitenwand
28 hin abwärts geneigt sind. Im Bereich der Schachtel-Vorderwand 14 und Deckel-Vorderwand
23 bestehen die Schließkanten aus freien, schräg gerichteten Endkanten 33, 34 des
Zuschnitts 13. Gegenüberliegend, nämlich im Bereich der Rückseite, sind Schachtel-Rückwand
16 und Deckel-Rückwand 21 trennbar miteinander verbunden, und zwar durch eine schräg
gerichtete Stanzlinie 35 und Restverbindungen 36. Diese gewährleisten einen einheitlichen
Zuschnitt 10 für die Fertigung der Packung. Beim erstmaligen Öffnen durch Anheben
des Deckels 11 werden die Restverbindungen 36 durchtrennt, so dass die Stanzlinie
35 eine durchgehende Trennung zwischen Schachtelteil 10 und Deckel 11 bildet. Im Bereich
von Schachtel-Seitenwand 28 und Deckel-Seitenwand 30 bzw. im Bereich von Schachtel-Seitenlappen
19 und Deckel-Seitenlappen 24 ist ein durchgehender Trennschnitt 37 angebracht, so
dass im Bereich der entsprechenden Seitenwände 28, 30 Schachtelteil 10 und Deckel
11 voneinander getrennt sind.
[0018] Der Kragen 12 ist so ausgebildet, dass der Packungsinhalt, im vorliegenden Falle
ein Zigarettenblock 37, also eine von einem Innenzuschnitt umgebene Zigarettengruppe,
ringsherum von dem Kragen 12 umgeben ist. Der Kragen 12 besteht zu diesem Zweck aus
Kragen-Vorderwand 38, anschließender Kragen-Seitenwand 39, Kragen-Rückwand 40 und
einer randseitigen Kragen-Seitenwand 41. Etwa in der Mitte der Kragen-Seitenwand 39,
die innerhalb des Kragens 12 zwischen Vorderwand 38 und Rückwand 40 positioniert ist,
befindet sich eine Ausnehmung 42, die sich bei der fertigen Packung (Fig. 5) im Bereich
der Deckel-Seitenwand 30 sowie in angrenzenden Teilbereichen der Deckel-Vorderwand
23 sowie Deckel-Rückwand 21 erstreckt. Der gefaltete Kragen 12 umgibt den quaderförmigen
Zigarettenblock 37 derart, dass die Kragen-Vorderwand 38 an der Innenseite der Schachtel-Vorderwand
14 anliegt. Die Kragen-Seitenwand 39 ist der Schachtel-Seitenwand 28 und die Kragen-Rückwand
40 der Schachtel-Rückwand 16 zugekehrt. Die als Endlappen angebrachte Kragen-Seitenwand
41 liegt an der Schachtel-Seitenwand 29 an.
[0019] Als Besonderheit der Packung ist eine Schließhilfe für den Deckel 11 im Bereich der
Deckel-Seitenwand 30 angeordnet. Diese besteht aus einer Lasche bzw. Zunge 43 an der
unteren Schließkante des Deckels 11 bzw. der Deckel-Seitenwand 30. Ein mit dieser
Zunge 43 zusammenwirkendes Gegenorgan ist am Kragen 12 in passender Relativstellung
zur Zunge 43 gebildet. Es handelt sich dabei um eine Ausnehmung in der Kragen-Seitenwand
39, in die die Zunge 43 bei geschlossenem Deckel 11 in aufwärts gerichteter Position
eintritt. Die Ausnehmung ist in diesem Falle durch eine U- bzw. C-förmige Stanzung
44 gebildet unter Bildung einer nach oben gerichteten Lasche 45. Diese ist um eine
quergerichtete, untere Linie 46 schwenkbar. Die Lasche 45 wird bei der Fertigung der
Packung leicht nach innen verformt, so dass ein U-förmiger Schlitz für den Eintritt
der Zunge 43 entsteht.
[0020] Eine Besonderheit ist die Fertigung der Packung aus zwei gesonderten Zuschnitten.
Diese werden in ungefaltetem Zustand bzw. nach Umfalten lediglich der Zunge 43 gegen
die Innenseite des Deckel-Seitenlappens 26 zu einer Einheit zusammengeführt, indem
der Kragen 12 in packungsgemäßer Relativstellung auf den Zuschnitt 10 (Innenseite)
aufgelegt wird. Bei dem konkreten Ausführungsbeispiel liegt der Kragen 12 mit der
Kragen-Rückwand 40 ausgerichtet auf der Schachtel-Rückwand 16. Die benachbarte Kragen-Seitenwand
41 liegt am (inneren) Schachtel-Seitenlappen 20 und die gegenüberliegende Kragen-Seitenwand
39 an dem anderen Schachtel-Seitenlappen 19 an. Die Kragen-Vorderwand 38 ragt seitlich
über den Zuschnitt 10 hinaus. Die Relativstellung ist so gewählt, dass ein oberer
Teil des Kragens 12 im Bereich des Deckels 11 liegt und so bei der fertigen Packung
aus dem Schachtelteil 10 hinausragt (Fig. 5). Für die Schließhilfe, nämlich für die
Lasche 45 ist der Deckel-Seitenlappen 24 mit einer Ausnehmung 47 versehen, die den
Zugang der an dem äußeren Deckel-Seitenlappen 26 angeordneten Zunge 43 zum Gegenorgan
der Verhakung am Kragen 12 gewährleistet.
[0021] Die exakte Position des Kragens 12 auf bzw. an dem Zuschnitt 13 ist durch Anschläge
81, 82 gewährleistet. In einem seitlichen Bereich des Zuschnitts 13 sind zwei Anschläge
81, 82 gebildet, und zwar im Schachtel-Seitenlappen 20 einerseits und im Schachtel-Seitenlappen
19 andererseits. Es handelt sich dabei um Materialverformungen, die durch Stanzen
und Prägen gebildet sind, sodass eine Anschlagkante durch die Anschläge 81, 82 gebildet
ist, an der eine (untere) Kante des Kragens 12 anliegt, und zwar ein unterer Rand
der Kragen-Seitenwand 41 einerseits und der Kragen-Seitenwand 39 andererseits. Die
Anschläge 81, 82 werden durch grundsätzlich bekannte Stanz- und Prägewerkzeuge angebracht.
[0022] Der Kragen 12 ist in der packungsgemäßen Positionierung am Zuschnitt 13 durch Klebung
fixiert, im vorliegenden Falle durch eine quergerichtete Reihe von Leimpunkten 48,
die sich über die volle Breite des Zuschnitts 10 erstrecken mit mindestens jeweils
einem Leimpunkt 48 im Bereich der Schachtel-Seitenlappen 19, 20. Weitere Leimpunkte
49 dienen zur Fixierung des Zigarettenblocks 37 in der Packung.
[0023] Die in Fig. 3 gezeigte Einheit aus ungefalteten Zuschnitten 10, 12 wird in einer
Verpackungsmaschine unter Bildung einer Klappschachtel verarbeitet. Das vorliegende
Beispiel entspricht weitgehend einer für die Fertigung von Packungen des Typs Hinge-Lid
bekannten Verpackungsmaschine mit einem Faltrevolver 50, der tellerförmig ausgebildet
und mittels aufrechter Welle 51 um eine vertikale Achse drehbar ist. Am Umfang des
Faltrevolvers 50 ist eine Mehrzahl von Taschen 52 angeordnet, je zur Aufnahme eines
Zuschnitts bzw. einer Zuschnitteinheit samt Packungsinhalt. Am Faltrevolver 50 bzw.
außerhalb des Bereichs desselben sind Faltorgane angeordnet, die während der Drehbewegung
den Zuschnitt 10, 12 unter Bildung der Packung falten.
[0024] In bekannter Weise werden Zigaretten zur Bildung von Zigarettengruppen 53 einem Zigarettenmagazin
54 entnommen und entlang einer Zigarettenbahn in Radialrichtung dem Faltrevolver 50
zugeführt. Im Bereich der Zigarettenbahn wird die Zigarettengruppe 53 in einen Innenzuschnitt
aus Papier oder Stanniol eingehüllt unter Bildung des Zigarettenblocks 37. Dieser
wird in einer Einschubstation 55 in die dort bereitgehaltene Tasche 52 (mit Zuschnitt
13, 12) eingeführt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Faltrevolvers 50 befindet
sich eine Ausschubstation 56 zur Übergabe der weitgehend fertig gestellten Packungen
an eine radial abführende Packungsbahn 57. Die Zuschnitte 13 werden so transportiert,
dass die Seite mit der Zunge 43 nach vorn gerichtet ist. Während des Transports wird
die Zunge 43 gegen die Innenseite des Deckel-Seitenlappens 26, also nach oben, umgefaltet.
[0025] Eine Besonderheit ist die Zuführung der Einzelzuschnitte und Übergabe der Zuschnitteinheit
an eine Tasche 52 im Bereich einer Einführungsstation 58. Diese ist um 90° versetzt
zu den Stationen 55, 56, also quer zur Förderrichtung der Zigarettengruppen und Packungen
angeordnet. Die Zuschnitte 13 werden entlang einer diametral zum Faltrevolver 50 geführten
Zuschnittbahn 59 oberhalb des Revolvers 50 zur Einführungsstation 58 gefördert. Die
Zuschnitte 13 werden zu diesem Zweck einem Zuschnittmagazin 60 einzeln entnommen und
dann in an sich bekannter Weiser entlang der Zuschnittbahn 59 bis in eine definierte
Position oberhalb der Tasche 52 transportiert.
[0026] Die Kragen 12 werden auf einer gesonderten Bahn, nämlich Kragenbahn 61, der Einführungsstation
58 bzw. dem zugeordneten Zuschnitt 13 zugeführt, und zwar in einer zur Zuschnittbahn
59 entgegengesetzten Förderrichtung. Des Weiteren ist die Kragenbahn 61 versetzt zur
Zuschnittbahn 59 angeordnet, so dass die Kragen 12 in einer Position neben dem bereitgehaltenen
Zuschnitt 13 ankommen.
[0027] Die Zuschnittbahn 59 ist oberhalb des Faltrevolvers 50 im Wesentlichen in einer abwärts
geneigten Ebene angeordnet. Die Kragenbahn 61 verläuft in einer in Förderrichtung
aufwärts geneigten Ebene, und zwar der Höhe nach geringfügig nach oben versetzt zur
Zuschnittbahn 59. Die Kragenbahn 61 schließt an ein Kragenaggregat 62 außerhalb bzw.
neben der Verpackungsmaschine an. Im Bereich des Kragenaggregats 62 werden von einer
Materialbahn die einzelnen Kragen 12 abgetrennt und in die Kragenbahn 61 eingeführt.
Diese besteht im Bereich des Kragenaggregats 62 aus Förderrollen, im Bereich der Verpackungsmaschine
im Wesentlichen aus (zwei Paaren von) übereinander liegenden Fördergurten 63, 64.
Zwischen deren Fördertrumen werden die Kragen 12 zunächst in Dichtlage, schließlich
mit Abständen voneinander transportiert.
[0028] Am Ende der Kragenbahn 61 läuft der Kragen 12 gegen einen Anschlag, der eine exakte
Querausrichtung auf den daneben und in einer nach unten versetzten Ebene bereitgehaltenen
Zuschnitt 13 bewirkt. Im Bereich der Einführungsstation 58 ist eine besondere Krageneinheit
gebildet. Diese besteht aus einer Endplatte 65, die sich in Querrichtung bis in den
Bereich der Fördergurte 63, 64 erstreckt. Die Endplatte 65 bildet den justierenden
Anschlag für den Kragen 12, und zwar hier als im Querschnitt U-förmiges, quer verlaufendes
Führungsprofil 66.
[0029] Der Zuschnitt 13 wird in der Einführungsstation 58 oberhalb eines durch Formkörper
definierten Faltschachts 67 bereitgehalten. Dieser befindet sich im Endbereich der
Zuschnittbahn 69. Der Zuschnitt 13 wird in einer dem nachfolgenden Faltvorgang entsprechenden
Relativstellung in seitlichen Führungen 68 in genauer Ausrichtung auf die sich unterhalb
des Faltschachts 67 befindende Tasche 52 ausgerichtet.
[0030] Der Kragen 12 wird am Ende der Kragenbahn 61 auf der Endplatte 65 in Querrichtung
verschoben. Hierzu dient ein besonderer Schieber 69. Dieser ist mit einem Halteorgan
zum Erfassen des Kragens 12 versehen, nämlich mit einem Sauger 70, der über eine Saugleitung
71 an eine Unterdruckquelle angeschlossen ist. Der Schieber 69 erfasst den Kragen
12 mit dem Sauger 70 an der Oberseite. Durch eine Querbewegung wird der Kragen 12
in eine ausgerichtete Position oberhalb des Zuschnitts 13 bewegt. Ein Queranschlag
72 bestimmt die Stellung des Kragens 12. Der Schieber 69 kehrt nach dem Ablegen des
Kragens 12 in einer leicht erhöhten Bewegungsbahn in die Ausgangsstellung zur Übernahme
des nächsten Kragens 12 zurück. Eine geschlossene Bewegungsbahn 73 des Schiebers 69
ist durch strichpunktierte Linie gezeigt.
[0031] Zuschnitt 13 und Kragen 12 befinden sich nun in packungsgerechter Stellung über dem
Faltschacht 67, zunächst mit Abstand voneinander (Fig. 10). Durch ein Faltorgan, nämlich
eine Faltplatte 74 wird durch Abwärtsbewegung zunächst der Kragen 12 und danach der
Zuschnitt 13 erfasst und in einer abwärts gerichteten Faltbewegung mitgenommen. Teile
des Zuschnitts 13 und des Kragens 12 gleiten dabei an Faltführungen 75 und 76 entlang
und werden auf dem Weg zu der sich unterhalb des Faltschachts 67 befindenden Tasche
52 aufgerichtet. Durch zwei einander gegenüberliegende seitliche Faltführungen 75
werden insbesondere die Schachtel-Seitenlappen 19 und 20 sowie die anschließenden
Deckel-Seitenlappen 24, 25 aufgerichtet. Bei diesem ersten Faltschritt werden die
Kragen-Seitenwand 41 einerseits und die Kragen-Seitenwand 39 mit der anschließenden
Kragen-Vorderwand 38 in eine aufrechte Stellung gefaltet, so dass insgesamt ein U-förmiger
Faltquerschnitt in der Tasche 52 geschaffen wird (Fig. 13). Durch die quergerichtete
Faltführung 76 wird während der Abwärtsbewegung der Zuschnitteinheit ein aus Bodenwand
15 und Schachtel-Vorderwand 14 bestehender Schenkel in eine aufrechte Position gefaltet
(Fig. 9), so dass in Radialrichtung des Faltrevolvers 50 der Zuschnitt eine L-förmige
Zwischenfaltstellung aufweist. Dieser Faltvorgang ist im Prinzip bekannt durch
EP 1 149 690.
[0032] Die Zuführung der Kragen 12 in einer zur Faltstellung versetzten Kragenbahn 61 berücksichtigt
die in der Einführungsstation 58 vorhandenen Faltorgane, insbesondere die auf- und
abbewegbare Faltplatte 74. Diese ist so ausgebildet, dass der Schieber 69 den Kragen
12 jeweils in die Faltposition oberhalb des Faltschachts 67 transportieren kann. Die
Faltplatte 74 weist zu diesem Zweck eine seitliche Ausnehmung 77 auf, in die der Schieber
69 in der Endposition oberhalb des Faltschachts 67 eintritt (Fig. 10). Die Ausnehmung
77 ist durch eine glockenartige Abdeckung 78 nach oben geschlossen.
[0033] Durch die Ausbildung der Faltplatte 74 mit Ausnehmung 77 und glockenartiger, jedenfalls
erhöhter Abdeckung 78, kann der Schieber 69 in der Endstellung vom Kragen 12 gelöst
werden, wobei dieser durch die Bereiche der Faltplatte 74 außerhalb der Ausnehmung
77 in der Position oberhalb des Zuschnitts 13 fixiert wird. Für den Schieber 69 besteht
ein ausreichender Raum, um in einer abgehobenen Position in die Ausgangsstellung zurückzukehren,
bevor die Faltplatte 74 abwärts bewegt wird.
[0034] Nach Zurückziehen des Schiebers 69 in die Ausgangsstellung wird die Faltplatte 74
abwärts bewegt, und zwar durch einen ortsfesten Schwenkhebel 79. Die Faltplatte 74
drückt den Zuschnitt 13 mit Kragen 12 bis zur Auflage auf einem Taschenboden 80 der
Tasche 52 (Fig. 13).
[0035] Der Faltrevolver 50 fördert die Tasche 52 ohne wesentliche Veränderung der Faltlappen
in die Einschubstation 55. Der Zigarettenblock 37 wird in Radialrichtung in die Tasche
52 eingeschoben, wobei die Zuschnitte im Querschnitt die aus Fig. 13 ersichtliche
Stellung einnehmen.
[0036] Die Tasche 52 ist mit Halteorganen für den (teilweise gefalteten) Zuschnitt 13 einschließlich
Kragen 12 versehen. Es handelt sich dabei um Haltezungen 83, 84, die am oberen Rand
der U-förmigen Tasche 52 angeordnet sind und an nach oben gerichteten Kanten gefalteter
Lappen des Zuschnitts 13 sowie des Kragens 12 anliegen. Die Haltezunge 84 liegt an
den freien Kanten des Schachtel-Seitenlappens 20 und der Kragen-Seitenwand 41 an.
Die Haltezunge 83 befindet sich im Bereich der aufgerichteten Kragen-Vorderwand 38.
Der Kragen 12 ist so ausgebildet, dass die Haltezunge 83 an Kanten des Zuschnitts
13 und des Kragens 12 anliegt. Hierzu dient eine Stanzlinie 85, die im Bereich einer
Faltlinie zwischen Kragen-Vorderwand 38 und Kragen-Seitenwand 39 gebildet ist als
zum Rand freier Einschnitt. Aufgrund entsprechender Verformung gelangt die angeschärfte
Haltezunge 83 in die Anlagestellung zur Fixierung der Einheit.
[0037] Im Anschluss an die Einschubstation 55 werden bei fortgesetzter Drehbewegung des
Faltrevolvers 50 weitere Faltlappen gefaltet. Der aufgerichtete Teil des Kragens 12,
nämlich die Kragen-Vorderwand 38, befindet sich in Bewegungsrichtung des Faltrevolvers
50 an der Vorderseite der Tasche 52. Durch ein ortsfestes Faltorgan (nicht gezeigt)
wird durch die Drehbewegung des Faltrevolvers 50 die aufgerichtete Kragen-Vorderwand
38 gegen die Oberseite des Zigarettenblocks 37 gefaltet. Danach werden die aufgerichteten
Bereiche des Zuschnitts 13, insbesondere die Schachtel-Vorderwand 14, ebenfalls gegen
die Oberseite des Zigarettenblocks 37 bzw. gegen die Kragen-Vorderwand 38 gefaltet.
[0038] Die weitgehend fertiggestellte Packung wird im Bereich der Ausschubstation 56 aus
dem Faltrevolver 50 ausgeschoben und an die Packungsbahn 57 übergeben. Im Bereich
dieser Packungsbahn 57 befindet sich eine Leimstation 86 zum Aufbringen von Leim auf
die Unterseite der seitwärts gerichteten Faltlappen, nämlich der Schachtel-Seitenlappen
17, 18 sowie der Deckel-Seitenlappen 26, 27. Diese werden danach bis zur Anlage an
den bereits gefalteten inneren Seitenlappen 19, 20, 24, 25 umgefaltet.
[0039] Die Leimstation 86 ist mit einer unteren Leimwalze 87 versehen, die in einen Leimtopf
eintaucht und infolge Drehbewegung Leim auf die Unterseite der Faltlappen überträgt.
Die Leimwalze 87 wirkt zusammen mit einer oberhalb der Bewegungsbahn der Faltlappen
angeordneten Andrückwalze 88. Diese ist mit einer Ausnehmung 89 an ihrem Umfang versehen.
Die Ausnehmung 89 befindet sich im Bereich der in die Raststellung umgefalteten Zunge
43, nämlich an der Unterseite des mit Leim zu versehenen Deckel-Seitenlappens 26.
Die Zunge 43 ist bereits im Bereich der Zuschnittbahn 59 in die Wirkstellung gemäß
Fig. 3 gefaltet worden.
[0040] Erfindungsgemäß werden die zu vereinigenden Zuschnitte, nämlich Zuschnitte 13 und
Kragen 12, vor der Einführung in den Faltrevolver zu einer Einheit zusammengeführt.
Bei dieser Methode wird der Kragen 12 an dem Zuschnitt 13 in der packungsgemäßen Relativstellung
angebracht und mit dem Zuschnitt 13 durch Klebung, vorzugsweise durch Leim verbunden,
sodass eine hinsichtlich der Relativstellung fixierte Einheit in den Faltrevolver
eingeführt werden kann. Des Weiteren erfolgt eine Zusammenführung von Zuschnitt 13
und Kragen 12 vorab, sodass diese als Einheit dem Faltrevolver zugeführt werden.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Schachtelteil
- 11
- Deckel
- 12
- Kragen
- 13
- Zuschnitt
- 14
- Schachtel-Vorderwand
- 15
- Bodenwand
- 16
- Schachtel-Rückwand
- 17
- Schachtel-Seitenlappen
- 18
- Schachtel-Seitenlappen
- 19
- Schachtel-Seitenlappen
- 20
- Schachtel-Seitenlappen
- 21
- Deckel-Rückwand
- 22
- Stirnwand
- 23
- Deckel-Vorderwand
- 24
- Deckel-Seitenlappen
- 25
- Deckel-Seitenlappen
- 26
- Deckel-Seitenlappen
- 27
- Deckel-Seitenlappen
- 28
- Schachtel-Seitenwand
- 29
- Schachtel-Seitenwand
- 30
- Deckel-Seitenwand
- 31
- Deckel-Seitenwand
- 32
- Liniengelenk
- 33
- Endkante
- 34
- Endkante
- 35
- Stanzlinie
- 36
- Restverbindung
- 37
- Zigarettenblock
- 38
- Kragen-Vorderwand
- 39
- Kragen-Seitenwand
- 40
- Kragen-Rückwand
- 41
- Kragen-Seitenwand
- 42
- Ausnehmung
- 43
- Zunge
- 44
- Stanzung
- 45
- Lasche
- 46
- Linie
- 47
- Ausnehmung
- 48
- Leimpunkt
- 49
- Leimpunkt
- 50
- Faltrevolver
- 51
- Welle
- 52
- Tasche
- 53
- Zigarettengruppe
- 54
- Zigarettenmagazin
- 55
- Einschubstation
- 56
- Ausschubstation
- 57
- Packungsbahn
- 58
- Einführungsstation
- 59
- Zuschnittbahn
- 60
- Zuschnittmagazin
- 61
- Kragenbahn
- 62
- Kragenaggregat
- 63
- Fördergurt
- 64
- Fördergurt
- 65
- Endplatte
- 66
- Führungsprofil
- 67
- Faltschacht
- 68
- Führung
- 69
- Schieber
- 70
- Sauger
- 71
- Saugleitung
- 72
- Queranschlag
- 73
- Bewegungsbahn
- 74
- Faltplatte
- 75
- Faltführung
- 76
- Faltführung
- 77
- Ausnehmung
- 78
- Abdeckung
- 79
- Schwenkhebel
- 80
- Taschenboden
- 81
- Anschlag
- 82
- Anschlag
- 83
- Haltezunge
- 84
- Haltezunge
- 85
- Stanzlinie
- 86
- Leimstation
- 87
- Leimwalze
- 88
- Andrückwalze
- 89
- Ausnehmung
1. Verfahren zum Herstellen von Klappschachteln mit Schachtelteil (10), Deckel (11) und
Kragen (12) für einen Zigarettenblock (37), wobei Schachtelteil (10) und Deckel (11)
einen gemeinsamen, einstückigen Zuschnitt (13) bilden und der Kragen (12) aus einem
gesonderten Zuschnitt besteht, wobei
a) der Kragen (12) an dem ungefalteten Zuschnitt (13) in packungsgemäßer Relativstellung
positioniert und mit dem Zuschnitt (13) durch Klebung zu einer Einheit verbunden,
und
b) die aus dem Zuschnitt (13) mit Kragen (12) bestehende Einheit einer Einführungsstation
(58) eines Faltrevolvers (50) zugeführt wird, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
c) die Einheit aus Zuschnitt (13) und Kragen (12) wird sodann gemeinsam in eine Tasche
(52) des Faltrevolvers (50) eingeführt bei gleichzeitiger Teilfaltung des Zuschnitts
(13) und des Kragens (10).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragen (12) durch eine quergerichtete Reihe von Leimpunkten (48) mit dem Zuschnitt
(13) verbunden ist mit mindestens jeweils einem Leimpunkt (48) im Bereich von Schachtel-Seitenlappen
(19, 20) des Zuschnitts (13).
3. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Zuschnitte (13) einerseits und Kragen (12) andererseits werden auf gesonderten
Bahnen, nämlich einer Zuschnittbahn (59) einerseits und einer Kragenbahn (61) andererseits,
der Einführungsstation (58) zugeführt,
b) im Bereich der Einführungsstation (58) werden Zuschnitt (13) und Kragen (12) in
packungsgemäßer Relativstellung zur Anlage aneinander geführt,
c) Zuschnitt (13) und Kragen (12) werden sodann gemeinsam als geklebte Einheit in
eine Tasche (52) des Faltrevolvers (50) eingeführt.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Zuschnittbahn (59) und Kragenbahn (61) sind in Förderrichtung versetzt bzw. mit
Abstand voneinander angeordnet,
b) im Bereich der Einführungsstation (58) wird der Kragen (12) durch Querbewegung in die packungsgemäße Relativstellung zum Zuschnitt (13) gefördert,
insbesondere in einer Ebene mit geringem Abstand oberhalb des Zuschnitts (13).
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragen versetzt auf die Innenseite des Zuschnitts (13) aufgelegt wird, derart,
dass eine Kragen-Vorderwand seitlich über den Zuschnitt (13) hinwegragt, wobei Zuschnitt
(13) und Kragen (12) so in der Tasche (52) des Faltrevolvers (50) positioniert sind,
dass der nach dem Einführen in die Tasche (52) aufrechte Kragen-Vorderwand (38) an
der in Drehrichtung vorn liegenden Seite der Tasche (52) angeordnet ist.
6. Vorrichtung zum Herstellen von Klappschachteln für insbesondere einen Zigarettenblock
(37), bestehend aus Schachtelteil (10), Deckel (11) und Kragen (12),
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Zuschnitte (13) einerseits und Kragen (12) andererseits sind entlang gesonderter
Förderbahnen, nämlich Zuschnittbahn (59) und Kragenbahn (61), einer gemeinsamen Einführungsstation
(58) oberhalb eines Faltrevolvers (50) zuführbar, vorzugsweise bei entgegengesetzter
Förderrichtung,
b) die Zuschnittbahn (59) erstreckt sich unmittelbar bis zur Einführungsstation (58)
bei Ausrichtung des Zuschnitts (13) oberhalb der Tasche (52) des Faltrevolvers (50),
c) die Kragenbahn (61) erstreckt sich versetzt zur Zuschnittbahn (59), vorzugsweise
in einer geringfügig höheren Förderebene,
d) im Bereich der Einführungsstation (58) ist der Kragen (12) durch Querbewegung in eine packungsgemäße Position mit geringem Abstand oberhalb des Zuschnitts
(13) förderbar,
e) Kragen (12) und Zuschnitt (13) sind durch ein gemeinsames Faltorgan, insbesondere durch eine abwärts bewegbare Faltplatte (74), in die zugeordnete Tasche (52) einführbar.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die von einer Bahn abgetrennten Kragen (12) mindestens in einem Teilbereich der Kragenbahn
(61) durch Fördergurte (63, 64) transportierbar sind und dass der Kragen (12) entlang
der Kragenbahn (61) bis an einen Endanschlag förderbar und sodann entlang des Endanschlags
durch Querbewegung in die packungsgemäße Position oberhalb des Zuschnitts (13) verschiebbar
ist, vorzugsweise auf einer Endplatte (65) mit quergerichtetem Führungsprofil (66)
als Endanschlag.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragen (12) durch einen Schieber (69) querbewegbar ist aus dem Bereich der Kragenbahn
(61) in die Position oberhalb des Zuschnitts (13), vorzugsweise durch einen am Schieber
(69) angeordneten Sauger (70) zum Erfassen des Kragens (12) an der Oberseite.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (69) bis in den Bereich des Faltorgans, nämlich der Faltplatte (74),
bewegbar ist, wobei die Faltplatte (74) eine Ausnehmung (77) aufweist für den zeitweiligen
Eintritt des Schiebers (69) beim Quertransport des Kragens (12).
10. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Vorrichtungs-Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Einführungsstation (58) oberhalb der Tasche (52) des Faltrevolvers
(50) ein Faltschacht (67) aus im Wesentlichen aufrechten Faltführungen (75, 76) gebildet
ist, wobei der Faltschacht (67) bzw. seitliche Faltführungen (75) Führungen (68) für
den Zuschnitt (13) und geringfügig oberhalb für den Kragen (12) aufweist bzw. aufweisen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Vorrichtungs-Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (52) des Faltrevolvers (50) Halteorgane für den teilweise gefalteten Zuschnitt
(13) einschließlich Kragen (12) aufweist, nämlich Haltezungen (83, 84), die an einem
oberen Rand der im Querschnitt U-förmigen Tasche (52) angeordnet sind und an nach
oben gerichteten Kanten gefalteter Lappen des Zuschnitts (13) sowie des Kragens (12)
anliegen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Vorrichtungs-Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein aufrechter Schenkel des Kragens (12), nämlich die Kragen-Vorderwand (38), nach
Einführen des Zuschnitts (13) mit Kragen (12) in die Tasche (52) und nach Einschub
des Zigarettenblocks (37) durch Drehbewegung des Faltrevolvers (50) durch ein ortsfestes
Faltorgan gegen die Oberseite des Zigarettenblocks (37) faltbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Vorrichtungs-Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die weitgehend fertiggestellte Packung aus dem Faltrevolver (50) aus- und in eine
anschließende Packungsbahn (57) einschiebbar ist, wobei im Bereich der Packungsbahn
(57) ein Leimaggregat mit unterer Leimwalze (87) und oberer Andrückwalze (88) angeordnet
und die Andrückwalze (88) eine Ausnehmung (89) im Bereich der gefalteten Zunge (43)
aufweist.
1. Method for producing hinge-lid boxes with a box part (10), lid (11) and collar (12)
for a cigarette block (37), wherein the box part (10) and lid (11) form a joint, single-piece
blank (13) and the collar (12) comprises a separate blank, wherein:
a) the collar (12) is positioned in a pack-appropriate position relative to the non-folded
blank (13) and is connected to the blank (13) by adhesive bonding to form a unit,
and
b) the unit comprising the blank (13) with collar (12) is fed to an introduction station
(58) of a folding turret (50),
characterized by the following feature:
c) the unit made up of the blank (13) and collar (12) is then introduced jointly into
a pocket (52) of the folding turret (50), with the blank (13) and the collar (10)
being partially folded at the same time.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the collar (12) is connected to the blank (13) by a transversely directed row of
spots of glue (48), with at least in each case one spot of glue (48) in the region
of side box flaps (19, 20) of the blank (13).
3. Method according to Claim 1,
characterized by the following features:
a) the blanks (13), on the one hand, and collars (12), on the other hand, are fed
to the introduction station (58) on separate paths, namely a blank path (59), on the
one hand, and a collar path (61), on the other hand,
b) in the region of the introduction station (58), the blank (13) and collar (12)
are guided into abutment against one another in a pack-appropriate position relative
to one another,
c) the blank (13) and collar (12) are then introduced jointly, as an adhesively bonded
unit, into a pocket (52) of the folding turret (50).
4. Method according to Claim 3,
characterized by the following features:
a) the blank path (59) and collar path (61) are spaced apart from one another or offset
in the conveying direction,
b) in the region of the introduction station (58), the collar (12) is conveyed by
transverse movement into the pack-appropriate position relative to the blank (13),
in particular in a plane at a small distance above the blank (13).
5. Method according to Claim 1 or 3, characterized in that the collar is positioned in an offset manner on the inside of the blank (13) such
that a front collar wall projects laterally beyond the blank (13), wherein the blank
(13) and collar (12) are positioned in the pocket (52) of the folding turret (50)
such that the front collar wall (38), which is upright following introduction into
the pocket (52), is arranged on the front side of the pocket (52), as seen in the
direction of rotation.
6. Apparatus for producing hinge-lid boxes for, in particular, a cigarette block (37),
comprising a box part (10), lid (11) and collar (12),
characterized by the following features:
a) blanks (13), on the one hand, and collars (12), on the other hand, can be fed along
separate conveying paths, namely a blank path (59) and collar path (61), to a joint
introduction station (58) above a folding turret (50), preferably in opposite conveying
directions,
b) the blank path (59) extends right up to the introduction station (58), the blank
(13) being aligned above the pocket (52) of the folding turret (50),
c) the collar path (61) extends in an offset manner in relation to the blank path
(59), preferably in a slightly higher conveying plane,
d) in the region of the introduction station (58), the collar (12) can be conveyed
by transverse movement into a pack-appropriate position at a small distance above
the blank (13),
e) the collar (12) and blank (13) can be introduced into the associated pocket (52)
by a joint folding mechanism, in particular by a downwardly moveable folding plate
(74).
7. Apparatus according to Claim 6, characterized in that the collars (12), which have been separated off from a web, can be transported by
conveying belts (63, 64) at least in a sub-region of the collar path (61), and in that the collar (12) can be conveyed along the collar path (61) up to an end stop and
then can be displaced by transverse movement along the end stop into the pack-appropriate
position above the blank (13), preferably on an end plate (65) of the transversely
directed guide profile (66) as the end stop.
8. Apparatus according to Claim 6 or 7, characterized in that the collar (12) can be moved transversely by a pusher (69) out of the region of the
collar path (61) into the position above the blank (13), preferably by way of a sucker
(70) which is arranged on the pusher (69) and is intended for gripping the collar
(12) on the top side.
9. Apparatus according to Claim 8, characterized in that the pusher (69) can be moved into the region of the folding mechanism, namely of
the folding plate (74), wherein the folding plate (74) has a recess (77) into which
the pusher (69) can enter temporarily during transverse transportation of the collar
(12).
10. Apparatus according to Claim 6 or one of the further apparatus claims, characterized in that a folding well (67) made of essentially upright folding guides (75, 76) is formed
in the region of the introduction station (58), above the pocket (52) of the folding
turret (50), wherein the folding well (67) or lateral folding guides (75) has or have
guides (68) for the blank (13) and, slightly above, for the collar (12).
11. Apparatus according to Claim 6 or one of the further apparatus claims, characterized in that the pocket (52) of the folding turret (50) has retaining mechanisms for the partially
folded blank (13) including collar (12), that is to say retaining tongues (83, 84)
which are arranged on an upper periphery of the cross-sectionally U-shaped pocket
(52) and butt against upwardly directed edges of folded flaps of the blank (13) and
of the collar (12).
12. Apparatus according to Claim 6 or one of the further apparatus claims, characterized in that, after the blank (13) with collar (12) has been introduced into the pocket (52) and
once the cigarette block (37) has been pushed in, an upright leg of the collar (12),
namely the front collar wall (38), can be folded against the upper side of the cigarette
block (37) by a fixed-location folding mechanism, by way of rotary movement of the
folding turret (50).
13. Apparatus according to Claim 6 or one of the further apparatus claims, characterized in that the largely completed pack can be pushed out of the folding turret (50) and into
a following pack path (57), wherein a glue subassembly with a glue roller (87) at
the bottom and a pressure-exerting roller (88) at the top is arranged in the region
of the pack path (57), the pressure-exerting roller (88) having a recess (89) in the
region of the folded tongue (43).
1. Procédé de fabrication de boîtes à couvercle rabattable avec une partie de boîte (10),
un couvercle (11) et un col (12) pour un paquet de cigarettes (37), dans lequel la
partie de boîte (10) et le couvercle (11) forment un coupon commun unitaire (13) et
le col (12) est constitué par un coupon séparé, dans lequel
a) on positionne le col (12) sur le coupon déplié (13) dans une position relative
convenant pour l'emballage et on l'assemble au coupon (13) par collage pour former
une unité, et
b) on envoie l'unité composée du coupon (13) avec le col (12) à une station d'introduction
(58) d'une tourelle de pliage (50),
caractérisé par la caractéristique suivante:
c) on introduit ensuite l'unité composée du coupon (13) et du col (12) ensemble dans
une cellule (52) de la tourelle de pliage (50) avec pliage partiel simultané du coupon
(13) et du col (12).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on assemble le col (12) au coupon (13) au moyen d'une série transversale de points
de colle (48), avec chaque fois au moins un point de colle (48) dans la région des
rabats latéraux de boîte (19, 20) du coupon (13).
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé par les caractéristiques suivantes:
a) on envoie les coupons (13) d'une part et les cols (12) d'autre part sur des voies
séparées à la station d'introduction (58), à savoir une voie de coupons (59) d'une
part et une voie de cols (61) d'autre part;
b) dans la région de la station d'introduction (58), on guide un coupon (13) et un
col (12) en application l'un sur l'autre dans une position relative convenant pour
l'emballage;
c) on introduit ensuite un coupon (13) et un col (12) ensemble, sous la forme d'une
unité collée, dans une cellule (52) de la tourelle de pliage (50).
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé par les caractéristiques suivantes:
a) on décale ou on dispose à distance l'une de l'autre la voie de coupons (59) et
la voie de cols (61) dans la direction de transport;
b) dans la région de la station d'introduction (58), on transporte le col (12) par
un mouvement transversal dans la position relative convenant pour l'emballage vers
le coupon (13), en particulier dans un plan situé à faible distance au-dessus du coupon
(13).
5. Procédé selon la revendication 1 ou 3, caractérisé en ce que l'on dépose le col en position décalée sur la face intérieure du coupon (13), de
telle manière qu'une paroi avant du col déborde latéralement au-delà du coupon (13),
dans lequel le coupon (13) et le col (12) sont positionnés dans la cellule (52) de
la tourelle de pliage (50) de telle manière que la paroi avant de col (38) dressée
après l'introduction dans la cellule (52) soit disposée sur le côté de la cellule
(52) situé vers l'avant dans le sens de rotation.
6. Dispositif de fabrication de boîtes à couvercle rabattable notamment pour un paquet
de cigarettes (37), se composant d'une partie de boîte (10), d'un couvercle (11) et
d'un col (12),
caractérisé par les caractéristiques suivantes:
a) des coupons (13) d'une part et des cols (12) d'autre part peuvent être fournis
à une station d'introduction commune (58) au-dessus d'une tourelle de pliage (50),
le long de voies de transport séparées, à savoir une voie de coupons (59) et une voie
de cols (61), de préférence avec une direction de transport opposée;
b) la voie de coupons (59) s'étend immédiatement jusqu'à la station d'introduction
(58) avec alignement du coupon (13) au-dessus de la cellule (52) de la tourelle de
pliage (50);
c) la voie de cols (61) s'étend en position décalée par rapport à la voie de coupons
(59), de préférence dans un plan de transport légèrement plus élevé;
d) dans la région de la station d'introduction (58), le col (12) peut être transporté
par un mouvement transversal dans une position convenant pour l'emballage à faible
distance au-dessus du coupon (13);
e) un col (12) et un coupon (13) peuvent être introduits dans la cellule associée
(52) au moyen d'un organe de pliage commun, notamment au moyen d'une plaque de pliage
(74) mobile vers le bas.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que les cols (12) découpés d'une bande peuvent être transportés au moyen de courroies
transporteuses (63, 64) au moins dans une région partielle de la voie de cols (61),
et en ce que le col (12) peut être transporté le long de la voie de cols (61) jusqu'à une butée
d'extrémité et déplacé ensuite le long de la butée d'extrémité par un mouvement transversal
dans la position convenant pour l'emballage au-dessus du coupon (13), de préférence
sur une plaque d'extrémité (65) avec un profil de guidage orienté transversalement
(66) comme butée d'extrémité.
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le col (12) est déplaçable transversalement au moyen d'un chariot (69) hors de la
région de la voie de cols (61) jusque dans la position au-dessus du coupon (13), de
préférence au moyen d'un suceur (70) disposé sur le chariot (69) pour saisir le col
(12) par sa face supérieure.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le chariot (69) est déplaçable jusque dans la région de l'organe de pliage, à savoir
de la plaque de pliage (74), dans lequel la plaque de pliage (74) présente un évidement
(77) pour l'entrée temporaire du chariot (69) lors du transport transversal du col
(12).
10. Dispositif selon la revendication 6 ou l'une quelconque des autres revendications
de dispositif, caractérisé en ce qu'un puits de pliage (67), réalisé par des guides de pliage essentiellement verticaux
(75, 76), est formé au-dessus de la cellule (52) de la tourelle de pliage (50) dans
la région de la station d'introduction (58), dans lequel le puits de pliage (67) ou
des guides de pliage latéraux (75) présente(nt) des guidages (68) pour le coupon (13)
et légèrement au-dessus pour le col (12).
11. Dispositif selon la revendication 6 ou l'une quelconque des autres revendications
de dispositif, caractérisé en ce que la cellule (52) de la tourelle de pliage (50) comporte des organes de maintien pour
le coupon (13) partiellement plié y compris le col (12), à savoir des languettes de
maintien (83, 84), qui sont disposés sur un bord supérieur de la cellule (52) de section
transversale en forme de U et s'appliquent sur des faces orientées vers le haut de
pattes pliées du coupon (13) ainsi que du col (12).
12. Dispositif selon la revendication 6 ou l'une quelconque des autres revendications
de dispositif, caractérisé en ce qu'une aile dressée du col (12), à savoir la paroi avant (38) du col, peut être pliée
contre le côté supérieur du paquet de cigarettes (37) au moyen d'un organe de pliage
fixe, par un mouvement de rotation de la tourelle de pliage (50), après l'introduction
du coupon (13) avec le col (12) dans la cellule (52) et après l'insertion du paquet
de cigarettes (37).
13. Dispositif selon la revendication 6 ou l'une quelconque des autres revendications
de dispositif, caractérisé en ce qu'un emballage largement terminé peut être extrait de la tourelle de pliage (50) et
introduit dans une voie d'emballage (57) qui suit, dans lequel un module de collage
avec un rouleau de collage inférieur (87) et un rouleau d'application supérieur (88)
est disposé dans la région de la voie d'emballage (57) et le rouleau d'application
(88) présente un évidement (89) dans la région de la languette pliée (43).