[0001] Die Erfindung betrifft einen Tragarm für eine Hebebühne, insbesondere eine Ständer-
bzw. Säulenhebebühne, mit mindestens einem breiteren Aufnahmearm und einem darin teleskopartig
verschiebbarem Auszugsarm, die jeweils aus torsions- und biegesteifen Hohlprofilen
bestehen, wobei am rückwärtigen Ende des Aufnahmearms ein Traglager vorgesehen ist,
über das der Tragarm horizontal verschwenkbar an den Hubschlitten einer Säule angelenkt
ist, und wobei am freien Ende des inneren Auszugsarms ein Auflagerfuß befestigt ist,
auf dem verschiedenartige Stützelemente angeordnet und befestigt werden können.
[0002] Derartige Tragarme sind insbesondere in Verbindung mit sog. Ständer-Hebebühnen für
Kraftfahrzeuge bekannt. An den Hubschlitten einer Säule sind jeweils zwei Tragarme
über ausreichend steife Lageranordnungen angelenkt, sodass jeder Tragarm in der horizontalen
Ebene einzeln verschwenkt werden kann. Damit die geeigneten Aufstands- bzw. Stützelemente
in den jeweils vorgeschriebenen Lagen unter dem Fahrzeugboden positioniert werden
können, ist nicht nur eine Schwenkbarkeit der jeweiligen Tragarme erforderlich, sondern
diese müssen auch in ihrer Länge verstellbar sein, was durch eine teleskopartige Ausbildung
jedes Tragarms erreicht wird. Demzufolge besteht ein Tragarm aus einem inneren Aufnahmearm
und einem hierzu koaxialen Auszugsarm, der in dem rückwärtig am Hubschlitten angelenkten
Aufnahmearm längs verschiebbar aufgenommen ist. Da die frei auskragenden Teleskoparme
die Last eines anzuhebenden Kraftfahrzeugs über die Traglagerung in den Hubschlitten
und damit in die Säule einleiten, müssen die Tragarme eine ausreichend hohe Torsions-
und Biegesteifigkeit haben, um auch im voll ausgezogenem Zustand eine sichere Halterung
und Abstützung des aufliegenden Kraftfahrzeugs zu gewährleisten. Zur Erzielung der
ausreichenden Steifigkeit bestehen die bisher verwendeten Tragarme aus stranggepressten
Hohlprofilen in Vollmantelausführung meist aus relativ hochwertigen Stählen. Die stranggepressten
Hohlprofile wurden als Ausgangsmaterial von Presswerken bezogen und zu den Tragarmen
unterschiedlicher Größe weiterverarbeitet.
[0003] Aus der
DE-A-2 222 035 ist ein Tragarm für eine Kfz-Hebebühne bekannt, der als Teleskop-Schwenkarm ausgebildet
ist und an seinem freien Ende einen vertikal in mehreren Stufen verstellbaren Auflagerfuß
trägt. Jeder Schwenkarm besteht aus einer stranggepressten Profilschiene mit oberseitig
offenem C-förmigen Querschnitt und ist mit seinem inneren Ende über ein Schwenklager
an einer heb- und senkbaren Traverse angelenkt. Auf dem Schwenkarm ist ein Auszugsarm
manuell verschiebbar geführt, der aus einem Stahlblechzuschnitt zu einem nach unten
offenen C-förmigen Querschnitt geformt ist und an dessen beiden Schenkeln eine Bodenplatte
angeschweißt ist. Auf dem freien Endteil des Auszugsarms ist ein Zwischenstück angeschweißt,
das zusammen mit Bolzen und einem äußeren Bügel Bestandteil eines Einstellmechanismus
für einen Tragteller des verstellbaren Auflagerfußes ist.
[0004] Neben den relativ hohen Kosten von stranggepressten Profilmaterialien ist es von
Nachteil, dass die Hersteller von Hebebühnen und damit auch deren Tragarmen an die
Größen und Typen des jeweiligen Profilmaterials gebunden sind, sodass die Tragarme
nicht an die speziellen Bedürfnisse einer bestimmten Hebebühne angepasst werden können.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Tragarm für eine Hebebühne zu schaften, der kostengünstig
und in nahezu beliebigen Größen und Formen mit relativ geringem Aufwand hergestellt
werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0007] Die erfindungsgemäßen Tragarme lassen sich wesentlich kostengünstiger als die aus
stranggepressten Profilen bestehenden Tragarme herstellen. Darüber hinaus können die
erfindungsgemäßen Tragarme durch relativ einfache Formungsvorgänge in unterschiedlichsten
Varianten und Profilquerschnitten erzeugt werden, was bei herkömmlichen Tragarmen
wegen der Bindung an vorgegebene Querschnitte des jeweils verwendeten Strangprofils
nicht möglich war. Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Tragarme werden als Ausgangsmaterial
warm- oder kaltgewalzte Stahlbleche von jeweils geeigneter Wandstärke im Bereich von
5,0 bis 12,0 mm verwendet. Aus diesen Stahlblechen werden Zuschnitte von geeigneter
Form ausgeschnitten, was vorzugsweise durch Laserschneiden erfolgt. Auf technisch
einfachen und effektiven Biegemaschinen werden diese ebenen Blechzuschnitte zu Rund-
oder Kant-Hohlprofilen kaltgeformt. Dabei werden die Querschnitte der jeweiligen Aufnahmearme
und der zugeordneten Auszugsarme so gewählt, dass der jeweilige Auszugsarm axial verschiebbar
und mit relativ geringem Querspiel in den Aufnahmearm verschoben werden kann.
[0008] Obgleich die beiden Armteile jedes Tragarms, d.h. der Aufnahmearm und der Auszugsarm,
auch kreisförmige oder anders gerundete Querschnitte haben können, ist es doch zweckmäßiger,
wenn zumindest der breitere Aufnahmearm ein Vierkant-Hohlprofil hat und vorzugsweise
an seiner Unterseite einen durchgehenden Längsschlitz von vorgegebener Breite aufweist.
Durch das Vierkant-Hohlprofil wird eine verdrehsichere Längsführung des Auszugsarms
im breiteren Aufnahmearm erreicht.
[0009] Um den Tragarmen die im Hubbetrieb notwendige Festigkeit zu geben, ist jedes längsgeschlitzte
Hohlprofil eines breiteren Aufnahmearms und auch eines darin verschiebbaren Auszugsarms
mit mindestens einer Querversteifung versehen, die auf unterschiedliche Weise ausgebildet
sein kann. Wenn die Längsschlitze des jeweiligen Arms nur eine relativ geringe Breite
haben, können punkt- oder nahtförmige Schweißverbindungen der Kanten zweckmäßig sein.
Die formschlüssige Verbindung der beiden eingebogenen, den Längsschlitz begrenzenden
Längskanten führt zu einer hohen Torsions- und Biegesteifigkeit des jeweiligen Tragarmteils,
die mit derjenigen eines herkömmlichen stranggepressten Hohlprofils vergleichbar ist.
Herstellungstechnische und funktionale Vorteile bieten als Bügel ausgebildete Querversteifungen,
die den Längsschlitz vorzugsweise im freien Endteil des jeweiligen Aufnahmearms überdecken
und an der Außenseite des Hohlprofils dauerhaft, z.B. durch Schweißen, befestigt sind.
[0010] Zum Erhalt einer hochfesten und leicht verschwenkbaren Anlenkung des erfindungsgemäßen
Tragarms an dem Hubschlitten einer Säule besteht das am inneren Ende des Aufnahmearms
vorgesehene Traglager aus mehreren konstruktiv einfachen Einzelteilen, die durch einfache
Schneid- und Biegevorgänge kostengünstig hergestellt werden können und zu einer stabilen
Traglagerkonstruktion fest miteinander verbunden, insbesondere verschweißt, werden.
Zweckmäßig weist das endseitige Traglager am Aufnahmearm eine an den Endkanten des
Hohlprofils dauerhaft befestigte Querplatte und zwei mit Querabstand am Armende angeordnete
Lagerplatten auf, in deren miteinander fluchtende Bohrungen ein am Hubschlitten ausgebildeter
Zapfen eingreift. Zweckmäßig ist auf der Oberseite des Aufnahmearms eine abgebogene
längs ausgerichtete Lagerplatte befestigt, die mit der Querplatte z.B. verschweißt
oder anderweitig fest verbunden ist und in ihrem vorstehenden Endteil die Lagerbohrung
aufweist.
[0011] Der Auszugsarm ist zweckmäßig ebenfalls als Vierkant-Hohlprofil mit unterseitigem
Längsschlitz ausgebildet und trägt an seinem inneren Einschubende eine Querplatte,
die ein geringes Spiel zur Unterseite des Aufnahmearms hat. Am äußeren Ende des Auszugsarms
ist eine Tragplatte durch zwei Querplatten jeweils mit Schweißverbindungen befestigt.
[0012] Zum Erhalt ausreichender Auszugslängen können die Tragarme auch mehrfach-teleskopisch
ausgebildet sein, d.h. neben dem inneren Aufnahmearm und dem äußeren Auszugsarm einen
mittleren Armteil aufweisen, der einerseits in dem Aufnahmeteil verschiebbar geführt
ist und andererseits zur längsverschiebbaren Aufnahme des Auszugsarms dient. Auch
dieser mittlere Armteil besteht aus einem durch Biegeverformung eines ebenen Blechzuschnitts
hergestellten Kantprofil mit durchgehendem Längsschlitz und Querversteifung.
[0013] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung im Einzelnen
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch die Säule einer Kraftfahrzeug-Säulenhebebühne in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 2
- den Ausschnitt A in Fig. 1 in vergrößerter perspektivischer Darstellung,
- Fig. 3a bis e
- eine Ausführung des erfindungsgemäßen Tragarms in mehreren Darstellungen;
- Fig. 4a bis e
- ein anderes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Tragarms in mehreren Darstellungen.
- Fig. 5
- eine Variante des in Fig. 3a bis e dargestellten Tragarms.
- Fig. 6
- eine Variante des in Fig. 4a bis e dargestellten Tragarms.
[0014] Die in Fig. 1 dargestellte Säule 1 gehört zu einer Doppel-Säulenhebebühne für Kraftfahrzeuge,
kann jedoch auch Teil einer sog. Viersäulen-Hebebühne sein. An dem als Flachstahlkonstruktion
oder als stranggepresstes Leichtmetallprofil ausgebildeten formsteifen und tragfähigen
Säulenkörper 2 ist eine Bodenplatte 3 befestigt, die z.B. durch Schraubbolzen im Fundament
fest verankert wird. Innerhalb der Verkleidung der Säule 1 ist eine Gewindespindel
angeordnet, die in unteren und oberen Drehlagern läuft und eine Mutter trägt, die
mit einem als Hubschlitten 5 bezeichneten Aggregat verbunden ist. Das obere Ende der
Gewindespindel ist mit der Abtriebswelle eines Elektromotors 4 verbunden, der die
Gewindespindel antreibt, sodass die darauf gelagerte Mutter Hub- und Senkbewegungen
ausführt.
[0015] An dem heb- und senkbaren Hubschlitten 5 ist eine Traglageranordnung 6 montiert,
die jeweils ein Traglager 7, 8 für je einen horizontalen Tragarm 9, 10 aufweist. Die
beiden Tragarme 9, 10 sind gleich ausgebildet, sodass im Folgenden nur einer der an
jeder Säule 1 eingesetzten beiden Tragarme 9, 10 beschrieben wird.
[0016] In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel eines Tragarms 9 in perspektivischer Darstellung
(a), im axialen Längsschnitt (b), in Draufsicht (c), in Seitenansicht (d) sowie in
einem vergrößerten Ausschnitt (Z in b) dargestellt.
[0017] Der gezeigte Tragarm 9 ist kürzer als die Tragarme 8, 9 in Fig. 2, jedoch zu diesen
Tragarm-Ausführungen konstruktiv gleichartig. Der Tragarm 9 weist als Hauptbestandteile
einen Aufnahmearm 11 und einen Auszugsarm 12 auf, die beide aus einem Vierkant-Stahlprofil
bestehen und an ihrer Unterseite einen durchgehenden Längsschlitz aufweisen, wie aus
Fig. 3e ersichtlich. Beide Arme 11, 12 werden aus kalt- oder warmgewalztem Flachmaterial,
vorzugsweise einem Stahlblech, geformt, das Dicken von < 5 mm bis > 12 mm hat.
[0018] Der Aufnahmearm 11 weist an seinem vorderen Endabschnitt einen aus einem Stahlblech
geformten Bügel 13 auf, der - wie aus Fig. 3e ersichtlich - den in der Unterseite
ausgebildeten Längsschlitz 14 überdeckt. Wie gezeigt hat der ein Versteifungselement
darstellende Bügel 13 einen C-förmigen Querschnitt und ist an der Außenwandung des
Aufnahmearms 11 dauerhaft, z.B. durch Schweißnähte 15, befestigt.
[0019] Das Traglager 7 enthält eine obere doppelt abgewinkelte Lagerplatte 17, die die gleiche
Breite wie der Aufnahmearm 11 hat, und z.B. durch Laserschneiden aus einem ausreichend
stabilen Stahlblechzuschnitt hergestellt ist. Die langgestreckte Lagerplatte 17 hat
eine doppelt abgewinkelte Form und besteht aus einem rückwärtigen halbrunden Abschnitt
18, der auf der Oberseite des Aufnahmearms 11 befestigt, z.B. angeschweißt, ist, aus
einem schräg aufsteigenden Mittelteil 19 sowie aus einem parallel zur Längsachse 23
des Aufnahmearms 11 ausgerichteten Endteil 20, in dem eine Bohrung 21 zur Aufnahme
eines Lagerzapfens 22 (Fig. 2) ausgebildet ist. An der inneren Endseite des Aufnahmearms
11 ist eine sich senkrecht zur Längsachse 23 des Aufnahmearms erstreckende Querplatte
24 dauerhaft, z.B. durch Schweißen, befestigt, deren Oberkante an der Unterseite des
laschenartig vorstehenden Endteils 20 der Lagerplatte 17 befestigt ist. Wie insbesondere
aus Fig. 3b und 3d ersichtlich, ist im unteren Drittel der Querplatte 24 eine weitere
Platte 25 dauerhaft, z.B. durch Schweißen, befestigt, in der eine mit der Bohrung
21 fluchtende Lagerbohrung 26 zur Aufnahme des Lagerzapfens 22 (Fig. 2) ausgebildet
ist.
[0020] Bei diesem Ausführungsbeispiel besteht der Auszugsarm 12 ebenfalls aus einem Vierkant-Hohlprofil,
wie dies aus Fig. 3e hervorgeht. Am hinteren Ende des Auszugsarms 12 ist auf dessen
Oberrand ein als Anschlag dienendes blockartiges Flacheisen 30 dauerhaft, z.B. durch
Schweißen, befestigt, das mit seiner Oberseite an der Unterseite der oberen Wand des
Aufnahmearms 11 mit geringem Spiel gleitet, wie dies aus Fig. 3b ersichtlich ist.
Die Höhe dieses Flacheisens 30 ist mit dem vertikalen Durchmesser des Auszugsarms
12 so abgestimmt, dass ein weitgehend kippfreier Gleitsitz in dem Innenraum des Aufnahmearms
11 erreicht wird. Am freien Ende des Auszugsarms 12 ist eine Stützplatte 31 mittig
zwischen einem oberen und einem unteren blockartigen Flacheisen 33 befestigt. In dem
vorkragenden Teil dieser Stützplatte 31 ist eine Bohrung 34 ausgebildet, in die ein
geeignetes Stützglied 31a (Fig. 2) eingesetzt werden kann. Die beiden blockartigen
Flacheisen 32, 33 sind mit der mittleren Stützplatte 31 sowie auch mit den Wänden
des Auszugsarms 12 dauerhaft verbunden und bilden eine endseitige Querversteifung
des Auszugsarms 12, die seine ausreichende Biege- und Torsionssteifigkeit gewährleistet.
[0021] Das in Fig. 4a bis 4e dargestellte Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Tragarms
9 entspricht in seinem technischen Konzept und auch seiner konstruktiven Ausführung
weitestgehend dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3a bis 3e, sodass gleiche Bauteile
auch mit denselben Bezugszeichen bezeichnet sind. Um die Auszugslänge zu vergrößern,
weist der in Fig. 4 dargestellte Tragarm einen teleskopartig ausziehbaren Mittelteil
40 auf, der in der gleichen Technologie wie der hintere Aufnahmearm 11 bzw. der vordere
Auszugsarm 12 durch Laser-Ausschneiden eines Stahlblechzuschnitts und Biegeumformen
zu einem Vierkantprofil oder als stranggepresstes Leichtmetall-Hohlprofil hergestellt
ist. Am vorderen Ende dieses Mittelteils 40 befindet sich außen eine bügelformige
Querversteifung 41, die mit den Außenwänden des Hohlprofils dauerhaft, z.B. durch
Schweißen, verbunden ist.
[0022] In Fig. 5 ist eine Variante des in Fig. 3a bis 3e dargestellten Tragarms 9 als weiteres
Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Dieser dargestellte Tragarm 9 kann an der
Säule 1 nach Fig. 1 oder auch an einer anderen geeigneten Säulen- bzw. Ständerkonstruktion
einer Hubvorrichtung eingesetzt werden. Die konstruktive Ausbildung und auch die Arbeitsweise
dieser Variante nach Fig. 5 entspricht denjenigen des in Fig. 3a bis 3e dargestellten
Tragarms 9. Unterschiedlich bei der Ausführung nach Fig. 5 gegenüber der Ausführung
nach Fig. 3 ist, dass am freien Ende des Aufnahmearms 11 in dessen oberem Abschnitt
ein Ausschnitt 36 ausgebildet ist, der von zwei schrägen Endkanten 37 der beiden Seitenwände
und einer zurückgesetzten Querkante 38 der oberen horizontalen Deckwand des Aufnahmearms
11 begrenzt wird. Durch diese konstruktive Maßnahme werden Kollisionen mit gewissen
vorkragenden Bauteilen der anzuhebenden Fahrzeuge, beispielsweise mit sog. Schwellern,
vermieden.
[0023] Das in Fig. 6 dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung entspricht dem Tragarm
9 nach Fig. 4a bis 4e, sodass gleiche Bauteile mit den entsprechenden Bezugszeichen
gekennzeichnet sind. Zur Vermeidung von Kollisionen mit abstehenden Fahrzeugteilen
weist diese Variante nach Fig. 6 je einen Ausschnitt 42 bzw. 43 am freien Ende des
Mittelarms 40 und des Aufnahmearms 11 auf, die - in gleicher Weise wie bei der Variante
gemäß Fig. 5 - von jeweils zwei seitlichen Schrägkanten 44, 45 und einer zurückgesetzten
oberen Querkante begrenzt sind.
[0024] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele beschränkt. So können statt der dargestellten Vierkantprofile
der Aufnahmearm und/oder auch der Auszugsarm eine andere profilierte Querschnittsform
haben. Obwohl die bügelartigen Querversteifungen 13, 41 aus herstellungstechnischen
Gründen von besonderem Vorteil sind, können statt dieser Versteifungsbügel auch andere
Elemente, beispielsweise Schweißnähte, eingesetzt werden. Änderungen sind auch bezüglich
der dargestellten Traglager 7 möglich, obgleich diese Ausführung kostengünstig ist
und herstellungstechnische Vorzüge bietet. Änderungen von einzelnen Bauteilen sollten
so getroffen werden, dass die einzelnen Bauteile aus einfachen Ausgangsmaterialien
im Betrieb geformt und zusammengebaut werden können, damit die angestrebt hohe Flexibilität
bezüglich einer Vielzahl von unterschiedlichen Ausführungsformen erreicht wird.
1. Tragarm für eine Hebebühne, mit
- mindestens einem breiteren Aufnahmearm (11) und einem darin teleskopartig verschiebbaren
Auszugsarm (12), die jeweils aus torsions- und biegesteifen Hohlprofilen hergestellt
sind,
- einem Traglager (7, 8) am rückwärtigen Ende des Aufnahmearms (11) zur schwenkbaren
Anlenkung an einem Hubschlitten (5) einer Säule (2) und
- einem Auflagerfuß (31a) am freien Ende des jeweiligen Auszugsarms (12), wobei
- zumindest der Aufnahmearm (11) aus einem Stahlplattenzuschnitt geschnitten und zu
dem Hohlprofil geformt ist,
- zumindest am Aufnahmearm (11) mindestens eine Querversteifung (13) vorgesehen ist
und
- zumindest der Aufnahmearm (11) ein Vierkant-Hohlprofil hat und einen durchgehenden
Längsschlitz (14) in einer Wand aufweist.
2. Tragarm nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Querversteifung (13) als Schweißnaht oder als Bügel mit C-förmigem Querschnitt
ausgebildet ist, der den Längsschlitz (14) überdeckt und der an der Außenwand des
Aufnahmearms (11) dauerhaft befestigt ist.
3. Tragarm nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das endseitige Traglager (7, 8) am jeweiligen Aufnahmearm (11) eine an den Endkanten
des Hohlprofils dauerhaft befestigte Querplatte (24) und zwei mit Querabstand am Armende
angeordnete Lagerplatten (20, 25) aufweist.
4. Tragarm nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Oberseite des Aufnahmearms (11) eine abgebogene längsgerichtete Lagerplatte
(17) befestigt ist, die mit der Querplatte (24) fest verbunden ist und in ihrem vorderen
Endteil (20) eine Lagerbohrung (21) aufweist.
5. Tragarm nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf dem hinteren Ende des Auszugsarms (12) ein blockartiger Anschlag (30) befestigt
ist, der mit seiner Oberseite an der Unterseite der oberen Wand des Aufnahmearms (11)
mit Spiel gleitet.
6. Tragarm nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Auszugsarm (12) aus einem Stahlplattenzuschnitt durch mehrfaches Biegen zu einem
einseitig längsgeschlitzten Vierkant-Hohlprofil geformt ist und an seinem freien Ende
eine mit einer Aufnahmebohrung (34) für einen Stützteller versehene Stützplatte (31)
aufweist.
7. Tragarm nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem Aufnahmearm (11) und dem Auszugsarm (12) ein Teleskop-Armteil (40) angeordnet
ist, der im Aufnahmearm (11) längsverschiebbar geführt ist und in dem der Auszugsarm
(12) längsverschiebbar bewegt werden kann.
8. Tragarm nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
am freien Ende des Aufnahmearms (11) bzw. des Teleskop-Armteils (40) im oberen Bereich
ein beidseitig von Schrägkanten (37, 38; 44, 45) begrenzter Ausschnitt (36; 42, 43)
ausgebildet ist.
1. A supporting arm for a lifting platform, comprising
- at least one, relatively wide accommodating arm (11) and an extension arm (12) which
can be displaced telescopically therein, the arms each being produced from torsionally
rigid and flexurally stiff hollow profiles,
- a supporting bearing (6) at the rear end of the accommodating arm (11) for pivotable
articulation on a lifting carriage (5) of a column (2), and
- a bearing foot (31a) at the free end of the respective extension arm (12), wherein
- at least the extension arm (11) is cut from a steel-panel blank and formed into
the hollow profile,
- at least one transverse reinforcement (13) is provided at least on the accommodating
arm (11), and
- at least the accommodating arm (11) has a square hollow profile and a continuous
longitudinal slit (14) in one wall.
2. The supporting arm according to claim 1,
characterized in that
the transverse reinforcement (13) is formed as a weld seam or as a bracket having
a C-shaped cross-section which covers the longitudinal slit (14) and is permanently
fixed to the outer wall of the accommodating arm (11).
3. The supporting arm according to claim 1 or 2,
characterized in that
the support bearing (7, 8) at the end of the respective accommodating arm (11) has
a transverse plate (24) permanently fixed to the end ridges of the hollow profile
and two bearing plates (20, 25) disposed at a transverse distance at the arm end.
4. The supporting arm according to claim 3,
characterized in that
a bent bearing plate (17) running lengthwise is attached to the upper surface of the
accommodating arm (11), which bearing plate is firmly connected to the transverse
plate (24) and has a bearing bore (21) at its front end part (20).
5. The supporting arm according to any one of the preceding claims,
characterized in that
a block-like stop (30) is attached to the rear end of the extension arm (12), which
slides with the upper surface thereof with a clearance on the lower surface of the
upper wall of the accommodating arm (11).
6. The supporting arm according to any one of the preceding
claims,
characterized in that
the extension arm (12) is formed by multiple bending from a steel-panel blank into
a square hollow profile longitudinally slit on one side and has a support plate (31)
provided with an accommodating bore (34) for a support disc at the free end thereof.
7. The supporting arm according to any one of the preceding
claims,
characterized in that
a telescope arm part (40) is disposed between the accommodating arm (11) and the extension
arm (12), which arm part is guided in a longitudinally shiftable manner in the accommodating
arm (11) and in which the extension arm (12) is movable in a longitudinally shiftable
manner.
8. The supporting arm according to claim 7,
characterized in that
a cutout (36; 42, 43) defined by bevelled edges (37, 38; 44, 45) on both sides is
formed in the upper portion at the free end of the accommodating arm (11) and the
telescope arm part (40), respectively.
1. Bras de support pour une plate-forme de levage, comportant
- au moins un bras de réception plus large (11) et un bras d'extension (12) télescopiquement
mobile à l'intérieur de celui-ci, lesdits bras étant respectivement fabriqués à partir
de profilés creux rigides à la torsion et résistants à la flexion,
- un palier de support (7, 8) à l'extrémité arrière du bras de réception (11) pour
l'articulation pivotante sur un chariot de levage (5) d'une colonne (2) et
- un pied d'appui (31a) à l'extrémité libre du bras d'extension (12) respectif, dans
lequel
- au moins le bras de réception (11) est découpé à partir d'un flan de plaque d'acier
et mis en forme de profilé creux,
- au moins un renforcement transversal (13) est prévu au moins sur le bras de réception
(11) et
- au moins le bras de réception (11) a un profilé creux carré et comporte une fente
longitudinale (14) continue dans une paroi.
2. Bras de support selon la revendication 1, caractérisé en ce que le renforcement transversal (13) est fabriqué sous la forme d'un cordon de soudure
ou d'un étrier ayant une section transversale en forme de C, qui recouvre la fente
longitudinale (14) et est fixé de manière permanente à la paroi extérieure du bras
de réception (11).
3. Bras de support selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le palier de support côté extrémité (7, 8) sur le bras de réception respectif (11)
comporte une plaque transversale (24) fixée de manière permanente sur les bords d'extrémité
du profilé creux, et deux plaques de support (20, 25) agencées sur l'extrémité de
bras à une distance transversale.
4. Bras de support selon la revendication 3, caractérisé en ce que sur le côté supérieur du bras de réception (11) est fixée une plaque de support pliée,
orientée longitudinalement (17) qui est fermement reliée à la plaque transversale
(24) et qui comporte un alésage de support (21) dans sa partie d'extrémité avant (20).
5. Bras de support selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur l'extrémité arrière du bras d'extension (12) est fixée une butée analogue à un
bloc (30) dont la face supérieure glisse avec du jeu sur la face inférieure de la
paroi supérieure du bras de réception (11).
6. Bras de support selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le bras d'extension (12) est mis en forme à partir d'un flan de plaque d'acier, par
pliages multiples, afin d'obtenir un profilé creux carré fendu longitudinalement d'un
côté, et comporte, à son extrémité libre, une plaque de support (31) munie d'un alésage
de réception (34) pour un disque de support.
7. Bras de support selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'entre le bras de réception (11) et le bras d'extension (12) est agencée une partie
de bras télescopique (40) qui est guidée de manière longitudinalement mobile dans
le bras de réception (11) et dans laquelle le bras d'extension (12) peut être déplacé
longitudinalement.
8. Bras de support selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'à l'extrémité libre du bras de réception (11) ou de la partie de bras télescopique
(40) est formée une ouverture (36 ; 42, 43) délimitée des deux côtés par des bords
biseautés (37, 38 ; 44, 45) dans la zone supérieure de celle-ci.