| (19) |
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(11) |
EP 2 016 212 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.12.2010 Patentblatt 2010/48 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.05.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/003926 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/128499 (15.11.2007 Gazette 2007/46) |
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| (54) |
SPINN-TRECK-TEXTURIERMASCHINE
SPINNING, DRAWING AND TEXTURING MACHINE
MACHINE À FILER, ÉTIRER ET TEXTURER
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE IT LI TR |
| (30) |
Priorität: |
08.05.2006 DE 102006021292
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.01.2009 Patentblatt 2009/04 |
| (73) |
Patentinhaber: Oerlikon Textile GmbH & Co. KG |
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42897 Remscheid (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LENNEMANN, Friedrich
24534 Neumünster (DE)
- SCHEMKEN, Matthias
24536 Neumünster (DE)
- KALIES, Stefan
24582 Hoffeld (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kahlhöfer, Hermann |
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KNH Patentanwälte
Kahlhöfer Neumann Rößler Heine
Postfach 10 33 63 40024 Düsseldorf 40024 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 350 450 DE-A1- 10 039 093 DE-C- 858 005
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EP-A- 1 300 496 DE-A1- 10 045 473
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- FOURNE F.: "Synthetische Fasern" 1995, CARL HANSER VERLAG , MÜNCHEN , XP002445896
Seiten 279-285; Abbildungen 4.60,4.64
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Spinn-Streck-Texturiermaschine zur Herstellung gekräuselter
Fäden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Spinn-Streck-Textunermaschine ist beispielsweise aus der
EP 0 718 424 A1 bekannt.
[0003] Bei der bekannten Spinn-Streck-Texturiermaschine sind die unterhalb einer Spinneinrichtung
angeordneten Prozessaggregate zum Verstrecken und Kräuseln der Fäden sowie die Aufspuleinheiten
jeweils zu einzelnen Maschinenmodulen zusammengefasst. Innerhalb der Maschinenmodule
sind insbesondere die Prozessaggregate nebeneinander angeordnet, so dass eine im wesentlichen
horizontal ausgerichtete Fadenführung an dem Maschinenmodul überwiegt. Damit werden
in Abhängigkeit von den Behandlungsschritten sehr breite Maschinenmodulen benötigt,
die zu einer entsprechenden großen Maschinenteilung führen. Derartige große Maschinenteilungen
besitzen insbesondere bei einer einfädigen Prozessführung jedoch grundsätzlich den
Nachteil, dass die zum Schmelzspinnen erforderlichen Spinndüsen ebenfalls mit größeren
Abständen zueinander innerhalb eines beheizten Spinnbalkens gehalten werden müssen.
Derartige Spinneinrichtungen erfordern jedoch einen größeren Energiebedarf, um über
der gesamten Maschinenlänge eine kontinuierliche Beheizung der Schmelzeführenden Bauteile
vornehmen zu können. Damit lassen sich die heute üblichen Anforderungen hinsichtlich
einer hohen Raumausnutzung und geringen Energieverbrauch nicht erfüllen.
[0004] Um bei der Herstellung von einer Vielzahl von Fäden eine hohe Raumausnutzung zu erhalten,
sind auch derartige Spinn-Streck-Texturiermaschinen bekannt, bei welcher die parallel
nebeneinander gesponnenen Fäden gemeinsam über die unterhalb einer Spinneinrichtung
angeordneten Prozessaggregate geführt werden, um anschließend gemeinsam parallel nebeneinander
an einer Spulspindel zu einer Spule aufgewickelt zu werden. Eine derartige Spinn-Streck-Texturiermaschine
ist beispielsweise aus der Druckschrift
EP 103 52 38 A1 bekannt. Bei derartigen Systemen werden pro Spinnposition mehrere Fäden als eine
Fadengruppe geführt, behandelt und aufgewickelt. Für den Fall, dass bei der Behandlung
oder bei der Aufwicklung einer der Fäden der Fadengruppe reist, werden automatisch
die benachbarten Fäden in ihrer Prozessführung unterbrochen, so dass die gesamt Spinnposition
unterbrochen ist.
[0005] Die aus der
EP 1 300 496 A1 bekannte Spinn-Streck-Texturiermaschine besitzt demgegenüber bereits den Vorteil,
dass die Fäden innerhalb der Spinnposition in einzelnen Aufwickelstellen jeweils zu
Spulen aufgewickelt werden. Die zwischen der Aufwickeleinrichtung und der Spinneinrichtung
angeordneten Prozessaggregate sind jedoch zur Führung mehrerer Fäden vorgesehen, so
dass eine individuelle Führung der Fäden innerhalb der Spinnposition nicht möglich
ist.
[0006] Es ist somit Aufgabe der Erfindung, eine Spinn-Streck-Texturiermaschine der gattungsgemäßen
Art zu schaffen, bei welcher auch bei einfädiger Fadenführung eine möglichst große
Anzahl von Fäden auf engstem Raum flexibel herstellbar sind.
[0007] Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, eine Spinn-Streck-Texturiermaschine der genannten
Art zur Verfügung zu stellen, mit welcher eine automatisierte Herstellung von gekräuselten
Fäden möglich ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Spinn-Streck-Texturiermaschine dadurch
gelöst, dass die Prozessaggregate und die Aufspuleinheit derart untereinander an dem
Maschinenmodulen angeordnet sind, das an der Maschinenlängsseite sich eine geringe
Maschinenteilung im Bereich von <800 mm einstellt, und das die Spinneinrichtung pro
Maschinenmodul eine oder mehrere Spinndüsen und einen Spinnschacht innerhalb der Maschinenteilung
aufweist, wobei die Spinndüsen in einer reihenförmigen Anordnung parallel zur Maschinenlängsseite
gehalten sind.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der jeweiligen Unteransprüche definiert.
[0010] Die Erfindung löst sich von den bisher beim Schmelzspinnen von einer Vielzahl von
Fäden üblichen Anlagenkonzept, bei welchem in einer Spinnposition mehrere Fäden parallel
gleichzeitig hergestellt werden. Die erfindungsgemäße Spinn-Streck-Texturiermaschine
führt die durch die Maschinenmodule bewirkte Teilung weiter bis in die Spinneinrichtung
hinein, so dass pro Spinnposition nur ein Faden hergestellt wird. Innerhalb der Spinnposition
lässt sich der Faden dabei sowohl aus einem schmelzgesponnenen Filamentbündel oder
aber auch aus mehreren einzelnen Filamentbündeln beispielsweise bei der Herstellung
von Verbundfäden bilden. Die pro Faden von der Aufspuleinheit bis hin zur Spinndüse
vorgenommene Teilung der Maschine besitzt den besonderen Vorteil, dass wesentlich
weniger Fadenabfall bei der Herstellung einer Vielzahl von Fäden mit einer Vielzahl
von Spinnpositionen entsteht. So wird durch die Maschinenteilung im Bereich der Spinneinrichtung
erreicht, dass bei einem Fadenbruch in der Spinnposition die sogenannten Sympathiebrüche
ausbleiben. Es ist lediglich der in der Spinnposition hergestellte Faden betroffen,
die benachbarten Fäden in benachbarten Spinnpositionen bleiben unbeeinflusst. So ergibt
sich eine höhere Verfügbarkeit der gesamten Anlage, da immer nur ein Faden beispielsweise
bei Wartungs- oder Reinigungsarbeiten betroffen ist. Zudem werden insbesondere beim
Verstrecken, Texturieren und Aufwickeln keine lang auskragenden Prozessaggregate benötigt.
[0011] Da die enge Maschinenteilung zu einer schmalen und hohen Bauweise der Maschine führt,
ist die Weiterbildung der Erfindung bevorzugt ausgeführt, bei welcher an der Maschinenlängsseite
ein erhöhter Bediengang unmittelbar vor den Maschinenmodulen ausgebildet ist, welcher
sich im wesentlichen über die gesamt Länge der Maschinenlängsseite erstreckt. Somit
lassen sich alle nebeneinander ausgebildeten Positionen aus einem Bediengang heraus
durch eine Bedienperson bedienen.
[0012] Bei einem vollautomatischen Spulenhandling ist insbesondere die Weiterbildung der
Erfindung vorgesehen, bei welcher der Bediengang in einer Ebene oberhalb der Aufspuleinheiten
ausgebildet ist und bei welcher den Aufspuleinheiten eine Doffereinrichtung zur Abnahme
und Abtransport der Spulen zugeordnet ist. Damit lässt sich der vollautomatische Spulenwechsel
und Spulentransport in einer unteren Ebene ausführen, in welcher kein Zugang durch
eine Bedienperson stattfindet. Insoweit werden dadurch hohe Sicherheitsanforderungen
erfiillt, so dass bei einer teilautomatischen Maschine die Bedienperson ausschließlich
aus einem Bediengang heraus operiert, der oberhalb der Doffereinrichtung geführt ist.
[0013] Zur Erreichung einer hohen Flexibilität beim Abnehmen und Wechseln der Spulen in
den Aufspuleinheiten ist gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Spinn-Streck-Texturiermaschine
vorgesehen, die Aufspuleinheiten der Maschinenmodule unabhängig voneinander anzutreiben
und zu steuern, wobei jede Aufspuleinheit jeweils nur einen Faden zu einer Spule aufwickelt.
[0014] Um dabei eine kontinuierliche Fadenführung ohne Unterbrechung zu ermöglichen, sind
die Aufspuleinheiten jeweils mit zwei antreibbaren Spulspindeln ausgeführt, die üblicherweise
an einem drehbaren Träger gehalten sind und somit abwechselnd in einem Betriebsbereich
und einem Wechselbereich geführt werden können.
[0015] In diesem Fällen haben sich insbesondere Doffereinrichtungen als besonders geeignet
herausgestellt, bei welchem jeder Aufspuleinheit eine stationäre Spulwechselvorrichtung
zugeordnet ist, die mit einer Spulentransporteinrichtung zusammenwirkt.
[0016] An dieser Stelle sei jedoch ausdrücklich erwähnt, dass andere Doffsysteme mit fahrbaren
Doffern genutzt werden könnten, um die Spulen von den Aufspuleinheiten abnehmen zu
können.
[0017] Um unabhängig von benachbarten Maschinenmodulen erforderliche Bedienungs- und Wartungsarbeiten
ausführen zu können, ist die Weiterbildung der Erfindung besonders vorteilhaft, bei
welcher die Prozessaggregate der Maschinenmodule unabhängig voneinander antreibbar
und steuerbar sind. Damit lassen sich die Herstellung der Fäden individuell steuern
und regeln.
[0018] Insoweit hat sich die Weiterbildung besonders bewährt, bei welchen pro Maschinenmodul
ein E-Baueinheit zur Aufnahme der den Prozessaggregaten und der Aufspuleinheit zugeordneten
Antriebs- und Steuerelektronik ausgebildet ist. Damit ergibt sich eine sehr flexible
Bauweise der gesamten Spinn-Streck-Texturiermaschine, bei welchen die einzelnen Positionen
zur Herstellung der Fäden austauschbar sind.
[0019] Hierbei hat sich insbesondere die Ausbildung der erfindungsgemäßen Spinn-Streck-Texturiermaschine
als besonders bedienungsfreundlich herausgestellt, bei welcher die E-Baueinheiten
jeweils eine fernbedienbare Steuereinheit aufweisen und dass die Steuereinheiten separat
über ein mobiles Bediengerät steuerbar sind. So sind die Prozessaggregate und die
Aufspuleinheit eines Maschinenmoduls durch eine Bedienperson auch aus größerer Entfernung
bedienbar. So lassen sich Einstellungskorrekturen einzelner Prozessparameter vornehmen
oder einzelne Überwachungs- und Kontrollfunktionen ausführen. Zudem lassen sich Ist-Daten
der Position anzeigen und dokumentieren.
[0020] Um eine möglichst bedienungsfreundliche Anordnung der Prozessaggregate zu erhalten,
weisen die Maschinenmodule jeweils eine Gestellwand auf, an welcher die Prozessaggregate
und die Aufspuleinheit untereinander gehalten sind. Damit lassen sich zudem eine Trennung
zwischen den fadenführenden Bauteilen und den Antrieben und Elektronikbauteilen in
der Art vornehmen, dass die Antriebe und Steuerung an einer Rückseite der Gestellwand
ausgebildet sind und die zur Führung des Fadens erforderlichen Baugruppen an einer
Vorderseite der Bestellwand gehalten werden.
[0021] Die Weiterbildung der erfindungsgemäßen Spinn-Streck-Texturiermaschine, bei welcher
den Maschinenmodulen eine Absaugvorrichtung zugeordnet ist, welche Absaugvorrichtungen
zu jedem Maschinenmodul jeweils einen im Prozessaggregat vorgeordneten Saugstutzen
aufweist, eignet sich insbesondere zur Automatisierung des gesamten Herstellungsprozesses.
So lässt sich bei einer Wicklerbildung innerhalb der Prozessaggregate eine automatisierte
Trennung des Fadens vornehmen, der sodann kontinuierlich über die Absaugvorrichtung
zu einem Abfallbehälter abgeführt wird. Damit ist ein Abschalten der Spinnposition
nicht erforderlich. Die Spinndüsen bleiben im Betrieb, so dass nach Beseitigung des
Wickels der Herstellungsprozess sehr rasch weitergeführt werden kann.
[0022] Zur Automatisierung der erfindungsgemäßen Spinn-Streck-Texturiermäschine wird vorgeschlagen,
ein an der Maschinenlängsseite beweglich angeordneten Roboter vorzusehen, welcher
Roboter mit einem beweglichen Roboterarm das Anlegen eines oder mehrerer Fäden zu
Prozessbeginn und /oder nach Prozessunterbrechung ausführt. Damit ist ein vollautomatischer
Betrieb der Spinn-Streck-Texturiermaschine möglich.
[0023] Um die innerhalb einer Maschinenlängsseite ausgebildeten Maschinenmodule bedienen
zu können, ist der Roboter an einem beweglichen Träger gehalten, welcher Träger in
einer Vertikalebene parallel zur Maschinenlängsseite führbar ist. Der Träger ist dabei
mit Antrieben bestückt, der sowohl eine vertikale als auch ein horizontale Bewegung
in einer Ebene ermöglicht, so dass der Roboter zusätzliche Freiheitsgrade neben dem
üblicherweise mit mehreren Achsen ausgebildeten Roboterarm erhält.
[0024] Als Prozessaggregate können hierbei alle für die Fadenführung, Behandlung, Kräuselung
und Führung gebräuchlichen Bauteile genutzt werden. So wird das Prozessaggregat zum
Verstrecken des Fadens vorzugsweise durch zumindest zwei angetriebene Galetten gebildet.
[0025] Um möglichst mit wenigen Prozessaggregaten viele Funktionen ausführen zu können,
wird dabei bevorzugt die erste Galette dazu genutzt, um den Faden aus der Spinneinrichtung
abzuziehen.
[0026] Die erfindungsgemäße Spinn-Streck-Texturiermaschine ist besonders geeignet, um mehrfarbige
Teppichgarne herzustellen, wobei der gekräuselte Faden aus mehreren Einzelfäden gebildet
wird. Grundsätzlich lassen sich jedoch auch einzelne Fäden innerhalb einer Position
spinnen, verstrecken, kräuseln und zu einer Spule aufwickeln.
[0027] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einiger Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Spinn-Streck-Texturiermaschine unter Bezug auf die beigefügten Figuren näher erläuterte.
[0028] Es stellen dar:
Fig. 1 und Fig. 2 schematisch Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Spinn-Streck-Texturiermaschine
Fig. 3 und Fig. 4 schematisch Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Spinn-Streck-Texturiermaschine
[0029] In Fig. 1 und Fig. 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Spinn-Streck-Texturiermaschine
gezeigt. In Fig. 1 ist schematisch eine Vorderansicht und in Fig. 2 schematisch eine
Seitenansicht der Spinn-Streck-Texturiermaschine dargestellt. Insoweit kein ausdrücklicher
Bezug zu einer der Figuren gemacht ist, gilt die nachfolgende Beschreibung für beide
Figuren.
[0030] Die Spinn-Streck-Texturiermaschine wird in diesem Ausführungsbeispiel durch eine
Spinneinrichtung 1 und mehrere unterhalb der Spinneinrichtung 1 angeordnete Maschinenmodule
gebildet, wobei in diesem Ausführungsbeispiel exemplarisch drei nebeneinander angeordnete
Maschinenmodule 5.1, 5.2 und 5.3 gezeigt sind. Die Maschinenmodule 5.1, 5.2 und 5.3
enthalten mehrere Prozessaggregate 8 zum Verstrecken und Kräuseln eines Fadens und
einer Aufspuleinheit 9 zum Aufwickeln des Fadens.
[0031] Die Spinneinrichtung 1 ist in mehrere Spinnpositionen 1.1, 1.2 und 1.3 aufgeteilt,
wobei jeder Spinnposition eines der Maschinenmodule zugeordnet ist. So bilden die
Spinnposition 1.1 und das Maschinenmodul 5.1 eine Einheit, um einen schmelzgesponnenen
Faden herzustellen. Die Spinnposition 1.2 und das Maschinenmodul 5.2 sowie die Spinnposition
1.3 und das Maschinenmodul 5.3 bilden ebenfalls jeweils eine Einheit zur Herstellung
eines Fadens. Insoweit ist die in Fig. 1 und 2 dargestellte Spinn-Streck-Texturiermaschine
geeignet, um drei Fäden parallel herzustellen. Um eine möglichst kompakte Spinneinrichtung
mit entsprechend geringem Energieaufwand zur Temperierung der schmelzeführenden Bauteile
zu erhalten, und um andererseits eine hohe Raumausnutzung bei Aufstellung derartiger
Spinn-Streck-Texturiermaschinen zu erhalten, sind die Prozessaggregate 8 und die Aufspuleinheiten
9 innerhalb der Maschinenmodule 5.1, 5.2 und 5.3 derart untereinander angeordnet,
dass sich an der Längsseite eine sehr geringe Maschinenteilung im Bereich von <800
mm einstellt. Die Maschinenteilung, die mit dem Bezugszeichen T in Fig. 1 eingetragen
ist, bestimmt die Ausbildung der Spinnpositionen 1.1, 1.2 und 1.3, so dass der Raumbedarf
zur Herstellung eines Fadens im wesentlichen durch die Maschinenteilung definiert
ist. In Abhängigkeit davon, ob als Faden ein Verbundfaden oder ein Einzelfaden in
der Spinnposition hergestellt wird, können die Maschinenmodule 5.1, 5.2 und 5.3 sowie
die Spinnpositionen 1.1, 1.2 und 1.3 auch in Bereichen von ≤ 600 mm angeordnet sein.
[0032] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel der Spinn-Streck-Texturiermaschine
wird pro Spinnposition 1.1, 1.2 und 1.3 jeweils mehrere Einzelfäden extrudiert, die
dann innerhalb des Maschinenmodules durch Verwirbeln oder Kräuseln zu einem Faden
zusammengeführt werden.
[0033] Die Spinneinrichtung weist pro Spinnposition jeweils drei Spinndüsen 2.1, 2.2 und
2.3 auf, die an einer Unterseite eines beheizten Spinnbalkens 6 gehalten sind. Der
Spinnbalken 6 erstreckt sich dabei über alle Spinnpositionen 1.1, 1.2 und 1.3. Der
Spinnbalken 6 ist über mehrere Schmelzezuführungen 7.1, 7.2 und 7.3 mit mehreren hier
nicht dargestellten Schmelzequellen verbunden. Durch jede der Schmelzequellen wird
jeweils eine Polymerschmelze bereitgestellt, die über die Schmelzezuführungen 7.1,
7.2 und 7.3 und den innerhalb des Spinnbalkens 6 hier nicht näher dargestellten Verteilsystem
mit zugeordneten Spinnpumpen auf die einzelnen Spinndüsen 2.1, 2.2 und 2.3 der Spinnposition
1.1, 1.2 und 1.3 verteilt. So lassen sich beispielsweise unterschiedlich eingefärbte
Polymerschmelzen in den Spinndüsen 2.1, 2.2 und 2.3 extrudieren, um beispielsweise
einen sogenannten Tricolor-Faden pro Spinnposition 1.1, 1.2 und 1.3 herzustellen,
wie er üblicherweise zur Herstellung von Teppichen benötigt wird.
[0034] Unterhalb des Spinnbalkens 6 ist eine Kühlvorrichtung 3 angeordnet, die jeweils mit
einem Spinnschacht 4 zusammenwirkt. Hierbei weist jede Spinnposition 1.1, 1.2 und
1.3 einen Spinnschacht 4 mit einem kegelförmigen Auslaß auf. Die Kühlvorrichtung 3
enthält eine Druckkammer 50, die über eine Blaswand 51 mit dem Spinnschacht 4 gekoppelt
ist, so dass ein quer gerichteter Kühlluftstrom zur Abkühlung der frisch extrudierten
Filamente erzeugt wird. Die Druckkammer 50 ist hierzu an einer hier nicht dargestellten
Kühlmittelquelle angeschlossen. An dieser Stelle sei jedoch ausdrücklich erwähnt,
dass auch andere hier nicht dargestellte Kühlprinzipien zur Abkühlung der Filamente
innerhalb des Spinnschachtes genutzt werden könnten. So lassen sich auch sogenannte
Blaskerzen, bei welcher ein von innen nach außen gerichteter Kühlluftstrom erzeugt
wird, zur Abkühlung nutzen.
[0035] Unterhalb der Spinnschächte 4 sind die Maschinenmodule 5.1, 5.2 und 5.3 angeordnet.
Jedes der Maschinenmodule 5.1, 5.2 und 5.3 ist identisch ausgebildet, so dass der
Aufbau am Beispiel des Maschinenmoduls 5.1 erläutert wird.
[0036] Das Maschinenmodul 5.1 weist eine Gestellwand 26 auf, an welcher mehrere Prozessaggregate
8 sowie eine Auspuleinheit 9 auskragend gehalten sind. Die Prozessaggregate 8 werden
im wesentlichen durch eine Präparationseinrichtung 8.1, eine Streckeinrichtung 8.2,
eine Kräuseleinrichtung 8.3 und eine Relaxiereinrichtung 8.4 gebildet, die im wesentlichen
untereinander an der Gestellwand 26 gehalten sind. Hierbei ragen die für die Fadenführung
maßgeblichen Bauteile der Prozessaggregate 8 auf einer Vorderseite der Gestellwand
26 hervor. Die elektrischen Antriebe und Steuerungen sind dabei gegenüberliegend auf
der Rückseite der Gestellwand 26 den Prozessaggregaten 8 zugeordnet.
[0037] Die Präparationseinrichtung 8.1, die beispielsweise als Stiftpräparation oder Walzenpräparation
ausgebildet sein kann, ist unmittelbar dem Auslaß des Spinnschachtes 4 zugeordnet
und mit einem Sammelfadenführer 11 kombiniert, der die über die Fadenführer 10 zugeführten
Einzelfäden zum Einlauf in das Maschinenmodul 5.1 führt.
[0038] Der Präparationseinrichtung 8.1 ist die Streckeinrichtung 8.2 nachgeordnet, die durch
ein Abzugsgalettenduo 14 und ein Streckgalettenduo 15 gebildet wird. Das Abzugsgalettenduo
14 und das Streckgalettenduo 15 weisen jeweils zwei angetriebene Galetten auf, an
dessen Umfang die Einzelfäden geführt sind. Der Streckeinrichtung 8.2 folgt die Kräuseleinrichtung
8.3, die eine Trexturierdüse 16 und eine Kühltrommel 17 enthält. Innerhalb der Texturierdüse
16 werden die Einzelfäden zu einem gemeinsamen Faden texturiert und als Fadenstopfen
am Umfang der Kühltrommel 17 abgekühlt.
[0039] Nach der Abkühlung wird der Faden aus dem Fadenstopfen aufgelöst und über die Relaxiereinrichtung
8.4 der Aufspuleinheit 9 zugeführt. Die Relaxiereinrichtung 8.4 enthält jeweils mehrere
Relaxiergaletten 18.1 und 18.2, die jeweils durch eine angetriebene Galette mit zugeordneter
Überlaufrolle gebildet sind. Zwischen den Ralxiergaletten 18.1 und 18.2 ist eine Verwirbelungseinrichtung
19 angeordnet, um den Faden vor der Aufspulung zu kompaktieren.
[0040] An dieser Stelle sei ausdrücklich erwähnt, dass eine zweite Verwirbelungseinrichtung
bevorzugt zwischen der Präparationseinrichtung 8.1 und der Streckeinrichtung 8.2 angeordnet
sein kann, um an den Einzelfäden eine Vorverwirbelung auszuführen. Damit lässt sich
einerseits der Präparationsauftrag an den multifilen Einzelfäden vergleichmäßigen
und andererseits die Vermischung der Einzelfäden beim Texturieren beeinflussen.
[0041] Die Aufspuleinheit 9 ist ebenfalls an der Gestellwand 26 gehalten. Die Gestellwand
kann hierbei sowohl einteilig als auch mehrteilig innerhalb des Maschinenmoduls 5.1
ausgebildet sein. Zum Aufwickeln des Fadens weist die Aufspuleinheit 9 zwei angetriebene
Spulspindeln 21.1 und 21.2 auf, die an einem drehbaren Spindelträger 20 gehalten sind.
Durch den Spindelträger 20 werden die Spulspindeln 21.1 und 21.2 abwechselnd zwischen
einer Betriebsstellung und einer Wechselstellung geführt. In der Betriebsstellung
wirken die Spulspindeln 21.1 und 21.2 mit einer Andrückwalze 23 und einer Changiereinrichtung
22 zusammen, um einen Faden 24 zu einer Spule 25 zu wickeln.
[0042] Die Maschinenmodule 5.1, 5.2 und 5.3 sind nebeneinander angeordnet und bilden somit
eine Maschinenlängsseite, an denen die Prozessaggregate 8 sowie die Aufspuleinheiten
9 nebeneinander gehalten sind. Zur Bedienung der Prozessaggregate 8 ist auf der Vorderseite
der Gestellwand 26 ein Bediengang 27 angeordnet, der sich über die gesamte Länge der
Maschinenlängsseite erstreckt, so dass eine Bedienperson aus dem Bediengang 27 heraus
alle erforderlichen Arbeitsgänge zum Anlegen des Fadens oder zur Wartung der Prozessaggregate
ausführen kann. So lassen sich die beim Anspinnen aus dem Spinnschacht 4 austretenden
Fäden beispielsweise durch eine manuell geführte Saugpistole übernehmen und nacheinander
in die Prozessaggregate 8 und Aufspuleinheit 9 an dem Maschinenmodul anlegen. Dabei
ist der Bediengang 27 erhöht ausgebildet, um sämtliche Arbeitsoperationen aus einer
Position heraus an dem Maschinenmodul 5.1, 5.2 oder 5.3 ausführen zu können. An dem
in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Bediengang 27 in einer Ebene
angeordnet, die sich zwischen den Prozessaggregaten 8 und der Aufspuleinheit 9 erstreckt.
Damit bildet sich unterhalb des Bediengangs 27 ein Freiraum zum Wechseln der Spulen
an der Aufspuleinheit 9. Der Spulenwechsel an den Aufspuleinheiten der Maschinenmodule
5.1, 5.2 und 5.3 wird vollautomatisch durch eine Doffereinrichtung 28 ausgeführt.
Die Doffereinrichtung 28 weist hierzu mehrere Spulwechselvorrichtung 29 auf, wobei
jeder Aufspuleinheit 9 eine Spulwechselvorrichtung 29 zugeordnet ist. Die Spulwechselvorrichtung
29 wirken mit einer Spulentransporteinrichtung 30 zusammen, durch welche die Spulen
abgeführt werden. Die Spulentransporteinrichtung 30 ist in diesem Ausführungsbeispiel
durch einen Spulenhalter 47 gebildet, der an einer Hängebahn 48 geführt wird. Der
Spulenhalter 47 läßt sich wahlweise in jeweils eine Übernahmeposition unmittelbar
vor den Spulwechselvorrichtungen 29 plazieren, so dass eine Vollspule von der Spulwechselvorrichtung
29 übergebbar ist. Die Spulwechselvorrichtung 29 wird durch ein Drehkreuzschwenkarmsystem
42 und ein Hülsmagazin 40 gebildet. Ein derartiges System ist beispielsweise in der
deutschen Patentanmeldung
10 2006 010 855 (bisher nicht veröffentlicht) beschrieben. Es wird somit an dieser Stelle ausdrücklich
Bezug zu der zitierten Druckschrift genommen und an dieser Stelle keine weitere Erläuterung
gegeben.
[0043] Um eine hohe Flexibilität in der Nutzung der Spinn-Streck-Texturiermaschine zu erhalten,
sind die an den Maschinenmodulen 5.1, 5.2 und 5.3 gehaltenen Prozessaggregate 8 und
Aufspuleinheiten 9 unabhängig voneinander angetrieben und gesteuert. Hierzu sind die
Antriebs- und Steuerelektroniken der Maschinenmodule 5.1, 5.2 und 5.3 jeweils separat
in einer E-Baueinheit 35 zusammengefasst und jeweils dem Maschinenmodul 5.1, 5.2 oder
5.3 zugeordnet. In Fig. 2 ist die Situation für das Maschinenmodul 5.1 dargestellt.
Hierbei ist die E-Baueinheit 35 auf der Rückseite der Gestellwand 26 gehalten. Die
Galettenantriebe 31.1, 31.2, 31.3, der Walzenantrieb 32 der Kühltrommel, der Changierantrieb
33 der Changiereinrichtung 22 und die Spindelantriebe 34.1 und 34.2 der Spulspindeln
21.1 und 21.2 sowie der Drehantrieb 53 des Spindelträgers 20 sind mit der E-Baueinheit
35 verbunden. Desweiteren können hier noch weitere Aktoren und Sensoren den Prozessaggregaten
zugeordnet sein, die ebenfalls mit der E-Baueinheit 35 verknüpft sind. Zur Steuerung
ist der E-Baueinheit 35 eine Steuereinheit 37 zugewiesen, die mit einem Bedientableau
36 gekoppelt ist. Das Bedientableau 36 ist an der Vorderseite der Gestellwand 26 gehalten.
Somit lassen sich alle Prozessaggregate durch eine Bedienperson über das Bedientableau
36 in ihren Funktionen ansteuern. Zur Koordinierung aller Positionen innerhalb der
Spinn-Streck-Texturiermaschine ist die Steuereinheit 37 mit einer Leitsteuereinheit
39 gekoppelt, durch welcher übergeordnete Steuerbefehle und Einstellungen eingebbar
sind.
[0044] Es ist auch möglich, die Steuereinheit 37 drahtlos mit einem Bediengerät 38 zu verbinden.
So lassen sich beispielsweise an dem Bediengerät 38 Einstellungen und Prozessdaten
oder Produktparameter anzeigen. Es ist jedoch auch möglich, Einstellungsveränderungen
oder an den Prozessaggregaten und Steuerbefehle der Steuereinheit 37 vorzugeben. Hierzu
weist die Steuereinheit 37 ein Femsteuerungsmodul auf, um Signale zu empfangen und
zu senden.
[0045] Bei dem in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Spinn-Streck-Texturiermaschine sind die
Antriebe und Aktoren der Spinneinrichtung separat gesteuert und über eine zentrale
Leit-Steuer-Einheit 39 mit der Steuereinheit 37 gekoppelt. Hierfür ist es erforderlich,
dass bei einer Prozessunterbrechung beispielsweise durch Wickelbildung die jeweilige
dem Maschinenmodul 5.1, 5.2 oder 5.3 zugeordnete Spinnposition 1.1, 1.2 oder 1.3 ohne
Unterbrechung weiter betrieben werden kann. Hierzu ist an jedem Maschinenmodul 5.1,
5.2 und 5.3 jeweils im Einlaufbereich ein Fadenhacker 12 sowie ein Saugstutzen 13
vorgesehen. Der Saugstutzen 13 ist mit einer Absaugvorrichtung 49 gekoppelt, durch
welche ein oder mehrere eingesaugte Fäden kontinuierlich zu einem Abfallbehälter geführt
werden können. Damit wird bei Prozessunterbrechung aufgrund eines Fadenrisses oder
einer Wicklerbildung eine Unterbrechung beim Extrudieren der Fäden nicht erforderlich.
So können die Versorgung der Spinndüsen 2.1, 2.2 und 2.3 mehrere Spinpositionen kombiniert
werden, so dass aufwändige Verteilsysteme und zusätzliche Spinnpumpenaggregate entbehrlich
sind. Es ist jedoch auch möglich, eine Spinnposition unabhängig von benachbarten Spinnpositionen
zu steuern, um beispielsweise einen verminderten Schmelzedurchsatz während einer Prozessunterbrechung
einstellen zu können.
[0046] Das in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Spinn-Streck-Texturiermaschine
ist somit besonders geeignet, um eine Mehrzahl von Verbundfäden parallel nebeneinander
mit hoher Flexibilität vom Schmelzspinnen bis zum Aufwickeln herzustellen. Hierbei
ist die Wahl der an den Maschinenmodulen gehaltenen Prozessaggregaten in Fig. 1 und
2 nur beispielhaft angeben. Grundsätzlich können zusätzliche Behandlungsschritte wie
beispielsweise eine Vorverwirbelung des Fadens unmittelbar nach der Präparierung oder
alternative Behandlungsstufen wie beispielsweise eine Mehrfachverstreckung ohne Texturierung
ausgeführt sein. So besteht auch die Möglichkeit, in einer kompletten Anlage mit einer
Vielzahl von Maschinenmodulen Gruppen von Maschinenmodulen in unterschiedlichen Ausbildungen
der Prozessaggregate und Behandlungsschritte auszuführen. Somit können unterschiedliche
Fadentypen mit einer Spinn-Streck-Texturiermaschine hergestellt werden.
[0047] In Fig. 3 und 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in mehreren Ansichten dargestellt. Hierbei ist die Spinn-Streck-Texturiermaschine
in Fig. 3 in einer Vorderansicht und in Fig. 4 in einer Seitenansicht gezeigt. Das
Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und 4 ist im wesentlichen identisch zu dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 und 2, so dass an dieser Stelle Bezug zu der vorgenannten Beschreibung
genommen wird und anschließend nur die Unterschiede erläutert werden.
[0048] Bei dem in Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Spinn-Streck-Texturiermaschine
weist die Spinneinrichtung 1 pro Spinnposition 1.1, 1.2 und 1.3 jeweils nur eine Spinndüse
2 auf. Die Spinndüse 2 der Spinnpositionen 1.1 und 1.2 und 1.3 sind an der Unterseite
des Spinnbalkens 6 gehalten und werden über eine Schmelzezuführung 7 mit einer durch
eine Schmelzequelle bereitgestellte Polymerschmelze versorgt. Die unterhalb des Spinnbalkens
6 angeordnete Kühlvorrichtung 3 und die mit der Kühlvorrichtung 3 zusammenwirkenden
Spinnschächte 4 sind identisch zu dem vorgenannten Ausführungsbeispiel ausgeführt,
so dass pro Spinnposition 1.1, 1.2 und 1.3 in der Spinneinrichtung jeweils ein Faden
extrudiert und anschließend an dem Maschinenmodul 5.1, 5.2 und 5.3 präpariert, verstreckt,
gekräuselt, relaxiert und zu einer Spule aufgewickelt wird.
[0049] Um den Faden zu Prozessbeginn oder nach einer Prozessunterbrechung an den Prozessaggregaten
8 des Maschinenmoduls 5.1, 5.2 oder 5.3 anlegen zu können, ist ein Roboter 23 vorgesehen.
Der Roboter 43 ist hierzu an einem Träger 44 gehalten, der beweglich mit einem Trägergestell
45 gekoppelt ist. Das Trägergestell 45 ist in einer oberen und unteren Gestellführung
46 gehalten, die sich mit Abstand vor der Maschinenlängsseite im wesentlichen über
die gesamte Länge der Maschinenlängsseite erstreckt. Das Trägergestell 45 kann somit
an der Gestellführung 46 entlang der Maschinenlängsseite gefiihrt werden. Um ein Anlegevorgang
an einem der Maschinenmodule 5.1, 5.2 und 5.3 zu starten, wird das Trägergestell 45
zu dem betreffenden Maschinenmodul geführt. Innerhalb des Maschinenmoduls lässt sich
der Träger 44 mit dem Roboter 43 an dem Trägergestell 45 in vertikaler Richtung führen,
so dass der Roboter 43 mit einem mehrachsigen Roboterarm 52 die Anlegeoperation an
den Prozessaggregaten 8 ausführen kann. Der Roboterarm 52 hält hierzu am freien Ende
einen Saugstutzen, durch welchen die extrudierten Fäden aus der Spinneinrichtung 1.1,
1.2 oder 1.3 nach dem Anspinnen übernommen werden. Anschließend wird über eine Robotersteuerung
der Anlegevorgang bis hin zu Aufspuleinheit vorgenommen.
[0050] Damit lässt sich eine vollautomatische Bedienung der Spinn-Streck-Texturiermaschine
realisieren, wobei der Spulenwechsel und der Spulenabtransport in einer unteren Ebene
durch die Doffereinrichtung 28 ausgeführt wird. Die Doffereinrichtung 28 ist hierbei
identisch zu dem vorgenannten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 ausgeführt.
[0051] Der oberhalb der Doffereinrichtung 28 angeordnete Bediengang 27 wird in diesem Fall
bevorzugt zu Wartungsarbeiten an dem Prozessaggregat genutzt.
[0052] Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Spinn-Streck-Texturiermaschine sind in Aufbau und Anordnung der Prozessaggregate und
der Aufspuleinheit beispielhaft. Wesentlich hierbei ist die durch die vertikal ausgerichtete
Anordnung der Prozessaggregate und der Aufspuleinheit erzielte kompakte Bauweise der
Maschinenmodule, so dass selbst bei einer einfädigen Aufspulung kompakte Maschinenanordnungen
realisierbar sind, die eine einfache und leichte Bedienbarkeit mit maximaler Flexibilität
kombinieren. Insbesondere lassen sich die Ausfallraten und damit die während einer
Produktion unvermeidlichen Prozessunterbrechung auf ein Minimum reduzieren, da bei
einer Wicklerbildung oder ein Fadenriss jeweils nur eine Spinnposition und somit nur
ein Faden betroffen ist. Sogenannte Sympathiebrüche, wie sie beispielsweise bei herkömmlichen
Spinneinrichtungen bekannt sind, werden völlig vermieden.
[0053] In Abhängigkeit von der Beschaffenheit und der Wahl der Prozessaggregate können hiermit
auch vorteilhaft ungekräuselte verstreckte oder teilverstreckte Fäden hergestellt
werden.
[0054] Bei den in den Ausführungsbeispielen gezeigten Streckeinrichtungen sind die Anzahl
und die Ausführung der Galetten grundsätzlich frei wählbar. Die Ausgestaltung der
Streckeinrichtung ist vom Herstellungsprozess und vom Garntyp abhängig. Zudem führt
die einfädige Fadenführung innerhalb des Maschinenmoduls und der Aufspuleinheit zu
einer schonenden und gleichmäßigen Fadenqualität, da Auslenkungen zum Zusammenführen
oder zum Aufspreizen, die sich üblicherweise in Fadenspannungsänderungen und somit
Änderungen physikalischer Eigenschaften einhergehen, vermieden. Es ist somit eine
schonende und gleichmäßige Herstellung der Fäden gewährleistet.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 1
- Spinneinrichtung
- 1.1, 1.2, 1.3
- Spinnposition
- 2.1, 2.2, 2.3
- Spinndüse
- 3
- Kühlvorrichtung
- 4
- Spinschacht
- 5.1, 5.2, 5.3
- Maschinenmodul
- 6
- Spinnbalken
- 7
- Schmelzezuführung
- 8
- Prozessaggregat
- 8.1
- Präparationseinrichtung
- 8.2
- Streckeinrichtung
- 8.3
- Kräuseleinrichtung
- 8.4
- Relaxiereinrichtung
- 9
- Aufspuleinheit
- 10
- Fadenführer
- 11
- Sammelfadenführer
- 12
- Fadenhacker
- 13
- Saugstutzen
- 14
- Abzugsgalettenduo
- 15
- Streckgalettenduo
- 16
- Texturierdüse
- 17
- Kühltrommel
- 18.1, 18.2
- Relaxiergalette
- 19
- Verwirbelungseinrichtung
- 20
- Spindelträger
- 21.1, 21.2
- Spulspindel
- 22
- Changiereinrichtung
- 23
- Andrückwalze
- 24
- Faden
- 25
- Spule
- 26
- Gestellwand
- 27
- Bediengang
- 28
- Doffereinrichtung
- 29
- Spulwechselvorrichtung
- 30
- Spuleritransporteinrichtung
- 31.1, 31.2, 31.3
- Galettenantrieb
- 32
- Walzenantrieb
- 33
- Changierantrieb
- 34.1,34.2
- Spindelantrieb
- 35
- E-Baueinheit
- 36
- Bedientableau
- 37
- Steuereinheit
- 38
- Bediengerät
- 39
- Leitsteuereinheit
- 40
- Hülsenmagazin
- 42
- Drehkreuzschwenkarmsystem
- 43
- Roboter
- 44
- Träger
- 45
- Trägergestell
- 46
- Gestellführung
- 47
- Spulenhalter
- 48
- Hängebahn
- 49
- Absaugvorrichtung
- 50
- Druckkammer
- 51
- Blaswand
- 52
- Roboterarm
- 53
- Drehantrieb
1. Spinn-Streck-Texturiermaschine zur Herstellung gekräuselter Fäden mit einer Spinneinrichtung
(1) und mehreren der Spinneinrichtung (1) zugeordnete Maschinenmodulen (5.1, 5.2,
5.3), wobei jedes der Maschinenmodule (5.1, 5.2, 5.3) mehrere Prozessaggregate (8.1,
8.2, 8.3) zum Verstrecken und Kräuseln eines der Fäden und eine Aufspuleinheit (9)
zum Aufwickeln des Fadens (24) aufweist und wobei die Maschinenmodule (5.1, 5.2, 5.3)
nebeneinander stehend eine Maschinenlängsseite bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessaggregate (8.1, 8.2, 8.3) und die Aufspuleinheit (9) derart untereinander
an einem der Maschinenmodulen (5.1) angeordnet sind, dass an der Maschinenlängsseite
sich eine geringe Maschinenteilung (T) im Bereich < 800 mm einstellt, und dass die
Spinneinrichtung (1) pro Maschinenmodul (5.1, 5.2, 5.3) eine oder mehrere Spinndüsen
(2, 2.1, 2.2) und einen Spinnschacht (4) innerhalb der Maschinenteilung (T) aufweist,
wobei die Spinndüsen (2, 2.1, 2.2) in einer reihenförmigen Anordnung parallel zur
Maschinenlängsseite gehalten sind.
2. Spinn-Streck-Texturiermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Maschinenlängsseite ein erhöhter Bediengang (27) unmittelbar vor den Maschinenmodulen
(5.1, 5.2, 5.3) ausgebildet ist, welcher sich im wesentlichen über die gesamte Länge
der Maschinenlängsseite erstreckt.
3. Spinn-Streck-Texturiermaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bediengang (27) in einer Ebene oberhalb der Aufspuleinheiten (9) ausgebildet
ist und dass den Aufspuleinheiten (9) eine Doffereinrichtung (28) zur Abnahme und
Abtransport der Spulen zugeordnet ist.
4. Spinn-Streck-Texturiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufspuleinheiten (9) der Maschinenmodule (5.1, 5.2, 5.3) unabhängig voneinander
antreibbar und steuerbar sind, wobei jede der Aufspuleinheiten (9)jeweils einen Faden
(24) zu einer Spule (25) aufwickelt.
5. Spinn-Streck-Texturiermaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufspuleinheiten (9) jeweils zwei antreibbare Spulspindel (21.1, 21.2) zur abwechselnden
Aufnahme der Spule (25) aufweisen.
6. Spinn-Streck-Texturiermaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Doffereinrichtung (28) durch mehrere den Aufspuleinheiten (9) zugeordnete stationäre
Spulwechselvorrichtungen (29) und einer Spulentransporteinrichtung (30) gebildet ist.
7. Spinn-Streck-Texturiermaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Prozessaggregate (8.1, 8.2, 8.3) der Maschinenmodule (5.1, 5.2, 5.3) unabhängig
voneinander antreibbar und steuerbar sind.
8. Spinn-Streck-Texturiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass pro Maschinenmodul (5.1, 5.2, 5.3) eine E-Baueinheit (35) zur Aufnahme der den Prozessaggregaten
(8.2, 8.3, 8.4) und der Aufspuleinheit (9) zugeordneten Antriebs- und Steuerelektronik
vorgesehen ist.
9. Spinn-Streck-Texturiermaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die E-Baueinheiten (35) jeweils eine fernbedienbare Steuereinheit (37) aufweist und
dass die Steuereinheiten (37) separat über ein mobiles Bediengerät (38) steuerbar
sind.
10. Spinn-Streck-Texturiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschinenmodule (5.1, 5.2, 5.3) jeweils eine Gestellwand (26) aufweisen, an welcher
die Prozessaggregate (8.1, 8.2, 8.3) und die Aufspuleinheit (9) untereinander gehalten
sind.
11. Spinn-Streck-Texturiermaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den Maschinemodulen (5.1, 5.2, 5.3) eine Absaugvorrichtung (49) zugeordnet ist, welche
Absaugvorrichtung (49) zu jedem Maschinenmodul (5.1, 5.2, 5.3) jeweils einen den Prozessaggregaten
(8.2, 8.3, 8.4) zugeordneten Saugstutzen 13 aufweist.
12. Spinn-Streck-Texturiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein an der Maschinenlängsseite beweglich angeordneter Roboter (43) vorgesehen ist,
welcher Roboter (43) mit einem beweglichen Roboterarm (52) das Anlegen eines der Fäden
zu Prozeßbeginn und/oder nach Prozessunterbrechung ausführt.
13. Spinn-Streck-Texturiermaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Roboter (43) an einem beweglichen Träger (44) gehalten ist, welcher Träger (44)
in einer Vertikalebene (45, 46) parallel zur Maschinenlängsseite führbar ist.
14. Spinn-Streck-Textunermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Prozessaggregat (8.2) zum Verstrecken des Fadens innerhalb der des Maschinenmoduls
(5.1) durch zumindest zwei angetriebenen Galetten (14, 15) gebildet ist, wobei der
Faden durch die erste Galette (14) aus der Spinneinrichtung (1) gezogen wird.
1. Spinning, drawing and texturing machine for producing crimped threads, having a spinning
means (1) and a plurality of machine modules (5.1, 5.2, 5.3) assigned to the spinning
means (1), each of the machine modules (5.1, 5.2, 5.3) having a plurality of process
assemblies (8.1, 8.2, 8.3) for drawing and crimping one of the threads and a winding
unit (9) for winding up the thread (24), and the machine modules (5.1, 5.2, 5.3),
standing next to one another, forming a machine longitudinal side, characterized in that the process assemblies (8.1, 8.2, 8.3) and the winding unit (9) are arranged under
one another on one of the machine modules (5.1) such that on the machine longitudinal
side a small machine gauge (T) in the region of < 800 mm is set, and in that the spinning means (1) has per machine module (5.1, 5.2, 5.3) one or more spinnerets
(2, 2.1, 2.2) and a spinning shaft (4) within the machine gauge (T), the spinnerets
(2, 2.1, 2.2) being held, arranged in a row, parallel to the machine longitudinal
side.
2. Spinning, drawing and texturing machine according to Claim 1, characterized in that a raised operating aisle (27) is formed directly in front of the machine modules
(5.1, 5.2, 5.3) on the machine longitudinal side and extends substantially over the
entire length of the machine longitudinal side.
3. Spinning, drawing and texturing machine according to Claim 2, characterized in that the operating aisle (27) is formed in a plane above the winding units (9), and in that a doffer means (28) for taking off and conveying away the bobbins is assigned to
the winding units (9).
4. Spinning, drawing and texturing machine according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the winding units (9) of the machine modules (5.1, 5.2, 5.3) can be driven and controlled
independently of one another, each of the winding units (9) winding up in each case
one thread (24) to form a bobbin (25).
5. Spinning, drawing and texturing machine according to Claim 4, characterized in that the winding units (9) have in each case two drivable winding spindles (21.1, 21.2)
for alternately holding the bobbin (25).
6. Spinning, drawing and texturing machine according to Claim 4 or 5, characterized in that the doffer means (28) is formed by a plurality of stationary bobbin changing devices
(29) assigned to the winding units (9) and by a bobbin transport means (30).
7. Spinning, drawing and texturing machine according to one of the preceding claims,
characterized in that the process assemblies (8.1, 8.2, 8.3) of the machine modules (5.1, 5.2, 5.3) can
be driven and controlled independently of one another.
8. Spinning, drawing and texturing machine according to one of Claims 1 to 7, characterized in that one E structural unit (35) for holding the drive and control electronics assigned
to the process assemblies (8.2, 8.3, 8.4) and to the winding unit (9) is provided
for each machine module (5.1, 5.2, 5.3).
9. Spinning, drawing and texturing machine according to Claim 8, characterized in that the E structural units (35) have in each case a remote-controlled control unit (37),
and in that the control units (37) can be driven separately via a mobile operating apparatus
(38).
10. Spinning, drawing and texturing machine according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the machine modules (5.1, 5.2, 5.3) have in each case a stand wall (26) on which
the process assemblies (8.1, 8.2, 8.3) and the winding unit (9) are held one below
another.
11. Spinning, drawing and texturing machine according to one of the preceding claims,
characterized in that a suction-extraction device (49) is assigned to the machine modules (5.1, 5.2, 5.3),
which suction-extraction device (49), for each machine module (5.1, 5.2, 5.3), has
in each case one suction nipple (13) assigned to the process assemblies (8.2, 8.3,
8.4).
12. Spinning, drawing and texturing machine according to one of Claims 1 to 11, characterized in that a robot (43) arranged movably on the machine longitudinal side is provided, which
robot (43) uses a movable robot arm (52) to piece one of the threads at the start
of the process and/or after the process is interrupted.
13. Spinning, drawing and texturing machine according to Claim 12, characterized in that the robot (43) is held on a movable support (44), which support (44) can be guided
in a vertical plane (45, 46) parallel to the machine longitudinal side.
14. Spinning, drawing and texturing machine according to one of Claims 1 to 13, characterized in that the process assembly (8.2) for drawing the thread within the machine module (5.1)
is formed by at least two driven godets (14, 15), the thread being pulled out of the
spinning means (1) by the first godet (14).
1. Machine à filer, étirer et texturer, destinée à la fabrication de fils frisés avec
un dispositif de filage (1) et une pluralité de modules de machine (5.1, 5.2, 5.3)
associés au dispositif de filage (1), chacun des modules de machine (5.1, 5.2, 5.3)
ayant une pluralité d'agrégats de processus (8.1, 8.2, 8.3) pour l'étirage et le frisage
d'un des fils et une unité de bobinage (9) pour enrouler le fil (24) et les modules
de machine (5.1, 5.2, 5.3), adjacents les uns des autres, forment un côté longitudinal
de machine, caractérisée en ce que les agrégats de processus (8.1, 8.2, 8.3) et l'unité de bobinage (9) sont agencés
de manière telle entre eux sur un des modules de machine (5.1) qu'une division de
machine faible (T) dans la gamme < 800 mm s'ajuste et en ce que par module de machine (5.1, 5.2, 5.3) le dispositif de filage (1) a une filière ou
une pluralité de filières (2, 2.1, 2.2) et un puits de filature (4) à l'intérieur
de la division de machine (T), les filières (2, 2.1, 2.2) étant retenues en un agencement
en forme de rangée de manière parallèle par rapport au côté longitudinal de la machine.
2. Machine à filer, étirer et texturer selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un passage de service élevé (27) est formé directement en amont des modules de machine
(5.1, 5.2, 5.3) qui s'étend sensiblement sur toute la longueur du côté longitudinal
de la machine.
3. Machine à filer, étirer et texturer selon la revendication 2, caractérisée en ce que le passage de service (27) s'étend dans un plan au dessus des unités de bobinage
(9) et en ce qu'un dispositif doffer (28) est associé aux unités de bobinage (9), lequel doffer sert
à retirer et à évacuer les bobines.
4. Machine à filer, étirer et texturer selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les unités de bobinage (9) des modules de machine (5.1, 5.2, 5.3) peuvent être entraînées
et commandées indépendamment l'une de l'autre, chacune des unités de bobinage (9)
enroulant respectivement un fil (24) en une bobine (25).
5. Machine à filer, étirer et texturer selon la revendication 4, caractérisée en ce que les unités de bobinage (9) ont respectivement deux broches de bobinage (21.1, 21.2)
pouvant être entraînées pour recevoir à tour de rôle les bobines (25).
6. Machine à filer, étirer et texturer selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que le dispositif doffer (28) est formé par une pluralité de dispositifs de changement
de bobines stationnaires (29), associés aux unités de bobinage (9), et par un dispositif
de transport de bobines (30).
7. Machine à filer, étirer et texturer selon l'une des revendications précitées, caractérisée en ce que les agrégats de processus (8.1, 8.2, 8.3) des modules de machine (5.1, 5.2, 5.3)
peuvent être entraînés et commandés indépendamment l'un de l'autre.
8. Machine à filer, étirer et texturer selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que par module de machine (5.1, 5.2, 5.3) une unité de construction E (35) est prévue
pour recevoir l'électronique d'entraînement et de commande associées aux agrégats
de processus (8.2, 8.3, 8.4) et à l'unité de bobinage (9).
9. Machine à filer, étirer et texturer selon la revendication 8, caractérisée en ce que les unités de construction E (35) ont respectivement une unité pouvant être commandée
à distance (37), et en ce que les unités de commande (37) peuvent être commandées séparément par un appareil de
service mobile (38).
10. Machine à filer, étirer et texturer selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que les modules de machine (5.1, 5.2, 5.3) ont respectivement une paroi de bâti (26),
sur laquelle les agrégats de processus (8.1, 8.2, 8.3) et l'unité de bobinage (9)
sont retenus les uns entre les autres.
11. Machine à filer, étirer et texturer selon l'une des revendications précitées, caractérisé en ce qu'un dispositif de succion (49) est associé aux modules de machine (5.1, 5.2, 5.3),
lequel dispositif de succion a pour chaque module de machine (5.1, 5.2, 5.3) un manchon
de succion (13) associé aux agrégats de processus (8.2, 8.3, 8.4).
12. Machine à filer, étirer et texturer selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce qu'un robot (43) est prévu qui est agencé de manière mobile sur le côté longitudinal
de la machine, lequel robot (43) exécute avec un bras de robot mobile (52) l'application
d'un des fils au début du processus et/ou après l'interruption du processus.
13. Machine à filer, étirer et texturer selon la revendication 12, caractérisée en ce que le robot (43) est retenu sur un support mobile (44), lequel support (44) peut être
guidé dans un plan vertical (45, 46) de manière parallèle par rapport au côté longitudinal
de la machine.
14. Machine à filer, étirer et texturer selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que l'agrégat de processus (8.2) pour l'étirage du fil à l'intérieur du module de machine
(5.1) est formé par au moins deux galettes entraînées (14, 15), le fil est tiré hors
du dispositif de filage (1) par la première galette (14).
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