| (19) |
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(11) |
EP 2 016 460 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.01.2017 Patentblatt 2017/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.04.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/003615 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/124900 (08.11.2007 Gazette 2007/45) |
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| (54) |
BEDIENELEMENT FÜR EIN KRAFTFAHRZEUG
OPERATING ELEMENT FOR A MOTOR VEHICLE
ORGANE DE MANOEUVRE POUR UN VÉHICULE AUTOMOBILE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
28.04.2006 DE 102006020396 19.04.2007 DE 102007018905
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.01.2009 Patentblatt 2009/04 |
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Patentinhaber: Preh GmbH |
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97616 Bad Neustadt a. d. Saale (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- JEITNER, Martin
97645 Ostheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Lohmanns, Bernard et al |
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Benrather Schlossallee 49-53 40597 Düsseldorf 40597 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 622 585 EP-B1- 0 974 072 JP-A- 1 015 182
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EP-A1- 1 511 049 WO-A-98/36913 US-A- 3 552 822
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kappe, insbesondere eine Tastenkappe, für ein Bedienelement,
insbesondere eine Taste, zum Beispiel für die Verwendung in einem Kraftfahrzeug. Die
Kappe weist einen Kappenkörper und eine im Abdeckungskörper angeordnete Leucht- beziehungsweise
Projektionsfläche auf, die bei bestimmungsgemäßen Gebrauch und Anordnung der Kappe
als Teil eines Bedienelements für den Bediener aufgrund einer unter der Abdeckung
angeordneten Lichtquelle sichtbar ist. Die Leucht- oder Projektionsfläche dient der
Darstellung eines leuchtenden Symbols, das beispielsweise den Bediener darüber informiert,
welche Vorrichtung mit dem Bedienelement bedienbar ist, beispielsweise die Heizung
in einem Fahrzeug. Insbesondere kann die Leucht- oder Projektionsfläche dazu dienen,
über den Schaltzustand des Bedienelements beziehungsweise den Schaltzustand der mit
dem Bedienelement geschalteten Vorrichtungen zu informieren oder sie kann dazu dienen,
über mit dem Bedienelement in Zusammenhang stehende Zustände der Vorrichtungen zu
informieren, um so beispielsweise eine Störung der mit dem Bedienelement verbundenen
Vorrichtung anzuzeigen.
[0002] Es ist bekannt, Bedienelementkappe mit einer Leucht- beziehungsweise Projektionsfläche
zu den eingangs genannten Zwecken vorzusehen. Dazu werden in die Bedienelementabdeckungen
zumeist Leucht- beziehungsweise Projektionsflächen aus lichtdurchlässigen, diffusem
Kunststoff eingelassen, die entsprechend dem gewünschten Symbol ausgestaltet sind,
und bei Beleuchtung durch eine entsprechend angeordnete Lichtquelle für einen Bediener
sichtbar werden. Diese weisen einige Nachteile auf, insbesondere wenn mit der Bedingung,
ob die Leuchtbeziehungsweise Projektionsfläche beleuchtet ist oder nicht, eine weitere
wichtige Information wiedergegeben werden soll. So ist das Symbol bei den bekannten
Bedienelementkappen meist auch bei Tageslicht, insbesondere bei direkter Sonnenlichteinwirkung,
schon gut sichtbar, und damit ist für den Bediener bei dieser Beleuchtung der Unterschied
nicht erkennbar, ob das Symbol tatsächlich leuchtet oder nicht, das heißt beispielsweise
ob die mit dem Bedienelement geschaltete Vorrichtung eingeschaltet ist oder nicht
oder ob eine Störung vorliegt oder nicht. Da somit bei nicht allen möglichen Lichtverhältnissen
der Unterschied zwischen leuchtendem und nicht leuchtendem Symbol auf der Leucht-
beziehungsweise Projektionsfläche gut zu erkennen ist, ist die Informationsübertragung
nicht zuverlässig, da Fehlinformationen nicht bei allen Lichtverhältnissen vermieden
werden können. Dies ist insbesondere bei einem Kraftfahrzeug aus sicherheitstechnischen
Überlegungen bedenklich. Zudem weist ein trotz ausgeschalteter Lichtquelle des Bedienelements
immer noch sichtbares Symbol auf der Leucht- beziehungsweise Projektionsfläche den
Nachteil auf, dass der Bediener mit im Moment nicht relevanter Information überhäuft
wird. Um dies zu vermeiden, ist neben der ästhetisch vorteilhaften Wirkung eine bei
ausgeschalteter Lichtquelle möglichst unauffällige, das heißt nicht in Erscheinung
tretendes Symbol auf der Licht- beziehungsweise Projektionsfläche erwünscht.
[0003] Aus der
EP 0 622 585 A1 ist eine Bedienelementkappe bekannt, die einen Kappenkörper zur Abdeckung und/oder
Betätigung eines Schalters eines zugehörigen Bedienelementes beschreibt. Dieses enthält
eine Leucht- beziehungsweise Projektionsfläche, welche eine Folie umfasst und bei
Bestrahlung durch eine schalterseitige Lichtquelle ein auf der oder durch die Leucht-
beziehungsweise Projektionsfläche dargestelltes Symbol für einen Bediener sichtbar
werden lässt. Nachteilig sind die nicht optimale Ausleuchtung des Symbols und eine
schlechtere Sichtbarkeit bei einem seitlichen Betrachtungswinkel.
[0004] Weiterhin ist in
EP 0 974 072 B1 eine Folie, umfassend ein transparentes Substrat, von einer opaken Matrix umgebene,
lichtbrechende Kügelchen, die in optischem Kontakt mit dem Substrat stehen und einen
optionalen Diffusor bzw. eine Diffusorschicht, bereits offenbart. Bei Beaufschlagung
mit Licht durchläuft dieses die lichtbrechenden Kügelchen, das Substrat und einen
optional vorhandenen Diffusor bzw. eine Diffusorschicht. Eine solche Folie eignet
sich grundsätzlich für eine Verbesserung der Ausleuchtung eines Symbols, allerdings
ist die Verarbeitung schwierig.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kappe für ein Bedienelement
bzw. ein zugehöriges Bedienelement bereitzustellen, bei dem die Darstellung des auf
der Leucht- beziehungsweise Projektionsfläche wiedergegebenen Symbols im eingangs
beschriebenen Sinne verbessert ist. Diese Aufgabe wird durch eine Kappe gemäß Anspruch
1, beziehungsweise ein Bedienelement gemäß Anspruch 5 gelöst. Ein zugehöriges Herstellungsverfahren,
sowie eine vorteilhafte Verwendung sind Gegenstand der nebengeordneten Ansprüche 7
und 8. Die Unteransprüche betreffen jeweils vorteilhafte Ausgestaltungen.
[0006] Die erfindungsgemäße Bedienelementkappe ist für die Abdeckung und/oder Betätigung
eines Schalters eines zugehörigen Bedienelements bestimmt. Die Kappe bildet wenigstens
mit dem Schalter das zugehörige Bedlenelement. Die Kappe ist beispielsweise in ein
Bedienfeld oder ein Armaturenbrett eines Kraftfahrzeugs integriert. Beispielsweise
handelt es sich bei dem zugehörigen Schalter um einen Tastschalter, Drehschalter usw.
[0007] Erfindungsgemäß ist in dem Kappenkörper eine Leucht- beziehungsweise Projektionsfläche
so ausgestaltet ist, dass durch Bestrahlung durch eine schalterseitig angeordnete
Lichtquelle ein auf der Leucht- beziehungsweise auf der Projektionsfläche dargestelltes
Symbol, beispielsweise eine Schrift oder ein Piktogramm, für einen Bediener des Bedienelements,
beispielsweise den Fahrer, sichtbar wird. Die erfindungsgemäße Kappe zeichnet sich
dadurch aus, dass die Leucht- beziehungsweise Projektionsfläche eine Folie umfasst.
Diese Folie beinhaltet ein transparentes Substrat, mehrere lichtbrechende Kügelchen,
die in optischem Kontakt mit dem Substrat verbunden sind, eine opake Matrix, die die
Kügelchen umgibt und optional einen Diffusor beziehungsweise eine Diffusorschicht
zur Lichtstreuung beinhaltet. Das von der Lichtquelle des Bedienelements stammende
Licht durchläuft die lichtbrechenden Kügelchen, das Substrat und falls vorhanden den
Diffusor. Beispielsweise handelt es sich bei den Kügelchen um Glaskügelchen mit einem
Durchmesser von etwa 60 µm und einem Brechungsindex von etwa 1,5, bei dem Substrat
um ein transparentes Polymermaterial und bei der opaken Matrix um ein mit Bindemittel
versehene und eingefärbte Polymermaterialschicht, in die die Kügelchen eingebettet
sind. Die Kügelchen wirken als Linsen zum Sammeln des von der Lichtquelle auf die
Folie projizierten Lichtes. Dadurch wird aufgrund der verstärkenden Wirkung der Linsen
eine besonders hohe Lichtintensität des auf der Leucht- beziehungsweise Projektionsfläche
dargestellten Symbols erzeugt. Dadurch ist das Symbol im beleuchteten Zustand sehr
gut auch bei hoher Umgebungslichtstärke und auch bei ungünstigem Blickwinkel zu erkennen.
Da die Kügelchen zudem in eine opake Matrix eingebunden sind, bildet sich um jedes
Kügelchen eine optische Blende. Aufgrund der Einfärbung der Matrix wird von der der
Lichtquelle abgewandten Seite, das heißt von der Seite des Bedieners der Folie auf
die Matrix fallendes Umgebungslicht von dieser absorbiert. Die Folie und damit die
Leuchtbeziehungsweise Projektionsfläche zeigt sich bei abgeschalteter Lichtquelle
je nach Einfärbung der opaken Matrix als eine entsprechend eingefärbte Fläche. Bei
einer schwarz eingefärbten Matrix, beispielsweise mittels Rußschwarz, ist die Absorption
von Um-gebungslicht besonders ausgeprägt und die Leucht- beziehungsweise Projektionsfläche
erscheint somit schwarz ("Black-Panel"-Anzeige). Der Diffusor beziehungsweise die
Diffusorschicht weist besonders dann optische Vorteile auf, wenn das Symbol auf die
Folie projiziert wird. Zudem sorgt die nicht transparente Diffusorschicht dafür, dass,
vom Bediener aus betrachtet, die Kügelchenstruktur nicht sichtbar wird. Der Diffusor
kann durch Aufrauen beziehungsweise Rauhigkeiten des Substrats erzeugt werden; die
Diffusorschicht aus einem optisch inhomogenen Material bereitgestellt werden.
[0008] Aufgrund der durch die Folie bewirkten Intensitätssteigerung des durch die schalterseitige
Lichtquelle erzeugten Symbols ist das Symbol deutlich zu erkennen, auch bei sehr hoher
Umgebungslichtintensität. Die Intensitätssteigerung aber auch eine auf die Kügelchen
zurückzuführende Vergrößerung des Abstrahlbereichs ermöglicht auch bei ungünstigem
Betrachtungswinkel ein sicheres Erkennen des leuchtenden Symbols. Durch die Absorption
des Umgebungslichtes durch die Folie bei nicht leuchtendem Symbol, das heißt bei ausgeschalteter
Lichtquelle, tritt die Leucht- beziehungsweise Projektionsfläche gar nicht in Erscheinung.
Damit ist der Unterschied zwischen beleuchtetem und nicht beleuchtetem Symbol besonders
deutlich auch bei besonders hoher Umgebungslichtintensität zu erkennen. Da der Bediener
diesen Unterschied sicher erkennen kann, können vorteilhaft Fehlinformationen des
Bedieners vermieden werden. Dadurch, dass das Symbol im unbeleuchteten Zustand auch
bei hoher Intensität des Umgebungslichtes möglichst wenig zu erkennen ist und der
Bediener mit momentan unrelevanter Information nicht belästigt wird, also dass Information
wirklich nur nach Bedarf, beispielsweise bei einer Störung, an den Bediener übermittelt
wird, wird neben dem damit verbundenen, ästhetisch vorteilhaften Eindruck der Bediener
vorteilhaft nicht mit zuviel Informationen überhäuft und verwirrt.
[0009] Bei der Folie handelt es sich bevorzugt um die Vikuiti
® XRVS-Folie, die von der 3M Corporation hergestellt wird und in der
EP 0 974 072 B1 offenbart ist, die hiermit durch Bezugnahme umfasst ist.
[0010] Das Symbol wird in einer Ausgestaltung auf die Projektionsfläche projiziert. In einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Leuchtfläche mit einer das Symbol wiedergebenden
Maske versehen. Die Maske ist eine Blende mit einer Lichtdurchlassöffnung, deren Form
der Gestalt des darzustellenden Symbols entspricht. Mit einer Maske kann die erfindungsgemäße
Kappe besonders preiswert hergestellt werden. Durch Aufbringen der Maske unmittelbar
auf die Leuchtfläche wird eine besonders scharf konturierte Darstellung des Symbols
erreicht. Zudem ist bei dieser Erzeugung des Symbols die Diffusorschicht beziehungsweise
der Diffusor nicht zwingend er-forderlich und die Folie ohne Diffusor beziehungsweise
Diffusorschicht ist im Vergleich preiswerter.
[0011] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird die Maske mittels einer opaken
Lackschicht, die abschnittsweise beispielsweise mittels Laserbearbeitung entfernt
wird, erzeugt. Dadurch kann die erfindungsgemäße Kappe besonders preiswert hergestellt
werden. Aufgrund der sehr flexiblen Bearbeitungsmöglichkeiten durch den Laser lassen
sich beliebige Symbole auf der Kappe darstellen.
[0012] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Kappe ist der Kappenkörpers
wenigstens im Bereich der Leucht- beziehungsweise Projektionsfläche, bevorzugt der
gesamte Kappenkörper, transparent oder durchleuchtend ausgestaltet, ferner ist die
Maske auf der dem Schalter zugewandten Innenseite der Kappe und daran angrenzend angeordnet
und zwischen der Maske und der Lichtquelle ist die Folie angeordnet. Durch diese Art
der Anordnung lässt sich die erfindungsgemäße Bedienelementkappe vergleichsweise preiswert
herstellen. Der Kappenkörper beziehungsweise die Leucht- beziehungsweise Projektionsfläche
kann eingefärbt sein, um dem dargestellten Symbol eine gewünschte Farbe zu verleihen.
Auch bei einem lediglich durchleuchtenden und damit streuenden Kappenkörper ist die
Diffusorschicht beziehungsweise der Diffusor nicht zwingend erforderlich und die Folie
ohne Diffusor beziehungsweise Diffusorschicht ist im Vergleich preiswerter.
[0013] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist auf die Maske eine transparente
oder durchscheinende Lackschicht aufgebracht und die Folie grenzt an die transparente
oder durchscheinende Lackschicht an und ist beispielsweise mittels eines Haftklebers
aufgeklebt. Durch die transparente oder durchscheinende Lackschicht, das heißt durch
deren Verteilen nach der Aufbringung und vor dem Aushärten, wird trotz der in der
Maske in Symbolform vorgesehenen Öffnung beziehungsweise Vertiefungen und der damit
verbundenen Unebenheit eine vergleichsweise glatte Oberfläche erzeugt. Dies erleichtert
das Aufbringen der Folie und damit die Herstellung der Bedienelementkappe. Bevorzugt
ist die Folie mit der mit den Kugeln beschichteten Seite des Substrats der Lichtquelle
des Bedienelements zugewandt. Dadurch dass die mit Kugeln versehene und daher im Vergleich
zur anderen Seite der Folie unebene Seite der Folie nicht an der transparenten Lackschicht
anliegt, wird die Haftung zwischen Lackschicht und Folie verbessert und die optische
Wirkung beeinträchtigende Luftkammern vermieden.
[0014] Die Erfindung betrifft ferner ein Bedienelement, das die zuvor beschriebene Bedienelementkappe
in den zuvor beschriebenen Ausgestaltungen und mit den jeweils beschriebenen Vorteilen
umfasst. Das Bedienelement ist beispielsweise ein Drehschalter. Bevorzugt handelt
es sich bei dem Bedienelement um einen Tastschalter und bei der Bedienelementkappe
entsprechend um eine Tastkappe.
[0015] Das zuvor beschriebene Bedienelement findet nicht zuletzt aufgrund der sehr stark
variierenden Lichtverhältnisse besonders vorteilhafte Verwendung in einem Kraftfahrzeug,
wo es beispielsweise in ein Armaturenbrett oder ein Bedienfeld integriert ist.
[0016] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Bedienelementkappe
in einer der zuvor beschriebenen Ausführungsformen. Dabei wird in einem ersten Schritt
der transparente oder durchscheinende Kappenköper aus Polycarbonat, beispielsweise
Lexan
®, in einem Spritzguss- oder Tiefziehverfahren hergestellt. In einem zweiten, nachfolgenden
Schritt wird der mit dem Laser bearbeitbare, opake Lack auf der dem Schalter, beziehungsweise
der Lichtquelle, des Bedienelements zugewandten Innenseite des Kappenkörpers aufgebracht.
In einem dritten, nachfolgenden Schritt wird der opake Lack zur Erzeugung der das
Symbol wiedergebenden Maske mit dem Laser bearbeitet, um eine Maske zu erzeugen. Bis
auf die Öffnung der Maske bleibt die Innenseite, das heißt der der Lichtquelle beziehungsweise
dem Schalter zugewandten Seite des Kappenkörpers lichtdicht abgeschottet. In einem
vierten Schritt wird die Maske mit einem transparenten oder durchscheinenden Lack
überzogen, um die Fläche einzuebnen. In einem fünften Schritt wird die Folie auf den
transparenten oder durchscheinenden Lack aufgeklebt. Dabei handelt es sich um die
ein transparentes Substrat, mehrere lichtbrechende Kügelchen, die in optischem Kontakt
mit dem Substrat verbunden sind, eine opake Matrix, die die Kügelchen umgibt und optional
einen Diffusor beziehungsweise eine Diffusorschicht zur Lichtstreuung beinhaltende
Folie. Bevorzugt bevorzugt um die Vikuiti
® XRVS-Folie, die von der 3M Corporation hergestellt wird. In einem sechsten optionalen
Schritt der Kappenkörper auf der dem Bediener zugewandten Seite mit einem transparenten
Schutzlack überzogen.
[0017] In der beigefügten Figur ist eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Bedienelementkappe dargestellt, ohne die Erfindung darauf zu beschränken, wobei
- Figur 1
- eine schematische Seitenschnittansicht der erfindungsgemäßen Bedienelementkappe zeigt.
[0018] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Bedienelementkappe, die allgemein mit 1 bezeichnet
ist. Die Kappe 1 umfasst einen transparenten oder durchscheinenden Kappenköper 2 aus
Polycarbonat oder Polymethylmetacrylat, beispielsweise Lexan
®, der in einem Spritzgussverfahren hergestellt wird. Auf der dem Schalter zugewandten
Innenseite des Kappenkörpers 2 (die untere Seite des Kappenkörpers 2) ist ein opaker
Lack 3 aufgebracht. Der Lack 3 wurde zur Erzeugung einer das Symbol 5 wiedergebenden
Maske mit dem Laser bearbeitet. Die Unterseite des Lackes beziehungsweise der Maske
(3) ist mit einem transparenten oder durchscheinenden Lack 6 überzogen, der die durch
die Laserbearbeitung erzeugten Unebenheiten in dem opaken Lack 3 ausgleicht. Auf den
Lack 6 ist eine Folie 4 aufgeklebt. Bei der Folie 4, die in Fig. 1 nur schematisch
angedeutet ist, handelt es sich um eine Folie, die ein transparentes Substrat, mehrere
lichtbrechende Kügelchen, die in optischem Kontakt mit dem Substrat verbunden sind,
eine opake Matrix, die die Kügelchen umgibt und optional einen Diffusor beziehungsweise
eine Diffusorschicht zur Lichtstreuung beinhaltet. Bevorzugt bevorzugt um die Vikuiti
® XRVS-Folie, die von der 3M Corporation hergestellt wird. Der Kappenkörper 2 ist auf
der dem Bediener zugewandten Seite (oben in Fig. 1) mit einem transparenten Schutzlack
7 überzogen. Im eingebauten Zustand, befindet sich unterhalb des Tastenkörpers 1 eine
nicht dargestellte Lichtquelle. Licht dieser Lichtquelle durchdringt die Folie 4 durchdringt
den durchscheinenden oder transparenten Lack 6 und wird lässt aufgrund der durch den
opaken Lack erzeugten Maske 3 das Symbol 5 leuchten. Dieses ist von der Bedienerseite
her durch den transparenten Schutzlack 7 und den durchscheinenden oder transparenten
Kappenkörper 2 sichtbar, wobei die Leuchtdichte des Symbols durch die optische Wirkung
der Folie 4 besonders hoch ist. Bei ausgeschalteter Lichtquelle tritt das Symbol 5
aufgrund der absorbierenden Wirkung der Folie 4 gegenüber von der Seite des Bedieners
(von oben in Fig. 1) einfallendem Licht gar nicht in Erscheinung.
1. Bedienelementkappe (1), umfassend einen Kappenkörper (2) zur Abdeckung und/oder Betätigung
eines Schalters eines zugehörigen Bedienelements wobei in dem Kappenkörper (2) eine
Leuchtbeziehungsweise Projektionsfläche so ausgestaltet ist, dass durch Bestrahlung
durch eine schalterseitig angeordnete Lichtquelle ein auf der oder durch die Leuchtbezlehungsweise
Projektionsfläche dargestelltes Symbol (5) für einen Bedlener des Bedienelements sichtbar
wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Leucht-beziehungsweise Projektionsfläche eine Folie (4) umfasst, wobei die Folle
(4) ein transparentes Substrat und mehrere lichtbrechende Kügelchen beinhaltet, die
in optischem Kontakt mit dem Substrat verbunden sind und eine opake Matrix umfasst,
die die Kügelchen umgibt und optional einen Diffusor beziehungsweise eine Diffusorschicht
beinhaltet, wobei das von der Lichtquelle stammende Licht die lichtbrechenden Kügelchen,
das Substrat und gegebenenfalls den Diffusor beziehungsweise Diffusorschicht durchläuft,
wobei die Leuchtfläche mit einer das Symbol wiedergebenden Maske (3) versehen ist
und auf die Maske (3) eine transparente oder durchscheinende Lackschicht (6) aufgebracht
ist und die Folle (4) an die transparente oder durchscheinende Lackschicht (6) angrenzt,
beispielsweise aufgeklebt, ist.
2. Bedienelementkappe nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Maske (3) mittels einer opaken Lackschicht, insbesondere einer schwarzen Lackschicht,
die abschnittsweise beispielsweise mittels Laserbearbeitung entfernt wird, erzeugt
ist.
3. Bedienelementkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kappenkörper (2) wenigstens im Bereich der Leuchtbeziehungsweise Projektionsfläche,
bevorzugt der gesamte Kappenkörper, transparent oder durchleuchtend ausgestaltet ist,
dass die Maske (3) auf der dem Schalter zugewandten Innenseite der Kappe (1) und daran
angrenzend angeordnet ist und die Folie (4) auf der der Lichtquelle zugewandten Seite
der Maske (3) angeordnet ist.
4. Bedienelementkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folle (4) eine Vikuiti® XRVS-Folle ist.
5. Bedienelement gekennzeichnet durch eine Bedlenelementkappe (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
6. Bedienelement nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement ein Tastschalter ist und die Bedienelementkappe eine Tastkappe
(1) ist.
7. Verwendung des Bedienelements nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche in einem
Kraftfahrzeug.
8. Verfahren zur Herstellung einer Bedienelementkappe (1) nach einem der Ansprüche 1
bis 6, wobei in einem ersten Schritt der transparente oder durchscheinende Kappenköper
(2) aus Polycarbonat, beispielsweise Lexan®, in einem Spritzgussoder Tiefziehverfahren hergestellt wird; in einem zweiten Schritt
der Lack (3) auf der dem Schalter zugewandten Innenseite des Kappenkörpers (2) aufgebracht
wird, in einem dritten Schritt der opake Lack (3) zur Erzeugung der das Symbol (5)
wiedergebenden Maske mit dem Laser entfernt wird, in einem vierten Schritt der Lack
beziehungsweise die Maske (3) mit einem transparenten oder durchscheinenden Lack (6)
überzogen wird, und in einem fünften Schritt die Folie (4) auf den transparenten oder
durchscheinenden Lack (6) aufgeklebt wird und in einem sechsten optionalen Schritt
der Kappenkörper auf der dem Bediener zugewandten Seite mit einem transparenten Schutzlack
(7) überzogen wird.
1. An operating element cap (1), comprising a cap body (2) for covering and / or actuating
a switch of an associated operating element, wherein in the cap body (2) a luminous
surface or a projection surface, respectively, is configured such that an icon (5)
represented on or by the luminous surface or projection surface, respectively, will
become visible for an operator of the operating element by irradiation by means of
a switch-side arranged light source, characterized in that the luminous surface or the projection surface, respectively, comprises a sheet (4),
wherein the sheet (4) includes a transparent substrate and a plurality of light-refracting
microspheres, which are attached to the substrate in optical contact, and comprises
an opaque matrix surrounding the microspheres and optionally comprises a diffuser
or a diffuser layer respectively, wherein the light coming from the light source passes
through the light-refracting microspheres, the substrate and optionally the diffuser
or the diffuser layer, respectively, wherein the luminous surface is provided with
a mask (3) reproducing the icon, and a transparent or translucent varnish layer (6)
is coated onto the mask (3) and the sheet (4) is adjacent to, for example is adhered
to, the transparent or translucent varnish layer (6).
2. The operating element cap according to the preceding claim, characterized in that the mask (3) is created by means of an opaque varnish layer, especially a black varnish
layer, which for example is removed by means of laser processing.
3. The operating element cap according to one of the preceding claims, characterized in that the cap body (2) is transparently or translucently configured at least in the region
of the luminous surface or projection surface, respectively, preferably the complete
cap body, that the mask (3) is arranged on the inner side of the cap (1) facing the
switch and is arranged adjacently thereto, and the sheet (4) is arranged on the side
of the mask (3) facing the light source.
4. The operating element cap according to one of the preceding claims, characterized in that the sheet (4) is a Vlkuiti® XRVS sheet.
5. The operating element characterized by an operating element cap (1) according to one of the preceding claims.
6. The operating element according to the preceding claim, characterized in that the operating element is a pushbutton switch and the operating element cap is a pushbutton
cap (1).
7. Use of the operating element according to one of the preceding claims in a motor vehicle.
8. A process for the manufacture of an operating element cap (1) according to one of
the claims 1 to 6, wherein, in a first step, the transparent or translucent cap body
(2) is produced of polycarbonate, for example Lexan®, in an injection mold process
or a deep drawing process; in a second step the opaque varnish (3) is coated onto
the inner side of the cap body (2) facing the switch, in a third step, the opaque
varnish (3) is removed to create the mask (3) representing the icon (5), in a fourth
step, the varnish or the mask (3), respectively, is coated with a transparent or translucent
varnish (6), and in a fifth step, the sheet (4) is adhered to the transparent or translucent
varnish (6) and in a sixth optional step, the cap body is coated with a protective
varnish (7) on the side facing the operator.
1. Capuchon d'élément de commande (1), comprenant un corps capuchon (2) afin de couvrir
et / ou d'activer un interrupteur d'un élément de commande associé, dans lequel, dans
le corps capuchon (2), une surface lumineuse ou une surface de projection, respectivement,
est configurée d'une manière qu'une icône (5) représentée sur ou par la surface lumineuse
ou la surface de projection, respectivement, deviendra visible pour un opérateur de
l'élément de commande par l'irradiation moyennant une source de lumière arrangée côté
interrupteur, caractérisé par le fait que la surface lumineuse ou la surface de projection, respectivement, comprend un film
plastique (4), dans lequel le film plastique (4) comprend un substrat transparent
et une pluralité des microsphères réfringentes, qui sont attachées au substrat en
contact optique, et comprend une matrice opaque entourant les microsphères et, le
cas échéant, comprend un diffuseur ou une couche de diffuseur, respectivement, dans
lequel la lumière venant de la source de lumière passe à travers les microsphères
réfringentes, le substrat et, le cas échéant, le diffuseur ou la couche de diffuseur,
respectivement, dans lequel la surface lumineuse est dotée avec un masque (3) reproduisant
l'icône et une couche de vernis transparente ou translucide (6) est appliquée sur
la masque (3) et le film plastique (4) est adjacent à, par exemple est collée sur,
la couche de vernis transparente ou translucide (6).
2. Capuchon d'élément de commande selon la revendication précédente, caractérisé par le fait que le masque (3) est produit par une couche de vernis opaque, particulièrement une couche
de vernis noire, qui par exemple est enlevée par traitement laser.
3. Capuchon d'élément de commande selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le corps capuchon (2) est configurée d'une manière transparente ou translucide au
moins dans la région de la surface lumineuse ou la surface de projection, respectivement,
préférablement le corps capuchon entier, que le masque (3) est arrangé sur le côté
intérieur du capuchon (1) orienté vers l'interrupteur et est arrangé de manière adjacente
et le film plastique (4) est arrangé sur le côté du masque (3) orienté vers la source
de lumière.
4. Capuchon d'élément de commande selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le film plastique (4) est un film plastique Vlkuiti® XRVS.
5. Elément de commande caractérisé par un capuchon d'élément de commande (1) selon l'une des revendications précédentes.
6. Elément de commande selon la revendication précédente, caractérisé par le fait que l'élément de commande est un interrupteur à touche et le capuchon d'élément de commande
est un capuchon à touche (1).
7. Utilisation de l'élément de commande selon l'une des revendications précédentes dans
un moteur automobile.
8. Procédé pour la fabrication d'un capuchon d'élément de commande (1) selon l'une des
revendications 1 à 6, dans lequel, dans une première étape, le corps capuchon transparent
ou translucide (2) est produit de polycarbonate, par exemple Lexan®, dans un procédé
de moulage par injection ou un procédé de thermoformage profond; dans une deuxième
étape, le vernis opaque (3) est appliqué sur le côté intérieur du corps capuchon (2)
orienté vers l'interrupteur, dans une troisième étape, le vernis opaque (3) est enlevé
afin de produire le masque (3) représentant l'icône (5), dans une quatrième étape,
le vernis ou le masque (3), respectivement, est revêtu avec un vernis transparent
ou translucide (6), et dans une cinquième étape, le film plastique (4) est collé sur
le vernis transparent ou translucide (6) et dans une sixième étape facultative, le
corps capuchon est revêtu d'un vernis protecteur (7) sur le côté orienté vers l'opérateur.

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