[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Faltschachtel aus Karton, Papier oder dergleichen,
insbesondere zur Aufnahme und Anbieten von Esswaren, vorzugsweise Süßwaren, mit einem
schalenartig ausgebildeten Schachtelunterteil und einem darauf aufsetzbaren und einen
oberen Randbereich des Schachtelunterteils zumindest teilweise überdeckenden Stülpdeckel,
wobei das Schachtelunterteil ein mehreckig ausgebildetes Bodenelement und mindestens
zwei seitliche Bodenrandelemente sowie mindestens ein die seitlichen Bodenrandelemente
verbindendes erstes Seitenelement und der Stülpdeckel mindestens zwei seitliche Deckelrandelemente
und mindestens ein die seitlichen Deckelrandelemente verbindendes erstes Seitenelement
sowie ein entsprechend mehreckig ausgebildetes Deckelelement aufweist, wobei die Bodenrandelemente
und das Seitenelement über Biegelinien mit dem Bodenelement und die Deckelrandelemente
und das erste Seitenelement über Biegelinien mit dem Deckelelement verbunden sind.
[0002] Derartige Faltschachteln sind in einer großen Vielzahl bekannt. Dabei weisen bekannte
Faltschachteln im Vergleich zur Fläche der Faltschachtel relativ schmale Seitenwände
auf. Dadurch können derartige Faltschachteln in vielen Fällen nur aufeinander gestapelt
werden. Im Falle der Präsentation der Faltschachteln ist ein Aufstellen dieser nur
mit zusätzlichen Halteelementen möglich. Aufgrund der flach ausgebildeten Oberflächen
der Schachtelunterteile und der darüber ausgebildeten Stülpdeckel ist zudem eine hervorgehobene
Präsentation der Schachtel selbst oder der sich darin befindlichen Waren nicht möglich.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine gattungsgemäße Faltschachtel
bereitzustellen, welche ein verbessertes und sicheres Standverhalten und eine verbesserte
Präsentation der Waren und/oder der Faltschachtel selbst gewährleistet.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgaben dient eine Faltschachtel der eingangs genannten Art mit
den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0006] Eine erfindungsgemäße Faltschachtel aus Karton, Papier und dergleichen, insbesondere
zur Aufnahme und Anbieten von Esswaren, vorzugsweise Süßwaren, weist ein schalenartig
ausgebildetes Schachtelunterteil und einen darauf aufsetzbaren und einen oberen Randbereich
des Schachtelunterteils zumindest teilweise überdeckenden Stülpdeckel auf, wobei das
Schachtelunterteil ein mehreckig ausgebildetes Bodenelement und mindestens zwei seitliche
Bodenrandelemente sowie mindestens ein die seitlichen Bodenrandelemente verbindendes
erstes Seitenelement und der Stülpdeckel mindestens zwei seitliche Deckelrandelemente
und mindestens ein die seitlichen Deckelrandelemente verbindendes erstes Seitenelement
sowie ein entsprechend mehreckig ausgebildetes Deckelelement aufweist. Die Bodenrandelemente
und das erste Seitenelement sind über Biegelinien mit dem Bodenelement und die Deckelrandelemente
und das entsprechende erste Seitenelement über Biegelinien mit dem Deckelelement verbunden.
Zudem weisen das Bodenelement und das Deckelelement jeweils mindestens eine bis zu
den ersten Seitenelementen reichende Biegekante auf, wobei die ersten Seitenelemente
jeweils aus mindestens zwei Teilelementen bestehen und die Teilelemente im Bereich
eines ersten Berührungspunktes der jeweiligen Biegekante mit der entsprechenden Biegelinie
des Bodenelements und des Deckelelements voneinander getrennt sind. Die jeweiligen
ersten Berührungspunkte liegen dabei jeweils außerhalb einer durch die Biegelinien
des Schachtelunterteils oder die Biegelinien des Stülpdeckels gebildeten Ebene. Insbesondere
kommen die ersten Berührungspunkte bei einem auf das Schachtelunterteil aufgesetzten
Stülpdeckel übereinander und beabstandet voneinander zu liegen. Auch die Biegekanten
kommen gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel bei einem auf das Schachtelunterteil
aufgesetzten Stülpdeckel übereinander und beabstandet voneinander zu liegen und verlaufen
parallel zueinander. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Lage der ersten Berührungspunkte
zwischen den jeweiligen Biegekanten und den entsprechenden Biegelinien der die Bodenrandelemente
und die Deckelrandelemente jeweils verbindenden ersten Seitenelemente ergibt sich
vorteilhafterweise keine ebene Ausbildung des Schachtelunterteils oder des Stülpdeckels,
insbesondere des Bodenelementes und des Deckelelementes. Dabei verlaufen die ersten
Seitenelemente nicht geradlinig, sondern weisen im Bereich der jeweiligen ersten Berührungspunkte
einen abknickenden Verlauf auf, der die Standfläche der Faltschachtel in diesem Bereich
deutlich verbessert. Insbesondere in den Fällen, in denen das Bodenelement des Schachtelunterteils
und das Deckelelement des Stülpdeckels konvex ausgebildet sind ergibt sich zudem eine
Art Hervorhebung der Faltschachtel und/oder der sich darin befindlichen Waren, insbesondere
der sich darin befindlichen Esswaren. Verstärkt wird der letztgenannte Vorteil noch
durch eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Faltschachtel, bei der das
Deckelelement mindestens eine Sichtöffnung aufweist. Die Sichtöffnung ist dabei üblicherweise
mittels einer transparenten Folie verschlossen, wobei die Folie ebenfalls eine Biegekante
aufweist, welche eine Verlängerung oder ein Zwischenstück der Biegekante des Deckelelementes
darstellt. Daher ergibt sich ein deutliches "Hervorstehen" derartiger Waren im Vergleich
zu anderen, flach bzw. eben ausgebildeten Faltschachteln, die zum Beispiel auf gleicher
Höhe in einem Regal eines Supermarktes stehen. Die auf dem Bodenelement und dem Deckelelement
ausgebildeten Biegelinien können mittig angeordnet sein. Bei zwei oder mehr Biegelinien
pro Bodenelement oder Deckelelement können die Biegelinien strahlförmig vom ersten
Berührungspunkt ausgehenden ausgebildet und angeordnet sein.
[0007] In weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Faltschachtel weist
das Schachtelunterteil ein die seitlichen Bodenrandelemente verbindendes zweites Seitenelement
auf, wobei das zweite Seitenelement dem ersten Seitenelement gegenüberliegend ausgebildet
ist und das zweite Seitenelement über eine Biegelinie mit dem Bodenelement verbunden
ist. Auch der Stülpdeckel weist ein die seitlichen Deckelrandelemente verbindendes
zweites Seitenelement auf, wobei das zweite Seitenelement des Stülpdeckels dem ersten
Seitenelement des Stülpdeckels gegenüberliegend ausgebildet ist und das zweite Seitenelement
des Stülpdeckels über eine Biegelinie mit dem Deckelelement verbunden ist. Dabei können
die zweiten Seitenelemente jeweils aus mindestens zwei Teilelementen bestehen, wobei
die Teilelemente im Bereich eines zweiten Berührungspunktes der jeweiligen Biegekante
des Boden- und Deckelelementes mit der entsprechenden Biegelinie voneinander getrennt
sind und der jeweilige zweite Berührungspunkt außerhalb einer durch die Biegelinien
des Schachtelunterteils oder die Biegelinien des Stülpdeckels gebildeten Ebene liegt.
Durch die Ausbildung und Lage der zweiten Berührungspunkte zwischen den jeweiligen
Biegekanten und den entsprechenden Biegelinien der die Bodenrandelemente und die Deckelrandelemente
jeweils verbindenden zweiten Seitenelemente ergibt sich wiederum vorteilhafterweise
keine ebene Ausbildung des Schachtelunterteils oder des Stülpdeckels auch in einem
dem ersten Seitenelement gegenüberliegenden Bereich der zweiten Seitenelemente. Dabei
verlaufen auch die zweiten Seitenelemente nicht geradlinig, sondern weisen im Bereich
der jeweiligen zweiten Berührungspunkte einen abknickenden Verlauf auf. Durch diese
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Faltschachtel, werden insbesondere in den Fällen,
in denen das Bodenelement des Schachtelunterteils und das Deckelelement des Stülpdeckels
konvex ausgebildet sind eine deutliche Hervorhebung der Faltschachtel und/oder der
sich darin befindlichen Waren erzielt.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Faltschachtel
ist der Abstand von der durch die Biegelinien des Schachtelunterteils oder die Biegelinien
des Stülpdeckels gebildeten Ebene zu den jeweiligen zweiten Berührungspunkten gleich
oder ungleich dem Abstand der durch die Biegelinien des Schachtelunterteils oder die
Biegelinien des Stülpdeckels gebildeten Ebene zu den jeweiligen ersten Berührungspunkten.
Durch die variable oder auch gleiche Möglichkeit der Ausgestaltung der jeweiligen
Abstände der ersten und zweiten Berührungspunkte ergibt sich vorteilhafterweise eine
Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten für die erfindungsgemäße Faltschachtel. Insbesondere
kommen auch die zweiten Berührungspunkte bei einem auf das Schachtelunterteil aufgesetzten
Stülpdeckel übereinander und beabstandet voneinander zu liegen.
[0009] Es ist aber auch gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Faltschachtel
möglich, dass das Bodenelement des Schachtelunterteils und das Deckelelement des Stülpdeckels
konkav ausgebildet sind. Auch dadurch ergeben sich vorteilhafterweise Faltschachtelformen,
die sich deutlich von üblichen Faltschachtelformen unterscheiden und daher für die
Präsentation von Waren äußerst geeignet sind.
[0010] In weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Faltschachtel sind
das Bodenelement und das Deckelelement in der Aufsicht ungefähr dreieckig, rechteckig,
quadratisch oder vieleckig ausgebildet. Vorteilhafterweise kann die Form der Faltschachtel
den Gegebenheiten, insbesondere der Form der aufzunehmenden und anzubietenden Waren
ohne weiteres angepasst werden.
[0011] In weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Faltschachtel ist
an einem Teilelement des ersten Seitenteils des Schachtelunterteils ein Verstärkungselement
über eine Biegelinie angeordnet, wobei das Verstärkungselement an seinem dem anderen
Teilelement des ersten Seitenteils zugewandten Ende mindestens eine Verbindungslasche
zum Verbinden der beiden Teilelemente aufweist. Durch das Verstärkungselement ergibt
sich eine signifikante Verstärkung des Schachtelunterteils in diesem Bereich, welche
insbesondere eine stehende Lagerung der Faltschachtel mit den darin angeordneten Waren
erlaubt. Dabei kann das Verstärkungselement und die Verbindungslasche an der Innenseite
des ersten Seitenteils zu liegen kommen und damit verbunden sein. Zudem besteht die
Möglichkeit, dass die Verbindungslasche aus einer ersten, mit dem Verstärkungselement
verbundenen Teilfläche und einer mit der ersten Teilfläche über eine Biegelinie verbundenen
zweiten Teilfläche besteht. Auch dies führt zu einer weiteren Verstärkung der Faltschachtel
in diesem Bereich. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Faltschachtel weist das Verstärkungselement eine Form auf, die in umgelegtem Zustand
des Verstärkungselements der Form des Teilelements entspricht. Es ist aber auch möglich,
dass an einem Teilelement des zweiten Seitenteils des Schachtelunterteils ein vergleichbares
Verstärkungselement über eine Biegelinie angeordnet ist, wobei das Verstärkungselement
an seinem dem anderen Teilelement des zweiten Seitenteils zugewandten Ende mindestens
eine Verbindungslasche zum Verbinden der beiden Teilelemente aufweist.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Faltschachtel
ist an einem Teilelement des ersten oder zweiten Seitenteils des Stülpdeckels mindestens
eine Verbindungslasche zum Verbinden der beiden Teilelemente des ersten oder zweiten
Seitenteils ausgebildet. Damit ist eine innige Verbindung zwischen den beiden Teilelementen
des ersten oder zweiten Seitenelements des Stülpdeckels möglich.
[0013] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den in
den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines Schachtelunterteils einer erfindungsgemäßen Faltschachtel;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines Stülpdeckels der erfindungsgemäßen Faltschachtel;
- Figur 3
- eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts des Schachtelunterteils gemäß Figur
1;
- Figur 4
- eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts des Stülpdeckels gemäß Figur 2;
- Figur 5
- eine Darstellung eines Zuschnitts einer einen Sichtbereich des Stülpdeckels gemäß
Figur 2 abdeckenden Folie;
- Figur 6
- eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts eines Schachtelunterteils gemäß einer
zweiten Ausführungsform;
- Figur 7
- eine schematische Darstellung eines Schachtelunterteils einer erfindungsgemäßen Faltschachtel
gemäß einer dritten Ausführungsform;
- Figur 8
- eine schematische Darstellung eines Stülpdeckels der erfindungsgemäßen Faltschachtel
gemäß einer dritten Ausführungsform;
- Figur 9
- eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts des Schachtelunterteils gemäß Figur
7;
- Figur 10
- eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts des Stülpdeckels gemäß Figur 8;
- Figur 11
- eine schematische Darstellung eines Schachtelunterteils einer erfindungsgemäßen Faltschachtel
gemäß einer vierten Ausführungsform;
- Figur 12
- eine schematische Darstellung einer Vorderansicht eines Stülpdeckels der erfindungsgemäßen
Faltschachtel gemäß einer vierten Ausführungsform;
- Figur 13
- eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts des Schachtelunterteils gemäß Figur
11;
- Figur 14
- eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts des Stülpdeckels gemäß Figur 12;
- Figur 15
- eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts eines Schachtelunterteils gemäß einer
fünften Ausführungsform; und
- Figur 16
- eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts eines Stülpdeckels gemäß einer fünften
Ausführungsform.
[0014] In der folgenden Figurenbeschreibung sind vergleichbare oder identische Elemente
der unterschiedlichen Ausführungsformen mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0015] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Schachtelunterteils 12 einer Faltschachtel
10. Die Faltschachtel 10 besteht dabei aus Karton, Papier oder dergleichen und dient
insbesondere zur Aufnahme und zum Anbieten von Esswaren, vorzugsweise Süßwaren. Das
Schachtelunterteil 12 ist schalenartig ausgebildet und weist ein mehreckig ausgebildetes
Bodenelement 16 und zwei seitliche Bodenrandelemente 18, 20 auf. Die beiden seitlichen
Bodenrandelemente 18, 20 sind mittels eines ersten Seitenelementes 22 miteinander
verbunden. Des Weiteren erkennt man, dass die Bodenrandelemente 18, 20 und das erste
Seitenelement 22 über Biegelinien 30a, 30b, 30c mit dem Bodenelement 16 verbunden
sind. Das Bodenelement 16 weist zudem eine mittig angeordnete, bis zu dem ersten Seitenelement
22 reichende Biegekante 34 auf. An dem dem ersten Seitenelement 22 gegenüberliegenden
Ende reicht die Biegekante 34 bis zu einem durch die miteinander verbundenen Bodenrandelemente
18, 20 gebildeten Eckbereich des Schachtelunterteils 12. Dabei sind die Bodenrandelemente
18, 20 in dem genannten Eckbereich mittels einer Klebelasche 40, die über eine Biegelinie
66 mit dem Bodenrandelement 20 verbunden ist, verbunden.
[0016] Aus Figur 1 wird deutlich, dass das erste Seitenelement 22 des Schachtelunterteils
12 aus zwei Teilelementen 22a, 22b besteht. Die Teilelemente 22a, 22b sind dabei im
Bereich eines Berührungspunktes 38a der Biegekante 34 mit der Biegelinie 30c voneinander
getrennt. Die Verbindung der Teilelemente 22a, 22b erfolgt über eine Verbindungslasche
46. Man erkennt, dass der Berührungspunkt 38a außerhalb einer durch die Biegelinien
30a, 30b des Schachtelunterteils 12 gebildeten Ebene liegt. Dabei ist in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel das Bodenelement 16 relativ zu der durch die Biegelinien 30a,
30b gebildete Ebene konvex ausgebildet. Die Teilelemente 22a, 22b sind mittels Verbindungslaschen
42, 44, die mit den Teilelementen 22a, 22b über Biegelinien 68, 70 (vergleiche Figur
3) verbunden sind, verbunden.
[0017] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Stülpdeckels 14 der Faltschachtel
10. Der Stülpdeckel 14 ist dabei derartig ausgebildet, dass er auf das in Figur 1
dargestellte Schachtelunterteil 12 aufsetzbar ist und einen oberen Randbereich des
Schachtelunterteils 12 überdeckt. Der Stülpdeckel 12 weist ein ungefähr dreieckig
ausgebildetes Deckelelement 82 auf, das in der Form dem Bodenelement 16 gemäß Figur
1 entspricht. Über Biegenlinien 32a, 32b, 32c sind seitliche Deckelrandelemente 24,
26 und ein die seitlichen Deckelrandelemente 24, 26 verbindendes ersten Seitenelement
28 mit dem Deckelelement 82 verbunden. Das Deckelelement 82 weist zudem eine mittig
angeordnete, bis zu dem ersten Seitenelement 28 reichende Biegekante 36 auf. An dem
dem ersten Seitenelement 28 gegenüberliegenden Ende reicht die Biegekante 36 bis in
einen durch die seitlichen Deckelrandelemente 24, 26 gebildeten Eckbereich. In dem
dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Deckelelement 82 eine Sichtöffnung 56
auf. Die Sichtöffnung 56 ist dabei mittels einer transparenten Folie 52 verschlossen
und weist eine Biegekante 54 auf, welche als Verlängerung bzw. Zwischenstück der Biegekante
36 ausgebildet ist.
[0018] Des Weiteren erkennt man, dass auch bei dem Stülpdeckel 14 das erste Seitenelement
28 aus zwei Teilelementen 28a, 28b besteht. Die Teilelemente 28a, 28b sind wiederum
im Bereich eines Berührungspunktes 38b der Biegekante 36 mit der Biegelinie 32c voneinander
getrennt. Der Berührungspunkt 38b liegt auch hier außerhalb einer durch die Biegelinien
32a, 32b des Stülpdeckels 14 gebildeten Ebene. Dabei ist das Deckelelement 82 relativ
zu der durch die Biegelinien 32a, 32b gebildeten Ebene im Bereich des Berührungspunktes
38b konvex ausgebildet.
[0019] Figur 3 zeigt eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts des Schachtelunterteils
12 gemäß Figur 1. Man erkennt, dass bei diesem Ausführungsbeispiel an dem Teilelement
22b des ersten Seitenteils 22 ein Verstärkungselement 72 über eine Biegelinie 50 angeordnet
ist. Das Verstärkungselement 72 weist dabei an seinem dem anderen Teilelement 22a
zugewandten Ende die Verbindungslasche 46 zum Verbinden der beiden Teilelemente 22a,
22b auf. Man erkennt, dass das Verstärkungselement 72 eine Form aufweist, die in umgelegtem
Zustand des Verstärkungselements 72 der Form des Teilelements 22b entspricht. Des
Weiteren wird deutlich, dass die Verbindungslasche 46 aus einer ersten, mit dem Verstärkungselement
72 verbundenen Teilfläche 46a und einer mit der ersten Teilfläche über eine Biegelinie
48 verbundenen zweiten Teilfläche 46b besteht. Das Verstärkungselement 72 und die
Verbindungslasche 46 kommen in zusammengefaltetem Zustand der Faltschachtel 10 an
der Innenseite des ersten Seitenteils 22 zu liegen und sind damit verbunden. Insbesondere
sind das Verstärkungselement 72 und die Verbindungslasche 46 mit dem ersten Seitenteil
22 verklebt.
[0020] Figur 4 zeigt eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts des Stülpdeckels 14
gemäß Figur 2. Man erkennt die in dem Deckelelement 82 ausgebildete Sichtöffnung 56,
die üblicherweise mit einem Folienelement 52 (vergleiche Figur 2) verschlossen ist.
Des Weiteren erkennt man, dass an dem Teilelement 28a des ersten Seitenteils 28 eine
Verbindungslasche 64 zum Verbinden der beiden Teilelemente 28a, 28b des ersten Seitenteils
28 ausgebildet ist. Die Verbindungslasche 64 wird dabei üblicherweise mit der Innenseite
des Teilelementes 28b verklebt. An dem der Verbindungslasche 64 gegenüberliegenden
Ende des ersten Teilelementes 28a ist über eine Biegelinie 74 eine Klebelasche 60
angeordnet. Die Klebelasche 60 dient zur Verbindung des ersten Teilelementes 28a mit
dem seitlichen Deckelrandelement 24. Die Deckelrandelemente 24, 26 sind über eine
Klebelasche 58, die über eine Biegelinie 72 mit dem Deckelrandelement 24 verbunden
ist verklebbar. Schließlich weist das Teilelement 28b des Seitenelements 28 eine Klebelasche
62 auf, die über eine Biegelinie 76 mit dem Teilelement 28b verbunden ist. Die Klebelasche
62 dient zur klebenden Verbindung des Teilelementes 28b mit dem Deckelrandelement
26. Des Weiteren erkennt man, dass die Biegenlinie 32c im Berührungspunkt 38b geknickt
ist, so dass sie insgesamt einen gekrümmten Verlauf aufweist.
[0021] Figur 5 zeigt eine Darstellung eines Zuschnitts einer die Sichtöffnung 56 des Stülpdeckels
14 abdeckenden Folie 52. Man erkennt die mittige Ausbildung der Biegekante 54 sowie
die in der Verlängerung der Enden der Biegekante 54 ausgebildeten Einschnitte 78,
80. Die Einschnitte 78, 80 dienen zur besseren Biegbarkeit der Folie 52 um die Biegekante
54.
[0022] Figur 6 zeigt eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts eines Schachtelunterteils
12 gemäß einer zweiten Ausführungsform. Im Unterschied zu der in den Figuren 1 und
3 gezeigten Ausführungsform ist hier das Verstärkungselement 72 anders ausgebildet.
Man erkennt, dass das Verstärkungselement 72 die Verbindungslasche 46 umfasst, wobei
die Verbindungslasche 46 einteilig ausgebildet ist. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel
kommt das Verstärkungselement 72 und die Verbindungslasche 46 an der Innenseite des
ersten Seitenteils 22 zu liegen und wird damit, insbesondere über eine Klebeverbindung,
verbunden.
[0023] Figur 7 zeigt eine schematische Darstellung eines Schachtelunterteils 12 einer Faltschachtel
10 gemäß einer dritten Ausführungsform. Man erkennt, dass im Gegensatz zu den in den
vorhergehenden Figuren beschriebenen Ausführungsbeispielen die Faltschachtel 10 bzw.
das Schachtelunterteil 12 gemäß der dritten Ausführungsform ein zweites Seitenelement
84 aufweist welches die seitlichen Bodenrandelemente 18, 20 verbindet. Das zweite
Seitenelement 84 ist dabei dem ersten Seitenelement 22 gegenüberliegend ausgebildet.
Auch in diesem Ausführungsbeispiel besteht das erste Seitenelement 22 aus zwei Teilelementen
22a, 22b die über eine Biegelinie 30c mit dem Bodenelement 16 verbunden sind. Das
Bodenelement 16 weist zwei Biegekanten 34a, 34b auf, die ausgehend von einem ersten
Berührungspunkt 38a strahlförmig in den jeweiligen Eckbereich des zweiten Seitenelementes
84 verlaufen. Im Bereich des ersten Berührungspunktes 38a, in dem sich die Biegekanten
34a, 34b mit der Biegelinie 30c vereinen sind die Teilelemente 22a, 22b voneinander
getrennt. Man erkennt, dass der erste Berührungspunkt 38a auch in diesem Ausführungsbeispiel
außerhalb einer durch die Biegelinien 30a, 30b des Schachtelunterteils 12 gebildeten
Ebene liegt.
[0024] Figur 8 zeigt eine schematische Darstellung eines Stülpdeckels 14 der Faltschachtel
10 gemäß der dritten Ausführungsform. Man erkennt, dass das Deckelelement 82 wiederum
zwei Biegekanten 36a, 36b aufweist, die wiederum von einem ersten Berührungspunkt
38b strahlförmig ausgehend in den Eckbereichen eines zweiten Seitenelementes 86 enden.
Das zweite Seitenelement 86 ist dabei dem ersten Seitenelement 28 gegenüberliegend
ausgebildet und verbindet die Deckelrandelemente 24, 26 miteinander. Der erste Berührungspunkt
38b liegt dabei wiederum überhalb bzw. außerhalb einer durch die Biegelinien 32a,
32b des Stülpdeckels 14 gebildeten Ebene.
[0025] Figur 9 zeigt eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts des Schachtelunterteils
12 gemäß Figur 7. Man erkennt die Ausgestaltung der Biegekanten 34a, 34b, die ausgehend
von dem Berührungspunkt 38a in den Eckbereichen des zweiten Seitenelementes 84 enden.
Die den Rand des Schachtelunterteils 12 ausbildenden Elemente, nämlich das erste Seitenelement
22 mit den Teilelementen 22a, 22b, die seitlichen Bodenrandelemente 18, 20 und das
zweite Seitenelement 84 weisen jeweils Verbindungslaschen 88, 90, 92 auf, die über
entsprechende Biegelinien 94, 96, 98, 100 mit den jeweiligen Randelementen verbunden
sind und zur insbesondere klebenden Verbindung der einzelnen Elemente zueinander dienen.
Des Weiteren erkennt man, dass das zweite Seitenelement 84 über eine Biegelinie 30d
mit dem Bodenelement 16 verbunden ist.
[0026] Figur 10 zeigt eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts des Stülpdeckels 14
gemäß Figur 8. Auch hier wird die Ausgestaltung der Biegekanten 36a, 36b deutlich.
Die Biegekanten 36a, 36b verlaufen wiederum von dem ersten Berührungspunkt 38b strahlförmig
ausgehend bis in die Eckbereiche des zweiten Seitenelementes 86 des Stülpdeckels 14.
Die einen Rand des Stülpdeckels 14 ausbildenden Elemente, nämlich das erste Seitenelement
28 mit den beiden Teilelementen 28a, 28b, die seitlichen Deckelrandelemente 24, 26
und das zweite Seitenelement 86 weisen zumindest teilweise Laschen 102, 104, 106 auf,
die zum Verbinden der einzelnen Elemente zueinander, insbesondere für eine klebende
Verbindung der Randelemente miteinander ausgebildet sind. Die Laschen 102, 104, 106
sind dabei über entsprechende Biegelinien 108, 110, 112, 114 mit den jeweiligen Randelementen
verbunden. Das zweite Seitenelement 86 des Stülpdeckels 14 ist über eine Biegelinie
32d mit dem Deckelelement 82 verbunden.
[0027] Figur 11 zeigt eine schematische Darstellung eines Schachtelunterteils 12 einer Faltschachtel
10 gemäß einer vierten Ausführungsform. Im Gegensatz zu dem im vorhergehenden beschriebenen
Ausführungsbeispiel weist die Faltschachtel 10 bzw. das Schachtelunterteil 12 gemäß
der vierten Ausführungsform einen zweiten Berührungspunkt 38c auf. Man erkennt, dass
das zweite Seitenelement 84 aus zwei Teilelementen 84a, 84b besteht, wobei die Teilelemente
84a, 84b im Bereich des zweiten Berührungspunktes 38c der Biegekante 34 des Bodenelements
16 mit der Biegelinie 30d voneinander getrennt sind. Dabei liegt der Berührungspunkt
38c außerhalb einer durch die Biegelinien 30a, 30b des Schachtelunterteils 12 gebildeten
Ebene. In der Figur liegt der zweite Berührungspunkt 38c überhalb der durch die Biegelinien
30a, 30b gebildeten Ebene. Wie auch in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen weist
der Stülpdeckel 14 einen ersten Berührungspunkt 38a auf, der ebenfalls außerhalb der
durch die Biegelinien 30a, 30b des Bodenelements 16 gebildeten Ebene liegt. Hierfür
weist das erste Seitenelement 22 wiederum zwei Teilelemente 22a, 22b auf, die im Bereich
des ersten Berührungspunktes 38a voneinander getrennt sind. An dem Teilelement 22a
ist dabei ein Verstärkungselement 124 über eine Biegelinie 122 angeordnet. Das Verstärkungselement
124 weist dabei an seinem dem anderen Teilelement 22b des ersten Seitenteils 22 zugewandten
Ende eine Verbindungslasche 126 zum Verbinden der beiden Teilelemente 22a, 22b auf.
Das Verstärkungselement 124 und die Verbindungslasche 126 sind über eine Biegelinie
130 miteinander verbunden ausgebildet und kommen jeweils an der Innenseite des ersten
Seitenteils 22 zu liegen. Auch das zweite Seitenelement 84 weist ein Verstärkungselement
116 auf, wobei das Verstärkungselement 116 über eine Biegelinie 122 mit dem zweiten
Teilelement 84b des zweiten Seitenelementes verbunden ist. Des Weiteren ist über eine
Biegelinie 120 das Verstärkungselement 116 mit einer Verbindungslasche 118 verbunden.
Das Verstärkungselement 116 und das Verbindungselement 118 kommen wiederum an der
Innenseite des zweiten Seitenelementes 84 zu liegen und sind damit verbunden. Des
Weiteren erkennt man, dass die Teilelemente 84a, 84b des zweiten Seitenelementes 84
jeweils Verbindungslaschen 134, 132 aufweisen, die zu einem Verbinden bzw. Verkleben
des zweiten Seitenelementes 84 mit den Bodenrandelementen 18, 20 dienen. Das zweite
Seitenelement 84 ist wiederum über eine Biegelinie 30d mit dem Bodenelement 16 verbunden.
Das erste Seitenelement 22 bzw. die Teilelemente 22a, 22b des ersten Seitenelements
22 sind mittels den Verbindungslaschen 42, 44 mit den seitlichen Bodenrandelementen
18, 20 verbindbar. Das Schachtelunterteil 12 gemäß der vierten Ausführungsform weist
eine Biegekante 34 auf, die ausgehend vom ersten Berührungspunkt 38a zu dem zweiten
Berührungspunkt 38c verläuft.
[0028] Figur 12 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorderansicht eines Stülpdeckels
14 der Faltschachtel 10 gemäß der vierten Ausführungsform. Man erkennt, dass sich
insgesamt eine dachförmige Ausgestaltungsform des Stülpdeckels 14 ergibt. Dies ist
bedingt durch das Vorhandensein eines zweiten Berührungspunktes 38d (vergleiche Figur
14). Man erkennt wiederum, dass das erste Seitenelement 28 durch zwei Teilelemente
28a, 28b gebildet wird und der erste Berührungspunkt 38b außerhalb einer durch die
Biegelinien 32a, 32b gebildeten Ebene liegt. Entsprechendes gilt für den zweiten Berührungspunkt
38d, der in dem dargestellten Ausführungsbeispiel den gleichen Abstand von der durch
die Biegelinien 32a, 32b gebildeten Ebene aufweist, wie der erste Berührungspunkt
38b.
[0029] Figur 13 zeigt eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts eines Schachtelunterteils
12 einer Faltschachtel 10 gemäß der vierten Ausführungsform. Man erkennt das dem ersten
Seitenelement 22 gegenüberliegende Seitenelement 84, das ebenfalls aus zwei Teilelementen
84a, 84b gebildet wird. An dem Teilelement 84b ist ein Verstärkungselement 116 angeordnet,
wobei das Verstärkungselement 116 eine Verbindungslasche 118 aufweist, die über eine
Biegelinie 120 mit dem Verstärkungselement 116 verbunden ist. Das Verstärkungselement
116 ist über eine Biegelinie 122 mit dem Teilelement 84b verbunden. Im zusammengefaltetem
Zustand des Schachtelunterteils 12 liegt das Verstärkungselement 116 und die Verbindungslasche
118 an der Innenseite des zweiten Seitenelementes 84 an. Entsprechendes gilt für das
Verstärkungselement 124, das im zusammengefalteten Zustand mit einer entsprechenden
Verbindungslasche 126, die über eine Biegelinie 130 mit dem Verstärkungselement 124
verbunden ist an der Innenseite des ersten Seitenelementes 22 anliegt. Zudem wird
deutlich, dass das zweite Seitenelement 84 über die Biegelinie 30d mit dem Bodenelement
16 verbunden ist. Das Bodenelement 16 weist zudem eine Biegekante 34 auf, die ungefähr
mittig im Bodenelement 16 verläuft und zwar zwischen dem ersten Berührungspunkt 38a
und dem zweiten Berührungspunkt 38c. Die den Rand des Schachtelunterteils 12 ausbildenden
Elemente, nämlich das erste und zweite Seitenelement 22, 84 sowie die seitlichen Bodenrandelemente
18, 20 sind über Verbindungslaschen 132, 134, 42, 44 miteinander verbunden. Des Weiteren
erkennt man, dass das erste und zweite Teilelement 22a, 22b des ersten Seitenelementes
im Bereich des ersten Berührungspunktes 38a voneinander getrennt sind, insbesondere
durch eine Schnittlinie 128.
[0030] Figur 14 zeigt eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts des Stülpdeckels 14
gemäß Figur 12. Man erkennt die Ausbildung des ersten Berührungspunktes 38b und des
zweiten Berührungspunktes 38d, wobei der Berührungspunkt 38d durch die im Schnittpunkt
der Biegelinie 32d mit der Biegekante 36 des Deckelelementes 82 liegt. Des Weiteren
erkennt man, dass der Stülpdeckel 14 ebenfalls ein zweites Seitenelement 86 aufweist,
wobei das zweite Seitenelement 86 durch zwei Teilelemente 86a, 86b gebildet wird.
Die Trennung der beiden Teilelemente 86a, 86b erfolgt dabei im Bereich des zweiten
Berührungspunktes 38d. Die Teilelemente 36a, 36b sind über die Biegelinie 32d mit
dem Deckelelement 82 verbunden. Das erste Seitenelement 28 bzw. die Teilelemente 28a,
28b des ersten Seitenelementes 28 sind über eine Biegelinie 32c mit dem Deckelelement
82 verbunden. Die seitlichen Deckelrandelemente 24, 26 sind wiederum über die Biegelinien
32a, 32b mit dem Deckelelement 82 verbunden. Des Weiteren erkennt man, dass das erste
und zweite Seitenelement 28, 86 jeweils in ihren Randbereichen Verbindungslaschen
60, 62, 58, 136 aufweisen, die zur Verbindung des ersten und zweiten Seitenelementes
28, 86 mit den beiden Deckelrandelementen 24, 26 dienen. Entsprechend dem in den Figuren
11 und 13 dargestellten Schachtelunterteil 12 weist auch der Stülpdeckel 14 bzw. das
Deckelelement 82 nur eine Biegekante 36 auf, die zwischen dem ersten Berührungspunkt
38b und dem zweiten Berührungspunkt 38d verläuft.
[0031] Figur 15 zeigt eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts eines Schachtelunterteils
12 einer Faltschachtel 10 gemäß einer fünften Ausführungsform. Man erkennt, dass in
diesem Ausführungsbeispiel ebenfalls ein erster Berührungspunkt 38a und ein zweiter
Berührungspunkt 38c ausgebildet sind, wobei zwischen den Berührungspunkten 38a, 38c
eine Biegekante 34 verläuft und im Bodenelement 16 ausgebildet ist. Die beiden Berührungspunkte
38a, 38c liegen wiederum - im gefaltetem Zustand des Schachtelunterteils 12 - außerhalb
einer durch die Biegelinien 30a, 30b gebildeten Ebene. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das erste Seitenelement 22 wiederum durch zwei Teilelemente 22a, 22b ausgebildet.
Dabei weist das Teilelement 22a eine Verbindungslasche 92, die über eine Biegelinie
100 mit dem Teilelement 22a verbunden ist auf. Die Biegelinie 30c, die wiederum die
Teilelemente 22a, 22b mit dem Bodenelement 16 verbindet ist im ersten Berührungspunkt
38a abknickend und einen Winkel bildend ausgebildet. Auch das zweite Seitenelement
84 besteht aus zwei Teilelementen 84a, 84b die über eine Biegelinie 30d mit dem Bodenelement
16 verbunden sind. An dem Teilelement 34b ist über eine Biegelinie 122 ein Verstärkungselement
116 angeordnet. Das Verstärkungselement 116 weist eine Verbindungslasche 118 auf,
die über eine Biegelinie 120 mit dem Verstärkungselement 116 verbunden ist. Im zusammenfalteten
Zustand des Schachtelunterteils 12 liegt das Verstärkungselement 116 und die Verbindungslasche
118 an der Innenseite des Schachtelunterteils 12, insbesondere an der Innenseite des
zweiten Seitenelementes 84 an. Die den Rand des Schachtelunterteils 12 bildenden Elemente,
nämlich das erste Seitenelement 22 mit den Teilelementen 22a, 22b, die seitlichen
Bodenrandelemente 18, 20 und das zweite Seitenelement 84 bestehend aus den Teilelementen
84a, 84b weisen zumindest teilweise Verbindungslaschen 90, 92, 132, 134 auf, die zum
Verkleben der Randelemente und zur Ausbildung eines Randes des Schachtelunterteils
12 dienen.
[0032] Figur 16 zeigt eine Darstellung eines einstückigen Zuschnitts eines Stülpdeckels
14 einer Faltschachtel 10 gemäß der fünften Ausführungsform. Entsprechend dem zugeordneten
Schachtelunterteil 12 ist wiederum das erste Seitenelement 28 aus zwei Teilelementen
28a, 28b gebildet, wobei die Teilelemente 28a, 28b über die Biegelinie 32c mit dem
Deckelelement 82 verbunden sind. Im Bereich des ersten Berührungspunktes 38b ist die
Biegelinie 32c wiederum abknickend bzw. in einem Winkel verlaufend ausgebildet. Eine
in dem Deckelelement 82 ausgebildete Biegekante 36 verläuft zwischen dem ersten Berührungspunkt
38b und dem zweiten Berührungspunkt 38d. Beide Berührungspunkte 38b, 38d liegen wiederum
- im gefaltetem Zustand des Stülpdeckels 14 - außerhalb einer durch die Biegekanten
32a, 32b gebildeten Ebene. Des Weiteren erkennt man, dass das Deckelelement 82 zwei
Sichtöffnungen 56 aufweist, wobei die Sichtöffnungen 56 üblicherweise mit einer durchsichtigen
Folie verschlossen sind. Die den Rand des Stülpdeckels 14 ausbildenden Elemente, nämlich
das erste Seitenelement 28 mit den Teilelementen 28a, 28b, die seitlichen Deckelrandelemente
24, 26 sowie das zweite Seitenelement 86 bestehend aus den Teilelementen 86a, 86b
weisen zumindest teilweise Verbindungslaschen 58, 136, 104, 106 auf, die zum Verbinden
der einzelnen Randelemente und zur Ausbildung des Randes insgesamt dienen.
1. Faltschachtel aus Karton, Papier oder dergleichen, insbesondere zur Aufnahme und Anbieten
von Esswaren, vorzugsweise Süßwaren, mit einem schalenartig ausgebildeten Schachtelunterteil
(12) und einem darauf aufsetzbaren und einen oberen Randbereich des Schachtelunterteils
(12) zumindest teilweise überdeckenden Stülpdeckel (14), wobei das Schachtelunterteil
(12) ein mehreckig ausgebildetes Bodenelement (16) und mindestens zwei seitliche Bodenrandelemente
(18, 20) sowie mindestens ein die seitlichen Bodenrandelemente (18, 20) verbindendes
erstes Seitenelement (22) und der Stülpdeckel (14) mindestens zwei seitliche Deckelrandelemente
(24) und mindestens ein die seitlichen Deckelrandelemente (24, 26) verbindendes erstes
Seitenelement (28) sowie ein entsprechend mehreckig ausgebildetes Deckelelement (82)
aufweist, wobei die Bodenrandelemente (18, 20) und das erste Seitenelement (22) über
Biegelinien (30a, 30b, 30c) mit dem Bodenelement (16) und die Deckelrandelemente (24,
26) und das erste Seitenelement (28) über Biegelinien (32a, 32b, 32c) mit dem Deckelelement
(82) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bodenelement (16) und das Deckelelement (82) jeweils mindestens eine bis zu den
ersten Seitenelementen (22, 28) reichende Biegekante (34, 34a, 34b, 36) aufweisen
und die ersten Seitenelemente (22, 28) jeweils aus mindestens zwei Teilelementen (22a,
22b; 28a, 28b) bestehen, wobei die Teilelemente (22a, 22b; 28a, 28b) im Bereich eines
ersten Berührungspunktes (38a, 38b) der jeweiligen Biegekante (34, 34a, 34b, 36) mit
der entsprechenden Biegelinie (30c, 32c) voneinander getrennt sind und der erste Berührungspunkt
(38a, 38b) außerhalb einer durch die Biegelinien (30a, 30b) des Schachtelunterteils
(12) oder die Biegelinien (32a, 32b) des Stülpdeckels (14) gebildeten Ebene liegt.
2. Faltschachtel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schachtelunterteil (12) ein die seitlichen Bodenrandelemente (18, 20) verbindendes
zweites Seitenelement (84) aufweist, wobei das zweite Seitenelement (84) dem ersten
Seitenelement (22) gegenüberliegend ausgebildet ist und das zweite Seitenelement (84)
über eine Biegelinie (30d) mit dem Bodenelement (16) verbunden ist und der Stülpdeckel
(14) ein die seitlichen Deckelrandelemente (24, 26) verbindendes zweites Seitenelement
(86) aufweist, wobei das zweite Seitenelement (86) dem ersten Seitenelement (28) gegenüberliegend
ausgebildet ist und das zweite Seitenelement (86) über eine Biegelinie (32d) mit dem
Deckelelement (82) verbunden ist.
3. Faltschachtel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweiten Seitenelemente (84, 86) jeweils aus mindestens zwei Teilelementen (84a,
84b; 86a, 86b) bestehen, wobei die Teilelemente (84a, 84b; 86a, 86b) im Bereich eines
zweiten Berührungspunktes (38c, 38d) der jeweiligen Biegekante (34, 36) mit der entsprechenden
Biegelinie (30d, 32d) voneinander getrennt sind und der jeweilige zweite Berührungspunkt
(38c, 38d) außerhalb einer durch die Biegelinien (30a, 30b, 30d) des Schachtelunterteils
(12) oder die Biegelinien (32a, 32b, 32d) des Stülpdeckels (14) gebildeten Ebene liegt.
4. Faltschachtel nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand von der durch die Biegelinien (30a, 30b, 30d) des Schachtelunterteils
(12) oder die Biegelinien (32a, 32b, 32d) des Stülpdeckels (14) gebildete Ebene zu
den jeweiligen zweiten Berührungspunkten (38c, 38d) gleich oder ungleich dem Abstand
der durch die Biegelinien (30a, 30b, 30d) des Schachtelunterteils (12) oder die Biegelinien
(32a, 32b, 32d) des Stülpdeckels (14) gebildete Ebene zu den jeweiligen ersten Berührungspunkten
(38c, 38d) ist.
5. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bodenelement (16) des Schachtelunterteils (12) und das Deckelelement (82) des
Stülpdeckels (14) konvex ausgebildet sind.
6. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bodenelement (16) des Schachtelunterteils (12) und das Deckelelement (82) des
Stülpdeckels (14) konkav ausgebildet sind.
7. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bodenelement (16) und das Deckelelement (82) in der Aufsicht ungefähr dreieckig,
rechteckig, quadratisch oder vieleckig ausgebildet sind.
8. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Deckelelement (82) mindestens eine Sichtöffnung (56) aufweist.
9. Faltschachtel nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sichtöffnung (56) mittels einer transparenten Folie (52) verschlossen ist.
10. Faltschachtel nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Folie (52) eine Biegekante (54) aufweist, wobei die Biegekante (54) als Verlängerung
oder Zwischenstück der Biegekante (36) ausgebildet ist.
11. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ersten oder zweiten Berührungspunkte (38a, 38b; 38c, 38d) bei einem auf das Schachtelunterteil
(12) aufgesetzten Stülpdeckel (14) übereinander und beabstandet voneinander zu liegen
kommen.
12. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Biegekanten (34, 34a, 34b, 36, 36a, 36b) bei einem auf das Schachtelunterteil
(12) aufgesetzten Stülpdeckel (14) übereinander und beabstandet voneinander zu liegen
kommen und parallel zueinander verlaufen.
13. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einem Teilelement (22a, 22b) des ersten Seitenteils (22) des Schachtelunterteils
(12) ein Verstärkungselement (72, 124) über eine Biegelinie (50, 122) angeordnet ist,
wobei das Verstärkungselement (72, 124) an seinem dem anderen Teilelement (22a, 22b)
des ersten Seitenteils (22) zugewandten Ende mindestens eine Verbindungslasche (46,
126) zum Verbinden der beiden Teilelemente (22a, 22b) aufweist.
14. Faltschachtel nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verstärkungselement (72, 124) und die Verbindungslasche (46, 126) an der Innenseite
des ersten Seitenteils (22) zu liegen kommen und damit verbunden sind.
15. Faltschachtel nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungslasche (46, 126) aus einer ersten, mit dem Verstärkungselement (72,
124) verbundenen Teilfläche (46a, 126a) und einer mit der ersten Teilfläche (46a,
126a) über eine Biegelinie (48, 130) verbundenen zweiten Teilfläche (46b, 146b) besteht.
16. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verstärkungselement (72, 126) eine Form aufweist, die in umgelegten Zustand des
Verstärkungselements (72, 126) der Form des Teilelements (22b) oder des Teilelements
(22a) entspricht.
17. Faltschachtel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einem Teilelement (28a) des ersten Seitenteils (28) oder des zweiten Seitenteils
(86) des Stülpdeckels (14) mindestens eine Verbindungslasche (64, 106) zum Verbinden
der beiden Teilelemente (28a, 28b; 86a, 86b) der Seitenteile (28, 86) ausgebildet
ist.