Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Abgasrückführsystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Zur Verbesserung der Emissionswerte und zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs ist
es auf dem Gebiet der Verbrennungsmotoren seit längerem bekannt, das von dem Motor
abgegebene Abgas in das Luftzuführsystem des Verbrennungsmotors zurückzuführen. Da
sich die Temperatur der Abgase in Abhängigkeit von dem Betriebszustand des Motors
verändert, ist es erforderlich, die Temperatur des Abgases dergestalt zu regeln, dass
dieses insbesondere im warmen Zustand des Motors gekühlt wird.
Stand der Technik
[0003] Ein Abgasrückführsystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der
DE 199 06 401 der Anmelderin bekannt und weist einen von dem Abgas durchströmten Kühler, einen
Bypass, der den Kühler umgeht, und ein Ventil auf, das wahlweise den Kühlereinlass
oder den Bypass verschließt. Hierdurch kann je nach Betriebszustand des Motors gesteuert
werden, ob das Abgas durch den Kühler strömt und demzufolge gekühlt wird, oder ob
der Kühler, beispielsweise in der Kaltlaufphase des Motors, umgangen wird, so dass
das Abgas seine Ausgangstemperatur beibehält.
[0004] Die
DE 197 33 964 A1 offenbart eine Ventilanordnung zur Steuerung eines rückgeführten Abgasstromes, bei
der die beiden Ventilteller zum Öffnen und Verschließen des Kühlereinlasses und zum
Öffnen und Verschließen des Bypasses einen gemeinsamen Betätigungsmechanismus aufweisen.
Die Betätigung zum Öffnen des jeweiligen Ventiltellers erfolgt durch Abstützung auf
das jeweils andere, geschlossene Ventil.
[0005] Aus der
WO 96/30635 ist ein Abgasrückführsystem bekannt, bei dem unabhängig voneinander öffnende Ventile
am Beginn einer Kühler-Zuführleitung und am Beginn eines Bypasses vorgesehen sind,
der den Kühler umgeht.
[0006] Die
DE 296 11 034 U1 offenbart eine Anordnung zur Abführung der Verlustwärme eines Verbrennungsmotors,
in dem zwei Leitungen durch ein gemeinsames drehbetätigtes Ventilelement geöffnet
oder geschlossen werden. Es kann jedoch nicht eine Leitung unabhängig von der anderen
geöffnet werden.
[0007] Schließlich beschreibt die
DE 198 41 927 A1 eine Einrichtung zur Rückführung eines Abgasstromes, bei welcher ein Kühlerdurchgang
zur Kühlung des rückgeführten Abgases und ein Bypass durch jeweilige Klappenventile
gesteuert werden, die an einer gemeinsamen Betätigungsstange angebracht sind. Aus
diesem Grund kann auch in diesem Fall nicht die eine Leitung unabhängig von der anderen
geöffnet und hinsichtlich ihres Öffnungszustandes eingestellt werden.
[0008] Die
EP 0 489 263 A2 betrifft ein Abgasrückführsystem mit einem Kühler und einem Bypass, deren Leitungen
jeweils durch ein Ventil verschließbar sind, das in Form der Saugleitung mit einer
Unterdruckquelle verbunden ist.
Darstellung der Erfindung
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Abgasrückführsystem zu schaffen, bei
dem in wirkungsvoller Weise und mit einem einfachen Aufbau der gesamten Ventilanordnung
eine Steuerung der Abgastemperatur durch ein wahlweises Durchströmen des Kühlers oder
des Bypasses erreicht werden kann.
[0010] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch das Abgasrückführsystem nach dem Patentanspruch
1.
[0011] Demzufolge sind ein Kühlerventil, das dem Öffnen und Schließen der Kühlerzuführung
dient, und ein Bypassventil, das dem Öffnen und Schließen des Bypasses dient, vorgesehen.
Erfindungsgemäß weisen die beiden Ventile einen gemeinsamen Antrieb in Form eines
in zwei Richtungen drehbaren Drehantriebs auf. Für einen derartigen Drehantrieb hat
sich herausgestellt, dass er besonders zuverlässig und dauerhaft das erforderliche
Öffnen und Schließen der beiden Ventile gewährleisten kann. Erfindungsgemäß ergibt
sich der Vorteil, dass der Aufbau der Ventilanordnung durch Verwendung eines gemeinsamen
Drehantriebs einfach gehalten werden kann.
[0012] Erfiridungsgemäß ist ein gemeinsames Ventilelement für das Kühler- und das Bypassventil
vorgesehen, das wahlweise die Kühlerzuführung oder den Bypass öffnet, und den jeweils
anderen Einlass oder auch beide Leitungen verschließt. Ein derartiges gemeinsames
Ventilelement kann durch einen Drehantrieb besonders zuverlässig bewegt werden.
[0013] Ferner sind die Ventile derart vorgesehen, dass jedes der beiden Ventile unabhängig
von dem Schließzustand des anderen Ventils geöffnet werden kann. Mit anderen Worten
ist die Anordnung derart vorgesehen, dass in geeigneter Weise beide Leitungen verschlossen
werden können, und dass ferner eine der beiden Leitungen geöffnet werden kann, während
die andere verschlossen bleibt. Hierdurch ist insbesondere der Mengendurchfluss durch
den Kühler bzw. den Bypass einstellbar, während das jeweils andere Element vollständig
verschlossen bleibt.
[0014] Das Kühler- und das Bypassventil werden durch ein gemeinsames Ventilelement gebildet,
das, wie nachfolgend noch detailliert ausgeführt, derart gestaltet werden kann, dass
eines der beiden Ventile geschlossen ist, während das andere geöffnet wird, und sein
Öffnungszustand einstellbar ist.
[0015] Im Hinblick auf den Antrieb des erfindungsgemäßen Abgasrückführsystems sei erwähnt,
dass als Drehantrieb ein Elektromotor mit einem geeigneten Getriebe, ein Antrieb mit
einem Drehmagneten, ein Torque-Motor, ein Schrittmotor oder ein Gleichstrommotor vorgesehen
ist.
[0016] Bevorzugte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0017] Bevorzugt sind die beiden Ventile in ihre jeweilige geschlossenen Stellung vorgespannt,
so dass ohne Betätigung des Antriebs keine Abgasrückführung erfolgt, was in bestimmten
Situationen erwünscht sein kann.
[0018] Für die Betätigung der beiden Ventile mittels eines gemeinsamen, in zwei Richtungen
drehbaren Drehantriebs ist es vorteilhaft, wenn der Drehantrieb ein Drehelement aufweist
oder auf dieses wirkt, das ein Gewinde aufweist, und ferner ein Betätigungselement
mit einem Gewinde vorhanden ist.
[0019] Hierbei wird bevorzugt, dass zwei Drehelemente vorgesehen sind, die ein Rechts- bzw.
ein Linksgewinde aufweisen, wobei das Betätigungselement des einen Ventils ein Gewinde
der einen Richtung, und das Betätigungselement des anderen Ventils ein Gewinde der
anderen Richtung aufweist. Hierdurch werden bei der Drehung des Drehantriebs beide
Betätigungselemente betätigt, wobei nur eines der beiden Betätigungselemente in eine
Richtung zum Öffnen des Ventils bewegt wird. Das andere Betätigungselement läuft gewissermaßen
ins Leere.
[0020] Alternativ wird eine Ausführungsform mit gemeinsamen Drehantrieb bevorzugt, bei der
mehrere Drehelemente vorhanden sind, die jeweils einen Nocken aufweisen. Durch die
geeignete Gestaltung der Drehrichtungen der Drehelemente sowie der daran angebrachten
Nocken lässt sich realisieren, dass wahlweise das eine oder das andere Ventil mittels
des gemeinsamen Antriebs geöffnet werden kann.
[0021] Für das gemeinsame Ventilelement hat sich insbesondere ein Drehschieber oder eine
drehbare Scheibe mit geeigneten Aussparungen als günstig erwiesen. Ein Drehschieber
kann beispielsweise so vorgesehen sein, dass er sich entlang seines Umfangs über die
benachbarten Öffnungen des Kühlerdurchgangs und des Bypasses erstreckt. Somit kann
durch Verdrehen des Drehschiebers eine der beiden Öffnungen teilweise oder beliebig
einstellbar freigegeben werden, während die andere Öffnung verschlossen bleibt. Alternativ
kann eine Scheibe mit zumindest einer Aussparung vorgesehen werden, die sich um die
Scheibenachse dreht. Durch Verschieben der Aussparung infolge der Drehung der Scheibe
derart, dass die Aussparung ganz oder teilweise mit eine der Öffnungen ausgerichtet
wird, kann die Öffnung des Kühlers oder des Bypasses freigegeben werden, während die
andere Öffnung vollständig verschlossen bleibt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0022] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von beispielhaft in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsformen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht des Abgasrückführsystems in einer nicht beanspruchten ersten Ausführungsform;
- Fig. 2
- eine Schnittansicht des Abgasrückführsystems in einer zweiten nicht beanspruchten
Ausführungsform;
- Fig. 3
- eine Schnittansicht des Abgasrückführsystems in einer dritten nicht beanspruchten
Ausführungsform;
- Fig. 4
- eine Draufsicht mit Teilschnitt des Abgasrückführsystems in einer vierten nicht beanspruchten
Ausführungsform;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht eines Abgasrückführsystems in einer fünften nicht beanspruchten
Ausführungsform;
- Fig. 6
- eine Schnittansicht eines Abschnitts des in Fig. 5 gezeigten Abgasrückführsystems;
und
- Fig. 7
- eine Schnittansicht des Abgasrückführsystems in einer sechsten, erfindungsgemäßen
Ausführungsform.
Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
[0023] Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, weist das Abgasrückführsystem einen Abschnitt auf,
in dem ein Kühler 10 und ein den Kühler umgehender Bypass 12 vorgesehen sind. Wie
durch den Pfeil A angedeutet ist, durchströmt das zu dem Luftzuführsystem eines Verbrennungsmotors
zurückzuführende Abgas je nach Stellung der beiden Ventile 16, das den Kühlereinlass
öffnet und schließt, und 18, das den Bypass öffnet und schließt, entweder den Kühler
10 oder den Bypass 12. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist es darüber
hinaus möglich, dass beide Durchflüsse teilweise geöffnet werden, so dass der jeweilige
Anteil des Abgases geregelt werden kann, der den Kühler 10 und den Bypass 12 durchströmt.
Hierdurch kann die Temperatur des Abgases in Abhängigkeit von dem Laufzustand des
Motors eingestellt werden.
[0024] Die beiden Ventile 16, 18 weisen jeweils einen Ventilteller 20, 22 auf, der mit einem
zugehörigen Ventilsitz zum Verschließen des jeweiligen Einlasses zusammenwirkt. In
dem gezeigten Fall sind ferner die beiden Ventilstangen 24, 26 derart ausgeführt,
dass die Ventilstange 24 des Kühlerventils 16 in der Ventilstange 26 des Bypassventils
18 geführt ist. Hinsichtlich der Öffnungsbewegung ist anzumerken, dass das Kühlerventil
16 durch Bewegung nach oben geöffnet wird, während des Bypassventil 18 durch eine
Bewegung nach unten geöffnet wird.
[0025] Diese jeweilige Bewegung erfolgt durch einen gemeinsamen Antrieb gegen eine jeweilige
Druckfeder 28, 30, die beide Ventile in ihre geschlossene Vorstellung vorspannt. Für
die Betätigung mittels einer Vakuumquelle sind die jeweiligen Ventilstangen 24, 26
an ihren oberen Enden mit einer jeweiligen Membran 32, 34 verbunden, die jeweils eine
Unterdruckkammer 36, 38 definiert. Über geeignete Anschlüsse 40 ist die Unterdruckkammer
36, 38 jeweils mit einer Vakuumquelle verbindbar. Wie ohne weiteres ersichtlich ist,
wird das Ventil 16 geöffnet, indem der Ventilteller 20 angehoben wird, wenn auf die
zugehörige Unterdruckkammer 38 ein Unterdruck aufgebracht wird. Ebenso bewegt sich
der Ventilteller 22 des Bypassventils 18 nach unten, und das Ventil öffnet sich, wenn
auf die Unterdruckkammer 36 ein Unterdruck aufgebracht wird. Durch geeignete Steuerungen
des jeweils in der Unterdruckkammer 36, 38 wirkenden Drucks kann auch der Fall realisiert
werden, dass die beiden Ventile 16, 18 unabhängig voneinander geöffnet werden.
[0026] Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform sind die Ventile 16, 18 als solche
einschließlich der Ventilstangen 24, 26 ähnlich zu der Ausführungsform der Fig. 1
gestaltet. Sie sind jedoch an ihrem jeweiligen oberen Bereich nicht mit einer Membran,
sondern lediglich mit einem jeweiligen tellerartigen Element 42 versehen, über das
die beim Öffnen des Ventils in der jeweiligen Druckfeder 28, 30 erzeugte Kraft auf
die Ventilstange 24, 26 übertragen wird. Die Betätigung der beiden Ventile erfolgt
in diesem Fall über einen Drehantrieb, der in dem gezeigten Fall als Gleichstrommotor
44 vorgesehen ist. Die Drehung des Gleichstrommotors 44 wird auf ein Zahnrad 46 übertragen,
das an seiner Nabe ein Gewinde aufweist, so dass eine Drehung des Zahnrads 46 auf
ein translatorisch geführtes Betätigungselement übertragen wird. Je nach der Drehrichtung
des Zahnrads 46 bewegt sich das Betätigungselement in die eine oder andere Richtung
und drückt bei Bewegung nach oben die Ventilstange 24 nach oben, so dass das Kühlerventil
16 öffnet. In gleicher Weise drückt es bei Betätigung nach unten durch Drehung des
Zahnrads 46 in der anderen Richtung die Ventilstange 26 nach unten, so dass das Bypassventil
18 öffnet. Das jeweils andere Ventil bleibt unbetätigt. Durch diese Ausgestaltung
kann anhand eines gemeinsamen Drehantriebs 44 eine besonders kompakte Bauweise der
Ventilanordnung des Abgasrückführsystems erreicht werden.
[0027] Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform ist dieses Prinzip einer Betätigung wahlweise
des einen oder des anderen Ventils durch einen gemeinsamen Drehantrieb, der sich in
unterschiedliche Richtungen dreht, ebenfalls verwirklicht. Der Drehantrieb besteht
wie bei der Ausführungsform von Fig. 2 aus einem Gleichstrommotor 44, dessen Drehung
auf ein Zahnrad 46 übertragen wird. Dieses weist wiederum an seiner Nabe ein Gewinde
auf, so dass die Drehbewegung auf ein translatorisch geführtes Betätigungselement
48 übertragen wird. Wenn sich das Zahnrad derart dreht, dass das Betätigungselement
nach rechts geschoben wird, so löst es sich von der links zu erkennenden Ventilstange
26 des Bypassventils 18 und öffnet das rechts zu erkennende Kühlerventil 16, so dass
das Abgas, wie durch den Pfeil A angedeutet ist, in den Kühler 10 gelangt.
[0028] In gleicher Weise kann das Bypassventil 18 geöffnet werden, indem auf das Zahnrad
46 eine Drehung in anderer Richtung aufgebracht wird, und das Betätigungselement 48
entsprechend nach links geschoben wird. Eine Druckfeder 28 sorgt für das Schließen
des Kühlerventils 16 und den Verbleib in der geschlossenen Stellung. Wenn das Bypassventil
18 geöffnet werden soll, wird das Betätigungselement 48 durch geeignete Drehrichtung
des Motors 44 nach links verschoben, und dessen Ende löst sich von dem gemäß der Figur
linken Ende der Ventilstange 24 des Kühlerventils 16. Auf der Seite des Bypassventils
18 ist ebenfalls eine Druckfeder 30 vorgesehen, um das Ventil in seine geschlossene
Stellung vorzuspannen.
[0029] Auch bei der Ausführungsform von Fig. 4 erfolgt das wahlweise Öffnen und Schließen
des Kühlerventils 16 und des Bypassventils 18 durch einen gemeinsamen Drehantrieb
in Form eines Gleichstrommotors 44. Die Drehung des Gleichstrommotors 44 wird über
Zahnräder in eine Verschiebebewegung von Betätigungselementen 48 und 50 umgewandelt.
Hierbei weist das eine Zahnrad 46 ein Rechtsgewinde 52, und das andere Zahnrad 54
ein Linksgewinde 56 auf. Wenn sich der Drehmotor 44 dreht, bewirkt das entsprechende
Gewinde des einen Zahnrades eine Bewegung des jeweiligen Betätigungselements 48, 50
in einer Richtung zum Öffnen des Kühler- 16 oder des Bypassventils 18 gegen die Kraft
der Druckfeder 28, 30. Das andere Betätigungselement 50 bewegt sich jeweils von dem
zugehörigen Ventil weg, so dass es ins Leere läuft, und das nicht zu öffnende Ventil
geschlossen bleibt.
[0030] Falls ein Öffnen des anderen Ventils beabsichtigt ist, wird der Motor in die andere
Richtung in Drehung versetzt, so dass sich das Betätigungselement des geöffneten Ventils
von diesem wegbewegt, das Ventil durch die Kraft der Druckfeder in die geschlossene
Stellung zurückgebracht wird, und das Betätigungselement fortan von dem Ende der Ventilstange
außer Berührung ist. Bei Fortsetzung der Bewegung entfernt sich das zuletzt betrachtete
Betätigungselement von dem Ventil, während das andere Betätigungselement das andere
Ventil gegen die Kraft die Druckfeder aufdrückt.
[0031] Auch bei der Ausführungsform der Fig. 5 werden unterschiedliche Drehrichtungen von
Drehelementen zum wahlweisen Öffnen und Schließen der beiden Ventile genutzt. In diesem
Fall wird die Drehbewegung eines Motors 44 letzten Endes auf zwei miteinander kämmende
und sich deshalb in unterschiedliche Richtungen drehende Zahnräder 46 und 54 übertragen.
Die Zahnräder weisen jeweils einen Nocken 58, 60 auf, der mit einem jeweiligen Hebel
62 und 64 zusammenwirkt. Der jeweilige Hebel ist, wie ergänzend aus Fig. 6 hervorgeht,
die den linken Abschnitt der Anordnung im Schnitt darstellt, mit einer Klappe 66 verbunden,
die das Kühler- und Bypassventil bildet. Wenn nunmehr (vgl. Fig. 5) der Motor 44 derart
in Drehung versetzt wird, dass sich das Zahnrad 46 gegen den Uhrzeigersinn dreht,
wird der zugeordnete Hebel 62 nach links ausgelenkt, und diese Auslenkbewegung wird
durch eine sich senkrecht zur Zeichenebene erstreckende Stange auf diejenige Klappe
übertragen, die an dieser Stange angebracht ist, so dass eines der beiden Ventile
geöffnet wird.
[0032] Zu diesem Zeitpunkt dreht sich, weil die beiden Zahnräder 46, 54 miteinander kämmen,
das andere Zahnrad 54 in Richtung des Uhrzeigersinns, so dass sich der zugehörige
Nocken 60 ebenfalls in Richtung des Uhrzeigersinns dreht und ein Bereich des Nockens
in Eingriff mit dem Heben 64 ist, der keine Betätigungskontur, d.h. keine sich ändernde
radiale Erstreckung aufweist. Deshalb bleibt der Hebel 64 und das zugehörige, andere
Ventil unbetätigt. In gleicher Weise erfolgt eine Betätigung des zuletzt betrachteten
Ventils dadurch, dass der Drehantrieb in die andere Richtung gedreht wird, so dass
sich das Zahnrad 46 mit dem Uhrzeigersinn dreht, und aufgrund der entsprechenden Gestaltung
des Nockens 58 keine Betätigung des Hebels 62 erfolgt, jedoch das mit dem Zahnrad
46 kämmende Zahnrad 54 entgegen den Uhrzeigersinn gedreht wird, so dass die Betätigungskontur
des Nockens 60 den Heben 64 auslenkt, und die Klappe des anderen Ventils geöffnet
wird.
[0033] In Fig. 7 ist schließlich eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abgasrückführsystems
gezeigt, bei der das Kühler- und das Bypassventil ein gemeinsames Ventilelement aufweisen,
das zum einen, wie in Fig. 7 zu erkennen ist, beide Einlässe verschließen kann, so
dass keine Abgasrückführung erfolgt. Durch Verdrehen des Ventilelements 68 entgegen
den Uhrzeigersinn, also gewissermaßen nach oben, wird der Einlass des Kühlers 10 freigegeben,
während durch Verdrehen nach unten der Bypass 12 geöffnet wird. Die Betätigung des
Ventilelements 48 erfolgt erfindungsgemäß durch einen Drehantrieb, der auf eine sich
senkrecht zur Zeichenebene erstreckende Betätigungsstange wirkt. Dieser Drehantrieb
kann aufgrund der vergleichsweise geringfügigen Winkelbewegung als Schritt- oder sogenannter
Torque-Motor vorgesehen sein. Alternativ ist es denkbar, einen Gleichstrommotor zu
verwenden, und dessen Drehbewegung über ein geeignetes Getriebe in eine geringere
Drehbewegung zur Realisierung der erforderlichen, geringen Auslenkung des Ventilelements
68 umzuwandeln. Es sei noch angemerkt, dass die Verbindung des Ventilelements 68 mit
der Betätigungsstange 70 über ein Federelement 72 erfolgt, das das Ventilelement 68
gegen die beiden Ventilsitze drückt. Ferner ist das Ventilelement in dem gezeigten
Fall vergleichsweise dünnwandig, es kann jedoch auch dicker, beispielsweise aus dem
Vollen gefertigt sein.
[0034] Als Alternative zu der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform sei angemerkt, dass
die Stirnseite des. Kühlers, an der sich sowohl die Öffnung des Kühlers, als auch,
daran benachbart, die Öffnung des Bypasses befindet, im wesentlichen plan gestaltet
sein kann. Die Öffnung überdeckend kann eine Scheibe mit zumindest einer geeigneten
Aussparung vorgesehen sein, die um eine (gemäß Fig. 7) in der Zeichenebene liegende
Achse drehbar ist. Durch Verdrehen der Scheibe wird die Aussparung in einstellbarer
Art und Weise mit einer der Öffnungen ausgerichtet, so dass entweder der Kühler oder
der Bypass geöffnet, und der Öffnungszustand eingestellt werden kann, während die
andere Öffnung vollständig geschlossen bleibt.
1. Abgasrückführsystem mit einem Kühler (10), einem Bypass (12), einem Kühlerventil (16)
zum Öffnen und Schließen der Kühlerzuführung und einem Bypassventil (18) zum Öffnen
und Schließen des Bypasses (12), wobei
das Kühlerventil (16) und das Bypassventil (18) einen gemeinsamen Antrieb aufweisen,
und jedes der beiden Ventile (16, 18) unabhängig von dem Schliesszustand des anderen
Ventils (16,18) öffenbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Antrieb als ein in zwei Richtungen drehbarer Drehantrieb (44), nämlich alls
ein Elektromotor mit einem geeigneten Getriebe, ein Antrieb mit einem Drehmagneten,
ein Torque-Motor, ein Schrittmotor oder ein Gleichstrommotor ausgeführt ist und
dass das Kühlerventil (16) und das Bypassventil (18) ein gemeinsames Ventilelement
(68) aufweisen, das walweise die Kühlerzuführung oder den Bypass (12) oder beide Leitungen
verschließt.
2. Abgasrückführsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Ventile (16, 18) in die geschlossene Stellung vorgespannt sind.
3. Abgasrückführsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehantrieb (44) zumindest ein Drehelement (56, 54) aufweist, das mit einem Gewinde
versehen ist.
4. Abgasrückführsystem nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass zwei Drehelemente (46, 54) vorgesehen sind, die ein Rechts- (52) bzw. ein Linksgewinde
(56) aufweisen.
5. Abgasrückführsystem nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass zwei Drehelemente (46, 54) vorgesehen sind, die jeweils einen Nocken (58, 60) aufweisen.
6. Abgasrückführsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Ventilelement (68) ein Drehschieber oder eine Scheibe mit zumindest
einer Aussparung ist.
1. Exhaust gas recirculation system having a cooler (10), a bypass (12), a cooler valve
(16) for opening and closing the cooler inlet and a bypass valve (18) for opening
and closing the bypass (12), wherein the cooler valve (16) and the bypass valve (18)
have a common drive and each of the two valves (16, 18) is openable regardless of
the state of closure of the other valve (16, 18), characterised in that the drive is constructed as a rotary drive (44) rotatable in two directions, that
is to say as an electric motor having a suitable gear, a drive having a rotary magnet,
a torque motor, a stepper motor or a direct current motor, and that the cooler valve
(16) and the bypass valve (18) have a common valve element (68) which alternatively
seals the cooler inlet or the bypass (12) or both conduits.
2. Exhaust gas recirculation system according to claim 1, characterised in that the two valves (16, 18) are pretensioned into the closed position.
3. Exhaust gas recirculation system according to claim 1 or 2, characterised in that the rotary drive (44) has at least one rotary element (56, 54) which is provided
with a screw thread.
4. Exhaust gas recirculation system according to claim 3, characterised in that two rotary elements (46, 54) are provided which have a right-handed thread (52) or
a left-handed thread (56).
5. Exhaust gas recirculation system according to claim 3, characterised in that two rotary elements (46, 54) each having a cam (58, 60) are provided.
6. Exhaust gas recirculation system according to any of claims 1 to 5, characterised in that the common valve element (68) is a rotary slide or a disk having at least one recess.
1. Système de recirculation de gaz d'échappement, avec un refroidisseur (10), une dérivation
(12), une soupape de refroidisseur (16) pour ouvrir et fermer l'amenée au refroidisseur,
et une soupape de dérivation (18), pour ouvrir et fermer la dérivation (12), où
la soupape de refroidisseur (16) et la soupape de dérivation (18) présentent un entraînement
commun, et chacune des deux soupapes (16, 18) est susceptible d'être ouverte, indépendamment
de l'état de fermeture de l'autre soupape (16, 18),
caractérisé en ce que
l'entraînement est réalisé sous la forme d'un entraînement en rotation (44) susceptible
de tourner dans deux sens, précisément sous la forme
d'un moteur électrique avec une transmission appropriée, un entraînement avec un aimant
rotatif, un moteur-couple, un moteur pas-à-pas ou un moteur à courant continu, et
en ce que la soupape de refroidisseur (16) et la soupape de dérivation (18) présentent un élément
de soupape (68) commun, obturant au choix l'amenée au refroidisseur ou la dérivation
(12), ou les deux conduites.
2. Système de recirculation de gaz d'échappement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux soupapes (16, 18) sont précontraintes dans la position fermée.
3. Système de recirculation de gaz d'échappement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'entraînement en rotation (44) présente au moins un élément rotatif (56, 54), muni
d'un filetage.
4. Système de recirculation de gaz d'échappement selon la revendication 3, caractérisé en ce que deux éléments rotatifs (46, 54) sont prévus, présentant un filetage à pas à droite
(52), ou un filetage à pas à gauche (56).
5. Système de recirculation de gaz d'échappement selon la revendication 3, caractérisé en ce que deux éléments rotatifs (46, 54) sont prévus, présentant chacun une came (58, 60).
6. Système de recirculation de gaz d'échappement selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément de soupape (68) commun est un registre rotatif ou un disque comportant
au moins un évidement.