[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen zumindest eines Abschnitts einer
Mediumleitung eines Verbrennungsmotors. Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Mediumleitungen wie bzw. Kraftstoffleitungen eines Verbrennungsmotors weisen herstellungsbedingt
häufig Herstellungsrückstände, wie zum Beispiel Späne oder dergleichen auf. Um die
Lebensdauer beispielsweise von Kraftstoff-Hochdruckpumpen von Common-Rail Motoren
sicherzustellen, werden die Mediumleitungen bzw. die bezogen auf die Hochdruckpumpe
unterdruckseitigen Kraftstoffleitungen vor deren Installation an dem Verbrennungsmotor
mittels einer Reinigungsflüssigkeit gespült und so gereinigt. Als Reinigungsflüssigkeit
wird derzeit Isopropanol verwendet. Diese Spülen ist für alle unterdruckseitigen Kraftstoffleitungen
erforderlich, welche zwischen dem Hauptfilter und der Hochdruckpumpe angeordnet sind.
Das bekannte Reinigungsverfahren ist, abhängig von der Anzahl und Länge der Kraftstoffleitung,
sehr kostenintensiv und muß zur Vermeidung von zusätzlichen Verschmutzungen in einem
speziellen Reinraum durchgeführt werden. Der Transport der Mediumleitungen bzw. Kraftstoffleitungen
zu und von dem Reinraum erhöht die Kosten zusätzlich.
[0003] Von daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde ein Verfahren und eine Vorrichtung
der Eingangs genannten Art so zu verbessern, daß die vorgenannten Nachteile aufgehoben
sind.
[0004] Erfindungsgemäß wird der verfahrenstechnische Aspekt der Aufgabe gelöst, indem folgende
Schritte durchgeführt werden:
- Durchleiten eines Betriebsstoffes durch den zumindest einen Abschnitt einer Mediumleitung;
- Filterung des Betriebsstoffes durch ein Filterelement
- Deaktivierung der Filterung nach Vorliegen einer bestimmten Betriebsbedingung.
[0005] Dabei liegt der Erfindung die Idee zu Grunde, daß bei Inbetriebnahme eines Verbrennungsmotors
das Durchleiten eines Betriebsstoffes durch eine Mediumleitung eventuelle Verunreinigungen
und/oder Verschmutzungen aus dieser Mediumleitung entfernt. Eine anschließende Filterung
verhindert, daß die Verunreinigungen/Verschmutzungen mit dem Betriebsstoff weitergetragen
werden. Die Mediumleitung wird so gereinigt. Nach einiger Zeit/Betriebsdauer kann
die Filterung deaktiviert werden, da dann üblicherweise alle Verunreinigungen/Verschmutzungen
aus der Mediumleitung ausgewaschen sind.
[0006] Mittels des erfindungsgemäßen Bypaß wird der Betriebsstoff, beispielsweise Kraftstoff
wie z. B. Diesel, welcher die Verunreinigungen in dem zumindest einen Abschnitt der
Mediumleitung mitnimmt und durch den Bypaß zum Filterelement transportiert, gefiltert,
so daß z. B. Herstellungsrückstände z. B. nicht in eine Hochdruckpumpe gelangen können,
sondern von dem Filterelement aufgefangen werden. Damit kann der zumindest eine Abschnitt
der Mediumleitung, vorzugsweise die Kraftstoff- bzw. Dieselleitung von dem Kraftstofftank
bis zur Hochdruckpumpe hinreichend von den Herstellungsrückständen gereinigt werden,
ohne das kostenintensive Reinigungsmaßnahmen in Reinräumen durchgeführt werden müssen.
Gleichzeitig wird so sichergestellt, daß aufgrund des Herausfilterns schädlicher Herstellungsrückstände
die Lebensdauer der Hochdruckpumpe entsprechend der bekannten Reinigung mit Reinigungsmedien,
wie z. B. Isopropanol gesichert ist.
[0007] Das Reinigungsverfahren wird bevorzugt herstellerseitig durchgeführt. Üblicherweise
wird dabei beispielhaft Kraftstoff z. B. Diesel aus einem zentralen Tank in den Kraftstofftank
des Kraftfahrzeugs gefüllt. Der Kraftstoff bzw. Diesel hat dabei eine relativ geringe
Temperatur von ca. 20°C. Nach dem ersten Starten des Verbrennungsmotors bei dem Hersteller
erwärmt sich der Kraftstoff auf Grund von Reibung und bei der Verdichtung des Kraftstoffs
in einer Kraftstoffpumpe auf eine höhere Temperatur, beispielsweise auf 80°C. Dieser
Effekt wird vorteilhaft ausgenutzt, indem als Verschlußelement ein auf die Temperaturänderung
reagierendes Thermoventil verwendet wird. Bei den besagten "kalten" Kraftstofftemperaturen
verbleibt das Verschlußelement bzw. das Thermoventil in einer den Bypaß öffnenden
Position (Gebrauchsposition).
[0008] In der Gebrauchsposition des Verschlußelementes ist der Bypaß nach dem ersten Starten
des Verbrennungsmotors geöffnet, und der unterdruckseitige Eingang zur Hochdruckpumpe
abgesperrt. Der Kraftstoff wird gezwungen durch den Bypaß zu strömen und die mitgeführten
Herstellungsrückstände zum Filterelement zu transportieren, in dem diese aufgefangen
werden. Günstiger Weise unterliegt der Kraftstoff dabei einem vom Verbrennungsmotor
erzeugten Saugdruck und strömt mit einer Fließgeschwindigkeit von beispielhaft 120
l/h. Erreicht der Kraftstoff bzw. Diesel nach einer ausreichenden Zeit die Betätigungstemperatur
des Verschlußelementes bzw. des Thermoventils wird der Bypaß geschlossen, und der
unterdruckseitige Eingang zur Hochdruckpumpe geöffnet. Die Zeit bis der Kraftstoff
die Betätigungstemperatur erreicht hat, reicht aus, um die Herstellungsrückstände
zu entfernen und den zumindest einen Abschnitt der Mediumleitung, bzw. die bezogen
auf die Hochdruckpumpe unterdruckseitige Mediumleitung zu reinigen. Bei dem weiteren
Betrieb des Verbrennungsmotors bleibt der Bypaß dauerhaft geschlossen, so daß der
Kraftstoff ohne durch den Bypaß bzw. durch das Filterelement zu strömen in die Hochdruckpumpe
strömen kann. Insofern liegt somit ein temporäres Filterelement vor, dessen einzige
Funktion in dem Auffangen von Herstellungsrückständen aus der beispielhaften (unterdruckseitigen)
Kraftstoffleitung liegt. Sobald die beispielhafte Kraftstoffleitung oder alle Kraftstoffleitungen
mittels des Kraftstoffs gereinigt sind und die Herstellungsrückstände von dem Filterelement
aufgefangen sind, wird das Filterelement dauerhaft umgangen, indem der Bypaß dauerhaft
geschlossen wird. Das Verschlußelement bzw. das Thermoventil ist dabei derart ausgeführt,
daß dieses den Bypaß auch bei einer Temperatur unterhalb seiner Betätigungstemperatur
verschlossen hält, sich also nach dem einmaligen Schließen nicht mehr öffnet.
[0009] Vorteilhaft kann die beispielhafte (unterdruckseitige) Kraftstoffleitung am Verbrennungsmotor
installiert bzw. montiert werden, und mit dem erfindungsgemäßen Verfahren in der am
Verbrennungsmotor installierten Lage von den Herstellungsrückständen gereinigt werden,
ohne daß eine Reinigung vor der Installation notwendig ist.
[0010] Die Aufgabe wird aber auch durch eine Vorrichtung zum Reinigen zumindest eines Abschnittes
einer Mediumleitung eines Verbrennungsmotors mit den Merkmalen des Anspruchs 5 gelöst.
[0011] Günstiger Weise ist der Mediumleitung bzw. Kraftstoffleitung ein mittels eines Verschlußelementes
verschließbarer Bypaß, in dem ein Filterelement angeordnet ist, derart zugeordnet,
daß Betriebsstoff aus dem zumindest einen Abschnitt der Mediumleitung nach einem ersten
Starten des Verbrennungsmotors durch den Bypaß strömt, wobei der Bypaß dauerhaft verschließbar
ist, wenn der zumindest eine Abschnitt der Mediumleitung gereinigt ist.
[0012] Das Verschlußelement ist zweckmäßiger Weise als Thermoventil ausgeführt, wobei der
Bypaß in Strömungsrichtung des Betriebsstoffes bzw. Kraftstoffes z. B. Diesel gesehen
beispielsweise zwischen dem eigentlichen Kraftstofffilter und dem Verbrennungsmotor,
vorzugsweise eine Hochdruckpumpe umgehend angeordnet ist. Die Hochdruckpumpe weist
eine Unterdruckseite und eine Überdruckseite auf. Überdruckseitige Kraftstoffleitungen
bzw. die Hochdruckpumpe selbst werden vor deren Installation am Verbrennungsmotor
von Herstellungsrückständen gereinigt. Unterdruckseitige Kraftstoffleitungen dagegen
können mit der vorgeschlagenen Vorrichtung und dem erfindungsgemäßen Verfahren gereinigt
werden. Vorteilhaft ist der Bypaß daher mit seiner Eingangsseite unterdruckseitig
und mit seinem Ausgangszweig überdruckseitig angeordnet, so daß die Hochdruckpumpe
umgangen wird.
[0013] In bevorzugter Ausgestaltung ist das Verschlußelement an der Eingangsseite des Bypaß
angeordnet. Möglich ist auch, daß das Verschlußelement in einem Strömungskanal zwischen
der Eingangsseite und der entsprechenden Ausgangsmündung in die Mediumleitung angeordnet
ist. Das Filterelement ist zweckmäßiger Weise zwischen dem Verschlußelement und der
Ausgangsmündung im Bypaß, also in Fließrichtung des Betriebsstoffes bzw. Kraftstoffes
gesehen zweckmäßig hinter dem Verschlußelement angeordnet. Möglich ist auch, vor der
Ausgangsmündung ein Klappenelement, bevorzugt eine Rückschlagklappe vorzusehen, um
zu vermeiden, daß der Bypaß in einem unerwarteten Versagensfall des Verschlußelementes
geöffnet wird.
[0014] Das Filterelement ist in bevorzugter Ausgestaltung als so genannter Diskfilter ausgeführt,
welcher die Herstellungsrückstände in Strömungsrichtung festhält. Das Filterelement
ist aber auf diese Ausführung nicht beschränkt, sondern kann in jeder geeigneten Ausgestaltung
gewählt werden, sofern die Herstellungsrückstände ausreichend aufgefangen und festgehalten
werden können.
[0015] Selbstverständlich soll das Filterelement den eigentlichen Kraftstofffilter, welcher
Verunreinigungen des Kraftstoffs bzw. des Diesels filtern soll, nicht ersetzen; Denn
der Bypaß ist nur temporär nach einem ersten Starten des Verbrennungsmotors geöffnet,
bis der Kraftstoff die Betätigungstemperatur des Verschlußelementes erreicht hat und
dann dauerhaft verschlossen. Damit kann aber eine Reinigung beispielsweise der bezogen
auf die Hochdruckpumpe unterdruckseitigen Kraftstoffleitung nach deren Installation
am Verbrennungsmotor durchgeführt werden.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und
der folgenden Figurenbeschreibung offenbart. Es zeigen:
- Fig. 1
- in prinzipieller Darstellung einen Verbrennungsmotor mit zugeordneter Kraftstoffleitung
die einen Bypaß aufweist,
- Fig. 2
- den Bypaß aus Figur 1 in geschlossenem Zustand, und
- Fig. 3
- eine mögliche Anordnung eines Verschlußelementes.
[0017] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen
versehen, weswegen diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
[0018] Figur 1 zeigt prinzipiell einen Verbrennungsmotor 1 mit einer Mediumleitung 2. Die
Mediumleitung 2 ist als Kraftstoffleitung ausgeführt, und wird im Folgenden als solche
bezeichnet.
[0019] Die Kraftstoffleitung 2 weist einen mittels eines Verschlußelementes 3 verschließbaren
Bypaß 4 auf. In dem Bypaß 4 ist ein Filterelement 6 angeordnet. Nach einem ersten
Starten des Verbrennungsmotors 1 strömt Betriebsstoff, wie z. B. Kraftstoff, beispielsweise
Diesel, durch die Kraftstoffleitung 2, nimmt Herstellungsrückstände (Späne oder dergleichen)
auf und transportiert diese durch den Bypaß 4 zum Filterelement 6. In dem Filterelement
6 werden die Herstellungsrückstände aufgefangen und dauerhaft festgehalten.
[0020] Der Bypaß 4 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel im Längsschnitt gesehen
U-förmig ausgeführt. Der Bypaß 4 weist eine Eingangsseite 7 und eine entsprechende
mit der Kraftstoffleitung 2 verbundene Ausgangsmündung 8 auf. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel verläuft der Bypaß 4 eingangsseitig mit seinem Eingangszweig 9
zunächst senkrecht von der Kraftstoffleitung 2 wegorientiert, und geht in einen zur
Kraftstoffleitung 2 parallel verlaufenden Strömungsabschnitt 11 über. Der Strömungsabschnitt
11 geht in einen Ausgangszweig 12 über, der in Richtung zur Kraftstoffleitung 2 orientiert
ist und mit seiner Ausgangsmündung 8 in dieser mündet. Natürlich kann der Bypaß 4
in jeder anderen geeigneten Ausgestaltung ausgeführt sein. Beispielsweise könnte der
Bypaß 4 im Längsschnitt gesehen Hufeisenförmig mit einem gebogenen Strömungsabschnitt
ausgeführt sein.
[0021] Das Verschlußelement 3 ist eingangsseitig angeordnet. In der in Figur 1 dargestellten
Position befindet sich das Verschlußelement 3 in einer den Bypaß 4 öffnenden Position
(Gebrauchsposition), so daß Kraftstoff, beispielsweise Diesel durch den Bypaß 4 und
das Filterelement 6 in Richtung zur Ausgangsmündung 8 strömt. Die Strömungsrichtung
ist mittels der Pfeile 13 dargestellt.
[0022] Das Filterelement 6 ist in Strömungsrichtung des Kraftstoffes (Pfeil 13) gesehen
hinter dem Verschlußelement 3 angeordnet.
[0023] In Figur 1 ist beispielhaft eine Common-Rail-Leitung eines Dieselmotors mit einer
nicht dargestellten Hochdruckpumpe gezeigt. Die nicht dargestellte Hochdruckpumpe
weist eine Unterdruckseite und eine Überdruckseite auf. Der Bypaß 4 ist so angeordnet,
daß die Eingangsseite 7 unterdruckseitig und die Ausgangsmündung 8 überdruckseitig
angeordnet ist. Somit umgeht der Bypaß 4 die Hochdruckpumpe. Dies ist günstig im Sinne
der Erfindung, da die überdruckseitige Kraftstoffleitung (gesehen von der Hochdruckpumpe
aus) und die Hochdruckpumpe selbst bereits von Herstellungsrückständen gereinigt sind.
Mittels des Filterelementes 6 werden also die Herstellungsrückstände zumindest eines
Abschnittes der Kraftstoffleitung, vorzugsweise der unterdruckseitigen Kraftstoffleitung
aufgefangen, ohne, daß diese in die Hochdruckpumpe gelangen können.
[0024] Der Kraftstoff, beispielsweise Diesel wird aus einem zentralen Tank in den Kraftstofftank
des Kraftfahrzeuges gefüllt und weist eine relativ geringe Temperatur von ca. 20°C
auf. Nach einem ersten Starten bei dem Hersteller des Verbrennungsmotors strömt der
Kraftstoff saugkraftbedingt durch die unterdruckseitige Kraftstoffleitung und den
geöffneten Bypaß 4 und transportiert dabei Herstellungsrückstände der unterdruckseitigen
Kraftstoffleitung zum Filterelement 6. Das Filterelement 6 fängt die Herstellungsrückstände
auf, so daß die unterdruckseitige Kraftstoffleitung von diesen gereinigt ist. Im Betrieb
(nach dem ersten Starten) erwärmt sich der Kraftstoff. Erreicht der Kraftstoff eine
Betätigungstemperatur des Verschlußelementes 3, schließt dieses den Bypaß 4. Das Verschlußelement
3 ist daher vorteilhaft als Thermoventil ausgeführt, welches den Bypaß 4 beispielsweise
bei 70°C Kraftstofftemperatur dauerhaft verschließt. Der Kraftstoff, z. B. Diesel
strömt dann im weiteren Betrieb des Verbrennungsmotors 1 durch die Hochdruckpumpe.
Der Bypaß 4 bleibt dabei dauerhaft verschlossen. Dieser Zustand ist in Figur 2 dargestellt.
Das Verschlußelement 3 in der bevorzugten Ausgestaltung als Thermoventil ist dabei
derart ausgeführt, daß sich dieses nach dem Schließen des Bypaß 4 nicht mehr öffnet,
bzw. den Bypaß 4 dauerhaft geschlossen hält. Insofern kann auch von einem temporären
Bypaß 4 bzw. Filterelement 6 gesprochen werden, dessen einzige Funktion in der Reinigung
der unterdruckseitigen Kraftstoffleitung zu sehen ist; denn nachdem die Kraftstoffleitung
von den Herstellungsrückständen gereinigt ist, bleibt der Bypaß 4 dauerhaft verschlossen.
Das Verschlußelement 3 weist fußseitig eine Dichtvorrichtung 14 auf, die sich abdichtend
an die in der Zeichnungsebene oberen Innenwand 16 der Kraftstoffleitung 2 anlegt (Figur
2).
[0025] Der Figur 2 ist weiter zu entnehmen, daß in dem Ausgangszweig 12 ein Klappenelement
17, beispielsweise eine Rückschlagklappe angeordnet ist. Das Klappenelement 17 ist
in einer den Ausgangszweig 12 dauerhaft verschließenden Position angeordnet, wenn
der Bypaß 4 mittels des Verschlußelementes 3 bzw. des Thermoventils dauerhaft geschlossen
ist. Das Klappenelement 17 verhindert ein Einströmen in den Bypaß 4, für den Fall,
daß das Verschlußelement 3 den Bypaß 4 unerwartet öffnen sollte. Das Klappenelement
17 dient quasi als zweites Verschlußelement bzw. als Sicherungselement. Günstiger
Weise ist das Klappenelement 17 in der den Ausgangszweig 12 schließenden Position
dauerhaft festgelegt, beispielsweise verrastet.
[0026] In Figur 3 ist das Verschlußelement 3 in dem Strömungskanal 11 angeordnet, wobei
das Filterelement 6 in dem Ausgangszweig 12 angeordnet ist. Das Verschlußelement 3
verschließt den Bypaß 4 und öffnet gleichzeitig den Eintritt zur Hochdruckpumpe. Das
Klappenelement 17 kann natürlich auch bei der Ausgestaltung gemäß Figur 3 vorgesehen
sein.
[0027] Das jeweilige Verschlußelement 3 in den Figuren 1 bis 3 soll lediglich beispielhaft
dargestellt sein, wobei dieses jeweils so ausgeführt sein soll, daß zum einen ein
Verschließen der Eingangsseite der Hochdruckpumpe und zum anderen ein dauerhaftes
Verschließen des Bypaß 4 möglich ist.
1. Verfahren zum Reinigen zumindest eines Abschnittes einer Mediumleitung (2) eines Verbrennungsmotors
(1), bestehend aus folgenden Schritten:
- Durchleiten eines Betriebsstoffes durch den zumindest einen Abschnitt der Mediumleitung
(2);
- Filterung des Betriebsstoffes durch ein Filterelement (6)
- Deaktivierung der Filterung nach Vorliegen einer bestimmten Betriebsbedingung.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Filterelement (6) in einem Bypaß (4) angeordnet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Deaktivierung der Filterung durch Schließen des Bypaß (4) erreicht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Betriebsbedingung zum Schließen des Bypaß (4) das Vorliegen einer bestimmten Mediumtemperatur
ist.
5. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Betriebsstoff einem von dem Verbrennungsmotor (1) erzeugten Saugdruck unterliegt,
und durch das im Bypaß (4) angeordnete Filterelement (6) strömt, wenn der Bypaß (4)
geöffnet ist.
6. Vorrichtung zum Reinigen zumindest eines Abschnittes einer Mediumleitung (2) eines
Verbrennungsmotors (1), insbesondere mit einem Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Mediumleitung (2) ein mit einem Verschlußelement (3) verschließbarer Bypaß (4),
in dem ein Filterelement (6) angeordnet ist, derart zugeordnet ist, daß Betriebsstoff
aus dem zumindest einen Abschnitt der Mediumleitung (2) durch den Bypaß (4) strömt,
und der Bypaß (4) mittels des Verschlußelementes (3) dauerhaft verschließbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verschlußelement (3) als Thermoventil ausgeführt ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
der zumindest eine Abschnitt der Mediumleitung (2) bezogen auf eine Hochdruckpumpe
unterdruckseitig angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Bypaß (4) mit seiner Eingangsseite (7) bezogen auf eine Hochdruckpumpe unterdruckseitig
und mit seiner Ausgangsseite bezogen auf die Hochdruckpumpe überdruckseitig angeordnet
ist, so daß der Bypaß (4) die Hochdruckpumpe umgeht.
10. Vorrichtung nach einem Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verschlußelement (3) eingangseitig dem Bypaß (4) zugeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Filterelement (6) in Strömungsrichtung des Betriebsstoffes gesehen hinter dem
Verschlußelement (3) angeordnet ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verfahren zum Reinigen zumindest eines Abschnittes einer Mediumleitung (2) eines
Verbrennungsmotors (1), bestehend aus folgenden Schritten:
- Durchleiten eines Betriebsstoffes durch den zumindest einen Abschnitt der Mediumleitung
(2);
- Filterung des Betriebsstoffes durch ein Filterelement (6), das in einem Bypaß (4)
angeordnet ist, wobei der Bypass (4) mittels eines als Thermoventil ausgeführten Verschlußelementes
(3) verschließbar ist;
- Deaktivierung der Filterung nach Vorliegen einer bestimmten Betriebsbedingung, indem
das Verschlußelement (3) den Bypass (4) dauerhaft verschließt, wenn der Betriebsstoff
erstmalig die Betätigungstemperatur des Verschlußelementes (3) erreicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Betriebsstoff einem von dem Verbrennungsmotor (1) erzeugten Saugdruck unterliegt,
und durch das im Bypaß (4) angeordnete Filterelement (6) strömt, wenn der Bypaß (4)
geöffnet ist.
3. Vorrichtung zum Reinigen zumindest eines Abschnittes einer Mediumleitung (2) eines
Verbrennungsmotors (1), wobei der Mediumleitung (2) ein mit einem Verschlußelement
(3) verschließbarer Bypaß (4), in dem ein Filterelement (6) angeordnet ist, derart
zugeordnet ist, daß Betriebsstoff aus dem zumindest einen Abschnitt der Mediumleitung
(2) durch den Bypaß (4) strömt, insbesondere mit einem Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
dass das Verschlußelement (3), als Thermoventil so ausgeführt ist, dass der Bypass
(4) dauerhaft verschließbar ist, wenn der Betriebsstoff erstmalig die Betätigungstemperatur
des Verschlußelementes (3) erreicht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der zumindest eine Abschnitt der Mediumleitung (2) bezogen auf eine Hochdruckpumpe
unterdruckseitig angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Bypaß (4) mit seiner Eingangsseite (7) bezogen auf eine Hochdruckpumpe unterdruckseitig
und mit seiner Ausgangsseite bezogen auf die Hochdruckpumpe überdruckseitig angeordnet
ist, so daß der Bypaß (4) die Hochdruckpumpe umgeht.
6. Vorrichtung nach einem Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verschlußelement (3) eingangseitig dem Bypaß (4) zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Filterelement (6) in Strömungsrichtung des Betriebsstoffes gesehen hinter dem
Verschlußelement (3) angeordnet ist.