[0001] Trägerelement, an welchem ein Hg-haltiges Material zur Anbringung in eine Entladungslampe
ausgebildet ist, und Entladungslampe mit einem derartigen Trägerelement
Technisches Gebiet
[0002] Die Erfindung betrifft ein Trägerelement, an welchem ein Hg-haltiges Material zur
Anbringung in einer Entladungslampe ausgebildet ist, sowie eine Entladungslampe mit
einem derartigen Trägerelement.
Stand der Technik
[0003] Das Einbringen von Quecksilber in Entladungslampen, insbesondere Niederdruckentladungslampen,
ist bekannt und kann beispielsweise mit einem Metallband, welches entsprechend beschichtet
ist, erfolgen. Aus der
WO 98/14983 ist eine Niederdruckentladungslampe bekannt, bei der ein Trägerelement, welches plattenartig
ausgebildet ist, in einem Entladungsgefäß der Lampe angeordnet ist und insbesondere
beispielsweise an einem Elektrodengestell befestigt ist. Das Trägerelement ist oberflächenbeschichtet
und weist einerseits eine Beschichtung mit einem Hg-haltigen Material und andererseits
eine Beschichtung mit einem Gettermaterial auf. Die beiden Beschichtungen sind separiert
voneinander ausgebildet. Das Trägerelement kann eine im Wesentlichen ebene Platte
oder jedoch auch eine gewinkelt ausgebildete Platte sein.
[0004] Üblicherweise wird eine derartige Oberflächenbeschichtung mit einem Schnecken-Vibrationssystem
durchgeführt, wobei dazu ein entsprechendes Pulver auf das Trägerelement aufgebracht
und verteilt wird. Durch diese Vorgehensweise ist die Dosiergenauigkeit vollkommen
vom Dosiersystem abhängig und relativ ungenau. Dadurch schwankt die Quecksilberkonzentration,
wodurch auch die Funktionalität der Ladungslampe beeinträchtigt werden kann
Darstellung der Erfindung
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Trägerelement zu schaffen, bei dem
die Dosierung des Hg-haltigen Materials verbessert werden kann. Insbesondere ist es
auch Aufgabe ein derartiges Herstellungsverfahren für ein Trägerelement zu schaffen.
Ebenso soll eine Entladungslampe mit einem Trägerelement geschaffen werden, bei der
die Funktionalität durch eine präzisere und genauere Einstellung der Menge des Quecksilbers
verbessert werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Trägerelement, welches die Merkmale nach Anspruch 1
aufweist, und eine Entladungslampe, welche die Merkmale nach Anspruch 15 aufweist,
gelöst.
[0007] Ein erfindungsgemäßes Trägerelement ist zur Anbringung in einer Entladungslampe ausgebildet.
An dem Trägerelement ist ein Hg-haltiges Material angeordnet. Dieses Hg-haltige Material
ist als stabförmiges Element ausgebildet und an einer Halterung des Trägerelements
angeordnet. Durch eine derartige Ausgestaltung kann die einfache und aufwandsarme
Anbringung des Hg-haltigen Materials erreicht werden und darüber hinaus eine sehr
exakte und reproduzierbare Menge von Quecksilber pro Trägerelement dosiert werden.
Insbesondere können sehr geringe Quecksilbermengen präzise dosiert werden.
[0008] Vorzugsweise ist das stabförmige Element so ausgebildet, dass es eine definierte
Menge von Quecksilber pro Längeneinheit aufweist und die an dem Trägerelement spezifisch
anzubringende Menge von Quecksilber abhängig von der Länge des Elements dosierbar
ist. Dadurch kann in sehr einfacher und schnell nachvollziebarer Weise die Quecksilber
Konzentration eingestellt und nachvollzogen werden, da lediglich eine gewünschte Länge
des Elements herangezogen werden muss, um das Trägerelement mit einer gewünschten
Quecksilberkonzentration versehen zu können.
[0009] Vorzugsweise weist das stabförmige Element eine Quecksilberkonzentration von 0,46
mg pro Millimeter auf. Insbesondere ist hierbei als stabförmiges Element ein Draht
mit einer entsprechenden Definition der Quecksilbermenge pro Längeneinheit bei einem
spezifischen Durchmesser vorgesehen. Diese Quecksilberkonzentration pro Längeneinheit
ist bevorzugt, jedoch lediglich beispielhaft und es können auch beliebige andere Konzentrationen
pro Längeneinheit vorgesehen sein. Insbesondere kann diese auch abhängig vom Querschnitt
und somit auch abhängig vom über die Längeneinheit betrachteten Volumen des stabförmigen
Elements anderweitig ausgestaltet sein.
[0010] Durch ein wie oben vorzugsweise erwähntes Konzentrationsverhältnis von Quecksilber
pro Längeneinheit des stabförmigen Elements kann sehr genau auch eine Menge von Quecksilber
kleiner 2 mg dosiert werden, wobei diesbezüglich Längen im Bereich von 4 mm des stabförmigen
Elements erzeugt und dem Trägerelement zugeordnet werden.
[0011] Vorzugsweise weist das Trägerelement als Halterung zumindest eine Vertiefung auf,
in welcher das Element angeordnet ist. Als Vertiefung kann beispielsweise eine Rille
oder ein Graben oder aber auch ein sacklochartiges Gebildet vorgesehen sein. Vorzugsweise
ist dabei das Trägerelement plattenartig ausgebildet und die Vertiefung in diesem
plattenartigen Teil eingeformt.
[0012] Es kann auch vorgesehen sein, dass das Trägerelement ein rohrartiger Hohlkörper ist.
Vorzugsweise ist an der Außenseite eines derartigen Hohlkörpers zumindest eine Haltelasche
zum Halten des stabförmigen Elements ausgebildet. Vorzugsweise ist das stabförmige
Element in die Haltelasche eingeklebt, eingeklemmt oder eingeschweißt. Dies stellt
eine sehr einfache Befestigung dar, welche dennoch eine ausreichend sichere Positionierung
des stabförmigen Elements gewährleistet.
[0013] Vorzugsweise erstreckt sich die Haltelasche im Wesentlichen über die gesamte Länge
des stabförmigen Elements. Bei einer derartigen Ausgestaltung ist das stabförmige
Element im Inneren der Haltelasche angeordnet, wobei die Haltelasche das stabförmige
Element umfangsseitig im Wesentlichen vollständig umgibt. Dadurch kann das stabförmige
Element auch geschützt werden.
[0014] Besonders bevorzugt erweist es sich, wenn der rohrartige Hohlkörper eine im Entladungsgefäß
der Entladungslampe angeordnete Elektrode umgibt. Die dann auch als Kappe bezeichnete
Ausgestaltung eines Trägerelements ist so angeordnet, dass die Rotationsachse bzw.
Längsachse des Hohlkörpers parallel oder koaxial zur Längsachse der Elektrode angeordnet
ist. Ein derartiges Trägerelement ist multifunktional ausgebildet.
[0015] Es kann auch vorgesehen sein, dass das Trägerelement an einer Stromzuführung für
eine Elektrode angeordnet ist. Diese Stromzuführung ist einem Elektrodengestell zugeordnet
und dient zur Halterung der Elektrode im Entladungsraum. Neben der Ausgestaltung des
Trägerelements als rohrartiger Hohlkörper zum Umgreifen einer Elektrode oder einer
Anbringung des Trägerelements an einer Stromzuführung kann auch vorgesehen sein, dass
das Trägerelement an einer einem Elektrodengestell zugeordneten Mittelstütze angeordnet
ist, welche zum Halten eines die Elektrode umgebenden rohrartigen Hohlkörpers ausgebildet
ist. Bei dieser Ausgestaltung ist das Trägerelement somit nicht zugleich auch der
rohrartige Hohlkörper, sondern ein dazu separates Komponententeil, welches an der
Mittelstütze angeordnet ist.
[0016] Vorzugsweise ist das Trägerelement als Metallband ausgebildet. Die plattenartige
Struktur des Metallbandes kann im Wesentlichen eben oder aber auch winkelförmig sein.
[0017] Vorzugsweise weist das stabförmige Element eine Mantel und eine Seele auf, wobei
das Quecksilber ausschließlich in der Seele enthalten ist. Das Quecksilber im stabförmigen
Element ist somit durch das Mantelmaterial umhüllt. Die Dosiermenge des pulverartigen
Quecksilbermaterials im Inneren (in der Seele) des stabförmigen Elements, insbesondere
des Drahtes, ist reproduzierbar, sehr genau und insbesondere nur von der Länge abhängig.
Hiermit sind insbesondere Dosiermengen kleiner 1 mg sehr präzise realisierbar.
[0018] Das Trägerelement ist im Inneren des Entladungsraumes des Entladungsgefäßes befestigt
und im Betrieb der Entladungslampe wird das Trägerelement mit Hochfrequenz erhitzt,
wodurch dann die entsprechende Quecksilbermenge freigesetzt wird.
[0019] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Entladungslampe, insbesondere eine
Niederdruckentladungslampe, mit einem Entladungsgefäß und zumindest einer darin angeordneten
Elektrode, und einem erfindungsgemäßen Trägerelement oder einer vorteilhaften Ausgestaltung
davon. Das Trägerelement ist insbesondere an einem Elektrodengestell angeordnet. Das
Elektrodengestell umfasst zumindest eine Stromzuführung, an der das Trägerelement
angeordnet sein kann. Das Elektrodengestell kann auch eine Mittelstütze zum Halten
eines die Elektrode umgebenden rohrartigen Hohlkörpers aufweisen, an welcher ein Trägerelement
angeordnet sein kann. Es kann auch vorgesehen sein, dass dem Elektrodengestell ein
die Elektrode umgebender rohrartiger Hohlkörper zugeordnet ist, welcher zugleich das
Trägerelement für das stabartige Element mit dem Hg-haltigen Material ist.
[0020] Vorzugsweise ist das stabartige Element zusätzlich auch mit einem Gettermaterial
versehen. In dem stabförmigen Element sind somit zugleich das Hg-haltige Material
als auch das Gettermaterial vermischt miteinander gebildet.
[0021] Neben einem Verkleben oder Verschweißen des stabförmigen Elements an der Halterung
kann auch ein einfaches Einstecken oder Verklemmen bzw. Verrasten zur Befestigung
vorgesehen sein. Die Entladungslampe kann als Leuchtstofflampe oder Kompaktleuchtstofflampe
ausgebildet sein.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0022] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
noch näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Entladungslampe;
- Fig. 2a u. 2b
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines er- findungsgemäßen Trägerelements;
- Fig. 3a u. 3b
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines er- findungsgemäßen Trägerelements;
- Fig. 4a u. 4b
- ein viertes Ausführungsbeispiel eines er- findungsgemäßen Trägerelements;
- Fig. 5
- ein fünftes Ausführungsbeispiel eines er findungsgemäßen Trägerelements;
- Fig. 6
- ein sechstes Ausführungsbeispiel eines er- findungsgemäßen Trägerelements;
- Fig. 7
- ein siebtes Ausführungsbeispiel eines er- findungsgemäßen Trägerelements;
- Fig. 8
- ein achtes Ausführungsbeispiel eines er- findungsgemäßen Trägerelements; und
- Fig. 9
- ein neuntes Ausführungsbeispiel eines er- findungsgemäßen Trägerelements.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
[0023] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0024] In Fig. 1 ist in einer schematischen Schnittdarstellung ein Ausschnitt einer als
Quecksilberdampf-Niederdruckentladungslampe ausgebildeten Entladungslampe 1 gezeigt.
Die Entladungslampe 1 umfasst ein rohrförmiges Entladungsgefäß 2, welches stabförmig,
U-förmig oder auch mehrfach gebogen sein kann. Die Enden des Entladungsgefäßes 2 sind
gasdicht verschlossen. Ein Elektrodengestell 3 der Entladungslampe 1 erstreckt sich
von einem Ende 4 der Entladungslampe 1 in den im Inneren des Entladungsgefäßes 2 ausgebildeten
Entladungsraum 5. Das Elektrodengestell 3 umfasst einen Glastellerfuß 6, dessen erweiterter
Rand 7 mit dem Ende 4 des Entladungsgefäßes 2 gasdicht verschmolzen ist.
[0025] Des Weiteren weist das Elektrodengestell 3 zwei separate Stromzuführungen 8 und 9
auf, welche zur Halterung einer als Lampenwendel ausgebildeten Elektrode 10 vorgesehen
sind. In dem Entladungsraum 5 der Entladungslampe 1 ist des Weiteren ein Trägerelement
11 angeordnet. Das Trägerelement 11 ist in der gezeigten Ausführung gemäß Fig. 1 an
der Stromzuführung 8 befestigt. Das Trägerelement 11 ist in Fig. 1 schematisch dargestellt.
An dem Trägerelement 11 ist zumindest ein längliches Element 12 ausgebildet, in welchem
Hg-haltiges Material angeordnet ist. Das Trägerelement 11 kann auch eine Mehrzahl
derartiger stabförmiger Elemente 12 aufweisen, welche geometrisch gleich oder auch
unterschiedlich ausgebildet sein können. Das Trägerelement 11 ist als Metallband konzipiert
und in erster Näherung plattenartig ausgebildet.
[0026] Neben der in Fig. 1 gezeigten Anbringung des Trägerelements 11 an der Stromzuführung
8, kann auch vorgesehen sein, dass das Trägerelement 11 an der Stromzuführung 9 befestigt
ist.
[0027] Ebenso kann jedoch auch vorgesehen sein, dass eine in Fig. 1 nicht dargestellte Kappe
für die Elektrode 10 vorgesehen ist, wobei diese Kappe als rohrartiger Hohlkörper
konzipiert ist, welcher die Elektrode 10 umgibt. Vorzugsweise weisen die in Fig.1
nicht gezeigte und horizontal verlaufenden Längsachse der Elektrode 10 und die Längsachse
einer derartigen Kappe die gleiche Orientierung auf. Insbesondere ist eine koaxiale
Anordnung vorgesehen.
[0028] Bei einer derartigen Ausgestaltung kann das Trägerelement 11 zugleich diese Kappe
darstellen.
[0029] Die Kappe ist insbesondere mit einer stabförmigen Mittelstütze (nicht dargestellt)
positionsgenau angeordnet, wobei diese Mittelstütze als zusätzliche Komponente zu
den Stromzuführungen 8 und 9 dem Elektrodengestell 3 zugeordnet ist. Es kann auch
vorgesehen sein, dass das Trägerelement 11 an dieser genannten Mittelstütze, an der
die Kappe angeordnet ist, befestigt ist.
[0030] Bei dem in Fig. 1 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel ist das Trägerelement 11 als
plattenartiges Metallband konzipiert und das als Drahtstück ausgebildete längliche
Element 12, welches sowohl Hg-haltiges Material als auch Gettermaterial aufweist,
in dem Trägerelement 11 angeordnet. Beispielsweise kann hier ein Kleben oder ein Schweißen
des Trägerelements 11 vorgesehen sein. Insbesondere ist beispielsweise eine Ausgestaltung
des Trägerelements 11, wie es in den nachfolgend noch erläuterten Fig. 5 und 6 dargestellt
ist, vorgesehen.
[0031] In Fig. 2a ist in perspektivischer Darstellung ein zweites Ausführungsbeispiel eines
Trägerelements 11 gezeigt. In der Darstellung ist das Trägerelement 11 als ein rohrartiger
Hohlkörper konzipiert, welcher einen gegenüber einem runden Querschnitt abgeflachten
Querschnitt aufweist. An einer Außenseite 13 ist eine Halterung in Form einer Lasche
14 vorgesehen, in welcher sich das Drahtstück in Form des länglichen Elements 12 erstreckt.
Die Haltelasche 14 weist eine Höhe h1 auf, welche der Höhe der Außenseite 13 entspricht
und im Ausführungsbeispiel auch im Wesentlichen die Höhe des Elements 12 beträgt.
Bei dieser Ausführung ist das stabförmige Element 12 somit über seine gesamte Länge
von der Haltelasche 14 umgeben. Das stabförmige Element 12 ist insbesondere in das
Innere der Haltelasche 14 eingeklebt oder eingeschweißt. Das Trägerelement 11 mit
der Haltelasche 14 ist insbesondere einstückig ausgebildet, wie dies auch in der Draufsichtdarstellung
gemäß Fig. 2b erkannt werden kann.
[0032] Das Trägerelement 11 gemäß den Darstellungen in Fig. 2a und 2b ist zusätzlich zur
Funktion der Halterung des stabförmigen Elements 12 auch zum Umgreifen der Elektrode
10 vorgesehen.
[0033] Entsprechendes gilt für die Ausgestaltungen des Trägerelements 11 in den Fig. 3a,
3b und Fig. 4a, 4b, welche nachfolgend noch erläutert werden.
[0034] Bei der perspektivischen Darstellung gemäß Fig. 3a sind zwei separate Haltelaschen
14 und 15 vorgesehen, welche das stabförmige Element 12 an der Außenseite 13 halten.
Bevorzugt sind diese streifenförmigen Haltelaschen 14 und 15 am oberen und unteren
Ende des Elements 12 angeordnet. Bei dieser Ausgestaltung ist das Element somit über
einen großen Längenteil freiliegend angeordnet. In der Draufsicht gemäß Fig. 3b kann
die Anbringung erkannt werden.
[0035] In Fig. 4a ist in perspektivischer Darstellung eine weitere Ausführungsform des Trägerelements
11 als rohrartiger Hohlkörper gezeigt. Bei dieser Ausgestaltung weist das stabförmige
Element 12 eine kleinere Länge als die Höhe h1 auf. Darüber hinaus sind Haltelaschen
16 und 17 vorgesehen, welche kappenartig über die Enden des stabförmigen Elements
12 gestülpt sind. Die Haltelaschen 16 und 17 sind somit quasi deckelartig über das
obere und das untere Ende des stabförmigen Elements 12 angeordnet. Ein Herausrutschen
kann dadurch besonders gut verhindert werden. Zusätzlich kann auch noch eine weitere
Befestigung in Form eines Verklebens oder Verschweißens vorgesehen sein.
[0036] In Fig. 4b ist wiederum eine Draufsicht auf die Darstellung gemäß Fig. 4a gezeigt.
[0037] In Fig. 5 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem das Trägerelement 11 plattenartig
ausgebildet ist und eine Vertiefung 19 aufweist, in welcher das stabförmige Element
12 angeordnet ist. Das Trägerelement 11 ist bei dieser Ausführung an einer stabförmigen
Mittelstütze 18 angeordnet, welche am oberen Ende ein abgebogenes Teilstück 18a aufweist.
An diesem Teilstück 18a ist das Trägerelement 11 befestigt, insbesondere angeschweißt.
Die Mittelstütze 18 dient darüber hinaus zum Halten einer nicht dargestellten Kappe,
welche separat zum Trägerelement 11 ausgebildet ist und einen rohrartigen Hohlkörper
darstellt. Dieser als Kappe ausgebildete rohrartige Hohlkörper umgibt dann die Elektrode
10. Wie in der Darstellung gemäß Fig. 5 zu erkennen ist, weist die Vertiefung 19 eine
Breite und eine Tiefe auf, so dass das stabförmige Element 12 gerade darin Platz findet.
[0038] In Fig. 6 ist in einer perspektivischen Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel
gezeigt, wobei im Unterschied zur Ausgestaltung gemäß Fig. 5 das Trägerelement 11
mit dem stabförmigen Element 12 in etwa auf Höhe der Mitte der Mittelstütze 18 dort
angeordnet ist. An der Mittelstütze 18 ist darüber hinaus eine wie bereits zu Fig.
5 erläuterte Kappe zum Umgreifen der Elektrode 10 anbringbar.
[0039] In Fig. 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel in perspektivischer Darstellung gezeigt,
wobei das Trägerelement 11 als gewinkelte Platte konzipiert ist. An dessen vorderem
Ende ist wiederum eine Vertiefung 19 in Form einer Umbiegung des plattenartigen Teils
konzipiert, wobei darin das stabförmige Element 12 angeordnet ist. Auch hier ist die
Mittelstütze 18 zusätzlich zum Halten des Trägerelements 11 auch zum Halten einer
vorab erläuterten Kappe vorgesehen.
[0040] Eine derartige Mittelstütze 18 gemäß den Ausführungen in Fig. 5 bis 7 ist zusätzlich
zu den Stromzuführungen 8 und 9 vorgesehen und dem Elektrodengestell 3 zugeordnet.
[0041] In Fig. 8 ist in beispielhafter Darstellung ein Trägerelement 11 gezeigt, welches
eine Mehrzahl von stabförmigen Elementen 12 umfasst. Diese sind jeweils in einer Vertiefung
19 des plattenartigen Trägerelements 11 angeordnet und beabstandet und im Wesentlichen
parallel zueinander positioniert. Die Länge l der Elemente 12 ist im Wesentlichen
gleich.
[0042] Bei allen in den Fig. 1 bis Fig. 8 gezeigten Ausführungsbeispielen weist das längliche
Element 12 eine Quecksilberkonzentration von 0,46 mg pro Millimeter Länge auf und
ist als Draht ausgebildet.
[0043] In Fig. 9 ist in einer perspektivischen Darstellung ein an einer Stromzuführung 8
angeschweißtes Trägerelement 11 gezeigt. Die Stromzuführung 8 verläuft dabei im Wesentlichen
parallel zum Element 12 und ist auf der Oberseite des Trägerelements seitlich zur
Vertiefung 19 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel sind zwei Schweißpunkte zur Befestigung
vorgesehen, wobei dies auch mehrere sein können oder eine gesamte Längenschweißung
ausgebildet sein kann.
1. Trägerelement, an welchem ein Hg-haltiges Material zur Anbringung in einer Entladungslampe
(1) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Hg-haltige Material als stabförmiges Element (12) ausgebildet ist und an einer
Halterung (14, 15, 16, 17; 19) des Trägerelements (11) angeordnet ist.
2. Trägerelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das stabförmige Element (12) eine definierte Menge von Hg pro Längeneinheit aufweist
und die an dem Trägerelement (11) spezifisch anzubringende Menge von Hg abhängig von
der Länge (l) des Elements (12) dosierbar ist.
3. Trägerelement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das stabförmige Element (12) etwa 0,46 mg Hg pro mm aufweist.
4. Trägerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Trägerelement (11) als Halterung zumindest eine Vertiefung (19) aufweist, in welcher
das Element (12) angeordnet ist.
5. Trägerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Trägerelement (11) plattenartig ausgebildet ist.
6. Trägerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Trägerelement (11) ein rohrartiger Hohlkörper ist.
7. Trägerelement nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der Außenseite (13) des Hohlkörpers als Halterung zumindest eine Haltelasche (14
bis 17) zum Halten des Elements (12) ausgebildet ist.
8. Trägerelement nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das stabförmige Element (12) in die Haltelasche (14 bis 17) eingeklebt, eingeklemmt
oder eingeschweißt ist.
9. Trägerelement nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Haltelasche (14 bis 17) im Wesentlichen über die gesamte Länge (1) des Elements
(12) erstreckt.
10. Trägerelement nach einem der Ansprüche 6 bis 9 ,
dadurch gekennzeichnet, dass
der rohrartige Hohlkörper eine im Entladungsgefäß (2) der Entladungslampe (1) angeordnete
Elektrode (10) umgibt.
11. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
es an einer Stromzuführung (8, 9) für eine Elektrode (10) angeordnet ist.
12. Trägerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
es an einer einem Elektrodengestell (3) zugeordneten Mittelstütze (18) angeordnet
ist, welche zum Halten eines die Elektrode (10) umgebenden rohrartigen Hohlkörpers
ausgebildet ist.
13. Trägerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
es als Metallband ausgebildet ist.
14. Trägerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das stabförmige Element (12) einen Mantel und eine Seele aufweist und das Hg in der
Seele enthalten ist.
15. Entladungslampe mit einem Entladungsgefäß (2) und zumindest einer darin angeordneten
Elektrode (10), und einem Trägerelement (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
welches in dem Entladungsgefäß (2) angeordnet ist.
16. Entladungslampe nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Trägerelement (11) an einem Elektrodengestell (3), insbesondere einer Stromzuführung
(8, 9) oder einer Mittelstütze (18), angeordnet ist, oder ein die Elektrode (10) umgebender
und dem Elektrodengestell (3) zugeordneter, rohrartiger Hohlkörper ist.