[0001] Die Erfindung betrifft ein Wertdokument, insbesondere eine Kreditkarte, Ausweise
oder Ticket, welches an einer seiner Oberflächen ein Sicherheitselement aufweist,
das eine Magnetschicht und eine Reflexionsschicht umfasst. Die Erfindung betrifft
weiter eine Transferfolie, insbesondere eine Heissprägefolie, zur Herstellung eines
solchen Wertdokuments.
[0002] Wertdokumente und Prägefolien der vorstehend erläuterten Art sind beispielsweise
aus
DE 34 22 910 C1 oder
EP 0 559 069 B1 bekannt. So beschreibt
DE 34 22 910 C1 eine Prägefolie, die eine Magnetschicht, eine Metallschicht sowie eine Schutzlackschicht
mit einer beugungsoptisch wirksamen Struktur aufweist.
EP 0 559 069 B1 beschreibt den Aufbau eines Wertdokuments mit einer Metallschicht und einer Magnetschicht,
wobei zwischen der Metallschicht und der Magnetschicht eine Barriereschicht vorgesehen
ist, die eine Einwirkung der magnetisierbaren Teilchen der Magnetschicht auf die Metallschicht
verhindert.
[0003] Beim Einsatz von Wertdokumenten der vorstehend erläuterten Art hat sich nun überraschend
gezeigt, dass beim Auslesen von Informationen, die in der Magnetschicht des Wertdokuments
gespeichert sind, sporadische Fehler auftreten. Neben dem Auftreten von Lesefehlern
war vereinzelt auch der Ausfall des gesamten Lesegerätes bei Vornahme eines Leseversuches
zu beobachten.
EP-A-286 738 zeigt auch den Stand der Technik.
[0004] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, das Auftreten von Fehlern beim maschinellen
Auslesen von Informationen aus einer Magnetschicht eines Wertdokuments der eingangs
erwähnten Art zu minimieren.
[0005] Diese Aufgabe wird von einem Wertdokument gelöst, welches an seiner Oberfläche ein
Sicherheitselement aufweist, wobei das Sicherheitselement eine Magnetschicht zur Speicherung
von maschinell auslesbaren Informationen und eine Reflexionsschicht aufweist, die
Reflexionsschicht in Bezug auf die Oberfläche des Wertdokuments oberhalb der Magnetschicht
angeordnet ist, die Reflexionsschicht und die Magnetschicht sich zumindest bereichsweise
überdecken, und die Reflexionsschicht eine nicht elektrisch leitfähige Reflexionsschicht
ist. Diese Aufgabe wird weiter von einer Transferfolie, insbesondere einer Heissprägefolie,
zur Herstellung eines solchen Wertdokuments gelöst, die einen Trägerfilm und eine
von dem Trägerfilm trennbare Übertragungslage aufweist, die eine Magnetschicht zur
Speicherung von maschinell auslesbaren Informationen und eine Reflexionsschicht aufweist,
wobei die Reflexionsschicht zwischen dem Trägerfilm und der Magnetschicht angeordnet
ist, die Reflexionsschicht und die Magnetschicht sich zumindest bereichsweise überdecken,
und die Reflexionsschicht eine nicht elektrisch leitfähige Reflexionsschicht ist.
[0006] Der Erfindung liegt hierbei die Erkenntnis zugrunde, dass die bei Wertdokumenten
der eingangs erwähnten Art auftretenden Lesefehler auf eine Akkumulation von elektrischer
Ladung auf der Metallschicht des Wertdokuments zurückzuführen ist, die bei der Verwendung
des Wertdokuments durch einen Ladungstransport von dem Körper des Benutzers auf die
Metallschicht des Wertdokuments verursacht wird. Die durch elektrostatische Aufladung
auf dem Körper des Benutzers akkumulierte Ladung wird bei der Verwendung/Berührung
des Wertdokuments beim Auftreten spezieller Umgebungs-Bedingungen auf die Metallschicht
des Wertdokuments übertragen bzw. kapazitiv in diese eingekoppelt. Dadurch, dass die
Reflexionsschicht erfindungsgemäss nicht elektrisch leitfähig ausgestaltet ist, wird
zum einen verhindert, dass die durch elektrostatische Aufladung auf dem Körper des
Benutzers akkumulierte Ladung auf die Reflexionsschicht übertragen und dort akkumuliert
wird. Weiterhin wird hierdurch auch eine Potentialtrennung zwischen einem mit dem
menschlichen Benutzer in Verbindung stehenden Bereich der Reflexionsschicht und dem
in unmittelbarer Nähe des Lesekopfes angeordneten Bereich der Reflexionsschicht des
Wertdokuments erzielt.
[0007] Eine nicht elektrisch leitfähige Reflexionsschicht zeigt die Eigenschaften eines
Isolierstoffes und weist vorzugsweise einen spezifischen elektrischen Widerstand von
mehr als 10
3 Ω mm
2 / m, vorzugsweise von mehr als 10
7 Ω mm
2/m, bei einer Temperatur von 20 °C auf.
[0008] Durch die Verwendung einer derartigen Reflexionsschicht anstelle einer metallischen
Reflexionsschicht wird das Auftreten der oben beschriebenen Störungen wirksam verhindert
und das Auftreten von Lesefehlern wesentlich reduziert.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen bezeichnet.
[0010] Gemäss eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung besteht die Reflexionsschicht
aus einem nicht elektrisch leitfähigen Material oder aus einer Anordnung von nicht
elektrisch leitfähigen Materialien. Die nicht elektrisch leitfähige Reflexionsschicht
besteht so beispielsweise aus einer einzigen Schicht aus einem nicht elektrisch leitfähigen
Material, aus mehreren aufeinander folgenden Schichten, die aus unterschiedlichen,
jeweils nicht elektrisch leitfähigen Materialien bestehen oder aus einer Dispersion
von nicht elektrisch leitfähigen Partikeln oder Pigmenten in einem nicht elektrisch
leitfähigen Bindemittel. Weiterhin ist es auch möglich, dass die nicht elektrisch
leitfähige Reflexionsschicht aus einer Dispersion von Partikel, die eine gewisse elektrische
Leitfähigkeit zeigen, in einem dielektrischen Bindemittel besteht, soweit die Reflexionsschicht
an sich aufgrund der gegenseitlichen Isolierung der Partikel durch das nicht elektrisch
leitfähige Bindemittel insgesamt nicht elektrisch leitfähig ist. Wesentlich ist hier,
dass ein Flächenbereich von weniger als 100 mm
2 der Reflexionsschicht nicht elektrisch leitfähig ist, bevorzugt, dass ein Flächenbereich
von weniger als 1 mm
2 nicht elektrisch leitfähig ist.
[0011] Die Reflexionsschicht besteht vorzugsweise aus einer oder auch aus mehreren dielektrischen
Schichten, die einen optischen Brechungsindex besitzen, welcher sich von dem der oberhalb
und/oder unterhalb der Reflexionsschicht angeordneten Schicht unterscheidet. Insbesondere
werden als solche dielektrischen Schichten dielektrische hochbrechende Schichten (HRI
= High Refraction Index) oder niedrigbrechende Schichten (LRI = Low Refraction Index)
eingesetzt. Unter niedrigbrechenden Schichten werden hierbei bevorzugt Schichten verstanden,
deren optischer Brechungsindex ≤ 1,6 ist. Unter hochbrechenden Schichten werden hier
bevorzugt Schichten verstanden, deren optischer Brechungsindex ≥ 2,0 ist.
[0012] Hierbei hat sich besonders der Einsatz von anorganischen dielektrischen hoch-/niedrigbrechenden
Schichten bewährt. Als Materialien für niedrigbrechende Schichten werden bevorzugt
Siliziumdioxid (Brechundsindex n = 1,5), Magnesiumoxid (Brechungsindex n = 1,6), Aluminiumoxid
(Brechnungsindex n = 1,6), Magnesiumfluorid (Brechnungsindex n = 1,4), Kalziumfluorid
(Brechungsindex n = 1,3 bis 1,4), Cerfluorid (Brechungsindex n = 1,6) oder Aluminiumfluorid
(Brechungsindex n = 1,3) verwendet. Als Materialien für hochbrechende Schichten werden
bevorzugt Zinksulfid (Brechungsindex n = 2,3), Titandioxid (Brechungsindex n = 2,4),
Zirkoniumdioxid (Brechungsindex n = 2,0), Zinkoxid (Brechungsindex n = 2,1), Indiumoxid
(Brechungsindex n = 2,0), Cerdioxid (Brechungsindex n = 2,3) oder Tantaloxid (Brechungsindex
n = 2,1) verwendet.
[0013] Neben der Verwendung von Schichten bestehend aus anorganischen Materialien ist es
auch möglich, in der Reflexionsschicht ein oder mehrere Schichten bestehend aus organischen
Materialien zu verwenden, deren Brechungsindex sich von dem Brechungsindex der umgebenden
Schichten deutlich unterscheidet. So können als niedrigbrechende Schichten auch Lackschichten
bestehend aus einem organischen Polymer verwendet werden, die üblicherweise niedrigbrechende
optische Eigenschaften zeigen.
[0014] Gemäss dieses Ausführungsbeispiels besteht die Reflexionsschicht somit bevorzugt
aus ein oder mehreren dielektrischen Schichten, die vollflächig im Bereich der Reflexionsschicht
beispielsweise durch Aufdampfen (im Falle von anorganischen dielektrischen Schichten)
oder Aufdrucken (im Falle von organischen dielektrischen Schichten) aufgebracht sind.
[0015] Gemäss eines bevorzugten Ausführungsbeispiels besteht die Reflexionsschicht aus einer
alternierenden Abfolge von mehreren hoch- und niedrigbrechenden Schichten. Beispielsweise
besteht die Reflexionsschicht aus einer ungeradzahligen Abfolge von drei oder mehr
Schichten, wobei ausgehend von einer hochbrechenden Schicht auf eine hochbrechende
Schicht jeweils eine niedrigbrechende Schicht und auf eine niedrigbrechende Schicht
eine hochbrechende Schicht folgt. Durch eine derartige Anordnung von Schichten ist
es möglich, den Anteil des von der Reflexionsschicht reflektierten Lichts erheblich
zu vergrössern. Die an den derartig gebildeten Brechungsebenen reflektierten Anteile
des einfallenden Lichts summieren sich auf, so dass sich der Prozentsatz des an der
Reflexionsschicht reflektierten Lichts mit der Anzahl der Brechungsebenen entsprechend
erhöht.
[0016] Als Zweckmässig hat es sich hierbei erwiesen, die Schichtdicke der hoch- und niedrigbrechenden
Schichten in einem derartigen Schichtsystem so zu wählen, dass die optische Dicke
der Schichten für den Bereich des für das menschliche Auge sichtbaren Lichts die λ/4-Bedingung
(λ = Wellenlänge des Lichts) nicht erfüllt. Auf diese Weise ist es möglich, störende
Interferenzeffekte zu vermeiden. Weiter ist es jedoch auch möglich, durch entsprechende
Wahl der Schichtdicken der hoch- und niedrigbrechenden Schichten ein Interferenz-Schichtsystem
auszubilden, welches einen blickwinkelabhängigen Farbverschiebungseffekt mittels Interferenz
erzeugt.
[0017] Überraschend hat sich hierbei auch gezeigt, dass der oben beschriebene Aufbau der
Reflexionsschicht aus ein oder mehreren niedrig- und/oder hochbrechenden Schichten
in Verbindung mit einer unter einer derartigen Reflexionsschicht angeordneten Magnetschicht
besonders gute optische Eigenschaften zeigt: Durch die üblicherweise dunkle Körperfarbe
der unter der Reflexionsschicht liegenden Magnetschicht wird ein erheblicher Anteil
der nicht reflektierten, durch die Reflexionsschicht transmittierten Anteile des einfallenden
Lichts von der Magnetschicht absorbiert, wodurch störende Interferenzeffekte durch
von der Magnetschicht rück-reflektierten Anteile des transmittierten Lichts vermieden
werden und ein brillantes optisches Ergebnis erzielt wird. Sind so beispielsweise
in die Oberfläche der Reflexionsschicht oder in eine an die Reflexionsschicht angrenzende
Lackschicht beugungsoptisch wirksame Oberflächenreliefs abgeformt, so ist der hierdurch
generierte optische Effekt, beispielsweise ein Hologramm oder Kinegram®, für den menschlichen
Betrachter selbst bei ungünstigen Beleuchtungsbedingungen klar und deutlich erkennbar.
[0018] Gemäss eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung besteht die
nicht leitende Reflexionsschicht aus einer vernetzten Flüssigkristallschicht. Die
vernetzte Flüssigkristallschicht ist hierbei bevorzugt vollflächig im gesamten Bereich
der Reflexionsschicht angeordnet. Vorzugsweise erfolgt vor der Vernetzung der Flüssigkristallschicht
eine Orientierung der Flüssigkristall-Moleküle. Das einfallende Licht wird an den
Gitterebenen der vernetzten Flüssigkristalle reflektiert. Ein interessantes optisches
Erscheinungsbild lässt sich durch die Verwendung von cholesterischen Flüssigkristallen
erzielen, welche aufgrund ihres spiralen Charakters blickwinkelabhängig unterschiedliche
Längenbereiche des Lichts unterschiedlich stark reflektierten/transmittieren und so
einen blickwinkelabhängigen Farbverschiebungseffekt zeigen. Auch hier ergeben sich
weitere überraschende Vorteile durch die Kombination einer derartigen Schicht mit
einer unterhalb der cholesterischen Flüssigkristallschicht angeordneten Magnetschicht.
Es hat sich gezeigt, dass aufgrund der dunklen Körperfarbe der Magnetschicht auch
hier ein Grossteil der durch die Flüssigkristallschicht transmittierten Lichtanteile
absorbiert wird und dadurch der oben geschilderte optisch variable Effekt besonders
gut zur Geltung kommt.
[0019] Gemäss eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung besteht die
Reflexionsschicht aus einer Dispersion von reflektierenden Pigmenten in einem dielektrischen
Bindemittel. Die reflektierenden Pigmente sind hierbei bevorzugt aus einer Abfolge
von hoch- und niedrigbrechenden Schichten aufgebaut, die jeweils aus einem dielektrischen
Material bestehen. Es ist jedoch auch möglich, dass diese Pigmente über einen Metallkern,
vorzugsweise bestehend aus Aluminium, Chrom, Kupfer, Silber oder Gold, bzw. einer
Legierung hieraus, verfügen. Auch die Verwendung von reflektierenden Effektpigmenten,
beispielsweise Interferenzsschicht-Pigmenten, ist möglich. Das Sicherheitselement
weist gemäss eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung eine Sicherheitsschicht
auf, die u.U. mehrschichtig aufgebaut ist und in Bezug auf die Oberfläche des Wertdokuments
oberhalb der Reflexionsschicht vorgesehen ist. Die Reflexionsschicht dient hierbei
der Verstärkung des von der Sicherheitsschicht erzeugten optischen Effektes, bzw.
es wird ein optischer Effekt, insbesondere ein optisch variabler Effekt, erst nach
Kombination dieser Sicherheitsschicht mit der Reflexionsschicht erzeugt. Die Sicherheitsschicht
weist bevorzugt eine Lackschicht auf, in die eine beugungsoptische Struktur abgeformt
ist. In die Lackschicht ist so beispielsweise ein Hologramm, ein Kinegram® oder ein
Beugungsgitter mit einer Spatialfrequenz von mehr als 300 Linien / mm abgeformt. Weiter
ist es auch möglich, dass in die Lackschicht eine Makrostruktur, beispielsweise ein
refraktives Mikrolinsenraster, eine Mattstruktur oder eine asymmetrische Struktur,
beispielsweise ein Blaze-Gitter, abgeformt ist. Weiter ist es auch möglich, dass die
Sicherheitsschicht Schichten aufweist, die eine fluoreszierendes oder thermochromes
Material aufweisen.
[0020] Gemäss eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung wird zwischen der Magnetschicht
und der nicht elektrisch leitfähigen Reflexionsschicht eine Barriereschicht vorgesehen.
Die Magnetschicht besteht bevorzugt aus einer Dispersion von magnetischen Teilchen
in einem Bindemittel, wobei die für magnetische Teilchen üblicherweise verwendeten
Eisenoxide über grössere-Anteile von chemisch/physikalisch gebundenem Wasser verfügen,
welches zu einer Zerstörung dielektrischer, anorganischer Schichten der Reflexionsschicht
führen kann. Um diese zu verhindern, wird zwischen Reflexionsschicht und Magnetschicht
vorzugsweise eine Barriereschicht bestehend aus hydrophoben anorganischen Pigmenten
mit einer grossen (inneren) Oberfläche angeordnet, die die Diffusion von Wasser insbesondere
durch den hydrophoben Charakter der anorganischen Pigmente als auch durch deren Absorptionsvermögen
wirksam verhindert. Der Gewichtsanteil derartiger Pigmente in der Barriereschicht
beträgt vorzugsweise 10 bis 30 %. Im Folgenden wird die Erfindung anhand von mehreren
Ausführungsbeispielen unter Zuhilfenahme der beiliegenden Zeichnungen beispielhaft
erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine Draufsicht auf ein erfindungsgemässes Wertdokument.
- Fig. 2
- zeigt einen Schnitt nach Linie I-I durch das Wertdokument nach Fig. 1.
- Fig. 3
- zeigt eine schematische Darstellung einer Reflexionsschicht des Wertdokuments nach
Fig. 1.
- Fig. 4
- zeigt eine schematische Darstellung einer Reflexionsschicht des Wertdokuments nach
Fig. 1.
- Fig. 5
- zeigt eine schematische Darstellung einer Reflexionsschicht des Wertdokuments nach
Fig. 1.
- Fig. 6
- zeigt einen abschnittsweisen, schematisierten Schnitt durch eine erfindungsgemässe
Transferfolie.
[0021] Fig. 1 zeigt die Rückseite einer Kreditkarte 1. Auf der rückseitigen Oberfläche weist
die Kreditkarte 1 ein streifenförmiges Sicherheitselement 2 auf. Das Sicherheitsmerkmal
2 ist auf einem aus Kunststoff bestehenden kartenförmigen Trägerkörper 3 angeordnet,
in den beispielsweise der Name des Karteninhabers sowie die Kreditkartennummer geprägt
ist. Das streifenförmige Sicherheitselement 2 kann über die gesamte Breite der Kreditkarte
1 verlaufen oder - wie in Fig. 1 angedeutet - die Breite der Kreditkarte 1 nur teilweise
überdecken. Das streifenförmige Sicherheitselement 2 ist hierbei in der Form eines
Magnetstreifens ausgeformt, wie er üblicherweise bei Kreditkarten zur Speicherung
von maschinenlesbaren Informationen vorgesehen ist. Das Sicherheitselement 2 besitzt
so eine Breite von ca. 10 bis 12 mm und eine Länge von beispielsweise 82 mm. Weiter
ist das Sicherheitselement 2 auf der Rückseite der Kreditkarte 1 in derselben Weise
wie der Magnetstreifen einer üblichen Kreditkarte plaziert, so dass in dem Sicherheitselement
2 gespeicherte maschinenlesbare Informationen von dem Lesekopf eines üblichen Lesegerätes
ausgelesen werden können.
[0022] Im Gegensatz zu üblichen Magnetstreifen weist das Sicherheitselement 2 eine Reflexionsschicht
auf, die dem Sicherheitselement 2 ein besonderes optisches Erscheinungsbild verleiht.
Weiter weist das Sicherheitselement 2 mehrere in Reflexion erkennbare optisch variable
Sicherheitsmerkmale 21 auf, bei denen es sich vorzugsweise um beugungsoptische Sicherheitselemente
wie Hologramme, Kinegrame® oder ein einen kinetischen Effekt generierendes Beugungsgitter
handelt.
[0023] Neben dem Sicherheitselement 2 weist die Rückseite der Kreditkarte 1 noch eine Kennung
4 und unter Umständen weitere optische Sicherheitsmerkmale auf.
[0024] Der Aufbau des Sicherheitselements 2 ist nun beispielhaft in Fig. 2 skizziert, die
einen Schnitt durch die Kreditkarte 1 entlang der Linie I-I zeigt.
[0025] Fig. 2 zeigt den Kunststoffkörper 3 und das auf dem Kunststoffkörper 3 applizierte
Sicherheitselement 2. Das Sicherheitselement 2 weist eine Kleberschicht 26, eine Magnetschicht
24 zur Speicherung von maschinell auslesbaren Informationen, eine Haftvermittlungsschicht
25, eine Reflexionsschicht 23 und eine optische Sicherheitsschicht 22 auf.
[0026] Die optische Sicherheitsschicht 22 besteht aus einer Schutzlackschicht und einer
Replizierlackschicht, in der eine beugungsoptische Struktur mittels eines Prägestempels
oder mittels UV-Replikation eingebracht ist. Wie bereits oben beschrieben, kann die
Sicherheitsschicht 22 anstelle oder zusätzlich zu einer Replizierlackschicht mit eingeprägter
beugungsoptischer Struktur ein oder mehrere weitere Schichten umfassen, die ein optisch
erkennbares Sicherheitsmerkmal, vorzugsweise in Kombination mit der Reflexionsschicht
23 bereitstellen. Weiter ist es auch möglich, dass die Sicherheitsschicht 22 eine
Schicht mit einem repetitiven Mikromuster und eine über dieser Schicht angeordneten
optisch transparente Schicht aufweist, in welcher ein Mikrolinsenraster abgeformt
ist. Vorzugsweise umfasst die Sicherheitsschicht 22 hier ein oder mehrere dielektrische
Schichten, wobei der Begriff "dielektrische Schicht" in diesem Zusammenhang sowohl
organische als auch anorganische Schichten mit dielektrischen Eigenschaften (nicht
elektrisch leitend) umfasst. Hierbei ist es auch möglich, dass die optische Sicherheitsschicht
22 neben ein oder mehreren Lackschichten und/oder anorganischen Schichten auch ein
oder mehrere Schichten bestehend aus einer Kunststoff-Folie, beispielsweise einer
Polyester-Folie, umfasst.
[0027] Die Magnetschicht 24 besteht aus einer Dispersion von Magnetpigmenten, bei denen
es sich üblicherweise um Eisenoxid handelt, in einem Bindemittel. Die Magnetschicht
hat hierbei vorzugsweise eine Stärke von 4 bis 12 µm. Weiter ist es auch möglich,
dass die Magnetschicht 24 aus einer aufgesputterten Schicht eines magnetischen Materials
besteht, wobei hierbei die Magnetschicht deutlich dünner gewählt werden kann.
[0028] Die Haftvermittlungsschicht 25 hat eine Dicke von 0,2 bis 5 µm und besteht vorzugsweise
aus einer organischen Lackschicht. Anstelle der Haftvermittlungsschicht 25 ist es
auch möglich, ein Schichtsystem bestehend aus ein oder mehreren Schichten, insbesondere
ein Schichtsystem umfassend eine Barriereschicht vorzusehen, welche einen Einfluss
der magnetisierbaren Teilchen der Magnetschicht auf die Reflexionsschicht 23 unterbindet.
[0029] Die Reflexionsschicht 23 wird von einer Schicht aus einem hochbrechenden, vorzugsweise
anorganischen Dielektrikum gebildet. Die Schicht 23 besteht so beispielsweise aus
Zinksulfid, welches auf die Schicht 22 in einer Dicke von 10 nm bis 500 nm im Vakuum
aufgedampft wird. Weiter kann die Schicht 23 auch aus einem der anderen, oben auf
geführten keramischen Materialien bestehen, die über einen höheren Brechungsindex
als die Schicht 22 verfügen. Die Schichtdicke der Reflexionsschicht 23 wird bevorzugt
kleiner als 1 µm gewählt, um das Auftreten von Mikrorissen bei Applizierung des Sicherheitselements
zwei auf dem Trägerkörper 3 möglichst zu vermeiden. Vorzugsweise besitzt die Schicht
23 eine Dicke von 100nm bis 400 nm.
[0030] Das Sicherheitselement 2 kann hierbei auf den Kunststoffkörper 3 als Teil der Übertragungslage
einer Transferfolie appliziert werden. Es ist jedoch auch möglich, dass ein oder mehrere
der Schichten des Sicherheitselements 2 direkt auf den Kunststoffkörper 3, beispielsweise
durch ein Druckverfahren, appliziert werden und die übrigen Schichten, beispielsweise
die optische Sicherheitsschicht 22 und die Reflexionsschicht 23, sodann als Teil einer
Transferlage einer Transferfolie, beispielsweise einer Heissprägefolie, auf diese
Schichten aufgebracht werden.
[0031] Fig. 3 zeigt einen weiteren möglichen Aufbau der Reflexionsschicht 23 anhand eines
Schnittes durch die Reflexionsschicht gemäss der in Fig. 1 angedeuteten Linie II-II.
Fig. 3 zeigt die Reflexionsschicht 23', die aus einer Abfolge von sieben Schichten,
vier hochbrechenden Schicht 231 und vier niedrigbrechenden Schichten 232, aufgebaut
ist. Wie in Fig. 3 dargestellt, wechseln im Schichtaufbau hoch- und niedrigbrechende
Schichten, d.h. auf eine hochbrechende Schicht folgt eine niedrigbrechende Schicht
und auf eine niedrigbrechende Schicht wiederum eine hochbrechende Schicht. Gemäss
eines ersten Ausführungsbeispiels besteht die Schicht 231 aus ZnS und die Schicht
232 aus MgF
2. Gemäss eines weiteren Ausführungsbeispiels besteht die Schicht 231 aus TiO
2 und die Schicht 232 aus SiO
2. Gemäss eines weiteren Ausführungsbeispiels besteht die Schicht 231 aus ZrO
2 und die Schicht 232 aus SiO
2. Gemäss eines weiteren Ausführungsbeispiels besteht die Schicht 231 TiO
2 und die Schicht 232 aus MgF
2. Gemäss eines weiteren Ausführungsbeispiels besteht die Schicht 231 aus ZrO
2 und die Schicht 232 aus MgF
2. Gemäss eines weiteren Ausführungsbeispiels besteht die Schicht 231 aus ZnS und die
Schicht 232 aus MgO. Gemäss eines weiteren Ausführungsbeispiels besteht die Schicht
231 aus TiO
2 und die Schicht 232 aus MgO. Gemäss eines weiteren Ausführungsbeispiels besteht die
Schicht 231 aus ZrO
2 und die Schicht 232 aus MgO.
[0032] Die Schichten 231 und 232 werden vollflächig aufeinander aufgedampft, bis die in
Fig. 3 dargestellte Schichtenfolge erreicht ist. Die Schicht 23' besitzt hierbei eine
Schichtdicke von vorzugsweise weniger als 1 µm, so dass die Dicke der einzelnen Schichten
231 und 232 entsprechend gewählt ist. Anstelle eines Systems aus sieben aufeinander
aufgedampften Schichten ist es auch möglich, eine grössere oder kleinere, bevorzugt
ungeradzahlige Anzahl von Schichten 231 und 232 in der Reflexionsschicht 23' vorzusehen.
[0033] Die Schichtdicke der einzelnen Schichten 231 und 232 wird hierbei vorzugsweise so
gewählt, dass im Bereich des sichtbaren Lichtes ein Grossteil des einfallenden Lichts
reflektiert wird und die unterhalb der Reflexionsschicht 23 angeordneten Schichten
so grösstenteils verborgen bleiben.
[0034] Dies kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass die effektive optische Dicke
der Schichten 231 und 232 so gewählt wird, dass für den Bereich des sichtbaren Lichts,
d.h. für den Wellenlängenbereich von 390 bis 770 nm, keine durch Interferenz erzeugte
Auslösungserscheinung zum Tragen kommt. Die effektive optische Dicke der Schichten
231 und 232 ist so bevorzugt kleiner als λ/2 für den Wellenlängenbereich des sichtbaren
Lichts zu wählen. Um weiter additive optisch störende Interferenzerscheinungen zu
vermeiden, ist die effektive optische Dicht der Schichten 231 und 232 bevorzugt kleiner
als λ/4 für den Bereich des sichtbaren Lichts zu wählen.
[0035] Fig. 4 zeigt einen weiteren möglichen allerdings nicht von den Ansprüchen umfassten
Aufbau der Reflexionsschicht 23 anhand eines Schnittes durch die Reflexionsschicht
gemäss der in Fig. 1 angedeuteten Linie II-II. Fig. 4 zeigt die Reflexionsschicht
23", die aus zwei Schichten, einer Orientierungsschicht 233 und einer Schicht 234
aus einem Flüssigkristall-Material besteht.
[0036] Die Orientierungsschicht 232 besteht vorzugsweise aus einer Replizierlackschicht,
in die mittels eines Prägewerkzeugs eine Reliefstruktur abgeformt worden ist. Die
Reliefstruktur besteht beispielsweise aus einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten
parallelen Rillen, die eine Orientierung von Flüssigkristall-Molekülen ermöglichen.
Die Spatialfrequenz der Reliefstruktur beträgt hierbei vorzugsweise 300 bis 3.000
Linien/mm und die Profiltiefe der Rillen beträgt bevorzugt 200 bis 600 nm. Es ist
jedoch auch möglich, dass die Orientierungsschicht 233 von einer belichteten Photopolymerschicht
gebildet wird. Prinzipiell sind hierfür sämtliche Photopolymere verwendbar, deren
Orientierungs-Eigenschaften durch Bestrahlung mit polarisiertem Licht festlegbar sind.
Beispiele derartiger Photopolymere (LPP = Linearily Photopolymerised Polymers) werden
beispielsweise in
EP 0 611 786 A,
WO 96/10049 und
EP 0 763 552 A beschrieben. Die Photopolymerschicht wird mittels eines nass-chemischen Verfahrens
auf die Schicht 22 aufgebracht, sodann getrocknet und mit polarisiertem UV-Licht belichtet.
[0037] Weiter ist es auch möglich, auf die Orientierungsschicht 233 zu verzichten oder in
die Schicht 22 eine entsprechende Oberflächenstruktur zur Orientierung der Flüssigkristall-Moleküle
einzuprägen bzw. die Schicht 22 vor Aufbringen der Flüssigkristallschicht 234 entsprechend
mechanisch zu bearbeiten, so dass sich eine Oberflächenstruktur bildet, welche für
die Orientierung der Flüssigkristall-Moleküle geeignet ist.
[0038] Auf die Orientierungsschicht 233 wird beispielsweise mittels eines Tiefdruckverfahrens
die Flüssigkristallschicht 234 aufgebracht. Die Flüssigkristallschicht 234 besteht
hierbei vorzugsweise aus einem strahlen- oder anders härtenden Flüssigkristall-Material.
Als Flüssigkristall-Material können beispielsweise die in
US 5 389 698,
US 5 602 661 A,
EP 0 689 084 A,
EP 0 689 065 A,
WO 98/52077 oder
WO 00/29878 beschriebenen Flüssigkristall-Materialien verwendet werden. Vorzugsweise wird für
die Schicht 234 hierbei "Merck RMM 129" oder "OPALVA®" (Vantico-Base) als Flüssigkristall
verwendet. Anschliessend werden die Flüssigkristalle bei Bedarf unter Zufuhr von Wärme
ausgerichtet. Abschliessend erfolgt eine UV-Härtung oder thermisch induzierte radikalische
Vernetzung des Flüssigkristall-Materials zur Fixierung der Orientierung der Flüssigkristall-Moleküle.
Weiter ist es auch möglich, dass die Schicht 234 aus einem lösungsmittelhaltigen Flüssigkristall-Material
einem Trocknungsprozess unterzogen wird und sich die Flüssigkristall-Moleküle während
der Verdampfung des Lösungsmittels gemäss der in die Orientierungsschicht 233 eingebrachten
Struktur orientieren.
[0039] Neben der Verwendung von nematischem Flüssigkristall-Material ist auch die Verwendung
von cholesterischem Flüssigkristall-Material möglich, welches in gleicher Weise wie
oben beschrieben auf die Orientierungsschicht aufgebracht, orientiert und sodann vernetzt
wird. Weiter ist es auch möglich, oberhalb oder unterhalb der Schicht 234 die Schicht
23 nach Fig. 2 bzw. das . Mehrschichtsystem 23' nach Fig. 3 vorzusehen.
[0040] Fig. 5 zeigt einen weiteren möglichen allerdings nicht von den Ansprüchen umfassten
Aufbau der Reflexionsschicht 23 anhand eines Schnittes durch die Reflexionsschicht
gemäss der in Fig. 1 angedeuteten Linie II-II. Fig. 5 zeigt die Reflexionsschicht
23"', die aus einer Dispersion von reflektierenden Pigmenten 235 in einem dielektrischen
Bindemittel 236 bestehen.
[0041] Die Schicht 23''' hat vorzugsweise eine Dicke von 1 µm bis 10 µm. Als reflektierende
Pigmente finden vorzugsweise plättchenförmige Pigmente mit einem mittleren Durchmesser
von 5 µm bis 30 µm Verwendung, die aus mehreren aufeinanderfolgenden dielektrischen
Schichten, beispielsweise gemäss dem Mehrschichtsystem nach Fig. 3 aufgebaut sind.
Als reflektierende Pigmente können auch metallische, vorzugsweise aus Aluminium bestehende
Pigmente verwendet werden.
[0042] Die Schicht 23''' kann hierbei wie folgt zusammengesetzt sein:
| Methylethylketon |
260 |
| Cyclohexanon |
130 |
| PolyvinylchloridNinylacetat - Copolymer (Tg = 79°C) |
110 |
| Polymethylmethacrylat (Tg = 121 °C) |
150 |
| Pigment (z.B. Aluminiumpigment) |
350 |
[0043] Fig. 6 zeigt eine Transferfolie 6 zur Herstellung des Wertdokuments nach Fig. 1.
Die Transferfolie 6 besteht aus einem Trägerfilm 61, einer Ablöseschicht 63, und einer
Übertragungslage 62 mit einer Schutzlackschicht 64, einer Replizierlackschicht 65,
einer Reflexionsschicht 66, einer Haftvermittlungsschicht 67, einer Barriereschicht
68, einer Magnetschicht 69 und einer Kleberschicht 70. Der Trägerfilm 10 wird von
einer Kunststoff-Folie, vorzugsweise von einer Polyesterfolie einer Dicke von 12 bis
23 µm, gebildet. Auf diese Polyesterfolie werden die folgenden Schichten bevorzugt
mittels einer Tiefdruckwalze aufgebracht und ggf. getrocknet. Als Ablöseschicht 63
wird hierbei vorzugsweise eine Schicht aus einem wachsartigen Material aufgebracht.
Die Schutzlackschicht 64 und die Replizierlackschicht 65 haben eine Dicke von 0,3
bis 1,2 µm. Die Replizierlackschicht 65 besteht aus einem thermoplastischen Lack,
in den mittels eines beheizten rotierenden Prägezylinders oder durch Hub-Prägung eine
beugungsoptische Struktur 71, beispielsweise ein Hologramm oder Kinegram®, eingeprägt
wird.
[0044] Anschliessend wird auf die Replizierlackschicht 65 eine aus SiO
x oder ZnS bestehende Schicht in einer Dicke von 10 nm bis 500 nm als Reflexionsschicht
66 aufgedampft.
[0045] Anschliessend werden die Haftvermittlungsschicht 67, die Barriereschicht 68, die
Magnetschicht 69 und die Kleberschicht 70 aufgedruckt. Die Metallschicht 66 hat eine
Dicke von 0,01 bis 0,04 µm. Die Haftvermittlungsschicht 12 hat eine Dicke von 0,2
bis 0,7 µm. Die Barriereschicht 68 hat eine Dicke von 0,5 bis 5 µm. Die Magnetschicht
69 hat eine Dicke von 4 bis 12 µm, vorzugsweise von etwa 9 µm. Die Kleberschicht 70
hat eine Dicke von 0,3 bis 1,2 µm.
[0046] Die verschiedenen Schichten der Transferfolie 6 können wie folgt zusammengesetzt
sein:
Replizierlackschicht 65
[0047]
| Komponente |
Gew.-Teile |
| hochmolekulares PMMA-Harz |
2.000 |
| Silikonalkyd, ölfrei |
300 |
| nichtionisches Netzmittel |
50 |
| Methylethylketon |
750 |
| niedrigviskose Nitrocellulose |
12.000 |
| Toluol |
2.000 |
| Diacetonalkohol |
2.500 |
Reflexionsschicht 66
[0048] Im Vakuum aufgedampfte Schicht aus ZnS oder SiO
x.
Haftvermittlungsschicht 67
[0049]
| Komponente |
Gew.Teile |
| hochmolekulares PVC-PVAc Copolymer |
1.200 |
| Methylethylketon |
3.400 |
| Toluol |
1.000 |
| Mattierungsmittel |
100 |
Barriereschicht 68
[0050]
| Komponente |
Gew.-Teile |
| Methylethylketon |
30 |
| Toluol |
35 |
| Ethylalkohol |
15 |
| Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymers FP : > 65 °C |
11 |
| Ungesättigtes Polyesterharz (Fp : 100 °C, d = 1,24 g/cm3) |
3 |
| Silikonpolyesterharz (D = 1,18 g/cm3) |
2 |
| Hydrophobierte Kieselsäure (ph ≥ 7 einer 5%igen Slurry in H2O) |
4 |
Magnetschicht 69
[0051] Diese besteht aus einer Dispersion nadelförmigen γ-Fe
2O
3-Magnetpigments in einem Polyurethanbindemittel, verschiedenen Lackhilfsmitteln und
einem Lösungsmittelgemisch aus Methylethylketon und Tetrahydrofuran. Die Magnetschicht
muss allerdings nicht unbedingt diese Zusammensetzung haben. Anstelle der Fe
2O
3-Pigmente können z.B. auch andere Magnetpigmente, beispielsweise Co-dotierte magnetische
Eisenoxide oder sonstige feindispergierte magnetische Materialien (Sr, Ba-Ferrite)
verwendet werden. Die Bindemittelkombination der Magnetschicht 69 kann ggf. auch so
gewählt werden, dass auf die Haftvermittlungsschicht verzichtet werden kann, weil
sich direkt eine gute Haftung unmittelbar auf dem Metall ergibt, was bei Wegfall der
Barriereschicht 68 von Bedeutung sein kann.
Kleberschicht 70
[0052] Bei der Kleberschicht 70 kann es sich um eine an sich bekannte Heissklebeschicht
handeln. Die Anbringung dieser Schicht ist jedoch nicht immer erforderlich. Dies hängt
von der Zusammensetzung des Substrats des Wertdokuments ab, auf das die Prägefolie
geprägt werden soll. Wenn das Substrat beispielsweise aus PVC besteht, wie dies bei
Kreditkarten meist der Fall ist, kann normalerweise auf eine besondere Heissklebeschicht
verzichtet werden.
1. Wertdokument (1), insbesondere Kreditkarte, Ausweis oder Ticket, welches an einer
seiner Oberflächen ein Sicherheitselement (2) aufweist,
wobei das Sicherheitselement (2) eine Magnetschicht (25, 69) zur Speicherung von maschinell
auslesbaren Informationen und eine Reflexionsschicht (23, 66) aufweist, wobei die
Reflexionsschicht in Bezug auf die Oberfläche des Wertdokuments oberhalb der Magnetschicht
(25, 69) angeordnet ist, wobei die Reflexionsschicht (23, 66) und die Magnetschicht
(25, 69) sich zumindest bereichsweise überdecken und wobei die Reflexionsschicht (23,
66) eine nicht elektrisch leitfähige Reflexionsschicht ist, die ein oder mehrere dielektrische
hoch- und/oder niedrigbrechende Schichten (231, 232) aufweist, wobei die ein oder
mehreren dielektrischen hoch- und/oder niedrigbrechenden Schichten (231, 232) jeweils
aus einem dielektrischen, anorganischen Material, insbesondere aus einem keramischen
Material, bestehen.
2. Wertdokument (1) nach Anspruch 1,
wobei die Reflexionsschicht (23') aus einer alternierenden Abfolge von hoch- und niedrigbrechenden
Schichten (231, 232) besteht.
3. Wertdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Schichtdicke der hoch- und/oder niedrigbrechenden Schichten jeweils so gewählt
ist, dass im Bereich des für das menschliche Auge sichtbaren Lichts die optische Dicke
der jeweiligen hoch- bzw. niedrigbrechenden Schicht die λ/4-Bedingung nicht erfüllt.
4. Wertdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die ein oder mehreren dielektrischen hoch- und/oder niedrigbrechenden Schichten
ein Interferenz-Schichtsystem bilden, welches einen blickwinkelabhängigen Farbverschiebungseffekt
mittels Interferenz erzeugt.
5. Wertdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Reflexionsschicht (23") eine vernetzte Flüssigkristallschicht (234) aufweist.
6. Wertdokument (1) nach Anspruch 5,
wobei die Flüssigkristallschicht (234) aus einem cholesterischen Flüssigkristall besteht.
7. Wertdokument (1) nach Anspruch 5 oder Anspruch 6,
wobei unterhalb oder oberhalb der Flüssigkristallschicht (234) eine Orientierungsschicht
(233) zur Orientierung der Flüssigkristall-Moleküle der Flüssigkristallschicht vorgesehen
ist.
8. Wertdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Reflexionsschicht (23''') eine aus einer Dispersion von reflektierende Pigmenten
(235) in einem dielektrischen Bindemittel (236) bestehende schicht aufweist.
9. Wertdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Magnetschicht (25) des Sicherheitselements (2) in Form eines Streifens ausgeformt
ist und die Reflexionsschicht (23) die Magnetschicht (25) vollflächig überdeckt.
10. Wertdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei in der Reflexionsschicht (23, 66) eine beugungsoptische Struktur (21, 71) abgeformt
ist.
11. Wertdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei in dem Sicherheitselement (2) oberhalb oder unterhalb der Reflexionsschicht
(23, 66) eine Lackschicht (65) vorgesehen ist, in die eine beugungsoptische Struktur
(21, 71) abgeformt ist.
12. Wertdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Magnetschicht (25, 69) aus einer Dispersion von magnetischen Teilchen in
einem Bindemittel besteht.
13. Wertdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Magnetschicht aus einer Dispersion von magnetischen Teilchen und Farbpigmenten
mit heller Körperfarbe in einem Bindemittel besteht.
14. Wertdokument (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei zwischen der Magnetschicht (69) und der Reflexionsschicht (66) eine Barriereschicht
(68) vorgesehen ist.
15. Transferfolie (6), insbesondere Heissprägefolie, zur Herstellung eines Wertdokuments
nach Anspruch 1,
wobei die Transferfolie (6) einen Trägerfilm (61) und eine von dem Trägerfilm (61)
trennbare Übertragungslage (62) aufweist, die eine Magnetschicht (69) zur Speicherung
von maschinell auslesbaren Informationen und eine Reflexionsschicht (66) aufweist,
wobei die Reflexionsschicht (66) zwischen dem Trägerfilm (61) und der Magnetschicht
(69) angeordnet ist und die Reflexionsschicht (66) und die Magnetschicht (69) sich
zumindest bereichsweise überdecken, und wobei die Reflexionsschicht (66) eine nicht
elektrisch leitfähige Reflexionsschicht ist, die ein oder mehrere dielektrische hoch-
und/oder niedrigbrechende Schichten (231, 232) aufweist, wobei die ein oder mehreren
dielektrischen hoch- und/oder niedrigbrechenden Schichten (231, 232) jeweils aus einem
dielektrischen, anorganischen Material, insbesondere aus einem keramischen Material,
bestehen.
1. Document of value (1), in particular a credit card, identity card or ticket, which
on one of its surfaces has a security element (2),
the security element (2) having a magnetic layer (25, 69) for storing machine-readable
information and a reflective layer (23, 66), the reflective layer being arranged above
the magnetic layer (25, 69) in relation to the surface of the document of value, the
reflective layer (23, 66) and the magnetic layer (25, 69) overlapping, at least in
some regions, and the reflective layer (23, 66) being a reflective layer which is
not electrically conductive and which has one or more dielectric high and/or low refractive
index layers (231, 232), the one or more dielectric high and/or low refractive index
layers (231, 232) each being composed of a dielectric inorganic material, in particular
of a ceramic material.
2. Document of value (1) according to Claim 1,
the reflective layer (23') being composed of an alternating sequence of high and low
refractive index layers (231, 232).
3. Document of value (1) according to one of the preceding claims,
the layer thickness of the high and/or low refractive index layers being chosen in
each case in such a way that, in the range of light visible to the human eye, the
optical thickness of the respective high or low refractive index layer does not meet
the λ/4 condition.
4. Document of value (1) according to one of the preceding claims,
the one or more dielectric high and/or low refractive index layers forming an interference
layer system which generates a colour displacement effect dependent on viewing angle
by means of interference.
5. Document of value (1) according to one of the preceding claims,
the reflective layer (23") having a cross-linked liquid-crystal layer (234).
6. Document of value (1) according to Claim 5,
the liquid-crystal layer (234) being composed of a cholesteric liquid crystal.
7. Document of value (1) according to Claim 5 or Claim 6,
an orientation layer (233) for the orientation of the liquid-crystal molecules of
the liquid-crystal layer being provided below or above the liquid-crystal layer (234).
8. Document of value (1) according to one of the preceding claims,
the reflective layer (23''') having a layer composed of a dispersion of reflective
pigments (235) in a dielectric binder (236).
9. Document of value (1) according to one of the preceding claims,
the magnetic layer (25) of the security element (2) being moulded in the form of a
strip and the reflective layer (23) overlapping the magnetic layer (25) over its entire
surface.
10. Document of value (1) according to one of the preceding claims,
an optically diffractive structure (21, 71) being moulded in the reflective layer
(23, 66).
11. Document of value (1) according to one of the preceding claims,
a varnish layer (65) being provided in the security element (2) above or below the
reflective layer (23, 66), in which varnish layer an optically diffractive structure
(21, 71) is moulded.
12. Document of value (1) according to one of the preceding claims,
the magnetic layer (25, 69) being composed of a dispersion of magnetic particles in
a binder.
13. Document of value (1) according to one of the preceding claims,
the magnetic layer being composed of a dispersion of magnetic particles and colour
pigments having a light body colour in a binder.
14. Document of value (1) according to one of the preceding claims,
a barrier layer (68) being provided between the magnetic layer (69) and the reflective
layer (66).
15. Transfer film (6), in particular a hot embossing film, for the production of a document
of value according to Claim 1,
the transfer film (6) having a carrier film (61) and a transfer layer (62) that can
be separated from the carrier film (61) and has a magnetic layer (69) for storing
machine-readable information and a reflective layer (66), the reflective layer (66)
being arranged between the carrier film (61) and the magnetic layer (69) and the reflective
layer (66) and the magnetic layer (69) overlapping, at least in some regions, and
the reflective layer (66) being a reflective layer which is not electrically conductive
and which has one or more dielectric high and/or low refractive index layers (231,
232), the one or more dielectric high and/or low refractive index layers (231, 232)
each being composed of a dielectric inorganic material, in particular of a ceramic
material.
1. Document de valeur (1), en particulier une carte de crédit, une carte d'identité ou
un ticket, lequel présente un élément de sécurité (2) sur l'une de ses surfaces, sachant
que l'élément de sécurité (2) présente une couche magnétique (25, 69) servant à stocker
des informations lisibles par une machine et une couche réfléchissante (23, 66),
caractérisé en ce que par rapport à la surface du document, la couche réfléchissante est disposée au-dessus
de la couche magnétique (25, 69), que la couche réfléchissante (23, 66) et la couche
magnétique (25, 69) sont superposées du moins partiellement et sachant que la couche
réfléchissante (23, 66) est une couche réfléchissante non conductible d'électricité
qui présente une ou plusieurs couches diélectriques hautement et/ou faiblement cassantes
(231, 232), sachant que la ou les couches diélectriques hautement et/ou faiblement
cassantes (231, 232) consistent chacune en un matériau diélectrique, anorganique et
en particulier un matériau céramique.
2. Document de valeur (1) selon la revendication 1,
caractérisé en de que la couche réfléchissante (23') consiste en une série de couches hautement
et faiblement cassantes alternantes.
3. Document de valeur (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'épaisseur des couches hautement et/ou faiblement cassantes est choisie de telle
sorte qu'au niveau de la lumière perceptible à l'oeil nu, l'épaisseur optique de la
couche hautement et/ou faiblement cassante ne remplie pas les conditions N4.
4. Document de valeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la ou les couches diélectriques hautement et/ou faiblement cassantes forment un système
de couches d'interférence, lequel génère un effet de mouvement de couleur dépendant
de l'angle de vision, à l'aide d'interférences.
5. Document de valeur (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la couche réfléchissante (23") présente une couche de cristaux liquides (234) réticulée.
6. Document de valeur (1) selon la revendication 5,
caractérisé en ce que la couche de cristaux liquides (234) est composée d'un cristal liquide cholestérique.
7. Document de valeur (1) selon la revendication 5 ou la revendication 6, caractérisé en ce que en-dessous ou au-dessus de la couche de cristaux liquides (234), il est prévu une
couche d'orientation (233) servant à orienter les molécules de cristaux liquide de
la couche de cristaux liquides.
8. Document de valeur (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la couche réfléchissante (23"') présente une couche composée d'une dispersion de
pigments réfléchissants (235) dans un liant diélectrique.
9. Document de valeur (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la couche magnétique (25) de l'élément de sécurité (2) possède la forme d'une bande
et que la couche réfléchissante (23) recouvre entièrement la couche magnétique (25)
10. Document de valeur (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une structure à diffraction optique (21, 71) est moulée dans la couche réfléchissante
(23, 66).
11. Document de valeur (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que dans l'élément de sécurité (2), au-dessus ou
en-dessous de la couche réfléchissante (23, 66), il est prévue une couche de peinture
(65) dans laquelle est moulée une couche à diffraction optique (21, 71).
12. Document de valeur (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la couche magnétique (25, 69) est composée d'une dispersion de particules magnétiques
dans un liant.
13. Document de valeur (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la couche magnétique est composée d'une dispersion de particules magnétiques et de
pigments de couleur avec une couleur de corps claire dans un liant.
14. Document de valeur (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'entre la couche magnétique (69) et la couche réfléchissante (66) est prévue une couche
barrière (68).
15. Film de transfert (6), en particulier un film d'estampage à chaud, servant à la fabrication
d'un document de valeur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le film de transfert (6) présente un film porteur (61) et une couche de transfert
(62) séparable du film porteur (61), laquelle présente une couche magnétique (69)
servant au stockage d'informations lisibles par une machine et une couche réfléchissante
(66), sachant que la couche réfléchissante (66) est disposée entre le film porteur
(61) et la couche magnétique (69) et que la couche réfléchissante (66) et la couche
magnétique (69) sont superposées du moins partiellement et sachant que la couche réfléchissante
(66) est une couche non conductible d'électricité qui présente une ou plusieurs couches
diélectriques hautement et/ou faiblement cassantes (231, 232), sachant que la ou les
couches diélectriques hautement et/ou faiblement cassantes (231, 232) sont chacune
composées d'un matériau diélectrique anorganique, en particulier un matériau céramique.