[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern von fließfähigen Stoffen nach
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie ein Verfahren dazu.
[0002] Der
EP 0 937 004 A ist eine Vorrichtung zum pneumatischen Fördern pulverförmiger Stoffe mit einem an
eine Zuführleitung sowie einen Austrag für das Fördergut angeschlossenen Behälter
zu entnehmen, der durch zumindest ein plattenartiges Filterelement von einem an eine
Vakuumleitung angeschlossenen Raum getrennt ist; die Weite des Filterelements entspricht
höchstens dem Durchmesser des Behälters. Zum Fördern eines Stoffes des spezifischen
Gewichtes von 0,1 bis 15,0 g/cm
3 sowie mit einem Korngrößenbereich zwischen 0,1 bis 300 µm als Fördergut liegt das
Verhältnis der Länge des eine Pumpkammer bildenden Behälters zur zeitweiligen Aufnahme
des Fördergutes zu seinem inneren Durchmesser zwischen 0,5 und 10,0 und das plattenartige
Filterelement ist zwischen einer Vakuumleitung einer Vakuumpumpe zum Ansaugen des
Fördergutes und der Pumpkammer vorgesehen. An den an die Vakuumpumpe angeschlossenen
Raum schließt eine Fördergasleitung einer Fördergasquelle an, und sowohl in der Vakuumleitung
als auch in der Fördergasleitung ist jeweils ein automatisches Sperrorgan angeordnet.
[0003] Aus der
EP 0 538 711 A geht eine Fördervorrichtung etwa für Kunststoffgranulate mit einer Schlauchleitung
hervor, die einends mittels einer Lanze in einen Speichersilo eintaucht sowie andernends
durch einen Filterträger hindurch in einen Rohrstutzen einragt, der auf dem kastenartigen
Einlass einer tangentialen Einzugsöffnung eines Plastifizierzylinders sitzt. Über
dem Filterträger ist eine ebenfalls von der Schlauchleitung durchsetzte Deckel-Baugruppe
mit einer Saugkammer vorgesehen. Letztere weist zum Rohrstutzen gerichtete Saugöffnungen
auf und steht mit einem Düsensystem in Wirkverbindung, dem Druckluft oder Druckgas
als Arbeitsmedium zugeführt werden kann. In der Saugkammer wird ein relativ hoher
Unterdruck erzeugt, der sich durch die Saugöffnungen und die Filter in den Rohrstutzen
sowie von dort aus durch die Schlauchleitung bis in den Speichersilo fortpflanzt.
Jenes Arbeitsmedium soll durch Erhöhung seiner Geschwindigkeit im Fördergut einen
so hohen Druck erzeugen, dass die Feststoffe unter Vermischung mit einem Saugluftstrom
zu jenem kastenartigen Einlass gesaugt werden. An den Filtern werden die Feststoffe
vom Saugluftstrom abgetrennt und dieser mit dem Arbeitsmedium gemischt. Eine Filterreinigung
kann während des Prozesses nicht durchgeführt werden.
[0004] Nach dem Stand der Technik sind derartige Fördervorrichtungen auf ein bestimmtes
Produkt zugeschnitten, also auf das Fördern von Pulvern oder das Fördern von Flüssigkeit.
Zwar können einige Diaphragmapumpen Pulver und Flüssigkeiten fördern, jedoch ist ein
effizientes Behandeln von Pulver nur in geringem Maße möglich sowie nur dann, wenn
die Substanz das Pulver auf den Prozess besonders abgestimmt ist.
[0005] Das Fördern von Suspensionen ist insofern schwierig, als das Pulver in einer Suspension
dazu neigt, sich in den Rohren oder Verschlussklappen abzulagern, was zu einer Blockierung
des Fördersystems führt.
[0006] In Kenntnis dieser Gegebenheiten hat sich der Erfinder das Ziel gesetzt, eine Vorrichtung
und ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, die nicht nur das Fördern
so unterschiedlicher Produkte wie Flüssigkeiten, Pulver und sogar Suspensionen bzw.
Pasten mit derselben Ausstattung ermöglichen, sondern auch deren volumetrische Dosierung.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe führt die Lehre des unabhängigen Anspruches; die Unteransprüche
geben günstige Weiterbildungen an. Zudem fallen in den Rahmen der Erfindung alle Kombinationen
aus zumindest zwei der in der Beschreibung, der Zeichnung und/oder den Ansprüchen
offenbarten Merkmale. Bei angegebenen Benennungsbereichen sollen auch innerhalb der
genannten Grenzen liegende Werte als Grenzwerte offenbart und beliebig einsetzbar
sein.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist in einer vertikal gestreckten zylindrischen
Pumpenkammer zum Fördern von Flüssigkeiten, Pulver, Suspensionen und Pasten in deren
oberen Bereich eine Einrichtung zum Trennen von Flüssigkeit und Pulver mit einem Filterelement
und einem darüber angeordneten Schwimmorgan als Dichtelement auf, wobei an die Pumpenkammer
in ihrem unteren Bereich zumindest eine Zuführleitung und wenigstens eine Entnahmeleitung
für Flüssigkeit und/oder Pulver und/oder Suspension bzw. Paste angeschlossen sind.
Bevorzugt werden mehrere Zuführleitungen für mehrere Produkte.
[0009] Als günstig hat es sich erwiesen, dass das bevorzugt als Filterplatte gestaltete,
die Längsachse der Einrichtung querende Filterelement zwischen dieser und der Pumpenkammer
angeordnet ist; das dem Filterelement ferne Ende der erfindungsgemäßen Einrichtung
ist der Fördergasleitung und der Vakuumleitung zugeordnet. Dazu soll von einer Kopfwand
der Einrichtung ein T-förmiges Anschlussrohr mit zwei jeweils ein Absperrventil enthaltenden
Anschlussabschnitten für die Fördergasleitung und die Vakuumleitung abragen. Anderseits
soll die Pumpenkammer an zumindest ein Einlassventil sowie an ein Auslassventil für
den Stoff angeschlossen sein.
[0010] Als besonders günstig hat sich eine Ausgestaltung erwiesen, bei der die Einrichtung
als axiale Firstkammer der Pumpenkammer der Vorrichtung ausgebildet sowie in dieser
axial bewegbar vorgesehen und dabei von wenigstens einer Ringdichtung der Pumpenkammer
dichtend umfangen ist. Diese Ringdichtung ist erfindungsgemäß in der zylindrischen
Pumpenkammer selbst angeordnet oder sie verläuft in einem ringartigen Endkragen, dessen
Durchmesser kürzer ist als der Durchmesser der Pumpenkammer.
[0011] Im letztgenannten Fall soll zwischen Endkragen und Pumpenkammer ein sich zu dieser
trichterartig erweiternder Ringabschnitt angeformt sein, von dem bevorzugt ein Gestell
zum axialen Führen der bewegbaren Firstkammer aufragt.
[0012] Im Rahmen der Erfindung liegt es, dass das -- wie gesagt: bevorzugt als Filterplatte
gestaltete -- Filterelement einem Sockelabschnitt der in der Pumpenkammer axial beweglichen
Firstkammer der Vorrichtung zugeordnet ist. Die Filterplatte ist erfindungsgemäß an
dem perforierten Sockelabschnitt der Firstkammer festgelegt und überragt diese seitlich;
dazu soll die -- vorteilhafterweise in einer Halterung angeordnete -- Filterplatte
an ihrem Rand von zumindest einem Dichtungswulst umfangen sein, der anderseits der
Innenfläche der Pumpenkammer anliegt.
[0013] Bei einer besonderen Ausgestaltung der beschriebenen Pumpenkammer ist an deren Auslaufende
ein zu ihrer Längsachse geneigtes Auslassrohr angeordnet, das bevorzugt an ein axiales
Anschlussrohr des Sockelbereiches der Pumpenkammer anschließt. Der besseren Förderung
halber soll am Auslassrohr zumindest ein Vibrator angebracht sein. Dieses geneigte
Auslassrohr mündet in ein -- bevorzugt zur Pumpenkammer achsparalleles -- Förderrohr;
dem Mündungsbereich ist zudem ein Verschlusselement und dem freien Ende des Förderrohres
wenigstens ein Auslassventil zugeordnet. Das Verschlusselement betätigt eine Schließplatte,
welche in Schließstellung die Mündung des Auslassrohres überdeckt. Diese Schließplatte
ist so ausgebildet, dass ihre Stellung gewählt werden kann; durch teilweises Schließen
bzw. Öffnen nach dieser Wahl kann eine genaue Dosierung des Produktes eingestellt
werden.
[0014] Hier ist eine Pumpenkammer mit flachem Filter tangential an einer Dosiereinheit mit
Entlüftungsmöglichkeit angebracht und der seitliche Pumpkörper an Vakuum- und Druckquelle
angeschlossen; er enthält einen tangentialen Eintritt mit Absperreinheit. Seitlich
an der Verjüngung der Pumpenkammer ist eine Vibrationseinrichtung angebracht. An der
Stelle, an welcher der Pumpkörper in den Dosierkörper mündet, ist eine verschiebbare
Scheibe vorgesehen, die komplett oder nur bis zu einer wählbaren Spaltgröße geöffnet
werden kann, um ein Dosieren zu ermöglichen.
[0015] Der Dosierkörper ist über ein Ventil an eine Druckquelle angeschlossen, und am unteren
Ende des Dosierkörpers ist eine Absperreinheit vorgesehen. Auf der anderen Seite befindet
sich ein zur Atmosphäre hin offenes Ventil; es ist also eine Entlüftung möglich. Der
Pumpkörper kann nun nach dem bekannten Prinzip/Zyklus mit Produkt befüllt sowie die
verschiebbare Scheibe komplett oder nur teilweise geöffnet werden, um zu dosieren
oder um Produkt abzulassen. Um ein Feindosieren in den darunter liegenden Behälter
zu ermöglichen, kann die Vibrationseinheit aktiviert werden. Wird die Absperreinheit
geöffnet, gelangt das Produkt in den darunter liegenden Behälter, der ein Reaktor,
Trockner o.ä. sein kann. Der Filter des Pumpkörpers kann durch einen Druckimpuls abgereinigt
werden, diese Möglichkeit besteht auch beim Dosierkörper. Wird der Inhalt des Pumpkörpers
in den Dosierkörper entleert, entweicht das verdrängte Luftvolumen über das zur Atmosphäre
hin offene Ventil.
[0016] Im Rahmen der Erfindung liegt eine weitere Ausgestaltung, bei der die Einrichtung
als Firstgestell im Kopfbereich der Pumpenkammer und in Abstand zum Filterelement
festgelegt ist. Dieses käfigartige Firstgestell besteht aus i.w. achsparallelen Stäben,
die gegebenenfalls in Abstand zu ihrem freien Ende jeweils so verformt sind, dass
oberhalb eines unteren Sockelabschnitts ein oberer Gestellabschnitt verläuft; dessen
Durchmesser ist kürzer als der Durchmesser des unteren Gestellabschnittes. Als günstig
hat es sich erwiesen, die Gesamtlänge des Firstgestells etwa zu zwei Dritteln aus
ihrem unteren Gestellabschnitt und etwa zu einem Drittel aus dem oberen Gestellabschnitt
bestehen zu lassen.
[0017] Bei dieser Vorrichtung soll das Filterelement als Filterplatte in einem Rahmen gelagert
und dieser in der Pumpenkammer zwischen zwei Behälterabschnitten festgelegt sein.
[0018] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das Firstgestell in einem Dachring
firstwärts festgelegt sowie an seinem unteren Ende mit einem etwa parallel zur Filterplatte
verlaufenden Lochblech oder -gitter, einem Sieb oder einem Filter versehen. Letzteres
liegt zudem in Abstand zur Filterplatte.
[0019] Zur Abdichtfunktion ist das Schwimmorgan vorteilhafterweise einem Abdichtring in
der Firstkammer oder im Firstgestell zugeordnet; das offene Ringzentrum kann durch
das axiale Heranführen des Schwimmorgans bzw. seines Kugelendes durch dessen axiales
Heranführen geschlossen werden; Abdichtring und Schwimmorgan bilden ein Ventil aus
zwei einander zugeordneten Körpern, und das offene Zentrum des Abdichtringes kann
von einem Kugelende des Schwimmkörpers überdeckt, also das Ventil geschlossen, werden.
[0020] Bei einer anderen erfinderischen Ausgestaltung der Vorrichtung weist das Schwimmorgan
wenigstens ein Kugelende mit dem Querschnitt der Firstkammer entsprechendem Durchmesser
auf.
[0021] In beiden beschriebenen Ausgestaltungen weist das Schwimmorgan zwei Kugelenden auf,
die durch einen axialen Stab als rohrförmigem Teil -- wie eine Hantel wirkend -- verbunden
sind.
[0022] Als günstig haben sich Durchmesser von 15 bis 90 mm, vorzugsweise 30 bis 70 mm, bei
dem gegen das Vakuumsystem abdichtenden oberen Kugelende erwiesen, das untere Kugelende
ist mit einem Durchmesser von 10 bis 100 mm, vorzugsweise 20 bis 80 mm, ausgestattet.
Dazu setzt sich die Gesamtlänge der Firstkammer erfindungsgemäß aus etwa zwei Dritteln
ihres unteren Abschnittes und etwa einem Drittel des oberen Abschnittes zusammen;
die Länge der Pumpenkammer soll bevorzugt zwischen 10 und 1000 mm, vorzugsweise 50
und 800 mm bzw. 60 und 100 mm liegen bei einem Durchmesser von 5 bis 500 mm, vorzugsweise
von 200 mm.
[0023] Die erfindungsgemäße Kammer kann aus unterschiedlichen Materialien zum Fördern von
aggressiven oder empfindlichen Produkten hergestellt werden wie Edelstahl, Hastelloy,
Kunststoff, Glas, Emaille, und dies mit Beschichtung.
[0024] Das erfindungsgemäße System besteht aus einer kalibrierten, zylindrischen Kammer
mit einem seitlichen Zugang, der mit einer Absperrklappe bzw. einem Verschlussventil
ausgestattet ist; ein weiteres Verschlussventil ist an der bodenwärtigen Austrittseite
des Apparates angebracht.
[0025] Am oberen Teil des Apparates ist ein System zum Trennen von Flüssigkeit und Pulver
-- aus einem Schwimmer mit einem Filter -- installiert. Dieses System kann feststehend
oder beweglich sein. Ein Deckel schließt das Ganze. Er ist mit einer Druck- und einer
Unterdruckquelle verbunden, die jeweils mit Absperrventilen ausgestattet sind. Der
Deckel umfasst am oberen Teil einen O-Ring, an welchen sich der Schwimmer anlegt,
um das System beim Ansaugen von Flüssigkeit zu verschließen.
[0026] Das erfindungsgemäße System arbeitet -- durch einen Schaltkasten gesteuert -- automatisch.
Zum Fördern von Flüssigkeit werden das unterdruckseitige Absperrventil und das Einlassventil
geöffnet; mit Hilfe des Unterdrucks wird die Flüssigkeit durch das mit der Pumpenkammer
verbundene Einlassrohr angesaugt. Das Flüssigkeitsniveau steigt bis der Schwimmer
angehoben wird und sich an den Abdichtring in der Filterkammer anlegt, um die Verbindung
zur Unterdruckquelle zu unterbrechen; durch den Unterdruck wird die Dichtigkeit der
Paarung am Abdichtring und Schwimmer gewährleistet. Nach einem bestimmten Zeitraum
werden das Einlassventil und das Unterdruckventil geschlossen sowie das Druckventil
und das Auslassventil geöffnet. Dann wird die Pumpenkammer entleert, indem die Flüssigkeit
mittels Druck herausgepresst wird. Nach einigen Sekunden werden Druck- und Auslassventile
wieder geschlossen und der Zyklus kann erneut beginnen.
[0027] Auch zum Fördern von Pulver werden erfindungsgemäß das unterdruckseitige Absperrventil
und das Einlassventil geöffnet sowie mittels des Unterdruckes das Pulver durch das
mit der Pumpenkammer verbundene Leitungssystem bzw. Einlassrohr angesaugt. Die Pumpenkammer
füllt sich mit Pulver. Der Filter in deren oberem Bereich verhindert, dass feine Partikel
in das Vakuumsystem gelangen. Der Schwimmer bleibt in seiner tiefen Stellung, da die
Geschwindigkeit des Fördergases nicht ausreicht, ihn anzuheben. Ebenfalls hier werden
nach einem bestimmten Zeitraum Einlassventil und Absperr- oder Unterdruckventil geschlossen
und das Druckventil sowie das Auslassventil geöffnet; die Pumpenkammer wird durch
den Druck entleert, der gleichzeitig den Filter im Gegenstrom reinigt, und nach einigen
Sekunden werden Druck- und Auslassventil wieder geschlossen. Der Zyklus kann erneut
beginnen.
[0028] Soll eine Suspension gefördert werden, wird letztere mit Unterdruck durch das mit
der Pumpenkammer verbundene Leitungssystem bzw. Einlassrohr angesaugt, und mittels
des Filters im oberen Teil der Pumpenkammer werden die Partikel der Suspension von
der Flüssigkeit getrennt sowie ein Verschmutzen des Schwimmers verhindert. Das Flüssigkeitsniveau
steigt, bis der Schwimmer angehoben wird und den offenen Ringraum des Abdichtrings
verschließt, um die Verbindung zur Unterdruckquelle zu unterbrechen. Nach einer bestimmten
Wartezeit werden das Einlassventil sowie das Unterdruckventil geschlossen und das
Druckventil sowie das Auslassventil geöffnet. Die Pumpenkammer wird entleert, indem
das Pulver mittels Druck herausgepresst wird, der gleichzeitig den Filter im Gegenstrom
reinigt. Nach wenigen Sekunden werden Druckventil und Auslassventil erneut geschlossen;
der Zyklus kann wieder beginnen.
[0029] Dieses System ist außerdem aufgabengemäß für das volumetrische Dosieren dieser unterschiedlichen
Produkte heranzuziehen; denn das erfindungsgemäße System zur Trennung von Flüssigkeit
und Pulver kann im Innenraum der Pumpenkammer verschoben werden, um so deren Volumen
zu verändern.
[0030] In das Trennungssystem eingefügte O-Ringe erlauben ein Verschieben des Systems und
gewähren gleichzeitig die Abdichtung des Systems zur Pumpenkammer hin, deren Volumenveränderung
das volumetrische Dosieren ermöglicht. Von besonderer Bedeutung ist, dass die Vorrichtung
zwischen dem Fördern zweier unterschiedlicher Pulver durch den Durchlauf von Flüssigkeit
gereinigt zu werden vermag, vor allem aber durch Ansaugen von Reinigungsflüssigkeit.
[0031] So liegt im Rahmen der Erfindung ein Verfahren zum pneumatischen Fördern fließfähiger
Stoffe unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, mit dem sowohl partikelförmige
Stoffe als auch Flüssigkeit oder Suspension bzw. Pasten zeitgleich von einem Behälter
in einen anderen überführt werden bzw. ein Gemisch aus flüssigen und partikelförmigen
Stoffen gepumpt oder transportiert wird, das bevorzugt aus 0,01 bis 99,99 % flüssigen
und 99 % bis 0,01 % partikelförmigen Stoffen besteht oder aus 5,0 % bis 95,0 % flüssigen
und 95,0 % bis 5,0 % partikelförmigen Stoffen.
[0032] Auch kann die Reinigung durch Betreiben der Vorrichtung in Leerzustand erfolgen.
[0033] Als günstig hat sich auch erwiesen, Stickstoff als Entleerungsgas einzusetzen und
eine Inertatmosphäre während des Entleerungsvorganges zu schaffen.
[0034] Der Einsatz des Erfindungsgegenstandes ist sowohl in der pharmazeutischen Industrie
möglich als auch in der chemischen Industrie, der Farben- und Lackeproduktion und
in der Lebensmittelindustrie.
[0035] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
jeweils in schematischer Darstellung in
- Fig. 1:
- eine auf einem Aufnahmebehälter für fließfähige Stoffe angebrachte Vorrichtung zum
pneumatischen Fördern der Stoffe in Seitenansicht;
- Fig. 2:
- die vergrößerte Fördervorrichtung der Fig. 1 mit gegenüber dieser teilweise veränderten
Details;
- Fig. 3:
- einen Ausschnitt aus Fig. 2 bei veränderter Einstellung einiger Elemente;
- Fig. 4:
- einen anderen gegenüber Fig. 1, 2 geänderten Ausschnitt;
- Fig. 5:
- eine Seitenansicht einer gegenüber Fig. 1 bis 4 anders gestalteten Fördervorrichtung;
- Fig. 6:
- eine Skizze zu einer Variante der Fördervorrichtung der Fig. 5 in Seitenansicht.
[0036] Von der Firstfläche eines Reaktionsgefäßes oder Aufnahmebehälters 10 für fließfähige
Stoffe ragt in Fig. 1 eine mit letzterem durch ein vertikales Anschlussrohr 12 verbundene
Fördervorrichtung 30 auf. Am Übergang von dieser in das Anschlussrohr 12 ist an einem
Bund 14 ein Sperrorgan 16 vorgesehen, oberhalb dessen der trichterförmige Sockelbereich
32 einer zylindrischen Pumpenkammer 34 der Fördervorrichtung 30 zu erkennen ist. Von
dieser geht -- unter Zwischenschaltung eines Einlassventils 18 -- ein Einlassrohr
bzw. eine Zuführleitung 20 aus. Diese ist mit ihrem der Fördervorrichtung 30 fernen
Ende an Zweigleitungen 22, 22
f, 22
s angeschlossen, die jeweils einem Speicherbehälter 24 für Pulver bzw. einem Speicherbehälter
26 für Flüssigkeiten bzw. einem Speicherbehälter 28 für eine Suspension zugeordnet
sind. In Abhängigkeit von der Vorrichtungssteuerung fließt jeweils einer jener fließfähigen
Stoffe in Fließrichtung x der Fördervorrichtung 30 zu.
[0037] Der auf einem Gestell 23 ruhende Pulverbehälter 24 ist hier mit einem trichterförmigen
Auslaufsockel 25 ausgestattet, die beiden anderen Speicherbehälter 26, 28 sind fassartig
gestaltet.
[0038] In den Innenraum 35 der rohrartigen und nach oben hin offenen Pumpenkammer 34 der
Länge a von beispielsweise 50 bis 800 mm und des inneren Durchmessers d, dessen Maß
vorzugsweise zwischen 10 mm bis 500 mm liegt, ist unter Bildung eines zylindrischen
Spaltraumes 45 geringer Weite einemit einer horizontalen Kopfwand 36 als Deckel verseheneFirstkammer
38 engeren Außendurchmessers e in Pfeilrichtung t axial eingeschoben; zwischen letzterer
und der Innenfläche 33 der Pumpenkammer 34 verläuft eine diametrale Ringdichtung 47.
Unterhalb dieser ist ein perforierter Sockelabschnitt 40 der Firstkammer 38 angedeutet,
an dessen freie Mündungskante ein quer zur Vorrichtungslängsachse A angeordneter Filter
bzw. eine Filterplatte 44 anschließt. Letztere ist von einem Dichtungswulst 46 umgeben,
derwie jene Ringdichtung 47 -- sich nach außen hin an die Innenfläche 33 der Pumpenkammer
34 auch bei einer Vertikalbewegung der Firstkammer 38 anschmiegt.
[0039] Nahe des Deckels bzw. der Kopfwand 36 der Firstkammer 38 ist ein -- deren Innenfläche
33 anliegender -- Abdichtring 48 zu erkennen, dessen offenem Ringzentrum 49 ein vertikal
bzw. axial geführtes Schwimmorgan 50 zugeordnet ist. Der Querschnitt von dessen --
durch einen Stab 51 verbundenen--Kugelenden 52 ist größer als die lichte Weite des
offenen Ringzentrums 49 jenes Abdichtringes 48, so dass diesesgemäß Fig. 2 -- von
einem Kugelende 52 abgedichtet zu werden vermag. In Fig. 3 ist der offene Zustand
des Abdichtringes 48 skizziert; der mit dem Schwimmorgan 50 eine Art von Ventil bildet.
[0040] Von der Kopfwand 36 der Firstkammer 38 ragt ein T-förmiges Anschlussrohr 54 für zwei
Leitungen 55, 56 auf, in die jeweils ein Absperrventil 57, 57
a integriert ist.
[0041] Bei der Fördervorrichtung 30
a der Fig. 2 ist der dort linken Leitung 55 des Anschlussrohres 54 als Fördergasleitung
eine Pressluft- oder Gas-Quelle 58 von mehr als 0,3 bar zugeordnet und der als Vakuumleitung
dienenden rechten Leitung 56 eine Vakuumpumpe 60 eines beispielsweisen Unterdrucks
von < 500 mbar.
[0042] Die zylindrische Pumpenkammer 34 der Fördervorrichtung 30
a der Fig. 2 geht nach oben hin in einen Ringabschnitt 37 der Länge a
1 mit nach innen geneigter Wandfläche über, an die ein zylindrischer Endkragen 37
e engen Durchmessers e
1 anschließt. In dieser Ausgestaltung sitzt die Ringdichtung 47 für die Firstkammer
38
a innerhalb dieses Endkragens 37
e.
[0043] Die Firstkammer 38
a ist hier von einem Gestell 62 umgeben, dessen Sockelfüße 64 auf der geneigten Außenfläche
jenes Ringabschnitts 37 sitzen. Von den Sockelfüßen 64 ragen Führungsprofile 65 bzw.
achsparallele Stäbe 66 auf mit Radialstreben 68, welche die axial bewegbare Firstkammer
38
a führen; dank eines -- nicht gezeigten -- pneumatischen Antriebs kann letztere in
dem Gestell 62 höhenverstellt werden. Die Filterplatte 44 lagert hier in einer mechanischen
Halterung 42, die von dem oben beschriebenen Dichtwulst 46 umfangen ist.
[0044] Bei der Ausführung nach Fig. 2 bildet der Sockelbereich 32 eine Spitze 31, an die
eine Entnahmeleitung 21 mit integriertem Auslassventil 19 anschließt.
[0045] Das erfindungsgemäße System zum Trennen von Flüssigkeit und Pulver weist also ein
-- in einer Führungshilfe auf und ab bewegbares -- Schwimmorgan oder einen Schwimmer
50 mit zugeordnetem Filter 44 im oberen Bereich der Fördervorrichtung 30, 30
a auf, die von einem Deckel 36 geschlossen ist. Dieser ist mit zumindest einer Druckquelle
58 und wenigstens einer Vakuumquelle 60 verbunden. Unterhalb des Deckels 36 bzw. im
oberen Bereich der Firstkammer 38, 38
a ist ein Abdichtungsring 48 vorgesehen, dem sich der Schwimmer 50 anlegt, um das System
beim Ansaugen von Flüssigkeit in Fließrichtung x zu verschließen. Das automatisch
arbeitende System wird dabei durch einen Schaltkasten gesteuert und funktioniert auf
folgende Weise:
Fördern von Flüssigkeit:
[0046]
- Das vakuumseitige Absperrventil 57a und das Einlassventil 18 sind geöffnet;
- mittels des Vakuums wird die Flüssigkeit durch das mit der Pumpenkammer 34 verbundene
Einlassrohr 20 angesaugt.
- Das Flüssigkeitsniveau steigt, bis der Schwimmer 50 angehoben wird und sich an den
Abdichtring 48 in der Firstkammer 38, 38a anlegt, um die Verbindung zur Vakuumquelle 60 zu unterbrechen. Durch das Vakuum wird
die Dichtigkeit der Paarung Abdichtungsring/Schwimmer 48/50 gewährleistet.
- Nach einem bestimmten Zeitraum werden das Einlassventil 18 und das Unterdruckventil
57a geschlossen sowie das Druckventil 57 und das Auslassventil 19 geöffnet.
- die Pumpenkammer 34 wird entleert, indem die Flüssigkeit mittels Druck herausgepresst
wird.
- Nach einigen Sekunden werden Druckventil 57 sowie Auslassventil 19 wieder geschlossen
und der Zyklus kann erneut beginnen.
Fördern von Pulver:
[0047]
- Das vakuumseitige Absperrventil 57a und das Einlassventil 18 sind geöffnet;
- mittels des Vakuums wird das Pulver durch das mit der Pumpenkammer 34 verbundene Leitungssystem
bzw. Einlassrohr 20 angesaugt.
- Die Pumpenkammer 34 füllt sich mit Pulver, und der Filter 44 in deren oberem Bereich
verhindert, dass feine Partikel in das Vakuumsystem gelangen. Der Schwimmer 50 bleibt
in seiner tiefen Stellung gemäß Fig. 3, da die Geschwindigkeit des Fördergases nicht
ausreicht, um den Schwimmer 50 anzuheben.
- Nach einem bestimmten Zeitraum werden das Einlassventil 18 und das Absperr- oder Vakuumventil
57a geschlossen und das Druckventil 58 sowie das Auslassventil 19 geöffnet.
- Die Pumpenkammer 34 wird durch den Druck entleert, der gleichzeitig den Filter 44
im Gegenstrom reinigt.
- Nach einigen Sekunden werden Druckventil 57 sowie Auslassventil 19 wieder geschlossen
und der Zyklus kann erneut beginnen.
Fördern einer Suspension:
[0048]
- Das Absperr- oder Vakuumventil 57a und das Einlassventil 18 sind geöffnet;
- mittels des Vakuums wird die Suspension durch das mit der Pumpenkammer 34 verbundene
Leitungssystem bzw. Einlassrohr 20 angesaugt.
- Durch den Filter 44 am oberen Teil der Pumpenkammer 34 werden die Partikel der Suspension
von der Flüssigkeit getrennt und ein Verschmutzen des Schwimmers 50 verhindert. Das
Flüssigkeitsniveau steigt, bis der Schwimmer 50 angehoben wird und den offenen Ringraum
49 des Abdichtringes 48 verschließt, um die Verbindung zur Unterdruckquelle 60 zu
unterbrechen.
- Nach einem bestimmten Zeitraum werden das Einlassventil 18 sowie das Vakuumventil
57a geschlossen und das Druckventil 58 sowie das Auslassventil 19 geöffnet.
- Die Pumpenkammer 34 wird entleert, indem das Pulver mittels Druck herausgepresst wird,
der gleichzeitig den Filter 44 im Gegenstrom reinigt.
- Nach einigen Sekunden werden Druckventil 57 und Auslassventil 19 wieder geschlossen
und der Zyklus kann erneut beginnen.
[0049] Dieses System ist außerdem für das volumetrische Dosieren dieser unterschiedlichen
Produkte heranzuziehen; denn das erfindungsgemäße System zur Trennung von Flüssigkeit
und Pulver wird im Innenraum 35 der Pumpenkammer 34 verschoben, deren Volumen sich
verändert.
[0050] Der Dichtungswulst 46 und die Ringdichtung 47 des Trennungssystems erlauben dessen
Verschieben bei gleichzeitiger Abdichtung zur Pumpenkammer 34 hin, deren Volumenveränderung
das volumetrische Dosieren ermöglicht.
[0051] Bei der Ausgestaltung der Fördervorrichtung 30
b der Fig. 4 schließt an deren Sockelbereich 32
b ein axiales Ausschlussrohr 12
b beliebiger Länge h an, das andernends in ein -- in einem Winkel w von beispielsweise
45° zur Vorrichtungslängsachse A geneigtes -- Auslaufrohr 70 übergeht; diesem ist
außenseitig ein Vibrator 72 zugeordnet. Dieses Auslaufrohr 70 endet an einem achsparallelen
Förderrohr 74, dessen Seitenwand ein -- eine Schließplatte als Schieber 75 tragenden
-- Druckteil 76 eines Verschlusselementes 78 durchgreift; jene Schließplatte 75 dient
der Regulierung eines Förderstromes an der Mündung des Auslaufrohres 70 und somit
der Dosierung des Produktes. Die Schließung des beschriebenen Systems erfolgt durch
ein Auslassventil 19
b, das am unteren Ende des Förderrohres 74 zu erkennen ist.
[0052] Das erfindungsgemäße System bzw. seine Organe kann/können beweglich sein oder aber
feststehend. Zu letzterem sei beispielhaft auf Fig. 5, 6 Bezug genommen; in einer
büchsenähnlichen Vorrichtung 80 der Fig. 5 lagert eine Filterplatte 44
a in einem -- außerhalb einer Zylinderwand 82 der Vorrichtung 80 diese umgebenden --
ringartigen Rahmen 84, der von zwei Rahmenplatten 86, 86
t gehalten wird. Diese kragen seitlich ab und können so durch Auflegen auf einnicht
gezeigtes -- Widerlager beispielsweise mittels Schraubenlöcher 87 durchsetzender Schrauben
-- festgelegt werden.
[0053] Auf der oberen Rahmenplatte 86 ruht ein zylindrischer Behälterabschnitt 88, der durch
einen Domdeckel 90 miteine zentrische Öffnung 91 des Durchmessers d
1 umgebenden-- Firstkragen 92 verschlossen ist. Letzterem sitzt ein Dachring 94 mit
nach außen abwärts geneigter Kantenfläche 95 auf, der seinerseits eine zentrische
Öffnung 96 geringen Durchmessers d
2 enthält, in welcher ein Abdichtring 48 zu erkennen ist sowie über diesem ein Zuführstutzen
98 mit jene Öffnung 96 fortsetzendem Innenraum zum Anschluss des Anschlussrohres 54
mit den von Fördergasleitung 55 und Vakuumleitung 56, also für Über- und Unterdruck.
[0054] In der unteren Rahmenplatte 86
t lagert ein unterer Behälterabschnitt 88
t als zylindrische Kammer, in dessen/deren Innenraum 35
a die hier nicht erkennbaren Zuführ- und Entnahmeleitungen 20 bzw. 21 münden; die Behälterabschnitte
88, 88
t ergeben eine zylindrische Kammer 34
a mit nicht bewegbarer Filterplatte 44
a, oberhalb deren sich ein ebenfalls nicht bewegbares axiales Firstgestell 100 aus
-- hier vier -- vertikal verlaufenden Stäben 102 erstreckt, das dem Dachring 94 innenseitig
zugeordnet ist. Der Durchmesser b
1 jedes Stabes 102 des Firstgestells 100 entspricht bevorzugt etwa dem Durchmesser
b des die beiden Kugelenden 52 verbindenden Stabes 51 des Schwimmers 50 von etwa 10
mm.
[0055] An die -- einen inneren Durchmesser f eines Sockelabschnitts 105 der Länge g des
Firstgestells bestimmendenfreien Enden 104 der Stäbe 102 ist nahe dem Rahmen 84 und
parallel zu diesem en Lochblech 110 angefügt. In jenem Abstand g zu seinem unteren
Stabende 104 bzw. dem Lochblech 110 ist der Stab 102 auf eine kurze Länge g
1 als Stababschnitt 106 in einem Winkel w
1 von etwa 30° achswärts geneigt, so dass der innere Durchmesser f
1 des nach oben folgenden oberen Gestellabschnitts 108 der axialen Länge g
2 kürzer ist als der oben erwähnte Durchmesser f. Die Länge g
2 ist hier im übrigen kürzer als die halbe Länge g des Sockelabschnitts 104. Eine ebenfalls
geringe Länge g
3 bieten die Endabschnitte 107 der Stäbe 102 an, die gegenläufig zu jenen Stababschnitten
106 nach außen geneigt und am Dachring 94 innenseitig angeordnet sind.
[0056] Die Pumpenkammer 34
b der Fig. 6 unterscheidet sich von der Pumpenkammer 34
a der Fig. 5 vor allem durch einen flachen Firstdeckel 89, dem innenseitig der Abdichtring
48 zugeordnet ist; dieser liegt zwischen den geneigten Endabschnitten 107 des Firstgestells
100.
[0057] Im Firstgestell 100 der Fig. 5, 6 befindet sich ein Schwimmorgan bzw. Schwimmer 50
a der beispielsweisen Länge z von 150 mm mit beidends des Stabes 51 der Länge Z
1 von hier 35 mm vorgesehenen Kugelenden 52, 52
t unterschiedlichen Durchmessers y, y
1 von 50 bzw. 65 mm.
[0058] Die Kugelenden 52 bzw. 52
t, deren Wanddicke beispielsweise 0,6 mm misst, liegen lose im Firstgestell 100, können
aber auch im Bereich ihres jeweiligen Äquators 53 gegebenenfalls den Stäben 102 im
Sockelabschnitt 105 bzw. im oberen Gestellabschnitt 108 innenseitig anliegen, so dass
der Schwimmer 50
a axial geführt wird. Beim Schließvorgang legt sich -- wie oben schon dargelegt und
in Fig. 6 angedeutet-- das obere Kugelende 52 dem Abdichtring 48 an und schließt so
das offene Ringzentrum 49. In Gegenrichtung begrenzt jenes Lochblech oder Lochgitter
110 den Sinkweg des Schwimmers 50, 50
a.
1. Vorrichtung zum Fördern fließfähiger Stoffe mit einem einerseits an eine Vakuumleitung
(56) und eine Fördergasleitung (55) angeschlossenen Behälter (34, 34a, 34b) unter Einsatz wenigstens eines Filters (44, 44a), wobei dem Behälter eine Zuführleitung (20) sowie eine Entnahmeleitung (21) für
den Stoff zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer vertikal gestreckten zylindrischen Pumpenkammer (34, 34a, 34b) zum pneumatischen Fördern von Flüssigkeiten, Pulver, Suspensionen und Pasten in
deren oberen Bereich eine Einrichtung (38, 38a, 100) zum Trennen von Flüssigkeit und Pulver mit einem Filterelement (44, 44a) und einem darüber angeordneten Schwimmorgan (50, 50a) als Dichtelement angebracht ist, wobei die Pumpenkammer in ihrem unteren Bereich
an zumindest eine Zuführleitung (20) und wenigstens eine Entnahmeleitung (12, 21)
für Flüssigkeit und/oder Pulver und/oder Suspension bzw. Paste angeschlossen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere Zuführleitungen (20) für mehrere Produkte.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das die Längsachse (A) der Einrichtung (38, 38a, 100) querende Filterelement (44, 44a) zwischen dieser und der Pumpenkammer (34, 34a, 34b) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das dem Filterelement (44, 44a) ferne Ende der Einrichtung (38, 38a, 100) der Fördergasleitung (55) und der Vakuumleitung (56) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass von einer Kopfwand (36) der Einrichtung (38, 38a, 100) ein T-förmiges Anschlussrohr (54) mit zwei jeweils ein Absperrventil (57, 57a) enthaltenden Anschlussabschnitten für die Fördergasleitung (55) und die Vakuumleitung
(56) abragt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpenkammer (34, 34a, 34b) an zumindest ein Einlassventil (18) sowie ein Auslassventil (19, 19b) für den Stoff angeschlossen ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung als axiale Firstkammer (38, 38a) der Pumpenkammer (34) der Vorrichtung (30, 30a) ausgebildet sowie in dieser axial bewegbar angeordnet ist (Fig. 2).
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Firstkammer (38, 38a) von wenigstens einer Ringdichtung (47) der Pumpenkammer (34) dichtend umfangen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringdichtung (47) in der zylindrischen Pumpenkammer (34) angeordnet ist, die
mit der Firstkammer (38) einen ringförmigen Spaltraum (45) geringer Spaltweite bildet
(Fig. 1).
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringdichtung (47) in einem ringartigen Endkragen (37e) verläuft, dessen Durchmesser (e1) kürzer ist als der Durchmesser (d) der Pumpenkammer (34) (Fig. 2, 3).
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Endkragen (37e) und Pumpenkammer (34) ein sich zu dieser trichterartig erweiternder Ringabschnitt
(37) angeordnet, insbesondere angeformt, ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass vom Ringabschnitt (37) ein Gestell (62) zum axialen Führen der bewegbaren Firstkammer
(38a) aufragt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (44) als Filterplatte einem Sockelabschnitt (40) der Firstkammer
(38, 38a) der Vorrichtung (30, 30a) zugeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch einen perforierten Sockelabschnitt (40) der Firstkammer (38, 38a).
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterplatte (44) am Sockelabschnitt (40) der Firstkammer (38, 38a) festgelegt ist und diese seitlich überragt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterplatte (44) an ihrem Rand von zumindest einem anderseits der Innenfläche
(31) der Pumpenkammer (34) anliegenden Dichtungswulst (46) umgeben ist, wobei gegebenenfalls
die Filterplatte in einer Halterung (42) angeordnet und diese von dem Dichtungswulst
umfangen ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass am Auslaufende der Pumpenkammer (34) ein zu deren Längsachse (A) geneigtes Auslassrohr
(70) angeordnet ist, das bevorzugt an ein axiales Anschlussrohr (12b) des Sockelbereiches (32b) der Pumpenkammer anschließt (Fig. 4).
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch zumindest einen am Auslassrohr (70) angebrachten Vibrator (72).
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das geneigte Auslassrohr (70) in ein bevorzugt zur Pumpenkammer (34) achsparalleles
Förderrohr (74) mündet, wobei dem Mündungsbereich ein Verschlusselement (78) und dem
freien Ende des Förderrohres wenigstens ein Auslassventil (19b) zugeordnet sind.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Schließplatte (75) des Verschlusselements (78) die Mündung des Auslassrohres
(70) überdeckbar vorgesehen ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Mündung des Auslassrohres (70) durch die Schließplatte (75) teilweise abdeckbar
ausgebildet ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung als Firstgestell (100) im Kopfbereich der Pumpenkammer (34a, 34b) und in Abstand zum Filterelement (44a) festgelegt ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Firstgestell (100) käfigartig aus i.w. achsparallelen Stäben (102) besteht, die
gegebenenfalls in Abstand (g) zu ihrem freien Ende (104) jeweils so verformt sind,
dass oberhalb eines unteren Sockelabschnitts (105) ein oberer Gestellabschnitt (108)
verläuft, dessen Durchmesser (f1) kürzer ist als der Durchmesser (f) des unteren Gestellabschnittes.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtlänge des Firstgestells (100) etwa zu zwei Dritteln aus ihrem unteren Gestellabschnitt
(105) und etwa zu einem Drittel aus dem oberen Gestellabschnitt (108) besteht.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement als Filterplatte (44a) in einem Rahmen (84) gelagert und dieser in der Pumpenkammer (34a) zwischen zwei Behälterabschnitten (88, 88t) festgelegt ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Firstgestell (100) in einem Dachring (94) firstwärts festgelegt sowie an seinem
unteren Ende mit einem etwa parallel zur Filterplatte (44a) verlaufenden Lochblech oder -gitter (110), einem Sieb oder einem Filter versehen
ist.
27. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Lochblech oder -gitter (110) bzw. das Sieb oder Filter in Abstand zur Filterplatte
(44a) und zu dieser etwa parallel verläuft.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwimmorgan (50, 50a) einem Abdichtring (48) in der Firstkammer (38, 38a) oder dem Firstgestell (100) zugeordnet sowie das offene Ringzentrum (49) durch das
Schwimmorgan schließbar gestaltet ist.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass Abdichtring (48) und Schwimmorgan (50, 50a) ein Ventil aus zwei einander zugeordneten Körpern bilden, wobei das offene Zentrum
(49) des Abdichtringes (48) von einem Kugelende (52) des Schwimmkörpers verschließbar
ist.
30. Vorrichtung nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwimmorgan (50, 50a) zwei Kugelenden (52; 52, 52t) aufweist, die durch ein rohrförmiges Teil (51) axial verbunden sind.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 28 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kugelenden (52, 52) unterschiedliche Durchmesser (f, f1) aufweisen und Abschnitten (105, 108) des Firstgestells (100) mit entsprechenden
Innenweiten zugeordnet sind.
32. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kugelenden (52, 52t) den Abschnitten (105, 108) entsprechenden Innendurchmessers (f, f1) des Firstgestells (100) äquatorial zugeordnet sind.
33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 28 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwimmorgan (50, 50a) mit zumindest einem Kugelende (52) den Zugang zur Vakuumleitung (56) verschließt.
34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 28 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass das gegen das Vakuumsystem abdichtende obere Kugelende (32) einen Durchmesser von
15 bis 90 mm, vorzugsweise 30 bis 70 mm, aufweist und/oder das untere Kugelende einen
Durchmesser von 10 bis 100 mm, vorzugsweise 20 bis 80 mm.
35. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpenkammer (34, 34a, 34b) eine Länge von 10 bis 1000 mm, vorzugsweise 50 bis 800 mm bzw. 60 bis 100 mm, aufweist.
36. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpenkammer (34, 34a, 34b) einen Durchmesser (d) von 5 bis 500 mm, vorzugsweise von 200 mm aufweist.
37. Verfahren zum pneumatischen Fördern fließfähiger Stoffe unter Verwendung einer Vorrichtung
nach wenigstens einem der voraufgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl partikelförmige Stoffe als auch Flüssigkeit oder Suspension bzw. Pasten zeitgleich
von einem Behälter in einen anderen überführt werden.
38. Verfahren nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus flüssigen und partikelförmigen Stoffen gepumpt oder transportiert
wird.
39. Verfahren nach Anspruch 37 oder 38, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dosierung des Stoffes durch Wahl eines teilweisen Öffnens eines Verschlusselements
an einem Auslassrohr erfolgt.
40. Verfahren nach einem der Ansprüche 37 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus 0,01 bis 99,99 % flüssigen und 99,99 % bis 0,01 % partikelförmigen
Stoffen gepumpt oder transportiert wird.
41. Verfahren nach Anspruch 37 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus 5,0 % bis 95,0 % flüssigen und 95,0 % bis 5,0 % partikelförmigen
Stoffen gepumpt oder transportiert wird.
42. Verfahren nach einem der Ansprüche 37 bis 41, dadurch gekennzeichnet, dass in der Pumpenkammer die Firstkammer (38, 38a) axial verschoben wird.
43. Verfahren nach einem der Ansprüche 37 bis 42, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (30, 30a, 80) durch Ansaugen von Reinigungsflüssigkeit gereinigt wird.
44. Verfahren nach einem der Ansprüche 37 bis 43, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (44, 44a) durch Betreiben der Vorrichtung in Leerzustand gereinigt wird.
45. Verfahren nach einem der Ansprüche 37 bis 44, dadurch gekennzeichnet, dass Stickstoff als Entleerungsgas eingesetzt und eine Inertatmosphäre während des Entleerungsvorganges
geschaffen wird.