[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Kontaktreinigung, eine Bearbeitungsanlage,
eine Bearbeitungs- oder Führungsstation einer Bearbeitungsanlage, ein Verfahren zum
Reinigen und ein Verfahren zur Ausstattung. Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere
eine Vorrichtung zur Kontaktreinigung einer sich in einer Bearbeitungsanlage, insbesondere
einer Druckanlage, bewegenden Oberfläche einer Materialbahn, eine derartige Bearbeitungsanlage,
eine Bearbeitungs- oder Führungsstation einer derartigen Bearbeitungsanlage, ein Verfahren
zum Reinigen einer sich in einer derartigen Bearbeitungsanlage bewegenden Oberfläche
einer Materialbahn und ein Verfahren zur Ausstattung einer derartigen Bearbeitungsanlage
mit mindestens einer Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme einer derartigen Vorrichtung
zur Kontaktreinigung.
[0002] Bearbeitungsanlagen im Stand der Technik; wie z. B. Druckanlagen, sind derart aufgebaut,
dass ein zu bearbeitendes Material, wie z. B. eine Papierbahn, auf der einen Seite
in die Anlage eingeführt wird, innerhalb der Anlage bearbeitet wird, und schließlich
auf einer weiteren Seite aus der Anlage herausgeführt wird. Die Bearbeitung des Materials
findet an mehreren Bearbeitungsstationen statt. Im Beispiel von Druckanlagen wird
die sich durch die Anlage bewegende Oberfläche des Materials bedruckt. Im Beispiel
des 7-Farben-Drucks wird an sieben nacheinander angeordneten Bearbeitungsstationen
die jeweilige Farbe gedruckt.
[0003] Des Weiteren umfassen Bearbeitungsanlagen Führungsstationen, die der Weiterführung
des zu bearbeitenden Materials dienen. Führungsstationen können die Bewegungsrichtung
des zu führenden Materials, z.B. einer Papier- oder Pappbahn im Fall der Druckanlage,
unverändert belassen, oder die Richtung ändern, so dass sie auch als Umlenkstation
bezeichnet werden könnten.
[0004] Problematisch ist. dass die Oberfläche des zu bearbeitenden Materials nicht immer
frei von Staub und Schmutz ist. Dieser kann entweder bereits bei der Einführung des
Materials in die Bearbeitungsanlage vorliegen, oder sich während der Bearbeitung auf
der Oberfläche festsetzen. Es ist daher im Stand der Technik bekannt, eine Reinigungsvorrichtung
in der Bearbeitungsanlage zu installieren, die diesen Schmutz entfernt, und zwar an
einer Position nach der Zuführung der Materialbahn und vor der ersten Bearbeitungsstation.
[0005] Der Stand der Technik wird exemplarisch anhand einer Druckanlage in Fig. 1 gezeigt.
Die zu bearbeitende Materialbahn ist beispielsweise Papier, das der Druckanlage in
Form einer Papierrolle 1 zur Verfügung gestellt wird. Das Papier mit seiner Oberfläche
2 wird in die Druckanlage eingeführt, wobei es zunächst die Reinigungsvorrichtung
4 durchläuft. Des Weiteren ist in Fig. 1 eine Führungsstation 3a gezeigt, bei der
das Papier weiter geführt wird. Das gereinigte Papier wird in den Bearbeitungsstationen
5a und 5b bedruckt, wobei es in der ersten Bearbeitungsstation 5a beispielsweise mit
roter Farbe und der zweiten Bearbeitungsstation 5b beispielsweise mit schwarz bedruckt
wird. Zwischen den Bearbeitungsstationen durchläuft die Papierbahn weitere Führungsstationen
3a und 3b, wobei die Führungsstationen 3b als Umlenkstationen ausgebildet sind, die
die Bewegungsrichtung des Papiers ändern. Je nach Druckanlage, können beispielsweise
10 solcher Bearbeitungsstationen vorgesehen sein, wobei üblicher Weise 10-50 Führungsstationen
in Druckanlagen vorgesehen sind. Hat das Papier sämtliche Bearbeitungsstationen durchlaufen,
wird es zur Weiterverarbeitung, bspw. in einer Konfektionierungsanlage, aus der Druckanlage
herausgeführt.
[0006] Wie in Fig. 1 dargestellt, befindet sich die Reinigungsvorrichtung 4 im Stand der
Technik vor der ersten Bearbeitungsanlage. Schmutz und Staub, die sich nach dem Durchlaufen
durch die Reinigungsstation auf der Oberfläche 2 ansammeln, werden nicht mehr entfernt,
und verursachen in den folgenden Bearbeitungsstationen meist ungewünschte Flecken,
Streifen, Abfärbungen etc. Dies kann nicht nur aus ästhetischen Gründen nachteilig
sein, sondern führt auch zu einer Unbrauchbarkeit des Drucks, falls es sich um Druckbilder
handelt, die exakt sein müssen, da sie ansonsten nicht gelesen werden können, wie
zum Beispiel im Fall von Balken-, Strich-, Bar-, Stapel- oder Matrixcodes.
[0007] Eine Vorrichtung zur Kontaktreinigung einer Oberfläche einer Materialbahn ist in
US 2002/194688 A1 beschrieben.
[0008] Um dieses Problem zu umgehen, ist es im Stand der Technik üblich, dass das bedruckte
Material nach Durchlaufen sämtlicher Bearbeitungsstationen auf eine fehlerhafte Bearbeitung
untersucht wird. Fehlerhafte Drucke werden als Ausschuss identifiziert und können
nicht mehr verwendet werden.
[0009] Darüber hinaus ist es im Stand der Technik bekannt, weitere Reinigungsvorrichtungen
an einer der Bearbeitungs- oder Führungsstationen anzubringen. Reinigungsvorrichtungen
aus dem Stand der Technik müssen dabei aufwändig montiert und mit der Bearbeitungsanlagenwand
verschraubt werden. Im Fall von Bahnrissen oder -staus erschweren sie wesentlich die
Behebung. Darüber hinaus sind sie auf Grund. ihrer Größe und des beschränkten Platzangebots
innerhalb von Bearbeitungsanlagen an vielen Stellen nicht montierbar.
[0010] Die Bearbeitungsanlagen werden für unterschiedliche Anwendungen benutzt. Die Anwendung,
die im Fall der Druckanlage auch "Druckjob" oder "Job" genannt wird, kann sich mehrmals
täglich ändern. Je nach Anwendung ist es nötig, dass die Reinigungsvorrichtung vor
ganz bestimmten Bearbeitungsstationen angebracht ist, weil dort beispielsweise ein
Druck durchgeführt wird, der nur eine minimale Verunreinigung erlaubt, wie im Beispiel
des Codedrucks. Vor oder bei anderen Bearbeitungsstationen hingegen kann, je nach
Druckjob, eine Reinigung vollkommen überflüssig sein. Diese Anforderungen ändern sich
mit jeder Druckanwendung. Der Zeitaufwand zur Anpassung der im Stand der Technik bekannten,
fest an den entsprechenden Bearbeitungs- oder Führungsstationen angeschraubten Reinigungsvorrichtungen
an den jeweiligen Druckjob , ist erheblich, sofern die Anpassung ob der Größe der
Reinigungsvorrichtungen aus dem Stand der Technik überhaupt möglich ist. Die Anlage
muss während des Wechsels stehen. Auch im Fall eines Bahnrisses oder -staus sowie
für die Wartung müssen die Anlagen im Stand der Technik in aufwändiger Weise entfernt
werden.
[0011] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Kontaktreinigung
sich bewegender Oberflächen zur Verfügung zu stellen, die auf Grund ihrer Größe und/oder
ihrer Befestigungsfunktionalität eine einfache Handhabe, insbesondere eine einfache
Installation in einer Bearbeitungsanlage, insbesondere einer Druckanlage, und eine
leicht durchzuführende Anpassung an die Mindestreinheitsanforderungen einzelner Bearbeitungsanwendungen
erlaubt. Es ist des Weiteren Aufgabe der vorliegenden Erfindung, • dass die Vorrichtung
zur Kontaktreinigung derart ausgestaltet ist, dass sie die Wartung der Bearbeitungsanlage
sowie die Behebung eines Bahnrisses oder eines Bahnstaus nicht wesentlich behindert.
Des Weiteren sollen eine Bearbeitungsanlage, eine Bearbeitungs- oder Führungsstation
einer derartigen Bearbeitungsanlage, jeweils mit einer Vorrichtung zur Kontaktreinigung,
eine Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme einer Vorrichtung zur Kontaktreinigung, ein
Verfahren zum Reinigen einer sich in einer derartigen Bearbeitungsanlage bewegenden
Oberfläche einer Materialbahn und ein Verfahren zur Ausstattung einer derartigen Bearbeitungsanlage
mit mindestens einer Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme einer derartigen Vorrichtung
zur Kontaktreinigung zur Verfügung gestellt werden.
[0012] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Vorrichtung zur Kontaktreinigung nach Anspruch
1 und die Verfahren nach Anspruch 13 oder 14. Die Unteransprüche bezeichnen vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
[0013] Es ist ein wesentlicher Aspekt der Erfindung, dass die Vorrichtung zur Kontaktreinigung
einer sich bewegender Oberfläche einer Materialbahn, die eine als Rolle ausgebildete
erste Reinigungseinheit und eine als Rolle ausgebildete zweite Reinigungseinheit aufweist,
Führungsmittel aufweist, die vorzugsweise passgenau in eine entsprechende Aufnahme
einer Aufnahmeeinrichtung einführbar ist. Unter Führungsmitteln wird im Rahmen der
vorlegenden Anmeldung jede Ausformung der Vorrichtung zur Kontaktreinigung verstanden,
die in der Aufnahmeeinrichtung ein derartiges Gegenstück vorfindet, dass die Vorrichtung
in der Aufnahmevorrichtung fixiert werden kann. Der Begriff "Führungsschiene oder
-rille" wird synonym gebraucht zu dem Begriff "Führungsmittel" oder "Fixierungsmittel".
[0014] Die Aufnahmevorrichtung ist auf einer Roll- oder Gleiteinrichtung einer Bearbeitungs-
oder Führungsstation einer Bearbeitungsanlage, insbesondere einer Druckanlage, fest
und unbeweglich, vorzugsweise spielfrei, angeordnet.
[0015] Die vorliegende Erfindung betrifft damit eine Vorrichtung zur Kontaktreinigung einer
sich in einer Bearbeitungsanlage, insbesondere einer Druckanlage, bewegenden Oberfläche,
wobei die Vorrichtung mindestens eine Reinigungseinheit aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung eine zum Eingriff in eine Aufnahmeeinrichtung, die in räumlicher
Nähe zu einer Achseinheit einer Roll- oder Gleiteinrichtung einer Bearbeitungs- oder
Führungsstation der Bearbeitungsanlage befestigt ist, vorgesehene Führungsmittel aufweist.
[0016] Die vorliegende Erfindung betrifft des Weiteren eine Bearbeitungs- oder Führungsstation
einer Bearbeitungsanlage sowie eine Bearbeitungsanlage, die eine Vorrichtung zur Kontaktreinigung
nach hierin beschriebenen Ausführungsformen aufweist. Des Weiteren betrifft die vorliegende
Erfindung ein Verfahren zum Reinigen einer sich in einer Bearbeitungsanlage bewegenden
Oberfläche, insbesondere einer Druckanlage, das den Schritt umfasst: Einführen von
Führungsmitteln einer Vorrichtung zur Kontaktreinigung sich bewegender Oberflächen
mit mindestens einer Reinigungseinheit, in eine hierfür vorgesehene Aufnahmeeinrichtung,
die in räumlicher Nähe einer Achseinheit einer Bearbeitungs- oder Führungsstation
der Bearbeitungsanlage unbeweglich befestigt ist; und - vorzugsweise - Fixieren der
Vorrichtung zur Kontaktreinigung an der Aufnahmeeinrichtung. Die Erfindung betrifft
des Weiteren eine Vorrichtung zur Kontaktreinigung einer sich in einer Bearbeitungsanlage,
insbesondere einer Druckanlage, bewegenden Oberfläche, umfassend eine als Rolle ausgestaltete
erste Reinigungseinheit, die eine klebende Oberfläche aufweist, eine als Rolle ausgestaltete
zweite Reinigungseinheit und eine Verschiebeeinrichtung zum Verschieben der ersten
Reinigungseinheit, wobei die Verschiebeeinrichtung eine vorzugsweise lineare Führung
der ersten Reinigungseinheit sowie eine Antriebseinheit zum Betreiben einer Bewegung
der ersten Reinigungseinheit in der Führung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Antriebseinheit nicht über die erste Reinigungseinheit in einer Ebene hinaus
erstreckt, die durch eine Verbindungsebene von der Achseinheit der zweiten Reinigungseinheit
zu einem die Achseinheiten der ersten und zweiten Reinigungseinheit verbindenden Verbindungsarm
definiert ist.
[0017] Zur Erläuterung der Erfindung wird im Folgenden häufig Bezug auf eine Druckanlage
genommen. Dies soll jedoch nicht einschränkend verstanden werden. Die Ausführungen
sind auch auf andere Bearbeitungsanlagen zur Bearbeitung von Oberflächen von Materialbahnen
übertragbar.
[0018] Bei der Art der in der Bearbeitungsanlage durchgeführten Bearbeitung handelt es sich
vorzugsweise um das Bedrucken von Papier, Pappe, Kunststoff, Polypropylen, Polyester,
PVC, Aluminium oder Sandwichfolien unter Benutzung von Veredelungen, Rasterdrucken,
7-Farben-Drucken, 3-Farb-Drucken, Schwarz-Weiß-Drucken etc. Die Bearbeitungsanlage
umfasst vorzugsweise zwei, drei oder mehr, besonders bevorzugt zwischen 6 und 12 Bearbeitungsstationen,
an denen die Materialbahn bearbeitet wird. Im Fall einer Druckanlage ist eine Bearbeitungsstation
unter dem Begriff "Druckwerk" bekannt. Darüber hinaus umfasst eine Bearbeitungsanlage
typischer Weise 10-50 Führungsstationen. Im Fall, dass die zu bearbeitende Materialbahn
ein Plattenmaterial ist, wie z. B. eine Leiter- oder eine Kunststoffplattenbahn, umfasst
die Bearbeitungsanlage vor Allem Weiterleitungsstationen als Führungsstationen, die
die Richtung der Bahn nicht verändern. In anderen Fällen umfassen die Führungsstationen
sowohl Umlenkstationen als auch Weiterleitungsstationen.
[0019] Es ist typisch, dass je nach Bearbeitungsanwendung die Sensibilität der einzelnen
Bearbeitungsstationen unterschiedlich ist. So gibt es zum Beispiel im Fall des Bedruckens
von Etiketen die Anforderung, dass die Druckabweichungen und -verschmutzungen gewisser
Druckbereiche der Etiketten, wie z. B. des Bereichs, wo der Bar- oder Strichcode aufgedruckt
wird, ein Maximalmaß nicht überschreiten dürfen, da ansonsten die Lesbarkeit von auf
den Etiketten angebrachten Codes nicht gewährleistet ist. Im Fall verschmutzter Barcodes
sind die Etiketten unbrauchbar. Von der Drückqualität anderer Bestandteile der Etiketten,
wie z. B. von ein Farbabbildungen, hängt nicht die Funktionalität der Etikette ab.
Anforderungen an die Druckqualität solcher Bestandteile sind ästhetischer Natur und
je nach Auftrag unterschiedlich hoch.
[0020] Es ist ferner typisch, dass der Druck an mehreren Druckwerken einer Druckanlage stattfindet.
So ist z.B. für eine bestimmte Anwendung ein einzelnes Druckwerk vorgesehen, das die
Codes druckt, und damit die Oberfläche der Materialbahn möglich schmutz- und staubfrei
zugeführt kriegen sollte. In einer anderen Anwendung könnte es erforderlich sein,
dass mehrere Druckwerke hohe Reinheitsanforderungen stellen. Darüber hinaus gibt es
auch Anwendungen, bei denen kein Druckwerk besondere Reinheitsanforderungen stellt.
Es ist einer der wesentlichen Vorteile der vorliegenden Erfindung, dass die Vorrichtung
zur Kontaktreinigung leicht und flexibel an den Bearbeitungs- oder Führungsstationen
der Bearbeitungsanlage angebracht werden kann. Aufwändige Montage und Verschrauben
mit feststehenden Elementen der Bahnanlage sind nicht notwendig. Darüber hinaus kann
die Größe der Vorrichtung auf Grund ihrer Konstruktion so gewählt werden, dass sie
auch dort montiert werden kann, wo Kontaktreinigungsvorrichtungen im Stand der Technik
nicht genügend Platz finden.
[0021] Es ist bevorzugt, dass kurz vor oder an jeder Bearbeitungsstation der Bearbeitungsanlage
eine Aufnahmevorrichtung vorgesehen ist. Diese wird typischer Weise fest mit der Achseinheit
eine Gleit- oder Rolleinrichtung einer Bearbeitungs- oder Führungsstation verschraubt,
wobei durch das Befestigen der Aufnahmevorrichtung auch die Richtung festgelegt wird,
in die sich die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Kontaktreinigung bei Eingreifen in
die Aufnahmevorrichtung erstreckt. Diese Richtung wird in Abhängigkeit der Position
und des zur Verfügung stehenden freien Platzes bestimmt, im Allgemeinen kann diese
Richtung jedoch frei im gesamten 360°-Bereich gewählt werden, solange ein Kontakt
der zweiten Reinigungseinheit mit der sich bewegenden Oberfläche stattfindet.
[0022] Je nach Anwendung ist es nun möglich, in keine, einzelne oder alle der bereits fest
mit der Bearbeitungsanlage verbundenen Aufnahmeeinrichtungen die erfindungsgemäßen
Vorrichtungen zur Kontaktreinigung einzuführen. Hierzu dient zunächst die Führungsschiene
oder -rille, die eine seitliche Fixierung der Vorrichtung zur Kontaktreinigung in
der Aufnahmeeinrichtung erlaubt. Des Weiteren umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Kontaktreinigung bevorzugt ein Befestigungsmittel, das im Zusammenspiel mit der
Führungsschiene oder -rille die endgültige 3-dimensionale Fixierung der Vorrichtung
zur Kontaktreinigung ermöglicht. Das Befestigungsmittel ist vorzugsweise ein Schnellverschluss,
wie z. B. ein Einrast- oder Klickverschluss: In einigen Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung dient die Führungsschiene oder -rille selbst auch als Befestigungsmittel.
In anderen Ausführungsformen kann auf ein Befestigungsmittel verzichtet werden, wenn
z. B. auf Grund der Schwerkraft eine fixierungsähnliche Stabilität der Vorrichtung
zur Kontaktreinigung in der Aufnahmeeinrichtung in der Dimension stattfindet, in der
die Führungsschiene oder -rille im Zusammenspiel mit der entsprechenden Gegeneinrichtung
auf der Seite der Aufnahmeeinrichtung keine Fixierung zur Verfügung stellt.
[0023] Im Rahmen dieser Anmeldung ist eine Achseinheit entweder als Achse oder als Welle
ausgebildet. Die Achse unterscheidet sich von der Welle durch ihre reine Trag- oder
Lagerfunktion. Die Achse ruht im Betrieb. Hierzu im Gegensatz dreht sich die Welle
im Betrieb mit und, sofern sie angetrieben ist, überträgt dabei ein Drehmoment. Es
ist typisch, dass die Achseinheit der Roll- oder Gleiteinrichtung der Bearbeitungs-
oder Führungsstation eine Achse ist, auf der sich beispielsweise eine kugelgelagerte
Rolle zum Führen der Materialbahn bewegt. Die Bewegung der Rolle wird in diesem Fall
von der sich bewegenden Oberfläche der Materialbahn auf die Rolle übertragen. Ein
eigener Antrieb ist üblicher Weise nur an wenigen Rolleinrichtungen der Bearbeitungsanlage
vorgesehen. Die Aufnahmeeinrichtung kann in diesem Fall direkt auf die Achse montiert
werden. Muss die Aufnahmeeinrichtung jedoch auf eine Welle montiert werden, weist
sie des Weiteren ein Lager auf, wobei das Lager die Welle teilweise oder vollständig
umgreift, und der restliche Teil der Vorrichtung zur Kontaktreinigung auf Grund des
Lagers nicht mit der Drehbewegung mitläuft, sondern stationär ist.
[0024] Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung zur Kontaktreinigung eine Verschiebeeinrichtung
zum Verschieben mindestens einer der Reinigungseinheiten, vorzugsweise der ersten
Reinigungseinheit. Vorzugsweise ist die Verschiebeeinrichtung derart ausgestaltet,
dass sie ein Verschieben der ersten Reinigungseinheit auf die Bearbeitungs- oder Führungsstation
hin oder von der Bearbeitungs- oder Führungsstation weg erlaubt. Dies kann dazu dienen,
die Reinigungseinheit aus dem Kontakt mit der zweiten Reinigungseinheit herauszuführen,
um sie schließlich komplett auszutauschen oder zu behandeln. Typischer Weise ist die
erste Reinigungseinheit eine mit Kleber beschichtete Rolle, die Schmutz und Staub
aufnehmen soll. Nach einer gewissen Betriebsdauer der ersten Reinigungseinheit lässt
die Aufnahmewirkung auf Grund des bereits anhaftenden Staubs und Schmutzes deutlich
nach, so dass die Reinigungswirkung der Vorrichtung zur Kontaktreinigung nicht mehr
gewährleistet ist.
[0025] Die erste Reinigungseinheit muss ausgetauscht werden, wozu es hilfreich ist, sie
zunächst in einer von der sich bewegenden Oberfläche weg führenden Richtung zu verschieben,
so dass die erste Reinigungseinheit auch aus dem Kontakt mit der zweiten Reinigungseinheit
herausgeführt wird. Ein Austausch der Kleberolle oder eine anderweitige Behandlung
kann nun stattfinden, indem die erste Reinigungseinheit bspw. entnommen wird und durch
eine neue ersetzt wird. Dazu weist die Vorrichtung zur Kontaktreinigung typischer
Weise Mittel zum Entnehmen der ersten Reinigungseinheit auf. Anschließend wird die
erste Reinigungseinheit mit Hilfe der Verschiebeeinheit wieder in Richtung der sich
bewegenden Oberfläche auf die zweite Reinigungseinheit geschoben.
[0026] Es ist ein Aspekt der Erfindung, dass eine Vorrichtung zur Kontaktreinigung zur Verfügung
gestellt wird, bei der insbesondere aus Gründen der Platzökonomie die Verschiebeeinrichtung
so angeordnet wird, dass sich die Antriebseinheit zum Betreiben des vorzugsweise linearen
Verschiebens der ersten Reinigungseinheit nicht über die erste Reinigungseinheit in
einer Richtung hinaus erstreckt, die von der sich bewegenden Oberfläche wegführt.
In anderen Worten, sollte die Vorrichtung zur Kontaktreinigung derart auf einer Führungsrolle
angebracht sein, dass die zweite Reinigungseinheit direkt über der sich bewegenden
Oberfläche angeordnet ist, und die erste Reinigungseinheit direkt über der zweiten
Reinigungseinheit angeordnet ist, so ist es ein Aspekt der vorliegenden Erfindung,
dass die Antriebseinheit der Verschiebeeinrichtung sich nicht über die erste Reinigungseinheit
hinaus erstreckt. Hierdurch genügt es, bei der Konstruktion einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Kontaktreinigung oberhalb der ersten Reinigungseinheit lediglich den
Platz vorzusehen, der notwendig ist, um die erste Reinigungseinheit aus dem Kontakt
mit der zweiten Reinigungseinheit herauszuführen, um einen Austausch oder eine anderweitige
Behandlung der ersten Reinigungseinheit vorzunehmen.
[0027] Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung zur Kontaktreinigung und/oder die Aufnahmeeinrichtung
Mittel zum Einstellen der Anpresskraft der zweiten Reinigungseinheit an die sich bewegende
Oberfläche. Die zweite Reinigungseinheit ist vorzugsweise eine mit einer Polymeroberfläche
beschichtete Rolle. Bei Kontakt mit.der sich bewegenden Oberfläche werden Staub- und
Schmutzpartikel auf Grund der unterschiedlichen Oberflächenspannung der Polymerrolle
und der sich bewegenden Oberfläche von der Polymerrolle angezogen. Durch die Drehbewegung
der Polymerrolle werden die Staub und Schmutzpartikel um meist 180° zu dem Kontaktgebiet
der Polymerrolle mit der ersten Reinigungseinheit, die vorzugsweise eine mit Klebematerial
beschichtete Rolle ist, hingeführt. Das Klebematerial verursacht, dass sich die Staub-
und Schmutzpartikel von der Polymerrolle lösen und an der Kleberolle haften bleiben.
Die Beschichtung der Kleberolle muss daher von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden.
Je nach zu bearbeitender Materialbahn ist die Anpresskraft derart einzustellen, dass
die Reinigungswirkung der Vorrichtung zur Kontaktreinigung hinreichend entfaltet wird,
und gleichzeitig der ungestörte Betrieb der Anlage sichergestellt ist. Die Mittel
zum Einstellen der Anpresskraft sind typischer Weise luftdruckgesteuerte Drosselventile.
Typische Anpresskräfte sind zwischen 0 und 20 N.
[0028] Es ist typisch, dass die Achseinheiten der zweiten Reinigungseinheit, der Roll- oder
Gleiteinrichtung, sowie der ersten Reinigungseinheit derart angeordnet sind, dass
sie zueinander parallel verlaufen. Ferner sind die erste und zweite Reinigungseinheiten
meist drehbar um ihre eigene Achse gelagert. Die Materialbahnen haben meist eine Breite
zwischen 26 cm und 51 cm, vorzugsweise 26 cm, 28 cm, 31 cm, 33 cm, 41 cm oder 51 cm.
Damit ergibt in der Regel eine Breite der Vorrichtung zur Kontaktreinigung, die zwischen
28 cm und 60 cm liegt. Die Höhe der Vorrichtung zur Kontaktreinigung ist vorzugsweise
kleiner als 30 cm, besonders bevorzugt kleiner als 25 cm bzw. 20 cm, insbesondere
22 cm oder 15 cm. Das Gewicht liegt typischer Weise zwischen 1 kg und 3 kg, vorzugsweise
um 1,5-2 kg. Die Vorrichtung zur Kontaktreinigung weist vorzugsweise oberhalb der
sich bewegenden Oberfläche der Materialbahn vorgesehene Entladungsbürsten auf, die
dem Entfernen von Ionisierungsladungen auf der Materialbahn dienen. Darüber hinaus
weist die Aufnahmeeinrichtung vorzugsweise unterhalb der sich bewegenden Oberfläche
der Materialbahn vorgesehene Entladungsbürsten auf. Alternativ zur Entladungsbürsten
können Hochvolt-Ionisierungsstäbe eingesetzt werden.
[0029] Es ist einer der wesentlichen Aspekte der vorliegenden Erfindung, dass die Vorrichtung
zur Kontaktreinigung derart ausgestaltet ist, dass sie bei Betrieb der Bearbeitungsanlage
in der Aufnahmeeinrichtung befestigt oder von der Aufnahmeeinrichtung entfernt werden
kann. Ein Stoppen der Maschinen ist also nicht notwendig, wenngleich möglich. Die
Vorrichtung zur Kontaktreinigung kann bei Wechsel der Bearbeitungsanwendung leicht
aus einer Aufnahmeeinrichtung entnommen werden, und in eine andere Aufnahmeeinrichtung
einer anderen Bearbeitungs- oder Führungsstation der gleichen Bearbeitungsanlage eingeführt
und fixiert werden. Auch im Fall der Wartung der Bearbeitungsanlage oder im Fall eines
Bahnrisses oder -staus können die erfindungsgemäßen Vorrichtungen zur Kontaktreinigung
leicht entfernt werden, um die Behebung des Bahnrisses- oder Staus vorzunehmen. Dies
ist gegenüber dem Stand der Technik, bei dem Reinigungsvorrichtung aufwendig abmontiert
werden müssen, ein wesentlicher Vorteil.
[0030] In Bearbeitungsanlagen wie z. B. Druckanlagen mag es vorkommen, dass die erfindungsgemäße
Vorrichtung zur Kontaktreinigung nicht an der gewünschten Stelle installiert werden
kann, da hierfür nicht genügend Platz vorhanden ist. Für derartige Fälle sieht die
Erfindung gemäß einem weiteren Aspekt das zur Verfügung Stellen einer Hilfseinheit
vor, die vorzugsweise als Rolle ausgebildet ist. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform
ist die Hilfseinheit mit einer benachbarten Führungs- oder Bearbeitungsstation über
eine Verbindung wie z.B. über ein Gestänge, ein oder mehrere Holme, Stangen, Querstangen,
oder Stege etc. verbunden. Die Verbindung wird an der Führungs- oder Bearbeitungsstation
befestigt. Die Verbindung wird typischer Weise auf der anderen Seite der Verbindung
mit der Hilfseinheit befestigt. Typischer Weise greift die Verbindung die Achse der
Hilfseinheit oder umfasst die in der Verbindung freilaufende Welle der Hilfseinheit.
Die Hilfseinheit selbst ist typischer Weise als Führungsstation ausgebildet. In typischen
Ausführungsformen umfasst die Hilfseinheit eine erfindungsgemäße Aufnahmeeinrichtung.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Kontaktreinigung kann damit an der Hilfseinheit
befestigt werden. Gleichzeitig liefert die Hilfseinrichtung den notwendigen Gegendruck,
damit die zweite Reinigungseinheit in geeigneter Stärke auf das Band gedrückt werden
kann. Erfindungsgemäß ist die Hilfseinheit typischer Weise vor oder nach der Führungs-
oder Bearbeitungsstation, mit der sie in Verbindung ist, mit der Materialbahn in Kontakt.
[0031] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der begleitenden Figuren erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt einer Bearbeitungsanlage aus dem Stand der Technik.
Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Bearbeitungsanlage, die eine
erfindungsgemäße Vorrichtung zur Kontaktreinigung umfasst.
Figur 3a zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Kontaktreinigung.
Figur 3b zeigt eine Führungsstation und eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Aufnahmeeinrichtung.
Figuren 4a, 5, 6, und 7 zeigen weitere Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Kontaktreinigung auf einer Gleit- oder Rolleinrichtung einer Bearbeitungs- oder
Führungsstation.
Figur 8a zeigt einen Ausschnitt aus der Fig. 6 und 7.Figur 8b zeigt eine Vergrößerung
eines Ausschnittes aus Fig. 8a.
Fig. 9a und 9b zeigen zwei weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Kontaktreinigung, die jeweils eine Hilfseinheit umfassen.
[0032] In der Bearbeitungsanlage aus Fig. 2 wurde eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Kontaktreinigung 10 installiert. Dazu wurde die Vorrichtung zur Kontaktreinigung
an einer als Umlenkstation 3b fungierenden Führungsstation in eine an dieser angebrachten
Aufnahmeeinrichtung befestigt. Die Positionierung der Vorrichtung zur Kontaktreinigung
10 könnte alternativ oder zusätzlich auch an einigen oder allen der weiteren Führungsstationen
3a, 3b bzw. in den Bearbeitungsstationen 5a,5b stattfinden. Die Orientierung der Vorrichtung
zur Kontaktreinigung ist in Fig. 2 als senkrecht oberhalb der Umlenkstation 3b bzw.
Materialbahn gezeigt. Im Allgemeinen kann die Vorrichtung zur Kontaktreinigung jedoch
jede beliebige Orientierung aufweisen, insbesondere kann sie auch unter der Materialbahn
angebracht sein und die Oberfläche 2 der Materialbahn von unten reinigen.
[0033] Fig. 3a zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsform der Vorrichtung zur Kontaktreinigung
10, die eine erste eine Achseinheit 13 umfassende und als Rolle ausgebildete Reinigungseinheit
11 und eine zweite eine Achseinheit 14 umfassende und als Rolle ausgebildete Reinigungseinheit
12 aufweist. Des Weiteren umfasst'die Vorrichtung zur Kontaktreinigung ein Verbindeglied
16, an dem eine Führungsschiene oder -rille 17 angebracht ist, die für den Betrieb
der Vorrichtung zur Kontaktreinigung in Eingriff mit einem entsprechenden Gegenstück
der Aufnahmeeinrichtung gebracht wird. Die Vorrichtung zur Kontaktreinitung wird durch
die Seitenarme 18 und den Verbindungsarm 19, der auf der von der Oberfläche entfernten
Seite verläuft, stabilisiert. Die Seitenarme 18 und der Verbindungsarm 19 bilden einen
Rahmen. Der Verbindungsarm 19 ist mit den Achseinheiten 13,14 der Reinigungseinheiten
11,12 über die Seitenarme 18 und Verbindeglied 16 verbunden. Diese und alle fortfolgenden
Figuren weisen einen symmetrischen Aufbau auf; von einer Beschriftung der entsprechenden
rechts angeordneten Figurenteile wird im Folgenden daher abgesehen..
[0034] Fig. 3b zeigt die Roll- oder Gleiteinrichtung einer Führungsstation 3a,3b, die als
Weiterleitungsstation, als Umlenkstation, oder als integraler Bestandteil einer Bearbeitungsstation
ausgebildet sein kann. Die hier als Rolle gezeigte Roll- oder Gleiteinrichtung 3a,3b
weist eine Achseinheit 6 auf, auf der sie drehbar gelagert ist. Die Achseinheit 6
bleibt somit auch bei Betrieb der Bearbeitungsanlage starr. Erfindungsgemäß wird auf
der Achseinheit 6 eine erfindungsgemäße Aufnahmeeinrichtung 15 montiert. Die Montage
erfolgt derart, dass die Aufnahmeeinrichtung nach Montage kraft- oder formschlüssig
mit der Achseinheit 6 verbunden ist. Die Orientierung der Aufnahmeeinrichtung 15 muss
nicht, wie in Fig. 3b gezeigt, nach oben gerichtet sein; jede Orientierung im gesamten
360° Winkelbereich um die Achseinheit herum ist denkbar und je nach Position und vorhandenem
Platz sinnvoll. Die Aufnahmeeinrichtung weist Mittel auf, um die Führungsschiene oder
-rille der Vorrichtung zur Kontaktreinigung entgegenzunehmen und zu fixieren. Hierauf
wird noch in den Figuren 8a und 8b näher eingegangen.
[0035] Die folgenden Figuren zeigen weitere Ausführungsformen der Vorrichtung zur Kontaktreinigung.
[0036] Figur 4a zeigt die Vorrichtung zur Kontaktreinigung, wie sie im Zusammenhang mit
Fig. 3a beschrieben wurde, wenn sie in festem Eingriff mit einer Roll- oder Gleiteinrichtung
einer Führungs oder Bearbeitungsstation, wie sie im Zusammenhang mit Fig. 3b beschrieben
wurde, steht. Die Oberfläche 2 der Materialbahn bewegt sich im Betrieb der Bearbeitungsanlage
zwischen der Gleit- oder Rolleinrichtung 3a,3b und der zweiten Reinigungseinheit 12
der Vorrichtung zur Kontaktreinigung. Auch die erste Reinigungseinheit 11 und zweite
Reinigungseinheit 12 stehen in Kontakt, um Staub oder Schmutz von der Oberfläche 2
mit Hilfe der vorzugsweise als Polymerrolle ausgestalteten zweiten Reinigungseinheit
12 auf die vorzugsweise mit Klebestoff beschichtete erste Reinigungseinheit 11 zu
führen, auf der der Schmutz oder Staub nachhaltig haften bleibt.
[0037] Fig. 4b und Fig. 4c stellen Querschnitte durch Fig. 4a dar. wobei Fig. 4b den Querschnitt
entlang der mit 1 in Fig. 4a bezeichneten Linie darstellt, und Fig. 4c den Querschnitt
entlang der mit II in Fig. 4a bezeichneten Linie darstellt. Die Aufnahmeeinrichtung
15 ist in Fig. 4c beispielhaft über die Befestigungsmittel 30 mit der Achseinheit
6 der Roll- oder Gleiteinrichtung 3a,b formschlüssig verbunden dargestellt. Jede Art
der nachhaltigen Fixierung ist möglich. Des Weiteren könnte die Aufnahmeeinrichtung
auch an einer Seitenwand, die die Achseinheit 6 beispielsweise trägt, befestigt sein,
ohne dabei in direktem Kontakt mit der Achseinheit zu stehen.
[0038] Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Vorrichtung zur Kontaktreinigung des
Weiteren eine Entladungsbürste 26 aufweist, die derart angeordnet ist, dass sie bei
Betrieb der Anlage auf der Seite der Vorrichtung zur Kontaktreinigung mit der Oberfläche
2 der Materialbahn in Kontakt steht. Dies dient dazu, Ionisierungsladungen von der
Oberfläche 2 zu entfernen, die auf Grund des Kontakts der vorzugsweise als Polymerrolle
ausgestalteten zweiten Reinigungseinheit 12 mit der Oberfläche 2 auf der Oberfläche
gebildet werden und sich in der weiteren Bearbeitung der Oberfläche störend auswirken
können. Aus Sicht der sich bewegenden Oberfläche 2 ist die Entladungsbürste 25 gegenüber
der Entladungsbürste 26 angeordnet, die an der erfindungsgemäßen Aufnahmeeinrichtung
befestigt ist. Auch diese Entladungsbürste dient der Entionisierung der Materialbahn.
[0039] Die in Fig. 6 dargestellte Ausführungsform zeigt zusätzlich zu den bisher bereits
beschriebenen Elementen eine Verschiebeeinrichtung, die eine lineare Führung 20 und
eine Antriebseinheit 21 aufweist. Es ist möglich, dass - auch während des Betriebes
der Bearbeitungsanlage - die erste Reinigungseinheit 11 ausgetauscht oder behandelt
wird. Eine derartige Behandlung könnte die Entfernung oder Ausbesserung des auf Grund
des Staubs und Schmutzes nicht mehr wirkungsvollen Klebestoffs sein. Dazu wird mit
Hilfe der Antriebseinheit 21 die erste Reinigungseinheit 11 in Richtung des Verbindungsarms
19 verschoben, so dass die erste Reinigungseinheit aus dem Kontakt mit der zweiten
Reinigungseinheit 12 geführt wird. Die zweite Reinigungseinheit, vorzugsweise eine
Polymerrolle, hat eine gewisse Kapazität. Schmutz und Staub aufzunehmen, auch wenn
die erste Reinigungseinheit 11 nicht in Kontakt mit ihr steht. Die Reinigungswirkung
der Vorrichtung zur Kontaktreinigung ist also auch bei verschobener erster Reinigungseinheit
11 für einen gewissen Zeitraum unverändert. In der verschobenen Position kann die
erste Reinigungseinheit 11 behandelt oder ausgetauscht werden, und anschließend wieder
unter Bedienung der Antriebeseinheit in Richtung der sich bewegenden Oberfläche bzw.
der zweiten Reinigungseinheit geführt werden. Während der Verschiebebewegung bewegt
sich die erste Reinigungseinheit vorzugsweise linear entlang der Führung 20. Diese
kann eine Schiene oder eine Rille sein. Die Antriebseinheit 21 kann eine pneumatische
oder elektrische Antriebseinheit sein.
[0040] Darüber hinaus zeigt Fig. 6 Mittel 23 zum Einstellen der Anpresskraft der zweiten
Reinigungseinheit 12 auf die sich bewegende Oberfläche. Diese können z.B. aus einstellbaren
Federelementen bestehen.
[0041] Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Kontaktreinigung,
wobei die Antriebseinheit 21 zum Bewegen der ersten Reinigungseinheit im Gegensatz
zu der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform auf Höhe bzw. unterhalb der ersten Reinigungseinheit
angeordnet ist. Die Antriebseinheit erstreckt sich in Richtung des Verbindungsarms
19 jedoch nicht über die erste Reinigungseinheit hinaus. Die in Fig. 7 illustriert
Anordnung der Antriebseinheit hat den Vorteil, dass zwischen Führung 20 und Verbindungsarm
19 kein Platz zum Anbringen der Antriebseinheit vorgesehen werden muss. Hierdurch
kann der Verbindungsarm 19 näher an den beiden Reinigungseinrichtungen angebracht
werden, so dass die Vorrichtung zur Kontaktreinigung insgesamt eine kompaktere Bauweise,
d.h. eine geringe Höhe aufweist. Diese Bauart erlaubt es, die erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Kontaktreinigung an Stellen innerhalb der Bearbeitungsanlage zu positionieren,
an denen Reinigungsvorrichtungen im Stand der Technik bereits auf Grund ihrer Größe
keinen Platz finden würden. Die in Fig. 7 gezeigte Art der Positionierung der Antriebseinheit
ist auch in Vorrichtungen zur Kontaktreinigung anwendbar, die keine Führungsschiene
oder -rille zur schnellen Fixierung an einer hierfür vorgesehenen und an einer Bearbeitungs-
oder Führungsstationen montierten Aufnahmeeinrichtung aufweisen.
[0042] Fig. 8a zeigt einen Ausschnitt der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform, der identisch
in der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform verwirklicht ist. Gezeigt ist die Aufnahmeeinrichtung
15, das Verbindeglied 16, die Führungsschiene oder -rille 17 sowie die Mittel 23 zum
Einstellen der Anpresskraft der zweiten Reinigungseinheit auf die sich bewegende Oberfläche.
In Fig. 8b ist der in Fig. 8a mit einem Kreis gekennzeichnete Ausschnitt in Vergrößerung
dargestellt. Die Vorrichtung zur Kontaktreinigung ist über das Verbindeglied 16 an
der Aufnahmeeinrichtung 15 befestigt. Die Befestigung erfolgt zum Einen über die Führungsschiene
oder -rille 17. die eine Fixierung der Vorrichtung zur Kontaktreinigung in einer ersten
und einer zweiten Dimensionen ermöglicht. Die erste Dimension ist die in Fig. 8b mit
x gekennzeichnete Dimension. Die zweite Dimension ist die in Fig. 8b mit z gekennzeichnete
Dimension, die in die Zeichenebene hinein bzw. aus der Zeichenebene hinaus führt.
Eine kraft- bzw. formschlüssige Fixierung des Verbindeglieds 16 in der dritten Ditension,
die in Fig. 8b mit y gekennzeichnet ist, findet nicht statt. Statt dessen wird das
Verbindeglied 16 über eine Feder 23' mit der Aufnahmeeinrichtung 15 verbunden und
in der dritten Dimension auf einen gewissen Bewegungsbereich eingeschränkt. Der Bewegungsbereich
ist durch die Federkonstante bestimmt. Er dient dem Zweck, dass bspw. Unwuchten in
der zweiten Reinigungseinheit und/oder der Führungsstation ausgeglichen werden können,
ohne dabei einen erhöhten Andruck der Reinigungseinheit auf die zu reinigende Oberfläche
auszuüben, da Letzteres zu einer Beschädigung der zu reinigenden Oberfläche führen
könnte. Darüber hinaus kann über die Feder die Anpresskraft der zweiten Reinigungseinheit
auf die zu reinigende Oberfläche eingestellt werden.
[0043] Fig. 9a zeigt eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Es ist beispielsweise
denkbar, dass unterhalb der mit 3a,b bezeichneten Führungsstation das Anbringen der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Kontaktreinigung nicht durchführbar ist. Für derartige
Fälle sieht die Erfindung das Anbringen einer Hilfseinheit 50 vor, die vorzugsweise
als Rolle ausgebildet ist. In Fig. 9a ist die Hilfseinheit 50 mit einer benachbarten
Führungs- oder Bearbeitungsstation 3a,b über eine Verbindung 51 verbunden. Die Verbindung
51 ist in Fig. 9a als Stangenverbindung gezeigt. Typischer Weise umfasst die Verbindung
mindestens zwei Komponenten, die hier als Stangenverbindungen dargestellt sind. Dabei
ist eine Stangenverbindung vorzugsweise mit der einen Seite der Hilfseinheit, und
die andere Stangenverbindung mit der anderen Seite der Hilfseinheit in Kontakt. Typischer
Weise greift die Stangenverbindung die Achse der Hilfseinheit.
[0044] Gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist die Hilfseinheit als Bearbeitungs-
oder Führungsstation ausgebildet. Damit erlaubt die Hilfseinheit das Befestigen einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Kontaktreinigung an der Hilfseinheit. Sämtliche
im Rahmen der vorliegenden Anmeldung mit Bezug auf in der Bearbeitungsanlage angebrachten
Führungs- oder Bearbeitungsstationen besprochenen Aspekte. Details und Merkmale gelten
somit in vollständig analoger Weise auch für die Hilfseinheit. Insbesondere kann die
erfindungsgemäße Vorrichtung zur Kontaktreinigung sowohl in eine bereits vorgesehene
Führungs- oder Bearbeitungsstation der Bearbeitungsanlage, als auch in eine erfindungsgemäße
Hilfseinheit eingesetzt werden.
[0045] Das Anbringen einer erfindungsgemäßen Hilfseinheit 50 erfolgt derart, dass die Hilfseinheit
eine eingespannte Materialbahn 2 kontaktiert. Damit ist es möglich, dass die an der
Hilfseinheit angebrachte Vorrichtung zur Kontaktreinigung einen gewissen Andruck gegen
die Materialbahn erzeugen kann, ohne dass dadurch eine Dehnbelastung auf die Materialbahn
wirkt, da ja die Hilfseinrichtung auf der gegenüberliegenden Seite der Materialbahn
dem Andruck eine Gegenkraft zur Verfügung stellt. In typischen Ausführungsformen ist
die Hilfseinheit starr mit der jeweiligen Bearbeitungs- oder Führungsstation verbunden.
In anderen Ausführungsformen ist die Verbindung elastisch. Elastisch in diesem Zusammenhang
bedeutet, dass die Verbindung der Hilfseinheit mit der entsprechenden Bearbeitungs-
oder Führungsstation derart ist, dass die Hilfseinheit ab einem gewissen Druck, der
von der Vorrichtung zur Kontaktreinigung erzeugt wird, ausweichend nachgibt.
[0046] Die Ausführungsform gemäß Fig. 9b ist identisch zur Ausführungsform gemäß Fig. 9a
bis auf den Unterschied, dass die Hilfseinrichtung gemäß Fig. 9b auf derselben Seite
der Materialbahn vorgesehen ist wie die Bearbeitungs- oder Führungsstation, mit der
sie verbunden ist. In Fig. 9a ist die Hilfseinrichtung auf der anderen Seite der Materialbahn
vorgesehen wie die Bearbeitungs- oder Führungsstation, mit der sie verbunden ist.
[0047] Im Rahmen der folgenden Ansprüche bezieht sich die Formulierung "Gegenstand nach
Anspruch x" auf den im Anspruch x bestimmten Gegenstand, der je nach Inhalt von Anspruch
x eine Vorrichtung zur Kontaktreinigung, eine Bearbeitungs- oder Führungsstation,
eine Bearbeitungsanlage zur Bearbeitung einer sich bewegenden Oberfläche einer Materialbahn,
eine Vorrichtung zur Kontaktreinigung oder ein Verfahren sein kann.
1. Vorrichtung zur Kontaktreinigung (10) einer sich in einer Bearbeitungsanlage, insbesondere
einer Druckanlage, bewegenden Oberfläche (2) einer Materialbahn (1), wobei die Vorrichtung
eine als Rolle ausgebildete erste Reinigungseinheit (11) und eine als Rolle ausgebildete
zweite Reinigungseinheit (12) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein zum Eingriff in eine Aufnahmeeinrichtung (15) vorgesehenes Führungsmittel
oder Fixierungsmittel aufweist, wobei die Aufnahmeeinrichtung (15) in räumlicher Nähe
zu einer Achseinheit (6) einer Roll- oder Gleiteinrichtung einer Bearbeitungs- oder
Führungsstation (3a,3b,5a,5b,50) der Bearbeitungsanlage befestigt ist.
2. Vorrichtung zur Kontaktreinigung (10) nach Anspruch 1, wobei das Führungsmittel oder
das Fixierungsmittel passgenau in eine Aufnahme der Aufnahmeeinrichtung einführbar
ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Führungsmittel oder
das Fixierungsmittel eine Ausformung aufweist, die in der Aufnahmeeinrichtung ein
derartiges Gegenstück vorfindet, dass die Vorrichtung zur Kontaktreinigung in der
Aufnahmevorrichtung fixierbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, weiterhin umfassend ein Befestigungsmittel,
das im Zusammenspiel mit dem Führungsmittel oder dem Fixierungsmittel eine 3-dimensionale
Fixierung der Vorrichtung zur Kontaktreinigung ermöglicht, wobei das Befestigungsmittel
insbesondere ein Schnellverschluss, ein Einrastverschluss oder ein Klickverschluss
ist.
5. Vorrichtung zur Kontaktreinigung nach Anspruch 1, wobei die Vorrichtung zur Kontaktreinigung
(10) des Weiteren eine Verschiebeeinrichtung (20, 21) zum Verschieben mindestens einer
der Reinigungseinheiten umfasst, wobei die Verschiebeeinrichtung die Verschiebung
vorzugsweise auf die Bearbeitungs- oder Führungsstation (3a,3b,5a,5b,50) hin oder
von der Bearbeitungs- oder Führungsstation weg erlaubt.
6. Vorrichtung zur Kontaktreinigung (10) einer sich in einer Bearbeitungsanlage, insbesondere
einer Druckanlage, bewegenden Oberfläche (2) einer Materialbahn (1) nach Anspruch
1, wobei die als Rolle ausgestaltete erste Reinigungseinheit (11) eine klebende Oberfläche
umfasst, und wobei die Vorrichtung zur Kontaktreinigung eine Verschiebeeinrichtung
(20,21) zum Verschieben der ersten Reinigungseinheit (11) umfasst, wobei die Verschiebeeinrichtung
eine vorzugsweise lineare Führung (20) der ersten Reinigungseinheit sowie eine vorzugsweise
pneumatische Antriebseinheit (21) zum Betreiben einer Bewegung der ersten Reinigungseinheit
in der Führung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Antriebseinheit nicht über die erste Reinigungseinheit (11) in einer Richtung
hinaus erstreckt, die von der sich bewegenden Oberfläche (2) wegführt.
7. Vorrichtung zur Kontaktreinigung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Aufnahmeeinrichtung
auf der Achseinheit oder an einer die Achseinheit tragenden Seitenwand befestigt ist.
8. Vorrichtung zur Kontaktreinigung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Aufnahmeeinrichtung
(15) Mittel zur Fixierung der Vorrichtung an der Aufnahmeeinrichtung (15) umfasst,
und/oder die Vorrichtung zur Kontaktreinigung und/oder die Aufnahmeeinrichtung des
Weiteren Mittel zum Einstellen der Anpresskraft (23) der zweiten Reinigungseinheit
an die sich bewegende Oberfläche aufweist.
9. Vorrichtung zur Kontaktreinigung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
erste Reinigungseinheit als Kleberolle und die zweite Reinigungseinheit als Polymerrolle
ausgestaltet ist.
10. Vorrichtung zur Kontaktreinigung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Vorrichtung zur Kontaktreinigung derart ausgestaltet ist, dass die erste Reinigungseinheit
bei Betrieb der Bearbeitungsanlage ausgetauscht werden kann und/oder dass die Vorrichtung
bei Betrieb der Bearbeitungsanlage befestigt oder entfernt werden kann.
11. Bearbeitungs- oder Führungsstation (3a,3b,5a,5b,50) einer Bearbeitungsanlage zur Bearbeitung
einer sich bewegenden Oberfläche (2) einer Materialbahn (1), insbesondere einer Druckanlage,
dadurch gekennzeichnet, dass in räumlicher Nähe einer Achseinheit (6) einer Roll- oder Gleiteinrichtung der Bearbeitungs-
oder Führungsstation eine Aufnahmeeinrichtung (15) zum Eingriff in ein Führungsmittel
oder Fixierungsmittel (17) einer Vorrichtung zur Kontaktreinigung (10) gemäß einem
der vorherigen Ansprüche unbeweglich befestigt ist.
12. Bearbeitungsanlage zur Bearbeitung einer sich bewegenden Oberfläche (2) einer Materialbahn
(1), insbesondere einer Druckanlage, mit mindestens einer Bearbeitungs- oder Führungsstation
(3a,3b,5a,5b) gemäß Anspruch 11.
13. Verfahren zum Reinigen einer sich in einer Bearbeitungsanlage bewegenden Oberfläche
(2) einer Materialbahn (1), insbesondere einer Druckanlage, umfassend die Schritte
- Einführen eines Führungsmittel oder Fixierungsmittels (17) einer Vorrichtung zur
Kontaktreinigung (10) sich bewegender Oberflächen, die eine als Rolle ausgebildete
erste Reinigungseinheit (11) und eine als Rolle ausgebildete zweite Reinigungseinheit
(12) aufweist, in eine hierfür vorgesehene Aufnahmeeinrichtung (15), die in räumlicher
Nähe einer Achseinheit einer Bearbeitungs- oder Führungsstation der Bearbeitungsanlage
unbeweglich befestigt ist; und
- Vorzugsweises Fixieren der Vorrichtung zur Kontaktreinigung (10) an der Aufnahmeeinrichtung
(15).
14. Verfahren zur Ausstattung einer Bearbeitungsanlage zur Bearbeitung sich bewegender
Oberflächen (2) einer Materialbahn (1), insbesondere einer Druckanlage, mit mindestens
einer Aufnahmeeinrichtung (15) zur Aufnahme einer Vorrichtung zur Kontaktreinigung
(10) sich bewegender Oberflächen, die eine als Rolle ausgebildete erste Reinigungseinheit
(11) und eine als Rolle ausgebildete zweite Reinigungseinheit (12) aufweist, wobei
die mindestens eine Aufnahmeeinrichtung (15) zum Eingriff in ein Führungsmittel oder
Fixierungsmittel (17)der Vorrichtung zur Kontaktreinigung vorgesehen ist, umfassend
den Schritt:
- Befestigen der mindestens einen Aufnahmeeinrichtung (15) in räumlicher Nähe einer
Achseinheit einer Roll- oder Gleiteinrichtung mindestens einer Bearbeitungs- oder
Führungsstation der Bearbeitungsanlage derart, dass die mindestens eine Aufnahmeeinrichtung
(15) unbeweglich mit der Achseinheit verbunden ist, und dass die Vorrichtung zur Kontaktreinigung
(10) an der Aufnahmeeinrichtung (15) vorzugsweise mittels Führungsmittel oder Fixierungsmittel
(17) fixiert werden kann.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 oder 14, wobei die Vorrichtung zur Kontaktreinigung
(10) eine Vorrichtung zur Kontaktreinigung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 ist.
1. A device for contact-cleaning (10) a surface (2) of a material web (1), the surface
moving in a treatment installation, in particular a printing plant, the device comprising
a first cleaning unit (11) formed as a roller and a second cleaning unit (12) formed
as a roller, characterized in that the device comprises a guiding means or fixing means provided for engagement in a
receiving means (15), the receiving means (15) being secured in spatial proximity
to an axle unit (6) of a rolling or sliding facility of a treatment or guiding station
(3a, 3b, 5a, 5b, 50) of the treatment installation.
2. The device for contact-cleaning (10) according to claim 1, wherein the guiding means
or the fixing means may be introduced into a reception of the receiving means in a
precisely fitting manner.
3. The device according to any one of the preceding claims, wherein the guiding means
or the fixing means comprises a formation which finds such a counterpart in the receiving
means that the device for contact-cleaning is securable within the receiving means.
4. The device according to any one of the preceding claims, furthermore comprising a
securing means which, in cooperation with the guiding means or the fixing means, enables
a 3-dimensional fixation of the device for contact-cleaning, the fixing means being
in particular a quick action lock, a latching lock or a click lock.
5. The device for contact-cleaning according to claim 1, wherein the device for contact
cleaning (10) furthermore comprises a displacing facility (20, 21) for displacing
at least one of the cleaning units, the displacing facility allowing the displacement
preferably toward the treatment or guiding station (3a, 3b, 5a, 5b, 50) or away from
the treatment or guiding station.
6. The device for contact-cleaning (10) a surface (2) of a material web (1), the surface
moving in a treatment installation, in particular a printing plant, according to claim
1, wherein the first cleaning unit (11) formed as a roller comprises an adhesive surface,
and wherein the device for contact-cleaning includes a displacing facility (20, 21)
for displacing the first cleaning unit (11), wherein the displacing unit comprises
a preferably linear guide (20) of the first cleaning unit as well as a preferably
pneumatic drive unit (21) for actuating movement of the first cleaning unit within
the guide, characterized in that the drive unit does not extend beyond the first cleaning unit (11) in a direction
leading away from the moving surface (2).
7. The device for contact-cleaning according to any one of claims 1 to 6, wherein the
receiving means is secured to the axle unit or to a side wall bearing the axle unit.
8. The device for contact-cleaning according to any one of claims 1 to 7, wherein the
receiving means (15) includes means for fixing the device to the receiving means (15),
and/or the device for contact-cleaning and/or the receiving means furthermore comprise
means for adjusting the contact pressing force (23) of the second cleaning unit on
the moving surface.
9. The device for contact-cleaning according to any one of the preceding claims, wherein
the first cleaning unit is configured as an adhesive roller and the second cleaning
unit as a polymer roller.
10. The device for contact-cleaning according to any one of the preceding claims, wherein
the device for contact-cleaning is configured such that the first cleaning unit can
be replaced during operation of the treatment installation and/or the device can be
attached or removed during operation of the treatment installation.
11. A treatment or guiding station (3a, 3b, 5a, 5b, 50) of a treatment installation for
treating a moving surface (2) of a material web (1), in particular of a printing plant,
characterized in that in spatial proximity to an axle unit (6) of a rolling or sliding facility of the
treatment or guiding station a receiving means (15) for engagement in a guiding means
or fixing means (17) of a device for contact-cleaning (10) according to any one of
the preceding claims is secured in an immobile manner.
12. A treatment installation for treating a moving surface (2) of a material web (1),
in particular of a printing plant, having at least one treatment or guiding station
(3a, 3b, 5a, 5b) according to claim 11.
13. A method for cleaning a surface (2) of a material web (1), the surface moving in a
treatment installation, in particular a printing plant, comprising the steps of
- introducing a guiding means or fixing means (17) of a device for contact-cleaning
(10) moving surfaces, which device comprises a first cleaning unit (11) formed as
a roller and a second cleaning unit (12) formed as a roller, into a receiving means
(15) provided for this purpose, which is secured in spatial proximity to an axle unit
of a treatment or guiding station of the treatment installation so as to immobile;
and
- preferably fixing the device for contact-cleaning (10) to the receiving means (15).
14. A method for equipping a treatment installation for treating moving surfaces (2) of
a material web (1), in particular a printing plant, with at least one receiving means
(15) for receiving a device for contact-cleaning (10) moving surfaces, which device
comprises a first cleaning unit (11) formed as a roller and a second cleaning unit
(12) formed as a roller, the at least one receiving means (15) being provided for
engagement in a guiding means or fixing means (17) of the device for contact-cleaning,
comprising the step of:
- securing the at least one receiving means (15) in spatial proximity to an axle unit
of a rolling or sliding facility of at least one treatment or guiding station of the
treatment installation such that the at least one receiving means (15) is connected
with the axle unit in an immobile manner, and that the device for contact cleaning
(10) can be fixed to the receiving means (15) preferably by guiding means or fixing
means (17).
15. The method according to any one of claims 13 or 14, wherein the device for contact-cleaning
(10) is a device for contact-cleaning according to any one of claims 1 to 10.
1. Dispositif de nettoyage par contact (10) d'une surface (2) d'une bande de matériau
(1), la surface se déplaçant dans une installation de traitement, en particulier une
installation d'impression, le dispositif présentant une première unité de nettoyage
(11) configurée comme rouleau et une deuxième unité de nettoyage (12) configurée comme
rouleau, caractérisé en ce que le dispositif présente un moyen de guidage ou un moyen d'arrêt prévu pour venir en
prise dans un dispositif de réception (15), le dispositif de réception (15) étant
fixé à proximité spatiale d'une unité d'axe (6) d'un dispositif de roulement ou de
glissement d'un poste de traitement ou de guidage (3a, 3b, 5a, 5b, 50) de l'installation
de traitement.
2. Dispositif de nettoyage par contact (10) selon la revendication 1, dans lequel le
moyen de guidage ou le moyen d'arrêt peut être introduit en ajustement précis dans
une réception du dispositif de réception .
3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le moyen de guidage
ou le moyen d'arrêt présente un façonnement qui trouve une telle contrepartie dans
le dispositif de réception que le dispositif de nettoyage par contact puisse être
arrêté dans le dispositif de réception .
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, comprenant en outre un moyen
de fixation qui, en interaction avec le moyen de guidage ou le moyen d'arrêt, permet
un arrêt tridimensionnel du dispositif de nettoyage par contact, le moyen de fixation
étant en particulier une fermeture rapide, une fermeture à encliquetage ou une fermeture
à déclic.
5. Dispositif de nettoyage par contact selon la revendication 1, dans lequel le dispositif
de nettoyage par contact (10) comporte en outre un dispositif de déplacement (20,
21) pour le déplacement d'au moins une des unités de nettoyage, le dispositif de déplacement
permettant le déplacement de préférence en direction du poste de traitement ou de
guidage (3a, 3b, 5a, 5b, 50) ou en éloignement du poste de traitement ou de guidage.
6. Dispositif de nettoyage par contact (10) d'une surface (2) d'une bande de matériau
(1), la surface se déplaçant dans une installation de traitement, en particulier une
installation d'impression, selon la revendication 1, dans lequel la première unité
de nettoyage (11) configurée comme rouleau comporte une surface collante, et dans
lequel le dispositif de nettoyage par contact comporte un dispositif de déplacement
(20, 21) pour le déplacement de la première unité de nettoyage (11), le dispositif
de déplacement présentant un guidage (20) de préférence linéaire de la première unité
de nettoyage ainsi qu'une unité d' actionnement (21) de préférence pneumatique pour
l'actionnement d'un mouvement de la première unité de nettoyage dans le guidage, caractérisé en ce que l'unité d' actionnement ne s'étend pas au-delà de la première unité de nettoyage
(11) dans une direction qui s'éloigne de la surface (2) se déplaçant.
7. Dispositif de nettoyage par contact selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel
le dispositif de réception est fixé sur l'unité d'axe ou à une paroi latérale portant
l'unité d'axe.
8. Dispositif de nettoyage par contact selon l'une des revendications 1 à 7, dans lequel
le dispositif de réception (15) comporte des moyens d'arrêt du dispositif sur le dispositif
de réception (15), et/ou le dispositif de nettoyage par contact et/ou le dispositif
de réception présente en outre des moyens pour le réglage de la force d'appui (23)
de la deuxième unité de nettoyage sur la surface se déplaçant.
9. Dispositif de nettoyage par contact selon l'une des revendications précédentes, dans
lequel la première unité de nettoyage est configurée comme rouleau collant et la deuxième
unité de nettoyage comme rouleau en polymère.
10. Dispositif de nettoyage par contact selon l'une des revendications précédentes, dans
lequel le dispositif de nettoyage par contact est configuré de telle façon que la
première unité de nettoyage puisse être échangée en fonctionnement de l'installation
de traitement et/ou que le dispositif puisse être fixé ou enlevé en fonctionnement
de l'installation de traitement.
11. Poste de traitement ou de guidage (3a, 3b, 5a, 5b, 50) d'une installation de traitement
pour le traitement d'une surface (2) d'une bande de matériau (1), la surface se déplaçant,
en particulier d'une installation d'impression, caractérisé en ce qu'un dispositif de réception (15) destiné à venir en prise dans un moyen de guidage
ou un moyen d'arrêt (17) d'un dispositif de nettoyage par contact (10) selon l'une
des revendications précédentes est fixé de manière immobile à proximité spatiale d'une
unité d'axe (6) d'un dispositif de roulement ou de glissement du poste de traitement
ou de guidage.
12. Installation de traitement pour le traitement d'une surface (2) d'une bande de matériau
(1), la surface se déplaçant, en particulier d'une installation d'impression, comportant
au moins un poste de traitement ou de guidage (3a, 3b, 5a, 5b) selon la revendication
11.
13. Procédé de nettoyage d'une surface (2) d'une bande de matériau (1), la surface se
déplaçant dans une installation de traitement, en particulier une installation d'impression,
comportant les étapes :
- introduction d'un moyen de guidage ou d'un moyen d'arrêt (17) d'un dispositif de
nettoyage par contact (10) de surfaces se déplaçant, qui présente une première unité
de nettoyage (11) configurée comme rouleau et une deuxième unité de nettoyage (12)
configurée comme rouleau, dans un dispositif de réception (15) prévu à cet effet qui
est fixé de manière immobile à proximité spatiale d'une unité d'axe d'un poste de
traitement ou de guidage de l'installation de traitement ; et
- de préférence, arrêt du dispositif de nettoyage par contact (10) au dispositif de
réception (15).
14. Procédé d'équipement d'une installation de traitement pour le traitement de surfaces
(2) d'une bande de matériau (1), les surfaces se déplaçant, en particulier d'une installation
d'impression, comportant au moins un dispositif de réception (15) pour la réception
d'un dispositif de nettoyage par contact (10) de surfaces se déplaçant, qui présente
une première unité de nettoyage (11) configurée comme rouleau et une deuxième unité
de nettoyage (12) configurée comme rouleau, l'au moins un dispositif de réception
(15) étant prévu pour venir en prise dans un moyen de guidage ou un moyen d'arrêt
(17) du dispositif de nettoyage par contact, comprenant l'étape :
- attachement de l'au moins un dispositif de réception (15) à proximité spatiale d'une
unité d'axe d'un dispositif de roulement ou de glissement d'au moins un poste de traitement
ou de guidage de l'installation de traitement de telle façon que l'au moins un dispositif
de réception (15) soit relié de manière immobile à l'unité d'axe, et que le dispositif
de nettoyage par contact (10) puisse être arrêté au dispositif de réception (15) de
préférence au moyen d'un moyen de guidage ou d'un moyen d'arrêt (17).
15. Procédé selon l'une des revendications 13 ou 14, dans lequel le dispositif de nettoyage
par contact (10) est un dispositif de nettoyage par contact selon l'une des revendications
1 à 10.