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EP 2 019 771 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.06.2010 Patentblatt 2010/26 |
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Anmeldetag: 11.05.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/054602 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/134995 (29.11.2007 Gazette 2007/48) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR DETEKTION DES BELEGT- ODER FREIZUSTANDES EINES GLEISABSCHNITTES
METHOD AND DEVICE FOR DETECTING THE OCCUPIED OR FREE STATUS OF A SECTION OF TRACK
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF PERMETTANT DE DÉTERMINER SI UNE PARTIE DE VOIE FERRÉE EST OCCUPÉE
OU LIBRE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
19.05.2006 DE 102006024692
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.02.2009 Patentblatt 2009/06 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- BOHLMANN, Peer
14621 Schönwalde (DE)
- RASCHKE, Bernd
12621 Berlin (DE)
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-2004/071839 DE-A1- 1 530 386
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WO-A-2004/098975 DE-A1- 2 053 897
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Detektion des Belegt-
oder Freizustandes eines Gleisabschnittes mittels eines Gleisstromkreises, in den
mittig ein Sendesignal eingespeist und aus dem endseitig mindestens ein Detektionssignal
ausgekoppelt wird.
[0002] Das in der
DE 15 30 386 A1 beschriebene Grundprinzip der Detektion des Belegt- oder Freizustandes des Gleisabschnittes
besteht darin, dass ein Sender eine Sendesignal generiert, das über den Gleisstromkreis,
der den Gleisabschnitt repräsentiert, an einen Empfänger übertragen wird, wobei der
Empfänger das Sendesignal interpretiert. Bei Mitteneinspeisung sind ungefähr in der
Mitte des Gleisabschnittes der Sender und an den beiden Enden des Gleisabschnittes
Empfänger vorgesehen. In Abhängigkeit von der Länge des zu überwachenden Gleisabschnittes
wird am Sender ein Sendesignal derart eingestellt, dass der Empfänger das vom Sender
erzeugte Sendesignal erkennen kann. Einen erheblichen Einfluss auf die Einstellparameter
und die maximale Länge des Gleisabschnittes hat der Bettungswiderstand des Gleises.
Dieser kann sich während des Betriebes in einem sehr großen Bereich, beispielsweise
um den Faktor 100, ändern. Die Überwachung von größeren Gleisbereichen, die über die
Maximallängen hinausgehen, wird üblicherweise durch die Aneinanderreihung mehrerer
Gleisstromkreise oder durch Verwendung anderer Gleisüberwachungseinrichtungen, beispielsweise
Achszähler, realisiert.
[0003] Das Vorhandensein eines Schienenfahrzeugs im Gleisabschnitt wird dadurch offenbart,
dass der Empfänger für eine definierte Zeit kein oder ein schwächeres Signal vom Sender
empfängt. Damit die Sendesignale vom Empfänger bei freiem Gleisabschnitt gut erkannt
werden können, ist eine hohe Sendespannung und damit ein hoher Sendestrom wünschenswert.
Ein zu hohes Sendesignal führt jedoch dazu, dass der Empfänger auch bei Vorhandensein
eines Schienenfahrzeugs im Gleisabschnitt korrekte Sendesignale erkennen könnte und
damit den Belegtzustand des Gleisabschnittes nicht detektieren würde. Die maximale
Länge des Gleisabschnittes, bei dem eine sichere Überwachung des Belegungszustandes
möglich ist, ist folglich begrenzt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Detektion des Belegt- oder Freizustandes eines Gleisabschnittes anzugeben, welche
auch für längere Gleisabschnitte eine sichere Überwachung ermöglichen.
[0005] Verfahrensgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der Gleisstromkreis in sich
über ihre halbe Länge überlappende Teilabschnitte aufgeteilt wird und dass das Sendesignal
mittig in denjenigen Teilabschnitt eingespeist wird, in den ein Schienenfahrzeug einfährt,
wobei von beiden Enden des Teilabschnittes Detektionssignale ausgekoppelt oder über
angrenzende Teilabschnitte zu den Gleisstromkreisenden weitergeschaltet und dort ausgekoppelt
werden. Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist gemäß Anspruch 5
dadurch gekennzeichnet, dass der Gleisstromkreis aus mehreren sich über ihre halbe Länge überlappenden Teilabschnitten
zusammengesetzt ist, welche endseitig Sender-/Empfänger-Einrichtungen zur Auskopplung
des Detektionssignals oder Weiterschaltung der Detektionssignale zu den Gleisstromkreisenden
und dortiger Auskopplung aufweisen, wobei jeweils die mittige und eine endseitige
Sender-/Empfänger-Einrichtung den sich überlappenden Teilabschnitten gemeinsam sind.
Auf diese Weise ergeben sich wandernde aktivierte Teilabschnitte, wobei der Wirkbereich
Sender-Empfänger aufgrund der geltenden elektrischen Eigenschaften des Gleises bestehen
bleibt. Da der Gleisstromkreis aus einer beliebigen Anzahl sich überlappender Teilabschnitte
zusammengesetzt werden kann, kann gegenüber der bekannten Lösung eine Vervielfachung
der Maximallänge des mit einem einzigen Gleisstromkreis überwachbaren Gleisabschnittes
erreicht werden. Dabei kann die prinzipielle Funktionsweise bezügliche Frei- und Belegtmeldung
unverändert bestehen bleiben. Das auszuwertende Detektionssignal kann entweder direkt
aus den Teilabschnitten ausgekoppelt werden oder über die Sender-/Empfänger-Einrichtungen
bis an das Gleisstromkreisende weitergeschaltet und dort ausgekoppelt werden. Die
Auswertung des Detektionssignals, nämlich die Feststellung, ob der Gleisabschnitt
frei oder belegt ist, erfolgt üblicherweise in einem Stellwerk. Für jeden Gleisstromkreis
muss nur eine Auswertung der ausgekoppelten Detektionssignale durchgeführt werden.
Wegen der vergrößerten Länge des Gleisstromkreises ergeben sich Einsparungen bezüglich
der Anzahl der erforderlichen Auswerteeinrichtungen im Stellwerk, verbunden mit einer
Verringerung des Platzbedarfs, Verringerung der Vorhaltung von Ersatzkomponenten und
Erhöhung des MTBF (mean time between failure - mittlerer Ausfallabstand). Die Projektierung
wird vereinfacht und die Gesamtzahl der Gleisstromkreise pro Projekt wird reduziert.
Der Montage- und Prüfaufwand geht zurück. Letztlich können die Gleisabschnitte besser
an Signalabstände bzw. Blocklängen angepasst werden, wodurch sich Wartungs- und Kostenvorteile
ergeben.
[0006] Gemäß Anspruch 2 werden die Detektionssignale als Umschaltkriterium zur sukzessiven
Aktivierung der Teilabschnitte verwendet. Dazu wird das Detektionssignal gemäß Anspruch
6 einer Steuereinrichtung zugeführt, welche sich vorzugsweise im Stellwerk befindet.
Die Steuereinrichtung dient der Weiterschaltung der als Sender fungierenden Sender-/Empfänger-Einrichtungen
in einer festgelegten Abfolge an sich aneinanderreihende Orte des Gleises. Dabei bilden
die Frei- und Belegtinformationen der zwei als Empfänger fungierenden Sender-/Empfänger-Einrichtungen
des jeweiligen Teilabschnittes die notwendigen Umschaltkriterien. In dem Moment, wenn
ein Schienenfahrzeug die als Sender fungierende Sender-/Empfänger-Einrichtung überfahren
hat, werden von beiden Empfängern der Sender-/Empfänger-Einrichtungen keine Belegtsignale
mehr erzeugt, wodurch die Steuereinrichtung ein Ansteuersignal erzeugt, welches den
gerade überfahrenen Sender in Empfangsmodus umschaltet und die in Fahrtrichtung nächstliegende
Sender-/Empfänger-Einrichtung in den Sendemodus sowie die übernächste Einrichtung
in den Empfängermodus schaltet. Somit ist der nächste Teilabschnitt aktiviert. Die
Ausfahrt aus dem verlängerten Gleisstromkreis erfolgt wie bei der bekannten Mittenspeisung
bei kurzen Gleisstromkreisen.
[0007] Nach Ausfahrt der letzten Achse des Schienenfahrzeugs aus dem verlängerten Gleisstromkreis
wird der Freizustand gemäß Anspruch 3 durch Überwachung des Detektionssignals an mindestens
einem Ende des Gleisstromkreises festgestellt. Bei Gleisen, die nur in einer Richtung
befahren werden, genügt die permanente Überwachung des Einfahrendes des Gleisstromkreises,
während bei Gleisen, die in beiden Richtungen überfahren werden, an beiden Enden des
Gleisstromkreises eine Überwachung erforderlich ist.
[0008] Um das fehlerfreie Funktionieren des Gleisstromkreises sicherzustellen, ist vorzugsweise
gemäß Anspruch 4 im Freizustand regelmäßig ein sukzessives Aktivieren aller Teilabschnitte
vorgesehen. Diese Funktionsprüfung kann z. B. einmal pro Stunde stattfinden.
[0009] Nachfolgend wird die Erfindung anhand figürlicher Darstellungen näher beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Prinzipdarstellung aneinander gereihter Gleis- stromkreise bekannter Bauart,
- Figur 2
- Gleisstromkreise der beanspruchten Bauart in gleich- artiger Darstellung wie Figur
1,
- Figur 3
- einen Ablauf einer Zugdurchfahrt,
- Figur 4
- einen Ablauf einer Überprüfung der Funktionsfähigkeit des Gleisstromkreises und
- Figur 5
- eine Überwachung des Freizustandes.
[0010] Zur lückenlosen Überwachung eines Gleisbereiches werden Gleisstromkreise 1a, 1b,
1c üblicherweise direkt aneinander gereiht. Figur 1 veranschaulicht beispielhaft drei
Gleisstromkreise 1a, 1b, 1c, die jeweils aus einem mittig angeordneten Sender 2 und
zwei endseitigen Empfängern 3 bestehen.
[0011] Gegenüber dieser bekannten Bauart ist eine Verlängerung des Gleisstromkreises 4 durch
Zwischenschaltung von Sender-/Empfänger-Einrichtungen 5 vorgesehen. Dadurch wird der
Gleisstromkreis 4 in sich über die Hälfte ihrer Länge überlappende Teilabschnitte
6 eingeteilt. Die Teilabschnitte 6 weisen dabei im Wesentlichen die gleiche Länge
auf.
[0012] Figur 3 veranschaulicht den Ablauf einer Zugdurchfahrt von der Einfahrt einer ersten
Achse 7 in den Gleisstromkreis 4 bis zur Ausfahrt einer letzten Achse 8 aus den Gleisstromkreis
4 in mit einen Pfeil 7 gekennzeichneter Fahrtrichtung. Die einzelnen Fahrorte der
ersten Achse 7 sind in den Ablaufschemata 1.) bis 12.) dargestellt, während die Ablaufschemata
13.) und 14.) die letzte Achse 8 zeigen und das Ablaufschema 15.) den Freizustand
darstellt.
[0013] Aus 1.) ist ersichtlich, dass die erste Achse 7 des Schienenfahrzeugs in den Gleisstromkreis
4 eingefahren ist. Diese Einfahrt wird detektiert, indem der erste Teilabschnitt 6
aktiv ist. Dazu wird von einer Steuereinrichtung im Stellwerk die erste Sender-/Empfänger-Einrichtung
5 des Gleisstromkreises 4 als Empfänger E1, die zweite Sender-/Empfänger-Einrichtung
5 als Sender S und die dritte Sender-/Empfänger-Einrichtung als zweiter Empfänger
E2 geschaltet. Der erste Empfänger E1 meldet bei 1.) und 2.) den Besetztzustand des
Gleisstromkreises 4 an das Stellwerk. Die erste Achse 7 befindet sich noch nicht im
Wirkbereich Sender S - zweiter Empfänger E2, so dass der zweite Empfänger E2 ein Detektionssignal
erzeugt, das den Freizustand charakterisiert. Symbolisch wird ein frei meldendes Detektionssignal
durch einen Pfeil nach oben und ein besetzt meldendes Detektionssignal durch einen
Pfeil nach unten dargestellt, wobei diese Detektionssignale jeweils den Empfängern
E1 und E2 zugeordnet sind.
[0014] Bei 3.) ist die erste Achse 7 derart nahe am Sender S, dass beide Empfänger E1 und
E2 im Wirkbereich liegen und somit beide Empfänger E1 und E2 besetzt melden. Diese
doppelte Besetztmeldung ist das Umschaltkriterium für die Weiterschaltung der Teilabschnitte
6. Eine nicht dargestellte und üblicherweise in einem Stellwerk befindliche Steuereinrichtung
schaltet die Sender-/Empfänger-Einrichtungen 5 derart weiter, dass der Sender S gemäß
3.) zum Empfänger E1 gemäß 4.) und der zweite Empfänger E2 gemäß 3.) zum Sender S
gemäß 4.) wird. Außerdem wird die dem neuen Sender S nachfolgende Sender-/Empfänger-Einrichtung
5 als neuer Empfänger E2 geschaltet. Bei 4.) meldet E1 besetzt und E2 frei. In der
fünften Position der ersten Achse 7 ist diese - wie in der dritten Position - in der
Empfangsreichweite beider Empfänger E1 und E2, so dass diese belegt melden und das
Kriterium für die Weiterschaltung erfüllt ist. Analoge Weiterschaltung erfolgt bei
dem Positionen 3.), 5.), 7.) und 9.), während in den Zwischenpositionen 2.), 4.),
6.), 8.) und 10.) jeweils die als erster Empfänger E1 fungierende Sender-/Empfänger-Einrichtung
5 ein belegt meldendes Detektionssignal erzeugt, so dass der gesamte Gleisstromkreis
als besetzt gilt. Die Auskopplung der Detektionssignale E1 und E2 kann dabei entweder
direkt erfolgen oder durch Weiterschaltung über die benachbarten Sender-/Empfänger-Einrichtungen
5 bis zu den Gleisstromkreisenden nur an diesen ersten und letzten Sender-/Empfänger-Einrichtungen
des Gleisstromkreises 4 erfolgen. Bei letzterer Variante besteht die Möglichkeit einer
Vereinfachung hinsichtlich der Verkabelung.
[0015] In den Positionen 12.), 13.), und 14.) bleibt der sukzessive weitergeschaltete Teilabschnitt
6 bestehen, da dieser Teilabschnitt 6 der letzte des Gleisstromkreises 4 ist. Das
Detektionssignal des Gleisstromkreises 4 wird so lange auf besetzt gehalten, bis die
letzte Achse 8 die letzte Sender-/Empfänger-Einrichtung 5 überfahren hat. Das wird
festgestellt, indem diese letzte Sender-/Empfänger-Einrichtung 5 in den Positionen
12.) bis 14.) als Sender S geschaltet wird und somit die vorletzte Sender-/Empfänger-Einrichtung
5 als zweiter Empfänger E2 fungiert. Dieser Empfänger E2 meldet nach Ausfahrt der
letzten Achse 8 aus dem Gleisstromkreis 4 den Freizustand, wodurch ein Rückschaltkriterium
generiert wird, das von der Steuereinrichtung benutzt wird, um den Gleisstromkreis
4 in die Grundstellung, die bei 15.) dargestellt ist, zurückzuschalten.
[0016] Bei dieser Grundstellung, die dem Freizustand des Gleisstromkreises 4 entspricht,
werden bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 beide Enden des Gleisstromkreises
4 auf frei oder besetzt überwacht. Es sei angenommen, dass der dargestellte Gleisabschnitt
in beiden Fahrtrichtungen durchfahren werden kann, so dass entweder beide Gleisstromkreisenden
gleichzeitig überwacht werden müssen oder abhängig von der nächsten erwarteten Zugdurchfahrt
nur das jeweilige Einfahrtende des Gleisstromkreises 4 - wie in Figur 5 veranschaulicht.
[0017] Figur 4 zeigt einen Ablauf für ein Durchprüfen sämtlicher Komponenten des Gleisstromkreises
4 während des Freizustandes in gleicher Darstellungsweise wie Figur 3. Dabei wird
als Weiterschaltkriterium nicht die Besetztmeldung der beiden Empfänger E1 und E2
sondern deren Freimeldung verwendet. Diese Prüfung ist vorzugsweise in regelmäßigen
Abständen, beispielsweise einmal pro Stunde, vorgesehen.
[0018] Figur 5 veranschaulicht die Überwachung des Freizustandes des Gleisstromkreises 4,
die permanent solange durchgeführt wird, bis eine nächste Zugdurchfahrt erfolgt. Bei
dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5 wird nur ein Ende des Gleisstromkreises 4 überwacht,
was ausreichend ist, wenn der Gleisabschnitt nur in einer Fahrtrichtung passiert werden
kann oder wenn bekannt ist, dass die nächste Zugdurchfahrt in der mit dem Pfeil 9
angedeuteten Fahrtrichtung erfolgen wird.
1. Verfahren zur Detektion des Belegt- oder Freizustandes eines Gleisabschnittes mittels
eines Gleisstromkreises (1a, 1b, 1c; 4), in den mittig ein Sendesignal eingespeist
und aus dem endseitig mindestens ein Detektionssignal ausgekoppelt wird, dadurch gekennzeichnet,
dass der Gleisstromkreis (4) in sich über ihre halbe Länge überlappende Teilabschnitte
(6) aufgeteilt wird und dass das Sendesignal mittig in denjenigen Teilabschnitt (6)
eingespeist wird, in den ein Schienenfahrzeug einfährt, wobei an beiden Enden des
Teilabschnittes (6) Detektionssignale ausgekoppelt oder über angrenzende Teilabschnitte
(6) zu den Gleisstromkreisenden weitergeschaltet und dort ausgekoppelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Detektionssignale als Umschaltkriterium zur sukzessiven Aktivierung der Teilabschnitte
(6) verwendet werden.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Freizustand durch Überwachung des Detektionssignals an mindestens einem Ende
des Gleisstromkreises festgestellt wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Funktionsfähigkeit des Gleisstromkreises (4) im Freizustand durch sukzessives
Aktivieren aller Teilabschnitte (6) überprüft wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Gleisstromkreis (4) aus mehreren sich über ihre halbe Länge überlappenden Teilabschnitten
(6) zusammengesetzt ist, welche endseitig Sender-/Empfänger-Einrichtungen (5) zur
Auskopplung des Detektionssignals oder Weiterschaltung der Detektionssignale zu den
Gleisstromkreisenden und dortiger Auskopplung aufweisen, wobei jeweils die mittige
und eine endseitige Sende-/Empfänger-Einrichtung (5) den sich überlappenden Teilabschnitten
(6) gemeinsam sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Detektionssignal einer Steuereinrichtung zur Aktivierung der Sender-/Empfänger-Einrichtungen
(5) zugeführt ist.
1. Method for detection of the occupied or free state of a track section by means of
a track circuit (1a, 1b, 1c; 4) into which a transmission signal is fed centrally
and out of which at least one detection signal is output at the end,
characterized
in that the track circuit (4) is subdivided into subsections (6) which overlap over half
their length, and in that the transmission signal is fed centrally into that subsection
(6) which a rail vehicle is entering with detection signals being output at both ends
of the subjection (6) or being passed on via adjacent subsections (6) to the track
circuit ends, and being output there.
2. Method according to Claim 1,
characterized
in that the detection signals are used as a switching criterion for successive activation
of the subsections (6).
3. Method according to one of the preceding claims,
characterized
in that the free state is detected by monitoring the detection signal at at least one end
of the track circuit.
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized
in that the serviceability of the track circuit (4) in the free state is checked by successive
activation of all the subsections (6).
5. Apparatus for carrying out the method according to one of the preceding claims,
characterized
in that the track circuit (4) is composed of a plurality of subsections (6) which overlap
over half their length and, at the end, have transmitter/receiver devices (5) for
outputting the detection signal, or for passing on the detection signals to the track
circuit ends and for outputting them there, with the central and one end transmitting/receiving
device (5) in each case being common to the overlapping subsections (6).
6. Apparatus according to Claim 5,
characterized
in that the detection signal is supplied to a control device for activation of the transmitter/receiver
devices (5).
1. Procédé de détection de l'état occupé ou libre d'une section de voie ferrée au moyen
d'un circuit ( 1a, 1b, 1c ; 4 ) de voie, dans lequel on injecte au milieu un signal
d'émission et duquel on sort, du côté de l'extrémité, au moins un signal de détection,
caractérisé
en ce que l'on subdivise le circuit ( 4 ) de voie en des sous-sections ( 6 ) se chevauchant
sur leur demi-longueur et en ce que l'on injecte le signal d'émission au milieu dans
la sous-section ( 6 ) dans laquelle entre un véhicule ferroviaire, en sortant aux
deux extrémités de la sous-section ( 6 ) des signaux de détection ou en les acheminant
aux extrémités du circuit de voie par des sous-sections ( 6 ) voisines et en les en
sortant.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que l'on utilise les signaux de détection comme critère de commutation pour l'activation
successive des sous-sections ( 6 ).
3. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'on constate l'état libre en contrôlant le signal de détection à au moins une extrémité
du circuit de voie.
4. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'on contrôle l'aptitude à fonctionner du circuit ( 4 ) de voie à l'état libre par
activation successive de toutes les sous-sections ( 6 ).
5. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé,
en ce que le circuit ( 4 ) de voie est composé de plusieurs sous-sections ( 6 ) se chevauchant
sur la moitié de leur longueur et ayant, du côté de l'extrémité, des dispositifs (
5 ) émetteur/récepteur de sortie du signal de détection ou d'acheminement des signaux
de détection vers les extrémités de circuit de voie et pour les y sortir, dans lequel
respectivement le dispositif ( 5 ) d'émission/réception au milieu et un dispositif
( 5 ) d'émission/réception du côté de l'extrémité sont communs aux sous-sections (
6 ) qui se chevauchent.
6. Dispositif suivant la revendication 5,
caractérisé en ce que le signal de détection est envoyé à un dispositif de commande pour l'activation des
dispositifs ( 5 ) d'émission/réception.
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