| (19) |
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(11) |
EP 2 019 809 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.07.2014 Patentblatt 2014/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.05.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/004216 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/131733 (22.11.2007 Gazette 2007/47) |
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| (54) |
VERFAHREN SOWIE VORRICHTUNG ZUM GESTEUERTEN AUFSCHÄUMEN EINES IN FLASCHEN ODER DERGLEICHEN
BEHÄLTER EINGEBRACHTEN FÜLLGUTES
METHOD AND SYSTEM FOR CONTROLLED FOAMING OF A FILLING MATERIAL ACCOMMODATED IN BOTTLES
OR SIMILAR CONTAINERS
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF DE MOUSSAGE COMMANDÉ D'UN PRODUIT MIS EN BOUTEILLES OU DANS
DES CONTENANTS SIMILAIRES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
13.05.2006 DE 102006022464
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.02.2009 Patentblatt 2009/06 |
| (73) |
Patentinhaber: KHS GmbH |
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44143 Dortmund (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GERNOD, Haas
67304 Eisenberg (DE)
- OLAF, Muszinski
65779 Kelkheim (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 479 030 DE-A1- 1 632 034 GB-A- 1 395 607
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CA-A1- 1 195 303 DE-A1- 4 135 438 US-A- 4 514 953
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1 sowie
auf eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff Patentanspruch 14.
[0002] In der Getränkeindustrie ist bekannt, Flaschen, Fässer oder dergleichen Behälter,
die in einer Füllmaschine mit einem flüssigen Füllgut, vorzugsweise mit einem Kohlesäure
enthaltenden Füllgut gefüllt wurden, vor dem Verschließen mit einem unter Druck stehenden
flüssigen Aufschäummedium zu beaufschlagen. Angestrebt ist ein Aufschäumen des Füllgutes
in dem jeweiligen Behälter, um hierdurch über dem Füllgutspiegel im Behälter vorhandene
Luft bzw. vorhandenen Luftsauerstoff zu verdrängen und die Beeinträchtigung des Füllgutes
bzw. dessen Haltbarkeit und Geschmack durch Sauerstoff zu vermeiden. Als flüssiges
Aufschäummedium wird dabei beispielsweise Wasser verwendet, und zwar beispielsweise
jeweils im erhitzten Zustand. Zum Einbringen des Aufschäummediums dient wenigstens
eine Einspritzdüse, der das Aufschäummedium unter Druck zugeführt wird und unter der
die mit dem Füllgut gefüllten Behälter auf einer Transportstrecke zwischen einer Füllmaschine
und einer auf diese Füllmaschine in der Produktionslinie folgenden Verschließmaschine
hindurchgeführt werden. Das Einbringen bzw. Einspritzen der Aufschäumflüssigkeit sollte
auch unter Berücksichtigung produktspezifischer Parameter sowie auch in Abhängigkeit
von der Leistung der Produktionslinie, d.h. in Abhängigkeit von der Anzahl der je
Zeiteinheit mit dem Aufschäummedium behandelten Behälter so erfolgen, dass einerseits
ein ausreichend starkes Aufschäumen erreicht wird, andererseits aber ein Überschäumen
vermieden ist. Weiterhin ist es erforderlich, das Einbringen des Aufschäummediums
keimfrei durchzuführen.
[0003] Der in die Behälter zum Aufschäumen eingebrachte Energieeintrag ist von verschiedenen
Parametern abhängig, so u.a. von der Temperatur und Menge des in den jeweiligen Behälter
eingebrachten Aufschäummediums sowie auch vom Einspritzdruck, mit dem dieses Medium
in die Behälter eingespritzt wird. Ebenfalls ist auch die Einspritzzeit zu berücksichtigen.
[0004] Bei bekannten Verfahren bzw. Vorrichtungen zum Aufschäumen werden der Einspritzdruck
und der Volumenstrom des Aufschäummediums für das jeweilige Füllgut und für eine bestimmte
Sollleistung der Füllmaschine bzw. der Produktionslinie fest eingestellt. Schwankungen
in der Leistung der Produktionslinie führen dann aber zwangsläufig zu einem fehlerhaften
Aufschäumen des Füllgutes in den Behältern, d.h. entweder zu einem nur unzureichenden
Aufschäumen oder aber zu einem Überschäumen.
[0005] Bekannt ist weiterhin auch eine Vorrichtung zum gesteuerten Zuführen eines InertGases,
beispielsweise CO2-Gases an Getränkedosen während des Verschließvorgangs, um durch
Verdrängen von Luft und Luftsauerstoff oberhalb des Füllgutspiegels die Haltbarkeit
des Produktes zu verbessern (
DE 196 13 142 B4). In Abhängigkeit von der Verschließgeschwindigkeit wird die zugeführte Gasmenge
geregelt.
[0006] Ebenfalls bekannt wurde eine Aufschäumvorrichtung zum Verdrängen des Restluftvolumens
aus mit einem aufschäumbaren flüssigen Füllgut gefüllten Behälter nach der
EP 0479 030 A1. Wesentlich bei der durch diese Schrift vorgestellten Vorrichtung ist, dass der Druck
des Aufschäummediums in Abhängigkeit vom Grad des Aufschäumens geregelt wird, wobei
der Druck über eine Drucksteuerventil geregelt wird. Da bei dieser Vorrichtung die
den Druck erzeugende Pumpe stets mit hoher Leistung betrieben wird, ist diese einer
großen mechanischen Beanspruchung unterworfen, was als Nachteil zu sehen ist. Dieses
Dokument entspricht den Oberbegriff der Ansprüche 1 und 14.
[0007] Ebenfalls bekannt wurde eine Vorrichtung zum Erzeugen von Schaum im Hals von mit
kohlensäurehaltigen Getränken gefüllten Flaschen nach der
DE 1 632 034. Bei der von dieser Schrift vorgestellten Vorrichtung ist vorgesehen, dass die zum
Aufschäumen verwendete Spritzflüssigkeit vor dem Eintritt in die vorgesehene Spritzdüse
unter hohen Druck gesetzt wird. Nachteilig an der Lehre der
DE 1 632 034 ist, dass diese Schrift eine Maßnahmen zur Anpassung der Vorrichtung an unterschiedliche
Zahlen an aufzuschäumenden Behältern je Stunden vorsieht.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, mit dem ein verbessertes
Aufschäumen eines in Flaschen oder dergleichen Behälter abgefüllten Füllgutes erzielt
wird.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet.
Eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens ist Gegenstand des Patentanspruchs
14.
[0010] Nach einer der Erfindung zugrunde liegenden Erkenntnis eignet sich von diesen Parametern
im Wesentlichen nur der Einspritzdruck für eine Regelung des Energieeintrages bzw.
des Aufschäumprozesses in Abhängigkeit von der Leistung der Produktionslinie bzw.
in Abhängigkeit von der Leistung der Füllmaschine und der nachfolgenden Verschließmaschine.
Der Erfindung liegt aber weiterhin die Erkenntnis zugrunde, dass eine Regelung des
Aufschäumprozesses und dabei insbesondere des Einspritzdruckes in Anhängigkeit von
der Leistung der Produktionslinie bzw. des Füllers und damit auch von der Anzahl der
je Zeiteinheit mit dem Aufschäummedium behandelten Behälter nur dann möglich ist,
wenn der Einspritzdruck in einem weiten Bereich regelbar ist, beispielsweise in einem
Bereich zwischen wenigstens 1 bar und 8 bar, vorzugsweise in einem Bereich zwischen
wenigstens etwa 1 bar und 15 bar, und zwar bei entsprechend geringem Volumenstrom
des flüssigen Aufschäummediums, beispielsweise bei einem Volumenstrom von maximal
2 l/min, vorzugsweise von maximal 1,5 l/min für die den Einspritzdruck erzeugende
Pumpe. Bei der Erfindung erfolgt in dieser Weise eine echte Regelung des Energieeintrags
bzw. des Aufschäumprozesses in Abhängigkeit von der Leistung der Produktionsanlage.
Durch Auswahl der produktspezifischen Parameter, nämlich der Art des Füllgutes, der
Fülltemperatur, der Art der Behälter bzw. Flaschen usw. an der Steuereinrichtung bzw.
an einer dort vorgesehenen Eingabevorrichtung wird durch diese Steuereinrichtung für
die jeweilige Leistung der Produktionslinie der Sollwert für den Einspritzdruck ermittelt,
und zwar beispielsweise durch Entnahme aus einer im Speicher elektronisch abgelegten
Liste oder Tabelle. Durch Messung des Einspritzdruckes an der Einspritzdüse mit einem
dort vorgesehenen Drucksensor wird dieser tatsächliche Einspritzdruck als Istwert
mit dem Sollwert verglichen und die Drehzahl und/oder Leistung der Pumpe derart nachgeregelt,
dass der Istwert dem Sollwert entspricht.
[0011] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird
im Folgenden anhand der Figur, die in vereinfachter Darstellung eine Vorrichtung gemäß
der Erfindung zur Hochdruckeinspritzung zeigt, näher erläutert.
[0012] Die in der Figur allgemein mit 1 bezeichnete Vorrichtung ist Bestandteil einer Produktionslinie
zum Füllen von Flaschen 2 oder dergleichen Behälter mit einem flüssigen Füllgut sowie
zum Verschließen der gefüllten Flaschen 2 und dient dazu, das in die Flaschen 2 abgefüllte
Füllgut, insbesondere kohlesäurehaltiges Füllgut durch einen gesteuerten Energieeintrag
derart aufzuschäumen, dass durch den sich bildenden Schaum Luft und insbesondere Luftsauerstoff
oberhalb des Füllgutspiegels aus der Flasche 2 verdrängt wird, ohne das es zu einem
Überschäumen kommt. Der Energieeintrag erfolgt gesteuert durch wenigstens eine Einspritzdüse
3, die oberhalb der Bewegungsbahn der aufrecht stehenden Flaschen 2 zwischen einer
nicht dargestellten Füllmaschine und einer ebenfalls nicht dargestellten Verschließmaschine
vorgesehen ist. Für das Aufschäumen wird in jede sich unter der Einspritzdüse 3 vorbeibewegende
Flasche eine bestimmte Menge an einem flüssigen, das Aufschäumen bewirkenden ggf.
erwärmten Medium mit einem bestimmten Einspritzdruck eingebracht. Das Aufschäummedium
ist dabei beispielsweise Wasser- oder aber Füllgut.
[0013] Der jeweilige Energieeintrag setzt sich insbesondere aus der kinetischen Energie,
d. h. aus der Menge und aus dem Einspritzdruck des eingebrachten Aufschäummediums
sowie aus der Wärmeenergie, d. h. aus der Temperatur des Aufschäummediums zusammen.
Um auch bei unterschiedlicher Leistung der Produktionsanlage, d. h. bei unterschiedlicher
Anzahl der je Zeiteinheit gefüllten und verschlossenen Flaschen 2 bzw. bei unterschiedlicher
Anzahl der je Zeiteinheit die Einspritzdüse 3 passierenden Flaschen 2 den Energieeintrag
in jede Flasche 2 möglichst konstant zu halten, wird bei der Vorrichtung 1 in der
nachstehend noch näher beschriebenen Weise bei konstanter oder im Wesentlichen konstanter
Temperatur des Aufschäummediums die kinetische Energie des Energieeintrags durch Änderungen
des Einspritzdruckes in Abhängigkeit von der Leistung geregelt, wobei während des
Betriebes der Vorrichtung 1 das Aufschäummedium ständig aus der Einspritzdüse 3 mit
der an die Leistung der Produktionslinie angepassten Menge und dem angepassten Einspritzdruck
aus der Einspritzdüse 3 austritt.
[0014] Im Einzelnen besteht die Vorrichtung 1 u.a. aus einem Pumpenkreis 4, dessen wesentlicher
Bestandteil eine Hochdruckpumpe 5 mit einem frequenzgeregeltem Antriebsmotor ist.
Der Eingang der Pumpe 5 steht über einen Durchflussmesser 6 und eine Leitung 7 mit
einer Quelle 8 in Verbindung, die das flüssige Aufschäummedium zur Verfügung stellt.
Diese Quelle 8 ist beispielsweise das jeweilige Versorgungsnetz für Frischwasser,
wobei dann in der Leitung 7 noch weitere Elemente, wie z. B. Steuer- und/oder Sperrventile,
Filter usw. vorgesehen sind. Mit 9 ist ein in der Leitung 7 vorgesehener Temperatursensor
bezeichnet, mit der die Temperatur des von der Quelle 8 zur Verfügung gestellten Aufschäummediums
ermittelt wird.
[0015] Parallel zu der Serienanordnung aus der Pumpe 5 und dem Durchflussmesser 6 ist ein
Bypass, der im Wesentlichen von einer Leitung 10 gebildet ist, die den Ausgang der
Pumpe 5 mit dem in Strömungsrichtung des Aufschäummediums vor der Pumpe 5 angeordneten
Einlass des Durchflussmessers 6 verbindet. In der Leitung 10 sind u.a. eine Drossel
11 sowie ein den Druck am Ausgang der Pumpe 5 messender Drucksensor 12 und ein weiterer
Temperatursensor 13 angeordnet. Der von dieser Drossel 11 gebildete Strömungsquerschnitt
ist so gewählt, dass auch bei einem geringen Volumenstrom oder bei Fehlen eines Volumenstroms
am Ausgang des Pumpenkreises 4 ein für das Schmieren und Kühlen der Pumpe 5 ausreichender
Mindestdurchfluss durch die Pumpe 5 gewährleistet ist.
[0016] Der Ausgang des Pumpenkreises 4 ist über eine Leitung 14 mit dem Eingang eines beispielsweise
elektrisch betriebenen Heizkessels 15 verbunden, der wesentlicher Bestandteil eines
Heizkreises 16 ist und an dem bei der dargestellten Ausführungsform u. a. ein Drucksensor
17, ein Füllstandsensor 18 und ein Temperatursensor 19 vorgesehen sind. Der Ausgang
des Heizkessels 15 ist über eine Leitung 20 mit der Einspritzdüse 3 verbunden, die
beispielsweise einen definierten, allerdings auf das jeweilige Füllgut einstellbaren
Düsen- oder Strömungsquerschnitt aufweist. In der Leitung befindet sich vor der Einspritzdüse
3 ein elektrisch steuerbares Sperrventil 21 und in Strömungsrichtung vor diesem Sperrventil
ein weiterer Temperatursensor 22.
[0017] Zwischen dem Temperatursensor 22 und dem Sperrventil 21 zweigt von der Leitung 20
eine Bypass-Leitung 23 ab, in der ein elektrisch steuerbares Sperrventil 24 vorgesehen
ist und die zu einem Ablauf 25 führt. Eine ähnliche Bypass-Leitung 26, in der ein
elektrisch betätigbares Sperrventil 27 vorgesehen ist und die zu einem Ablauf 28 führt,
zweigt am Einlass des Heizkessels 15 ab.
[0018] Gesteuert durch eine zentrale Steuereinheit 29, der u.a. die Signale der verschiedenen
Temperatursensoren und Drucksensoren zugeführt werden, sind zunächst folgende grundsätzliche
Arbeitsweisen möglich:
- 1. Füllen des Heizkessels 15 mit dem flüssigen Aufschäummedium und Aufheizen des Aufschäummediums
auf Betriebstemperatur.
Für die Inbetriebnahme der Vorrichtung 1 wird der Heizkessel 15 zunächst mit dem Aufschäummedium
(beispielsweise Wasser) gefüllt und das Aufschäummedium auf eine Temperatur etwas
oberhalb der späteren Betriebs- oder Arbeitstemperatur dieses Mediums erhitzt, beispielsweise
bei einer Betriebs- oder Arbeitstemperatur von 85°C auf eine Temperatur von 90°C.
Das Füllen des Heizkessels 15 erfolgt über die beispielsweise abgeschaltete Pumpe
5 und/oder den Pumpen-Bypass 10. Die Heizung des Heizkessels wird aktiviert, sobald
der Füllstandsmesser 18 das vollständige Befüllen des Heizkessels festgestellt hat.
- 2. Beheizen der Leitung 20 und der Bypass-Leitungen 23 und 26
Bei eingeschalteter Pumpe 5, geschlossenem Sperrventil 21 sowie geöffnetem Sperrventil
24 erfolgt ein Strom des flüssigen erhitzten Aufschäummediums aus dem Heizkessel 15
über die Leitung 20 an die Bypass-Leitung 23 und von dort in den Ablauf 25. Über die
Temperatursensoren 19 und 22 erfolgt eine Regelung der Temperatur des Aufschäummediums
auf Betriebstemperatur (beispielsweise 85°C), und zwar durch entsprechende Steuerung
der Heizung des Heizkessels 15.
- 3. Laufender Betrieb der Vorrichtung 1
Für den Betrieb der Vorrichtung 1 wird die Bypass-Leitung 23 mit dem Sperrventil 24
geschlossen und das Sperrventil 21 geöffnet, sodass das auf Betriebstemperatur erhitzte
Aufschäummedium mit dem durch die Pumpe 5 erzeugten Pumpendruck in die unter der Einspritzdüse
3 vorbeibewegten Flaschen 2 eingespritzt wird.
- 4. Produktionsunterbrechung
Bei einer Produktionsunterbrechung wird das Sperrventil 21 geschlossen und die Bypass-Leitung
23 über das Sperrventil 24 geöffnet, sodass weiterhin erwärmtes Aufschäummedium die
Leitung 20 unter Aufrechterhaltung der erforderlichen Temperatur durchströmt. In analoger
Weise könnten dann, wenn die von dem Temperatursensor 22 gemessene Temperatur einen
vorgegebenen unteren Schwellwert unterschreitet, das Sperrventil 21 geschlossen und
die Bypass-Leitung 23 über das Sperrventil 24 geöffnet werden, und zwar bei Unterbrechung
der Produktion.
- 5. Produktionsende
Zum Entleeren, insbesondere auch des Heizkessels 15 am Produktionsende werden bei
geschlossenem Sperrventil 21 die Bypass-Leitungen 23 und 26 über die zugehörigen Sperrventile
24 und 27 geöffnet.
[0019] Wie oben ausgeführt, erfolgt die Regelung des Energieeintrages bei der Hochdruckeinspritzung
durch Steuerung des Druckes am Ausgang der Pumpe 5 und damit des Einspritzdruckes
des Aufschäummediums an der Einspritzdüse 3 in Abhängigkeit von einem für das jeweilige
Füllgut typischen leistungsabhängigen Sollwert. Dieser produkttypische Sollwert ist
beispielsweise als Datensatz in einem Speicher 30 der rechnergestützten Steuereinrichtung
29 abgelegt, sodass die Steuereinrichtung 29 die Pumpe 5 dann produkt- und leistungsabhängig
(Behälter/Stunde) regeln kann, und zwar unter Berücksichtigung eines der Leistung
der Produktionslinie (gefüllte und verschlossene Flaschen 2 je Zeiteinheit) entsprechenden
und beispielsweise an der Füllmaschine abgeleiteten Steuersignals und unter Berücksichtigung
des an der Einspritzdüse 3 anliegenden und z.B. von dem Drucksensor 17 ermittelten
Drucks, jeweils als Istwerte.
[0020] Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Pumpe 5 bzw. der Pumpenkreis 4 so
ausgebildet, dass eine Regelung des Pumpendruckes im Bereich zwischen wenigstens 2
bar und 16 bar möglich ist, und zwar bei einem relativ kleinen Förderstrom im Bereich
von etwa 0,7 - 1,5 l/min.
[0021] Da mit zunehmender Leistung der Produktionsanlage die Zeitdauer, in der sich jede
Flasche 2 unter der Einspritzdüse 3 befindet und damit auch die eingebrachte Menge
an Aufschäummedium abnehmen, wird mit zunehmender Leistung der Produktionsanlage der
Einspritzdruck erhöht.
[0022] Abhängig von dem jeweiligen Füllgut wird bei der dargestellten Ausführungsform auch
der Durchmesser der Einspritzdüse 3 verändert, d.h. bei einem Füllgut, welches leicht
zum Aufschäumen neigt, wie z.B. Weißbier, wird eine Einspritzdüse 3 mit reduziertem
Düsendurchmesser verwendet. Umgekehrt kommt bei einem Produkt oder Füllgut, welches
nur schwer zur Schaumbildung neigt, eine Einspritzdüse 3 mit einem größeren Düsendurchmesser
zur Anwendung.
[0023] In der nachstehenden Tabelle sind für drei unterschiedliche Produkte typische Verfahrensparameter
wiedergegeben, und zwar unter Berücksichtigung von Flaschen 2, die an ihrer Flaschenmündung
einen Innendurchmesser von 22 mm aufweisen.
| Produkt bzw. Füllgut |
Energieeintrag in mJ |
Düsendurchmesser in mm |
Maximales Volumen in ml/Fl1) |
Minimales Volumen in ml/Fl2) |
| |
|
|
|
|
| Produkt 1 |
1,96 |
0,20 |
0,008 |
0,002 |
| Produkt 2 |
6,00 |
0,35 |
0,015 |
0,050 |
| Produkt 3 |
12,24 |
0,50 |
0,030 |
0,009 |
1) ist dabei das maximale in die jeweilige Flasche 2 eingebrachte Volumen Vmax an Aufschäummedium und steht jeweils für eine minimale Leistung von etwa 1 800 Flaschen
je Stunde, bei Pumpendruck von 2,3 bar.
2) ist dabei das minimale in die jeweilige Flasche 2 eingebrachte Volumen Vmin an Aufschäummedium und steht jeweils für eine maximale Leistung von etwa 29 000 Flaschen
je Stunde, bei einem Einspritzdruck von 15 bar. |
[0024] Für die Pumpe 5 ergeben sich dabei die in der nachfolgenden Tabelle zusammengefassten
Arbeitspunkte:
| Düsendurchmesser mm |
Pumpenarbeitspunkt |
1 800 Fl/h |
29 000 Fl/h |
| |
|
|
|
| |
Volumen l/min |
0,7 |
1,0 |
| 0,20 |
Druck bar |
1,7 |
14,1 |
| |
Volumen l/min |
0,8 |
1,2 |
| 0,35 |
Druck bar |
1,3 |
14,1 |
| |
Volumen l/min |
0,7 |
1,4 |
| 0,5 |
Druck bar |
1,3 |
14,1 |
[0025] Generell ist aus den vorstehenden Tabellen u.a. ersichtlich, dass unabhängig von
dem jeweiligen Produkt das Verhältnis V
max/V
min etwa 3 - 4 beträgt, der Pumpendruck bei hoher Leistung deutlich über 8 bar liegt
und die maximale eingespritzte Menge V
max an Aufschäummedium selbst bei dem schwer aufschäumbaren Produkt 3 und bei niedriger
Leistung der Produktionsanlage deutlich unter 0,05 ml je Flasche liegt.
[0026] Die geringe Menge an in die Flaschen 2 einzubringendem Aufschäummedium hat u.a. auch
den Vorteil, dass bei Verwendung von Wasser als Aufschäummedium keine oder im Wesentlichen
keine Verdünnung des Produktes eintritt und dass insbesondere auch der Verbrauch an
Aufschäummedium wesentlich reduziert wird.
[0027] Durch den von der Leitung 10 gebildeten Pumpen-Bypass ist es möglich, die aus der
Einspritzdüse 3 austretende Menge an Aufschäummedium in der erwünschten Weise klein
zu halten und dennoch eine ausreichende Mindestfördermenge für die Pumpe 5 sicherzustellen,
insbesondere auch zur Schmierung und/oder Kühlung der Pumpe 5. Weiterhin ist durch
den Pumpen-Bypass ein Überschwingen beim Regeln des Pumpendruckes in Abhängigkeit
von der Leistung der Produktionsanlage vermieden, d.h. bei nur extrem kleinen Druckschwankungen
beispielsweise im Bereich von maximal +/- 0,3 bar ist ein Nachregeln des Pumpendruckes
in extrem kurzer Zeit, beispielsweise in 0,5 Sek. erreichbar, und zwar selbst bei
einer extremen Änderungen der Anlagenleistung.
[0028] So ist es beispielsweise möglich, mit einem im Transportweg der Flaschen 2 auf die
Einspritzdüse 3 folgenden Sensor, z.B. mit einem optoelektrischen Sensor 31 beispielsweise
in Form einer Kamera das mit der Hochdruckeinspritzung erzeugte Aufschäumen als Ist-Aufschäumung
zu erfassen und mit einer zugeordneten Soll-Aufschäumung zu vergleichen, sodass dann
auf relevante Parameter des Einspritzprozesses, insbesondere Einspritzdruck usw. regelnd
oder steuernd eingewirkt werden kann.
[0029] Vorstehend wurde davon ausgegangen, dass der Einspritzdruck durch den Druck der Pumpe
5 geregelt wird. Auch andere Maßnahmen sind denkbar, beispielsweise eine Regelung
durch gesteuertes Öffnen und Schließen einer Bypass-Leitung, beispielsweise der Bypass-Leitung
26 und/oder durch gesteuertes Öffnen und Schließen der dem Pumpen-Bypass bildenden
Leitung 10. Auch verschiedene Kombinationen zur Regelung des Einspritzdruckes an der
Einspritzdüse 3 sind denkbar.
[0030] Weiterhin ist es auch möglich, mehrere Einspritzdüsen 3 mit jeweils einem Sperrventil
21 und einer zugehörigen steuerbaren Bypassleitung 23 vorzusehen, und zwar beispielsweise
derart, dass jede Flasche 2 für das Aufschäumen mehrere Einspritzdüsen 3 passiert.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Hochdruckeinspritzvorrichtung
- 2
- Flasche
- 3
- Einspritzdüse
- 4
- Pumpenkreis
- 5
- Pumpe
- 6
- Durchflussmesser
- 7
- Leitung
- 8
- Quelle für das flüssige Aufschäummedium
- 9
- Temperatursensor
- 10
- Leitung des Pumpen-Bypasses
- 11
- Drossel
- 12
- Drucksensor
- 13
- Temperatursensor
- 14
- Leitung
- 15
- Heizkessel
- 16
- Heizkreis
- 17
- Drucksensor
- 18
- Füllstandsensor
- 19
- Temperatursensor
- 20
- Leitung
- 21
- Sperrventil
- 22
- Temperatursensor
- 23
- Bypass-Leitung
- 24
- Sperrventil
- 25
- Ablauf
- 26
- Bypass-Leitung
- 27
- Sperrventil
- 28
- Ablauf
- 29
- Steuereinrichtung
- 30
- Speicher
- 31
- Sensor
1. Verfahren zum gesteuerten Aufschäumen eines in Flaschen (2) oder dergleichen Behälter
eingebrachten Füllgutes, unter Verwendung wenigstens einer Einspritzdüse (3), über
die ein flüssiges Aufschäummedium in die die Düse (3) passierenden Behälter (2) unter
Druck (Einspritzdruck) eingespritzt wird, wobei der Einspritzdruck mit zunehmender
Anzahl der die Düse (3) je Zeiteinheit passierenden Behälter (2), d.h. mit zunehmender
Behandlungsleistung erhöht wird und das Einspritzen des Aufschäummediums bei einer
Behandlungsleistung deutlich über 1 800 Behälter (2) pro Stunde mit einem Druck größer
als 8 bar unter Verwendung eines Pumpenkreises (4) mit einer Pumpe (5) erfolgt, gekennzeichnet
durch die Verwendung einer Pumpe (5) mit einem frequenzgesteuerten Antrieb zur Regelung
des Einspritzdruckes und eines Pumpen-Bypasses, über den eine Verbindung zwischen
einem Pumpenausgang und einem Pumpeneingang besteht und der parallel zur Pumpe (5)
vorgesehen ist sowie eine Drossel (11) aufweist, deren Strömungsquerschnitt so gewählt
ist, dass auch bei geringem Volumenstrom am Ausgang des Pumpenkreises (4) ein für
das Schmieren und Kühlen der Pumpe (5) ausreichender Mindestdurchfluss durch die Pumpe
(5) gewährleistet ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einspritzdruck bei einer Behandlungsleistung von etwa 2 800 Behälter (2) pro
Stunde im Bereich zwischen 1 und 3 bar liegt, beispielsweise 2,3 bar beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Einspritzdruck bei einer Behandlungsleistung von etwa 25 000 bis 30 000 Behälter
(2) pro Stunde deutlich über 8 bar liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einspritzdruck bei einer Behandlungsleistung von etwa 25 000 bis 30 000 Behälter
(2) pro Stunde etwa 15 bar beträgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge an in den jeweiligen Behälter (2) eingespritztem Aufschäummedium kleiner
als 0,05 ml ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge an in den jeweiligen Behälter (2) eingespritztem Aufschäummedium mit abnehmender
Behandlungsleistung erhöht wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge an eingebrachtem Aufschäummedium in Abhängigkeit von der Behandlungsleistung
maximal im Verhältnis 1:4 oder 1:3 geändert wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufschäummedium im heißen Zustand, beispielsweise mit einer Temperatur im Bereich
zwischen 80 °C und 90 °C in die Behälter eingebracht wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Aufschäummedium Wasser verwendet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Aufschäummedium das in die Behälter eingebrachte Füllgut verwendet wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Einbringen des Aufschäummediums mittels eines Sensors, vorzugsweise mittels
eines optoelektrischen Sensors das Aufschäumen des Füllgutes überwacht wird und/oder
unter Verwendung des von dem Sensor gelieferten Sensorsignals das Einbringen des Aufschäummediums
in die Behälter (2) und/oder andere das Aufschäumen beeinflussende Parameter gesteuert
werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Sensorsignal der Einspritzdruck und/oder die Geschwindigkeit, mit der die
Behälter die wenigstens eine Einspritzdüse (3) passieren, gesteuert werden.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Pumpe (5) mit einem durch Änderung der Drehzahl wenigstens um den Faktor sechs, beispielsweise um den Faktor
sieben änderbaren Pumpendruck.
14. Vorrichtung zum gesteuerten Aufschäumen eines in Flaschen (2) oder dergleichen Behälter
eingebrachten Füllgutes, mit wenigstens einer Einspritzdüse (3), über die ein flüssiges
Aufschäummedium in die die Düse (3) passierenden Behälter (2) unter Druck (Einspritzdruck)
eingespritzt wird, wobei der Einspritzdruck mit zunehmender Anzahl der die Düse (3)
je Zeiteinheit passierenden Behälter (2), d.h. mit zunehmender Behandlungsleistung
erhöht wird und das Einspritzen des Aufschäummediums bei einer Behandlungsleistung
deutlich über 1 800 Behälter (2) pro Stunde mit einem Druck größer als 8 bar unter
Verwendung eines Pumpenkreises (4) mit einer Pumpe (5) erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
dass die Pumpe (5) zur Regelung des Einspritzdruckes mit einem frequenzgesteuerten Antrieb
ausgebildet ist, und dass parallel zur Pumpe (5) und ein Pumpen-Bypasses vorgesehen
ist, über den eine Verbindung zwischen einem Pumpenausgang und einem Pumpeneingang
besteht und der eine Drossel (11) aufweist, deren Strömungsquerschnitt so gewählt
ist, dass auch bei geringem Volumenstrom am Ausgang des Pumpenkreises (4) ein für
das Schmieren und Kühlen der Pumpe (5) ausreichender Mindestdurchfluss durch die Pumpe
(5) gewährleistet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Einspritzdruck gesteuert durch die Steuereinrichtung (29) bei einer Behandlungsleistung
von etwa 2 800 Behälter (2) pro Stunde im Bereich zwischen 1 und 3 bar liegt, beispielsweise
2,3 bar beträgt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Einspritzdruck gesteuert durch die Steuereinrichtung (29) bei einer Behandlungsleistung
von etwa 25 000 bis 30 000 Behälter (2) pro Stunde deutlich über 8 bar liegt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Einspritzdruck gesteuert durch die Steuereinrichtung (29) bei einer Behandlungsleistung
von etwa 25 000 bis 30 000 Behälter (2) pro Stunde etwa 15 bar beträgt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass gesteuert durch die Steuereinrichtung (29) die Menge an in den jeweiligen Behälter
(2) eingespritztem Behandlungsmedium kleiner als 0,05ml ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass gesteuert durch die Steuereinrichtung (29) die Menge an in den jeweiligen Behälter
(2) eingespritztem Aufschäummedium mit abnehmender Behandlungsleistung erhöht wird.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass gesteuert durch die Steuereinrichtung (29) die Menge an eingebrachtem Aufschäummedium
in Abhängigkeit von der Behandlungsleistung maximal im Verhältnis 1:4 oder 1:3 geändert
wird.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufschäummedium Wasser ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufschäummedium das in die Behälter (2) eingebrachte Füllgut ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 22, gekennzeichnet durch einen Sensor, vorzugsweise optoelektrischen Sensor (31) zur Überwachung des Aufschäumens
des Füllgutes.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 23, gekennzeichnet durch eine Pumpe mit einem durch Änderung der Drehzahl wenigstens um den Faktor sechs, beispielsweise um den Faktor
sieben änderbaren Pumpendruck.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderleistung der Pumpe größer ist als die an der Einspritzdüse abgegebene Menge
an Aufschäummedium.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 25, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (15) zum Erhitzen des Aufschäummediums.
27. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, däss die Einrichtung zum Erhitzen des Aufschäummediums zwischen der Pumpe (5) und
der wenigstens einen Einspritzdüse (3) vorgesehen ist.
28. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Verbindungsleitung zwischen der Pumpe (5) und der Einrichtung (15) zum Erhitzen
des Aufschäummediums eine steuerbare Bypass-Leitung (26) abzweigt.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Einspritzdüse (3) an einer von wenigstens einem Transportelement,
beispielsweise einem Transportstern gebildeten Transportstrecke zwischen einer Füllmaschine
und einer Verschließmaschine vorgesehen ist.
30. Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Einspritzdüse (3) im Auslaufstern der Füllmaschine vorgesehen
ist.
1. Method for the controlled foaming of a filling material accommodated in bottles (2)
or similar containers, under application of at least one spray nozzle (3), by means
of which a liquid foaming medium is injected under pressure (injection pressure) into
the containers (2) passing the nozzle (3), wherein the injection pressure is raised
with an increasing number of containers (2) passing the nozzle (3) per time unit,
i.e. is raised with increasing processing performance, and the injection of the foaming
medium at a processing performance of perceptibly above 1800 containers (2) per hour
takes place at a pressure greater than 8 bar, making use of a pump circuit (4) with
a pump (5),
characterised
by the use of a pump (5) with a frequency-controlled drive for regulating the injection
pressure, and a pump bypass, via which a connection is provided between a pump outlet
and a pump inlet and which is arranged parallel to the pump (5), and comprises a nozzle
(11), the flow cross-section of which is selected in such a way that, even at a low
volume flow at the outlet of the pump circuit (4), a minimum flow through the pump
(5) is ensured which is adequate for the lubrication and cooling of the pump (5).
2. Method according to claim 1, characterised in that the injection pressure at a processing performance of some 2 800 containers (2) per
hour is between 1 and 3 bar, such as, for example, 2.3 bar.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the injection pressure at a processing performance of some 25 000 to 30 000 containers
(2) per hour is perceptibly above 8 bar.
4. Method according to claim 3, characterised in that the injection pressure at a processing performance of some 25 000 to 30 000 containers
(2) per hour is some 15 bar.
5. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the quantity of foaming medium injected into the respective container (2) is less
than 0.05 ml.
6. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the quantity of foaming medium injected into the respective container (2) is raised
as the processing performance is reduced.
7. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the quantity of foaming medium injected as a function of the processing performance
is changed as a maximum in the ratio of 1:4 or 1:3.
8. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the foaming medium is introduced into the containers in a hot state, for example
at a temperature in the range between 80 °C and 90 °C.
9. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that water is used as the foaming medium.
10. Method according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the filling material introduced into the containers is used as the foaming medium.
11. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that, after the introduction of the foaming medium, the foaming of the filling material
is monitored by means of a sensor, preferably by means of an optoelectric sensor,
and/or the introduction of the foaming medium into the containers (2) and/or other
parameters influencing the foaming are controlled by the use of the sensor signal
delivered by the sensor
12. Method according to claim 11, characterised in that the injection pressure and/or the speed at which the containers pass the at least
one injection nozzle (3) are controlled by the sensor signal.
13. Method according to any one of the preceding claims, characterised by the use of a pump (5) with a pump pressure which by altering the revolution speed
can be changed by the factor of at least six, and, for example, by the factor of seven.
14. Device for the controlled foaming of a filling material accommodated in bottles (2)
or similar containers, with at least one injection nozzle (3), by means of which a
liquid foaming medium is injected into the containers (2) passing the nozzle (3) under
pressure (injection pressure), wherein the injection pressure is raised with the increasing
number of container (2) passing the nozzle (3) per time unit, i.e. is raised with
the increasing processing performance, and the injection of the foaming medium at
a processing performance of perceptibly above 1 800 containers (2) per hour takes
place at a pressure of greater than 8 bar with the use of a pump circuit (4) with
a pump (5), characterised in that
the pump (5) is designed for regulating the injection pressure with a frequency-controlled
drive, and that, parallel to the pump (5) a pump bypass is provided, over which a
connection is provided between a pump outlet and a pump inlet, and comprises a nozzle
(11), the flow cross-section of which is selected in such a way that, even at a low
volume flow at the outlet of the pump circuit (4), a minimum flow through the pump
(5) is ensured which is adequate for the lubrication and cooling of the pump (5).
15. Device according to claim 14, characterised in that the injection pressure controlled by the control device (29) at a processing performance
of some 2 800 containers (2) per hour lies in the range between 1 and 3 bar, for example
2.3 bar.
16. Device according to claim 14, characterised in that the injection pressure controlled by the control device (29) at a processing performance
of some 25 000 to 30 000 containers (2) per hour lies perceptibly above 8 bar.
17. Device according to claim 16, characterised in that the injection pressure controlled by the control device (29) at a processing performance
of some 25 000 to 30 000 containers (2) per hour is some 15 bar.
18. Device according to any one of claims 14 to 17, characterised in that, controlled by the control device (29), the quantity of the processing medium injected
into the respective containers (2) is less than 0.05 ml.
19. Device according to any one of claims 14 to 18, characterised in that, controlled by the control device (29), the quantity of the foaming medium injected
into the respective containers (2) is increased as the processing performance is reduced.
20. Device according to any one of claims 14 to 19, characterised in that, controlled by the control device (29), the quantity of foaming medium introduced
is changed as a function of the processing performance to a maximum in the ratio of
1:4 or 1:3.
21. Device according to any one of claims 14 to 20, characterised in that the foaming medium is water.
22. Device according to any one of claims 14 to 20, characterised in that the foaming medium is the filling material introduced into the containers (2).
23. Device according to any one of claims 14 to 22, characterised by a sensor, preferably an optoelectric sensor (31) for monitoring the foaming of the
filling material.
24. Device according to any one of claims 14 to 23, characterised by a pump with a pump pressure which can be altered by a change in the revolution speed
by at least the factor of six, for example by the factor of seven.
25. Device according to any one of claims 14 to 24, characterised in that the delivery capacity of the pump is greater than the quantity of foaming medium
emitted at the injection nozzle.
26. Device according to any one of claims 14 to 25, characterised by a device (15) for heating the foaming medium.
27. Device according to claim 26, characterised in that the device for heating the foaming mediums is provided between the pump (5) and the
at least one injection nozzle (3).
28. Device according to claim 26, characterised in that a controllable bypass line (26) branches in a connection line between the pump (5)
and the device (15) for heating the foaming medium.
29. Device according to any one of claims 14 to 28, characterised in that the at least one injection nozzle (3) is provided at a conveying stretch, formed
by at least one conveying element, such as a conveying star wheel, between a filling
machine and a closing machine.
30. Device according to claim 29, characterised in that the at least one injection nozzle (3) is provided in the outlet star wheel of the
filling machine.
1. Procédé servant à faire mousser de manière commandée un produit de remplissage introduit
dans des bouteilles (2) ou dans des récipients similaires, en utilisant au moins une
buse d'injection (3), par l'intermédiaire de laquelle un agent fluide de moussage
est injecté sous pression (pression d'injection) dans les récipients (2) passant par
la buse (3), sachant que la pression d'injection augmente au fur et à mesure que le
nombre de récipients (2) passant par la buse (3) par unité de temps augmente, soit
au fur et à mesure que le rendement de traitement augmente, et que l'injection de
l'agent de moussage a lieu pour un rendement de traitement nettement supérieur à 1
800 récipients (2) par heure à une pression supérieure à 8 bar en utilisant un circuit
de pompe (4) comprenant une pompe (5),
caractérisé
par l'utilisation d'une pompe (5) à entraînement par commande de fréquence pour la régulation
de la pression d'injection et la régulation d'une dérivation de pompe, par l'intermédiaire
de laquelle une sortie de pompe et une entrée de pompe sont reliées et qui est prévue
en parallèle de la pompe (5) et présente un étranglement (11), dont la section transversale
d'écoulement est choisie de manière à garantir, même en cas de flux volumique moins
important au niveau de la sortie du circuit de pompe (4), un écoulement minimal à
travers la pompe (5) suffisant pour la lubrification et le refroidissement de la pompe
(5).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pression d'injection est, pour un rendement de traitement d'environ 2 800 récipients
(2) par heure, située dans la plage comprise entre 1 et 3 bar, est par exemple de
2,3 bar.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la pression d'injection pour un rendement de traitement allant d'environ 25 000 à
30 000 récipients (2) par heure est nettement supérieure à 8 bar.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la pression d'injection pour un rendement de traitement allant d'environ 25 000 à
30 000 récipients (2) par heure est d'environ 15 bar.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la quantité d'agent de moussage injecté dans le récipient (2) respectif est inférieure
à 0,05 ml.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la quantité d'agent de moussage injecté dans le récipient (2) respectif augmente
au fur et à mesure que le rendement de traitement baisse.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la quantité d'agent de moussage introduit varie, en fonction du rendement de traitement,
maximal selon un rapport de 1:4 ou de 1:3.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agent de moussage est introduit dans les récipients quand il est très chaud, par
exemple lorsqu'il présente une température située dans la plage comprise entre 80
°C et 90 °C.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on utilise comme agent de moussage de l'eau.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'on utilise comme agent de moussage le produit de remplissage introduit dans les récipients.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une fois l'agent de moussage introduit, on surveille le moussage du produit de remplissage
au moyen d'un capteur, de préférence au moyen d'un capteur optoélectronique, et/ou
en ce qu'on commande l'introduction de l'agent de moussage dans les récipients (2) et/ou d'autres
paramètres influençant le moussage en utilisant le signal de capteur fourni par le
capteur.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'on commande, à l'aide du signal de capteur, la pression d'injection et/ou la vitesse
à laquelle les récipients passent par la au moins une buse d'injection (3).
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par l'utilisation d'une pompe (5) présentant une pression de pompe pouvant varier, du
fait de la variation de la vitesse, d'au moins le facteur six, par exemple du facteur
sept.
14. Dispositif servant à faire mousser de manière commandée un produit de remplissage
introduit dans des bouteilles (2) ou dans des récipients similaires, comprenant au
moins une buse d'injection (3), par l'intermédiaire de laquelle un agent de moussage
liquide est injecté sous pression (pression d'injection) dans les récipients (2) passant
par la buse (3), sachant que la pression d'injection augmente au fur et à mesure que
le nombre des récipients (2) passant par la buse (3) par unité de temps augmente,
c'est-à-dire au fur et à mesure que le rendement de traitement augmente, et que l'injection
de l'agent de moussage pour un rendement de traitement nettement supérieur à 1 800
récipients (2) par heure a lieu à une pression supérieure à 8 bar en utilisant un
circuit de pompe (4) comprenant une pompe (5),
caractérisé en ce
que la pompe (5) est réalisée pour la régulation de la pression d'injection avec un entraînement
à fréquence commandée, et en ce qu'en parallèle de la pompe (5), une dérivation de
pompe est prévue, par l'intermédiaire de laquelle une sortie de pompe et une entrée
de pompe sont reliées et qui présente un étranglement (11) dont la section transversale
d'écoulement est choisie de manière à garantir, même en présence d'un flux volumique
faible, au niveau de la sortie du circuit de pompe (4) un écoulement minimal à travers
la pompe (5) suffisant pour la lubrification et le refroidissement de la pompe (5).
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que la pression d'injection commandée par le système de commande (29) est située, pour
un rendement de traitement d'environ 2 800 récipients (2) par heure, dans la plage
comprise entre 1 et 3 bar, est par exemple de 2,3 bar.
16. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que la pression d'injection commandée par le système de commande (29) est, pour un rendement
de traitement allant d'environ 25 000 à 30 000 récipients (2) par heure nettement
supérieure à 8 bar.
17. Dispositif selon la revendication 16, caractérisé en ce que la pression d'injection commandée par le système de commande (29) est, pour un rendement
de traitement allant d'environ 25 000 à 30 000 récipients (2) par heure, d'environ
15 bar.
18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 14 à 17, caractérisé en ce que la quantité d'agent de traitement injecté dans le récipient (2) respectif, commandée
par le système de commande (26), est inférieure à 0,05 ml.
19. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 14 à 18, caractérisé en ce que la quantité d'agent de moussage injecté dans le récipient (2) respectif, commandée
par le système de commande (29) augmente au fur et à mesure que le rendement de traitement
baisse.
20. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 14 à 19, caractérisé en ce que la quantité d'agent de moussage introduit, commandée par le système de commande (29),
varie en fonction du rendement de traitement maximal selon un rapport de 1:4 ou de
1:3.
21. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 14 à 20, caractérisé en ce que l'agent de moussage est de l'eau.
22. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 14 à 20, caractérisé en ce que l'agent de moussage est le produit de remplissage introduit dans les récipients (2).
23. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 14 à 22, caractérisé par un capteur, de préférence un capteur (31) optoélectronique servant à surveiller le
moussage du produit de remplissage.
24. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 14 à 23, caractérisé par une pompe présentant une pression de pompe pouvant varier du fait de la variation
de la vitesse de rotation d'au moins le facteur six, par exemple du facteur sept.
25. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 14 à 24, caractérisé en ce que la puissance de refoulement de la pompe est supérieure à la quantité d'agent de moussage
délivrée au niveau de la buse d'injection.
26. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 14 à 25, caractérisé par un système (15) servant à chauffer l'agent de moussage.
27. Dispositif selon la revendication 26, caractérisé en ce que le dispositif servant à chauffer l'agent de moussage est prévu entre la pompe (5)
et la au moins une buse d'injection (3).
28. Dispositif selon la revendication 26, caractérisé en ce qu'une conduite de dérivation (26) pouvant être commandée dévie dans une conduite de
raccordement entre la pompe (5) et le système (15) servant à chauffer l'agent de moussage.
29. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 14 à 28, caractérisé en ce que la au moins une buse d'injection (3) est prévue au niveau d'une ligne de transport
formée par au moins un élément de transport, par exemple par un système de transport
en étoile, située entre une machine de remplissage et une machine de fermeture.
30. Dispositif selon la revendication 29, caractérisé en ce que la au moins une buse d'injection (3) est prévue dans le système d'évacuation en étoile
de la machine de remplissage.

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