| (19) |
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(11) |
EP 2 021 539 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.06.2012 Patentblatt 2012/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.05.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/004183 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/134731 (29.11.2007 Gazette 2007/48) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM VERNADELN EINER VLIESBAHN
APPARATUS FOR NEEDLING A NONWOVEN WEB
DISPOSITIF POUR AIGUILLETER UNE BANDE D'ÉTOFFE NON TISSÉE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR IT |
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Priorität: |
20.05.2006 DE 102006023762
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.02.2009 Patentblatt 2009/07 |
| (73) |
Patentinhaber: Hi Tech Textile Holding GmbH |
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4060 Leonding (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- STRASSER, Robert
4222 Langenstein (AT)
- PLUMP, Andreas
4020 Linz (AT)
- REUTTER, Tilman
24601 Stolpe (DE)
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| (74) |
Vertreter: Ernicke, Hans-Dieter |
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Patentanwälte
Dipl.-Ing. H.-D. Ernicke
Dipl.-Ing. Klaus Ernicke
Schwibbogenplatz 2b 86153 Augsburg 86153 Augsburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 892 102 DE-A1- 19 513 392 US-A- 3 830 174
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DE-A1- 10 043 534 DE-U1- 20 210 613
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vernadeln einer Vliesbahn gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Zur Verfestigung und Strukturierung von Vliesen ist es bekannt, eine Vliesbahn mit
einer Vielzahl von Nadeln zu durchstoßen, wobei die Nadeln in einer oszillierenden
Auf- und Abwärtsbewegung geführt sind. Bei dem Vorgang werden somit die Nadeln mit
einer oszillierenden Vertikalbewegung geführt, um das Fasermaterial an der Vliesbahn
zu verfestigen. Bei diesem Vorgang wird die Vliesbahn mit einem Vorschub stetig vorwärts
bewegt. Um insbesondere bei höheren Produktionsgeschwindigkeiten während des Eintauchens
der Nadeln keine ungewünschten Relativbewegungen zwischen Nadel und Vlies zu erhalten,
die beispielsweise zu einem Verzug oder eine Langlochbildung im vemadelten Material
führen, werden die Nadeln mit einer überlagerten horizontalen Bewegung geführt. Eine
derartige Vorrichtung zum Vernadeln der Vliesbahn ist beispielsweise aus der
EP 0 892 102 A1 bekannt.
[0003] Die bekannte Vorrichtung weist einen Balkenträger auf, an dessen Unterseite zwei
nebeneinander angeordnete Nadelbalken zur Aufnahme einer Vielzahl von Nadeln gehalten
sind. Der Balkenträger ist beweglich gehalten, wobei ein Vertikalantrieb zur oszillierenden
Bewegung des Balkenträgers in einer Auf- und Abwärtsbewegung und ein Horizontalantrieb
zur oszillierenden Bewegung des Balkenträgers in einer geradlinigen Hin- und Herbewegung
vorgesehen sind. Der Vertikalantrieb weist mehrere Exzenterwellen und mehrere durch
die Exzenterwellen geführte Pleuelstangen auf, die mit ihren freien Enden an dem Balkenträger
angreifen. Der Horizontalantrieb besitzt zumindest einen Horizontallenker, der mit
einem Ende mit dem Balkenträger verbunden ist und mit einem gegenüber liegenden Ende
einem Exzenterantrieb zugeordnet ist. Um den Hub der Horizontalbewegung des Balkenträgers
verändern zu können, weist die bekannte Vorrichtung verschiedene Möglichkeiten auf,
um den Horizontallenker mit dem Exzenterantrieb zu koppeln. Bei einer ersten Möglichkeit
wird der Horizontallenker über eine Kipphebelkinematik mit einer an einer Exzenterwelle
geführten Pleuelstange gekoppelt. Das freie Ende der Pleuelstange ist lösbar mit der
Kipphebelkinematik verbunden, so dass ein Schwingweg je nach Lage des Angriffspunktes
der Pleuelstange am Kipphebel verstellbar ist. Damit lässt sich jedoch eine Verstellung
des Horizontalhubes dem Balkenträger nur bei stillstehendem Exzenterantrieb ausführen.
[0004] Bei einer weiteren Ausführung der bekannten Vorrichtung wird die oszillierende Horizontalbewegung
über zwei parallel laufende Exzenterantriebe an dem Horizontallenker eingeleitet.
Hierbei werden die parallel geführten Pleuelstangen über ein Koppelglied und eine
Getriebekinematik mit dem Horizontalhebel verbunden, wobei eine je nach Phasenlagen
der Exzenterwellen der Exzenterantriebe resultierende Bewegungsamplitude erzeugt wird.
Damit lässt sich zwar eine Verstellung des Horizontalhubes während des Betriebes verändern,
jedoch nur mit einem erheblichen apparativen Aufwand, der bei Großanlagen zu einem
erheblichen Raumbedarf der gesamten Vorrichtung führt. So sind zumindest zwei separate
Exzenterantriebe erforderlich, um nur eine horizontale Hin- und Herbewegung am Balkenträger
auszuführen.
[0005] Die bekannte Vorrichtung basiert somit auf mechanisch sehr aufwändige und teilweise
im Betrieb nicht verstellbare Antriebseinrichtungen, um überlagert zu einer Vertikalbewegung
den Balkenträger in einer gradlinigen Hin- und Herbewegung zu führen.
[0006] Aus der
DE 100 43 534 A1 ist eine weitere Vorrichtung zum Vernadeln einer Vliesbahn bekannt, bei welcher der
Balkenträger durch ein Schwenkrohr gebildet ist, das relativ zu einer Schwenkachse
hin- und hergeschwenkt wird. Insoweit wird der Balkenträger über ein Schwenkgetriebe
relativ zu der Schwenkachse verschwenkt. Die Vorrichtung sowie das Schwenkgetriebe
sind daher nicht geeignet, um eine geradlinige Hin- und Herbewegung des Balkenträgers
in horizontaler Richtung auszuführen.
[0007] Die
US 3.830.174 betrifft eine Maschine zum Vernadeln eines Vlieses. Die Nadeln werden bei dieser
Maschine durch einen Exzenterantrieb über eine spezielle Kinematik vertikal bewegt.
[0008] Es ist nun Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Vernadeln einer Vliesbahn
der eingangs genannten Art mit einem möglichst kompakten und im mechanischen Aufbau
einfachen Horizontalantrieb auszuführen.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Getriebekinematik des
Horizontalantriebes durch eine Schwinge gebildet ist, die mit einem Ende durch ein
Gestelldrehgelenk an einem Maschinengestell gehalten ist und die am gegenüber liegenden
Ende ein Doppeldrehgelenk aufweist, und dass die Schwinge in dem Doppeldrehgelenk
mit dem Horizontallenker und dem Exzenterantrieb gekoppelt ist.
[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der Unteransprüche definiert.
[0011] Die Erfindung hat den besonderen Vorteil, dass der Horizontallenker unmittelbar über
ein Drehgelenk mit dem Exzenterantrieb gekoppelt ist, so dass zur Kraftübertragung
zunächst keine weiteren Getriebeglieder erforderlich sind. Die durch den Exzenterantrieb
bewirkte Auslenkung des Doppeldrehgelenkes wird dabei durch die Schwinge bestimmt,
die an ihrem gegenüberliegenden Ende über ein Gestelldrehgelenk in einer Position
am Maschinengestell festgelegt ist. Somit lassen sich vorteilhaft auch schnelle Horizontalbewegungen
des Balkenträgers sicher ausführen, die insbesondere hohe Durchlaufgeschwindigkeiten
der Vliesbahn und damit hohen Produktionsleistungen ermöglichen.
[0012] Der sich bei Auslenkung des Doppeldrehgelenkes der Schwinge einstellende Horizontalhub
des Horizontallenkers wird im wesentlichen durch eine Winkellage der Schwinge relativ
zu den Horizontallenker bestimmt. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
ist das Gestelldrehgelenk der Schwinge lösbar und derart verstellbar an dem Maschinengestell
gehalten, dass der in einer Neutralstellung des Balkenträgers sich zwischen der Schwinge
und dem Horizontallenker eingestellte Schwingenwinkel verändern lässt. Die relative
Lage der Schwinge zum Horizontallenker lässt sich damit ohne Unterbrechung des Antriebstranges
verändern. Das Lösen und Verstellen des Gestelldrehgelenkes der Schwinge führt unmittelbar
zu einer Veränderung des an dem Horizontallenker bewirkten horizontalen Hubes, wobei
die geradlinige Hin- und Herbewegung des Balkenträgers durch die ständige Anbindung
des Exzenterantriebes an das Drehgelenk fortgeführt wird. Feineinstellungen des Horizontalantriebes
lassen sich somit vorteilhaft während des Betriebes insbesondere bei Prozessbeginn
in einfacher Art und Weise ausführen.
[0013] Um eine möglichst stufenlose Einstellung der Amplitude der Hin- und Herbewegung vornehmen
zu können, wird gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung das Gestelldrehgelenk
der Schwinge zur Verstellung an einer Führungseinrichtung mit einem kreisbogenförmigen
Verstellbahn gehalten. Die Verstellbahn stellt dabei die Führungsbahn des Gestelldrehgelenkes
der Schwinge für den Fall dar, dass das Doppeldrehgelenk der Schwinge in der Neutralstellung
gehalten und die Schwinge bewegt wird. Damit bleibt der Anlenkpunkt des Horizontallenkers
bei jeder Hubeinstellung im wesentlichen unverändert. Es ist jedoch auch möglich,
die Verstellbahn derart zu wählen, dass sich der Anlenkpunkt und damit das Doppeldrehgelenk
der Schwinge verschiedene Positionen in der Neutralstellung einnimmt.
[0014] Die Ausbildung der Führungseinrichtung als ein Verstellhebel, der an einem Ende das
Gestelldrehgelenk der Schwinge bildet und mit dem gegenüberliegendem Ende schwenkbar
und fixierbar an einer Schwenkachse gehalten ist, hat sich besonders bewährt. Zur
Einstellung des Schwingenbewegung wird lediglich die Position des Verstellhebels durch
ein Verschwenken um die Schwenkachse geändert. Die Lageänderung des Gestelldrehgelenkes
der Schwinge lässt sich schnell und sicher ausführen, wobei durch Markierungen am
Maschinengestell reproduzierbare und sehr feine Abstufungen der Schwingeneinstellung
möglich sind.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Horizontallenker mit
seinem Ende in einem mittleren Bereich des Balkenträgers angeordnet und durch eine
Drehgelenk mit dem Balkenträger verbunden. Damit lassen sich unabhängig von der Vertikalbewegung
des Balkenträgers die zur horizontalen Auslenkung eingebrachten Schub- und Zugkräfte
unmittelbar an dem Balkenträger einbringen. Eine auf den Balkenträger wirkende Belastung
durch Biegemomente lässt sich dadurch vermeiden.
[0016] Im besonderen Maße ist die Lage des Horizontallenkers dazu geeignet, eine Führung
des Balkenträgers in Längsrichtung wahrzunehmen. Hierzu ist gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung der Horizontallenker im wesentlichen parallel zu einer
Querseite des Balkenträgers angeordnet und mit einer derartig versteifenden Formgebung
ausgeführt, so dass der Balkenträger in Längsrichtung geführt ist. So lässt sich beispielsweise
die Vorrichtung auch mit nicht aktiviertem Horizontalantrieb sicher betreiben. In
diesem Fall wird der Balkenträger lediglich durch den Vertikalantrieb zu einer Auf-
und Abwärtsbewegung angetrieben.
[0017] Um die in dem Horizontallenker erzeugten Kräfte zur Auslenkung des Balkenträgers
im wesentlichen durch Druckkräfte zu erzeugen, ist die Weiterbildung der Erfindung
bevorzugt ausgebildet, bei welcher der Exzenterantrieb derart an dem Doppeldrehgelenk
angreift, dass ein auf das Doppeldrehgelenk wirkender Bewegungsvektor zwischen dem
Drehgelenk am Balkenträger und dem Gestelldrehgelenk am Maschinengestell gerichtet
ist.
Bei Ausbildung des Exzenterantriebes durch eine angetriebene Exenterwelle und einer
mit der Exzenterwelle verbundene Pleuelstange, die mit ihrem freien Ende an dem Doppeldrehgelenk
gehalten ist, lässt sich die Auslenkung des Balkenträgers im wesentlichen durch Druckkräfte
in der Pleuelstange und dem Horizontallenker einleiten.
[0018] Alternativ besteht jedoch auch die Möglichkeit die Exzenterwelle durch eine Kurbelwelle
auszubilden, um beispielsweise größere translatorische Bewegungen durch den Exzenterantrieb
zu erzeugen.
[0019] Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht vor, dass der Horizontallenker über
eine Koppelkinematik mit dem Doppeldrehgelenk der Schwinge verbunden ist. Damit ist
die Möglichkeit gegeben, die auf den Horizontalantrieb einwirkende Kraft zu vermindern.
Zudem lässt sich die axiale Führung des Nadelbalkens vorteilhaft stabilisieren.
[0020] Um den durch die Schwinge eingeleitetet Hubbewegung des Nadelbalkens in seiner Größe
zu verändern, hat sich insbesondere die Weiterbildung der Erfindung bewährt, bei welcher
die Koppelkinematik aus einem mit der Schwinge verbunden Schubstange und einem an
einem Schwenklager gehaltenen Kipphebel gebildet ist. Hierbei greifen die Schubstange
und der Horizontallenker vorzugsweise versetzt zueinander an den Kipphebel an, so
dass die Schwingenbewegung mit einer Übersetzung auf den Nadelbalken übertragen wird.
So lassen sich selbst bei kleinen Schwingenbewegungen relativ große Hübe an dem Nadelbalken
und umgekehrt einleiten.
[0021] Die vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung, bei welcher der Kipphebel an einem
freien Ende eine gegenüber dem Nadelbalken wirkende Ausgleichsmasse aufweist, zeichnet
sich dadurch aus, dass nur eine geringe Krafteinleitung erforderlich ist, um den Nadelbalken
horizontal zu bewegen. Die Kraftreduktion ermöglicht eine Leichtbauweise des Horizontalantriebes,
bei welcher die Drehgelenke auf eine entsprechende geringe Krafteinleitung ausgelegt
sind.
[0022] Die Weiterbildung der Erfindung, bei welcher der Horizontalantrieb mehrere in Abstand
zueinander angeordnete Horizontallenker aufweist, die über die Länge des Balkenträgers
verteilt mit dem Balkenträger verbunden sind und die jeweils durch eine zugeordnete
Schwinge und einem zugeordneten Exzenterantrieb synchron angetrieben sind, besitzen
den besonderen Vorteil, dass der Balkenträger über eine größere Länge gleichmäßig
geführt und bewegt werden kann. So lassen sich größere Arbeitsbreiten zur Behandlung
von Vliesbahnen an der Vorrichtung realisieren.
[0023] Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, große Arbeitsbreiten in der Vorrichtung derart
zu realisieren, indem der Balkenträger durch mehrere Trägermodule gebildet ist und
bei welcher die Trägermodule durch mehrere Antriebsmodule des Horizontalantriebes
geführt sind. Jedes der Antriebsmodule weist zumindest ein von mehreren Horizontallenkern,
eine von mehreren Schwingen und eine von mehreren Exzenterantrieben auf. Die Exzenterantriebe
werden synchron durch eine oder mehrere Exzenterwellen oder Kurbelwellen angetrieben.
Die Bildung mehrerer Trägermodule besitzt den besonderen Vorteil, dass lange und damit
biegeempfindliche Balkenträger vermieden werden können. Je nach Länge des Nadelbalkens,
sowie Gewicht und Hub des Balkenträgers ist es möglich; die Anzahl der Trägermodule
oder die Anzahl der Antriebsmodule über die gesamte Länge des Nadelbalkens zu variieren.
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist nachfolgend unter Hinweis
auf die beigefügten Figuren näher erläutert.
[0025] Es stellen dar:
- Fig. 1
- schematisch eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
- Fig. 2
- schematisch eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1,
- Fig. 3
- schematisch eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
- Fig. 4
- schematisch eine Seitendarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
- Fig. 5
- schematisch eine Seitendarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0026] In Fig. 1 und Fig. 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Vernadeln einer Vliesbahn dargestellt. In Fig. 1 ist das Ausführungsbeispiel in
einer Seitenansicht und in Fig. 2 in einer Draufsicht gezeigt. Insoweit kein ausdrücklicher
Bezug zu einer der Figuren gemacht ist, gilt die nachfolgende Beschreibung für beide
Figuren.
[0027] Das Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 1 und Fig. 2
weist einen Balkenträger 2 auf, der an seiner Unterseite einen Nadelbalken 1 hält.
Der Nadelbalken 1 hält an seiner Unterseite ein Nadelbrett 3 mit einer Vielzahl von
Nadeln 4. Dem Nadelbrett 3 mit den Nadeln 4 ist eine Ablage 24 zugeordnet, zwischen
dem Nadelbrett 3 und der Ablage 24 eine Vliesbahn 25 geführt wird.
[0028] An dem Balkenträger 2 greift ein Vertikalantrieb 6 und eine Horizontalantrieb 5 an.
Hierbei wird durch den Vertikalantrieb 6 der Balkenträger 2 in vertikaler Richtung
oszillierend bewegt, so dass der Nadelbalken 1 mit dem Nadelbrett 3 eine Auf- und
Abwärtsbewegung ausführt. Der Hub der Vertikalbewegung des Balkenträgers 2 ist derart
gewählt, dass die an der Unterseite des Balkenträgers 2 gehaltenen Nadeln 4 die auf
der Ablage 24 geführte Vliesbahn 25 vollständig durchdringen. Der Vertikalantrieb
6 weist hierzu mehrere Antriebseinheiten 27.1 und 27.2 auf, die über die Länge des
Balkenträgers 2 verteilt an dem Balkenträger 2 angreifen. In diesem Ausführungsbeispiel
wird der Vertikalantrieb 6 durch zwei Antriebseinheiten 27.1 und 27.2 gebildet, wobei
jede Antriebseinheit identisch aufgebaut ist. Jede Antriebseinheit 27.1 und 27.2 des
Vertikalantriebes 6 weist zwei parallel nebeneinander angeordnete Pleuelstangen 7.1
und 7.2 auf, die mit einem Ende durch ein Pleueldrehgelenk 9.1 und 9.2 mit dem Balkenträger
2 verbunden sind. Mit dem gegenüberliegenden Ende werden die Pleuelstangen 7.1 und
7.2 jeweils an einer angetriebenen Exzenterwelle 8.1 und 8.2 gehalten. Die Exzenterwelle
8.1 bildet mit der Pleuelstange 7.1 und die Exzenterwelle 8.2 mit der Pleuelstange
7.2 jeweils einen Exzenterantrieb, um den Balkenträger 2 in einer Auf- und Abwärtsbewegung
zu führen. Die Exzenterwellen 8.1 und 8.2 werden synchron angetrieben, so dass der
Balkenträger 2 parallel geführt ist.
[0029] Zur überlagerten Horizontalbewegung des Balkenträgers 2 greift der Horizontalantrieb
5 mit zwei Antriebsmodulen 23.1 und 23.2 synchron an den Balkenträger 2 an. Die Antriebsmodule
23.1 und 23.2 sind jeweils den Querseiten des Balkenträgers 2 zugeordnet. Hierbei
ist jeder der Antriebsmodule 23.1 und 23.2 identisch aufgebaut, so dass nachfolgend
der Aufbau des Antriebmodules 23.1 erläutert wird.
[0030] Der Horizontalantrieb 5 ist über einen Horizontallenker 10 mit dem Balkenträger 2
verbunden. Hierzu ist ein freies Ende des Horizontallenkers 10 über ein Drehgelenk
15 im mittleren Bereich des Balkenträgers 2 angeordnet. Das gegenüberliegende Ende
des Horizontallenkers 10 ist über eine Getriebekinematik 11 mit einem Exzenterantrieb
12 gekoppelt. Der Horizontallenker 10 ist horizontal ausgerichtet, wobei das Drehgelenk
15 am Balkenträger 2 auf einer horizontalen Geraden geführt wird. Die Anlenkung des
Balkenträgers 2 erfolgt daher immer vom gleichen Punkt aus. Die Getriebekinematik
11 weist eine Schwinge 13 auf, die über ein Doppeldrehgelenk 14 mit dem Horizontallenker
10 und dem Exzenterantrieb 12 verbunden ist. Der Exenterantrieb 12 weist hierzu eine
Pleuelstange 17 auf, die mit einem Ende an dem Doppeldrehgelenk 14 angeordnet ist
und am gegenüberliegenden Ende an einer Exzenterwelle 18 geführt ist. Die Exzenterwelle
18 wird über einen hier nicht dargestellten Antrieb angetrieben.
[0031] Die Schwinge 13 ist mit ihrem gegenüberliegenden Ende über ein Gestelldrehgelenk
16 an einem Maschinengestell 21 gehalten. Hierbei wird das Gestelldrehgelenk 16 in
einer Führungseinrichtung 20 gehalten, die eine kreisbogenförmige Verstellbahn 19
aufweist, in welcher das Gestelldrehgelenk 16 der Schwinge 13 geführt und fixierbar
ist. Die Führungseinrichtung 20 weist hierzu ein Arretierungsmittel auf, durch welches
das Gestelldrehgelenk 16 in jeder beliebigen Position innerhalb der Verstellbahn 19
gehalten werden kann.
[0032] Bei der in Fig. 1 dargestellten Situation befindet sich der Balkenträger 2 in einer
neutralen, nicht ausgelenkten Stellung. In dieser Neutralstellung des Balkenträgers
2 ist zwischen dem Horizontallenker 10 und der Schwinge 13 ein Schwingenwinkel α gebildet.
Durch die Relativlage in der Schwinge 13 wird die durch die Pleuelstange 17 und der
Exzenterwelle 18 eingeleitete Auslenkbewegung an dem Doppeldrehgelenk 14 in eine bestimmte
Bewegungsamplitude des Horizontallenkers 10 umgesetzt. Der Horizontallenker 10 führt
den Balkenträger 2 innerhalb eines vordefinierten Hubes horizontal hin und her. Hierbei
ist der Bewegungsvektor des Exzenterantriebes 12, der in der Fig. 1 mit einem Pfeil
gekennzeichnet ist, zwischen dem Drehgelenk 15 am Balkenträger 2 und dem Gestelldrehgelenk
16 am Maschinengestell 21 gerichtet, so dass zur Auslenkung des Horizontallenkers
10 und damit des Balkenträgers 2 eine Schubkraft über die Pleuelstange 17 eingeleitet
wird.
[0033] Um während der oszillierenden Bewegung des Balkenträgers 2 in horizontaler Richtung
eine Veränderung des Hubes vornehmen zu können, wird in der Führungseinrichtung 20
das Gestelldrehgelenk 16 der Schwinge 13 gelöst und innerhalb der Verstellbahn 19
verstellt. Hierbei lässt sich der in Neutralstellung bildende Schwingenwinkel α sowohl
verkleinern oder vergrößern, um eine entsprechende Hubänderung zu erhalten. Um den
jeweiligen Hub zu vergrößern, würde ein kleinerer Schwingenwinkel α an der Schwinge
13 eingestellt. Für einen kleinere Hub in horizontaler Richtung würde der Schwingenwinkel
α vergrößert.
[0034] Die Verstellbahn der relativen Lage des Gestelldrehgelenkes 16 läßt sich für jedes
Antriebsmodell 23.1 und 23.2 einzeln ausführen. Je nach konstruktiver Ausbildung der
Führungseinrichtung 20 sind jedoch auch gemeinsame Verstellungen der beiden Gestellgelenke
möglich.
[0035] Die Verstellbahn 19 der Führungseinrichtung 20 ist in diesem Ausführungsbeispiel
als eine kreisbogenförmige Bahn ausgebildet, die sich bei Führung der Schwinge 13
um das in der Neutralstellung festgehaltene Doppeldrehgelenk 14 einstellt. Damit bleibt
eine im wesentlichen horizontale Ausrichtung des Horizontallenkers 10 über dem gesamten
Verstellbereich der Schwinge 13 erhalten. Der Horizontallenker 10 ist somit besonders
geeignet, um die Führung des Balkenträgers 2 in Längsrichtung auszuführen. Hierzu
besitzt der Horizontallenker 10 eine versteifende Formgebung, die in diesem Ausführungsbeispiel
durch eine Versteifungsrippe 22 dargestellt ist. Der Balkenträger 2 wird durch die
jeweils an den Querseiten des Balkenträgers 2 angeordneten Horizontalträger 10 der
Antriebsmodule 23.1 und 23.2 axial geführt, so dass im Extremfall der Balkenträger
2 auch ohne Aktivierung des Horizontalantriebes 5 sicher betrieben werden könnte.
[0036] Bei dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel werden zur Vemadelung der
Vliesbahn 25 der Vertikalantrieb 6 und der Horizontalantrieb 5 synchron angetrieben,
wobei die Abwärtsbewegung des Balkenträgers 2 mit einer Vorschubbewegung kombiniert
ist, so dass die Nadeln 4 innerhalb der Vliesbahn 25 eine in Führungsrichtung der
Vliesbahn 25 gerichtete Bewegung ausführen können.
[0037] Die bei dem zuvor gezeigten Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 bis 2 dargestellte
mechanische Ausbildung der Verstellung des Gestelldrehgelenkes am Maschinengestell
ist beispielhaft. Grundsätzlich sind alle ähnlichen mechanischen Varianten möglich,
bei welchen das Gestelldrehgelenk 16 während des Betriebes ortsfest an einer Position
gehalten wird, und bei welcher die ortsfeste Position des Gestelldrehgelenkes 16 nur
zur Änderung des Hubes verändert wird. Ebenso besteht die Möglichkeit, den an das
Doppeldrehgelenk 14 angreifenden Exzenterantrieb 12 durch ähnliche jeweils eine oszillierende
Bewegung ausführende Antriebe zu ersetzen.
[0038] Bei dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist an dem Balkenträger
2 ein Nadelbalken 1 gehalten. Grundsätzlich besteht jedoch die Möglichkeit, auch mehrere
Nadelbalken 1 an einer Unterseite eines Balkenträgers 2 anzuordnen. Ebenso können
der Vertikalantrieb 6 und der Horizontalantrieb 5 mehrere Antriebseinheiten und Antriebsmodule
aufweisen, um den Balkenträger zu führen.
[0039] In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei welchem der Balkenträger 2 durch
mehrere nebeneinander angeordnete Trägermodule gebildet ist. Insgesamt sind hierbei
vier Trägermodule 26.1 bis 26.4 in einer Draufsicht gezeigt, um einen oder mehrere
Nadelbalken zu führen. Zur oszillierenden Auf- und Abwärtsbewegung sowie zur oszillierenden
Hin- und Herbewegung sind der Vertikalantrieb 6 und der Horizontalantrieb 7 durch
mehrere Antriebseinheiten und Antriebsmodule gebildet. Bei den Ausführungsbeispielen
sind als Beispiel demTrägermodul 26.1 und 26.2 jeweils zwei Antriebseinheiten des
Vertikalantriebes 6 und zwei Antriebsmodule des Horizontalantriebes 5 zugeordnet.
Den Trägermodulen 26.3 und 26.4 sind insgesamt drei Antriebseinheiten des Vertikalantriebes
6 und der Antriebsmodule 23.5, 23.6 und 23.7 des Horizontalantriebes 5 zugeordnet.
Die Antriebseinheiten 27.1 bis 27.7 und Antriebsmodule 23.1 bis 23.7 werden derart
gesteuert, um die Trägermodule 26.1, bis 26.4 synchron antreiben zu können. Die Anzahl
der Trägermodule und die Anzahl der Antriebseinheiten sowie der Antriebsmodule lassen
sich je nach Balkenlänge, Gewicht, Hub und Drehzahl variieren, um eine optimierte
Nutzung zu erhalten.
[0040] Die Antriebseinheiten 27.1 bis 27.7 des Vertikalantriebes 6 sind identisch gemäß
dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 aufgebaut. Ebenso besitzen die Antriebsmodule
23.1 bis 23.7 einen identischen Aufbau, wie er zuvor zu dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 1 erläutert wurde.
[0041] In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
schematisch in einer Seitendarstellung gezeigt. Hierbei haben alle Bauteile und Baugruppen
mit gleicher Funktion identische Bezugszeichen erhalten.
[0042] Bei dem Ausführungsbeispiel sind an einer Unterseite eines Balkenträgers 2 zwei Nadelbalken
1.1 und 1.2 nebeneinander gehalten. Jeder der Nadelbalken 1.1 und 1.2 weist jeweils
ein Nadelbrett 3 mit den Nadeln 4 auf. Die Nadelbalken 1.1 und 1.2 sind einer hier
nicht dargestellten Ablage zugeordnet, an welcher eine Vliesbahn geführt ist.
[0043] An dem Balkenträger 2 greift ein Vertikalantrieb 6 und ein Horizontalantrieb 5 an.
Der Horizontalantrieb 5 ist über eine Kopplungskinematik 35 mit dem Balkenträger 2
verbunden. Die Getriebekinematik 11 ist somit um die Kopplungskinematik 35 ergänzt,
um die Verbindung zwischen einem Exzenterantrieb 12 und einem Horizontalleker 10 zu
bilden.
[0044] Der Vertikalantrieb 6 ist im wesentlichen identisch zu den vorgenannten Ausführungsbeispiel
ausgeführt, so dass an dieser Stelle nur die Unterschiede erläutert werden. Der Vertikalantrieb
6 wird durch zwei Antriebseinheiten 27.1 und 27.2 gebildet, die jeweils eine Pleuelstange
7.1 und 7.2 sowie eine Kurbelwelle 36.1 und 36.2 aufweisen. Die Kurbelwellen 36.1
und 36.2 sind schematisch als eine drehbare Kurbel dargestellt. Die Kurbelwellen 36.1
und 36.2 sind jeweils mit einer der Pleuelstangen 7.1 und 7.2 verbunden. Die Pleuelstangen
7.1 und 7.2 sind über die Pleueldrehgelenke 9.1 und 9.2 mit dem Balkenträger 2 verbunden.
Durch Drehbewegung der Kurbelwellen 36.1 und 36.2 wird über die Pleuelstangen 7.1
und 7.2 an dem Balkenträger 2 eine Auf- und Abwärtsbewegung eingeleitet, so dass die
Nadelbalken 1.1 und 1.2 zum Vernadeln einer Vliesbahn vertikal hin- und hergeführt
werden.
[0045] Zur Einleitung einer horizontalen Bewegung der Nadelbalken 1.1 und 1.2 greift ein
Horizontallenker 10 über ein Drehgelenk 15 an dem Balkenträger 2 an. In dem gegenüber
liegenden freien Ende des Horizontallenkers 10 ist eine Koppelkinematik 35 vorgesehen,
um den Horizontalantrieb 5 mit dem Horizontallenker 10 zu verbinden. Die Koppelkinematik
35 besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus einem Kipphebel 30, der an einem Schwenklager
32 schwenkbar gelagert ist. Der Kipphebel 30 weist an einem freien Ende unterhalb
des Schwenklagers 32 eine Ausgleichsmasse 34 auf. In einem Bereich des Kipphebels
30 oberhalb des Schwenklagers 32 sind der Horizontallenker 10 und eine Schubstange
31 jeweils über die Drehgelenke 33.1 und 33.2 mit dem Kippehebel 30 verbunden. Das
Drehgelenk 33.1, das den Kipphebel 30 mit der Schubstange 31 verbindet, ist hierbei
am freien Ende des Kipphebels 30 oberhalb des Schwenklagers 32 ausgebildet. Der Horizontallenker
10 greift versetzt zu der Schubstange 31 in einem Bereich des Kipphebels 30 zwischen
dem Drehgelenk 33.1 und dem Schwenklager 32 an. Die Schubstange 31 ist mit ihrem gegenüber
liegenden Ende über das Doppeldrehgelenk 14 mit der Schwinge 13 des Hubantriebs 5
verbunden.
[0046] Der Hubantrieb 5 ist im wesentlichen identisch zu dem vorherigen Ausführungsbeispiel
aufgebaut, so dass an dieser Stelle nur die Unterschiede erläutert werden. Die Schwinge
13 ist mit dem Gestelldrehgelenk 16 an einem freien Ende eines Verstellhebels 28 angeordnet.
Der Verstellhebel 28 bildet hierbei die Führungseinrichtung 20, um die Lage des Gestelldrehgelenkes
16 an dem Maschinengestell zu fixieren. Der Verstellhebel 28 ist hierzu mit dem gegenüber
liegenden Ende an einer Schwenkachse 29 gehalten, in welcher der Verstellhebel 28
schwenkbar und fixierbar ist. Durch Verstellung des Verstellhebels 28 läßt sich somit
das Gestelldrehgelenk 16 auf einer kreisförmigen Verstellbahn 19 verstellen.
[0047] Die Schwinge 13 ist in dem Doppeldrehgelenk 14 mit der Pleuelstange 17 verbunden,
die an ihrem freien Ende durch eine Kurbelwelle 36.3 verbunden ist. Die Kurbelwelle
36.3 bildet hierbei den Excenterantrieb 12, um die Pleuelstange 17 zur Bewegung der
Schwinge 13 anzutreiben. Die Kurbelwelle 36.3 ist in Fig. 4 schematisch als eine drehbar
gelagerte Kurbel dargestellt.
[0048] Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Schwingenbewegung der
Schwinge 13 durch die Kurbelwelle 36.3 und der Pleuelstange 17 erzeugt. Die Amplitude
der Schwingenbewegung der Schwinge 13 wird durch die Lage des Gestelldrehgelenkes
14 am Maschinengestell bestimmt. Die Bewegung der Schwinge 13 wird über die Schubstange
31 auf den Kipphebel 30 übertragen. Dabei wird der Kipphebel 30 um das Schwenklager
32 geschwenkt, so dass der im mittleren Bereich des Kipphebels 30 angreifende Horizontallenker
10 der Kippbewegung des Kipphebels 30 folgt. Durch die versetzte Anordnung der Drehgelenke
33.1 und 33.2 der Schubstange 31 und des Horizontallenkers 10 wird die durch den Horizontalantrieb
5 erzeugte Hubbewegung mit einer Übersetzung auf den Balkenträger 2 hin übertragen.
Im Verhältnis zu dem Hubantrieb 5 führt der Balkenträger 2 somit eine durch ein Übersetzungsverhältnis
geänderte - in diesem Fall - kleinere Hubbewegung aus.
[0049] Die am freien unteren Ende des Kipphebels 30 ausgebildete Ausgleichsmasse 34 wirkt
jeweils der Masse des Balkenträgers 2 beim Schwenken des Kipphebels 30 entgegen, so
dass eine Gewichtskompensation in horizontaler Richtung erreicht wird. Die Gewichtskompensation
führt dazu, dass eine relativ geringe Kraft über die Schubstange 31 am freien Ende
des Kipphebels 30 eingebracht werden muß, um den Balkenträger 2 hin und her zu bewegen.
Damit lässt sich die in den Horizontalantrieb 5 eingeleitete Kraft auf ein Minimum
reduzieren, so dass entsprechende Leichtbauweisen und kompakte Anordnungen möglich
sind.
[0050] Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
stellt nur eine weitere mögliche Variante dar, um den Horizontalantrieb 5 über eine
Kopplungskinematik 35 mit dem Horizontallenker 10 zu verbinden. So könnte beispielsweise
bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel die Drehgelenke 33.1 und 33.2
zusammengelegt werden, so dass die Schubstange 31 unmittelbar mit den Horizontallenker
10 gekoppelt ist. In diesem Fall würde die Schwingbewegung der Schubstange 31 ohne
Übersetzung direkt auf den Horizontallenker 10 übertragen. Dabei wird im wesentlichen
ein Massenausgleich in horizontaler Richtung durch die Ausgleichsmasse 34 an dem Kipphebel
30 realisiert. Grundsätzlich besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass mehrere Horizontalantriebe
gleichzeitig an einem Kipphebel angreifen. Besonders vorteilhaft ist jedoch die Ausbildung
mit übersetzter Hubübertragung, so dass auf Grund der Kraftreduktion mehrere Balkenträger
durch einen Hubantrieb angetrieben werden können.
[0051] In Fig. 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
in einer Seitendarstellung schematisch gezeigt. Der Vertikalantrieb 6, der Horizontalantrieb
5 und die Koppelkinematik 35 zum Bewegen des Balkenträgers 2 sind im wesentlichen
identisch zu den vorgenannten Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ausgeführt. Insoweit
wird auf die vorgenannten Beschreibung Bezug genommen und nachfolgend nur die Unterschiede
erläutert.
[0052] Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Horizontalantrieb 5 in
einer Anordnung gezeigt, bei welcher die Schubstange 31 der Koppelkinematik 35 entgegengerichtet
zu dem Horizontallenker 10 bewegt wird. Gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
4 ist der Horizontalantrieb in Fig. 5 spiegelsymmetrisch ausgebildet, so dass die
Schwingenbewegung von dem Balkenträger 9 abgewandt ausgeführt wird. Damit lässt sich
eine sehr kompakte Bauweise erreichen, da die Schwinge 13 und das Pleuel 17 nach innen
stehen und somit möglichst nahe an dem Vertikalantrieb 6 herangesetzt werden können.
[0053] Die Koppelkinematik 35 ist an der rechten Maschinenseite angeordnet und ermöglicht
eine sehr lange Ausbildung des Horizontallenkers 10. Der Horizontallenker 10 ist hierbei
mit einem Ende über das Drehgelenk 33.2 mit einem freien Ende des Kipphebels 30 unterhalb
des Schwenklagers 32 verbunden. Der Kipphebel 30 wird an dem Schwenklager 32 gehalten,
wobei der Kipphebel 30 einen relativ kurzen unteren Hebelarm und einen wesentlich
größeren Hebelarm oberhalb des Schwenklagers 32 aufweist. An dem gegenüber liegenden
freien Ende des Kipphebels 30 oberhalb des Schwenklagers 32 ist die Schubstange 31
durch das Drehgelenk 33.1 mit dem Kipphebel 30 verbunden. Zusätzlich trägt der Kipphebel
30 an dem freien Ende die Ausgleichsmasse 34. Durch diese Ausgestaltung wirkt die
Schubstange 31 zusätzlich masseausgleichend zur Horizontalbewegung des Balkenträgers
2.
[0054] Die in Fig. 5 dargestellte Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist besonders
geeignet, um eine möglichst gerade Führung des Balkenträgers 2 in horizontaler Richtung
zu erhalten. Zudem lassen sich die Getriebekinematiken 11 in einer besonders kompakten
Bauweise neben dem Balkenträger 2 anordnen.
[0055] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere geeignet, um mechanische Vernadelungen
von Vliesbahnen mit hoher Produktionsleistung und hohen Produktionsgeschwindigkeiten
auszuführen. Insbesondere durch die horizontal ausgerichtete Hubbewegung wird eine
hohe gleichmäßige Vemadelungsqualität bei der Strukturierung von Vliesen erreicht.
Zudem wird eine sehr kompakte Bauart mit geringen Raumbedarf geschaffen. Die einfache
Getriebekinematik zur Ansteuerung des Horizontallenkers sowie die versteifende Formgebung
des Horizontallenkers zur Axialführung des Balkenträgers ermöglichen einen konstruktiven
Aufbau mit wenigen Teilen und geringen Gewichten. Damit sind sehr hohe Bewegungsfrequenzen
an dem Balkenträger 2 auszuführen, da die kompakte Bauweise einen steifen Aufbau des
Maschinenrahmens ermöglicht.
[0056] Der Vertikalantrieb und der Horizontalantrieb können zur Bewegung des Balkenträgers
sowohl synchron oder asynchron betrieben werden. Hierbei lassen sich der Exzenterantrieb
mit beliebigen Phasenversuchen antreiben, so dass eine Flexibilität in der Bewegungssteuerung
des Balkenträgers gegeben ist. Zur Einleitung der Antriebsbewegung können sowohl Exzenterwellen
als auch Kurbelwellen verwendet werden. Bei Verwendung von Exzenterwellen oder Kurbelwellen
werden bevorzugt mehrere Antriebseinheiten miteinander gekoppelt.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 1, 1.1, 1.2
- Nadelbalken
- 2
- Balkenträger
- 3
- Nadelbrett
- 4
- Nadel
- 5
- Horizontalantrieb
- 6
- Vertikalantrieb
- 7.1,7.2
- Pleuelstange
- 8.1,8.2
- Exzenterwelle
- 9.1, 9.2
- Pleueldrehgelenk
- 10
- Horizontallenker
- 11
- Getriebekinematik
- 12
- Exzenterantrieb
- 13
- Schwinge
- 14
- Doppeldrehgelenk
- 15
- Drehgelenk
- 16
- Gestelldrehgelenk
- 17
- Pleuelstange
- 18
- Exzenterwelle
- 19
- Verstellbahn
- 20
- Führungseinrichtung
- 21
- Maschinengestell
- 22
- Versteifungsrippe
- 23.1, 23.2, 23.3, 23.4
- Antriebsmodul
- 24
- Ablage
- 25
- Vliesbahn
- 26.1, 26.2, 26.3, 26.4
- Trägermodul
- 27.1, 27.2 ...
- Antriebseinheit
- 28
- Verstellhebel
- 29
- Schwenkachse
- 30
- Kipphebel
- 31
- Schubstange
- 32
- Schwenklager
- 33.1, 33.2
- Drehgelenk
- 34
- Ausgleichsmasse
- 35
- Koppelkinematik
- 36.1, 36.2, 36.3
- Kurbelwellen
1. Vorrichtung zum Vernadeln einer Vliesbahn (25) mit zumindest einem Nadelbalken (1),
welcher an seiner Unterseite ein Nadelbrett (3) mit einer Vielzahl von Nadeln (4)
aufweist, mit einem beweglich gehalten Balkenträger (2) zum Halten des Nadelbalkens
(1), mit einem mit dem Balkenträger (2) verbundenen Vertikalantrieb (6) zur oszillierenden
Bewegung des Balkenträgers (2) in einer Auf- und Abwärtsbewegung und mit einem mit
dem Balkenträger (2) verbundenen Horizontalantrieb (5) zur oszillierenden Bewegung
des Balkenträgers (2) in einer Hin- und Herbewegung, wobei der Vertikalantrieb (6)
zumindest zwei angetriebene Exzenterwellen (8.1, 8.2) und mehrere den Exzenterwellen
(8.1, 8.2) zugeordnete Pleuelstangen (7.1, 7.2) aufweist, deren freien Enden mit dem
Balkenträger (2) verbunden sind, und wobei der Horizontalantrieb (5) zumindest einen
Horizontallenker (10), der mit einem Ende mit dem Balkenträger (2) verbunden ist und
mit einem gegenüberliegenden Ende mit einer Getriebekinematik (11) gekoppelt ist,
und einen mit der Getriebekinematik (11) gekoppelten Exzenterantrieb (12) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebekinematik (11) durch eine Schwinge (13) gebildet ist, die mit einem Ende
durch ein Gestelldrehgelenk (16) an einem Maschinengestell (21) gehalten ist und die
am gegenüberliegenden Ende ein Doppeldrehgelenk (14) aufweist, und dass die Schwinge
(13) in dem Doppeldrehgelenk (14) mit dem Horizontallenker (10) und dem Exzenterantrieb
(12) gekoppelt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestelldrehgelenk (16) der Schwinge (13) lösbar und derart verstellbar an dem
Maschinengestell (21) gehalten ist, dass in einer Neutralstellung des Balkenträgers
(2) ein zwischen der Schwinge (13) und dem Horizontallenker (10) gebildeter Schwingenwinkel
(2) änderbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestelldrehgelenk (16) der Schwinge (13) zur Verstellung an einer Führungseinrichtung
(20) mit einer kreisbogenförmigen Verstellbahn (19) gehalten ist, die sich bei einer
Drehung der Schwinge (13) um das in Neutralstellung gehaltene Doppeldrehgelenk (14)
am Ende der Schwinge (13) einstellt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (20) durch einen Verstellhebel (28) gebildet ist, der an
einem Ende das Gestelldrehgelenk (16) der Schwinge (13) trägt und mit einem anderen
Ende an einer Schwenkachse (29) drehbar gehalten und in seiner Lage fixierbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Horizontallenker (10) mit seinem Ende in einem mittleren Bereich des Balkenträgers
(2) durch ein Drehgelenk (15) mit dem Balkenträger (2) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Horizontallenker (10) im Wesentlichen parallel zu einer Querseite des Balkenträgers
(10) verläuft und eine versteifende Formgebung (22) zur Führung des Balkenträgers
(2) in Längsrichtung aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenterantrieb (12) derart an dem Doppeldrehgelenk (14) angreift, dass ein auf
das Doppeldrehgelenk (14) wirkender Bewegungsvektor zwischen dem Drehgelenk (15) am
Balkenträger (2) und dem Gestelldrehgelenk (16) am Maschinengestell (21) gerichtet
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenterantrieb (12) durch eine angetriebene Exzenterwelle (18) und eine mit
der Exzenterwelle (18) verbundene Pleuelstange (17) gebildet ist, wobei das freie
Ende der Pleuelstange (17) an dem Doppeldrehgelenk (14) gehalten ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterwelle (18) als eine Kurbelwelle (36.3) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Horizontallenker (10) über eine Koppelkinematik (35) mit dem Doppeldrehgelenk
(14) der Schwinge (13) verbunden ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppelkinematik (35) durch einen über ein Schwenklager (32) am Maschinengestell
(21) gehaltenen Kipphebel (30) und einer Schubstange (31) gebildet ist, wobei die
Schubstange (31) mit einem Ende an dem Doppeldrehgelenk (14) der Schwinge (13) und
mit dem anderen Ende mit dem Kipphebel (30) gekoppelt ist und wobei der Horizontallenker
(10) mit dem Kipphebel (30) gekoppelt ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubstange (31) und der Horizontallenker (10) versetzt zueinander mit dem Kipphebel
(30) über Drehgelenke (33.1, 33.2) verbunden sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kipphebel (30) an einem freien Ende eine gegenüber dem Nadelbalken (1) wirkende
Ausgleichsmasse (34) aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Horizontalantrieb (5) mehrere in Abstand zueinander angeordnete Horizontallenker
(10) aufweist, die über die Länge des Balkenträgers (2) verteilt mit dem Balkenträger
(2) verbunden sind und die jeweils durch eine zugeordnete Schwinge (13) und Exzenterantrieb
(12) synchron angetrieben sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Balkenträger (2) durch mehrere Trägermodule (26.1 - 26.4) gebildet ist, welche
Trägermodule (26.1 - 26.4) gemeinsam durch mehrere Antriebsmodule (23.1 - 23.7) des
Horizontalantriebes (5) geführt sind, wobei jedes Antriebsmodul (23.1 - 23.7) zumindest
ein von mehreren Horizontallenkern (10), eine von mehreren Schwingen (13) und ein
von mehreren Exzenterantrieben (12) umfasst.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmodule (23.1 - 23.2) synchron antreibbar ausgebildet sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Exenterwellen (8.1, 8.2) des Vertikalantriebs (6) jeweils als Kurbelwellen (36.1,
36.2) ausgebildet sind.
1. Apparatus for needling a nonwoven web (25), with at least one needle bar (1) which
has on its underside a needle board (3) with a multiplicity of needles (4), with a
movably held bar carrier (2) for holding the needle bar (1), with a vertical drive
(6), connected to the bar carrier (2), for the oscillating movement of the bar carrier
(2), in an up-and-down movement, and with a horizontal drive (5), connected to the
bar carrier (2) for the oscillating movement of the bar carrier (2) in a to-and-fro
movement, the vertical drive (6) having at least two driven eccentric shafts (8.1,
8.2) and a plurality of connecting rods (7.1, 7.2) which are assigned to the eccentric
shafts (8.1, 8.2) and the free ends of which are connected to the bar carrier (2),
and the horizontal drive (5) having at least one horizontal link (10), connected with
one end to the bar carrier (2) and coupled with an opposite end to a kinematic gear
mechanism (11), and an eccentric drive (12) coupled to the kinematic gear mechanism
(11), characterized in that the kinematic gear mechanism (11) is formed by a rocker (13) which is held with one
end on a machine stand (21) by means of a rotary stand joint (16) and which at the
opposite end has a double rotary joint (14), and in that the rocker (13) is coupled in the double rotary joint (14) to the horizontal link
(10) and to the eccentric drive (12).
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the rotary stand joint (16) of the rocker (13) is held on the machine stand (21)
releaseably and adjustably in such a way that, in a neutral position of the bar carrier
(2), a rocker angle (2) formed between the rocker (13) and the horizontal link (10)
can be changed.
3. Apparatus according to Claim 2, characterized in that the rotary stand joint (16) of the rocker (13) is held, for adjustment, on a guide
device (20) having a circularly arcuate adjustment path (19) which is established
at the end of the rocker (13) when the rocker (13) is rotated about the double rotary
joint (14) held in the neutral position.
4. Apparatus according to Claim 3, characterized in that the guide device (20) is formed by an adjusting lever (28) which at one end carries
the rotary stand joint (16) of the rocker (13) and which with another end is held
rotatably on a pivot axis (29) and can be fixed in position.
5. Apparatus according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the horizontal link (10) is connected with its end to the bar carrier (2) in a middle
region of the bar carrier (2) by means of a rotary oint (15).
6. Apparatus according to Claim 5, characterized in that the horizontal link (10) runs essentially parallel to a transverse side of the bar
carrier (10) and has a stiffening shape (22) for guiding the bar carrier (2) in the
longitudinal direction.
7. Apparatus according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the eccentric drive (12) engages on the double rotary joint (14) in such a way that
a movement vector acting upon the double rotary joint (14) is directed between the
rotary joint (15) on the bar carrier (2) and the rotary stand joint (16) on the machine
stand (21).
8. Apparatus according to Claim 7, characterized in that the eccentric drive (12) is formed by a driven eccentric shaft (18) and a connecting
rod (17) connected to the eccentric shaft (18), the free end of the connecting rod
(17) being held at the double rotary joint (14).
9. Apparatus according to Claim 8, characterized in that the eccentric shaft (18) is designed as a crankshaft (36.3)
10. Apparatus according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the horizontal link (10) is connected to the double rotary joint (14) of the rocker
(13) via a kinematic coupling mechanism (35).
11. Apparatus according to Claim 10, characterized in that the kinematic coupling mechanism (35) is formed by a tipping lever (30), held on
the machine stand (21) via a pivot bearing (32), and a push rod (31), the push rod
(31) being coupled with one end to the double rotary joint (14) of the rocker (13)
and with the other end to the tipping lever (30), and the horizontal link (10) being
coupled to the tipping lever (30).
12. Apparatus according to Claim 11, characterized in that the push rod (31) and the horizontal link (10) are connected, offset to one another,
to the tipping lever (30) via rotary joints (33.1, 33.2).
13. Apparatus according to Claim 11 or 12, characterized in that the tipping lever (30) has at a free end a compensating mass (34) acting in opposition
to the needle bar (1).
14. Apparatus according to one of Claims 1 to 13, characterized in that the horizontal drive (5) has a plurality of horizontal links (10) which are arranged
at a distance from one another and, distributed over the length of the bar carrier
(2), are connected to the bar carrier (2) and which are in each case driven synchronously
by an assigned rocker (13) and eccentric drive (12).
15. Apparatus according to one of Claims 1 to 13, characterized in that the bar carrier (2) is formed by a plurality of carrier modules (26.1 - 26.4), the
said carrier modules (26.1 - 26.4) being guided jointly by a plurality of drive modules
(23.1 - 23.7) of the horizontal drive (5), each drive module (23.1 - 23.7) comprising
at least one of a plurality of horizontal links (10), one of a plurality of rockers
(13) and one of a plurality of eccentric drives (12).
16. Apparatus according to Claim 15, characterized in that the drive modules (23.1 - 23.2) are designed to be driveable synchronously.
17. Apparatus according to one of Claims 1 to 16, characterized in that the eccentric shafts (8.1, 8.2) of the vertical drive (6) are designed in each case
as crankshafts (36.1, 36.2).
1. Dispositif pour aiguilleter une bande d'étoffe non tissée (25), comprenant au moins
une barre d'aiguilles (1) qui présente sur son côté inférieur une plaque à aiguilles
(3) avec une pluralité d'aiguilles (4), un support de barre (2) maintenu mobile pour
retenir la barre d'aiguilles (1), un entraînement vertical (6) raccordé au support
de barre (2) pour produire un mouvement oscillant du support de barre (2) dans un
mouvement de haut en bas, et un entraînement horizontal (5) raccordé au support de
barre (2) pour produire un mouvement oscillant du support de barre (2) dans un mouvement
d'avant en arrière, l'entraînement vertical (6) présentant au moins deux arbres excentriques
entraînés (8.1, 8.2) et plusieurs bielles motrices (7.1, 7.2) associées aux arbres
excentriques (8.1, 8.2), dont les extrémités libres sont raccordées au support de
barre (2), et l'entraînement horizontal (5) présentant au moins un bras horizontal
(10), qui est raccordé par une extrémité au support de barre (2) et par une extrémité
opposée à une cinématique de transmission (11), et un entraînement excentrique (12)
accouplé à la cinématique de transmission (11), caractérisé en ce que la cinématique de transmission (11) est formée par une bielle oscillante (13) qui
est maintenue par une extrémité par une articulation tournante de bâti (16) sur un
bâti de machine (21) et qui présente à l'extrémité opposée une articulation tournante
double (14), et en ce que la bielle oscillante (13) est accouplée dans l'articulation tournante double (14)
au bras horizontal (10) et à l'entraînement excentrique (12).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'articulation tournante de bâti (16) de la bielle oscillante (13) est maintenue
de manière amovible et réglable sur le bâti de machine (21) de telle sorte que dans
une position neutre du support de barre (2), un angle de bielle oscillante (α) formé
entre la bielle oscillante (13) et le bras horizontal (10) puisse être modifié.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'articulation tournante de bâti (16) de la bielle oscillante (13) est maintenue
en vue du réglage au niveau d'un dispositif de guidage (20) avec une trajectoire de
réglage (19) en forme d'arc de cercle, qui s'ajuste lors d'une rotation de la bielle
oscillante (13) autour de l'articulation tournante double (14) maintenue dans la position
neutre à l'extrémité de la bielle oscillante (13).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif de guidage (20) est formé par un levier de réglage (28) qui porte à
une extrémité l'articulation tournante de bâti (16) de la bielle oscillante (13) et
qui peut être fixé en position et est maintenu à rotation à son autre extrémité sur
un axe de pivotement (29).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le bras horizontal (10) est connecté avec son extrémité au support de barre (2) dans
une région centrale du support de barre (2) par une articulation tournante (15).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le bras horizontal (10) s'étend essentiellement parallèlement à un côté transversal
du support de barre (2) et présente une forme rigidifiante (22) pour le guidage du
support de barre (2) dans la direction longitudinale.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'entraînement excentrique (12) vient en prise avec l'articulation tournante double
(14) de telle sorte qu'un vecteur de déplacement agissant sur l'articulation tournante
double (14) soit orienté entre l'articulation tournante (15) sur le support de barre
(2) et l'articulation tournante de bâti (16) sur le bâti de machine (21).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'entraînement excentrique (12) est formé par un arbre excentrique (18) entraîné
et une bielle motrice (17) connectée à l'arbre excentrique (18), l'extrémité libre
de la bielle motrice (17) étant maintenue sur l'articulation tournante double (14).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'arbre excentrique (18) est réalisé sous forme de manivelle (36.3).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le bras horizontal (10) est raccordé par le biais d'une cinématique de couplage (35)
à l'articulation tournante double (14) de la bielle oscillante (13).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que la cinématique de couplage (35) est formée par un levier oscillant (30) maintenu
par le biais d'un palier pivotant (32) sur le bâti de machine (21) et par une tringle
de poussée (31), la tringle de poussée (31) étant accouplée par une extrémité à l'articulation
tournante double (14) de la bielle oscillante (13) et par l'autre extrémité au levier
oscillant (30), et le bras horizontal (10) étant accouplé au levier oscillant (30).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que la tringle de poussée (31) et le bras horizontal (10) sont raccordés de manière décalée
l'un de l'autre au levier oscillant (30) par le biais d'articulations tournantes (33.1,
33.2).
13. Dispositif selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le levier oscillant (30) présente, à une extrémité libre, une masse d'équilibrage
(34) agissant en face de la barre d'aiguilles (1).
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'entraînement horizontal (5) présente plusieurs bras horizontaux (10) disposés à
distance les uns des autres qui sont raccordés au support de barre (2) de manière
répartie sur la longueur du support de barre (2), et qui sont entraînés à chaque fois
de manière synchrone par une bielle oscillante (13) associée et un entraînement excentrique
(12).
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le support de barre (2) est formé par plusieurs modules de support (26.1 - 26.4),
lesquels modules de support (26.1 26.4) sont guidés ensemble par plusieurs modules
d'entraînement (23.1 - 23.7) de l'entraînement horizontal (5), chaque module d'entraînement
(23.1 - 23.7) comprenant au moins un parmi plusieurs bras horizontaux (10), une parmi
plusieurs bielles oscillantes (13) et un parmi plusieurs entraînements excentriques
(12).
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que les modules d'entraînement (23.1 - 23.2) sont réalisés de manière à pouvoir être
entraînés de manière synchrone.
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que les arbres excentriques (8.1, 8.2) de l'entraînement vertical (6) sont réalisés à
chaque fois sous forme de manivelles (36.1, 36.2).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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