Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft einen Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum
einer Verbrennungskraftmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wie z.B. in
WO 03/002868 oder
EP 1319827 gezeit.
[0002] Ein Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine,
bei welchem ein Einspritzventilglied über ein magnetbetriebenes Steuerventil angesteuert
wird ist zum Beispiel aus
EP-A 1612 403 bekannt. Mit Hilfe des Steuerventils ist eine Ablaufdrossel aus einem Steuerraum
in den Kraftstoffrücklauf verschließbar oder freigebbar. Der Steuerraum wird an einer
Seite durch einen Steuerkolben begrenzt, mit welchem ein Einspritzventilglied angesteuert
wird, welches mindestens eine Einspritzöffnung in den Brennraum der Verbrennungskraftmaschine
freigibt oder verschließt. Die Ablaufdrossel ist in einen Körper aufgenommen, welcher
auf der dem Steuerraum abgewandten Seite mit einem sich verjüngenden Ventilsitz versehen
ist. In diesen Ventilsitz ist ein Schließelement stellbar, welches mit dem Anker des
Magnetventils verbunden ist. Hierzu ist am Schließelement eine Kante ausgebildet,
welche gegen den konisch ausgeformten Sitz gestellt wird. Das Schließelement bewegt
sich auf einer axialen Stange, welche mit dem Körper, in den die Ablaufdrossel ausgebildet
ist, einstückig verbunden ist.
[0003] Damit das Ventil flüssigkeitsdicht schließt, ist es notwendig, hochpräzise Oberflächen
herzustellen und eine hochgenaue Passung des Schließelementes auf der axialen Stange
vorzusehen. Hierdurch wird das Schließelement exakt geführt und so sichergestellt,
dass dieses den Sitz flüssigkeitsdicht verschließt.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Bei einem erfindungsgemäß ausgebildeten Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von Kraftstoff
in einen Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine wird ein Einspritzventilglied zum
Freigeben und Verschließen mindestens einer Einspritzöffnung durch ein als Magnetventil
ausgebildetes Steuerventil angesteuert. Am Anker des Magnetventils ist eine Dichtfläche
ausgebildet, welche zum Verschließen des Steuerventils in einen Ventilsitz stellbar
ist. Der Anker des Magnetventils ist ohne Ankerführung zwischen einem oberen und einem
unteren Hubanschlag bewegbar. Dadurch, dass am Anker die Dichtfläche ausgebildet ist,
die zum Verschließen des Steuerventil in den Ventilsitz stellbar ist, kann auf ein
zusätzliches Schließelement, wie es im Stand der Technik vorgesehen ist, verzichtet
werden. Hierdurch lässt sich die Masse der bewegten Bauteile minimieren. Durch die
Minimierung der Masse der bewegten Bauteile lassen sich kürzere Schaltzeiten realisieren.
Ein weiterer Vorteil davon, die Dichtfläche direkt am Anker des Magnetventils auszubilden,
liegt darin, dass das Magnetventil hierdurch wenig Bauraum benötigt.
[0005] Ein flüssigkeitsdichtes Verschließen des Magnetventils, indem die Dichtfläche am
Anker in den Ventilsitz gestellt wird, wird dadurch erreicht, dass die Dichtfläche
am Anker am unteren Hubanschlag ausgerichtet wird. Diese Ausrichtung erfolgt in einer
bevorzugten Ausführungsform mittels einer federnden Führungslippe, welche am Anker
ausgebildet ist. Die Führungslippe ist dabei vorzugsweise am Außendurchmesser des
Ankers ausgebildet. Wenn der Anker so bei der Schließbewegung zu taumeln beginnt,
wird der Anker zunächst mit der Führungslippe anschlagen. In der weiteren Bewegung
wird dadurch, dass die Führungslippe federnd ausgeführt ist der Anker so ausgerichtet,
dass die Dichtfläche am Anker plan auf dem Ventilsitz aufliegt und so eine flüssigkeitsdichte
Verbindung erzeugt wird. Die Bewegung des Ankers in den unteren Hubanschlag wird mit
Hilfe eines Federelementes ausgeführt. Das Federelement ist dabei vorzugsweise eine
als Druckfeder ausgebildete Spiralfeder. Damit die Krafteinleitung möglichst dicht
im Bereich des Ventilssitzes erfolgt, entspricht der Innendurchmesser des Federelementes
vorzugsweise im Wesentlichen dem Innendurchmesser des Ventilsitzes. Aufgrund der Elastzitität
der federnden Führungslippe wird erreicht, dass an dieser nur wenig der Federkraft
des Federelementes verloren geht.
[0006] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Führungslippe und die Dichtfläche am
Anker sowie die Anschlagfläche und der Ventilsitz des Steuerventils auf gleiche Höhe
geschliffen. Hierdurch lässt sich der Ventilsitz des Magnetventils kostengünstig fertigen,
da das Paaren mit einem zweiten Bauteil entfällt.
[0007] Der obere Hubanschlag wird vorzugsweise durch eine Ringfläche gebildet. Durch das
Anschlagen an die Ringfläche richtet sich der Anker, der während der Flugphase ins
Taumeln geraten kann, wieder aus.
[0008] Um einen axialen Druckausgleich zu erreichen, ist der Anker so gestaltet, das die
jeweils gegenüberliegenden Flächen, auf die eine axiale Druckkraft wirkt, gleich groß
sind und vom gleichen Druck beaufschlagt werden. Um dies zu erreichen, ist im Anker
eine Bohrung ausgeführt, deren Durchmesser im Wesentlichen dem Innendurchmesser des
Ventilsitzes entspricht. Zur Aufnahme der Druckkräfte ist in der Bohrung eine Druckstange
aufgenommen. Um den Kraftstoffleckagestrom durch den Spalt zwischen der Bohrung und
der Druckstange möglichst gering zu halten, wird die Bohrung in einer bevorzugten
Ausführungsform gehont. Auch sind die Druckstange und die Bohrung in einem engen Führungsspiel
gefertigt. Es ist jedoch nicht erforderlich, die Bohrung und die Dichtfläche am Anker
in einer Einspannung zu fertigen, um eine präzise rechtwinklige Ausrichtung von Dichtfläche
und Bohrung zu erhalten. Hierdurch wird die Fertigung des Ankers vereinfacht.
[0009] Im Allgemeinen sind die Anschlagfläche für die federnde Führungslippe und der Ventilsitz
an einem Ventilstück ausgebildet. Dieses ist im Injektorgehäuse aufgenommen. Durch
das Ausbilden der Anschlagfläche und des Ventilsitzes am Ventilstück, ist es möglich,
diese an einer außenliegenden Oberfläche herzustellen. Es ist nicht erforderlich,
eine Stirnfläche einer Bohrung eben zu schleifen.
[0010] Die Federkraft des Federelementes, durch welche die Bewegung des Ankers vom Magneten
in den Ventilsitz unterstützt wird, wird vorzugsweise durch eine Scheibe eingestellt.
Dies erfolgt dadurch, dass das Federelement durch die Scheibe vorgespannt wird. Je
größer die axiale Ausdehnung der Scheibe ist, desto stärker wird das Federelement
vorgespannt und umso größer ist die Federkraft, die auf den Anker wirkt.
[0011] Im Allgemeinen ist die Scheibe auf der dem Anker abgewandten Seite des Federelementes
angeordnet. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Scheibe jedoch zwischen dem
Federelement und dem Anker angeordnet. Vorteil dieser Anordnung ist, dass die Scheibe,
mit der die Federkraft eingestellt wird, so zusätzlich zum Zentrieren des Ankers verwendet
werden kann.
[0012] Um zu vermeiden, dass der Anker bei der Öffnungs- bzw. Schließbewegung verkantet,
umfasst die Druckstange in einer weiteren Ausfiihrungsform einem Druckstift und einen
Bolzen, wobei der Bolzen in der Bohrung im Anker aufgenommen ist und der Druckstift
vom Federelement umschlossen ist. Das Verkanten wird insbesondere dadurch vermieden,
dass der Bolzen gegenüber dem Druckstift kippbar ist. Dies wird zum Beispiel dadurch
erreicht, dass die einander zugewandten Enden des Druckstiftes und des Bolzens ballig,
d. h. vorzugsweise in Form eines Kugelabschnittes, ausgeführt sind. Alternativ ist
es auch möglich, zwischen dem Druckstift und dem Bolzen eine Kugel aufzunehmen. Auch
ist jede weitere, dem Fachmann bekannte Gestaltung möglich, mit der sich der Bolzen
gegenüber dem Druckstift aus der axialen Ausrichtung abknicken lässt.
Zeichnung
[0013] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher beschrieben.
Darin zeigt:
Figur 1 einen Ausschnitt aus einen Kraftstoffinjektor mit einem erfindungsgemäß ausgebildeten
Magnetventil in einer ersten Ausführungsform,
Figur 2 ein erfindungsgemäß ausgeführtes Magnetventil in einer zweiten Ausführungsform,
Figur 3 ein erfindungsgemäß ausgeführtes Magnetventil in einer dritten Ausführungsform.
Ausführungsbeispiele
[0014] Figur 1 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäß ausgebildeten Kraftstoffinjektor
mit Magnetventil in einer ersten Ausführungsform.
[0015] Bei einem erfindungsgemäß ausgebildeten Kraftstoffinjektor 1 wird ein Steuerkolben
2 mit dem ein hier nicht dargestelltes Einspritzventilglied angesteuert wird, durch
ein Magnetventil 3 angesteuert. Durch das Einspritzventilglied wird mindestens eine
Einsphtzöfnung freigegeben oder verschlossen und so das Einspritzen von Kraftstoff
in einen Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine gesteuert.
[0016] Die Bewegung des Steuerkolbens 2 erfolgt hydraulisch. Hierzu mündet der Steuerkolben
2 mit der dem Einspritzventilglied abgewandten Seite in einen Steuerraum 4. Über eine
Zulaufdrossel 5 ist der Steuerraum 4 mit einem Kraftstoffzulauf 6 verbunden. Hierdurch
kann unter Systemdruck stehender Kraftstoff in den Steuerraum 4 einströmen. Über eine
Ablaufdrossel 7 ist der Steuerraum 4 entlastbar. Hierzu ist die Ablaufdrossel 7 mit
einem in Figur 1 nicht dargestellten Rücklauf hydraulisch verbunden. Um den Steuerraum
4 mit unter Systemdruck stehende Kraftstoffe füllen zu können, ist die Ablaufdrossel
7 mit Hilfe des Magnetventils 3 verschließbar. Hierzu wird bei den erfindungsgemäß
ausgebildeten Magnetventil 3 eine Dichtfläche 8, die am Anker 9 des Magnetventils
3 ausgebildet ist, in einen Ventilsitz 10 gestellt. In der hier dargestellten Ausführungsform
bilden die Dichtfläche 8 und der Ventilsitz 10 einen Flachsitz. Es ist jedoch auch
jeder weitere, dem Fachmann bekannte Ventilsitz, bei dem keine axialen Kräfte auf
das Schließelement wirken, denkbar.
[0017] Um bei verschlossenem Magnetventil 3 die in axialer Richtung wirkende Druckkraft
aufzunehmen, ist im Anker 9 eine Bohrung 11 ausgebildet, in der eine Druckstange 12
aufgenommen ist. Damit bei verschlossenem Ventil keine axialen Druckkräfte auf den
Anker 9 wirken, ist der Durchmesser der Bohrung 11 im Wesentlichen gleich dem Innendurchmesser
der Dichtfläche 8. Eine weitere Aufgabe der Druckstange 12 ist es, die Bohrung 11
gegen Leckageströme abzudichten. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass die Druckstange
12 und die Bohrung 11 in einem engen Führungsspiel gefertigt sind. Gegenüber den aus
dem Stand der Technik bekannten Kraftstoffinjektoren ist es jedoch nicht erforderlich,
die Bohrung 11 und die Dichtfläche 8 am Anker 9 in einer Einspannung zu fertigen,
um eine präzise rechtwinklige Ausrichtung von Dichtfläche 8 und Bohrung 9 zu erhalten.
Hierdurch wird die Fertigung des Ankers 9 vereinfacht.
[0018] Um den Anker 9 am unteren Hubanschlag, d.h. wenn die Dichtfläche 8 im Ventilsitz
10 steht, auszurichten, ist an diesem eine elastische Führungslippe 13 ausgebildet.
Der obere Hubanschlag des Ankers 9 wird durch eine Ringfläche 14 gebildet, welche
als untere Stirnfläche einer Hubanschlaghülse 15 ausgeführt ist.
[0019] In der hier dargestellten Ausführungsform ist in der Hubanschlagshülse 15 eine Bohrung
16 ausgebildet, in der ein Federelement 17 aufgenommen ist. Das Federelement 17 ist
vorzugsweise eine als Druckfeder ausgeführte Spiralfeder, welche sich mit einer Seite
am Anker 9 und mit der anderen Seite an einer Scheibe 18 abstützt. Die Scheibe 18
dabei gegen eine Stirnfläche 19 der Bohrung 16 gestellt. Mittels der axialen Ausdehnung
der Scheibe 18 lässt sich die Federkraft einstellen, mit der das Federelement 17 auf
den Anker 9 wirkt.
[0020] Weiterhin umfasst das Magnetventil 3 einen Magneten 20, der in einem Magnetkern 21
aufgenommen ist. Die Spannungsversorgung des Magneten 20 erfolgt über Stifte 28.
[0021] Um eine ebene Auflage der Dichtfläche 8 am Anker 9 auf dem Ventilsitz 10 zu erreichen,
sind der Ventilsitz 10 sowie eine Auflagefläche 22, auf der die elastische Führungslippe
13 aufliegt, wenn der Anker 9 am unteren Hubanschlag liegt, auf eine Höhe geschliffen.
Ebenso sind die Auflage der elastischen Führungslippe 13, die auf der Auflagefläche
22 aufliegt und die Dichtfläche 8 am Anker 9 auf eine Höhe geschliffen.
[0022] Der Hub des Ankers 9 wird durch die Hubanschlaghülse 15 begrenzt. Um den Hub einzustellen,
sind der Anker 9 und der Magnetkern 21 von einer Hülse 23 umschlossen, durch deren
axiale Ausdehnung der Hub festgelegt wird. Zur Einstellung des Hubes liegt hierzu
die Hubanschlaghülse 15 mit einer Stirnfläche 24 auf der Hülse 23 auf.
[0023] Die Zulaufdrossel 5, die Ablaufdrossel 7 sowie der Ventilsitz 10 und die Auflagefläche
22 sind an einem Ventilstück 25 ausgebildet, welches im Injektorgehäuse 26 aufgenommen
ist. Die Befestigung des Ventilstückes 25 im Injektorgehäuse 26 erfolgt mittels einer
Ventilspannschraube 27.
[0024] Um die Stifte 28 durch die Hubanschlaghülse 15 zu führen, ist in dieser für jeden
Stift 28 eine Bohrung 29 ausgebildet. Zur Abdichtung und Zentrierung der Stifte 28
der Bohrung 29 sind die Stifte 28 jeweils von einer unteren Scheibe 30, einer oberen
Scheibe 31 und einem dazwischen liegenden Dichtring 32 umschlossen.
[0025] Die Befestigung der Hubanschlaghülse 15 am Injektorgehäuse 26 erfolgt in der hier
dargestellten Ausführungsform mit Hilfe einer Spannmutter 33.
[0026] Das erfindungsgemäß ausgebildete Magnetventil 3 ist sowohl bei invers angesteuerten
Kraftstoffinjektoren als auch bei nicht invers angesteuerten Kraftstoffinjektoren
einsetzbar.
[0027] Um den Einspritzvorgang zu starten wird bei einem nicht invers angesteuerten Kraftstoffmjektor
der Magnet 20 des Magnetventils 3 bestromt. Nicht invers angesteuert bedeutet dabei,
dass bei bestromtem Magneten 20 die mindestens eine Einspritzöffnung freigegeben ist
und Kraftstoff in den Brennraum der Verbrennungskraftmaschine eingespritzt wird. Durch
das Bestromen des Magneten 20 bildet sich ein Magnetfeld aus, durch welches der Anker
9 vom Magneten 20 angezogen wird und sich damit in Richtung des Magneten 20 bewegt.
Hierdurch hebt sich die Dichtfläche 8 des Ankers 9 aus dem Ventilsitz 10 und eine
Verbindung aus dem Steuerraum 4 über die Ablaufdrossel 7 in den hier nicht dargestellten
Rücklauf wird freigegeben. Aufgrund der freigegeben Verbindung kann Kraftstoff aus
dem Steuerraum 4 ablaufen. Dies führt zu einem Druckabfall im Steuerraum 4. Durch
den Druckabfall im Steuerraum 4 nimmt die Druckkraft, welche auf den Steuerkolben
2 wirkt ab und der Steuerkolben 2 wird in den Steuerraum 4 hineinbewegt. Durch diese
Bewegung des Steuerkolbens 2 hebt sich das Einspritzventilglied aus seinem Sitz und
gibt so die mindesten eine Einspritzöffnung frei. Der Einspritzvorgang beginnt.
[0028] Der Hub des Ankers 9 wird durch die Hubanschlaghülse 15 begrenzt, indem der Anker
9 an die Ringfläche 14 der Hubanschlaghülse 15 anschlägt.
[0029] Eine axiale Führung des Ankers 9 erfolgt durch einen Fortsatz 34 am Anker 9, der
in der Bohrung 16 der Hubanschlaghülse 15 geführt ist. Um den Kraftstoffinjektor günstig
herstellen zu können, sind jedoch die Bohrungen 16 und der Fortsatz 34 an Anker 9
nicht paarungsgeschliffen, so dass trotz des geringen Hubes, im Allgemeinen im Bereich
zwischen 0,02 bis 0,04 Millimetern, ein Taumeln des Ankers 9 nicht verhindert werden
kann.
[0030] Um beim Verschließen der Ablaufdrossel 7, wodurch der Einspritzvorgang beendet wird,
sicherzustellen, dass die Dichtfläche 8 am Anker 9 flüssigkeitsdicht in den Ventilsitz
10 gestellt ist, ist am Anker 9 die federnde Führungslippe 13 ausgebildet. Durch die
federnde Führungslippe 13 wird der Anker 9 auch bei einer ungleichmäßig auf den Anker
wirkenden Federkraft des Federelementes 17 am Kippen gehindert. Wenn es zu einem Kippen
des Ankers 9 kommt, schlägt die federnde Führungslippe 13 an der Auflagefläche 22
an und verhindert hierdurch ein weiteres Verkippen des Ankers 9.
[0031] Zum Beenden des Einspritzvorganges wird die Bestromung des Magneten 20 beendet. Mit
Hilfe des Federelements 17 wird der Anker 9 vom Magneten wegbewegt, so dass sich die
Dichtfläche 8 in den Ventilsitz 10 stellt. Die Ablaufdrossel 7 wird hierdurch verschlossen.
Im Steuerraum 4, der über den Kraftstoffzulauf 6 und die Zulaufdrossel 5 mit unter
Systemdruck stehenden Kraftstoff befüllt wird, baut sich wieder Systemdruck auf. Hierdurch
steigt die Druckkraft, die auf den Steuerkolben 2 wirkt. Der Steuerkolben 2 wird in
Richtung des Einspritzventilgliedes bewegt und führt so dazu, dass das Einspritzventilglied
in seinen Sitz gestellt wird und so die mindestens eine Einspritzöffnung verschließt.
[0032] Ein invers angesteuerter Kraftstoffinjektor unterscheidet sich vom nicht invers angesteuerten
Kraftstoffinjektor dadurch, dass bei bestromtem Magneten die mindestens eine Einspritzöffnung
verschlossen ist und bei nicht bestromtem Magneten die mindestens eine Einspritzöffnung
freigegeben ist. Hierzu sind der Steuerkolben 2 und das Einspritzventilglied so miteinander
hydraulisch gekoppelt, das bei einer Bewegung des Steuerkolbens 2 in Richtung des
Einspritzventilgliedes dieses aus dem Sitz gehoben wird und die mindestens eine Einspritzöffnung
freigibt und bei bestromtem Magneten der Steuerkolben 2 in Richtung des Steuerraumes
4 bewegt wird, wodurch das Einspritzventilglied in sein Sitz gestellt wird und die
mindestens eine Einspritzöffnung verschließt.
[0033] In Figur 2 ist eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäß ausgebildeten Magnetventils
3 dargestellt. Die in Figur 2 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von
der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform dadurch, dass eine Scheibe 35, mit der
die Federkraft des Federelementes 17 eingestellt wird, zwischen dem Federelement 17
und dem Anker 9 aufgenommen ist. Somit stützt sich das Federelement 17 mit einer Seite
gegen die Scheibe 25 und mit der anderen Seite gegen die Stirnfläche 19 der Bohrung
16 ab. Durch die in Figur 2 dargestellte Ausführungsform dient die Scheibe 25 gleichzeitig
zum Zentrieren des Ankers 9. Das Zentrieren des Ankers 9 ist erforderlich, damit dieser
nicht radial verschiebt und so die Dichtfläche 8 am Anker 9 nicht mehr auf den Ventilsitz
10 platziert ist, wenn die Ablaufdrossel 7 verschlossen ist.
[0034] Figur 3 zeigt ein Magnetventil 3 in einer dritten Ausführungsfom.
[0035] Die in Figur 3 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der in Figur 1
dargestellten Ausführungsform dadurch, dass die Druckstange 12 einen Bolzen 36 und
einen Druckstift 37 umfasst. Der Bolzen 36 ist in der Bohrung 11 im Anker 9 geführt.
Dadurch, dass die Druckstange 12 den Druckstift 37 und den Bolzen 36 umfasst, wird
vermieden, dass der Anker 9 an der Druckstange 12 verkanten kann, wenn dieser aufgrund
ungleichmäßiger Kraftbeaufschlagung durch das Federelement 17 zu taumeln beginnt.
Hierzu sind der Bolzen 36 und der Druckstift 37 so ausgeführt, dass der Bolzen 36
gegenüber dem Druckstift 37 aus der axialen Richtung abkippen kann. Vorzugsweise ist
hierzu zumindest entweder der Druckstift 37 auf der dem Bolzen 36 zugewandten Seite
oder der Bolzen 36 auf der dem Druckstift 37 zugewandten Seite mit einer ballig ausgebildeten
Stirnfläche versehen. Ballig ausgebildet bedeutet dabei, dass die Stirnfläche in Form
eines Kugelabschnittes, eines Paraboloids oder eines Hyperboloids ausgeführt ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind sowohl die dem Bolzen 36 zuweisende Stirnfläche
des Druckstiftes 37 als auch die dem Druckstift 37 zuweisende Stirnfläche des Bolzen
36 ballig ausgeführt.
[0036] In einer weiteren Ausführungsform ist zwischen dem Bolzen 36 und dem Druckstift 37
eine Kugel aufgenommen. In diesem Fall führt die Kugel die gleiche Aufgabe aus wie
die ballig geformten einander zugewandten Stirnflächen des Bolzens 36 und des Druckstiftes
37.
[0037] Aufgabe der Druckstange 12 ist in allen drei Ausführungsbeispielen, wie sie in den
Figur 1 bis 3 dargestellt sind, axiale Druckkräfte aufzunehmen. Hierzu stützt sich
die Druckstange 12 gegen die Stirnfläche 19 der Bohrung 16 in der Hubanschlaghülse
15 ab. Hierdurch wird die auf Druckstange 12 ausgeübte Druckkraft an die Hubanschlagshülse
15 übertragen.
[0038] Neben den in Figur 1 bis 3 dargestellten Ausführungsformen, bei der sich das Federelement
17 bzw. die Scheibe 18 und die Druckstange 12 gegen die Stirnfläche 19 der Bohrung
16 in der Hubanschlaghülse 15 abstützen, ist es auch möglich, dass die Bohrung 16
die Hubanschlagshülse vollständig durchzieht und sich die Scheibe 18 bzw. das Federelement
17 sowie die Druckstange 12 direkt am Injektorgehäuse abstützen. In diesem Fall wird
die Bohrung 16 durch das Injektorgehäuse verschlossen.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Kraftstoffinjektor
- 2
- Steuerkolben
- 3
- Magnetventil
- 4
- Steuerraum
- 5
- Zulaufdrossel
- 6
- Kraftstoffzulauf
- 7
- Ablaufdrossel
- 8
- Dichtfläche
- 9
- Anker
- 10
- Ventilsitz
- 11
- Bohrung
- 12
- Druckstange
- 13
- elastische Führungslippe
- 14
- Ringfläche
- 15
- Hubanschlaghülse
- 16
- Bohrung
- 17
- Federelement
- 18
- Scheibe
- 19
- Stirnfläche
- 20
- Magnet
- 21
- Magnetkern
- 22
- Auflagefläche
- 23
- Hülse
- 24
- Stirnfläche
- 25
- Ventilstück
- 26
- Injektorgehäuse
- 27
- Ventilspannschraube
- 28
- Stift
- 29
- Bohrung
- 30
- untere Scheibe
- 31
- obere Scheibe
- 32
- Dichtring
- 33
- Spannungsmutter
- 34
- Fortsatz
- 35
- Scheibe
- 36
- Bolzen
- 37
- Druckstift
1. Kraftstoffinjektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine,
bei welchem ein Einspritzventilglied zum Freigeben und Verschließen einer Einspritzöffnung
durch ein Magnetventil (3) ausgebildetes Steuewentil angesteuert wird und ein Anker
(9) des Magnetventils zwischen einem oberen und einem unteren Hubanschlag bewegbar
ist, wobei zum Verschließen des Steuerventils eine am Anker (9) ausgebildete Dichtfläche
(8) mit einem Ventilsitz (10) zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker (9) eine Bohrung (11) aufweist, die im Wesentlichen dem Innendurchmesser
des Ventilsitzes (10) entspricht, und in der eine Druckstange (12) eng geführt ist,
so dass die Druckstange (12) die wirkenden axialen Druckkräfte aufnimmt.
2. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Anker (9) eine federnde Führungslippe (13) ausgebildet ist, welche am unteren
Hubanschlag auf einer Auflagefläche (22) aufliegt, so dass der Anker (9) ausgerichtet
wird.
3. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungslippe (13) und die Dichtfläche (8) am Anker (9) sowie die Auflagefläche
(22) und der Ventilsitz (10) des Steuerventils auf gleiche Höhe geschliffen sind.
4. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Hubanschlag durch eine Ringfläche (14) gebildet wird.
5. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (22) und der Ventilsitz (10) an einem Ventilstück (25) ausgebildet
sind.
6. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft eines Federelementes (17), durch welches die Bewegung des Ankers (9)
vom Magneten (20) in den Ventilsitz (10) unterstützt wird, durch eine Scheibe (18)
eingestellt wird.
7. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (18) zwischen dem Anker (9) und dem Federelement (17) aufgenommen ist
und so zusätzlich zum Zentrieren des Ankers (9) eingesetzt wird.
8. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckstange (12) einen Druckstift (37) und einen Bolzen (36) umfasst, wobei der
Bolzen (36) in einer Bohrung (11) im Anker (9) aufgenommen ist und der Druckstift
(37) vom Federelement (17) umschlossen ist.
9. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die einanderzuweisenden Enden des Bolzens (36) und des Druckstiftes (37) ballig ausgeführt
sind.
10. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Bolzen (36) und dem Druckstift (37) eine Kugel aufgenommen ist.
1. Fuel injector for injecting fuel into a combustion chamber of an internal combustion
engine, in which fuel injector an injection valve member is actuated by a control
valve, designed as a solenoid valve (3), in order to open and close an injection opening,
and an armature (9) of the solenoid valve is movable between an upper and a lower
stroke stop, wherein, for the closure of the control valve, a sealing surface (8)
formed on the armature (9) interacts with a valve seat (10), characterized in that the armature (9) has a bore (11) which substantially corresponds to the inner diameter
of the valve seat (10) and in which a pressure rod (12) is guided with a close fit
such that the pressure rod (12) absorbs the acting axial pressure forces.
2. Fuel injector according to Claim 1, characterized in that a resilient guide lip (13) is formed on the armature (9), which guide lip, at the
lower stroke stop, rests on a contact surface (22) such that the armature (9) is aligned.
3. Fuel injector according to Claim 2, characterized in that the guide lip (13) and the sealing surface (8) on the armature (9) and the contact
surface (22) and the valve seat (10) of the control valve are ground to the same height.
4. Fuel injector according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the upper stroke stop is formed by an annular surface (14).
5. Fuel injector according to one of Claims 2 to 4, characterized in that the contact surface (22) and the valve seat (10) are formed on a valve piece (25).
6. Fuel injector according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the spring force of a spring element (17) which assists the movement of the armature
(9) from the magnet (20) into the valve seat (10) is set by means of a disc (18).
7. Fuel injector according to Claim 6, characterized in that the disc (18) is held between the armature (9) and the spring element (17) and is
thus additionally used for centring the armature (9).
8. Fuel injector according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the pressure rod (12) comprises a pressure pin (37) and a stud (36), wherein the
stud (36) is held in a bore (11) in the armature (9) and the pressure pin (37) is
surrounded by the spring element (17).
9. Fuel injector according to Claim 8, characterized in that those ends of the stud (36) and of the pressure pin (37) which face towards one another
are of spherical design.
10. Fuel injector according to Claim 8, characterized in that a ball is held between the stud (36) and the pressure pin (37).
1. Injecteur de carburant pour l'injection de carburant dans une chambre de combustion
d'un moteur à combustion interne, dans lequel un organe de soupape d'injection est
commandé pour ouvrir et fermer une ouverture d'injection à travers une soupape de
commande réalisée sous forme d'électrovanne (3), et un induit (9) de l'électrovanne
peut être déplacé entre une butée de levage supérieure et une butée de levage inférieure,
une surface d'étanchéité (8) réalisée sur l'induit (9) coopérant avec un siège de
soupape (10) pour la fermeture de la soupape de commande, caractérisé en ce que l'induit (9) présente un alésage (11) qui correspond essentiellement au diamètre
intérieur du siège de soupape (10), et dans lequel est guidée étroitement une tige
de pression (12), de sorte que la tige de pression (12) reçoive les forces de pression
axiales agissant.
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une lèvre de guidage élastique (13) est réalisée sur l'induit (9), laquelle repose
au niveau de la butée de levage inférieure sur une face d'appui (22) de sorte que
l'induit (9) soit aligné.
3. Injecteur de carburant selon la revendication 2, caractérisé en ce que la lèvre de guidage (13) et la surface d'étanchéité (8) au niveau de l'induit (9)
ainsi que la face d'appui (22) et le siège de soupape (10) de la soupape de commande
sont meulés à la même hauteur.
4. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la butée de levage supérieure est formée par une surface annulaire (14).
5. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que la surface d'appui (22) et le siège de soupape (10) sont réalisés sur une pièce de
soupape (25).
6. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la force de ressort d'un élément de ressort (17), qui facilite le déplacement de
l'induit (9) par des aimants (20) dans le siège de soupape (10), est ajustée par une
rondelle (18).
7. Injecteur de carburant selon la revendication 6, caractérisé en ce que la rondelle (18) est reçue entre l'induit (9) et l'élément de ressort (17) et est
ainsi insérée en vue du centrage de l'induit (9) .
8. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la tige de pression (12) comprend une goupille de pression (37) et un boulon (36),
le boulon (36) étant reçu dans un alésage (11) dans l'induit (9) et la goupille de
pression (37) étant entourée par l'élément de ressort (17).
9. Injecteur de carburant selon la revendication 8, caractérisé en ce que les extrémités tournées l'une vers l'autre du boulon (36) et de la goupille de pression
(37) sont réalisées sous forme bombée.
10. Injecteur de carburant selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'une bille est reçue entre le boulon (36) et la goupille de pression (37).