[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regeln eines Kältemittel-Massenstroms
eines Verdichters gemäß Anspruch 1 sowie einen Verdichter gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 10.
[0002] Verdichter, für Kraftfahrzeug-Klimaanlagen sowie Verfahren zur Regelung derselben
sind aus dem Stand der Technik bekannt. Es finden verstärkt Axialkolbenverdichter
einen Einsatz in Kraftfahrzeug-Klimaanlagen. Der Kältemittel-Massenstrom dieser Verdichter
wird im allgemeinen durch die Hubhöhe der Kolben des Verdichters bestimmt, wobei die
Hubhöhe durch die Auslenkung einer in ihrer relativen Lage zu einer Antriebswelle
des Verdichters schwenkbaren Schräg- bzw. Schwenkscheibe definiert ist. Die Regulierung
des Auslenkwinkels erfolgt über eine Variation des in einem im wesentlichen durch
ein Gehäuse des Verdichters begrenzten Triebwerksraum, in welchem auch der Schwenkscheibenmechanismus
angebracht ist. Aufgrund des Verhältnisses des im Triebwerksraum vorherrschenden Drucks
p
c und des Drucks auf einer Hochdruckseite des Verdichters p
d bzw. des Drucks auf einer Sauggasseite des Verdichters p
s kann ein gewünschter Auslenkwinkel der Schwenkscheibe (entsprechend einer bestimmten
Hubhöhe der Kolben) durch eine Veränderung des Drucks p
c im Triebwerksraum hergestellt werden, was einen wunschgemäßen Kältemittel-Massenstrom
sicherstellt. Nachteilig daran ist jedoch, daß insbesondere bei wechselnden Drehgeschwindigkeiten
(die Drehzahl ändert sich quasi ständig, da der Verdichter über einen Riementrieb
mit dem Motor verbunden ist) sehr viele Regeleingriffe für den im Triebwerksraum vorherrschenden
Druck p
c notwendig sind.
[0003] Deshalb wird in der
EP 0 809 027 A1 der Wunsch geäußert, daß die Fördermenge eines Verdichters durch das dynamische Verhalten
des Triebwerks desselben kompensiert werden solle, so daß die Fördermenge konstant
gehalten werden kann. Ferner ist in der besagten Anmeldung festgehalten, daß für eine
Konstantregelung der Fördermenge bei wechselnden Drehgeschwindigkeiten das rückstellende
Drehmoment einer Taumelscheibe ausgenutzt werden kann, das ihrer Schrägstellung aufgrund
dynamischer Kräfte am mitdrehenden Scheibenteil entgegenwirkt.
[0004] Auf der
EP 0 809 027 A1 aufbauend offenbart die
DE 198 39 914 A1 Maßnahmen, wie ein solches Regelverhalten (eine zumindest teilweise Kompensation
der Fördermenge) erreicht werden kann. Es wird vorgeschlagen, die Bauteilmasse der
Schrägscheibe im Hinblick auf die translatorisch bewegten Massen so zu dimensionieren,
daß die Fliehkräfte der Schrägscheibe das Regelverhalten derselben beeinflussen. Dies
soll im wesentlichen dadurch erzielt werden, daß die rotierende Masse der Antriebsscheibe
bzw. des schwenkbaren Anteils der Antriebsscheibe größer ist als die gemeinsame Masse
aller Kolben, so daß die beim Drehen der Antriebsscheibe auftretenden Fliehkräfte
ausreichen, um der Schwenkbewegung der Antriebsscheibe bewußt regelnd entgegenzuwirken
und damit den Kolbenhub und somit die Fördermenge zu beeinflussen, insbesondere zu
verringern bzw. zu begrenzen.
[0005] In der auf die Anmelderin zurückgehenden
DE 103 29 393 wird dargelegt, warum die Bauteilmasse nicht der bevorzugte Parameter sein sollte,
um das Regelverhalten des Triebwerks infolge von Drehzahlschwankungen wie gewünscht
zu beeinflussen. Es wird weiterhin dargelegt, daß das gewünschte Regelverhalten des
Verdichters nicht mit der Bauteilmasse der Schrägscheibe in Relation zu den translatorisch
bewegten Massen erreicht werden kann, sondern nur unter Berücksichtigung des Massenträgheitsmoments
der Schrägscheibe, welche mehr von der Geometrie derselben abhängt als von der Bauteilmasse.
Ein Kerngedanke der
DE 103 29 393 ist es, bei Drehzahlschwankungen oder Änderungen der Drehzahl das Moment infolge
translatorisch bewegter Massen direkt durch das Moment infolge rotierender Massen
zu kompensieren oder auch zu überkompensieren. Die unabhängigen Ansprüche 1 und 9
sind in zweiteiliger Form gegenüber der Offenbarung dieser Druckshrift abgefasst.
[0006] In der ebenfalls auf die Arimelderin zurückgehenden
DE 103 47 709 A1 wird vorgeschlagen, die wirksamen Momente infolge der Massenkräfte und der Momente
infolge der Deviationsmomente so abzustimmen, daß sich der Schrägscheibenkippwinkel
bei wechselnden Drehzahlen weitgehend nicht ändert. Im weiteren ist aus der
DE 103 47 709 A1 bekannt, daß eine derartige Momentenverteilung ein Triebwerksverhalten zur Folge
hat, welches den Massenstrom eines Kältemittelverdichters optimal regelbar gestaltet,
wobei ein optimaler Kältemittel-Massenstrom jedoch nur für einen begrenzten Drehzahlbereich
des Verdichters erzielbar ist.
[0007] Weitere Erläuterungen zur Regelung eines Verdichters sind beispielsweise der
DE 195 14 748 A1 zu entnehmen. Ein darin beschriebener Verdichter stellt (wie bereits eingangs erläutert)
im Betrieb ein Sauggasdruckniveau p
s sowie ein Hochdruckniveau p
d bereit. Dies geschieht durch (in der Regel) ein Regelventil, durch welches der Betriebspunkt
eingestellt wird. Ebenso weist die Klimaanlage etwa diese Drucklagen auf. Verantwortlich
hierfür ist beispielsweise ein Expansionsorgan (welches den Kreislauf regelt; Drucktrennung),
welches wiederum auf Änderungen des Betriebszustands des Verdichters reagiert und
gegebenenfalls regelnd eingreift. Im Verdichtertriebwerksraum wird beispielsweise
durch Regelventile am Verdichter ein Druck p
c eingestellt, der zwischen dem Sauggasdruckniveau p
s und dem Hochdruckniveau p
d liegt. Die Änderung des Triebwerksraumdrucks p
c greift in das Kräfte- bzw. Momentengleichgewicht an der Schrägscheibe derart ein,
daß der Kippwinkel der Schrägscheibe verstellt werden kann. Wird der Druck p
c im Triebwerksraum dem Saugdruck p
s angenähert, so wird die Schrägscheibe in Richtung bzw. auf einen maximalen Kippwinkel
verstellt. Wird ein Triebwerksraumdruck p
c deutlich über dem Saugdruck p
s eingestellt, so wird die Schrägscheibe auf einen geringeren bzw. minimalen Kippwinkel
verstellt. Die Regelung erfolgt durch die möglichen Volumenströme (Volumenstrom 1
zwischen p
d und p
c, Volumenstrom 2 zwischen p
c und p
s) zwischen den einzelnen Kammern bzw. Drucklagen. Das hier beschriebene Modell ist
vereinfacht dargestellt und als beispielhaft anzusehen.
[0008] Die vorstehenden Ausführungen betreffen die Regelung eines Verdichters gemäß dem
Stand der Technik und sind in Fig. 16 erläuternd dargestellt. Die apparative Ausstattung
hierzu gemäß dem Stand der Technik ist in Fig. 17 illustriert, in welcher ein Verdichter
gemäß der
DE 102 29 659 A1 und gemäß der
EP 1 154 160 A2 dargestellt sind. Wie sich Fig. 16 entnehmen läßt, ist gemäß dem Stand der Technik
eine Rückmeldung (d.h. ein Feedback) zwischen dem Verdichter (als System bezeichnet)
und dem Regelventil, welches den Triebwerksraumdruck p
c regelt, nötig, um einen gewünschten Kältemittelmassenstrom erreichen zu können. Die
Regelung kann aufgrund des Massenstroms, aufgrund der Druckdifferenz zwischen der
Hochdruckseite (p
d) und der Saugdrucksseite (p
s) sowie auch nur nach dem Saugdruck (p
s) erfolgen. Über die in der Feedbackschleife gelieferte Stellgröße wird das Regelventil
(in der Regel ein magnetisches Regelventil) bedient und der entsprechende gewünschte
Druck p
c im Triebwerksraum eingestellt. Hinsichtlich der apparativen Lösung beim Stand der
Technik sei auf die Fig. 17 verwiesen, in welcher wie bereits vorstehend erwähnt Verdichter
gemäß der
DE 102 29 659 A1 und gemäß der
EP 1 154 160 A2 dargestellt sind. Bei dem Verdichter gemäß der
DE 102 29 659 A1 handelt es sich um ein System, welches aufgrund des Saugdrucks p
s geregelt wird, während beim Verdichter gemäß der
EP 1 154 160 A2 eine Regelung aufgrund des Differenzdruckes zwischen Saugdruck und Hochdruck (p
d - p
s) erfolgt.
[0009] Da sich bei Betrieb des Verdichters bzw. Betrieb des Fahrzeugs nahezu permanent die
Drehzahl ändert (Verdichter gemäß dem Stand der Technik sind im allgemeinen über einen
Riementrieb mit dem Motor des Fahrzeugs verbunden), sind bei Verdichtern nach dem
Stand der Technik permanent Regeleingriffe notwendig, d.h. es ist eine permanente
Variation des Triebwerksraumdrucks p
c nötig (vgl. auch die obenstehenden Ausführungen).
[0010] Neben einer verminderten Leistung des Fahrzeuges durch die hohe Anzahl leistungsraubender
Regeleingriffe ist zu beachten und von Nachteil, daß der Regelvorgang durch eine entsprechende
Anpassung des Triebwerksraumdrucks p
c bei Drehzahlschwankungen träge ist und es zu starkem Überschwingen kommt, da der
Triebwerksraum ein vergleichsweise großes Volumen umfaßt. Die Trägheit der Regelung
ist durch die Länge der Regelstrecke bedingt, wobei sich die Regelstrecke wie folgt
darstellt: Auf eine Änderung der Verdichterdrehzahl n hin ändert sich der Kippwinkel
der Schwenkscheibe, was eine Änderung im Kältemittelmassenstrom zur Folge hat, woraus
eine Änderung des Verhältnisses von p
d zu p
s resultiert. Nach einer Detektion des vorstehend näher bezeichneten Verhältnisses
wird p
c in Abhängigkeit des detektierten Verhältnisses neu eingestellt.
[0011] Durch die Triebwerkskonzeptionen bzw. die Verfahren zum Regeln eines Verdichters
gemäß der
EP 0 809 027, der
DE 198 39 914 und der
DE 103 29 393 sind Verdichter bekannt, bei denen einem Anstieg des Massenstrom beispielsweise infolge
eines Drehzahlanstiegs dadurch begegnet wird, daß sich der Kippwinkel der Schrägscheibe
verkleinert. Das Konzept basiert darauf, dies durch eine entsprechende Auslegung der
Schräg- bzw. Schwenkscheibe zu erreichen, wodurch eine Überkompensation der translatorisch
bewegten Massen (Kolben und Gleitsteine) bereitgestellt wird. Problematisch an dieser
Art der Auslegung bzw. Regelung ist, daß die Masse und die Geometrie der Schrägscheibe
vergleichsweise groß dimensioniert werden muß und daß das Momentengleichgewicht bzw.
eine Überkompensation der translatorisch bewegten Massen nicht über den gesamten Drehzahlbereich
eines Verdichters, sondern nur für einen relativ schmalen Drehzahlkorridor möglich
ist.
[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Regeln des Kältemittel-Massenstroms
eines Verdichters bereitzustellen, bei welchem auch bei Drehzahlschwankungen ein weitgehend
konstanter Kältemittel-Massenstrom erreicht werden kann, wobei Verluste durch Regeleingriffe
zwischen den Drucklagen Hochdruck p
d und Triebwerksraumdruck p
c einerseits bzw. Triebwerksraumdruck p
c und Saugdruck p
s (Druck in einer Sauggaskammer) andererseits durch Verringerung der Anzahl der Regeleingriffe
möglichst gering gehalten werden können. Weiterhin soll darauf geachtet werden, daß
eine möglichst einfache Regelventilkonfiguration eingesetzt werden kann, was für geringe
Kosten sorgt. Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Verdichter
anzugeben, bei welchem ein erfindungsgemäßes Verfahren implementiert ist.
[0013] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst, wobei vorteilhafte Weiterentwicklungen und Details der Erfindung in den
Unteransprüchen beschrieben sind.
[0014] Im einzelnen wird die Aufgabe durch ein Verfahren zum Regeln des Kältemittel-Massenstroms
eines Verdichters, insbesondere eines Axialkolbenverdichters und weiterhin insbesondere
eines Verdichters für Kraftfahrzeug-Klimaanlagen, gelöst, bei welchem in etwa ein
Momentengleichgewicht zwischen einem durch rotatorisch bewegte Massen bedingten Moment
M
sw und einem durch translatorisch bewegte Massen bedingten Moment M
k,ges (M
sw = M
k,ges) für wenigstens einen Auslenkwinkel α
gl der Schwenkscheibe und/oder ein Überwiegen des Momentes M
sw gegenüber dem Moment M
k,ges für wenigstens einen Bereich der möglichen Auslenkwinkel der Schwenkscheibe (M
sw ≥ M
k,ges) herbeigeführt wird und bei welchem das Produkt der Verdichterdrehzahl n, der Sauggasdichte
p (des Sauggases, welches in den Zylinder mit einem Druck p
s* einströmt; der Druck p
s* kann sich von p
s unterscheiden, da durch Drosselstellen oder dgl. eine Druckabsenkung zwischen einer
Sauggaskammer und dem Zylinderraum auftritt) und des Kolbenhubs s für unterschiedliche
Verdichterdrehzahlen n zumindest für bestimmte Drehzahlbereiche, insbesondere für
Verdichterdrehzahlen n zwischen 600 und 9000 U/min, und weiterhin insbesondere für
Verdichterdrehzahlen zwischen 2500 und 7000 U/min, selbsttätig in etwa konstant gehalten
wird, während der im Triebwerksraum vorherrschende Druck p
c ebenfalls in etwa konstant gehalten wird. Es bleibt zu erwähnen, daß der Verdichter,
für den das erfindungsgemäße Verfahren konzipiert ist, im allgemeinen eine Antriebswelle
und eine in ihrer Neigung zur Antriebswelle verstellbare Schwenkscheibe aufweist,
welche in einem im wesentlichen durch ein Gehäuse des Verdichters definierten Triebwerksraum
desselben angeordnet ist und welche durch ihren Auslenkwinkel bezüglich der Antriebswelle
den Kolbenhub s des Verdichters definiert. Es sei an dieser Stelle ferner angemerkt,
daß sich bei einem Verdichter, welcher CO
2 (R744) als Kältemittel aufweist, eine Annäherung an ein Momentengleichgewicht vorteilhaft
darstellt, während bei einem Verdichter, welcher beispielsweise R143a oder R152a oder
azeotrope oder azeotropartige Gemische (insbesondere Gemische aus Tetrafluorpropen
und Trifluoroiodomethan oder Kohlenwasserstoffe bzw. Gemische aus Kohlenwasserstoffen
als Kältemittel verwendet werden, eher eine Tendenz des Überwiegens des Momentes M
sw, (M
sw ≥ M
k,ges) vorteilhaft ist.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zusätzlich
zum Produkt der Verdichterdrehzahl n, der Sauggasdichte p und des Kolbenhubs s auch
der Druck p
d an der Hochdruckseite des Verdichters und/oder der Druck p
s an der Sauggasseite des Verdichters und/oder eine Regelventilstellgröße eines Regelventils
(dies ist in der Regel die Bestromung der Spule des Ventils), welches zwischen der
Hochdruckseite und dem Triebwerksraum in einer Verbindung beider Kammern angebracht
ist, in etwa konstant gehalten. Durch die vorstehend beschriebenen Verfahrensmerkmale
wird sichergestellt, daß nur eine geringe Anzahl an Regeleingriffen für den Triebwerksraumdruck
p
c notwendig ist. Insbesondere durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 wird sichergestellt,
daß auf eine Rückkopplung (Feedback-Schleife, in der Regel ein Feedback-Steller am
Regelventil) verzichtet werden kann, welche zur Regelung bei Verdichtern bzw. bei
Regelverfahren gemäß dem Stand der Technik nötig ist.
[0016] Vorzugsweise wird das Momentengleichgewicht zwischen M
sw und M
k,ges wenigstens für α
gl = (α
max - α
min) /2 hergestellt, wobei angemerkt sei, daß α
max den maximalen Auslenkwinkel der Schwenkscheibe und α
min den minimalen Auslenkwinkel der Schwenkscheibe bezeichnet. Alternativ oder zusätzlich
wird das Momentengleichgewicht zwischen M
sw und M
k,ges (wenigstens) für einen Auslenkwinkel α
gl hergestellt, für welchen gilt α
min ≤ α
gl ≤ α
max. Weiterhin zusätzlich oder alternativ kann das Momentengleichgewicht zwischen M
sw und M
k,ges (wenigstens) für einen Auslenkwinkel α
gl = α
max und/oder für einen (fiktiven) Auslenkwinkel α
gl ≥ α
max hergestellt werden. Alternativ hierzu kann für alle Auslenkwinkel α ein Überwiegen
des Momentes M
sw (M
sw > M
k,ges) hergestellt werden, was insbesondere bei der Verwendung der Kältemittel R134a, R154a
oder der azeotropen Gemische bzw. der Kohlenwasserstoffe vorteilhaft ist. Hierdurch
wird eine effektive Regelcharakteristik sichergestellt.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird der Druck p
c im Triebwerksraum variiert, um einen gewünschten Betriebspunkt, d.h. einen gewünschten
Kältemittel-Massenstrom im Verdichter zu erhalten. Dies stellt sicher, daß gewünschte
Betriebspunkte sicher angefahren werden können, während innerhalb ein und desselben
Betriebspunktes, d.h. bei einem gewissen gewünschten Kältemittel-Massenstrom, das
erfindungsgemäße Verfahren derart selbsttätig regulierend eingreift, daß ein ändernder
Eingriff betreffend den Triebwerksraumdruck p
c im wesentlichen nicht nötig ist.
[0018] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens
wird bei einer Erhöhung der Verdichterdrehzahl n der Saugdruck p
s* und damit p derart abgesenkt, daß das Produkt aus n, p und s in etwa konstant ist.
Beim Saugdruck p
s, handelt es sich im Sinne der vorliegenden Anmeldung um den im Zylinderraum vorherrschenden
Saugdruck (welcher sich vom Druck p
s in einer den Zylindern vorgeschalteten Sauggaskammer durchaus unterscheiden kann),
während ρ die Dichte des Kältemittels im Zylinderraum bzw. in den Zylinderräumen darstellt.
[0019] Bezüglich des vorrichtungstechnischen Aspekts wird die gestellte Aufgabe durch einen
Verdichter mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst.
[0020] Ein wesentlicher Punkt der Erfindung ist es, daß bei einem Verdichter, insbesondere
Axialkolbenverdichter mit einem Gehäuse und einer im wesentlichen in dem Gehäuse angeordneten,
über eine Antriebswelle angetriebenen Verdichtereinheit zum Ansaugen und Verdichten
eines Kältemittels mit einer ebenfalls im Gehäuse angeordneten Schwenkscheibe die
Momente M
sw aufgrund der rotatorisch bewegten Massen und M
k,ges aufgrund der translatorisch bewegten Massen zu einander in einem vorbestimmten Verhältnis
stehen, wobei der Verdichter wenigstens ein sauggasseitig angeordnetes Einlaßventil
umfaßt, welches so konfiguriert ist, daß es den in den Zylinderraum gelangenden Kältemittel-Massenstrom
drehzahlabhängig so beeinflußt, daß das Verhältnis der Momente M
sw und M
k,ges einerseits und die Drosselleistung des wenigstens einen Einlaßventils andererseits
derart zueinander in Relation stehen, daß zumindest über Teile des möglichen Drehzahlbereichs
des Verdichters der Kältemittel-Massenstrom, der in das System gefördert wird, in
etwa konstant ist. Die besagten Teile des Drehzahlbereichs sind bevorzugt Verdichterdrehzahlen
zwischen 6000 und 9000 U/min, insbesondere jedoch Verdichterdrehzahlen zwischen 2500
und 7000 U/min. Das Einlaßventil bzw. die Einlaßventile kann bzw. können beispielsweise
zwischen einer Sauggaskammer (Druck p
s) und den Zylinderräumen (Druck p
s*) angeordnet sein. Neben der bloßen Existenz der Einlaßventile kann auch deren Dimensionierung,
welche zu bestimmten gewünschten Verlusten im Kältemittel-Massenstrom führen kann,
sowie die Abstimmung Kältemittel-Massenstrom-verlustbringender Maßnahmen aufeinander
zur gewünschten Regelcharakteristik führen bzw. beitragen. Durch eine derartige konstruktive
Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Verdichters wird sichergestellt, daß Regeleingriffe
für den Triebwerksraumdruck p
c insbesondere bei Drehzahlsprüngen minimiert werden, da der Kältemittel-Massenstrom
für einen weiten Drehzahlbereich ohne derartige Regeleingriffe konstant bleibt.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Einlaßventil, welches für die in den
Zylinder gelangende Sauggasdichte p verantwortlich zeichnet, ein druckgesteuertes
Lamellenventil. Alternativ oder zusätzlich kann auch ein schlitzgesteuertes Ventil
im Kältemittelkreislauf eines erfindungsgemäßen Verdichters angeordnet sein. Das wenigstens
eine Einlaßventil, insbesondere Lamellen- (oder schlitzgesteuerte) Ventil, weist vorzugsweise
eine Ventilplatte mit Durchgangsbohrung(en) bzw. Durchgangsdrosselbohrung(en) und
eine insbesondere zungenförmige Sauglamelle auf. Jedem Zylinder kann (können) ein
oder mehrere Einlaßventil(e) zugeordnet sein, wobei zusätzlich oder auch alternativ
die korrespondierenden Sauglamellen in einer Sauglamellenplatine integriert sein können.
Bei einem schlitzgesteuerten Ventil kann es sich beispielsweise um einen Schlitz in
der Zylinderwand handeln. Im Bereich der Lamellenventile kann es sich auch um eine
Konstruktion handeln, bei der die Sauglamelle im Kolben sitzt und die Ansaugung unter
dem Kolben erfolgt. Bei all den vorstehend bezeichneten Ausführungsformen handelt
es sich um konstruktiv einfach zu realisierende Versionen eines erfindungsgemäßen
Verdichters.
[0022] Das dem/den Einlaßventil(en) zugeordnete Ende eines bzw. jedes Zylinderraums kann
eine sich insbesondere radial erstreckende ringförmige Erweiterung umfassen, die insbesondere
den Hub der Sauglamelle(n) begrenzt und zur Befestigungsstelle der Sauglamelle(n)
hin abgeschrägt bzw. abgeflacht ist.
[0023] Als Kältemittel kann bevorzugt CO
2 (R744) in einem erfindungsgemäßen Verdichter Verwendung finden, wodurch ein umweltfreundlicher
Einsatz des Verdichters (sowie auch eine umweltfreundliche Entsorgung desselben) ermöglicht
wird. Die in der Folge aufgelisteten Parameter sind bevorzugt für eine Verwendung
von CO
2 als Kältemittel denkbar.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verdichters
beträgt das Verhältnis von Kolbendurchmesser und Kolbenhub (D/s) in etwa 0,4 bis 1,5,
insbesondere 0,65 bis 1,1, wobei ein bevorzugter Wert bei in etwa 0,95 liegt. Zusätzlich
oder alternativ beträgt das Verhältnis von Kolbendurchmesser und Durchgangsbohrung
bzw. Durchgangsdrosselbohrung in der Ventilplatte (D/d) in etwa 1,5 bis 5, insbesondere
2,5 bis 4, wobei ein besonders bevorzugter Wert bei in etwa 3,6 liegt. Wiederum zusätzlich
oder alternativ beträgt das Verhältnis von Durchgangsbohrung bzw. Durchgangsdrosselbohrung
in der Ventilplatte und Hub der Sauglamelle (d/t) in etwa 2,5 bis 8, insbesondere
3,7 bis 6,7, wobei ein besonders bevorzugter Wert bei in etwa 4,55 liegt. Nochmals
alternativ oder zusätzlich beträgt das Verhältnis von Kolbenhub zum Hub der Sauglamelle
(s/t) in etwa 10 bis 30, insbesondere 14 bis 24, wobei hier ein besonders bevorzugter
Wert bei etwa 17,3 liegt. All die vorstehend beschriebenen Werte bzw. Verhältnisse
stellen sicher, daß ein erfindungsgemäßer Verdichter ein optimales Regelverhalten
aufweist. Die Auslegung bezieht sich wie vorstehend erwähnt auf das Kältemittel R744
(CO
2), wobei an dieser Stelle angemerkt sei, daß für andere Kältemittel eine Anpassung
des Parametersatzes notwendig und im Grundgedanken der vorliegenden Erfindung enthalten
ist.
[0025] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verdichters
werden R134a oder R152a oder azeotrope oder azeotropartige Gemische, insbesondere
Gemische aus Tetrafluorpropen und Trifluoroiodomethan oder Kohlenwasserstoffe bzw.
Gemische aus Kohlenwasserstoffen, oder halogenierte oder teilweise halogenierte Kohlenwasserstoffe,
Halogene, Ether, Ester, Alkohole oder Gemische davon und mit einem oder mehreren der
vorgenannten Substanzen als Kältemittel verwendet. Im Bereich der Kohlenwasserstoffe
sind insbesondere 2,2-Dimethylbuthan, 2,3-Dimethylbuthan, 2,3-Dimethylpentan, 2-Methylhexan,
3-Methylhexan, 2-Methylpentan, 3-Ethylpentan, 3-Methylpentan, Zylkohexan, Zyklopentan,
n-Heptan, Methylzyklopentan, n-Pentan und n-Hexan denkbar. Weitere mögliche Kältemittel
sind auch in der
WO 2006/012095 A2 und der
US 696 701 beschrieben. In der Folge seien Verdichterparameter beschrieben, welche insbesondere
für eine Verwendung derartiger Kältemittel optimiert sind.
[0026] Ein erfindungsgemäßer Verdichter kann demnach ein Verhältnis von Kolbendurchmesser
und Kolbenhub (D/s) von etwa 0,6 bis 1,6, insbesondere 0,875 bis 1,4, weiterhin insbesondere
von etwa 1,14 aufweisen. Das Verhältnis von Kolbendurchmesser und Durchgangsdrosselbohrung
in der Ventilplatte (D/d) beträgt vorzugsweise in etwa 1,8 bis 4, insbesondere 2,15
bis 3,5, weiterhin insbesondere in etwa 2,8. Alternativ oder zusätzlich kann das Verhältnis
von Durchgangsdrosselbohrung in der Ventilplatte und Hub der Sauglamelle (d/t) in
etwa 7 bis 15, insbesondere 8,3 bis 14,4, weiterhin insbesondere etwa 11,4 betragen.
Das Verhältnis von Kolbenhub zum Hub der Sauglamelle (s/t) kann in etwa 15 bis 40,
insbesondere 20 bis 36, weiterhin insbesondere 28,2 betragen. Die vorstehend beschriebene
Auslegung bezieht sich wie erwähnt auf die Kältemittel R143a, R152a, die azeotropen
Gemische sowie Kohlenwasserstoffe bzw. Gemische aus Kohlenwasserstoffen.
[0027] Bei einem erfindungsgemäßen Verdichter kann ferner das Kippverhalten der Schwenkscheibe
derart selbsttätig limitierend wirksam sein, daß bei hohen Drehzahlen desselben, insbesondere
bei sehr hohen Drehzahlen oder der maximalen Drehzahl der Winkel maximaler Auslenkung
der Schwenkscheibe kleiner ist als der Winkel maximaler Auslenkung α
max bei niedrigen Drehzahlen des Verdichters. Bevorzugt sind die Geometrie und Dimensionierung
sämtlicher translatorisch bewegter Teile wie Axialkolben, Kolbenstange oder Gleitsteine
oder dgl. einerseits und sämtlicher rotatorisch bewegter Teile wie Schwenkscheibe,
Mitnehmer oder dgl. andererseits derart, daß für vorbestimmte Kippwinkel der Schwenkscheibe,
insbesondere zwischen einem vorbestimmten minimalen Kippwinkel und einem vorbestimmten
maximalen Kippwinkel das Moment M
k,ges infolge der translatorisch bewegten Massen, insbesondere der Kolben, gegebenenfalls
einschließlich Gleitsteine, Kolbenstangen oder dgl. derart kleiner gewählt ist als
das Moment M
sw infolge des Deviationsmoments, d.h. als das Moment infolge der Massenträgheit der
Schwenkscheibe, daß bei hohen Drehzahlen des Verdichters, insbesondere bei sehr hohen
Drehzahlen oder bei einer maximalen Drehzahlen der Winkel maximaler Auslenkung der
Schwenkscheibe kleiner ist als der Winkel α
max maximaler Auslenkung bei kleineren Drehzahlen des Verdichters. Auch eine derartige
konstruktive Ausgestaltung ermöglicht eine Minimierung der Regeleingriffe insbesondere
bei Drehzahlsprüngen bei einer gleichzeitigen kostengünstigen Herstellung.
[0028] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verdichters
ist in einer zwischen dem Saugdruckniveau und dem Triebwerksraum angeordnete Fluidverbindung
und/oder in einer zwischen dem Hochdruckniveau und dem Triebwerksraum angeordneten
Fluidverbindung ein Schaltventil angeordnet. Damit kann auf einfache Art und Weise
eine Regelung des Triebwerkraumdrucks p
c realisiert werden.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend in Hinsicht auf weitere Vorteile und Merkmale beispielhaft
und unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen
zeigen in:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung der Herleitung bzw. Berechnung der
Momente infolge der translatorisch und rotatorisch bewegten Massen;
- Fig. 2
- den Schwenkscheibenmechanismus eines erfindungsgemäßen Verdichters in Explosionsdarstellung;
- Fig. 3a
- die Momentenverteilung in einem erfindungsgemäßen Verdichter als Funktion des Kippwinkels
der Schwenkscheibe bzw. des Schwenkrings;
- Fig. 3b
- den Differenzdruck zwischen Triebwerksraum und Sauggasseite bzw. den Druck im Triebwerksraum
als Funktion des geometrischen Fördervolumens für einen bestimmten Betriebspunkt des
erfindungsgemäßen Verdichters bei verschiedenen Verdichterdrehzahlen;
- Fig. 4 a-c
- schematische Erläuterungen zur Funktionsweise eines erfindungsgemäßen Verdichters
bei Verwendung des Kältemittels CO2;
- Fig. 5
- eine Darstellung des Differenzdrucks zwischen Triebwerksraum und Sauggas- seite als
Funktion des Massenstroms eines erfindungsgemäßen Verdichters bei Verwendung des Kältemittels
CO2;
- Fig. 6
- vier Indikatordiagramme für zwei Betriebspunkte des erfindungsgemäßen Verdichters;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung, welche die Auslegung des Einlaßventils bzw. der Einlaßventile
und der Verdichtergeometrie verdeutlicht;
- Fig. 8
- das Verhalten eines erfindungsgemäßen Verdichters bei einem Drehzahl- sprung von 2000
U/min auf 6000 U/min.
- Fig. 9
- einen Schwenkscheibenmechanismus einer weiteren bevorzugten Ausfüh- rungsform eines
erfindungsgemäßen Verdichters in Explosionsdarstellung;
- Fig. 10
- den Differenzdruck zwischen Triebwerksraum und Sauggasseite bzw. den Druck im Triebwerksraum
als Funktion des geometrischen Fördervolumens für einen bestimmten Betriebspunkt der
Ausführungsform gemäß Fig. 9 bei verschiedenen Verdichterdrehzahlen;
- Fig. 11a+b
- die Momentenverteilung in der bevorzugten Ausführungsform eines Verdichters gemäß
Fig. 9;
- Fig. 12a-d
- schematische Erläuterungen zur Funktionsweise eines erfindungsgemäßen Verdichters
bei Verwendung des Kältemittels R143a, R152a, azeotroper Gasgemische, von Kohlenwasserstoff(en)
bzw. Gemischen hiervon;
- Fig. 13
- eine Darstellung des Differenzdrucks zwischen Triebwerksraum und Sauggas- seite als
Funktion des geometrischen Fördervolumens bzw. des Massenstroms eines erfindungsgemäßen
Verdichters bei Verwendung der Kältemittel R134a, R152a etc.;
- Fig. 14
- vier Indikatordiagramme für zwei Betriebspunkte eines Verdichters mit R134a etc. als
Kältemittel; und
- Fig. 15
- eine Auflistung der Parameter, die für einen Verdichter mit R134a etc. als Kältemittel
von Vorteil sind.
[0030] Beim Verfahren zum Regeln des Kältemittel-Massenstroms eines Verdichters wird ein
Momentengleichgewicht zwischen einem durch rotatorisch bewegte Massen bedingten Moment
M
sw und einem durch translatorisch bewegte Massen bedingten Moment M
k,ges für wenigstens einen Auslenkwinkel α
gl einer Schwenkscheibe, welche in Form eines Schwenkrings 1 (vgl. Fig. 2) vorliegt,
herbeigeführt. Für einen CO
2 als Kältemittel benutzenden Verdichter ergibt sich folgender Parametersatz, welcher
in etwa für ein Momentengleichgewicht sorgt: m
k = 45 bis 80g (Masse der Kolben), r
i = 17 bis 25 mm (Innendurchmesser des Schwenkrings 1), r
a = 35 bis 45 mm (Außendurchmesser des Schwenkrings 1), h = 12 bis 17 mm und R = 24
bis 35, wobei der Werkstoff, aus dem der Schwenkring 1 gefertigt ist, Stahl, Grauguß
oder eine Bronzelegierung ist. Die Auslegung der Schwenkscheibe in Form des Schwenkrings
1 sorgt dafür, daß das vorstehend beschriebene Verhältnis von M
sw und M
k,ges in einer konstruktiv einfachen Weise erreichbar ist, da der Massenschwerpunkt im
Kippgelenk auf der Antriebswellenachse liegt und nicht in Abhängigkeit des Kippwinkels
des Schwenkrings 1 variiert. Dadurch haben die Regelkennlinien einen relativ linearen
Verlauf. Eine Verdeutlichung der Herleitung der beiden vorstehend näher bezeichneten
Momente ist aus Fig. 1 ersichtlich. Dabei handelt es sich um eine vereinfachte, als
beispielhaft anzusehende Herleitung (vereinfacht ist in diesem Zusammenhang in dem
Sinne zu verstehen, daß in der Modellrechnung die interessierenden Größen für eine
Scheibe berechnet werden) für die verschiedenen Momente. Bei komplexen Geometrien
insbesondere der Schwenkscheibe (wenn die anschauliche Betrachtung keine zufriedenstellenden
Werte mehr liefert) können die Massenträgheitsmomente und Deviationsmomente sowie
andere, von Geometrie und Dichte der Materialien beeinflußte Größen, auf einfache
Weise mittels CAD berechnet werden.
[0032] Das hierbei verwendete Koordinatensystem geht, wie vorstehend erwähnt, aus Fig. 1
hervor. Weiterhin gilt für einen "Ring":

sowie

(Anmerkung: J3 ≈ 2 J2)
[0033] Für das Deviationsmoment, welches für die Schwenkbewegung maßgebend ist, gilt :

[0035] Im Zusammenhang mit der Erfindung soll für einen beliebigen Kippwinkel oder Kippwinkelbereich
folgendes Momentenverhältnis konstruktiv verwirklicht werden:
Msw ≥ Mk,ges bzw. bevorzugt der Unterfall Msw = Mk,ges bzw. bevorzugt (für CO2 als Kältemittel) Msw ≈ Mk,ges
[0036] Damit gilt auch:

[0037] Wie bereits erläutert, läßt sich das (Kipp-)Moment der Schwenkscheibe infolge des
zugehörigen Deviationsmoments durch verschiedene Parameter (Geometrie, Dichteverteilung,
Masse, Massenschwerpunkt) bewußt so einstellen, daß
M
sw ≥ M
k,ges oder aber der Unterfall M
sw = M
k,ges gilt.
[0038] Im Zusammenhang mit den angegebenen Gleichungen bedeutet:
| θ |
Drehwinkel der Welle (wobei die vor- und nachstehenden Betrachtungen der Einfachheit
halber für θ=0 angestellt werden) |
| η |
Anzahl der Kolben |
| R |
Abstand der Kolbenachse zur Wellenachse |
| ω |
Wellendrehzahl |
| α |
Kippwinkel des Schwenkringes/Schwenkscheibe |
| mk |
Masse eines Kolbens inklusive Gleitsteine bzw. Gleitsteinpaar |
| mk,ges |
Masse aller Kolben inklusive Gleitsteine |
| msw |
Masse des Schwenkringes |
| r2 |
Außenradius des Schwenkringes |
| ri |
Innenradius des Schwenkringes |
| h |
Höhe des Schwenkringes |
| g |
Dichte des Schwenkringes |
| V |
Volumen des Schwenkringes |
| βi |
Winkelposition des Kolbens i |
| zi |
Beschleunigung des Kolbens i |
| Fmi |
Massenkraft des Kolbens i (inklusive Gleitsteine) |
| M(Fmi) |
Moment infolge der Massenkraft des Kolbens i |
| Mk,ges |
Moment infolge der Massenkraft aller Kolben |
| Msw |
Moment infolge des Aufstellmomentes des Schwenkringes/Schwenkscheibe infolge des Deviationsmoments
(Jyz) |
[0039] Ein Beispiel für ein Triebwerk, bei dem ein Momentengleichgewicht (M
k,ges ≈ M
sw) für wenigstens einen Auslenkwinkel α
gl der Schwenkscheibe bzw. des Schwenkrings 1 hergestellt ist, d.h. also für einen Verdichter,
bei dem das Momentengleichgewicht-Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens implementiert
ist, ist in Fig. 2 dargestellt. Bevor jedoch näher hierauf eingegangen wird, sei erwähnt,
daß eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verdichters (nicht in
den Zeichnungen dargestellt) ein Gehäuse, einen Zylinderblock und einen Zylinderkopf
umfaßt. Im Zylinderblock sind Kolben axial hin- und herbewegbar gelagert. Der Antrieb
des Verdichters erfolgt über eine Riemenscheibe mittels einer Antriebswelle 2. Bei
dem hier beschriebenen Verdichter handelt es sich um einen Verdichter mit variablem
Kolbenhub, wobei der Kolbenhub durch eine Druckdifferenz, die durch die Drücke p
s* und p
c definiert ist, geregelt wird. Je nach der Größe der Druckdifferenz (diese ist zeitabhängig
bzw. abhängig vom Drehwinkel der Antriebswelle 2) wird eine Schwenkscheibe in Form
eines Schwenkrings 1 mehr oder weniger aus ihrer bzw. seiner vertikalen Lage ausgelenkt
bzw. verschwenkt (vgl. hierzu auch Fig. 3b: ist die Druckdifferenz groß, so ist der
Kipp- bzw. Auslenkwinkel des Schwenkrings 1 klein, während bei kleinen Druckdifferenzen
der Kippwinkel groß ist). Je größer der daraus resultierende Schwenkwinkel bzw. Auslenkwinkel
ist, desto größer ist der Kolbenhub. Ist der Kolbenhub groß, so ist zunächst der Massenstrom
groß. Die Größe des dazu korrespondierenden Drucks hängt von der Systemregelung, d.h.
der Expansionsorganstellung ab.
[0040] Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß der Schwenkscheibenmechanismus der bevorzugten Ausführungsform
den Schwenkring 1, die Antriebswelle 2, eine Schiebehülse 3, die auf der Antriebswelle
2 axial gegen die Wirkung wenigstens eines elastischen Elementes in Form einer ring-
bzw. schneckenförmigen Paß- bzw. Rückstellfeder 4 (die bei einer Anwendung von CO
2 als Kältemittel bevorzugt eine Federrate von C = 30 bis 60 N/mm hat) gelagert ist,
sowie ein Stützelement 5 und ein Kraftübertragungselement 6 umfaßt. Alternativ ist
auch eine Bauform mit zwei Federn denkbar. Die Schiebehülse 3 kann dabei sowohl gegen
die Wirkung beider Federn, als auch mit der Wirkung einer Feder sowie gegen die Wirkung
der anderen Feder gelagert sein. Das Stützelement 5 ist sowohl radial als auch (in
einer Richtung senkrecht zur Antriebswellenachse) senkrecht dazu verschiebbar am Kraftübertragungselement
6 angelenkt, was bedeutet, daß das Stützelement 5 in einer Ebene (und nicht nur entlang
einer Achse) verschiebbar gelagert ist. Das Stützelement 5 ist zylinderbolzenförmig
ausgebildet und weist eine Nut 7 auf, mittels derer das Stützelement 5 mit dem Kraftübertragungselement
6 in Wirkeingriff steht. Dazu ist das dem Stützelement 5 zugewandte Ende bzw. ist
der dem Stützelement 5 zugewandte Endbereich des Kraftübertragungselements 6 in Form
eines Flachstahls ausgebildet. Dies heißt also, daß der besagte Endbereich des Kraftübertragungselements
6 eine annähernd rechteckförmige Umfangskontur aufweist. Dieser annähernd rechteckförmig
ausgebildete Endbereich steht mit der Nut 7 des Stützelements 5 in Eingriff. Der Vorteil
der Konstruktion des Kraftübertragungselements 6 und des Stützelements 5 und insbesondere
deren Lagerung ineinander liegt darin, daß der Flachstahl nicht zu hoch bauen muß;
die Festigkeit und Steifigkeit (geringe Verformung) wird durch die Breite der Lagerung
bereitgestellt. In einem mittleren Bereich nimmt die Stärke des Kraftübertragungselements
6 zu, während es an seinem der Antriebswelle 2 zugewandten Ende hülsenförmig ausgebildet
ist. Mit Hilfe des hülsenförmigen Teils 8 des Kraftübertragungselements 6 ist selbiges
an der Antriebswelle 2 gelagert bzw. befestigt. Für eine verdrehgesicherte Verbindung
der Antriebswelle 2 mit dem hülsenförmigen Teil 8 des Kraftübertragungselements 6
sorgt eine Paßfeder 2a. Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß in der vorliegenden
bevorzugten Ausführungsform das Kraftübertragungselement 6 einstückig und auch einstoffig
mit dem hülsenförmigen Teil 8 ausgebildet ist. Alternativ könnte es sich natürlich
beim Kraftübertragungselement 6 und dem hülsenförmigen Teil 8 um zwei verschiedene
Bauteile (gegebenenfalls sogar aus unterschiedlichen Materialien) handeln. Ferner
sei an dieser Stelle angemerkt, daß das Kraftübertragungselement 6 bzw. der hülsenförmige
Teil 8 des Kraftübertragungselements 6 zwei Aussparungen in Form von Nuten 9 aufweist.
Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß das Kraftübertragungselement 6 und das hülsenförmige
Teil 8 auch einstückig mit der Antriebswelle 2 ausgeführt sein kann. Hierbei kann
es sich z.B. um ein Schmiedeteil handeln; eine einstückige Ausführung ist für eine
Serienfertigung zu bevorzugen.
[0041] Da der Innendurchmesser der Feder 4 größer ist als der Außendurchmesser des hülsenförmigen
Teils 8 des Kraftübertragungselements 6, kann das hülsenförmige Teil 8 in zusammengebautem
Zustand des Schwenkscheibenmechanismus unter die Feder 4 geschoben werden. Das heißt
also, daß das hülsenförmige Teil 8 über die Antriebswelle 2 gestülpt und radial durch
die Feder 4 auf der Antriebswelle 2 fixiert wird. Auf der der Feder 4 abgewandten
Seite des Kraftübertragungselements 6 wird dann die Schiebhülse 3, welche eine zum
Kraftübertragungselement 6 korrespondierende Aussparung 10 aufweist, über die Antriebswelle
2 gestülpt (Gleitsitz). Die Schiebehülse 3 weist ferner zwei Aussparungen in Form
von Bohrungen 11 auf. Axial werden das Kraftübertragungselement 6 sowie die Schiebehülse
3 durch eine Nutmutter (nicht gezeigt) auf der Antriebswelle 2 gesichert, wobei sich
die Schiebehülse 3 auf der Antriebswelle 2 in axialer Richtung hin- und herbewegen
kann. Der hülsenförmige Teil 8 des Kraftübertragungselements ist mit der Feder 4 auf
der Antriebswelle 2 drehfest fixiert. Für ein besseres Startverhalten des Verdichters
ist auf der Antriebswelle 2 ferner eine Tellerfeder 12 angeordnet, welche dafür Sorge
trägt, daß der Verdichter nicht bei einem minimalen Auslenkwinkel des Schwenkrings
1 startet. Ferner sind auf der Antriebswelle 2 Anschläge in Form von Anschlagscheiben
13, 14 angeordnet, welche den Auslenkwinkel des Schwenkrings begrenzen. Die Anschlagscheibe
13 dient als Anschlag für einen minimalen Auslenkwinkel, während die Anschlagscheibe
14 als Anschlag für einen maximalen Auslenkwinkel des Schwenkrings 2 dient. An der
Rückseite kann auch ein Lagersitz für das Hauptaxiallager vorgesehen sein.
[0042] Das Stützelement 5 ist in einer zylinderförmigen Aussparung in Form einer Bohrung
15 im Schwenkring 1 gelagert. Die Bohrung 15 erstreckt sich senkrecht zur Antriebswellenachse.
Die Sicherung des Stützelements 5 im Schwenkring 1 erfolgt mittels zweier Sprengringe
16.
[0043] Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß das Kraftübertragungselement 6 in der vorliegenden
bevorzugten Ausführungsform drehfest mit der Antriebswelle 2 verbunden ist. Weiterhin
sei an dieser Stelle angemerkt, daß durch die hülsenförmige Ausbildung bzw. den hülsenförmigen
Teil 8 des Kraftübertragungselements 6 die Antriebswelle 2 nicht durchbrochen wird
und somit entsprechende Stabilität aufweist. Die lichte Weite der Bohrung des Schwenkrings
1 ist mindestens geringfügig größer als die korrespondierende Erstreckung des Kraftübertragungselements
6 (Montierbarkeit).
[0044] Bei der vorliegenden bevorzugten Ausführungsform ist der Mechanismus aus Stützelement
5 und Kraftübertragungselement 6 nicht dazu bestimmt, das Drehmoment von der Welle
auf die Schrägscheibe in Form des Schwenkrings 1 zu übertragen. Die Lagerstellen zwischen
Stützelement 5 und Kraftübertragungselement 6, zwischen Kraftübertragungselement 6
und Antriebswelle 2 und zwischen Stützelement 5 und Schwenkring 1 sind nicht dazu
ausgelegt, Drehmoment zu übertragen. Es entfällt demnach eine Art Mitnehmerfunktion
für das Stützelement 5 und das Kraftübertragungselement 6. Das ist aus Gründen der
Hysterese bewußt so gewählt, d.h. das Verkippen des Schwenkrings 1 und die Drehmomentübertragung
werden funktional voneinander entkoppelt. Der Mechanismus aus Kraftübertragungselement
6 und Stützelement 5 nimmt im wesentlichen die Kolbenkräfte auf. Das Drehmoment wiederum
wird von der Antriebswelle 2 an den Schwenkring 1 durch ein auf der Antriebswellenmittelachse
bereitgestelltes Kippgelenk (realisiert durch Antriebsbolzen 15a) übertragen. Die
das Drehmoment zwischen der Schiebehülse 3 und dem Schwenkring 1 übertragenden Antriebsbolzen
15a sind am Schwenkring mit Sprengringen 16a arretiert bzw. gesichert. Der Schwenkring
1 weist Abflachungen 17 auf, welche zu Abflachungen 18 an der Schiebehülse 3 korrespondierenden.
Prinzipiell ist in anderen Ausführungsformen auch denkbar, daß die Schiebehülse 3
entfällt und die Drehmomentübertragung in einer beliebigen Form zwischen Antriebswelle
und Schwenkring 1 direkt stattfindet (z.B. über Abflachungen an der Antriebswelle
2 und dem Schwenkring 1). Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß es ebenso zum Grundgedanken
der vorliegenden Erfindung gehört, die Funktionen der Drehmomentübertragung und der
Gaskraftabstützung zu koppeln.
[0045] Durch die Entkopplung der Drehmomentübertragung und der Gaskraftabstützung kann erreicht
werden, daß neben der Möglichkeit, das Stützelement 5 und das Kraftübertragungselement
6 entsprechend klein zu dimensionieren, eine optimierte Flächenpressung, insbesondere
zwischen Kraftübertragungselement 6 und Stützelement 5 sowie zwischen Stützelement
5 und Schwenkring 1 erreicht werden. Dadurch und durch die erfindungsspezifische Bauweise
von Stützelement 5 und Kraftübertragungselement 6 bzw. durch die erfindungsspezifische
Anlenkung zwischen Kraftübertragungselement 6 und Stützelement 5 kann eine kompakte
Bauform des Verdichters erreicht werden.
[0046] In Fig. 3a ist eine qualitative Darstellung der bevorzugten Auslegung der Momente
gemäß der verwendeten Gleichungen (vgl. Fig. 1) dargestellt, wobei neben den durch
die rotatorisch und translatorisch bedingten Momenten (M
sw und M
k,ges) die Summe der Momente dargestellt ist. Wie man Fig. 3a entnehmen kann, stellt sich
über weite Bereiche des Kippwinkels bzw. Auslenkwinkels des Schwenkrings 1 in etwa
ein Momentengleichgewicht ein, wobei es sich in der vorliegenden Figur um eine Darstellung
der Momente über dem Schwenkwinkel α für eine beliebige Drehzahl n der Antriebswelle
2 handelt.
[0047] In Fig. 3b ist für eine feste Federrate der Rückstellfeder 4 und für feste Druckverhältnisse
an der Hochdruck- und der Saugseite von 130 und 35 bar für verschiedene Drehzahlen
n der Differenzdruck, der zwischen Triebwerksraum und Saugseite herrscht, dargestellt,
wobei jede Betrachtung für einen Verdichter mit Momentengleichgewicht und mit einer
über den gesamten Drehzahlbereich vorherrschenden konstanten Sauggasdichte p , gilt.
Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß es sich hierbei um eine eher theoretische Betrachtungsweise
handelt, da sowohl der Druck p
d als auch der Druck p
s* am Kolben für diese Berechnung für jede Drehzahl n der Antriebswelle 2 konstant
angenommen werden. In der Praxis werden mit steigender Drehzahl n insbesondere der
Saugdruck p
s* und somit die Sauggasdichte p abgesenkt.
[0048] Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß in Fig. 3a das Momentengleichgewicht M
sw zu M
k,ges qualitativ dargestellt ist. Die Momente M
sw und M
k,ges können durch entsprechende Triebwerksauslegung auch so eingestellt werden, daß sich
neben einem Triebwerk mit neutralem Verhalten wie in Fig. 3a dargestellt, ein Triebwerk
mit aufregelndem Verhalten bzw. ein Triebwerk mit abregelndem Verhalten konzipieren
läßt. Die Momente M
sw und M
k,ges bzw. deren Verhältnis zueinander wäre(n) lediglich entsprechend vorzusehen, wobei
für CO
2 als Kältemittel natürlich M
sw ≈ M
k,ges bzw. M
sw > M
k,ges bevorzugt wird.
[0049] Im weiteren sei der Fall M
sw + M
k,ges ≈ 0 betrachtet. Aus Fig. 3b kann man erkennen, daß sich die Regelkurven in genau
einem Punkt schneiden. Dies ist der Ausgangspunkt für die Summe der Momente, wobei
in diesem Punkt gilt: M
sw = M
k,ges. Dieser Punkt läßt sich je nach Konstruktion eines Verdichters beliebig auswählen.
Anhand der Gleichung zur Summe der Momente aus Fig. 1 kann man einen Einfluß des Kippwinkels
leicht nachvollziehen. Der Effekt ergibt sich aus den Verläufen der Terme tan(α) und
sin(2α). Das heißt, die Summe der Momente kann in der Auslegung für genau einen Kippwinkel
ausgeglichen werden. Geschieht das zum Beispiel für den maximalen Kippwinkel der Schrägscheibe,
so gibt es kleinere Abweichungen in der Summe der Momente für andere Kippwinkel. Diese
Abweichungen kann man aber relativ klein halten.
[0050] Für folgende Kippwinkel ist die Einstellung des Momentengleichgewichts sinnvoll:
für (αmin ≤ α ≤ αmax
für α = (αmax - αmin)/ 2
für α = αmax und
für α ≥ αmax
[0051] Die beiden zuletzt genannten Fälle sind allerdings deutlich zu bevorzugen, wobei
angemerkt sei, daß in den Diagrammen der Abbildungen 3a und 3b ungefähr der dritte
Fall (Schnittpunkt bei 95 % des maximalen Fördervolumens), d.h. also ein Momentengleichgewicht
für α = α
max, realisiert wird. Neben dem sich gegenüber Veränderungen der Drehzahl in etwa neutral
verhaltenden Triebwerk wird der Kippwinkel des Schwenkrings 2 im wesentlichen durch
die Variation der Drücke p
s*, p
d sowie des Triebwerksraumdruckes p
c verändert. In einem konstanten Betriebspunkt bei vorgegebenem p
s* und p
d geschieht die Änderung im wesentlichen nur durch den Triebwerksraumdruck p
c. Letzteres ist auch den Diagrammen der Fig. 3b zu entnehmen.
[0052] Um Regeleingriffe vermeiden bzw. vermindern zu können, die durch Drehzahländerungen
verursacht werden, wird bei dem hier beschriebenen Verfahren das Produkt der Verdichterdrehzahl
n, der Sauggasdichte p des in den Zylindern angesaugten Gases und des Kolbenhubs s
für unterschiedliche Verdichterdrehzahlen n zumindest für bestimmte Drehzahlbereich
in etwa konstant gehalten, während ein im Triebwerksraum herrschender Druck p
c ebenfalls in etwa konstant gehalten wird (weil z.B. die Bestromung des Regelventils
konstant gehalten wird). Dies geschieht zumindest bereichsweise, insbesondere für
Verdichterdrehzahlen n zwischen 600 und 9000 U/min und bevorzugt für Verdichterdrehzahlen
zwischen 2500 und 7000 U/min. Dadurch kann das Fördervolumen, d.h. der Massenstrom
auch ohne Regelung des Triebwerksraumdrucks p
c in etwa konstant gehalten werden. Dies verdeutlicht sich einfach aus folgenden Zusammenhängen:
Das Fördervolumen pro Zeit V [cm
3/s] =V
geo [cm
3] x n [1/s], wobei V
geo für das geometrische Fördervolumen und n für die Verdichterdrehzahl steht. Für das
geometrische Fördervolumen V
geo gilt folgende Beziehung: V
geo = D
2π/4 x s x η, wobei η die Anzahl der Kolben darstellt. Der Massenstrom pro Zeit m [g/s]
= V [cm
3/s] x ρ [g/cm
3], wobei ρ für die zeitlich zu mittelnde Sauggasdichte im Zylinderraum steht. Damit
ergibt sich, daß m eine Funktion von n, p und s ist, wobei p eine Funktion von t und
p ist. Daraus erkennt man, daß m = K x s x n x p gilt, wobei K eine Konstante ist,
so daß bei einer Konstanthaltung des Produkts aus s, n und p das Fördervolumen bzw.
der Massenstrom konstant gehalten werden.
[0053] Demnach ermöglicht also eine derartige erfindungsgemäße Ausgestaltung des Verfahrens
mit einem Momentengleichgewicht der translatorischen und rotatorischen Massen auf
der einen Seite und einer Konstanthaltung der oben näher bezeichneten Parameter auf
der anderen Seite eine Regelung eines Verdichters ohne ein Nachregeln des Triebwerksraumdrucks
p
c für einen entsprechenden Betriebspunkt. Über das Regelventil am Verdichter und die
systemseitige Regelung wird lediglich ein gewünschter Betriebspunkt eingestellt, während
eine Änderung der Drehzahl der Antriebswelle 2 durch das selbstkompensierende Verhalten
eines erfindungsgemäßen Verdichters weitgehend abgefangen wird. Apparativ bedeutet
dies, daß bei einer Änderung der Drehzahl ein etwa proportionales Verhalten in bezug
auf den geförderten Kältemittel-Massenstrom realisiert werden muß. Dies heißt, daß
auch bei einer deutlichen Steigerung der Drehzahl der geförderte Kältemittel-Massenstrom
konstant zu halten bzw. zu limitieren ist. Dies wird apparativ (vgl. hierzu Fig. 7)
dadurch gelöst, daß neben dem Momentengleichgewicht, beispielsweise durch eine Ausgestaltung
des Schwenkrings 2 und des Triebwerks gemäß Fig. 2, wenigstens ein sauggasseitig eingeordnetes
Einlaßventil angebracht ist, welches derart konfiguriert ist, daß der in die Zylinderbohrungen
gelangende Kältemittel-Massenstrom drehzahlabhängig derart (insbesondere über die
Sauggasdichte) beeinflußt wird, daß das Verhältnis der Momente M
sw und M
k,ges einerseits und die Drosselleistung des Einlaßventils andererseits derart zueinander
in Relation stehen, daß zumindest über Teile des Drehzahlbereichs des Verdichters
der Kältemittel-Massenstrom, der im System gefördert wird, in etwa konstant ist. Dies
heißt in anderen Worten gesagt, daß die Ventile auf der Saugseite bedingt als Drosselstelle
genutzt werden und gezielt im Zusammenhang mit den Parametern M
sw und M
k,ges ausgelegt bzw. abgestimmt sind. Es sei an dieser Stelle weiterhin erwähnt, daß bei
M
sw ≈ M
k,ges der Auslenkwinkel des Schwenkrings 1 bei Drehzahlsprüngen konstant bleibt. Dies heißt
in anderen Worten gesagt, daß, wenn sich die Drehzahl des Verdichters von n1 auf n2
verdoppelt, der Kältemittel-Massenstrom im wesentlichen durch eine Auslenkwinkelreduzierung
(hier Halbierung) konstant gehalten wird. Diese wird durch die Absenkung der Sauggasdichte
hervorgerufen (ρ
1 x n
1 x s
1 ≈ ρ
2 x n
2 x s
2, wobei n
2 = 2n
1 und s
1 x ρ1 ≈ 2 x ρ
2 x s
2).
[0054] Die Drosselung durch die saugseitigen Ventile ist schematisch in Fig. 4a dargestellt,
wobei der Einfluß der Drosselung durch ein Log-p-h-Diagramm in Fig. 4b verdeutlicht
wird (Druckreduzierung auf p
s, für das Gas im Zylinderraum). Der kritische Punkt (mit CO
2 als Kältemittel handelt es sich um einen überkritischen Prozeß) ist mit KP bezeichnet.
Ergänzend hierzu ist noch der Kältemittel-Massenstrom über der Drehzahl der Antriebs-2
bzw. Verdichterwelle in Fig. 4c aufgetragen (qualitative Darstellung). Neben dem theoretischen
Anstieg des Massenstroms ist das reale Verhältnis dargestellt, welches vom Betriebspunkt
abhängig variieren kann. Die gewählte Darstellung ist für einen festen Betriebspunkt
aufgetragen. Die Darstellung gilt demnach für einen konstanten Kippwinkel.
[0055] Wie auch aus Fig. 5 ersichtlich ist, kann aufgrund der erfindungsgemäßen Verfahrensführung
bzw. Auslegung eines Verdichters bewirkt werden, daß für Drehzahlen n1 , n2, n3 und
n4 bei einer jeweiligen Verdoppelung zwischen den jeweiligen nächstliegenden Drehzahlen
(z.B. n
2 = 2 n
1) eine Halbierung von V
geo x p dargestellt werden kann, ohne daß der Druck p
c im Triebwerksraum verändert werden muß, so daß m = V
geo x ρ x n bei der besagten Verdoppelung von n konstant bleibt. Dabei ist der Einfluß
der Drosselung des Sauggases bei einem minimalen Kippwinkel sehr gering und z.B. bei
einem Kippwinkel von 0° gar nicht vorhanden, was dadurch verdeutlicht wird, daß sich
in diesem Bereich die Verläufe der einzelnen Drehzahlen in etwa treffen. Bei der Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Verdichters muß weiterhin berücksichtigt werden, daß Verluste
infolge der Sauggasdrosselung auftreten, welche bei der Auslegung der Ventilgeometrie
zu berücksichtigen sind. Diese Verluste steigen mit steigender Drehzahl. Durch die
erfindungsgemäße Ausgestaltung wird erreicht, daß sich V
geo x p so ändert, daß der Massenstrom des Kältemittels konstant bleibt, ohne daß der
Druck im Triebwerksraum geändert werden müßte.
[0056] In Fig. 4c ist der Massenstrom des Kältemittels über der Drehzahl qualitativ dargestellt,
wobei daraus hervorgeht, daß der Massenstrom des Kältemittels durch den Drosselungseffekt
bei höheren Drehzahlen deutlich mehr reduziert wird als bei niedrigen Drehzahlen.
Dies heißt in anderen Worten gesagt, daß bei einer Veränderung der Drehzahl von n2
auf n3 der Massenstrom des Kältemittels ohne Verluste von m2t auf m3t angehoben wird.
Durch die Verluste wird der Massenstrom des Kältemittels jedoch von einem Massenstrom
m2r auf einen Massenstrom m3r angehoben. Dadurch ist es bedingt, daß durch die Auslegung
der Saugventile gegebenenfalls nur über weite Drehzahlbereiche ein idealer Verlauf
des Regelverhaltens sichergestellt werden kann und nicht über den gesamten Drehzahlbereich.
[0057] Der Hintergrund für diesen Sachverhalt liegt auch darin, daß z.B. bei einer Verdoppelung
der Drehzahl der Kippwinkel der Schrägscheibe halbiert werden müßte. Würden die Momente
M
sw und M
k,ges so ausgelegt, daß M
sw größer als M
k,ges wäre (Überkompensation), so würde die Drehzahl einen nichtlinearen Einfluß nehmen
(dieser Einfluß unterläge einem quadratischen Gesetz). Ebenso hat auch die Drosselung
keinen linearen (sondern einen quadratischen) Einfluß. Es bietet sich an, zumindest
einen dieser sich gegenseitig verstärkenden Effekte zu vermeiden. Ohnehin wurde gegenüber
dem Stand der Technik bereits erwähnt, daß eine Überkompensation durch den Parameter
M
sw durch eine entsprechend unattraktive Bauteilmasse und Bauteilgröße erkauft werden
müßte. Demnach ist M
k,ges ≈ M
sw zu bevorzugen.
[0058] Deshalb ist es vorteilhaft, das Regelverhalten in einem mittleren Drehzahlbereich
abzustimmen. Im Drehzahlbereich darunter liegt dann eine leichte Unterkompensation
vor, im oberen Drehzahlbereich liegt eine leichte Überkompensation vor.
[0059] Kompensation heißt in diesem Zusammenhang, daß bei einer Drehzahlverdoppelung das
geometrische Fördervolumen bzw. der Kippwinkel oder der Hub des Kolbens derart selbsttätig
verändert wird, daß der Massenstrom des Kältemittels sich im wesentlichen nicht verändert,
der Triebwerksraumdruck p
c nicht durch einen Regeleingriff verändert werden muß und sich durch den nicht veränderten
Massenstrom das anlagenseitige Druckniveau auf der Saugseite bzw. der Hochdruckseite
sowie auch die Kälteleistung im wesentlichen nicht verändert. Bei einem konstanten
Kältemittel-Massenstrom m = konst (wobei wie bereits vorstehend erläutert m = V
geo x ρ x n gilt), wirkt bei einer Veränderung der Drehzahl n dadurch, daß m = K x s
x n x p gilt, direkt und zeitnah auf p x s ein, wobei p ebenfalls auf s einwirkt.
Man erhält demnach eine sehr schnelle Regelantwort auf die Änderung der Drehzahl n.
Durch die Regelstrecke des Regelventils wäre das nicht möglich, so daß ein Überschwingen
vermieden werden kann. Der Schwenkring 1 ist demnach eine Art interner Controller
(Wattcontroller).
[0060] Unterkompensation heißt in diesem Zusammenhang, daß bei einer Verdoppelung der Drehzahl
das geometrische Fördervolumen bzw. der Kippwinkel bzw. der Hub des Kolbens derart
selbsttätig verändert wird, daß der Massenstrom des Kältemittels gegenüber der Ausgangslage
etwas verringert wird. Ein korrigierender Regeleingriff wird notwendig. Ebenso bedeutet
Überkompensation in diesem Zusammenhang, daß bei einer Verdoppelung der Drehzahl das
geometrische Fördervolumen bzw. der Kippwinkel oder der Hub des Kolbens derartig selbsttätig
verändert wird, daß der Massenstrom des Kältemittels gegenüber der Ausgangslage etwas
erhöht wird. Ein korrigierender Regeleingriff wird, wie im Falle der Unterkompensation,
notwendig.
[0061] Eine Unterkompensation von M
k,ges durch M
sw oder M
k,ges bietet sich nicht an, da dann die Auslegung der Saugventile auch diesen negativen
Effekt mit eliminieren müßte.
[0062] Das heißt zusammengefaßt:
Msw > Mk,ges (Überkompensation der translatorisch bewegten Massen) bewirkt Nachteile im Bereich
"package" und verstärkt den Einfluß der Drosselung durch die Saugventile in unerwünschtem
Maße.
Msw < Mk,ges (Unterkompensation der translatorisch bewegten Massen) bewirkt Nachteile dadurch,
daß der Effekt gegen den gewollten Effekt der Sauggasdrosselung arbeitet.
Msw ≈ Mk,ges ist ideal, die Geometrie im wesentlichen der Saugventile und des Verdichtungsraums
sind darauf abgestimmt (insbesondere für das Kältemittel CO2).
[0063] Ebenso wurden die Begriffe Über-, Unter- bzw. Kompensation neben dem Zusammenhang
der Momente auch für den Massenstrom des Kältemittels verwendet: Unterkompensation:
Bei einer Verdoppelung der Drehzahl n wird der Kältemittel-Massenstrom m = V
geo x n x ρ, d.h. also V
geo x ρ, derart selbsttätig verändert, daß der Massenstrom des Kältemittels gegenüber
der Ausgangslage verringert wird. Ein korrigierender Regeleingriff ist notwendig.
Überkompensation: Bei einer Verdoppelung der Drehzahl wird das geometrische Fördervolumen
derart selbsttätig verändert, daß der Massenstrom des Kältemittels gegenüber der Ausgangslage
erhöht wird. Auch hier ist ein korrigierender Regeleingriff notwendig.
[0064] In Zusammenhang mit Drehzahlsprüngen wurde bisher von Erhöhungen der Drehzahl gesprochen.
Es ist selbstverständlich, daß das Verhalten sich in gleicher Form bei Drehzahlabsenkungen
wiederspiegelt, insbesondere ist es z.B bei, einer Halbierung der Drehzahl das Ziel,
Veränderungen des Massenstroms des Kältemittels selbsttätig zu kompensieren. Dazu
erhöht sich das geometrische Fördervolumen dementsprechend.
[0065] In Fig. 6 sind Indikatordiagramme für zwei Betriebspunkte dargestellt, um den Einfluß
der Ventilverluste in Abhängigkeit der Drehzahl n der Antriebswelle 2 zu zeigen. Während
bei einer Drehzahl von 800 U/min der durchschnittliche Druckverlust bei etwa 0,5 bar
liegt, liegt der Druckverlust bei gleicher Ventilkonfiguration bei 3000 U/min bei
im Durchschnitt etwa 3 bar. Dieses Verhalten ist durch entsprechende Dimensionierung
der saugseitigen Ventile in gewissen Grenzen beeinflußbar.
[0066] Die Dimensionierung der saugseitigen Ventile und der Verdichtergeometrie ist in Fig.
7 beschrieben. Die Dimensionierung der Parameter bezieht sich auf die Anwendung des
Kältemittels R744 (CO
2). Die Dimensionierung von Verdichtern, welche als Kältemittel R134a/R152a verwenden,
ist deutlich unterschiedlich; hier müßte die Abstimmung des Momentengleichgewichts
bzw. der Momente M
sw und M
k,ges in bezug auf die Ventilgeometrie deutlich anders aussehen. Bei R134a/R152a sind die
Druckverluste vergleichsweise geringer, was darin resultiert, daß die Momente M
sw größer als M
k,ges gewählt werden müssen (Überkompensation der Momente), um eine Kompensation im Bereich
des Massenstroms des Kältemittels zu erzielen. Es sei an dieser Stelle angemerkt,
daß das hier konkret für CO
2 als Kältemittel beschriebene Verfahren auf beliebige Kältemittel übertragbar ist,
wobei diese Übertragung im Grundgedanken der vorliegenden Erfindung enthalten ist.
In den beiden oberen Diagrammen kann man beginnend bei einem Unterschwinger (unten
links) im Saugdruck, bei dem das Saugventil öffnet, einen Verdichter-Zyklus betrachten.
Das Gas wird in der Folge (Prozeßrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn) verdichtet,
bis nach einem leichten Überschwinger das Auslassventil öffnet. Nach dem Auslass des
Gases folgt eine Rückexpansion, die schließlich wieder zum Ausgangspunkt führt.
[0067] Der Verdichter weist (vgl. Fig. 7) an der Einlaßseite für das Sauggas in den Zylinderraum
eine Ventilplatte 19 mit einer darunter angebrachten Sauglamelle 20 auf. Die Sauglamelle
20 ist zungenförmig ausgebildet und dient der Steuerung des Sauggaseinlasses. Wird
das Gas im Zylinder komprimiert, so verschließt die Sauglamelle 20 eine Durchgangsdrosselbohrung
21, während sich die Sauglamelle 20 beim Ansaugen des Sauggases (bedingt durch den
im Zylinder vorherrschenden Unterdruck) um einen Hub t (verdeutlicht durch Pfeile
22) nach unten bewegt und dem einzusaugenden Kältemittel bzw. dem Sauggas durch die
Durchgangsdrosselbohrung 21 Einlaß in den Zylinder gewährt.
[0068] Die Durchgangsdrosselbohrung 21 weist einen Durchmesser d auf. Aufgrund der Geometrie
des Einlaßventils, d.h. insbesondere aufgrund des Durchmessers d der Durchgangsdrosselbohrung
21 bzw. insbesondere aufgrund der Summe des Durchmessers d der Durchgangsdrosselbohrung
21 und des Hubes t der Sauglamelle 20 und auch der Verdichtergeometrie kommt es über
weite Arbeitsbereiche des erfindungsgemäßen Verdichters zu einem gewünschten Absenken
des Saugdrucks p
s. Dies kann beispielsweise (im Falle eines Verdichters mit Kältemittel CO
2) mit folgenden Parametern für die Verdichtergeometrie erreicht werden: Die Anzahl
der Kolben N beträgt 5 bis 9; der Hub t der Sauglamelle 20 beträgt zwischen 0,9 und
1,2 mm, während die Ventilplatte 19 eine Bohrung (Durchgangsdrosselbohrung 21) aufweist,
deren Durchmesser d zwischen 4 und 6 mm liegt. Die Werte für den Kolbendurchmesser
D liegen bei ca. 15 bis 19 mm und der Kolbenhub s beträgt in etwa 17 bis 22 mm. Das
maximale Hubvolumen pro Zylinder V beträgt 3 ccm bis 6 ccm. Ein bevorzugter Parametersatz
lautet: N = 6; D = 18; s = 19; V = 4,7; t = 1,1; d = 5. Demnach ergeben sich als energetisch
günstige, die Geometrie des Verdichters beschreibende Größen ein Verhältnis von Kolbendurchmesser
und Kolbenhub von etwa 0,65 bis 1,1, ein Verhältnis von Kolbendurchmesser und Durchgangsdrosselbohrung
21 in der Ventilplatte 19 von etwa 2,5 bis 4, ein Verhältnis von Durchgangsdrosselbohrung
21 in der Ventilplatte 19 und Hub t der Sauglamelle von etwa 3,7 bis 6,7 sowie ein
Verhältnis von Kolbenhub s zum Hub t der Sauglamelle von etwa 14 bis 24.
[0069] Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß diese Werte die optimale Geometrie für einen
Betrieb mit CO
2 als Kältemittel wiederspiegeln, daß jedoch je nach konstruktiven Bedürfnissen auch
Werte von 0,4 bis 1,5 für das Verhältnis von Kolbendurchmesser und Kolbenhub sowie
Werte von 1,5 bis 5 für das Verhältnis von Kolbendurchmesser und Durchgangsdrosselbohrung
sowie Werte von 2,5 bis 8 für das Verhältnis von Durchgangsdrosselbohrung und Hub
der Sauglamelle sowie Werte von etwa 10 bis 30 für das Verhältnis von Kolbenhub zum
Hub der Sauglamelle energetisch günstig sind. In dieser bevorzugten Ausführungsform
wird die Durchgangsdrosselbohrung 21 auf der Saugseite als Drosselstelle genutzt und
gezielt im Zusammenhang mit den anderen den Verdichter regelnden Parametern ausgelegt.
Das einströmende Gas durchströmt eine Saugkammer, welche im Zylinderkopf angebracht
ist, mit dem Druck P
s und wird dann über das Einlaßventil, das beispielsweise die vorstehend beschriebene
Konfiguration aufweist, in die Zylinderbohrung eingeleitet, wo sich aufgrund der Saugventil-Konfiguration
der Druck p
s* einstellt, der ein optimales Regelverhalten des Verdichters gewährleistet.
[0070] In Fig. 8 letztendlich ist ein Drehzahlsprung von 2000 U/min auf 6000 U/min dargestellt;
die Kurven repräsentieren den Druck an der Sauggasseite, den Massenstrom des Kältemittels,
die Drehzahl sowie den Druck an der Hochdruckseite. Der Massenstrom des Kältemittels
sowie die Drücke im Triebwerksraum an der Sauggasseite des Verdichters und der Druckseite
des Verdichters bleiben im wesentlichen unverändert. Erfindungsgemäß ist durch eine
Abstimmung der Momente M
sw und M
k,ges in Zusammenhang mit den Saugventilen erreicht worden, daß dieses Verhalten vorherrscht.
[0071] Der ideale Bereich für die Auslegung ist, wie bereits erwähnt, der mittlere Drehzahlbereich,
so daß für die oben genannten Größen kurzzeitige Veränderungen (Massenstrom des Kältemittels
sowie die Drücke im Triebwerksraum an der Saugseite des Verdichters und der Druckseite
des Verdichters) selbstregelnd kompensiert werden.
[0072] Das ist auch versuchstechnisch leicht zu überprüfen. Bei einem Verdichter kann der
Massenstrom für einen entsprechenden Drehzahlsprung relativ einfach gemessen werden.
Die Auslegung der Parameter der Saugventile sowie der Parameter M
sw und M
k,ges ist durch Ausmessen und Wiegen nachzuvollziehen. Ein Messen des Kolbenhubs kann durch
eine Befestigung eines Magneten am Kolben auf eine einfache Art und Weise erfolgen,
da sich der Magnet über einen Sensor am Gehäuse detektieren läßt. Der Massenstrom
m ist vor oder nach dem Verdichter über Massenstrommeßgeräte feststellbar. Mittels
eines Drehzahlmeßgeräts läßt sich auch die Verdichterdrehzahl n auf einfache Art und
Weise bestimmen. Der Druck p
s kann in einem Indikatordiagramm indiziert werden und über seinen Zusammenhang mit
der Sauggasdichte ρ (ρ = f(p, T)) leicht berechnet werden. Demnach sind alle Größen
bestimmbar.
[0073] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform für den Schwenkscheibenmechanismus eines
erfindungsgemäßen Verdichters ist in Fig. 9 dargestellt. Ebenso wie die bevorzugte
Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist dieser Mechanismus für CO
2 als Kältemittel wie auch für die bereits erwähnten Kältemittel R134a oder R152a oder
die azeotropen oder azeotropartigen Gemische, insbesondere Gemische aus Tetrafluorpropen
und Trifluoroiodomethan oder die Kältemittel aus einem oder mehreren Kohlenwasserstoffen
(Kohlenwasserstoffe oder Gemische hiervon) einsetzbar. Bei einer Verwendung von CO
2 als Kältemittel ist der Schwenkring derart ausgelegt, daß sich für wenigstens einen
Auslenkwinkel α des Schwenkrings 1 ein Momentengleichgewicht M
k,ges ≈ M
sw einstellt, während bei einer Verwendung der anderen Kältemittel ein Überwiegen des
Momentes M
sw gegenüber dem Moment M
k,ges (M
sw ≥ M
k,ges) für wenigstens einen Bereich der möglichen Auslenkwinkel des Schwenkrings vorteilhaft
ist. Der Schwenkscheibenmechanismus gemäß Fig. 9 ist in weiten Teilen analog zu demjenigen
gemäß Fig. 2 aufgebaut, in der Folge seien deshalb insbesondere die Unterschiede zu
dem Mechanismus gemäß Fig. 2 herausgestellt.
[0074] Analog zu dem in Fig. 2 dargestellten Schwenkscheibenmechanismus weist auch derjenige
gemäß Fig. 9 einen Schwenkring 1, eine Antriebswelle 2, eine Schiebehülse 3, sowie
ein Stützelement 5 und ein Kraftübertragungselement 6 auf. Diese und auch die weiteren
Komponenten sind mit Bezugszeichen analog zu Fig. 2 bezeichnet. Hinsichtlich der Funktion
und der weiteren gleich wirkenden Komponenten sei auf die Erläuterungen zu Fig. 2
verwiesen, soweit in der Folge keine gegenteiligen Ausführungen gemacht werden.
[0075] Abweichend vom Mechanismus gemäß Fig. 2 weist das Stützelement 5 keine nut- oder
taschenförmige Aussparung, sondern eine in etwa rechteckförmige Aussparung 23 auf,
welche sich in radialer Richtung durch das gesamte Stützelement 5 hindurch erstreckt.
Das Kraftübertragungselement 6 ist in etwa zylinderförmig ausgebildet und weist an
seinem radial äußeren Ende (d.h. also an seinem dem Schwenkring 1 zugewandten Ende)
eine flachstahlartige Ausbildung aus. Diese greift in die Aussparung 23 ein und bildet
somit die Anlenkung des Kraftübertragungselements 6 an das Stützelement 5.
[0076] In einem radial äußeren Bereich nimmt der Querschnitt der Aussparung 23 radial nach
außen hin zu, d.h. der Querschnitt weitet in dem besagten radial äußeren Bereich in
etwa V-förmig auf, während er in einem radial inneren Bereich (aus der Fig. 9 nicht
ersichtlich) in etwa konstant ist. Die radial äußeren, stirnseitigen Kanten des Kraftübertragungselements
6 sind für jeden Kippwinkel des Schwenkrings 1 im radial äußeren Bereich der Aussparung
23 angeordnet. Dies heißt, daß die Kanten für jeden Kippwinkel des Schwenkrings 1
über den Bereich des in etwa konstanten Aussparungsquerschnitts überstehen und damit
ein Verkanten mit dem Stützelement in jedem Betriebspunkt des Verdichters vermieden
wird. Reibung und Hysterese im Bereich des Mechanismus werden dadurch verringert,
was zu einem geringen Verschleiß und einer geringen Wärmeentwicklung im Betrieb führt.
Das Kraftübertragungselement 6 ist mit seinem der Antriebswelle 2 zugewandten Ende
in die Antriebswelle 2, d.h. in eine korrespondierende Aussparung 24 der Antriebswelle
eingepreßt. Zu erwähnen bleibt eine halbkreis- bzw. nutförmige Aussparung 25, welche
Bestandteil einer Fluidverbindung zwischen dem Triebwerksraum bzw. der Triebwerkskammer
des Verdichters und der Sauggasseite des Verdichters ist. Diese Fluidverbindung dient
der Regulierung des Drucks in der Triebwerkskammer. Die entsprechende Fluidverbindung
erstreckt sich dabei durch die Antriebswelle hindurch und verbindet den Triebwerksraum,
in welchem der Druck p
c vorherrscht, mit der Sauggasseite des Verdichters und/oder der Hochdruckseite des
Verdichters.
[0077] Zusätzlich ist beim Mechanismus gemäß Fig. 9 ein Kolben 26 dargestellt, welcher mittels
zweier Gleitsteine 27 an den Schwenkring 1 angelenkt ist.
[0078] In Fig. 10 ist analog zu Fig. 3b ein Diagramm dargestellt, welches den Differenzdruck
bzw. den Druck im Triebwerksraum als Funktion des geometrischen Fördervolumens, d.h.
also gegebenenfalls des Hubes bzw. Kippwinkels für einen Verdichter mit den vorstehend
näher bezeichneten Kältemitteln (R134a usw.) darstellt. Es sei an dieser Stelle nochmals
erwähnt, daß neben einer Einstellung eines Momentengleichgewichts M
sw ≈ M
k,ges eine für die besagten Kältemittel zu bevorzugende Triebwerksauslegung einstellbar
ist, welche ein Triebwerk entstehen läßt, bei welchem im Bereich der möglichen Kippwinkel
des Schwenkrings 1 M
sw ≥ M
k,ges gilt. Es ist zu erkennen, daß sich die Regelkurven in genau einem Punkt schneiden.
Dieser Punkt ist der Auslegungspunkt für die Summe der Momente, in welchem M
sw =M
k,ges gilt. Dieser Punkt läßt sich nahezu beliebig auswählen. Anhand der Gleichung zur
Summe der Momente kann der Einfluß des Kippwinkels in Fig. 10 mit Hilfe der Ausführungen
zu Fig. 3b nachvollzogen werden.
[0079] Analog zu Fig. 3a sind in den Fig. 11a und 11b jeweils die Momente M
k,ges und M
sw sowie die Summe aus M
k,ges und M
sw (M
ges) für zwei verschiedene Parametersätze über dem Kippwinkel der Schrägscheibe dargestellt.
Während in Fig. 11b eine eher dem Kältemittel CO
2 förderliche Charakteristik dargestellt ist, findet sich in Fig. 11a eine eher den
anderen vorstehend aufgezählten Kältemitteln (R134a etc.) förderliche Charakteristik
(M
sw ≥ M
k,ges). Zusätzlich sind die jeweiligen Parameter des Triebwerks aufgelistet, wobei n (p)
die Anzahl der Kolben, R den Abstand der Kolbenachse zur Wellenachse, n die Wellendrehzahl,
mk die Masse eines Kolbens inklusive Gleitstein, mk,ges die Masse aller Kolben inklusive
Gleitstein, L die Lage des Pivotheads, msw die Masse der Schrägscheibe, ra den Außenradius
der Schrägscheibe, ri den Innenradius der Schrägscheibe und h die Höhe der Schrägscheibe
repräsentiert. Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß die ausgewählte Drehzahl, für
die die Berechnungen durchgeführt sind, beliebig ist, da sie beide Momente gleichartig
beeinflußt. Demzufolge ist die Darstellung qualitativ ohne die Angabe von Zahlenwerten
gegeben.
[0080] Die Fig. 12a bis 12c entsprechen den Fig. 4a bis 4c, wobei die Fig. 4a bis 4c für
CO
2 als Kältemittel Gültigkeit besitzen, während die Fig.12a bis 12c Gültigkeit für die
weiteren Kältemittel (R134a etc.) besitzen. Das log-p-h-Diagramm gemäß Fig. 12b ist
an die besagten Kältemittel angepaßt, da im Gegensatz zu CO
2 als Kältemittel bei den erwähnten anderen Kältemitteln eine Verflüssigung (Naßdampfgebiet)
stattfindet. Ferner sind in Fig. 12d die einzelnen Zustände des Kältemittels einem
schematisiert dargestellten Kältekreislauf zugeordnet.
[0081] Fig. 13 stellt das Analogon zur Fig. 5 für die erwähnten Kältemittel (R134a etc.)
dar. Gezeigt wird die veränderte Kippcharakteristik gegenüber der Fig. 10 infolge
des Effekts an den Saug- bzw. Einlaßventilen. Während die Ausführungen zu Fig. 5 Gültigkeit
behalten, sei darauf hingewiesen, daß bei größeren Verdichterdrehzahlen der Schwenkring
nicht mehr auf einen maximalen Kippwinkel verstellt werden kann. Dies ist ein wichtiges
Sicherheitsmerkmal des erfindungsgemäßen Verdichterkonzepts.
[0082] Analog zu den Darstellungen in Fig. 6 ist in Fig. 14 eine Darstellung von vier Indikator-Diagrammen
für die erwähnten Kältemittel (außer CO
2) gegeben, wobei angemerkt sei, daß die Darstellungen qualitativ in etwa für alle
aufgezählten Kältemittel (einschließlich CO
2) verwendbar sind.
[0083] Als bevorzugte Parameter im Falle der Kältemittel R134a etc. ergeben sich (vgl. hierzu
auch Fig. 7) ein Kolbendurchmesser D von 28 bis 35 mm, ein Kolbenhub s von 25 bis
32 mm sowie ein maximales Hubvolumen pro Zylinder von 22 bis 28 cm
3. Zu bevorzugen ist als Saugventil bzw. Einlaßventil wiederum ein druckgesteuertes
Lamellenventil, wobei der Hub des Einlaßventils t zwischen 0,9 und 1,2 mm beträgt;
die Bohrung beträgt zwischen 10 und 13 mm. Ein ähnlicher bzw. derselbe Zahlenwert
gilt für Öffnungen, welche nicht kreisrund sind, jedoch einen vergleichbaren Querschnitt
aufweisen. Daraus ergeben sich zu bevorzugende Parameter bzw. Verhältnisse von Kolbendurchmesser
und Kolbenhub (D/s) von etwa 0,6 bis 1,6, insbesondere 0,875 bis 1,4, weiterhin insbesondere
von etwa 1,14. Das Verhältnis von Kolbendurchmesser und Durchgangsdrosselbohrung in
der Ventilplatte (D/d) beträgt etwa 1,8 bis 4, insbesondere 2,15 bis 3,5, weiterhin
insbesondere in etwa 2,8. Das Verhältnis von Durchgangsdrosselbohrung in der Ventilplatte
und Hub der Sauglamelle (d/t) beträgt in etwa 7 bis 15, insbesondere 8,3 bis 14,4,
weiterhin insbesondere in etwa 11,4, und das Verhältnis von Kolbenhub zum Hub der
Sauglamelle (s/t) beträgt in etwa 15 bis 40, insbesondere 20 bis 36, weiterhin insbesondere
in etwa 28,2. Anzumerken sei an dieser Stelle, daß die vorstehend angegebenen Parameter
eine Gültigkeit für die Kältemittel R134a, R152a etc. besitzen.
[0084] Aus Fig. 15 gehen die Parameter hervor, die bezüglich der Auslegung der Momentengleichgewichte
zu verwenden sind. In den verschiedenen Spalten wird zunächst ein bevorzugter Parametersatz
angegeben; weiterhin werden die Parameter dann noch bereichsweise festgelegt. Auch
diese Parameter sind für die Kältemittel R134a, R152 etc. zu bevorzugen.
[0085] Letztendlich sei im Hinblick auf die Kältemittel R134a etc. auch auf Fig. 8 verwiesen,
welche analog zu übernehmen und anzuwenden ist.
[0086] Durch die erfindungsgemäße Selbstregelung kann entgegen dem Stand der Technik ein
einfaches Schaltventil eingesetzt werden, welches den Gasstrom von der Hochdruckseite
in den Triebwerksraum beeinflussen kann. Das Schaltventil kann dann eingreifen, wenn
ein anderer Betriebspunkt eingestellt werden soll. Ein Eingriff auf das Regelventil
durch ein sogenanntes Feedback wie beim Stand der Technik ist nicht notwendig. Dem
Regelventil, welches den Gasstrom von der Druckseite des Verdichters in den Triebwerksraum
des Verdichters regelt, muß somit kein zusätzliches Signal zugeführt werden, wie es
nach dem Stand der Technik bekannt ist. Beim Stand der Technik dienen als zusätzliche
Signale z.B. die Änderung des Massenstroms des Kältemittels, die Änderung einer Druckdifferenz,
die Änderung des Saugdrucks etc. Für einen einmal eingestellten Betriebspunkt kann
die Selbstregelung Schwankungen des Kältemittel-Massenstroms infolge der Drehzahl
kompensieren. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß es wesentlich ist, daß
nicht nur der Massenstrom im wesentlichen konstant gehalten werden kann, sondern gleichzeitig
die Drucklagen auf der Druckseite und der Saugseite des Verdichters. Die Magnetspule
des Regelventils betätigt das Regelventil erst dann, wenn ein neuer Betriebspunkt
eingestellt werden soll. Ein sogenanntes Schaltventil ist gegenüber dem Stand der
Technik also dadurch gekennzeichnet, daß der Feedbackbereich entfallen kann. Ein solches
Schaltventil ist deutlich günstiger, als die nach dem Stand der Technik verwendeten
Ventile. Ein solch einfaches in einem erfindungsgemäßen Verdichter verwendetes Ventil
ist bevorzugt ein Ventil der Bauart, wie sie für heutige ABS- bzw. ESP-Ventile eingesetzt
werden.
[0087] Es sei auch darauf hingewiesen, daß die erfindungsgemäße Regelung deutlich schneller
als die bisherige Regelung arbeitet. Die zu regelnden Größen werden etwa zeitgleich
mit dem Anstieg der Drehzahl geregelt, nach dem Stand der Technik geschieht das zeitverzögert,
da zuerst eine Feedbackgröße abgreifbar sein muß, die dem Regelventil zugeführt bzw.
zugeordnet wird.
[0088] Obwohl die Erfindung anhand von Ausführungsformen mit fester Merkmalskombination
beschrieben wird, umfaßt sie jedoch auch die denkbaren weiteren vorteilhaften Kombinationen
dieser Merkmale, wie sie insbesondere, aber nicht erschöpfend, durch die Unteransprüche
angegeben sind. Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
Bezugszeichenliste
[0089]
- 1
- Schwenkring
- 2
- Antriebswelle
- 2a
- Paßfeder
- 3
- Schiebehülse
- 4
- Rückstellfeder
- 5
- Stützelement
- 6
- Kraftübertragungselement
- 7
- Nut
- 8
- hülsenförmiger Teil des Kraftübertragungselements 6
- 9
- Nut
- 10
- Aussparung
- 11
- Bohrung
- 12
- Tellerfeder
- 13, 14
- Anschlagscheibe
- 15
- Bohrung
- 15a
- Antriebsbolzen
- 16, 16a
- Sprengring
- 17, 18
- Abflachung
- 19
- Ventilplatte
- 20
- Sauglamelle
- 21
- Durchgangsdrosselbohrung
- 22
- Pfeil
- 23
- Aussparung im Stützelement 5
- 24
- Aussparung in der Antriebswelle 2
- 25
- Aussparung im Kraftübertragungselement 6
- 26
- Kolben
- 27
- Gleitstein
1. Verfahren zum Regeln des Kältemittel-Massenstroms eines Verdichters, insbesondere
Axialkolbenverdichters, weiterhin insbesondere für Kraftfahrzeug-Klimaanlagen, welcher
eine Antriebswelle (2) und eine in ihrer Neigung zur Antriebswelle verstellbare Schwenkscheibe
(1) aufweist, welche in einem im wesentlichen durch ein Gehäuse des Verdichters definierten
Triebwerksraum desselben angeordnet ist und welche durch ihren Auslenkwinkel bezüglich
der Antriebswelle (2) den Kolbenhub des Verdichters definiert,
wobei in etwa ein Momentengleichgewicht zwischen einem durch rotatorisch bewegte Massen
bedingten Moment Msw und einem durch translatorisch bewegte Massen bedingten Moment Mk,ges (Msw = Mk,ges) für wenigstens einen Auslenkwinkel αgl der Schwenkscheibe (1) und/oder ein Überwiegen des Momentes Msw gegenüber dem Moment Mk,ges für wenigstens einen Bereich der möglichen Auslenkwinkel der Schwenkscheibe (Msw ≥ Mk,ges) herbeigeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt der Verdichterdrehzahl n, der Sauggasdichte ρ und des Kolbenhubs s für
unterschiedliche Verdichterdrehzahlen n wenigstens bereichsweise, insbesondere für
Verdichterdrehzahlen n zwischen 600 und 9000 U/min, insbesondere für Verdichterdrehzahlen
zwischen 2500 und 7000 U/min, selbsttätig in etwa konstant gehalten wird, während
ein im Triebwerksraum herrschender Druck pc ebenfalls in etwa konstant gehalten wird (ρ x s x n = konstant),
wobei für alle Auslenkwinkel ein Überwiegen des Moments Msw (Msw > Mk,ges) hergestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
zusätzlich zum Produkt der Verdichterdrehzahl n, der Sauggasdichte p und des Kolbenhubs
s auch der Druck pd an einer Hochdruckseite des Verdichters und/oder der Druck ps an einer Sauggasseite des Verdichters und/oder eine Regelventilstellgröße eines Regelventils
zwischen der Hochdruckseite und dem Triebwerksraum in etwa konstant gehalten werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Momentengleichgewicht zwischen Msw und Mk,ges wenigstens für αgl = (αmax - αmin)/2 hergestellt wird, wobei αmax den maximalen Auslenkwinkel der Schwenkscheibe (1) und αmin den minimalen Auslenkwinkel der Schwenkscheibe (1) bezeichnet.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Momentengleichgewicht zwischen Msw und Mk,ges wenigstens für einen Auslenkwinkel αgl hergestellt wird, für welchen gilt: αmin ≤ αgl ≤ αmax.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Momentengleichgewicht zwischen Msw und Mk,ges wenigstens für einen Auslenkwinkel αgl = αmax hergestellt wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Momentengleichgewicht zwischen Msw und Mk,ges wenigstens für einen (fiktiven) Auslenkwinkel αgl ≥ αmax hergestellt wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Druck im Triebwerksraum pc variiert wird, um einen gewünschten Betriebspunkt, d.h. einen gewünschten Kältemittelmassenstrom
im Verdichter zu erhalten.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
bei einer Erhöhung der Drehzahl n der Saugdruck ps* und damit p derart abgesenkt wird, daß das Produkt aus n, p und s in etwa konstant
ist.
9. Verdichter, insbesondere Axialkolbenverdichter, weiterhin insbesondere Verdichter
für die Klimaanlage eines Kraftfahrzeugs, mit einem Gehäuse und einer im wesentlichen
in dem Gehäuse angeordneten, über eine Antriebswelle (2) angetriebenen Verdichteieinheit
zum Ansaugen und Verdichten eines Kältemittels mit einer ebenfalls im Gehäuse angeordneten
Schwenkscheibe (1),
dadurch gekennzeichnet, daß
die Momente Msw aufgrund der rotatorisch bewegten Massen und Mk,ges aufgrund der translatorisch bewegten Massen zueinander in einem vorbestimmten Verhältnis
stehen,
daß der Verdichter wenigstens ein sauggasseitig angeordnetes Einlaßventil umfaßt,
welches so konfiguriert ist, daß es den in den Zylinderraum gelangenden Kältemittel-Massenstrom
drehzahlabhängig so beeinflußt, daß das Verhältnis der Momente Msw und Mk,ges einerseits und die Drosselleistung des wenigstens einen Einlaßventils andererseits
derart zueinander in Relation stehen, daß zumindest über Teile des Drehzahlbereichs,
insbesondere für Verdichterdrehzahlen n zwischen 600 und 9000 U/min, insbesondere
für Verdichterdrehzahlen zwischen 2500 und 7000 U/min der in das System geförderte
Kältemittel-Massenstrom in etwa konstant ist, wobei für alle Auslenkwinkel ein Überwiegen
des Moments Msw (Msw > Mk,ges) herstellbar ist.
10. Verdichter nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
das wenigstens eine Einlaßventil ein druckgesteuertes Lamellenventil (19, 20, 21)
ist.
11. Verdichter nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
das wenigstens eine Einlaßventil ein schlitzgesteuertes Ventil ist.
12. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Einlaßventil, insbesondere Lamellenventil, eine Ventilplatte (19) mit Durchgangsdrosselbohrung
(21) und eine insbesondere zungenförmige Sauglamelle (20) umfaßt.
13. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
mit einem Zylinderblock und wenigstens einem, insbesondere 5 bis 9 Kolben, welche
in im Zylinderblock vorgesehenen Bohrungen axial hin- und herbewegbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
jedem Zylinder ein Einlaßventil zugeordnet ist und/oder die korrespondierenden Sauglamellen
(20) in einer Sauglamellenplatine integriert sind.
14. Verdichter nach Anspruch 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
das dem Einlaßventil zugeordnete Ende des bzw. jedes Zylinderraums eine sich radial
erstreckende ringförmige Erweiterung umfaßt, die insbesondere den Hub der Sauglamelle(n)
(20) begrenzt und zur Befestigungsstelle der Sauglamelle(n) (20) hin abgeschrägt bzw.
abgeflacht ist.
15. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
CO2 als Kältemittel verwendet wird.
16. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 15, insbesondere nach Anspruch 15, falls
nach einem der Ansprüche 8 bis 12 oder 14 zusätzlich mit einem Zylinderblock und wenigstens
einem, insbesondere 5 bis 9 Kolben, welche in im Zylinderblock vorgesehenen Bohrungen
axial hin- und herbewegbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis von Kolbendurchmesser und Kolbenhub (D/s) in etwa 0,4 bis 1,5, insbesondere
0,65 bis 1,1, weiterhin insbesondere in etwa 0,95 beträgt.
17. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 16, insbesondere nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis von Kolbendurchmesser und Durchgangsdrosselbohrung in der Ventilplatte
(D/d) in etwa 1,5 bis 5, insbesondere 2,5 bis 4, weiterhin insbesondere in etwa 3,6
beträgt.
18. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 17, insbesondere nach einem der Ansprüche
15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis von Durchgangsdrosselbohrung in der Ventilplatte und Hub der Sauglamelle
(d/t) in etwa 2,5 bis 8, insbesondere 3,7 bis 6,7, weiterhin insbesondere in etwa
4,55 beträgt.
19. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 18, insbesondere nach einem der Ansprüche
15 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis von Kolbenhub zum Hub der Sauglamelle (s/t) in etwa 10 bis 30, insbesondere
14 bis 24, weiterhin insbesondere in etwa 17,3 beträgt.
20. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
R 134a oder R152a oder azeotrope oder azeotropartige Gemische, insbesondere Gemische
aus Tetrafluorpropen und Trifluoroiodomethan oder Kohlenwasserstoff(e) oder Gemische
aus Kohlenwasserstoffen, oder halogenierte oder teilweise halogenierte Kohlenwasserstoffe,
Halogene, Ether, Ester, Alkohole oder Gemische davon und mit einem oder mehreren der
vorgenannten Substanzen als Kältemittel verwendet werden.
21. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 14 oder 20, insbesondere nach Anspruch 20,
falls nach einem der Ansprüche 8 bis 12 oder 14 oder 20 zusätzlich mit einem Zylinderblock
und wenigstens einem, insbesondere 5 bis 9 Kolben, welche in im Zylinderblock vorgesehenen
Bohrungen axial hin- und herbewegbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis von Kolbendurchmesser und Kolbenhub (D/s) in etwa 0,6 bis 1,6, insbesondere
0,875 bis 1,4, weiterhin insbesondere in etwa 1,14 beträgt.
22. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 14 oder 20 bis 21, insbesondere Anspruch
20 oder 21,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis von Kolbendurchmesser und Durchgangsdrosselbohrung in der Ventilplatte
(D/d) in etwa 1,8 bis 4, insbesondere 2,15 bis 3,5, weiterhin insbesondere in etwa
2,8 beträgt.
23. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 14 oder 20 bis 22, insbesondere nach einem
der Ansprüche 20 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis von Durchgangsdrosselbohrung in der Ventilplatte und Hub der Sauglamelle
(d/t) in etwa 7 bis 15, insbesondere 8,3 bis 14,4, weiterhin insbesondere in etwa
11,4 beträgt.
24. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 14 oder 20 bis 23, insbesondere nach einem
der Ansprüche 20 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis von Kolbenhub zum Hub der Sauglamelle (s/t) in etwa 15 bis 40, insbesondere
20 bis 36, weiterhin insbesondere in etwa 28,2 beträgt.
25. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 24,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Kippverhalten der Schwenkscheibe (1) derart selbsttätig limitierend wirksam ist,
daß bei hohen Drehzahlen des Verdichters, insbesondere bei sehr hohen Drehzahlen oder
der maximalen Drehzahl, der Winkel maximaler Auslenkung der Schwenkscheibe (1) kleiner
ist als der Winkel maximaler Auslenkung αmax bei niedrigen Drehzahlen des Verdichters.
26. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Geometrie und Dimensionierung sämtlicher translatorisch bewegter Teile, wie Axialkolben,
Kolbenstange oder Gleitsteine, od. dgl., einerseits und sämtlicher rotatorisch bewegter
Teile, wie Schwenkscheibe (1), Mitnehmer od. dgl., andererseits derart sind, daß für
vorbestimmte Kippwinkel der Schwenkscheibe (1), insbesondere zwischen einem vorbestimmten
minimalen Kippwinkel und einem vorbestimmten maximalen Kippwinkel das Moment Mk,ges infolge der translatorisch bewegten Massen, insbesondere der Kolben, ggf. einschließlich
Gleitsteine, Kolbenstangen od. dgl., derart kleiner gewählt ist als das Moment Msw infolge des Deviationsmoments, d.h. als das Moment infolge der Massenträgheit der
Schwenkscheibe, daß bei hohen Drehzahlen des Verdichters, insbesondere bei sehr hohen
Drehzahlen oder bei einer maximalen Drehzahl, der Winkel maximaler Auslenkung αmax der Schwenkscheibe (1) kleiner ist als der Winkel maximaler Auslenkung bei kleineren
Drehzahlen des Verdichters.
27. Verdichter nach einem der Ansprüche 9 bis 26,
welcher eine Fluidverbindung zwischen einer Hochdruckseite und einem Triebwerksraum
und/oder zwischen einer Saugdruckseite und dem Triebwerksraum aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
in der bzw. wenigstens einer der Fluidverbindungen ein Schaltventil angeordnet ist.
1. Method of controlling the coolant mass flow of a compressor, especially of an axial
piston compressor, moreover especially for motor vehicle air-conditioning systems,
which compressor has a drive shaft (2) and a tilt plate (1) which is variable in terms
of its inclination to the drive shaft and which is arranged in a drive mechanism chamber
of the compressor substantially defined by a housing of the latter and which, by means
of its angle of deflection with respect to the drive shaft (2), defines the piston
stroke of the compressor,
wherein there is brought about, approximately, a moment equilibrium between a moment
Msw caused by masses moved in rotation and a moment Mk,ges caused by masses moved in translation (Msw = Mk,ges), for at least one angle of deflection agl of the tilt plate (1), and/or a preponderance of the moment Msw over the moment Mk,ges for at least one range of the possible angles of deflection of the tilt plate (MSW ≥ Mk,ges), characterised in that
the product of the compressor speed of rotation n, the inlet gas density ρ and the
piston stroke s for different compressor speeds of rotation n is automatically kept
approximately constant at least over a range, especially for compressor speeds of
rotation n between 600 and 9000 rpm, especially for compressor speeds of rotation
between 2500 and 7000.rpm, whilst a pressure pc prevailing in the drive mechanism chamber is likewise kept approximately constant
(ρ x s x n = constant), there being produced for all angles of deflection a preponderance
of the moment Msw (MSW > Mk,ges).
2. Method according to claim 1,
characterised in that,
in addition to the product of the compressor speed of rotation n, the inlet gas density
ρ and the piston stroke s, there are also kept approximately constant the pressure
pd at the high-pressure side of the compressor and/or the pressure ps at the inlet gas side of the compressor and/or a control valve setting variable of
a control valve between the high-pressure side and the drive mechanism chamber.
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
the moment equilibrium between Msw and Mk,ges is produced at least for αgl = (αmax - αmin)/2, wherein αmax denotes the maximum angle of deflection of the tilt plate (1) and αmin denotes the minimum angle of deflection of the tilt plate (1).
4. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the moment equilibrium between Msw and Mk,ges is produced at least for an angle of deflection αgl, such that: αmin ≤ αgl ≤ αmax.
5. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the moment equilibrium between Msw and Mk,ges is produced at least for an angle of deflection αgl = αmax.
6. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the moment equilibrium between Msw and Mk,ges is produced at least for a (hypothetical) angle of deflection αgl ≥ αmax.
7. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the pressure in the drive mechanism chamber pc is varied in order to obtain a desired operating point, that is to say a desired
coolant mass flow in the compressor.
8. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that,
in the case of an increase in the speed of rotation n, the inlet pressure ps* - and together therewith p - is lowered so that the product of n, p and s is approximately
constant.
9. Compressor, especially an axial piston compressor, moreover especially a compressor
for the air-conditioning system of a motor vehicle, having a housing and, for drawing
in and compressing a coolant, a compressor unit arranged substantially in the housing
and driven by means of a drive shaft (2) and having a tilt plate (1) likewise arranged
in the housing,
characterised in that
the moments Msw due to the masses moved in rotation and Mkges due to the masses moved in translation are in a predetermined ratio to one another,
and in that the compressor has, arranged on the inlet gas side, at least one inlet valve which
is so configured that it influences, in dependence on the speed of rotation, the coolant
mass flow entering the cylinder space so that, on the one hand, the ratio of the moments
Msw and Mk,ges and, on the other hand, the throttling performance of the at least one inlet valve
are in a relation to one another such that, at least over parts of the speed of rotation
range, especially for compressor speeds of rotation n between 600 and 9000 rpm, especially
for compressor speeds of rotation between 2500 and 7000 rpm, the coolant mass flow
introduced into the system is approximately constant, there being arranged to be produced
for all angles of deflection a preponderance of the moment Msw (Msw > Mk,ges).
10. Compressor according to claim 9,
characterised in that
the at least one inlet valve is a pressure-controlled reed valve (19, 20, 21).
11. Compressor according to claim 9 or 10,
characterised in that
the at least one inlet valve is a slot-controlled valve.
12. Compressor according to one of claims 9 to 11,
characterised in that
the inlet valve, especially reed valve, has a valve plate (19) having a throttling
through-bore (21) and an especially tongue-like inlet blade (20).
13. Compressor according to one of claims 9 to 12,
having a cylinder block and at least one, especially 5 to 9, piston(s) which is/are
arranged to move axially back and forth in bores provided in the cylinder block,
characterised in that
an inlet valve is associated with each cylinder, and/or the corresponding inlet blades
(20) are integrated in an inlet blade plate.
14. Compressor according to claim 9 to 13,
characterised in that
that end of the or each cylinder space which is associated with the inlet valve has a
radially extending annular extension, which limits especially the stroke of the inlet
blade(s) (20) and which is bevelled off or flattened off towards the fixing location
of the inlet blade(s) (20).
15. Compressor according to one of claims 9 to 14,
characterised in that
CO2 is used as coolant.
16. Compressor according to one of claims 9 to 15, especially according to claim 15, if
according to one of claims 8 to 12 or 14 additionally having a cylinder block and
at least one, especially 5 to 9, piston(s) which is/are arranged to move axially back
and forth in bores provided in the cylinder block,
characterised in that
the ratio of piston diameter and piston stroke (D/s) is approximately from 0.4 to
1.5, especially from 0.65 to 1.1, moreover especially approximately 0.95.
17. Compressor according to one of claims 9 to 16, especially according to claim 15 or
16,
characterised in that
the ratio of piston diameter and the throttling through-bore in the valve plate (D/d)
is approximately from 1.5 to 5, especially from 2.5 to 4, moreover especially approximately
3.6.
18. Compressor according to one of claims 9 to 17, especially according to one of claims
15 to 17,
characterised in that
the ratio of the throttling through-bore in the valve plate and stroke of the inlet
blade (d/t) is approximately from 2.5 to 8, especially from 3.7 to 6.7, moreover especially
approximately 4.55.
19. Compressor according to one of claims 9 to 18, especially according to one of claims
15 to 18,
characterised in that
the ratio of piston stroke to the stroke of the inlet blade (s/t) is approximately
from 10 to 30, especially from 14 to 24, moreover especially approximately 17.3.
20. Compressor according to one of claims 9 to 14,
characterised in that
R 134a or R152a or azeotropic or azeotropic-like mixtures, especially mixtures of
tetrafluoropropene and trifluoroiodomethane, or hydrocarbon(s) or mixtures of hydrocarbons,
or halogenated or partially halogenated hydrocarbons, halogens, ethers, esters, alcohols
or mixtures thereof and with one or more of the aforementioned substances are used
as coolant.
21. Compressor according to one of claims 9 to 14 or 20, especially according to claim
20,
if according to one of claims 8 to 12 or 14 or 20 additionally having a cylinder block
and at least one, especially 5 to 9, piston(s) which is/are arranged to move axially
back and forth in bores provided in the cylinder block,
characterised in that
the ratio of piston diameter and piston stroke (D/s) is approximately from 0.6 to
1.6, especially from 0.875 to 1.4, moreover especially approximately 1.14.
22. Compressor according to one of claims 9 to 14 or 20 to 21, especially claim 20 or
21, characterised in that
the ratio of piston diameter and the throttling through-bore in the valve plate (D/d)
is approximately from 1.8 to 4, especially from 2.15 to 3.5, moreover especially approximately
2.8.
23. Compressor according to one of claims 9 to 14 or 20 to 22, especially according to
one of claims 20 to 22,
characterised in that
the ratio of the throttling through-bore in the valve plate and stroke of the inlet
blade (d/t) is approximately from 7 to 15, especially from 8.3 to 14.4, moreover especially
approximately 11.4.
24. Compressor according to one of claims 9 to 14 or 20 to 23, especially according to
one of claims 20 to 23,
characterised in that
the ratio of piston stroke to the stroke of the inlet blade (s/t) is approximately
from 15 to 40, especially from 20 to 36, moreover especially approximately 28.2.
25. Compressor according to one of claims 9 to 24,
characterised in that
the tilting behaviour of the tilt plate (1) acts in a self-limiting manner such that
at high speeds of rotation of the compressor, especially at very high speeds of rotation
or at the maximum speed of rotation, the angle of maximum deflection of the tilt plate
(1) is less than the angle of maximum deflection αmax at low speeds of rotation of the compressor.
26. Compressor according to one of claims 9 to 25,
characterised in that
the geometry and dimensioning of all parts moved in translation, such as axial pistons,
piston rods or sliding blocks or the like, on the one hand, and all parts moved in
rotation, such as the tilt plate (1), members for conjoint movement or the like, on
the other hand, are such that, for predetermined tilt angles of the tilt plate (1),
especially between a predetermined minimum tilt angle and a predetermined maximum
tilt angle, the moment Mk,ges due to the masses moved in translation, especially that of the pistons, where appropriate
including sliding blocks, piston rods or the like, is so selected as to be less than
the moment Msw due to the moment of deviation, that is to say than the moment due to the mass inertia
of the tilt plate, that at high speeds of rotation of the compressor, especially at
very high speeds of rotation or at a maximum speed of rotation, the angle of maximum
deflection αmax of the tilt plate (1) is less than the angle of maximum deflection at lower speeds
of rotation of the compressor.
27. Compressor according to one of claims 9 to 26,
which has a fluid connection between the high-pressure side and drive mechanism chamber
and/or between the inlet pressure side and drive mechanism chamber,
characterised in that
a switching valve is arranged in the or at least one of the fluid connections.
1. Procédé de régulation du débit massique de frigorigène d'un compresseur, en particulier
d'un compresseur à pistons axiaux, plus particulièrement pour des climatisations de
véhicule automobile, qui présente un arbre d'entraînement (2) et un plateau pivotant
(1) dont l'inclinaison par rapport à l'arbre d'entraînement est réglable, plateau
qui est disposé dans une chambre de mécanisme d'entraînement du compresseur essentiellement
définie par un carter du compresseur et qui définit la course des pistons du compresseur
par son angle de déviation par rapport à l'arbre d'entraînement (2),
sachant qu'on produit pour au moins un angle de déviation du plateau pivotant (1)
un équilibre de couples approximatif entre un couple Msw dû aux masses déplacées en rotation et un couple Mk,ges dû aux masses déplacées en translation (Msw = Mk,ges), et/ou une prépondérance du couple Msw par rapport au couple Mk,ges pour au moins une plage des angles de déviation possibles du plateau pivotant (MSW ≥ Mk,ges),
caractérisé en ce que le produit du régime n du compresseur, de la densité p du gaz d'aspiration et de
la course s des pistons est automatiquement maintenu approximativement constant pour
différents régimes n de compresseur au moins dans certaines plages, en particulier
pour des régimes n de compresseur compris entre 600 et 9000 tr/min, notamment pour
des régimes de compresseur compris entre 2500 et 7000 tr/min, tandis qu'une pression
pc régnant dans la chambre de mécanisme d'entraînement est également maintenue environ
constante (ρ x s x n = constante),
sachant qu'on réalise une prépondérance du couple Msw (MSW > Mk,ges) pour tous les angles de déviation.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'en plus du produit du régime n du compresseur, de la densité p du gaz d'aspiration
et de la course - s des pistons, on maintient également approximativement constantes
la pression pd sur un côté haute pression du compresseur, et/ou la pression ps sur un côté de gaz d'aspiration du compresseur, et/ou une grandeur réglée d'une soupape
de régulation entre le côté haute pression et la chambre de mécanisme d'entraînement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on réalise l'équilibre de couples entre Msw et Mk,ges au moins pour αgl (αmax - αmin)/2, αmax désignant l'angle de déviation maximal du plateau pivotant (1) et αmin l'angle de déviation minimal du plateau pivotant (1)
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on réalise l'équilibre de couples entre Msw et Mk,ges au moins pour un angle de déviation agl qui satisfait à la relation : αmin ≤ αgl ≤ αmax.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on réalise l'équilibre de couples entre Msw et Mk,ges au moins pour un angle de déviation agl = αmax.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on réalise l'équilibre de couples entre Msw et Mk,ges au moins pour un angle de déviation (fictif) αgl ≥ αmax.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on fait varier la pression pc dans la chambre de mécanisme d'entraînement afin d'obtenir un point de fonctionnement
souhaité, c'est-à-dire un débit massique souhaité de frigorigène dans le compresseur.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, en cas d'augmentation du régime n, on abaisse la pression d'aspiration ps, et donc p, de telle sorte que le produit de n, p et s est approximativement constant.
9. Compresseur, en particulier compresseur à pistons axiaux, plus particulièrement compresseur
pour la climatisation d'un véhicule automobile, avec un boîtier, et avec une unité
de compression pour aspirer et comprimer un frigorigène, disposée pour l'essentiel
dans le boîtier, entraînée au moyen d'un arbre d'entraînement (2) et pourvue d'un
plateau pivotant (1) lui aussi dans le boîtier,
caractérisé en ce que le couple MSW dû aux masses déplacées en rotation et le couple Mk,ges dû aux masses déplacées en translation se trouvent dans un rapport prédéfini l'un
par rapport à l'autre,
et en ce que le compresseur comprend au moins une soupape d'admission disposée côté gaz d'aspiration,
qui est configurée de telle sorte qu'elle influe, en fonction du régime, sur le débit
massique de frigorigène parvenant dans la chambre de cylindre de telle sorte que le
rapport des couples MSW et Mk,ges d'une part et de l'étranglement produit par la soupape d'admission au moins unique
d'autre part se trouvent dans une relation mutuelle telle que, au moins sur une partie
de la plage de régimes, en particulier pour des régimes n de compresseur compris entre
600 et 9000 tr/min, notamment pour des régimes de compresseur compris entre 2500 et
7000 tr/min, le débit massique de frigorigène véhiculé dans le système est approximativement
constant,
sachant qu'on peut réaliser une prépondérance du couple Msw (MSW > Mk,ges) pour tous les angles de déviation.
10. Compresseur selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'au moins une soupape d'admission est une soupape à lamelles (19, 20, 21) pressostatique.
11. Compresseur selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce qu'au moins une soupape d'admission est une soupape commandée par fente.
12. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que la soupape d'admission, notamment la soupape à lamelles, comprend un disque de soupape
(19) doté d'un orifice d'étranglement traversant (21), et une lamelle d'aspiration
(20) notamment en forme de languette.
13. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 12,
avec un bloc-cylindres et au moins un et notamment 5 à 9 pistons qui sont mobiles
axialement en va-et-vient dans des alésages prévus dans le bloc-cylindres,
caractérisé en ce qu'une soupape d'admission est associée à chaque cylindre, et/ou les lamelles d'aspiration
correspondantes (20) sont intégrées dans une platine de lamelles d'aspiration.
14. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 13, caractérisé en ce que l'extrémité de la ou de chaque chambre de cylindre qui est associée à la soupape
d'admission comprend un élargissement annulaire s'étendant radialement, qui limite
notamment la course de la/des lamelles d'aspiration (20) et qui est chanfreiné ou
aplati en direction du point de fixation de la/des lamelles d'aspiration (20).
15. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 14, caractérisé en ce qu'on utilise comme frigorigène du CO2.
16. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 15, notamment selon la revendication
15, si selon l'une des revendications 8 à 12 ou 14, avec en outre un bloc-cylindres
et au moins un et notamment 5 à 9 pistons qui sont mobiles axialement en va-et-vient
dans des alésages prévus dans le bloc-cylindres,
caractérisé en ce que le rapport du diamètre de piston à la course de piston (D/s) est d'environ 0,4 à
1,5, en particulier de 0,65 à 1,1, plus particulièrement d'environ 0,95.
17. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 16, notamment selon la revendication
15 ou 16, caractérisé en ce que le rapport du diamètre de piston à l'orifice d'étranglement traversant du disque
de soupape (D/d) est d'environ 1,5 à 5, en particulier de 2,5 à 4, plus particulièrement
d'environ 3,6.
18. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 17, notamment selon l'une des revendications
15 à 17, caractérisé en ce que le rapport de l'orifice d'étranglement traversant du disque de soupape à la course
de la lamelle d'aspiration (d/t) est d'environ 2,5 à 8, en particulier de 3,7 à 6,7,
plus particulièrement d'environ 4,55.
19. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 18, notamment selon l'une des revendications
15 à 18, caractérisé en ce que le rapport de la course de piston à la course de la lamelle d'aspiration (s/t) est
d'environ 10 à 30, en particulier de 14 à 24, plus particulièrement d'environ 17,3.
20. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 14, caractérisé en ce qu'on utilise comme frigorigène du R134a ou du R152a ou des mélanges azéotropiques ou
de comportement analogue aux azéotropes, notamment des mélanges de tétrafluoropropène
et de trifluoroiodométhane ou d'hydrocarbure(s), ou des mélanges d'hydrocarbures,
ou des hydrocarbures halogénés ou partiellement halogénés, des halogènes, des éthers,
des esters, des alcools ou des mélanges de ceux-ci et d'une ou plusieurs des substances
précitées.
21. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 14 ou 20, notamment selon la revendication
20,
si selon l'une des revendications 8 à 12 ou 14 ou 20, avec en outre un bloc-cylindres
et au moins un et notamment 5 à 9 pistons qui sont mobiles axialement en va-et-vient
dans des alésages prévus dans le bloc-cylindres, caractérisé en ce que le rapport du diamètre de piston à la course de piston (D/s) est d'environ 0,6 à
1,6, en particulier de 0,875 à 1,4, plus particulièrement d'environ 1,14.
22. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 14 ou 20 à 21, notamment selon la revendication
20 ou 21, caractérisé en ce que le rapport du diamètre de piston à l'orifice d'étranglement traversant du disque
de soupape (D/d) est d'environ 1,8 à 4, en particulier de 2,15 à 3,5, plus particulièrement
d'environ 2,8.
23. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 14 ou 20 à 22, notamment selon l'une
des revendications 20 à 22, caractérisé en ce que le rapport de l'orifice d'étranglement traversant du disque de soupape à la course
de la lamelle d'aspiration (d/t) est d'environ 7 à 15, en particulier de 8,3 à 14,4,
plus particulièrement d'environ 11,4.
24. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 14 ou 20 à 23, notamment selon l'une
des revendications 20 à 23, caractérisé en ce que le rapport de la course de piston à la course de la lamelle d'aspiration (s/t) est
d'environ 15 à 40, en particulier de 20 à 36, plus particulièrement d'environ 28,2.
25. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 24, caractérisé en ce que le comportement de basculement du plateau pivotant (1) agit de façon automatiquement
limitatrice de telle sorte qu'à des régimes élevés du compresseur, notamment à des
régimes très élevés ou au régime maximal, l'angle de déviation maximale du plateau
pivotant (1) est inférieur à l'angle de déviation maximale αmax à des régimes inférieurs du compresseur.
26. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 25, caractérisé en ce que la géométrie et le dimensionnement, d'une part de tous les éléments déplacés en translation,
tels que pistons axiaux, tiges de piston ou coulisseaux ou analogues, et d'autre part
de tous les éléments déplacés en rotation, tels que plateau pivotant (1), entraîneurs
ou analogues, sont tels que, pour des angles prédéfinis de basculement du plateau
pivotant (1), notamment entre un angle de basculement minimal prédéfini et un angle
de basculement maximal prédéfini, le couple Mk,ges dû aux masses déplacées en translation, notamment aux pistons, le cas échéant y compris
les coulisseaux, tiges de piston ou analogues, est choisi inférieur au couple Msw dû au couple de déviation, c'est-à-dire au couple dû à l'inertie de masse du plateau
pivotant, dans une mesure telle qu'à des régimes élevés du compresseur, notamment
à des régimes très élevés ou à un régime maximal, l'angle de déviation maximale αmax du plateau pivotant (1) est inférieur à l'angle de déviation maximale à des régimes
inférieurs du compresseur.
27. Compresseur selon l'une des revendications 9 à 26,
qui présente une liaison fluidique entre un côté haute pression et une chambre de
mécanisme d'entraînement et/ou entre un côté de pression d'aspiration et la chambre
de mécanisme d'entraînement,
caractérisé en ce qu'une soupape de commande est disposée dans les ou dans au moins une des liaisons fluidiques.