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EP 2 022 930 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.04.2018 Patentblatt 2018/14 |
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Anmeldetag: 13.05.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Lamellenbehang sowie Verfahren zum Verbinden von Lamellen mit Bändern des Behangs
Slatted blind and method of connecting the slats with tapes of the blind
Store à lamelles et procédé de liaison de lamelles aux bandes du store
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
28.07.2007 CH 12122007
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.02.2009 Patentblatt 2009/07 |
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Patentinhaber: Griesser Holding AG |
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8355 Aadorf (CH) |
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Erfinder: |
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- Lang, Stefan
8280 Kreuzlingen (CH)
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Vertreter: Gachnang, Hans Rudolf |
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Gachnang AG Patentanwälte
Badstrasse 5
Postfach 8501 Frauenfeld 1 8501 Frauenfeld 1 (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 334 941 DE-A1- 3 624 088 US-B1- 6 688 370
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DE-A1- 3 041 980 DE-U- 7 023 216
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Behang sowie ein Verfahren zum Verbinden von Lamellen
eines Behangs mit Bändern gemäss den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 7.
[0002] Roll- und Rafflamellenstoren sowie Rollläden umfassen jeweils einen Behang mit Lamellen
bzw. Stäben, die an Haltebändern wie Zug- und/oder Tragbändern oder Wendebändern befestigt
sein können, siehe z.B. die Veröffentlichung
CH334941. Solche Bänder können z.B. aus Stahl oder textilen Materialien gefertigt sein. Diese
Bänder sind beispielsweise mittels schraubbarer Briden bzw. Klemmen oder in sonstiger
Weise direkt oder indirekt an einer Aufzugswelle befestigt. Herkömmlich sind die Lamellen
untrennbar mit den jeweiligen Bändern verbunden. Diese Verbindungen sind in der Regel
so ausgebildet, dass Schwenkbewegungen der Lamellen um die Verbindungsstellen mit
den Bändern möglich sind, dass die Lamellen aber nicht zerstörungsfrei von den Bändern
getrennt werden können. Dies bedeutet, dass nur vollständig vorkonfektionierte Behänge
an Aufzugswellen in Gebäuden installiert werden können. Im Falle einer Beschädigung
eines Behangs muss dieser vollständig entfernt, repariert und wieder eingebaut werden.
Ein Austausch einzelner Lamellen ist bei solchen herkömmlichen Behängen nicht möglich.
Aus der
DE7023216U ist eine Rafflamellenjalousie bekannt, deren Trag- und Wendeschnüre eine mitlaufende
Litze umfassen, welche in gleichmässigen Abständen herausstehende Schlaufen bzw. Schnuransätze
bilden. Bei einer Ausführungsform der Jalousie sind unterseitig an den Lamellen Kunststoffplatten
festgeklemmt, welche die Lamellen quer überbrücken. An diesen Kunststoffplatten sind
Halteglieder zum Einhängen der Schlaufen ausgebildet. Die Herstellung solcher Jalousien
ist nur Schnüren möglich, die speziell für diesen Zweck angefertigt worden sind und
Schlaufen in den erforderlichen Abständen aufweisen.
[0003] Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Behang und ein Verfahren
zum einfachen, wieder lösbaren Verbinden von Lamellen eines Behangs mit den zugehörigen
Bändern zu schaffen.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Behang sowie ein Verfahren zum Verbinden einer
Lamelle mit mindestens einem Band eines Behangs gemäss den Merkmalen der Patentansprüche
1 und 7.
[0005] Erfindungsgemäss wird ein Verbindungsteil mit einem oder mehreren Lagern und/oder
Bolzen fest mit der Lamelle verbunden. Das Verbindungsteil ist so ausgebildet, dass
damit eine wieder lösbare und schwenkbare Rast- oder Schnappverbindung mit korrespondierenden
Halteteilen an den Bändern hergestellt werden kann. Das Verbindungsteil ist hebelartig
mit je einem Lager bzw. einem Bolzen an den beiden gegenüberliegenden Hebelenden ausgebildet,
sodass es mit zwei in Bandrichtung relativ zueinander verschiebbaren Bändern verbunden
werden kann. Bei derart mit Zug- und Tragbändern bzw. Wendebändern verbundenen Lamellen
kann nicht nur das Absenken und Hochziehen des Behangs, sondern auch die Schwenkstellung
der Lamellen mittels dieser Bänder beeinflusst werden.
[0006] Die erfindungsgemäss mit den Bändern verbundenen Lamellen eines Behangs können einzeln
vom Behang getrennt oder in den Behang eingefügt werden. Besonders vorteilhaft sind
Ausführungsformen, bei denen die Verbindungsteile oder die Halteteile C-förmig mit
elastisch federnden Schenkeln ausgebildet sind. Die einzelnen Lamellen lassen sich
in diesem Fall einfach von der Innenseite oder alternativ von der Aussenseite des
Behangs her an die Bänder ankoppeln bzw. von diesen wieder lösen.
[0007] Anhand einiger Figuren wird die Erfindung im Folgenden am Beispiel eines Roll-Lamellenstores
näher beschrieben. Dabei zeigen
- Figur 1
- Eine Teilansicht des Lamellenstores von der Innenseite her gesehen,
- Figur 2
- einen Querschnitt des Lamellenstores in einer ersten Schliesslage mit abgesenktem
und geschlossenem Behang,
- Figur 3
- einen Querschnitt des Lamellenstores in einer zweiten Schliesslage mit abgesenktem
Behang und mit aufgeschwenkten Lamellen,
- Figur 4
- ein teilweise aufgeschnittenes Detail im Bereich eines mit einem Zugband und einem
Tragband verbundenen Verbindungsteils,
- Figur 5
- ein Detail im Bereich der Verbindung eines Zugbandes mit einem die Lamellen kreuzenden
inneren Tragbandes,
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht eines Verbindungsteils,
- Figur 7
- eine Seitenansicht des Verbindungsteils aus Figur 6,
- Figur 8
- ein Detail eines Tragbandes im Bereich eines Halteteils,
- Figur 9
- ein Detail des inneren Tragbandes aus Figur 5 im Bereich eines Halteteils.
[0008] Figur 1 zeigt eine Teilansicht eines Roll-Lamellenstores, auch kurz Store 1 genannt,
schräg von hinten dargestellt. Er umfasst einen Behang mit horizontal angeordneten,
sich im geschlossenen Schwenkzustand schuppenartig leicht überlappenden Lamellen 3.
An der Innenseite der untersten Lamelle 3 ist einer der Schenkel eines im Querschnitt
L-förmigen Abschlussprofils 5 befestigt. Der andere Schenkel ragt unter dieser untersten
Lamelle 3 am Behang nach vorne hervor. Der Store 1 umfasst ein oberhalb der Lamellen
3 angeordnetes Zugprofil 7 und ein zwischen diesem Zugprofil 7 und den Lamellen 3
angeordnetes Tragprofil 9, wobei diese Profile 7, 9 parallel zu den Lamellen 3 bzw.
den Längskanten der Lamellen 3 ausgerichtet sind, und wobei zumindest das Tragprofil
9 die Lamellen 3 vorzugsweise auf beiden Stirnseiten leicht überragt.
[0009] Am Zugprofil 7 ist zum Herstellen einer wieder lösbaren Verbindung mit einer Aufzugswelle
(nicht dargestellt) eine Kopplungseinrichtung 8 ausgebildet, beispielsweise in Gestalt
einer im Querschnitt haken- oder klauenartigen Greifvorrichtung.
[0010] Die Lamellen 3 sind schwenkbar mit Bändern 11 verbunden, welche orthogonal zu den
Längskanten der Lamellen 3 ausgerichtet sind. Für diesen Zweck sind an den Bändern
11 Halteteile 10 mit seitlich vorstehenden Zapfen oder Bolzen 12 ausgebildet. Die
Bänder 11 können beispielsweise aus Stahl und die Halteteile 10 als Druckgussteile
oder als Kunststoffteile gefertigt sein. Die Verbindung der Halteteile 10 mit den
Bändern 11 kann z.B. durch Niete oder durch Kleben oder Schweissen erfolgen. Zum schwenkbaren
Verbinden der Lamellen 3 mit den Bändern 11, die als Zugbänder 11a und/oder als Tragbänder
11b ausgebildet sein können, sind vorzugsweise an die Innenkontur der Lamellen 3 angepasste
und mit diesen verbundene längliche bzw. hebelartige Verbindungsteile 14 vorgesehen,
die an den beiden Längsenden je ein klauenartiges, im Querschnitt C-förmiges Lager
16 bzw. je eine Bolzenaufnahme umfassen. Die Lamellen 3 können auf einfache Art schwenkbar
mit den an den Bändern 11 vorstehenden Bolzen 12 verbunden und wieder von diesen getrennt
werden. Dazu werden die Verbindungsteile 14 im Bereich des Spaltes zwischen den beiden
klauenartigen Abschnitten der Lager 16 radial gegen die zugehörigen Bolzen 12 gedrückt.
Die zusammenwirkenden Abschnitte federn dabei elastisch nach aussen und umklammern
danach die Bolzen 12 koaxial. Die Bolzen 12 können in Richtung der Bolzenachse beidseitig
dieser Umklammerung einen flanschartig vergrösserten Durchmesser aufweisen, sodass
sich die Verbindungsteile 14 und die fest damit verbundenen Lamellen 3 nicht in Richtung
der Bolzenachsen verschieben können. Zum Lösen der Schnappverbindungen werden die
Verbindungsteile 14 in umgekehrter Richtung wieder radial über die Bolzen 12 abgezogen.
Auf diese Weise können Lamellen 3 eines Behangs einfach einzeln ausgetauscht werden.
Die Verbindungsteile 14 sind vorzugsweise als Kunststoff-Spritzgussteile gefertigt
und umfassen lamellenseitig zwei Montagezapfen 18, die von der Rückseite her in entsprechende
Bohrungen an den Lamellen 3 eingesteckt und mittels Ultraschallenergie zu einer nietenähnlichen
Verbindung verformt werden.
[0011] Mindestens ein Teil der Bänder 11 ist als Zugbänder 11a ausgebildet, welche vorzugsweise
in gleichmässigen Abständen verteilt über den Behang angeordnet und im oberen Endbereich
mit dem Zugprofil 7 verbunden sind. Ein Teil der Bänder 11 kann z.B. wie dargestellt
als Tragbänder 11b ausgebildet sein, welche im oberen Endbereich mit einem Tragprofil
9 verbunden und in Bandrichtung relativ zu den Zugbändern 11a geführt verschiebbar
sind. Wie in Figur 1 dargestellt, kann z.B. zusätzlich zwischen den beiden äusseren
Tragbändern 9, welche auf je einer Seite des Behangs neben den Lamellen 3 angeordnet
sind, ein weiteres Tragband 11b am Tragprofil 9 gehalten sein. Derartige zusätzliche
Tragbänder 11b können optional bei grossflächigen Behängen vorgesehen sein.
[0012] Benachbarte Tragbänder 11b und Zugbänder 11a können derart mit geringem Abstand (in
Richtung der Längskanten der Lamellen 3) zueinander angeordnet sein, dass sich die
Verbindungsteile 14, welche z.B. eine Breite von etwa 5mm bis etwa 25mm aufweisen
können, mit ausreichend Spiel oder mit geringem Abstand zwischen diesen benachbarten
Bändern 11 befinden. Die Verbindungsteile 14 dienen zum gelenkigen bzw. schwenkbaren
Verbinden der Lamellen 3 mit den Zugbändern 11a und/oder den Tragbändern 11b. Alternativ
könnten zusammenwirkende Zugbänder 11a und Tragbänder 11b jeweils auch nur von einer
gemeinsamen Seite her mit den zugehörigen Verbindungsteilen 14 verbunden sein, wobei
sich die Bänder 11 überlappen oder überdecken würden (keine Darstellung).
[0013] Die am jeweiligen Zugband 11a vorstehenden Bolzen 12 sind in die jeweils oberen Lager
16 der nächstliegenden Verbindungsteile 14 eingeschnappt. Die am jeweils benachbarten
Tragband 11b vorstehenden Bolzen 12 sind von der gegenüberliegenden Seite her in die
jeweils unteren Lager 16 dieser Verbindungsteile 14 eingeschnappt. Die Verbindungsteile
14 wirken bei dieser Anordnung als Träger bzw. Halter für die einzelnen Lamellen 3
und dienen zugleich als Hebel zum gleichzeitigen Verschwenken der Lamellen 3 zwischen
einer Schliessstellung, wie dies in Figur 2 als Querschnitt des Behangs dargestellt
ist, und einer Offenstellung, wie dies in Figur 3 dargestellt ist. Falls wie in Figur
1 dargestellt, eines der Tragbänder 11b innerhalb des Behangs bzw. nicht angrenzend
an die stirnseitigen Lamellenenden angeordnet ist, sind an den Lamellen 3 von den
oberen Längskanten her im Bereich dieses Tragbandes 11b Aussparungen 19 ausgenommen.
Beim Verschwenken der Lamellen 3 in eine Offenstellung taucht das betreffende Tragband
11b in diese Aussparungen 19 ein, wobei sich die Flächen dieses Tragbandes 11b und
der Lamellen 3 von der Stirnseite der Lamellen 3 her betrachtet kreuzen.
[0014] Der Store 1 umfasst an den Wangen einer Gebäudeaussparung (nicht dargestellt) befestigte,
vertikal angeordnete, im Querschnitt U-förmige Führungsschienen 17, von denen in Figur
1 nur eine dargestellt ist. Die seitlich der Lamellen 3 am Behang angeordneten Tragbänder
11b werden beim Absenken und Hochziehen des Behangs in diesen Führungsschienen 17
geführt. Zum Absenken und Hochziehen des Behangs wird die Lage der Tragbänder 11b
relativ zu den Zugbändern 11a unverändert belassen. Im Falle einer Relativbewegung
zwischen den Tragbändern 11b und den Zugbändern 11a resultiert ein auf die Verbindungsteile
14 wirkendes Drehmoment, wodurch die Lamellen 3 zwischen einer Schliessstellung und
einer Offenstellung verschwenkt werden können.
[0015] Bei einem Store 1 mit einem Behang, der alternativ zu Lamellen 3 Stäbe umfasst, können
die Stäbe analog zu den Lamellen 3 mit Zugbändern 11a verbunden werden. Tragbänder
11b und Tragprofil 9 sind in diesem Fall nicht erforderlich. Die Zugbänder 11a können
bei einer weiteren Ausgestaltung auch direkt mit der Aufzugswelle verbunden sein.
[0016] Zum besseren Verständnis der Erfindung sind einige Details anhand weiterer Figuren
vergrössert dargestellt.
Figur 4 zeigt die Verbindung von Lamellen 3 mittels Verbindungsteilen 14 mit je zwei
Lagern 16 an jeweils einem Halteteil 10 des Zugbandes 11a und einem Halteteil 10 eines
seitlich der Lamellen 3 angeordneten Tragbandes 11b. Bei Figur 5 sind an einem den
Behang kreuzenden Tragband 11b Halteteile 10 mit Lagern 16 ausgebildet. Die schwenkbare
Verbindung mit dem unteren Lager 16 am Verbindungsteil 14 erfolgt über einen losen
Bolzen 12, der in beide koaxial ausgerichteten Lager 16 eingeschnappt wird. In das
obere Lager 16 des Verbindungsteils 14 ist der Bolzen 12 des am benachbarten Zugband
11a befestigten Halteteils 10 eingeschnappt. Die Figuren 6 und 7 zeigen vergrössert
eine perspektivische Darstellung und eine Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform
des Verbindungsteils 14 mit zwei kraterartig aufragenden Zapfen 18 zum Herstellen
einer verdrehfesten Verbindung mit einer Lamelle 3. Das Verbindungsteil 14 ist als
einstückiges Spritzgussteil gefertigt. Figur 8 zeigt ein mit einem Tragband 11b vernietetes
Halteteil 10 aus Druckguss mit flanschartig vorstehenden Wangen zum Verhindern von
axialen Verschiebungen eines aufgeschnappten Verbindungsteils 14.
[0017] Die Erfindung umfasst nebst den hier explizit dargestellten Ausführungsformen eine
Vielzahl weiterer Ausführungsformen. So könnten beispielsweise die Lager 16 auch ringartig
bzw. mit geschlossener Mantelfläche ausgebildet sein. In diesem Fall könnten die mit
den Lagern 16 zu verbindenden Bolzen 12 federnde Rast- oder Schnappelemente zum Herstellen
wieder lösbarer Verbindungen umfassen (keine Darstellung).
1. Behang umfassend mehrere Lamellen (3) mit parallel zueinander ausgerichteten Längskanten
und mehrere orthogonal zu den Längskanten der Lamellen (3) ausgerichtete Bänder (11),
wobei ein Teil dieser Bänder (11) als Zugbänder (11a) und ein Teil als Tragbänder
(11b) ausgebildet sind, welche in Bandrichtung relativ zueinander bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass an den Lamellen (3) Verbindungsteile (14) und an den Bändern (11) jeweils benachbart
zu den Verbindungsteilen (14) korrespondierende Halteteile (10) zum Herstellen einer
wieder lösbaren und schwenkbaren Rast- oder Schnappverbindung ausgebildet sind, dass
mindestens ein Teil der Verbindungsteile (14) mit je einem Halteteil (10) an einem
benachbarten Zugband (11a) und an einem benachbarten Tragband (11b) schwenkbar verbunden
und wieder lösbar gekoppelt ist, und dass zumindest die mit je dem benachbarten Zugband
(11a) und dem benachbarten Tragband (11b) verbundenen Verbindungsteile (14) hebelartig
mit beabstandet zueinander angeordneten Lagern (16) bzw. Bolzen (12) ausgebildet sind.
2. Behang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsteile (14) und/oder die Halteteile (10) elastisch federnde Bereiche
für eine Rast- oder Schnappverbindung umfassen.
3. Behang nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsteile (14) und die jeweils benachbarten Halteteile (10) mittels parallel
zu den Längskanten der Lamellen (3) ausgerichteter Bolzen (12) schwenkbar miteinander
verbunden sind.
4. Behang nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzen (12)
a) an den Halteteilen (10) seitlich hervorragen und in Lagern (16) der jeweils benachbarten
Verbindungsteile (14) gelagert sind, oder
b) an den Verbindungsteilen (14) seitlich hervorragen und in Lagern (16) der jeweils
benachbarten Halteteile (10) gelagert sind, oder
c) als lose Teile ausgebildet und in korrespondierenden Lagern (16) an den Halteteilen
(10) und den Verbindungsteilen (14) gelagert sind.
5. Behang nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsteile (14) einen Hebelarm umfassen, an dessen beiden Enden elastisch
federnde, klauenartige Lager (16) oder parallel zu den Längskanten der Lamelle (3)
ausgerichtete, ein- oder beidseitig am Verbindungsteil (14) vorstehende Bolzen (12)
ausgebildet sind zum Herstellen einer wieder lösbaren Schnapp- oder Rastverbindung
mit dem jeweiligen Halteteil (10).
6. Behang nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (14) aus Kunststoff gefertigt ist, und dass der Hebelarm eine
mindestens abschnittweise an die Kontur der Lamelleninnenseite angepasste Form aufweist
und Montagezapfen (18) umfasst, die von der Lamelleninnenseite her durch entsprechende
Bohrungen an der Lamelle (3) einsteckbar und zu einer formschlüssigen Verbindung mit
der Lamelle (3) verformbar sind.
7. Verfahren zum Verbinden einer Lamelle (3) mit einem Zugband (11a) und einem Tragband
(11b) eines Behangs gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (14) fest mit der Lamelle (3) und wieder lösbar und schwenkbar
mittels der Rast- oder Schnappverbindungen mit je einem Halteteil (10) am Zugband
(11a) und am Tragband (11b) verbunden wird.
1. A blind comprising multiple slats (3) with longitudinal edges aligned parallel to
one another and multiple tapes (11) aligned orthogonally to the longitudinal edges
of the slats (3), wherein a portion of these tapes (11) is formed as traction tapes
(11a) and a portion is formed as suspension tapes (11b), which can be moved relative
to one another in the tape direction, characterized in that connecting parts (14) are formed at the slats (3) and corresponding retaining parts
(10) for producing a detachable and swiveling latching or snap connection are formed
at the tapes (11) in each case adjacent to the connecting parts (14), at least a portion
of the connecting parts (14) is swivelably connected and detachably coupled to one
retaining part (10) each at an adjacent traction tape (11a) and at an adjacent suspension
tape (11b), and at least the connecting parts (14), which are each connected to the
adjacent traction tape (11a) and the adjacent suspension tape (11b), are formed in
the manner of a lever with bearings (16) or respectively bolts (12) arranged at a
distance from one another.
2. The blind according to Claim 1, characterized in that the connecting parts (14) and/or the retaining parts (10) comprise elastic spring
regions for a latching or snap connection.
3. The blind according to any one of Claims 1 or 2, characterized in that the connecting parts (14) and the respectively adjacent retaining parts (10) are
swivelably connected to one another by means of bolts (12) aligned parallel to the
longitudinal edges of the slats (3).
4. The blind according to Claim 3,
characterized in that the bolts (12)
a) protrude laterally at the retaining parts (10) and are supported in bearings (16)
of the respectively adjacent connecting parts (14), or
b) protrude laterally at the connecting parts (14) and are supported in bearings (16)
of the respectively adjacent retaining parts (10), or
c) are formed as loose parts and supported in corresponding bearings (16) at the retaining
parts (10) and the connecting parts (14).
5. The blind according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the connecting parts (14) comprise a lever arm, at the two ends of which elastically
spring, claw-like bearings (16) or bolts (12) aligned parallel to the longitudinal
edges of the slat (3) and projecting on one or both sides of the connecting part (14)
are formed, in order to produce a detachable snap or latching connection with the
respective retaining part (10).
6. The blind according to Claim 5, characterized in that the connecting part (14) is made of plastic, and that the lever arm has a form which
is adapted at least in sections to the contour of the inner side of the slat, and
comprises mounting journals (18) which can be inserted from the inner side of the
slat through appropriate bores at the slat (3) and can be deformed into a positive
connection with the slat (3).
7. A method for connecting a slat (3), having a traction tape (11a) and a suspension
tape (11b) of a blind according to any one of Claims 1 to 6, characterized in that the connecting part (14) is fixed to the slat (3) and is connected in a detachable
and swiveling manner by means of the latching and snap connections to one retaining
part (10) each at the traction tape (11a) and at the suspension tape (11b).
1. Store comprenant plusieurs lamelles (3) avec des bords longitudinaux orientés parallèlement
les uns aux autres et plusieurs bandes (11) orientées de façon orthogonale par rapport
aux bords longitudinaux des lamelles (3), une partie des susdites bandes (11) étant
formées comme des bandes de traction (11a) et une partie comme des bandes supports
(11b), lesquelles sont mobiles l'une par rapport à l'autre dans la direction des bandes,
caractérisé en ce que des éléments de liaison (14) sont formés sur les lamelles (3) et des éléments de
maintien (10) correspondants, respectivement voisins des éléments de liaison (14),
sont formés sur les bandes (11) pour la mise en place d'une liaison par enclenchement
ou par encliquetage amovible et pivotante, en ce qu'au moins un élément des éléments de liaison (14) est relié de façon pivotante et couplé
de façon amovible, avec respectivement un élément de maintien (10), à une bande de
traction (11a) voisine et à une bande support (11b) voisine, et en ce qu'au moins les éléments de liaison (14) reliés respectivement à la bande de traction
(11a) voisine et à la bande support (11b) voisine sont formés à la manière d'un levier
avec des paliers (16) ou des boulons (12) disposés à distance les uns des autres.
2. Store selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments de liaison (14) et/ou les éléments de maintien (10) comprennent des
zones élastiques pour une liaison à enclenchement ou à encliquetage.
3. Store selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les éléments de liaison (14) et les éléments de maintien (10) respectivement voisins
sont reliés entre eux de façon pivotante au moyen de boulons (12) orientés parallèlement
aux bords longitudinaux des lamelles (3).
4. Store selon la revendication 3,
caractérisé en ce que les boulons (12)
a) dépassent latéralement des éléments de maintien (10) et sont disposés dans des
paliers (16) des éléments de liaison (14) respectivement voisins, ou
b) dépassent latéralement des éléments de liaison (14) et sont disposés dans des paliers
(16) des éléments de maintien (10) respectivement voisins, ou
c) sont formés comme des éléments libres et disposés dans des paliers (16) correspondants
sur les éléments de maintien (10) et sur les éléments de liaison (14).
5. Store selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les éléments de liaison (14) comprennent un bras de levier aux deux extrémités duquel
des paliers (16) élastiques en forme de griffes ou des boulons (12) dépassant d'un
côté ou des deux de l'élément de liaison (14) et orientés parallèlement aux bords
longitudinaux des lamelles (3) sont formés pour la mise en place d'une liaison amovible
par enclenchement ou par encliquetage avec l'élément de maintien (10) respectif.
6. Store selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'élément de liaison (14) est fabriqué en matière plastique et en ce que le bras de levier présente une forme ajustée au moins par sections au profil du côté
intérieur des lamelles et comprend des tourillons de montage (18), lesquels sont insérables
du côté intérieur des lamelles par des alésages correspondants sur la lamelle (3)
et sont déformables en vue d'une liaison de forme avec la lamelle (3).
7. Procédé pour la liaison d'une lamelle (3) avec une bande de traction (11a) et une
bande support (11b) d'un store selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément de liaison (14) est relié de façon fixe avec la lamelle (3) et de façon
amovible et pivotante au moyen des liaisons par enclenchement ou par encliquetage
avec respectivement un élément de maintien (10) sur la bande de traction (11a) et
sur la bande support (11b).


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