[0001] Die Erfindung betrifft das Gebiet der Reiseutensilien, insbesondere Vorrichtungen
zur Förderung der Entspannung bzw. des Schlafens auf Reisen.
[0002] Der Mensch in der modernen Gesellschaft ist sowohl privat als auch geschäftlich häufig
auf Reisen. Die Zeit des Reisens wird vielfach zur Entspannung ("
powernap") genutzt, insbesondere in Verkehrsmitteln wie dem Zug, Flugzeug, etc. In diesen
öffentlichen Umgebungen ist das Entspannen sowohl durch die unruhige und helle Umgebung
als auch durch die der Entspannung hinderliche (bspw. sitzende) Position andererseits
erschwert. Insbesondere bei Zugfahrten wird die Entspannung auch durch die Fahrkartenkontrolle,
bei wechselndem Zugbegleitpersonal häufig mehrfach unterbrochen.
[0003] Zur Förderung der Entspannung bei den genannten Gelegenheiten sind bspw. aufblasbare
Nackenstützen bekannt. Viele Menschen benutzen zudem in lauten Umgebungen zur Entspannung
Ohrenstöpsel, die eine akustische Abkopplung von der Umwelt herstellen; andere bevorzugen
das Hören von Musik über Ohrhörer, bspw. mit dem iPod
®. Auch sind an manche Kleidungsstücke grosse Kapuzen angegliedert, welche sich ggf.
über dem Augenbereich anordnen lassen. Ebenso sind sog. Schlafbrillen bekannt, welche
zumeist mit einem Gummizug direkt auf den Augen getragen werden und sämtlichen Lichtzutritt
abschotten.
[0004] Keine der vorgenannten Varianten ist zur vollständigen Entspannung geeignet, da eine
Abschottung von der Umwelt zumeist nur unvollständig gelingt, die genannten Vorrichtungen
unbequem zu tragen und/oder umständlich aufzubewahren sind, und vielfach das beunruhigende
Gefühl verbleibt, beim "
powernapping" in öffentlicher Umgebung bestohlen werden zu können.
Im Stand der Technik sind diverse Schals bekannt:
[0005] DE 298 02 847 U1 offenbart einen Schal, welcher in einem mittigen Bereich an einer Längsseite Verschlussmittel
aufweist, aus welchem temporär eine Kapuze gebildet werden kann; im Endbereich des
Schals können Taschen vorgesehen sein.
[0006] DE 295 16 541 U1 offenbart eine Kombination aus Schal und Kapuze, wobei die Kapuze mit dem Schal lösbar
oder fest verbunden ist.
[0007] EP 1 500 339 A1 offenbart eine Schal/Mütze-Kombination, wobei der Schal mittels einer Verschlussleiste
mit der Mütze verbindbar ist; der Schal weist in seinen Endbereichen in Längsrichtung
Taschen auf.
[0008] Keines der vorgenannten Dokumente betrifft die Problematik des Entspannens in öffentlicher
Umgebung; vielmehr dienen die beschriebenen Konstruktionen dem möglichst flexiblen
Schutz vor Witterungseinflüssen.
[0009] Es ist also eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Bekannten
zu vermeiden, insbesondere ein Reiseutensil bereitzustellen, welches die Entspannung
in öffentlicher Umgebung bestmöglich fördert und dabei einfach zu handhaben ist.
[0010] Die erfindungsgemässe Aufgabe wird gelöst durch einen Multifunktionsschal gemäss
dem unabhängigen Patentanspruch.
[0011] Der Multifunktionsschal gemäss der Erfindung umfasst mindestens zwei der folgenden
Elemente:
- a) eine mit dem Schal verbindbare und/oder verbundene Kopfbedeckung;
- b) Nackenstützmittel;
- c) Dokumentensichtfenster;
- d) eine, vorzugsweise zwei Handaufnahmeanordnung(en);
- e) Wertsachentasche;
- f) Aussentasche;
- g) Kabelführungselemente;
- h) Wecker;
- i) Transporttasche für den Multifunktionsschal in zusammengelegter Form.
[0012] Der Multifunktionsschal gemäss der Erfindung eröffnet in den verschiedenen Kombinationen
der genannten Elemente eine Vielzahl von Verbesserungen, welche die Entspannung in
öffentlicher Umgebung fördern und die Handhabung erleichtern.
[0013] Im Einzelnen:
- a) Die mit dem Schal verbindbare und/oder verbundene Kopfbedeckung
Die Kopfbedeckung ist ein besonders vorteilhaftes und bevorzugtes Element des Schals.
Die mit dem Schal verbindbare und/oder verbundene Kopfbedeckung ist vorzugsweise in
einem mittleren Bereich der Längsausdehnung des Schals angeordnet. Die Kopfbedeckung
kann fest an dem Schal angeordnet sein (also einen integralen Bestandteil des Schals
bilden) oder auch lösbar mit dem Schal verbunden/verbindbar sein, bspw. mit einem
Klettverschluss, Reissverschluss, Druckknöpfen oder dergleichen.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen weist die Kopfbedeckung einen insbesondere
elastischen Seilzug zur Einstellung der Passform auf.
In weiteren bevorzugten Ausführungsformen ist die Kopfbedeckung zumindest in einem
vorderen, im Gesichtsbereich einer die Kapuze tragenden Person angeordneten Randbereich
in einer gerafften Position fixierbar. Die Raffung kann bspw. mittels Fixierknöpfen,
Klettbereichen oder, besonders bevorzugt, mit an dem Seilzug angeordneten Fixierelementen
erreicht werden. Derartige Fixierelemente, durch welche der Seilzug hindurchgeführt
ist und welche den Seilzug festklemmen können, sind an sich bekannt.
Besonders bevorzugt ist die Kopfbedeckung derart dimensioniert und/oder in einer gerafften
Position fixierbar, dass sie die Augenpartie einer den Multifunktionsschal tragenden
Person überdecken kann. Unter Überdeckung bzw. Abdeckung der Augenpartie wird eine
derartige Anordnung über den Augen verstanden, welche eine freie Sicht des Trägers
insbesondere nach vorne verunmöglicht; insbesondere werden hierunter also bspw. keine
Schirme an Baseballkappen o. dgl. verstanden. Insbesondere hierdurch unterscheidet
sich eine solche Kopfbedeckung von anderen Kapuzen des Stands der Technik, welche
die Augenpartie gerade nicht überdecken können. Eine Abdeckung der Augenpartie ist
im Stand der Technik denn auch gar nicht erwünscht, da der Anwendungszweck im Outdoorbereich
liegt, also einen blossen Schutz gegen Witterungseinflüsse bieten soll.
In weiteren vorteilhaften Ausführungsformen verfügt die Kopfbedeckung über Ohrprotektoren.
Unter Ohrprotektoren werden hierbei sowohl Ohrenstöpsel verstanden, die der akustischen
Entkopplung von Umweltgeräuschen dienen, als auch kissenartige Ausformungen in seitlichen
Bereichen der Kapuze, welche die Ohren insbesondere bei seitlichem Anliegen an einen
Gegenstand vor übermässigem Druck schützen. Vorzugsweise sind derartige kissenartige
Ohrprotektoren aufblasbar, was die Lagerung vereinfacht, und im wesentlichen ringförmig
ausgebildet, so dass das Ohr im Inneren des Ringes entspannt gelagert werden kann.
- b) Nackenstützmittel
Die Nackenstützmittel weisen vorzugsweise mindestens eine insbesondere anatomisch
ausgestaltete Verstärkungsplatte auf, welche den Nacken einer den Schal tragenden
Person im Schlaf zu stützen vermag. Hierzu ist der Schal vorzugsweise derart um den
gesamten Hals herum fixierbar (bspw. mittels Klett- oder Druckknopfverschlüssen),
dass der Schal im Schlaf nicht verrutschen kann. Eine solche Nackenstütze weist vorzugsweise
mehrere Nackensegmente auf, welche durch Trennbereiche, insbesondere durch Verklebungen
und/oder Nähte, voneinander getrennt sind; wenigstens eines dieser Nackensegmente
weist hierbei eine Verstärkungsplatte auf. Als besonders vorteilhaft wurde gefunden,
dass durch das Gewicht der in einer Handaufnahmeanordnung (siehe unten) ruhenden Hände
auf den Multifunktionsschal ein derartiger Zug wirkt, dass die Nackenstützmittel,
insbesondere die Verstärkunsplatten aufrichtbar und an den Nacken anlegbar ausgebildet
sind. Zumindest eines der Nackensegmente kann hierbei alternativ oder zusätzlich auch
zumindest teilweise aufblasbar sein.
Das Nackenstützmittel kann auch vollständig aufblasbar ausgebildet sein.
Derartige aufblasbare Nackenstützmittel sind als solche bekannt, jedoch nicht in Kombination
mit einer vorstehend beschriebenen Kopfbedeckung.
Gerade die Kombination von Kopfbedeckung und Nackenstützmittel vereinfacht das Entspannen
in öffentlicher Umgebung entscheidend: Durch die Abschottung der Augenpartie werden
visuelle Umwelteindrücke leichter ausgeblendet, und die Nackenstützmittel halten den
Kopf in einer auch auf Dauer angenehmen Position, die Verspannungen der Muskulatur
auch beim Schlafen in sitzender Position verhindert. Besonders vorteilhaft ist ferner,
dass keine separaten Teile wie bspw. eine Schlafbrille und ein Nackenstützkissen mehr
nötig sind. Vielmehr sind die Kopfbedeckung und die Nackenstützmittel derart miteinander
verbindbar/verbunden, dass sie nicht separat verstaut werden müssen; hierdurch ist
das Handling erheblich vereinfacht.
- c) Dokumentensichtfenster;
Insbesondere beim Reisen im Zug werden Fahrkarten kontrolliert. Für die Kontrolle
muss der ggf. bereits schlafende Reisende geweckt werden, was die Entspannung unnötig
unterbricht. In einem Dokumentensichtfenster an dem Multifunktionsschal kann bspw.
das Generalabonnement (GA) oder ein sonstiger Fahrausweis frei sichtbar präsentiert
werden, so dass der Zugbegleiter die Fahrkarte auch ohne den Reisenden wecken zu müssen
kontrollieren kann. Das Dokumentensichtfennster ist also vorzugsweise derart dimensioniert
und an dem Multifunktionsschal angeordnet, dass ein Dokument im Scheckkartenformat
darin frei sichtbar präsentierbar ist. Das Dokumentensichtfenster ist vorzugsweise
an dem Multifunktionsschal derart angeordnet, dass es im Brustbereich einer den Multifunktionsschal
tragenden Person zu liegen kommt.
Das Dokumentensichtfenster kann in besonders einfacher Art und Weise bspw. durch dreiseitiges
Aufnähen eines im wesentlichen durchsichtigen, rechteckigen oder quadratischen Plastikstreifens
hergestellt werden. Hinter diesem Plastikstreifen kann das Dokument eingeschoben werden;
selbstverständlich kann das Einschieben sowohl von aussen als auch bei geeigneter
Ausgestaltung des Dokumentensichtfensters von innen her erfolgen.
- d) eine, vorzugsweise zwei Handaufnahmeanordnung(en);
Beim Schlafen insbesondere in öffentlicher Umgebung wird es vielfach als unangenehm
empfunden, dass keine definierte Ruheposition für die Hände vorhanden ist. Übliche
an Jacken oder Hosen vorhandene Taschen sind hierfür in aller Regel ungeeignet, weil
diese zu eng dimensioniert sind und/oder aufgrund ihrer Position keine entspannte
Haltung der Arme im Sitzen ermöglichen.
Die Handaufnahmeanordnung ist daher im Rahmen der Erfindung vorzugsweise als Schlaufe
ausgebildet. Besonders bevorzugt weisen beide Enden des Multifunktionsschals derartige
Schlaufen auf, durch welche die Hände hindurch gesteckt werden und einander greifen
können, bspw. durch übliches Verschränken der Finger. Diese Position wird in aller
Regel als entspannt empfunden und durch die Schlaufen besonders gut unterstützt.
Um verschiedensten körperlichen Konstitutionen gerecht werden zu können, können die
Handaufnahmeanordnungen, insbesondere die Schlaufen verstellbar ausgebildet sein;
ebenso können die seitlichen Fortsätze des Multifunktionsschals (also die Bereiche
jenseits der Kopfbedeckung) in der Länge verstellbar ausgebildet sein. Für die Verstellung
können übliche Mittel verwendet werden, bspw. Raffungen, Klettbereiche, Druckknöpfe,
etc.. Selbstverständlich kann der Multifunktionsschal aber auch - alternativ oder
zusätzlich zu der genannten Verstellbarkeit - in verschiedenen (Standard)Grössen bereitgestellt
werden, bspw. in den Konfektionsgrössen S (small), M (medium), L (large).
- e) Wertsachentasche
Das Entspannen in öffentlicher Umgebung ist vielfach durch das latent beunruhigte
Gefühl getrübt, es könnte einem während des Schlafens bspw. das Portemonnaie oder
sonstige Wertgegenstände gestohlen werden. Daher kann der Multifunktionsschal mit
einer Wertsachentasche, insbesondere einer Innentasche ausgestattet sein. Unter einer
Wertsachentasche wird hierbei eine Tasche mit derart erschwerter Zugangsmöglichkeit
verstanden, dass ein unerwünschter Zugriff durch Dritte nicht ohne Aufwecken der schlafenden
Person ermöglicht ist. Dies kann bspw. durch Anordnung auf der Innenseite des Schals
erreicht werden, oder aber auch durch nicht einfach zu öffnende Verschlusselemente
oder eine versteckte Anordnung.
Als besonders vorteilhaft hat sich hierbei herausgestellt, dass die Handaufnahmeanordnung(en)
und die Wertsachentasche miteinander in Kontakt ist/sind, insbesondere eine gemeinsame
Zwischenwand aufweisen. Durch eine derartige Anordnung sind die Hände in unmittelbarer
Nachbarschaft zu der Wertsachentasche angeordnet; die Hände kommen hierbei also vorteilhaft
auf den in der Tasche befindlichen Wertsachen zu liegen, was einen Diebstahl massiv
erschwert, wenn nicht gar unmöglich macht.
- f) Aussentasche
Der Multifunktionsschal kann zur Aufnahme weiterer Utensilien geeignete Aussentaschen
aufweisen. Diese können offen oder mit Verschlusselementen (Druckknöpfe, Klettverschlüsse,
etc.) ausgestaltet sein. Die Dimensionierung derartiger Taschen ist vorzugsweise an
gängige Gebrauchsgegenstände angepasst, wie bspw. iPods®, Mobiltelefone, etc.
- g) Kabelführungselemente
Zur Entspannung wird oftmals über Ohrhörer Musik gehört, bspw. mittels eines iPod®. Das Abspielgerät kann hierbei in einer Wertsachentasche oder Aussentasche des Multifunktionsschals
verstaut werden. Zur Ermöglichung einer ordentlichen Verbindung des Abspielgeräts
mit den Ohrhörern können vorteilhafterweise Kabelführungselemente an oder in dem Multifunktionsschal
angeordnet sein, welche das Ohrhörerkabel aufnehmen können. Bei derartigen Kabelführungselementen
kann es sich um diskrete Führungselemente oder auch Kabeltunnel handeln. Hierdurch
wird ein Verheddern der Kabel wirkungsvoll vermieden.
- h) Wecker
Insbesondere beim Reisen im Zug besteht beim Einschlafen das Risiko, an der Zielstation
vorbei zu fahren. Um dies zu verhindern, kann in den Multifunktionsschal ein Wecker
integriert sein. Geeignete Wecker als solche sind im Stand der Technik bspw. in Form
kleiner Digitaluhren bekannt. Der Wecker kann im Bereich der Kopfbedeckung, vorteilhafter
Weise jedoch auch noch im Sichtbereich einer den Schal tragenden Person angeordnet
sein. Die reisende Person kann somit sicherstellen, nach einer vorbestimmbaren Zeit
geweckt zu werden, was auch einen beruhigten Schlaf ermöglicht.
- i) Transporttasche für den Multifunktionsschal in zusammengelegter Form
[0014] Besonders vorteilhaft weist der Multifunktionsschal eine Transporttasche auf, welche
derart angeordnet und dimensioniert ist, dass der gesamte Multifunktionsschal darin
bei Nichtgebrauch verstaut werden kann. Eine solche Transporttasche kann besonders
vorteilhaft, wenn der Multifunktionsschal nicht darin verstaut ist, auch als Wertsachentasche
bzw. Innentasche oder Aussentasche dienen. Die Transporttasche weist in bevorzugten
Ausführungsformen Verschlussmittel auf, wie bspw. einen Reissverschluss, Klettverschluss,
Druckknopf oder dergleichen.
[0015] Zum komfortablen Transport und zur Erleichterung des griffbereit Haltens des in der
Transporttasche verstauten Multifunktionsschals kann ferner eine insbesondere (bspw.
mittels eines Druckknopfs) zu öffnende Lasche vorgesehen sein, wodurch die Befestigung
bspw. an einem Gürtel ermöglicht ist.
[0016] Der Multifunktionsschal kann im wesentlichen aus bekannten Materialien, insbesondere
Textil- oder auch Synthetikmaterialien hergestellt werden; selbstverständlich können
die Materialien auch imprägniert und/oder atmungsaktiv ausgestattet sein.
[0017] Es ist aufgrund vorstehender Beschreibung unmittelbar ersichtlich, dass sämtliche
möglichen Kombination von wenigstens zwei der einzelnen beschriebenen Merkmale eine
Verbesserung gegenüber dem Stand der Technik darstellen; also auch, wenn der Multifunktionsschal
nicht über alle der genannten Merkmale verfügt.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiel und anhand
von Figuren näher erläutert, ohne den Gegenstand der Erfindung auf diese gezeigte
Ausführungsform zu beschränken. Es zeigen, schematisch und exemplarisch:
- Fig. 1:
- Frontalansicht eines Multifunktionsschals.
- Fig. 2:
- Multifunktionsschal in Trageposition; Gesichtsbereich.
- Fig. 3:
- Multifunktionsschal in Trageposition; Handbereich.
- Fig. 4:
- Multifunktionsschal in Trageposition; Brustbereich.
- Fig. 5:
- Multifunktionsschal in Trageposition; Gesamtansicht.
[0019] In Fig. 1 ist ein Multifunktionsschal 1 gemäss der Erfindung gezeigt. Er weist in
einem mittleren Bereich 2 der Längserstreckung des Multifunktionsschals 1 eine Kopfbedeckung
5 auf. Diese Kopfbedeckung 5 kann im vorderen Bereich mittels eines Seilzugs 6 und
Fixiermitteln 7 (hier: Klemmvorrichtungen für den durch die Fixiermittel hindurch
geführten Seilzug 6) gerafft werden. Der Schal weist ferner in seinem mittleren Bereich
2 Nackenstützmittel 8 auf, welche hier in verschiedene Segmente 9 durch Trennbreiche
10 unterteilt sind. In der gezeigten Ausführungsform sind diese Nackstützmittel 8
durch ergonomisch geformte Verstärkungsplatten gebildet. Selbstverständlich ist aber
auch eine aufblasbare Ausgestaltung des Nackenstützmittels 8, mit oder auch ohne getrennte
Segmente 9, möglich. In einem ersten Endbereich 3 und einem zweiten Endbereich 4 können
Taschen vorgesehen sein; in der gezeigten Ausführungsform ist im zweiten Endbereich
4 eine Wertsachentasche 11 (Innentasche) angebracht, welche mit einem Verschlussmittel
12 (hier einer simplen Schlaufe, die mit einem Druckknopf lösbar ist) gesichert werden
kann. Weiter ist im Bereich der Wertsachentasche 11 eine Schlaufe 13 angeordnet, und
zwar dergestalt, dass Wertsachentasche 11 und Schlaufe 13 eine gemeinsame Wandung
aufweisen. Da die schlafende Person ihre Hände in der Schlaufe 13 ablegt, kommen die
Hände direkt auf den in der Wertsachentasche 11 befindlichen Wertsachen, bspw. einem
Portemonnaie zu liegen. Hierdurch wird, im Zusammenwirken mit dem Verschlussmittel
12, ein Diebstahl der Wertsache nahezu verunmöglicht.
[0020] Die Raffung der Kopfbedeckung 5 durch den Seilzug 6 und die Fixiermittel 7 ist in
Fig. 2 in vergrösserter Darstellung gezeigt. Der Seilzug wird in an sich üblicher
Art und Weise in einem Kanal geführt. In einem Segment wird der Seilzug ausserhalb
des Kanals geführt; in diesem Segment ist ein Fixiermittel 7 an dem Seilzug angeordnet.
Der Seilzug 6 ist hierbei durch das Fixiermittel hindurchgeführt. Im Ruhezustand ist
das Fixiermittel 7 auf dem Seilzug 6 festgeklemmt; durch Krafteinwirkung bspw. auf
einen Knopf des Fixiermittels wird der Seilzug temporär freigegeben und die gewünschte
Raffung kann eingestellt werden. Es ist gut zu erkennen, dass die Raffung vorzugsweise
derart einstellbar ist, dass die Augenpartie vollständig abgedeckt, die Atmung jedoch
nicht behindert ist. Zur weiteren Entspannung bevorzugen manche Personen das Hören
von Musik; die entsprechenden Ohrhörerkabel 15 sind in Fig. 2 angedeutet.
[0021] Figur 3 zeigt die entspannte Lagerung der Hände der schlafenden Person in Schlaufen
13, die in einem ersten Endbereich 3 und einem zweiten Endbereich 4 des Multifunktionsschals
angeordnet sind. Die Finger beider Hände können in bekannter Art und Weise verschränkt
werden; diese Position wird gemeinhin als besonders entspannt empfunden.
[0022] In Fig. 4 ist nochmals der Brustbereich einer den Multifunktionsschal tragenden Person
gezeigt. Die Funktionsweise der Raffung der Kopfbedeckung 5 durch den Seilzug 6 und
die Fixiermittel 7 wurde bereits vorstehend erläutert. In einem Endbereich 3 oder
4, hier im zweiten Endbereich 4 des Multifunktionsschals 1 kann ein Dokumentensichtfenster
angeordnet sein, in welchem zur Ermöglichung der Fahrausweiskontrolle im Zug auch
bei einem schlafenden Passagier bspw. das Generalabonnement (GA) eingesteckt werden
kann. Ebenso wie in Fig. 2 sind die Ohrhörerkabel 15 zu erkennen, die von einem bspw.
in der Wertsachentasche befindlichen iPod
® zu Ohrhörern (nicht gezeigt) unterhalb der Kopfbedeckung 5 führen.
[0023] Fig. 5 zeigt eine Person, welche den Multifunktionsschal 1 trägt. Während die Kopfbedeckung
5 derart gerafft ist, dass sie die Augenpartie abdeckt, sind die Hände bequem in Schlaufen
13 des ersten Endbereichs 3 und des zweiten Endbereichs 4 gelagert, was eine entspannte,
sitzende Schlafposition ermöglicht, insbesondere zusammen mit dem (in dieser Figur
nicht dargestellten) Nackenstützmittel.
1. Multifunktionsschal umfassend mindestens zwei der folgenden Elemente:
eine mit dem Schal verbindbare und/oder verbundene Kopfbedeckung; Nackenstützmittel;
Dokumentensichtfenster; eine, vorzugsweise zwei Handaufnahmeanordnung(en); Wertsachentasche;
Aussentasche; Kabelführungselemente; Wecker; Transporttasche für den Multifunktionsschal
in zusammengelegter Form.
2. Multifunktionsschal gemäss Anspruch 1, umfassend eine mit dem Schal verbindbare und/oder
verbundene Kopfbedeckung; sowie Nackenstützmittel.
3. Multifunktionsschal gemäss Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfbedeckung einen insbesondere elastischen Seilzug aufweist.
4. Multifunktionsschal gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfbedeckung zumindest in einem vorderen Randbereich in einer gerafften Position
fixierbar ist.
5. Multifunktionsschal gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfbedeckung derart dimensioniert ist und/oder in einer gerafften Position fixierbar
ist, dass sie die Augenpartie einer den Multifunktionsschal tragenden Person überdecken
kann.
6. Multifunktionsschal gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfbedeckung über Ohrprotektoren verfügt.
7. Multifunktionsschal gemäss einem der Ansprüche 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Nackenstützmittel mindestens eine insbesondere anatomisch ausgestaltete Verstärkungsplatte
umfasst und/oder zumindest teilweise aufblasbar ist.
8. Multifunktionsschal gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nackenstütze mehrere Nackensegmente aufweist, welche durch Trennbereiche, insbesondere
durch Verklebungen und/oder Nähte, voneinander getrennt sind, und dass mindestens
ein Nackensegment eine Verstärkungsplatte aufweist.
9. Multifunktionsschal gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Handaufnahmeanordnung und die Wertsachentasche miteinander in Kontakt sind, insbesondere
eine gemeinsame Zwischenwand aufweisen.
10. Multifunktionsschal gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Handaufnahmeanordnung(en) als Schlaufe ausgebildet ist/sind.
11. Multifunktionsschal gemäss einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Dokumentensichtfenster derart dimensioniert und an dem Multifunktionsschal angeordnet
ist, dass ein Dokument im Scheckkartenformat darin frei sichtbar präsentierbar ist.