[0001] Die Erfindung betrifft eine Zerkleinerungsvorrichtung für elastisch und/oder plastisch
verformbare Ein-Komponenten-Werkstoffe oder für Mehrkomponenten-Werkstoffe, in denen
mindestens ein Werkstoff elastisch und/oder plastisch verformbar ist, mit einer Zuführvorrichtung,
einem Arbeitsraum und einer Ausgabevorrichtung, wobei im Arbeitsraum mindestens ein
erstes feststehendes Werkzeug und auf einem bewegbaren Werkzeugträger mindestens ein
zweites Werkzeug angeordnet ist und wobei bei jeder Bewegung des Werkzeugträgers sich
zumindest der Ort des engsten Spalts zwischen dem ersten und dem zweiten Werkzeug
ändert.
[0002] Aus der
US 5,695,131 ist eine derartige Vorrichtung bekannt. Bei einer Relativbewegung beider Werkzeuge
zueinander nähern sich die beiden Werkzeuge aneinander an, nachdem die Arbeitskanten
einander passiert haben. Der Spalt zwischen den beiden Werkzeugen verringert sich,
wodurch das im Arbeitsraum bearbeitete Werkstück unter hohem Energiebedarf zwischen
den einander gegenüberliegenden Werkzeugflächen komprimiert wird. Der kürzeste Abstand
der Werkzeuge ist erreicht, sobald das bewegte Werkzeug die der Arbeitskante des feststehenden
Werkzeugs abgewandte Kante erreicht hat.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Problemstellung zugrunde, eine Zerkleinerungsvorrichtung
zu entwickeln, die einen geringen, gleichförmigen Energiebedarf aufweist.
[0004] Diese Problemstellung wird mit den Merkmalen des Hauptanspruches gelöst. Dazu ist
die Länge des engsten Spalts zwischen dem ersten und dem zweiten Werkzeug gleich dem
geringsten Abstand der Arbeitskanten dieser Werkzeuge.
[0005] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden
Beschreibung schematisch dargestellter Ausführungsformen.
- Figur 1:
- Reifenzerkleinerungsvorrichtung;
- Figur 2:
- Zuführvorrichtung;
- Figur 3:
- Dimetrische Ansicht der Einschub- und der Rückhaltevorrichtung;
- Figur 4:
- Antrieb der Einschub- und der Rückhaltevorrichtung;
- Figur 5:
- Werkzeugträger mit Werkzeugen;
- Figur 6:
- Detail des Arbeitsraums;
- Figur 7:
- Ausgabevorrichtung.
[0006] Die Figur 1 zeigt eine Zerkleinerungsvorrichtung (1) für elastisch und/oder plastisch
verformbare Ein-Komponenten-Werkstoffe oder für Mehrkomponenten-Werkstoffe, in denen
mindestens ein Werkstoff elastisch und/oder plastisch verformbar ist. Eine derartige
Vorrichtung ist beispielsweise eine Reifenzerkleinerungsvorrichtung (1). In dieser
werden z.B. als Werkstücke Altreifen, die aus einem Verbundwerkstoff aus Stahl und
vulkanisiertem Gummi bestehen, zu einem Korngemenge aus Gummi- und Stahlteilen zerkleinert.
[0007] Die Reifenzerkleinerungsvorrichtung (1) umfasst eine Zuführvorrichtung (10), einen
Arbeitsraum (80) und eine Ausgabevorrichtung (180). Der Arbeitsraum (80) ist von einem
Gehäuse (5) umgriffen, in dessen oberen Bereich die Zuführvorrichtung (10) angeordnet
ist. Die Ausgabevorrichtung (180) begrenzt den Arbeitsraum (80) und umfasst gegebenenfalls
eine unterhalb des Arbeitsraums (80) angeordnete Fördervorrichtung. Die Zuführvorrichtung
(10) kann zusätzlich mit einer Haube versehen sein.
[0008] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Zuführvorrichtung (10) umfasst einen Einführtrichter
(11), eine Einschub- (21) und eine Rückhaltevorrichtung (41). Der Öffnungswinkel des
Einführtrichters (11) in der Zeichnungsebene beträgt beispielsweise 33 Grad. Der sich
von oben nach unten verjüngenden Einführtrichter (11) hat in diesem Ausführungsbeispiel
normal zur Zeichnungsebene eine Länge, die 10 Millimeter größer sind als der maximal
aufnehmbare Reifendurchmesser. Der maximal aufnehmbare Reifendurchmesser der hier
dargestellten Zerkleinerungsvorrichtung (1) beträgt 900 Millimeter. Bei einer anderen
Ausführung der Anlage kann der aufnehmbare Reifendurchmesser bis zu 2000 Millimeter
betragen.
[0009] Die Einschubvorrichtung (21) umfasst drei z.B. senkrecht übereinander angeordnete
Einschubwalzen (22 - 24). Unterhalb dieser Walzen (22 - 24) ist die Rückhaltevorrichtung
(41) angeordnet, die eine Rückhaltewalze (42) umfasst. Letztere ist in den Darstellungen
der Figuren 1 und 2 senkrecht unter den vorgenannten Walzen (22 - 24) angeordnet.
Die Walzen (22 - 24, 42) begrenzen in diesen Darstellungen die linke Seite des Einführtrichters
(11).
[0010] Die rechte Seite des in den Figuren 1 und 2 dargestellten Einführtrichters (11) wird
mittels einer Trichterflanke (12) begrenzt. Auf der Außenseite des Einführtrichters
(11) sind hier drei Hilfswalzen (52 - 54) angeordnet.
[0011] Auf allen Einschubwalzen (22 - 24) und auf der Rückhaltewalze (42) sitzen beispielsweise
formschlüssig befestigte, gegenseitig um z.B. eine halbe Teilung versetzte Hakenscheiben
(26 - 28, 43), vgl. Figur 3. Die oberste Einschubwalze (22) hat beispielsweise 14
Hakenscheiben (26), die dritte Einschubwalze (24) hat 12 Hakenscheiben (28). Die einzelnen
Hakenscheiben (26 - 28; 43) einer Walze (22 - 24; 42) haben voneinander ein Abstand
von z.B. 60 Millimeter. Die Hakenscheiben (26, 27; 27, 28; 28, 43) zweier benachbarter
Walzen (22, 23; 23, 24; 24, 42) sind in axialer Richtung der Walzen (22, 23, 24, 42)
gegeneinander versetzt.
[0012] Die Hakenscheiben (26, 27, 28) der drei Einschubwalzen (22 - 24) der Einschubvorrichtung
(21) haben stumpfe Haken (31 - 33), die entgegen der Drehrichtung (25) der Hakenscheiben
(26 - 28) - in der Figur 2 ist diese im Uhrzeigersinn orientiert - zeigen. Die Haken
(26 - 28) haben somit eine lange (34) und eine kurze Flanke (35), wobei in der Drehrichtung
(25) der Hakenscheiben (26 - 28) die langen Flanken (34) vorne liegen. Die langen
Flanken (34) werden im Folgenden als Druckflanken (34) und die kurzen Flanken (35)
als Halteflanken (35) bezeichnet.
[0013] Der Durchmesser der Hakenscheiben (26, 27) der oberen beiden Einschubwalzen (22,
23) ist z.B. gleich groß, der Durchmesser der Hakenscheiben (28) der dritten Einschubwalze
(24) beträgt beispielsweise 75 % dieses Durchmessers.
[0014] Der Durchmesser der Hakenscheiben (43) der Rückhaltewalze (42) beträgt in diesem
Ausführungsbeispiel etwa 69 % der Durchmesser der Hakenscheiben (26, 27) der ersten
zwei Einschubwalzen (22, 23), so dass die Umfangsgeschwindigkeit der Hakenscheiben
(43) der Rückhaltewalze (42) entsprechend geringer ist. Die Haken (46) der Hakenscheiben
(43) sind spitz ausgebildet und sind entgegen der Drehrichtung (45) der Rückhaltewalze
(42) ausgerichtet.
[0015] Alle drei Einschubwalzen (22 - 24) und die Rückhaltewalze (42) werden beispielsweise
mittels eines gemeinsamen Antriebsmotors (61) mit z.B. nachgeschaltetem Übersetzungsgetriebe
angetrieben, vgl. die Figuren 3 und 4. Sie können aber auch einzeln angetrieben werden.
Auf der Getriebeabtriebswelle (62) sitzen zwei Kettenräder (63, 64), die jeweils mittels
einer Rollenkette (65, 66) mit einem Kettenrad (36, 37) auf der ersten (22) und der
zweiten Einschubwalze (23) verbunden sind. Auf der zweiten Einschubwalze (23) sitzt
ein zweites Kettenrad (38), das mittels einer weiteren Rollenkette (67) ein Kettenrad
(39) auf der dritten Einschubwalze (24) antreibt. Eine weitere Rollenkette (68) verbindet
ein weiteres Kettenrad (29) auf der zweiten Einschubwalze (23) mit einem Kettenrad
(47) auf der Rückhaltewalze (47). Die letztgenannten Kettenräder (29, 38, 39, 47)
haben beispielsweise die gleiche Zähnezahl, so dass die Winkelgeschwindigkeit der
zwei Einschubwalzen (23, 24) und der Rückhaltewalze (42) gleich groß ist. Aufgrund
des geringeren Außendurchmessers der Hakenscheiben (28) der dritten Einschubwalze
(24) ist deren Umfangsgeschwindigkeit geringer als die Umfangsgeschwindigkeit der
ersten beiden Einschubwalzen (22, 23).
[0016] Um die unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten der Hakenräder (26 - 28) zu erzeugen,
können auch die Durchmesser und/oder die Zähnezahlen der Kettenräder (63, 64, 36 -
38, 39, 47) verändert werden. Beispielsweise können dann zumindest für die ersten
drei Einschubwellen (22 - 24) identische Hakenräder eingesetzt werden. Auch andere
Antriebsanordnungen sind denkbar.
[0017] Die Hilfswalzen (52 - 54) haben Hakenscheiben (56), die durch Schlitze (13) in den
Einführtrichter (11) hineinragen. Die Hakenscheiben (56) haben radial orientierte,
abgeschrägte Haken (57). Alle diese Hilfswalzen (52 - 54) werden gemeinsam mittels
eines hier nicht dargestellten Rollenkettentriebs von einem Elektromotor (59) angetrieben.
Im Ausführungsbeispiel ist die Drehrichtung (53) der Hilfswalzen (52 - 54) entgegen
dem Uhrzeigersinn orientiert.
[0018] Die untere Einschubwalze (24) ist beispielsweise in einem Führungslangloch (71) um
die zweite Einschubwalze (23) schwenkbar. Hierzu ist z.B. eine pneumatische Zylinder-Kobeneinheit
mit dem Mitnehmer (72) verbunden.
[0019] Auch die Rückhaltewalze (42) ist um die zweite Einschubwalze (23) schwenkbar. Der
Antrieb hierfür befolgt z.B. mittels des Mitnehmers (73) und einer hier nicht dargestellten
pneumatischen Zylinder-Kolbeneinheit. Diese Zylinder-Kolbeneinheiten halten beispielsweise
die dritte Einschubwalze (24) und die Rückhaltewalze (42) mit einem konstanten Druck
in den Figuren 1 und 2 dargestellten Lage. Übersteigt der Druck in einer der Zylinder-Kolbeneinheiten
beispielsweise einen Schwellenwert von 4 bar, wird die entsprechende Walze (24; 42)
geschwenkt. Der maximale Schwenkwinkel, den die beiden schwenkbaren Walzen (24, 42)
aus ihrer in der Darstellung der Figur 1 gezeigten Ruhelage ausgeschwenkt werden können,
beträgt z.B. 12 Grad im Uhrzeigersinn.
[0020] Im Arbeitsraum (80) sind im Ausführungsbeispiel drei feststehende Gruppen (141 -
143) von Werkzeugen (151) und 36 auf einem bewegbaren Werkzeugträger (91) befestigte
Werkzeuge (111; 112) angeordnet. Der in der Figur 5 dargestellte Werkzeugträger (91)
ist in diesem Ausführungsbeispiel eine im Gehäuse (5) rotierbar gelagerte Walze (91),
deren größter Durchmesserbereich z.B. 500 Millimeter beträgt. Ihre Gesamtlänge beträgt
z.B. 1340 Millimeter, die Länge des größten Durchmesserbereiches (92) ist in diesem
Ausführungsbeispiel 870 Millimeter. An den zu den abgestuften Lagersitzen (93, 94)
orientierten Stirnseiten (96) des maximalen Durchmesserbereichs (92) sind jeweils
vier Vorsprünge (97) mit einer Länge von z.B.
15 Millimetern und einer Breite von 40 Millimetern angeordnet. Diese Vorsprünge (97)
schließen mit einer Radialen auf die Mittelachse (95) der Walze (91) beispielsweise
einen Winkel von 30 Grad entgegen der Rotationsrichtung (99) ein.
[0021] Außerhalb des Lagersitzes (94) sitzt z.B. mit einer Passfederverbindung gesichert
eine Zahnscheibe (98), die beispielsweise von einem Elektromotors z.B. mittels eines
Zahnriementriebs antreibbar ist.
[0022] Der große Durchmesserbereich (92) der Walze weist z.B.
36 Einsenkungen (103) auf, in denen jeweils ein z.B. quaderförmiger Werkzeugklotz
(105) sitzt. Die Einsenkungen (103) sind in der Längsrichtung der Walze (91) in diesem
Ausführungsbeispiel in zwölf Reihen (121 - 132) angeordnet, die zueinander jeweils
einen Abstand von z.B. 67 Millimetern haben. Jeweils drei um je 120 Grad zueinander
versetzte Einsenkungen (103) sind entlang einer Umfangslinie angeordnet. Die einzelnen
Reihen (121 - 132) der Einsenkungen sind gegeneinander versetzt. Beispielsweise sind
die Einsenkungen (103) der ersten beiden Reihen (121, 122) um 30 Grad zueinander versetzt,
die Einsenkungen (103) der dritten Reihe (123) sind um 60 Grad gegenüber den Einsenkungen
der zweiten Reihe (122) versetzt. Die Einsenkungen (103) der vierten Reihe (124) sind
um 30 Grad gegenüber den Einsenkungen (103) der dritten Reihe (123) versetzt und die
Einsenkungen der fünften Reihe sind um 50 Grad gegenüber den Einsenkungen (103) der
vierten Reihe (124) versetzt, etc. Insgesamt sind die Einsenkungen (103) so jeweils
um 10 Grad zueinander versetzt, wobei sich in der Darstellung der Figur 5 in der Längsrichtung
zwei nach rechts orientierte Reihen (121, 122; 125, 126; 129, 130) von Einsenkungen
(103) und zwei nach links orientierte Reihen (123, 124; 127, 128; 131, 132) von Einsenkungen
(103) abwechseln.
[0023] Alle Einsenkungen (103) haben identische Abmessungen und sind taschenförmig ausgebildet,
wobei die in der Rotationsrichtung vorne liegende Kante (104) an die Umfangsfläche
(106) angrenzt. Die Bodenflächen (107) haben im Ausführungsbeispiel eine Länge von
124 Millimetern und eine Breite
von 70 Millimetern. Sie tangieren einen mit der Walze (91) koaxialen gedachten Zylinder,
dessen Durchmesser 95 % des Außendurchmessers der Walze (91) beträgt.
[0024] In den Bodenflächen (107) sind Gewindeeinsenkungen eingebracht, in denen die Werkzeugklötze
(105) z.B. mittels Innensechskantschrauben (109) befestigt sind.
[0025] Die Werkzeugklötze (105) umfassen die rotierbaren Werkzeuge (111, 112). Hierbei liegt
ein Werkzeug (111) in der Rotationsrichtung (99) des Werkzeugträgers (91) vor einem
Werkzeug (112). Die Werkzeuge (111, 112) haben jeweils eine in der Rotationsrichtung
(99) vorne liegende Arbeitskante (115), eine Arbeits- (116) und eine Freifläche (117),
vgl. Figur 6. Die jeweilige Arbeitskante (115) ist z.B. gerade ausgebildet und liegt
beispielsweise parallel zur Mittelachse (95) der Walze (91). Alle Arbeitskanten (115)
sind somit Mantellinienabschnitte eines zur Mittelachse (95) des Werkzeugträgers (91)
koaxialen gedachten Zylinders (119). Die Arbeitskanten (115) können aber auch gebogen
oder schräg ausgeführt sein, solange jeder Punkt der Arbeitskanten (115) ein Punkt
der Mantelfläche des gedachten Zylinders (119) ist. Der von der Arbeits- (116) und
der Freifläche (117) eingeschlossene Keilwinkel (118) beträgt z.B. 90 Grad. Im Ausführungsbeispiel
sind damit die Arbeitsflächen (116) der rotierbaren Werkzeuge (111, 112) in der Rotationsrichtung
(99) um einen Winkel von 14 Grad zu einer Radialen zur Mittelachse (95) des Werkzeugträgers
(91) versetzt. Der Keilwinkel (118) kann auch kleiner sein, wobei jedoch die Freifläche
(117) den gedachten Zylinder (119) nicht schneidet und die Arbeitsfläche (116) keinen
entgegen der Rotationsrichtung (99) gerichteten Winkel mit einer Radialen zur Mittelachse
(95) des Werkzeugträgers (91) einschließt.
[0026] Die feststehenden Werkzeuge (151) sind beispielsweise im Gehäuse (5) befestigte Platten
(146) mit einer integrierten Anschlagleiste (147). Sie ragen mit ihren der Anschlagleiste
(147) abgewandten Ende in Richtung des rotierbaren Werkzeugträgers (91). Im Ausführungsbeispiel
sind jeweils drei feststehende Werkzeuge (151) nebeneinander angeordnet und bilden
eine Werkzeuggruppe (141 - 143). Eine Werkzeuggruppe (141 - 143) kann aber auch ein
einzelnes Werkzeug (151) oder z.B. fünf nebeneinander angeordnete feststehende Werkzeuge
(151) umfassen. Die erste Gruppe (141) von Werkzeugen (151) ist in der Darstellung
der Figur 1 in der Rotationsrichtung um einen Winkel von 20 Grad zur Vertikalen in
der Rotationsrichtung (99) versetzt, die zweite Gruppe (142) von Werkzeugen (151)
ist in der Rotationsrichtung (99) um einen Winkel von 175 Grad zur ersten Werkzeuggruppe
(141) versetzt.
[0027] Der von der dritten (143) und der zweiten Werkzeuggruppe (142) eingeschlossene Winkel
beträgt in diesem Ausführungsbeispiel 128 Grad. Die feststehenden Werkzeuge (151)
sind damit so angeordnet, dass ihre Winkelteilung kein ganzzahliges Vielfaches der
Winkelteilung der rotierbaren Werkzeuge (111, 112) ist.
[0028] Die Werkzeuge (111,112; 151) sind beispielsweise aus einem gehärteten Werkzeugszahl
für Kaltarbeit hergestellt, z.B. X153CrMoV12 mit der Werkstoffnummer 1.2379.
[0029] Jedes der feststehenden Werkzeuge (151) hat eine entgegen der Rotationsrichtung (99)
des Werkzeugträgers (91) orientierte Arbeitskante (155), in der eine Arbeitsfläche
(156) und eine Freifläche (157) aneinander angrenzen. Der Keilwinkel (158) dieser
Werkzeuge (151) beträgt z.B. 90 Grad. Dieser Keilwinkel (158) kann bei gleicher Lage
der Arbeitsfläche (156) auch kleiner sein. Die Werkzeuge (151) sind einzeln in radialer
Richtung und in der Winkellage einstellbar. Im Ausführungsbeispiel sind sie so eingestellt,
dass ihre z.B. geraden Arbeitskanten (155) miteinander fluchten und zumindest annähernd
parallel liegen zu den Arbeitskanten (115) der rotierbaren Werkzeuge (111, 112). Auch
die Arbeitskanten (155) der feststehenden Werkzeuge (151) können schräg oder gebogen
ausgeführt sein, solange jeder ihrer Punkte ein Mantelflächenpunkt eines zum rotierbaren
Werkzeugträger (91) gedachten koaxialen Zylinders ist. Die Arbeitsflächen (156) der
feststehenden Werkzeuge (151) sind im Ausführungsbeispiel so ausgerichtet, dass diese
mit der Rotationsachse (95) des rotierbaren Werkzeugträgers (91) in einer gemeinsamen
Ebene liegen. Die Summe der Längen aller Arbeitskanten (115) der rotierbaren Werkzeuge
(111, 112) ist im Ausführungsbeispiel gleich der Summe der Länge aller Arbeitskanten
(155) der feststehenden Werkzeuge (151). Sie beträgt hier 2520 Millimeter. Diese Länge
entspricht damit zumindest annähernd der Summe aus der Umfangslänge des maximalen
Durchmesserbereichs (92) des Werkzeugträgers (91) und der Länge dieses Bereichs (92).
[0030] In der Figur 6 ist ein Detail des Arbeitsraums (80) mit einem feststehenden (151)
und einem rotierbaren Werkzeug (111) dargestellt. Bei einer Rotation des Werkzeugträgers
(91) wandert die Arbeitskante (115) des rotierbaren Werkzeugs (111) entlang der Mantelfläche
des gedachten Zylinders (119). Bei einer Bewegung des rotierbaren Werkzeugs in Rotationsrichtung
(99) in die in der Figur 6 dargestellte Lage nähert sich das rotierende Werkzeug (111)
und das feststehende Werkzeug (151) aneinander an. Der kürzeste Abstand der Werkzeuge
(111, 151) ist der Abstand zwischen den jeweiligen Arbeitskanten (115, 155). In der
dargestellten Position begrenzen die beiden Arbeitskanten (115, 155) den engsten Spalt
(161) zwischen dem rotierenden (111) und dem feststehenden Werkzeug (151). Im dargestellten
Ausführungsbeispiel liegt in dieser Position die Arbeitskante (115) des rotierbaren
Werkzeugs (111) in der Ebene, in der die Arbeitsfläche (156) des feststehenden Werkzeugs
(151) und die Rotationsachse (95) des rotierbaren Werkzeugträgers (91) liegt. Der
Abstand der Werkzeuge (111, 151) beträgt nun beispielsweise 0,1 Millimeter, er kann
aber bis zu einem Millimeter betragen.
[0031] Bei einer Fortsetzung der Rotation des rotierbaren Werkzeugs (111) in der Rotationsrichtung
(99) wandert die Arbeitskante (115) weiter entlang der Mantelfläche des gedachten
Zylinders (119). Die Radiale durch die Rotationsachse (95) und die Arbeitskante (115)
trifft nun auf die Freifläche (157) des feststehenden Werkzeugs (151). Der Abstand
zwischen den Werkzeugen (111, 151) wird größer. Gleichzeitig ändert sich - zumindest
bezogen auf das feststehende Werkzeug (151) und das Gehäuse (5) - die Lage des momentan
engsten Spalts (161) zwischen den Werkzeugen (111, 151). Damit wird bei jeder Bewegung
des Werkzeugträgers (91) der Ort des engsten Spaltes (161) zwischen den beiden Werkzeugen
(111, 151) verändert.
[0032] In der Reifenzerkleinerungsvorrichtung (1) des Ausführungsbeispiels sind die feststehenden
(151) und die rotierbaren Werkzeuge (111, 112) so verteilt, dass zu jedem Zeitpunkt
maximal eine Arbeitskante (115) eines einzigen rotierbaren Werkzeugs (111; 112) in
der Ebene der Arbeitsfläche (156) des feststehenden Werkzeugs (151) liegt. Der kürzeste
Abstand wird damit im Ausführungsbeispiel von 2,8 % der Summe der Länge aller Arbeitskanten
(115, 155) begrenzt. Die Länge der den kürzesten Abstand begrenzenden Arbeitskanten
(115, 155) kann bis zu 5 % der Summe der Längen aller Arbeitskanten (115, 155) betragen.
[0033] Bei einer gebogenen Ausführung der Arbeitskanten (115; 155) der feststehenden und/oder
der rotierbaren Werkzeuge (151; 111, 112) ändert sich bei einer Rotation der Ort des
engsten Spaltes (161) zwischen den Werkzeugen (151; 111, 112) z.B. in axialer Richtung
des Werkzeugträgers (91). In diesem Fall ist der Abstand der Werkzeuge (151; 111,
112) in dem Winkelsegment konstant, in dem die Arbeitskanten (115, 155) aneinander
passieren.
[0034] In der Figur 7 ist die Ausgabevorrichtung (180) dargestellt. Sie umfasst zwei Siebe
(181, 182), die z.B. koaxial zum rotierbaren Werkzeugträger (91) zwischen der ersten
(141) und der zweiten (142) und zwischen der zweiten (142) und der dritten Gruppe
(143) feststehender Werkzeuge (151) angeordnet sind. Das erste Sieb (181) überstreicht
somit im Ausführungsbeispiel ein Winkelsegment von 160 Grad, das zweite (182) von
113 Grad. Der Abstand der Siebe (181, 182) vom Werkzeugträger (91) beträgt beispielsweise
ein Zehntel des Durchmessers des Werkzeugträgers (91). Der Abstand der Siebe (181)
zum Werkzeugträger (91) kann sich in der Rotationsrichtung (99) verkleinern, wobei
der größte Abstand beispielsweise in der Rotationsrichtung (99) unmittelbar hinter
der jeweiligen Gruppe (141 - 143) feststehender Werkzeuge (151) liegt. Die Siebe (181,
182) haben im Ausführungsbeispiel eine Vielzahl von Durchbrüchen (183) gleichen Querschnitts,
z.B. 25 Millimeter. Die Siebe (181, 182) sind von Leitblechen (184, 185) umgeben.
[0035] Die Siebe (181, 182) und Leitbleche (184, 185) sind an Trägern (186, 187) befestigt,
die z.B. in Gelenkwellen (188, 189) schwenkbar gelagert sind. In der Darstellung der
Figur 1 sind beide Träger (186, 187) z.B. verriegelt. Um die Träger (186, 187) mit
den Sieben (181, 182) aufzuschwenken, kann nach dem Entriegeln z.B. ein Seil oder
eine Kette in der Öse (191) angeschlagen werden und die Ausgabevorrichtung (180) mittels
der Antriebseinheiten (192, 193) geöffnet werden. Nach dem Öffnen kann der Arbeitsraum
(80) gereinigt werden und/oder die Werkzeuge (151, 111, 112) ausgetauscht werden,
etc.
[0036] Unterhalb der Siebe (181, 182) kann z.B. eine Fördervorrichtung und ein Magnetabscheider
angeordnet sein.
[0037] Um z.B. aus einem Altreifen ein Korngemenge herzustellen, wird der Reifen unzerteilt
oder vorzerkleinert z.B. mittels eines Transportbandes in den Einführtrichter (11)
der Zuführvorrichtung (10) gegeben. Die Einschubwalzen (22 - 24) und die Hilfswalzen
(51 - 54) rotieren in ihrer jeweiligen Drehrichtung (25, 55). Die Einschubvorrichtung
(21) erfasst den Reifen oder die Reifenteile und schiebt diese in Richtung des Arbeitsraums
(80). Dieses Einschieben unterstützen die Hilfswalzen (51 - 54), die den Reifen an
der Trichterflanke (12) entlang fördern. Die Hakenscheiben (26 - 56) drücken gegen
den Reifen, ohne in den Reifen einzudringen. Die Umfangsgeschwindigkeit der Hakenscheiben
(28) der dritten Einschubwalze (24) ist geringer als Umfangsgeschwindigkeit der Hakenscheiben
(26, 27) der ersten beiden Walzen (22, 23) so dass die Einschubgeschwindigkeit des
Reifens verringert wird. Die spitzen Haken (46) der Rückhaltewalze (42) greifen in
den Reifen ein. Aufgrund ihrer geringen Umfangsgeschwindigkeit - im Ausführungsbeispiel
beträgt die Umfangsgeschwindigkeit der Haken (46) z.B. 69 % der Umfangsgeschwindigkeit
der Hakenscheiben (26) der Einschubwalze (22)- verzögern sie den Reifen. Der Reifen
tritt in Rotationsrichtung (99) des Werkzeugträgers (91) unmittelbar hinter dem oberen
Scheitelpunkt in den Arbeitsraum (80) ein.
[0038] Falls der Reifen klemmen sollte, steigt der Druck an den Zylinder-Kolbeneinheiten
z.B. auf einen Druck über dem eingestellten Schwellenwert an. Die unterste Einschubwalze
(24) und/oder die Rückhaltewalze (42) werden dann einzeln oder gemeinsam um die zweite
Einschubwalze (23) geschwenkt. Die Steuerung kann automatisch oder manuell erfolgen.
Bei einer automatischen Steuerung kann diese z.B. pneumatisch, hydraulisch, mittels
eines Federelements, etc. erfolgen. Bei einer manuellen Steuerung werden die Walzen
(24, 42) einzeln oder gemeinsam z.B. mittels einer Kurbel oder einer Schraube eingestellt.
Nach dem Ausschwenken wandert der Reifen u.a. aufgrund seiner Schwerkraft in Richtung
des Arbeitsraums (80).
[0039] Die Drehzahl des rotierbaren Werkzeugträgers (91) beträgt beispielsweise 300 Umdrehungen
pro Minute. Die Umfangsgeschwindigkeit der Arbeitskanten (115) der rotierbaren Werkzeuge
(111, 112) ergibt sich damit zu 9 Meter pro Sekunde.
[0040] Sobald der Reifen in den Arbeitsraum (80) gelangt, wird er von den rotierenden Werkzeugen
(111, 112) mitgenommen. Diese ziehen den Reifen in Richtung der feststehenden Werkzeuge
(151).
[0041] Hierbei wird der Reifen zwischen den Werkzeugen (111, 112) und der Rückhaltewalze
(42) gedehnt. Die z.B. zwei Werkstoffe des Verbundmaterials, aus dem der Reifen hergestellt
ist, werden hierbei unterschiedlich stark verformt. Während das Gummi eine weite elastische
und plastische Dehnung zulässt, erlauben die Stahldrähte vor dem Bruch nur eine geringere
elastische und plastische Dehnung. Die beiden Werkstoffe des Verbundwerkstoffs werden
somit auseinandergerissen. Teile des Reifens liegen nun an der Arbeitsfläche (116)
des rotierenden Werkzeugs (111) an und werden in Richtung des feststehenden Werkzeugs
(151) gefördert. Beim Passieren der beiden Arbeitskanten (115, 155) werden die Stahlteile
des Reifens abgeschert, während die Gummiteile mittels des Spalts (161) zwischen den
Arbeitskanten (115, 155) gehalten und in Umfangsrichtung gedehnt werden. Die Gummiteile
werden auseinandergerissen. Beim Auseinanderreißen wird der Querschnitt der Gummiteile
verändert, gegebenenfalls wird das einzelne Gummiteil zusätzlich gequetscht. Die Stahlteile
des Reifens liegen beispielsweise weiter an den Arbeitsflächen (116, 156) an und tragen
somit zusätzlich zum Zerreißen der Gummiteile bei. Gleichzeitig werden die Gummiteile
und die Stahlteile voneinander getrennt. Hierbei werden auf die Werkzeuge (111, 112,
151) im Wesentlichen Kräfte nur in Umfangsrichtung, also auf die Arbeitsflächen (116,
156) aufgebracht. Die Freiflächen (117, 157) bleiben weitgehend unbelastet, so dass
nur geringe radiale Kräfte auf die Lagerungen entstehen.
[0042] Sobald die Arbeitskante (115) des ersten rotierenden Werkzeugs (111) die Arbeitskanten
(155) der ersten Gruppe (141) feststehender Werkzeuge (151) passiert hat, nähert sich
die Arbeitskante (115) des nächsten rotierenden Werkzeugs (112) dieser Gruppe (141)
feststehender Werkzeuge (151). Auch beim Passieren dieser Arbeitskanten (115, 155)
werden Reifenteile zerkleinert. Beim Passieren der Arbeitskanten (115, 155) ist für
eine kurze Zeitdauer eine erhöhte Antriebsleistung erforderlich. Da jedoch zu einem
Zeitpunkt maximal 5 % der Länge aller Arbeitskanten (115, 155) miteinander zusammenwirken,
sind die Schwankungen der Leistungsaufnahme sehr gering. Die hohe Anzahl der Werkzeuge
(111, 112, 151) führt damit zu einer großen Anzahl an Leistungsspitzen und Leistungssenken
geringer Amplitude. Im Ausführungsbeispiel sind es pro Umdrehung des Werkzeugträgers
(91) 108 Leistungsspitzen und Leistungssenken. Somit besteht beim Betrieb ein weitgehend
konstanter, niedriger Leistungsbedarf. Dementsprechend hat die Vorrichtung (1) einen
geringen Energiebedarf.
[0043] Bei einer schrägen oder gebogenen Ausführung der Arbeitskanten (115, 155) kann die
Amplitude der erforderlichen Leistungsaufnahme gegebenenfalls weiter gesenkt werden.
[0044] Die zerkleinerten Reifenteile werden von den rotierenden Werkzeugen (111, 112) weiter
in der Rotationsrichtung (99) gefördert. Hierbei werden die zerkleinerten Reifenteile
u.a. aufgrund der Zentrifugalkraft entlang der Arbeitsfläche (116) in Richtung der
Siebe (181, 182) gefördert. Bei der Passage der nächsten Gruppe (142) feststehenden
Werkzeuge (151) werden die Reifenteile weiter zerkleinert. Diese Reifenteile können
durch den Zerkleinerungsvorgang erwärmen und verbacken. Haben die so entstandenen
Reifenteile einen Querschnitt, der kleiner ist als der Durchmesser eines Siebdurchbruchs
(183), durchtreten sie das Sieb (181, 182) und werden mittels der Leitbleche (184,
185) z.B. in Richtung des Transportbandes und des Magnetabscheiders gefördert. Auf
dem Transportband bildet sich ein Korngemenge aus Gummi- und aus Stahlkörnern, deren
maximaler Querschnitt dem freien Querschnitt eines Siebdurchbruchs (183) entspricht.
[0045] Das im Arbeitsraum (80) geförderte Material wird mittels der versetzt angeordneten
Werkzeugklötze (105) axial in z.B. drei Bereiche konzentriert, die z.B. zwischen der
zweiten (122) und dritten (123), sechsten (126) und siebten (127) und der zehnten
(130) und elften Werkzeugreihe (131) liegen. Da keine zwei nebeneinander angeordnete
rotierende Werkzeuge (111, 112) zeitlich nacheinander in Eingriff kommen, wird der
Werkzeugträger (91) weitgehend gleichmäßig belastet.
[0046] Die seitlich am Werkzeugträger (91) angeordneten Vorsprünge (97) verhindern bei der
Rotation des Werkzeugträgers (91) ein Eindringen von Reifenteilen in die Lagerungsbereiche.
Möglicherweise eingedrungene Reifenteile werden durch den bei der Rotation des Werkzeugträgers
(91) entstehenden Luftzug zurück in den Arbeitsraum (80) gefördert.
[0047] Zwischen den rotierenden Werkzeugen (111, 112) und den Sieben (181, 182) können sich
beim Betrieb der Vorrichtung (1) Reifenteile ansammeln, die noch nicht auf das erforderliche
Kornmaß zerkleinert sind. Diese Reifenteile werden bei der weiteren Rotation wieder
mitgerissen und weiter zerkleinert. Aufgrund der großen Siebfläche wird selbst bei
der Blockierung eines Siebs (181; 182) der Austrag der zerkleinerten Reifenteile nicht
behindert. Somit ist zur weiteren Bearbeitung keine Erhöhung der Antriebsleistung
- und damit keine zusätzliche Energie - für den rotierbaren Werkzeugträger (91) erforderlich.
[0048] Aufgrund des gleichförmigen Leistungsbedarfs werden die Werkzeuge (111, 112, 151)
weitgehend gleichmäßig beansprucht. Die Arbeitskanten (115, 155) und Arbeitsflächen
(116, 156) der feststehenden (151) und der rotierbaren Werkzeuge (111, 112) unterliegen
zumindest annähernd der gleichen Verschleißbeanspruchung. Die weitgehend unbelasteten
Freiflächen (117, 157) werden nur im geringen Maße auf Verschleiß beansprucht. Sollte
z.B. ein rotierbares Werkzeug (111; 112) abgenutzt sein, kann im Ausführungsbeispiel
nach dem Öffnen des Arbeitsraums (80) der entsprechende Werkzeugklotz (105) um 180
Grad gedreht werden. Die neue Arbeitskante (115) ist nun beispielsweise die Kante,
die bisher entgegen der Rotationsrichtung (99) orientiert war.
[0049] Statt eines Reifens kann mit der beschriebenen Vorrichtung auch ein anderer elastisch
und/oder plastisch verformbarer Ein-Komponentenwerkstoff zerkleinert werden. Auch
eine Zerkleinerung eines Mehrkomponentenwerkstoffs, bei dem z.B. nur ein Werkstoff
elastisch und/oder plastisch verformbar ist, ist denkbar.
[0050] Der bewegbare Werkzeugträger (91) kann anstatt als Walze (91) auch als Bandförderer,
Kettenförderer, etc. ausgeführt sein. Die feststehenden Werkzeuge (151) haben dann
beispielsweise alle den gleichen Abstand von diesem Werkzeugträger (91).
Bezugszeichenliste:
[0051]
- 1
- Zerkleinerungsvorrichtung,
Reifenzerkleinerungsvorrichtung
- 5
- Gehäuse
- 10
- Zuführvorrichtung
- 11
- Einführtrichter
- 12
- Trichterflanke
- 13
- Schlitze
- 21
- Einschubvorrichtung
- 22
- erste Einschubwalze, obere Einschubwalze
- 23
- zweite Einschubwalze, mittlere Einschubwalze
- 24
- dritte Einschubwalze, untere Einschubwalze
- 25
- Drehrichtung von (22 -24)
- 26
- Hakenscheiben von (22)
- 27
- Hakenscheiben von (23)
- 28
- Hakenscheiben von (24)
- 29
- Kettenrad auf (23)
- 31 - 33
- Haken von (26 - 28)
- 34
- lange Flanke, Druckflanke
- 35
- kurze Flanke, Halteflanke
- 36
- Kettenrad auf (22)
- 37
- Kettenrad auf (23)
- 38
- Kettenrad auf (23)
- 39
- Kettenrad auf (24)
- 41
- Rückhaltevorrichtung
- 42
- Rückhaltewalze
- 43
- Hakenscheiben von (42)
- 45
- Drehrichtung von (42)
- 46
- Haken von (43)
- 47
- Kettenrad auf (42)
- 52 - 54
- Hilfswalzen
- 55
- Drehrichtung von (52 - 54)
- 56
- Hakenscheiben von (52 - 54)
- 57
- Haken von (56)
- 59
- Elektromotor
- 61
- Antriebsmotor
- 62
- Getriebeabtriebswelle
- 63
- Kettenrad
- 64
- Kettenrad
- 65
- Rollenkette
- 66
- Rollenkette
- 67
- Rollenkette
- 68
- Rollenkette
- 71
- Führungslangloch
- 72
- Mitnehmer
- 73
- Zapfen
- 80
- Arbeitsraum
- 91
- bewegbarer Werkzeugträger, rotierbarer Werkzeugträger, rotierbare Walze
- 92
- maximaler Durchmesserbereich
- 93, 94
- Lagersitze
- 95
- Mittelachse von (91), Rotationsachse
- 96
- Stirnseiten
- 97
- Vorsprünge
- 98
- Zahnscheibe
- 99
- Bewegungsrichtung, Rotationsrichtung
- 103
- Einsenkungen
- 104
- Kante von (103)
- 105
- Werkzeugklotz
- 106
- Umfangsfläche von (91)
- 107
- Bodenflächen von (103)
- 109
- Innensechskantschrauben
- 111, 112
- bewegbare Werkzeuge, rotierbare Werkzeuge
- 115
- Arbeitskante
- 116
- Arbeitsfläche
- 117
- Freifläche
- 118
- Keilwinkel
- 119
- Zylinder
- 121 - 132
- Reihen von (103; 111, 112)
- 141 - 143
- Gruppen von Werkzeugen (151)
- 146
- Platten
- 147
- Anschlagleisten
- 151
- feststehende Werkzeuge
- 155
- Arbeitskanten
- 156
- Arbeitsflächen
- 157
- Freiflächen
- 158
- Keilwinkel
- 161
- engster Spalt
- 180
- Ausgabevorrichtung
- 181
- Sieb
- 182
- Sieb
- 183
- Durchbrüche, Siebdurchbrüche
- 184
- Leitbleche
- 185
- Leitbleche
- 186
- Träger
- 187
- Träger
- 188
- Gelenkwelle
- 189
- Gelenkwelle
- 191
- Öse
- 192
- Antriebseinheit
- 193
- Antriebseinheit
1. Zerkleinerungsvorrichtung (1) für elastisch und/oder plastisch verformbare Ein-Komponenten-Werkstoffe
oder für Mehrkomponenten-Werkstoffe, in denen mindestens ein Werkstoff elastisch und/oder
plastisch verformbar ist, mit einer Zuführvorrichtung (10), einem Arbeitsraum (80)
und einer Ausgabevorrichtung (180), wobei im Arbeitsraum (80) mindestens ein erstes
feststehendes Werkzeug (151) und auf einem bewegbaren Werkzeugträger (91) mindestens
ein zweites Werkzeug (111; 112) angeordnet ist und wobei bei jeder Bewegung des Werkzeugträgers
(91) sich zumindest der Ort des engsten Spalts (161) zwischen dem ersten (151) und
dem zweiten Werkzeug (111; 112) ändert, dadurch gekennzeichnet,
dass die Länge des engsten Spalts (161) zwischen dem ersten (151) und dem zweiten Werkzeug
(111; 112) gleich dem geringsten Abstand der Arbeitskanten (115, 155) dieser Werkzeuge
(111, 151; 112, 151) ist.
2. Zerkleinerungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegbare Werkzeugträger (91) rotierbar ist.
3. Zerkleinerungsvorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsfläche (156) des feststehenden Werkzeuges (151) mit der Rotationsachse
(95) des rotierbaren Werkzeugträgers (91) in einer gemeinsamen Ebene liegt.
4. Zerkleinerungsvorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführvorrichtung (10) oberhalb des rotierbaren Werkzeugträgers (91) angeordnet
ist.
5. Zerkleinerungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführvorrichtung (10) eine Einschub-(21) und eine Rückhaltevorrichtung (41)
umfasst.
6. Zerkleinerungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der engste Spalt (161) zwischen den Werkzeugen (111, 112, 151) von maximal 5 % der
Länge aller Arbeitskanten (115, 155) begrenzt wird.
7. Zerkleinerungsvorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des engsten Spalts zwischen den Werkzeugen (111, 151; 112, 151) zwischen
0,1 Millimeter und 1 Millimeter beträgt.
8. Zerkleinerungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilwinkel (118, 158) aller Werkzeuge (111, 112; 151) 90 Grad betragen.
9. Zerkleinerungsvorrichtung (1) nach Anspruch 2, dass die Teilung zweier feststehenden
Werkzeuge (151) kein ganzzahliges Vielfaches der Teilung zweier rotierbarer Werkzeuge
(111, 112) ist.
10. Zerkleinerungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der Länge aller Arbeitskanten (155) der feststehenden Werkzeuge (151) zumindest
annähernd gleich der Summe der Länge aller Arbeitskanten (115) der rotierbaren Werkzeuge
(111, 112) ist.
11. Zerkleinerungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabevorrichtung (180) zwei Siebe (181, 182) umfasst, die einen konstanten
Abstand zum bewegbaren Werkzeugträger (91) aufweisen.
12. Zerkleinerungsvorrichtung (1) nach den Ansprüchen 2 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebe (181, 182) den rotierbaren Werkzeugträger (91) in einem Winkelsegment von
über 270 Grad umgreifen.