[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Transportieren von
gleichartigen Gegenständen, insbesondere von Massen-Postsendungen.
[0002] In
EP 741374 B1 wird ein Verfahren beschrieben, wie ein Versender einen Stapel Postsendungen durch
einen Transporteur versenden lässt. Der Versender versieht jede Postsendung des Stapels
mit einem verschlüsselten Freimachungsvermerk ("encrypted indicia") und liefert den
Stapel zusammen mit einer Beschreibung ("mail documentation file") des Stapels ein,
vorzugsweise in elektronischer Form. Diese Beschreibung enthält eine Kennzeichnung
des Gesamtgewichts des Stapels. Der Transporteur überprüft diese Kennzeichnung.
[0003] Dieses Verfahren wird in
EP 741375 B1 abgewandelt. Die übermittelte Beschreibung ("statement of mailing") wird mit einer
digitalen Unterschrift versehen. Das Eintreffen der Beschreibung in einem "transaction
processing center" löst einen Geldtransfer aus, der den Transport bezahlt.
[0004] Aus
DE 102005040664 A1 sind ein Verfahren mit dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit dem
Oberbegriff des Anspruchs 24 bekannt. Mehrere Stapel mit Werbesendungen werden zu
einer Sortieranlage geliefert. Jeder Stapel besteht aus gleichartigen Werbesendungen.
Von jedem Stapel werden z. B. zehn beispielhafte Abbilder der Werbesendungen aufgenommen.
Aus diesen jeweils z. B. zehn Abbildern wird ein bildhafter Repräsentant generiert,
z. B. durch Mittelwertbildung. Um eine Werbesendung zu verarbeiten, wird ihr Ist-Abbild
mit dem jeweiligen Repräsentanten jedes Stapels verglichen.
[0005] In
EP 1622065 A1 und
AU 2005203141 A1 wird vorgeschlagen, automatisch Gruppen von gleichartigen Postsendungen unter allen
Postsendungen, die in einer Anlage verarbeitet werden, zu identifizieren. Hierfür
generiert die Sortieranlage jeweils ein Abbild jeder zu verarbeitenden Postsendung
und vergleicht diese Abbilder miteinander.
[0006] Das in
EP 1232024 B1 und
US 6826446 B1 beschriebene Verfahren setzt voraus, dass jede Postsendung mit einem maschinenlesbaren
Code, z. B. einem Strichmuster versehen wird.
[0007] Bei dem aus
WO 2006100357 A1 bekannten Verfahren durchläuft jede Postsendung zweimal eine Sortieranlage. Bei beiden
Durchläufen wird ein Abbild der Oberfläche der Postsendung generiert. Beim zweiten
Durchlauf wird jedes generierte Abbild einer Postsendung einzeln mit den Abbildern
verglichen, die beim ersten Durchlauf generiert und zwischengespeichert wurden.
[0008] In
DE 10021734 C1 wird ein Verfahren zum Ermitteln von Gebieten mit Verteilinformationen auf Sendungen
beschrieben. Hierbei wird ein digitales Abbild der die Verteilinformationen aufweisenden
Oberfläche jeder Sendung gewonnen und gespeichert und einer OCR- Einheit zur automatischen
Auswertung zugeführt. Falls das gesuchte Gebiet nicht eindeutig erkannt wird, so wird
das zugehörige gesamte Abbild der die Verteilinformationen aufweisenden Oberfläche
an eine Videokodiervorrichtung weitergeleitet.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren mit dem Oberbegriff des Anspruchs
1 und eine Vorrichtung mit dem Oberbegriff des Anspruchs 24 bereitzustellen, durch
die automatisch erkannt wird, welche Gegenstände zur Menge gehören, ohne dass auf
die gleichartigen Gegenstände eine Information über die Zugehörigkeit zur Menge aufgedruckt
zu sein braucht und ohne dass es erforderlich ist, dass Gegenstände die Sortieranlage
durchlaufen, um das Soll-Abbild zu erzeugen.
[0010] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 24 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
[0011] Eine Menge von Gegenständen wird zu Zielpunkten transportiert. Diese Menge kann aus
einem einzigen Gegenstand oder aus mehreren ähnlichen Gegenständen bestehen. Möglich
ist, dass jeder Gegenstand zu einem anderen Zielpunkt transportiert wird. Möglich
ist auch, dass mehrere Gegenstände der Menge zu demselben Zielpunkt transportiert
werden.
[0012] Jeder Gegenstand der Menge durchläuft mindestens einmal eine Sortieranlage. Möglich
ist, dass andere Gegenstände, die nicht zur Menge gehören, ebenfalls diese Sortieranlage
durchlaufen. Für jeden Gegenstand, der die Sortieranlage durchläuft, wird der Zielpunkt
vorgegeben, an den dieser Gegenstand zu transportieren ist. Der Zielpunkt wird dadurch
vorgegeben, dass der Gegenstand mit einer Festlegung des Zielpunkts versehen ist,
und/oder dadurch, dass der Zielpunkt in einem Datenspeicher abgespeichert ist, den
die Sortieranlage ausliest.
[0013] Die Sortieranlage erzeugt jeweils mindestens ein Ist-Abbild jedes Gegenstands, der
die Sortieranlage durchläuft. Dieses Ist-Abbild zeigt den Gegenstand aus einer bestimmten
Blickrichtung.
[0014] Die Sortieranlage ermittelt den jeweiligen Zielpunkt jedes Gegenstands, der die Sortieranlage
durchläuft. Hierfür wertet sie das Ist-Abbild und/oder den Datensatz aus. Anschließend
löst die Sortieranlage einen Transport jedes durchlaufenden Gegenstands an den ermittelten
Zielpunkt aus.
[0015] Die Sortieranlage ist mit einer Datenverarbeitungsanlage verbunden oder umfasst eine
Datenverarbeitungsanlage. Erfindungsgemäß wird eine rechnerverfügbare Beschreibung
der Menge von einer Datenverarbeitungsanlage eines Versenders an diejenige Datenverarbeitungsanlage
übermittelt, die mit der Sortieranlage verbunden ist. Diese übermittelte Beschreibung
umfasst ein für jeden Gegenstand der Menge gültiges Soll-Abbild des Gegenstands aus
der vorgegebenen Blickrichtung. Das Soll-Abbild enthält keine Angaben zu einem Zielpunkt.
[0016] Die Datenverarbeitungsanlage entscheidet für jeden Gegenstand, der die Sortieranlage
durchläuft, automatisch, ob der Gegenstand zur Menge gehört oder nicht. Für diese
Entscheidung vergleicht die Datenverarbeitungsanlage das Ist-Abbild des Gegenstands
mit dem übermittelten Soll-Abbild.
[0017] Ein Vorteil der Erfindung ist der folgende: Während die Gegenstände der Menge transportiert
werden, lässt sich ihr Transport überwachen und verfolgen, ohne dass jeder Gegenstand
mit einer individuellen Kennung versehen zu sein braucht, der den Gegenstand von allen
anderen Gegenständen unterscheidet, die gleichzeitig transportiert werden. Eine solche
individuelle Kennung erfordert häufig viel Platz auf dem Gegenstand oder verunstaltet
diesen.
[0018] Weiterhin braucht auf keinem Gegenstand eine Information darüber angebracht zu sein,
dass der Gegenstand zur Menge gehört. Die Zugehörigkeit zur Menge erkennt die Sortieranlage
vielmehr automatisch, indem sie das vorgegebene Soll-Abbild mit dem ermittelten Ist-Abbild
vergleicht.
[0019] Die Erfindung macht es auch überflüssig, dass zunächst mindestens ein Gegenstand
der Menge die Sortieranlage durchläuft, bevor das Soll-Abbild der Beschreibung erzeugt
werden kann. Vielmehr steht das Soll-Abbild zur Verfügung, sobald die Beschreibung
an diejenige Datenverarbeitungsanlage, die mit der Sortieranlage verbunden ist, übermittelt
und ausgewertet worden ist.
[0020] In einer Ausgestaltung wird das Soll-Abbild aus einer Druckvorlage erzeugt. Diese
Druckvorlage ist dazu verwendbar, ein Blatt zu erzeugen, mit dem jeder Gegenstand
der Menge versehen ist und das von außen sichtbar ist, beispielsweise ein Deckblatt
eines Katalogs. Diese Ausgestaltung erspart die Notwendigkeit, einen eigenen Arbeitsschritt
für die Erzeugung des Deckblatts vorzusehen. Vielmehr wird eine ohnehin vorhandene
Druckvorlage wiederverwendet.
[0021] In einer Ausgestaltung wird jeder Gegenstand der Menge mit einer Kennzeichnung eines
Zielpunkts versehen, bevor er zum ersten Mal eine Sortieranlage durchläuft, z. B.
indem er mit der Kennzeichnung beschriftet wird. Die Sortieranlage liest diese Kennzeichnung
und ermittelt auf diese Weise den Zielpunkt. An die Datenverarbeitungsanlage wird
eine rechnerverfügbare Auflistung mit denjenigen Zielpunkten übermittelt, an die die
Gegenstände zu transportieren sind. Die Sortieranlage verwendet diese Auflistung,
um die gelesenen Zieladressen zu validieren und zu überprüfen. Insbesondere verwendet
sie die Auflistung, um Mehrdeutigkeiten beim Lesen aufzulösen.
[0022] Ein Vorteil dieser Ausgestaltung ist die, dass die Auflistung viel weniger Zielpunkte
enthält als eine Adress-Datenbank mit allen Adressen eines bestimmten Gebiets.
[0023] In einer anderen Ausgestaltung versieht die Sortieranlage selber die Gegenstände
mit einer Kennzeichnung des Zielpunkts. Diese Ausgestaltung erspart es einem Versender,
vorab die Gegenstände mit den Zielpunkten zu versehen, und spart die Notwendigkeit
ein, dass die Sortieranlage einen Zielpunkt liest. Vielmehr werden die Gegenstände
ohne Zielpunkt-Kennzeichnungen der Sortieranlage zugeführt. An die Datenverarbeitungsanlage
wird eine rechnerverfügbare Auflistung mit Soll-Zielpunkten übermittelt. An jeden
dieser Soll-Zielpunkte ist jeweils mindestens ein Gegenstand der Menge zu transportieren.
Die Sortieranlage wertet die Auflistung aus und wählt wiederholt jeweils einen Soll-Zielpunkt
aus der Auflistung aus. Sie versieht einen Gegenstand der Menge mit einer Kennzeichnung
des ausgewählten Soll-Zielpunkts. Diese Kennzeichnung wird verwendet, um den Gegenstand
an den Soll-Zielpunkt zu transportieren.
[0024] Diese Ausgestaltung der Erfindung spart die Notwendigkeit ein, dass die Gegenstände
der Menge getrennt von anderen Gegenständen der Sortieranlage zugeführt werden. Vielmehr
erkennt die Sortieranlage automatisch, dass ein durchlaufender Gegenstand zur Menge
gehört und automatisch mit einer Kennzeichnung eines Soll-Zielpunkts der Auflistung
zu versehen ist. Daher ist eine gemischte Zuführung möglich.
[0025] Die Erfindung lässt sich auf den Transport von Postsendungen, z. B. von Briefen oder
Katalogen, anwenden. Jede Postsendung ist an jeweils eine vorgegebene Zustelladresse
zu transportieren. Die Postsendungen können auch Hauspost-Sendungen sein, die innerhalb
eines räumlich verteilten Unternehmens zu versenden sind. Die Zustelladressen umfassen
bei dieser Anwendung Adressen von Standorten des Unternehmens.
[0026] Die zu transportierenden Gegenstände können auch Gepäckstücke von Reisenden oder
Frachtgüter sein. Jedes Gepäckstück ist an einen Flughafen oder an einen Bahnhof oder
Hafen oder sonstigen Zielpunkt zu transportieren. Eine Gepäckförderanlage ermittelt,
welches Gepäckstück an welchen Zielort zu transportieren ist. Die Gepäckstücke der
Menge erfordern z. B. eine gleichartige Behandlung und sind sich optisch ähnlich.
Die Erfindung kann auch für den innerbetrieblichen Materialfluss in einer Fertigungsanlage
verwendet werden. Die Sortieranlage transportiert verschiedenartige Einbauteile an
eine Fertigungsstraße, auf der z. B. Autos hergestellt werden. Jedes Einbauteil ist
an einen bestimmten Ort der Fertigungsstraße zu transportieren, um dort z. B. in eine
Karosserie eingebaut zu werden.
Die Erfindung wird auf eine Art von Einbauteilen angewendet, die z. B. auf eine bestimmte
Weise zu transportieren sind. Oder die Einbauteile dieser Art sind noch nicht mit
einer Kennzeichnung ihres jeweiligen Zustellpunkts versehen, bevor sie die Sortieranlage
durchlaufen, und werden erst in der Sortieranlage mit einer solchen Kennzeichnung
versehen. Dank der Erfindung werden diese Einbauteile von andersartigen Einbauteilen
unterschieden.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben. Dabei
zeigt:
- Fig. 1
- Anordnung, in der eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens realisiert
wird.
[0028] Im Ausführungsbeispiel sind die zu transportierenden Gegenstände Postsendungen. Als
Zielpunkte der Gegenstände fungieren vorgegebene Zustelladressen, mit denen die Postsendungen
vor oder während des Transports versehen werden. Eine Zustelladresse kann z. B. eine
natürliche Person mit einer Besuchsadresse, ein Unternehmen oder ein Postfach kennzeichnen.
[0029] Die Erfindung wird dazu verwendet, um einen Stapel mit vielen gleichartige Postsendungen,
z. B. mit vielen Exemplaren einer Zeitschrift oder eines Katalogs, an unterschiedliche
Empfänger zu versenden. Die einzelnen Postsendungen unterscheiden sich durch die unterschiedlichen
Zustelladressen, aber nicht durch ihr Gewicht oder ihre Abmessungen. Die Zustelladresse
einer Postsendung umfasst vorzugsweise den Namen des Empfängers (natürliche oder juristische
Person), Straße und Hausnummer oder Postfach, Ort sowie Postleitzahl oder "ZIP code"
sowie bei Bedarf eine Kennzeichnung des Landes oder des Zustellbezirks.
[0030] Ein Versender transportiert die gleichartigen Postsendungen zu einem Transporteur,
z. B. zu einem Post-Unternehmen oder einem anderen Logistik-Dienstleister. Dieser
Transporteur stellt jede der Postsendungen des Stapels an ihren jeweiligen Adressaten
zu. Zur Unterscheidung von anderen Postsendungen werden die gleichartigen Postsendungen
des Stapels im Folgenden als "Massen-Postsendungen" bezeichnet.
[0031] Die Massen-Postsendungen des Stapels weisen gleichartige Deckblätter auf, die während
der Verarbeitung von außen sichtbar sind. Beispielsweise ist jede Massen-Postsendung
eingeschweißt, und der Einband oder der Umschlag der Postsendung fungiert als das
Deckblatt. Im Falle einer Zeitschrift fungiert die von außen sichtbare erste Seite
als Deckblatt. Möglich ist auch, dass eigens für den Transport die Zeitschrift bzw.
der Katalog um ein Adress-Deckblatt mit einem Logo des Versenders und / oder einem
Logo der Zeitschrift ergänzt wird, das nicht zur Zeitschrift / zum Katalog gehört
und dann als das Deckblatt fungiert.
[0032] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die jeweilige Zustelladresse jeder Massen-Postsendung
in einem bestimmten Bereich auf jedem Deckblatt aufgedruckt oder aufgestempelt. Dieser
Bereich wird im Folgenden als Adressblock-Feld bezeichnet. In die Adressblock-Felder
können weitere Informationen eingetragen sein, z. B. die Kundennummer des Adressaten
beim Versender, eine Kundennummer des Versenders beim Transporteur und/oder eine Vorausverfügung
("endorsement"). Das Eintragen zusätzlicher Informationen ist aber für die Massen-Postsendungen
des Stapels nicht erforderlich.
[0033] In einer abweichenden Ausführungsform ist das Deckblatt z. B. eines teuren Katalogs
freigehalten von Adressaufdrucken. Die Zustelladresse ist auf die Rückseite der Postsendung
aufgedruckt. Eine Vorausverfügung wird ebenfalls auf die Rückseite gestempelt.
[0034] Eine Wirkung einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die, dass sie die
Notwendigkeit einspart, Vorausverfügungen und Qualitätsanforderungen auf die Massen-Postsendungen
des Stapels aufzudrucken. Durch eine Vorausverfügung ("endorsement") legt der Versender
fest, was der Transporteur mit einer Postsendung machen soll, die nicht an die vorgegebene
Zustelladresse zugestellt werden kann. Mögliche Vorausverfügungen, die der Transporteur
anbietet und aus denen der Versender auswählt, sind z. B. die Rücksendung an den Versender,
eine Weiterleitung an eine andere Zustelladresse, z. B. ein Postfach oder ein Fach
einer Paketfachanlage, oder eine Vernichtung der Postsendung. Für die Rücksendung
ist eine Rücksendeadresse, z. B. eine Adresse des Verlags, anzugeben. Häufig ist diese
Rücksendeadresse in Inneren einer Zeitschrift angebracht. Eine Sortieranlage kann
sie daher nicht von außen erkennen.
[0035] Durch eine Qualitätsanforderung ("quality of service") legt der Versender fest, welche
Qualitätsbedingungen der Transporteur beim Transport der Postsendung einhalten soll.
Beispiele für Qualitätsanforderungen sind der Transport "per Luftpost", als "1st class
mail", als "2nd class mail" sowie Zustellung an den Empfänger spätestens n Tage nach
der Einlieferung.
[0036] Möglich ist, dass der Versender Vorausverfügungen und/oder Qualitätsanforderungen
vorgibt, die für alle Postsendungen des Stapels gelten. Die Rücksendeadresse für nicht
zustellbare Exemplare z. B. einer Zeitschrift ist ein Beispiel für eine solche Standard-Vorausverfügung.
Zusätzlich oder statt dessen kann der Versender auch für einzelne Postsendungen individuelle
Vorausverfügungen und/oder Qualitätsanforderungen vorgeben, z. B. für Postsendungen
an bestimmte Personen oder bestimmte Zustellbezirke.
[0037] Im Ausführungsbeispiel übermittelt der Versender zusätzlich eine rechnerverfügbare
Auflistung an den Transporteur. Diese Auflistung enthält individuelle Festlegungen,
die nur für jeweils eine oder einige Massen-Postsendungen gelten, während die Festlegungen
in der Beschreibung für alle Massen-Postsendungen gültig ist. Die Auflistung enthält
Datensätze, die jeweils eine Zustelladresse und mindestens eine Festlegung für die
Massen-Postsendung an diese Zustelladresse umfassen.
[0038] Diese Auflistung übermittelt der Versender vorzugsweise auf elektronischem Weg an
den Transporteur, z. B. mittels einer Datenverarbeitungsanlage über das Internet und
vorzugsweise über eine gesicherte Datenleitung und in verschlüsselter Form, z. B.
mit einer digitalen Unterschrift versehen. Beispielsweise übersendet der Versender
eine Tabelle oder Datenbank an den Transporteur (d. h. an eine Datenverarbeitungsanlage
des Transporteurs), in der für einige oder alle Zustelladressen des Stapels jeweils
ein Datensatz enthalten ist.
[0039] Der Versender übermittelt individuelle Vorausverfügungen und Qualitätsanforderungen
vorzugsweise dadurch an eine Datenverarbeitungsanlage des Transporteurs, dass die
Auflistung diese individuellen Vorgaben umfasst. Ist für eine Postsendung an eine
bestimmte Zustelladresse eine individuelle Vorausverfügung oder Qualitätsanforderung
festgelegt, so enthält der Datensatz für diese Zustelladresse eine Kennzeichnung dieser
Vorausverfügung bzw. Qualitätsanforderung. Möglich ist, dass für dieselbe Zustelladresse
sowohl eine Vorausverfügung als auch eine Qualitätsanforderung festgelegt sind.
[0040] In dieser Tabelle oder Datenbank können zusätzlich weitere Informationen abgespeichert
sein, die für eine einzelne Zustelladresse spezifisch sind, z. B. Adressenänderungen,
die erst nach dem Aufdrucken der Zustelladresse dem Versender bekannt wurden, und
Kundennummern.
[0041] Möglich ist auch, dass die Auflistung nur für einzelne Zustelladressen je einen Datensatz
enthält, z. B. nur für Zustelladressen mit individuellen Vorausverfügungen und/oder
Qualitätsanforderungen. Bevorzugt enthält die Auflistung zusätzlich Angaben zur Anzahl
der Massen-Postsendungen des Stapels.
[0042] Fig. 1 zeigt eine Anordnung, in der eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
realisiert wird. Eine Datenverarbeitungsanlage 1 des Versenders übermittelt die rechnerverfügbare
Beschreibung Be und die rechnerverfügbare Auflistung Aufl an eine Datenverarbeitungsanlage
2 des Transporteurs, die z. B. im ersten Sortierzentrum steht. Die Datenverarbeitungsanlage
2 des Transporteurs ist mit einer zentralen Datenbank 3 verbunden. Die Beschreibung
Be enthält ein Soll-Abbild S-Abb der Massen-Postsendungen des Stapels.
[0043] Der Versender liefert einen Stapel mit adressierten Massen-Postsendungen ein. Ein
Strom von Postsendungen durchläuft in einer Transportrichtung T die erste Sortieranlage
10. In Fig. 1 sind eine erste Postsendung Ps-1 in Form eines Briefs, eine Massen-Postsendung
Ps-2 des Stapels und eine weitere Massen-Postsendung Ps-3, die aber nicht zu diesem
Stapel gehört, gezeigt. Eine Kamera 5 der Sortieranlage 10 erzeugt mindestens ein
Ist-Abbild jeder Postsendung, u. a. das Ist-Abbild I-Abb der Massen-Postsendung Ps-2
des Stapels. Dieses Ist-Abbild I-Abb enthält ein Abbild Add-Abb der Zustelladresse
Add von Ps-2. Das Soll-Abbild S-Abb enthält keine Zustelladresse.
[0044] Die Datenverarbeitungsanlage 2 des Transporteurs ermittelt durch Lesezugriff auf
die zentrale Datenbank 3 das Soll-Abbild S-Abb und entscheidet, dass die Postsendung
Ps-1 eine Massen-Postsendung des Stapels ist. Auf entsprechende Weise entscheidet
die Datenverarbeitungsanlage 2, dass die Postsendungen Ps-1 und Ps-3 nicht vom Stapel
stammen. Durch Auswertung des Ist-Abbilds I-Abb ermittelt die Datenverarbeitungsanlage
2 weiterhin die Zustelladresse Add von Ps-2. In der Auflistung Aufl vom Versender
ist für diese Zustelladresse Add eine Vorausverfügung hinterlegt, nämlich eine neue
Zustelladresse. Die Datenverarbeitungsanlage 2 erzeugt einen Druckbefehl Dru und übermittelt
diesen Druckbefehl an einen Drucker 4 der Sortieranlage 10. Dieser druckt die neue
Zustelladresse auf die Postsendung Ps-2 auf.
[0045] Möglich ist, dass die Zustelladresse nicht in das Deckblatt der Postsendung eingefügt
ist, z. B. weil die Postsendung ein teurer und aufwendig gestalteter Katalog ist,
der nicht durch Aufdruck verunziert werden soll. In diesem Fall werden zwei Ist-Abbilder
der Postsendung erzeugt - ein Ist-Abbild I-Abb-1 zeigt das Deckblatt ohne Zustelladresse
und ein weiteres Ist-Abbild I-Abb-2 zeigt die Rückseite mit der Zustelladresse. Beide
Ist-Abbilder werden ausgewertet, um nach einer Zustelladresse zu suchen und um ein
Abbild eines Deckblatts zu erhalten, das mit dem Soll-Abbild S-Abb verglichen wird.
[0046] In einer anderen Ausführungsform sind die Deckblätter nicht mit Zustelladressen versehen.
Beispielsweise ist kein Adressblock-Feld vorgesehen. Diese andere Ausführungsform
wird z. B. angewendet, um Werbesendungen breit zu streuen, aber trotzdem nicht jedem
Haushalt in einem bestimmten Zustellgebiet eine solche Werbesendung zuzusenden. Diese
andere Ausführungsform wird auch dann angewendet, wenn der Versender jeweils einen
Katalog oder Zeitschrift an registrierte Kunden versenden lassen will und den Schritt
einsparen will, selber diese Kataloge / Zeitschriften mit den Zustelladressen zu versehen.
Der Versender übermittelt an den Transporteur die unbedruckten Massen-Postsendungen
sowie die gerade beschriebene Auflistung mit denjenigen Zustelladressen, die mit den
Massen-Postsendungen beschickt werden sollen.
[0047] In einer Ausführungsform wird die Auflistung von einer Datenverarbeitungsanlage des
Versenders an die Datenverarbeitungsanlage des Transporteurs übermittelt. Die Massen-Postsendungen
selber werden von einer Druckerei zum Transporteur befördert, und zwar unabhängig
von der Auflistung.
[0048] Die Erfindung ermöglicht es dem Transporteur, die Massen-Postsendungen des Stapels,
die noch nicht mit einer Zustelladresse versehen sind, gemeinsam mit anderen Postsendungen
zu verarbeiten und durch eine Sortieranlage laufen zu lassen. Nicht erforderlich ist
eine Sonderbehandlung für die Massen-Postsendungen des Stapels. Aufgrund des Deckblatts
werden die Massen-Postsendungen automatisch erkannt, so dass die Sortieranlage sie
mit Zustelladressen versehen kann.
[0049] Erfindungsgemäß übermittelt der Versender zusätzlich an den Transporteur eine rechnerverfügbare
Beschreibung der Massen-Postsendungen des Stapels. Diese Beschreibung umfasst Informationen,
die allen Massen-Postsendungen des Stapels gemeinsam sind. Hierzu gehört insbesondere
ein elektronisches Abbild des Deckblatts jeder Massen-Postsendung, das im Folgenden
als Soll-Abbild bezeichnet wird. Z. B. wegen Toleranzen beim Druckvorgang kann das
Ist-Abbild einer Massen-Postsendung des Stapels von diesem Soll-Abbild abweichen.
Möglich ist, dass diese Beschreibung weitere Informationen enthält, die für alle Massen-Postsendungen
des Stapels gültig sein sollen, z. B. Standard-Vorausverfügungen, die dann gelten,
wenn für eine Postsendung keine individuelle Vorausverfügung festgelegt ist.
[0050] Dieses Soll-Abbild umfasst bevorzugt eine Kennzeichnung der Position und der Abmessungen
des Adressblock-Feldes. Das Adressblock-Felder selber ist im Soll-Abbild vorzugsweise
leer. Somit ist das Soll-Abbild für jede der vielen gleichartigen Massen-Postsendungen
des Stapels gültig, ist also ein generisches Abbild. Dieses Soll-Abbild kann ein Logo
des Versenders und/oder das Logo einer Zeitschrift oder eines Katalogs umfassen.
[0051] In einer Ausgestaltung verwendet der Versender eine elektronische Druckvorlage, anhand
derer das Deckblatt gedruckt ist, zusätzlich dazu, das Soll-Abbild zu generieren.
Beispielsweise übermittelt er direkt die Druckvorlage als Bestandteil der Beschreibung
an die Datenverarbeitungsanlage des Transporteurs. Oder eine Datenverarbeitungsanlage
des Versenders generiert aus der Druckvorlage das Soll-Abbild, indem sie eine vereinfachte
Kopie mit weniger Speicherplatz generiert.
[0052] Das Abbild ist vorzugsweise eine Datei in einem Format zur Beschreibung von Graphiken,
z. B. Bitmap, Portable Document Format (PDF), ein Vektor-Graphik-Format, JPG oder
Tag Image File Format (TIF).
[0053] Die rechnerverfügbare Beschreibung umfasst im Ausführungsbeispiel zusätzlich eine
Kennung des Versenders des Stapels sowie pauschale Vorausverfügungen ("endorsements")
und Qualitätsanforderungen, also solche Festlegungen des Versenders, die für jede
Postsendung des Stapels gelten. Beispielsweise enthält die rechnerverfügbare Beschreibung
die Festlegung, dass jede Postsendung spätestens nach n Tagen Transport den Empfänger
(d. h. die Zustelladresse) erreichen soll und dann, wenn sie nicht zustellbar ist,
an den Versender zurückgesandt werden soll.
[0054] Die Kennung lässt sich dafür verwenden, dass die Sortieranlage automatisch den Versender
einer durchlaufenden Massen-Postsendung erkennt, ohne das Ist-Abbild dieser Postsendung
auf eine Absenderadresse oder ein Logo des Versenders durchsuchen zu müssen.
[0055] Weiterhin umfasst die rechnerverfügbare Beschreibung zusätzlich eine Standard-Ersatz-Zustelladresse.
Eine Massen-Postsendung ist an dieser Standard-Ersatz-Zustelladresse zu transportieren,
falls sich herausstellt, dass sie nicht an die vorgegebene Zustelladresse transportiert
werden kann und falls nicht eine Vorausverfügung eine andere Behandlung der Massen-Postsendung
festlegt. Die Standard-Ersatz-Zustelladresse kann die Adresse des Versenders sein,
an die die Massen-Postsendung zurückgesandt wird, oder sonst eine vom Versender vorgegebene
Adresse. Der Kennung des Versenders kann eine Rücksendeadresse zugeordnet sein, an
die eine unzustellbare Massen-Postsendung des Stapels zurückgesandt werden soll.
[0056] Jede Massen-Postsendung des Stapels durchläuft in einer Ausgestaltung mindestens
zweimal ein Sortierzentrum mit einer Sortieranlage. Zuerst durchläuft die Postsendung
dasjenige Sortierzentrum, das alle Postsendungen vom Einlieferungsort verarbeitet,
die maschinenverarbeitbar sind. Die Sortieranlage in diesem ersten Sortierzentrum
ermittelt die Zustelladresse jeder Massen-Postsendung. Beispielsweise liest die erste
Sortieranlage die Zustelladresse, die auf das Deckblatt aufgedruckt oder aufgestempelt
ist. Die ermittelte Zustelladresse wird zwischengespeichert.
[0057] Vorzugsweise validiert die erste Sortieranlage die gelesene Adresse. Hierfür liest
die erste Sortieranlage die gerade genannte rechnerverfügbare Auflistung mit Zustelladressen
aus. Diese Auflistung enthält für jede Massen-Postsendung des Stapels jeweils eine
Zustelladresse. Die erste Sortieranlage vergleicht die gelesene Adresse einer Massen-Postsendung
mit den Adressen in der Auflistung. Durch den Vergleich löst die erste Sortieranlage
z. B. Mehrdeutigkeiten auf, die nach dem Lesen der Zustelladresse verblieben sind.
[0058] Abhängig von der erkannten Zustelladresse wird die Postsendung in einer Ausgabeeinrichtung
der ersten Sortieranlage ausgeschleust und zu demjenigen zweiten Sortierzentrum transportiert,
welches für den Zustellbezirk der Zustelladresse zuständig ist. Das zweite Sortierzentrum
kann mit dem ersten Sortierzentrum identisch sein. Die zweite Sortieranlage im zweiten
Sortierzentrum ermittelt die zwischengespeicherte Adresse einer Postsendung und leitet
die Postsendung an die jeweilige Zustelladresse weiter. Vorzugsweise schleust die
zweite Sortieranlage jede Postsendung in ein Ausgabefach aus, das für Postsendungen
an eine oder mehrere vorgegebene Zustelladressen reserviert ist.
[0059] Die Massen-Postsendungen des Stapels werden in beiden Sortierzentren zusammen mit
anderen Postsendungen verarbeitet. Die Sortierzentren benutzen die rechnerverfügbare
Beschreibung mit dem Abbild, um die gleichartigen Massen-Postsendungen von anderen
zu verarbeitenden Postsendungen zu unterscheiden.
[0060] In einer anderen Ausgestaltung durchlaufen die Massen-Postsendungen des Stapels nur
einmal ein Sortierzentrum mit einer Sortieranlage. Bei dieser Ausgestaltung sind die
Postsendungen vorsortiert, und alle Postsendungen des Stapels sind an Zustelladressen
in demjenigen Zustellbezirk zu transportieren, für den das Sortierzentrum zuständig
ist. Möglich ist, dass die gleichartigen Massen-Postsendungen vorab beim Vorsortieren
auf mehrere Stapel aufgeteilt werden, nämlich auf jeweils einen Stapel pro Zustellbezirk.
[0061] Vorzugsweise sind alle Sortieranlagen des Transporteurs mit einer zentralen Datenbank
verbunden. Das Soll-Abbild wird in dieser zentralen Datenbank abgespeichert. Dadurch
hat jede Sortieranlage Lesezugriff auf die Beschreibung und insbesondere auf das Soll-Abbild.
Doppelte Datenhaltung wird vermieden.
[0062] In einer anderen Ausgestaltung wird das Soll-Abbild des Deckblatts an jedes Sortierzentrum
übermittelt. Die rechnerverfügbare Auflistung mit den Zustelladressen wird vorzugsweise
ebenfalls an die zentrale Datenbank oder an alle Sortierzentren übermittelt.
[0063] Vorzugsweise wird vorab automatisch überprüft, ob das übermittelte Soll-Abbild ausreicht,
um die Massen-Postsendungen von anderen Postsendungen, die der Transporteur transportiert,
zu unterscheiden. Hierfür wird das übermittelte Soll-Abbild mit abgespeicherten Abbildern
von anderen Postsendungen oder Deckblättern anderer Stapel verglichen. Ein Merkmalsvektor
des übermittelten Abbildes wird mit jeweils einem Merkmalsvektor jedes anderen abgespeicherten
Abbildes verglichen. Der Abstand zwischen diesen beiden Merkmalsvektoren wird berechnet.
Ist der Abstand groß genug, so lassen sich die Massen-Postsendungen des Stapels von
anderen Postsendungen unterscheiden.
[0064] Im ersten Sortierzentrum wird für jede zu verarbeitende Postsendung automatisch geprüft,
ob diese Postsendung eine des Massen-Postsendungen des Stapels ist oder eine andere
Postsendung. Hierfür wird die rechnerverfügbare Beschreibung verwendet, die der Versender
an den Transporteur übermittelt hat.
[0065] In einer Ausgestaltung werden die Länge und die Dicke der zu verarbeitenden Postsendung
wenigstens grob gemessen. Die gemessene Länge und Dicke wird mit den übermittelten
Abmessungen verglichen. Differieren die gemessene Länge oder Dicke stärker als eine
vorgegebene Schranke von den übermittelten Abmessungen, so gehört die zu verarbeitende
Postsendung nicht zu den Massen-Postsendungen des Stapels. Möglich ist, zusätzlich
das Gewicht der Postsendung wenigstens grob zu messen und mit Angaben in der Beschreibung
zu vergleichen. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, den zeitaufwendigen Vergleich von
Ist-Abbild mit Soll-Abbild auf einige der durchlaufenden Postsendungen einzuschränken.
[0066] Das Gewicht und insbesondere die Abmessungen der Postsendungen werden häufig ohnehin
ermittelt, damit die erste Sortieranlage die Postsendungen verarbeiten kann, vor allem
dann, wenn die erste Sortieranlage unterschiedlich große oder schwere Postsendungen
in nicht vorhersehbarer Reihenfolge verarbeitet.
[0067] In der ersten Sortieranlage wird ein elektronisches Ist-Abbild derjenigen Oberfläche
der zu verarbeitenden Postsendung erzeugt, die die Zustelladresse trägt. Beispielsweise
wird die Oberfläche von einer oder mehreren Kameras abfotografiert.
[0068] Möglich ist, dass die Postsendung zunächst von mehreren Seiten, also aus mehreren
Blickrichtungen, abfotografiert oder abgescannt wird. Dadurch werden mehrere Ist-Abbilder
erzeugt. Automatisch wird ermittelt, welches Ist-Abbild die Zustelladresse oder wenigstens
ein Zustelladress-Feld für die Zustelladresse trägt. Dies ist insbesondere beim Transport
eines Pakets erforderlich. Auch Briefe und Postkarten weisen zwei Oberflächen auf,
auf denen eine Zustelladresse stehen kann.
[0069] Dieses Ist-Abbild wird mit dem Soll-Abbild verglichen, das der Versender an den Transporteur
übermittelt hat. Falls mehrere Soll-Abbilder für unterschiedliche Stapel an den Transporteur
übermittelt wurden, so wird das Ist-Abbild mit jedem dieser Soll-Abbilder verglichen.
[0070] In der Regel weist das Ist-Abbild der zu verarbeitenden Postsendung eine Zustelladresse
auf. Spätestens dann, wenn ein Zusteller eine Postsendung zustellen soll, muss diese
Postsendung nämlich eine menschenlesbare Zustelladresse tragen. Das vom Versender
übermittelte Soll-Abbild hingegen weist keine Zustelladresse auf, weil die Massen-Postsendungen
des Stapels in der Regel an unterschiedliche Zustelladressen zu transportieren sind.
Vor dem Vergleich eines Ist-Abbildes mit dem Soll-Abbild ist daher die Zustelladresse
herauszurechnen.
[0071] In einer Ausgestaltung umfasst die übermittelte Beschreibung eine Kennzeichnung der
Position und der Abmessungen des Zustelladress-Feldes. Diese Kennzeichnung verwendet
die erste Sortieranlage, um zu ermitteln, wo sich im Ist-Abbild die Zustelladresse
befindet, um diese Zustelladresse vor dem Vergleich zwischen Soll-Abbild und Ist-Abbild
aus dem Ist-Abbild herauszurechnen.
[0072] In einer anderen Ausgestaltung ermittelt die erste Sortieranlage automatisch durch
Auswertung des Ist-Abbildes, wo sich die Zustelladresse befindet (Ermittlung der "region
of interest"), ohne dass die übermittelte Beschreibung notwendigerweise eine Kennzeichnung
der Position oder von Abmessungen des Zustelladress-Feldes umfasst.
[0073] In beiden Ausgestaltungen rechnet die erste Sortieranlage das Adressblock-Feld mit
der Zustelladresse aus dem erfassten Ist-Abbild heraus. Das rechnerverfügbare Ist-Abbild
- mit herausgerechnetem Zustelladress-Feld - wird mit dem übermittelten rechnerverfügbaren
Soll-Abbild verglichen.
[0074] Im Folgenden wird beschrieben, wie das Ist-Abbild mit dem vorgegebenen Soll-Abbild
verglichen wird.
[0075] Vorzugsweise wird von beiden Abbildern jeweils ein Merkmalsvektor berechnet. Jeder
Merkmalsvektor umfasst Merkmalswerte von charakteristischen Merkmalen des jeweiligen
Abbildes,
[0076] z. B. die Häufigkeit und die räumliche Verteilung von Grautönen und von Farbtönen
sowie die Verteilung von Leuchtdichteintensitäten, Lage und Größe des Zustelladress-Feldes.
Bevorzugt wird ein Gitter über das jeweilige Abbild gelegt. Für jedes Gitterfeld wird
gezählt, wie viele Bildpunkte im Gitterfeld bestimmte Eigenschaften haben. Das Feld
mit der Zustelladresse wird hierbei nicht berücksichtigt, z. B. indem das Gitter nicht
das Zustelladress-Feld überdeckt.
[0077] Unter Verwendung des erfassten Ist-Abbildes - nach Herausrechnen der Zustelladresse
- generiert die erste Sortieranlage einen Ist-Merkmalsvektor, der das Ist-Abbild der
Oberfläche ohne Zustelladresse beschreibt. Dieser Merkmalsvektor wird im Folgenden
als "reduzierter Ist-Merkmalsvektor" bezeichnet. Weiterhin wird ein Soll-Merkmalsvektor
berechnet, der das Soll-Abbild mit Werten derselben Merkmale beschreibt.
[0078] Die beiden Merkmalsvektoren werden automatisch miteinander verglichen. Vorzugsweise
wird ein Abstand zwischen den beiden Merkmalsvektoren in einem geeigneten Merkmalsraum
berechnet. Übersteigt der Abstand eine vorgegebene Schranke, so stammen die beiden
Abbilder von unterschiedlichen Postsendungen, und die zu verarbeitende Postsendung
gehört nicht zu den Massen-Postsendungen des Stapels. Bei einem Abstand kleiner oder
gleich der Schranke entscheidet die erste Sortieranlage automatisch, dass die zu verarbeitende
Postsendung zu den Massen-Postsendungen des Stapels gehört.
[0079] Vorzugsweise wird der Soll-Merkmalsvektor des übermittelten Soll-Abbildes einmal
vorab berechnet und z. B. in der zentralen Datenbank oder in jeder Sortieranlage abgespeichert.
Denn dieser Soll-Merkmalsvektor wird für jeden Vergleich wieder verwendet. Hingegen
werden der Ist-Merkmalsvektor und der reduzierte Ist-Merkmalsvektor für eine zu verarbeitende
Postsendung dann berechnet, wenn diese Postsendung eine Sortieranlage durchläuft.
Er hängt vom Ist-Abbild dieser Postsendung ab.
[0080] In einer alternativen Ausgestaltung wird die Entscheidung, ob die zu verarbeitende
Postsendung eine der Massen-Postsendungen des Stapels ist, ausschließlich durch Vergleich
des Ist-Abbilds mit dem Soll-Abbild durchgeführt, also ohne die Abmessungen oder das
Gewicht zu vergleichen.
[0081] Im Folgenden werden die Schritte beschrieben, die dann durchgeführt werden, wenn
die zu verarbeitende Postsendung zu dem Stapel mit den Massen-Postsendungen gehört.
[0082] Wie bereits erwähnt, ermittelt die erste Sortieranlage die Zustelladresse jeder zu
verarbeitenden Postsendung. In einer Ausführungsform übermittelt der Versender eine
rechnerverfügbare Auflistung mit den Zustelladressen für die Massen-Postsendung an
den Transporteur. Die erste Sortieranlage hat Lesezugriff auf diese Auflistung, beispielsweise
weil auch die Auflistung in der zentralen Datenbank abgespeichert ist. Die erste Sortieranlage
wertet die Auflistung aus, um die Zustelladresse zu ermitteln oder um ein Ermittlungsergebnis
zu überprüfen.
[0083] Insbesondere beseitigt die erste Sortieranlage Mehrdeutigkeiten, die beim Lesen der
Zustelladresse verblieben sind. Falls eine zu verarbeitende Postsendung vom Stapel
stammt, so überprüft die erste Sortieranlage, ob die ermittelte Zustelladresse in
der Auflistung mit den Zustelladressen enthalten ist. Ist dies nicht der Fall, so
ist ein Lesefehler aufgetreten, oder die übermittelte Auflistung ist unvollständig
oder sonst wie fehlerhaft.
[0084] Die erste Sortieranlage ermittelt Qualitätsanforderungen, die für einzelne oder alle
Postsendungen des Stapels vorgegeben sind. Sobald erkannt wurde, dass eine Postsendung
zum Stapel gehört, wertet die erste Sortieranlage bevorzugt zunächst die übermittelte
Beschreibung des Stapels aus und prüft, ob Qualitätsanforderungen vorgegeben sind,
die für alle Sendungen des Stapels gelten. Hat die erste Sortieranlage in der Beschreibung
eine derartige Qualitätsanforderung entdeckt, so setzt sie diese Qualitätsanforderung
um. Beispielsweise veranlasst sie einen unverzüglichen Weitertransport, falls als
Qualitätsanforderung vorgegeben ist, dass die Postsendung am Tag nach der Einlieferung
zuzustellen ist ("E+1", "1st class mail"). Darf der Transport hingegen z. B. bis zu
fünf Tagen dauern, so löst die erste Sortieranlage vorzugsweise eine Zwischenspeicherung
der Postsendung aus, um die Postsendung kostengünstig gemeinsam mit vielen anderen
Postsendungen zu transportieren, auch solchen Postsendungen, die erst am nächsten
Tag die erste Sortieranlage erreichen.
[0085] Nachdem die erste Sortieranlage zusätzlich die Zustelladresse einer Postsendung des
Stapels gelesen hat, durchsucht sie die Auflistung nach individuellen Qualitätsanforderungen.
Hierfür sucht sie in der Auflistung nach einem Datensatz, der die gelesene Zustelladresse
umfasst. Wird ein solcher Datensatz gefunden, so prüft die erste Sortieranlage, ob
dieser Datensatz eine individuelle Qualitätsanforderung enthält, und löst einen Transport
der Postsendung entsprechend der individuellen Qualitätsanforderung aus. Nicht erforderlich
ist es, dass der Versender eine Qualitätsanforderung auf die Postsendung aufdruckt
und die zweite Sortieranlage diese Qualitätsanforderung liest.
[0086] Wird in der Auflistung ein Datensatz mit der Zustelladresse gefunden, so prüft die
erste Sortieranlage weiterhin, ob der Datensatz eine Aktualisierung oder Korrektur
der Zustelladresse enthält. Beispielsweise ist der Empfänger umgezogen und hat einen
Nachsendeantrag gestellt. Oder er ist verreist und hat verfügt, dass alle Postsendungen
für einen bestimmten Zeitraum in einem Postfach zwischengelagert werden sollen. Oder
der Empfänger hat verfügt, dass alle Postsendungen, die mit seiner Adresse gekennzeichnet
sind, an ein Postfach gesandt werden sollen. Die erste Sortieranlage ermittelt die
korrekte Zustelladresse im Datensatz und löst einen Transport an die korrigierte Zustelladresse
aus. Vorzugsweise druckt die erste Sortieranlage die korrigierte Zustelladresse auf
die Postsendung, z. B. indem sie ein Etikett mit der korrigierten Zustelladresse bedruckt
und das Etikett über die alte Zustelladresse klebt.
[0087] Berücksichtigt wird die Möglichkeit, dass die Postsendung bereits zum dritten Mal
eine Sortieranlage durchläuft, nämlich weil sie nach den ersten beiden Durchläufen
nicht an die Zustelladresse zugestellt werden konnte und daher aufgrund einer Vorausverfügung
weitertransportiert wird. Eine solche Vorausverfügung wird also dann wirksam, wenn
die Postsendung an die vorgegebene Zustelladresse transportiert wurde und dort festgestellt
wurde, dass die Postsendung nicht an diese Zustelladresse zugestellt werden konnte.
In der Regel stellt dies ein Zulieferer fest. Beispielsweise ist der Empfänger umgezogen
und hat keinen Nachsendeantrag gestellt. Oder der Nachsendeantrag ist nicht mehr wirksam.
Die Postsendung wird mit einem Vermerk versehen, dass sie nicht an die Zustelladresse
zugestellt werden kann, und wird erneut zu einer Sortieranlage befördert. Diese Sortieranlage
löst einen Transport entsprechend der Vorausverfügung aus. Möglich ist also, dass
eine Postsendung, die die erste Sortieranlage durchläuft, nicht an die aufgedruckte
Zustelladresse zu transportieren ist, sondern gemäß einer Vorausverfügung z. B. an
den Versender oder an einen Dritten.
[0088] Die Rücksendeadresse, an die die Postsendung zurückzusenden ist, braucht dank der
Erfindung nicht auf die Postsendung aufgedruckt zu sein. Die Sortieranlage ermittelt
die Rücksendeadresse vielmehr, indem sie die rechnerverfügbare Beschreibung auswertet.
Diese kann neben dem Soll-Abbild die Rücksendeadresse enthalten.
[0089] Die erste Sortieranlage prüft daher zunächst, ob ein Vermerk über eine Nicht-Zustellbarkeit
auf der Postsendung aufgedruckt ist. Ist dies der Fall, so sucht die Sortieranlage
in der Beschreibung nach einer pauschalen Vorausverfügung für alle Postsendungen des
Stapels. Weiterhin sicht sie, nachdem die Zustelladresse gelesen wurde, in der Auflistung
nach einer individuellen Vorausverfügung für diese Zustelladresse.
[0090] Falls weder eine individuelle noch eine pauschale Vorausverfügung gefunden wird,
so wendet die erste Sortieranlage bevorzugt eine abgespeicherte Regel an, die für
alle Postsendungen gültig ist, die von diesem Transporteur transportiert werden. Diese
Regel legt fest, was die Sortieranlage mit einer nicht zustellbaren Postsendung zu
tun hat. Die Behandlung der Postsendung kann von der vorgegebenen individuellen oder
pauschalen Qualitätsanforderung abhängen. Beispielsweise werden "1st class mail items"
an die vorgegebene Rücksendeadresse zurückgesandt, alle anderen Postsendungen werden
vernichtet.
[0091] Dank der Erfindung ist es nicht erforderlich, dass die erste Sortieranlage im Ist-Abbild
dieser Postsendung nach Vorausverfügungen sucht. Dies reduziert die Gefahr von Fehlern
beim Auswerten des Ist-Abbildes. Insbesondere würde die erste Sortieranlage dann,
wenn das Ist-Abbild nach Informationen über Vorausverfügungen durchsucht wird, nicht
mit ausreichend hoher Sicherheit automatisch zu entscheiden vermögen, dass das Ist-Abbild
keine Vorausverfügung enthält und daher eine Regel des Transporteurs anzuwenden ist.
Die Erfindung liefert ein Verfahren, dass die Gefahr von Fehlern reduziert und diese
Sicherheit bietet: Falls weder die Beschreibung eine pauschale noch die Auflistung
eine individuelle Vorausverfügung enthält, so ist die Regel des Transporteurs anzuwenden.
[0092] Wie bereits dargelegt, übermittelt der Versender in einer Ausführungsform die Massen-Postsendungen
ohne aufgedruckte Zustelladresse an den Transporteur. Der Transporteur ermittelt die
Zustelladressen ausschließlich aufgrund der übermittelten Auflistung.
[0093] In dieser Ausführungsform legt ausschließlich die Auflistung fest, an welche Zustelladressen
die Massen-Postsendungen zu transportieren sind. Die Massen-Postsendungen werden der
ersten Sortieranlage zugeführt, ohne mit Zustelladressen versehen zu sein, z. B. gemeinsam
mit anderen Postsendungen. Die Datenverarbeitungsanlage des Sortierzentrums hat Lesezugriff
auf diese Auflistung mit den Zustelladressen. Sobald die Datenverarbeitungsanlage
erkannt hat, dass eine Massen-Postsendung des Stapels die Sortieranlage durchläuft,
wählt die Datenverarbeitungsanlage einen Datensatz mit einer Zustelladresse in der
Auflistung aus. Sie übermittelt diese ausgewählte Zustelladresse an die erste Sortieranlage.
Die erste Sortieranlage versieht die Massen-Postsendung des Stapels mit einer Kennzeichnung
der ausgewählten Zustelladresse. Erst hierdurch wird diese Massen-Postsendung von
den anderen Massen-Postsendungen des Stapels unterscheidbar.
[0094] Vorzugsweise druckt die erste Sortieranlage die jeweilige Zustelladresse in das Adressblock-Feld
der zu verarbeitenden Postsendung, die erst dadurch von anderen Massen-Postsendungen
des Stapels unterscheidbar wird. In einer Ausführungsform enthält die übermittelte
Beschreibung neben dem Soll-Abbild eine Festlegung des Adressblock-Feldes. Diese Festlegung
ist für alle Massen-Postsendungen des Stapels gültig. Daher "weiß" die erste Sortieranlage,
wohin die Zustelladresse zu drucken ist und wie viel Platz zur Verfügung steht.
[0095] Möglich ist auch, dass die erste Sortieranlage die Zustelladresse und eventuelle
Vorausverfügungen sowie das übermittelte Soll-Abbild auf ein eigenes Blatt druckt
und die Postsendung ohne Zustelladresse mit diesem Blatt zu einer neuen Postsendung
mit Zustelladresse zusammenfügt. Dieses Blatt fungiert als das Deckblatt, und mit
diesem Deckblatt lässt sich die Postsendung als Teil des Stapels identifizieren.
[0096] In einer Ausprägung der Ausführungsform ist an jede Zustelladresse der Auflistung
genau eine Massen-Postsendung des Stapels zu senden. Die Auflistung kann mehrere übereinstimmende
Zustelladressen enthalten. Nachdem die Datenverarbeitungsanlage eine Zustelladresse
aus der Auflistung ausgewählt und an die Sortieranlage übermittelt hat, sperrt die
Datenverarbeitungsanlage diese Zustelladresse gegen eine erneute Auswahl. Dadurch
wird verhindert, dass an dieselbe Zustelladresse zwei Massen-Postsendungen des Stapels
transportiert werden.
[0097] In einer anderen Ausprägung enthält jeder Datensatz - oder wenigstens einige Datensätze
- der Auflistung neben jeweils einer Zustelladresse zusätzlich die Soll-Anzahl der
Massen-Postsendungen, die an diese Zustelladresse zu transportieren sind. Beispielsweise
erhält gemäß der Auflistung eine Bibliothek fünf Exemplare einer Zeitschrift oder
ein Möbelhaus drei Exemplare eines Katalogs. Die Datenverarbeitungsanlage registriert
für jeden Datensatz der Auflistung, wie viele Massen-Postsendungen mit einer Kennzeichnung
der Zustelladresse dieses Datensatzes versehen worden sind. Falls die gezählte Anzahl
die vorgegebene Soll-Anzahl erreicht hat, wird der Datensatz gegen eine weitere Auswahl
gesperrt.
[0098] Diese Ausführungsform der Erfindung spart die Notwendigkeit ein, vorab zu zählen,
ob genügend Massen-Postsendungen an die erste Sortieranlage transportiert worden sind,
um alle Zustelladressen der Auflistung mit einer Massen-Postsendung bzw. der jeweils
benötigten Anzahl von Massen-Postsendungen zu versorgen. Vielmehr stellt die erste
Sortieranlage automatisch fest, ob ihr genügend Massen-Postsendungen zugeführt worden
sind.
[0099] Nach einer vorgegebenen Zeitspanne steht fest, dass alle eingelieferten Massen-Postsendungen
die erste Sortieranlage durchlaufen haben. Falls nach Einlieferung der Massen-Postsendungen
ohne Zustelladresse diese vorgegebene Zeitspanne verstrichen ist und noch nicht alle
Datensätze der Auflistung gegen das Ausgewählt-Werden gesperrt worden sind, so fehlen
Massen-Postsendungen. Die Anzahl der nicht gesperrten Datensätze und ggf. die Summe
der Soll-Anzahlen der nicht gesperrten Datensätze liefert die Anzahl der noch benötigten
Massen-Postsendungen. Vorzugsweise generiert die Datenverarbeitungsanlage eine entsprechende
Nachricht, die an die Datenverarbeitungsanlage des Versenders übermittelt wird. Der
Versender kann dann weitere Massen-Postsendungen einliefern.
[0100] Umgekehrt kann es passieren, dass eine Massen-Postsendung ohne Zustelladresse die
erste Sortieranlage durchläuft und die Datenverarbeitungsanlage feststellt, dass jeder
Datensatz der Auflistung gegen eine Auswahl gesperrt ist. In diesem Fall wird entdeckt,
dass mehr Massen-Postsendungen als benötigt zur ersten Sortieranlage transportiert
wurden. Vorzugsweise schleust die erste Sortieranlage diese überzähligen Massen-Postsendungen
aus und veranlasst einen Rücktransport z. B. zur Rücksendeadresse, die in der Beschreibung
enthalten ist. Möglich ist auch, dass die Datenverarbeitungsanlage weitere Zustelladressen
vom Versender anfordert oder einen Vorgang auslöst, durch den die überzähligen Massen-Postsendungen
an eine Standard-Ersatz-Zustelladresse transportiert werden. Diese Standard-Ersatz-Zustelladresse
ist vorzugsweise in der Beschreibung enthalten.
[0101] Abhängig von der jeweiligen Zustelladresse wird jede Massen-Postsendung - gemeinsam
mit anderen Postsendungen - zu einem zweiten Sortierzentrum transportiert, das für
die Zustelladresse zuständig ist. Die Sortieranlage im zweiten Sortierzentrum ermittelt
die Zustelladresse jeder zu verarbeitenden Postsendung. Verschiedene Massen-Postsendungen
des Stapels werden i. a. zu unterschiedlichen zweiten Sortieranlagen transportiert.
[0102] Sehr zeitraubend wäre es, wenn nicht nur die erste, sondern auch die zweite Sortieranlage
die Zustelladresse auf der Postsendung liest. Denn dies könnte erfordern, dass die
Zustelladresse erneut manuell gelesen und eingegeben wird. In einer Ausgestaltung
druckt die erste Sortieranlage ein Strichmuster auf, welches die Zustelladresse codiert.
Die zweite Sortieranlage liest das Strichmuster und ermittelt dadurch die zwischengespeicherte
Zustelladresse.
[0103] Oft wünscht der Versender aber nicht, dass seine Postsendungen mit einem solchen
Strichmuster versehen werden, weil diese die Postsendungen verunstalten würden. Außerdem
sieht eine Vereinbarung zwischen verschiedenen Post-Dienstleistern im Weltpostverein
(UPU) vor, dass das erste Sortierzentrum dann kein Strichmuster auf eine Postsendung
aufdruckt, wenn die Postsendung anschließend von einem Sortierzentrum eines anderen
Post-Dienstleisters transportiert wird. Diese Vereinbarung gilt insbesondere für grenzüberschreitende
Postsendungen. Denn dieser andere Post-Dienstleister verwendet in der Regel ein anderes
System von Strichmustern als der erste Post-Dienstleister.
[0104] Daher wurde ein Verfahren unter der Bezeichnung "Fingerprint" entwickelt, bei dem
Merkmalsvektoren verglichen werden. Ein solcher Vergleich von Merkmalsvektoren ist
z. B. aus
[0106] Das Verfahren des Fingerprints umfasst den Schritt, dass die erste Sortieranlage
aus dem Ist-Abbild der Postsendung - mit der Zustelladresse - einen Ist-Merkmalsvektor
berechnet. Dieser Ist-Merkmalsvektor wird im Folgenden als vollständiger Ist-Merkmalsvektor
bezeichnet, denn er wird aus dem Ist-Abbild mit Zustelladresse berechnet, während
der reduzierte Ist-Merkmalsvektor aus dem Ist-Abbild ohne Zustelladresse (dem Ist-Abbild
nach Herausrechnen der Zustelladresse) berechnet wird.
[0107] Die erste Sortieranlage generiert für jede Postsendung jeweils einen Datensatz, der
den vollständigen Ist-Merkmalsvektor und die erkannte Zustelladresse umfasst. Dieser
Datensatz wird in einer zentralen Datenbank gespeichert. Die zweite Sortieranlage
generiert erneut jeweils einen vollständigen Ist-Merkmalsvektor jeder Postsendung,
die die zweite Sortieranlage durchläuft.
[0108] Die zweite Sortieranlage ermittelt die Zustelladresse wie folgt: Der generierte vollständige
Ist-Merkmalsvektor wird mit allen vollständigen Ist-Merkmalsvektoren verglichen, die
in der zentralen Datenbank abgespeichert sind. Derjenige abgespeicherte vollständige
Ist-Merkmalsvektor wird ermittelt, der dem von der zweiten Sortieranlage generierten
vollständigen Ist-Merkmalsvektor am ähnlichsten ist. Jeder abgespeicherte Ist-Merkmalsvektor
und damit auch der ähnlichste Merkmalsvektor gehört zu einem Datensatz, der zusätzlich
eine Zustelladresse umfasst. Die zweite Sortieranlage verwendet die abgespeicherte
Zustelladresse des ähnlichsten Merkmalsvektors als Zustelladresse für die Postsendung.
[0109] Der oben beschriebene reduzierte Ist-Merkmalsvektor wird im Ausführungsbeispiel verwendet,
um den vollständigen Ist-Merkmalsvektor für das Fingerprint-Verfahren zu erzeugen.
Wie oben dargelegt, beschreibt der reduzierte Ist-Merkmalsvektor das Ist-Abbild ohne
das Feld mit der Zustelladresse, der vollständige Ist-Merkmalsvektor das vollständige
Ist-Abbild mit Zustelladresse.
[0110] Um den reduzierten Ist-Merkmalsvektor zu berechnen, wird vorzugsweise ein Gitter
über das Ist-Abbild gelegt, welches das Zustelladress-Feld ausspart. Um den vollständigen
Ist-Merkmalsvektor zu berechnen, wird vorzugsweise ein Gitter über das Ist-Abbild
gelegt, welches das Zustelladress-Feld vollständig überdeckt. Der vollständige Ist-Merkmalsvektor
wird bevorzugt mit denselben Merkmalen wie der reduzierte Ist-Merkmalsvektor und mit
demselben Verfahren berechnet.
[0111] Berechnungsergebnisse lassen sich hierbei wiederverwenden. Beispielsweise wird ausgehend
von den Berechnungsergebnissen für den reduzierten Ist-Merkmalsvektor ein Gitter über
das Zustelladress-Feld gelegt, und die Auswertung dieses Feldes wird mit den Berechnungsergebnissen,
die bei der Berechnung des reduzierten Ist-Merkmalsvektors erzielt wurden, kombiniert.
Dies liefert den vollständigen Ist-Merkmalsvektor für das vollständige Ist-Abbild.
[0112] In einer Fortbildung dieser Ausgestaltung werden zusätzlich das rechnerverfügbare
Soll-Abbild und die rechnerverfügbare Auflistung verwendet, die der Versender an den
Transporteur übermittelt hat. Die zweite Sortieranlage entscheidet automatisch, ob
die zu verarbeitende Postsendung zum Stapel mit Massen-Postsendungen gehört oder nicht.
Diese Entscheidung führt die zweite Sortieranlage so durch, wie es oben für die erste
Sortieranlage beschrieben wurde. Falls die zu verarbeitende Postsendung zum Stapel
gehört, so stellt die zweite Sortieranlage fest, ob die ermittelte Zustelladresse
auf der Auflistung verzeichnet ist oder nicht. Ist die ermittelte Zustelladresse nicht
verzeichnet, so wird vorzugsweise nach weiteren Merkmalsvektoren in den Datensätzen
der zentralen Datenbank gesucht. Unter den so ermittelten Datensätzen wird nach einem
Datensatz mit einer Zustelladresse gesucht, die in der Auflistung vorhanden ist.
[0113] Die zweite Sortieranlage leitet jede Postsendung an die jeweils ermittelte Zustelladresse
weiter. Die aufgedruckte Zustelladresse sowie eventuell die Vorausverfügung werden
verwendet, um die Massen-Postsendung korrekt zuzustellen.
[0114] Die Erfindung ermöglicht es, Qualitätsanforderungen und Vorausverfügungen für die
Postsendungen des Stapels automatisch zu berücksichtigen und dennoch die Postsendungen
gemeinsam mit den übrigen Postsendungen nach einem ohnehin üblichen Verfahren zu verarbeiten.
Nicht erforderlich ist es, die Postsendungen des Stapels getrennt von weiteren Postsendungen
zu verarbeiten und zu transportieren, was erheblich aufwendiger wäre.
[0115] Weiterhin ist es dank der Erfindung nicht erforderlich, einen Vermerk über einen
Beförderungsentgelt ("indicia") oder eine Vorausverfügung ("endorsement") oder eine
Qualitätsanforderung ("quality of service") auf eine Massen-Postsendung des Stapels
aufzudrucken. Diese Informationen sind in der Beschreibung (falls die Informationen
für alle Massen-Postsendungen gültig sind) oder in der Auflistung (Informationen,
die lediglich für einige Massen-Postsendungen gelten) enthalten. Lediglich die Zustelladresse
ist auf die Postsendung zu drucken, falls nicht bereits der Versender die Postsendung
mit der Zustelladresse versieht.
[0116] Bevorzugt wird ein Zeitraum vorgegeben, innerhalb dessen alle Postsendungen des Stapels
zu ihren jeweiligen Zustelladressen transportiert oder gemäß einer Vorausverfügung
zurückgesendet oder sonst wie verarbeitet werden. Dieser Zeitraum beginnt mit der
Einlieferung des Stapels und endet z. B. acht Tage später. Nur innerhalb dieses Zeitraums
werden Ist-Abbilder von Postsendungen mit dem Soll-Abbild verglichen. Danach wird
die Beschreibung mit dem Soll-Abbild im zentralen Datenspeicher deaktiviert, weil
nach Ende des Zeitraums keine Postsendungen des Stapels mehr eine Sortieranlage durchlaufen.
[0117] Vorzugsweise transportiert der Transporteur Massen-Postsendungen von verschiedenen
Stapeln, die von unterschiedlichen Versendern stammen können. Die Postsendungen eines
Stapels sind - bis auf die Zustelladresse - gleichartig, während die Postsendungen
verschiedener Stapels sich unterscheiden. Beispielsweise enthalten die verschiedenen
Stapel die Exemplare unterschiedlicher Zeitschriften oder Kataloge.
[0118] Das Verfahren wird für die Postsendungen der verschiedenen Stapel durchgeführt. Für
jeden Stapel wird jeweils eine Beschreibung des Stapels mit einem Soll-Abbild erzeugt
und an den Transporteur übermittelt. Jede dieser Beschreibungen wird für je einen
vorgegebenen Zeitraum aktiviert. Der Zeitraum beginnt mit der Einlieferung des jeweiligen
Stapels. Die Länge des Zeitraums kann von einer pauschalen Qualitätsanforderung für
den Stapel abhängen, insbesondere von einer vorgegebenen maximalen Transportdauer.
Das Ist-Abbild einer Sendung wird mit allen Soll-Abbildern von aktivierten Beschreibungen
verglichen. Die Datenverarbeitungsanlage entscheidet entweder, dass die Postsendung
zu genau einem dieser Stapel gehört, und zusätzlich, zu welchem sie gehört. Oder die
Datenverarbeitungsanlage entscheidet, dass die Postsendung zu keinem der Stapel gehört,
von denen eine Beschreibung vorliegt.
[0119] Vorzugsweise generiert die Datenverarbeitungsanlage, die mit der ersten oder der
zweiten Sortieranlage verbunden ist, oder eine andere Datenverarbeitungsanlage des
Transporteurs zusätzlich eine Rechnung oder eine sonstige Zahlungsinformation, die
der Transporteur an den Versender übermittelt.
[0120] Hierfür verwendet die Datenverarbeitungsanlage des Transporteurs die rechnerverfügbare
Beschreibung des Stapels mit Massen-Postsendungen. Dieser Beschreibung entnimmt die
Datenverarbeitungsanlage neben dem Soll-Abbild zusätzlich die Kennung des Verwenders,
die festlegt, wer den Transport des Stapels mit Massen-Postsendungen in Auftrag gegeben
hat.
[0121] Wie oben dargelegt, ermittelt die erste Sortieranlage, welche der angelieferten Postsendungen
zu diesem Stapel mit Massen-Postsendungen gehört. Hierfür verwendet sie wie oben beschrieben
das Soll-Abbild, das der Versender - als Teil der rechnerverfügbaren Beschreibung
- an den Transporteur übermittelt hat. Außerdem ermittelt die erste Sortieranlage
die Anzahl der Postsendungen des Stapels. Weiterhin ermittelt sie vorzugsweise das
Gewicht und die Abmessungen jeder Massen-Postsendung des Stapels.
[0122] Um die Rechnung zu generieren, verwendet die Datenverarbeitungsanlage des Transporteurs
zum einen die Angaben des Versenders in der übermittelten Beschreibung. Diese Beschreibung
enthält Vorausverfügungen, die für alle Massen-Postsendungen des Stapels gelten. Vorzugsweise
überprüft die Datenverarbeitungsanlage diese Angaben automatisch mittels dem jeweils
gemessenen tatsächlichen Gewicht und/oder den gemessenen Abmessungen. In der Praxis
können Abweichungen auftreten, und Postsendungen des Stapels können unterschiedliche
Gewichte haben.
[0123] Zum anderen wertet die Datenverarbeitungsanlage die Auflistung mit den Zustelladressen
und den individuellen Vorausverfügungen sowie die gelesenen aufgedruckten Zustelladressen
aus.
[0124] Damit stehen alle Angaben zur Verfügung, die benötigt werden, um das Beförderungsentgelt
zum Transport des Stapels zu berechnen und in Rechnung zu stellen, nämlich
- die Kennung und damit die Identität des Versenders,
- die Anzahl der Postsendungen des Stapels,
- deren jeweiliges Gewicht und Abmessungen,
- die Verteilung der Zustelladressen auf Zustellgebiete und
- die generischen und individuellen Vorausverfügungen, die der Transporteur zu berücksichtigen
hatte.
[0125] Die Datenverarbeitungsanlage des Transporteurs generiert mit diesen Angaben eine
Rechnung für den Transport der Massen-Postsendungen des Stapels und verwendet hierfür
die gerade aufgelisteten Angaben. Sie löst eine Übermittlung dieser Rechnung an den
Transporteur aus.
[0126] In einer Weiterbildung wird automatisch ermittelt, wie lange jede Massen-Postsendung
des Stapels transportiert wurde. Hierfür werden folgende Informationen gemessen und
abgespeichert:
- der Zeitpunkt, an dem der Stapel eingeliefert wurde,
- für jede Massen-Postsendung des Stapels der Zeitpunkt, an dem diese Postsendung von
der Datenverarbeitungsanlage der ersten Sortieranlage als Bestandteil des Stapels
erkannt wurde, und
- für jede Massen-Postsendung des Stapels der Zeitpunkt, an dem diese Postsendung von
der Datenverarbeitungsanlage der zweiten Sortieranlage als Bestandteil des Stapels
erkannt wurde.
[0127] Aus den zeitlichen Abständen lassen sich die Transportzeit jeder Postsendung und
auch eine durchschnittliche Transportzeit und weitere statistische Angaben berechnen.
Insbesondere lässt sich überprüfen, ob der Transporteur eine gewünschte Transportzeit,
die der Versender vorgegeben hat, tatsächlich eingehalten hat oder nicht.
Bezugszeichenliste
| Bezugszeichen |
Bedeutung |
| 1 |
Datenverarbeitungsanlage des Versenders |
| 2 |
Datenverarbeitungsanlage des Transporteurs |
| 3 |
zentrale Datenbank |
| 4 |
Drucker der Sortieranlage 10 |
| 5 |
Kamera der Sortieranlage 10; erzeugt das IstAbbild I-Abb |
| 10 |
Sortieranlage |
| Add |
Zustelladresse der Massen-Postsendung Ps-2 |
| Add-Abb |
Abbild der Zustelladresse Add im Ist-Abbild I-Abb |
| Aufl |
rechnerverfügbare Auflistung |
| Be |
Rechnerverfügbare Beschreibung; enthält das Soll-Abbild S-Abb |
| Dru |
Druckbefehl vom Drucker 4 |
| I-Abb |
Ist-Abbild der Postsendung Ps-2 |
| Ps-1 |
weitere Postsendung in Form eines Briefs |
| Ps-2 |
Massen-Postsendung des Stapels in Form eines Katalogs |
| Ps-3 |
weitere Postsendung in Form eines Katalogs |
| S-Abb |
Soll-Abbild einer Massen-Postsendung des Stapels |
| T |
Transportrichtung |
1. Verfahren zum Transportieren einer Menge von Gegenständen (Ps-2), insbesondere von
Postsendungen, wobei jeder Gegenstand (Ps-2) der Menge mindestens einmal eine Sortieranlage
(10) durchläuft, für jeden Gegenstand (Ps-2) der Menge und jeden weiteren Gegenstand
(Ps-1, Ps-3), der die Sortieranlage durchläuft, jeweils ein Zielpunkt vorgegeben wird,
die Sortieranlage (10) von jedem Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3), der die Sortieranlage
(10) durchläuft,
- mindestens ein Ist-Abbild (I-Abb) des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, Ps-3) aus einer vorgegebenen
Blickrichtung erzeugt,
- den jeweils vorgegebenen Zielpunkt (Add) des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, Ps-3) ermittelt
und
- den Transport des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, Ps-3) an den jeweils ermittelten Zielpunkt
auslöst, die Datenverarbeitungsanlage (2) für jeden Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3),
der die Sortieranlage (10) durchläuft, automatisch entscheidet, ob der Gegenstand
zur Menge gehört oder nicht,
wobei die Datenverarbeitungsanlage (2) für die Entscheidung das erzeugte Ist-Abbild
(I-Abb) des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, Ps-3) mit einem weiteren Abbild (S-Abb) vergleicht,
dadurch gekennzeichnet, dass eine rechnerverfügbare Beschreibung (Be) der Menge von einer Datenverarbeitungsanlage
(1) eines Versenders an die mit der Sortieranlage (10) verbundene Datenverarbeitungsanlage
(2) übermittelt wird, wobei die Beschreibung (Be) ein für jeden Gegenstand der Menge
gültiges Soll-Abbild (S-Abb) des Gegenstands aus der Blickrichtung umfasst, wobei
das Soll-Abbild (S-Abb) keine Angaben zu einem Zielpunkt enthält, und die mit der
Sortieranlage (10) verbundene Datenverarbeitungsanlage (2) als das weitere Abbild
(S-Abb) für die Entscheidung das von der Beschreibung umfasste Soll-Abbild (S-Abb)
verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder Gegenstand der Menge ein von außen sichtbares Blatt umfasst und das Soll-Abbild
(S-Abb) aus einer Druckvorlage erzeugt wird, die zum Drucken dieses Blatts verwendet
wird oder verwendbar ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sortieranlage (10) von mindestens einem Gegenstand, der die Sortieranlage durchläuft,
mindestens zwei Ist-Abbilder des Gegenstands aus zwei verschiedenen vorgegebenen Blickrichtungen
erzeugt, die mit der Sortieranlage (10)verbundene Datenverarbeitungsanlage (2) für
die Entscheidung, ob dieser Gegenstand zur Menge gehört oder nicht, jedes erzeugte
Ist-Abbild des Gegenstands mit dem übermittelten Soll-Abbild (S-Abb) vergleicht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die übermittelte Beschreibung (Be) zusätzlich eine Qualitätsanforderung umfasst,
die den Transport der Gegenstände der Menge zu ihren jeweiligen Zielpunkten (Add)
spezifiziert, und die Sortieranlage (10) beim Durchlauf eines Gegenstands (Ps-2) dann,
wenn die Datenverarbeitungsanlage (2) entschieden hat, dass der Gegenstand zur Menge
gehört, den Transport des Gegenstands (Ps-2) zu seinem jeweiligen Zielpunkt (Add)
gemäß der Qualitätsanforderung auslöst.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sortieranlage (10) beim Durchlauf eines Gegenstands prüft, ob der Gegenstand
(Ps-1, Ps-2, Ps-3) mit einem Vermerk versehen ist, dass der Gegenstand nicht an seinen
Zielpunkt transportiert werden konnte, und dann, wenn
- die Sortieranlage (10) entdeckt hat, dass ein die Sortieranlage (10) durchlaufender
Gegenstand mit einem solchen Vermerk versehen ist, und
- die Datenverarbeitungsanlage (2) entschieden hat, dass dieser Gegenstand zur Menge
gehört, die folgenden Schritte durchgeführt werden:
- Die Datenverarbeitungsanlage (2) ermittelt, ob die übermittelte Beschreibung (Be)
zusätzlich eine Vorausverfügung umfasst,
wobei die Vorausverfügung die Behandlung eines Gegenstands für den Fall, dass der
Gegenstand nicht zu seiner Zielpunkt transportiert werden kann, spezifiziert.
- Falls die Datenverarbeitungsanlage (2) eine Vorausverfügung als Teil der Beschreibung
(Be) ermittelt hat, so löst die Sortieranlage einen Transport des Gegenstands, der
nicht zum Zielpunkt transportiert werden kann, entsprechend der ermittelten Vorausverfügung
aus.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die übermittelte Beschreibung (Be) zusätzlich eine Festlegung eines für alle Gegenstände
der Menge gültigen Ersatz-Zielpunkts umfasst und für einen Gegenstand, der nicht zum
Zielpunkt transportiert werden konnte, der Schritt, dass die Sortieranlage (10) einen
Transport dieses Gegenstands entsprechend der ermittelten Vorausverfügung auslöst,
die Teilschritte umfasst, dass
- die Sortieranlage (10) durch Auswertung der Beschreibung den Ersatz-Zielpunkt ermittelt
und
- einen Transport des Gegenstands an den Ersatz-Zielpunkt auslöst.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Standard-Vorausverfügung vorgegeben wird und dann, wenn die mit der Sortieranlage
(10) verbundene Datenverarbeitungsanlage (2) ermittelt hat, dass die übermittelte
Beschreibung (Be) keine Vorausverfügung umfasst, die Sortieranlage (10) einen Transport
desjenigen Gegenstands, der nicht zum Zielpunkt transportiert werden konnte, entsprechend
der vorgegebenen Standard-Vorausverfügung auslöst.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Gegenstand der Menge mit einer Kennzeichnung des vorgegebenen Zielpunkts
(Add) versehen wird, bevor er zum ersten Mal eine Sortieranlage durchläuft, und das
Ermitteln der Zielpunkt für diesen Gegenstand den Schritt umfasst,
dass die Sortieranlage (10) die Zielpunkt-Kennzeichnung durch Auswertung des Ist-Abbilds
(I-Abb) ermittelt.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zusätzlich eine rechnerverfügbare Auflistung (Aufl) an die Datenverarbeitungsanlage
(2) übermittelt wird,
- die übermittelte Auflistung (Aufl) für jeden Gegenstand der Menge den jeweiligen
Soll-Zielpunkt umfasst und
- die Ermittlung des Zielpunkts (Add) zusätzlich den Schritt umfasst, dass die Sortieranlage
die durch Auswertung des Ist-Abbilds (I-Abb) ermittelte Zielpunkt-Kennzeichnung mit
den Soll-Zielpunkten der Auflistung (Aufl) vergleicht.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich eine rechnerverfügbare Auflistung (Aufl) an die mit der Sortieranlage
verbundene Datenverarbeitungsanlage (2) übermittelt wird,
wobei die übermittelte Auflistung (Aufl) eine Menge von Soll-Zielpunkten umfasst,
die Datenverarbeitungsanlage (2) beim Durchlauf eines Gegenstands dann, wenn die Datenverarbeitungsanlage
(2) entschieden hat, dass der Gegenstand zur Menge gehört, einen Soll-Zielpunkt der
Auflistung (Aufl) auswählt und die Sortieranlage
- den Gegenstand mit einer Kennzeichnung des ausgewählten Soll-Zielpunkts versieht
und
- einen Transport des Gegenstands an diesen Soll-Zielpunkt auslöst.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungsanlage (2), nachdem sie einen Soll-Zielpunkt der Auflistung
(Aufl) ausgewählt und einen Gegenstand der Menge mit einer Festlegung des ausgewählten
Soll-Zielpunkts versehen hat, diesen Soll-Zielpunkt gegen eine erneute Auswahl sperrt.
12. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Auflistung (Aufl) für mindestens einen Soll-Zielpunkt die Soll-Anzahl von Gegenständen
der Menge umfasst, die an diesen Soll-Zielpunkt zu transportieren sind, und die mit
der Sortieranlage (10) verbundene Datenverarbeitungsanlage (2)
- zählt, wie viele Gegenstände der Menge die Sortieranlage (10) mit einer Kennzeichnung
dieses Soll-Zielpunkts versehen hat, und
- dann, wenn die gezählte Anzahl gleich der Soll-Anzahl in der Auflistung (Aufl) ist,
diesen Soll-Zielpunkt gegen eine erneute Auswahl sperrt.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sortieranlage dann, wenn alle Soll-Zielpunkte der Auflistung (Aufl) gegen eine
erneute Auswahl gesperrt sind und erneut ein Gegenstand der Menge die Sortieranlage
durchläuft, diesen Gegenstand in eine gekennzeichnete Ausgabeeinrichtung ausschleust.
14. Verfahren nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungsanlage (2) zu einem vorgegebenen Zeitpunkt prüft, ob alle Soll-Zielpunkte
der Auflistung (Aufl) gegen eine weitere Auswahl gesperrt sind, und dann, wenn mindestens
ein Soll-Zielpunkt nicht gesperrt ist, eine Nachricht generiert, die eine Beschreibung
aller nicht gesperrten Soll-Zielpunkte umfasst.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zusätzlich eine rechnerverfügbare Auflistung an die mit der Sortieranlage (10) verbundene
Datenverarbeitungsanlage (2) übermittelt wird,
- die Auflistung (Aufl) für mindestens einen Gegenstand der Menge einen Datensatz
mit einer Kennzeichnung des Zielpunkts (Add) des Gegenstands sowie einer Vorausverfügung
für diesen Gegenstand umfasst,
- wobei die Vorausverfügung die Behandlung des Gegenstands für den Fall, dass der
Gegenstand nicht zu seiner Zielpunkt transportiert werden kann, spezifiziert,
- die Sortieranlage (10) beim Durchlauf eines Gegenstands durch die Sortieranlage
(10) prüft, ob der Gegenstand mit einem Vermerk versehen ist, dass der Gegenstand
nicht an seinen Zielpunkt transportiert werden konnte, und dann, wenn beim Durchlaufen
eines Gegenstands durch die Sortieranlage
- die Sortieranlage (10) entdeckt hat, dass der durchlaufende Gegenstand mit einem
Vermerk versehen ist, dass der Gegenstand nicht an seinen Zielpunkt transportiert
werden konnte, und
- die Datenverarbeitungsanlage (2) entschieden hat,
dass dieser Gegenstand zur Menge gehört, die folgenden Schritte durchgeführt werden:
- Die Datenverarbeitungsanlage (2) sucht in der Auflistung (Aufl) nach einem Datensatz
mit dem Zielpunkt, der für den Gegenstand vorgegeben ist.
- Falls ein Datensatz mit diesem Zielpunkt ermittelt wurde und der ermittelte Datensatz
eine Vorausverfügung umfasst, so löst die Sortieranlage (10) einen Transport des Gegenstands
entsprechend der ermittelten Vorausverfügung aus.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das erzeugte Ist-Abbild (I-Abb) mindestens eines Gegenstands (Ps-2), der die Sortieranlage
(10) durchläuft, ein Abbild (Add-Abb) des Zielpunkts (Add), mit dem der Gegenstand
versehen ist, umfasst,
- das Abbild (Add-Abb) des Zielpunkts (Add) aus dem erzeugten Ist-Abbild (I-Abb) entfernt
wird und
- die Datenverarbeitungsanlage (2) für die Entscheidung, ob der Gegenstand (Ps-2)
zur Menge gehört oder nicht, das Ist-Abbild (I-Abb), aus dem das Zielpunkt-Abbild
(Add-Abb) entfernt wurde, mit dem übermittelten Soll-Abbild (S-Abb) vergleicht.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
- jeder Gegenstand der Menge dergestalt mit seinem jeweiligen Zielpunkt versehen ist,
dass das Ist-Abbild (I-Abb) des Gegenstands das Zielpunkt-Abbild (Add-Abb) an derselben
Position umfasst,
- die übermittelte Beschreibung (Be) zusätzlich eine Kennzeichnung der Position des
Zielpunkt-Abbildes (Add-Abb) im jeweiligen Ist-Abbild (I-Abb) umfasst und
- das Abbild (Add-Abb) des Zielpunkts (Add) unter Verwendung der Positions-Kennzeichnung
aus dem erzeugten Ist-Abbild (I-Abb) entfernt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass
- jeder Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) der Menge ein Adressblock-Feld umfasst, in das
eine Kennzeichnung des jeweiligen Zielpunkts (Add) eingefügt ist,
- die übermittelte Beschreibung (Be) eine Kennzeichnung der Position und der Abmessungen
des Adressblock-Feldes umfasst und
- das Abbild (Add-Abb) des Zielpunkts (Add) aus dem erzeugten Ist-Abbild (I-Abb) entfernt
wird,
- wofür die Positions-Kennzeichnung und die Abmessungen-Kennzeichnung verwendet wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungsanlage (2) zählt, wie viele Gegenstände, die die Sortieranlage
durchlaufen, gemäß der Entscheidung der Datenverarbeitungsanlage (2) zur Menge gehören.
20. Verfahren nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungsanlage (2) für jeden Gegenstand (Ps-2), der gemäß der Entscheidung
der Datenverarbeitungsanlage (2) zur Menge gehört, den Zeitpunkt, an dem dieser Gegenstand
die Sortieranlage durchläuft, ermittelt und abspeichert.
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungsanlage (2) unter Verwendung der ermittelten Anzahl und der
übermittelten Beschreibung ein rechnerverfügbares Protokoll des Vorgangs, durch den
die Gegenstände der Menge transportiert wurden, generiert.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Merkmale vorgegeben werden, die ein Abbild eines die Sortieranlage durchlaufenden
Gegenstands kennzeichnen, für jeden Gegenstand, die die Sortieranlage durchläuft,
jeweils ein Ist-Merkmalsvektor mit den Werten, die diese Merkmale für das erzeugte
Ist-Abbild (I-Abb) des Gegenstands annehmen, berechnet wird und die Datenverarbeitungsanlage
- einen Soll-Merkmalsvektor mit den Werten, die diese Merkmale für das übermittelte
Soll-Abbild (S-Abb) annehmen, berechnet,
- einen Abstand zwischen dem Soll-Merkmalsvektor und dem Ist-Merkmalsvektor berechnet
und
- dann, wenn dieser Abstand größer als eine vorgegebene Schranke ist, entscheidet,
dass der Gegenstand nicht zur Menge gehört.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder zu transportierende Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) eine Postsendung ist, die
eine Oberfläche aufweist, die mit jeweils einer Zielpunkt-Kennzeichnung (Add) versehen
ist oder versehen werden kann, und die Blickrichtung so vorgegeben wird, dass die
Oberfläche mit der Zielpunkt-Kennzeichnung (Add) aus der Blickrichtung sichtbar ist.
24. Vorrichtung zum Transportieren einer Menge von Gegenständen (Ps-1, Ps-2, Ps-3), insbesondere
von Postsendungen, wobei für jeden Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) der Menge jeweils
eine Zielpunkt (Add) vorgegeben ist, die Vorrichtung eine Sortieranlage (10) und eine
mit der Sortieranlage (10) verbundene Datenverarbeitungsanlage (2) umfasst, die Sortieranlage
(10) dazu ausgestaltet ist,
- jeden Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) der Menge durch die Sortieranlage (10) zu transportieren,
- ein Ist-Abbild (I-Abb) eines durch die Sortieranlage (10) transportieren Gegenstands
(Ps-1, Ps-2, Ps-3) aus einer vorgegebenen Blickrichtung zu erzeugen,
- den vorgegebenen Zielpunkt (Add) des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, Ps-3) zu ermitteln
und
- den Transport des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, Ps-3) an den ermittelten Zielpunkt (Add)
auszulösen, die Datenverarbeitungsanlage (2) einen Datenspeicher (3) umfasst, in der
ein weiteres Abbild abgespeichert ist oder abspeicherbar ist, die Datenverarbeitungsanlage
(2) dazu ausgestaltet ist,
- für einen Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3), der die Sortieranlage durchläuft, automatisch
zu entscheiden, ob der Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) zur Menge gehört oder nicht,
und
- für die Entscheidung das erzeugte Ist-Abbild (I-Abb) des Gegenstands (Ps-1, Ps-2,
Ps-3) mit einem weiteren zu vergleichen,
dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Sortieranlage (10) verbundene Datenverarbeitungsanlage (2)
- mit einer Datenverarbeitungsanlage (1) eines Versenders verbunden ist oder verbindbar
ist und
- dazu ausgestaltet ist, eine rechnerverfügbare Beschreibung (Be) der Menge von der
Datenverarbeitungsanlage (1) des Versenders übermittelt zu bekommen,
- wobei die Beschreibung (Be) ein für jeden Gegenstand der Menge gültiges Soll-Abbild
(S-Abb) des Gegenstands aus der Blickrichtung umfasst, wobei das Soll-Abbild keine
Angaben zu einem Zielpunkt enthält, und die mit der Sortieranlage (10) verbundene
Datenverarbeitungsanlage (2) dazu ausgestaltet ist, für die Entscheidung als das weitere
Abbild das von der übermittelten Beschreibung (Be) umfasste Soll-Abbild (S-Abb) zu
verwenden.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungsanlage (2) einen Zähler umfasst, der dazu ausgestaltet ist
zu zählen, wie viele Gegenstände, die die Sortieranlage (10) durchlaufen, gemäß der
Entscheidung der Datenverarbeitungsanlage (2) zur Menge gehören.
26. Vorrichtung nach Anspruch 24 oder Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass im Datenspeicher (3) zusätzlich eine rechnerverfügbare Auflistung (Aufl) abgespeichert
ist,
wobei die übermittelte Auflistung (Aufl) für jeden Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) der
Menge den jeweils vorgegebenen Zielpunkt umfasst, die Sortieranlage (10) eine Beschriftungseinrichtung
(4) umfasst, die Datenverarbeitungsanlage (2) dazu ausgestaltet ist, dann, wenn die
Datenverarbeitungsanlage (2) entschieden hat, dass der Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3)
zur Menge gehört, einen Zielpunkt (Add) der Auflistung (Aufl) auszuwählen und an die
Beschriftungseinrichtung (4) zu übermitteln, und die Beschriftungseinrichtung (4)
dazu ausgestaltet ist, diesen Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) mit einer Kennzeichnung
des übermittelten Zielpunkts (Add) zu beschriften.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verfahren zum Transportieren einer Menge von Gegenständen (Ps-2), insbesondere von
Postsendungen, wobei
jeder Gegenstand (Ps-2) der Menge mindestens einmal eine Sortieranlage (10) durchläuft,
für jeden Gegenstand (Ps-2) der Menge und jeden weiteren Gegenstand (Ps-1, Ps-3),
der die Sortieranlage durchläuft, jeweils ein Zielpunkt vorgegeben wird,
die Sortieranlage (10) von jedem Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3), der die Sortieranlage
(10) durchläuft,
- mindestens ein Ist-Abbild (I-Abb) des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, Ps-3) aus einer vorgegebenen
Blickrichtung erzeugt,
- den jeweils vorgegebenen Zielpunkt (Add) des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, Ps-3) ermittelt
und
- den Transport des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, Ps-3) an den jeweils ermittelten Zielpunkt
auslöst,
die Datenverarbeitungsanlage (2) für jeden Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3), der die
Sortieranlage (10) durchläuft, automatisch entscheidet, ob der Gegenstand zur Menge
gehört oder nicht,
wobei die Datenverarbeitungsanlage (2) für die Entscheidung das erzeugte Ist-Abbild
(I-Abb) des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, Ps-3) mit einem weiteren Abbild (S-Abb) vergleicht,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine rechnerverfügbare Beschreibung (Be) der Menge von einer Datenverarbeitungsanlage
(1) eines Versenders an die mit der Sortieranlage (10) verbundene Datenverarbeitungsanlage
(2) übermittelt wird,
wobei die Beschreibung (Be) ein für jeden Gegenstand der Menge gültiges Soll-Abbild
(S-Abb) des Gegenstands aus der Blickrichtung umfasst, wobei das Soll-Abbild (S-Abb)
keine Angaben zu einem Zielpunkt enthält, und
die mit der Sortieranlage (10) verbundene Datenverarbeitungsanlage (2) als das weitere
Abbild (S-Abb) für die Entscheidung
das von der Beschreibung umfasste Soll-Abbild (S-Abb) verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
jeder Gegenstand der Menge ein von außen sichtbares Blatt umfasst und
das Soll-Abbild (S-Abb) aus einer Druckvorlage erzeugt wird, die zum Drucken dieses
Blatts verwendet wird oder verwendbar ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage (10) von mindestens einem Gegenstand, der die Sortieranlage durchläuft,
mindestens zwei Ist-Abbilder des Gegenstands aus zwei verschiedenen vorgegebenen Blickrichtungen
erzeugt,
die mit der Sortieranlage (10)verbundene Datenverarbeitungsanlage (2) für die Entscheidung,
ob dieser Gegenstand zur Menge gehört oder nicht, jedes erzeugte Ist-Abbild des Gegenstands
mit dem übermittelten Soll-Abbild (S-Abb) vergleicht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die übermittelte Beschreibung (Be) zusätzlich eine Qualitätsanforderung umfasst,
die den Transport der Gegenstände der Menge zu ihren jeweiligen Zielpunkten (Add)
spezifiziert, und
die Sortieranlage (10) beim Durchlauf eines Gegenstands (Ps-2) dann, wenn die Datenverarbeitungsanlage
(2) entschieden hat, dass der Gegenstand zur Menge gehört,
den Transport des Gegenstands (Ps-2) zu seinem jeweiligen Zielpunkt (Add) gemäß der
Qualitätsanforderung auslöst.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage (10) beim Durchlauf eines Gegenstands prüft, ob der Gegenstand (Ps-1,
Ps-2, Ps-3) mit einem Vermerk versehen ist, dass der Gegenstand nicht an seinen Zielpunkt
transportiert werden konnte, und
dann, wenn
- die Sortieranlage (10) entdeckt hat, dass ein die Sortieranlage (10) durchlaufender
Gegenstand mit einem solchen Vermerk versehen ist, und
- die Datenverarbeitungsanlage (2) entschieden hat, dass dieser Gegenstand zur Menge
gehört,
die folgenden Schritte durchgeführt werden:
- Die Datenverarbeitungsanlage (2) ermittelt, ob die übermittelte Beschreibung (Be)
zusätzlich eine Vorausverfügung umfasst,
wobei die Vorausverfügung die Behandlung eines Gegenstands für den Fall, dass der
Gegenstand nicht zu seinem Zielpunkt transportiert werden kann, spezifiziert.
- Falls die Datenverarbeitungsanlage (2) eine Vorausverfügung als Teil der Beschreibung
(Be) ermittelt hat, so löst die Sortieranlage einen Transport des Gegenstands, der
nicht zum Zielpunkt transportiert werden kann, entsprechend der ermittelten Vorausverfügung
aus.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die übermittelte Beschreibung (Be) zusätzlich eine Festlegung eines für alle Gegenstände
der Menge gültigen Ersatz-Zielpunkts umfasst und
für einen Gegenstand, der nicht zum Zielpunkt transportiert werden konnte,
der Schritt, dass die Sortieranlage (10) einen Transport dieses Gegenstands entsprechend
der ermittelten Vorausverfügung auslöst,
die Teilschritte umfasst, dass
- die Sortieranlage (10) durch Auswertung der Beschreibung den Ersatz-Zielpunkt ermittelt
und
- einen Transport des Gegenstands an den Ersatz-Zielpunkt auslöst.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Standard-Vorausverfügung vorgegeben wird und
dann, wenn die mit der Sortieranlage (10) verbundene Datenverarbeitungsanlage (2)
ermittelt hat, dass die übermittelte Beschreibung (Be) keine Vorausverfügung umfasst,
die Sortieranlage (10) einen Transport desjenigen Gegenstands, der nicht zum Zielpunkt
transportiert werden konnte,
entsprechend der vorgegebenen Standard-Vorausverfügung auslöst.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein Gegenstand der Menge mit einer Kennzeichnung des vorgegebenen Zielpunkts
(Add) versehen wird, bevor er zum ersten Mal eine Sortieranlage durchläuft, und
das Ermitteln der Zielpunkt für diesen Gegenstand den Schritt umfasst,
dass die Sortieranlage (10) die Zielpunkt-Kennzeichnung durch Auswertung des Ist-Abbilds
(I-Abb) ermittelt.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zusätzlich eine rechnerverfügbare Auflistung (Aufl) an die Datenverarbeitungsanlage
(2) übermittelt wird,
- die übermittelte Auflistung (Aufl) für jeden Gegenstand der Menge den jeweiligen
Soll-Zielpunkt umfasst und
- die Ermittlung des Zielpunkts (Add) zusätzlich den Schritt umfasst, dass die Sortieranlage
die durch Auswertung des Ist-Abbilds (I-Abb) ermittelte Zielpunkt-Kennzeichnung mit
den Soll-Zielpunkten der Auflistung (Aufl) vergleicht.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
zusätzlich eine rechnerverfügbare Auflistung (Aufl) an die mit der Sortieranlage verbundene
Datenverarbeitungsanlage (2) übermittelt wird,
wobei die übermittelte Auflistung (Aufl) eine Menge von Soll-Zielpunkten umfasst,
die Datenverarbeitungsanlage (2) beim Durchlauf eines Gegenstands dann, wenn die Datenverarbeitungsanlage
(2) entschieden hat, dass der Gegenstand zur Menge gehört, einen Soll-Zielpunkt der
Auflistung (Aufl) auswählt und
die Sortieranlage
- den Gegenstand mit einer Kennzeichnung des ausgewählten Soll-Zielpunkts versieht
und
- einen Transport des Gegenstands an diesen Soll-Zielpunkt auslöst.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Datenverarbeitungsanlage (2), nachdem sie einen Soll-Zielpunkt der Auflistung
(Aufl) ausgewählt und einen Gegenstand der Menge mit einer Festlegung des ausgewählten
Soll-Zielpunkts versehen hat, diesen Soll-Zielpunkt gegen eine erneute Auswahl sperrt.
12. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auflistung (Aufl) für mindestens einen Soll-Zielpunkt die Soll-Anzahl von Gegenständen
der Menge umfasst, die an diesen Soll-Zielpunkt zu transportieren sind, und
die mit der Sortieranlage (10) verbundene Datenverarbeitungsanlage (2)
- zählt, wie viele Gegenstände der Menge die Sortieranlage (10) mit einer Kennzeichnung
dieses Soll-Zielpunkts versehen hat, und
- dann, wenn die gezählte Anzahl gleich der Soll-Anzahl in der Auflistung (Aufl) ist,
diesen Soll-Zielpunkt gegen eine erneute Auswahl sperrt.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage dann, wenn alle Soll-Zielpunkte der Auflistung (Aufl) gegen eine
erneute Auswahl gesperrt sind und erneut ein Gegenstand der Menge die Sortieranlage
durchläuft,
diesen Gegenstand in eine gekennzeichnete Ausgabeeinrichtung ausschleust.
14. Verfahren nach Anspruch 11 oder Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Datenverarbeitungsanlage (2) zu einem vorgegebenen Zeitpunkt prüft, ob alle Soll-Zielpunkte
der Auflistung (Aufl) gegen eine weitere Auswahl gesperrt sind, und
dann, wenn mindestens ein Soll-Zielpunkt nicht gesperrt ist, eine Nachricht generiert,
die eine Beschreibung aller nicht gesperrten Soll-Zielpunkte umfasst.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zusätzlich eine rechnerverfügbare Auflistung an die mit der Sortieranlage (10) verbundene
Datenverarbeitungsanlage (2) übermittelt wird,
- die Auflistung (Aufl) für mindestens einen Gegenstand der Menge einen Datensatz
mit einer Kennzeichnung des Zielpunkts (Add) des Gegenstands sowie einer Vorausverfügung
für diesen Gegenstand umfasst,
- wobei die Vorausverfügung die Behandlung des Gegenstands für den Fall, dass der
Gegenstand nicht zu seiner Zielpunkt transportiert werden kann, spezifiziert,
- die Sortieranlage (10) beim Durchlauf eines Gegenstands durch die Sortieranlage
(10) prüft, ob der Gegenstand mit einem Vermerk versehen ist, dass der Gegenstand
nicht an seinen Zielpunkt transportiert werden konnte, und
dann, wenn beim Durchlaufen eines Gegenstands durch die Sortieranlage
- die Sortieranlage (10) entdeckt hat, dass der durchlaufende Gegenstand mit einem
Vermerk versehen ist, dass der Gegenstand nicht an seinen Zielpunkt transportiert
werden konnte, und
- die Datenverarbeitungsanlage (2) entschieden hat, dass dieser Gegenstand zur Menge
gehört,
die folgenden Schritte durchgeführt werden:
- Die Datenverarbeitungsanlage (2) sucht in der Auflistung (Aufl) nach einem Datensatz
mit dem Zielpunkt, der für den Gegenstand vorgegeben ist.
- Falls ein Datensatz mit diesem Zielpunkt ermittelt wurde und der ermittelte Datensatz
eine Vorausverfügung umfasst, so löst die Sortieranlage (10) einen Transport des Gegenstands
entsprechend der ermittelten Vorausverfügung aus.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das erzeugte Ist-Abbild (I-Abb) mindestens eines Gegenstands (Ps-2), der die Sortieranlage
(10) durchläuft, ein Abbild (Add-Abb) des Zielpunkts (Add), mit dem der Gegenstand
versehen ist, umfasst,
- das Abbild (Add-Abb) des Zielpunkts (Add) aus dem erzeugten Ist-Abbild (I-Abb) entfernt
wird und
- die Datenverarbeitungsanlage (2) für die Entscheidung, ob der Gegenstand (Ps-2)
zur Menge gehört oder nicht, das Ist-Abbild (I-Abb), aus dem das Zielpunkt-Abbild
(Add-Abb) entfernt wurde, mit dem übermittelten Soll-Abbild (S-Abb) vergleicht.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
- jeder Gegenstand der Menge dergestalt mit seinem jeweiligen Zielpunkt versehen ist,
dass das Ist-Abbild (I-Abb) des Gegenstands das Zielpunkt-Abbild (Add-Abb) an derselben
Position umfasst,
- die übermittelte Beschreibung (Be) zusätzlich eine Kennzeichnung der Position des
Zielpunkt-Abbildes (Add-Abb) im jeweiligen Ist-Abbild (I-Abb) umfasst und
- das Abbild (Add-Abb) des Zielpunkts (Add) unter Verwendung der Positions-Kennzeichnung
aus dem erzeugten Ist-Abbild (I-Abb) entfernt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass
- jeder Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) der Menge ein Adressblock-Feld umfasst, in das
eine Kennzeichnung des jeweiligen Zielpunkts (Add) eingefügt ist,
- die übermittelte Beschreibung (Be) eine Kennzeichnung der Position und der Abmessungen
des Adressblock-Feldes umfasst und
- das Abbild (Add-Abb) des Zielpunkts (Add) aus dem erzeugten Ist-Abbild (I-Abb) entfernt
wird,
- wofür die Positions-Kennzeichnung und die Abmessungen-Kennzeichnung verwendet wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Datenverarbeitungsanlage (2) zählt, wie viele Gegenstände, die die Sortieranlage
durchlaufen,
gemäß der Entscheidung der Datenverarbeitungsanlage (2) zur Menge gehören.
20. Verfahren nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Datenverarbeitungsanlage (2) für jeden Gegenstand (Ps-2), der gemäß der Entscheidung
der Datenverarbeitungsanlage (2) zur Menge gehört,
den Zeitpunkt, an dem dieser Gegenstand die Sortieranlage durchläuft, ermittelt und
abspeichert.
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Datenverarbeitungsanlage (2) unter Verwendung der ermittelten Anzahl und der übermittelten
Beschreibung
ein rechnerverfügbares Protokoll des Vorgangs, durch den die Gegenstände der Menge
transportiert wurden, generiert.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Merkmale vorgegeben werden, die ein Abbild eines die Sortieranlage durchlaufenden
Gegenstands kennzeichnen,
für jeden Gegenstand, der die Sortieranlage durchläuft, jeweils ein Ist-Merkmalsvektor
mit den Werten, die diese Merkmale für das erzeugte Ist-Abbild (I-Abb) des Gegenstands
annehmen, berechnet wird und
die Datenverarbeitungsanlage
- einen Soll-Merkmalsvektor mit den Werten, die diese Merkmale für das übermittelte
Soll-Abbild (S-Abb) annehmen, berechnet,
- einen Abstand zwischen dem Soll-Merkmalsvektor und dem Ist-Merkmalsvektor berechnet
und
- dann, wenn dieser Abstand größer als eine vorgegebene Schranke ist, entscheidet,
dass der Gegenstand nicht zur Menge gehört.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass
jeder zu transportierende Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) eine Postsendung ist,
die eine Oberfläche aufweist, die mit jeweils einer Zielpunkt-Kennzeichnung (Add)
versehen ist oder versehen werden kann,
und die Blickrichtung so vorgegeben wird, dass die Oberfläche mit der Zielpunkt-Kennzeichnung
(Add) aus der Blickrichtung sichtbar ist.
24. Vorrichtung zum Transportieren einer Menge von Gegenständen (Ps-1, Ps-2, Ps-3), insbesondere
von Postsendungen, wobei
für jeden Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) der Menge jeweils ein Zielpunkt (Add) vorgegeben
ist,
die Vorrichtung eine Sortieranlage (10) und eine mit der Sortieranlage (10) verbundene
Datenverarbeitungsanlage (2) umfasst,
die Sortieranlage (10) dazu ausgestaltet ist,
- jeden Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) der Menge durch die Sortieranlage (10) zu transportieren,
- ein Ist-Abbild (I-Abb) eines durch die Sortieranlage (10) transportieren Gegenstands
(Ps-1, Ps-2, Ps-3) aus einer vorgegebenen Blickrichtung zu erzeugen,
- den vorgegebenen Zielpunkt (Add) des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, Ps-3) zu ermitteln
und
- den Transport des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, Ps-3) an den ermittelten Zielpunkt (Add)
auszulösen,
die Datenverarbeitungsanlage (2) einen Datenspeicher (3) umfasst, in der ein weiteres
Abbild abgespeichert ist oder abspeicherbar ist,
die Datenverarbeitungsanlage (2) dazu ausgestaltet ist,
- für einen Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3), der die Sortieranlage durchläuft, automatisch
zu entscheiden, ob der Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) zur Menge gehört oder nicht,
und
- für die Entscheidung das erzeugte Ist-Abbild (I-Abb) des Gegenstands (Ps-1, Ps-2,
Ps-3) mit einem weiteren zu vergleichen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mit der Sortieranlage (10) verbundene Datenverarbeitungsanlage (2)
- mit einer Datenverarbeitungsanlage (1) eines Versenders verbunden ist oder verbindbar
ist und
- dazu ausgestaltet ist, eine rechnerverfügbare Beschreibung (Be) der Menge von der
Datenverarbeitungsanlage (1) des Versenders übermittelt zu bekommen,
- wobei die Beschreibung (Be) ein für jeden Gegenstand der Menge gültiges Soll-Abbild
(S-Abb) des Gegenstands aus der Blickrichtung umfasst, wobei das Soll-Abbild keine
Angaben zu einem Zielpunkt enthält, und
die mit der Sortieranlage (10) verbundene Datenverarbeitungsanlage (2) dazu ausgestaltet
ist,
für die Entscheidung als das weitere Abbild das von der übermittelten Beschreibung
(Be) umfasste Soll-Abbild (S-Abb) zu verwenden.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Datenverarbeitungsanlage (2) einen Zähler umfasst,
der dazu ausgestaltet ist zu zählen,
wie viele Gegenstände, die die Sortieranlage (10) durchlaufen, gemäß der Entscheidung
der Datenverarbeitungsanlage (2) zur Menge gehören.
26. Vorrichtung nach Anspruch 24 oder Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Datenspeicher (3) zusätzlich eine rechnerverfügbare Auflistung (Aufl) abgespeichert
ist,
wobei die übermittelte Auflistung (Aufl) für jeden Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) der
Menge den jeweils vorgegebenen Zielpunkt umfasst,
die Sortieranlage (10) eine Beschriftungseinrichtung (4) umfasst,
die Datenverarbeitungsanlage (2) dazu ausgestaltet ist, dann, wenn die Datenverarbeitungsanlage
(2) entschieden hat, dass der Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) zur Menge gehört,
einen Zielpunkt (Add) der Auflistung (Aufl) auszuwählen und an die Beschriftungseinrichtung
(4) zu übermitteln, und
die Beschriftungseinrichtung (4) dazu ausgestaltet ist,
diesen Gegenstand (Ps-1, Ps-2, Ps-3) mit einer Kennzeichnung des übermittelten Zielpunkts
(Add) zu beschriften.