| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 025 471 B9 |
| (12) |
KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
|
Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
| (15) |
Korrekturinformation: |
|
Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
|
Korrekturen, siehe Ansprüche DE |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
|
30.10.2013 Patentblatt 2013/44 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
10.10.2012 Patentblatt 2012/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.08.2008 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Niederzugspanner
Pull-down tensioning device
Crampon plaqueur
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
17.08.2007 DE 102007039032
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
18.02.2009 Patentblatt 2009/08 |
| (73) |
Patentinhaber: Andreas Maier GmbH & Co. KG |
|
70734 Fellbach (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Cianci, Pasquale
73252 Lenningen (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Hoeger, Stellrecht & Partner Patentanwälte |
|
Uhlandstrasse 14c 70182 Stuttgart 70182 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 600 261
|
DE-U1- 20 102 698
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] In der
DE 10 2004 026 187 A1 ist eine Spanneinrichtung beschrieben, die dazu eingerichtet ist, Werkstücke auf
einem Maschinentisch festzuspannen. Die Spanneinrichtung weist zwei in einem Gehäuse
geführte Spannbacken auf, die zapfenartig aus der Spanneinrichtung vorstehen. Sie
bilden gemeinsam einen Zapfen, der dazu vorgesehen ist, in eine Spannbohrung eines
Werkstücks einzudringen. Zu diesem Zweck sind die Spannbacken so gestaltet, dass sie
teilzylindrische Werkzeugspannflächen bilden, die sich angenähert zu einer Zylinderfläche
ergänzen. Auf ihren einander gegenüberliegenden Seiten sind die beiden Spannbacken
mit ebenen Schrägflächen versehen, die, ausgehend vom freien Ende der Spannbacken,
in Richtung auf das Gehäuse der Spanneinrichtung zu konvergieren. Sie bilden so einen
in Richtung auf das Gehäuse zeigenden keilförmigen Raum.
[0002] Um die Spannbacken zu spreizen, damit sie mit Kraft gegen die Spannbohrung des Werkstücks
anliegen, ist ein Zugbolzen vorgesehen, der an seinem oberen den Spannbacken benachbarten
Ende einen auf der Spitze stehenden Keil als Kopf trägt.
[0003] Bei der Verwendung der bekannten Spanneinrichtung wird zunächst der Spannbolzen maximal
vorgeschoben, damit die beiden Spannbacken unter der Wirkung von O-Ringen, die als
Rückstellglieder dienen, ihren kleinsten effektiven Durchmesser einnehmen können.
Nach dem Aufstecken des Werkstücks auf die Spannbacken der Spanneinrichtung wird mit
Hilfe eines Hydraulikkolbens der Spannbolzen niedergezogen und damit der am Kopfende
des Spannbolzens vorhandene Keil tiefer zwischen die beiden Spannbacken niedergezogen.
Hierdurch werden einerseits die Spannbacken gespreizt und legen sich mit Kraft gegen
die Bohrungswand des Werkstücks an und ziehen gleichzeitig das Werkstück auf die Auflagefläche
des Maschinentisches nieder. Die Niederzugskraft ist gleich derjenigen Kraft, die
der Kolben unmittelbar erzeugen kann.
[0004] Diese in der Praxis durchaus bewährte Lösung ist hinsichtlich der Niederzugskraft
begrenzt. Die Begrenzung ergibt sich aufgrund der Einschnürungsstelle, wo der auf
der Spitze stehende Keil in den Spannbolzen übergeht. Diese Fläche ist vergleichsweise
extrem klein, da sie unmittelbar den kleinsten zulässigen Durchmesser der Spannbohrung
im Werkstück definiert.
[0006] Eine Erhöhung der Niederzugskraft ist mit der bekannten Spanneinrichtung nicht möglich.
[0007] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der Erfindung einen neuen Niederzugspanner zu schaffen,
mit dem größere Niederzugskräfte erzeugt werden können.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Spanneinrichtung mit den Merkmalen des
Anspruches 1 gelöst.
[0009] Die neue Spanneinrichtung zum Aufspannen von Werkstücken weist ein Gehäuse auf, das
eine Stufenbohrung enthält. Die Stufenbohrung bildet wenigstens zwei in axialer Richtung
hintereinander liegende Abschnitte, die an einer nach innen ragenden Schulterfläche
ineinander übergehen. Auf der Außenseite des Gehäuses befindet sich neben der Stufenöffnung
eine Werkstückauflagefläche, gegen die im gespannten Zustand das Werkstück anliegt.
[0010] Die Schulterfläche an der die beiden Öffnungsabschnitte ineinander übergehen, ist
schräg ausgerichtet derart, dass ihr radial innen liegender Rand näher bei der Werkstückauflagefläche
liegt als der radial außen liegende Rand, der in den Abschnitt mit dem größeren Durchmesser
übergeht.
[0011] In der Stufenbohrung sitzen wenigstens zwei Spannbacken, die durch den Abschnitt
mit der geringeren Weite nach außen ragen und über die Ebene, die durch die Werkstückauflagefläche
definiert ist, überstehen.
[0012] Jede der beiden Spannbacken weist eine der Achse der Stufenöffnung zugekehrte Antriebsfläche
auf und ist an demjenigen Ende, das über die Werkstückauflagefläche nicht übersteht,
mit einem radial weg stehenden Flansch versehen, der dazu eingerichtet ist, gegen
die Schulterfläche anzuliegen. Auch dieser Flansch weist eine Schrägfläche auf, die
zumindest angenähert dem Schrägungswinkel der Schulterfläche entspricht, so dass eine
Anlagefläche entsteht, die möglichst groß ist, jedoch nicht vollflächig zu sein braucht.
Die nach außen weg stehende Seiten der Spannbacken sind Spannflächen, die dazu vorgesehen
sind, mit dem Werkstück in Eingriff zu kommen.
[0013] Es ist ferner ein Spreizdorn vorgesehen, der einen Kopf trägt, der sich zum seinem
freien Ende hin verjüngt. Beispiele für solche konvergierenden Köpfe sind Pyramiden,
Kegelstümpfe, Pyramidenstümpfe, Keile oder Keilstümpfe.
[0014] Beim Einsatz des neuen Niederzugspanners wird die Niederzugkraft erzeugt, indem der
Spreizdorn mit seinem Kopf in Richtung auf die Spannbacken vorgeschoben wird. Die
am Kopf vorgesehenen schrägen Antriebsflächen drücken die Spannbacken radial auseinander
und gegen die Schulterfläche an der Stufenbohrung. Aufgrund der Ausrichtung Schulter
in der Stufenbohrung werden die radial nach außen weichenden Spannbacken über ihre
Flansche gleichzeitig in Richtung auf den Spreizdorn niedergezogen.
[0015] Da der Spreizdorn so gestaltet ist, dass er keine Einschnürungsstelle aufweist, können
sehr große Druckkräfte erzeugt werden, mit deren Hilfe die Backen im Werkstück gespreizt
werden. Gleichzeitig können über die schrägen Flansche und die schrägen Schulterflächen
große Niederzugkräfte hervorgerufen werden. Die Größe der Niederzugkraft ist im Verhältnis
zur Spannkraft frei wählbar. Durch Variationen des Schrägungswinkels an der Schulterfläche
können bei gleicher radialer Spannkraft unterschiedlich große Niederzugkräfte erzeugt
werden. Je flacher der Schrägungswinkel ist, umso großer werden bei gegebener Spreizkraft
die Niederzugkräfte. Welche Kombination optimal ist, kann leicht empirisch ermittelt
werden und richtet sich vor allen Dingen nach dem Material des aufzuspannenden Werkstücks.
[0016] Da große Niederzugkräfte erzeugt werden können, besteht die Möglichkeit, eine Betätigungseinrichtung
zu verwenden, die auf Druckluft basiert. Der Vorteil einer solchen Spanneinrichtung
besteht in der Ungefährlichkeit von Leckagen, da Druckluft ohne weiteres rückstandsfrei
entweichen kann und keine Oberflächen verschmutzt.
[0017] Das Gehäuse der neuen Spanneinrichtung kann von einem Maschinentisch oder einem Werkstückaufspanntisch
gebildet sein.
[0018] Die Stufenöffnung kann eine rotationssymmetrische Stufenbohrung sein, bei der der
Abschnitt mit dem größeren Durchmesser auch gleichzeitig abschnittsweise eine Zylinderbohrung
darstellen kann. Ferner kann noch eine dritte Stufe an der Stufenbohrung ausgebildet
sein mit noch größerem Durchmesser. Diese dritte Stufe kann als Zylinderbohrung verwendet
werden.
[0019] Die Stufenöffnung kann auch in Form rechteckigen Taschen/Ausnehmungen und Öffnungen
ausgeführt sein, wenn die Spannbacken über alles gesehen eher auf der Quaderform basieren.
[0020] Der Abschnitt mit der kleineren Weite bzw. dem kleineren Durchmesser kann einen Durchmesser
von wenigstens 5 mm aufweisen.
[0021] Die Schulterfläche, an der die beiden Abschnitte der Stufenöffnung ineinander übergehen,
kann eine rotationssymmetrische Fläche sein oder sie kann sich aus zwei Rechteckflächen
zusammensetzen, die ähnlich einem Satteldach verlaufen, wobei die gedachte Firstlinie
in Richtung auf die Spannbacken zeigt. In diesem Falle sind die Querschnitte der Abschnitte
in der Stufenöffnung beispielsweise quadratisch oder rechteckig.
[0022] Der Winkel, den die Schulterfläche mit der Längsachse der Stufenöffnung einschließt,
kann zwischen 45° und 85° liegen, vorzugsweise zwischen 60° und 70°.
[0023] Wenn die Spanneinrichtung lediglich zwei Spannbacken aufweist, können sie, wenn deren
Antriebsflächen ebene Flächen sind, geringfügig wandern, um sich an die Lage der Spannbohrung
im Werkstück anzupassen. Es können aber auch ohne weiteres mehr als zwei Spannbacken,
beispielsweise 3 oder 4 Spannbacken, verwendet werden. Bei noch größeren Öffnungen
kann die Zahl der Spannbacken weiter erhöht werden, um in der Bohrung des Werkstücks
möglichst viele Anlagepunkte zu schaffen.
[0024] Die Spannbacken können zylindrisch gekrümmte Werkstückanlageflächen aufweisen, die
radial nach außen zeigen. Sie können aber auch ebene Werkstückanlageflächen aufweisen,
was vorteilhaft ist, wenn das Werkstück beispielsweise ein Langloch enthält und die
Spannung an diesem Langloch erfolgen soll.
[0025] Die Spannfläche steht vorteilhafterweise auf der durch den Werkstückanschlag definierten
Ebene senkrecht.
[0026] Die Spannfläche kann profiliert sein. Sie kann beispielsweise in Umfangsrichtung
verlaufende Rippen tragen. Die Rippen können in einer scharfkantigen Schneide auslaufen,
die radial am weitesten außen liegt.
[0027] Je nach zu spannendem Werkstück kann die Werkstückauflagefläche eine Ebene definieren,
die rechtwinklig zu der Längsachse der Stufenöffnung verläuft. Die Werkstückauflagefläche
kann um die Stufenöffnung herum verteilt angeordnet sein, oder sich lediglich neben
einer Seite befinden.
[0028] Das Gehäuse kann, wenn die Spanneinrichtung ein selbstständiges Bauteil ist, das
auf dem Maschinentisch befestigt wird, ein im Wesentlichen zylindrisches Gehäuse mit
einem Befestigungsflansch sein. Der Befestigungsflansch kann in der Nähe der Werkstückauflagefläche
oder am gegenüberliegenden Ende des Gehäuses vorgehen sein.
[0029] Die Spannbacken können als gesinterte Teile hergestellt sein. Hierdurch wird es möglich,
sehr kleine Spannbacken zu erzeugen, die sehr hart sind.
[0030] Die Antriebsflächen an den Spannbacken können ebene Flächen sein, Ausschnitte aus
Kegelstumpfflächen oder Ausschnitte aus Pyramidenstumpfflächen.
[0031] Bei rotationssymmetrischen Anlageflächen an den Flanschen gibt es vorzugsweise eine
Stellung, in der die Flansche vollflächig an der Schulterfläche der Stufenöffnung
anliegen.
[0032] Die Anzahl der an dem Kopf des Spreizdorns ausgebildeten Antriebsflächen stimmen
mit der Anzahl der Spannbacken zweckmäßigerweise überein.
[0033] Der Winkel den die Antriebsfläche des Kopfes des Spreizdorns mit der Längsachse der
Stufenöffnung einschließt, kann zwischen 5° und 30°, vorzugsweise zwischen 8° und
15° liegen.
[0034] Der Spreizdorn kann mit einem in dem Fluidzylinder verschieblichen Kolben zusammenwirken
oder diesen Kolben selbst bilden.
[0035] Eine weitere Möglichkeit den Spreizdorn zu betätigen besteht in der Verwendung eines
Schraubspindelantriebs.
[0036] Der Fluidzylinder kann, wie oben erwähnt, ein Druckluftzylinder sein oder ein Hydraulikzylinder.
Er kann einseitig oder zweiseitig wirken ausgebildet sein.
[0037] Die Verwendung der Spanneinrichtung wird besonders einfach, wenn die Spannbacken
mit einer elastischen Rückholeinrichtung versehen sind.
[0038] Die Rückholeinrichtung kann von wenigstens einem O-Ring gebildet sein, der um sämtliche
Spannbacken außen herum liegt. Gleichzeitig kann dieser O-Ring auch dafür sorgen,
dass eine Abdichtung zustande kommt.
[0039] Wenn als Betätigungsmedium Druckluft verwendet wird, besteht die Möglichkeit, einen
Teil der Druckluft über eine gezielte Leckage zwischen den Spannbacken hindurch zu
leiten um zu verhindern, dass sich im Spalt zwischen den Spannbacken Späne festsetzen
können, die das Rückkehren der Spannbacken in die Ausgangsstellung blockieren.
[0040] Im Übrigen sind Weiterbildungen der Erfindung Gegenstand von Unteransprüchen.
[0041] Die nachfolgende Figurenbeschreibung erläutert Aspekte zum Verständnis der Erfindung.
Weitere nicht beschriebene Details kann der Fachmann in der gewohnten Weise den Zeichnungen
entnehmen, die insoweit die Figurenbeschreibung ergänzen. Es ist klar dass eine Reihe
von Abwandlungen möglich sind.
[0042] Die nachfolgenden Zeichnungen sind nicht unbedingt maßstäblich. Zur Veranschaulichung
von Details können möglicherweise bestimmte Bereiche übertrieben groß dargestellt
sein. Darüber hinaus sind die Zeichnungen plakativ vereinfacht und enthalten nicht
jedes bei der praktischen Ausführung gegebenenfalls vorhandene Detail. Die Begriffe
"oben" und "unten" beziehen sich auf eine normale Einbaulage auf einem ebenen, nach
oben zeigenden Maschinentisch.
[0043] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
- Fig. 1
- zeigt den erfindungsgemäßen Niederzugspanner in einer Schnittdarstellung parallel
zu der Längsachse des Spannbolzens.
- Fig. 2
- veranschaulicht in einer perspektivischen Darstellung das Zusammenwirken zwischen
den Spannbacken und dem Kopf des Spannbolzens in einer Ausschnittsdarstellung.
- Fig. 3
- zeigt eine Ausgestaltung der Spannbacken als T-Nutenstein.
[0044] Fig. 1 zeigt in einer Schnittdarstellung einen Niederzugspanner 1. Zu dem Niederzugspanner
1 gehören ein Gehäuse 2, ein Spannbolzen 3, ein Kolben 4 sowie zwei Spannbacken 5
und 6.
[0045] Das Gehäuse 2 setzt sich aus einem Grundkörper 7, einer Deckelplatte 8 und einer
Bodenplatte 9 zusammen. Der Grundköper 7 ist ein zylindrisches Gebilde mit einer zylindrischen
Außenumfangsfläche 11, einer ebenen Oberseite 12 sowie einer ebenen Unterseite 13.
Durch den Grundkörper 7 führt eine Stufenbohrung 14 hindurch, die sich aus einem ersten
zylindrischen Abschnitt 15 und einem zweiten zylindrischen Abschnitt 16 zusammensetzt.
Beide Abschnitte 15, 16 gehen an einer ebenen Schulter 17 ineinander über. Der Abschnitt
16 mündet, wie gezeigt, in die Oberseite 12, während der Abschnitt 15 in die Unterseite
13 einmündet. Die Stufenbohrung 14 ist koaxial zu der Außenumfangsfläche 11.
[0046] Die Bodenplatte 13 hat eine kreisscheibenförmige Gestalt mit einer planen Oberseite
18 und einer ebenfalls planen Unterseite 19. Mit der Oberseite 18 liegt die Bodenplatte
9 an der Unterseite 13 des Gehäusegrundkörpers 7 auf. Die Bodenplatte 9 steht, wie
ersichtlich, über den Grundkörper 7 über und lässt einen Flansch entsteht, in dem
Befestigungsbohrungen 20 untergebracht werden können um den Niederzugspanner 1 auf
einem Maschinentisch zu befestigen. Alternativ können auch Durchgangsbohrungen durch
das Gehäuse 2 vorgesehen werden.
[0047] Äquidistant um die Stufenbohrung 14 herum verteilte Gewindebohrungen 21 in dem Grundkörper
7 mit dazu fluchtenden Stufenbohrungen 22 in der Bodenplatte 9 dienen der Aufnahme
von Befestigungsschrauben 23, mit denen die Bodenplatte 9 gegen die Unterseite 13
des Grundkörpers 7 festgeschraubt wird.
[0048] Radial und axial führt ein Kanal 24 von der Umfangsfläche der Bodenplatte 9 hinein.
Die Bohrung 24 mündet axial in den Abschnitt 15 der Stufenbohrung 14.
[0049] Die Bodenplatte 9 dient gleichzeitig als bodenseitig abgedichteter Verschluss für
den Bohrungsabschnitt 15, der in seinem unteren Bereich als Zylinderraum dient. Die
zum Abdichten erforderlichen Dichtungen sind der Einfachheit halber nicht dargestellt.
Dem Fachmann ist klar, wie eine solche Abdichtung erfolgt.
[0050] Die Deckelplatte 8 weist einen Außendurchmesser auf, der dem Außendurchmesser des
Gehäusegrundkörpers 7 entspricht. Die Deckelplatte 8 bildet eine Oberseite 25 sowie
eine plane Unterseite 26, die auf der ebenfalls planen Oberseite 12 des Gehäusegrundkörpers
7 ganzflächig aufliegt.
[0051] Aus der Oberseite 25 steht eine kreisringförmige Werkstückauflagefläche 27 ein geringes
Stück vor.
[0052] Die Deckelplatte 8 ist mit einer Anzahl Schrauben 28 an dem Grundkörper 7 in ähnlicher
Weise befestigt, wie die Bodenplatte 9. Die Köpfe der Schrauben 28 sind, wie gezeigt,
versenkt.
[0053] Konzentrisch durch die Deckelplatte 8 führt eine weitere Stufenbohrung 29, die zu
der Stufenbohrung 14 koaxial ist. Die Stufenbohrung 29 setzt sich aus einem Abschnitt
30 und einem Abschnitt 31 zusammen. Den Übergang zwischen den beiden Abschnitten 30,
31 bildet eine Schulter 32.
[0054] Der Durchmesser des Abschnittes 31 ist größer als der Durchmesser des Abschnittes
16 der Stufenbohrung 14 in dem Grundkörper 7.
[0055] Die Schulter 32, die die beiden Abschnitte 30 und 31 miteinander verbindet, ist eine
Kegelstumpffläche, die so ausgerichtet ist, dass die gedachte Spitze des durch die
Kegelstumpffläche definierten Kegels, bezogen auf Fig. 1 nach oben und damit von der
Werkstückauflagefläche 27 weg zeigt.
[0056] Der Spanndorn 3 weist einen mittleren zylindrischen Abschnitt 33 auf, der an seinem
unteren Ende in den scheibenförmigen Kolben 4 übergeht. Am oberen Ende endet der Spanndorn
3 in einem Kopf 35, der die Gestalt eines nach oben zeigenden Keils hat, der an einer
ebenen Fläche 36 endet. Das breite Ende des Kopfes 35 geht einstückig in eine ebene
Stirnfläche 37 des mittleren Abschnitts 33 über.
[0057] Zufolge der keilförmigen Kopfform entstehen zwei gegeneinander geneigte ebene Antriebsflächen
38 und 39.
[0058] Der Spanndorn 3 ist mit seinem mittleren Abschnitt 33 in dem Bohrungsabschnitt 16
geführt. In der Ruhestellung steht die nach oben zeigende Schulter 37 im Abstand zu
der Oberseite 12 des Grundkörpers 7. Der keilförmige Kopf 35 ragt durch die Stufenbohrung
29 koaxial hindurch. Seine Stirnseite 36 befindet sich oberhalb der Werkstückauflagefläche
27, die, wie erwähnt, als ebene Ringfläche koaxial den Bohrungsabschnitt 30 umgibt.
Der Kolben 4 hingegen gleitet mit geringem Spiel in den Bohrungsabschnitt 15.
[0059] Zum Abdichten ist der Kolben 4 mit einer Ringnut 41 versehen, in der ein O-Ring 42
liegt, der den Kolben 4 gegen die Wand des Bohrungsabschnitts 15 abdichtet.
[0060] Schließlich ist noch eine Vorspannfeder 43 vorgesehen, die sich gegen die Schulterfläche
17 abstützt und andererseits gegen die Oberseite des Kolbens 4 wirkt, um diesen in
die untere Endlage vorzuspannen, in der er an der Bodenplatte 9 anliegt.
[0061] Zur Erläuterung der Spannbacken wird zusätzlich auf Fig. 2 Bezug genommen. Die Spannbacken
5, 6 sind identisch, so dass es genügt, lediglich eine der Spannbacken im Detail zu
erläutern. Die Beschreibung gilt in der gleichen Weise für die jeweils andere Spannbacke.
Die Bezugszeichen werden wechselweise an den beiden Spannbacken 5, 6 verwendet, je
nachdem, ob wegen der Darstellung das betreffende Bauteil sichtbar ist.
[0062] Die Spannbacke 5, 6 weist einen in grober Annäherung zylindersegmentförmigen Grundkörper
45 auf, der an seinem unteren Ende einen Flansch 46 übergeht. Zur Außenseite hin wird
der Grundkörper 45 von einer profilierten Zylinderfläche 47 begrenzt, während die
gegenüber liegende Seite eine ebene Fläche 48 ist, die gegenüber der Längsachse des
gedachten Zylinders schräg verläuft. Sie bildet eine Antriebsfläche und wird deswegen
im Weiteren als solche bezeichnet. Der Winkel der die Antriebsfläche 48 mit der Längsachse
der Stufenbohrung 29 einschließt, entspricht dem Winkel, den die Antriebsflächen 38,
39 des keilförmigen Kopfes 35 mit der Längsachse der Stufenbohrung 29 einschließen.
Dadurch liegen die Antriebsflächen 48 der beiden Spannbacken 5, 6 vollflächig an den
Antriebsflächen 39 und 38 des Spannbolzens 3 an. Die Außenseite der Spannbacken 5,
6 weist mehrere in Umfangsrichtung verlaufende Rippen 49 auf, die dazu vorgesehen
sind, beim Spannen geringfügig in das Material des Werkstücks einzudringen.
[0063] Unterhalb der Rippen 49 und oberhalb des Flansches 46 sind zwei Nuten 51 vorhanden,
die der Aufnahme von zwei O-Ringen 52 dienen, die gleichzeitig als Rückstellmittel
für die Spannbacken 5, 6 verwendet werden. Sie dichten obendrein ab. Die beiden O-Ringe
52 sind aus Übersichtlichkeitsgründen in Fig. 1 nicht dargestellt. In der Praxis sind
sie dazu eingerichtet gegen die Umfangsfläche des Bohrungsabschnittes 30 abzudichten.
[0064] Der Flansch 46 bildet auf seiner Oberseite 53 einen Ausschnitt aus einer Kegelstumpffläche,
deren Kegelwinkel zumindest angenähert dem Kegelwinkel der Schulterfläche 32 entspricht.
Die Anordnung ist so getroffen, dass eine vollflächige Anlage der Schulterfläche 53
an der Schulterfläche 32 zustande kommt, wenn die Spannbacken 5, 6 voneinander soweit
entfernt sind, dass die durch die Rippen 49 definierten Kreislinien dem Spannnenndurchmesser
des Niederzugspanners 1 entsprechen.
[0065] Als Dimensionierungsvorschrift ist noch zu erwähnen, dass die zwischen den Antriebsflächen
38, 39 liegenden Seitenflächen 55 des keilförmigen Kopfes 35 Ausschnitte aus einer
gemeinsamen Zylinderfläche sind, mit einem Durchmesser entsprechen dem Innendurchmesser
der durch die Ringnut 51 definiert ist, wenn die beiden Spannbacken 5, 6 den kleinsten
Abstand voneinander haben.
[0066] Schließlich ist noch eine Schraubendruckfeder 56 vorhanden, die, wie Fig. 1 zeigt
gegen die Unterseite der Flansche 46 wirkt und die sich andererseits auf der Oberseite
12 des Gehäusegrundkörpers 7 neben dem Bohrungsabschnitt 16 abstützt. Sie sorgt dafür,
dass in jedem Falle die Schulterflächen 53 mit der Schulterfläche 32 in Anlage bleiben.
[0067] Die Funktionsweise des gezeigten Niederzugspanners 1 ist wie folgt:
[0068] Fig. 1 zeigt den Ruhezustand des Niederzugspanners 1, in dem er bereit ist ein Werkstück
aufzunehmen.
[0069] In der Grundstellung liegt der Kolben 4 auf der Oberseite 18 der Bodenplatte 9 auf.
In diese Position wird er durch die Druckfeder 43 vorgespannt. Der mittlere Abschnitt
33 des Spannbolzens 3 steckt zum Teil in dem Bohrungsabschnitt 16. In dieser Position
ist der keilförmige Kopf 35 soweit zurückgezogen, dass sein Ende 36 gegenüber der
Oberseite der Spannbacken 5, 6 geringfügig zurückspringt. Er steht etwa im Bereich
unterhalb der untersten Rippe 49, d.h. etwa auf der Mitte der Spannbacke 5, 6, gemessen
ab dem oberen Ende der Schulterfläche 53. Die beiden Spannbacken 5, 6 haben ihren
kleinsten Abstand voneinander. In dieser Stellung springen die Rippen 49 mit ihren
Scheitellinien gegenüber der oben definierten Kreislinie des Nenndurchmessers zurück.
Im Falle eines Niederzugspanners für einen Nenndurchmesser von ca. 8 mm beträgt der
Rücksprung gegenüber dem Nennkreisdurchmesser wenige 0,1 mm.
[0070] Das Werkstück lässt sich mit seiner Spannbohrung ohne Weiteres auf die über die Werkstückauflagefläche
27 vorstehenden Teile der Spannbacken 5, 6 aufstecken. Nach dem Aufstecken wird der
Raum unterhalb des Kolbens 4 mit einem Druckmedium, beispielsweise Hydraulikflüssigkeit
oder Druckluft, beaufschlagt. Der Kolben 4 bewegt sich nach oben und lässt den keilförmigen
Kopf 35 des Spannbolzens 3 tiefer zwischen die beiden Spannbacken 5, 6 eindringen.
Zufolge der schräg verlaufenden Antriebsflächen 38, 39 und 48 entsteht eine Keilwirkung,
die die beiden an den Antriebsflächen 38, 39 anliegenden Spannbacken 5, 6 voneinander
weg drückt. Bezogen auf die Längsachse der Stufenbohrung 29 bewegen sich die beiden
Spannbacken 5, 6 radial nach außen.
[0071] Da die beiden Spannbacken 5, 6 gleichzeitig mit ihren Schulterflächen 53 an der Schulterfläche
32 anliegen und diese Schulterfläche, wie gezeigt, geneigt ist, ist der tanslatorischen
Radialbewegung nach außen eine translatorische Bewegung überlagert, die von oben her
gegen die Werkstückauflagefläche 27 gerichtet ist, d.h. während der Radialbewegung
nach außen bewegen sich die Rippen 49 gleichzeitig entsprechend dem Kegelwinkel der
Schulterfläche 32 in Richtung auf die Werkstückauflagefläche 27.
[0072] Im Laufe der Vorschubbewegung bzw. Spreizbewegung der beiden Spannbacken 5, 6 werden
diese mit der Wand der entsprechenden Spannbohrung im Werkstück in Eingriff kommen
und sich gegen diese Wand anpressen. Während die Rippen 49 geringfügig in das Material
eindringen oder auf der Wand der Spannbohrung entlang gleiten, wird in zunehmendem
Maße das Werkstück gegen die Werkstückauflagefläche 27 angepresst.
[0073] Ersichtlicherweise bewegt sich der Spannbolzen 3 beim Spannen entgegen dem zu spanneden
Werkstück und somit in eine Richtung, die an sich das Werkstück von der Werkstückauflagefläche
27 abheben würde. Zufolge der geneigt verlaufenen Schulterfläche 32 sowie der Schulterflächen
23 an den Flanschen 46 wird jedoch eine Ausschubbewegung oder Anhebebewegung der Spannbacken
5, 6 verhindert und statt dessen in die entgegengesetzte Richtung umgekehrt, die dafür
sorgt, dass die Spannbacken 5, 6 tatsächlich gegenüber der Werkstückauflagefläche
27 in das Gehäuse 2 des Niederzugspanners 1 eintauchen und damit das Werkstück gegen
die Werkstückauflagefläche 27 heranziehen.
[0074] Bei genauer Betrachtung gibt es exakt nur eine einzige Stellung, in der die Schulterflächen
53 vollflächig an der Schulterfläche 32 anliegen. Bei jeder anderen Stellung der Spannbacken
5, 6 zueinander kommt lediglich eine Linienberührung zustande. Dieser Unterschied
oder wechselnde Anlageform hat für die praktische Anwendung keine Bedeutung. Er ist
lediglich davon theoretischem Interesse und praktisch bedeutungslos.
[0075] Da die Antriebsflächen 38 und 39 des keilförmigen Kopfes 35 symmetrisch zu der Längsachse
der Bohrung 29 ausgerichtet sind, stehen die beiden Spannbacken 5, 6 symmetrisch zu
der Längsachse. Beim Spannen bewegen sie sich auch symmetrisch zu der Längsachse,
betragsmäßig um die gleichen Werte radial nach außen und nach unten zu der Auflagefläche
27 hin. Der gedachte theoretische Spannmittelpunkt bleibt somit unabhängig davon,
wie weit die beiden Spannbacken 5, 6 auseinander getrieben sind, erhalten.
[0076] Zum Ausgleich von Lagetoleranzen der Spannbohrung im Werkstück werden beim gezeigten
Ausführungsbeispiel lediglich zwei Spannbacken 5, 6 verwendet, die im Rahmen der Elastizität
des Systems und der jeweils vorhandenen Spiele geringfügig in Richtung parallel zu
den Antriebsflächen 38, 39 und parallel zu der Werkstückauflagefläche 27 wandern können,
um übermäßige Verspannungen im Werkstück zu vermeiden.
[0077] Wenn es auf diese Freiheit nicht ankommt, kann die Werkstückspanneinrichtung 1 auch
mit drei oder mehr Spannbacken ausgerüstet werden.
[0078] Eine größere Anzahl von Spannbacken bietet sich beispielsweise an, wenn die Aufnahmebohrung
Durchmesser über 20 mm aufweist. In diesem Falle ist es ferner zweckmäßig, anstelle
eines keilförmigen Kopfes mit lediglich zwei Antriebsflächen 38, 39 entweder einen
Kegelstumpf oder einen n-eckigen Pyramidenstumpf zu verwenden, wobei n der Anzahl
der Spannbacken entspricht.
[0079] Wegen des geringen Hubs spielt es auch keine Rolle, wenn die an die Kegelstumpfform
angepassten Antriebsflächen 48 der Spannbacken nur in einer Relativstellung satt an
der Kegelstumpffläche anliegen.
[0080] Wenn das Werkstück nach der Bearbeitung entnommen werden soll, genügt es, wenn der
Raum unterhalb des Kolbens 4 entlüftet wird. Die Schraubendruckfeder 43 drückt den
Kolben 4 nach unten, so dass der keilförmige Kopf 35 zwischen den Spannbacken 5, 6
zurückgezogen wird. Die um sie herum liegenden O-Ringe 52 ziehen die Spannbacken 5,
6 aufeinander zu, wodurch der Außendurchmesser des durch sie gebildeten "Aufnahmedorns"
entsprechend abnimmt. Gleichzeitig drückt die Schraubenfeder 56 die Spannbacken 5,
6 nach oben und hält sie in der Anlage an der kegelstumpfförmigen Schulter 32. Sobald
die Endstellung gemäß Fig. 1 erreicht ist, kann das Werkstück abgenommen werden.
[0081] Die Gefahr des Eindringens von Spänen wird durch die O-Ringe 52 reduziert, da diese
einerseits gegen den Bohrungsabschnitt 30 und andererseits gegen die Seitenflächen
55 des Kopfes 35 abdichten. Ein weiteres Hereinfallen von sehr kleinen Spänen kann
beispielsweise auch verhindert werden, wenn im Falle der Verwendung von Druckluft
ein Teil der Druckluft in die Stufenbohrung 29 eingeleitet wird, um Späne nach oben
auszublasen bzw. ein Hereinfallen grundsätzlich zu verhindern.
[0082] Das erfindungsgemäße Spannkonzept ist nicht auf zylindrische oder rotationssymmetrische
Anwendungen beschränkt. Fig. 3 zeigt eine Ausgestaltung der Spannbacken, die nicht
wie zuvor auf der Zylinderform sondern eher auf der Quaderform basieren. Der untere
Flansch 46 ist bei dieser Ausführungsform nicht ein Ringsegment sondern eine Art Quader
mit einer rechteckigen Unterseite und einer rechteckigen Oberseite 53, die, wie zuvor
erwähnt, in der gleichen Weise geneigt ist wie die Oberseite 53 der Spannbacken 5,
6 nach Fig. 3.
[0083] Im Bereich des oberen freien Endes steht an jeder Spannbacke eine Leiste 58 vor,
die in dieselbe Richtung zeiget wie der Flansch 56. Die Spannbacken 5, 6 bekommen
im oberen Bereich von der Seite her gesehen die Gestalt eines Hakens. Beide Spannbacken
5, 6 zusammen, ergeben die Gestalt eines T-Nutensteins, der parallel zu den Leisten
58 gespalten ist.
[0084] Die Antriebsflächen 48 sind in der gleichen Weise ausgestaltet wie bei dem Ausführungsbeispiel
zuvor.
[0085] Die Aufnahmeöffnung 29 ist an die geänderte Gestalt der Spannbacken angepasst, derart,
dass sie nicht mehr rotationssymmetrisch ist sondern sich aus Abschnitten mit rechteckigem
Querschnitt zusammensetzt. Die Schulterfläche 22 ist demgemäß eine schräge Ebene mit
demselben Neigungswinkel gegenüber der Längsachse des Spannbolzens 3, den auch die
Oberseite 53 des Flansches 46 aufweist.
[0086] Bei abgesenktem Spannbolzen 3 liegen die beiden Spannbacken 5, 6 im Bereich ihres
oberen Endes, beispielsweise aneinander. Die freien voneinander weg zeigenden Längsseiten
der beiden Leisten 58 haben voneinander einen Abstand, der der Schlitzweite einer
T-Nut in einem aufzuspannenden Werkstück entspricht. Durch Vorschieben des Spannbolzens
3 zwischen die beiden Klemmbacken 5, 6 werden sie auseinander getrieben und gleichzeitig,
wie zuvor ausführlich beschrieben, in Richtung auf die Werkstückauflagefläche niedergezogen.
Beim Auseinanderdrücken greifen sie hinter die Schlitzränder in einer T-Nut in der
gleichen Weise, wie dies dem Fachmann beim Zusammenwirken zwischen T-Nuten und T-Nutensteinen
bekannt ist. Während des Eintreibens des Spannbolzens 3 zwischen die beiden Spannbacken
5, 6 erfolgt gleichzeitig eine Niederzugbewegung, die das Werkstück auf die Werkstückauflagefläche
27 niederzieht. Es versteht sich, dass das Zusammenwirken der Leisten 48 mit den hinterschnittenen
Schlitzrändern erst zustande kommt, wenn die beiden Spannbacken 5, 6 weit genug auseinander
getrieben sind, um eine hinreichende Überdeckung zwischen den Leisten 58 und den benachbarten
Schlitzrändern der T-Nut zu erreichen.
[0087] Der Übersichtlichkeit halber sind die Rückholmittel nicht weiter veranschaulicht,
die vorgesehen sind, um die Spannbacken aufeinander zu bewegen, wenn der Spanndorn
mit seinem Kopf 35 aus dem keilförmigen Spalt zwischen den beiden Spannbacken 5, 6
zurückweicht.
[0088] Schließlich ist zu bemerken, dass der Niederzugspanner 1 in Verbindung mit einer
Hydraulik- oder Druckluftanordnung als Antriebsmedium veranschaulicht ist. Der Fachmann
sieht jedoch sogleich, dass der Spannbolzen 3 auch mit einem Schraubspindelantrieb
versehen werden kann um elektromotorisch zwischen der Spannstellung und der Lösestellung
hin und her bewegt werden zu können.
[0089] Eine Niederzugspanneinrichtung weist ein Gehäuse auf, in dem zwei oder mehr Spannbacken
geführt sind. Durch besondere Maßnahmen wird dafür gesorgt, dass die Spannbacken bei
ihrer Bewegung voneinander weg gleichzeitig eine Eintauchbewegung in das Gehäuse vornehmen.
Hierdurch wird das Werkstück gegen die Werkstückauflagefläche angepresst. Die Bewegung
der Spannbacken wird mit Hilfe eines Spannbolzens erzeugt, der mit seinem Kopf zwischen
die Spannbacken gedrückt wird, wobei sich die Größe des Kopfes, ausgehend von der
Mitte des Spannbolzens zum freien Ende hin verringert.
1. Spanneinrichtung (1) zum Aufspannen von Werkstücken mit einem Gehäuse (2),
- das eine Stufenöffnung (29) mit wenigstens zwei in axialer Richtung hintereinander
liegenden Abschnitten (30, 31) enthält, die eine nach innen ragende Schulterfläche
(32) bilden, und
- das auf seiner Außenseite (25) eine bei der Stufenöffnung (29) liegende Werkstückauflagefläche
(27) aufweist,
- wobei die Schulterfläche (32) derart schräg ausgerichtet ist, dass ihr radial innen
liegender Rand näher bei einer durch die Werkstückauflagefläche (27) definierten Ebene
liegt als der radial außen liegende Rand der Schulterfläche (32), der in den Abschnitt
(31) mit der größeren Weite übergeht,
mit wenigstens zwei Spannbacken (5,6),
- die durch den Abschnitt (30) mit der geringeren Weite nach außen ragen,
- die die durch die Werkstückauflagefläche (27) definierte Ebene übertragen,
- von denen jede eine der Achse der Stufenöffnung (29) zugekehrte Antriebsfläche (48)
aufweist und
- von denen jede an ihrem in der Stufenöffnung (29) liegenden Ende einen Flansch (46)
aufweist, der gegen die Schulterfläche (32) anliegt,
- wobei die Flansche (46) Anlägeflächen (53) definierten, die zumindest angenähert
unter demselben Winkel verlaufen wie die Schulterflächen (32) der Stufenöffnung (29),
und
mit einem Spreizdorn (3), der einen Kopf (35) aufweist, der sich in Richtung auf das
benachbarte freie Ende (36) verjüngt und mit den Antriebsflächen (48) der Spannbacken
(5,6) zusammenwirkende Antriebsflächen (38,39) bildet, deren Abstand mit zunehmender
Entfernung von dem freien Ende (36) zunimmt.
2. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) von einem Maschinentisch oder einem Werkstückaufspanntisch gebildet
ist.
3. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenöffnung (29) eine rotationssymmetrische Stufenbohrung ist.
4. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt (30) mit der kleineren Weite eine Weite von wenigstens 5 mm aufweist.
5. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schulterfläche (32) eine Kegelstumpffläche ist.
6. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnen, dass der Winkel, den die
Schulterfläche mit der Längsachse der Stufenöffnung einschließt, zwischen 45° und
85°, vorzugsweise zwischen 60° und 70°, liegt.
7. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass lediglich zwei Spannbacken (5,6) vorgesehen sind.
8. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehr als zwei Spannbacken (5,6) vorgesehen sind.
9. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannbacken (5, 6) zylindrisch gekrümmte Spannflächen (45) aufweisen, die radial
nach außen zeigen.
10. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannbacken (5,6) ebene Spannflächen bilden, die nach außen zeigen.
11. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnen, dass jede Spannbacke (5,6)
an ihrem über die Werkstückauflagefläche (27) überstehenden Ende einen radial abstehenden
Fortsatz (58) aufweist, derart, dass die Spannbacke (5,6) in der Seitenansicht eine
Hakenform bekommt.
12. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannflächen (45) auf der durch den Werkstückanschlag (26) gebildeten Ebene senkrecht
stehen oder dazu parallel verlaufen.
13. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannflächen (45) profiliert sind.
14. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnen, dass die Spannflächen (45)
in Umfangsrichtung verlaufende Rippen (49) tragen.
15. Spanneinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen (49) in einer scharfkantigen Schneide auslaufen, die radial am weitesten
außen liegt.
16. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückauflagefläche (26) eine Ebene definiert, die rechtwinklig zu der Längsachse
der Stufenöffnung (29) verläuft.
17. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückauflagefläche (26) um die Stufenöffnung (29) herum verteilt angeordnet
ist.
18. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückauflagefläche (26) eine durchgehende Fläche bildet, die sich um die
Stufenöffnung (29) herum erstreckt.
19. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) ein im Wesentlichen zylindrisches Gehäuse ist mit einem Befestigungsflansch
(9).
20. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsflansch (9) in der Nähe der Werkstückauflagefläche angeordnet ist.
21. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsflansch (9) an dem Gehäuse (2) an dem von der Werkstückauflagefläche
(26) entfernten Ende vorgesehen ist.
22. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannbacken (5,6) gesintert sind.
23. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsfläche (48) einer jeden Spannbacke (5,6) ein Ausschnitt einer Kegelstumpffläche
ist.
24. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Stellung der Spannbacken (5,6) gibt, in der die Anlageflächen (53) vollflächig
an der Schulterfläche (32) der Stufenöffnung (29) anliegen.
25. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der an dem Kopf (35) des Spreizdorns (3) ausgebildeten Antriebsflächen
(38,39) mit der Anzahl der Spannbacken (5,6) übereinstimmt.
26. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsfläche (48) der Spannbacke (5,6) eine ebene Fläche ist.
27. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsfläche (48) der Spannbacke (5,6) eine rinnenförmige Gestalt aufweist.
28. Spanneinrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinne V-förmig ist.
29. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel der Antriebsflächen (38,39) des Spreizdorns (3) mit der Längsachse der
Stufenöffnung einen Winkel zwischen 5° und 30°, vorzugsweise zwischen 8° und 15°,
einschließt.
30. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenbohrung (29) abschnittsweise als Fluidzylinder (15) ausgebildet ist.
31. Spanneinrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass der Spreizdorn (3) mit einem in dem Fluidzylinder (15) verschieblichen Kolben (4)
zusammenwirkt.
32. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spreizdorn (3) mit einem Schraubspindelantrieb gekuppelt ist.
33. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidzylinder (15) mit Druckluft beaufschlagt ist.
34. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidzylinder (15) zweiseitig wirkend ausgebildet ist.
35. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Spannbacken (5,6) eine Rückholeinrichtung (52,56) zugeordnet ist.
36. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückholeinrichtung von wenigstens einem O-Ring (52) gebildet ist, der um sämtliche
Spannbacken (5,6) außen herum liegt.
37. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in denjenigen Raum, in dem sich die Flansche (46) der Spannbacken (5,6) befinden,
eine Druckluftleitung mündet.
38. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsflächen (38,39) des Spreizdorns (3) auf die Antriebsflächen (48) der
Spannbacken (5,6) derart abgestimmt sind, dass die Spannbacken (5,6) bei einer Bewegung
des Spreizdorns (3) lediglich translatorische Bewegungen ausführen, die in zwei Komponenten
zu zerlegen sind, von denen die eine Komponente senkrecht zu der durch die Werkstückauflagefläche
(26) definierten Ebene liegt und die andere Bewegungskomponente parallel dazu, und
dass keine Kipp- oder Drehbewegungen bei den Spannbacken (5,6) auftreten.
1. Clamping device (1) for clamping workpieces with a housing (2),
- which contains a stepped opening (29) with at least two portions (30, 31), which
are located one behind the other in the axial direction and form an inwardly projecting
shoulder face (32), and
- which has, on its outside (25), a workpiece support face (27) located at the stepped
opening (29),
- wherein the shoulder face (32) is oriented obliquely in such a way that its radially
inwardly located edge is located closer to a plane defined by the workpiece support
face (27) than the radially outwardly located edge of the shoulder face (32), which
merges into the portion (31) with the larger width,
with at least two clamping jaws (5, 6),
- which project outwardly through the portion (30) with the smaller width,
- which project above the plane defined by the workpiece support face (27),
- of which each has a drive face (48) facing the axis of the stepped opening (29)
and
- of which each, on its end located in the stepped opening (29), has a flange (46),
which abuts the shoulder face (32),
- wherein the flanges (46) define contact faces (53), which run at least approximately
at the same angle as the shoulder faces (32) of the stepped opening (29), and
with an expanding mandrel (3), which has a head (35), which tapers in the direction
of the adjacent free end (36) and forms drive faces (38, 39) cooperating with the
drive faces (48) of the clamping jaws (5, 6), the spacing of which increases with
an increasing distance from the free end (36).
2. Clamping device according to claim 1, characterised in that the housing (2) is formed by a machine table or a workpiece clamping table.
3. Clamping device according to claim 1, characterised in that the stepped opening (29) is a rotationally symmetrical stepped bore.
4. Clamping device according to claim 1, characterised in that the portion (30) with the smaller width has a width of at least 5 mm.
5. Clamping device according to claim 1, characterised in that the shoulder face (32) is a truncated cone face.
6. Clamping device according to claim 1, characterised in that the angle, which the shoulder face forms with the longitudinal axis of the stepped
opening, is between 45° and 85°, preferably between 60° and 70°.
7. Clamping device according to claim 1, characterised in that only two clamping jaws (5, 6) are provided.
8. Clamping device according to claim 1, characterised in that more than two clamping jaws (5, 6) are provided.
9. Clamping device according to claim 1, characterised in that the clamping jaws (5, 6) have cylindrically curved clamping faces (45), which are
directed radially outwardly.
10. Clamping device according to claim 1, characterised in that the clamping jaws (5, 6) form flat clamping faces, which are directed outwardly.
11. Clamping device according to claim 1, characterised in that each clamping jaw (5, 6), at its end projecting beyond the workpiece support face
(27), has a radially protruding extension (58), in such a way that the clamping jaw
(5, 6) has a hook shape in the side view.
12. Clamping device according to claim 1, characterised in that the clamping faces (45) are perpendicular to the plane formed by the workpiece stop
(26) or run parallel thereto.
13. Clamping device according to claim 1, characterised in that the clamping faces (45) are profiled.
14. Clamping device according to claim 1, characterised in that the clamping faces (45) carry ribs (49) running in the peripheral direction.
15. Clamping device according to claim 14, characterised in that the ribs (49) terminate in a sharp-edged blade, which is located radially furthest
to the outside.
16. Clamping device according to claim 1, characterised in that the workpiece support face (26) defines a plane, which runs at right angles to the
longitudinal axis of the stepped opening (29).
17. Clamping device according to claim 1, characterised in that the workpiece support face (26) is arranged distributed around the stepped opening
(29).
18. Clamping device according to claim 1, characterised in that the workpiece support face (26) forms a continuous face, which extends around the
stepped opening (29).
19. Clamping device according to claim 1, characterised in that the housing (2) is a substantially cylindrical housing with a fastening flange (9).
20. Clamping device according to claim 1, characterised in that the fastening flange (9) is arranged close to the workpiece support face.
21. Clamping device according to claim 1, characterised in that the fastening flange (9) is provided on the housing (2) on the end remote from the
workpiece support face (26).
22. Clamping device according to claim 1, characterised in that the clamping jaws (5, 6) are sintered.
23. Clamping device according to claim 1, characterised in that the drive face (48) of each clamping jaw (5, 6) is a section of a truncated cone
face.
24. Clamping device according to claim 1, characterised in that there is a position of the clamping jaws (5, 6), in which the contact faces (53)
abut the entire surface on the shoulder face (32) of the stepped opening (29).
25. Clamping device according to claim 1, characterised in that the number of drive faces (38, 39) formed on the head (35) of the expanding mandrel
(3) coincides with the number of clamping jaws (5, 6).
26. Clamping device according to claim 1, characterised in that the drive face (48) of the clamping jaw (5, 6) is a flat face.
27. Clamping device according to claim 1, characterised in that the drive face (48) of the clamping jaw (5, 6) has a groove configuration.
28. Clamping device according to claim 27, characterised in that the groove is V-shaped.
29. Clamping device according to claim 1, characterised in that the angle of the drive faces (38, 39) of the expanding mandrel (3) forms an angle
between 5° and 30°, preferably between 8° and 15°, with the longitudinal axis of the
stepped opening.
30. Clamping device according to claim 1, characterised in that the stepped bore (29) is configured, in portions, as a fluid cylinder (15).
31. Clamping device according to claim 30, characterised in that the expanding mandrel (3) cooperates with a piston (4) which is displaceable in the
fluid cylinder (15).
32. Clamping device according to claim 1, characterised in that the expanding mandrel (3) is coupled to a screw spindle drive.
33. Clamping device according to claim 1, characterised in that the fluid cylinder (15) is pressurised with compressed air.
34. Clamping device according to claim 1, characterised in that the fluid cylinder (15) is configured to act on two sides.
35. Clamping device according to claim 1, characterised in that a restoring device (52, 56) is associated with the clamping jaws (5, 6).
36. Clamping device according to claim 1, characterised in that the restoring device is formed by at least one O-ring (52), which is located around
the outside of all the clamping jaws (5, 6).
37. Clamping device according to claim 1, characterised in that a compressed air line opens into the space, in which the flanges (46) of the clamping
jaws (5, 6) are located.
38. Clamping device according to claim 1, characterised in that the drive faces (38, 39) of the expanding mandrel (3) are matched to the drive faces
(48) of the clamping jaws (5, 6) in such a way that the clamping jaws (5, 6) upon
a movement of the expanding mandrel (3) carry out only translatory movements, which
are to be split into two components, of which one component is perpendicular to the
plane defined by the workpiece support face (26) and the other movement component
is located parallel thereto, and in that no tilting or rotary movements occur in the clamping jaws (5, 6).
1. Dispositif de serrage (1) pour le serrage de pièces, comportant un carter (2),
- lequel présente une ouverture étagée (29) avec au moins deux sections (30, 31) disposées
l'une derrière l'autre en direction axiale, qui forment une surface d'épaulement (32)
s'enfonçant vers l'intérieur, et
- lequel présente sur sa face extérieure (25) une surface d'appui de pièce (27) située
au niveau de l'ouverture étagée (29),
- la surface d'épaulement (32) étant inclinée de telle manière que son bord radialement
intérieur est plus proche d'un plan défini par la surface d'appui de pièce (27) que
le bord radialement extérieur de la surface d'épaulement (32), qui se continue dans
la section (31) de grande largeur,
comportant au moins deux mâchoires de serrage (5, 6),
- lesquelles font saillie vers l'extérieur par la section (30) de petite largeur,
- dépassent du plan défini par la surface d'appui de pièce (27),
- chacune d'entre elles présentant une surface d'entraînement (48) opposée à l'axe
de l'ouverture étagée (29), et
- chacune d'entre elles présentant une flasque (46) à leur extrémité située dans l'ouverture
étagée (29), laquelle bute contre la surface d'épaulement (32),
- les flasques (46) définissant des surfaces de butée (53), qui s'étendent au moins
sensiblement suivant le même angle que les surfaces d'épaulement (32) de l'ouverture
étagée (29), et
comportant un mandrin expansible (3) pourvu d'une tête (35) qui se rétrécit en direction
de l'extrémité libre (36) contiguë et qui forme des surfaces d'entraînement (38, 39)
coopérant avec des surfaces d'entraînement (48) des mâchoires de serrage (5, 6), dont
l'espacement entre elles s'accroît à mesure qu'elles s'éloignent de l'extrémité libre
(36).
2. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le carter (2) est formé par une table de machine ou par une table de serrage de pièce.
3. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ouverture étagée (29) est un alésage étagé à symétrie de rotation.
4. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la section (30) de petite largeur est large d'au moins 5 mm.
5. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface d'épaulement (32) est une surface tronconique.
6. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'angle formé par la surface d'épaulement et l'axe longitudinal de l'ouverture étagée
est compris entre 45° et 85°, de préférence entre 60° et 70°.
7. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que seules deux mâchoires de serrage (5, 6) sont prévues.
8. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que plus de deux mâchoires de serrage (5, 6) sont prévues.
9. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les mâchoires de serrage (5, 6) présentent des surfaces de serrage (45) à incurvation
cylindrique, dirigées radialement vers l'extérieur.
10. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les mâchoires de serrage (5, 6) forment des surfaces de serrage planes, dirigées
vers l'extérieur.
11. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque mâchoire de serrage (5, 6) comporte un appendice (58) en saillie radiale à
son extrémité dépassant de la surface d'appui de pièce (27), tel que la mâchoire de
serrage (5, 6) présente une forme de crochet quand elle est vue de côté.
12. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les surfaces de serrage (45) se dressent verticalement sur le plan formé par la butée
de pièce (26) ou s'étendent parallèlement à celui-ci.
13. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les surfaces de serrage (45) sont profilées.
14. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les surfaces de serrage (45) portent des ailettes (49) s'étendant en direction périphérique.
15. Dispositif de serrage selon la revendication 14, caractérisé en ce que les ailettes (49) se terminent par un bord à arête vive, le plus éloigné radialement
vers l'extérieur.
16. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface d'appui de pièce (26) définit un plan qui s'étend perpendiculairement
à l'axe longitudinal de l'ouverture étagée (29).
17. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface d'appui de pièce (26) est distribuée autour de l'ouverture étagée (29).
18. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface d'appui de pièce (26) forme une surface continue qui s'étend tout autour
de l'ouverture étagée (29).
19. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le carter (2) est un carter sensiblement cylindrique avec une bride de fixation (9).
20. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bride de fixation (9) est disposée à proximité de la surface d'appui de pièce.
21. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bride de fixation (9) est prévue contre le carter (2), contre l'extrémité distante
de la surface d'appui de pièce (26).
22. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les mâchoires de serrage (5, 6) sont frittées.
23. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface d'entraînement (48) de chaque mâchoire de serrage (5, 6) est une coupe
d'une surface tronconique.
24. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il existe une position des mâchoires de serrage (5, 6) où les surfaces de butée (53)
reposent intégralement contre la surface d'épaulement (32) de l'ouverture étagée (29).
25. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le nombre des surfaces d'entraînement (38, 39) formées sur la tête (35) du mandrin
expansible (3) correspond au nombre de mâchoires de serrage (5, 6).
26. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface d'entraînement (48) de la mâchoire de serrage (5, 6) est une surface plane.
27. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface d'entraînement (48) de la mâchoire de serrage (5, 6) a une forme en gouttière.
28. Dispositif de serrage selon la revendication 27, caractérisé en ce que la gouttière est en forme de V.
29. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'angle formé par les surfaces d'entraînement (38, 39) du mandrin expansible (3)
et l'axe longitudinal de l'ouverture étagée est compris entre 5° et 30°, de préférence
entre 8° et 15°.
30. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'alésage étagé (29) est réalisé partiellement comme cylindre hydraulique (15).
31. Dispositif de serrage selon la revendication 30, caractérisé en ce que le mandrin expansible (3) coopère avec un piston (4) coulissant dans le cylindre
hydraulique (15).
32. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mandrin expansible (3) est accouplé à un entraînement par broche à vis.
33. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cylindre hydraulique (15) est à commande pneumatique.
34. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cylindre hydraulique (15) est réalisé avec une action bilatérale.
35. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un dispositif de rappel (52, 56) est affecté aux mâchoires de serrage (5, 6).
36. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de rappel est constitué d'au moins un joint torique (52), qui entoure
l'ensemble des mâchoires de serrage (5, 6).
37. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une conduite pneumatique débouche dans la chambre où se trouvent les flasques (46)
des mâchoires de serrage (5, 6).
38. Dispositif de serrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les surfaces d'entraînement (38, 39) du mandrin expansible (3) sont ajustées aux
surfaces d'entraînement (48) des mâchoires de serrage (5, 6), de telle manière qu'en
cas de mouvement du mandrin expansible (3), les mâchoires de serrage (5, 6) n'exécuteront
que des mouvements de translation décomposables en deux composantes, la première composante
étant perpendiculaire au plan défini par la surface d'appui de pièce (26) et l'autre
composante de mouvement étant parallèle à celui-ci, et en ce que les mâchoires de serrage (5, 6) ne subissent aucun mouvement de pivotement ou de
rotation.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente